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Kinder sind böse

Réda El Arbi am Dienstag den 20. Juni 2017
«Herr der Fliegen» erscheint mir ein realistisches Szenario.

«Herr der Fliegen» erscheint mir ein realistisches Szenario.

«Fette Sau, fette Sau, fette Sau», zieht sich als Singsang durch das Zugabteil. Abgesondert von drei Kindern, die damit ein viertes plagen. Ich hab nicht viel Erfahrung mit Kindern, aber an diesem Punkt wär ich für Kopfnüsse. Ja, brachial, höchst unpädagogisch, altertümlich und was weiss ich. Ich habs ja auch unterlassen und stattdessen in meiner Hundekommando-Stimme ein «Fertig jetzt!» ins Zugabteil geschossen. Es hat gewirkt.

Es ist Schulreisezeit. Man sieht wieder viele dieser kleinen Menschen unterwegs und man fragt sich, wie es die Menschheit überhaupt aus den Höhlen in eine Zivilisation geschafft hat, wenn man betrachtet, wie sozial der Nachwuchs ist. Es scheint, als ob jeder kurze Mensch in seiner Kindheit die ganzen Entwicklungsstufen vom Tier über den Höhlenmenschen bis zum mittelalterlichen Barbaren nochmals durchleben müsste.

Es gab mal den Grönemeyer-Song «Kinder an die Macht», den damals alle mitgegrölt haben, ohne sich bewusst zu sein, was das bedeutet. Wenn Kinder an der Macht wären, hätten wir nicht den Weltfrieden, sondern würden unter dem blutigen, diktatorischen Joch einer eingebildeten, präpubertären Cheerleaderin in Sklavenarbeit rosa Blümchen in Freundschaftsbücher kleben.

Kinder sind böse. Natürlich nicht alle. Aber diejenigen, die nicht böse sind, sind diejenigen, die von den Bösen malträtiert werden. Sie werden später im Leben, irgendwo im mittleren Management, all die erlittene Schmach an ihren Untergebenen auslassen.

Und nicht die brutalen Bullys sind die gemeinsten. Es sind die kleinen Manipulatoren, die Hinterfotzigen, diejenigen, die nie erwischt werden und meist auch noch gute Noten schreiben. Ihr kennt sie. Ihr könntet aus dem Stegreif einen Namen aus eurer eigenen Schulzeit zuordnen.

Aber man soll ja nicht so pessimistisch sein, denke ich mir beim Anblick der bösartigen kleinen Kreaturen, die sich gegenseitig das Sandwich aus der Hand schlagen und (absichtlich) klebrige Limonade über die Schuhe giessen. Die sich zwicken und hintenrum an den Haaren reissen, die, sobald eine Aufsichtsperson auftaucht, besser Anstand heucheln als Karl Dingsda vor dem Bewährungsausschuss.

Vielleicht ist das ja nur eine Phase, und die Kinder werden von den ihren liebenden und fürsorglichen Eltern noch liebevoll auf den richtigen Pfad gebracht. Dieser Gedanke tröstete mich bis zur Endstation.

Da durfte ich sehen, von welchen Eltern welche Kinder in Empfang genommen wurden.

Himmel, wir sind verloren! Die Menschheit ist am Ende.

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53 Kommentare zu “Kinder sind böse”

  1. SrdjanM sagt:

    «Himmel, wir sind verloren! Die Menschheit ist am Ende!»

    Ich, selber Vater von einem Mädchen und einen Jungen, muss Sie leider enttäuschen, denn es ist noch viel schlimmer.

    Kinder sind nicht mehr oder weniger Monster als die Erwachsenen.
    Und ganz speziell widerspiegeln sie ihre Eltern und die Erwachsenen in ihrer nächsten Umgebung.
    Sollte es tatsächlich irgendwo auf dieser der Welt, ein im Kern wirklich bösartiges Kind geben (We Need To Talk About Kevin), dann ist das eher die Ausnahme und kaum die Regel.

