Die Schweiz kann höher springen

Greenpeace-Protest in Bern gegen Amerikas Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

Vom Rückzug der USA unbeeindruckt hat der Ständerat die Schweizer Ratifikation des Pariser Klimaabkommens genehmigt. Die Schweiz will also – und das haben wir mit 193 anderen Ländern und zahlreichen US-Bundesstaaten gemeinsam – ihren fairen Beitrag an die Vermeidung einer Klimakatastrophe leisten. Das Fieber soll auf «deutlich unter 2 Grad und möglichst 1,5 Grad Celsius» begrenzt werden. Weil mehr brandgefährlich ist.

Jedes Land bestimmt selbst, wie viel es zur Ausheilung des Klimafiebers beiträgt. Festgeschrieben ist lediglich, dass es reichen muss, um die Nettoemissionen weltweit auf null zu bringen. Alle fünf Jahre wird Bilanz gezogen und nachgebessert. Industriestaaten wie die Schweiz sollen dabei wegen der hohen historischen Emissionen und der grösseren Handlungsfreiheit vorangehen.

Weitere Details zur Festlegung nationaler Ziele und Massnahmen kann jeder Staat der ausführlichen wissenschaftlichen Literatur entnehmen, picobello aufbereitet vom Weltklimarat und auch von der Akademie der Wissenschaften Schweiz. Fazit: Paris umsetzen heisst, unsere Emissionen bis spätestens im Jahr 2050 auf netto null runterbringen.

Für null Emissionen …

Wir haben noch 33 Jahre bis zum Vollstopp: kein Benzin, Diesel, Heizöl, Kerosin oder Erdgas, keine Finanzanlagen in Kohle und Pipelines, Kursänderung in der Landwirtschaft. Einmal Systemwechsel mit allem und das Steuer herumreissen, bitte!

Die gute Nachricht: Wir haben schon angefangen. Mit Bekanntem aufhören kostet Überwindung, es bringt aber auch Chancen: saubere Luft, einheimische Arbeitsplätze, Unabhängigkeit von ausländischen Lieferanten und kriegerischen Handlungen. 10 Milliarden pro Jahr in der Schweiz ausgeben statt im Ausland.

Auch gut ist: Der Handlungsspielraum ist riesig. Wir haben die höchste Ölheizungsdichte in Europa, die verschwenderischste Automobilflotte und ein noch gänzlich brachliegendes Potenzial in der Landwirtschaft. Damit wir alle klimaklug handeln, muss der Rahmen stimmen. Die kommende Revision des CO₂-Gesetzes liegt perfekt dafür.

… brauchen wir drei Richtungswechsel

Erstens: Die Reduktion von Treibhausgasen im Inland muss den Pfad für null bis 2050 vorbereiten. Mehr am Anfang, weniger am Schluss. Damit bewahren wir unseren Handlungsspielraum und fahren langfristig billiger. Die aktuell vorgesehene Reduktion von 30% im Inland bis 2030 ist unverantwortlich tief. Zu sagen, 30% sei ambitiös, ist, als ob ein Hochspringer für seinen Sprung auf den Randstein Applaus erwarten würde.

Zweitens: Der Verkehr, Klimasünder Nummer 1, muss endlich liefern. Eine CO₂-Abgabe auf Treibstoffe wäre wünschenswert. Deutlich schärfere CO₂-Grenzwerte auch: zum Beispiel 50 g CO₂ pro km bis 2025. Oder wieso nicht ab 2025 keine Verbrennungsmotoren mehr erlauben? Andere Länder wie Norwegen haben das vor, wir verlieren uns derweil in ideologischen Grabenkämpfen.

Drittens: Wir müssen uns endlich wieder die Frage stellen: Weshalb machen wir das eigentlich? Verkehr und Konsum steigen rasant, doch glücklicher sind wir nicht. Der Stress steigt mit den Emissionen. Wenn wir klimaklug handeln, sinkt beides.

39 Kommentare zu «Die Schweiz kann höher springen»

  • Rico Hauser sagt:

    Wenn es nach Greenpeace ginge, sollten wir Schweizer uns energiemässig zu Tode sparen. Wir sollen uns buchstabengetreu an fragwürdige Abmachungen halten, während alle anderen machen, was ihnen gerade gefällt. Dabei ruinieren wir unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand, während uns die anderen dafür auslachen.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rico Hauser:
      also wenn isch sehe, wie hier Energie verschwendet wird, dann muss ich sagen: sie reden Quatsch! Nix mit „zu tode sparen“, wenn wir z.B. nur schon den Standbymodus eliminieren würden (reine Faulheit!), könnten wir gleich ein Beznau abstellen!
      Also, denken vor dem bashen!

