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Der Lüstling

Réda El Arbi am Dienstag den 27. Juni 2017
Man ist der Übermacht hilflos ausgeliefert.

Man ist der Übermacht hilflos ausgeliefert.

Es ist die Hölle, wochentags als Mann alleine in die Badi zu gehen, wie ich letzte Woche wieder mal  herausfinden musste. Man findet zwar Platz, vorallem wenn man als Frühaufsteher wie ich schon bei Türöffnung seinen Platz sucht. Dann ist der Spass aber auch schon vorbei.

Als alleinbadender Mann macht man sich verdächtig. Das Personal schaut schief, fragt sich «Ist der arbeitslos?» und zählt beim Kassieren des Kaffees das Münz besonders genau. Offenbar gibts immer noch nicht genug Männer, die Teilzeit arbeiten oder sich ihre Zeit selbst einteilen. Ein männlicher Badegast ohne Begleitung ist noch immer anrüchig, wenn er nicht klar als Student erkennbar ist.

Mit dem Kaffee wieder bei meinem Platz beginnt dann die wahre Tortur. Inzwischen haben sich Mütter und alleinbadende Frauen rund um mein Tüchli verteilt. Ich schlürfe Kaffee und blicke geistesabwesend in die Weite. Die mittelalte Dame, die in Blickrichtung sitzt, verzieht den Mund angewidert, bedeckt ihre Blösse mit einem Batik-Dings und dreht mir den Rücken zu. Botschaft klar: «Du glotzender Lüstling.»

Als ich den Blick abwende und in eine andere Richtung schaue, sind da zwei Mütter, die sich angeregt unterhalten. Bis sie mich (beziehungsweise meinen Blick) bemerken, um dann die Köpfe – mit Seitenblick auf mich – näher zusammenzustecken und abzulästern.

Ich stecke meinen Kopf in mein Buch und versuche, nicht in irgendwelche Richtungen zu schauen. Man(n) will ja kein falsches Bild abgeben. Vergeblich. Die Badi ist inzwischen voller Frauen, alleine, zu zweit, zu dritt. Mit und ohne Kinder. Ich bin der einzige Mann. Egal wohin ich blicke, ich seh Frauen in Bikinis. Nicht, weil ich das will, sondern, weil das in Badis nun mal so ist. Und auch wenn mich Bikinis gerade nicht interessieren, fühlen sich die Damen beglotzt.

Gehe ich ins Wasser, denken die Damen, die vor mir ins Nass steigen, ich folge ihnen. Verlasse ich das Wasser, halten die, die Richtung Ufer unterwegs sind, mich für einen Stalker.

Sie verhalten sich, als sei ich eine Art Fuchs im Hühnerstall. Ich bin der gefährliche Fremdkörper. Ich trage die Erbschuld aller Penisträger der letzten tausend Generationen. Nicht mal mein Ehering schützt mich. Die Blicke sagen: «Und verheiratet ist das Schwein auch noch. Wenn das seine Frau wüsste …»

Es gibt natürlich auch eine Minderheit unter den Damen, die sich nicht gestört, sondern herausgefordert fühlt. Man(n) wird gemustert, taxiert und angeflirtet. Reagiert man nicht drauf, ist man(n) ein arroganter Bastard. Antwortet man höflich mit einem freundlichen Lächeln, nicken zweihundert umliegende Frauen befriedigt mit dem Kopf: «Wir habens doch gewusst! Der Sau!»

Nach eineinhalb Stunden ins Buch starren und in den Himmel schauen (ist unverfänglich), zünde ich mir eine Zigarette an. Was natürlich die Dame neben mir zu demonstrativem Husten mit Blick auf ihren Nachwuchs veranlasst. Nicht zu erwähnen, dass ich zuerst hier war und kein Rauchverbot herrscht. Aber ich bin ja ein umgänglicher Zeitgenosse und stehe auf, um mit meiner Zigarette einen kleinen Spaziergang zu machen. Was mit dem Blick in den Himmel gerichtet gar nicht so einfach ist.

Auf meinem Rundgang lande ich in der Nähe des Kinderbeckens. Grosser Fehler. GROSSER FEHLER. Ein alleinstehender Mann beim Kinderbecken ist sowas wie die Bombendrohung der Badeanstalten. Überall scheinen lautlose Alarme loszugehen und die Mütter schieben sich zwischen ihren Nachwuchs und die drohende Gefahr. Ein Mann beim Kinderbecken muss ein pädophiler Perverser sein. Wenn ich mich jetzt auch noch über die ausgelassene Schar von Kids sichtbar gefreut hätte. würden sie mich wohl am Sprungturm aufhängen. Als Warnung für alle anderen Männer, die es wagen, beim Kinderbecken herumzustehen.

Nach zwei Stunden gebe ich auf. Ich suche meine Sachen zusammen und gehe Richtung Ausgang. Hinter mir kehrt Ruhe ein im Matriarchat.

Badis sind wochentags eine NoGo-Area für alleinbadende Männer. Vielleicht sollte ich das nächste Mal mit einem Freund kommen. Dann denken die Damen, wir wären schwule Künstler, die es sich leisten können, tagsüber zwischen den Frauen abzuhängen.

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114 Kommentare zu “Der Lüstling”

  1. peter sagt:

    reda hätte in “speedos” baden sollen

  2. Réda El Arbi sagt:

    Liebe Leser,

    herzlichen Dank für die vielen Kommentare. Aber ich seh mich genötigt, etwas zu verdeutlichen:

    1. Einige haben die Ironie im Text nicht verstanden, von beiden Geschlechtern. Jänu.

    2. Viele haben die Ironie gegenüber den Damen in der Badi verstanden und witzig gefunden. Danke.

    3. Die Metaironie, in der sich ein privilegierter, weisser Mitvierziger, der es sich leisten kann, wochentags in der Badi abzuhängen, darüber ausheult, dass er nicht von allen Anwesenden geliebt wird, ist aber offensichtlich nicht zu allen durchgedrungen.

