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Tipps für Flüchtlinge an der Street Parade

Réda El Arbi am Donnerstag den 14. Januar 2016
Wir helfen Flüchtlingen, unsere kulturellen Werte etwas besser zu verstehen: Street Parade

Wir helfen Flüchtlingen, unsere kulturellen Werte etwas besser zu verstehen: Street Parade

Luzern erarbeitet gerade für Flüchtlinge ein Merkblatt für sittliches Verhalten an der Luzerner Fasnacht. Natürlich wollen wir in Zürich dem in Nichts nachstehen. Da wir aber keine Fasnacht haben, werden wir den kulturfremden Flüchtlingen erklären, wie sie sich an der Street Parade zu verhalten haben. Das ist schliesslich auch nicht ganz einfach für Menschen aus einem weniger weltoffenen Kulturkreis, nicht? Hier die 8 wichtigsten Punkte:

Diskretion

Anstarren nur für Einheimische.

Anstarren nur für Einheimische.

Sie werden sehr viele Leute sehen, die wenig oder gar nichts anhaben. Nehmen Sie das nicht als eine Einladung, lange hinzustarren. Diese Leute wollen sich zwar zeigen, aber nicht Ihnen. Das Anstarren und Ansabbern ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Konversation

Sollten Sie die Einheimischen bei ihren rituellen Gesprächen ( «Yo ey, geili Titte!» oder «Mann, dich würd i abschläcke bis nass bisch!») beobachten, versuchen Sie nicht, diese zu imitieren. Die gleichen Worte könnten zu Verwirrung führen, wenn sie nicht in einem der gängigen europäischen Dialekte ausgesprochen werden. Die Reaktion darauf könnte anders ausfallen, als Sie erwarten, und Sie könnten sich schnell in Polizeigewahrsam wiederfinden. Konversationen dieser Art sind nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Alkohol und Drogen

Bitte zurückhaltend im Umgang mit Alkohol und Drogen.

Bitte zurückhaltend im Umgang mit Alkohol und Drogen.

Sollten ihrer Kultur die europäischen Grundwerte Alkohol und Drogen fremd sein, können Sie sich an diesem Anlass damit vertieft bekannt machen. Kosten Sie möglichst alles, aber kaufen Sie nur von einheimischen Anbietern. Und verkaufen Sie um Himmels Willen nichts weiter! Ausländer und Drogenhandel sind in der Schweiz ein heikles Thema!   Schauen Sie auch, dass Sie sich auch weiterhin beherrschen können. Die Feiernden fühlen sich durch alkoholisierte oder zugedröhnte Flüchtlinge schnell bedroht. Das Herumtorkeln ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Kleidung und Auftreten

Sie werden viele Menschen sehen, die ihre sonnengebräunte Haut zeigen. Verwechseln Sie diesen Farbton nicht mit ihrer eigenen, der Ethnie geschuldeten Hautfarbe. Da die Menschen oft hart für ihre Sonnenbräune arbeiten mussten, ist es den Einheimischen unangenehm, wenn Sie ihren gratis erhaltenen, dunklen Teint zeigen. Halten Sie sich an Ihre eigene Kultur und tragen Sie eine Burka, so ist Ihnen das Mitleid der Einheimischen sicher. Das Zeigen von Haut ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Die ruheplätze sind den Gästen mit europäischen Kulturhintergrund vorbehalten.

Die Ruheplätze sind den Gästen mit europäischem Kulturhintergrund vorbehalten.

Entspannen

Legen Sie sich nicht einfach irgendwo auf die Wiese. Das könnte bei Ihrer Herkunft als Landstreicherei oder «Herumgammeln» interpretiert werden. Wiesen, Strassenecken und Verkehrsinseln sind für diejenigen Raver reserviert, die sich vom harten Feiern und vom Drogenkonsum (Siehe Tipp 3) erholen müssen. Das Herumgammeln auf freien Flächen ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Hilfe leisten

Sollten Sie sich Sorgen machen, wenn Sie bei einem der ruhenden Feiernden keine Atmung mehr wahrnehmen können, halten Sie sich trotzdem von ihm/ihr fern! Hilfeleistung an bewusstlosen Halbnackten könnte sehr schnell falsch verstanden werden – und Sie könnten sich schnell in Polizeigewahrsam oder einem Hospital wiederfinden. Treten Sie drei Schritte zurück und rufen Sie nach der nächsten Bürgerwehr. Die haben sich der Hilfeleistung verpflichtet und sollten das Problem schnellstens lösen können. PS: Einheimische und Gäste aus dem umliegenden Europa sind meist zu stark mit Feiern beschäftigt, um Hilfe leisten zu können.

