Ich bin auch ein Rassist

Politblog

Vorurteile sitzen tiefer, als wir meinen: Passagiere in einem Zug zwischen Wohlen und Dietikon. Foto: Martin Rütschi (Keystone)

Am Mittwochmorgen, als «es» passierte, hatte ich Glück. Die Zugstrecke Zürich–Bern, auf der ich täglich verkehre, war nicht ganz so überlastet wie üblich. Nur eine weitere Person setzte sich in mein Abteil, eine Frau, die schweigend auf ihrem Laptop arbeitete. Auch im Nachbarabteil sassen nur ein Mann und eine Frau, beide Einzelreisende, beide so ruhig, wie ich mir die Menschheit morgens um 8 Uhr wünsche.

Und dann eben, mitten auf der Fahrt, passierte es. Wie aus dem Nichts tauchte er auf, Nordafrikaner vermutlich, wohl um die 20 Jahre alt, Klamotten im Militärlook. In gebrochenem Deutsch fragte er den Mann und die Frau im Nachbarabteil, ob er ihr Telefon leihen dürfe. Beide lehnten ab. Er wandte sich meinem Abteil zu, der Frau mit dem Laptop zuerst. Sie fragte zurück, ob er eine Nummer in der Schweiz anrufen wolle. Er bejahte. Sie zückte ihr Telefon. Er setzte sich neben sie, direkt mir gegenüber. Ich verkrampfte mich.

Sie stellte ihm die Nummer ein, er versuchte anzurufen. Piepstöne, die Stimme einer Combox, mehrere Versuche. Ob es nicht klappe, fragte die Frau. Ein grimmiges Gesicht als Antwort. Schliesslich entspann sich doch noch eine leise Konversation zwischen den beiden. Ich verstand nicht richtig, was sie sprachen, bemerkte aber, dass er lächelte, zum ersten Mal. Schliesslich erklärte sie ihm, dass sie weiterarbeiten müsse. Er verfiel in Schweigen, stand irgendwann auf, entfernte sich wortlos. Und ich tat, was mich seither nachdenklich macht: Ich entspannte mich. Und liess meine flüchtigen Gedanken der vergangenen Viertelstunde Revue passieren: Würde er aggressiv werden, wenn wir ihm alle die Telefone verweigerten? Würde er der Frau mit dem Laptop ihr Telefon zurückgeben? Streckte er, als er mir gegenüber sass, nicht die Beine etwas gar offensiv in meine Richtung? Würde er es akzeptieren, dass die Frau weiterarbeiten und sich nicht mehr mit ihm unterhalten will?

Was schlummert da im aufgeklärten Menschen?

Ich werde nie erfahren, wer der Mann war. Höchstwahrscheinlich ist er Asylbewerber, vielleicht abgewiesen, vielleicht untergetaucht. Klar umschreiben kann ich dafür meine Gefühlsregungen und Gedanken während der kurzen Episode. Sie waren rassistisch. Das ist eine erschütternde Einsicht für jemanden, der wie ich die Fremdenfeindlichkeit für die grösste Bedrohung unserer freiheitlichen westlichen Welt hält. Aber Fakt bleibt: Hätte eine 20-jährige, einheimische Frau im Zug um ein Telefon gebeten, wäre ich völlig entspannt geblieben. Es war aber ein männlicher Nordafrikaner, und ich stellte mich intuitiv auf ein Fehlverhalten seinerseits ein. Nichts dergleichen tat er. Was schlummert da in uns, im aufgeklärten Menschen, für den ich mich halte?

Als er kurz mit der Frau sprach, die ihm das Telefon lieh, lächelte er. Mit mir wäre das nicht geschehen. Ich hätte ihm mein Telefon nicht geliehen.

133 Kommentare zu «Ich bin auch ein Rassist»

  • Charles Schnider sagt:

    Ihr Artikel hinterlässt in mir ein mulmiges, unruhiges, auch ein verschämtes Gefühl.
    Ja ich hätte mich wohl in Ihrer Siuation ähnlich verhalten, kein schöner Gedanke.

    • Ursula Haass sagt:

      Bis vor ca. 2 Jahren hätte ich ihm ohne weiteres mein Handy gegeben. Nur heute nicht mehr – es passiert einfach zu viel. Ich bin jetzt – leider – zu negativ gegenüber diesen Leuten eingestellt, weil ich nicht enttäuscht oder gar betrogen werden will, weiss aber, dass ich vielen damit Unrecht tue.

      • Böser Wolf sagt:

        Die Kriminalität geht in der Schweiz seit Jahren zurück.

      • Albert Schwarz sagt:

        Passiert wirklich zu viel? Die Kriminalität ist seit Jahren rückläufig. Was sich geändert hat, ist die ständige Hetze.

      • maurena salzmann sagt:

        Wurden Sie denn schon von einem Geflüchteten enttäuscht oder gar betrogen?

      • Bruno Juchli sagt:

        @Böser Wolf
        Das ist zwar wahr. Aber gilt nicht für jedes Delikt und für jeden geographischen Ort. Z.B. die einfachen Diebstähle in Zügen aus der Region Genf. Da war eine Zeit lang eine starke Zunahme zu verweisen. Den (ganz) aktuellen Stand kenne ich aber nicht.

      • Ursula Haass sagt:

        Sagen Sie das bitte denen, die überfallen wurden und werden; den Leuten, die abends in ihre verwüstete Wohnung heimkommen und feststellen, dass ihr Hab und Gut fehlt. Sagen Sie das denjenigen Frauen und Mädchen, die von solchen Menschen belästigt wurden und werden!

        • Künzler sagt:

          Frau Haass, was Sie hier machen, ist schon wieder
          Unsicherheit schüren und Fremde als Verbrecher oder Unruhestifter zu verdächtigen. Die Frage, ob Sie persönlich das von Ihnen geschilderte erlebten, was erklären würde, warum Sie so misstrauisch sind, beantworten Sie nicht. Die verursachte Kriminalität wird meist von Menschen aus dem Osten verantwortet, nicht von Asylanten.

  • Enzo Coloni sagt:

    Stutz fürs Tram, sollte es heissen.

  • Tim Birke sagt:

    Der Unterschied zwischen Ihnen und einem Rassisten ist, dass Sie diese Gefühle hinterfragen anstatt zu verstärken.

  • Fabio Rossi sagt:

    Wäre mir nicht passiert. Ich habe gar kein Telefon und ich brauch auch keines. Ob jedoch alle einem einheimischen das Telefon ausgeliehen hätten bezweifle ich doch stark. Da ist sich wohl jeder selbst am nächsten.

  • Meret Bertschinger sagt:

    Lieber Herr Renz, machen Sie sich keine Sorgen. Sie sind kein Rassist. Das ist eine ganz natürliche Haltung, wenn wir Gefahr befürchten. Dass das gegenüber Nordafrikaner war, ist reiner Zufall, sie hätten vermutlich genau gleich reagiert, wenn ein Muotataler dort gesessen wäre und sich gleich aggressiv benommen hätte. Solange das der Fall ist, kann man das sicher nicht als Rassismus werten. Der verzweifelte Versuch, kein Rassist zu sein darf nicht darin gipfeln, dass wir uns bei gleichem Verhalten eines Gegenübers mit Migrationshintergrund anders verhalten wie wenn dort ein Schweizer sitzt. Wenn unser Bauch Gefahr signalisiert, ist das so, egal wer gegenüber steht.

    • Ashrio Moto sagt:

      Wie kommen sie darauf, dass sich der Mann aus Nordafrika aggressiv verhalten hat? Wie sieht denn ihr Gesichtsausdruck aus, wenn sie dringend telefonieren müssen und dazu kein Telefon haben? Dazu kommt, dass ihnen niemand das Telefon leihen will? Ich glaube hier muss zwischen Stress und Aggressivität unterschieden werden. Nun ja, ich will nicht behaupten, dass dies einfach ist.

  • s.frei sagt:

    potentiell ist jeder der in eine ecke gedrückt wir ein rassist. nur hat verschieden gangarten. geht man auf nordafrika gehts araber gegen schwarze. untereinanderr habe auch schwarze ein stammesdenken. insgesammt aber habe afrinkaner ein anderes bewusstsein wie europa. dies ist ja ok und darum sollte man auch die leute belassen wo sie sind. hier bringt diese mentalität dem bürger und staat nur schaden. klar, der industrie kurzfristig billige arbeitskräfte und dem staat zu bemutternde. ansosnten nur unruhe. anders siehts‘ bei ostasiaten aus. diese sind pauschal zu begrüssen, einerseits fehlt meist die ideologische komponente (..) zweitens sind diese teilnahme am „prozess“ und integration/einordnung gewohnt. ….

    • Hotel Papa sagt:

      Sie werden sich noch wundern, wie die „pauschal zu begrüssenden“ sich in Zukunft als Gruppe benehmen werden. Im Gegensatz zu uns hat diese Kultur kein Problem damit, allein zum eigenen Vorteil zu agieren.

      • Albert Schwarz sagt:

        „Im Gegensatz zu uns“? Grad die SVP betreibt auschliesslich rücksichtslose Klientelpolitik. Das nennt sie dann „Schweizer Qualität“. Wenn Sie mit „uns“ allerdings uns Linke meinen, gebe ich Ihnen recht.

