Wie man Promis meistert (3)

Thomas Wyss am Samstag, den 22. April 2017

«My name ist Stark, Jack Stark.» Mit diesen Worten begrüsste der erste Schweizer People-Journalist 1966 jenen Mann, der sich auf der Leinwand mit «My name ist Bond, James Bond» vorzustellen pflegte. Sean Connery, der an diesem Interviewtag in London eine Laune hatte, die mieser war als schottisches Highland-Wetter, musste schmunzeln. Und als Stark dann auch noch über Connerys Lieblingsverein Celtic Glasgow fachsimpelte, war das Eis gebrochen – eine halbe Stunde später hatte der Reporter mit Anwaltspatent ein höchst launiges Gespräch auf Band.

So, nach diesem fulminanten Auftakt braucht es dringend ein paar klärende Worte. Vor allem muss gesagt sein, dass uns – wie letzte Woche angekündigt – hier und heute der inzwischen 81-jährige, aber noch immer purlimuntere Jack Stark ein paar charmante Kniffs verrät, mit denen er sich in seiner Aktivzeit den Jetset und die Stars «gewogen» machte. Anders ausgedrückt: das goldene Regelwerk, das es braucht, um Promis zu meistern, ist in diesen smarten Episoden versteckt – man muss es nur noch herauslesen.

Voilà, und damit zur zweiten Schilderung. Sie betrifft Gunter Sachs selig, den Stark 1965 anlässlich einer Bambi-Preisverleihung ausquetschen sollte. Und den er noch vor der ersten Frage mit der Aussage übertölpelte: «Ich habe übrigens im selben Bett geschlafen, in dem Sie mit Brigitte Bardot geschlafen haben – allerdings war sie nicht mit dabei.» Der Playboy war perplex, doch als der Schweizer Journalist ihm erzählte, dass er von der Schickeria-Grösse James Graser (Standardfrage: «San Hasen da?», Standardbegrüssung für Girls: «Kinder, das Rohr ist da») einmal den Schlüssel für jene Wohnung bekommen habe, in der Sachs bei Aufenthalten in München zu übernachten pflegte, musste der laut lachen; das Interview wurde für Stark zum Schaulaufen.

Auch die grosse Liza Minnelli konnte Jack Stark überraschen, allerdings auf gänzlich andere Art: Vor Gesprächsbeginn gestand er ihr, dass er aus Bewunderung eine seiner Töchter Liza getauft habe – was die Sängerin zutiefst rührte. Bei Schlagerstar Freddy Quinn («Junge, komm bald wieder»), den Stark 1968 in Hamburg interviewte, setzte er auf eine spezielle Respektbezeugung: Er zog sich für den Termin nämlich einen der unverkennbaren Rollkragenpullis an, die Quinn bei jeder Gelegenheit zu tragen pflegte. Doch der Trick misslang: Weil der Sänger wusste, dass er einen «Dr. iur» treffen würde, stürzte er sich in Anzug und Krawatte – aus Ehrfurcht! Stark sagt, sie hätten schallend lachen müssen, als sie sich ihre jeweiligen «Strategien» offenbarten.

Noch verblüffender verlief jedoch eine Begegnung mit Erich Maria Remarque («Im Westen nichts Neues») in dessen Haus in Ascona. Als Stark eben loslegen wollte, sagte der Schriftsteller: «Bitte keine Fragen, die habe ich alle schon beantwortet. Erzählen Sie mir ihr Leben, das interessiert mich mehr.» Dann hätten Sie Wein getrunken, er habe geredet – und statt des Interviews habe er einen unvergesslichen Abend gehabt, so der Altmeister. «Aber das war mir letztlich fast noch mehr wert.»

Wer jetzt noch mehr «Lehrmaterial» benötigt, kauft sich das Buch «Starks Blick», 2006 erschienen im Zürcher Verlag Rüffer & Rub.

Gesagt ist gesagt

Werner Schüepp am Freitag, den 21. April 2017

«Ich habe Murmeli Martha verinnerlicht.»

«That’s it, glaubs mir»: Helmi Sigg hat im Schweizer Musical «Ewigi Liebi» als Murmeltierdame Martha die Rolle seines Lebens gefunden. Ein bisschen schizophren sei die Sache aber schon, sagt er. (Foto Dominique Meienberg) Zum Artikel

 

«Der Münsterhof ist seit dem Umbau tot.»

Seit einem Jahr ist der Platz beim Zürcher Fraumünster autofrei. Was hat sich in dieser Zeit für die Ladenbesitzer verändert? Jürg Wartmann, Geschäftsführer des Chäs-Vrenelis, ist total enttäuscht. Für ihn ist der neue Münsterhof eine einzige Fehlplanung. (Foto: Urs Jaudas) Zum Artikel

 

«Unsere Leidenschaft ist ansteckend.»