Tanzen

Der Sinn der Street Parade ist es, in einer riesigen Menschenmenge zu tanzen. Wir raten Ihnen jedoch davon ab. Sollten Sie trotzdem aus irgendeinem Grund in die tanzende Menge geraten, nehmen Sie beide Hände über den Kopf und verschränken Sie die Beine. Körperkontakt mit Ihnen könnte von den Anwesenden falsch verstanden werden und Sie könnten sich schnell in Polizeigewahrsam wiederfinden. Körperkontakt ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

Sanitäre Einrichtungen

Sie könnten beim Besuch der Street Parade auf den Gedanken kommen, dass Strassenecken und Hauseingänge in unserer Kultur Synonym für «Toiletten» sind. Das ist nicht so. Bitte vermeiden Sie es, sich den Gepflogenheiten anzupassen und Ihr Geschäft auf der Strasse zu verrichten. Solch eine Geste der Integration könnte von den Anwesenden falsch verstanden werden und Sie könnten sich schnell in Polizeigewahrsam wiederfinden. Sich öffentlich zu erleichtern  ist nur Einheimischen und den Gästen aus dem umliegenden Europa erlaubt. Die wissen naturgemäss, wie man sich in solchen Situationen verhält und haben sich durch ihr Konsumverhalten das Recht dazu erkauft.

So, solange Sie sich an unsere Sittlichkeitstipps halten, sollten Sie an der Street Parade nicht in Schwierigkeiten kommen. Viel Spass bei unserem Stadtfest!

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51 Kommentare zu “Tipps für Flüchtlinge an der Street Parade”

  1. Réda El Arbi sagt:

    Liebe Leser,

    die Kommentarfunktion wird hier geschlossen, da ich keine grosse Lust hab, mich weiter durch sexistischen und rassistischen Dreck zu lesen.

    Den normalen Kommentatoren steht die Möglichkeit beim nächsten Post wieder offen.

    Schönes Wochenende!

  2. sean sagt:

    switzerland s not europe, a completely different culture

  3. Peter Müller sagt:

    Ich meine, zwischen anstarren und fremde Frauen einzuzingeln und Finger in die Scheide einzuführen erkenne ich einen erheblichen Unterschied. Aus meiner Sicht zieht dieser Artikel das Geschehene und die Geschädigten ins Lächerliche. Ich habe normalerweise einen sehr offenen Zugang zu Humor, aber diesem Artikel kann ich in Anbetracht der Geschehnisse an Silvester in Köln wirklich gar nichts abgewinnen. Er überschreitet die Grenze des guten Geschmackes massiv.

    • Réda El Arbi sagt:

      Vielleicht, weil Sie den Unterschied nicht sehen, ob man sich über die Opfer lustig macht, oder über all die selbstgerechten Helden, die sich jetzt in die Brust werfen, aber vor Köln einen Dreck um sexuelle Übergriffe gekümmert haben.

  4. Rosmarie sagt:

    Und wissen Sie was das Schönste an dieser ganzen Sache ist: Es kommentieren nur Männer der einen “Kultur” mit oder über die Männer der anderen “Kultur”. Wo sind hier die Meinungen der betroffenen Frauen? Die trifft es ja. Ich finde es zum k***, wie sich Männer plötzlich für sie stark machen. Und gleichzeitig liest man in regelmässigen Abständen in der Tagespresse, wie wieder eine Frau in einem Streit umgebracht wurde. Wird hier thematisiert, wie Pornographie das “Bild” der F prägt, hier wie dort? Oder die Werbung? Oder diese unsäglichen Darstellungen der Frauenkörper in Shows (GNTM .).
    Schaut da ein Mann hin und hinterfragt das? Das ist ein Artikel wert! Aber den interessiert keinen…

    • Christa sagt:

      Rosmarie, ich stimme Ihnen voll und ganz zu!!! Ich dachte schon ich bin die einzige die so denkt.