        • Thömel sagt:

          Schon praktisch gibt es die SVP. Damit kann man sich sämtliche klar ersichtlichen Nachteile der Einwanderung/Asylpolitik schön reden und fühlt sich dabei noch ganz grossartig…

          • Albert sagt:

            Im Gegensatz zu Ihnen beziehe ich mich direkt auf den Kommentar meines Vorredners. Bitte lesen Sie doch einfach erst. Ihr Antwort hat mir meiner Replik nichts zu tun – sagt aber viel über Sie selbst.

    • Enzo Coloni sagt:

      Fragen Sie mal einen Ugander, was er von Nigerianern hält, Sie werden sich fremdschämen ob dem echten Rassismus, den Sie da zu hören bekommen.

  • s.frei sagt:

    potentiell ist jeder der in eine ecke gedrückt wird, ein rassist. nur hat verschieden gangarten. geht man auf nordafrika gehts araber gegen schwarze. untereinanderr habe auch schwarze ein stammesdenken. insgesammt aber habe afrinkaner ein anderes bewusstsein wie europa. dies ist ja ok und darum sollte man auch die leute belassen wo sie sind. hier bringt diese mentalität dem bürger und staat nur schaden. klar, der industrie kurzfristig billige arbeitskräfte und dem staat zu bemutternde. ansosnten nur unruhe. anders siehts‘ bei ostasiaten aus. diese sind pauschal zu begrüssen, einerseits fehlt meist die ideologische komponente (..) zweitens sind diese teilnahme am „prozess“ und integration/einordnung gewohnt. ….

  • Bruno Looser sagt:

    Also ist jeder der normal fühlt und reagiert wie der Redaktor ein Rassist. Dies sind in den Augen der Peta-Anhänger auch diejenigen die einen Pelzkragen tragen. In den Augen der Veganer die Fleischesser, Milchtrinker, Eieresser. Es ist also alles eine Frage des Standpunktes. Und derzeit ist halt Rassist ein beliebtes Modewort ohne jeglichen Inhalt. Nur eines ist sicher, es hat noch keine Zeit gegeben in der die Minderheiten die Mehrheiten so niedergemacht haben. Alles eine Frage der (fehlenden) Erziehung?

    • Marcel sagt:

      Ihre Aussahe deutet stark darauf hin, dass sie keine Ahnung haben, was das Wort Rassist eigentlich bedeutet. Sie bringen in wenigen Sätzen sehr vieles durcheinander.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Rassismus lässt sich glasklar definieren und ist daher kein Wort ohne Inhalt. Es gibt zwei Gefahren im Zusammenhang mit Rassismus: 1. dass man den Begriff so überdehnt, dass berechtigte Kritik an Bevölkerungsgruppen nicht mehr möglich scheint und sich berechtigte Wut anstaut. 2. dass man Rassismus verharmlost so wie Sie das machen. Das weckt Gelüste in dauerfrustrierten Bürgern, ihren Frust ungestraft an Minderheiten abzureagieren.

      • Michael Sander sagt:

        Herr Looser hat mit keinem Wort Rassismus verharmlost, sondern wie Sie festgestellt, dass der Begriff heute so überdehnt wird, dass er praktisch inhaltsleer ist.
        Ich bin übrigens auch der Meinung, dass das, was der Redakteur empfunden hat, völlig normal und der Situation angemessen war. Leider fällt diese Bevölkerungsgruppe oft mit aggressivem und kriminellen Verhalten auf. Eine gewisse Anspannung ist daher eine ganz normale Schutzreaktion und hat mit Rassismus nichts zu tun.

  • Marc Burnach sagt:

    Wenn der Autor einen Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) werfen würde, dann würde er auch begreifen, dass die Gefahr eines Gewaltdeliktes durch ein 20-jährige einheimische Frau gleich null ist, während beim jungen Nordafrikaner die Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich hoch ist. Als Journalist weiss er halt auch, dass der Anteil Krimineller unter den Migranten im Vergleich zu einheimischen Bevölkerung exorbitant hoch ist und dass die Medien über viele Vorfälle einfach nicht berichten. Er ist auch ein klassisches Beispiel für die Sorte von Gutbürgern, welche der Allgemeinheit gerne Respekt, Toleranz und Grosszügigkeit predigen, aber nur solange sie selber keinen persönlichen Beitrag leisten müssen. Oder hat der Autor einen (männlichen) Flüchtling bei sich aufgenommen?

    • Seraphim Weibel sagt:

      Sie missachten die sozioökonomische Komponente. Es Herkunft und Ethnie erklären die Delinquenz nicht, wohl aber Ausbildung, Einkommen, Sozialerstatus, Perspektive, Soziales Netz. Schweizer in der selben Sozioökonomischen Schicht sind gleich Delinquent. Wenn also, wie z.B. Israel es tut, Menschen in Flüchtlingslager gesperrt werden ohne Perspektive werden sie Delinquent. Das selbe macht die Schweiz. Sogar gut ausgebildete aufgenommene Asylbewerber finden kaum Arbeit, obwohl sie jeden scheiss Job annehmen würden über die ’normale‘ Schweizer nur spotten. Es ist widerwärtig wie polemisieren ohne offensichtlich jemals ein Buch über Soziologie gelesen zu haben. Zum Glück hat die Schweiz ein sehr gutes System aufgebaut, sonst hätten wir ähnliche Probleme wie sie im Ausland geschehen.

      • Stefan sagt:

        Zunächst mal Danke, Herr Weibel, für Ihre treffende und fundierte Replik. Allerdings bin ich weniger optimistisch, was das System Schweiz betrifft, da unsere Rechtsnationalen eben genau darauf hinarbeiten, dieses zu schleifen, indem Integration, Perspektiven, Beschäftigung, etc. systematisch attackiert werden. Und bösartig, wie ich bin, unterstelle ich deren Führern, dass sie absichtlich Probleme schaffen wollen, um auch künftig einen regen Zulauf an Wahlstimmen zu haben.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Warum haben Ost-Asiaten kaum Integrationsprobleme, warum tauchen Ost-Asiaten nicht auf dem Radar der „Fremdenfeinde“ auf?

        • Ashrio Moto sagt:

          Wann sind das letzte mal Ost-Asiaten vor dem Krieg in grosser Zahl zu uns geflüchtet? Das waren eine Handvoll Boat-People (Vietnamesen) in den 70ern und ein paar mehr Tamilen in den 80ern. Die haben sich in den letzten 40ig Jahren integriert, genauso wie die Italiener, Portugiesen, Griechen, Spanier etc. die in den 60ern zu uns kamen.

          • gabi sagt:

            Eben, Ashiro.

            Eben.

          • Anna Lüthy sagt:

            Und gegen die Tamilen wurde gehetzt wie jetzt gegen Nordafrikaner! Die galten alle als arbeitsscheu und kriminell. Selbst die Tschechen wurden wegen angeblich zu guter Kleidung angefeindet.

        • Fabio Rossi sagt:

          @Niederer. Sagen Sie das mal einem Australier. In Sydney gibt es Vororte wo es von kriminellen Vietnamesischen Strassengangs nur so wimmelt. Cambramatta und Farfield sind so Orte. Da sehen selbst die Banlieus in Paris noch gut aus. Die chinesischen Triaden sind auch sehr aktiv. Lassen Sie sich von den stets lächelnden Aisaten nicht immer täuschen. Die haben es zum Teil faustdick hinter den Ohren.

          • Joe Breitenberg sagt:

            @Weibel: Abgesehen davon, dass Ihre Argumentation der gegenwärtig üblichen Nivellierung nicht genehmer Ansichten entspricht, bedienen Sie sich des Angeprangerten auch noch , in dem Sie ausgerechnet Israel einseitig als Verursacher darstellen. Hr. Renz beschreibt einen Vorgang von dem kein Mensch wirklich frei ist, auch jene nicht, die derartige Gedanken negieren.Wichtig ist,sie bewusst hinterfragen und ggf. revidieren zu können

      • Martin Frey sagt:

        @Weibel:
        „Schweizer in der selben Sozioökonomischen Schicht sind gleich Delinquent. Wenn also, wie z.B. Israel es tut, Menschen in Flüchtlingslager gesperrt werden ohne Perspektive werden sie Delinquent. Das selbe macht die Schweiz. Sogar gut ausgebildete aufgenommene Asylbewerber finden kaum Arbeit, obwohl sie jeden scheiss Job annehmen würden über die ’normale‘ Schweizer nur spotten.“
        Nur so als Frage: haben oder hatten Sie jemals in einem gewissen Umfang mit Asylsuchenden zu tun gehabt, Herr Weibel?

        • Seraphim Weibel sagt:

          @Frey Ja beruflich und Privat. Ich beherge zwei männliche aufgenommene Flüchtlinge, kenne ihre Geschichte, sehe ihr Engagement und ihre nöte. Es geht ihnen gut, beide haben Arbeit und sind der Sprache mehr oder weniger mächtig. Andere hatten wohl weniger Glück. Ich denke erflogreiche Geschichten sollten dieselbe Medienpräsenz bekommen wie die Probleme die es gibt.

          • Martin Frey sagt:

            „Ich denke erflogreiche Geschichten sollten dieselbe Medienpräsenz bekommen wie die Probleme die es gibt.“
            Da bin ich absolut einverstanden. Nur sollte man deswegen die Probleme, die Sie ja jetzt auch eingeräumt haben, nicht schönreden. Damit hilft man niemandem.

