Wachsen oder untergehen

Wachsendes Weltwirtschaftsunternehmen: Google-Gebäude in Zürich. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Eine Mehrheit des Schweizervolks hat am 12. Februar gegen die Globalisierung und das Wachstum seiner stärksten Unternehmen abgestimmt. 60% des Stimmvolks glauben nicht mehr daran, dass mit der Senkung von Steuerschwellen die Firmen erfolgreich und ihr eigener Wohlstand grösser werden kann. Hat das Schweizervolk den Glauben an die Zukunft verloren?

Allein schon der Migros-Konzern hat in Frankreich rund um Genf fünf Filialen eröffnet. Dort sollen die Schweizer günstig einkaufen, was sie in der Schweiz teurer bezahlen müssen. Der Coop-Konzern wächst im europäischen Ausland rascher als in der Schweiz. Peter Spuhlers Stadler Holding für moderne Nahverkehrszüge bewirbt sich rund um den Globus um neue Aufträge. Die Schindler Holding, die Aufzüge und Rolltreppen in aller Welt verkauft, war nie erfolgreicher. Magdalena Martullo-Blocher, Chefin der Ems-Chemie, macht Rekordgewinne in der globalen Auto-und Ski-Industrie.

Steuerzahler und Spitzenkonsumenten

Sie alle wollen wachsen und mit ihnen die Schweiz. In Basel wachsen Roche, Novartis, Lonza und viele andere. Zürich hat mit Google ein Traumunternehmen der Weltwirtschaft gewonnen, das an der Limmat bereits 2500 Mitarbeiter beschäftigt und 4000 anstrebt. In Bern und Genf wachsen die nationalen und globalen Verwaltungen, was nicht jedem Steuerzahler gefällt, aber mit hohen Salären für Steuerzahlungen sorgt. In Genf allerdings zahlen die UNO-Mitarbeiter und die vergleichbarer Institutionen keine Steuern. Sie treiben jedoch den Spitzenkonsum in der Immobilienbranche, der Hotellerie und Gastronomie voran.

Wer nicht wächst, das sind die Bergkantone. In Graubünden gibt es kaum noch ein Wachstum; wer kann, verlässt als junger und gut ausgebildeter Mensch die Churer Grossregion. Der Kanton Bern wächst auch zu wenig für seine Grösse; die Privatwirtschaft hat den Dampf dort weitgehend verloren. Täglich wird der Kanton Bern von den anderen Schweizer Steuerzahlern mit drei Millionen Franken unterstützt, um nicht bankrottzugehen. Das ist die Alternative zur Marktwirtschaft.

Es muss klar sein: Wer nicht wachsen will, geht unter. Wir erleben dies in der Textilindustrie, die einst gross war in der Schweiz, heute aber nur noch ein Schatten einstiger Grösse ist. Wer Kleider von Akris aus St. Gallen kauft, gehört zur Weltspitze. Der Schweizer Textildetailhandel liegt am Boden mit Ausnahme der Mode Bayard Group von Fredy und Silvia Bayard, die 76 Läden mit Erfolg betreiben. Die unternehmerische Kreativität der beiden Eigentümer hat sich gegen alle Markttrends durchgesetzt.

Unsere Grossbanken werden immer bedeutungsloser

Wir erleben dies, derzeit besonders traurig, bei unseren beiden Grossbanken. Sie, die einmal Weltspitze werden wollten, werden heute unter «ferner liefen» abgehandelt. Es ist paradox: Wir haben wirklich die besten Bankangestellten der Welt, aber global werden wir immer bedeutungsloser. Die Amerikaner und Chinesen stellen unsere Banken längst in den Schatten. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis eine der beiden Grossbanken andernorts «eingebettet» wird.