Die Langstrasse bekommt ein eigenes Radio: Wie ihre Vorbilder aus London und Amsterdam sendet das Zürcher Radio GDS.FM bald aus einer Bar im Kreis 4. Das hippe Webradio feiert seinen dritten Geburtstag. Für Gründer Christian Gamp (auf dem Foto mit Mitstreiter de Rosi) läuft es zurzeit hervorragend. (Foto: Sabina Bobst) Zum Artikel

 

«Unverfälschter Geschmack und Qualität.»

Der Spitzenkoch und sein Biobauer: In Rapperswil bilden Unternehmer eine Schicksalgemeinschaft, um Essen von höchster Qualität herzustellen. Ihr Ziel: Sie wollen Gemüse abbauen, das mehr als bio ist – und das man ohne schlechtes Gewissen essen kann. Beim Projekt mit dabei ist Markus Burkhard (links), der einst im Clouds kochte. (Foto: Dominique Meienberg) Zum Artikel

 

«Als Gemeinderat habe ich mehr Einfluss.»

Jetzt verzichtet nach Balthasar Glättli auch der langjährige Gemeinderat Markus Knauss von den Grünen auf eine Stadtratskandidatur im nächsten Jahr. Er will im Gemeinderat bleiben und empfiehlt – klar – einen Grünen Mann. (Foto: Sabina Bobst) Zum Artikel

 

«Zwingli war der beste Werber.»

Für Pfarrer Christoph Sigrist ist die Kirche die Erfinderin von Social Media. Zwar sei Religion mit Kommerz nicht vereinbar, sein Grossmünster müsse aber den Gottesdienst bewerben. (Foto: Dominique Meienberg) Zum Artikel

 

«In meiner Schulstunde gibt es auch Strafen.»

Lilo Lätzsch gibt das Präsidium des Lehrerverbandes ab. Zum Abschied spricht sie über Ansprüche von Eltern – und verteilt den Regierungsräten Noten. Wem gibt sie eine 6? (Foto: Raida Durandi) Zum Artikel

 

«Für Spanner eignet sich jedes Fernrohr besser als eine Drohne.»

Darf man mit einer Drohne über Blochers Villa fliegen? Fragen über Fragen. Ein neuer Kurs zeigt Drohnen-Piloten, worauf sie achten müssen. Denn verbindliche Regeln gibt es bisher kaum, wie Drohnenpilot Frédéric Hemmler sagt. (Fotos: Urs Jaudas) Zum Artikel

 

«Immer mehr Leute sind auf ihren Körper fixiert.»

Sport in der Gruppe im Park ist in Mode. Was für die einen pure Überzeugung, ist für die anderen die reinste Zumutung. Nichts denkend richtig trainieren, macht glücklich, sagt TA-Redaktorin Ev Manz. Warum tun viele so, als wäre Sport mehr als nur notwendig, sagt TA-Redaktor David Sarasin. (Foto: Dieter Seeger) Zum Artikel

«Alles lässt sich nicht steuern. Wir arbeiten mit der Natur.»

Die Kälte dieser Woche macht den Weinbauern und auch den Obst- und Früchteproduzenten einen eisigen Strick durch die Rechnung.  Bauer Andres Wegmanns Kampf gegen die Kälte geht weiter. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

Das Leben ist ungerecht

Beni Frenkel am Donnerstag, den 20. April 2017

Riesenfaultier beim Eingang zum Zoologischen Museum der Universität Zürich. (Foto: Beni Frenkel)

Ein- bis zweimal im Jahr muss ich ganz alleine etwas mit den Kindern unternehmen. Häufig dann, wenn die Frau viel putzen, kochen oder beides muss. So auch letzten Sonntag. Seit Tagen lag mir der Termin schwer auf dem Magen. Was soll ich nur machen? Den Sonntag benötige ich zum Kräfte auftanken. Mir wollte nichts Gescheites einfallen. Also entschied ich mich wie jedes Mal für das Zoologische Museum der Universität Zürich. «Nicht schon wieder», maulten die älteren Kinder. Ich überhörte die Klagen Israels und führte mein Volk ins Museum.

Der Eintritt ist gratis – im Unterschied zum Zoo. Dafür sind die Tiere tot. Man kann die ausgestopften Tiere aber umso besser fotografieren. «Gratis» muss ich allerdings etwas relativieren. Ein Kind liess meine teure Digitalkamera auf den Boden fallen. 329 Franken hat das Teil gekostet. Ich fluchte laut und wollte dem Kind automatisch eine Ohrfeige verpassen. Aber da standen so viele neugierige Leute um mich herum, dass ich von der Strafe abliess. Was andere Menschen über mich denken, ist mir wichtig.

Dafür gab ich den Kindern keine Antwort, als sie mich immer und immer wieder fragten, wie dieses oder jenes Tier im Schaufenster heisse. Einerseits war ich noch immer beleidigt, andererseits konnte ich die kleine Schrift gar nicht lesen. Denn ich bin ja Diabetiker. Ich sehe alles nur verschwommen.

