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«Du Tubel!» – Aktion gegen Fremdenfeinde

Réda El Arbi am Freitag den 18. September 2015

Während in Deutschland die «Aktion Arschloch» den alten Anti-Nazi-Song «Schrei nach Liebe» von den Ärzten wieder auf den Platz 1 der Hitparade brachte, um ein Zeichen gegen die grassierende Fremdenfeindlichkeit zu setzen, zielt das Schweizer Pendant dieses Engagements, die «Aktion Tubel Trophy», eher auf die Fremdenfeinde am Stammtisch, die «Ich bin ja kein Rassist, aber ..»- Fraktion.

Seit 23 Jahren kann man jedem dieser «Eigentlich nicht»-Rassisten den Song «Tubel Trophy»  der Zürcher Kultband Baby Jail schenken. Pointiert und ein wenig böse bringt der Text den unterschwelligen Rassismus gewisser Schweizer auf den Punkt und gibt eine Empfehlung, wie denn mit den Stammtischtätern zu verfahren sei.

Die «Aktion Tubel Trophy» will den Song nun in der Schweiz auf Platz 1 bringen, Unterstütung bekommen sie da von Radio Zürisee, die den Song wieder in die tägliche Playlist aufgenommen haben. Inzwischen hat die Facebook-Seite von «Aktion Tubel Trophy» bereits über 1000 Likes und wächst stetig. Und geklickt wird nicht nur von der Linksaussen-Antifa, sondern von allen Schweizern, die sich nicht mit dem tumben, fremdenängstlichen Mob in einen Topf werfen lassen wollen. Damals, 1992, wurde der Song hauptsächlich vom Staatsradio DRS 3 gespielt. Zu kontrovers für werbeabhängige Sender. Heute kann ihn  jeder Sender ohne Probleme spielen.

«Damals, 1991, waren zum ersten Mal Nazis am 1. August auf dem Rütli. Das machte mich wütend. Ich wollte aber nicht nur einen weiteren Anti-Nazi-Song schreiben, sondern einen, der auch den unterschwelligen Stammtischrassismus thematisiert, und das auf eine witzige Art, die nicht nur Punks anspricht», erinnert sich Boni Koller, Texter und Leadsänger von Baby Jail. «Um antifaschistisch und antirassistisch zu sein, braucht man nicht mehr, als in der Schule aufzupassen. Spätestens nach der sechsten Klasse sollte einem das klar sein.»

Boni Koller und Baby Jail sind übrigens nicht die Urheber der Aktion. Die Leute, die hinter der Aktion stehen, hätten sich erst vor ein paar Tagen mit ihnen in Verbindung gesetzt. «Natürlich haben wir gleich die Rechte freigegeben und werden die Tantiemen spenden.» Boni freut sich über die Aktion. Es sei eine kleines Zeichen, dass die Idioten nicht die Mehrheit ausmachten. «Es ist nur schade, dass wir die Leute nicht mit einem Konzert unterstützen können, aber Baby Jail gibts zur Zeit nicht. Wir machen aus privaten Gründen erst nächstes Jahr wieder weiter.»

Für 1.50 kann man den Song bei hier  herunterladen und so die Aktion unterstützen.

Hier der Songtext:

Tubel Trophy

Tubel

Es isch emal en Tubel gsi, e richtig miesi Fläsche
dä hät gmein, e helli Huut, das seg e Frag vom Wäsche
Er hät gmeint bim Metzger wachsed d Cervelats im Garte
und überall wo d Sunne schini gäbs e Glacécharte
Er hät dänkt er heg es Rächt uf Sicherheit für immer
hät sich vorgstellt, s Mami butzi s Läbe lang sis Zimmer

Es isch emal en Tubel gsi, dä isch am Stammtisch gsässe
Er hät gseit: Wär schaffe will, dä hät au öpis z Frässe
Er hät grüeft: Es isch e Schand, es isch e Katstrophe
Wànnt en Chällner bruchsch dann chunnter grad mit sine Goofe
Er hät blödi Witz gmacht über d Neger und die Schwule
Er hät gseit: Ich zahl doch nöd no Schtüre für di Fuule

Es isch emal en Tubel gsi, dä hät e Rundi Bier zahlt
und dänn handsem gseit, es gäb en Wettbewerb im Urwald
En Monet überläbe, ohni Bank und ohni Uswiis
Nachhär dänn es Fäscht und no Zwei Kilo Gold als Hauptpriis
Si händem s Heftli zeiget mitem grosse Inserat
Deet isch ganz genau beschribe gsi, um was es gaht

Es isch emal en Tubel gsi, und e Beiz voll Psoffni
All händ gschroue: Tubel, mach doch mit di däre Trophy
Er isch uf de Tisch ue gschtige, schtolz und ganz eleige
Er hät grüeft: Ja däne Affe gangis scho go zeige!
Er hät no es Bier pschtellt, und me hät en ghöre säge
Er seg au im Urwald jedem Neger überläge