  5. Tim Birke sagt:

    Beim Sächseläuten reicht leider auch pefektes Schweizerdeutsch mit Dialekt nicht, wenn sie aus umliegendem Europa kommen.

    Ich will diese Fälle nicht verharmlosen. Diese sind kriminell und die Polizei soll sich darum kümmern. Aber es ist keineswegs so, dass ich die Schweiz als Land mit einem modernen Frauenbild sehe. Auch kein Land der Heilligen. Ganz im Gegenteil.
    Aus eigener Erfahrung und Statistiken, welche wieder einmal auf den Titelblättern der hiesigen Zeitungen stehen sollten, ist der Schweizer mehr als verdächtig.

  6. Mhuber sagt:

    Herrlich! Danke dafür!

  7. Betty sagt:

    Haha, sehr geil!

  8. Max Herre sagt:

    Es gibt nur 1 Tipp für die Street Parade, und dieser gilt für alle. Während der Street Parade mach man einen grossen Bogen um Zürich.

    • geezer sagt:

      AMEN!!!

      ….oder man hört so laut handgemachte rockmusik, dass der bass und das einfältige nz nz nz nz übertönt werden..:-)

  9. sepp z. sagt:

    Habe schon gescheiteres gelesen.

    • Thomas Rieder sagt:

      Beim “Anstarren und Ansabbern” ist’s ja in Köln bekanntlich nicht geblieben. Weiter waren’s eben pikanterweise nicht primär “indigene Europäer”, die sich dort (trotz Alkohol und Drogen) unrühmlichst in Szene setzten. Wenngleich man dem Autor die Eigenerfahrung im Suchtbereich nicht absprechen kann, hätte ich als Journalist mit arabischen Wurzeln einen etwas differenzierteren Ansatz gewählt, um das Kapitel Köln abzuhandeln. Alternativ hätte ich vielleicht auch einfach geschwiegen. Insbesondere dann, wenn ich nichts Sinnstiftendes zum Thema zu berichten hätte.

      • Peter Fischer sagt:

        Schön geschrieben Herr Rieder und könnte treffender nicht sein.

      • adrian wehrli sagt:

        “Journalist mit arabischen Wurzeln” …. aha. Sippenhaft. Viel weiter als Afghanistan sind wir in dieser Beziehung in der Schwiez noch nicht, nur haben wir genug Anstand unsere Frauen zuhause zu verprügeln und nicht in der Öffentlichkeit.

    • Retep sagt:

      Aber sicher NIE von Réda El Arbi !!!

  10. Peter Fischer sagt:

    Mit Sarkasmus versuchen die tragischen Vorfälle zu verniedlichen ist dumm und gefährlich.

    • Réda El Arbi sagt:

      Welche Vorfälle? Die Millionen sexuellen Übergriffe jährlich in Europa, bei denen kein Schwein den Mund aufmacht? Oder die, bei denen sich ein Feindbild anbietet?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Wo gehen denn sonst noch Männer im Stile Kölns rudelweise auf Frauen los, Réda? Hast du mal den Polizeibericht gelesen? Den hat doch die Tagi-Redaktion kürzlich veröffentlicht! Nein, nein, obwohl dein Text technisch wieder einmal eine Perle ist- inhaltlich kann ich ihn nicht (ganz) teilen. Soll ich dir sagen, was mich ankotzt an dieser ganzen Kölnetc.-Debatte? Dass sie mittlerweile von allen Parteien und Interessensgruppen schamlos für eigene Zwecke instrumentalisiert wird! Dabei spielt es keine Rolle, wer sich welchem Lager, welcher Partei oder welcher Interessensgruppe zuordnet- von Links bis Rechts wird munter drauf los fabuliert, polemisiert, verküzt, relativiert und überspitzt

        • Réda El Arbi sagt:

          Ok, kurz zu Köln:

          Sexuelles Bedrängen gehört schon seit dem Mittelalter zu dem Tricks der Taschendiebe. Man nutzt Scham und Irritation aus, um das Opfer zu bestehlen. Die Technik stammt übrigens aus Europa, da sie in islamischen Ländern nicht funktioniert. Das kann dir jeder Fahnder der Stapo sagen.

