Das Geschwätz vom grünen Konkurrenznachteil

Leute sonnen sich am Rheinufer am Unteren Rheinweg in Basel am Samstag, 4. Juli 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Früher war der Rhein bei Basel eine Kloake, heute ist er bei Schwimmern äusserst begehrt. Ein Erfolg von «Grüner Wirtschaft». Foto: Keystone

Es ist immer der gleiche Reflex: Wenn ökologische Anliegen aufs politische Tapet kommen, stellen sich die etablierten Wirtschaftsverbände blitzartig quer. So auch jetzt bei der Initiative für eine «Grüne Wirtschaft». Die Gegenargumente sind seit Jahrzehnten die gleichen. Sie haben sich längst als falsch erwiesen.

Da ist zum Beispiel die Mär vom Standortnachteil. Schweizer Firmen hätten das Nachsehen, wenn die Schweiz zu strenge Umweltauflagen mache. Mit diesem Argument wurde in den 70er- und 80er-Jahren schon die Einführung von Emissionsgrenzwerten in der Luftreinhaltung und im Gewässerschutz bekämpft. Dem Widerstand zum Trotz wurden die Umweltgesetze verschärft. Verbrennungsanlagen wurden Filter aufgesetzt, Abwasserreinigungsanlagen vorgeschrieben, Phosphatwaschmittel verboten. Die Gegenargumente entpuppten sich bald als Rohrkrepierer. Die Produktion wurde nicht verlagert. Die Vorschriften lösten Investitionen aus, verhalfen der Umweltbranche zu Know-how, Innovation, Geschäftsmodellen. Was vor Jahrzehnten undenkbar schien, ist heute ein Erfolgsfaktor. Zum Beispiel in Basel. An Sommertagen schwimmen Hunderte von Menschen im Rhein, der einst eine Kloake war, an den chemischen Produktionsstätten vorbei und sind begeistert. Expats aus der ganzen Welt beneiden uns dafür. Die saubere Umwelt wurde zum Exportschlager. Von wegen Konkurrenznachteil.

Hohe Umweltziele fördern die Innovation

Heute stören sich die Wirtschaftsverbände nicht mehr an den Gesetzen, die sie damals bekämpften. Im Gegenteil, sie verwenden sie als Argument gegen weitere Fortschritte. Die Schweizer Wirtschaft sei ja schon spitze. Es stimmt zwar, dass viele Schweizer Unternehmen vorbildlich in nachhaltige Lösungen investieren. Aber auch sie profitieren von besseren Rahmenbedingungen. Die Schweiz verliert nämlich an Boden. Ihr Anteil an den globalen Patenten im Cleantech-Bereich sinkt. Das ist bedenklich. Europas Spitzenreiter sind Deutschland und Dänemark. Dort sind die Regierungen mit ehrgeizigen Umweltzielen unterwegs und fördern etwa den Zubau von Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen konsequent. Das führt offensichtlich zu mehr Patentanmeldungen und neuen Arbeitsplätzen. Sie haben längst widerlegt, dass staatliche Vorgaben Innovation töten. Vielleicht ist das der Grund, warum sich immer mehr Länder hohe Umweltziele setzen. Schweden verbietet seit zehn Jahren neue Ölheizungen, und Norwegen will die Mobilität bis 2030 CO2-neutral haben. Die EU wiederum will bis 2050 innerhalb der natürlichen Grenzen des Planeten wirtschaften. Genau wie die Volksinitiative für eine «Grüne Wirtschaft». Ein Ja stellt den Anschluss der Schweiz an die Entwicklungen im Cleantech-Bereich sicher. Nicht mehr und nicht weniger.

Kürzlich zog Reffnet.ch Bilanz. Reffnet.ch berät Firmen bei der Senkung des Ressourcenverbrauchs und wird vom Bund finanziert. Die Resultate sind sensationell. Jeder bisher investierte Franken senkt die Betriebskosten um rund 60 Franken. Die 42 Unternehmen, die sich beteiligten, werden zusammen jährlich mindestens 100 Millionen Franken an Materialien und Energie einsparen. Das zeigt einmal mehr, wie gross das Potenzial zum Ressourcenschutz in der Schweiz immer noch ist und wie erfolgreich dieser betrieben werden kann.

Ohne Ehrgeiz fällt man zurück

Es ist ein völlig vernünftiges Ziel, nur so viele Ressourcen zu verbrauchen, wie die Erde hergibt. Eine Wirtschaft, die dieses Prinzip missachtet, schafft sich auf Dauer selbst ab. Erste Umsetzungsvorschläge liegen vor. Der Bundesrat hatte sie mit seinem indirekten Gegenvorschlag präsentiert. Die Mehrheit des Nationalrates hatte diesen mit den genannten, längst überholten Argumenten abgeschmettert.

Ob das Ziel der Initiative innerhalb von 34 Jahren erreicht werden kann, werden wir sehen. Es ist sicher ehrgeizig. Aber wer sich keine Ziele setzt, wird zurückfallen und schliesslich auf der Strecke bleiben. Deshalb braucht es ein klares Ja zur Initiative für eine «Grüne Wirtschaft».

78 Kommentare zu «Das Geschwätz vom grünen Konkurrenznachteil»

  • Rolf Rothacher sagt:

    Die Schweiz kann nicht rascher als die EU vorangehen, weil dann Industrie und Gewerbe ins nahe Ausland abwandern. Denn im Gegensatz zu grünen Politikern kann die Wirtschaft rechnen.
    Das einzig wirkliche Problem der Erde ist aber das kaum gebremste Bevölkerungswachstum.
    1950: 2,3 Milliarden Menschen, heute, 7,3 Milliarden, 2050: mind. 10 Milliarden. Eine Vervierfachung der Weltbevölkerung in 100 Jahren. Heute gibt es ein paar hundert Millionen Wirtschaftsflüchtlinge, in 20-30 Jahren werden es 2-3 Milliarden sind und unsere Politiker sagen dazu „Wir schaffen das“ oder „Es ist unsere humanitäre Pflicht“.
    Alle Klimamassnahmen sind letztendlich nichts anderes als „Pflästerli-Politik“.

