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Zürcher wohnen politisch in der Tiefebene

Simon Eppenberger am Donnerstag den 18. Februar 2016
Zürich tickt anders.

Zürich tickt anders.

Sophie würde eher den Hungertod sterben, als am 28. Februar ein Ja in die Urne werfen zu müssen. So in etwa könnte man das Video gegen die Durchsetzungsinitiative interpretieren, in dem die Musikerin Sophie Hunger auftritt. Damit versucht sie, dem soeben gewonnen Swiss Music Award etwas politische Relevanz einzuhauchen. Hungers Video zeigte – auch ohne Tod – eine messbare Resonanz: Der Beitrag wurde beinahe 300’000 Mal angeklickt. (Das Wortspiel musste sein. Es ist von einem Facebook-Post inspiriert.)

 

 

Ihr Vergleich von Ja-Sagern und Schafen, welche dumb in der Herde mitlaufen, kommt offenbar bei einer breiten Masse an, welche die SVP-Initiative ablehnt. Dasselbe in Zürich: Redet man mit Stadtbewohnern über die Durchsetzunginitiative, dann trifft man ausserhalb von rechtsbürgerlichen Kreisen nur nach langer Suche auf jemanden, der für ein Ja einsteht. Und spätestens seit sich FDP-Präsident Philipp Müller im SonnTalk auf Tele Züri mit ungeahnter Vehemenz gegen die Initiative aussprach, scheint dem letzten Liberalen klar, dass die SVP dieses Mal entscheiden zu weit gegangen ist. Müllers Auftritt wurde mehrfach aufgenommen. Die Videos erzielten auf sozialen Medien ebenfalls Hunderttausende Views und wurde vom Nein-Komitee mit Freude verbreitet.

FDP-Präsident Philipp Müller im SonntalkFDP-Präsident Philipp Müller spricht Klartext: Die Initianten wissen selber nicht, was sie in die Verfassung schreiben wollen. Deshalb: NEIN zur #Durchsetzungsinitiative am 28. Februar. http://durchsetzungsinitiative-nein.ch

Posted by NGO-Komitee gegen die Durchsetzungs-Initiative on Thursday, January 21, 2016

 

Die Videoflut unter Hashtag DSI wurde so gross, dass gar ein wenig bekannter Komiker einen veritablen viralen Hit zum Thema landete. Sein Clou: Er erklärte der Katzenvideo-Fangemeinde, also dem durchschnittlichen Facebook-User, wie diese mühsamen Politbotschaften aus ihrer Timeline verschwinden und sie wieder mehr Katzenvideos zu sehen bekommen: Indem sie die Initiative ablehnt. Zwar ist die Begründung lang und etwas krud, aber eben auch witzig – und erreichte ebenfalls Hunderttausende Zuschauer.

Durchsetzungsinitiative für KatzenvideosSetzt das mal durch!

Posted by Renato Kaiser on Friday, February 12, 2016

 

Neben den Videos geben jetzt auch die jüngsten Umfrageergebnisse zur Initiative dem Nein-Lager Aufwind: Kurz vor der Abstimmung würde die Initiative knapp abgelehnt. Unter den politisch interessierten Zürchern ist die Stimmung trotzdem angespannt. Allzu nah ist die letzte Abstimmung über eine SVP-Initiative, welche international für Schlagzeilen sorgte und einen zweifelhaften Zweck verfolgt: Vor zwei Jahren sagten 50,06 Prozent der Schweizer Urnengänger Ja zur Masseneinwanderungsinitiative.

Damals stimmte der Kanton Zürich zwar dagegen – aber nur knapp: 52,75 Prozent waren gegen die Initiative. Das Ergebnis von 2014 widerspiegelt dabei bei weitem nicht die politische Meinung des ganzen Kantons. Ohne das deutliche Nein-Lager in Zürich (ohne Kreis 12) und die Ablehnung am Zürichsee und in Winterthur (knapp!) hätte auch der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz die SVP-Vorlage befürwortet.

Die Ergebnisse hat der Kanton in eine animierte Grafik gepackt. Das Video zeigt die Unterschiede sehr deutlich. Die urbane und für einmal auch die wohlhabende Bevölkerung am See wohnt bei der SVP-Vorlage quasi in einer politischen Tiefebene:

Quelle: Statistik Kanton Zürich.

