Trump, die Lüge und der Klimawandel

A protester holds a sign during a protest against Republican president-elect Donald Trump outside Trump International Hotel and Tower in Chicago, Illinois, U.S. November 9, 2016. REUTERS/Kamil Krzacznski - RTX2SWZM

Ein trauriger Tag nicht nur für Amerika, sondern auch für die weltweiten Bestrebungen im Kampf gegen den Klimawandel. Foto: Reuters

Man sagt nichts Originelles, wenn man feststellt, dass ein Präsident Trump das Schlimmste ist, was der globalen Klimapolitik zustossen konnte. Dabei hat der Monat so gut begonnen: Am 4. November trat das Klimaabkommen von Paris in Kraft, das die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad und wenn möglich auf 1,5 Grad begrenzen will. Drei Tage später begann die UNO-Klimakonferenz in Marrakesch über die Umsetzung des Abkommens zu beraten. «Paris» war ein grosses Versprechen, auch wenn immer klar war, dass es noch vieler harter Kämpfe bedürfe, bis die Regierungen ernst nehmen, was sie unterzeichnet haben.

Seit dem 9. November ist die Aussicht, mit diesen Kämpfen in den USA – dem zweitgrössten CO2-Emittenten der Welt – Erfolg zu haben, für mindestens vier Jahre tot. Zu allem Elend erschien am selben Tag ein wissenschaftliches Paper, demzufolge der Treibhauseffekt sich mit der Erwärmung verstärkt: Der Klimawandel beschleunigt sich, die bisherigen Szenarien waren zu optimistisch. Um 5 bis 7 Grad könnte sich die Erde bis im Jahr 2100 erwärmen – das wäre das Ende der Zivilisation. Die Welt hat keine Zeit zu warten, bis die USA in vier oder acht Jahren vielleicht wieder eine vernunftbegabte Person ins Weisse Haus wählen.

Das «chinesische Märchen»

Trump verspottet den Klimawandel als chinesisches Märchen, er will die Umweltbehörde EPA einem führenden Klimawandel-Leugner anvertrauen, und er wird die zaghaften Erfolge der Regierung Obama kassieren. Schlimm genug. Aber noch ein Aspekt an Trumps Erfolg macht mit Blick auf den Klimawandel Sorgen. Nämlich das, was man das postfaktische Zeitalter genannt hat. Trump ist ein Lügner. Das wissen alle, und nicht einmal seine Fans streiten es ab. Trumps Lügen, schrieb etwa Roger Köppel in einem «Weltwoche»-Editorial, «klingen ehrlicher als die hochgestochenen Pseudowahrheiten Hillary Clintons». Was immer «Pseudowahrheiten» sein sollen, das ist orwellsches Neusprech: Krieg ist Frieden. Lüge ist Wahrheit.

Seit Jahren versuchen Klimawissenschaftler und Umweltbewegte zu verstehen, warum so viele Leute den Klimawandel gegen alle Evidenz leugnen – nun eben auch der künftige US-Präsident, den Klimaforscher in einer verzweifelten Notaktion doch noch von den Tatsachen zu überzeugen versuchen. Kommt die Botschaft der Wissenschaft nicht an? Wird sie nicht verstanden? Nicht geglaubt? Trumps Erfolg legt noch eine andere Erklärung nahe: Es gibt Leute, die die Botschaft hören, verstehen und glauben – und sie gerade deswegen nicht wahrhaben wollen. Die «ehrliches» Lügen gegenüber unliebsamen («hochgestochenen») Wahrheiten bevorzugen.

Die bewusste Entscheidung für die Lüge

Trump treibt hier nur auf die Spitze, was im Verspotten der «Gutmenschen», im Kampf gegen echte und angebliche «politische Korrektheit» schon länger Konjunktur hat. Ein Autor, der gewiss keine Sympathien für Trump hegt, schrieb unlängst in der NZZ über die Vergabe des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an die Journalistin Carolin Emcke: «Der diesjährige Friedenspreis geht an eine würdige Preisträgerin. An den Reden war politisch nichts auszusetzen. Dennoch mag man die Veranstaltung keine Sternstunde nennen. Lauter Menschen guten Gewissens, die stets an den ‹richtigen Stellen› klatschen. Die Feier der Menschenfreundlichkeit schmeckte nach Selbstgerechtigkeit.» Da findet ein Autor alles richtig – und wirft den Beteiligten gerade dies vor.

Wer umweltpolitischen Anliegen zu Mehrheitsfähigkeit verhelfen will, kann versuchen, mit besseren Argumenten zu überzeugen. Oder mit dem guten Beispiel zu zeigen, dass ein anderes, nachhaltiges Leben möglich ist und nicht wehtut. Aber wie soll man sich verhalten, wenn einem der Versuch, anständig zu leben und das Richtige zu tun, zum Vorwurf gereicht? Wie argumentieren, wenn sich das Gegenüber bewusst für die Lüge entscheidet?

Ich bin ratlos.

87 Kommentare zu «Trump, die Lüge und der Klimawandel»

  • Rudolf Wildberger sagt:

    Den Gegnern der politischen Korrektheit Neusprech vorzuwerfen ist Neusprech in Reinkultur und Wortbedeutungen ins Gegnteil kehren: Krieg ist Frieden ist schon allgemeiner und perverser Srachgebrauch (militärische „Friedenseinsätze“ der UNO und USA). Kritiker der Klimapolitik mit dem „Klimaleugner“ (Nähe Holocaustlegner, also Unmensch) mundtot zu machen sind nicht Argumente sondern Moralkeule. Mit dem Schreckensbild „Ende der Zivilisation“ werden höchsteens undemokratische Durchstechereien als Notwehr entschuldigt (Energiewende wird einfach à la Merkel beschlossen). Das Schlimme an Trump ist nicht dass Trum lügt sondern das die Wähler einen wie Trump weniger schlimm finden als die Alternative Clinton, wo man wess was man hat: Interventionen mit Chaos und Kungeleien mit Lobbyisten.

  • Dani Keller sagt:

    Der Klimawandel ist relativ unbestritten (das Klima war schon immer im Wandel) , obwohl die Messmethoden und Datenbasis teils fragwürdig sind (zumindest bei der Meerestemperatur). Wie der Mensch mit CO2 in welchem Mass das Klima mitbeeinflusst, ist unklar. Kritiker werden dann als Lügner hingestellt, auch wenn wissenschaftlich diese Frage bis heute nicht geklärt werden konnte. Hier könnte man der Wissenschaft auch postfaktisches Verhalten vorwerfen. Aber im Elfenbeinturm empfindet man Kritik eher als Blasphemie (Klimawissenschaft=Religion?) , was der Wahrheitsfindung (=Wissenschaft? ) nicht gerade dienlich ist.

    • Paul Levi sagt:

      Das ist schon ein grosser Hohn ausgerechnet der Wissenschaft postfaktisches Verhalten vorzuwerfen, wo doch gerade der Klimawandel mit extrem vielen Fakten untermauert wurde. Wenn man den Kopf ganz tief in den Sand steckt, dann sieht man tatsächlich keine Fakten. Sie haben sogar Recht, dass es nicht zu 100% bewiesen ist, dass die Erderwärmung menschengemacht ist, es gibt tatsächlich noch eine 5%ige Unsicherheit, die die Wissenschaft auch nicht verleugnet hat.
      Das Problem ist aber, dass wir es uns nicht erlauben können, zu warten bis es 100%ig bewiesen ist. Was ist denn daran so schlimm, wenn wir in Zukunft weg kommen von der Verschwendungs- und Wegwerfgesellschaft und ein nachhaltigeres Leben anstreben?Der Lebensstandard wird durch ein nachhaltigeres Leben nicht wesentlich verändert werden

      • Dani Keller sagt:

        @Levi: helfen Sie mir mal mit Definition von menschengemacht: wann gilt der Klimawandel denn als menschgemacht? >50% Einfluss oder 100% Einfluss? Oder gar nur 25%? Und wie genau korrelirt denn nun CO2 und Temperatur?