Die Raiffeisen-Gruppe unter Pierin Vincenz und die Bank Bär mit Boris Collardi an der Spitze haben gewaltige Anstrengungen unternommen, sich von diesem Niedergang abzuheben. Pierin Vincenz ging Risiken ein, ganz wie Boris Collardi auch, aber ohne Risiken gibt es kein Wachstum. Ich denke, hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Ganz anders die grossen Versicherungen, angefangen mit der Swiss Re, dann der Swiss Life und der Zürich Assurance. Sie haben sich wieder deutlich erholt, sind auf die Wachstumsspur zurückgekehrt. Das ist ein gutes Signal für unser Land. Im Grossraum Zürich haben sich die grössten Rückversicherungen der Welt angesiedelt, weshalb Zürich zu einem Hotspot des Rückversicherungsmarktes der Welt geworden ist. Nur die Diskretion dieser globalen Institutionen hat das Wissen um deren Präsenz verhindert.

Wie erleben dies die KMU und das Gewerbe? Wir haben Hunderte grossartiger kleiner und mittlerer Unternehmen, die Ammann Group in Langenthal, Provins, den grössten Weinhersteller der Schweiz, Delimpex, den grössten Importeur von Chüngelfleisch in die Schweiz, die Autoimporteure Walter Frey und Amag sowie Hunderte ausländischer Konzerntöchter, die eine Selbstverständlichkeit geworden sind.

Wohlstand zunehmend aus dem Ausland

Das Gewerbe dagegen ist meist einer grossen Trägheit verfallen, wo ausser dem direkten Cashflow kaum etwas zählt. Es gibt Ausnahmen, darüber dürfen wir froh sein. Es sind diese Ausnahmen in der Hotellerie, dem Gastro- und Fleischergewerbe, dem Möbel- und Kunsthandwerk und vielen anderen, die Innovation und Wachstum weiterhin für selbstverständlich halten.

Die Schweiz ist ein reiches Land, aber mehr denn je kommt der Wohlstand aus dem Ausland und von Ausländern. Sind wir im Begriff, zu Rentiers zu werden? Viele Gewerbebetriebe verdienen seit Jahren besser in der Immobilienspekulation als im Kerngeschäft. Die grossen Landreserven aus der Vergangenheit bringen mehr Gewinne als das Tagesgeschäft.

Eines der reichsten Länder der Erde zu sein, ist eine grosse Verpflichtung. Leistung erbringen wollen viele, mehr Leistung erbringen wollen schon viel weniger. Darum geht es.

Die Schweiz muss wachsen. Sei es von heute 8,2 Millionen Einwohnern auf demnächst 10 Millionen Einwohner. Sei es von 100’000 erfolgreichen Firmen auf demnächst 200’000. In jedem Manager, in jeder Führungskraft muss der Wille gross sein, die Schweiz grösser zu machen.

29 Kommentare zu «Wachsen oder untergehen»

  • Michael Kirchhoff sagt:

    Oh mann, es sollte doch langsam aber sicher jedem klar sein, dass dieses ‚unendliche‘ Wachstum nicht ewig funktionieren wird und dass wir endlich nach alternativen Systemen suchen müssen, wie wir unser Leben in Zukunft gestalten wollen. Vielleicht sollten die Leute wieder etwas mehr darüber nachdenken, was ein Hans-Peter Dürr, ein Immanuel Kant oder ein Alan Watts über das Leben gesagt haben…

    • Sacha Maier sagt:

      Ganz so einfach ist es mit dem Wachstum nicht. Man muss nicht die Kirchhoffschen Gesetze beherrschen (das mit dem Knoten- und Maschensatz kennen Sie ja bestimmt) um festzustellen, dass reales Wachstum zwar ewig dauert – aber nie über lange Zeit gesehen exponentiell verläuft. Das sehen Sie an der Natur: Pflanzen und Tiere wachsen immer – trotzdem haben wir ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Tod. Im Falle unseres Landes können wir laut einer Studie des Seco von 2011, 80…120 Mio Einwohnern eine wirtschaftliche Zukunft bieten. Beim angestrebten Bevölkerungswachstum von 2% ist das in rund 100 Jahren erreicht. Danach wird sich das Wachstum reduzieren – wie bei einer Überpopulation an Mäusen. Ohne diese Konsumwirtschaftsmasse würden wir im globalen Wettbewerb untergehen. Size matters.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        ihr vergleich hinkt aber gewaltig, herr meier. auch als (mutmasslicher) anhänger des darwinismus müsste man doch erkennen, dass der regulatorische unterschied von flora und fauna zum menschen in der empathie liegt, nicht?

