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Burka Miseria!

Réda El Arbi am Dienstag den 10. Januar 2017
Auf dem Plakat sehen wir Luigi, wie er Freitags in einer Burka zum Fussball geht.

Auf dem Plakat sehen wir Luigi, wie er Freitags in einer Burka zum Fussball geht.

Gianna ist 21, Tochter eines Bekannten und arbeitet bei einer Versicherung am Stauffacher. Und sie wird wahrscheinlich niemals eine Burka oder einen Niqab tragen, obwohl ihre Urgrossmutter noch täglich Kopftuch trug. Damals, in Süditalien.

Das neue SVP-Plakat mit Burka, das zur Zeit überall in der Stadt zu sehen ist, richtet sich gegen die erleichterte Einbürgerung von Gianna. Und von Luca (der wohl auch nie eine Burka tragen wird). 60 Prozent der Menschen, die von einer erleichterten Einbürgerung profitieren würden, sind Italiener der dritten Generation. Sie sind keine Einwanderer, keine «Fremden», sie sind hier geboren, wie ein Elternteil und oft schon ein Grosselternteil. Sie sprechen meist zwei Landessprachen perfekt, Schweizerdeutsch und Italienisch, und ihre Grosseltern und Eltern haben bereits ihr Leben lang in der Schweiz Steuern bezahlt und sie tragen unser Sozialsystem mit ihren Abgaben mit.

Also, wie kommt die Burka auf das Plakat? Ich hab mich aus meiner urbanen, rotgrünen Filterbubble herausbegeben und mit Leuten gesprochen, die gegen eine erleichterte Einbürgerung sind. «In fünfzig Jahren sind es aber die Nordafrikaner, die Schwarzen, die von einer erleichterten Einbürgerung profitieren würden! Und die stammen aus einer anderen Kultur!», war ihre Erklärung zum Burka-Plakat. Weiter: «Auch jetzt schon würden Türken und Balkan-Muslime von der erleichterten Einbürgerung profitieren.» Nun, ich kenne auch keine Türken oder «Balkan-Muslime» (was immer das ist), die einen Niqab oder eine Burka tragen. Aber vielleicht sieht das ja auf dem Land anders aus.

Und noch schlimmer, meine Schwester und ich sind Nordafrikaner der ZWEITEN Generation, also fast noch frisch aus dem Maghreb! Aber ich schwör, meine Schwester trägt keine Burka – und ich trage nur selten einen Sprengstoffgürtel. Wir sind beide durch die Kraft der Schweizerischen Alltagskultur völlig natürlich als Schweizer aufgewachsen. Im Gegenteil: Unser Vater gab sich  extrem Mühe, mehr Schweizer Bünzli zu sein, als alle Schweizer, die er kannte.

Ich glaube an die Schweiz und die Stärke ihrer Kultur. Ich glaube, dass jeder Mensch nach drei Generationen Schweizer sein kann. Aber offenbar zweifeln die Gegner an der Strahlkraft helvetischer Werte. Beim Chef des gegnerischen Kommitees, bei Andreas Glarner (ja, genau der), hab ich Folgendes auf der Homepage gefunden:

Quelle: andreas-glarner.ch

Quelle: andreas-glarner.ch

Diese Weltsicht spricht eigentlich für sich.

Bei meinen Diskussionen mit den Gegnern stellte sich dann auch schnell heraus, dass sie nicht wirklich gegen eine «erleichterte» Einbürgerung sind. Sie sind grundsätzlich gegen eine Einbürgerung. Sie wollen nicht mal, dass diese Menschen hier leben, mit oder ohne Einbürgerung. Und genau das zeigt auch dieses Burka-Plakat: Fremde sind Feinde. Selbst wenn sie schon lange keine Fremden mehr sind. Sie haben hier nichts verloren, sie müssen bekämpft werden.

Bei meinen weltoffeneren Freunden kam die Diskussion auf, ob man sich gegen die Publikation des Plakates im Hauptbahnhof wehren soll. Ich sprach mich dagegen aus. Ich denke, man darf der ganzen Schweiz zeigen, wie viel Angst und wie wenig Vertrauen in Schweizerische Werte die Gegner der erleichterten Einbürgerung haben.

So kann man ihnen mit Stolz das eigene Vertrauen in unser Land entgegenhalten. Weil Schweizer sein keine Frage der Herkunft der Grosseltern ist, sondern eine Frage der Kultur.