        • Paul Levi sagt:

          Ich empfehle Ihnen „Climate change explained, and the myths debunked“ auf dem Kanal von potholer54 auf youtube zum Thema Mensch gemachten Klimawandel (Tip von E. Eugster). Der Einfluss ist ziemlich gross, denn die Erwärmung ist stärker als bei „normalen“ Klimaveränderungen.

          • Henri Brunner sagt:

            CO2 und Temperatur korreliert in demselben Masse wie Speiseeiskonsum und Haiattacken – bloss gibts hierbei tatsächlich eine mögliche Kausalität.
            CO2 und Temparatur aber sind keinesfalls immer synchron oder gar Kausal aufgetreten, dies will jedoch eine Lobby (Cleantech und die Wissenschaftler an den Futtertrögen der entsprechenden Förderungen) glaubhaft machen.
            Misstrauisch machen muss aber immer Worte wie „Klima-Leugner“, weil man diese Leute damit in die Nähe der „Holocoust-Leugner“ rücken, also das Bauchgefühl der angesprochenen Leute manipulieren will.
            Und ganz nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“ wird auch vom Autor genau diese betrügerische und manipulative Methode angewendet – und disqualifiziert sich damit selbst.

    • Emil Eugster sagt:

      Was ist Gravitation?
      Das ist eine Frage, die wissenschaftlich bis heute nicht geklärt werden konnte.
      Darum gehen sie jetzt auf das Dach ihres Hauses und machen einen Schritt über den Rand hinaus?
      Wollen sie nicht? Was, Gravitation und wie sie wirkt können sie vorzeigen? Das können sie mit dem Mensch gemachten Klimawandel aber auch.
      Dass die Wissenschaft Gravitation nicht abschliessend erklären kann, hat sie noch nie davon abgehalten, die Auswirkungen der Gravitation in ihrem Lebenswandel mit einzubeziehen.
      Dass die Wissenschaft den Mensch gemachten Klimawandel nicht abschliessend erklären kann, sollte sie nicht davon abhalten, die Auswirkungen des Mensch gemachten Klimawandel in ihrem Lebenswandel mit einzubeziehen.

      • Hannes Müller sagt:

        Gravitation lässt sich mit wiederholbaren Experimenten feststellen. Das ist Wissenschaft. „Warum“ ist nicht Wissenschaft.

        • Emil Eugster sagt:

          Danke Herr Müller. Genau auf diese Antwort habe ich gewartet.
          Der Mensch gemachte Klimawandel lässt sich mit wiederholbaren Experimenten feststellen.

    • Max Oppliger sagt:

      Die Wissenschaft untersucht Phänomene, welche man nicht richtig versteht. Sie dient vor allem der Wissensvermehrung und nicht der Wahrheitsfindung und eine Religion ist sie schon gar nicht. Kann sein, dass Ihr profundes Wissen uns weiterbringen würde?

  • Sven Örensohn sagt:

    Können sie es mir erklären Physikalisch? Wie kann die Nahrung der Pflanzen Co2 schlecht für die Umwelt sein?

    • Matthias sagt:

      @Örensohn: Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass alles ein Gift ist und es nur auf die Dosis ankommt. Ganz ohne CO2 gäbe es auf der Erde kein höheres Leben. Mit 100% CO2-Gehalt auch nicht. Aber das Problem ist ja noch nicht einmal, dass mehr CO2 schädlich für die Natur als Ganzes wäre. Der aktuelle, menschengemachte Temperaturanstieg durch den fossilen CO2-Ausstoss ist primär ein Problem für uns Menschen. Dürren, Überschwemmungen, Stürme, sich verschiebende Vegetationszonen, steigende Meeresspiegel, Erdrutsche und gigantische Migrationsbewegungen bedeuten für uns riesige Kosten, massenhaft Tote und im Extremfall den Untergang unserer Zivilisation. Um dies in Grenzen zu halten, sollten wir uns halt bemühen, den CO2-Ausstoss möglichst schnell stark zu verringern.

      • Dani Keller sagt:

        @Matthias: Oje, Ihre Bedrohungsszenarien könnten auch dem Weltuntergangsszenario einer Sekte entsprungen sein.
        Können Sie Ihre Behauptungen belegen? Wieso sind verschiebende Vegetationszonen per se eine Bedrohung?
        Übrigens sind wir bzgl. CO2 Anteil Optimum für Pflanzen noch zu tief. Als Naturfreund müssten Sie eigentlich höhere CO2 Werte fordern…

        • Jonas Hostettler sagt:

          Wie im obigen Artikel erwähnt: Die Klimaleugner lügen in voller Absicht. Genau das lässt sich hier beobachten. Jedes Kleinkind versteht nämlich, dass etwas das gut ist, in zu grosser Dosis schlecht sein kann. Wasser? Lebensnotwendig, aber wenn man ertrinkt tödlich. Aber das wissen die Klimaskeptiker genau so… es macht ihnen wohl einfach Spass.

          • Sven Örensohn sagt:

            Hohe Dosis? 96% vom CO2 Ausstoss produziert die Natur selber, von was reden Sie? (4% Angaben vom Bund)Erklären sie mir nur wie es physikalisch funktioniert und überzeugen sie mich.

          • Matthias sagt:

            @Örenson: Das ist nun wirklich einfach zu erklären: Die 96% CO2-Ausstoss aus der Natur (falks die Zahl stimmt) sind Teil eines Kreislaufes. Ungefähr dieselbe Menge wird jeweils wieder in neu wachsenden Pflanzen gebunden. Das CO2, welches die Menschen aus Öl, Gas und Kohle in die Luft pusten, kommen zusätzlich in die Atmosphäre und erhöht so den CO2-Gehalt. Dieses fossile CO2 war zuletzt vor mehr als 300 Millionen Jahren in der Luft (noch bevor es Dinosaurier gegeben hatte).

        • Paul Levi sagt:

          Verschiebende Vegetationszonen sind sogar in der Schweiz ein Problem. So wurde vielen Orten wegen Schmelzen des Permafrosts der Boden instabiler, was zu mehr Steinschlag und Murgängen führt, was zu einer Bedrohung für die Bevölkerung führt.
          Der CO2-Anteil ist nur ein Faktor für den Wachstum einer Pflanze. Wesentlich wichtiger sind Sonne, Wasser und Nährstoffe. Das heisst nur mit einem höheren Anteil an CO2 resultiert in der Praxis kaum ein höheres Wachstum, während es unter Labor Bedingungen der Wachstum grösser war. Der Effekt ist in der Natur so klein, dass es praktisch vernachlässigbar ist, während die negativen Effekte wesentlich schlimmer sind.