  • Beat Schärer sagt:

    Ja genau Weitsichtigkeit ist angesagt. Wir müssen wachsen mindestens 20% pro Jahr. Demnächst 10 Millionen Einwohner, dann 20 Millionen., dann 30 Millionen. Das tun wir nätürlich auch mit unserem Staatsgebiet. Oder geht das nicht? Vielleicht werden uns zum Beispiel die Deutschen freundlicherweise Ihr Staatsgebiet überlassen. Aber nein, das geht ja leider nicht. Die wollen ja auch wachsen. Na ja, dann müssen wir eben unseren Plaent etwas vergrössern. Jedes Jahr 20%. Das ist doch kein Problem. Super dabei ist, dass wenn wir genügend schnell wachsen, uns auch keine Gedanken mehr machen müssen, wie wir zu anderen Intelligenten Wesen im All reisen können. Wir wachsen Ihnen einfach entgegen. Das ist perfekt und bequem. Ich liebe die super einfache Mathematik unserer Wirtschaftskapitäne.

  • magerius sagt:

    Solches Wachstum – geschildert von einem CEO mit einer Deformation professionell, ist nichts anderes als ein bösartiger entartender Tumor. Um nicht unterzugehen muss dem Wachstum von diesem Tumor entgegen gehalten werden. Denn noch immer gilt -weniger ist mehr!

  • Heinz sagt:

    Die Schweiz grösser machen? 10 Mio. Einwohner? Leider ist unser Staatsgebiet nicht vergrösserbar. Und leider gibt es immer noch Leute, die grundsätzlich die Endlichkeit der Ressourcen nicht sehen wollen.
    Mir war es in der 6 Mio. Einwohner zählenden Schweiz der 80er Jahren jedenfalls bedeutend wohler als in der heutigen mit 8.5 Mio.. Platz zu haben, das war echte Lebensqualität. Bezahlbare Immobilien zu finden, das ermöglichte es auch dem unteren Mittelstand, Wohn-Eigentum zu erwerben. Tempi passati!

    • Heinz Baumgartner sagt:

      Bezahlbaren Wohnraum finden: Jeder träumt davon – und im Prinzip sollte es ja auch für alle möglich sein!

      Nur wird hier – mal wieder! – der falsche Schuldige geschlagen: Nicht die zunehmende Bevölkerung ist hier das Problem, sondern die Spekulation mit dem Boden, die dann die Immobilienpreise künstlich aufbläst.

      Politisch gibt es da (mindestens!) zwei Ansätze:

      – Man wähle Parteien, die z.B. genossenschaftlichen Wohnungsbau fördern. Das schafft direkt bezahlbaren Wohnraum und dämpft indirekt die Immobilienpreise (weswegen die Immobilienspekulanten auch so heftig dagegen lobbyieren!)

      – Oder man wählt die Parteien der Immobilien- und Bodenspekulanten, die sich damit eine goldene Nase verdienen – und ihre Anhänger mit Tiraden gegen Ausländer vom eigentlichen Problem ablenken…

  • Bruno Juchli sagt:

    Der Autor erzählt hier was so gerade wirtschaftlich abläuft, dann folgen 10 Sätze als „Begründung“ und schliesst dann mit „Die Schweiz muss wachsen“.