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77 Kommentare zu “Burka Miseria!”

  1. Tim Birke sagt:

    Vielleicht gibt es Leute, denen geht einer ab, wenn sie so ein Plakat kreieren.

    Sehr geehrter Herr Glarner aus Oberwil Lieli (Mitglied des Plakat-Komitees)
    Ich habe keine Angst vor Ihnen, ich habe keine Angst vor Ihrer Hetzpropaganda den rot, schwarzen Plakaten, den Krähen, den dunklen Händen die nach einem Schweizer Pass greifen, dem Kosovo Schlizer und Frauen die Burkas tragen.

  2. Mensch für Menschlichkeit sagt:

    Das Thema Angst vor Fremden: Ja, kann sein. Ich hatte auch mal Angst vom 10m-Sprungbrett zu springen…. Angst kann man überwinden. Und: Dieses Plakat schürt gezielt Angst. Es bedient sich falscher und emotionaler Elemente, um Menschen die nur die Schweiz kennen, gezielt auszugrenzen. Das ist tragisch! Und wer noch behauptet, dieses Plakat trifft den Kern, der soll gefälligst die Augen öffnen. Wieviele Burkas seht ihr am Bahnhof Zürich pro Tag?

  3. Joe Weiss sagt:

    Besonders grausig ist auch, dass (auns-)mann diese bescheuerten Plakate im öffentlichen Raum, in Bahnhöfen und auch sonst an Plätzen, an denen man fast vobei kommen muss eifach mir nichts dir nichts grosskotzig hinpflastern zu dürfen scheint. Diese ideologischen und graphischen Tiefflieger-Produkte. Einfach nur ekelhaft.

  4. schweizösterreichitalien sagt:

    preisfrage: welche/r schweizer/in hat 4 grosseltern, die in der schweiz geboren sind?

    • Schweizfreundlich sagt:

      Ich

      Ich akzeptiere vieles, doch irgendwann müssen wir auch mal auf uns schauen, wir sind zu liberal, zu tolerant, zu ängstlich, dass man uns als Rassisten bezeichnen könnte. Ich bin kein Rassist, aber dennoch habe ich Mühe damit, wie wenig man sich in der Schweiz um unsere Leute kümmert und wie viel einer bekommt, der hier nichts gibt, nichts leistet und mich nicht einmal versteht…

      • Réda El Arbi sagt:

        Wir sprechen hier von der Generation, deren Eltern und Grosseltern hier schon Steuern bezahlt haben. Der Geberation, die deine AHV bezahlen wird.

        • Ruedi sagt:

          Genau, wir sprechen hier prinzipiell niemals von denen, die schon wie ihre Grosseltern von der Sozialhilfe lebten, geben ist eben selliger wie nehmen.

          Ich bin ein Gutmensch und Politisch korrekt, dafür werde ich zum Revoluzer, oder sogar in den Krieg ziehen und Töten wenn es sein muss. Die Menschen die Schweizer werden, machen das weil sie die Schweiz, ihre Menschen und Kultur so sehr lieben und der Schweiz selbstlos helfen möchten.

          • Réda El Arbi sagt:

            Nein, die meisten Schweizer werden Schweizer, weil sie per Zufall gerade hier geboren wurden, Grosse Leistung, nicht?

            Und bitte, bevor Sie solchen fremdenfeindlichen Schwachsinn brabeln: Checken Sie mal die Zahlen der Sozialhilfeempfänger der ersten, zweiten und dritten Generation.

            Aber was sind schon Fakten und Zahlen, wenn man hetzen kann, nicht?

        • Ruedi sagt:

          Ich bin nicht gegen die erleichterte Einbürgerung, welche es ja schon lange gibt. Kinder von Eltern mit C Niederlassung können sich schon lange erleichtert einbürgern, wie die Eltern auch, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Viele davon aber keinen gebrauch machen, obschon ihre Kinder die Voraussetzungen erfüllen. Insofern verstehe ich nicht, warum über etwas abgestimmt wird, was es schon lange gibt.

          Die Kinder von Emigranten werden nicht Zufällig in der CH geboren, sondern weil ihre Eltern aus Wirtschaftlichen gründen bewusst in die Schweiz einwanderten. Viele ehemalige Kriegs-Flüchtlinge sind hier geblieben, verkleinern so die Ressourcen, für neue die vorübergehend Schutz brauchen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Verkleiner die Ressourcen? Vielleicht mal Relaitätcheck, wie viel Steuern, AHV-Beiträge und Dienstleistungen von 3.Generatiönlern geleistet werden?