      • Sergej Victorov sagt:

        —> Dass die Wahrscheinlichkeiten P(B|A) und P(A|B) sehr unterschiedlich sein können, weiss jeder, der mal im Gymnasium war (oder könnte evtl. versuchen, sich daran zu erinnern). Die Wahrscheinlichkeit, dass der Afrikaner gerade mit Ihnen kriminell wird, ist noch kleiner.

    • Martin sagt:

      Ja, es ist richtig, dass es anteilmässig mehr Delinquenten gibt bei jungen Nordafrikanern als bei jungen einheimischen Frauen. Aber Fakt ist auch, dass sich die meisten nordafrikanischen jungen Männer trotz oft sehr schwierigen Lebensumständen hier anständig benehmen. Es ist gut möglich, und man sollte zuerst einmal davon ausgehen, dass es sich bei dem jungen Mann im Zug um einen völlig korrekten und anständigen jungen Mann handelt, der halt jetzt einfach kurz telefonieren sollte. Wenn man ihn für die Verfehlungen von anderen Menschen mit seiner Hautfarbe verantwortlich macht und deshalb anders behandelt, dann ist eben schon rassistisch. Damit will ich aber nicht ausschliessen, dass ich mich gleich verhalten hätte, wie der Autor.

    • Sergej Victorov sagt:

      Guten Tag Her Burnach
      Wenn Sie die polizeiliche Kriminalstatistik anschauen, dann bekommen Sie eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit P(Afrikaner|kriminell), das heisst, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, einen Afrikaner zu ziehen, wenn man zufällig einen Kriminellen auswählt. Was Sie aber im Zug wissen wollen, um Ihre Reaktion einzuordnen, ist P(kriminell|Afrikaner), d.h. Sie haben einen Afrikaner vor sich, und wollen aufgrund dieser Eigenschaft abschätzen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieser kriminell ist. —>

      • Sergej Victorov sagt:

        —> Dass die Wahrscheinlichkeiten P(B|A) und P(A|B) sehr unterschiedlich sein können, weiss jeder, der mal im Gymnasium war (oder könnte evtl. versuchen, sich daran zu erinnern). Die Wahrscheinlichkeit, dass der Afrikaner gerade mit Ihnen kriminell wird, ist noch kleiner.

  • Jürg schärer sagt:

    Mich hat vor allem die Offenheit des Journalisten beeindruckt. Nur schon beim lesen des Artikels haben sich bei mir ganz ähnliche Reaktionen eingestellt, obwohl ich schon seit Jahrzehnten Kontakt mit afrikanischen Immigranten habe.

  • Linus Huber sagt:

    Herr Renz, es ist lobenswert, dass Sie zu Ihren Gefühlen stehen und diese hier zum Ausdruck bringen. Sie müssen sich derer nicht schämen noch sich als Rassist bezeichnen. Sie konnten aus dem Erscheinungsbild und dem Auftritt des jungen Mannes erkennen, dass er mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in einem anderen möglicherweise von Gewalt geschwängertem Kulturkreis aufwuchs. Es handelte sich um eine natürliche Reaktion, welche bei einer berechtigten Unsicherheit eintritt. Rassismus heisst nicht, dass man sich mit jedem Menschen undifferenziert zu assoziieren hat, denn das Recht auf Assoziationsfreiheit nimmt jeder täglich in kompletter Selbstverständlichkeit wahr.

  • Merten sagt:

    Der Nordafrikaner lächelte …. Der Journi verfasst einen Bericht, der auf die Tränendrüsen drücken soll. Diese Nordafrikaner sind schlau und wissen genau, wie sie Leute für sich einnehmen können. Fest steht einfach, dass sich viele Asylbewerber, vor allem aus diesen Regionen, ungerechtfertigt in der CH aufhalten. Ihr Interesse gilt vor allem unseren Sozialwerken und sie möchten eine CH-Frau kennenlernen. So kommt man schlussendlich relativ einfach zu einem CH-Pass. Wer das Gegenteil behauptet ist naiv und unwissend. Ich erwarte von den Behörden, dass sie solche Profiteure schneller und konsequenter ausschaffen !

  • Mervat Gaafar sagt:

    absolut wahrheitsgetreu – eine sinnvolle Anregung zum Nachdenken! Wieviel „Rassist“ steckt in jedem Menschen drin? Wichtiger ist jedoch, wieviel davon lassen Sie zu? Arbeit, die jeder in seinem Bewustsein, aber auch in seinem Unterbewusstsein zu tun hätte….

    • Blanche Wu sagt:

      Warum findet man bei solchen Reaktionen, dass man rassistisch handelt? Man kann die Sache auch so angeschauten, dass dies ein natürlicher Reflex ist, welcher schlussendlich uns hilft am Leben zu bleiben. Vor Neuem, Fremden soll man skeptisch sein, sonst wird man aufgefressen (in der Natur) und da der Mensch trotz allem ein wenig tierisch ist, gehört dies zu unserem normalen Programm, worüber man sich nicht schämen sollte. Derjenige welcher keine Angst kennt ist dumm und wird nicht lange überleben. Jedenfalls war das früher so. Angst und Misstrauen sind Schutzmechanismen. Dieser kann aber hochfahren unabhängig ob jemand schwarz oder weiss ist und man kann es auch nicht immer steuern…

      • Mervat Gaafar sagt:

        Meines Erachtens ist es weiter nichts Schlimmes, wenn man generell – mit Betonung auf generell- achtsam ist, die Sache ist jedoch diese, dass diese Achtsamkeit oft sich vollkommen auf „Andersartige“ lenkt, dabei käme eine Gefahr nicht per se ausschliesslich von solchen. Man könnte noch lange darüber diskutieren, wie es hier schon manche sehr fleissig tun: ist dies nun Rassismus oder nicht? Von mir aus ist es Diskriminierung, nur ist denn die Diskriminierung nicht etwa ein zum Rassismus bezogenes Attribut?

  • Ralf Schrader sagt:

    Das ist kein Beispiel für Rassismus. Konsultieren Sie ein Wörterbuch zu diesem Begriff.

  • Malena sagt:

    In einem Weltbild das dual unterscheidet zwischen Rassisten/Faschisten und Menschen mit weisser Weste wären sie jetzt auf der falschen Seite. Die Strafe dafür ist Verfolgung auf social media, Jobverlust, Ächtung durch Ihre Freunde, wieso nicht Arbeitslager…
    In einem differenzierten Weltbild sind solche Gedanken an sich noch kein Strafbestand. Die Skepsis gegenüber Unbekanntem ist zunächst mal in sehr unterschiedlichem Mass angeboren bzw. anerzogen. Und manchmal ist eine Anspannung/Vorsicht auch sinnvoll (z.B. bin ich auch angespannt mit einem aggressiv blickenden weissen Fussballfan im Abteil). Die Hauptsache ist doch, dass Sie Ihre Gefühle weiterhin kritisch hinterfragen, und nicht aus Fremdenangst blind die nächste Steuersenkungsvorlage der SVP für Reiche unterstützen.

  • Stefan sagt:

    Ach… so in Natura sind die Schutzsuchenden dann doch nicht so edel und schützenswert, wie sie in der Redaktionssitzung noch eben waren?
    Willkommen in der wahren Welt. Zum Trost:
    Auch ich bin rassistisch gegenüber Feuilletonisten. Sie geben also nur weiter, was Sie eventuell, so lange ich Sie nicht kenne, von mir erfahren könnten.

  • Kaspar Hauser sagt:

    Entspannen Sie sich, Herr Renz. Ihre Ehrlichkeit ehrt Sie und ich bin überzeugt, dass noch jeder „Linke“ diese Regungen kennt. Wir sind halt immer noch so programmiert, dass unser Alarmsystem aktiviert wird, wenn etwas aus dem Busch kommt, das anders aussieht als wir selbst. Wer dies zwecks Erhaltung seiner moralischen Überlegenheit leugnet, ist in meinen Augen nur peinlich.

    Aber zum Glück lassen sich die Reflexe auch überwinden. Ich bin auch Rassist und verspüre dennoch immer wieder Sympathien für Menschen aus allen möglichen Kulturkreisen.

  • Rolf Zach sagt:

    Hätten Sie Ihr Handy auch einem Hippie oder sonst irgendwie auffälligen Schweizer gegeben? Auch hier sind einige großzügiger als andere. Es ist natürlich leichter einer sympathischen Personen etwas zu leihen als einer, die fremd oder auffällig daherkommt. Hätten Sie ihr Handy einem AHV-Rentner gegeben, von denen viele kein Handy haben? Ich bin kein Handy-Benützer, aber ich habe bisher vermeiden können, Mitreisende darum zu bitten. Früher hatte man dies auch nicht.
    Was ist Fremdenfeindlichkeit? Der Fremde ist ein Gast, der wohl eine begrenzte Zeit da ist, aber er wird nicht in die Familie aufgenommen. Diese Unterscheidung sollte man schon machen. Ist der Fremde nun Gast oder Einwanderer? Will man ihn als Mitglied der Gemeinschaft auf ewig und immer, auch wenn er Konflikte verursacht?

    • Marc sagt:

      Genau, wäre es ein randständiger Schweizer gewesen hätte diesem ebenfalls niemand ein Telephon in die Hand gedrückt.