Es isch emal en Tubel gsi, dä isch im Flugzüüg gschtartet
Und woner glandet isch, da hät sis Team scho ufen gwartet
Er isch fasch wienen König ine grosses Auto gschtige
Sini Hälfer händem Proviant in Rucksack pige
Tagelang sinds gfahre, bis as Ändi vo de Wält
Und dändsen deetglah, ohni Pass und ohni Gält

Es isch emal en Tubel gsi, dä isch am Bode kroche
S hätem öper s letschte grosse Abentüür verschproche
Er isch dräckig und elei im Dschungel umegloffe
ändlich hätter imne Dorf es paar Soldate troffe
Er hät grüeft: Jetz wili hei, so öpis isch kän Gschpass meh
Aber die Soldate händ nur gseit: Mir wänd de Pass gseh

Es isch emal en Tubel gsi, en zäche und en gsunde
Dä isch irgendwo, wiit furt vo da, im Dräck verschwunde
Er hät nie begriffe, dass dä Wettbewerb, dä grossi
nume isch erfunde worde, zumen Tubel los si
Dihei i sinere Beiz, deet händsen zimmli schnäll vergässe
Und uf sim Platz isch scho glii en neue Tubel gsässe
Die Tubel-Trophy hät nöd nur zum Gschpass eso vill Schtrophe

Jede Tubel sölls begriiffe, und au d Philosophe
All ihr Tuble wo mit eune Tubel Schprüch husiered
All ihr Tuble, ihr wo jedem Tubel naamarschiered
Schtönd emal i d Schiisi, und am Griff wos hät deet ziehnder
Wänn ihr nüme da sind, dänn vermisst eu nämmli niemer

Hier noch der Ärzte-Song «Schrei nach Liebe»

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70 Kommentare zu “«Du Tubel!» – Aktion gegen Fremdenfeinde”

  1. Jeanpierre sagt:

    Mein Lieblingsartikel zu dieser Thematik
    ‘Berichterstatter als Stimmungsmacher’
    oder wie Journis meinen, sie müssen den Lesern ihre Denk- und Sichtweise aufzwingen.
    http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/berichterstatter-als-stimmungsmacher-1.18615593

    • Réda El Arbi sagt:

      Sorry, “aufzwingen” funktioniert nur bei Idioten. Leuten, die man verhetzen kann, z. B.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Den Artikel wollte ich jetzt auch gerade hier verlinken: Etwas vom Besten, was ich zum aktuellen Zustand des Journalismus in letzter Zeit gelesen habe! Wobei die deutsche Presselandschaft in der Tat ganz eigenen Gesetzen zu gehorchen scheint. Worin das “Aufzwingen” bestehen soll, erschliesst sich mir allerdings nicht. Und auf wen es sich beziehen soll, ebenfalls nicht.

      Der “Expertenkreis Stiftungen und Qualitätsjournalismus im Bundesverband deutscher Stiftungen” will sich jetzt für mehr Qualitätsjournalismus einsetzen:

      http://www.stiftungen.org/uploads/tx_leonhardtdyncontent/downloads/Aufruf_Qualitatsjournalismus_final.pdf

      Auszüge:

      “(…) Redaktionen und ihr Publikum kommunizieren in Echtzeit und auf Augenhöhe miteinander. Das Publikum ernst zu nehmen und teilhaben zu lassen, wirkt dem Vertrauensverlust entgegen. Recherchen transparent zu machen, Quellen offenzulegen und die eigene Berichterstattung kritisch zu reflektieren, schafft ebenfalls Vertrauen.

      Vertrauensmangel adressieren und Wertschätzung erhöhen: Es mehren sich die Anzeichen, dass Bürgerinnen und Bürger journalistischen Angeboten pauschal misstrauen („Lügenpresse“).”

      Klingt doch gut, oder? Mit dabei sind u. a. die VolkswagenStiftung, die Konrad‐Adenauer‐Stiftung, 
      die ZEIT‐Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie WWF Deutschland! Mehr Vielfalt und weniger Einfalt- dagegen ist doch nichts einzuwenden!

  2. Hannibal Barkas sagt:

    Sie als langjähriger Heroin-Konsument haben zu Krieg und Instabilität in dieser Region ebenso viel oder durch dieses spezifische Konsumverhalten sogar mehr beigetragen wie jeder andere. Ob man jetzt Baby Jail hört oder sich ein Hakenkreuz ins Brusthaar rasiert, macht für die Lebensumstände der Leute in der Region keinen Unterschied. Welche Produkte man allerdings konsumiert bzw. nicht konsumiert hingegen schon.

    • Réda El Arbi sagt:

      Als Heroinkonsument habe ich den Bauern dort ein Auskommen ermöglicht und zum Bruttosozialprodukt der Gegend beigetragen. Wenn Sie schon auf der Schiene kommen, schauen Sie doch bitte, dass ihre Argumentationslogik nicht hanebüchern ist.