    • herbert meier sagt:

      @Rothacher:
      „Das einzig wirkliche Problem der Erde ist aber das kaum gebremste Bevölkerungswachstum.“
      d.h. also, dass sie ein rassist sind. wenn die initiative unseren ressourcenverbrauch auf 1* erde bremsen will, bedeutet das, dass jeder andere mensch auf der erde das gleiche recht auf ressourcenverbrauch hätte, ohne dass die globalen ressourcen geplündert würden. Sie aber meinen dann doch, dass wir mehr verbrauchen dürfen, aber der chinese sicher nicht ein auto haben darf, weil er unseren überkonsum gefälligst zu kompensieren hat.
      „Denn im Gegensatz zu grünen Politikern kann die Wirtschaft rechnen.“ den gelesenen artikel verstehen, wäre von vorteil. Sie können sich alternativ auch mit der geschichte der elektrifizierung in der schweiz auseinandersetzen.

      • Lukas Tschopp sagt:

        Bevölkerungswachstum in armen Ländern stoppen, wo mindestens 100 Menschen gleich viel Ressourcen verbrauchen wie 1 Schweizer? Effizienter wäre es wenn wir in der Schweiz / (allgemeiner in der „1. Welt“ Geburtsquoten einführen würden, dann wäre das Klimaproblem viel schneller gelöst. Doch um das zu verstehen, muss man sehr selbstkritisch und demütig sein…

        • Claudia Rohrer sagt:

          Herr Tschopp,
          Wenn sie ein bisschen informiert wären wüssten sie, dass in der 1. Welt die Geburtsraten so klein sind, dass sie sich nicht einmal selber erhalten können. Um das zu verstehen muss man lesen können uns sich informieren.

          • Lukas Tschopp sagt:

            Frau Rohrer,
            genau das ist der Punkt, lesen ist das Eine und Verstehen, respektive vernetztes Denken das andere. Wenn wir hier den Hebel ansetzten, ist dies viel effektiver, als wenn wir der 3. Welt sagen, was sie tun müssen. Vor der eigenen Türe wischen, ist immer am besten – und das braucht Selbstkritik und Demut.

      • Paul Jenni sagt:

        @ Meier: Das heisst Ihrer Meinung nach, dass die ganze UNO eine rassistische Organisation ist: Die UNO sagt nämlich auch, dass das globale Bevölkerungswachstum ein ökologisches Problem gigantischen Ausmasses ist.
        Ich befürworte die grüne Wirtschaft und bin der erste, der dafür ist, dass WIR unseren Fussabdruck reduzieren. Aber diese ewige Rassistenkeule, wenn jemand den Finger auf den wunden Punkt des Bevölkerungswachstums legt, ist so was von peinlich und ermüdend!

      • Claudia Rohrer sagt:

        Wer die Bevölkerungsexplosion als Problem erkennt ist deswegen kein Rassist. Bitte lesen sie die Definition von Rassismus.
        Die Geschichte von „1 Erde“ bedeutet genau nicht, dass jeder Mensch das gleiche Recht hätte. Danach könnte nämlich ein Mensch in einem schwach besiedelten Land Mehr Resourcen verbrauchen als einer in einem dichtbesiedelten.

        • Sergej Victorov sagt:

          Ihr Kommentar enthält einen weit verbreiteten Denkfehler. Im Initiativtext steht: „Bis ins Jahr 2050 wird der «ökologische Fussabdruck» der Schweiz so reduziert, dass er auf die Weltbevölkerung hochgerechnet eine Erde nicht überschreitet.“ Selbst wenn Sie alleine in der Schweiz leben und sich die restlichen Schweizer in Luft auflösen würden, dürften Sie gemäss der Forderung kaum mehr Ressourcen beanspruchen, da die wegfallenden acht Millionen Schweizer nur eine sehr kleine Zunahme der pro Kopf verfügbaren Fläche zur Folge hätten (etwa ein Promille). Die pro Kopf zu beanspruchende Fläche ist gleich der weltweit verfügbaren Fläche geteilt durch die Weltbevölkerung, unabhängig davon wieviele Menschen in der Schweiz leben.

    • Schneider sagt:

      Herr Rothacher – Sie vergessen aber, dass der „Wohlstand“ sich bei uns in der gleichen Zeit um mehr als das Vierfache gesteigert hat. Und Sie sagen nicht, warum die Wirtschaftsflüchtlinge zu uns kommen.Und schliesslich sagen Sie auch nicht, was eine bessere Lösung wäre.

  • Paul Meier sagt:

    Jööööö – Deutschland hat „ehrgeizige Umweltziele“??? Deshalb subventiert es Kohlekraft und ruiniert damit die saubere Wasserkraft?? Unterstützt die Autoindustrie und das Rumkarren von allem Möglichen, das eigentlich bestens auf die Bahn könnte – wenn die auch nur etwas besser ausgebaut und effizienter wäre im nördlichen Kanton? Unterstütz die grossen „Fleischfabriken“, wo möglich viel möglich günstig produziert wird, aber ohne Rücksicht auf die Tiere? Ueberhaupt, wo alles dem Motto „Geiz ist geil“ unterworfen wird. Mein lieber Jans, da haben sie aber einen schlechten Leuchtstern ausgesucht!!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Paul Meier:
      Tja, die Stromkonzerne haben sich zusammen mit den Kohlegewerkschaftler und ein wenig Geld in der Hand Knüppelverträge mit den jeweiligen Landesregierungen abgeschlossen, damit sie den Bürgern immer noch genügend Geld aus der Tasche ziehen können, auch wenn sie die AKW abgeschaltet haben! SO sind die Fakten.
      Übrigens: die Wasserkraft ist nicht ruiniert! Es braucht sie nach wie vor, nur müssten die Strombarone halt ihre geldgeilen Marotten ablegen und im Sinne der neuen Energiewirtschaft ihr Tun verrichten…

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Wenn Grüne über Wirtschaft schreiben, so ist Vorsicht geboten. Man darf ja nicht vergessen, dass die Drahtzieher der Grünen nicht in erster Linie Umweltschützer sind, sondern extreme linke. Bei den geforderten Massnahmen sieht man immer, dass nie eine Umverteilung nach oben oder zu den reicheren Ländern gefordert wird. Priorität hat immer das umgekehrte. Es gibt kein Naturgesetz, das sagt, dass der Umwelt gedient ist, wenn nach unten verteilt wird. Man stelle sich vor, wie viel besser es um Umwelt und Ressourcenverbrauch bestellt wäre, wenn nur Reiche ein Auto hätten und gut geheizte grosse Häuser. Ich sage nicht, dass das richtig wäre, aber wenn man konsequenten Umweltschutz auf seine Fahne schreiben will, so wäre damit der Umwelt am besten gedient.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Ulrich Konrad Schweizer:
      also was sie da schreiben ist ja ein absoluter Mumpitz!
      Wenn wir z.B. um bei einem aktuellen Beispiel aus der Presse der letzten Woche zu bleiben die EW im eigenen Land mache (z.B. Stromaus PV) dann müssen wir nicht Strom wie heute aus dem Ausland zukaufen! Das bedeutet, dass wir 1.) die Umwelt weniger belasten, 2.) im eigenen Land Arbeitsplätze geschaffen/erhalten werden und 3.) sind wir dann weniger vom Ausland abhängig.
      Und wie stellen sie sich das vor, nur noch Autos und gut geheizte für reiche? Willkommen im Kommunismus der UDSSR uns China!
      .
      Es gibt ein einfaches Naturgesetz über alle Einkommensstufen: was nicht verbraucht wird, dient der Natur und somit auch uns, da wir ein Teil dieser Natur sind, Herr Schweizer!