      Ich würde mein Smartphone sowieso nicht in die Hände eines Fremden geben (Herkunft egal), man weis nie wer einfach wegrennt.

  • Tschudin Lisa sagt:

    Das man bei einem Nordafrikaner anders reagiert als bei einer jungen Frau hat nicht mit Rassismus zu tun, einfach nur Intuition.

    • gabi sagt:

      Ich halte das Wort „Risikovermeidung“ für treffender.
      Die kommt doch – wie schon von Anderen hier beschrieben – genau gleich zum Tragen, wenn mich irgend jemand anderes behelligt, der oder die (!) mir nicht geheuer ist.

  • Martin Frey sagt:

    1. Fremdenfeindlichkeit ist nicht die grösste Bedrohung unserer freiheitlichen westlichen Welt. Fremdenfeindlichkeit ist zwar durchaus ein Problem, aber wer dies glaubt, hat wohl ob all der Pegidas jegliches Augenmass verloren.
    2. Das geschilderte Verhalten ist nicht rassistisch, sondern von Vorsicht, gesundem Misstrauen und Abwägen geprägt. Die Basis für ein solches Verhalten sind Erfahrungswerte, sowohl eigene und fremde. Die Menschheit wäre ohne solch überlebenswichtigen Instinkte schon lange ausgestorben. Der Autor würde ja auch kaum in jedes noch so trübe, unbekannte Wasser springen, oder unbesehen alle Beeren und Pilze im Wald essen. An solchen Instinkten ist an sich nichts schlechtes, wichtig ist einzig, dass wir bereit sind, unser Verhalten immer wieder neu zu evaluieren.

    • Martin Frey sagt:

      Das einzige, worüber ich mir wirklich Gedanken machen würde: weshalb der Autor allein aufgrund einer gewissen gesunden Skepsis und Vorsicht der Ansicht war, er gehöre deswegen in irgendeine xenophobe Schublade. Nur weil unter dem Strich „nichts passiert ist“?. Oder weil der Protagonist zwischendurch mal lächelte? Oder eine andere Person offenbar bereitwillig das Natel überreichte? Oder weil es ein Nordafrikaner war? Da wäre die Frage, ob er sich bei einer Horde angetrunkener Fussballhooligans, oder einem weissen Drogensüchtigen auf offensichtlichem Aff anders verhalten, weniger Bedenken gehabt hätte?
      Dieser offenbar reflexartige Automatismus der Selbstgeisselung finde ich als einziges bemerkenswert.

  • Ramon Rutishauser sagt:

    Das hat mit Rassismus gar nichts zu tun. Es geht um gesunde und wünschenswerte Vorurteile. Ich kann mich und andere möglicherweise vor Problemen schützen oder vor Schaden bewahren wenn ich Situationen oder Menschen aufgrund meines Wissensstandes oder meiner Erfahrung besser beurteilen kann.

    • Mervat Gaafar sagt:

      Vorurteile können unmöglich gesund sein und schon gar nicht wünschenswert……..nicht umsonst heissen die auch so……tut mir Leid, konnte ich nicht einfach so hinnehmen…..Hingegen ist eine generelle „Achtsamkeit“ im Umgang mit den Mitmenschen (und zwar ganz egal woher diese kommen oder wie diese aussehen, geboten, aber Vorurteile?! !

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Vorurteile können auf einer Häufung negativer Erfahrungen mit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe basieren und sind daher ein wünschenswerter Vorbehalt, der zu erhöhter Achtsamkeit anregt.

      • Ramon Rutishauser sagt:

        Ein Vorurteil ist ein Vor-Urteil. Manchmal muss vor-geurteilt werden weil es sonst zu spät ist. Wer in allen Menschen aus Prinzip immer nur Gutes sieht guckt früher oder später bestimmt in die Röhre. Beispiele gibt es genug.

        • gabi sagt:

          „Wer sich seiner Vorurteile bewusst ist, hat keine.“

          Im Übrigen darf man sich durchaus darüber bewusst werden, dass zumindest die Hälfte des Ärgers über Vorurteile jenen Vertretern der betroffenen Gruppe gelten sollte, welcher dieser das schlechte Image erst beschert hat.

          Es ist kein Zufall, dass es genau jene Gruppen am Meisten trifft, die sich ihrer eigenen schwarzen Schafe nicht bewusst sind oder bewusst sein wollen, sondern diese oft genug noch in Schutz nehmen und dafür einfach prinzipiell immernur „Rassist“ blöken

          • Mervat Gaafar sagt:

            Ein Vor-Urteil ist genau dies was das Wort beschreibt, kein abschliessendes Urteil. Ein Urteil ist und bleibt immer ein Thema überzeugender Widerlegung einer vorgefassten Meinung. Dieses „Schubladendenken“ wird nur noch zu mehr Hass und Konflikte führen. P.S. @Gabi: schwarze Schafe gibt es überall auf der ganzen Welt oder lebst Du in einer eigenen heilen Welt? Die gibt es nur in den Träumen.

      • alfredo borlotti sagt:

        Es ist ein Vorurteil, dass Vorurteile zu haben falsch sei. Urteile (weil endgültig) sind hingegen riskant, weil man bei diesen davon ausgeht, sie nicht mehr hinterfragen zu müssen.
        In Realität ist alles Wissen provisorisch, auch in der Naturwissenschaft (ok, ist vielleicht nur ein Vorurteil von mir).

      • Enzo Coloni sagt:

        Aha, also nicht vorsichtig sein, wo es vielleicht angebracht wäre, sondern generell misstrauisch sein gegenüber seinen Mitmenschen?
        NÖ, dann doch lieber bei einzelnen auf Distanz gehen. Wer seine Frau nur im Vorhang auf die Strasse lässt, kann noch so gewinnend lächeln….

  • Toni sagt:

    Ich begegne jeden morgen an der Bushaltestellen einen weissen, blonden, grossen Herren. Schwarz gekleidet. Er raucht seine Zigarette wie ein Mafiosi. Schaut grimmig drein. Dem würde ich mein Handy auch nicht auslehnen… Vielleicht ist er ja voll nett, wer weiss… Wenn ich nun dunkelhäutig wäre, dann wäre ich ein Rassist?

  • Tom Rieder sagt:

    Nett gemeint, und dennoch daneben.

    Denn ein „Rassist“ sind Sie bestimmt nicht, was sie beschreiben ist ein Instinktverhalten ihrer Sinne. Insbesondere Opfer von Kleinkriminalität überblenden ihre Instinkte, weil man ja stets freundlich und zuvorkommend zu allen Leuten sein muss und dies täterseitig dezidiert angesteuert wird.

    Und Kleinkriminalität geht in diesem Land nun mal nicht von „20-jährigen, einheimischen Frauen“ aus.

  • Yvonne sagt:

    Ich hätte ihn nicht mal beachtet, ich hätte auch jeden anderen ignoriert. Wer heutzutage von Fremden angesprochen wird muss leider damit rechnen, Opfer einer Gewalttat zu werden.

  • Blanche Wu sagt:

    Das ist doch noch lange kein Rassismus…sondern eine natürliche Reaktion auf das Unbekannte, in diesem Fall dieser schwarze Mann, welcher wohl bei ihnen solche Gefühle weckte…weil eben neuartig, unbekannt, etc.? Hätten wir solche Reaktionen nicht mehr, wäre die Menschheit wohl längstens ausgestorben, da diese Reaktion einen ja auch vor Dummheiten schützt und in Gefahrensituationen hilft. Sie müssten sich erst dann schämen, wenn sie diesen Mann unhöflich angesprochen hätte, obwohl er höflich zu ihnen war. (dies hat aber auch nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern mit Respekt vor anderen Menschen). Machen sie sich keinen Kopf.

  • Seraphim Weibel sagt:

    Ob Vorurteile rassistisch sind ? Stereotypen zu bilden gehört zu den effizient Mechanismen des Gehirns. Sie bilden sich unbewusst. Dafür können sie sich selber keinen Vorwurf machen, wohl können sie die öffentliche Meinung dafür in die Verantwortung ziehen. Wir alle sind dieser ausländerfeindlichen und populistischen Großwetterlage ausgesetzt. Wo die hinführt ist eine andere Debate. Ihre Reflexion unterscheidet sie aber vom Rassisten. Dieser Hinterfragt sein denken nicht, stört sich nicht daran, dass seine Vorurteile auf der Hautfarbe/Herkunft basieren und in Konflikt mit humanistischen Werten kommen. Daher Gratuliere ich Ihnen. Ihre inneren Prozesse sind lebendig und gründen offensichtlich auf einem im besten Sinne (sie verzeihen mir das nachfolgende Wort) christlichen Menschenbild.

  • M.Sutter sagt:

    Mit Rassismus hat das doch gar nichts zu tun. Es ist eine natürliche Abwehrreaktion, die man macht, wenn man sich in einer speziellen Situation irgendwie bedrängt fühlt. Hinzu kommt das Phänomen Mann. Wer nichts glaubt, mache einen Selbstversuch: Setzen Sie sich in einem fast leeren Zug mit unendlich vielen freien Plätzen, in dem nur ein Mann sitzt, direkt neben diesen unbekannten Mann. Das löst bei diesem Mann garantiert Abwehrreflexe aus, die sich auf verschiedenste Art bemerkbar machen können (Unbehagen, misstrauischer Blick, Platzwechsel oder gar Aufforderung an Sie, sich doch einen anderen Platz zu suchen). Probieren Sie es aus!