            Es geht übrigens um aktuell genau 25 000 Menschen. Den gleichen Seich, wie sie hier erzählen, wurde in den 60ern und 70ern über die Italiener und über die Spanier und Portugiesen erzählt: “Sie nehmen uns Ressourcen weg!”

            Die “erleichterte” Einbürgerung hat übrgens um einiges strengere Intergationsansprüche als die normale Einbürgerung. Nur der administrative Aufwand wurde verkleinert.

        • Ruedi sagt:

          1/2 Unser Sohn wurde erleichtert und schnell eingebürgert, weil seine Mutter damals nicht eingebürgert war. Sie wurde später normal über die Gemeinde eingebürgert, dauert Jahre, da diese über die Instanzen von Gemeinde, Kanton und Bund abgesegnet wird. Der Aufwand und die Kosten sind überschaubar.

          Mich hat damals vor allem gestört das Kind eines CH-Vater und Ausländerin, nicht automatisch CH-Bürger ist. Sohn bekam Ausländerausweis C mit Geburtsdatum als Einreisedatum.

          Im Heimatland meiner Frau muss ein Ausländer für eine Provisorische Residenz ca. 1000 USD bezahlen. Definitive nach einem Jahr nochmals 1000$, 4 Jahre Gültig, Anwalt erforderlich. 1000$ = 8 Mindestlöhne eines…

          • Ruedi sagt:

            2/2 …1000$ = 8 Mindestlöhne eines Einheimischen. Alle 4 Jahre Erneuerung ca. 200$. Ohne Kapitalnachweis sind Sie da nicht erwünscht, überflüssig wie ein Pickel, gibt da leider keine Gutmenschen.

            Während viele Landsleute meiner Frau in der Schweiz, die volle Soziale Rundum-Versorgung genießen und das oft auch ausnutzen. Sie haben es nicht so, mit Reformierter Arbeitsamkeit/Bescheidenheit/Sozialer Verantwortung, eher mit nehmen ist seliger als geben.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, ich verstehe: Ihre Frau ist eine Ausnahme, alle anderen sind faule Säcke.

        • Ruedi sagt:

          Nein, meine Frau ist keine Ausnahme, Sie arbeitet auch wie ein Beamter/Politiker: „Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.“ Hat aber auch Vorteile, da wo Sie herkommt läuft keiner mit einem Burnout rum. Es gibt immer eine Ausrede um nicht Hart arbeiten zu müssen, zu heiß, zu kalt, zu nass, usw. und egal um was es geht, man ist immer Unschuldig und ein Opfer. Nein, nicht ALLE, es gibt ein paar Ausnahmen die dann umso mehr Positiv auffallen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Sie haben gerade alle eine Gruppe von Menschen aufgrund ihree Herkunft abgewertet (bis auf ein paar Ausnahmen).

            Das nennt man Rassismus. Sie sind ein Rassist. Jänu. Aber ihre Frau tut mir leid.

          • Matthias Denzler sagt:

            @ Réda El Arbi: Ich denke Sie tun Ruedi schon etwas unrecht. Vielleicht müsste man die Definition von Rassismus diskutieren. Die Aussage “bei Menschen mit Herkunft X ist die Eigenschaft A häufiger vertreten als bei Menschen mit Herkunft Y” ist sicher noch nicht rassistisch. Das ist eine empirische Aussage, die kann zutreffen oder nicht. Problematisch und allenfalls rassistisch wird es, wenn die Eigenschaft A etwas anerkanntermassen Negatives ist, und wenn für jedes Individuum mit Herkunft X automatisch angenommen wird, dass es die Eigenschaft A hat (was natürlich unzulässig ist, auch wenn Eigenschaft A tatsächlich häufiger sein sollte bei der Gruppe X).

          • Réda El Arbi sagt:

            Nicht ganz: Wenn man von der Herkunft auf eine Charaktereigenschaft oder eine handlungsweise schliesst, ist das rassistisch. Und da kommt es nicht drauf an, ob man sagt “Schweizer sind ordentlich” oder “Kosovaren schlitzen Schweizer auf” oder “Neger scheissen in den Busch”.

            Es ist die Denkweise, die dem Individuum abspricht, sich für sich alleine zu entwickeln und dessen Wert von seiner Herkunft abhängig macht.