          • Dani Keller sagt:

            @Levi: Vegetationsverschiebung: eine solche Verschiebung hat auch in der Schweiz positive Auswirkungen: höhere Lagen können z.B. mehr landwirtschaftlich oder als Wohnraum genutzt werden. Die Vegetationszeit ist in der Schweiz angestiegen, d.h. es ist länger „grün“, was wiederum landwirtschaftlich einen Nutzen bringt.
            Wieviele Menschen kamen wegen Permafrost/Steinschlag/Murgängen zu Tode? Das findet meist in unbewohnten Gebieten statt, nennt sich Erosion.
            Bzgl. Pflanzen CO2: nun hat man ja festgestellt (leider nicht die NASA, die uns sonst immer mit Daten beglückt), dass die Erde deutlich „grüner“ geworden ist. Der CO2 Effekt ist vielleicht doch nicht zu unterschätzen? Zudem ist das so ziemlich das Gegenteil von Verwüstungsszenarien der Erde usw.

          • Paul Levi sagt:

            @D. Keller: Sie haben absolut Recht, dass es bei der Klimaerwärmung auch positive Effekte geben kann. Doch leider sind die negativen Effekte viel grösser, wie z.B. mehr und stärkere Stürme, längere Dürreperioden, Überschwemmungen in Ufernähe usw usw usw. Selbst in der Schweiz wird es grosse Probleme geben, wenn bald die meisten Gletscher verschwunden sind, denn dann wird der Wasserhaushalt wesentlich schwieriger, wenn dann der natürlich Puffer nicht mehr da ist. Oder finden Sie sogar die Gletscherschmelze als positiv? Kann man dort dann Landwirtschaft betreiben, oder was?

        • Dani Keller sagt:

          @Hostettler:
          für die Pflanzen wären höhere CO2 Werte positiv. Wollen Sie das nun ernsthaft leugnen? Die Dosis CO2 für Pflanzen ist heute eigentlich zu tief. Aber zur Beruhigung: die Erde regelt das von ganz alleine, eine Überdosis wirds nicht geben.

          • Paul Levi sagt:

            Nein, der CO2-Effekt ist marginal, wie weiter oben beschrieben. Was Sie zudem vergessen ist die Abholzung. Haben Sie schon mal Satellitenbilder vom Urwald studiert? Selbst wenn wirklich mehr Grün entstehen würde, nützt das nichts, wenn viel mehr Grün abgeholzt wird. Weil der Mensch überall eingreift, kann die Erde das nicht mehr alleine regeln.
            Wie kommen Sie darauf, dass die CO2-Dosis für Pflanzen zu tief wäre? Können Sie das belegen?

          • Joe Weiss sagt:

            «Wären höhere CO2-Werte positiv»… das stimmt so überhaupt nicht und wurde längst experimentell widerlegt, z.B. auch an der Uni Basel. Natürlich gibt es Pflanzenarten, die besser mit höherem CO2-Gehalt in der Atmosphäre auskommen. Aber es sind nicht die, welche unsere Pflanzenwelt z.B. in der Schweiz ausmachen. Es ist nicht wirklich konstruktiv, dem menschlich verursachten Anstieg des CO2 in der Atmosphäre, mit solchen Argumenten zu begegnen. «Die Erde regelt das von ganz alleine», jaja, aber eben: Sie wird 10’000e von Jahren brauchen. Und haben wir als Menschheit diese Zeit? Wer kann das schon sagen.

        • Matthias sagt:

          @Keller: Ich habe ich mit keinem Wort behauptet, dass ich ein Naturfreund sei. Ich denke, „die Natur“ kann schon ganz gut für sich selbst schauen. Der ist auch die Erwärmung Wurscht – die wird sich einfach anpassen. Ich habe doch schon gesagt, dass es da einzig um das Wohl von uns Menschen geht. Und wie schlimm es werden wird, hängt halt davon ab, wie lange wir brauchen, um den CO2-Ausstoss gegen Null zu senken. Wenn wir die Erwärmung auf unter 2 Grad halten können, dann kommen wir einigermassen glimpflich davon, zwischen 2 und 4 Grad wird’s ungemütlich, aber unsere Zivilisation könnte vielleicht überleben, bei über 4 Grad siehts für unsere Kinder und Enkel zappenduster aus. Das wird dann tatsächlich an den Weltuntergang erinnern. Glauben Sie’s oder lassen Sie’s bleiben.

      • Sven Örensohn sagt:

        @Matthias erklären sie es mir? Lassen wir mal den Weltuntergang weg und sie erklären mir das ganze physikalisch. Also wie hoch ist der Anteil von Co2 an der Atmosphäre 0,04% und davon macht der Mensch 0,0016% aus gemäss dem Bund. Wollen sie mich verarschen? Werden sie mal besoffen mit 0,0016% Alkohol im Bier. Nehmen sie einen Liter Wasser und machen 16MICRO-GRAMM hinein wenn sie was merken sollten sie das Wasser untersuchen lassen. Sie die Mirkro-Gramm nicht mal mit ihren Küchenwaage abwägen weil es so wenig ist. Wie kann das Co2 das schwere als Luft ist die Erdabstrahlung über unseren Köpfen zurückhalten. Bitte erklären sie es mir, na los ich warte. Ich erwarte das selbe von Ihnen wie von den Lehrern meiner Kinder in einigen Jahren. Los!

        • Paul Levi sagt:

          Das Problem ist halt, dass der menschengemachte Anteil sich summiert, da wir ja ständig CO2 produzieren und nicht in einem Kreislauf wie in der Natur. Über die Jahre und Jahrzehnte bewirkt die Aufsummierung eine Erhöhung des CO2-Anteils der sich nun negativ auswirkt.
          Seien Sie froh, dass das CO2 für den Klimaeffekt verantwortlich ist, denn sonst hätten wir eine Eislandschaft auf der Erde. CO2 ist zwar schwerer als Luft, aber trotzdem füllt es keine Senken, sondern füllt wie jedes Gas den zur Verfügung stehenden Raum aus. Sowas kann man in jedem Physiklehrbuch nachlesen.

          • kurt mäschli sagt:

            Paul Levi und viele andere. Ich empfehle euch weniger Physilehrbücher zu lesen die sie ja eh nicht verstehen, indem sie vieles falsch interpretieren! Der Klimawandel gibt es schon seit eh und je, nur gibt es heute leider zu viele verbohrte Moralisten die dem Naturereignis entgegen stellen wollen. Viele davon verdienen noch eine unmenge Geld dafür mit dem CO2 Handel (Emissions-zertifikaten)! Es gibt noch viele solcher Beispiele: Waldsterben – der Wald hat einen enormen Aufschwung heute. Oel-Gas Vorräte gehen zu ende – es gibt keine fossilen Brennstoffe, das Märchen ist wiederlegt, es erneuert sich alles wieder! Lasst einfach die machen, die regelt alles von selbst, ohne Physikbücher!

          • Paul Levi sagt:

            @K. Mäschli: Sie beweisen eindrücklich, dass Sie besser mehr Physikbücher gelesen hätten. Klar gab es schon immer Klimawandel, doch noch nie schnell wie jetzt, zudem wurde auch der Zusammenhang mit dem CO2 nachgewiesen.
            Es ist total daneben, finanzielle Motive zu unterstellen, denn die Forscher verdienen ja nichts an den Zertifikaten, zudem ist die Reputation das wichtigste Gut eines Forschers.
            Immer wieder das Beispiel Waldsterben. Gehen Sie doch mal nach Peking, denn wissen Sie wie die Luft hier wäre, ohne die Massnahmen die wir dank dem Waldsterben ergriffen haben. Nur Dank der Luftreinhalteverordnung geht es dem Wald heute besser. Alles erneuert sich wieder? So ein Quatsch. Klar gehen die Vorräte zu Ende, nur hat man noch mehr entdeckt als erwartet.