    Unter dem Artikel liest man dann, dass der Autor „CEO Bayerplus Consulting für Krisenmanagement und Wachstum“ sei. Damit wird wohl klar, warum der Autor diese Meinung vertritt – aber zu behaupten er hätte eine gute Begründung dafür geliefert, das ginge wohl zu weit.

    „Die grossen Landreserven aus der Vergangenheit bringen mehr Gewinne als das Tagesgeschäft.“ – Damit spricht er ein Problem des geforderten „Grössenwachstums“ an. Dieser Effekt wird sich mit zunehmendem Bevölkerungswachstum ja nur noch verstärken.

    Wie wäre es statt mit Grössenwachstum mit Effizienzwachstum? Wo sind die Grenzen? Welche Kombination wäre Ideal?

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    es ist dies die klassische meinung eines managers. das einzige credo ist wachstum um jeden preis. die gesellschaftlichen folgen interessieren nicht. hauptsache die spitze der pyramide darf dann eines tages zumindest unter wehender flagge untergehen. umwelt, sozialverträglichkeit, nachhaltiger umgang mit ressourcen werden von diesen elite-kapitalisten schlichtweg ausgeblendet. ebenso wie die landeseigenen identitäten. globaler einheitsbrei einer ausufernden konsum-gesellschaft. erfolg basiert nicht nur auf wachstum. er ist die folge eines innovativen gesamt-paketes. und genau hier liegen die stärken der schweizer unternehmenungen. fazit. nachhaltigkeit, vernunft und innovation beissen sich mit den kurzfristigen gewinn-maximierungen der ( im verhältnis wenigen) globalisierungs-profiteure.

  • Christian Hofstetter sagt:

    Dass einem CEO wie Beyer nichts Nachhaltigeres einfällt als Wachstum auf Kosten von Mensch und Umwelt ist eigentlich nicht erstaunlich. Beyer propagiert eine Schweiz mit zehn Millionen. In zehn Jahren propagiert er eine Schweiz mit 12 Millionen. Beyer fällt, um als Firma oder als Land zu überleben, nichts anderes ein als Wachstum um jeden Preis. Etwas wenig für einen hoch bezahlten Manager. Unsere Landressourcen, Herr Beyer, sind endlich. Nehmen sie sich Zeit, um dem Wort endlich auf die Spur zu kommen. Eine noch mehr zubetonierte Schweiz verliert ihren Reiz, ihre Grundlagen um hier leben zu wollen. Wachstum löst keine sozialen, ökologischen, energetischen Probleme. Es verschärft sie geradezu. Wie sozial- und umweltverträglich ist ein System ohne Wachstum, wäre eine Frage?

  • Muttis Liebling sagt:

    Staaten wie Menschen werden irgendwann erwachsen und sind im Regelfall viel länger erwachsen, als wachsend. Niemand muss ewig wachsen, auch die Schweiz nicht. Im Gegenteil, der Staat ist erwachsen genug.

  • mueller peter sagt:

    Mein Kommentar ist zu lesen im Kapitel „die Wachstumslüge“
    (Textauszüge)
    https://www.facebook.com/Wie-Sie-andere-und-sich-selbst-betrügen-528333160666880/timeline/?ref=hl

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      wer sich hinter andern identitäten und globalen strömungen „versteckt“ wird zum dankbaren manipulationsobjekt etwelcher selbstbereicherungs-manager. grundsätzlich stelle ich aber mit gewissem optimismus fest, dass die (negativen) auswirkungen der reinen wachstums-prediger die gesellschaft in steigendem masse erreichen und sich zurecht widerstand bildet. diese selbsternannte wirtschaftselite schneidet sich in’s eigene fleisch, da die leute, welche ihnen bisher den obolus beschert haben, von dito mit vorliebe „klein gehalten werden.“ in fokussierten, unternehmerdominierten firmen, büssen die „mckinsey-fabulisten“ zunehmend an glaubwürdigkeit ein-, zumal die wachstums-dogmatiker noch immer nicht bereit sind, verantwortung zu übernehmen.