      • Jon Caduff sagt:

        @Jobs
        Soweit ich das verstanden habe, fliesst die Produktion atomarer Abfälle nicht in den ökologischen Fussabdruck ein. Es wäre also durchaus im Sinne einer grünen Wirtschaft, weiterhin auf Atomkraft zu setzen und allenfalls sogar den Bau neuer Atomkraftwerke zu erwägen. Investitionen in Forschungsprojekte zu alternativen Energieformen erscheinen unter diesem Aspekt kaum wünschenswert, da diese den Fussabdruck – falls überhaupt – lediglich geringfügig verändern.
        Das nur so als Gedankenanstoss: Mir ist natürlich bewusst, dass dies mit heutiger Technologie weder wünschenswert noch politisch durchsetzbar ist.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Jon Caduff:
          AKW-Strom ist CO2-frei? Dieses Märchen erzählt uns die Atomlobby seit dem ersten Tag. Hier aber die Wahrheit (dürfen sie ruhig mit Google überprüfen): Bitte einmal vorrechnen, was die Urangewinnung, der AKW-Bau, der Rückbau, die Uranminen-Sanierung und die Endlagerkosten (für über 10’000 Jahre kosten)? Kann man ja gar nicht berechnen.
          Und: im weltweiten Mittel wurde der CO2-Ausstoss bei AKW auf 60g CO2/kWh berechnet. Bei den neusten Lagerstätten in Namibia mit mickrigem Gehalt sind es schon 160g CO2/kWh! Zur Erinnerung: Wind macht 14g und PV 38g CO2/kWh.
          Soviel, dass die AKW nicht zum Fussabdruck zählen (müssten)!

          • Jon Caduff sagt:

            Kann man ja gar nicht berechnen.
            Vermutlich ist das der Grund, warum nukleare Abfälle nicht ins Modell einfliessen und AKW’s daher ziemlich gut dastehen dürften.

          • Hanspeter Tanner sagt:

            Herr Caduff sagt ja gar nicht, AKW seien CO2-frei. Er bemerkt nur richtig, dass diese Belastung nicht im Fussabdruck abgebildet wird und deshalb falsche Anreize entstehen. Dasselbe gilt übrigens auch bei der Landwirtschaft: intensive Bebauung verbraucht weniger Land und schneidet deshalb beim Fussabdruck besser ab als ökologischer Landbau. Die Frage sei deshalb erlaubt, ob eine solche unvollständige und fehlerbehaftete Kenngrösse wirklich in die Bundesverfassung gehört. Hingegen ist das Ziel der Initiative zu befürworten und es ist auch klar, dass der Staat in dieser Hinsicht aktiv werden muss. Die Wirtschaft macht es bestimmt nicht freiwillig.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Jon Caduff:
            die Endlagerung nicht, aber den Rest relativ genau!
            Das ganze ist aber eine grosse Scheinheiligkeit, denn weltweit wird Atomstrom immer noch als CO2-frei angesehen, was schlichtweg eine ganz grosse Lüge ist!

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Hanspeter Tanner:
            deshalb mein Nachsatz; Zitat: Soviel, dass die AKW nicht zum Fussabdruck zählen (müssten) 🙂
            Grundsätzlich müsste man sich an die internationalen Richtlinien halten, denn sonst wäre es eine Idiotie, diese dann aber ausbauen und wesentlich verbessern!
            Unser Riesenfussabdruck MUSS VIEL KLEINER werden und dafür haben wir a.) die Ressourcen (auch Manpower), b.) gute Voraussetzungen (z.B. schon einen grossen Anteil EE) und c.) auch genug finanzielle Mittel.

    • Paul Jenni sagt:

      @ Schweizer: Lustig, Ihr kleiner Rundumschlag gegen die Linken (den ich im Allgemeinen über weite Strecken teile). Schade aber, dass Sie auf kein einziges Argument des Artikels eingehen. Kann es sein, dass Sie ausser dem üblichen Gemecker gegen Linke keine Argumente zur Sache in der Hand haben?

      • Hans Fuchs sagt:

        @Caduff: genau! 1.) der ökologische Fussabdruck berücksichtigt nur biogene Stoffflüsse. Er ist zudem und genau deshalb denkbar ungeeignet, unseren Konsum abzubilden. 2.) Kernenergie: sehen Sie sich mal den Film „Pandora’s promise“ an. Ehemalige Greenpeace- und WWF-Exponenten, die sich genau aus ihrem genannten Grund für Kernenergie stark machen!

  • Bruno Heiniger sagt:

    Sehr richtig, die Initiative hat mein Ja! Die Argumente, welche die Gegnerschaft wöchentlich aus dem Hut zaubert, sind hanebüchener Unsinn. Sollte sie angenommen werden, wird die Schweiz von dieser Initiative profitieren.

  • herbert meier sagt:

    @ schweizer: ihre argumentation ist so falsch, wie inkonsequent. wer, wenn nicht die reichen konzerne, scheren sich keinen deut um ihre umweltschäden? seltene erden in den smartphones, gewinnung von fossilen brennstoffen, verschmutztes grundwasser, unmengen an grauer energie, geräte mit kürzestlebenszeiten, gefälschte emissionszertifikate, etc.
    und wenn etwas wirklich umweltschützerisch wäre, dann ja wohl nicht, dass nur die reichen konsumieren können (was im übrigen unsere gesellschaft so oder so zerstören würde, darum gleich richtig), sondern dass sich jeder einzelne mensch subito umbringt.