        • David sagt:

          Um die Erwärmung physikalisch zu verstehen googeln sie einfach Treibhauseffekt. Zur Dossierung: Das CO2 hat eine sehr kleine Konzentration in der Atmosphäre, aktuell hat es die 400 ppm(parts per million) Marke überschritten. Das CO2 zur Erderwärmung beiträgt, ist wissenschaftlich unumstritten. Man streitet sich einzig um den genauen vom Mensch gemachten Anteil. Beachtet man die letzten 400’000 Jahre unterlag die Konzentration einem periodischen Zyklus, hat jedoch nie mehr als 280 ppm betragen. Seit der Industrialisierung ist diese regelrecht in die Höhe geschossen. Die Konzentration von Methan ist übrigens noch viel kleiner, die Wirkung auf das Klima aber um ein x-faches höher. Wir sollten uns endlich mit den Fakten konfrontieren und nicht der Bequemlikeit des Leugnens verfallen.

          • Sven Örensohn sagt:

            @ 400ppm sind 0,04% Anteil an der Atmosphäre. Der Mensch produziert 4% vom jährlichen Co2, die anderen 96% produziert die Natur selber. Nehmen wir 0,04% als jährlichen Ausstoss so ist der menschliche Einfluss auf die Umwelt 0.0016%. 4% produziert der Mensch, das ist praktisch nicht messbar.

          • Henri Brunner sagt:

            Die lineare Erwärmungswirkung des CO2 ist keinesfalls unumstritten.
            Dazu kommt, dass in früheren Zeiten die Erwärmung VOR dem Anstieg des CO2 stattfand.
            Fakt ist, dass es noch immer viele widersprüchliche Aussagen, aber zuwenig Erkenntnisse gibt.
            Fakt ist aber auch, dass viele der Befürworter der These der „menschgemachten Erwärmung“ sich wie eine fanatische Sekte verhalten und auch nicht vor Fälschungen (Hockey-Stick, Himalaya-Gletscher, Afrika-Ernten) zurückschrecken.
            Glaubwürdigkeit sieht für mich anders aus!

          • Kévin Dupont sagt:

            @Henri Brunner
            Sie haben insofern recht, dass das Weltklima weit mehr Einflussgrössen hat, als nur der CO-Gehalt der Atmosphäre. Und ja, Klimaforschung ist komplex und lässt sich nicht so einfach erklären. Die Wissenschaft funktioniert nun mal so, dass Thesen aufgestellt werden. Können sie mit Belegen erhärtet werden, werden sie allgmemeingültig, bis man sie mit anderen Belegen widerlegen kann. Natürlich gibt es Befunde, die den anthropogenen Einfluss auf die Klimaveränderung nicht erhärten. Im Allgemeinen deutet jedoch das Meiste darauf hin, dass er jedoch sehr hoch ist.
            Unbelegte Aussagen, die mit ‚Fakt ist‘ zu formulieren ist für mich auch nicht so glaubwürdig. Die finanziellen Interessen, die hinter den ‚Klimaskeptikern‘ stehen, lassen es auch nicht glaubwürdiger erscheinen.

        • Christoph Bögli sagt:

          1. Klein wie grosse Zahlen, Prozentwerte, etc. sind für schlichtere Gemüter traditionell nur schwer zu begreifen. Schlucken sie sonst halt einfach mal 150 Nanogramm (!) Botulinumtoxin, das eine winzige Menge kann ihnen gewisse nichts anhaben..
          2. „Co2 das schwere als Luft ist“: Was bitte soll „Luft“ bzw. dessen Gewicht sein? Was gemeinhin als „Luft“ bezeichnet wird ist das Gasgemisch innerhalb der Atmosphäre, welches natürlich auch CO2 miteinschliesst, das auch bis in hohe Luftschichten zu finden ist. Wie Atmosphärengase wie Wasserdampf, CO2 oder Methan Strahlung absorbiert und emitiert und was das für klimatische Effekte hat, ist eigentlich auch ziemlich klar. Aber wenn man schon nicht weiss, was „Luft“ ist, dann dürfte es generell am Verständnis mangeln..

        • Emil Eugster sagt:

          Sven Örensohn nehmen sie eine altmodische Waage und bringen sie sie ins Gleichgewicht.
          Dann nehmen sie ein Steinchen mit 0.0016% der Gesamtmasse und legen es auf die eine Seite. Dann nehmen sie nochmals ein Steinchen mit 0.0016% der Gesamtmasse und legen es auch auf die eine Seite. Machen sie das für die letzten Jahrzehnte.
          Was wird passieren? Sie werden sehen, dass sich das Gleichgewicht in ein Ungleichgewicht verwandelt und, dass der Wandel Anfangs kaum sichtbar immer schneller wird.
          Ohne den Einfluss des Menschen ist die Atmosphäre über Tausende Jahre in einen Gleichgewicht mit höchstens Unregelmässigkeiten wie sehr grossen Vulkanausbrüchen alle 20’000 Jahre (die übrigens hauptsächlich Asche und nicht CO2 in die Atmosphäre bringen)

          • Sven Örensohn sagt:

            Klar die Natur produziert 96% des jährlichen Co2 Ausstosses, meinen sie im ernst die Natur produziere jedes Jahr gleichviel Co2? Die Erde produziert unterschidliche Co2 Ausstosse pro Jahr und daher kann es ein natürliches Gleichgewicht gar nie geben.

          • Emil Eugster sagt:

            Nein, die Natur entlässt nicht jedes Jahr gleich viel CO2 in die Atmosphäre. Mal mehr, mal weniger. über einige Jahre gleicht sich das aber aus.
            Wenn die Menschen jedes Jahr 4% mehr CO2 in die Atmosphäre einbringen gleicht sich das aber nicht aus. 4% mehr in einem Jahr, nochmals 4% dazu im nächsten und nochmals 4% im nächsten und im nächsten 4% sehen sie wo das hinführt?
            Als Beispiel sehen sie sich die Krankenkassenprämien in der Schweiz an. Diese steigen Jahr für Jahr so um 4%. Es wird als ein grosse Problem angesehen und Private wie Politik sind dafür Massnahmen zu ergreifen, auch Einschneidende.
            Steigt aber der CO2 Gehalt, was gravierende Folgen nach sich zieht, heisst es „Jä nu!“, „Nicht der Rede wert!“

        • Kévin Dupont sagt:

          Für die Verteilung von Gasen in der Atmosphäre sind neben der Gravitaion noch andere Mechanismen (z.B. Druckunterschiede) verantwortlich.
          Der phyikalische Effekt zwischen CO2 und Erderwärmung ist grob gesagt die Absorbierung von Wärme in Form von Infrarotstrahlung. Wenn Sie diesen, in unzweifelhaften physikalischen Lehrbüchern beschriebenen, grundsätzlichen Effekt anzweifeln, glauben Sie an einen gigantische Weltverschwörung im Bereich der Wissenschaft.
          Gleiche Konzentrationen von chemisch völlig unterschiedlichen Stoffen in völlig unterschiedlichen Systemen mit völlig anderen Effekten zu vergleichen, ergibt keinen Sinn. Ansonsten trinken ab jetzt doch Wasser mit einem Arsengehalt von 16 mg/l, da dies gemäss Ihrer Logik auch unschädlich sein müsste. Ich rate Ihnen davon ab.