  • Heinz Baumgartner sagt:

    Das bekannte USVIII-Argument: Durch Mitmachen beim ruinösen internationalen Steuerwettbewerb Konzerne anziehen – und das bringt dann angeblich Arbeitsplätze für die Schweizer.

    Während der erste Teil des Satzes sicher stimmt ist das beim zweiten weniger klar! Im Gegenteil: So eine „Lizenzbox“ ist doch eine Einladung, hier in der Schweiz zwar Steuern zu vermeiden und die Arbeit dann in Ländern machen zu lassen wo das dann wiederum billiger ist. Die Gelder transferiert man in die Schweiz als „Lizenzzahlungen“ – ohne Gegenleistung.

    Genau das geschieht doch schon jetzt!

    So wird die Schweiz attraktiv – für Anleger! Das treibt dann den Franken hoch – und macht es zunehmend schwieriger, in der Schweiz zu produzieren oder Dienstleistungen anzubieten: zu teuer…

  • Aldo Rossi sagt:

    Der Titel „Wachsen oder untergehen“ erinnert mich an die Swissair Hunter-Strategie.
    Dort war es dann aber „Wachsen und untergehen“.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    „Thomas O. Bayer, CEO Bayerplus Consulting für Krisenmanagement und Wachstum“ -> auffallend. diese art manager managen die krisen, die sie mitgeschaffen haben. das trifft im grunde den kern deren „globalisierungs-verständnis.“

    fragen? – nein? – gut. – dann ist es zeit für uns flügge zu werden!

  • Max Oppliger sagt:

    Die Botschaft ist klar. Ich mache Werbung für mein eigenes Unternehmen und schmeichle mich bei Unternehmern ein. Vielleicht war es auch noch ein Plädoyer für die USR. Die Schweiz muss wachsen? Welche Schweiz? Wessen Wohlstand wird sich vergrössern? Wer geht ein wenn er nicht wächst? Das Volk, die Menschen und die Umwelt kommen beim Autor nicht vor. Herr Bayer sollte sich einmal mit Nick Hayek unterhalten.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      …eine kleine korrektur, herr oppliger. bei unternehmern müssen sie überzeugen – bei managern, schleichen sie sich ein.

  • Kurt Esslinger sagt:

    Der Schweizer ist einfach inkonsequent. Er wählt zwar mehrheitlich Parteien, die einen kruden Marktliberalismus predigen und durchsetzen, und trotzdem erwartet der Stimmbürger, dass er weiterhin in einer Heidi-Schweiz leben kann. Kapitalismus basiert auf Wachstum. Parteien, die das kritisch hinterfragen, kommen in der neoliberalen Schweiz auf knapp 30% Wähleranteil.
    Der Mann wiederspiegelt einfach die Meinung, die der Schweizer Stimmbürger seit Dekaden vertritt.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      es geht um ein gewisses werte-verständnis, herr esslinger. und dafür lohnt es sich meines erachtens, auch mal über den (partei)-tellerrand hinweg zu blicken. wo sie aber nicht unrecht haben – wir neigen dazu, manipuliert zu werden. ein umdenken beginnt bei ihnen und mir. nachhaltigkeit hat mit charakter zu tun, wenn sie als manifestation und nicht (nur) als seichtes zeitgeist-schlagwort verstanden werden soll.

  • Hans Gerber sagt:

    Die grossen Probleme auf diesem Planeten sind entstanden von Leuten mit der siechen Überzeugung wie die des Herrn Bayer. Diese Leute sind dem Mammon dermassen starkt verfallen sind, dass sie nur in eine Richtung denken können. Diese einseitige Sichtweise auf Wachstum führt uns in den ökologischen Abgrund und die Mehrheit der Menschheit in den sozialen Abstieg. Beides ist bereits im Gang und wird dennoch vehement verdrängt…

