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Sportriese Puma jagt kleine Hunde

Réda El Arbi am Montag den 8. Februar 2016
Markenanwälte leben von kleinen Opfern.

Markenanwälte leben von kleinen Opfern.

Die Zürcher Anwaltskanzlei E. Blum & Co (est. 1878) jagt für das multinationale Sportunternehmen «Puma» die kleine Schweizer Firma Urwyler&Hostettler GmbH. Das Kleinstunternehmen soll das Logo des Sportriesen kopiert haben, wie die Markenanwälte behaupten. Die Markenrechte von «Puma» seien damit verletzt worden. Die angegriffene Marke «Made in Ermatingen» stellt Holzbrettchen her. Michael Urwyler ist der Chef, Reana Hostettler entwirft, Vater Andy unterstützt im Verkauf.

Hier das Logo:

Made-in-Ermatingen

Zur Erinnerung, so sieht das Logo von Puma aus:

Puma

Andy Hostettler und seine Freunde haben sich für ihr Logo für «Made in Ermatingen» übrigens vom HUND im Wappen der Gemeinde Ermatingen inspirieren lassen, nicht von Puma, wie man offensichtlich sehen kann (ich sagen nur «Zunge»):

Ermatingen_TG

Das ist den Anwälten aber egal. Sie schreiben:

Ausschnitt-brief

Nun, das wäre eine schöne David-gegen-Goliath-Geschichte: Grosser Sportkonzern gefährdet die Existenz einer Kleinstfirma vor dem Instititut für geistiges Eigentum. Nur, Grossfirmen wie Puma haben ganze Abteilungen, die sich mit PR und öffentlicher Wahrnehmung beschäftigen. Denen müsste sofort (oder spätestens nach diesem Blogpost und der weiteren Berichterstattung in den nächsten Tagen) klar sein, dass die Schweizer Konsumenten so ein Vorgehen nicht goutieren.

Jeder Schweizer Puma-Kunde wird nach der Lektüre seinen Schuhschrank öffnen und sich überlegen, ob er die Wildkatzen darin nicht zur Kastration zum Tierarzt bringen soll, damit diese gemeinen Viecher sich  nicht vermehren. Kurz: Der Imageschaden ist höher als der eingebildete Schutz der Marke. Schliesslich würden nicht mal Ray Charles oder Stevie Wonder die beiden Logos in irgendeiner Weise miteinander verwechseln. Also stellt sich die Frage: Cui bono? Wer verdient daran?

Nun, übliche Praxis  von Markenanwälten ist es, neu eingereichte Marken zu überprüfen und zu schauen, ob sich daraus irgendwie Geld verdienen lässt. Finden sie eine Marke, die sich so ausschlachten lässt, wenden Sie sich an den Inhaber der «verletzten» Markenrechte und kassieren ein nicht zu kleines Sümmchen, um die «Interessen» des neugewonnenen Klienten wahrzunehmen. Soweit das Geschäftsmodell.

Hier ging der Schuss aber nach hinten los. Nicht nur der Imageschaden für den Klienten ist bereits angerichtet, auch lässt mich die juristische Einschätzung der beiden Brands an der Sehkraft und an Urteilsfähigkeit der Anwälte zweifeln.  Sie kümmern sich nicht mal um die richtige Schreibweise des Namens des rechtlichen Gegners (siehe Artikelbild oben). Also ich würde denen sicher nicht den Auftrag geben, meine Markenrechte zu schützen. Trotz mehrmaligen Versuchen war der zuständige Anwalt heute Vormittag nicht erreichbar, um mir die Frage zu beantworten, ob die Kanzlei  mit dem Fall an «Puma» herantrat, oder ob die Initiative vom Sportartikelhersteller kam. Jänu.

Wie das Instititut für geistiges Eigentum entscheiden wird, ist unschwer vorauszusehen. Also «Puma» wird mit Geld und gutem Ruf bezahlen, «Made in Ermatingen» mit Geld und kaputten Nerven – und zum Schluss bleibt sich alles gleich.

Einzig die Markenanwälte haben einen guten Schnitt gemacht.

Hier noch die Korrespondenz zum Fall:

Beilagen-Korrespondenz-Puma

Brief-Puma

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37 Kommentare zu “Sportriese Puma jagt kleine Hunde”

  1. Ro To sagt:

    P einlicher U nfug M it A bmahnungen, kurz PUMA.