    Think about.

    Herzlichst

    Der Autor

    • Marcus sagt:

      Wenn man Ironie in fast jedem Artikel erklären muss, läuft was schief.

      • Réda El Arbi sagt:

        Die Leute, die die Ironie nicht verstanden haben, sind nicht die Mehrheit. Sie sind wie immer nur die Lautesten. Und denen muss man was entgegensetzen. Schauen Sie sich mal die Likes an. Und dann zählen Sie die Leute, die sich empören. Nur so als Hint auf die Verhältnisse.

        Und noch was: Punkt Drei auszuführen war auch wieder Metaironie. Falls Sies nicht verstanden haben.

        PS: Es gibt viele, die Sartre nicht verstanden haben. Liegt das am Autor? 😀

  3. Hans Hegetschweiler sagt:

    Ganz amüsanter Artikel (man muss ja das sagen, denn wenn man die Satire im Stadtboig nicht gebetsmühlenhaft würdigt, ist man ein humorloser Deutschschweizer, der sich mit Textgenres nicht auskennt). Aber neben der Unterhaltung der Leserschaft. geht es doch in erster Linie darum, herauszustreichen, dass man(n) von geilen Frauen provoziert und angemacht wird, weil man(n) halt so schön ist. Und da kann ich natürlcih als alter unattraktiver Mann, der in jeder Badi einfach nicht beachtet wird und sein Kindle in aller Ruhe lesen kan, nur ganz neidisch geifern. Glückwunsch, Herr El Arbi. Nur etwas interessiert mich, warum stehen Sie 10 Minuten neben einem Kinderbecken?

    • Réda El Arbi sagt:

      Eigentlich zeichnete ich das Bild eines priviligierten alten Sackes, der darüber weint, dass ee nicht überall geliebt wird.

      Und neben dem Kinderbecken war ich höchstens drei Minuten.

  4. Karl Bär sagt:

    Super geschrieben. Danke vielmals. Sehr amüsant. Wow. Und ja, kann mich dem Autor nur anschliessen.

  5. Georg sagt:

    Als Grossvater war ich alleine mit meinem kleinen Enkel in der Badi. Die Geschichte gleicht fast aufs Haar was ich erlebt habe. Waaaseliwas, ein Mann in der Badi mit einem Kleinkind? Ich wurde genau beobachtet was ich mache oder eben nicht mache. Frauen sind eben die besseren “Gafferinnen” 🙂

  6. Sputim sagt:

    🙂 Einer ihrer Besseren.

  7. isabella sagt:

    herr-lich, danke! 😉
    was mich noch wunder nähme: bist du extra in die badi gegangen, weil du wusstest, was für eine frauenmehrheit da wochentags ist und der damit verbundene ozean an geschichten? 😉

  8. Peter Huber sagt:

    Ich habe jetzt im Blog nochmals zwei Seiten nach hinten geblättert, weil ich mir nicht mehr ganz sicher wahr: Einen Monat ist es her, dass Sie hier drin zum x-ten Mal über Ihre frühere Heroinsucht geschrieben haben mit krassen Sätzen wie “von 12 Freunden aus meiner Clique sind 10 tot”. Könnte es nicht sein, dass sich Ihre Offenheit über Ihre Vergangenheit auf Ihren Alltag in der Gegenwart auswirkt? So anonym ist Zürich und insbesondere der Kreis 9 auch wieder nicht, dass man in der Badi nicht den einen oder anderen (er)kennt. Glauben Sie mir, auch auf dem Land schaut man jene Leute schiefer und länger an, die früher mal schwarze Schafe waren. So von wegen ländlicher Idylle.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nope. Als Promi gelte ich auch mit meiner Suchtgeschichte nicht. Und viele Zürcher haben damals Freunde verloren. Ich glaub, Sie konstruieren da etwas, wenn ich auch nicht weiss, warum.

      Und auf dem Land kennt man sich. Da schaut niemand mehr. Da weiss man, wer wohin gehört.

  9. Jürg Thüring sagt:

    Genialer Beitrag, trifft den Nagel auf den Kopf.

  10. Selten so amüsiert sagt:

    Zuerst dachte ich, der Artikel sei wirklich witzig. Aber die Kommentare schlagen den Sitz des Artikels um Längen mit zum Teil einer Engstirnigkeit, die mein Zwerchfell ziemlich in Mitleidenschaft zieht… Weiter so, haltet das Lach-Level hoch!

  11. Danilo Zink sagt:

    Ok, lieber Reda El Arbi, das Letzi-Bad. Schon sehr speziell, aber nicht in Zusammenhang mit einem allein badenden Mann. Im Schichtdienst tätig, rund 15 Jahre neben dem Letzi-Bad wohnend, Badegast zu jeder Tageszeit, habe ich nie solche paranoiden Gefühle entwickelt wie es offenbar dir geschehen ist. Ganz andere Sachen sind mir negativ aufgefallen; Balkan-Jünglinge mit Testosteron-Überschüssen (mit Unterhosen unter den Badeshorts), kokainkonsumierende karibische Partygänger, volltätowierte Hipsterboys und Girls. Oh, und natürlich verschrobene Tagi-Blogger, welche alleine – notabene rauchend – durchs Bad schlendern und die Leute beobachten.