  2. Peter Mettler sagt:

    Vor drei Tagen den Blog gelesen, eigentlich zustimmend. Am Schluss des Blogs dann die Erwähnung von Carl Hirschmann ziemlich billig gefunden. heuchlerisch lässt sich auch anders vergleichen, der Artikel hätte das nötig gehabt.
    Heute rügt das Bundesgericht Tagi und Espace Media wegen der Berichterstattung über Hirschmann.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich mach keine Berichtetstattung über Hirschmann. Ich benutze ihn als satirische Metapher. Und nein, ich gab kein Mitleid mit ihm. Ich kenne seine Opfer.

      Aber ich habs jetzt geãndert. Wir wollen ja nicht, dass ein Milliardär mit all seinem Geld auf einen Blogger losgeht. So Pressefreiheit und so.

  3. Markus Altheer sagt:

    Ich erlebte das leider auch. Wurde manchmal auch gemobbt und tyrannisiert. Ich habe mich dann jeweils gerächt. Da ich gute Verbindungen zu älteren Kollegen hatte hab ich die dann auf meine Peiniger gehetzt. Die haben ihm dann eine Abreibung verpasst. Nachher war jeweils Ruhe. Dieser Moment als er mit verschlagener Fresse auf dem Pausenplatz an mir vorbeging und plötzlich so klein war…

  4. Marga sagt:

    Irgendwo unten in den Kommentaren steht, dank Whatsapp & Cie. könne man heute noch einfacher mobben als früher. Richtig. Und man kann auch heute noch ohne Whatsapp & Cie. aufwachsen. Da braucht es dann eben Eltern mit Rückgrat und Geist und ein Alternativprogramm.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich hätte damals, bei der Erfindung des Buchdruckes, meinen Kindern auch das Lesen verboten. Man muss sich nur mal anschauen, was für schlimme Sachen in Büchern stehen!!! /ironie off

      • Paul sagt:

        Wenn Sie den Buchdruck und Whatsapp gleichsetzen, sollten Sie wieder mal ein Buch lesen oder irgenwas nehmen gegen Ihren Beissreflex. Der Buchdruck trägt nichts zur Fähigkeit von Goofen bei, andere zu mobben. Whatsapp schon.

        • Réda El Arbi sagt:

          Vielleicht sollten unsere Kinder fähig sein, mit Technologien (Feuer, Rad, Schrift, Elektrizität, Digitalisierung) umgehen zu können.

          Ein Verteufeln der Technologie lenkt nur von der pädagogischen Verantwortung ab.

          Ein Grossteil von beruflichen Kommunikationsgruppen findet auf Whatsapp oder ähnlichem statt. Darum sollte man eigentlich schon früh lernen, wie man sich in dieser Kommunikationsebene verhält.

          Zidem: Wenn ein Kind ein anderes mobbt, und man dann Whatsapp und nicht Kind und Eltern die Schuld gibt … naja, merken Sie, wos hapert?

          • Celeste sagt:

            Paul, es hat keinen Zweck, mit Herrn El Arbi zu diskutieren. Er hat immer recht.

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja, Paul hat wenigstens Argumente benutzt.

            Und ich hab nicht immer Recht. Ich schreibe nur nicht über Dinge, bei denen ich nicht bereits die allermeisten Argumente durchdacht und abgewogen habe.
            In diesem Fall: Bitte, wiederlegen Sie meine Argumente. Wenn Sie das nicht können, logisch und strukturiert, muss ich Ihnen Recht geben: Diskutieren Sie lieber nicht mit mir, weil ich dann Recht behalte. Diskutieren mit mir macht nur Sinn, wenn man Argumente präsentiert.

          • Hans Hegetschweiler sagt:

            Wie “findet eine berufliche Kommunikationsgruppe statt”? Wenn Sie meinen, Whatsup sei heute die bevorzugte Kommunikationsform von Managern, Anwälten und Ärzten, täuschen Sie sich aber gewaltig. Whatsup-Gruppen findet man bei Studenten, bei Journalisten und anderen postpubertären Gruppen; im wirklichen Berufsleben herrscht immer noch das E-Mail vor. Im Übrigen lernt man die Kommunikation in einer Whatsup-Gruppe auch noch im Alter von 80 Jahren in geschätzten 5.5 Sekunden.
            Sonst aber bin ich auch Ihrer Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, Kindern das Smartphone zu verbieten. Es kriegt dadurch nur einen noch unangemesseren Stellenwert.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja,wenn man mit 88 noch jemanden findet. Meine Frau ist in der Feuerwehr, die Alarme werden über eine Chat-App verteilt. Ja, meine Frau hat auch noch eine Forschungsgruppe bei MaxPlanck. Alle Kommunikation läuft über Skype oder Whatapp.