      Und die Nazis sind keine Gefahr für die Gegend. Sie sind eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Und nicht einmal das wirklich. Die unterschwelligen Stammtischrassisten und die Rationalisierer von menschlichem Leid sind da die grösseren A******cher

      • Hannibal Barkas sagt:

        Ich habe das in keiner Weise despektierlich gemeint. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Musikgeschmack absolut irrelevant für eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse ist, glücklicherweise genauso irrelevant wie der Stammtischrassismus. Was allerdings durchaus einen Unterschied macht, ist das eigene Konsumverhalten. Der Grund für die desaströse Einmischung der Grossmächte in diesem Gebiet lässt sich auf die beiden Faktoren Opium und Erdöl zurückführen. Wäre Europa nicht seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten (der erste Opiumkrieg fand von 1839 bis 1842 statt) in gefährlicher Abhängigkeit dieser Ressourcen, hätte sich die Region vielleicht eigenständig entwickeln können. Dass sich das Gefühl der Mitverantwortung und der Notwendigkeit eines gemeinsamen sozialen Engagements auf den Kauf eines Liedes beschränkt, ist allerdings für die gegenwärtige Situation bezeichnender, als es das Lied selbst je sein könnte.

        • Hannibal Barkas sagt:

          Nach welchen Kriterien werden hier eigentlich Beiträge zensiert oder veröffentlicht? Geht es darum, was die Öffentlichkeit nicht hören soll oder was du nicht hören willst? Bruder, das hier ist nur für dich bestimmt; hör auf, deine Beiträge so zu frisieren, dass sie möglichst viele Leser anziehen, sie werden so mit Sicherheit belanglos. Schreib das, was du nicht schreiben willst, was dir Unbehagen bereitet. Die Heroinbeichte war ein guter Anfang. Statt dieses Pseudo-P.C.-mit dem Strom-Geschreibsel mitzumachen, könntest du der Erste sein, der sagt: “Wenn ich ehrlich bin, ist mir das Schicksal der Leute ausserhalb meines unmittelbaren Lebensbereichs wirklich scheissegal.” Das wäre ehrlich und ein Anfang. Bernie Sanders, Substanz, neue, ehrliche Welle, remember remember the 5th of november, Abraxas. Erweise dich deiner Position würdig, tritt heraus aus dem Schatten der Belanglosigkeit. Du hast die einmalige Möglichkeit, etwas Bedeutungsvolles anzukurbeln. Du hast Millionen Legionen hinter dir.

          • Réda El Arbi sagt:

            Du bist so ein Dummschwätzer. Siehst dich selbst als Rebell, denkst du würdest was Spezielles sein. Du scheinst nicht mal genug originell zu sein, um dir einen eigenen Gedanken zu machen und füllst dein Hirn mit Popkultur und Hollywood – und machst dir vor, du seist autonom.

            Denkst du, man mache sich nicht zur Zielscheibe, wenn man Menschlichkeit predigt? Sowohl die Rechten wie auch die libertären Pseudoanarchisten, die keinen Tag ohne die Konsumgesellschaft auskommen, denken, sie müssten mir Weichheit vorwerfen.

            Du weisst weder, um was ich mich sorge, noch was ich ausserhalb dieses Blogs tue. Also, kritzel lieber weiter “Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom” und anderes Zeugs, das ich mit 12 geil fand, auf irgendwelche Klowände. Aber komm nicht zu mir und versuch mir mein Leben zu erklären. Right?

          • adam gretener sagt:

            HB: Was laberst Du für eine Scheisse? Wieso zitierst Du nicht gleich auch noch Matrix? Oder Mad Max? Oder auch noch The Big Lebowski? Du glaubst, Du seist ein kleiner Konter-Revolutionär, aber in DIr drin ist einfach nichts. Leere. Du suchst Dir deine Weisheiten aus ‘subversiven’ Blogs zusammen, die sprechen ja die Wahrheit, wetterst gegen den angeblichen Mainstream, merkst aber gleichzeitig nicht, dass Du ein ganz kleiner Fisch bist, welcher im Netz zappelt.

            Wo ist eigentlich Frau Feldmaus, die mich stoppt?

  3. kurt sagt:

    fast sind fremdenfeinde, ihr kulturhegemonen?
    ist jemand, der kritisch gegenüber der globalisierung und ihren aspekten ist, ein fremdenfeind?

    • Réda El Arbi sagt:

      Wenn das bedeutet, Flüchtlinge anzuwerten, zu verleugnen (Wirtschaftsflüchtlinge) und sie draussen verrecken zu lassen? Jep.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        “globalisierung” bedeutet nichts anderes als “ausbeutung”. und nachher hat man ein schlechtes gewissen und spendet no äs bizeli für die flüchtlinge. die alte “arm-reich” debatte eben. solidarität rührt bei uns aus mitleid. und nicht aus gerechtigkeit. vielleicht sollten sich die menschen, die so vorbehaltlos nur gutes tun wollen, sich dies mal zu gemüte führen. weil. der schaden ist schon lange angerichtet. das einzige, was ich meinungen wie der von herrn el arbi ankreide ist, dass sie kurzsichtig sind.