    • Blanche Wu sagt:

      Sie haben Herr Schweizers Kommentar wohl nicht verstanden. Wenn nur Reiche Auto fahren, fliegen, etc. würden und die ärmere Bevölkerung eben nicht, so würde weniger Ressourcen verbraucht. Wenn alle Menschen heizen, fliegen, Auto fahren, etc. und gleich konsumieren wie Reiche, so geht es an die Ressourcen.
      Weiter kommen die günstigen Preise für den Konsum…sodass sich viel mehr Menschen Billigware leisten können, Dinge welche früher nur Reichen vorbehalten war.
      Weiter findet ja Herr Schweizer, dass dies natürlich nicht toll wäre wenn nur die Reichen könnten…aber trotzdem zeigt er eine Ursache auf (der übermässige Konsum welcher nun in allen Bevölkerungsschichten vorhanden ist und die Masse die es ausmacht)

      • Sergej Victorov sagt:

        Diese Gedankenspiele sind nicht sehr zielführend. Es gibt meines Erachtens kein Recht, irgendwem Konsum abzusprechen. Die Legitimation heutiger Wirtschaftssysteme liegt ja gerade darin, dass sie den Lebensstandard der Menschheit insgesamt heben sollen. Wenn wir den Konsum in nachhaltige Bahnen lenken, können wir dieses Ideal beibehalten. Wenn wir das nicht tun, wird es nur zu mehr blutigen Verteilkämpfen führen, wenn die Ressourcen knapp werden.

    • Emil Eugster sagt:

      Ihm schwebt ein Zustand wie in Nord-Korea vor.
      Als Diktator wünscht er sich wohl den selben wie Herr Brunner.

    • Gerhard Engler sagt:

      @Meier: Die grossen Konzerne kümmern sich viel mehr um die Umwelt als die Konsumenten. Die Konzerne stellen nämlich verschiedene Produkte her, solche die umweltfreundlicher sind und solche, die es weniger sind. Die Konsumenten entscheiden sich dann für das eine oder andere Produkt. z.B. dafür mit dem Flugzeug statt mit der Bahn in die Ferien zu ziehen.

  • ruedi sagt:

    Stimmt. Dänemark hat bereits am 1.1.15 die Neuinstallation von fossilen Heizungen verboten. Auch wir brauchen ein Verbot von Öl- und Gasheizungen!

    • Emil Eugster sagt:

      und Elektroboilern und – Elektroheizungen.

      • Tim Meier sagt:

        Konsequent wäre: Teslas, Flyers, Computer, Smartphones. Das alles gabs vor ein paar Jahren noch nicht.

        • Hannes Müller sagt:

          .. und bezeichnenderweise ist die Technik dazu seit 120 Jahren bekannt (das erste Fahrzeug, das die 100 km/h Grenze knackte war ein Elektrowagen, die Jamais Contente.). Aber bis zum allgemein brauchbaren Einsatz dauerts hat in der Regel

        • Emil Eugster sagt:

          Nein, nicht alles was Strom brauch soll man verbieten. Das die ökologisch verantwortlich denkenden Menschen das wollen ist das, was die Bürgerlichen ihren Anhängern vorgaukeln.
          Es geht darum zB. statt mit teurem Atomstrom oder Erdöl zu heizen die ökologisch und finanziell desaströs sind auf sinnvollere, günstige und nachhaltige Alternativen umzustellen. Da Ganze mit einem Zeithorizont von >30 Jahren. Das ist wirklich nicht revolutionär und wird sowieso passieren. Die Frage ist nur ob wir dann alles in der Ferne teer einkaufen müssen, wie heute schon das Uran und das Erdöl, oder ob wir zu den Marktführern gehören werden, weil wir die Investitionen und die Inovationen rechtzeitig gemacht haben.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Mit der fatalen Abhängigkeit von orientalischen Ölscheichen, kasachischen Ölolgaren, russischen Gaszaren und internationalen Atommafiosi ist die Schweiz in hohem Masse erpressbar. Die Grüne Wirtschaft vermindert diese Erpressbarkeit durch fremde Mächte und sichert/schafft Arbeitsplätze im Inland. Dies kommt vor allem auch KMUs in allen Regionen der Schweiz zu gute. Durch energetische Sanierungen profitiert vor allem auch das Bau- und Baunebengewerbe in den Berg- und Randregionen. Das investierte Geld wird überwiegend und flächendeckend in der Schweiz ausgegeben und nicht in Saudi-Arabien, Lybien, Russland usw. für den Kauf von fossilen Energieträgern ausgegeben. Das ist doch das entscheidende, zentrale und überzeugende Argument für ein überzeugtes JA zur Grünen Wirtschaft

  • B.B. sagt:

    Die Frage „warum sind viele Argumente der Gegner falsch“ ist OK.
    Aber wieso nicht auch die Frage, „Warum sind viele Argumente der Initianten falsch?“
    Für das viele Papier das die Initianten für Ihre Initiative und die nachfolgende Werbung und Propaganda brauchten, wurden viele Bäume gefällt. Und noch mal soviel Bäume damit die Gegner ihre Argumente zu Papier bringen können. Und ein Mehrfaches an Bäumen wurde gefällt für das Papier das für die Abstimmungsunterlagen benötigt wird. Alles zusammen, ein kleiner Wald!
    Das nenne ich Umweltschutz!

    • Quincy sagt:

      Bäume wachsen nach. Öl nicht. Dass Sie grundsätzlich gegen Grüne Anliegen sind weil diese Papier verwenden ist lediglich peinlich für Sie.

      • B.B. sagt:

        1. Wo habe ich geschrieben, dass ich grundsätzlich gegen Grüne Anliegen bin?
        2. Aber wenn schon stur ideologisch, statt pragmatisch Grün, dann bitte konsequent.
        3. Wieviel neue, bisher unbekannte Ölvorkommen wurden 2015 entdeckt?
        300 Milliarden Barrell weltweit.
        4. das heisst nicht dass es unbekümmert so weitergehen kann wie bisher. Aber bitte realistisch d.h. Länderübergreifend.
        5. Was ist peinlich daran auf Etikettenschwindel hinzuweisen?
        6. Was ist peinlich daran zu fragen, wieso die
        Argumente der Initianten falsch sind?

  • Jon Caduff sagt:

    Eine Frage an den Fachmann:
    Wenn ich in einem Auto einen Liter Benzin verbrenne, müsste das ja unabhängig davon, ob dieser hier oder in China verbrannt wird, denselben ökologischen Fussabdruck erzeugen? Muss ja fast so sein, sonst ist das Modell nicht universell anwendbar.
    Würde das dann aber nicht zu der paradoxen Situation führen, dass ein chinesisches Auto ohne Kat den geringeren ökologischen Fussabdruck aufweist als ein schweizerisches Auto (die Differenz besteht im ökologischen Fussabdruck, der entsteht, wenn man einen Katalysator produziert)?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Jon Caduff:
      der Kat hat mit dem Liter verbrannten Benzin nicht extrem viel zu tun, ausser dass gewisse Schadstoffe weniger werden. CO2 gibt es nämlich mehr; ihr Argument zieht also nicht!