            Die Manager, mit denen ich zu tun habe, rufen mich pber Whatapp-Call an.

            Soziale Vernetzung findet schon lange über FB oder andere Soziale Medien statt.

  5. Gerorg sagt:

    Ah, und übrigens, merci dass Sie das Wort “hinterfotzig” benützen. Das wird einige Leser und Leserinnen auf die falsche Fährte leiten, sie werden empört tun und vielleicht, vielleicht!, die Bedeutung des Begriffes kennenlernen und feststellen, dass nicht immer schlimmsexistisch ist, was so klingt.

  6. Gerorg sagt:

    Ich bin mit Herrn El Arbi kaum je einverstanden, aber in diesem Punkt bin ich es, vollumfänglich und erst recht, wenn ich sehe, wie sein Urteil über die Eltern lautet. Herr El Arbi hat wohl keine Lust drauf, dass ich mit ihm einverstanden bin; deshalb sage ich doch grad jetzt und hier, zur Rache für viele seiner anderen Kommentare, dass ich mit ihm einverstanden bin, kommt mir grad in den SInn… Aber haupsächlich, weil ich wirklich mit ihm einverstanden bin… – Kompliment zur Hundekommandostimmenaktion zwecks Massregelung der Zugblagen. Ich bedauere, dass nicht mehr Leute den Mumm aufbringen, das zu tun, sondern feige zur Seite blicken. Und dann in einem Blog jammern.

  7. Ralf Schrader sagt:

    Es scheint nicht nur so, es ist auch so, dass die Kindheit die Geschichte der Menschheit nachempfindet. So wie die Ontogenese die kurze Rekapitulation der Ontogenese ist (Haeckel). Wir beginnen als Fisch, werden im Uterus zur Echse, werden ab der 12. Woche nach und nach zum Säugetier und dann zum Menschen. Die Menschwerdung erkennt man, wenn Embryo und Mutter vor der Geburt kommunizieren können. Ca. 7. Monat.
    Jungen spielen Ritterlichkeit nach, das muss ihnen niemand beibringen. Ging schon ohne TV und Internet. Aber die Un- Ritterlichkeit, Schwächere zu malträtieren, können sie nur gelernt haben. Ritter machen das nicht, das macht nur eine Wettbewerbsgesellschaft seit ca. 1980.

    • Leser sagt:

      wissenschaftlich gesehen ist ihre Vorstellung absoluter Humbug.

      • HM sagt:

        Dann sollten sie sich mal dokumentieren. Ausserdem: wenn sie nicht unterscheiden können zwischen Argumenten und Urteilen, ist es mit Ihrer Wissenschaftlichkeit nicht weit her. Der seriöse Wissenschafter hat ausserdem im Hinterkopf immer noch den berühmten Satz von Sokrates. Theorien bleiben eben immer nur Theorien, auch wenn sie im Moment noch so plausibel erscheinen.

  8. Alexandra sagt:

    toll geschrieben! Musste wirklich lachen. 🙂

  9. Pete sagt:

    Erinnere mich gut an diesem hinterlistigen fiesen Kerl. Er machte Bestnoten in der Schule und hatte ein unschuldig anmutendes Frätzchen. Er machte mir und einigen anderen das Leben zur Hölle und die Mädchen fanden ihn auch noch toll dafür. Nun gut, Jahre später, erhielt er dann seine Abreibung von mir. Ich denke noch heute, gerne an diesen Moment zurück, als meine Faust sein fieses Frätzchen traf. he he hi hi

    • Olivia Brunner sagt:

      Gratuliere. Sie sind etwa so erwachsen geworden wie der Autor. Hundekommando-Stimme und Faustrecht. Ja, irgendwann lernen die Kinder, wie es geht. Klar gibt es viele kleine Fieslinge und Diktatoren, aber raten Sie mal, wenn die imitieren.

