Die verpasste Debatte

Vehicles travelling south wait in what local radio said was a more than 10 kilometre (6.2 miles) traffic jam on the northern side of the 17 kilometre (10.5 miles)-long St. Gotthard Tunnel near the central Swiss village of Wassen August 1, 2015. REUTERS/Arnd Wiegmann - RTX1MNBS

Worauf können wir verzichten? Worauf wollen wir verzichten? Stau am Gotthard, August 2015. Foto: Reuters

Die Promotoren der «Grünen Wirtschaft» geben sich alle Mühe, ihre Initiative als Innovationsförderungs- und auf keinen Fall etwa als Konsumverzichts-Anliegen zu präsentieren: «Es geht um ‹besser produzieren›, nicht um ‹weniger konsumieren›», schreiben sie in ihrem Argumentarium. Ihre Gegner werfen ihnen Verharmlosung vor. Die Ziele der Initiative liessen sich nicht ohne Lebensstiländerung erreichen, weshalb sie abzulehnen sei.

Letzteres überzeugt natürlich nicht wirklich, wenn es von denen vorgetragen wird, die nie zögerten, «Austerität» etwa von anderen einzufordern, die (angeblich) auf zu grossem Fuss lebten – etwa von den Griechen. Und es ist lustig, wenn Anhänger der reinen neoklassischen Wirtschaftslehre um das Wachstum fürchten, sobald der Umweltverbrauch gedrosselt werden soll: denn dieser Lehre gemäss basiert Wirtschaftswachstum nicht auf zunehmendem Umweltverbrauch, sondern auf der menschlichen Innovationskraft.

Vom Niedertrampeln und Ellbögeln

Und doch haben die Initiativgegner meines Erachtens so weit Recht, als sie sagen, dass Lebensstiländerungen unumgänglich seien (auch wenn das Kaltdusch-Argument läppisch ist). Einfach falsche Techniken durch richtige ersetzen und weitermachen wie bisher – das wird nicht möglich sein: Was für Techniken eine Gesellschaft einsetzt, beeinflusst deren Lebensstil. Ich sehe nur nicht, weshalb das gegen die Initiative sprechen müsste. Warum sollte sich das Leben nicht ändern? «Anders» heisst nur dann zwangsläufig «schlechter», wenn man in der besten aller Welten lebt.

Ich glaube nicht, dass wir das tun, sondern halte es mit dem liberalen Ökonomen und Philosophen John Stuart Mill (1806–1873), der geschrieben hat: «Ich gestehe, dass mich das Lebensideal jener nicht entzückt, die den beständigen Kampf des Menschen für den Normalzustand halten; dass der gegenwärtige Typus des gesellschaftlichen Lebens, das Niedertrampeln, Drängeln, Ellbögeln und Sich-auf-die-Hacken-Treten das erstrebenswerteste Los der Menschheit sei.»

Hat Mani Matter doch recht?

Wenn die Initianten argumentieren, ihre Ziele liessen sich allein durch technische Fortschritte erreichen, zeigen sie sich mit ihren Gegnern in dem Punkt einig, dass der Lebensstil tabu sei. Man kann das abstimmungstaktisch natürlich nachvollziehen. Doch vor lauter Taktik verpasst die Initiative die Chance, die wirklich wichtigen und interessanten Fragen auf den Tisch zu bringen, die es zu diskutieren gäbe angesichts des Umstands, dass unsere Wirtschaft ihre eigenen Grundlagen auffrisst. «Wie viel Nachhaltigkeit ist allein technisch machbar?» ist höchstens dann eine interessante Frage, wenn man den technischen Wandel für die einzig legitime Form des Wandels hält.

Worüber man beispielsweise diskutieren müsste: Ist immer mehr immer besser, bis in alle Ewigkeit? Leben wir heute, da wir pro Kopf sechsmal so viel Energie verbrauchen wie vor sechzig Jahren, auch sechsmal besser als damals? Gibt es irgendwo einen Punkt, wo man von einer Sache genug hat – ein Optimum, das besser ist als das Maximum? Wenn wir den Verkehr oder die Zersiedelung einschränken müssten, um nachhaltig zu leben: Wäre das ein Verlust oder nicht eher ein Gewinn? Wenn wir verzichten müssen: Worauf müssen wir verzichten, und worauf verzichteten wir ganz gerne (etwa: die Zunahme der stressbedingten Krankheiten)? Wie rechtfertigen wir unseren Überkonsum jenen gegenüber, die zu wenig zum Leben haben? Wie lassen sich die Ressourcen einer begrenzten Welt gerechter verteilen; wie die Macht, die auf ihnen aufbaut? Stimmt vielleicht, was Mani Matter in seinem Lied «Dene, wos guet geit» so schön sang? Und schliesslich die Urfrage jeglicher Politik: Wie wollen wir zusammenleben?

Darüber könnte man in den verbleibenden zwei Wochen Abstimmungskampf doch so lustvoll streiten!