      • Hofstetter Josef sagt:

        Thomas Jobs; Kein Problem, fangen Sie doch bei Ihnen an indem Sie den Computer nur noch max Stunde am Tag eingeschaltet haben. Fernsehne ist für Sie tabu., wenn Sie nicht bereits um 20.00 Uhr bim Bett sind, benützen Sie nur noch Kerzen. In dieser Jahreszeit oder bei Temperaturen wie heute. nicht kochen, sondern nur kalt essen. Kühlschrank und Tiefkühltruhe existieren bei Ihnen überhaupt nicht. Haben Sie schon einmal ein Stahlwerk besucht, sollen diese de Elektroden mit Kerzen aufwärmen. Ein Ofen mit Elektroden aufzuheizen, braucht ungefähr die Strommenge einer Stadt wie Luzern. Herr Jobs, glauben Sie. Sie könnten in der Schweiz noch Industrien zum laufen bringen. Mit den Windrädli und den Sonnekollektoren alles während 24 Stunden am Tag, wo leben Sie?

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Josef Hofstetter:
          soso, sie wollen uns schon wieder weiss machen, dass die Elektrönchen aus dem AKW stärker sind, als die aus den EE? Echt jetzt? Doping für Elektronen oder einfach nur haltloser Mumpitz?!
          .
          Im Vergleich zu ihnen tue ich seit Jahren etwas um den Verbrauch zu verringern! So brauche ich ca. die Hälfte des Stroms und ca. die Hälfte der Heizenergie im Vergleich zu meinem Nachbarn; bei gleicher Haus- und Familienkonstellation!
          Und sie, was haben sie ausser Worthülsen vorzuweisen?

        • Rolf Gysling sagt:

          Ich finde es wieder spannend wie es immer wieder die anderen zuerst machen sollen. Für Privathaushalte ist ein Selbstversorgung für einen grossen Teil des Jahres heute schon realistisch machbar (Sonnenenergie + Batterien). Das ist technisch machbar und bezahlbar. Neue Anwendungen erlauben es sogar mit diesen Mikroproduzenten das Netz zu steuern. Es gibt in der Schweiz 3 Stahlwerke also nicht übertreiben. Stahl Gerlafingen Stromverbrauch 360GWh vs. Schweizweiter Standbyverbrauch (geschätzt) 2TWh. Soviel zu Fakten vs. Bauchgefühl

        • Rudolf Wildberger sagt:

          @Tomas Jobs: Sie habenn offenbar keine Ahnung von den Grössenordnungen. Vor 200 Jahren abeitete z.B. sogar die Metallindustrie mit erneuerbarer Energie. Die Folge war Kahlschlag der Wälder. Als Beispiel verkaufte das Enngadin das Holz ins Tirol und da die Gegend um den Ofenpass dadurch verwüstet worden war und nur noch minimalen Nutzwert hatte, war der lokale Widerstand gegen einen Nationalpark nicht gross. Die oben beschribenen Auswirkungen waren vor dem Boom der Eisenbahnen und Stahlindustrie und die Weltbevölkerung unter 3 Mia.
          Gegen solche Zwänge helfen Standby ausschalten nicht sondern dienen nur zur Beruhigung des eigenen Gewissens, dass man etwas tut. Wieviel es bewirkt wird bezeichnenderweise nicht hinterfragt.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Rudolf Wildberger:
            Stahl Gerlafingen Stromverbrauch: 380 GWh/pa, Standbymodus eliminieren: ca. 2TWh/pa oder anders formuliert könnte man 5 Stahl Gerlafingen in der Schweiz betreiben!
            Was wollten sie mir zu den Relationen genau sagen?