Am 28. Februar wird es an der Urne spannend: Haben die (jungen) Wähler die vielen Videos im Netz angeklickt und mit grosser Betroffenheit geteilt – oder schickten sie das Stimmcouvert tatsächlich auch ab?

So oder so ist leider zu erwarten, dass sich dieses Stadt-Land-Gefälle erneut zeigt. Obwohl es im Fall von Zürich besonders seltsam anmutet, wenn sich bereits auf der Stadtgrenze der Graben auftut. Schliesslich lebt und profitiert der “Speckgürtel”, also die unmittelbare Agglo, enorm von Zürich und dessen Blick nach vorn. Doch der politische Geist ist in vielen Flaschen gefangen.

Was meinen Sie, ist der Stadt-Land-Graben irgendwann zu überwinden? Und: Werden die jungen Wähler den Ausschlag geben?

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33 Kommentare zu “Zürcher wohnen politisch in der Tiefebene”

  1. antoinette de boer sagt:

    Ich gratuliere dem autor des artikels g e g e n die durchsetzungsinitiative,weil er mit so anschaulichten mitteln
    versucht ,zu verdeutlichen,wie gefährlich die juristischen folgen im fall eines ” JA ” für das rechtssystem der
    schweiz sein würden.
    Das volk würde sich teilweise und freiwillig einerseits selbst entmündigen,aber andererseits
    auch seine Richter in ihren vom rechtsstaat legitimierten befugnissen deutlich einschränken.
    Das kann man doch nicht wirklich wollen,deshalb unbedingt ein ” NEIN “

  2. Philipp M. Rittermann sagt:

    philipp müller von der fdp ist in einem dilemma. eigentlich möchte er “ja” stimmen. da er aber die eu nicht vergaulen möchte – also eigentlich möchte er seine kapitalisten nicht vergraulen, welche auf den pott von günstigen arbeitskräften aus dem ausland nicht verzichten wollen – weil man innerhalb einer fdp nur in der sog. elite solidarisch ist, – heuchelt man munter weiter. wir von der svp mögen weder die verlogenen kapitalisten von der fdp, noch die dumping-politik der dito kreise. mein fazit. entweder man ist überzeugt dafür, oder dagegen. ohne kalkül.

    • Réda El Arbi sagt:

      Vielleicht war er für die Auschaffungsinitiative. Aber er ist sicher nicht für eine Initiative, die eine 2-Klassen-Justiz wie in der Apartheid, unter Franco oder im 3. Reich schafft. Kein informierter Demokrat ist dafür. Nur Menschen, die sich wegen ihren Ängsten als antidemokratische Instrumente missbrauchen lassen.

  3. Ausgegrenzt sagt:

    Frage:Wie werde ich meinen CH-Pass endgültig los? Ich besitze das Teil seit meiner Geburt-meine Vorfahren waren schon als Mammutjäger auf dem Gebiet der heutigen CH dabei und da war noch einer später beim Rütlischwur als Platzanweiser tätig.Ich bin bereit, meinen Pass an einen “Secondo” (stehen ja Schlange an den Einbürgerungsschaltern..) oder an einen soo armen, traumatisierten “Flüchtling” abzugeben. Gegenleistung: Meine Gratis-Ausschaffung in eine garantiert muslim.-und christenfreie Zone.Vorschläge Nordthailand, Vietnam, Myanmar-da ist für solche wie mich nicht nur das meteorologische Klima besser. Sparpotenzial für CH-“Rechtsstaat”garantiert-denn ich bin “IV-Schmarotzer MIT…

  4. Eduard J. Belser sagt:

    Auch als Uralt-Linksgrüner bin ich dafür, dass kriminelle AusländerInnen möglichst konsequent aus unserem Land ausgeschafft werden. Aber als Demokrat bin ich dagegen, dass ein zentraler stein im Fundament unseres Rechtsstaates, die Gewaltentrennung, durch diese unsäglich schlitzohrige Durchsetzungsinitiative der SVP herausgebrochen wird. Deshalb habe ich NEIN gestimmt. Mit dem Herausbrechen von Fundamentsteinen aus dem Rechtsstaat hat auch die grosse Katastrophe begonnen, die 1933–1945 Europa und die Welt ins Elend stürzte. Leider lässt sich jener politische Terrorist, der uns ständig solche Initiativen einbrockt, nicht ausschaffen, da seine Vorfahren bereits 1861 eingebürgert wurden.