  2. sepp z. sagt:

    Das ist ja erst der Anfang einer laufenden rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Immer schön wirtschaftsliberal votieren, bis es dann mal einen selbst trifft. Und dann jammern, das Leben sei nicht fair.

  3. fridolin theo sagt:

    Markenanwälte aufgepasst! . . . sieht das Logo von Urwyler und Hostettler nicht irgendwie auch aus wie das von PEPSI und WWF? Und die Zunge vom Pumahund: ähnelt doch verdammt dem NIKE-Logo? Sofort klagen! Da kann man doch noch viiiel mehr Geld rausholen haha

  4. Andy Hostettler sagt:

    Sorry, hab 2 Mal fast dasselbe geschrieben, will Euch nicht damit langweilen, aber ich dachte, mein Kommentar vom heute morgen sei nicht erschienen. Wie auch immer … wir lassen uns nicht unterkriegen.

  5. Andy Hostettler sagt:

    Vielleicht ist das nicht aus den Unterlagen ersichtlich, aber die Anwaltskanzlei droht seit dem ersten Brief mit den Kosten, die vom Verlierer zu übernehmen sind, falls wir nicht einlenken. Und im Schreiben an die IGE sind die ersten 2’500 schon als Summe drin. Das sind 1800 Franken mehr als unser Gewinn im 1. Jahr. Sie verlangen nun die Löschung des Logos. Von Klassen ist keine Rede mehr. Ist auch in unserem Sinn, denn Urwyler&Hostettler macht zwar Holzprodukte. Unter der Marke “Made in Ermatingen” kann/soll in Zukunft alles angeboten werden können, was hier produziert wird. Wir lassen uns nicht einschränken, weil PUMA letztlich einfach falsch liegt. Es besteht keine Verwechslungsgefahr.

  6. Rolf Randegger sagt:

    “Schliesslich würden nicht mal Ray Charles oder Stevie Wonder die beiden Logos in irgendeiner Weise miteinander verwechseln.”
    Was soll dieser dumme Spruch? Er passt nicht mal logisch zum Text. Und was haben diese Blinden damit zu tun?

  7. sione sagt:

    man muss schon sehr viel fantasie haben um das hüpfende hündchen mit dem kräftig springenden puma in verbindung zu bringen. das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun, ausser schwarz auf weissem grund. wenn geistiges eigentum so weitläufig ist, darf überhaupt niemand mehr ein tier oder mensch in springendem einfarbigen zustand als logo brauchen, weil puma hat die rechte, welcher geist hat das wohl erfunden. wie ist es dann mit all den bären auf den diversen wappen oder den diversen restaurant Löwen, das hat bestimmt auch ein geist als erster erfunden.

  8. […] Sportartikelhersteller PUMA sieht laut einen Bericht des Tages Anzeiger durch die […]

  9. Andy sagt:

    Danke für die Kommentare. Wichtig zu wissen: Die Firma Urwyler&Hostettler ist eine Holzmanufaktur. Die Marke “Made in Ermatingen” verkauft zurzeit nur Holzartikel. Aber wieso soll das so bleiben. Schon ein Fankäppi für uns zu machen, oder ein Lederetui für ein besonders Brett, ein T-Shirt oder gar ein Pflegeset für unser Holz … das würde uns vor den Kadi bringen. Wir können uns durchaus vorstellen, andere Artikel unter der Marke “MdE” zu verkaufen. Sie müssen einfach aus Ermatingen stammen. Wie z.B. aus der Tricotfabrik Nägeli. Wir wollen uns nicht jetzt schon einschränken, nur weil PUMA eine Verwechslungsgefahr sieht. Und nur darum geht’s. Kann man die Logos verwechseln? Lieber…

  10. Nick Monsky sagt:

    Puma war mir bisher eigentlich sympathisch. Und ich dachte, Puma sei selbstsicher genug, ähnliche Logos zu dulden. Das scheint nun nicht der Fall zu sein, also gehe ich davon aus, Puma kann nur gegen ganz Kleine. Sonst hätte Puma schon lange den Kampf gegen “alte” Gegner wie Jaguar oder Slazenger aufgenommen.
    Nun ja, falls Puma vor Gericht sls Sieger gegen den kleinen Hund hervorgehen sollte, dann haben wir ja auch ein schönes Präjudiz für den Fall Salt. vs Salt Optics. Da ginge es dann wohl um echt viel Geld. (man vergleiche die Salt Logos 😉

  11. Pascal sagt:

    Nur ein Detail: Patentanwälte sind keine Anwälte. Patentanwalt kann man werden, ohne Jus studiert zu haben, schliesslich geht es eben nicht um die Vertretung von Kunden in rechtlichen Belangen (Strafrecht, usw.) sondern “nur” um Belange der Markenrechte.

