Tages-Anzeiger



Züritipp-Redaktion am Mittwoch den 25. Januar 2012

Getestet: Open-Air-Fondue

Bei dem Anblick wird einem weich ums Herz. Doch nicht unserer Autorin, wenn sie draussen Fondue isst. Bild: Keystone

Bei dem Anblick wird einem weich ums Herz. Doch nicht unserer Autorin, wenn sie draussen Fondue isst.

Lust auf geschmolzenen Käse hat man öppedie. Auf eine vermüffelte Stube tags darauf hingegen nie. Wer in die Beiz ausweicht, kehrt zwar in duftige vier Wände heim, muss aber doch den Mantel auslüften. Rettung für Geruchs-Paranoiker verspricht das Zunfthaus zur Zimmerleuten mit seinem Open-Air-Fondue: Für 38 Franken ist man dabei, à discrétion, unter den Lauben vorenuse. Der Schuss geht freilich hindenuse, denn: 1.) Auch wenn es einleuchtet, dass man hier vergeblich nach Kerzen sucht – eine weniger grelle Beleuchtung hätte es auch getan. 2.) Wer Käsemief scheut, wird auch ob modrig müffelnden Decken nicht in Freudentaumel verfallen. 3.) kann man als Gfröörli ein wärmendes Kirschkernsäckli verlangen; ich tue es und erhalte ein leckes, dessen Füllung sich alsbald auf meinem Schoss verteilt.

Item. Nach zehn Minuten steht das Caquelon vor uns, wir rühren los – und sind von der faden Käsesuppe etwas enttäuscht. Der zweite Topf fällt zwar rassiger aus, doch da sind wir eigentlich schon satt. Was man mitnimmt? Die Erkenntnis, dass ein käselndes Heim so schlimm auch wieder nicht ist. Und ein paar Kirschkerne in den Mantelfalten. Paulina Szczesniak

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1 Kommentar zu „Getestet: Open-Air-Fondue“

  1. Norbert sagt:

    Muss ich im Sommer unbedingt mal ausprobieren. Habe auch langsam genug vom Winter. Aber Fondue geht ja auch im Haus.

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