      • Jon Caduff sagt:

        Dann zieht mein Argument doch umso mehr. Dann kann ich doch meinen ökologischen Fussabdruck verringern, indem ich den Kat ausbaue, so meinen CO2-Ausstoss verringere und dafür in Kauf nehme, dass ich dafür andere Schadstoffe produziere, die nicht ins Modell einfliessen.
        Eigentlich wollte ich aber auf einen anderen Punkt hinaus: Wenn wir zwei Länder A und B auf verschiedenen Innovationsniveaus haben, und beide verbrauchen einen für das Modell relevanten Rohstoff R, wobei A zum Verbrennen des Rohstoffs eine Fläche x1 und B eine Fläche von x2, wobei x1>x2 benötigen, so haben sie das Problem, dass sie für beide Länder einen einheitlichen Wert für das Verbrennen von R benötigen, damit das System anwendbar bleibt.

        • Florian Müller sagt:

          Sie können Ihren Fussabdruckverringern indem Sie a) weniger fahren (Betriebsenergie), b) das Auto mit dem Nachbarn teilen (Herstellungsenergie) und c) das Auto liebevoll pflegen und länger nutzen (Vernichtungsenergie). Dasselbe gilt sowohl für Fleisch a) weniger, b) gemeinsam mit dem Nachbarn beim Bauern kaufen, c) vom Huhn alles essen und nicht nach Cameroun schicken, als auch für Jeans a) mehr lüften, weniger waschen, b) Second Hand kaufen, c) nicht jede Saison wechseln. Noch Fragen zu grüner Wirtschaft?

          • peter wiesendanger sagt:

            …das einzge was hilft, wir alle müssen unseren Verbrauch reduzieren. Zum Beispiel so wie es Florian Müller an Beispielen aufzeigt.

            Und noch dies! Der Erde ist unser Verhhalten und konsumieren so etwas von egal, denn sie braucht uns nicht. Doch umgekehrt sehr wohl.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Jon Caduff:
          ah, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Sehr sinnvoll, denn was meinen sie, warum sie den Kat eingeführt haben…?
          Das ist eine Schwachsinnsvergleich, denn wir ALLE müssen weniger verbrauchen und wir Schweizer können als Volk von Superverschwendern uns endlich einmal an der eigenen Nase nehmen, anstatt immer auf Andere zu zeigen!

  • Jo Mooth sagt:

    Ich stimme nein. Der bessere Weg wäre die Ecopop-Initiative gewesen. Jetzt werden wir hier immer mehr und sollen uns – auf staatlichen Befehl – immer mehr einschränken? Ich handle lieber freiwillig umweltbewusst. Ich bin bewusst kinderlos, fliege nie, und mache auch sonst Dinge für die Umwelt, auch wenn sie mir weh tun.

  • Nicolas Richard sagt:

    Dänemark und Deutschland haben die höchsten Strompreise in Europa. Ein grosser Teil, ca. 70%, betrifft gar nicht die eigentlichen Stromproduktionskosten, sondern sind Abgaben, Steuern, Systemdienstleistungen, Netzkosten. Für viele Deutsche zu teuer. Die Trassen für den Windstrom aus dem Norden sind noch nicht einmal gebaut und Gegenstand zahlloser Einsprachen. Deshalb braucht es den Kohlestrom noch viele Jahre. Die Schweiz hat ohnehin niemals das Potenzial für Windstrom wie die Nordeuropäer. Solarstrom ist wetter- und saisonabhängig, und es ist Wackelstrom, dh. für jede kWh muss jederzeit eine Reserve vorhanden sein, damit das Netz nicht zusammenbricht. Bandstrom bieten nur AKW, Wasser- und fossile KW. Der Rest ist grüne Träumerei und führt zur Abwanderung der energieintensiven Industrie.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Nicolas Richard:
      Oft werden die hohen Strompreise in D der EW zugeschrieben, was Quatsch ist! Beispiele: viele Firmen sind von der EEG ausgenommen und haben erst noch tiefere Strompreise, die MwSt auf Strom wurde höher, 10-20% zu hohe Netzentgelder, >800 Netzbetreiber (GB hat nur 13), Preistreiberei an der Stombörse (Börsenstrompreis 2014 pro kWh: +38%).
      Die fehlenden Trassen sind ein altes Problem, schon vor der EW: z.B. im Ruhrgebiet gibt es eine Trasse welche schon seit Jahren am Limit läuft, auch ohne EE. Das Grid wurde um die Grosskraftwerke gebaut und trotz Wachstum zu wenig ausgebaut.
      Die Strombarone sicherten sich wegen dem Abschalten der AKW unter Mithilfe der Kohlegewerkschaftler langjährige Knüppelverträge um sie weiter laufen zu lassen.
      .
      Übrigens: die EW in der CH geht!

  • Heinz Becker sagt:

    Firmen können rechnen – und wenden die Ergebnisse immer konsequenter auch an! Die Rechnung ist immer die gleiche Optimierungsaufgabe: Maximierung der Gewinne für die Investoren (ROI). In Zeiten der „Patron-Wirtschaft“ gab es gelegentlich Beispiele für breiter gestreute Interessen; heute verschwindet das.

    Mathematische Optimierungsaufgaben haben immer Randbedingungen. Diese sind heute der einzige Hebel, um andere Interessen als den ROI ins Spiel zu bringen! Staatliche Vorschriften zur „Vergrünerung“ der Wirtschaft sind genau solche otwendigen Randbedingungen.

    Einsichtige Patrons wären tatsächlich eine andere Option – aber die sterben aus. Firmen arbeiten anonym, haben keine „Köpfe“ mehr, nur noch ausführende CEOs ohne eigene Initiativen, im Dienste des anonymen Kapitals.

    • Heinz Becker sagt:

      Kommt hinzu noch das Konkurrenz-Argument: „Wir können doch nicht schneller sein als die EU und der Rest der Welt!“. Wenn es um beliebige bürokratische Regulierungen geht stimmt das: weg damit!

      Umwelt ist aber nicht „beliebig“, sondern etwas was jeden angeht. Ich staune regelmässig wie schnell „Drittwelt-Länder“ und „Schwellenländer“ da am lernen sind: Auch dort wollen die Leute nicht nur Autos haben, sondern auch saubere Luft!