    Patentanwälte überwachen wirklich die Register für Neueintragungen und es ist ein bekanntes Geschäftsmodell, kleine anzugreifen.

    Ich selber bin übrigens weder Patentanwalt noch Anwalt, sondern einfacher kfm. Angestellter 🙂

  12. marie sagt:

    vermute, dass es mittlerweile mehr juristen als floristInnen gibt. 😉 floristIn ist unattraktiv wegen der bezahlung und der arbeitsbedingungen. was aber daran attraktiv sein soll, juristisch einen berglöwen mit einem anderen zu vergleichen, erschliesst sich mir auch nicht. als biologIn/zoologin keine frage, da würde ich sogar zelten. aber juristische ergüsse über marken verfassen… ist das nicht langweilig und gar stumpfsinnig? v.a. wenn man die beiden berglöwen im artikel vergleicht?
    und überhaupt: hat man die berglöwen denn gefragt, ob sie für eine solche marke ihren körper herhalten wollen? letzten endes sollte das doch die gattung puma entschieden. eben: obsolete jur. korrespondenz.

    • marie sagt:

      @Urwyler&Hostettler GmbH

      …schreibt doch denen, dass ihre hauskatze “mephisto” oder “mutzli” vorbild für euer logo war/ist. und “meph” oder “mützer” hat nix dagegen – zumindest greift er nicht an, wenn man ihn laut und deutlich anspricht. das gilt als ok, bei (wild)katzen, soll die fa. puma doch die berglöwen mal genauso anfragen…

      • Andy sagt:

        Nun, es war letztlich der der Ermatinger Hund. Der hat dann wohl die Hauskatze gefressen. Danke aber für Deinen Tipp Marie.

  13. Anonymus sagt:

    Die Vollmacht hat Puma den bösen Markenanwälten bereits 2011 erteilt, was aus der angehängten Korrespondenz ersichtlich ist, und damit offenbar weit vor der hier strittigen Anmeldung. Wer lesen kann, ist im Vorteil. Die Idee, dass Markenanwälte die Register überwachen und dann an Klienten herantreten ist absurd.
    Wer Holzbrettchen verkauft, sollte eben keine Marke für Sportartikel anmelden. Da liegt der Fehler eindeutig bei (den Beratern von) Urwyler&Hostettler GmbH.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, natürlich haben die Anwälte das Register überwacht. Und sie werden stundenweise bezahlt, was die Entscheidung, wegen dieses Logos zu klagen, etwas verständlicher macht.

      Zudem dürften sie mit dem Hundelogo sogar Turnschuhe verkaufen, ohne Puma zu schädigen.

      Aber es ist immer wieder nett, zu sehen, wohin Gier führt. Auch bei den Comments.

      Anonymous ist übrigens niemand. IP-Adresse, kennsch?

      • Anonymous sagt:

        Natürlich wird das Register überwacht – im Auftrag und gegen Bezahlung des Klienten durch darauf spezialisierte Unternehmen, wie zb Thomson Reuters. Wie sollte ein global tätiges Unternehmen sonst seine Markenrechte überwachen? Die Anwälte schicken dann die Abmahnung. Aber die Behauptung, dass Anwälte ohne entsprechenden Auftrag die Register überwachen, um Arbeit zu generieren, ist falsch und durch das Datum der Vollmacht widerlegt. Du könntest auch zugeben, dass du das Business nicht verstehst.

        VPN, kennsch au?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun, offenbar missverstehen wir uns in der Berufsethik. Natürlich ist es ein Businessmodell. Steht ja im Post. Die Frage ist, ob sie eigenmächtig klagen können, ob sie das Ok des Klienten brauchen, ob sie die Fälle erst dem klienten antragen und dann handeln können. Natürlich verrechnen sie mehr Stunden, wenn sie aktiv werden, als wenn sie nur Monitoring betreiben. Right?