  4. Heidi Guggisberg sagt:

    Es ist diskriminierend, wie diskriminierend die sogenannten “Gutmenschen” kritische Beobachter der aktuellen Einwanderungssituation abgrenzen, abwerten, alle in einen Topf werfen und nicht akzeptieren. Im Gegenzug sind die vielen kritischen Beobachter der Einwanderungssituation herzlich eingestellt gegenüber Einwanderer, sie wollen aber die aktuelle Situation nicht einfach so akzeptieren, weil sie eben DENKEN. Denken kann man mit dem Gehirn. Das Gehirn befindet sich im Kopf. Es ist am besten, wenn man ab und zu auch mal alleine und selbständig !!!

    • Lukas sagt:

      Die Schweiz hält sich doch aus dem Kreis der Hilfsbereiten raus. Es sind nur die Ängstlichen, die sich vor den mitverursachten Problemen der Welt empathielos verschliessen und daher auch nicht selbst mithelfen, wie es andere Staaten vorbildlich tun.

  5. Albi Funk sagt:

    Ich finde es super, wie die Gutmenschen für die Flüchtlinge weinen und frustrierte Leute, die das Asyltheater zum kotzen finden, jetzt SVP wählen!

    • adam gretener sagt:

      Super, dass der originale Protagonist auch noch auftaucht.

    • Heidi Guggisberg sagt:

      @Albi Funk: Naja, hat was. Von ganz links, rutsche ich zu Ecopop und ganz rechts zur SVP. Ich werde Ecopop und SVP wählen.

      • Lukas sagt:

        Dann warst Du nie wirklich links und dort intellektuell reflektiert.

        • Albi Funk sagt:

          Ja, die meisten Leute, die intellektuell reflektieren, fallen in eine geistige Umnachtung und verdrängen die Realität.

          • Lukas sagt:

            Nein sie verstehen die komplexeren Probleme, anstatt immer nur auf Vorschulniveau populistisch reflexhaft an der Oberfläche zu kratzen.

        • KMS a PR sagt:

          äh. “links und intellektuell reflektiert.” sind das die, welche mit büchern, anstelle mit ziegeln schmeissen?

      • Heidi Guggisberg sagt:

        Meinungsänderung hierzu. Ecopop wähle ich. 100%. Bezüglich SVP bin Schimmer wie unsicherer. Die Masseneinwanderungsinitiative war ein Schnellschuss, damit die Ecopop-Initiative auf keinen Fall eine Chance hatte. Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative wird dahingezogen und die Richtlinien darin sind sowieso gar nicht gesetzt. Ist so gut wie nichts. Ich staune, wie hingegen andere, einzelne Initiativen rasant schnell umgesetzt werden und es gebe sogar angenommene Initiativen, die gar nie umgesetzt worden sind. Naja, ich wähle trotzdem. Wie gesagt ganz klar: ECOPOP!

        • Bea sagt:

          Manche Menschen erleuchtet auch die Aufklärung nicht, das ist eben Demokratie. Sind ecopop, svp und Tubel nicht einfach nur Synonyme? 🙂

      • Heidi Guggisberg sagt:

        @Lukas: Intellektuell? Hm, es war wohl damals schon eher das Herz, mein Weltverbessungsdrang, meine Rebellion, mein Tatendrang, meine Liebe zur Natur und den Tieren, mein Unverständnis über Kriege…
        @ Albi Funk: Genau. Geistige Umnachtung. Wieder gut beobachtet, wie ein Teil unserer Gesellschaft funktioniert.

  6. tsts sagt:

    das mit dem text aufführen ist unnötig: den kann ich denks auswendig. seit 1993.

    • Lichtblau sagt:

      Ich auch – und zwar deshalb, weil die Reime einfach perfekt sind. Eine ganz grosse Ausnahme.

  7. Marius sagt:

    Soso eine Kultband soll das sein. Die spielten in ihrer “Blütezeit” vor ein paar Dutzend Nasen und waren völlig belanglos. Weil DRS 3 dann diesen Song spielte, wurde der ein wenig bekannt. Eine drittklassige Schrammel-Rock-Band, mehr nicht. In den 70ern und 80ern gab es in der Schweiz ein paar recht gute Punkbands, Baby Jail gehörten nicht dazu, war weder Fisch noch Vogel.

    • Tobi sagt:

      Gähn…

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, nach ihrer Definition wäre Miley Cyrus Kult.

      Und ehrlich, Stadtzürcher in meinem Alter bestimmen selbst für sich, was sie Kult finden. Das machen nicht die Playlists.