          Jetzt noch zur Korelation zwischen Herkunft und Form der Kriminalität: Nach der Logik müsste ich von den 900 Nazi-Übergriffen auf Flüchtlingsheime auf die allgemeine Deutsche Kultur schliessen können, nicht?

          Was die Zahlen angeht: In der Statistik werden ganze Bevölkerungsgruppen und nicht Tätergruppen verglichen. So wird bei Schweizern der bis zu 20 Mal höhere Anteil an Säuglingen, Pflegebedürftigen, Frauen etc mitgezählt. Bereinigt auf Männer zwischen 15 und 55 sähe das Verhältnis dann etwas anders aus.

          • Marcel Zufferey sagt:

            Wenn wir schon beim Bereinigen sind: In Köln fanden sich am Bahnhof ca. 1’000 Personen ein, aus denen eine grob geschätzte Zahl von >100 Personen für die bislang >500 Strafanzeigen verantwortlich sind. Und nun ein kleiner Dreisatz: Wenn >100 männliche Personen, die aus dem nordafrikanischen- bzw. arabischen Raum stammen (O-Ton Kölner Polizei) >500 Strafanzeigen generieren, wie viele Strafanzeigen müsste dann der männliche Anteil an der Street-Parade theoretisch alljährlich generieren? Im letzteren Falle gehen wir mal von durchschnittlich 900’000 Besuchern aus, wovon wir den Anteil der Männer auf 50% oder 450’000 Personen (weiss, männlich, heterosexuell…) schätzen. Schönes Wochenende 😉

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja, wenn Sie mal berücksichtigen, dass über 400 Anzeigen in Köln erst nach massiver Presseberichterstattung eingingen, können sie sich die Dunkelziffer an der Street Parade ja ausrechnen.

            Apropos Kultur: Mal sehen, wie mitfühlend die Leute reagieren, wenn eine Frau sich an der Street Parade oder der Fasnacht sexuell bedrängt fühlt. Da meinen dann die jetzigen Fraienschützer schnell mal “Das gehört dazi” oder “Selber Schuld”.

      • Bird sagt:

        Welche Vorfälle? Feindbild? Über Silvester den Kopf im Sand gehabt? Und ehrlicher gesagt die Million übergriffe sind nach Abzug des “Feindbildes” zwar immer hoch aber massiv weniger.

  11. Fabian sagt:

    Reda kriegt von mir gratis-Drinks bis näachstes Jahr. Ach was. Nächstes Jahrtausend.

  12. Tobi sagt:

    Herrlich Reda, danke danke danke! Unserer selbstherrlichen “ach wir sind ja so voller Werte”-Masse den Spiegel voll in die Fr… Danke, so was von nötig!

  13. Marcel Zufferey sagt:

    Geiler Text! Ansonsten schliesse ich mich Maiko Laugun an: Er trifft den Nagel auf den Kopf!

    • Marcel Zufferey sagt:

      Ergänzend: Ich weiss nicht, ob Nacktheit wirklich Freiheit bedeutet. Da war mal ein gutes Interview mit dem slowenischen Philosophen Slavoj Žižek im Tagi, in dem er sowohl dem islamischen- als auch dem westlichen Kulturkreis eine Art von sexueller Obsession konstatiert, die sich in einem beiderseits problematischen Umgang mit der weiblichen Sexualität manifestiert. Insofern wären also die Burkaträgerinnen lediglich ein Negativabdruck (halb)nackter Teilnehmerinnen an der Street-Parade. Finde ich irgendwie noch schlüssig argumentiert.