  12. fabian sagt:

    Réda, spätestens seit Foucault wissen wir, dass eine effiziente Kontrolle der Gesellschaft nicht mit Videokameras und Aufsehern funktioniert, sondern in den Köpfen der Menschen wirkt. Du bist jetzt ein feministischer Mann, der sich den ganzen Tag durch seines Mann-Seins schlecht vorkommt. Momol. Wenns durch deine politische Gesinnung nicht selbstverschuldet wäre, könnte man mit dir recht viel Mitleid haben.

  13. Got sagt:

    Mann darf nicht vergessen; jeder sieht seine Sicht der Dinge und keiner kann wissen was genau sein gegenüber denkt. Ein Spiel des erraten und raten. Glück dem der das Spiel manchmal einfach lassen kann und das da sein geniessen darf.

  14. Ursina Hartmann sagt:

    Eine herrliche Satire! …und interessant,was sie auslöst!
    Eines wurde mir wieder mal durch die Reaktionen klar: etwas humorloseres als Deutschschweizer kann man Weltweit suchen !
    Bitte weiter so Réda!

    • fabian sagt:

      Humorloser als Deutschweizer sind nur noch Deutschschweizerinnen.
      Made my Day.

      • keith-john sagt:

        Einspruch. Meine Frau hat einem super sinn für Humor…aber Sie hat 10 Jahre in Yorkshire gelebt..

  15. Beatrice sagt:

    Lieber Reda. Ich fand ihren Text unglaublich gut geschrieben. Ja wenn man Texte und Geschichten veröffentlicht dann gibt es leider immer Leute, die das Humorvolle darin nicht verstehen können und es gibt einfach solche, die nichts anderes zu tun haben als einen hässigen Kommentar zu schreiben. Und es gibt einfach Dumme, die es nicht wert sind, wenn man sich über sie ärgert. Und es gibt Leute, die einfach nur neidisch sind. Ich schreibe auch Geschichten – über mein Leben als Mami und die vielen herzigen Begebenheiten mit meinen Kindern. Also lieber Reda schreibe weiterhin solche amüsanten Texte. Ich freue mich darauf.

    • Réda El Arbi sagt:

      Aber ich werde auch fürs mich ärgern bezahlt. 🙂

      • Beatrice sagt:

        Stimmt. Dein Vorteil. Ich habe von meiner eigenen Familie schon schöne Kommentare erhalten… Sie fanden meine Geschichten amüsant und humorvoll und sehr gut geschrieben. Mein Schwiegervater meinte dazu, dass ich in die psych. Abteilung eingeliefert werden müsse… Eben: nicht alle Menschen verstehen den Humor in solchen Geschichten und spüren, dass man solche Texte etwas überspitzt schreiben muss. Wann kommt die nächste Geschichte?

    • tststs sagt:

      “Und es gibt einfach Dumme, die es nicht wert sind, wenn man sich über sie ärgert.”
      Aaaalso meinen Sie hier Hr. El Arbi (nicht über die Badigaffer ärgern)
      Meinen Sie mich et al. (nicht über El Arbi ärgern)
      Oder meinen Sie sich selbst (nicht über mich et al. ärgern)
      ?
      😉

      • Beatrice sagt:

        Herr El Arbi soll sich nicht ärgern über die Dummen, welche seine Geschichte nicht verstehen.

  16. Véro sagt:

    Ich habe mich amüsiert und fand den Artikel echt heiss. Und die vielen hitzigen Reaktionen lassen mich fragen: Herr und Frau Schweizer, wo bleibt ihr Humor?
    Cool down, da ist einer, der gute Blogs schreibt!
    Ps ich bin eine Frau…

    • tststs sagt:

      Natürlich, über Humor lässt sich nicht streiten.
      Ich kann nur sagen, wenn dies ein humorvoller Beitrag sein soll, dann kann der Autor das wirklich tausend Mal besser (hat er zur Genüge bewiesen). Nur weil ich dem Autoren mehr zutraue, würde ich mich jetzt durchaus nicht als humorlos bezeichnen.

  17. tststs sagt:

    Sorry, aber IHMO ist Ihnen, werter Hr. El Arbi, dieser Text einfach nicht würdig (weder als ernstgemeinte Kritik, noch als Satire).

    Ich empfehle einen Badiwechsel.

    Oder zumindest als Wiedergutmachung ein ähnlich griesgrämiger Bericht aus der Männerbadi 😉

  18. Ricardo Leon sagt:

    Vllt etwas überspitzt, aber hat schon was. Sowas kann einem wohl fast nur in der schweiz (resp. V.a. Deutschschweiz) passieren, allenfalls noch in nord/westeuropa. In lateinamerika, afrika, asien, südeuropa gehen die leute unverkrampfter damit um. Mütter freuen sich zb, wenn männer freude an ihren kindern haben, ohne diesen permanenten beschuldigenden, sexistischen worst case blick… was ist los mit den schweizerinnen? Kollektive hysterie?

  19. Urban Zuercher sagt:

    Ganz amüsant geschrieben.
    Was mir aber schon länger unter den Nägeln brennt bei deinen Blog-Beiträgen, Réda: Was haben deine Beiträge noch mit dem “Stadtblog” zu tun? Seit du aufs Land gezogen bist, gibt’s von dir keine Eigenheiten der Stadt mehr, sondern mehr so Berichte über Gott und die Welt.
    Das ist alles gut und recht, ich möchte deine Schreibe nicht missen. Aber dieser Beitrag wie auch der letzte über die Kinder wären doch im Mamablog viel besser abgehoben, nicht?
    Hand aufs Herz, in welcher Badi warst du? In der Stadt irgendwo oder in Stein am Rhein? Ein städtisches Thema wär z.B., dass man dort wohl am Besten die Auswirkungen der Verdichtung erleben kann, weil nirgends Platz.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, die Badi war das Letzi.