    • Adriano Granello sagt:

      Und nun machen Sie den gleichen Versuch als top attraktive Frau. Von Abwehrreflexen beim Mann keine Spur, vielmehr geraten die Hormone des Mannes sofort in Wallung und der Mann selbst in den Balz-Modus…

      Aber Vorsicht: umgekehrt funktioniert es nicht!

  • Paul sagt:

    Was hat die Hautfarbe mit dieser Geschichte zu tun? Ich misstraue jeder Person, die nur gebrochen (oder gar nicht) Deutsch redet, auffällig gekleidet oder schlecht rasiert ist. Das kann ein Portugiese sein, das kann ein Rumäne sein oder ein Engländer. Auch stinkenden Schweizer Drogensüchtigen drück ich mein Mobile nicht in die Hand.

    Gibt es im Raum Zürich sowenig Schwarze, dass der Fabian Renz daraus eine Refugees Welcome-Anekdote machen muss? In Basel sind wir uns Schwarze gewohnt.

  • Daniel Slamanig sagt:

    Ein Schweizer Mann mit gleicher Kleidung/Haltung hätte bei Ihnen dasselbe hervorgerufen, da bin ich mir sicher.

  • Werner Wiedmer sagt:

    Eine Welt der „Gerechten“ existiert nicht. Fakt ist, das viele Nordafrikaner eine Agressivität ausstrahlen, im Gegensatz zu den meisten anderen Migranten, die auf uns „Durchschnittbürger“ beängstigend wirken kann. Die Betreffenden wissen das und einige machen davon bei Bedarf auch Gebrauch. Eigene Erfahrung! Ein Blick nach Frankreich illustriert die Situation. Heisst aber nicht, dass man verallgemeinern muss. Das einem der eigene Radar gewisse Warnsignale vermittelt macht einem noch lange nicht zum Rassisten. Und Tatsachen kleinreden ist keine Lösung.

  • Adriano Granello sagt:

    Ich gehe mal davon aus, dass sich Ihre ‚Geschichte‘ in der 1. Klasse des IC nach Bern zugetragen hat, denn in der 2. Klasse gibt es um 8 Uhr während der Woche NIEMALS freie Sitze.
    Es ist still im Zugsabteil, man hört nur gelegentliches Hüsteln und das Geklapper von Notebook-Tastaturen, selbst das Rascheln mit der Gipfeli-Tüte wird da als Störung des heiligen Friedens empfunden und der ärgerlichste Auftritt ist der des Kondukteurs, der schon beim Eintreten mit dem Ruf „Billete ab Zürich bitte!“ die sorgsam gepflegte Stille zerstört. Und nun stelle man sich vor, in diese Szene trete anstelle des Schaffners ein ungepflegt wirkender junger Mann in schäbiger Kleidung und beginne der Reihe nach die Passagiere um ihr Handy zu bitten…
    Mit Rassismus hat das ganz bestimmt nichts zu tun.

  • Simona Rossi sagt:

    Ich hätte so reagiert wie die Frau. Wenn man Menschen freundlich gegenüber tritt, dann reagieren die auch freundlich. Das ist global, nicht national. Ich wüsste nicht, warum ich vor einem 20jährigen Nordafrikaner Angst haben sollte. Die Männer in unserem Land scheinen verweichlichter zu sein als die Frauen. Oder ja, rassistischer, Herr Redakteur.

  • Georg sagt:

    Ach, Herr Renz! Kann man wirlich nicht mehr erwarten von einem Tages-Anzeiger-Journalisten? Nicht mal mehr die saubere Definition von „Rassist“?! Wenn einer mit dem Gehabe des beschriebenen Mannes vor einem auftaucht und man diesem Gehabe und somit dem Mann ablehnend gegenübersteht, ist das kein Rassismus. Dann ist das der vielleicht letzte Rest eines gesunden Empfindens. Nächstes Mal, Herr Renz, sagen Sie dem Mann oder einem ähnlichen, er solle sich sozialkompatibel benehmen, und erklären Sie ihm, wie das hier funktioniert. Dann haben Sie etwas Gutes und Gescheites getan.

  • Nehmet Asinus sagt:

    Wer von sich behauptet, er hätte keine rassistische Gefühle, ist entweder grenzenlos naiv oder irregeleitet von der tägliche Belehrung und Gängelung der political correctness.

  • tim meier sagt:

    Interessant, dass die politisch Korrekten – dazu zähle ich die Tagi-Journalisten – bei solchen Situationen ihr Verhalten zuerst mit dem Rassisten in sich zu erklären versuchen. In brenzligen Situationen reagiert das Hirn ohne aktives Dazutun. Egal, ob nun ein Schwarzer, ein Besoffener oder ein Junkie das Abteil betritt.

  • Edith Habermann sagt:

    Wenn das so weitergeht mit der Political Correctness, dann wird jemand, der mehr Züri-Gschnätzlets als Cous-Cous isst, von Amtes wegen verfolgt und muss wegen Rassismus ins Gefängnis und wird dort unter strenger Aufsicht von Gedankenpolizisten umerzogen. Wenn ich solche Artikel lese, dann frage ich mich jeweils, was mir der Journalist damit sagen will. Seht her was für ein moderner, selbstkritischer Gutmensch ich doch bin? Wie kann ich meine Redaktionskollegen mit meiner unglaublichen Sozialkompetenz und Aufgeschlossenheit beeindrucken? Und noch etwas frage ich mich: Hätte der Journalist auch in die Tasten gegriffen, wenn der Nordafrikaner sich mit dem Telefon blitzschnell aus dem Staub gemacht hätte?

    • Albert Schwarz sagt:

      „Political Correctness“ ist mittlerweile ein rechter Kampfbegriff. Wir wahren Demokraten nennen das ganz normalen Respekt und Anstand. Bitte lesen Sie den entsprechenden Artikel in der aktuellen WOZ. (Keine Angst, Sie werden davon nicht gleich links. Das wird nicht durch Kontakt übertragen.) Man braucht den Begriff auf der rechten Seite, um sich für das eigene Fehlen von Anstand zu entschuldigen.
      Ich bin gespannt, was Sie zum Artikel sagen. Treffen wir uns heute Abend wieder hier zur Diskussion?

      • Edith Habermann sagt:

        Lieber Herr Schwarz, ich diskutiere gerne. Einerseits um neue Erkenntnis zu gewinnen, anderseits um mein Gegenüber von meiner Meinung zu überzeugen. Sie schreiben von sich in der ‚uns‘-Form und bezeichnen sich als ‚wahren Demokraten‘ und das in einem leicht herablassenden und gleichzeitig belehrenden Tonfall. Unter diesen Voraussetzungen wird eine Diskussion schwierig. Trotzdem habe ich den Artikel gelesen und halte ihn für eine Mischung aus guter Recherche und einseitigem Thesenjournalismus. Ich denke, die Linke täte sich einen Gefallen, wenn sie etwas mehr Realitätssinn bekundete und weniger dünnhäutig reagieren würde bei vermeintlichen Verstössen gegen die Political Correctness. Trump wurde mitunter gewählt, weil er bewusst und gezielt gegen die Political Correctness verstossen hat.

  • Rita Kaeslin sagt:

    Viele meiner damaligen linken Unikollegen waren linke weltoffene Menschen. Sie warfen mir vor, weil ich auslaenderkritisch bin (wenn sie sich nicht integrieren) dass ich rassistisch bin. Tatsache war allerdings, dass sich meine auslaendischen Studienkollegen (nicht aus dem Deutschen Raum) eben genau ueber diejenigen beschwerten, sie seien an Kontakt nicht interessiert. Der linke „Rassismus“ ist ein stummer Rassismus, er ist ein Desinteresse an Fremden Gaesten und das Bevorzugen, unter der ihresgleichen (Schweizer) zu verweilen.

    • Albert Schwarz sagt:

      Nun, ich bin links – wie auch der grösste Teil meines Bekanntenkreises. Ich verstehe Ihre Einlassung schlicht nicht. Und Sami, der äthiopische Migrant, mit dem ich grad gestern wieder gesoffen habe, würde sie wohl auch nicht verstehen. Emel fände Ihren Einwurf lächerlich – aber mit der saufe ich nicht, denn sie ist Muslima. Anja, Thomas, Michèle, Justo, George und Phan hätten ebenfalls Mühe, nachzuvollziehen, was Sie meinen könnten. Vielleicht sollten Sie einfach weniger projizieren.

  • maurer sagt:

    Ich hätte auch einem Journalisten das Telefon nicht gegeben.

  • Marcel Schwendener sagt:

    (1) Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Reaktion von Herrn Renz als Rassismus bezeichnet wird, wieso er selbst findet, dass er sich rassistisch verhalten hat. Jeder Mensch reagiert automatisch und intuitiv auf seine Umwelt. Das ist seine evolutionäre Programmierung, sie bildet die erste, die biologisch definierte Ebene menschlichen Verhaltens. Danach gibt es noch zwei weitere Ebenen, die der anerzogenen kulturellen Werte und die der durch rationale Überlegungen erworbenen Überzeugungen. Die Reaktion von Herrn Renz fand, meiner Meinung nach, auf der ersten Ebene statt, er fand sich in einer für ihn nicht einschätzbaren Situation wieder. Sein biologisches Programm sagte ihm, dass eine mögliche Bedrohung vorhanden sein könnte. Dabei spielt es keine Rolle, was für eine Hautfarbe ….