        • Ruedi sagt:

          Danke zum Mitgefühl für meine Frau (schon 22 J.) Zu Fakten und Zahlen, Thilo Sarrazin ein linker Sozialdemokrat, spezialisiert für Finanz-, Sozial- und Bevölkerungspolitische Mathematik. Er ist der Meinung das es zu viele, nicht integrierbare, in denn Sozialstaat Einwandernde Kulturbereicherer gibt, die mehr Kosten verursachen, als Einnahmen.

          Wenn die Einwanderer wie Sie schreiben soviel in die CH-Sozialkassen einbezahlen, können Sie mir sicher erklären, warum diese überschuldet sind. Das kann doch nur daran liegen, dass mehr ausbezahlt als eingenommen wird – oder?

          Wie sieht Ihre Persönliche Lebens-Leistungs-Bilanz aus? Ein Gewinn oder Verlust für die Schweiz?

          • Réda El Arbi sagt:

            Jep, es liegt daran, dass mehr ausbezahlt als einbezahlt wird. Und das hat mit den höheren Lebenshaltungskosten zu tun. Die Beträge, die damals einbezahlt wurden entsprechen nicht den Beträgen, die heute ausbezahlt werden, dazu leben wir länger.

            Und Sarazin, ehrlich? Dessen wirre Thesen wurden faktisch schon vor fünf Jahren widerlegt. In Deutschland wollen nicht mal mehr die Rechten etwas mit ihm zu tun haben,

            Meine persönliche Lebensbilanz? Hm, wollen sie in Franken oder in Menschenleben rechnen?

  5. Maggy Ritz sagt:

    Gerecht wäre die Steuerbefreiung für Nichtanerkannte Schweizer. Mitzahlen heisst mitreden. Alte Schweizer Volksweisheit: Wer zahlt befiehlt!

    • Hans Müller sagt:

      Ok, im Umkehrschluss hiesse das dann wohl auch, dass Schweizer, die keine Steuern zahlen, künftig auch nicht mehr mitreden/mitbestimmen dürfen und dass auch dann fertig ist mit Sozialhilfe für Ausländer. Wenn die bezahlten Steuern darüber bestimmen, wer wie mitbestimmen darf, höre ich dann wenigstens bald nichts mehr von der Hälfte der grosszügigen linken Umverteilplauderis. Und Ivan Glasenberg wird’s auch freuen, dass er dann neu mitreden darf. Wobei, er hat ja die Schweizer Staatsbürgschaft schon. Soll mir jedenfalls alles recht sein. Achja: Das aktuelle Plakat der Linken zur USR III (z.B. Spitalsujet) ist ja so viel sachlicher und zielt absolut nicht auf primitive Emotionen/Ängste ab.

      • Réda El Arbi sagt:

        “Aber die Anderen haben auch” ist ein Kindergartenargument. Und es geht nicht um Sachlichkeit, sondern um klare, visuelle Lüge.

        • Hans Müller sagt:

          Stimmt. Mit Kindergartenargumenten kennen Sie sich ja bestens aus, also will ich lieber mal nicht widersprechen, bzw. weiter darauf eingehen.
          “Und es geht nicht um Sachlichkeit, sondern um klare, visuelle Lüge.” Meinen Sie jetzt das Spitalplakat zur USR III oder das Niqab-Plakat zur Vorlage betreffend erleichterter Einbürgerung? Vermutlich ja Letzteres, obwohl ja beide Abstimmungsplakate offensichtlich lügen. Deshalb: Wenn’s eine klare, visuelle Lüge ist, wo liegt dann das Problem? Eine nicht offensichtliche, d.h. “unklare” Lüge wäre ja da schon eher als diskussionswürdiges Problem zu betrachten.

          • Réda El Arbi sagt:

            Wie schön Sie ihr Hirn verbiegen können, um eine Lüge zu entschuldigen: Erst schielen Sie daran vorbei auf Anderes, nur um im nächsten Satz zu sagen, dass es ja offensichtlich eine Lüge und deshalb kein Problem ist.