    • tststs sagt:

      Ein bisschen Geduld, bald sind Sommerferien, dann ist die Stadt wie leergefegt und die Badis sind selten überfüllt (also zumindest nicht überfüllter als sonst irgendwo am Zürisee)

    • Urban Zuercher sagt:

      Ich wohn praktisch neben dem Letzibad, wär mir jetzt noch nie aufgefallen… Vielleicht bin ich schlicht nicht sexy genug, damit sich die Frauen die Mäuler über mich zerreissen. Die Frage bleibt, nicht wirklich ein typisch städtisches Thema, oder? Das kanns mal geben, kein Problem. Nur haben Sie seit deinem Umzug in die Provinz sehr zugenommen, finde ich.

      • Réda El Arbi sagt:

        Kann sein. Da ich aber noch immer mehr als mein halbes Leben in der Stadt verbringe, zeigt das vielleicht nur, dass die meisten Themen, die ich beschreibe, nicht nur auf die Stadt begrenzt sind. Wie weit ich den Zürichbezug interpretiere, ist wohl meinem Gefühl überlassen.

        Was die Badi auf dem Land angeht: Da hat man das Problem einfach nicht. Jeder kennt jeden.
        Was die Ernsthaftigkeit des Beitrags angeht: Überspitzung ist Teil der Satire. Aber für einen Versuch: Steh mal 10 Minuten lang neben dem Kinderbecken, als Mann, ohne Kind. Du bist dann Bedrohung.

        • tststs sagt:

          Alsoooo, ich weiss nicht… am Kinderbecken sind die Mütter eher damit beschäftigt, ihre Kids im Blickfeld zu behalten…. Ahhhh stopp, jetzt ist klar, weshalb sie am Kinderbeckenrand so intensiv beobachtet werden. Ihr Herumstehen wird als Zögern, das Becken zu betreten, gedeutet. Dies wird wiederum dahingehend interpretiert, dass Sie nicht schwimmen können und sich im untiefen Kinderbecken versuchen möchten.
          Und da Ihr Mami offensichtlich vergessen hat, Ihnen die Flügeli anzuziehen, behalten Sie die anderen Damen vorsichtshalber im Auge… 😉

        • Urban Zuercher sagt:

          Nur, damit ich dich richtige verstehe (und dazu noch ein wenig die Diskussion ankurble…): Dank der Fremdenfeindlichkeit (nicht Hass) auf dem Land hat man das Problem nicht, weil jeder jeden kennt. Im Umkehrschluss also, dass ein Fremder Fötzel noch schlimmer beäugt wird als ein normaler Mann, in der anonmyen Stadt. In andern Worten: In der Stadt bist du als einheimischer und auswärtiger Mann beim Kinderbecken ein pädophiler Perverser. Auf dem Land als Einheimischer ein besorgter Papi, als auswärtiger aber auch ein pädophiler Perverser, der aufgrund seiner Kultur/Religion/einfachweilmanihnnichtkennt, die Kinder auch noch auffrisst, nachdem er sie missbraucht hat. Obs das besser macht?

          • Réda El Arbi sagt:

            Quatsch. Fremdenfeindlichkeit auf dem Land gilt fremden Fremden. Die eigenen Fremden sind in Ordnung. Vielleicht solltest du mal deine urbane Blase verlassen und wirklich einige Tage auf dem Land (nicht in der Agglo) verbringen.

            Deine Vorurteile unterscheiden sich aus meiner Perspektive wenig von denen der Fremdenfeinde.

          • Urban Zuercher sagt:

            Keine Angst, ich bin regelmässig in der Innerschweiz, nehme aktiv an der Fasnacht und am Grümpelturnier teil und verhocke regelmässig am Stammtisch in der Dorfbeiz. Von daher kenne ich das Land, und ja, ich meine Land, wohl einiges Besser als Du… Und darum kann ich mich eben auch an beiden Orten sehr erfreuen. Und teilweise sehr nerven, weil mir beide Orte sehr am Herzen liegen. Von daher solltest du deine Perspektive ein bisschen zurechtrücken.
            Den Unterschied zwischen fremden Fremden und eigenen Fremden musst du mir aber erklären. Ich kann dir da schlicht nicht folgen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja, die Flüchtlinge, die im Dorf untergebracht sind, sind eigene Fremde, sobald sie einmal da sind und man Kontakt hatte.

            Und bitte, erklär mir nicht, wie ich die Welt zu interpretieren habe. Willst du das hier nicht lesen? Fair enough, lies was anderes. Du hast nichts dafür bezahlt und niemand zwingt dich, meine Themenwahl zu lesen.

            Du willst du andere Gewichtung? Mach einen Blog, schreib gutes Zeug und vielleicht kannst du irgendwann mal meinen Job haben.

            Aber verschon mich mit deiner Stadtzürcher Arroganz gegenüber anderen. Die finden nämlich ca 99 Prozent der Stadtzürcher daneben. Und bitte, such dir ein weniger peinliches Pseudonym.

          • Urban Zuercher sagt:

            Wow, so schnell im alten Reda-hat-immer-Recht Modus? Du unterstellst Dinge, die nie gesagt wurden.

            Du sagst, auf dem Land kennt jeder jeden, darum stellt sich das Problem nicht. Wenn jetzt aber halt doch einer kommt, den man nicht kennt? Sprich: Ein Fremder? Der wird umso stärker begutachtet, weil er eben nicht dazugehört, und zwar nicht objektiv, sondern kritsch bis negativ. Der Fremde muss nicht eine andere Hautfarbe haben oder sonst was, sondern einfach der Gemeinschaft fremd sein, nicht dazugehörend. In der Stadt gibts diese enge Gemeinschaft weniger, daher gibts einfach mehr Indifferenz.
            Auf deine andern Anwürfe gehe ich jetzt nicht ein, ausser dass du mit dem Pseudonym recht hast.