26 Kommentare zu «Die verpasste Debatte»

  • Marius Christen sagt:

    Besten Dank, Herr Hänggi für Ihren Kommentar und Ihre Fragen. Die Initianten sprechen über Technik und Innovation und vermeiden (tunlichst?), gesellschaftspolitische Fragen aufzubringen. Dabei geht es bei der Initative wesentlich auch um Verteilungsfragen: Sollen und wollen wir heute – auf Basis eines noch nie dagewesenen Lebensstandards – nicht etwas kürzer treten, damit es die, die nach uns kommen, auch gut haben können? Erstaunlich eigentlich, dass solche Fragen nicht diskutiert werden. Die Kampagne ist diesbezüglich sehr flau und zeigt vielleicht auch, wie die Initanten ticken. Die Initianten der Grundeinkommensinitaitve und die Operation Libero hätten vorgemacht, wie man eine erfrischende Kamagne führt.

    • Willi sagt:

      Die ‚erfrischende‘ BGE-Kampagne hat aber auch nicht zum Erfolg geführt, werter Herr Christen. Die Stimmbürgerinnen stehen Initiativen skeptisch gegenüber, deren Folgen nicht greifbar sind. Zudem ist das aktuelle Thema überladen: ‚Energiestrategie 2050‘, ‚Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung‘, ‚Klimapolitik 2030‘ sowie die gegenläufige ‚Verkehrsplanung 2030‘ (mehr Schienen, mehr Strassen, also eine grössere Zersiedelung), ‚Restriktive Raumplanung versus Bevölkerungswachsum‘ / ‚Verdichtung der Städte versus Wohnqualität‘ und nun also noch die ‚Grüne Wirtschaft‘ – die normale Bürgerin weiss nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Der unkoordinierte ‚Regulierungswahn‘ droht uns über den Kopf zu wachsen.

    • Quincy sagt:

      Aus intellektueller Sicht klar richtig: Eine Diskussion die sowohl Breite als auch Tiefe hat wäre auch aus meiner Sicht angenehmer. Aber um mit einer Initiative Erfolg zu haben muss man die Diskussion auf 1-2 Kernfragen reduzieren, wenn man das nicht selbst macht, dann macht es der Gegner. Basierend auf die Antworten dieser 1-2 Fragen stimmen dann 80% ab, die restlichen 20% informieren sich gründlicher. Soweit meine Meinung.

  • Thomas sagt:

    Dass heute diese zum Teil absurden Clichés von „sich einschränken zu müssen“ entstanden sind, haben sich die Grünen selbst zu zu schreiben!
    Leider tun es die fundamentalen Grünen noch immer.
    Das haben sie so eindringlich gemacht, dass es kaum mehr aus den Köpfen der Leute weg zu bekommen ist. Eine Diskussion wird dadurch schlecht möglich.

    Trotzdem bin ich für diese Initiative.
    Sie ist so gut wie das, was wir daraus machen.
    Wenn es eine Richtungsänderung einläutet kann ich das gutheissen.

    • Hans Hasler sagt:

      Ich bin selber stark Grün angehaucht (und meine damit Grün und nicht GLP). Aber ich bin nun wirlich der Meinung, dass es kein absurdes Cliché ist, dass ein echt Grünes Verhalten gleichzeitig auch mit „sich einschränken müssen“ verbunden ist. Alle Technikgläubigkeit in Ehren – ausschliesslich auf technische Lösungen zu setzen wird niemals ausreichen. Das ist nunmal nicht besonders angenehm. Aber wir müssen uns auch im Klaren sein, dass wir unsere eingenen Lebensgrundlagen langfristig zerstören. Das wird irgendwann auch nicht besonders angenehm sein!

      • Hans Schmid sagt:

        Werter Herr Hasler, es ist aber nun mal so, dass bisher alle markanten Fortschritte im Umweltbereich durch verbesserte Technologien und nicht durch Verzicht und Askese erzielt wurden.
        Die Gewässerqualität wurde durch Abwasserreinigungsanlagen verbessert, nicht durch Verzicht auf Seife und Waschmittel.
        Die Luftqualität wurde durch verbesserte Benzin- und Dieselmotoren und durch die Filteranlagen der Industrie verbessert und nicht weil die Produktion oder die Mobilität eingeschränkt wurden.
        Etc.

    • Martin sagt:

      @Thomas: Und ich bin dagegen, da ich der Meinung bin, dass wir nicht etwas in der Verfassung verankern sollten, dass auf dieser „Erdentheorie“ beruht. Das ist für mich nicht wissenschaftlich. Viel mehr bin ich der Meinung, dass die Schweiz sich darauf konzentrieren sollte, dass wir weiterhin sauberen Strom produzieren können. Damit tragen wir einen grossen Beitrag zum Umweltschutz bei. Nur tun wir das bereits.

      • Rolf Bombach sagt:

        Zur Zeit stammt noch rund 80% der Energie, die wir verkonsumieren, aus fossilen Brennstoffen. Diese kommen alle aus dem Ausland. Es wird sicher nicht einfach, dies zu substituieren.