      Wenn man also dort sieht in welche Richtung Länder wie der Schweiz sich bewegen dann wird das wahrgenommen – mehr als man meinen könnte…

      Klar bezahlen wir auch einen Preis für’s Vorangehen – der ist aber für unsere Verhältnisse nicht sehr gross. Und wir können ihn uns absolut leisten! Umwelt-Dumping hat auf lange Sicht nirgends eine Zukunft.

  • Felix Stern sagt:

    Seit den 70ern und 8ßern hat sich in Basel nichts getan? Dieser Typ ist offenbar zu jung. Die Chemie ist tot. Sie ist vollumfänglich abgewandert. Was in Basel erhalten geblieben ist, ist die Pharma-Industrie, die vom Patentschutz lebt und Schmarotzer wie Herr Jans, die sich vom Finanzausgleich aus dem Rest der Schweiz durchfüttern lassen. Wer füttert den Rest der Schweiz durch, wenn wir alle Rot-Grüne Misswirtschaft betreiben würden?

    Zu den Patenten der Deutschen Windrad-Industrie: Die Deutschen leiden unter den explodierenden Stromkosten, die ihnen dank Erneuerbaren-Energie-Gesetz aufgehalst werden. Herr Jans soll doch mal nach NRW fahren und den Leuten dort vorschlagen, noch mehr Windräder aufzustellen. Die würden ihm den Kopf ordentlich waschen.

    • Heinz Becker sagt:

      Was das deutsche EEG anbetrifft so muss man aber festhalten dass die hohen Kosten vollkommen künstlich sind: Nur weil man ZUGLEICH die Erneuerbaren fördert und AUCH NOCH die Kohle-Verstromung ist zunächst mal ein extremes Überangebot entstanden, welches die Preise in den Keller treibt. Weil nun wiederum die Bezahlung für den erneuerbaren Strom aus der DIFFERENZ zwischen Kosten und (künstlich gedrücktem!) Marktpreis sich ergibt erscheinen die Erneuerbaren jetzt so extrem teuer.

      In Wirklichkeit bezahlt der deutsche Kunde jetzt zweimal: Einmal via Steuern für die Subventionierung der Kohlekraft, und dann nochmals für die Differenz zwischen Kosten der Erneuerbaren und künstlich gesenktem „Marktpreis“…

      Kurz: kein gutes Argument!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Felix Stern:
      das ist Quatsch und zwar ein Grosser! Die Chemie hat in Basel viele bedenkliche Stoffe durch „harmlosere“ komplett ersetzt! Chloroform, Blausäure, Phosgen z.B. wurden komplett eliminiert. Anfangs 80er wurde die ARA für kommunale und chemische Abwässer in Betrieb genommen. Vorher ging ALLES ungeklärt in den Rhein. Damals gab höchstens Einleitvorschriften (max. x Liter pro Minute, sonst schwimmen die Fische obenauf…). Auch Feststoffe werden nicht mehr mit dem Giftschiff (Doppelboden) Mitte Rhein entsorgt und die sowieso extrem reduzierten halogenierten Kohlenwasserstoffe werden nicht mehr auf hoher See verbrannt sondern recycliert.
      Die Chemie ist nicht mehr so „grobschlächtig“ wie früher, nicht nur der Umwelt wegen, auch wegen der Kosten!

      • Felix Stern sagt:

        @Jobs: Die Chemie hat sich verändert. Das ist klar. Das war das Resultat globaler vereinbarungen. Nicht aber rot-güner Misswirtschaft auf lokaler Ebene, wie das von Schmarotzern wie Herrn Jens gefordert wird. Die Chemie ist nicht nur nicht mehr „grobschlächtig“, sie ist auch aus Basel verschwunden, weil Basel als Industriestandaort ausgedient hat und sich als Schmarotzer im Finanzausgleich neu gefunden hat. Und das ist eben die Konsequenz der rot-grünen Misswirtschaft: Jobvernichtung im ganz grossen Stil. Was in den 80er Jahren in Basel ein wichtiger Industriezweig war, ist heute Geschichte – genauso wie es der Schweizer Wirtschaft ergehen wird, wenn wir landesweit diese Misswirtschaft betreiben. Und wer macht dann für uns Finanzausgleich? Die Deutschen, die unter dem EEG leiden? Echt?

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Felix Stern:
          immer noch Quatsch! Die Chemie hat sich verfeinert in Basel. Glauben sie meine Beispiele sind aus der Luft gegriffen? Ich WEISS von was ich rede! Auch die Chemie musste lernen, das sie nicht einfach alles machen kann und das hat die Chemie in ganz Europa so gemacht, denn es gibt keine Chemiefabtrik mehr ohne ARA!
          Höhere Eduktekosten führten zu höherem Recycling der Lösungsmittel, anstatt sie einfach zu verbrennen.
          .
          Aber offensichtlich wäre es ihnen lieber, dass die Dämpfe wie früher über Dach abgeblasen werden, die Abwässer direkt im Rhein entsorgt werden, den Sondermüll irgendwo in eine alte Kiesgrube verfüllt werden (fragen sie mal die Muttenzer…) und hochgiftige Edukte wieder mitten in der Stadt eingesetzt werden (lesen sie Phosgen in der Wikipedia nach…)!

    • Felix Stern sagt:

      Der Deutsche Stromkonsument bezahlt die Mehrkosten für die Rot-Grüne Misswirtschaft im Energiesektor. Die Preise sind nicht „künstlich gedrückt“ und die Kohlekraftwerke sind sowieso von niemandem Subventionert. Das Problem ist die linke Planwirtschaft: Preise ändern sich. So ist das nun einmal im Leben. Und wer da fixe Preise vorschreibt, der bekommt – wie der Deutsche Michel heute – die Rechnung früher oder später prsäentoert. Ging der Sovietunion auch nicht anders. Und genauso bescheuert wird es uns gehen, wenn wir uns auf rot-güne Misswirtscvhaft einlassen.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Felix Stern:
        Atomlobbygeschwätz! Beispiele: viele Firmen sind von der EEG ausgenommen und haben erst noch tiefere Strompreise, die MwSt auf Strom wurde höher, 10-20% zu hohe Netzentgelder, >800 Netzbetreiber (GB hat nur 13), Preistreiberei an der Stombörse (Börsenstrompreis 2014 pro kWh: +38%).
        Oder warum werden die tiefen Preise für PV an sonnigen Tagen an der Strombörse nicht dem Konsumenten weitergegeben?