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja. Hast du schon mal was über “Whataboutism” gehört?

            Aber grundsätzlich: Deine Art, Menschen nach ihrem Herkunftsort zu beurteilen ist genau das, was du den “Leuten vom Land” vorwirfst. Und du bist dir dessen nicht mal bewusst.

            Deine “Frenden” sind die Leute vom Land. Ich seh keinen Unterschied zwischen “Leute auf dem Land sind fremdenfeindlich” und “Afrikaner sind faul.”

            Aber es ging dir ja anfänglich um meine nichturbane Themenwahl. Leider bestimme ich und nicht du meine Themen. Sorry.

          • Réda El Arbi sagt:

            PS: Die kleinen Gemeinschaften heissen in Zürich “Szenen” und wer nicht dazugehört, wird geschnitten.

          • Urban Zuercher sagt:

            Nen letzten Versuch wage ich noch, dann lassen wir es gut sein. mit zitaten dringe ich nicht durch, darum lege ich dir jetzt sätze in den mund, sry:
            Du sagst, und diese Meinung teile ich: in einer kleinen Gemeinschaft gibt es ein enges beziehungsnetz und Sozialkontrolle, so dass sich dein Badiproblem nicht stellt. Ok, soweit, so gut.
            Jetzt kommt jemand von ausserhalb, den niemand kennt: Ein Fremder! Die kleine Gemeinschaft kann das Vertrauen untereinander nur solange aufrechterhalten, wenn sie den Outsider kritisch unter die Lupe nimmt. Wenn es ein Wir und ein Ihr gibt. Wenn sie ihn von Anfang an als einer der Ihren behandeln würde, dann wäre auch das Vertrauen untereinander nicht mehr da.

          • Réda El Arbi sagt:

            Wende das gleiche Prinzip auf Status, Clubzugehörigkeit, Peergroup, politische Szene etc an und du jast dieselbe Dynamik. Was dann von deiner Aussage noch bleibt, ist die Herablassung gegenüber kleiner Gemeinschaften auf dem Land.

            Ich versteh schon, was du sagen willst. Es ist trotzdem pauschalisierend und einfach nicht zu Ende gedacht. Ansonsten würdest du nicht Dynamiken, die in jeder Gemeinschaft, ob Stadt ider Land, entstehen, auf “die Anderen” projizieren.

          • Urban Zuercher sagt:

            Ich sehe, wir verstehen uns langsam. Jetzt ist es nur so, dass es in der Stadt 100te verschiedene Szenen gibt, 100te Peergroups etc. Diese Teil-Grüppchen gibt es, keine Frage.
            Wenn diese Szene aber dann DIE GESELLSCHAFT darstellt, ist es halt als Aussenstehender problematisch.
            Du sagst, es gibt in der Landbadi genau EINE Szene, die die soziale Kontrolle bestimmt (Jeder kennt jeden, darum vertraut man sich). Es einfach schwieriger, nicht zu dieser einen Szene zu gehören (Fremder auf dem Land) als zu keiner der hunderten in der Stadt (Fremder in der Stadt).
            Es ist übrigens nicht städtische Arroganz, sondern vielmehr das hautnah miterleben, was diese totale Kontrolle anrichten kann.

          • Réda El Arbi sagt:

            Du denkst von aussen. Das asoziale Verhalten der Ausgrenzung bleibt sich gleich, egal wie viele “Szenen” ausserhalb noch existieren.

            Und auf dem Land ist die Abgrenzung zur Identitätsbildung selten so stark woe bei einer Gruppe, die ihre Zugehörigkeit gegen andere Gruppen permanent unterstreichen muss.

            Kurz: In 12 Monaten bist du als Zugezogener Teil des Dorfes. In 12 Jahren auf der Gästeliste des Hive.

  20. Eudaemonic Lynx sagt:

    Bombendrohung der Badeanstalten. Sauber Reda!

  21. Rita R sagt:

    Vielleicht, vielleicht meint der Schreiber auch nur, die Restwelt würde sich besonders für ihn interessieren. Darüber sollte er mal nachdenken.

  22. Flo sagt:

    Männerbadi?

    • tststs sagt:

      Kenn’ ich leider nicht aus persönlicher Erfahrung; aber gemäss Schilderungen muss dies ein weiterer Vorort der Hölle sein…

  23. Reto sagt:

    Réda, der einzig wahre Badi-Blogger. Als Nicht-Eunuche hat man es in diesen neuzeitlichen Harems wirklich schwer.

  24. Fritz Flückiger sagt:

    Réda el Arbi

    Vielen Dank für deinen lustigen Beitrag. Wenn auch etwas überspitzt ist doch ein Funke Wahrheit dran.

    …so, jetzt geh ich in die Badi mir den schönen See, die Tiere, die hübschen Mütter und die spielenden Kinder anschauen.
    Summertime i love it

  25. TigerD sagt:

    Hahaha
    Ist doch ein amüsantes Geschichtli. Toll was das für Reaktionen auslöst.

    Warte schon auf den nächsten Blog.

  26. Lucas sagt:

    Ich habe Tränen gelacht! Danke!
    Und erst die Komentare! Herrlich

  27. Plumbum sagt:

    Badi? Ist das die Anstalt, die nach dem Kalender öffnet und schliesst, obwohl zu 100% wetterabhängig? Die, welche genau dann geöffnet hat wenn alle arbeiten und umgekehrt? Die, in der man beklaut wird, wenn man sich nicht gerade in verdünntem Urin badet oder Hautkrebs holt?
    Der Eintritt muß gratis sein, sonst wären die Badis nicht voll wie eine Brutkolonie Pinguine.