      • Maiko Laugun sagt:

        Danke, auch für Ihren Text und das Zitat. Ich denke, dass dies ziemlich zutreffend ist, mit 2 extremen Auswüchsen in entgegengesetzter Richtung. Bleibt die Frage, ob der Mittelweg in anderen Kulturen/Religionen vielleicht der bessere ist?

        • Marcel Zufferey sagt:

          Thailand beispielsweise: Da gehören sämtliche Sexualitäten und Orientierungen zum Alltag, inkl. Beauty-Contests nur mit Transsexuellen, die sich grosser Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung erfreuen! Trotzdem laufen in Thailand die Menschen deswegen nicht halbnackt durch die Gegend, wie bei uns. Exhibitionismus hat meiner Ansicht nach nur sehr bedingt etwas mit Freiheit und Emanzipation zu tun. Aber sagen sie das z. B. einmal einer Slut-Walk-Feministin: Die kreischt sie umgehend hysterisch an..!

          • Maiko Laugun sagt:

            War schon 20 Jahre nicht mehr in Thailand. Nehme aber an, dass dies – abgesehen vom verruchten Bangkok – so ist, wie Sie es beschreiben und ich es in Erinnerung habe. Bei mir in China geht es noch immer sehr gesittet zu und her. Das hängt weniger mit Gesetzen zusammen. Es liegt mehr an der Kultur. Die Familie greift sofort ein, wenn ein Mitglied aus der Reihe tanzt. Es geht also auch so.
            Die Streetparade fordert Freiheit und das Recht auf nackte Provokation (Exhibitionismus ?) – und gleichzeitig auch das Recht auf Schutz vor Reaktionen. Das geht nicht. Ich wiederhole: Hoffentlich werden möglichst viele sexuell belästigt.

  14. Serge sagt:

    Ich finde gut, wie das el Arbi genial auf den Punkt bringt. Wenn man wirklich mal ganz genau hinschaut sind wir keinen Deut besser. Oktoberfest. Fasnacht. Stammtisch. Streetparade. Da sind die Frauen doch Freiwild. Der Unterschied ist nur, dass sich die Vorfälle eben nicht grad so wie in Köln zufälligerweise auf einen Moment konzentrieren. Und wir fallen nicht auf, weil wir keine Ausländer sind. Das die Moslems eine gewisse Verachtung verspüren kann ich verstehen. Die Kreuzzüge sind nicht vergessen. Und das Minarettverbot war nicht klug.

    • Thomas Rieder sagt:

      Dieser Wille zur Selbstgeisselung ist beeindruckend. Spannend ist, dass die uns aufgrund von Kreuzzügen und Minarettverbot verachtenden Muslime sich dann trotz allem scharenweise aus ihren gut funktionierenden Gesellschaften herauslösen und ins heidnische Europa migrieren.

  15. Maiko Laugun sagt:

    Zu meiner Zeit in Saudi Arabien besuchte ich jeweils das jährlich stattfindende Kulturfestival, mit beeindruckender arabischer Folklore-Musik.Akteure und Publikum (Familien mit Kindern) waren gemeinsam begeistert. Man fühlte sich in eine andere, zivilisierte Welt versetzt.

    An eine Streetparade hingegen gehen Vollidioten einer dekadenten und auf Staats-Schulden basierenden Konsum- u. Spassgesellschaft. Zivilisierte Immigranten/Flüchtlinge sollten das Recht haben, die nackten Neandertaler anzufassen und zu begrabschen. Die verdienen es schlicht nicht anders. Im Sinne einer erzieherischen Entwicklunghilfe und Zivilisierung einer kaputten Gesellschaft ist das sogar zwingend notwendig.

    • Alma Redzic sagt:

      Wieso sind Sie nicht in Saudi-Arabien geblieben? Sie haben sich vorzüglich angepasst.

      • Maiko Laugun sagt:

        Weil ich nun seit ein paar Jahren in China lebe. Da es wahrscheinlich kaum chinesische Flüchtlinge in der CH gibt, habe ich dem Thema angepasst eine andere persönliche Lebenserfahrung aus dem arabischen Raume eingefügt. Ansonsten hätte ich auch China nennen können. Das ist das gleiche. Und Ja, ich hätte kein Problem damit, wieder in einem arabischen Lande zu leben. Das würde einem jedem Dichte-Stress geplagten, welcher als Flucht davor und als Heilmittel ausgerechnet nackt in einer dicht gedrängten Menge namens Streetparade Trost sucht, auch mal gut tun.