  • Sabine Glaus sagt:

    Auch wenn der Zuspruch dank den Linksgrünen und den Medien, die den Bürgern unablässig ein schlechtes Gewissen einreden, angeblich hoch ist – die Initiative wird mindestens am Ständemehr scheitern. Und das ist gut so. Bewohner eher ländlicher Gebiete sind gegen staatliche Bevormundung, wie sie die Städter mit ihren linksgrünen Regierungen gewohnt sind und als normal und richtig ansehen.

    • Eduard J. Belser sagt:

      Es geht nicht um die Bevormundung der Bürger. Es geht darum für dringend notwendige Veränderungen in der Wirtschaft in Richtung Grüne Wirtschaft, die Wichen zu stellen und die Schweiz besser auf Kurs zu bringen. Tuen wir dies nicht jetzt werden uns China und andere Schwellenländer in Sachen schonendem Umgang mit den Resourcen überholen und das wir bei uns Arbeitsplätze kosten. Investitionen in die Grüne Wirtschaft werden zum überwiegenden Teil in der Schweiz getätigt und schaffe/sichern hier Arbeitsplätze. Geld das, z.B. zum Kauf fossiler Energieträger in den Orient geht, schafft/sichert in der Schweiz keine zukunftsorientierten, umweltschonenden Arbeitzplätze und fliesst möglicherweise noch den IS-Terroristen zu. Wollen wir das? Macht das Sinn? Nein sicher nicht! Deshalb JA am 25. Sept.!

    • Paul Levi sagt:

      Lustig ist aber, dass diese ländlichen unbevormundeten Gebieten absolut keine Probleme damit haben, Geld von den städtischen hoch bevormundeten Gebieten zu nehmen, denn ohne Subventionen für Bauern und Finanzausgleich für Bergkantone wären die ländlichen Gebiete total pleite und würden sich noch stärker entvölkern. Ist ja komisch, dass trotz staatlicher Bevormundung die Städte florieren.
      Bei der Zweitwohnungsinitiative hat man gut gesehen, wie ungern die ländlichen Gebieten staatliche Bevormundung haben. Sie zerstören lieber die Landschaft mit Beton, anstatt sich irgendwas sagen zu lassen.

      • Sabine Glaus sagt:

        Falsch, Herr Levi. Es gibt nur noch 6 Nettozahler pro 2016, davon sind 3 ländliche Kantone. Hier die Zahlungen: ZH 440 Mio., ZG 326 Mio., GE 245 Mio., SZ 175 Mio., BS 92 Mio., NW 30 Mio. Im Kt. ZG sind das jährlich 3000 Fr. pro Einwohner! Dazu kommen 300 Mio. aus dem Zuger AHV-Ausgleichsfonds (Differenz zwischen Beiträgen und Renten), die ebenfalls in andere Kantone fliessen. Bern nimmt ca. 1,3 Mio. vom NFA, dies trotz sehr gut bezahlten Staatsdienern (Durchschnittseinkommen 120’000).

  • Hofstetter Josef sagt:

    Was Jans schreibt, kann man immer damit in Verbindung bringen, dass solche Massnahmen, welche unsere Wirtschaft ruinieren, nur zu seinem persönlichen Vorteil und dem einiger seiner Parteigenossen, viel Geld einbringen. Die Linken glauben immer noch, dass die Schweiz allein zuständig ist, für die Umweltverschmutzung. Dass bei den geplanten Massnahmen, zahlreiche Unternehmen nicht mehr in der Lage sind, in der Schweiz noch zu produzieren und damit eine Verlegung der Arbeitsplätze in eine anderes Land erfolgen wird, soweit können diese Fundamentalisten nicht denken.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Hofstetter Josef:
      Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst.
      Gustav Heinemann
      .
      Besser nicht zu weit in die Vergangenheit blicken, denn sonst würde Herr Hofstetter Josef ein paar Schweizrische Schandflecken wie Bonfol, Feldrebengrube, Kölliken, Lucens, Visp etc. entdecken, welche ja soooooo viel besser sind, als die im Ausland!
      Kommt dazu, dass ihr geliebtes Uran für die Schweizer AKW im Ausland in den Mienen immense Umweltschäden verursacht. Das haben sid nicht bedacht, oder?

    • Beat Koch sagt:

      Welche Massnahmen sind denn genau geplant? Es würde sich lohnen, mal den Initiativtext zu lesen und nicht nur der Economiesuisse nachzuplappern!

      PS: Die Antwort ist: Keine einzige Massnahme ist geplant. Und wenn es tatsächlich so weit kommen sollte, dass es in 20 Jahren noch Unternehmen gibt, die nicht nachhaltig produzieren, dann wird das Parlament über Mittel und Wege entscheiden, wie man diese Unternehmen zum Umdenken bringt. Das sind nicht grüne Fundamentalisten, sondern die dann gewählte Mehrheit der Volksvertreter.

  • werner boss sagt:

    Die Frage ist heute weniger ob wir eine grüne Wirtschaft erreichen könnten oder ob dies für uns noch Sinn macht! Wenn ausgerechnet die Grünen unser kleines Land mit Menschen fluten, welche 0-Ahnung von Umweltschutz haben und deren oberstes Ziel es ist, uns möglichst schnell, am verschleudern von Ressourcen zu übertreffen, sind jegliche Bemühungen Sinn und zwecklos!

  • Markus sagt:

    Wenn ich hier so die Kommentare durchgehe, fallen die meisten in ein paar wenige Kategorien:
    1) „Es gibt viel mehr Chinesen als Schweizer, so lange die nichts machen müssen wir gar nicht erst anfangen“.
    2) Irgendein Detail, oft aus dem Ausland, wird als Generalargument zitiert gegen jegliche Massnahme: „Leitungen zu den Windparks in der Nordsee durch Einsprachen blockiert, also ist Ökostrom gescheitert“.
    3) „Initiative kommt von links/grün, die können eh nichts, das links-grüne Basel ist dem Ende nah“.

    Keines dieser Argumente überzeugt oder geht auf den eigentlichen Inhalt der Initiative ein. Offenbar gibt’s wirklich nicht viele Argumente dagegen…

    • Hannes Müller sagt:

      Meines Erachtens kommen die brauchbaren grünen Massnahmen von alleine. Dieses Argument fehlt noch.

    • werner boss sagt:

      Markus, was die Grünen so unsymphatisch macht ist die Tatsache, dass sie ständig unterschwellig behaupten, dass alle bisherigen ökologischen Massnahmen und Einrichtungen nur auf ihre Initiative hin geschaffen worden wären, was nun mal hinten und vorne nicht stimmt ! Zudem ist eine, auf Druck der Grünen eingeführte und im Bericht mit Stolz erwähnte Massnahme alles andere als über alle Zweifel erhaben!