Die Fragen hörten aber nicht auf. Also erfand ich irgendwann Namen. «Das hier ist ein Australischer Hämorrhoiden, das da ein sogenannter Südamerikanischer Syphilis.» Namen werden sowieso überbewertet. Ich zum Beispiel kann mich gar nicht mehr an den Namen meiner Banknachbarin von der fünften Klasse erinnern? Monika? Sybille? Fiona? Sie trug eine furchteinflössende Zahnspange.

Aber der ausgestopfte Hase auf dem Lehrerpult geht mir nicht aus dem Kopf. Das Tier stand ein halbes Jahr dort und blickte uns ständig an. Beim Teutates! Hat uns der Lehrer damit geplagt. Jedes Knöchelchen mussten wir auswendig lernen und auch, wie dämlich das Tier hoppelt. Einmal schleppte er uns zu einer Schulexkursion. Das Ziel war irgendein Feld im tiefsten Aargau. Es regnete scheusslich. Der unsympathische Lehrer streckte seinen Finger in eine Richtung und behauptete, dort gäbe es Hasen. Dann fuhren wir wieder zurück mit dem Postauto.

Man sagt ja häufig, Wissen schafft Erbarmen. Bei mir nicht. Ich weine keinem Hasen nach, den ein John-Deere-Mähdrescher W440 im Schlaf überrascht.

Ringeltauben mag ich auch nicht. Im Untergeschoss des Zoologischen Museums lief ein nämlich eine langweilige Dokumentation über diese Tiere. Eine Schautafel wurde eingeblendet. Es ging um die Verbreitung dieser Vögel. Zuerst sah man die Umrisse von Europa. Nächstes Bild: Wieder die Karte von Europa, diesmal mit Tauben überdeckt, von der Türkei bis Island. Mir kam «Die Vögel» von Alfred Hitchcock in den Sinn. Und auch die Stimme hörte sich vertraut an. Aber ja, das ist doch Sprecher Leon Huber (123 v. Chr. – 33 v. Chr.) von der Tagesschau.

An das SRF erinnerte übrigens ein Tier gleich beim Eingang: Das Riesenfaultier. Leider ist das sympathische Tier ausgestorben oder hat gar nie gelebt. Andere Tiere hingegen leben immer noch. Zum Beispiel kläffende Hunde.

Das Leben ist manchmal ungerecht.

Lindor for Jesus

Miklós Gimes am Mittwoch, den 19. April 2017

Ostern feierten wir in Südfrankreich. Der Himmel war blau, die Oster­nester versteckten wir unter Lavendelstauden und Rosmaringestrüpp, in der Ferne rauschte das Meer. Dann rannten die Kinder los. Bald hörten wir, wie sie ihre Fund­stücke verglichen. Sie zählten ihre Schoggieier, bald schrien sie sich an. Es hörte nicht mehr auf.

«Habt ihr nichts Besseres zu tun?», schnauzte ich sie an. Ich bin nicht 800  Kilometer zum Licht des Südens gefahren, damit sie sich wegen ein paar Lindor-Kugeln die Köpfe einschlagen. «Immer dieses Schielen auf die anderen. Ihr macht unsere Ostern kaputt.» Meine Frau schaute mich an. «Hey», sagte ihr Blick, «beruhige dich.»

«Ohne Gerechtigkeit können wir nicht leben», meinte eine Mutter, die ebenfalls mit uns feierte. «Gerechtigkeit ist ein Grund, warum die Menschen Gott erschaffen haben.» Die Frau hat Theologie studiert, sie weiss, wovon sie spricht. «Die Menschen brauchten einen Gott, der sie über die Unge­rechtigkeit der Welt hinwegtröstet», sagte sie.

Lindor und die Geburt der Religion: Dass wir beides zusammen so leichthin diskutieren können, war noch im 19. Jahrhundert umstritten. Blut floss, 1839 musste die Zürcher Regierung den jungen deutschen Theologieprofessor David Friedrich Strauss zwangspensionieren. Strauss lehrte, dass man Jesus entmythologisieren solle, dass man unterscheiden müsse zwischen der historischen Jesus-Figur und der christlichen Idee. Das war der Zürcher Landbevölkerung zu viel, Strauss musste die Universität verlassen. Heute lernt das jeder Primarschüler im Religionsunterricht.

Ich weiss das, weil ich es letzte Woche gegoogelt habe. Einer meiner Söhne musste einen Vortrag halten über den Kanton Luzern. Ich habe versucht, ihm den Luzerner Katholizismus zu erklären, aber bald musste ich nachschauen. So landete ich mitten in der Theologie des 19. Jahrhunderts, als 1839 die Zürcher Landbevölkerung in die Stadt marschierte und die liberale Regierung wegputschte. Entzündet hatte sich der Konflikt an Schulfragen. Die Regierung wollte die Schule ­verweltlichen, ausgebildete Pädagogen sollten die Pfarrer als Lehrer ersetzen, die Landbevölkerung lief Sturm, es ging ihr alles zu schnell, war ihr zu aufgeklärt, zu fortschrittlich.