          • Rudolf Wildberger sagt:

            Herr Jobs, ich weiss zwar nicht was sie alles im Standbymodus betreiben, aber ihre Rechnung besagt, dass jeder Schweizer Haushalt 500kWh pro Jahr so verbrät?
            Bei mir wäre das 1/5 des Stromverbrauchs mit Kochen, Waschen, Kühlschrank und Beleuchtung – Unsinn.
            Laut ihrer Statistik werden 60W im Leerlauf verbraucht. Das sind ein bisschen mehr als ein rotes Lämpen am TV-Gerät. oder ein eingestecktes Ladegerät. 60W können sich nicht versteckenn, die heizen auch. Dieser Stabdbyverbraucbh ist nach meiner Meinung eine unsinnige Hochrechnung und widerspricht meiner Erfahrung zuhause und am Arbeitsplatz.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Rudolf Wildberger:
            wer redet nur vom Haushalt? Sie, ich nicht!
            Natürlich dürfen sie die Angaben anzweifeln, aber noch besser wäre es, dass sie danach googlen würden und nicht nur irgendwelche Durchschnittsrechnungen machen würden…!

  • s.frei sagt:

    klar kann die schweiz höher, wir bezahlen jeden scheiss ! die ganze künstliche CO2&solarindustrie dankt. wie der „terrorismus“krieg ist die umweltgeschichte eine riesige geldmaschine, welche alle weg-mobbt, die es wagen zu hinterfragen. als saubermann der welt , muss die schweiz, leider nun ohne burkhalteer (sic) die welt retten. die jungen sind wie 68 mit mao/woodstock für alles zu motivieren, was scheinbar die welt verbessert (für/vor was ?)…..

    • Matthias sagt:

      Schon krass, dass viele Leute noch gar nicht begriffen haben, dass es um nichts weniger geht als um das Überleben unserer Zivilisation. In der Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele von Zivilisationen welche durch weit geringere, rein lokale Klimaänderungen untergegangen sind. Was neu ist: Zum ersten mal ist eine Klimakatastrophe in globalem Ausmass (und einer in historischen Zeiten unbekannten Grössenordnung) durch die Menschen selbst verursacht – aber könnte von diesen, etwas Einsicht und Vernunft vorausgesetzt, noch entscheidend abgemildert werden. Aber wie gesagt: Einsicht und Vernunft und dementsprechendes entschlossenes Handeln wären gefragt. Andernfalls sieht die Zukunft unserer Kinder und Enkel leider zappenduster aus. 🙁

    • Thomas Jobs sagt:

      @ s.frei:
      die grössten Kriege der letzten 30 Jahre wurden zum überwiegenden Teil durch die Gier nach Öl geführt! Daraus werden auch sicherlich die Hälfte der Flüchtlinge generiert, welche man hier wegen der EW am höheren Verbrauch mitschuldig macht. Ihr Kommentar ist also absolut falsch!

    • Rudolf Wildberger sagt:

      @Mathias: Schon krass, was der Machbarkeitswahn für Blüten treibt. Die Menschheit handelt nicht als Ganzes, weil sie nicht kann. Tief in uns steckt das Verhaltensschema: Die eigen Gruppe stützen gegen fremde oder gar feindliche Gruppen. Der lokale Gruppenegoismus siegt immer über den Globalen Nutzen. Die Vernunft ist da nur ein dünner Firnis. Die Triebkräfte die uns zum entschlossenen Handeln führen, haben eine tiefere Basis. Die Vernunft ist nur ein Mittel und kein allmächtiges. Deshalb wird ihre angekündigte Zivilisationskatatstrophe mit grosser Wahrschinlichkeit eintreten. Da ist es am vernünftigsten, nach Strategie zu suchen, dass unsere Zivilsation trotz Klimaerwärmung noch die Kurve noch kratzt. Das ist aber aus den oben angefürten Gründen nur lokal möglich.

  • tim meier sagt:

    Norwegen: exportiert kräftig Erdöl und Erdgas und finanziert damit sein Saubermannimage für ein geplantes Verbot von Verbrennungsmotoren. Ehrlicher wäre natürlich, die Förderung von Öl und Gas zu stoppen. Nur lassen sich mit Fischfang keine ambitionierten Klimaziele querfinanzieren.
    Die Schweiz trägt weniger als 1 % am weltweiten CO2-Ausstoss bei. Panikmache ist fehl am Platz. Das mag ignorant tönen, entspricht aber den Fakten.