      • DMama sagt:

        Frau Brunner, vielleicht immitieren sie ja ihre eigenen Eltern?
        So viel ich weiss und es bei meinen eigenen Kindern erlebe, ahmen sie uns Eltern, enge Bezugspersonen oder auch Idole sehr gerne nach. (Und sehen Sie mal die Idole unserer Kinder mal an, da wird einen wirklich übel). Ist aber eigentlich auch logisch. Und ja, es gibt wirklich schwierige Charaktere, die man auch mit bester Erziehung nicht so hinbekommt, wie es der Gesellschaft in Kram passt.

  10. Luisa sagt:

    Zu meiner Zeit wurde genau so geplagt und ausgegrenzt! Es hat sich nichts verändert!
    Ich wurde geschlagen und gemobbt weil meine Familie aus Italien stammt.
    Sogar von den Lehrern deswegen schlecht behandelt. War dann die einzige der Klasse die studierte weil ich es allen zeigen wollte.

  11. Charly sagt:

    Für Freud war “Kultur” nur ein dünner Firnis, worunter “der Primitive” nur darauf lauerte, die durch den Ödipuskomplex aufgezwungenen Fesseln abzuwerfen und die archaischen Zustände wieder herzustellen.
    Kinder in der Latenzzeit richten ihre Aggressionen eher nach Innen, da dies der Aufrichtung des Überichs dient. Aber in der Pubertät taucht das Verdrängte wieder auf. Die auf die ursprünglichen Objekte gerichtete Zärtlichkeit tendiert wieder darauf, sich in Sinnlichkeit zu verwandeln und sich an jenen ersten Objekten festzumachen.
    Freud meinte, dass gerade die Latenzzeit die Bedingung für die Eignung des Menschen zu einer höheren Kultur sei – aber auch die Neigung zur Neurose enthalte.

    • Réda El Arbi sagt:

      Freuds rudimentäre Versuche zur Erklärung der Psyche wirken heute so aktuell wie ein geozentristisches Bild des Sonnensystems.

      Er hat seine eigene psychosexuelle Verwirrtheit zum Kern seiner Thesen gemacht.

      Inzwischen gibts in diesem Bereich echte Wissenschaft.

      • Charly sagt:

        Dann nennen Sie doch mal ein paar von diesen “echten Wissenschaftlern” und Theorien zur Sache, statt einfach nur Ressentiments zu streuen.
        Mit solch reisserischen und nichts klärenden Sprüchen wie “Kinder sind böse” fallen Sie nicht nur hinter Freud zurück.

        • Réda El Arbi sagt:

          Soll ich Ihnen den ganzen akademischen Fachbereich “Entwicklungspsychologie” in einem Kommentar zusammenfassen? Oder nur die hier relevanten drei Richtungen von 0 bis 10 Jahre?

          Und googlen Sie doch nebenbei “Ironie” oder lesen Sie die Seitentags wie “Satire” unten. Oder denken Sie echt, ich halte Kinder für böse?

        • Réda El Arbi sagt:

          PS. ich halte einen kokainsüchtigen, übergriffigen, patriarchalen Lüstling und Despoten nicht für fähig, um genug analytische Empathie aufzubringen, um mehr als nur an der Oberfläche einer menschlichen Psyche zu kratzen.

          Er hat Pionierarbeit geleistet, indem er die Psyche zum Forschungsgegenstand machte. Fair enough. Aber dann hat er sich verloren.

          • Charly sagt:

            @Réda El Arbi
            Dafür dass das ganze “ironisch” gemeint war – legen Sie sich aber ganz schön ins Zeug bei ihrer Analyse; von Kopfnussphantasien bis zu gewagten Thesen, dass es nur Täter und Opfer gäbe und die Opfer dann später als kleine Chefes selber nach unten treten würden, da sie es ja nicht anders auf dem Pausenhof gelernt hätten.
            Übrigens würde ihnen Freud punkto Entwicklung gar nicht widersprechen – die Entwicklung des Individuums ist genau so nicht linear und komplex wie die Geschichte der Menschheit. Freilich experimentierte Freud als junger Arzt auch mit Kokain – über das man im 19. Jahrhundert noch nicht allzu viel wusste. Er war aber weder “übergriffig”, noch ein…

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja, seine Übergriffe sind dokumnetiert.