  • Niklaus Vogler sagt:

    Warum gehen viele Schweizer, die nicht an der Grenze wohnen ennet der Grenze einkaufen. Nur weil die Produkte dort billiger sind. Mit „Grüner Wirtschaft“ werden die Schweizer Produkte sicher nicht billiger. Falls so etwas eingeführt werden soll muss dies auf internationaler Ebene eingeführt werden. Alles andere ist nicht ehrlich. Wie viele Leute gehen in ihren Ferien ins Ausland. Gerade diese Leute verlangen zu Hause mehr Ökologie. Nur sie tragen mit ihrem um die Welt jetten nichts aber gar nichts dazu bei. Diese Politik ist nicht ehrlich.

  • boerny sagt:

    Und der Rhein ist immernoch eine Kloake….gemäss kürzlicher Wasserkontrolle erhielt der Rhein ein knappes C… D wäre extrem Gesundheitsschädlich.
    Schon jetzt heissts trinkt ja kein Rheinwasser…
    Tja entweder kann man logisch denken und lässt den Rhein sein oder
    soll doch mal ein paar schlucke trinken. Viel spass im Spital!!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ boerny:
      die Wasserqualität variiert in allen Gewässern, egal ob fliessend oder nicht! Für gesunde Menschen ist es in aller Regel aber auch kein Problem.
      Nur eine Bemerkung am Rande:
      nach dem Brand in Schweizerhalle 1986 hat man den Rhein vom Bodensee bis an die Schweizer Grenze verfolgt und nach jedem grösseren Zufluss eine Messung gemacht. Resultat: über die Hälfte der Schadstoffe welche die Schweiz bei Basel verlassen kommen aus der Agglo Zürich!

  • Hannes Müller sagt:

    Zwei Probleme sind zu lösen, damit die Grüne Wirtschaft möglich ist: Kosten und Speicher. Bei beiden sind nicht mal im Ansatz Lösungen in Sicht, und die Umsetzung vom Labor zur Anwendung würde dann irgendwas zwischen 30 und 50 Jahren erfordern.

    Ein Beamtenapparat wird höchstens Lösungen verhindern, siehe Fünfjahrespläne der Sowjetunion.

  • Herbert Anneler sagt:

    Dass eine Grüne Wirtschaft die Option für unser Jahrhundert ist, gilt in der Ökonomie schon bald als Mainstream – das ist sogar schon in Harvard eingetroffen… Die Frage ist nur: Packen wir die Herausforderungen aktiv an den Hörnern oder warten wir zu bis 5 nach 12 wie etwa in Sachen Bankgeheimnis oder Schweizer Tourismus-Branche? Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben vielleicht auch, wer zu spät kommt, jedoch noch viel mehr! Der Widerstand gegen die Grüne Wirtschaft beweist, dass unser Land nicht nur immer mehr in einer politischen, sondern auch in einer wirtschaftlichen Starre entgegen geht. Da schreit es von Rechts nach Souveränität des Landes und der Insel Schweiz, aber genau dieselben wollen uns Angst machen mit Firmen-Abwanderungen – ins Ausland! Ich kapiere es nicht mehr…

  • graf beat sagt:

    ich habe nein gestimmt.

  • Florian Müller sagt:

    Die Wirtschaft und die Bürgerlichen lieben noch eine andere „Urban Legend“: Die „Trickle down“-Geschichte. Und die geht so: Sparen bei den Steuern und den staatlichen Ausgaben fördert Investitionen und wenn investiert wird, sickern die Gewinne bis zu den Ärmsten nach unten. Falsch. Diese Geschichte hat sich noch jedes Mal als falsch und fälscher erwiesen. Neuester Beleg in den USA: California vs. Kansas. Kansas hat die Steuern massiv reduziert, ist bankrott und leidet unter Abwanderung. California erhöhte die Steuern und löste damit Innovation und Ertrag aus. Darum: Augen nicht nur bei der Berufswahl, auch bei Abstimmungsvorlagen. (USTR III).

  • Claudia Rohrer sagt:

    Die Wirtschaft funktioniert doch so:
    Lohnt sich eine Umweltfreundliche Produktionsmethode wird sie auch eingesetzt – auch ohne Initiative.
    Verteuert die Umweltfreundliche Produktionsmethode das Produkt soweit, dass es niemand mehr kauft wird sie nicht eingesetzt.
    Die Initiative zwingt nun die Firmen Grenzwerte einzuhalten, welche viel strenger sind als im Ausland – weil stark besiedelte Länder sonst den ökologischen Fussabdruck nicht einhalten können. Schwach besiedelte Länder können sich pro Kopf ja viel mehr leisten.
    Das heisst, die Firmen müssen auch Methoden anwenden, welche sich finanziell nicht lohnen – und haben auf dem Markt einen Nachteil, da die Produkte zu teuer werden.
    Dem Geschwätz der Cleantechfirmen – welche von der Initiative massiv profitieren würden – zum Trotz.

    • tim meier sagt:

      Genau so funktioniert das. Damit die Produkte nicht teurer werden, wird die Produktion ins Ausland verlagert. Natürlich in ein Land mit weniger ökologischen Auflagen. Ergo: Arbeitsplatzabbau hierzulande, ‚dreckigere‘ Produktion im Ausland. Deshalb: Nein. Cleantechfirmen sind die 2. Landwirtschaft: überleben nur dank Subventionen.

  • Markus Kocher sagt:

    Wider besseren Wissens bin ich für die Grüne Wirtschaft. Aber sie reicht nicht aus, da sie nur das Deckmäntelchen ist, damit die Wirtschaft weiterhin (nur diesmal eben grün) fröhlich wachsen und Profite horten kann. Grüne Wirtschaft hört sich niedlich an und die Wirtschaft steckt als Begriff sogar noch darin – dagegen kann kein vernünftiger Mensch etwas haben, und auch die wirtschaftsnahen Parteien und Verbände werden das toll finden, sobald sie einmal geschnallt haben, dass sie damit sogar noch mehr abschöpfen können. Aber genau das ist das Problem: Der Planet und die Menschheit vertragen weder eine grüne noch eine kapitalistische Wirtschaft – was am Ende dasselbe ist. Wir müssen das Wachstum brechen, abbremsen, runterfahren, De-Growth ist das Stichwort. Sonst nichts!

  • Mathias Grimm sagt:

    Die fetten Jahre sind vielleicht noch nicht vorbei, aber der Countdown läuft.

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