    • Reto Stadelman sagt:

      Ich verstehe das auch nicht. Besonders schlimm wird es dann, wenn diese Menschen anfangen, sich solche natürliche Verhaltensweisen „abzutrainieren“.
      Bei solchen Geschichten sehe ich persönlich einfach, wie weltfremd gewisse Leute sind. Herr Renz hat wahrscheinlich seit Jahren wieder einmal erlebt was es heisst Mensch zu sein, mit allen Fehlern und Macken die unsere Spezies hat. Und seine erste Reaktion? Das muss Rassismus sein… Schwer verständlich…

  • Michi sagt:

    Ihre Intuition hat ihnen gesagt, dass ein junger, zugewanderter Nordafrikaner ihnen das Mobiltelefon eher stiehlt als eine junge Schweizerin. Statistisch gesehen behalten Sie auf jeden Fall Recht. Ob das Rassismus ist? Nein, einem Schweizer Junkie hätten Sie’s auch nicht gegeben. Aber seien Sie beruhigt: Falls Sie irgendwann in Nordafrika im Zug unterwegs sein sollten und einen Nordafrikaner nach seinem Mobiltelefon fragen, wird er es ihnen nicht geben. Wird man ihm Rassismus vorwerfen? Nein.

  • Marcel Schwendener sagt:

    (2) und Kultur der potentielle Bedroher hat. Es hätte auch ein Schweizer sein können, der durch sein Verhalten auf Herrn Renz irritierend und potentiell bedrohlich gewirkt hätte. Herr Renz erfährt nun einen sogenannten Mismatch, den er im Artikel thematisiert. Er bemerkt, dass seine Reaktion der ersten Ebene nicht mit seiner dritten Ebene, die der rationalen Überzeugungen übereinstimmt. Seine falsche Schlussfolgerung; er muss ein Rassist sein. Keineswegs, wage ich zu behaupten. Möglicherweise muss er einfach seine rigiden Definitionen, die er auf der dritten Ebene vorgenommen hat etwas hinterfragen. Wieso denkt er, dass eine evolutionäre Grundreaktion auf eine Bedrohungssituation Rassismus sein muss? Diese Grundreaktion empfindet er sicher auch jedes Mal gegenüber nicht-Nordafrikanern.

  • Fricker Werner sagt:

    Lieber Herr Renz, Sie sind ganz bestimmt kein Rassist. Auch mir wäre es möglicherweise so ergangen; übrigens auch bei Schweizern, die sich unmöglich benehmen. Und seien sie versichert: Auch Schwarze sind Rassisten: Wie erklären Sie sich sonst die Völkermorde der letzten 50 Jahre in verschiedenen Ländern Afrikas? Übrigens: Ich erteile mit zwei andern Personen Deutschunterricht (unbezahlt) für Asylanten, weil ich mithelfen will, bei uns zu verhindern. Sie kommen freiwillig, sind also lernbereit und alle sind freundlich und zufrieden. Wären alle so, hätten wir kaum Probleme. Dennoch bin ich ein Gegner der .

  • Meyer Daniel sagt:

    Rassimuss und Vorurteile stecken tief in uns verwurzelt und zwar in Menschen aller Hautfarben. Das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen, lächeln, freundlich bleiben hilft Vorurteile abzubauen. Leider schenken wir unseren Mitmenschen immer weniger ein Lächeln. Ich stelle fest, dass zumindest in den letzten Jahren, ich wieder vermehrt angeglotzt werde oder ist das auch eine subjektive Wahrnehmung meinerseits?
    Vorurteile sind in uns und Vorsicht walten zu lassen ist nicht rassistisch. Wäre der Herr freundlicher gewesen, hätten Sie vielleicht nie solche Gedanken bekommen.

    Gruss vom Mischling

  • Nadine Binsberger sagt:

    In der beschriebenen Situation wäre meine Reaktion vermutlich ähnlich gewesen. Aber die fiktive 20-jährige weisse Frau hätte nicht prinzipiell bessere Chancen gehabt. Das Handy stehlen oder eine zweifelhafte Nummer anrufen (z.B. ihren Haschisch- oder Ecstasy-Lieferanten) ist bei einer jungen Frau mind. genauso realistisch. Bei beiden kommt es stark drauf an, was sie für einen individuellen Eindruck machen bzw. ob der geltend gemachte „Stress“, wenn der Anruf nicht getätigt werden kann, nachvollziehbar ist und glaubwürdig daherkommt.

  • Bernhard Piller sagt:

    Hat der Autor das Buch „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch gelesen? Er kommt mir vor, wie der Protagonist Biedermann, der nie den Glauben in die Menschen verlieren wollte, selbst als seine in seinem Haus einquartierten Gäste Kanister und komische Schnüre auf dem Dachboden lagerten. Er wollte nicht ein ängstlicher, spiessiger Bürger sein und auch randständigen Leuten eine Chance geben.
    Am Schluss ist sein Haus und er selber verbrannt.

  • gertrud stiehle sagt:

    Lieber Herr Renz. Ich danke Ihnen für Ihr sensibles Nachdenken über diese Alltagssituation im Zug, die so viele Echos ausgelöst hat. Gut so! Als 80-jährige Bahnreisende ohne Handy war ich schon ein paarmal beeindruckt von der spontanen Hilfsbereitschaft meiner Mitreisenden, wenn ich ein Problem hatte.
    Einmal habe ich meinen Ausstieg verschlafen und erhielt innert Minuten von fremden Handys einen Fahrplan, um mich aus der Situation zu retten. Aber auch ohne Handy hoffe ich weiterhin offen und vertrauensvoll auf Menschen gleich welcher Hautfarbe einzugehen, wenn sie meine Hilfe brauchen. Ich bin nie enttäuscht worden.

  • Bernhard Strässle sagt:

    Vor 60 Jahren. Ein Schwarzer kam nachts um zehn im Dörfli auf mich zu und fragte nach der Jugendherberge. Da diese damals schon um neun Uhr schloss, bot ich ihm an, bei mir zu übernachten. Am Morgen orientierte ich die Mutter. Ihre Reaktion: «Dann geh schnell zum Lädeli; das Brot reicht sonst nicht». Vor dieser Episode hatten weder meine Eltern noch ich je einen «Neger» (O-Ton 1956) gesehen. Natürlich haben wir den Gast wohl angegafft, insbesondere die hellen Innenflächen seiner Hand. Aber dass er ein ganz normaler, harmloser Mensch war, stand ausser Frage. Auf dem Nachttischchen liess er zehn Franken liegen; damit hätte er sich damals auch ein Hotelzimmer leisten können. Das hat geprägt; ich habe nicht den geringsten Argwohn gegenüber dem Andersartigen.

  • MARC FISCHER sagt:

    Und warum hätten Sie ihm das Telefon nicht gegeben? Das habe ich nicht genau verstanden.

  • Anh Toàn sagt:

    Sie sind kein Rassist, auch wenn Sie diesen Unbekannten als eventuell gefährlich einschätzen. Einschätzen müssen wir, solange wir nicht mehr wissen können. Rassisten fällen (Vor-)Urteile über Menschen auf Grund deren Zugehörigket zu einer Rasse. Urteile sind definitive Wertungen, allenfalls unter sehr engen Einschränkungen revidierbar, Einschätzungen hingegen werden laufend dem erweiterten Kenntnisstand angepasst und suchen die Erweiterung des Erkenntnisstandes, wer schätzt, will mehr erfahren, um die Einschätzung zu präzisieren oder auch komplett zu ändern. (Vor-)urteile verweigern sich der Kenntnisnahme jeglicher Fakten, welche dieses (Vor-)Urteil in Frage stellen und sehen nur, was das (Vor-)urteil bestätigt.

    • Anh Toàn sagt:

      Wer einschätzt tut dies im Bewusstsein ungenügender Informationen, um zu urteilen. Wer (vor-)urteilt, braucht keine weiteren Informationen.

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn wir einen Fremden betreffen, geht es aber nicht primär darum, ob das jetzt wohl ein Guter ist oder ein Böser sein könnte. Alle Menschen haben etwas Gutes und etwas Böses in sich: Wir finden im Fremden meistens was wir suchen. Suchen wir Bestätigung unserer Vorurteile, werden wir die genauso finden, wie wenn wir das Gute suchen in ihm. Darum ist Angst vor dem Fremden, welche das Böse sucht, genauso gefährlich, wie blinde, naive Sorglosigkeit.

  • Hans Meier sagt:

    Das ganze hat nichts mit Rassismus zu tun. Der Mensch lernt mit seinem Gehirn gewisse Erfahrungen, damit er nachher blitzschnell Entscheidungen treffen kann. In meinen Augen geschieht der Rassismus nicht in den blitzschnellen Entscheidungen, sondern dann, wenn man seine Erfahrungen nicht mehr ändern möchte, so dass in Zukunft die blitzschnelle Entscheidung anders ausfallen könnte.