Die Armee der Rebellion bestand aus Fabrikarbeitern und Bauern. «Der expandierende Kapitalismus und der liberale Staat haben die Landleute in die Arme von reaktionären Pfaffen, betenden Politikern und Scharlatanen ge­trieben», schrieb Stefan Keller in der WOZ. Das kommt einem bekannt vor. Blocher, Trump, Marine Le Pen, das alte Lied.

Man soll nicht rückwärts projizieren; die Wirklichkeit ist komplizierter, als wir Journalisten uns das vorstellen. Trotzdem staune ich immer wieder, wie schnell man vergisst. Die Geschichte ist ein grosser Fluss, und wir sind mittendrin, davon erzählen unsere alten Städte.

Und noch was: Man kann sie nicht anhalten, die Geschichte. Der konservative Versuch, sich gegen den Lauf der Zeit zu stemmen, hat genau sechs Jahre gedauert. 1845 waren die Aufgeklärten zurück. Damals zumindest.

Oster-Burnout

Réda El Arbi am Dienstag, den 18. April 2017
Sie hätten sich erholen können. Selber schuld.

Sie hätten sich erholen können. Selber schuld.

Erholt sollten Sie eigentlich sein nach diesen vier Tagen verlängertem Wochenende. Frisch und voller Tatendrang sollten Sie an Ihrem Arbeitsplatz sitzen und helle Lebenskraft ausstrahlen.

Tun Sie aber nicht. Wahrscheinlich schleichen Sie mit verquollenen Augen an Ihren Kollegen vorbei, fragen sich, wieso sich dieser Dienstag schlimmer als jeder Montag anfühlt, und zählen die Minuten, bis Sie wieder nach Hause dürfen.

Sie wurden Opfer des «Verlängerten Wochenende»-Wahnsinns. Der ist leider ansteckend.

Vielleicht verbrachten Sie über Ostern 12 Stunden im Stau, um 36 Stunden südlich der Alpen zu verbringen, auf Sonne hoffend. Sie sind schon Donnerstagmittag abgefahren – clever wie 10’000 andere – um ihren Facebook- oder Instagram-Account mit Bildern aus dem Tessin oder Norditalien zu fluten, in einem fremden, unbequemen Bett zu schlafen und sich bereits ab Samstagabend Sorgen über die qualvolle Rückfahrt zu machen.

Oder Sie setzten sich in ein Flugzeug für einen Ostertrip nach London, Paris oder Rom. Dort rannten Sie durch die Stadt und versuchten, in der kurzen Zeit alles zu erleben, was man in einer dieser Städte erleben muss – unterbrochen nur von überteuerten Kaffees und Mahlzeiten. Sie legten zu Fuss Kilometer um Kilometer zurück, weil Ihnen die Distanzen nicht vertraut waren und Sie dem ÖV misstrauten. Gemeinsam mit Tausenden anderen liessen Sie sich auf dem Rückweg zum Flughafen vom Taxifahrer ablinken und sassen im Flugzeug neben einem alkoholausdünstenden Fussballfan.

Vielleicht liessen Sie sich aber auch von «Freunden» zu einem Ausflug mit «kleiner Wanderung» und Übernachtung in einer SAC-Hütte überreden. Sie quälten sich acht Stunden auf einen Berg, um sich dann fünf Minuten im Adrenalinrausch zu freuen, dass Sie es geschafft haben, bevor Sie mit Ihrem Gesicht bewusstlos in die angebrannten Älplermagronen knallten, die zu so einem Erlebnis gereicht werden. Bis Montagmorgen weinten Sie bittere Tränen, weil Sie wussten, dass Sie mit Ihrem Muskelkater die ganze Strecke zurück in die Zivilisation wieder auf Ihren nonfunktionalen Beinen zurücklegen mussten.

Vielleicht waren Sie aber auch einfach an Partys, weil Sie wieder mal das Ende des Tanzverbots an Ostern feiern wollten und sich dachten, dass man ja genug Zeit hätte, um sich zu erholen. Ja, falsch gedacht.

Wochenenden waren mal dafür gedacht, sich zu erholen. Verlängerte Wochenenden sind dazu da, der arbeitenden Bevölkerung die nötige Regenerationszeit zu verschaffen, damit sie nicht zusammenbricht. Wer diese Zeiten fahrlässig mit Aktivitäten verbringt, die mehr Kraft kosten, als sie die Batterien aufladen, muss sich danach bis zu den Sommerferien am Rande des Zusammenbruchs durchschleppen.

Was ich gemacht hab? Ich hab mein Sofa nur verlassen, um Snacks aus dem Kühlschrank zu holen.