            Beim Rest: Überzeichnung ist das Werkzeug der Ironie.

          • Charly sagt:

            @Réda El Arbi
            Das “Böse” ist sowieso eine höchst komplexe Angelegenheit. Als Kind empfand ich vor allem gewisse Lehrer als höchst befremdend – da geradezu “allmächtig” und teilweise recht pathologisch in Retrospektive. Klar gabs da auch den ein oder anderen Pausenbully mit dem fertig werden musste – nur war der eben nicht übermächtig. Mit ein bisschen Geschick und Allianzen konnte man auch diesen neutralisieren. Der typische Pausenbully wird wahrscheinlich wiederum von seinen Eltern traumatisiert und überträgt diese kaputten Machtspielchen dann wiederum auf seine Altersgenossen. Overall also ein gesellschaftliches Problem, welches auch nur gesellschaftlich gelöst werden kann.

          • Charly sagt:

            @El Arby
            Noch eine kleine Story um die Ambivalenz des “Bösen” in diesem Alter zu illustrieren:
            Ich hatte in der Grundschule einen gewalttätigen Lehrer, der auch mal gerne Kopfnüsse für Lapalien verteilte. Dies war meine erste Erfahrung mit Gewalt in der pursten Form – jahrelang hatte ich Albträume von dieser Person, da mich dies so traumatisierte. Eines schönen Tages gab der Lehrer dem Klassen-Bully eine Kopfnuss und sagte ihm, dass er sich nicht mehr in der Schule blicken lassen sollte. Exakt eine Stunde später kam der Vater in unseren Klassenraum und vermöbelte den Lehrer vor unseren Augen. Ich muss zugeben, dass ich als Kind unendliche Genugtuung empfand.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ich hab meine widerwärtigen Lehrer und die Bullys mit Worten lächerlich aussehen lassen. Dafür hab ich zwar Prügel kassiert, aber am Ende wussten alle, wer gewonnen hatte.

  12. Jürg Meier sagt:

    Der Test für uns beschränkt intelligente Affen ohne Fell kommt erst noch. Bis jetzt konnten wir unsere Dummheit mit immer mehr Verpulvern des Planeten übertünchen. Der Mensch und seine Nutztiere machen heute 97% der Biomasse aller Landwirbeltiere aus!!!
    Die Scheisse welche wir dummen Europäer die letzten Jahrhunderte angestossen haben werden die leider gleich dummen Menschenmassen in den Entwicklungsländern noch zu Ende bringen.

  13. Benni Aschwanden sagt:

    Die lustig-ironische Episode hat leider einen traurigen Hintergrund. Die Selbstmordraten sind am höchsten bei Teenagern und bei Greisen. Das sollte zu denken geben. Ein zunehmendes und viel zu wenig beachtetes Problem ist der psychische Druck für Schüler, der durch die neuen elektronischen Kommunikationsmittel noch deutlich verstärkt wird. Es ist heute mit Whatsapp, Instagram und Facebook viel einfacher jemanden zu mobben und fertigzumachen. Der Gruppendruck ist viel grösser als früher. Kinder sind nicht böser, sadistischer oder egoistischer als Erwachsene, sie leben diese Triebe halt nur ohne den Filter aus, den sich Erwachsene durch moralische Reifung (meistens) aneignen. Kinder sind pur.

    • geezer sagt:

      für mich aber auch ein klares zeichen, dass in den oben genannten fällen die eltern arg versagen. sie sind keine vorbilder für ihre kinder mehr. und respektiert werden sie deswegen von diesen (zurecht) nur wenig. lieber dem goofen ein smartphone mit unlimitiertem access in die hände drücken, dann haben mama und papa ruhe. es spielt ja keine rolle, wenn das 100 stutz abokosten pro monat verursacht, die der junior nie und nimmer selbst aufbringen könnte. und wenn der goof dann noch ein fettes sackgeld verlangt, kriegt er dies natürlich auch. hauptsache ruhe……

  14. Iryna Brandenberg sagt:

    Applaus, toll geschrieben, manchmal kommen mir gleiche Gedanken.