  • Rita Kaeslin sagt:

    Ich wuerde einer fremden Person auch nicht zwingen trauen. Ob Schweizer oder nicht. Es geht aber dann darum, dass man nie weiss was genau bezweckt wird. Es gibt mittlerweile so viele Maschen. Beispielsweise gehackte Handys, nachdem man auf eine gewisse nummer anruft. Dann koennen andere Menschen auf deinen eigenen Kosten anrufen…

  • ali kazemi sagt:

    Rassismus hat eigentlich nicht mit Rasse, Religion usw zu tun. In der Wahrheit wiederspiegelt sie die soziale Unterschiede. vor 200-300 Jahren hatten die Reichen und Adeligen die dreckige armn Unterschicht als primitiv, gewalttätig, grob usw. bezeichntet. Adelige Frauen haben sich oft von armen gewaltbreiten Männer der Unterschicht gefürchtet. Heute befindet sich die Unterschicht infolge von Rohhstoffmultuis, Casino-Kapitalismus und Rohstoffkriegen weniger in Europa sondern in der dritten Welt(oder eben als Immigrantenströme aus diesen Regionen). Die Unterschiede zwischen sozialen Schichten werden grösser Das verursacht bei den Armen Frustration, Hass und Degenierung der Gesellschaft und die Reichen halten sich für bessere Menschen und fürchten sich von diesen „primitiven“ Untermenschen.

  • Stefan sagt:

    Vorbehalte gegenüber Fremden ist uns in den Genen gegeben und ein Überlebensinstinkt.
    Oder was glaubt der Journalist, was in der Steinzeit mit Sippen passierte, die jede vorbeiziehende Horde zu sich in die Höhle einlud? Im besten Fall wurden ihnen die Wintervorräte weggefressen, im schlechteren Fall wurde die Sippe vertrieben oder gleich totgeschlagen. Fremden gegenüber allerhöchst alarmiert zu sein, war also wichtig (!) und richtig (!!).
    Das Problem sind also nicht die Gene, sondern die Redaktionsstuben, die einfach alles, was in den Genen programmiert ist, grundsätzlich als „schlecht“ hinstellen (der Drang von Frauen nach Kindern statt Karriere, die Heterosexualität, weisse Haut, Fremdem nicht aufgeschlossen zu sein, Jungen, die mit Flugzeugen spielen etc).

  • Edith Habermann sagt:

    Jeder Mensch wird von Vorurteilen begleitet. Gewisse Vorurteile sind angeboren und man nennt diese auch Instinkt. Andere Vorurteile beruhen auf eigenen Erfahrungen, seien diese nun positiv oder negativ. Unser Handeln wird tagtäglich durch Vorurteile mitbestimmt. Wenn ich beim Spaziergang einen Bogen mache um einen freilaufenden Pitbull, mache ich das womöglich zu unrecht und das Hundeli wäre eigentlich ein ganz Lieber. Genau so lasse ich auch bei männlichen Nordafrikanern grössere Vorsicht walten, weil diese genau wie Pitbulls, rein statistisch gesehen, für mich ein größeres Gefahrenpotential darstellen als Golden Retriever und Muothatalerinnen. Nennen Sie mich jetzt Rassistin, dann nenne ich Sie blind und verblendet.

  • Peter Schwarz sagt:

    Das wir aus Erfahrungen eine Situation, also auch Menschen oder Menschengruppen einschätzen ist kein Rassismus sondern Vernunft. Vorurteile helfen uns, mit Situationen besser umzugehen und warnen uns vor Gefahr und überraschungen, auch wenn sie ab und zu falsch sind. Wer keine hat, ist schlicht naiv. Hätten wir mit Afrikanern mehrheitlich die selben Erfahrungen wie mit Skandinaviern würden wir sie wohl auch anders einschätzen. Was ich jedoch nicht verstehe, warum brauchten sie so lange für diese Erkenntnis und warum können sie sie immer noch nicht richtig einordnen ?

  • Rolando sagt:

    Das hat nichts mit Rassismus zu tun sondern ist eine ganz normale Reaktion des Instinkts. Man kann auch sagen, es ist die Reaktion des Urmenschen in uns. Ansonsten würden wir situativ falsch reagieren und nichts dazu lernen.

  • Martin sagt:

    Auch ich hätte ihm mein Telefon nicht geliehen. Aber ich leihe es grundsätzlich nicht an Fremde aus, egal ob Weisser, Schwarzer, Asiat oder was auch immer. Es ist mein Telefon; fertig. Was uns aber Ihr Text sagt: Sie können noch so überzeugter Anti-Rassist sein, am Ende werden Sie immer Ihrem Gefühl trauen bzw. folgen.

  • Safster sagt:

    Vielen Dank für Ihren kurzen Erfahrungsbericht! Er stellt eine wichtige Frage: Wann bin ich ein Rassist? Und es gibt dazu gute Kommentare hier, wie denjenigen von Tim Birke („Gefühle hinterfragen, statt verstärken, deshalb kein Rassist“). Es ist der Anfang eines beschwerlichen Wegs gegen den Rassismus. Ohne dabei den Leuten dauernd ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie diese Gefühle bei sich entdecken. Diese Gefühle sind bei uns allen vorhanden. Nun kann man sie hinterfragen und je nach dem relativieren, oder sie fallen auf fruchtbaren Boden und werden weiter verstärkt. Letzteres kann dann zu Rassismus führen, der im schlimmsten Fall auch zu Gewalt führt. Daher: Gefühle nicht unterdrücken, aber auch nicht ungefiltert von sich geben. Eigentlich eine Binsenwahrheit.

  • Peter Steiner sagt:

    Vorurteile hat jeder, das macht einem noch lange nicht zu einem Rassisten. Jeder intelligente Mensch versucht, Vorurteile abzubauen. Diese sind jedoch oft von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht die eigene Sicherheit zu garantieren. Einfaches Beispiel dafür, wenn eine Frau in der Nacht alleine unterwegs ist.

  • Stefan sagt:

    Ich fasse die Kommentare zusammen:
    Ein Journalist, der sich komisch fühlt angesichts eines sich auf den Sitz fläzenden Maghrebiners, sucht absolution im Politblog, dass er kein Rassist sei,
    Ein Mensch hingegen, der das x-millionenfache hereinlassen von Muslimen unbekannter Provenienz komisch findet, ist ein dunkeldeutscher Rassist.

  • Remond Fischer sagt:

    „Höchstwahrscheinlich ist er Asylbewerber, vielleicht abgewiesen, vielleicht untergetaucht“
    Vermutung das jemand illegal ist, nicht die Polizei informieren und sich selbst Rassismus vorwerfen.

  • Hans Hegetschweiler sagt:

    Ich denke bis zu einem gewissen Ausmass sind wir alle xenophob , und die Psychologie kann dies wahrscheinlich auch begründen. Massgebend ist nicht, ob wir gegenüber dem Fremden allgemein Angstgefühle haben, sondern, ob wir bereit sind, im Kontakt mit einem konkreten Fremden uns so zu verhalten, wie wir uns gegenüber unseren Schweizer Nachbarns verhalten würden. Rassismus ist ein Verhalten, kein Gefühl.

  • Rosemarie Andrin sagt:

    Vor einiger Zeit setzte sich in Basel ein arabisch aussehender Mann mit Koffer mir (politisch überzeugt links) gegenüber ins Zugabteil. Nach einiger Zeit fragte er mich, ob ich zum Gepäck schauen könne, er hätte solchen Hunger und wolle in den Speisewagen. Ich hab ohne zu zögern gesagt, klar doch. Er ging. Und ich kriegte eine unerträgliche Anst, die nicht aufhören wollte. In Olten kehrte er zurück, lächelte, hatte gespiesen. Meine Angst verging. Wir plauderten zufrieden bis Bern, beim Abschied meinte er, vielleicht sähen wir uns wieder. Es war sehr nett. Ich war tief beschämt ob meiner gewaltigen Angst und bin es bis heute!

  • Reto Stadelman sagt:

    Sie brauchen sich nicht zu schämen Fabian Renz. Aber sie brauchen aus etwas natürlichem auch keinen Elefanten zu machen!
    Sie haben auf eine ungewöhnliche Situation mit normaler Vorsicht reagiert. Sind wir mal ehrlich: Wie oft wird man von einem Wildfremden gefragt, ob dieser das eigene Telefon benutzen darf? Warum passiert das so selten? Warum machen Verständigungsschwierigkeiten das noch unangenehmer? Da kommen so viele Dinge zusammen. Verwunderung, Vorsicht, Schamgefühle, Fragen… Dass die Person noch eine andere Hauptfarbe hat: Geschenkt.
    Sie sind kein Rassist. Bei manchen Menschen sind diese Gefühle der Unsicherheit und Vorsicht sogar noch ausgeprägter. Man nennt diese Menschen konservativ. Vielleicht denken sie an diese Situation zurück, bevor sie die Rassistenkeule schwingen…

  • Peter Weinreich sagt:

    Lieber Fabian Renz,
    ich darf Sie beruhigen: Aus meiner Sicht sind Sie kein Rassist, sondern völlig in Ordnung, ein ganz normaler Mensch. Warum?
    1. Rassismus ist ein Überlegenheitsanspruch aufgrund von biologischen Merkmalen. Biologische Unterschiede, die Hautfarbe treffen zu. Einen Überlegenheitsanspruch kann ich aus Ihren Schilderungen nicht erkennen.
    2. Aber: Sie sind xenophob, d.h. fremden-ängstlich. Das ist keine Krankheit und auch keine moralisch oder politische verwerfliche Einstellung, sondern ganz natürlich; ja, Sie werden es kaum glauben, Xenophobie ist sogar die Voraussetzung für ein gedeihliches Zusammenleben, denn es hilft uns zu trennen zwischen denen, denen wir vertrauen können und denen, vor denen wir uns vorsehen müssen. Vgl. Youtube: Hölldobler, Xenophobie.

