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Artikel-Schlagworte: „Franken“

Brauchen wir den Euro? Szenarien für die Schweiz, falls die europäische Währung zerbricht

Gerhard Fehr am, Dienstag 17. April 2012

In der vergangenen Woche habe ich mir hier im Blog darüber Gedanken gemacht, warum die Bindung des Franken an den Euro aus verhaltensökonomischer Sicht Sinn ergibt. Es wurde einer der am meisten gelesenen Artikel in diesem Blog, was mich einerseits ehrt, aber andererseits vor allem dafür spricht, dass das Schicksal des Euro und dessen Auswirkungen auf die Schweiz noch immer sehr viele Menschen bewegt. Und sehr oft enden deren Sorgen bei der grossen Frage: Was wird mit uns, wenn der Euro zerbricht?

Das mag zwar aus heutiger Sicht ein rein hypothetisches Szenario sein, doch für diesen Artikel gehe ich einfach einmal davon aus, dass sich die Euro- und Schuldenkrise ausweiten wird und Griechenland den Euroraum verlässt – zum Beispiel, weil sich das Land selbst dazu entscheidet.

Immerhin gibt es deutliche Indizien darauf, dass dieses Szenario nicht gänzlich ausgeschlossen ist.

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In der vergangenen Woche habe ich mir hier im Blog darüber Gedanken gemacht, warum die Bindung des Franken an den Euro aus verhaltensökonomischer Sicht Sinn ergibt. Es wurde einer der am meisten gelesenen Artikel in diesem Blog, was mich einerseits ehrt, aber andererseits vor allem dafür spricht, dass das Schicksal des Euro und dessen Auswirkungen auf die Schweiz noch immer sehr viele Menschen bewegt. Und sehr oft enden deren Sorgen bei der grossen Frage: Was wird mit uns, wenn der Euro zerbricht?

Das mag zwar aus heutiger Sicht ein rein hypothetisches Szenario sein, doch für diesen Artikel gehe ich einfach einmal davon aus, dass sich die Euro- und Schuldenkrise ausweiten wird und Griechenland den Euroraum verlässt – zum Beispiel, weil sich das Land selbst dazu entscheidet.

Immerhin gibt es deutliche Indizien darauf, dass dieses Szenario nicht gänzlich ausgeschlossen ist.

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Ist ein starker Franken gut für uns? Warum die Bindung an den Euro Sinn ergibt

Gerhard Fehr am, Dienstag 10. April 2012

Am Donnerstag vergangener Woche war es tatsächlich für einen Moment lang so weit: Ein Euro kostete 1,1992 Franken. Das erste Mal seit September 2011 war die Währung unter 1,20 Franken gerutscht. Die Nationalbank reagierte prompt. Am Nachmittag lag der Euro wieder über der Kursgrenze, die der ehemalige Notenbank-Chef Philipp Hildebrand im Vorjahr ausgegeben hatte und die de facto eine Bindung des Franken an den Euro darstellt.

Die damals kritisierte Massnahme erweist sich rückblickend als Erfolg. Sie brachte die Notenbank zurück in die schwarzen Zahlen. Sie verringerte die Wechselkursvolatilität und gab den Unternehmen Planungssicherheit. Und, so die SNB in ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung im März: Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die Wirtschaftslage in der Schweiz stabilisiert.

Für 2012 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von einem Prozent erwartet, die Inflation wird mit -0,6 Prozent prognostiziert. Über Null gerät sie dann erst wieder im nächsten Jahr (+0,4 Prozent), 2014 sollen es +0,6 Prozent sein.

Inflation, so scheint es, ist vorerst also kein Grund, besorgt zu sein. Und selbst wenn die SNB in Zukunft weiter im grossen Stil Franken drucken muss, um europäische Währung in unbegrenzter Menge kaufen zu können, ändert das daran nichts.

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Am Donnerstag vergangener Woche war es tatsächlich für einen Moment lang so weit: Ein Euro kostete 1,1992 Franken. Das erste Mal seit September 2011 war die Währung unter 1,20 Franken gerutscht. Die Nationalbank reagierte prompt. Am Nachmittag lag der Euro wieder über der Kursgrenze, die der ehemalige Notenbank-Chef Philipp Hildebrand im Vorjahr ausgegeben hatte und die de facto eine Bindung des Franken an den Euro darstellt.

Die damals kritisierte Massnahme erweist sich rückblickend als Erfolg. Sie brachte die Notenbank zurück in die schwarzen Zahlen. Sie verringerte die Wechselkursvolatilität und gab den Unternehmen Planungssicherheit. Und, so die SNB in ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung im März: Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die Wirtschaftslage in der Schweiz stabilisiert.

Für 2012 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von einem Prozent erwartet, die Inflation wird mit -0,6 Prozent prognostiziert. Über Null gerät sie dann erst wieder im nächsten Jahr (+0,4 Prozent), 2014 sollen es +0,6 Prozent sein.

Inflation, so scheint es, ist vorerst also kein Grund, besorgt zu sein. Und selbst wenn die SNB in Zukunft weiter im grossen Stil Franken drucken muss, um europäische Währung in unbegrenzter Menge kaufen zu können, ändert das daran nichts.

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