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Männerbadi: Den Testosteron-Spiegel drosseln

David Sarasin am Freitag den 26. Juli 2013

So entspannd wie hier badet Mann in Zürich nirgendwo.

Eigentlich ist die Männerbadi eine Badi, in der abends eine Bar gastiert. Wer aber um elf Uhr morgens, wenn die Badi öffnet, das Bad im Schanzengraben betritt, glaubt das Gegenteil. Es ist eine Bar, die tagsüber auch als Badi fungiert. Denn überall sind Überreste des Gastrobetriebs zu erkennen: zahlreich zusammnengeklappte Stehtischlein, eine Gruppe Standaschenbecher, Harrassen, Kühlboxen. Zudem im Wasser schwimmende Bojen, aus denen am Abend offenbar Fontänen spritzen. Das ist schade.

Denn die Männerbadi (offiziell: Flussbad Schanzengraben) ist das, wofür man generell das etwas abgelutschte Wort Oase benutzt. Wobei es hier in mehrfacher Hinsicht zutrifft. Versteckt zwischen der barocken alten Stadtmauer und dem Klotzbau der Neuen Börse, erstreckt sich diese schmucke Holzbadi, von Passanten fast unbemerkt, entlang des schattigen Schanzengrabens. Versteckt hinter zahlreichen Bäumen. Seit 1864 baden hier die Zürcher.

Ein Rückzugsort ist die Männerbadi auch, weil hier - der Name lässt es erahnen - nur Männer Zutritt haben. Die Frau des Bademeisters, die bei der Eröffnung noch mithalf, den Holzrost mit einem Schlauch abzuspritzen, verschwand bald irgendwann im Büro oder sonst wo. Übrig bleiben alleine Männer – und das ist einzigartig in der Stadt Zürich.

Während sich in vielen Zürcher Badis Frauen in einer eigens für sie reservierten Zone zurückziehen können, auf Frauendecks und dergleichen, gibt es dasselbe für Männer nicht. Was uns das sagt? Frauen sind schutzbedürftig und müssen auch mal unter sich sein können, Männer nicht. Wir haben einst darüber berichtet. Wer jedoch die einzige Männerbadi der Stadt besucht, lernt die ihre Vorzüge schnell kennen: Wenig Gebahren, entspannte Gespräche, kein Szene-Talk über aussergewöhnliche Pläne. Stattdessen: Männer bei sich. Oder anders gesagt: im Schanzengraben haben Männer Gelegenheit, nicht nur den verschwitzten Körper, sondern auch den überhitzten Testosteron-Haushalt herunterzukühlen. Das ist in Zeiten luftiger Röcke und knapper Bikinis eine willkommene Alternative.

Das Schwimmen gestaltet sich zudem ebenfalls angenehm: mal gehts gegen die sanfte Strömung, mal mit ihr. Meistens findet sich für diejenigen, die die Sonne meiden möchten, ein Schattenstreifen. Wer mit Schwimmbrille durch die Fluten driftet, kann am Boden Fische erkennen, darunter die eine oder andere Schleie, die sich am Grund durch den Sand bewegt. Die wenigsten Gäste sind am Mittag unseres Besuchs wegen des Sports gekommen, nur einer trägt eine Schwimmbrille. Alle anderen reden, lachen und geniessen die seltsam intime Atmosphäre in diesem schattigen Flussbad.

Genau diese wird durch den Gerümpel der Rimini-Bar teilweise gestört. Irgendwer sollte sich darauf besinnen, dass das Flussbad in erster Linie ein Bad und keine Bar mit überteuertem Aperol-Sprizz sein soll - und es dementsprechend behandeln.

Doch noch was Erfreuliches: Auf Holzrosten kommt es vor, dass man dann und wann kleine Holzsplitter abbekommt. So geschehen – zum ersten Mal – bei unserem Besuch gestern. Der gewiefte, leicht untersetzte Bademeister zeigte sich jedoch selbstsicher und schaffte Pinzette, Sicherheitsnadel, Feuerzeug und Desinfektionsmittel heran, womit er den Spiisse im Nu aus dem Fuss des Schreibenden operierte. Muss man auch können.