  28. Alexander sagt:

    Relax! Take it easy! Durchatmen! Klassischer Fall von übersteigerter Selbstwahrnehmung und falscher Selbsteinschätzung? Mal im ernst, die Welt dreht sich nicht um dich! Rund 99.9% der anderen Badigäste ist deine Anwesenheit grundsätzlich völlig egal, solange du dich halbwegs angebracht verhältst. Dass du deine Zigarette nicht inmitten der überfüllten Badiszene rauchst, sollte ein überwindbares Problem darstellen! Ich bin Vater zweier Kinder und wenn ich mit ihnen alleine in der Badi bin, gibts primär nur eines: auf die Kids aufpassen, die am Wasser spielen. Wenn ich dabei gelegentlich noch eine schöne Mutter zu Gesicht bekomme- nice but who the fuck really cares?

    • Réda El Arbi sagt:

      Du siehst den Unterschied schon? Du gehst als Vater, nicht als alleinbadender Mann. Du hast eine Rechtfertigung für deinen Badibesuch, der Abseits deines Geschlechts liegt. Als Vater bist du keine Bedrohung und man gönnt dir auch das Glotzen.

      • Alexander sagt:

        War durchaus auch schon alleine in der Badi und habs in vollen Zügen genossen! … und zwar ohne irgendjemanden zu beglotzen. Einfach ein bisschen an der Sonne entspannen und eine kleine Abkühlung in der Aare im Marzili zu genießen.

  29. Tomzuer sagt:

    Haha Reda, geh mal als einziger Mann ins Yoga, da wirst du von einigen Frauen nicht einmal gegrüsst. Und der Platz neben dir bleibt frei, garantiert. Bevor ich an Selbstzweifel zugrunde gehe, habe ich mir das von einer Frau erklären lassen: Sie meinte, dass das nichts mit mir zu tun hat. Die Frauen wollen einfach auf keinen Fall den Eindruck erwecken, an mir Interesse zu haben. Nicht nur mir gegenüber, sondern vor allem den anderen Frauen gegenüber wollen sie nicht den Eindruck erwecken… Ich werde die Frauen nie verstehen!

    • Jürg Thüring sagt:

      Die gleichen Frauen beschweren sich dann auch, dass alle Männer Idioten sind… ohne je auf den Gedanken zu kommen, dass sich nur Idioten sich durch solches Verhalten nicht abschrecken lassen.. 😉

  30. Walter Grunder sagt:

    Hat nicht der Tagi dauernd diese Szenarien/Vorurteile unterfüttert, die hier vermeintlich auf den Autor niederprasseln. Ich als gutverdienender Thurgauer Nicht-Akademiker mit einer südamerikanischen Frau bin eine permanente Zielscheibe, glücklicherweise nehme ich es nicht ernst. Zudem: Ortskenntnisse wären auch nicht schlecht. z.B in der Badi Enge oder Oberer Letten würde das garantiert nicht passieren. Ich gehe als Fan elektronischer Musik auch nicht ins Albisgüetli und schreibe einen Bericht, welcher Exot ich dort war ohne Stetson und Stiefel.

    • Réda El Arbi sagt:

      Natürlich könnte ich über die Yoga-Neurotiker und Hipster in der Badi-Enge schreiben, oder übers Aargauer Ghetto Oberer Letten. Nur hab ich das schon vor Jahren.

      Ich geh übrigens ins Albisgüetli und schreibe darüber 🙂 : http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2014/02/14/albisgueetli-festival-country-for-old-men/

      • Walter Grunder sagt:

        typischer Journalisten-Fehler à la MAZ Ausbildung. Gehe irgendwohin, wo Du keine Vorkenntnisse hast und lass Deinen Vorurteilen freien Lauf. Dann schreiben Thailänder entsetzt, dass Schweizer Blöcke aus ranziger Milch essen, wir entsetzen uns über Hunde essende Chinesen und der Tagi geht ans Hornusser-Fest und kriegt sich nicht wieder ein, ob so viel Tradition.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, vielleicht sollten sie die journalistischen Gefässe “Blog”, “Reportage”, “Hintergrund”, “Narrativ” und “Essay” auseinanderhalten, wenn Sie so spezifische Kritik abgeben wollen. Den Begriff “Satire” würd ich auch noch googeln. (PS: nicht “wo Du keine Kenntnisse hast” sondern “in denen du keine ….”)

          • Asta Amman sagt:

            Diese Berichte aus der Badi sind ein allsommerlicher Bestandteil des Stadtblogs. Federleichte saisonale Essays, die man witzig finden kann oder nicht. Ich mag sie. Ein paar der von Reda skizzierten Bilder haben sich mir sogar regelrecht “eingegraben”. Eines davon ist die junge Mama, die wegen ihres Bikinis aus einer lange vergangenen Saison (inkl. Glacefleck) von zickigen Züriberg- bzw. Goldküstemüttern kritisch beäugt wird, deren Kinder schon mit drei ironische Bemerkungen draufhaben. War das nicht in der Engebadi? Toppt dies – oder lasst das Lesen bleiben.

      • Walter Grunder sagt:

        übrigens auch lustig: Dass Hipster nie dort gesehen werden wollen, wo angeblich die Hipster sind.