      • Marius sagt:

        Richtig, man bestimmt selbst. Die meisten Stadtzürcher haben noch nie von Baby Jail gehört. Die Band war mal mehr oder weniger Kult bei DRS 3 und ein paar Links-Alternativen. Miley Cyrus hat einen gewissen Unterhaltungswert find ich, amerikanisches Marketing und Bubblegum-Pop, niemand der noch bei Trost ist, nimmt das ernst. Das Wort Kult wird heutzutage für alles und jedes benutzt was man gut findet, mittlerweile eigentlich ausgelutscht. Es werden sich hier wahrscheinlich noch eine Handvoll alte Fans melden, die Baby Jail noch persönlich kennen, ein paar wird es noch geben, nehm ich mal an. Bin auch Stadtzürcher, im Fall. Und in Ihrem Alters-Bereich 🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Vor zehn Minuten kam die Medienmitteilung raus, dass der Song es wieder in die Hitparade geschafft hat. Mehr dazu am Donntag.

        • Georg sagt:

          Zum Glück entscheiden Sie nicht was Kult ist Marius.

          • Musik-Liebhaber sagt:

            @El Arbi: A propos “wir Stadt-Zürcher”: Seit wann gehört Stein am Rhein zur Stadt Zürich 🙂 Fazit: in Stein am Rhein ist Baby Jail Kult. Good to know 🙂

          • Réda El Arbi sagt:

            Naja, man kriegt den Jungen raus aus Züri, aber niemals Züri raus aus den Jungen.

            Und ja, ich hab zwei Lebensbereiche, einer auf dem Land und einer in Züri. Das schärft den Blick auf die Stadt und ihre Egozentrik ungemein 😉

          • Leon sagt:

            Der Vergleich mit Miley Cyrus ist in der Tat absurd. Das eine ist eine lokale Indy-Band, die in der Deutschschweiz ein paar Hundert CDs verkaufte. Meines Wissens kein einziges grösseres Konzert (als Headliner). Das andere ist ein internationaler Top-Act, die Millionen Alben verkauft und ausverkaufte Welt-Tourneen bestreitet, im letzten Jahr ist sie vor vollem Hallenstadion aufgetreten. Diese Kampagne wirkt ein wenig aufgesetzt, man möchte halt auf den Zug aufspringen und Stimmung machen, bald sind ja Wahlen. Ob es klug und weitsichtig ist, das Immigranten-Thema aus rein emotionaler Sicht anzugehen, weiss ich nicht. Denke in der Schweiz sind sicher über 90% der Meinung, dass Neonazis die z.Bsp. Asylheime anzünden, völlig daneben sind. In Deutschland laufen da ein paar Hartz-4-Bezüger mit, nicht der Rede wert. Worum geht’s also: man möchte einen Grossteil des Volkes (hier z.Bsp. SVP-Wähler) als Halb-Nazis und Rassisten hinstellen, beleidigen und verunglimpfen. Dies hat noch nie funktioniert, meist wird ein Gegen-Reflex erzeugt. Aber eines muss man den linken Journis lassen, der Einsatz stimmt, man gibt im Endspurt des Wahlkampfs nochmal Gas. Was es bringt, werden wir bald sehen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Eigentlich will man nur klarstellen, dass alle diese “Ich bin ja kein Rassist, aber sollen die Flüchtlinge doch verrecken, weil ich Angst habe und die mich stören”-Typen kaltherzige Tubeln sind.

            Egal, wie rational man es verpackt, wie stark man versucht, die Menschen in Not als Wirtschaftsflüchtlinge zu verunglimpfen: Wenn Kinder im Mittelmeer verrecken, weil man Angst um seine Bequemlichkeit hat, ist man ziemlich kaputt. So rein emotional gesehen.

          • Clara sagt:

            Leon, nur weil eine intelligente Position in der Kunst in Europa noch auf keinen künstlerischen Massenmarkt der Kommerzabhängigen trifft, heisst es nicht, dass sie nicht dringend notwendig ist.

    • ClBr sagt:

      Zum Glück darf ich selber entscheiden, welche Bands ich gut finde (Kult müssen sie nicht sein). Baby Jail haben sich übrigens auch nie als Punkband verstanden, soviel zu Ihrem Urteil.
      Ich und viele meiner FreundInnen fanden Baby Jail damals super, und ich finde sie immer noch gut. Hät verhebet, dä Sound…

  8. Su sagt:

    Hier https://www.youtube.com/watch?v=kyJUzkyVRmc findet sich auch ein inoffizielles Video von Tubel Trophy. 😉

  9. Stefanie sagt:

    Bin dabei und habe mir den Song der Geschichte des rassistischen Stammtischproleten geholt. Es gibt einfach noch zu viele Tubel, schicken wir sie an den dunkelsten Platz im Urwald, wo sie geistig ja schon lange stecken geblieben sind.

    • Richi sagt:

      Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Tubel raus (frei nach dem Baby Jail-Song) und Scheinasylanten raus (O-Ton SVP Zürich Wahlkampagne)?!