          Auf jedenfall ist es Kätzchen häuten, gegen die Kleinen vorgehen. Ein Drecksgeschäft. Kindern den Lolly klauen auf dem Pausenhof. Ein Drecksgeschäft.

  14. Dan Mettler sagt:

    Ein bisschen heftig auf die Tränendrüsen gedrückt.
    Schliesslich war der “Kleinstunternehmer” Andy Hostettler in seinem früheren Leben Inhaber und Geschäftsführer von Werbeagenturen. Er dürfte sich in Sachen Branding/Markenschutz also ziemlich gut auskennen.
    Auch die von diesen Agenturen betreuten Kunden McDonalds und Apple sind nicht dafür bekannt, besonders freundlich mit kleinen Firmen umzugehen, wenn sie glauben, ihre Marke wird verletzt.
    Aber wenn diese Story über eine Firma am Rande der Schweiz im Stadtblog zu Zürich erscheint, hat er seine kommunikativen Fähigkeiten noch nicht verloren.

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Story geht in erster Linie um die Praxis von Markenanwälten.

      Und die sind in Zürich.

      Und ich hab schon den einen oder anderen Anwalt beim Kommentieren ertappt. Das Geschäftsmodell schützt überhaupt nichts, es ist aber eine Goldgrube für Markenrechtler.

      • Moses Potter sagt:

        Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, aber die “Story” passt nicht irgendwie nicht zu den Fakten.

        – Es wird kein gutes kleines Unternehmen in der Existenz bedroht weil das gute kleine Unternehmen weiterhin genau gleich seinen Geschäften nachgehen kann wie vorher.

        – Es wird durch die bösen Markenanwälte und das böse internationalen Unternehmen auch keine Zahlung oder ein Schadenersatz verlangt.

        Insgesamt also kaum ein wirkliches Potential für eine gute Story wenn man die Fakten näher ansieht.

  15. Alain Wolf sagt:

    Vielleicht sollte die Gemeinde Ermatingen den Puma-Konzern verklagen …

  16. Moses Potter sagt:

    So schlimm finde ich das Vorgehen der Markenanwälte ja nicht. Sie wollen ja nicht die Verwendung des Logos verhindern. Es geht vielmehr um eine Klarstellung des Umfabgs der Anmeldung. Als Küchenbretthersteller brauchen die ja keine Marke für Kleidung und Lederwaren, oder? Puma scheint ja nur dies zu stören und nicht der Umstand, dass die heutigen Produkte unter dem heutigen Namen verkauft werden. Wo ist jetzt das Problem?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, nur schon, dass Puma sich um die Marke kümmert, die überhaupt nichts mit dem Logo zu tun hat, find ich fragwürdig.

      • Moses Potter sagt:

        Du sagst aber : “Grosser Sportkonzern gefährdet die Existenz einer Kleinstfirma”. Die können gemäss den Briefen ja weiterhin alle Ihre bisherigen Holzartikel verkaufen. Keine gefährdete Existenz also. Puma will ja einzig die Verwendubg auf Sportartikeln verhindern. Ich finde die Aufregung jetzt eher übertrieben. Ausser das Schweizer Unternehneb hatte vor Sportartikel zu verkaufen. Weisst du mehr dazu?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, die Anwaltskosten über die ganze Strecke gefährden sehr wohl die Existenzgrundlage des Unternehmens.

          • geezer sagt:

            @Potter: schon mal überlegt, wie viel zeit ein kleinunternehmer hat, sich mit solch sehr weit her geholten, idiotischen ‘anschuldigungen’ solcher anwälte herumzuschlagen? zeit, welche ihm dadurch in der produktion oder sonst wo fehlt. die prozesskosten wurden ja schon erwähnt. kurzum: solche aktionen dienen nur der beschäftigung von juristen.

          • Moses Potter sagt:

            Welche Anwaltskosten? Im Schreiben der Anwälte wird kein Kostenersatz verlangt. Oder hast du hier weitere Infos? Die blosse Abmahnubg kostet in der Schweiz – im Gegensatz zu DE – ja nichts. Wenn das Holzbrettunternehmen also keine Sportartikel herstellen wollte, dann sind die Kosten gleich null. Aber ich verstehe immer noch nicht wo du die Existenzgefährdubg siehst. Ev haben die dich ja einfach instrumentalisiert?