11.00-19.00 Uhr, Sa geschlossen
Geöffnet vom 2. Juni - 15. September 2013
Website der Stadt

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64 Kommentare zu „Männerbadi: Den Testosteron-Spiegel drosseln“

  1. claude sagt:

    Darf endlich mal was wissen : wird dort eine Badehose nötig ? Unter Männer könnte man sofort nacktbaden, oder ?

  2. Stefan Moser sagt:

    Es ist schon bedenklich. Nur wenn jemand keine knutschenden, fummelnden oder kopulierenden Männerpaare sehen will im öffentlichen Raum wird man gleich als homophob, Schwulenhasser etc. betitelt. Vielleicht ist zu viel Toleranz nicht gut in der heutigen Zeit und man müsste diverse Schwulentreffpunkte ausräuchern und brandschatzen damit die Freiheiten die Homosexuelle in Europa geniessen wieder mehr geschätzt werden. Es kann ja nicht sein das jede Randgruppe glaubt dass sie den einzig richtigen Lebensstil leben und jeden und alles andere als homophob, xenophob, Bünzli etc. betiteln. Nach diesem Schema argumentieren auch Islamisten und die sind ja soviel man weis nicht sonderlich gut auf Homos zu sprechen. Aber vielleicht liegen diese beiden Gruppen ja gar nicht so weit auseinander wenn sie sich schon der gleichen Argumente bedienen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Wenn Sie dasselbe auch bei Hetero-Pärchen widerlich finden, sind sie einfach prüde. Wenns nur um Schwule geht, sind sie homophob. Das hat nichts mit Hass zu tun, nur mit Angst. Aber keine Angst, das ist heilbar. Wenn Sie versuchen, den Spiess umzudrehen, und aus ihrer Intoleranz eine Perspektive der Freiheit zu machen, beweisen Sie überaus deutlich, wie verdreht ein Verstand funktionieren kann.

      • Remo Fritsche sagt:

        Wo ist den deine Toleranzgrenze Reda? Ich gehe mal davon aus, dein aktueller Blog bezieht sich auch darauf. Ich habe zwei Beispiele von stätischen Badis gepostet, die meine Toleranzgrenze strapazieren. Gerümpel von der Rimini Bar am Morgen stört, aber gebrauchte Kondome nicht? Anmache in der Männerdusche kann man tolerieren, aber wehe es verirrt sich ein Mann in die Frauendusche. Ein kopulierendes Paar im Kino oder im Tram als Extrembeispiel? Wo ist deine Toleranzgrenze?

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, meine Toleranzgrenze hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun, sondern mit der einzelnen Situation. Ich geh nicht in ein Bordell und stör mich da am Sex. Ich finde nackte Menschen an und für sich kein Problem. Menschen, die Sex haben auch nicht. Und wenn sie sich dazu in die Büsche verziehen, erst recht nicht. Wenn ich in die Büsche gehe, um da dann empört aufzuschreien, oute ich mich höchstens als Heuchler. Und Kondome? Ehrlich gesagt stören mich Glasscherben mehr als Kondome. Und die findet man häufiger.

          Was den Grümpel der Riminibar im Männerbad angeht, ist das schon nochmal etwas Anderes. Da steht eine Organisation dahinter, die offenbar denkt, die Bar sei wichtiger als das Bad. Das sind keine anonymen Verschumtzer.

        • hans fallada sagt:

          ich finds immer wieder spannend, wie fixiert gewisse männer (knaben?) auf das thema homosexualität sind. da werden uralte artikel hervorgekramt und ellenlange posts geschrieben. der arme reda el arbi muss den sex-aufklärungs-onkel spielen (was er gar nicht mal so schlecht macht) und pubertäre fragen beantworten.