    • Ruedi sagt:

      Wenn sie zu schnell fahren, falsch parken, bei Rot über die Kreuzung blochen, gibt es auch keine Härtefall-Täter-Schutz-Klausel für sie. Sie werden zur Rechenschaft gezogen, die Bussen bezahlen, ihren Fahrausweis abgeben, ohne wenn und aber.

      Selbst dann nicht, wenn sie diese vergehen gemacht haben, um einen Schwerverletzten oder Hochsschwangere ins Spital gefahren haben und es dabei um Leben und Tod ging.

      Aber für Kriminelle Ausländische Wiederholungstäter, wollen sie die Hintertüre der Härtefall-Täterschutzklausel offen lassen.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nun ja, wenn Sie für die oben beschriebenen Vergehen zusätzlich zu ihrer Strafe noch ihre Familie, ihr Zuhause und ihren Job, also ihre ganze Existenz verlieren, während der Schweizer nur die Strafe annhemen muss, dann ist vielleicht eine Härtefallklausel angebracht. Nicht? Oder sollen wir Schweizer zusätzlich zum Urteil auch die Wohnung, die Familie und den Job wegnehmen? Im Land dürfte er ja bleiben.

        • Ruedi sagt:

          Wegen obigen Vergehen wird auch mit der DSI kein Ausländer ausgeschafft. Diese gilt nur für Kriminelle Wiederholungstäter oder schwere Delikte. Jedes Land der Welt schafft solche Leute aus, ist ganz normal.

          Wenn sie eine Aufenthaltbewilligung im Ausland bekommen wollen, müssen sie beweisen dass sie Finanziell selbst für den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie aufkommen können und einen sauberen Strafregister-Auszug haben. Sie müssen unterschreiben dass wenn sie das nicht mehr können, sie das Land freiwillig verlassen, oder ausgeschafft werden.

          Ausländer sollten in der Schweiz Gerechtigkeitshalber auch nicht mehr Rechte bekommen, wie umgekehrt Schweizer im Ausland – Logisch oder?

          • Réda El Arbi sagt:

            Öhm, Delikte über 300 Franken Deliktsumme.

            Und die Gleichheit vor dem Gesetz ist Makulatur, wenn sie als Schweizer für ein Vergehen 1500 Stutz Busse bekommen, als Secondo aber 1500 Stutz Busse, die Familie verlieren, den Job, die Wohnung, den Freundeskreis, kurz die ganze Existenz.

            Mal schnell darüber nachdenken. Kann übrigens auch ein Verkehrsdelikt sein, das aus Unachtsamkeit und nicht aus krimineller Energie verursacht wurde.

          • Ruedi sagt:

            Secondos können von ihren Eltern vor 18 Jahren erleichtert eingebürgert werden, das liegt in deren Verantwortung.

            Hatte in den 90er-Jahren einen Angestellten Secondo, in CH geboren, aufgewachsen. Da haben die Eltern leider verpasst den Sohn erleichtert Einzubürgern. Dieser wurde Heroinsüchtig, dann Beschaffungskriminell. Seine C Niederlassung wurde ihm nicht mehr erneuert, er musste in seine Heimat zurück.

            Ich fand es Hart, tat mir leid. Aber die Chancen in der Schweiz, wurden leider von den Eltern und dem Secondo verpasst – Selbstverantwortung?!

          • Réda El Arbi sagt:

            Eben: Zwei-Klassen-Justiz. Ein GEsetz für Schweizer, eins für AUsländer. Früher warens Deutsche und Juden.