Bald kommt Auffahrt. Und sagen Sie dann nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Wie man Promis meistert (2)

Thomas Wyss am Samstag, den 15. April 2017

Am letzten Samstag konnten wir ja trotz des weiten Umwegs über die frühere Fernsehsendung «Teleboy» imposant aufzeigen, dass heutige Zürcherinnen und Zürcher oft dramatisch überfordert sind, wenn sie unverhofft einem Star nahe kommen.

Als Beweis führten wir die grundsätzlich gut geerdete Frau F. (Name d. Red. bekannt) ins Feld, die in einem Zugabteil plötzlich vis-à-vis von Stephan Eicher landete – er ist im Genre «Schöne Chansons mit Tiefgang plus fast ausnahmslos geglückte Mani-Matter-Coverversionen» ihr grösster Heroe – und darob so sehr die Bodenhaftung verlor (sitzend!, und übrigens in der 2. Klasse, was wiederum zeigt, dass Eichers Bodenhaftung absolut intakt ist), dass sie einer Freundin eine «SOS!»-SMS zukommen lassen musste.

Diese schlug F. vor, sie solle doch Eichers Lied «Déjeuner en paix» summen (natürlich möglichst «gut», damit er tatsächlich eine Chance auf Wiedererkennung bekäme), also poetisch gesagt eine Brücke legen, auf der ihr Eicher mitsummend oder gar redend entgegenkommen könnte.

Der Schlusssatz des Beitrags versuchte dann den Cliffhanger, er lautete: «Warum der Rat doppelt bescheuert war, und wie man solche und ähnlich ‹heisse› Situationen souverän meistert – also Promibegegnungen unbeschadet übersteht –, lesen Sie am Ostersamstag». Das ist heute, genau. Damit sind wir jetzt buchstäblich up to date und können fortfahren. Und das tun wir mit der durchaus bemerkenswerten Bemerkung, dass man im Journalismus – anders als in der Literatur – ersten und letzten Sätzen nie zu viel Bedeutung beimessen sollte. Weil sie häufig mehr versprechen, als sie letztlich einzulösen vermögen. In unserem Fall ist das aber erfreulicherweise grad andersrum: Es wird nämlich noch viel besser, als wir (und Sie!) erwartet hätten!

Grund dafür ist der von uns hochgeschätzte Jack Stark. Wem der Name kein Begriff ist: In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1967 – vor präzis 50 Jahren! – führte Jack die Rolling-Stones-Member Mick Jagger und Brian Jones, die nach ihrem wilden Gig im Hallenstadion noch den Drang nach Party verspürten, zum Privatclub High-Life an der Lessingstrasse. Dort amtete der ältere Securitas Stöckli als Türsteher; die Stones kannte er nicht, doch er wusste, wie Anstand aussieht – weshalb er dem für seinen Geschmack viel zu exzentrischen Jüngling (also Jagger) den Eintritt verwehrte, die attraktive «Blondine» mit Federboa und Schlapphut (also Jones) jedoch passieren liess.

Der hübschen Episode kurzer Sinn: Dr. iur. Herbert «Jack» Stark, der damals als erster Schweizer People-Journalist und Promikenner wirkte, hat spontan zugesagt, uns zu berichten, mit welchen Tricks er sich die Jetsetter und Stars für ein offenes Gespräch oder Interview «gewogen» machte. Es sind wenige goldene Regeln, doch wer sie befolgt, kann jeden Promi meistern.

Dazu aber mehr nächste Woche in Teil 3, hier gibts jetzt die Auflösung des Rätsels, wieso der Rat der Freundin an Frau F. «doppelt bescheuert» war.

1. Eicher trug Kopfhörer, er hätte das Summen also gar nicht gehört.

2. Wenn schon summen, dann sicher keinen seiner Hits (das ist anbiedernd), sondern vielmehr eines der nach wie vor eher unbe- bis ver-kannten Stücke, beispielsweise «Ce soir (je bois)».

Das nennt man Fürsorge

Beni Frenkel am Donnerstag, den 13. April 2017

Der perfekte Überblick: Sitzbank beim Entlisbergtunnel. (Bild: Beni Frenkel)

Mit 30 wollte ich eigentlich Auto fahren lernen. Ich meldete mich an für den Erste-Hilfe-Kurs an der Migros-Klubschule Oerlikon. Wir waren etwa 20 Teilnehmer. Der zweitälteste war vielleicht 18 Jahre und 10 Tage alt. Wir mussten uns der Reihe nach vorstellen. Als ich mein Alter sagte, ging ein Raunen durch den Raum. Die vorwiegend männlichen Teilnehmer sahen mich entsetzt an: Wie kann man 12 Lebensjahre ohne Autofahren verstreichen lassen? Auch der Kursleiter guckte irritiert. Warum ich mich erst jetzt angemeldet hätte, wollte er wissen. Ich wusste keine gescheite Antwort. In den nächsten vier Kurstagen galt ich bei den anderen als «schwul». Niemand wollte in den Übungen von mir gerettet werden.