    • hans fallada sagt:

      wissen sie herr moser, ich glaube die “knutschenden, fummelnden oder kopulierenden Männerpaare” finden primär in ihrem kopf statt.
      ansonsten schliesse ich mich dem reda an: ihre denke ist unlogisch und zusammenhangslos.

  3. Walter Schneider sagt:

    Schön, eine Badi, in der Männer nicht permanent sexuell von Frauen belästigt werden.

  4. Remo Fritsche sagt:

    Danke für das Stichwort Utoquai. Die Bademeister mussten Massnahmen ergreifen, weil die Homo-Szene ausgeartet ist (stand im TA). Ein gewisses Mass an sittlichem Benehmen kann man von Homos und Hetis erwarten ohne gleich als homophop gestempfelt zu werden.

    • Remo Fritsche sagt:

      Berichtigung: Es handelt sich um die Badi Tiefenbrunnen

    • hans fallada sagt:

      dazu müsste mann aber schon so weit sein, dass man weiter differenzieren kann als nur homo vs. hetero. auch homos sind individuen. da gibt es zügellose und asketen. genau wie bei den heteros auch. wenn ein vater seine familie auslöscht kommt ja auch keiner auf die idee, das habe primär etwas mit seiner heterosexualität zu tun.

  5. Reto Camichel sagt:

    Cool, dieser Bericht. Sehr. Im Seebad Utoquai hats übrigens einen Männerbereich, der selbst bei dichter Laufkundschaft angenehm aufgelockert bleibt, selbstredend ist keinerlei Getue zu erhaschen – gar für das homophobe Landvolk wäre das erträglich.
    Die Zürcher Badis sind übrigens in ihrer Gesamtheit klasse und vielleicht sogar weltklasse, die Unterhaltung am Abend geht an die Grenzen. Das Frauenbad ist als Barfussbar ein Zeitloch im Märchenstil.

  6. papa(frisch) sagt:

    Nach dem lesen dieses artikels habe ich enorm lust bekommen, mal die gute alte Männerbadi mit meinem kleinen Männchen aufzusuchen, in der hoffnung, ihm damit die Homophobie, Rassenphobie und anderes abartiges Gedankengut gleich in seinem ersten lebensjahr auszutreiben^^

  7. nik ae sagt:

    ich als schwuler möchte zu der gelegenheit auch gern was in eigener sache loswerden… teilweise wird der aufruf zur toleranz gegenüber schwulen doch etwas übertrieben provokativ eingefordert. das problem ist nicht, dass sich der eine oder andere hetero (und nach meiner erfahrung wirklich eine minderheit) vor männerküssen ekelt, sondern dass ihm das gleich zum strick gedreht und er gleich als schwulenhasser hingestellt wird. es macht es wirklich nicht besser, wenn man sich als schwuler dann provokativ hinstellt und einander die zunge in den rachen schiebt und den schritt aneinander reibt… ein bisschen weniger wäre in diesem fall mehr, dann würde auch der letzte hinterwäldler irgendwann verstehen, dass der absolut grösste teil von uns schwulen wirklich ganz normale, gesellschaftsfähige männer sind. seltsamerweise gibts bei den lesben diese thematik eher selten. hat wohl damit zu tun, dass der mann (ob schwul, hetero, bi-, omni-, oder wie-auch-immer-sexuell) von natur aus und grundsätzlich etwas zur selbstdarstellung und somit zum exhibitionismus neigt…
    wenn man sich als schwuler natürlich verhält, lässt sich sogar der eine oder andere hetero sehr gern auf einen flirt ein. etwas zurückhaltung ist das geheimrezept. männer wollen ja schliesslich jagen und erobern… ;)

    • Reda El Arbi sagt:

      Wir Heten dürfen andere Heten wegen ihrer Homophobie auslachen. Ätsch. :)

      • nik ae sagt:

        ich mag aber nicht mit jeder dahergelaufenen abercrombie&fitch tunte in den gleichen topf geschmissen werde. bäääh! :)