    • Albert Baer sagt:

      Anfassen und begrabschen… ABER nur wenn es den “Erziehern” selber keinen Spass macht, denn sonst würden die ja selber konsumieren und Spass haben und nicht mehr erziehen, gell?
      😉

      • Maiko Laugun sagt:

        Wer sich als Lustobjekt hinstellt, soll auch als ein solches behandelt werden. Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo sie die natürlichen Hormonschübe der anderen bewusst herausfordert. Ist das so schwierig zu verstehen?

    • adrian wehrli sagt:

      Kaputte Gesellschaft … you made my day. In Saudi Arabien gelebt, nun in China und Sie sprechen von kaputter Gesellschaft? Ich bin froh wenn alle Spiesser in die Ping-Pong Volksrepublik Maostan auswandern, dann haben wir die an aunserer Streetparade nicht mehr unter den Gaffern.

  16. Marcel Liechti sagt:

    Es ist schon verwunderlich, wie gewisse Kreise sich mit Händen und Füsse dagegen wehren, anzuerkennen, dass eine kleine Anzahl von Flüchtlingen an Silvester eine verdammt miese Vorstellung abgegeben haben. Es wird alles versucht, dies zu relativieren und zu zeigen, dass Europäer sich genau so schlecht verhalten. Mag sein, aber in Köln und anderen Orten hat das eine ganz andere Dimension angenommen. Das einfach unter den Tisch zu kehren und zu sagen, das machen andere auch, ist genau so dumm wie der Ruf der SVP, die Grenzen für Flüchtlinge zu schliessen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Es ist schon schwierig, nicht von diesem weniger als 1 Prozent der nach Europa geflüchteten Mitgliedern einer Ethnie auf deren Kultur zu schliessen. Natürlich waren das Verbrecher.

      Aber ich schliesse auch nicht von den Typen, die 2016 über 900 Mal Flüchtlingsheime angegriffen haben, auf die Deutschen an sich. Das wäre doch total dämlich, oder?

      Was mich aber kotzen lässt, sind aber die Typen, die an der Fasnacht besoffen der Servierkraft unter den Rock fassen, in Thailand Sex-Urlaub machen und jetzt, am Stammtisch, “unsere Frauen” vor “denen” beschützen wollen.

      • Andreas sagt:

        100% Einverstaendnis mit der Beurteilung der von Ihnen beschriebenen Personenklasse. Nichtsdestotrotz gilt, dass die sog. Fluechtlinge ueberwiegend Kulturkreisen entstammen, in denen Frauen nach unserem Massstab nichts Wert sind. Weiter gilt auch, dass kein Konzept existiert, welches die entsprechenden Vorstellungen umzupolen in der Lage ist. Die Summe dieser beiden Tatsachen ist also: Einwanderer aus “problematischen” Kulturkreisen stellen sehr wohl ein Risiko dar und mit diesem Hinterganken ist die Debatte auch zu fuehren!

        • lalala sagt:

          etwas einfach gedacht: bomben sie doch das haus ihres nachbarn in die steinzeit und sagen sie ihm, dass sie erst aufhören, wenn er ihre “werte” übernimmt, weil seine minderwertig seien, zudem habe er sich nicht weiter entwickelt (wie sollte er das tun unter dauerbeschuss???), aber in der zwischenzeit sei er jederzeit bei ihnen willkommen (“liebe flüchtlinge – kommt zu uns”), wenn er für sie arbeitet und für sie kinder zeugt (weil sie ihre zeugungsfähigkeit verloren haben – was sie ihm nicht sagen). dabei weiss er, dass es ihnen bspw. um die rohstoffe in seinem haus geht, damit sie sich “entwickeln” können (was sie nicht sagen), d.h.: dass die reichen reicher werden und die massen…

          • adrian wehrli sagt:

            Der Wolle-Bast-Oekokommentar hat noch gefehlt. Ich bin sicher wir im Westen sind auch Schuld dass die Sonne im Osten aufgeht und dass die Banane krumme ist. Jessesneiaberau

        • Alex Kramer sagt:

          “…Frauen nach unserem Maßstab nichts Wert sind…”
          Wertvorstellungen. Die treffenden Bilder geben den Rest dazu.
          Kann man sich im Sinne des Artikels auf der Zunge (oder sonstwo) zergehen lassen.