Heute bin ich 40 und kann immer noch nicht Auto fahren. Das ist für viele Menschen unverständlich. Angenommen, ich gewinne nächstes Jahr den Nobelpreis in Physik oder Chemie. Dann würde ein «Blick»-Journalist mich wohl fragen: «Gratulation zum Nobelpreis. Aber warum können Sie eigentlich immer noch nicht Auto fahren? Sind Sie dumm, oder was?»

Dumm bin ich nicht, aber ein bisschen reaktionsträge. Jetzt, wo es so wärmer wird, sitze ich einmal in der Woche auf einer Sitzbank über dem Entlisbergtunnel. Das Rauschen der A 3 vermengt sich mit dem Gezwitscher der Vögel und dem Schnaufen der Jogger, die mit schmerzverzerrten Gesichtern an mir vorbeirennen. Ich hingegen sitze bequem auf der Bank und mache Striche. Und zwar für jede Automarke, die in den Tunnel reinfährt. Ich kann nicht alle Autos erfassen, da ich ja ein bisschen reaktionsträge bin. Ausserdem kenne ich nicht alle Marken, nur etwa die Hälfte. Nach einer Stunde bin ich aber immer gespannt, welche Automarke gewonnen hat. Ich zähle die Striche zusammen und summe die Eurovisionsmelodie: 3. Platz: Töff (32 Striche), 2. Platz: Mercedes (45 Striche), 1. Platz: Volkswagen (49 Striche).

Viele Leute fragen mich: Und, noch andere Hobbys? Nein, eigentlich nicht. Ich bin hobbylos. Jetzt fährt gerade ein grosser Wohnwagen in den Tunnel. So ein Ding hätte ich gerne. Ich würde an der Miniküche ein leckeres Omelett kochen. Aber wer fährt? Vielleicht meine Frau? Die könnte das. Aber wir haben schon viele Ehekrisen erlebt, weil sie fahren kann und ich nicht. Ich fühle mich unwohl, neben ihr im Auto. Sie faucht mich immer an, ich solle meine Klappe halten. Dabei habe ich ihr nur mitgeteilt, sie solle doch bitte mit beiden Händen das Lenkrad halten und auf die Fahrbahn schauen.

Ausserdem fährt sie schlecht. Ich habe keine Ahnung, wie sie die Prüfung bestehen konnte. Sie kommt ja eigentlich aus der DDR. Das sozialistische System ist bekanntlich so aufgebaut, dass man gar nicht durchfallen kann. Interessant ist ferner, dass ich die meisten Gefahren längst vor ihr erkenne! Weil mir ihr Leben halt wichtig ist, schreie ich sie an. Das nennt man Fürsorge oder sogar Liebe.

Aber wir haben uns jetzt geeinigt, dass wir nicht mehr zusammen im gleichen Auto sitzen. Ich persönlich finde das schade. Das habe ich ihr auch so gesagt. Und zwar vor einer Stunde. Sie ist irgendwo hingefahren, ich glaube zu ihrer Mutter.

Wilde Ehe

Miklós Gimes am Mittwoch, den 12. April 2017

Es gebe Gegenden in Zürich, erzählte ein Bekannter, diese Hüsliquartiere aus den Vorkriegsjahren, die seien wie eine Zeitreise. «Die Jungen sind aus­gezogen, und die Alten rufen die Polizei, sobald der Nachbar am Sonntag im Garten arbeitet.» «Meines Wissens ist am Sonntag Gartenarbeit nicht verboten, nur Rasenmähen», erwiderte jemand, «wegen des Lärms.»

Darf man am Sonntag tatsächlich nicht im Garten arbeiten? Wir haben gegoogelt, aber niemand fand die todsichere Antwort.

Auf jeden Fall scheint ein generelles Sonntagsverbot der Gartenarbeit kaum durchsetzbar. Ausser man nimmt in Kauf, ständig von den Nachbarn beschnüffelt zu werden. «Wie früher», sagte jemand, «als die Polizei die Zahnbürsten kontrollierte.» Das war die Zeit, als in Zürich unverheiratete Paare nicht zusammenleben durften. Wilde Ehe nannte man das, wenn man so formlos Bett und Tisch teilte. Es soll tatsächlich vorgekommen sein, dass die Polizei aufkreuzte und die Zahnbürsten beschlagnahmte; meist waren die Liebenden von Nachbarn verpfiffen worden, oder ein betrogener Ehemann hatte eingegriffen. Verhältnisse wie in Saudiarabien – und so lange ist das gar nicht her. Das sogenannte Konkubinatsverbot war 1972 abgeschafft worden.