    • hans fallada sagt:

      ich finde öffentlichen austausch von körperflüssigkeiten und was auch immer aneinander reiben generell nicht unbedingt schön anzusehen. egal zwischen wem. aber man muss ja auch nicht hinstarren. :)

  8. oliver hard sagt:

    Ich bin froh, dass all diese homophoben Kanlltüten nicht in die Männerbadi kommen. So bleibt es relativ gemütlich und dank der orthodoxen jüdischen Gemeinde kommt es auch nicht zum allseits befürchteten Massenrammeln von sexsüchtigen Schwulen…
    Wie im Artikel beschrieben ist das der uncoolste, testeronärmste und relaxteste Platz in ganz Zürich. Eine echte Wohltat!!!

  9. Alex sagt:

    Klingt gut! Ich bevorzuge auch im Winter die Männersauna, denn Männer können schweigen. Frauen können selbst bei 90°C nicht mal für 15 min die Klappe halten. Man sieht sich. Und zwar um zu baden und zu sonnen, und nicht um die sexuelle Orientierung zu präsentieren oder abzuchecken.

  10. Bernhard Sidler sagt:

    Eine gute Einrichtung. In Basel gibt es soetwas nicht – da bin ich direkt etwas neidisch.

  11. Martin Kunz sagt:

    Wieso ist es heute eigentlich eineVerpflichtung Schwulsein gegenüber tolerant und aufgeschlossen zu sein? Auch ich würde niemals in eine Badi gehen die von Schwulen bevölkert wird. Nicht wei ich Angst habe ‘angesteckt’ oder angefallen zu werden. Nein! Weil mich bereits das Miansehen müssen des gegenseitigen Befummelns oder gar hinter den Büschen miteinander rammeln aufs widerlichste abstösst. Ich kann mir den gruusigen Anblick von küssenden und einander streichelnden Männer ersparen. Es sit hinlänglich bekannt, das Schwulsein mit Kopulieren gleichgestellt werden kann. Man schaue sich doch mal die Schwulenwelt / -szene mal genau an. Es geht absolut nur um das eine. Es fängt bei den widerlichen Unterleibszuckungen und Züngeleien auf den Lovemobiles der Streetparade an und hort bei den Darkroom mit Ausrutschgefahr auf. Verbieten kann ich es (leider) nicht, aber vermeiden. Denn ich bin meinerseits in keinster Art und Weise verpflichtet, dieses Treiben als ästhetisch, cool oder Teil der Moderne akzeptieren zu müssen. Ich finde es gruusig. Darum suche ich mir lieber eine Badi mit Frauen und Kinder. Die dort haben nichts von mir zu befürchten und ich muss keine Sachen ertragen, die in mir den Würgreiz auslösen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, natürlich kann man Anderen gegenüber voller Angst und Frust sein. Das sagt aber nichts über die Anderen aus. Aufgeschlossenheit zeugt von Selbstsicherheit, Intoleranz zeugt von Angst um die eigenen Werte. Tja, tut mir ja leid.

    • Dominik sagt:

      Es ist keine Verpflichtung, sondern einfach nur normal. Ihr homophobes Statement -Sie reduzieren die Schwulen auf reine gefühlslose Sexmaschinen – zeugt von einer inneren Unsicherheit. An der Streetparade sehe ich auch Züngeleien und Unterleibszuckungen von Heteros. Und ich finde es seltsam, dass Sie sich anscheinend an Orten rumtreiben – wo Männer hinter Büschen rammeln – und das erst noch ansehen müssen. Sie wissen gar was ein Darkroom ist. Respekt. Steckt in Ihnen ein Voyeur oder gar eine verkappte Schwester? Und suchen Sie nur eine Badi mit Frauen und Kinder, es hat Ihnen niemand gesagt Sie müssen in die Männerbadi – wechle alles andere als ein Schwulentreffen oder Sexclub ist.
      Es ist schade dass man 2013 noch solche clichebehafteten Aussagen lesen muss.