        • Walter Grunder sagt:

          geh irgendwohin, in denen du keine Kenntnisse hast?? wirklich. Muss MAZ sein

  31. jane marple sagt:

    badis sind wochentags für männer ohne begleitung«no-go-areas»… ok. akzeptiert, aber noch schlimmer sind badis an wochenenden für frauen OHNE MÄNNLICHEN anhang! abgesehen davon, dass ihnen da als frau oder frauen, irgendwann die knutschenden pärchen auf den zeiger gehen, können sie sich den mitleidigen blicken aller be-mannten frauen gewiss sein. der gang zum schwimmbecken gestaltet sich als spiessrutenlauf und im wasser haben sie eh keine daseinsberechtigung mehr! denn da springen ihnen von allen seiten kinder und angebertypen vor die nase oder sie werden von irgendwelchen eigenrekordschwimmt, mit nasenklemmer, schwimmbrille und badekappe niedergemäht. echt schade…

    • Réda El Arbi sagt:

      Sehr schön. 🙂

    • Jürg Thüring sagt:

      Da hilft nur eines: Schnell einen netten Mann finden! Diese sollen ja in der freien Wildbahn herumirren, überall vertrieben von abweisenden Schweizer Frauen mit dem “lass mich bloss in Ruhe”-Blick, welche sich wundern warum alle Männer die sie kennenlernen nur wenig feinfühlige Machos sind 😉 :p …

  32. Roman sagt:

    also warum man in einer Badi noch überall rauchen darf versteh ich wirklich nicht…

    • Markus sagt:

      Könnte daran liegen dass man sich draussen befindet.

      • Roman sagt:

        ja, im moment schon noch. schau dir mal den Trend weltweit an. an öffentlichen Orten wird das Rauchen immer mehr eingeschränkt. und das ist auch richtig so.
        SBB plant das an den Bahnhöfen ja ebenfalls.

        • müller sagt:

          bringt nicht viel, wenn man trotzdem am Auspuff der SUVs saugt… Sündenbockpolitik nennt sich das

      • Simon Meyer sagt:

        smile 🙂

    • Dominique Rizzo sagt:

      Also warum das ein Problem sein sollte verstehe ich wirklich nicht…

      • Peter Huber sagt:

        Ist irgendwie typisch Züri, dass man direkt vor Kindern raucht – sei es im einen Letzi oder im anderen. Und darüber dann im Tagi noch Witze macht. Ja, in anderen Städten gibts an Orten mit vielen Kindern ein Rauchverbot, selbst in Fussballstadien. Mann bleibt trotzdem männlich und Frau trotzdem Femme fatale.

    • Jürg Thüring sagt:

      es lebe die Tolleranz…

  33. Patricia Werder sagt:

    Ups … Da haben sich ein paar Tippfehler eingeschlichen. Bin eben gerade in der Badi, und meine Sonnenbrille ist verschmiert ..!

  34. Patricia Werder sagt:

    Amüsant, aber lieber Herr El Arbi: Sie nehmen sich viel zu wichtig ! Gkauben Sir mir! Die Frauen interessieren sich viel weniger für Sie,/ die Männer, als Sie / sie es sich – unterschwellig doch vielleicht – wünschen …

  35. luise sagt:

    oh wow, das muss für einen mann wirklich der #reallifestruggle sein. aber hey, wenn sie es mal erlebt haben als teenagermädchen im bikini allein in der badi zu sein, dann können sie solche spätere reaktionen als folge vielleicht verstehen. wenn wir uns aber alle ein bisschen mehr mühe bei der emanzipation geben, dann wird sich diese situation wohl in zukunft ändern. es ist nämlich nicht schuld der frau, dass wohl fast keine teilzeit-arbeitende männer und familienpapis in der badi verweilen. und noch ein tipp bis dahin, weil das wird wohl leider noch ein bisschen dauern: gehen sie doch einfach auf die untere werdinsel.

    • Urs sagt:

      “es ist nämlich nicht schuld der frau, dass wohl fast keine teilzeit-arbeitende männer und familienpapis in der badi verweilen.”

      es ist nämlich nicht schuld der männer, dass frauen so zahlreich am herd stehen.

    • Pharao sagt:

      Hahahha Emanzipation…..
      Was hat das mit dem zu tun ? Frauen haben schon mehr als genug rechte sogar zu viel und kein wunder fühlen sich Frauen belästigt und angeglotzt wenn sie herum laufen wie im Bordell… liebe frauen verzichtet auf push ups und eine tonne Make up im gesicht und ihr fühlt euch schon viel wohler! hahahha lächerlich

      • Simon Meyer sagt:

        Der Text ist super amüsant, dein Kommentar (Pharao) leider unakzeptabel.

        1. Frauen haben nicht mehr Rechte als Männer
        2. Ich freue mich, wenn sich die Frauen wohl und sexy fühlen
        3. Bischen schauen, bisschen lächeln ist erlaubt, glotze und belästigen nicht, das ist die Welt in der ich Leben möchte. Falls Du den Unterschied nicht verstehst, einfach das Gedankenexperiment machen mit Dir als Mann umringt von Schwulen, was gefällt dir und was nicht :). Ist ziemlich einfach.

        • M.J. sagt:

          Nicht mehr Rechte, sagen sie? Das Recht darauf, keine Zwangsarbeit ableisten zu müssen? Das Recht auf frühere Rente? Das Recht auf Schutz vor Genitalverstümmelung?

        • müller sagt:

          ein seltsames Bild von Schwulen haben Sie aber…

      • Jürg Thüring sagt:

        Pfff, lieber Pharao, wenn sie ein Problem damit haben sich in Gegenwart leicht bekleideter Frauen nicht aus der Kontrolle zu verlieren, empfehle ich die Lösung mit den zwei Backsteinen… 😉

    • Jürg Thüring sagt:

      Das ist eben das Dilemma: Frau will nicht belästigt werden und baut einen Schutzwall auf welcher garantiert, dass jeder anständige Mann weit weg bleibt und dafür viel Raum bleibt für Idioten…
      Ich finde auch die teils gehässigen Kommentare gewisser Frauen bezeichnend (“sie nehmen sich zu wichtig”), aber das ist halt viel einfacher als zu hinterfragen, ob an der Satire nicht doch ein grosser wahrer Kern dran sein könnte.