Offenbar haben Oasen des damaligen Zeitgeistes in den stillen Quartieren überlebt, wo Ginster und Rosenbüsche die kleinen Häuser umrahmen. «Trotzdem», sagte mein guter Bekannter, der die Geschichte von den netten Nachbarn und der Sonntagsarbeit erzählt hatte, «trotzdem, Zürich ist die beste Stadt. Ich möchte in keiner anderen leben.»

Er ist ein viel gereister Mann, hatte für eine grosse, international tätige Organisation gearbeitet; er hatte in asiatischen Städten gelebt, in Südamerika, am Mittelmeer, aber Zürich, sagte er, sei sein Zuhause, sein Basislager, der ideale Ort, um die Welt zu erkunden und wieder zurückzukehren. Nicht zu gross, nicht zu klein, perfekt erschlossen von einem feinmaschigen Verkehrssystem, mit einer anständigen Verwaltung. «Wo gibt es das?», fragte er, «vielleicht in Kopenhagen oder in Stockholm: Aber dort ist es mir zu kalt. Die langen Winter – nein.»

Wir plauderten und vergassen die Zeit im Coop in Wollishofen, als ein älterer Mann sich den Weg durch die Gestelle bahnte, er hätte uns fast gerammt, kein Sorry, kein Bitte. Vielleicht hatte ihn die Frau zum Einkaufen geschickt, aus dem stillen Strässchen, wo der Ginster blüht und die Rosenstöcke, alles störte ihn, alles. Zu uns gesellt hatte sich ein ehemaliger Quartierbewohner, der vor kurzem nach Deutschland zurückgekehrt war, IT-Branche, nach zwanzig Jahren Wanderschaft durch Europa, London, Mailand, acht Jahre Zürich. «Als die Kinder in die Schule kamen, war es Zeit, nach Hause zu gehen», sagte er.

Jetzt war er auf Durchreise mit der Familie. Sie wohnen in Bayern, Ende der Wanderschaft. «Schön, wieder an einem Ort zu sein», sagte er, «wo die Nachbarin, die am Gartenzaun mit dir plaudert, mit dir aufs Gymnasium gegangen ist.» Schön, solange sie nicht die Polizei ruft, wenn er am Sonntag im Garten arbeitet.

Die Heuchler

Réda El Arbi am Dienstag, den 11. April 2017
Sein Umfeld war nicht ahnungslos.

Sein Umfeld war nicht ahnungslos.

Ich will nicht über den Fall Jürg Jegge schreiben. Das Thema ist zu sensibel und ein Blog wird weder den Opfern noch den widerlichen Taten gerecht.

Worüber ich aber sprechen muss, ist die selbstgerechte Art, wie der Fall von heute aus beurteilt wird. Damals schienen wohl eine Menge Leute gewusst oder vermutet haben, dass Jegge sich an den Jugendlichen verging, ohne sich eingemischt zu haben. Es gingen Gerüchte herum, man sprach hinter vorgehaltener Hand. Das ist grauenhaft und in meinen Augen beinahe so schwerwiegend wie die Tat selbst. Wenn das Umfeld es weiss und niemand eingreift,  raubt das den Opfern das Vertrauen in die Gesellschaft, ins Umfeld, ins Leben an sich.

Und heute ist aber alles anders?  Heute geschieht das nicht mehr, weil unsere Gesellschaft viel sensibler ist? Mitnichten. Nur die Behörden sind offener, sensibler. Die Gesellschaft selbst nicht wirklich.  Wie oft hat man sich schon unwohl gefühlt, weil in irgendeiner Familie, bei der Arbeitskollegin, bei einem Kind in der Klasse, bei der Nachbarin oder dem Nachbarsbuben etwas nicht stimmte? Und wie oft hat man sich eingemischt, nachgefragt, insistiert? Ja, es kann unangenehm werden. Aber manchmal kann es Seelen retten.

Aber in der Schweiz mischt man sich nicht ein. Man tuschelt heute noch genauso hintenrum über solche Verdächte wie damals in den 70ern. Oder kennt ihr vielleicht keine Situation in eurem Umfeld in den letzten Jahren, in denen es Gerüchte gab?

Ja, sexuelle Übergriffe wurden etwas enttabuisiert, die Opfer finden leichter selbst einen Weg, sich zu helfen. Es gibt mehr Meldestellen. Aber das Umfeld hat sich nicht geändert. Die meisten sexuellen Übergriffe werden in Familie und Umfeld begangen, egal ob an Frauen, Kindern oder Jugendlichen. Und genau dieses Umfeld scheut sich, etwas wahrzunehmen.

Nein, heute ist es nicht besser. Es gibt nur grössere Empörung, wenn so ein Fall es in die Medien schafft. Aber die meisten Fälle schaffen es nicht in die Medien, schaffen es nicht vor Gericht oder zur Anzeige. Die meisten Fälle schaffen es nur bis in die Gerüchteküche der Familie, des Vereins oder der Nachbarschaft. Und niemand hat die Eier, sich einzumischen und damit in eine unangenehme Situation zu begeben. Man will ja nicht involviert werden.