      • tina sagt:

        das eine sind die tuble, die meinen, weil sie zufällig hier geboren wurden hätten sie irgendwie ein recht auf mehr als die anderen.
        flüchtlinge sind die, die das pech hatten, am falschen ort geboren worden zu sein.
        was ein scheinasylant sein soll, ist mir rätselhaft. wer würde schon so tun, alsob er asylant wäre, und dabei stimmts gar nicht. oder?

      • adam gretener sagt:

        Weil der Tubel eben ein Tubel ist und es geil findet, gegen vermeintlich Schwächere zu treten. Darum geht’s doch im ganzen Song. Der Tubel steht geistig am Ende der Nahrungskette, meint aber, er sei ein Siebensiech. Der Asylant hingegen weiss, dass er ein Asylant ist. Er wird jedoch aufsteigen, der Tubel nicht.

        • Richi sagt:

          Eigentlich geht es mit nicht, um die Deutung was ein Tubel oder Scheinasylant ist, sondern die Geisteshaltung von Urhebern solcher Raus-Forderungen…

          • Ben sagt:

            Unsinn, denn bei den Tubelrausforderern ist es eine sarkastisch-künstlerische Satire, nicht aber bei den ganzen inländischen Fremdenfeinden und Nationalsozialisten, denen ist es bitterer Ernst.

          • adam gretener sagt:

            Ja Richi, euch geht es immer um was anderes. Vorallem wenn ihr so vermeintlich leise und nachfragend auftretet. Man darf ja noch fragen…

            Samthandschuhe aus, Fehdehandschuhe ins Gesicht.

    • Richi sagt:

      Klar, lieber Herr Gretener! Genau, um das geht es mir. Wir (die Guten) – euch (die moralisch Schlechten). Nur weil ich es wage entgegen dem anscheinend hier einzig akzeptierten Kanon festzustellen, dass Stefanies Forderung in etwa gleich grenzwertig ist, bin ich einer von “denen”? Wer Fragen stellt und nicht alles unwidersprochen übernimmt, ist jetzt also automatisch Rechts(-national)? Echt jetzt, einfache Kategorisierungen!? Auch hier unterscheidet sich die Denke nicht wirklich, oder? Ich finde, wenn man bei den “Besseren” sein will, dann sollte man einfach auch besser sein – nicht nur ideologisch.
      Schnell noch auf ein Wort im Persönlichen, Herr Gretener, liest ja je eh keiner mit: Irgendwie scheint es mir, dass Ihre Kommentare und Entgegnungen früher irgendwie pointierter, intellektueller und spritziger waren und weniger aggressiv, persönlich-direkt, wenn nicht gar trollig…. Ist etwas passiert?

      • Réda El Arbi sagt:

        Wie gesagt, Ethik lässt keine Kompromisse zu. Ethik ist nicht Politik. Man kann nicht “halbethisch” handeln. Also werden wohl politische Kompromisse ungesetzt, aber die Leute, die solche Lösungen fordern, müssen sich dann eben anhören, dass sie hartherzig und egoistisch sind.

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          wie gesagt, ethik kann erst entstehen, wann eine demokratisch begründete rechtsstaatlichkeit etabliert ist. somit tragen letztere länder zur zeit das problem. u.a. in syrien und eritrea herrschen faktisch anarchie. von diesen ländern ethisches handeln im kollektiv zu verlangen ist ein ding der unmöglichkeit. wird hier somit von innen her nichts geändert, werden die “ethisch handelnden” länder so lange überrannt, bis die ethik platt ist. ist die globale waage erst im ungleichgewicht, nehmen die probleme überhand. und daran ändert auch die ethik nichts. mass und massnahmen jedoch schon.

          • Réda El Arbi sagt:

            Sie verstehen da etwas falsch. Rechtsstaatlichkeit gründet in Ethik, nicht umgekehrt. Und die Gesetze gibts bereits, man mennt sie Menschenrechte. Es ist nur so, dass die Menschenrechte zur Zeit einige Leute stören, die jetzt versuchen, irgendwie darumherum zu kommen. Zum Beispiel, in dem sie nicht dem Gesetz die Definition von Flüchtlingen überlassen, sondern lieber von “Wirtschaftsflüchtlingen” faseln.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            warum gibt es beispielsweise verbote? – genau, weil sich menschen nicht freiwillig an um- und -zustände halten. konditionierende leitplanken sind die basis eines rechtsstaates. ansonsten herrscht anarchie. und wo die dort ihre menschenrechte hinstecken können, sieht man am beispiel betroffener länder. wie in der “tubel-trophy” beschrieben, gilt in solchen ländern ein pass etwa gleich viel wie ein blättchen wc-papier. in einer anarchie gibt es keine kollektive ethik. ethik ist an verhaltensmassnahmen und rahmenbedingungen geknüpft. ansonsten verstünde sich diese höchstens als “lobenswerte wahl-eigenschaft einiger weniger.” der langen rede kurzer sinn. wieso müssen die “ethik-länder” wie die ch eines ist, die ganzen missstände in den “nicht-ethik-ländern” auffangen? mit ihrer argumentation spielen sie “dem teufel die karten zu.”