  36. Roger sagt:

    LoL. Ich habe laut gelacht beim Lesen des Artikels. Überspitzt geschrieben, aber mit einem grossen Quentchen Wahrheit und Mann fühlt sich am Ende unwohl und irgendwie bestätigt.

  37. Daniel S sagt:

    Ich habe bei meinem Badespass im Utoquai festgestellt dass die meisten Frauen nicht lesen können. Sie gehen in den “nur für Männer” Bereich (ich bin dort weil ich kein getratsche hören will) und wenn man Sie darauf aufmerksam macht kommt die Frage “bisch schwul”? Soviel zur emanzipierten Frau von heute.

  38. Dani sagt:

    Könnte es nicht sein, dass du dir einfach zuviele Gedanken machst? Ich bin 40 und Schriftsteller und gehe gerne in die Badi wenn es so heiss ist. Ich gebe mich meinen Gedanken hin, schwimme, geniesse die Sonne oder gucke den Leuten zu, die vom Sprungbrett springen oder sich vom Rand aus ins Wasser schupsen. Ich gehe auch gerne auf die grössere Rutschbahn, auch wenn es um die Zeit mehr Frauen oder Kinder hat, die sich für mehr Speed die Badehose zwischen die Füdlibacken ziehen. Wer sich dabei irgendwas zusammen reimt, ist halt irgendwie sozial gestört und soll denken was er will. Ich komme am Mittag gut erholt nach Hause und schreibe weiter, die Leute sind mir dabei egal, ich ihnen verm auch.

    • Ursi sagt:

      So sehe ich das auch. Jeder kreiert seine eigene Realität.

    • Jürg Thüring sagt:

      Es gibt auch einfach Leute die feinfühliger wahrnehmen wie andere reagieren, und solche die gar nichts merken…
      Ich willl hier nichts unterstellen, aber wenn sie den Beitrag gar nicht nachvollziehen können, dann könnte es an letzterem liegen (oder an einer ganzen Reihe anderen Gründen)

    • müller sagt:

      Also wenn Sie in den Kategorien “sozial gestört” denken, haben Sie, da Sie ja Schriftsteller sind, viel zu Schreiben vor dem Spiegel…Hoffen Sie, dass Sie den Leuten nicht egal sind, Sie würden doch sonst nicht schreiben, oder?

  39. Peter Huber sagt:

    Meine Güte, verspannter gehts wohl kaum. Ja, ich gehe als Mann auch alleine in die Badi. Nein, solche Szenen habe ich noch nie erlebt. Ich grüsse halt einfach die Dame an der Kasse und die Leute neben mir auf der Wiese. Ein “Ist hier noch frei” oder “Können Sie allenfalls einen Blick auf meine Sachen werfen wenn ich im Wasser bin” wirkt Wunder. Und wenn beim Kinderbecken wirklich eine ängstliche Mutter etwas verduzt schaut, kann man tatsächlich auch kurz grüssen und etwas über Wasserspielzeug fragen, dass man dem Göttibub kaufen möchte. Vor allem aber würde ich vor dem Zigianzünden tatsächlich kurz die Nachbarperson fragen, ob es in Ordnung ist, wenn ich schnell eine rauche.

    • Matthias Denzler sagt:

      Das mit dem Wasserspielzeug, und dann noch für den Göttibub, ist ein alter bekannter Anmach-“Trick” und dürfte eher schlecht ankommen in diesem speziellen Biotop!

  40. Hannes Kräuchiger sagt:

    Die ultimative Steigerung wäre wohl noch, wenn man(n) neben einer Veganerin rücksichtslos (!) ein Schinkensandwich verspeist.

    • geezer sagt:

      da reicht wohl schon eine packung ‘bacon strips’ von zweifel, damit die situation eskaliert!….:-)

      dieser bericht spornt mich an, meinen (noch ziemlich käseweissen) ‘dadbod’ mal solo in die badi zu schleppen um die reaktionen auf meine (höchstwahrscheinlich als dominant empfundene) anwesenheit als p-träger abzuwarten. scheint ein interessantes experiment zu sein!

  41. Hannes Kräuchiger sagt:

    Sehr amüsant geschrieben. Und halt einfach irgendwie wahr.

  42. sepp z. sagt:

    Ein Leben lang den Feminismus propagiert und sich über Männeranliegen lustig gemacht.
    Jetzt musst du halt damit leben, Réda el Arbi.
    Also hör auf zu jammern, du Softi.

    • Winkler sagt:

      Bravo Sepp, besser kann man es nicht schreiben!
      Ein Linker der aus seiner rosa Wolke gefallen ist und in der Realität des Lebens angekommen ist.
      Wenn ich den Namen lese, kann ich mir gut vorstellen, dass dieser Mann zur Sommaruga Quote gehört. Da darf er sich nicht wundern, wenn das Geld zweimal gezählt wird oder er als Perversling angemacht wird.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nu ja, so einen rassistischen Sch***** hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Aber nur so: Reichts, wenn meine Vorfahren an der Schlacht von Sempbach mitgekämpft haben? Und Ihre, Sie …?

      • Jürg Thüring sagt:

        Wie primitiv, Herr Winkler, wie primitiv…

        • Gotthelf Müller sagt:

          primitiv, aber die Wahrheit. Der Artikel oder die Satire oder was immer das hätte werden wollen, fasst zusammen, was in unserem Land in den vergangenen 20 Jahren schief gelaufen ist.

    • Marcus sagt:

      auf den punkt gebracht, sepp.