        • Annalena sagt:

          Herr Öresohn, das ist nun aber nicht Ihr Ernst, oder? Wenn das CO2 tatsächlich absänke, da es schwerer ist als Luft und sich nicht wie alle anderen Gase in der Atmosphäre verteilte, wo lebten Sie? Genau, auf den Högern, in den Alpen, einfach nur so hoch oben wie möglich, weil, genau, in den Tälern das böse CO2 sitzt und uns erstickt. Wir sterben, wenn wir CO2 atmen. Tu ich aber nicht in meiner Senke, wo ich wohne. Begriffen? Ich glaube, diesen Effekt nennt man Diffusion. Bitte korrigieren, wenn das nicht stimmt. Und oben wäre es auch nicht wirklich angenehm, da ziemlich kalt, von wegen Erdabstrahlung, die nun ungehindert erfolgt….

        • Kurt Albrecht sagt:

          Haarsträubend Ihre Vergleiche, Herr Oerensohn… Was hat der Alkohlgehalt im Bier mit der CO2 Konzentration und den daraus folgenden komplexen klimatischen Prozessen zu tun? Wenn Sie 0.000000005 Gramm Botulinum-Toxin intravenös verabreicht bekommen, sind sie auch tot, auch wenn Sie 15 Gramm Fett in einem Big Mac nicht gerade sofort von der Erde wegfegt, auch wenn die Dosis 3 Milliarden mal grösser ist. Wenn Sie schon gerne den Challenger spielen wollen, beginnen Sie doch bitte und bringen ein intelligentes und gut durchdachtes Argument in die Diskussion hinein, warum eine, in ihren Augen, geringe Erhöhung der CO2 Konzentration völlig problemlos sein soll.

        • Martin sagt:

          @Örensohn. Die direkte Wirkung des CO2 ist physikalisch erklärt und wissenschaftlich völlig unbestritten. Der Mensch hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um etwa 40% erhöht. Dieses CO2 nimmt langwellige Strahlung auf, welche sonst in den Weltraum abgestrahlt würde. Die Erdoberfläche kann deshalb knapp 2 Watt pro Quadratmeter weniger Strahlung abgeben. Die wissenschaftlich viel schwierigere Frage ist, wie das hoch komplexe System aus Land, Ozean, Atmosphäre und Biologie auf die veränderte Strahlung reagiert. 0.0016% sind übrigens 16 Milligramm pro Liter, nicht Mikrogramm. Wie viel das ausmachen kann, können Sie z.B. im Brienzersee sehen. Dieser enthält meist weniger als 16 Milligramm pro Liter mineralische Partikel, Sie sehen aber sofort, dass er viel trüber ist als reines Wasser.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Kein Mensch leugnet höhere Temperaturen an Messstationen. Nur die Ursachen werden angezweifelt:
    1.) Messstationen, die 1850 oder 1950 noch auf freiem Feld oder im Wald standen, stehen heute oft in dicht besiedelten/überbauten Räumen. Und jeder weiss, dass Grünflächen Sonnenenergie absorbieren, während Beton, Asphalt, Ziegelstein die Wärme bloss speichern und wieder abgeben.
    2.) 1850/1950 gab es weit weniger Messstationen als 2016. Deshalb fehlen echte Vergleichswerte.
    3.) Die Erdwärme schwankt um 2 – 3 Grad völlig natürlich. Ums Jahr 1000, ums Jahr 1500, wars bedeutend wärmer als im 19./20. Jahrhundert. Wer sagt uns, dass die Temperatur von 1850/1950 (Ende kleine Eiszeit!) nicht völlig irrelevant ist?
    Der Klimawandel ist vor allem ein Selbstbedienungsladen für Politiker.

    • Matthias sagt:

      @Rothacher: Mann oh Mann, das haben Sie alles ganz alleine herausgefunden? Und noch kein Klimawissenschaftler hat vor Ihnen daran gedacht, solche Effekte zu berücksichtigen? Ich bin beeindruckt und ziehe den Hut vof Ihrem Genius! (Ironie Ende)

      • Martin Zumstein sagt:

        @Matthias: Ihre Antwort an Rothacher finde ich unanständig. Ich bin völlig einig mit Rothacher. Diese Effekte wurden nicht immer berücksichtigt und es gibt Tausende anderer Ungenauigkeiten und Mogeleien mit den Daten. Es gibt finanzielle Interessen dahinter (z.B. Al Gore macht Profite im Emissionshandel). Man kann es nachlesen, wenn man will.
        Klimawissenschaft ist sehr komplex. Bewiesen ist nichts.
        Für eine Richtigstellung empfehle ich Lektüre von vernünftigen und erfahrenen US Klimatologen, z.B. Roy Spencer und Judith Curry.

    • Peter Meier sagt:

      Über das Tempo der Veränderung der Durschnittstempereatur gibt es hier eine schöne Darstellung: https://xkcd.com/1732/

    • Emil Eugster sagt:

      1. Ist in den Messungen einbezogen
      2. Stimmt nicht. Nur die lokale Genauigkeit ist nicht so präzis. 1850 gab es schon weltweit Messstationen. Damit kann man die globale Temperaturveränderungen seit dann messen. Es gibt auch noch andere Methoden zur Bestimmung der Temperaturen, wie zB. Gletscherausdehnung, Vegetation, Baumgrenze, Baumringe usw. und die Bestimmung der Klimagase in Luftblasen, die in Eisschichten eingeschlossen sind.
      3. Sie beschreiben lokale Ereignisse, die auf die globale Temperatur praktisch keinen Einfluss hatten.

    • Emil Eugster sagt:

      All das wurde ihnen und anderen schon viele Male gezeigt, erklärt und mit wissenschaftlichen Papieren stichhaltig belegt.
      Sie sind der Archetyp desjenigen, der wieder besseres Wissen sich und andere lieber belügt als sich der Situation zu stellen.

    • Thom Pfister sagt:

      Sie sagen es ja selbst: Die Messstationen stehen heute einfach in bebautem Gebiet statt in Grünflächen. Wo hat es denn noch genügend Grünflächen, welche die Durchschnittstemperatur senken würden? Weil es immer mehr Menschen gibt, wird es schon von daher wärmer. Das ist ja eigentlich die logische Konsequenz. Solange sich der Mensch vermehrt wie Karnickel, kann auch kaum eine Besserung erzielt werden, da jeder einzelne Mensch bloss durch seine blosse Existenz die Erde miterwärmt.

    • Henri Brunner sagt:

      Sehr richtig angeführt.
      Und die sogenannte „Homogenisierung“ der über die Jahrzehnte verzerrten Resultate ist seinerseits Gegenstand von diversen Auseinandersetzungen, ob die Homogenisierung die umgerechneten Temperaturen überhöht hat.
      Zudem, und das wiederum sollte vielen hier zu denken geben: die zurückgezogenen Gletscher haben auch Siedlungsreste freigegeben. Wie kommts, wenn es noch nie wärmer war?
      Im ganzen Themenkomplex hat es einfach zuviele Interessen vermengt (Forscher, Fördergelder, Firmen, Subventionen), als dass man solchen Leuten wie diesem Autor unbesehen glauben darf.

    • Max Oppliger sagt:

      Die Zweifler sind Ignoranten, welche einen Grund suchen, verantwortungslos weiterzuwursteln wie bisher und die Erde auszubeuten bis zum bitteren Ende. Es sind oft dieselben Leute, welche Aromkraftwerke bis zum GAU weiterlaufen lassen möchten.

  • Daniel Zürcher sagt:

    Herr Hänggi. Wieso ist eine Erwärmung um 5-7 Grad das „Ende der Zivilisation“?

    • Annalena sagt:

      Dichtestress. Oder wollen Sie all die Menschen, die aus den versinkenden Küstenstädten Europas ins Trockene fliehen, ertrinken lassen? Egal wie die Welt die zunehmenden Veränderungen managt, sie werden unser Leben, so wie wir es kennen, unmöglich machen.