            Aber da Sie damit nur sich selbst verarschen (von aussen erkennt mans), ist es auch ihr Problem, nicht meines. 😉

          • Weiss sagt:

            «Mit Kindergartenargumenten kennen Sie sich ja bestens aus» ist eine Verallgemeinerung und eine Unterstellung, hat mit dem Kontext rein gar nichts zu tun und dient offenbar bloss der Ablenkung vom eigentlichen Thema. Und nun zum Thema: die Burka im Zusammenhang mit der erleichterten Einbügererung ist deshalb eine offensichtliche Lüge, weil es in der Schweiz keine einzige Ausländerin der dritten Generation gibt, die eine Burka trägt. Bei der USR III sind hingegen die Folgen überhaupt nicht abschätzbar. Da im Zusammenhang mit dem Spitalplakat von einer offensichtlichen Lüge zu sprechen, grenzt selbst schon an eine Lüge.

          • Hans Müller sagt:

            Herr Weiss, Sie wissen ganz genau, dass die Konsequenzen dieser unausweichlichen Steuerreform (sie geschieht ja nicht wirklich freiwillig) nicht dazu führen werden, dass solche Zustände in Spitälern herrschen werden. Es ist absolut lächerlich darüber zu diskutieren. Das Spital-Plakat dient der stupiden Überspitzung. Da besteht kein Unterschied zum Niqab-Plakat. Die Niqab steht ja nur als Symbol einer Form von Zuwanderung, die sich durch fehlende, fehlgeleitete, bzw. verweigerte Integration kennzeichnet und nichts weiter. Alle profitieren von den erleichterten Einbürgerungsmodalitäten (=sinkende Anforderungen), nicht nur heute, sondern auch in 20 Jahren. Und nicht nur die Italiener & Spanier.

          • Réda El Arbi sagt:

            Es gibt einen Unterschied zwischen Überspitzung und visueller Lüge.

      • Hans Müller sagt:

        Apropos Kindergarten & Aussenwirkung: Überlegt Euch selbst mal, was wohl die Aussenwirkung eines Menschen ist, der es nicht in einem Text oder einer Diskussion fertig bringt, auf die Fäkalsprache oder auf Fluchwörter zu verzichten und der voll auf die Schiene Provokation setzt, um sein (vertretbares) Weltbild zu vermitteln und Texte zu verkaufen. Ihr könnt’ Euch ja selbst überlegen, was ihn dann noch vom undifferenzierten SVP-Polterer (um Euer Feindbild zu bemühen) unterscheidet. Aber darf ich raten, was Ihr jetzt dazu sagen werdet? “Die SVP hat ja mit der Vergiftung des politischen Klimas angefangen.” Womit wir beim Kindergarten wären. Schöner Sonntag.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, ich hab schon geflucht, als die SVP noch bürgerliche Politik machte und nicht in Populismus. Das bin ich. Ich könnte natürlich heucheln, aber mir reichts schon, mich hier ein wenig zusammenzunehmen.

    • Ivan Casale sagt:

      Dann hätte ein, wirklich grosser, Grossteil der Einwohner sehr wenig zu melden, wenn sie sich einmal das Steueraufkommen anhand sozial-ökonomischen Gruppen anschauen würden – deshalb geht es nicht nach, wer zahlt befiehlt (zumindest nicht so direkt).

      Mir gehen in dieser Diskussion ehrlich gesagt, beide Gruppen auf den Sack. Diejenigen die solche Plakate aufhängen wie auch diejenigen, die jedesmal und oft ebenso bar wirklich guter Argumente draufeindreschen müssen.

      Das Bedürfnis nach “Einfriedung” ist ein legales, menschliches Bedürfnis – es nervt mich echt nur noch, wie in dieser Sache einander vorbeigeredet wird, wie mit diesem Bedürfnis billige Politik betrieben wird.

  6. Arkady Renko sagt:

    Ich weiss nicht was hinter der Kampagne liegt. Unbestreitbar ist aber die Sicherheitsfrage:
    Kommen Iraqi, Afghanen oder Araber und sprengen uns in die Luft, oder entköpfen Soldaten wie in meinem Heimatland, da kann man sie ausweisen. Tragen sie aber EU- oder Schweizer Pässe, dann hat man ein Sicherheitsfproblem importiert, das nicht mehr zu lösen ist.
    Schutz der Bevölkerung steht immer an erster Stelle!
    Die zitierte Aussage von Herrn Garner ist Sache der Demografie und Stärke eines anderen “Bewusstseins” – also Wissenschaft oder Ethnologie. Die Macht ergriffen Islamisten in Nordafrika, Asien, also auch möglich in Europa. Imams haben schon in Belgien gesagt, es sei “a numbers game”.

  7. Brox sagt:

    “SVP”Eine schande für unsere multikulturellens Land….!!!!