    • Valerie sagt:

      Waren sie schon mal in einer Hetero Disco oder haben sie schon mal ein stinknormales Werbeplakat gesehen. Wohin man schaut nackte Hetero Haut… So von wegen den Schwulen geht’s nur um Sex. Sie muessen auch nicht in die Maenner Badi und es ist mir eigentlich egal, wenn sie das Schwulsein “nicht gut” finden (obwohl das ein bisschen so ist wie weiblich sein “nicht gut” finden), aber zwingen sie mich und andere nicht ihre Meinungen gut zu finden und zwingen sie Schwule nicht sich zu verstecken (so von wegen das gerne illegal machen etc).

    • Roland Stuber sagt:

      Wieso ist es heute eigentlich eine Verpflichtung homophoben Id…en gegenüber tolerant und aufgeschlossen zu sein? Das sage ich als Hetero Mann! Geht mir ebenso bei männerfeindlichen Aussagen die behaupten ” alle Männer sind potentielle Vergewaltiger”! Wer sowas sagt oder schreibt ist etwa auf dem gleichen total-zero-geist-niveau eines Martin Kunz.
      Würgreiz meinerseits und Fremdschäm für einen ärmlichen verunsicherten Mann tiefsten Selbstbewusstseins..
      Kunz, gehen Sie in ihre gemütliche Ecke des Selbstgefallens und schämen Sie sich!

  12. john tobler sagt:

    als mann, würde ich gerne mal für eine saison die männerbadi mit der frauenbadi tauschen wollen

  13. Upps! sagt:

    Es wäre jetzt wirklich toll, wenn man(n) dieses Verhalten auch in den gemischten Badis an den Tag legen könnte… Oder wird mann – kaum ist ein Bikini in Sichtweite – zum 15jährigen Teenie? ….. ICH HABE EINEN NEUEN, TEUREN, TOLLEN, NOCH KNAPPEREN BIKINI GEKAUFT UND K E I N E R SCHAUTE HIN!

  14. Hans U. Schoch sagt:

    Erstaunlich, die Zürcher sind zu beneiden. Eine wunderschöne Männderbadi hatten wir auch einmal in St.Gallen. Wurde leider dem Gleichstellungswahn geopfert und ist seitdem öffentlicher Raum….mit allen ‘neuzeitlichen’ Begleiterscheinungen, wie nächtlichen Sauf- und Drogengelagen mit einhergehender Vermüllung…..was offenbar auch in Zürich z.T. etwas problematisch ist.

  15. Sonne sagt:

    Der Herr Nyffeler erbringt die gleiche Test-Dienstleistung wie ihr http://www.blick.ch/news/schweiz/im-sommer-muss-man-nicht-verreisen-id2379912.html . :-)

  16. Marcel Weiler sagt:

    Hats dort nur Schmuckeles, oder kann man als Hetero “ruhig” baden gehen???

    • tststs sagt:

      Ernsthaft Herr Weiler und Herr Schweizer? Das ist Ihre dringenste Frage???
      Aber ich kann Sie beruhigen, es sollte mittlerweilen bekannt sein, dass sich die vereinte Homosexuellenschaft – die ja nur in die Badi zum gaffen und aufgeilen geht – am Nordzipfel des Werdinseli zu finden ist… ;-)

    • Valerie sagt:

      Keine Angst die beissen nicht… und Schwulsein wird auch nicht durchs Wasser uebertragen…

      • Sergio sagt:

        Und falls doch ein wenig davon übers Wasser übertragen wird, keine Angst, ich kann Sie heilen.

      • irene feldmann sagt:

        die mittelalterparade……….sternlein nochmal…….lasst die leute leute sein…………homosexuell ist menschlich…und wer stigmot oder angst davor hat, sollte sich mal langeeeeeeeeeee im spiegel betrachten!!!!

    • Peter Schwarzer sagt:

      Es hat zum Glück sehr wenig verklemmte Heteros, die sich in Männergesellschaft gleich beunruhigen müssen, von Homosexualität “angesteckt” werden zu können, oder nicht einfach ruhig baden zu können.