    • Matthias sagt:

      @Zürcher: Weil das so viele Stürme, Überschwemmungen etc. zur Folge hätte, dass wir es uns nicht mehr leisten könnten, alle Schäden zu beheben. Unsere Infrastruktur – Strassen, Telekommunikation, Wasser- und Stromversorgung etc. – würde nach und nach zerfallen. Die Technologie wurde sich auf das Niveau des Mittelalters zurückentwickeln. Und natürlich könnte dann nur noch ein Bruchteil der heutigen Bevölkerung ernährt werden. Gegen das zu erwartende Massensterben wird einem die mittelalterliche Pest in Europa wie ein lauer Frühlingsregen vorkommen.

  • Stefan Leu sagt:

    Die USA, zusammen mit den Britischen ud Australischen Anglophilen Pudeln, sind glücklicherweise seit lagem nicht mehr in der Lage, die Welt in Sachen Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu dominieren, sie habe auch frühere Klimaabkommen nie ratifiziert. Asien und Europa zusammen, mit Afrika im Schlepptau, sowie BRIC, unter EU- und Chinesischer Führung (zusammen 90% der Weltbevölkerung), werden sich problemlos gegen den Amerikanischen Hinterwäldler durchsetzen, nicht nur in Umwelt-, sondern auch in Handels- und Sicherheitsfragen. Wenn Trump sich dann noch auf Handelskriege einlassen will, ist er sowieso verloren, wir können ohne Facebook, Google und Apple sehr gut zurechtkommen, er benötigt dagegen Deutsche Qualitätsarbeit, ausländische Brainpower, und Ostasiatische Massenindustrieprodukte.

    • Dani Keller sagt:

      Die „Hinterwäldler“ USA erfüllen ihre Klimaziele sowas von easy, weil sie einfach von Kohle auf Gas umsteigen. Auch wenn Trump Kohle wieder etwas mehr forcieren möchte (wegen Arbeitsplätzen), wird das selber geförderte (auch das sind Arbeitsplätze) und billige US Gas (übrigens ein ganz grosser wirtschaftlicher Standortvorteil) die Kohle so oder so ablösen.
      Währenddem wir in der Schweiz zu einer politisch verordneten Selbstkasteiung gezwungen werden, und meinen, wir dürften keinen Pups mehr in die Luft lassen, weil damit der CO2 Ausstoss um 0.0000001% ansteigen könnte.
      PS: die Innovationen der letzten Jahrzehnte kamen fast ausnahmslos aus den USA. U.a. Tesla, oder ist das auch hinterwäldlerisch?!

      • Josef Marti sagt:

        Tesla ist auch nicht mehr als eine Marke, sonst könnte man es noch als US Innovation durchgehen lassen, alle anderen Innovationen sind va. kurzlebiger Konsumschrott. Andernfalls dürften die Amis niemals seit Jahrzehnten dauerhaft solch massive Leistungsbilanzdefizite vorweisen. Die einzig nachhaltige US Innovation ist seit 100 Jahren deshalb unverändert der US $.

  • Balz Meier sagt:

    Das Problem ist m.E., dass von den Gegnern des Klimawandels stets das Argument ‚in dubio pro reo‘ ins Feld geführt wird. Mit anderen Worten existiert der Klimawandel nicht, bis er nicht restlos bewiesen ist. So dürfte der Klimawandel für viele erst ‚bewiesen‘ sein, wenn sie die existenzbedrohenden Auswirkungen am eigenen Leib erfahren. Besser wäre wohl, sich an das Vorsichtsgebot zu halten (wie z.B. bei der Rechnungslegung), da die Indizienkette doch sehr stark für den Klimawandel spricht. Wenn dann der Klimawandel abgeschwächt oder gar kompensiert werden könnte, würden die Gegner dann wohl argumentieren, da sei ja gar nichts gewesen und das Ganze hätte nur Unmengen gekostet. So oder anders diktieren nur schon Logik und Vernunft, dass unser Verhalten schädlich ist.

    • Sven Örensohn sagt:

      Erklären sie mir lieber wie es physikalisch geht, damit ich endlich verstehe was passiert.

      • Emil Eugster sagt:

        Ich empfehle ihnen Playlist „Climate change explained, and the myths debunked“ auf dem Kanal von potholer54 auf youtube zum Thema Mensch gemachten Klimawandel.
        Das ist ein einfacher aber ausführlicher Einstig zum Thema, falls sie wirklich interessiert sind, der alle Argumente der Leugner des Mensch gemachten Klimawandel anspricht und mit Erkenntnissen aus wissenschaftlich Papern widerlegt.

    • Dani Keller sagt:

      Einen Thermometer ablesen ist ja nicht das Problem. Es wurde wärmer, richtig. Die Frage ist:
      – wie korreliert das CO2 mit der Temperatur?
      – gibt es noch andere Einflussfaktoren als CO2? Und wenn ja, wie beeinflussen diese das Klima?
      – Welcher Anteil vom gemessenen Temperaturanstieg ist wirklich menschengemacht? Was natürlicher Klimawandel?

  • Sven Örensohn sagt:

    Durchschnittliche Globale Temperatur 15°C, gemäss ICPP 14.6°C Herr Autor wo ist das Problem????? ICPP hat die Durchschnittliche Temperatur auf 14°C gesetzt und jetzt ist es logisch zu heiss und alle klagen. Lösung wir setzen die durchschnittliche Temperatur wieder bei 15°C fest und alles ist gut.

    • Marcella Carollo sagt:

      …und auch wenn ich es Ihnen erklären würde, was bringt es? Würden Sie es denn verstehen? Jemand, der so sich so undifferenziert, wichtigtuerisch in einem für die Menschheit wichtigen Thema versucht aufzuspielen, mit Verlaub, disqualifiziert sich für diese Diskussion…

    • Annalena sagt:

      Genau, wir setzen die durchschnittliche Temperatur auf 15°C, und unsere Gletscher beginnen wieder zu wachsen, der Permafrost stabilisiert sich und unsere rutschenden Hänge, die Meeresspiegel sinken auf das gewohnte Niveau und alles wird gut.

  • Werner Munter sagt:

    Wer die Klimaerwärmung seit der Kleinen Eiszeit (um 1700) um 1-2 Grad bestreitet, ist ein Ignorant, Ideologe oder Idiot. Wissenschaftlich unbeweisen ist aber bis heute, dass das menschengemachte CO2 daran schuld ist. Es gibt nur Indizienbeweise, die bekanntermassen unsicher sind. Klimaerwärmung ja, aber wahrscheinlich nicht durch CO2 verursacht. In diesem Zusammenhang sollten wir bedenken, dass lediglich 1% weniger Wolken (Albedo) zu einer Erwärmung von 1 Grad führt. Während der Kleinen Eiszeit gab es wahrscheinlich 1-2% mehr Wolken, das Klima war nasskalt und die Ernten verfaulten auf den Feldern.

    • Paul Levi sagt:

      Sie haben durchaus Recht, dass es nicht zu 100% bewiesen ist, aber doch zu 95%. Leider können wir aber nicht warten, bis es wirklich 100%ig bewiesen ist, denn dann könnte es schon zu spät sein.
      Es ist wohl bezeichnend, dass bei den Klimatreffen gar nicht mehr darüber diskutiert wird, ob das jetzt menschengemacht ist, obwohl dort grosse klimaskeptische Nationen mitmachen wie USA, China, Saudi-Arabien, Russland, usw. Alle Regierungen der Welt haben das akzeptiert, auch wenn nicht alle bereit sind, etwas zu machen.