    • Matthias sagt:

      @meier: Das Argument mit der Kleinheit der Schweiz ist einfach ein Witz. Es geht hier um ein globales Problem, das jeden Menschen gleichermassen betrifft, ganz egal ob er in einem kleinen oder einem grossen Land lebt. Tatsächlich gehören wir Schweizer zu den Menschen, die pro Kopf am meisten CO2 ausstossen. Logischerweise müssen wir uns dementsprechend mehr Mühe geben, um den Ausstoss zu reduzieren als z.B. Drittweltländer, wo der Pro-Kopf-Ausstoss deutlich geringer ist. Oder soll ein Schweizer nach Herzenslust CO2 ausstossen dürfen, einfach weil er zufällig in einem kleinen Staat lebt, aber ein Deutscher, Inder oder Chinese muss sparen und verzichten, nur weil diese Länder halt grösser sind als die Schweiz? Das wäre ja nicht nur total unfair sondern geradezu absurd.

      • tim meier sagt:

        Wozu hat sich z.B. China verpflichtet? Steigerung CO2 Ausstoss bis 2030 und dann Senkung. Somit könnten wir hier dicht machen und keiner merkt was davon. Wenn nicht in allen Ländern mit der gleichen Elle gemessen wird, bleibt die ganze Übung eine Farce.
        Drittweltländer haben den gesamten Wohlstandsaufschwung noch vor sich. Die können gar nicht weniger CO2 produzieren. So präsentieren sich die Fakten wenn man sie auch sehen will.

        • Matthias sagt:

          @meier: Die Chinesen sind möglicherweise schneller als wozu sie verpflichtet wären – sie haben in den letzten Jahren jedes Jahr mehr Solarkapazität und fast soviel Windkapazität zugebauten als jeweils alle anderen Länder zusammen. Ähnlich sehen auch die Zuwachsraten bei E-Autos aus. Die chinesische Führung scheint wild entschlossen, so schnell wie möglich von allen fossilen Energiequellen wegzukomme. Und unser Pro-Kopf-Ausstoss ist nun einmal viel höher als jener der Chinesen, besonders wenn Sie die graue Energie in importierten Produkten berücksichtigen. Dementsprechend müssen wir halt schneller und stärker senken (nicht „dicht machen“). Letztendlich müssen aber alle Länder einfach so schnell wie möglich auf 0 kommen – alles andere wäre schlicht zivilisatorischer Selbstmord.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ tim meier:
      richtig, wir sind die kleine Schweiz, wir dürfen so richtig rumsauen, sollen doch die grösseren Länder sparen!
      Oder beim weglassen der Ironie einmal überlegen, wie viele Plätze im Ranking des ökologischen Fussabdrucks noch vor uns liege und erkennen, dass wir mit unserem Lebenswandel sehr nahe an der Spitze sind!

    • Oreg Meyer sagt:

      Die pro-Kopf-Emissionen der Schweiz gehören zum meistverschmutzenden 1/3 der Welt. Addiert man unsere Konsumimporte verdoppelt sich der Ausstoss noch einmal.
      Wenn unsere Kleinheit ein Argument wäre, bräuchte niemand etwas zu tun, weil jeder Mensch ja nur einer von Milliarden ist. Als reiches Land mit überdurchschnittlicher Umweltbelastung haben wir im Gegenteil eine besondere Verantwortung.

    • Gerhard Engler sagt:

      Norwegen hat die Zeitungsente „Verbot von Diesel und Bezin bis 2025“ längst dementiert. Ich hoffe, dass Greenpeace sich ansonsten auf zuverlässige Quellen abstützt.

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Für die Ideologen bei den Grünen ist es ein hohes Ziel den Wohlstand der Schweiz abzusenken. Mit der gegenwärtigen Politik legen wir nachhaltige Grundlagen dazu.

  • Molnar sagt:

    Pariserabkommen war Gestern. Willkommen in der Gegenwart.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Energieeffizienz und andere Umwelt und ressourcenschonende Technologien sind der Schlüssel zur Zukunft. Wenn ein gemeingefährlicher Irrer, wie dieser Trump diesen Schlüssel ins Gulli schmeisst, sollten wir das nicht nachäffen, sondern den wirtschaftlichen und ökologischen Vorsprung den uns das verschafft ausbauen und nutzen. Wir werden nicht darum herumkommen auch beim Verkehr den CO2-Ausstoss massiv zu senken. Die Verlagerung zum öV und zum Langsamverkehrs zu Fuss und mit dem Velo sowie die Elektromobilit gespiesen mit Solar- und Wasserstrom sind die Mittel dazu. Wenn wir wieder mehr zu Fuss und mit dem Velo unterwegs sind, werden wir uns nicht zu Tode sparen. Nein, ganz im Gegenteil, wir tuen auch unserer Gesundheit etwas gutes und senken die Gesundheitskosten.