      • adam gretener sagt:

        Richi, es sind Zeiten angebrochen, da ist halt fertig mit witzig und spritzig. Das ist passiert. Normalerweise kann ich mit einem Text voller schwacher rethorischer Fragen, Klammern und Relativierungen wenig anfangen. Ich versuch’s mal, obwohl sowas meinen Intellekt nicht sehr massiert und somit auch nicht stimuliert.

        Ausgerechnet Du pochst darauf, nicht schubladisiert und kategorisiert zu werden, nimmst Dir aber die unverdiente Freiheit gleich selbst, das mit allen anderen zu tun. Scheinasylant, Wirtschaftsfluechtling, Sozialschmarotzer. Und das gleich alle. Um dann im naechsten Satz nachzuschieben, man meine es natuerlich nicht generalisierend. Nur weiss ich leider nur zu gut, wie es sich anhoert, wenn sich solche Leute unbeobachtet fuehlen und sich unter ihresgleichen waehnen.

        Das selbstgerechte Selbstbild, das herrische Auftreten, dieses unertaegliche Ueberlegenheitsgefuehl. Aber wenn man euch den roten Pass wegnimmt, so klein mit Hut. Weil da ist nichts mehr. Flasche leer, Huelle ein Haufen Elend.

        Darum ist die Tubel-Trophy auch so treffend.

        • Richi sagt:

          Lieber Herr Gretener – warum so beleidigend? Und warum machen Sie Unterstellungen über Sachen die ich weder geschrieben noch impliziert habe? Dass dann auch noch mit Nazi-Keule bzw. Nationalkonservativen-Keule…. Irgendwie erinnert mich diese Rhetorik und Art der Diskussion eigentlich genau an diese Leute, deren Geisteshaltung und Methoden Sie ja scheinbar zutiefst verabscheuen…. Ich werde deshalb auf weitere Entgegnungen nicht mehr antworten.

          • adam gretener sagt:

            Nazi-Keule? Wo denn?

            Die hast Du dir selbst übergebraten um mir nicht die Stirn bieten zu müssen. Aber ich kenne diese Taktik nur zu gut. Unter seinesgleichen schwadroniert man gerne und ausführlich. Aber wenn es denn mal ernst wird und man auch mal konfrontiert wird, zieht man beleidigt von dannen.

            Ich sehe schon, mir bleibt nicht anderes übrig als doch noch in die Politik zu gehen.

    • Genau genommen sagt:

      Ich habe als Linker Mühe mit der Aussage von @Stefanie, wenn ich sie genau nehme. Was meint sie mit “Urwald”, und heisst es, wenn man im “Urwald” lebt, dass man dann geistig zurück- oder steckengeblieben ist? Man begründet den eigenen Standpunkt nicht damit, irgendetwas anders zu pejorisieren, also bspw. durch “Menschen im Urwald”. Was meint sie damit? Es ist zudem etwa gleich falsch und aus meiner Sicht ethisch verwerflich, wenn man den Sinn des europäischen Transnationalismus damit begründet, dass bald auch die Asiaten, Afrikaner und Südamerikaner diese neueste Modell Europas übernehmen. Ich meine, dasselbe vor hundert 100 Jahren beim Nationalstaat. In beidem steckt doch letztendlich immer noch dieser historische Glaube der Überlegenheit der europäischen Zivilisation drin, des Eurozentrismus. Versierte linke Intellektuelle kritisieren das seit der Postmoderne.

  10. Philipp M. Rittermann sagt:

    ja. aber mir artet die ganze aktuelle diskussion rund um die migration zu stark in die extreme aus. etwas plakativ gesagt haben wir auf der einen seite die “bedingungslosen gutmenschen” und auf der andern die “rassisten. und keiner mehr befasst sich mit dem grundproblem-, nämlich den möglichen szenarien um:
    “wahren” flüchtlingen eine chance zu geben,
    die folgen einer unkontrollierten migration aufzuzeigen,
    den einheimischen bürger zu schützen.
    vergessen wir auch nicht, dass von hüben bis drüben wirtschaftliche und sozialpolitische interessen im spiel sind.
    natürlich ist es grundfalsch, gegen die flüchtlinge zu wettern und diese zu verteufeln. hier liegen nämlich die einseitige argumentation und der hang zum extremen begraben. nein. wir müssen dafür sorgen, dass wir die möglichkeiten mit weitsicht abzuschätzen versuchen und nicht erst reagieren, wenn schon der ganze rest von europa heillos überfordert ist, wie ad acta zeigt. das alles hat mit “mass” zu tun. wird dieses gehalten, so behaupte ich-, werden 80% der bevölkerung unterstützend wirken. was tut u.a. frau sommaruga in der aktuellen situation? – sie erklärt, dass auch die ch noch viel mehr tun könne… gut. dann möchte ich aber bitte wissen, was genau, ausser den kopf in den sand zu stecken und darauf zu warten, bis sich die radikalen tendenzen noch weiter verstärken werden und viele bürger das, meines erachtens zur zeit berechtigte gefühl haben, dass das wohl des eigenen bürgers eher sekundär ist. ich erwarte von der regierung keine lippenbekenntnisse, sondern realistische konzepte zur bewältigung des flüchtlings-problems im eigenen land. des weiteren bin ich absolut dafür, dass man in den herkunftsländern aktiv wird. notfalls auch militärisch. ein is muss ausgebombt werden. fazit. NUR wenn ein land nicht von innen heraus destabilisiert wird, kann es agieren. zur zeit reagieren wir nur. und das ist gefährlich.