  • Simone Wicherek sagt:

    Niemand ist gefeit!
    Vor ein paar Jahren, S-Bahn: Ich höre das bekannte „Alli Billett bitte“; aus den Augenwinkeln sehe ich eine dunkle Gestalt vorbeihuschen; denken dabei, vllt hat er Glück und kann sich der Kontrolle entziehen, der nächste Bahnhof ist nahe.
    Nun bin ich an der Reihe, mein Abo zu zeigen. Ich blicke vom Buch auf, und – es ist kein Scherz – die dunkle Gestalt steht in Uniform vor mir und kontrolliert mich!
    Eieiei, Simone, du kleine Rassistin du!

  • Christina sagt:

    Ich hatte einmal an einem dummen Ort mitten in der Stadt zu einer noch dümmeren Zeit eine Autopanne. Der erste vermutete Schweizer, den ich bat, mir zu helfen, den Wagen auf die Seite zu schieben, hatte keine Zeit, der Zweite mit der Freundin abgemacht, der Dritte musste auf die Post. Kam ein vermuteter Nordafrikaner daher. Ich bat ihn um Hilfe. Er sagte: „Mais Madame, donnez-moi la clé, je fais ça seul!“ Ich gab ihm den Schlüssel. Oh Wunder, er lief damit nicht davon sondern steckte den Schlüssel ins Schloss und stiess den Wagen, eine Hand am Steuer, die andere an der offenen Türe weg. Er grinste über das ganze Gesicht, grüsste und war weg. Fazit: ich frage keinen Miteidgenossen mehr um Hilfe. Bin ich eine Rassistin?

    • Blanche Wu sagt:

      Das erinnert mich an den Afrikaner welcher mir im Zug geholfen hat meine Bierflasche zu öffnen. Er hatte selber Bier dabei und dann stiessen wir an und plauderten bis zur Endstation miteinander.
      Die anderen Leute im Zug starrten mich kritisch an, als ich den Platz wechselte und zu diesem Mann sass…insgeheim musste ich lachen und dachte „das hättet ihr jetzt nicht erwartet…vor allem wenn ihr wüsstet, dass ich eigentlich immer vorsichtig im Umgang mit Afrikanern bin…hihihi.“ In solchen Situationen suche ich immer den Blick Kontakt, da man im Blick eines Menschen oft erkennen kann ob er Böses im Sinn hat oder nicht. Dieser Mann hatte einen aufgeweckten, gesunden Blick.

    • alfredo borlotti sagt:

      Aber klar sind Sie das! Geben Sie sich etwas Mühe und den Schweizern (ggfs. auch der weiblichen Ausführung davon) eine 2. Chance, dann könnten Sie geheilt werden.

  • Dieter sagt:

    Grundsätzlich ist ein natürliches Misstrauen richtig . Das Problem ist allerdings wo sich die Grenzen befinden um einem anderen Mitmenschen kein Unrecht an zu tun egal ob Schwarz oder Weiss . Dies ist ein grosser Graubereich . Aus eigener Erfahrung lernte ich einerseits in einer Londoner U Bahn als ich mich Spätabends alleine verfahren hatte , hilfsbereite freundliche schwarze Jugendliche kennen welche mir zur richtigen Plattform den Weg zeigten und dorthin kurz begleiteten . Andererseits einige Jahre später wurden wir zu Dritt als Touristen in Miami/ Florida in einer Tiefparkgarage unter einem grossen Einkaufzentrum von Schwarzen mit Baseballschläger bedroht und konnten mit gut Glück dank weiteren dazukommenden anderen Passanten fliehen .

  • Pedro Riengger sagt:

    Es gibt sicher auch Einheimische, bei denen sie kein gutes Gefühl gehabt, resp. eine Antipathie empfunden hätten. Und warscheinlich hätten sie einer attraktiven Nordafrikanerin ihr Telefon sofort geliehen und hätten sich gerne auf ein Gespräch eingelassen. Machen Sie sich keine Gedanken, sie sind ganz normal. Nur die Political Correctness, die uns einreden will, dass wir nicht mehr empfinden dürfen, wie wir eben manchmal empfinden, ist nicht normal.

  • Patrick Biegel sagt:

    Wenn ich vor einem Dobermann davonrenne aber bei einem Dackel stehenbleibe, bin ich deswegen ein Rassist? Beides sind Hunde…
    Der erste Eindruck zählt und im Unterbewusstsein hat jeder Mensch Vorurteile die mal berechtigt und mal unberechtigt sind. Diese Vorurteile bestimmen wie wir in den ersten Sekunden reagieren, ob wir Angst haben oder nicht. Wir verhalten uns dementsprechend und das hat noch nichts mit Rassismus zu tun…
    Ein grosser Nordafrikaner wirkt meistens bedrohlicher und fremder als eine kleine lächelnde Frau…

    • alfredo borlotti sagt:

      Nicht rassistisch, sondern vielmehr unrealistisch. Wenn Sie vor einem Dobermann wegzurennen versuchen, sind Sie die Lachnummer, im andern Fall – beim Dackel – wäre es letzterer. Einem Dackel könnte man auf einem Bein davonhüpfen (oh, das war nun aber rassistisch, sorry lieber Dackel: Du rennst wie ein Windhund).

  • werner boss sagt:

    Diese Geschichte scheint mir ein wenig zu konstruiert um wahr zu sein! Ich würde mein Telefon auch keinem Schweizer aushändigen, den ich nicht kenne. Das hat mit Rassismus rein gar nichts zu tun. Wer auch schon mal ausser Landes war,betrachtet dieses Rassismusgelaber mehr oder weniger als einfältiges „Gstürm“ , es geht eher darum ob man einem Menschen trauen kann oder nicht. Leider kann man auch vielen Schweizern nicht trauen!

  • Yves Schneider sagt:

    Per Zufall bin ich auf diese ehr guten Artikel gestossen. Ja unsere Vorurteile und vor Verurteilungen. Was krass ist, wenn wie Hr. Weibel Unwahrheiten postet. O prangert er Israel an dass dort Menschen in Flüchtlingslager gesteckt werden. Nur in Israel gibt es keine Flüchtlingslager, den Mensche werden Wohnungen zugewiesen. Wahrscheinlich hätte ich dem jungen Menschen aus Afrika mein Handy ausgeliehen.

  • D. Grunberg sagt:

    Ein Essay im Juni 1992 in NZZ folio widmete sich dem Thema: «Fremdenangst kennt jede Kultur». Insofern kann ich die Befindlichkeiten des Autors kaum teilen. Selbst die Asylbewerber, denen wir mitunter skeptisch gegenüberstehen, sind ihrerseits und in ihren Herkunftsstaaten häufig rassistisch und fremdenfeindlich eingestellt. Es ist ein menschlicher Wesenszug. Zitat: Gibt es Gesellschaften, die von Rassismus frei sind? Wie verhält es sich mit der Fremdenangst in aussereuropäischen Kulturen? Jede Kultur ist ethnisch zentriert. Ethnozentrismus ist ein allgemeines Phänomen, aus dem sich die Ambivalenz gegenüber dem Fremden ergibt. Das heisst, dass jede Kultur die Fremdenangst kennt. […] Der Unterschied ist einzig, wie zivilisiert wir mit unserer Angst vor Fremden umgehen.

  • Heinz Oswald sagt:

    O wie da die meisten meinen, sie müssten von Übernächstenliebe strotzen – wie halten sie es aber mit Ihrem Nächsten? Damit Sie meinen Standpunkt kennen: Ich hätte ihm mein Handy gegeben, aber ohne zu meinen ich wisse, ob es sich bei meinem Gegenüber nicht um einen Rassisten handelt, der, hier mal zuhause, den Nächsten auf alle mögliche Art zur Last fallt – so von wegen unserer Zukunft…

  • Gerda Schuurman sagt:

    Wäre es ein Schweder, Holländer, Engländer oder ein Berner Reitschule Chaot usw. usw. gewesen im gleichen „Look“, gleichem Benehmen, wäre die Reaktion genauso gleich gewesen. Es war nicht seine Hautfarbe, sondern wie er sich benahm, der Ablehnung einflösste!! Hör endlich auf, sichselber ein Schuldgefühl einzureden!

  • Schneider Micha sagt:

    „Was schlummert da im aufgeklärten Menschen?“
    Da schlummern einfach selbst gemachte Erfahrungswerte, plus nicht selbstgemachte. So einfach ist das.
    Hat man jetzt die heilige Aufgabe jedem, der einem nicht ganz geheuer ist – Teint hin oder her – aber gerade natürlich bei dunklem Teint – sein Mobilphone auszuleihen oder von der eigenen Wurstsemmel beissen zu lassen……
    Klingelt jemand bei mir an der Türe und bittet um etwas zu essen, lade ich den nicht sofort an den Esstisch ein….sondern bringe etwas Essbares an die Türe.
    Und gerade in Zeiten von aggressiven bis kriminellen Hirnheinern in den öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man doppelt hinsehen, anstatt sich wegen Rassismushirnverrenkungen selbst zu schaden.

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