  • Brian Schlegel sagt:

    Und Ausdrücke wie „klimaklug“ und „Klimafieber“ sollen die Dringlichkeit wohl noch unterstreichen. Wie „Klimaleugner“, womit man umgehend in die Schmuddelecke gedrängt wird, wenn man es wagt , die Effizienz der ganzen Klimaabkommen zu bezweifeln. Das Klima wird sich weiter ändern, ob wir nun mit gutem (?) Beispiel vorangehen oder nicht. Aber immerhin können wir uns auf die eigene Schulter Klopfen, weil wir wieder einmal Klassenbester sein dürfen. Bis 2025 den Strombedarf für die dannzumal ausschliesslich mit Strom betriebenen Schweizer Fahrzeuge aus erneuerbaren Energiequellen decken zu wollen zeugt wohl eher von „klimakrampf“.

  • Rico Hauser sagt:

    Die meisten Schweizer haben jetzt die Nase voll von den ewigen Zwängereien von Greenpeace & Co., deren Ziel es ist, uns auf den Lebensstandard eines Entwicklungslandes zurückzuführen. Asiaten und Afrikaner wollen nur eines: Möglichst viel Wohlstand, mehr Mobilität, mehr Fleisch usw.. Umweltfragen sind dort nur gut genug, um mit dem Zeigefinger auf Europa zu zeigen und mehr Ablassgelder zu fordern. Diese Spiel sollten wir nicht mitmachen.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rico Hauser:
      Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst.
      Gustav Heinemann
      .
      oder anders formuliert: sie dürfen in Wohlstand und Verschwendung leben und ihre zitieren Afrikanern mit mehr CO2 noch mehr Dürren bescheren!

  • Hansjürg sagt:

    Irgendwer bezahlt für mich immer den Jahresbeitrag für die Greenpeace-Mitgliedschaft. Das ist eine etwas teure Art mich zu ärgern und ich würde gerne wissen wer das macht, also Geld so zum Fenster hinauszuwerfen…

  • Maria Sah sagt:

    Das Ziel, den Ausstoss innert weniger Jahrzehnte auf 0 zu senken ist meines Erachten illusorisch. Dies nur schon deswegen, weil Ölheizungen häufig nicht etwa durch Wärmepumpen oder Solaranlagen ersetzt werden, sondern durch Gasheizungen. Und die stossen bekanntlich ebenfalls CO2 aus. Bei den Fahrzeugen wird man auch nicht einfach Verbrennungsmotoren verbieten können, denn sobald man ins Ausland fährt, muss man auch unter den dortigen Umständen fahren können. Wenn nicht in ganz Europa das Netz an EL-Tankstellen dicht genug ist, wird auch weiterhin ein Verbrennungsauto haben müssen wer ins Ausland fährt.

  • kurt Schlup sagt:

    Als erstens ist dieses Abkommen nicht mal das Papier wert. Den es Stehen keine verbindlich- keiten darin, wo man ein Land zwingen kann das versprochene einzuhalten. Und somit ist das ganze eine verlogene Sache. Oder haben wir so viele naive Bürger wo meinen die Umweltverschmutzung kan man an der Grenze aufhalten, also Träumt weiter.

    • Röschu sagt:

      Nicht nur stehen keine Verbindlichkeiten drin, das Abkommen enthält auch keine Strafen bei Nichteinhaltung. Dies ist im übrigen auch der Grund, weshalb so viele Nationen mitmachen. Die Regierungen der unterzeichnenden Nationen stehen bei den fanatischen Umweltschützern und anderen Naivlingen gut da, riskieren aber im Grunde gar nichts, auch wenn Sie keinerlei Massnahmen ergreifen (wollen).