  15. tststs sagt:

    Natürlich sind sie das…
    Und Hedonisten in Reinkultur!
    Dafür aber können sie auch von Herzen vergeben&vergessen!

  16. Maier Tom sagt:

    wir waren kein Stück besser, und wenn ich Geschichten von meinem Vater höre – die waren noch schlimmer, .. viel schlimmer!
    Wenn ich daran denke was wir jeweils gegrölt haben als wir ins Pfingstlager einmarschierten sind die im Bericht geschildernten Szenen echt schnuckelig. Oder der Schulsylvester, … als er noch ein Richtiger war! Heute müssen die Kids ja schon zu frühester Stunde in der Schule sein und als Eltern muss man unterschreiben dass man auf die Bengel aufpasst ansonsten die Polizei im Hause steht. Langweilig.

    • Réda El Arbi sagt:

      Hm, war jetzt früher alles besser oder alles schlechter? 😀

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        BESSER. de-fi-ni-tiv.

        • Peter sagt:

          Besser? Mitnichten. Als Kind wurde ich von meinen Mitschülern gemobbt, verprügelt, angespuckt. Ob meiner deutschen Herkunft als Nazi bezeichnet. Den Lehrern ist es erst aufgefallen, als ich begann die Schule zu schwänzen. Konsequenzen für die lieben Mitschüler hatte es nicht. Heute sind die Lehrer sensibler, was auch richtig ist.
          Vergessen habe ich es nicht, verziehen auch nie. Ich würde die Strassenseite wechseln, wenn einer der damaligen Quäler vor mir auf dem Boden läge…..

          Ich versuche meinen Kindern mitzugeben, dass Plagen und Quälen nicht in Ordnung ist.

          Und ich habe meine Untergebenen nicht gequält.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            das tut mir aufrichtig leid für sie. ich weiss nicht, ob die heutigen pädagogen sensibler sind. ich persönlich, habe immer auf meine eigenen stärken vertraut – und – gelernt, mich durchzusetzen.

  17. N. Kuster sagt:

    Das sind übertriebene Klischees und anekdotische Evidenz. Meine Beobachtungen sind da ganz anders. Aber es kommt wahrscheinlich auch aufs Umfeld drauf an. Und für die Verwendung vom Wort “hinterfotzig” (echt jetzt?) hätten Sie eine Kopfnuss verdient…

    • Réda El Arbi sagt:

      Weil das Wort “hinterfotzig” in IHREM Kopf eine Verbindung macht, die ihnen unangenehm ist? Sorry, dafür kann ich nichts.

      “Hinterfotzig leitet sich nicht von der sexuellen Bedeutung des Wortes „Fotze“ (Vulva, Vagina) ab, sondern von der Fotz, einem in Bayern und Österreich gebräuchlichen Wort für Mund beziehungsweise Gesicht. Wird eine Person als hinterfotzig bezeichnet, ist damit gemeint, dass sie nicht ehrlich gegenüber anderen ist, sondern hinter deren Rücken schlecht redet, lästert und intrigiert.”

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hinterfotzig

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        frau kuster hat nicht ganz unrecht. das politisch korrekte wort hierfür ist “verschlagen.” hier mache man dann auch die brücke zu den liberalen. logisch, eigentlich.

  18. Philipp M. Rittermann sagt:

    …immerhin stellen die blagen “unsere…” zukunft dar. ich denke, es gibt (noch) hoffnung. man müsste bloss die äh-liberalen vom kindermachen abhalten. aber glücklicherweise werde ich die künftige mänätscher-tscheneräischen nicht mehr erleben – for heavens sake!

  19. geezer sagt:

    goofen waren und sind eigentlich immer gleich, aber wenn ich deren alte heute so beobachte: the end is nigh!…:-)

  20. Claudia sagt:

    made my day,.. ich musste so lachen… vor allem da ich selber zwei kids habe…

  21. Susanne Araf sagt:

    Erziehung ist überbewertet, Massgebend für die Entwicklung von Kindern sind die Vorbilder in der Erwachsenenwelt, das, was sie täglich beobachten in ihrem Umfeld. Himmel, wir sind verloren! Die Menschheit ist am Ende.

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