      • Matthias Meier sagt:

        Natürlich ist das „menschgemachte“ CO2 – und die anderen Treibhausgase wie Methan, Stickoxide, FCKW etc. – an der beobachteten Erwärmung schuld. Das wird jedem, der sich das Problem einigermassen seriös und objektiv anschaut, recht schnell einleuchten. Denn die Konzentration der Treibhausgase ist der einzige wichtige Klimafaktor, der sich in den letzten paar Jahrzehnten ähnlich schnell verändert hat wie die globale Temperatur – Wolkenbedeckung oder die Sonnenstrahlung haben sich schlicht nicht im erforderlichen Umfang verändert. Eine erdrückende Mehrheit der Klimawissenschaftler sieht dies auch so. Wir müssen ohnehin von den fossilen Energieträgern weg, weil sie endlich sind – warum also nicht heute?

  • MartinM sagt:

    Herr Hänggi, Sie fragen sich, warum Klimawissenschaftler und Umweltbewegte nicht verstehen, warum so viele Leute den Klimawandel gegen alle Evidenz leugnen. Ich kanns Ihnen genau sagen: Wegen Leuten wie Sie! Die immer nur auf Panik machen, falsche Fakten und Annahmen verbreiten, den Weltuntergang voraussagen etc. Woher haben Sie die 5 bis 7 Grad Erwärmung? Und wenn es denn so sein sollte, warum soll das der Untergang der Zivilisation sein? Sie haben sie doch nicht alle! Etwas mehr Mässigung und mehr Fakten und Sie haben Leute wie mich, die sehr wohl wissen, dass das Klima sich wandelt, wieder bei den „Befürwortern“.

    • Paul Levi sagt:

      Sorry, wer jetzt noch sagt, dass es zu wenig Fakten gibt, der hat den Kopf wirklich ganz tief in den Sand gesteckt. Die Fakten sind da und können jederzeit überall abgerufen werden.

    • Matthias Meier sagt:

      Die 5-7 Grad kommen aus dem wissenschaftlichen Artikel, den er erwähnt – und sogar verlinkt – hat. Den „Untergang“ dürfen Sie durchaus wörtlich nehmen: die Erdgeschichte zeigt, dass der Meeresspiegel über lange Zeiträume (Jahrtausende) für jedes Grad Erwärmung um ca. 20 Meter ansteigt. Bei 5-7 Grad Erwärmung dürften deshalb die Polkappen – immer noch langfristig – vollständig abtauen. Wir würden all unsere Küstenstädte verlieren, Milliarden Menschen müssten sich ein neues Zuhause suchen, was mit Sicherheit mit Konflikten verbunden wäre. Eine sehr viel kleinere Völkerwanderung hat schon das Römische Reich gebodigt – es wäre dasselbe in Grün, bloss einige Nummern grösser und diesmal mit Atomwaffen.

      • Martin Zumstein sagt:

        @Matthias Meier:

        Es gibt Tausende solcher Artikel von angesehenen Klimatologen, die sich widersprechen. Bewiesen ist nichts. KLIMATOLOGIE IST EXTREM KOMPLEX.

        Für ein besseres Verständnis empfehle ich Lektüre von vernünftigen und erfahrenen US Klimatologen, z.B. Prof. Roy Spencer und Prof. Judith Curry.

        Ausserdem wird leider auf BEIDEN Seiten der Diskussion gemogelt und gelogen. Das macht es noch komplexer. Es ist wie ein Krimi.

        • Matthias Meier sagt:

          Sie mögen sich teilweise widersprechen, aber nicht auf einem fundamentalen Niveau, d.h., in der Anerkennung, dass der anthropogene Ausstoss von Treibhausgasen der Hauptgrund (ich würde sogar sagen, der „einzige“ Grund) für die gegenwärtig beobachtete, schnelle Erwärmung ist.

          Ich denke, Sie versuchen hier ein Gleichgewicht herbeizureden, wo keines ist: gemogelt, gelogen und rosinengepickt wird eigentlich nur auf der von der fossilen Industrie eifrig finanzierten „Klimawandel-Leugner“-Seite. Statt dem Krimi kommt mir eher das Trauerspiel in den Sinn.

          • Martin Zumstein sagt:

            Ich bestreite nicht, dass es den CO2 Effekt gibt. Die Frage ist wie gross er ist, gemessen an den natürliche Klimaschwankungen. Genau weisst es keiner.

            Wenn Sie behaupten, dass der CO2 der einzige Grund ist, ist es schon sehr gewagt. Wie beweisen Sie es?

            Wer profitiert von CO2-freien Energieerzeugung? Hersteller von Solarzellen, Windrädern, Atomindustrie, Emissionshandel usw.

  • Emil Eugster sagt:

    „Ich bin ratlos.“
    Ich habe schon ein paar mal bei gewissen Kommentatoren im Newsnetz die Feststellung machen müssen: „Mit Argumenten kommen sie bei Herrn (zu 99.9%) xy nicht bei.“
    Ich bin nicht ganz ratlos.
    Als Ursache für die bewusste Lüge habe ich die Gemütlichkeit und Faulheit ausgemacht. Es ist eben so gemütlich bei sich zu Hause. Man ist zu faul um etwas zu ändern. Dies trotzdem, dass man weiss, dass man es sollte, dass man es sogar muss. Man kuschelt sich halt nochmals in seiner Gemütlichkeit ein, dreht sich noch einmal im warmen Bett und verschiebt das Unvermeidbare auf morgen.
    Die Aufgabe jetzt ist es zu zeigen, dass das Umdenken spannend ist und die Lösungen aufregend und sexy.
    Jedem Schweizer eine Freifahrt im Tesla P100D vielleicht und ein Wochenende im Minergiehaus?

  • Tom sagt:

    Gäbe es die Wissenschaft nicht, wir hätten nichts und würden jetzt statt in warm geheizten Büros und Stuben sitzen im Wald Holz sammeln. Über ein Jahrhundert haben wir von den phänomenalen Errungenschaften der Wissenschaft profitiert wie niemals zuvor. Ziemlich genau vor hundert Jahren wurde unser Land elektrifiziert, vorher gabs nur Petrolium und Kerzen. Radio, TV und selbst Telefonie für Alle waren noch in weiter Ferne. Die Menschheit hat wirklich Unglaubliches geschaffen in dieser Epoche.
    Nun da wir dank all dieser Technik messen und berechnen können was in der Umwelt passiert und die Resultate nicht schön sind, sollen all diese Erkenntnisse nicht mehr stimmen? Das ist nicht mehr nur kindisch sondern idiotisch!

  • Annalena sagt:

    Mässigung und Fakten bringen nichts, wenn die Aussicht auf den Verzicht so bitter ist. Autofahren bietet mir Sicherheit, wenn ich nachts von der Schicht nach Hause fahre, ich kann bequem meine liebste Feriendestination aufsuchen, meine Familie und meine Freunde besuchen. Ich habe keinen Einfluss auf das Heizsystem, das mein Vermieter einbaut aber friere nicht gerne im Winter. Wir müssten einen Weg finden, den Umstieg auf weniger CO2- Ausstoss attraktiv zu machen, sonst werden wir uns erst mit Verhaltensänderungen befassen, wenn und das Wasser am Hals steht.