        • mikezh sagt:

          aja? ich kenne da einen Kanton in der Schweiz, dem musste das Frauenstimmrecht aufgezwungen werden zu Zeiten als in muslimischen Ländern (nicht allen) Frauen an der Macht waren (Indonesien zum Beispiel, dem bevölkerungsreichsten islamischen Staatsgebiet, wohbemerkt). Soviel zu “problematischen Kulturkreisen” und solchem Werte- Quark. Und sind es nun Flüchtlinge oder sog. Flüchtlinge, die dir Probleme machen? Und dürfen deutsche Einwanderer an der Streetparade und auf dem Bauschänzli mehr grabschen als Syrier, weil sie “unserer” Werte vertreten? Wo liegt denn da das Risiko?

    • Beat Schweizer sagt:

      Sprechen Sie von den 1000 Schweizern, welche sich im Ausland systematisch und koordiniert an Frauen vergehen und diese auch noch ausrauben? Oder von welcher Dimension sprechen wir hier?

      • Réda El Arbi sagt:

        Vielleicht von den Millionen Übergriffen jährlich in Europa, für die sich kein Schwein interessiert, und die zu einen grossen Teil im familière Umfeld geschehen. Jede 3. Frau war schon sexueller Gewählt ausgesetzt. Und das waren nicht die Flüchtlinge.

        • Beat Schweizer sagt:

          Sie wiederholen sich: Diese Übergriffe passieren nicht konzentriert an einem Ort und zur gleichen Zeit. Sie vergleichen hier Dinge, die Sie nicht vergleichen sollten: Ein Ereignis, welches an einem Ort zu einem Zeitpunkt stattfindet – und eine Tatsache, welche auf einem ganzen Kontinent innerhalb eines Jahres passiert und somit zahlenmässig viel grösser ist.
          Ich finde Ihre Artikel und Argumentationen meist exzellent – aber in diesem Fall betreiben Sie Manipulation statistischer Werte.
          Wenn wir die Übergriffe in Köln auf die Fläche Europas und den Zeitraum eines Jahres hochrechnen, wären die Millionen Übergriffe in Europe nur noch eine Nachkommazahl verglichen mit Köln.

        • Miguel sagt:

          Vielleicht nicht Flüchtlinge, aber mehrheitlich Ausländer: Artikel im tagesAnzeiger: Ausländer begehen vor allem schwere Delikte.
          Es muss schon anstrengend sein, solche Tatsachen zu ignorieren..aber das beherrschen die Linken perfekt.
          Wie mich das ankotzt, wie von Linker Seite diese Fakten verniedlicht werden und penetrant darauf hingewiesen wird, dass wir “Europäer” , Schweizer auch so sind.

          • marie sagt:

            und gestern das thema süffsanz im bund/tagi?.
            mir ist der artikel sauer aufgestossen nicht wegen dem thema süffisanz, die auf beiden seiten sehr ausgeprägt ist. sondern weil die frage nicht gestellt wird, wie süffisanz bei diesem thema entsteht. die ursachen sind u.a. ängste/bedrohungen. aber:
            konkrete (berechtigte) ängste/bedrohungen: da bin ich als linke sogar teilweise mit hardcore svp-wählern einig. da sind fruchtbare diskussionen möglich.
            diffuse (ungerechtfertigete) ängste/bedrohungen: dafür sind weder staat, noch parteien, noch pol. gegner zuständig. da entstehen grundsätzlich immer nur fronten, und keine diskussionen, cui bono? das kotzt mich dann an.

            @réda:
            hab gut gelacht!

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