          • tststs sagt:

            Hey Herr El Arbi, betrachten Sie’s mal so rum:
            Sollte DSI tatsächlich angenommen werden, dann muss ja quasi wieder Rechtsgleichheit geschaffen werden. Und ich sehe da nur eine Lösung: Die Schweiz kauft sich in der Südsee (oder ist das schon wieder Kuscheljustiz, also dämfall: in den Polarregionen) eine Insel, und alle Schweizer, die ein Verbrechen aus dem DSI-Deliktekatalog begehen, werden auf diese ausgeschafft!
            Dann können die Kneubühls und alkoholsiert fahrenden Politiker der Schweiz dort selber schauen, wie sie zurechtkommen, hauptsache sie liegen uns nicht mehr auf der Tasche!
            😉

  5. Claudia Billeter sagt:

    FDP-Präsident Philipp Müller hat wohl selber Angst als Vorbestrafter Raser ausgewiesen zu werden und bringt darum einige unwahre Argumente.

    • Kkalus Zapfer sagt:

      Hach, mal wieder so ein stumpfsinniger Kommentar. Wenn Sie schon behaupten, Müller hätte Unwahres gesagt, dann bitte führen Sie auch an was Sie denn als unwahr betrachten.

      • Jürg Lerch sagt:

        Frau Billeter, sind Sie sicher, dass Philipp Müller ein Ausländer ist? Ihre Art, einfach etwas in den Tag hinaus zu schwafeln, passt genau in den Rahmen der SVP. Zum Glück denken nicht alle so wie Sie und stimmen “Nein”.

  6. Sam sagt:

    Die MEI wurde mit 50,3 Prozent angenommen. Die 50,06 waren beim RTVG.

  7. Marco Hanhart sagt:

    Naja, ZH sollte eh ausgebürgert werden… samt Speckgürtel. Die Ticken eh alle anders als wir anderen Schweizer.
    Wir könnten ZH ja an DE abgeben und dafür Bayern reinholen, würd eh eher passen ^^

    • Albert Stackelbeck sagt:

      Ich habe Ja gestimmt und ich bin ZH,aber auch wenn ZH die DSI ablehnen sollte ist dies kein Albtraum weil die AI ja schon angenommen wurde.

    • geezer sagt:

      genau! und die solothurner tauschen wir gegen die südtiroler aus. und die luzerner gegen die savoyer. und die basler gegen die elsässer….obwohl: dieser austausch hat ja schon stattgefunden. und die bayern und weitere ihrer landsleute sind ja auch schon in zürich angekommen…….du warst wohl schon lange nicht mehr in der stadt, gäll?…:-)

    • Josef Marti sagt:

      Woher bekommen dann die Hinterwäldlerkantone dann aber ihr NFA Geld? von der EU?

  8. B. Suter sagt:

    Es ist wirklich sehr, sehr bedauerlich, dass die Stadt Zürich überall ausschert. NIcht alle ausserhalb der Stadtgrenze sind etwas komisch, sondern die Stadtzürcher? Schon mal einen Perspektivenwechsel überlegt, Herr Eppenberger? Weltoffene Stadtbürger – pha, das glauben die Zürcher nur von sich selber. Die negativen Folgen von der Bevölkerungsexplosion finden eben im Speckgürtel statt. Aber, man muss halt die Stadtgrenze zwischendurch überschreiten, um zu sehen und zu verstehen, was die komischen Leute, die Nicht-Städter, so den ganzen Tag umtreibt, total andere Schlussfolgerungen zu ziehen.

  9. Wo genau liegt denn das Problem mit dem Stadt-/Landgraben. Also ich habe jedenfalls keines damit. Eher scheint mir das ein logischer, resp. natürlicher Unterschied der Weltbilder und -Reflexion zu sein. Es soll doch auch Unterschiede geben, solange nicht in einigen Käffern (Wo es ja fast keine Ausländer gibt) über 90% für eine DSI wären.
    Problematischer ists für eine Nation wenn sich einzelne Regionen zu stark unterscheiden, wie zb. teilweise durch den Röstigraben, Ossi/Wessi usw…. Aber die Stadt/Land-Differenz gibts überall, in der Schweiz, in Europa (Südeuropa glaubs etwas weniger), aber auch in den USA, Russland uÄ…

  10. Hans Schmid sagt:

    Die Masseneinwanderungsinitiative verfolgt (ganz im Gegensatz zur DSI!) überhaupt keinen zweifelhaften Zweck. Sie will einzig, dass die Schweiz die Zuwanderung wieder selbst steuert – etwas was alle anderen Länder ausserhalb der EU auch tun – und somit eigentlich eine Selbstverständlichkeit!

