
Am Donnerstag vergangener Woche war es tatsächlich für einen Moment lang so weit: Ein Euro kostete 1,1992 Franken. Das erste Mal seit September 2011 war die Währung unter 1,20 Franken gerutscht. Die Nationalbank reagierte prompt. Am Nachmittag lag der Euro wieder über der Kursgrenze, die der ehemalige Notenbank-Chef Philipp Hildebrand im Vorjahr ausgegeben hatte und die de facto eine Bindung des Franken an den Euro darstellt.
Die damals kritisierte Massnahme erweist sich rückblickend als Erfolg. Sie brachte die Notenbank zurück in die schwarzen Zahlen. Sie verringerte die Wechselkursvolatilität und gab den Unternehmen Planungssicherheit. Und, so die SNB in ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung im März: Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die Wirtschaftslage in der Schweiz stabilisiert.
Für 2012 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von einem Prozent erwartet, die Inflation wird mit -0,6 Prozent prognostiziert. Über Null gerät sie dann erst wieder im nächsten Jahr (+0,4 Prozent), 2014 sollen es +0,6 Prozent sein.
Inflation, so scheint es, ist vorerst also kein Grund, besorgt zu sein. Und selbst wenn die SNB in Zukunft weiter im grossen Stil Franken drucken muss, um europäische Währung in unbegrenzter Menge kaufen zu können, ändert das daran nichts.
Weiterlesen »

Am Donnerstag vergangener Woche war es tatsächlich für einen Moment lang so weit: Ein Euro kostete 1,1992 Franken. Das erste Mal seit September 2011 war die Währung unter 1,20 Franken gerutscht. Die Nationalbank reagierte prompt. Am Nachmittag lag der Euro wieder über der Kursgrenze, die der ehemalige Notenbank-Chef Philipp Hildebrand im Vorjahr ausgegeben hatte und die de facto eine Bindung des Franken an den Euro darstellt.
Die damals kritisierte Massnahme erweist sich rückblickend als Erfolg. Sie brachte die Notenbank zurück in die schwarzen Zahlen. Sie verringerte die Wechselkursvolatilität und gab den Unternehmen Planungssicherheit. Und, so die SNB in ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung im März: Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die Wirtschaftslage in der Schweiz stabilisiert.
Für 2012 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von einem Prozent erwartet, die Inflation wird mit -0,6 Prozent prognostiziert. Über Null gerät sie dann erst wieder im nächsten Jahr (+0,4 Prozent), 2014 sollen es +0,6 Prozent sein.
Inflation, so scheint es, ist vorerst also kein Grund, besorgt zu sein. Und selbst wenn die SNB in Zukunft weiter im grossen Stil Franken drucken muss, um europäische Währung in unbegrenzter Menge kaufen zu können, ändert das daran nichts.
Lire la suite »