  • Frank Zuffnik sagt:

    Das ist doch alles egal. Der Welt ist es doch schnurz ob die Temperatur um 5 oder 10 Grad steigt, die wird ueberleben. Nur wir halt nicht. Aber eine Spezies ie bloed genug ist, bedrucktes Papier einer intakten Umwelt vorzuziehen, hat doch eigentlich evolutionsmaessig sowiso keinen Wert. Also was solls.

  • Claudio Hammer sagt:

    Nachdem sich die Leugner des antropogenen Einflusses auf den Klimawandel in den letzten 2 Jahren infolge der immer neuen Temperaturrekorde ziemlich zurückgehalten haben, tauchen sie seit letzten Dienstag wieder auf wie die Motten ums (Trump)-Licht und überhäufen uns wieder mit ihren dümmlichen Argumenten. Das wird vermutlich während der ganzen Aera Trump so weitergehen, dass die Klimaleugnersekte ihren Schrott verbreiten wird, derweil die CO2 Konzentrationen in der Atmosphäre weiterhin munter ansteigen werden!

  • Hans Hasler sagt:

    Wieso gibt es Personen, die den menschgemachten Klimawandel verleugnen? In meinen Augen ist die Antwort recht einfach: Zweckoptimismus. Wenn der Mensch nicht Ursache ist, dann muss man auch nichts ändern. Aus dem gleichen Grund gibt es viele (auch Grüne) Politiker, die das Gefühl haben, dass wir wirklich die Erwärmung Weiltweit auf maximal 2 Grad beschränken können, ohne dass dies extreme Verhaltensänderungen bedarf.
    Logisch macht dies nicht besonders viel Sinn. Ob wir das verbleibende Erdöl/Erdgas/Kohle während den nächsten 30, 60 oder 120 Jahre verbrauchen (mit entsprechenden Konsequenzen betreffend CO2) macht höchstens für die Geschwindigkeit der Erwärmung eine Differenz.

    • Hans Hasler sagt:

      Teil 2: Wenn wir es echt ernst meinen mit der Klimaerwärmung, so müsste man innerhalb der nächsten 20 Jahren oder so den gesamten CO2 – Ausstoss auf NULL zurückfahren. Realistisch ist dies aber nunmal nicht.
      Verleungnung ist bei diesem Thema auch bei den grünsten Klimapolitiker gang und gäbe.

  • Hansli sagt:

    Für mich ist die Sache klar. Leugner des menschgemachten Klimas können sich eine Krankenkasse schenken. Denn an die Quacksalber aus der Pharmaindustrie zu glauben ist Religion zum Abzocken der Menschheit.

  • Martin Zumstein sagt:

    Herr Hänggi, Sie schreiben: “Um 5 bis 7 Grad könnte sich die Erde bis im Jahr 2100 erwärmen – das wäre das Ende der Zivilisation. Die Welt hat keine Zeit zu warten…”. Wieso wissen Sie es so genau?

    Klimawissenschaft ist sehr komplex. Es gibt sehr viele verschiedene Meinungen, auch von ernst zu nehmenden Wissenschaftlern. Bewiesen ist nichts. Vorsorgeprinzip greift auch nicht, weil es noch dringendere Probleme gibt, z.B. Kriege.

    Es gibt Tausende Ungenauigkeiten in der Klimatologie und leider auch Mogeleien mit den Daten. Es gibt finanzielle Interessen dahinter (z.B. Al Gore macht Profite im Emissionshandel). Man kann es nachlesen, wenn man will.

    Für eine Richtigstellung empfehle ich Lektüre von vernünftigen und erfahrenen US Klimatologen, z.B. Roy Spencer und Judith Curry.

    • Matthias Meier sagt:

      „Für eine Richtigstellung empfehle ich die Lektüre eines bekannten Klimawandelleugners (Roy Spencer).“ Genau – „Richtigstellung“.

      Sie versuchen hier ein Gleichgewicht der Meinungen herzustellen, wo schlicht und einfach keines existiert. Die Belege für den menschgemachten Klimawandel sind erdrückend, ebenso wie die Finanzierung dessen Leugnung durch die fossile Industrie.

      Zu Schade, dass diese gefährliche und verantwortungslose Argumentation Sie nie etwas kosten wird – dafür alle andere Menschen umso mehr.

      • Martin Zumstein sagt:

        Die Beweise sind nicht erdrückend. Sie müssen nur etwas mehr lesen. Von beiden Seiten, von der alarmistischen und von der skeptischen. Es wird Sie aber viel Zeit Kosten, die Sie sich vielleicht nicht nehmen wollen. Selber nachdenken, überlegen, was plausibel ist. Eben, nicht bequem sein.

        Auf beiden Seiten wird viel gelogen, auf beiden Seiten stehen mächtige Finanzinteressen dahinter. Darum ist die Wahrheitsfindung sehr schwierig.

        Spencer und Curry stehen etwa in der Mitte und bekommen Schläge von beiden Seiten. Bei ihnen bin ich noch auf keine Lüge gestossen.

        Nur nebenbei: Al Gore verdient mächtig beim Emissionshandel.

      • Martin Zumstein sagt:

        @Matthias Meier: Noch etwas – Spencer ist kein Klimawandelleugner. Er gibt zu, dass der von Menschen emmitierte CO2 Einfluss haben kann, aber nicht so viel, wie es allgemein behauptet wird. Die von ihm gemessene/berechnete Klimasensitivität liegt bei 1 Grad C. Er ist nicht der einzige KLIMATOLOGE, der so etwas behauptet. Es liegt noch in dem von IPCC angegebenen Bereich. Lesen Sie nach. Klimatologie ist sehr komplex und die Ergebnisse ziemlich ungenau.

        Vorsorgeprinzip hilft auch nicht, es gibt wichtigeres als der Klimawandel, z.B. Weltfrieden.

      • Martin Zumstein sagt:

        @Matthias Meier

        Sagen Sie ehrlich, was möchten Sie lieber vermeiden: eine unbestimmte Drohung einer globalen Klimakatastrofe, oder eine unbestimmte Drohung eines globalen Atomkriegs?

        Ich finde die Antwort sehr schwierig, aber eins ist sicher: es gibt relativ wenig Friedensbemühungen auf der Welt, weil man damit kein Geld machen kann. Hingegen lässt sich am Waffenhandel prächtig verdienen und Machtspiele erscheinen den involvierten Parteine auch interessant.

        Und an dem Klimastreit lässt sich auch prächtig Gewinn machen, auf beiden Seiten.

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Es ist sicher eine Lüge, dass man mit dem Abkommen von Paris die globale Erwärmung auf 2 oder 1.5 Grad begrenzen kann, sofern überhaupt der CO2 Ausstoss dafür verantwortlich ist.
    China darf bis 2035 jedes jahr soviel mehr CO2 ausstossen wie es will und damit werden die Einsparungen der westlichen Welt mehr als kompensiert. Ueber Indien und Afrika sagt das Abkommen nichts aus. Afrika wird ja bekanntlich die Bevölkerung bis 2050 verdoppeln, was sicher nicht ohne zusätzlichen CO2 Ausstoss geht, geschweige denn falls zudem der Wohlstand steigen würde.
    Andererseits müssten einige Länder soviel einsparen, dass der Wohlstand drastisch absinken würde. Für die Schweiz ist zu befürchten, dass die Massnahmen auch getreulich umgesetzt werden, während andere Länder wie bis jetzt nichts tun werden.

    • Martin Zumstein sagt:

      @Ulrich Konrad Schweizer:
      Ja. Die Schweiz und Deutschland sind die einzigen Länder, welche getreulich umsetzen. Koste es was es wolle. Der Rest der Welt macht weiter wie bisher. Dies ist zu befürchten.

Kommentar

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