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Wer innovative vom Markt begehrte Produkte in hoher Qualität herstellt, muss nicht wachsen. Nur wer Produkte herstellt, die eigentlich niemand braucht, muss immer wachsen, um die Stückkosten durch Volumen zu senken – bis zum Tag, an dem er sein Produkt gratis anbieten muss. Ein Super-System mit enormem Zukunftspotential, von den Wirtschafts-„Experten“ wie Thomas O. Bayer noch immer in alter Einfältigkeit gepaart mit erschreckender Realitätsblindheit propagiert. Ihr wirkliches Credo heisst nämlich: nach mir die Sintflut. In diesem Rahmen macht Endlos-Wachstum Sinn – allerdings leider nur für die jetzige Generation der rücksichtslosen Egomanen ….

  • Sebastian Drozdz sagt:

    Ich finde es sehr mutig in der heutigen Zeit von Wachstum zu reden. Die meisten Reaktionen der Leser bestätigen meine Befürchtung. Ich denke der der Autor möchte uns vielleicht auch sagen dass die Schweiz, wie in den Zeiten von Albert Escher, wieder den Pioniergeist fördern sollte. Statt aussterbenden Geschäftsfelder nachzutrauern, neue aufbauen. Statt in der Abschottung die Lösung zu suchen, sich den Problemen stellen. Ich wünsche mir einfach eine Schweiz wo ein mutiger Mann wieder die Grundlangen für den Wohlstand von Generation aufbauen könnte. Dazu braucht es Zuversicht, Mut und den den Glauben an das was die Schweiz ausmacht und bis jetzt getragen hat. Mehr Zuversicht und statt vielen Erwartungen.

  • hugi sagt:

    Naja, da der Mann schon alt ist, kann man ihm seine antiquierten Ansichten verzeihen. Wer allerdings wirklich an die Zukunft denkt, muss sich zwangsläufig von diesem Gedanken des ewigen Wachstums entfernen. Schliesslich ist die westliche Welt ja seit Jahrzehnten nur auf Kosten der dritten Welt gewachsen. Ohne die Ausbeutung der armen Regionen wären wir schon lange nicht mehr gewachsen. Auch ohne ständige Zuwanderung wäre die Schweizer Wirtschaft kaum gewachsen. Wer zukunftsgerichtet denkt, muss sich Alternativen zum Kapitalismus und der freien Marktwirtschaft überlegen. Davon profitieren ja sowieso nur die Reichsten, der Mittelstand hat schon seit Anfang der 80er kaum profitiert. Das ist eine unausweichliche Folge des freien Marktes, die Reichen werden reicher und der Rest bleibt stehen.

  • werner boss sagt:

    Wachstum heisst doch nichts anderes als profitieren auf Kosten Anderer! Und diese anderen sind am Kommen, schicken wir sie doch am besten gleich diesem Herrn ins Haus, der solche Theorien verbreitet! Gut dass sich solche Leute gleich selber melden!

  • Gerber André sagt:

    Der hat nichts begriffen mit seinem Wachstumsglaube……

  • Wallace, Alfred Russell sagt:

    Quantitatives Wachstum führt in seinem Maximum immer zum Kollaps des ganzen sozialen Systems, so es sich nicht rechtzeitig in ein qualitatives Wachstum transformieren kann. Die Evolutionsgeschichte und die darauf basierenden Schriften von Malthus und Darwin zeigen das bis heute treffend.

  • Kopernikus sagt:

    Einen solch naiven, kurzsichtigen Stuss über Wachstum und Wohlstand habe ich mir schon lange nicht mehr zu Gemüte geführt. Alle auf stetigem Wachstum basierenden System führen letztendlich zum Kollaps. Unter den aufgeführten KMU Erfolgsunternehmungen befinden sich Firmen, die seit Jahren nur Verluste schreiben und eher als Negativbeispiele gelten. Bitte besser recherchieren, als solchen Schwachsinn zu publizieren.

  • Albert Fiechter sagt:

    Hier zelebriert jemand das Hochamt des Eigenlobs.

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