      Oder Gegenfrage: Was denken Sie, was Sie davon abhalten könnte, ruhig zu baden?

    • Nils Egger sagt:

      Ich und meine Kollegen wurden noch nie gefragt, welche sexuelle Asurichtung wir haben, weder vom Badmeister noch von den anderen Gästen. Würde mich aber auch nicht beunruhigen. Es hat allerdings sehr viele Männer jüdischer Konfession da oder ist das jetzt auch ein Problem?
      Wieso kann man nicht einfach baden gehen. Liebe Mitheteros seid ihr so unsicher ob eurer Sexualität, dass ihr ein Problem habt? Verstehe ich irgendwie nicht, aber ich geh eben “nur” zum Baden/Schwimmen dorthin.

    • hans fallada sagt:

      nein lieber marcel. bleib da lieber weg. die schwulen werden über dich herfallen und dich keines falls ruhig schwimmen lassen….

    • Mtseltov. sagt:

      Lieber Marcel Weiler,

      Mann kann sogar sehr gut als Hetero “ruhig” in der Männerbadi schwimmen gehen. Schwule-Männer überfallen nicht gleich jede Hete. Schade bestehen diese Vorurteile. Schade können Männer nicht einfach mal unter sich sein, ohne gleich eine Polemik um Homos und Heten auszlösen. Es nervt.

    • Thomy Schallenberger sagt:

      Fühlen Sie sich bedroht wenn “schmuckeles” (was für ein Begriff) Sie angeblich belästigen? Fragen Sie jede Frau wie sie sich fühlt wenn “heteroleckes” hinter ihr hergeifern. Die Männer Badi ist sicherlich kein Gay-Treff, doch Gays sind auch Männer und es ist schade, dass in der heutigen Zeit immer noch solche Kommentare zu lesen sind.

    • Sebastian Winkler sagt:

      Hallo Marcel,

      Du kannst gerne mal vorbekommen und wir finden genügend “Spielarten” um Dich vom “ruhigen” baden abzuhalten. Du würdest es sicherlich nicht bereuen in unserer super Hetero-Clicke. Ab und zu hats auch mal ein paar Schwule dabei, so what. Wenn Du ein Problem mit anderen Menschen hast, dann bitte fülle einfach Deine Badewanne zu hause und gleib da und belästige uns nicht mit Deiner Weltfremden unaufgeklärten Ansicht! Es wäre eine Zumutung Dich in “unserer” Badi willkommen heissen zu müssen.

    • Jerome sagt:

      Wenn Sie sehr auffällig und interessiert nach Homosexuellen Ausschau halten, kann es sein, dass sie freundschaftlich und kostenfrei ein fremdes grosses Genital im Wasser an Ihrer Hose spüren, sonst besteht aber keinerlei Gefahr. Hahaha

    • Markus Gantner sagt:

      “Schmuckeles” – wenn ich das Wort nur lese – ist doch SEHR abschätzig, nicht? Sie halten wohl nicht sehr viel von dieser Sorte Menschen…
      Aber es ist schon interessant. In die Frauenbadi gehen die Frauen einfach hin und baden und liegen rum, amüsieren sich und cremen sich gegenseitig ein, wenn es denn sein muss. Ob jetzt da eine Lesbe dabei ist, ist völlig wurscht.

      Mann fürchtet sich natürlich in erster Linie davor, dass einem ein anderer Mann hinterhergucken könnte, vielleicht weil man selber geguckt hat und den Kerl eigentlich noch interessant fand, aber das würde man sich ja niemals eingestehen. Es bleibt zudem das Problem: Wer cremt einem den Rücken ein…

      Geht doch einfach hin und geniesst die Sonne.