  8. Alessandro Roberti sagt:

    SVPurka, die einzig richtige Burka!

  9. Ruedi sagt:

    Wenn man die Namen dieses Komitees sieht trifft man auf alte Bekannt wie Wobmann und der Herr aus Oberwil-Lieli hat noch seine Adresse zur Verfügung gestellt. Komische Zeitgenossen haben wir. Leider brandgefährlich.

  10. Ruedi sagt:

    Die haben ja nun wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank. Oder haben die Verantwortlichen die Abstimmung verwechselt? Würde man ihnen noch zutrauen.

  11. Weltbürger sagt:

    Mein Land, meine Kultur, meine Leute… so oft wünsche ich mir, dass es Ausserirdische gibt, die unserer Welt in den Arsch treten damit wir erkennen, dass wir alle Menschen sind, alle Hoffnungen und Ängste haben und alle auf der einen gleichen Welt leben. Es sollte kein mein und dein geben sondern ein unser und somit Zusammenhalt und Zusammenarbeit. Jetzt werde ich bestimmt als ideologischer und didaktischer Gutmensch abgestempelt aber ich bin mir bewusst, dass das wahre Böse im Menschen selbst steckt. In den einen mehr und in den anderen weniger. Und für die SVP ist das wahre Böse unter einer Burka verborgen. Die SVP agiert damit nicht nur rassistisch sondern auch frauenfeindlich.

  12. Michaela sagt:

    dieser artikel macht sich lustig über menschen, die aus angst so reagieren wie sie dies eben tun und so der svp die rückenstärke geben, die sie für solche kampagnen braucht. eine angst die von den gleichen medien geschürt wird, in denen dieser artikel abgedruckt wurde. und für die die es nicht verstanden haben: hass und ablehnung = angst. es ist nie hass es ist immer angst.
    statt sich auf so eine herablassende art mit “ich schwör” sätzen lustig zu machen, könnte man die energie auch anders einsetzen, mit aufklärung darüber, warum wir überhaubt menschen haben, die ihre länder verlassen und in eine, ihnen völlig fremde, kultur kommen um “es einmal besser zu haben”.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sorry, wer sich belügen lässt ist selbst verantwortlich.

      Die Menschen sind erwachsen, sie können lesen, sie können sich die Informationen holen. Sie zu entschuldigen, weil sie sich verhetzen lassen, weil sie ausser Hass keine anderen Antworten auf ihre Unsicherheiten finden, heisst, diese Menschen nicht für voll zu nehmen.

      Handlungen haben Konsequenzen. natürlich kann man die Schuld auf alle anderen schieben, aber das heisst nur, dass man unmündig ist!

    • René sagt:

      Gut gebrüllt, Michaela. Also los, machen Sie mal den Anfang. Erklären Sie mal dem Hetzer Glarner, wieso diese Menschen bei uns ein besseres Leben suchen! Machen Sie ihm klar, dass sie ihr Land nur deshalb verlassen haben, weil sie keine Perspektive oder Angst um Leib und Leben haben müssen. Und dann gehen Sie weiter zum Dummschnurri Wobmann – mal sehen, wie viel Gehör der Ihnen schenkt.

      Für mich ist klar. Die Gegner einer erleichterten Einbürgerung sind alles verkappte, feige Rassisten! Alles was fremd ist, muss weg. Und in einer späteren Phase dann alles, was anderer Meinung ist. Hatten wir schon mal..!

      • Darja Rauber sagt:

        Meine Worte, René! Die ganze SVP und ihre braune Wählerschaft sollte man einfach “auf den Mond schiessen” können!Solche Menschenfeinde, Rassisten, Verschwörungstheoretiker und all die anderen reaktionären Ausgeburten führen uns längerfristig direkt in die nächste Diktatur, die nächste Bücherverbrennung, das nächste Pogrom, den nächsten Weltkrieg. Sie sind immun gegen die Lehren der Geschichte und nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Als “waschechte” Schweizerin der x-ten Generation habe ich wohl (zum Glück!) viel mehr gemein mit einer afghanischen Feministin oder einem tunesischen Atheisten, als mit Angehörigen dieser Blocher-Köppel-Sekte, die zufällig über denselben roten Pass verfügen…

        • Cyrill sagt:

          Liebe Darja
          Leute auf den Mond schiessen wollen und sich besser schimpfen als ein Rassist?
          Nur weil jemand anderer Meinung ist ist er schlecht?
          Kommt doch aufs gleiche raus wie wen ich jemand als schlecht bezeichne der einen anderen Glauben hat..
          Also sind Sie genau so “Rassistisch” wie ich.
          Überlegen ist keine Stärke der Linken Wählerschaft.