Traurigerweise sind es oft die gleichen Leute, die laut nach harten Strafen rufen, sich selbst aber lieber raushalten und im gleichen Atemzug die KESB und andere Institutionen verurteilen. Hinter dem Laptop lässt sich leicht mutig sein, aber im eigenen Umfeld wirklich hinschauen mögen sie nicht.

Also, wenn ihr das nächste Mal ein ungutes Gefühl habt, fragt nach. Natürlich setzt ihr euch damit dem Unwillen des Gegenübers aus. Natürlich ist das nicht angenehm. Natürlich braucht es Überwindung. Aber Zivilcourage ist nun mal nicht gratis.

Und lieber einmal zuviel nachgefragt, als ein einziges Kind, eine einzige Frau, in so einer Situation alleingelassen. Euer Unwohlsein beim Einmischen ist nämlich nichts im Vergleich zum Leiden der Opfer.

 

Galionsfigur der jungen Club-Stadt

Alex Flach am Sonntag, den 9. April 2017
Geschichte und Nachtleben schliessen sich nicht aus.

Geschichte und Nachtleben schliessen sich nicht aus.

Wer im Nachtleben nach den bestimmenden Strippenziehern sucht, der findet vorwiegend Leute, die zwischen Ende 30 und 50 Jahre alt sind. Einige wie beispielsweise Jean-Pierre Grätzer (Club Supermarket, ehemals Roxy) sind gar wesentlich älter.

Hier unterscheidet sich das Nightlife nicht von anderen Wirtschaftsbereichen: Man braucht Zeit um bis nach ganz oben zu gelangen, muss erst Erfahrung und Kontakte anhäufen und finanzielle Mittel freischalten können, um beispielsweise einen eigenen Club eröffnen zu können.

Dies vermittelt den Eindruck, dass die Zürcher Szene von Herren mittleren Alters bestimmt wird. Wie gesund der Clubbing-Nachwuchs ist, offenbart sich dem Aussenstehenden erst mit dem Blick auf eine Etage unter der Führungsebene: In den letzten Jahren ist in Zürich eine junge Generation leidenschaftlicher DJs, Produzenten und Veranstalter herangewachsen, die dereinst in den Chefsesseln Platz nehmen wird.

Nicholas «Nici» Faerber ist eine der Galionsfiguren dieser Generation und die Ausnahme von der Regel zugleich, denn er ist mit seinen 27 Jahren bereits Mitbesitzer eines Clubs und zwar des Klaus an der Langstrasse. Gegründet hat er diesen zusammen mit Tony Prati, Oli Jordan und dem Heaven Club-Betreiber Alain Mehmann, den er als Resident-DJ an dessen Behave-Partys in Friedas Büxe schätzen gelernt hat.

Das Klaus ist aber nicht Nici Faerbers einziger Job: Er arbeitet im Service des Locherguts und ist zudem ein gefragter DJ. Seine Hauptbeschäftigung ist jedoch die des Studenten der Geschichte mit Nebenfach deutsche Literatur an der Uni Zürich. Nici Faerber: «Ich hatte stets grosses Glück mit meinen Geschichtslehrern, die sich nie nur auf die reine Stoffvermittlung beschränkt haben und die darauf bedacht waren in ihren Schülern die Begeisterung für das Fach zu wecken. Ich könnte mir gut vorstellen einmal selbst Geschichte an einem Gymnasium zu unterrichten».

Sein Einstieg ins Nachtleben ist dem Zufall zu verdanken: Vor circa zehn Jahren ist er mit Lukas Hess alias Luke Redford an einer WG-Party für die DJs eingesprungen, die da eigentlich hätten spielen sollen und denen kurz vor ihrem Set der Laptop kaputtgegangen ist. Daraus ist dann das Duo Starship Troopers entstanden: «Wir waren Teenager und fanden das Pseudonym damals mega lässig», sagt Faerber. Kurz nach der Gründung sorgten die beiden auch gleich für den ersten Aufruhr und zwar als DJs der legendären Tram-Partys während derer beim Stadelhofen der hintere Wagen eines 2er-Trams geentert wurde, samt Deko und Soundsystem. Nici Faerber lacht: «Als sogar Tele Züri die Story brachte, hat uns die Panik gepackt und wir haben unsere Artist-Page von Facebook gelöscht».

Aus einem Sammelsurium von Zufällen und Anekdoten ist eine der aktuell steilsten Zürcher Nachtleben-Karrieren geworden, wobei Nici Faerber sich nicht sicher ist, ob seine berufliche Zukunft tatsächlich in diesem Umfeld liegt: Er hält sich alle Türen offen und wer weiss… vielleicht wird aus ihm ja tatsächlich ein Geschichtslehrer.

Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof Basel, Nordstern Basel, Rok Luzern und Härterei.