  17. tststs sagt:

    Ahhh, ich beneide die Männer ja schon lange um dieses lauschige Plätzchen…
    “Wer jedoch die einzige Männerbadi der Stadt besucht, lernt die ihre Vorzüge schnell kennen: Wenig Gebahren, entspannte Gespräche, kein Szene-Talk über aussergewöhnliche Pläne.” Es wäre jetzt wirklich toll, wenn man(n) dieses Verhalten auch in den gemischten Badis an den Tag legen könnte… Oder wird mann – kaum ist ein Bikini in Sichtweite – zum 15jährigen Teenie? ;-)

    • sepp z. sagt:

      in der frauenbadi allein ists entspannt.
      in der männerbadi dito.
      weshalb solls nun in gemischten badis an den männer liegen, dass es dort anders zu- und hergeht?
      klassisch fehlgeschlagene feministische logik.

  18. erich schweizer sagt:

    was mich interessieren würde, ist diese badi mehrheitlich von gays bevölkert?

    • Beat sagt:

      Ja, der Schanzengraben ist definitv ein beliebter Schwulen Treffpunkt. Aber im Stadthausquai hat es z.b auch viele lesbische Frauen. Ist doch nur normal, die beste laufenden Clubs sind ja auch die mit den schönsten und meisten Girls. Und wenn es nur Männer oder eben nur Frauen vor Ort hat, zieht das natürlich auch diejenigen an, die auf das jeweilige Geschlecht stehen.

      Wenn man damit keine Probleme hat, super! Aber mir ist der Schanzengraben definitv zu klein und daher zu intim. Dann gehe ich doch lieber in gemischte Badis.

    • Franz Ferdinand sagt:

      Nein :-) Es gibt auch “normale” Männer die einfach mal Ruhe möchten. So existiert in der Badi ein von Toleranz geprägtes Miteinander.

    • René sagt:

      Spielt das eine Rolle?

    • Erwin Breitenmoser sagt:

      Meine Güte, Erich, sind sie ein “verdrängter” gay, dass sie so homophob sind?
      Homosexualität ist nur dann eine Krankheit, wenn mann sie verdrängt und/oder nicht zu seiner Veranlagung steht. Zudem ist sie nicht ansteckend. UND Gays verhalten sich nicht wie Heteros, die alles, was einen Rock hat, glauben begrapschen zu müssen…

    • Peter Schwarzer sagt:

      Nein, in dem Sinn, dass ich mich als Hetero nicht in geringster Weise damit hätte auseinandersetzen müssen. Es hat übrigens auch keine Umkleidekabinen, das braucht es irgendwie gar nicht. Was auffällt sind die traditionell jüdischen Männer und Knaben. Aber wie bei eventuell auch anwesenden schwulen/bisexuellen Männern: Die beissen alle nicht. Also: Relaxen, und mutig einen Schritt durch die geschlossene Türe machen!

    • Nils Egger sagt:

      Ich gehe alleine oder mit Kollegen schon seit Jahren dahin und ich hab noch keinen gesehen, sie sind ja eh nicht angeschrieben und die wenigen Badegäste zu fragen, wäre nicht mur mir unangenehm, sondern ihnen wohl auch. Grundsätzlich ist mir die sexuelle Ausrichtugn oder Präferenz aber auch egal.
      Ich frage mich immer weshalb dies überhaupt von Interesse sein sollte. Mensch ist Mensch und die sexuelle Ausrichtung interessiert mich nur, wenn ich eben genau sowas von meinem Gegenüber will.
      Von den meisten Menschen ob Frau oder Mann will ich nichts Sexuelles, wär ja übertrieben und anstrengend.

    • rudi sorglos sagt:

      als Hetero frag ich mich: Oh mein Gott, aus welcher Agglo kommen sie Hinterwäldler denn..???

  19. Walter Ulrich sagt:

    Toller Bericht. Die Männerbadi ist wirklich eine Oase. Ich finde auch toll, dass sie am Abend zum Rimini wird, auch wenn es mir heute (im Gegensatz zum Beginn der Bar9 zu voll ist. Aber die Betreiber der Bar dürften wirklich den Badenenden mehr Respekt zollen und die Badi sauber und aufgeräumt täglich wieder zurückgeben. Sie sind Gast und nicht umgekehrt.

  20. irene feldmann sagt:

    cool………..

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