  11. Simon Zlotec sagt:

    Ist doch wie im Strassenverkehr, grün ist gut, rot nervt. 🙂

  12. Leo Baumann sagt:

    ich finde das sehr beleidigend, der speckgürtel, die agglo profitiert von zürich. sicher, zürich hat die zentralste lage. aber ich denke menschen von altstetten (zürich) profitieren genauso von menschen in kilchberg (speckgürtel) wie umgekehrt. sieht man den lastenausgleich, so zahlt kilchberg in diesen ein, und die mit standortvorteilen begünstigte stadt nimmt geld davon, eine schande für meine heimatgemeinde stadt zürich, welche leider links regiert wird und deshalb geld von den umliegenden dörfern braucht. zudem finde ich, dass die menschen in kilchberg mindestens so modern, nach vorne schauend sind, wie diese in altstetten.

    • sepp z. sagt:

      wir könnten ja mal von allen menschen beim gemeindegrenzübertritt geld verlangen.
      das würde teuer werden für die kilchberger, die nach zürich zur arbeit pendeln und ihren lohn zu dumpingsteuersätzen im speckgürtel versteuern.

      • Nicolas Richard sagt:

        Wie viele Geschäfte in der Stadt würden wohl überleben ohne Arbeitnehmer und Konsumenten aus der Agglomeration? Die Stadt würde zum bedeutungslosen Dorf. Und wo verbringen die coolen Stadtzürcher ihre Wochenenden und Ferien, etwa auf dem Üetliberg?

      • Simon Zlotec sagt:

        Oder wir könnten rund um die Stadt eine Mauer bauen, dann ist das Übel bald behoben. Mal schauen was passiert wenn es kein frisches Futter gibt für die ganzen Hipster und Szenis. Dann ist aber bald “Walking dead” angesagt.

      • B. Suter sagt:

        Na nu, so einfach ist es schon nicht. Mit Ihrem Argument sind die Unternehmenssteuern, welche durch die Aktionäre und Mitarbeiter verantwortet werden, ebenfalls am Wohnort der Aktionäre und Mitarbeiter, also in ihrer Weltsicht in Kilchberg, zu verteilen. Dann wird es am Unternehmensstandort aber sehr, sehr ungemütlich. Die Aussengemeinden können zudem genauso Gebühren von jedem Lastwagen, der in die Stadt will, verlangen, schliesslich verstinken diese die Agglomeration ungebetenerweise! Genauso wird jeder städtische Flugpassagier, bevor er in Kloten das Flugzeug besteigt, mit einer saftigen Zusatzgebühr belegt. Man sieht, damit kommen wir nirgends hin, höchstens zurück ins MIttelalter.

      • Sacha Meier sagt:

        Als ehemaliger Staatsangestellter und überzeugter Etatist freut mich natürlich jeder Vorschlag, der Geld in die Staatskasse bringt. Allerdiengs ist ihre Idee gar nicht so abwegig. Sie war schon im Mittelalter unter dem Namen Strassen- und Brückenzoll bekannt – und heute nennt sich heute Road-Pricing. Das würde in der Tat den gutverdienenden Pendlern etwas Geld aus der Tasche ziehen und den gebeutelten Zentrumsgemeinden einen Zustupf liefern. Bleibt zu hoffen, dass ein cleverer Politiker das einmal so unauffällig einführen kann, dass dagegen kein Referendum ergriffen wird.

    • Adam Gretener sagt:

      Wir können gerne mal die Versteuerung am Arbeitsort einführen, dem Ort der Wertschöpfung. Dann sähen Regensberg, Wollerau oder Schleinikon aber extrem alt aus. Hombrechtikon müsste den Werkhof entlassen. Gesamthaft. Aber das Geld würden diese aus der Stadt pumpen müssen. Der Fredy von der Schreinerei darf eh nur noch Holz auf Brgeld beziehen. Haben Sie überhaupt eine Vorstellung, wie sehr der Kanton auf die Leistungen der Stadt angewiesen ist.

    • Peter Herzog sagt:

      Wäre Zürich rechts regiert, wären die Steuern günstig, dafür alles andere so teuer, dass sich 90% der SVP-Wähler (eigentlich aller menschen) die Stadt nicht mehr leisten könnte, Herr Baumann…

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