          • Réda El Arbi sagt:

            Die eigenen Anwälte …

          • Moses Potter sagt:

            Ein guter Markenanwalt kostet Chf 350 bis 550 pro Stunde. Mehr als 2h braucht es nicht und dann ist es ein Businessentscheid ob das Holzbrettunternehmen auch Sportartikel herstellen will. Wenn nicht, dann ist die Saghe erledigt. Keine Existenzgefährdung, weder wegen den Gegenanwälten, den eigenen Anwälten oder der Forderung von Puma. Das ganze ist in der Tat kaum der Rede wert. Oder wo siehst du denn konkret die Existenzgefährdung? Vielleicht übersehe ich ja etwas.

          • Réda El Arbi sagt:

            Und wenn das Unternehmen einmal Schuhe oder Kleider herstellen will?

            Es geht um den Grundsatz, dass keine Markenähnlichkeit besteht. Gibt man hier eine Markenähnlichkeit zu, übergibt man die Entscheidungsgewalt an Puma. Das rechtlich nicht zuzulassen, dauert mehr als 2 Stunden.

            Oder sollen Sie die Puma-Forderung anerkennen, auch wenn sie Unrecht ist, einfach um Anwaltskosten zu sparen?

        • Moses Potter sagt:

          Erstens wurde in dem Schreiben soweit ich sehe nicht verlangt, dass eine Markenähnlichkeit besteht.

          Zweitens kann es einem Holzbrettunernehmen egal sein, wenn es keine Sportartikel produzieren wird; das bedroht keine Existenz.

          Drittens bin ich einverstanden, dass das springende Katzenhundeviech auf einem Schneidebrett wohl kaum zu einer Verwechslung führen kann. Wenn das Tierchen dann aber ohne den Ring darum auf einem Sportschuh klebt, dann ist einzig die Sprungrichtung und die fehlende Zunge differenzierend. Sooooo weit weg ist das dann auch wieder nicht.

          • Réda El Arbi sagt:

            Und wenn es Sportartikel oder Kleider herstellen will in Zukunft?

            Was den Unterschied angeht: Ja, wenn es in die andere Richtung sprngt, andere Umrisse hat, keine Zunge mehr da ist, der Kreis wegfällt und es ein anderes Tier ist, dann sehe ich die Verwechslungsgefahr auch.

            Aber darum gehts nicht in erster Linie. Es geht um das Geschäftsmodell, im Namen grosser Firmen gegen kleine vorzugehen, wo wirklich keine Gefahr besteht. Das ist in meinen Augen moralisch ähnlich wie Wucher.

          • Moses Potter sagt:

            Die Existenz des Unternehmens hängt aber nicht von allfälligen zukünftigen Sportartikeln ab. Die Grundprämisse im Artikel ist demnach falsch.

            Auch dir Prämisse, dass ein großes Unternehmen nie gegen ein kleineres uNternehmen Vorgehen darf, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aus was leitest du das ab? Zudem ist es ja nicht ein Geschäftsmodell, sondern der Auftrag von Puma an die Markenanwälte. Ist die anwaltschaftliche Vertretung gegen Entgelt per es ein problematisches Geschäftsmodell?

  17. Petra sagt:

    Das sieht ja wohl ein Blinder, dass das Logo der Marke “Made in Ermatingen” in keiner Weise dem “Puma-Logo” gleicht. Geschweige denn einer Raubkatze…
    Brillen gibt’s übrigens bei Fielmann und links ist da, wo der Daumen rechts ist!

  18. geezer sagt:

    ich sag’s ja schon lange: es gibt viel zu viele unterbeschäftigte juristen in diesem land!!! die haben echt nichts gescheiteres zu tun, als sich um solchen absoluten mumpitz zu kümmern!

    nicht, dass es gar keine juristen braucht in unserem system: aber sie sollen sich um wesentliches kümmern und nicht um solchen (offensichtlichen) stuss. dadurch wird otto-normalunternehmer und -bürger das leben erschwert, ohne dass auch nur irgendwer irgendwie davon profitiert (ausser natürlich den juristen und ihre kanzleien, die für solchen schwachsinn lohn erhalten).

    gibts in der schweiz eigentlich schon einen numerus clausus für den studiengang rechtswissenschaft?

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