      • hubert sagt:

        genau, es wäre wirklich gut, dieses Abkommen mal zu lesen und zu versuchen, zu verstehen was da drin steht.
        Die Chinesen haben versprochen, nur soviel Oel zu verbrauchen, wie es ihre langfristige Wirtschaftsprognose sowieso vorsieht und die Inder haben eine Verbesserung versprochen, welche nur der Hälfte entspricht, was sie aktuell schon verbessern.
        Das Pariser Abkommen hat quasi keinen Inhalt

  • Röschu sagt:

    Uiuiui… ganz schön naiv Norwegen, immerhin einer der weltweit grössten Exporteure von Erdöl und Erdgas, als gutes Beispiel zu nennen.

  • Willi sagt:

    Ihre Forderungen in Ehren, werter Herr Klingler. Die ‚Realpolitik‘ sieht dann aber doch ein wenig anders aus. Der grüne Wilfried Kretschmann hat (im Gegensatz zu seiner nationalen Partei) ein geschärftes Auge für Realpolitik und ist gerade deshalb der erklärte baden-württembergische ‚Superstar‘. Das Modewort „Disruption“ geht ihm flott über die Lippen. Das gefällt den Ingenieuren. „Wir fühlen uns verstanden“, sagte der Bosch-Chef, eine Instanz im Lande. „Das ist nicht mehr unser Land“, sagten die Unternehmer nach seiner Wahl vor 5 Jahren. Und heute klatschen diese dem Realpolitiker Beifall: Das ist grüne Realpolitik. [Auszüge aus der Frankfurter Allgemeinen]. Oder anders ausgedrückt: Die technologische ‚Disruption‘ wird es schon richten …

  • Sacha Maier sagt:

    Der Ersatz unserer Benzin- und Dieselfahrzeuge gegen ökobraunkohlestrombetriebene Elektrofahrzeuge macht in der Tat Sinn. Nicht umsonst macht sich die Kohleindustrie seit Jahrzehnten stark für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Auch unterstützt sie die Anti-Kernkraftbewegungen. Wenn wir Kohlestrom importieren, fällt das CO2 nicht bei uns an, sondern in DE, CZ, IT, oder PL. So können wir getrost die Forschung in moderne, abfallfreie Fusionstechnologien zugunsten einer gut ausgebauten CO2-Abgabe für Importgas abklemmen. Dem Volch muss man bloss erzählen, dass solarer Winternachtsstrom machbar ist, wenn wir nur genug daran glauben und viele hydraulische Speicherwerke mit einem Arbeitsvermögen von je etwa ein paar dutzend GWh bauen. Mit Linth-Limmern steht schon das erste Exemplar.

  • Margot sagt:

    Green Peace? Die meisten können ja nicht mal Umweltverschmutzung und Klimawandel unterscheiden. Da gibt es ein wunderbares Interview mit einer Green Peace Aktivistin: „Greenpeace-Aktivistin wird mit dem Klimaschwindel konfrontiert“ So ticken diese Leute, hirnlos! Wir brauchen unbedingt mehr von diesem Pflanzennahrungsmittel CO 2. Es gibt in der Erdgeschichte nur ganz wenige Dekaden wo man sowenig CO 2 hatte wie heute hatte.

  • Vera sagt:

    Sogar ohne Verträge wäre es gut den Benzingebrauch zu verringern, weil wer Benzin kauft, subventioniert damit der Terrorismus.

  • Vera sagt:

    Sogar ohne Verträge wäre es gut den Benzingebrauch zu verringern, weil wer mit Benzin fährt, vergiftet unsere Kinder.

  • werner boss sagt:

    Es scheint fast als habe noch niemand bemerkt, dass das Sparen von Energie nicht einen Frage des Wie ist, sondern wo! Warum wohl sitze ich fast jedes Wochenende alleine, als einziger im ganzen Quartier zu Hause? All diese Leute befinden sich mehr oder weniger motorisiert zwei Tage auf den Strassen unterwegs! Muss das sein? Jedes verlängerte Wochenende wird in den Süden und wieder zurück gefahren! einfach so. Stumpfsinnig und absolut nicht nachhaltig.

  • werner boss sagt:

    Irgendwo….. habe ich gelesen; Wildwassertrend erobert die Schweiz ! Das heisst es wird immer häufiger mit viel Plastik die noch sauberen Bergbäche herunter gefahren. Dabei entsteht mit Sicherheit viel Abrieb aus den giftigen Plastikteilen! Warum redet da niemand von Gewässerverschmutzung? Und dies erst noch zum Vergnügen!

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