      • Weiss sagt:

        René, ich bin absolut Deiner Meinung. Ich möchte nur noch etwas präzisieren: Bei der erleichterten Einbürgerung geht es nicht primär um Ausländer/innen, die Schutz in der Schweiz suchen, sondern um bestens integrierte Kollegen und Kolleginnen aus dem Büro, dem Sportverein, usw. Praktisch alle sprechen akzentfrei Dialekt und unterscheiden sich von “echten” Schweizern und Schweizerinnen bloss durch die Farbe ihres Passes.

  13. Thomas sagt:

    Eine echte Schande für unser Land, dieses Plakat.

  14. Alex Bauert sagt:

    NEIN zur erleichterten Empörung,
    JA zur erleichterten Einbürgerung!

  15. tony mahoney sagt:

    Immer wenn der SVP kein besseres Argument mehr einfällt, holen sie wieder ihre Burka-Bilder aus der Mottenkisten. Sehr schwach SVP.

  16. Sofia Cianciarulo sagt:

    Herrlich all die Kommentare der Gegner dieses Plakats! Bei so viel Emotionalität und Parteiergreifung für den “Tschinggeli” fühlt sich der Italo- Schweizer glatt noch ein bisschen mehr zu Hause- egal aus welcher Generation.

    Eine Secondo

    • Réda El Arbi sagt:

      Schön, dass Sie völlig inhaltsfrei auf diesen Post kommentieren.

      Ja, Secondos und Secondas sind Menschen wie alle anderen und können genau gleich gut auf dumme Hetze reinfallen.

      Aber was die Burka auf dem Plakat soll, oder warum Menschen in der 3. Generation nicht leichter eingebürgert werden sollen, können Sie uns auch nicht verraten, gell. Jänu.

    • Thomas sagt:

      Sofia Cianciarulo, hier geht es gar nicht um die Abstimmung, sondern darum, dass ein solches Plakat ein Angriff auf schweizer Werte und Traditionen ist. Ein Verrat an unserer Kultur.

  17. Mike sagt:

    Stimmt ja alles, Reda, aber das auf dem Plakat ist trotzdem ein Niqab und keine Burka. Nicht dass Glarner oder sonst irgendein SVP-ler den Unterschied kennen würde, aber, ähm, ja.

  18. fredi sagt:

    Als ich werde Ja zu erleichterten Einbürgerung stimmen, denn ich möchte vermeiden, dass sich diese inzestuöse Geisteshaltung der SVP nicht noch weiterhin auf Plakatwänden vermehrt. In den 40-ziger und 50-ziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren gewisse Alpentäler derart genetisch belastet, dass Gesetze zum Schutze der Humangenetik notwendig wurden.

  19. Peter Fink sagt:

    Mich stören die Plakatte/Werbetafeln massiv. Ich frage mich was wohl Besuchern durch den Kopf geht, wenn Sie diese sehen?
    Scho chli gschämig, wenn man dann erklären muss, das die optische Darstellung eigentlich nichts mit dem Inhalt zu tun hat.

  20. Annette Junker sagt:

    Ich begreife nicht, weshalb ein solches Plakat überhaupt erlaubt ist. Ja, von anderen Kulturen finden wir Spuren in der Schweiz.

    Um wirklich kohärent zu sein, müsste die SVP für das Abschaffen aller fremdländischen Spuren sein. Tschüss, du böse Kartoffel, und gelyncht sollte man werden – beim Besuch einer Sushi-Bar, z.B.

  21. Klaus Bruggisser sagt:

    Der offensichtlich an einer Burka-Phobie leidende Glarner hat ofensichtlich einen Grundsatz der Werbepsychologie sehr ernst genommen: Die Werbund muss immer auf die Zielgruppe ausgerichtet werden. Offenbar muss seine Zielgruppe tatsächlich so dämlich sein, dass diese von einem deutschen Werber gezeichnete Burkafrau bereits zum vierten mal eingesetzt werden kann.

  22. Martin Gebauer sagt:

    Das Plakat ist selbstdisqualifizierend. Etwa die gleiche Qualität wie die antisemitischen Plakate der Gesellschaft Schweiz-Palästina.