    • Réda El Arbi sagt:

      Und was heisst das jetzt genau? Wir nehmen nur Flüchtlinge auf, wenn wir dazu auf nichts verzichten müssen? Sonst lassen wir sie verrecken? Wir haben kein “Migrationsproblem”. Uns geht es von allen Menschen auf diesem Planeten am besten. Einige von uns sind nur zu kaltherzig, um etwas davon abgeben zu wollen. Ist ziemlich einfach.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        würden sie als “flüchtling” forderungen an die aufnahmeländer stellen? bzw. klare prioritäten diesbezüglich aussprechen, wie viele das tun? obwohl ich die situation am eigenen leibe nicht beurteilen kann, wäre ich denke ich froh, überhaupt aufgenommen zu werden. ich vermisse hier, eine gewisse “dankbarkeit”. jeder hat das gefühl, die ach-so-reiche schweiz, müsse um jeden preis alle aufnehmen. der ansicht bin ich nicht. ich bin der ansicht, dass flüchtlinge welche an “leib und leben” gefährdet sind, unbedingt asyl erhalten sollten. und nur die. vieles deutet darauf hin, dass ein grossteil der aktuellen flüchtlinge reine wirtschaftslfüchtlinge sind. konkret gesagt, müsste man endlich a) “den spreu vom weizen trennen” und b) dann entscheiden, wie viele unser land erträgt. kontingente sind messbare grössen. ich weigere mich schlicht, so wie sie das tun – die ganze geschichte vom rein emotionalen standpunkt her zu beurteilen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Also doch, verrecken lassen. “Wirtschaftsflüchtlinge”? Sorry, da muss ich k****** Gehen Sie mal nach Syrien oder Eritrea. Was deutet darauf hin, dass viele “Wirtschaftsflüchtlinge sind? Ihr Bauchgefühl? Die Fremdenfeigheit der Rechtsaussenpartei und ihre Lügen? Was? Daten? Fakten? Sie wollen sich ja nicht “rein emotional” darauf einlassen. Also, bringen Sie die Fakten, dass unsere Migrationsbehördden schlecht arbeiten und “falsche” Flüchtlinge reinlassen.

          Ausserdem gehts nicht um Emotionen, die sind zwar da, aber es geht in erster Linie um Ethik.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            nochmals. ethik kommt zum tragen, wenn die leitplanken gesetzt sind. setzen wir doch diese bitte erst. und. wir sind bezüglich dieses themas einfach anderer meinung. ich lasse es damit bewenden.
            ps: doch, vielen geht es leider nur um die emotionen. mit emotionen löst man selten probleme.

          • Réda El Arbi sagt:

            Sorry, Ethik ist die Voraussetzung für die Leitplanken.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            ich wünsche ihnen ein schönes weekend, herr el arbi, und danke für die kontroverse aber offene diskussion.

          • tina sagt:

            ich müsste jetzt bei jedem satz nachfragen, was das konkret heissen soll, aber ich merke: ach vergisses. “….das wohl des bürgers sekundär….”. aha. ebe doch. hey, mach doch mit bi dere trophy!

    • ClBr sagt:

      Wo genau geht’s uns Einheimischen nun schlechter, weil ein paar Asylbewerber mehr hier sind? In meinen Augen sind Mätzchen wie die Unternehmenssteuerreformen oder die abgeschafften Erbschaftssteuern viel einschneidender und führen zu all den Sparübungen in den Kantonen.

    • Heidi Guggisberg sagt:

      @Philiipp M. Ritterman: Den Punkt mit den Bomben befürworte ich nicht, ansonsten finde ich Ihre Antworten sehr nützlich. Und ja, ganz wichtig: Die Diskussion ist zu emotional, eine nüchterne Betrachtung ist für viele gar nicht möglich. Eine nüchterne, rationale Betrachtung des Ganzen aus einer internationalen und nationalen Perspektive schliesst eine emotionale Anteilnahme nicht aus, aber ist ab und zu einfach auch notwendig.

      • Lukas sagt:

        Dabei betrachten Rechtskonservative das Thema nur irrational emotional, nämlich aus unbegründeten subjektiven Ängsten vor dem Leben, die es zu therapieren gälte.