    • Gunnar Jauch sagt:

      @Gebauer:

      Die Plakate der Gesellschaft Schweiz-Palästina sind KEINESWEGS ANTISEMITISCH, sondern machen auf ein bestehendes UNRECHT aufmerksam: Die von der UNO festgestellte, jahrzehntelange, völkerrechtswidrige Besetzung und Besiedelung gestohlenen Landes.

      Haben sie das begriffen??

  23. geezer sagt:

    gegen die publikation solcher plakate muss man sich definitiv nicht wehren (es sei denn, sie verstossen klar gegen ein gesetzt). diese plakate resp. deren ‘gestalter’ disqualifizieren sich gleich selbst. jeder noch so bünzlige schweizer im hintersten kaff im tal kennt heutzutage einen oder mehrere scondos. kurz mal fünf minuten zuhören, wenn sie über ihr grosswerden in der schweiz und die damit verbundenen schwierigkeiten erzählen, und man weiss, wo sie sich zu hause fühlen; nämlich dort, wo sie aufgewachsen sind, wie alle einheimischen auch. Glarners hirngespinste sind trotzdem sehr amüsant zu lesen……:-)

  24. Olivier Schreier sagt:

    Dass Herr Glarner das Migrationsdossier der SVP erhalten hat, zeigt, dass diese Partei ganz nach rechts will. So ist nur zu hoffen, dass dies viele SVP-Wähler noch rechzeitig merken und sich von einer solchen Partei abwenden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  25. tststs sagt:

    Sie verstehen das Plakat gaaaaanz falsch. Glarner und Co. warnen nur davor, dass zukünftig an der Fasnacht – der gutintegrierte Ausländer weiss um die Wichtigkeit dieses Brauches – die sexy Indianerin von der sexy Afghanin abgelöst wird…

  26. Thomas Melone sagt:

    Das Propagandabild zeigt die einzige Einwohnerin der Schweiz die einen Burka trägt: Nora Illi, konvertierte Islamistin und bereits eingebürgert.

  27. Paul Levi sagt:

    Es ist ja klar, was die Absicht von den Gegnern ist. Da sie keine vernünftigen Argumente gegen die Einbürgerung der 3. Generation haben, setzen sie auf Emotionen und schüren die Angst die gegen Muslime herrscht. Mit anderen Worten, sie versuchen von der Terrorwelle zu profitieren, um damit Politik zu machen.
    Es ist richtig, nicht gegen das Plakat vorzugehen, denn deshalb wird ja provoziert, damit man Aufmerksamkeit bekommt. Das Schweizer Volk ist genug schlau, die Absicht hinter dem Plakat zu erkennen und weise zu entscheiden. Lasst die Brandstifter täubeln.

    • hans sagt:

      Das sehe ich auch so. Aber andererseits seit einiger Zeit auf Ewig solche Plakate ist ziemlich ätzend. Ich meine, bspw. in 20 Jahren immer noch solche Plakate? Würg…ziemlich hinterhältige Taktik der svp

    • Ruedi sagt:

      Da bin ich nicht so sicher ob alle schlau genug sind. Zu viele Leute lassen sich beeinflussen. Was die Mehrheit sagt wird schon richtig sein. Aber auch eine Mehrheit kann sich irren.

  28. Hans Hegetschweiler sagt:

    Das Problem solcher primitiver Plakate ist, dass einerseits von den Rechten (oft auch von der Linken) das Volk und der Volksentscheid, der immer richtig ist, verherrlicht wird, andererseits mit dem Volk in einer manipulativen und primitiven Art kommuniziert wird, die zeigt, dass man es gar nicht ernst nimmt. Und genau das ist Populismus, auch wenn die Rechten dies nicht gerne hören. Man fürchtet, dass man, wenn man sachlich kommuniziert, das Volk nicht beeinflussen kann, man scheut den Diskurs mit Argumenten. Die direkte Demokratie kann aber nur bestehen, wenn sich alle Stimmbürger bemühen, möglichst gut informiert und sachlich zu entscheiden.

    • Mariann sagt:

      Bravo! Dazu gibt’s eigentlich wirklich nicht mehr was zu sagen. Das Plakat zeugt auch von sehr viel Geld, das verschwendet wird, um die Leute zu beeinflussen. Was mit diesem Geld alles Gutes getan werden könnte, will man sich gar nicht erst ausmalen.

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