  • Anita Hofer sagt:

    Seit Jahrzehnten wird von der Wirtschaft, die nur auf Wachstum und Gewinn bedacht ist, bei Änderungsideen der wirtschaftliche Weltuntergang ausgerufen, mit Arbeitsplatzverlust gedroht, schlicht mit der Rückkehr in die Stein argumentiert.
    Innovative Ideen versuchen diese Kreise schon im Keim zu ersticken um ja nichts ändern zu müssen.
    Vernünftigerweise können wir unmöglich unser, in jeder Beziehung, auf Raubbau ausgerichtetes Leben ungestört auf ewig weiter führen. Die Übernutzung der Erde führt heute schon zu grossen Migrationsströmen die weiter zunehmen werden. Kriege um Resourcen inklusive.
    Da hilft kein Mauerbau, kein Wegweisen, keine politische Stimmungsmache. Es helfen nur neue Ideen wie die Grüne Wirtschaft!

    • Hansjürg sagt:

      Seit Jahrzehnten wird von den Grünen, die nur in ihrer eigenen Romantik daheim sind, bei jeder Gelegenheit mit dem Weltuntergang gedroht, sei das ein Waldsterben, die Klimaerwärmung, die radioaktive Verstrahlung, schlicht mit einer Verweigerung unseres Lebensstandards hin zur Rückkehr in die Höhlen der Steinzeit argumentiert.
      Innovative Ideen zur Grenzsicherung, wie von Ungarn und Mazedonien, und der Rücktransport von Wirtschaftimmigranten werden gleichermassen negiert obwohl kein Kopf in den Sand gegen den Ansturm hilft. Nur eine starker Schutz unserer Grenzen wird uns künftig helfen.

      • Andy sagt:

        Das Waldsterben konnte dank dieser Warnung verhindert werden. Die prognostizieren Folgen der Klimaerwärmung über 2°C sind bestens bekannt. Die Folgen von Radioaktiv verseuchten Gebieten können Sie bei Tschernobyl, Fukushima und Sellafield studieren. Keines davon wird den Weltuntergang auslösen, aber es macht das Leben für viele Menschen äusserst ungemütlich und kürzer.

    • Martin Messerli sagt:

      @ Anita Hofer. Eine typisch grün-linke Argumentation. Als wäre Gewinn- und Umsatzsteigerung per se etwas Schlechtes. Das sind Ziele eines Unternehmens, um dessen Bestand und die Arbeitsplätze zu erhalten. Ausserdem ist gemäss Europäisches Patentamt die Schweiz das innovativste Land in Europa. Ich bin überzeugt, dass Anita Hofer noch nie irgendwo in der Wirtschaft gearbeitet hat. Also noch nie zu unserem Wohlstand etwas beigetragen hat. Wahrscheinlich hat sie vom Staat immer nur genommen. Schule, Gymi, Uni, etc. Sozialistisch eben, wie alle Grünen.

  • Willi sagt:

    Sollte die Initiative knapp angenommen werden: Die Umsetzung von Initiativen ist bekanntlich so eine Sache. Die Politik wird sich an bilaterale und multilaterale Verträge halten, das Bundesgericht wird diese höher gewichten als nationale Lösungen und die Gegenseite wird die Einhaltung einfordern. Das kommt mir irgendwie alles bekannt vor. Da der grösste Teil unserer produzierenden Wirtschaft, unseres Konsums und Tourismus vom Ausland abhängig ist, werden wir bald sehen, wie gering unsere Möglichkeiten sind, isoliert die Welt retten zu wollen. ‚Mani Matter‘ hatte schon recht, aber die ‚Grüne Wirtschaft‘ würde das Zweiklassensystem noch verstärken: Wer Geld hat, wird immer teures Fleisch konsumieren können. Nein zu einem isolierten Vorgehen!

  • Rico Hauser sagt:

    Der Initiativtext mit der einen Erde klingt wurde wohl absichtlich so harmlos und nach grüner Naturschutzromantik duftend formuliert, damit die sehr einschneidenden längerfristigen Konsequenzen umso besser übertüncht werden können. Unser Lebensstandard würde auf allen Gebieten drastisch reduziert. Der Rest der produzierenden Industrie würde abwandern, die Arbeitslosigkeit schmerzhaft steigen. Und die Welt würde kein bisschen besser, weil in 99.9 % der Welt alles beim Alten bleibt.

  • Domenico sagt:

    Niemand weiss, wie ein solcher Verfassungsartikel umgesetzt werden kann. Auch die Initianten haben sich bislang nicht klar verlautbaren lassen. Generelle Aussagen, wie zB ein Verbot des Individualverkehrs, sind utopisch und nicht umsetzbar (wir haben ja nicht einmal die Alpeninitiative umsetzen können). Wir flögen als direkt und ungebremst in eine riesengrosse Blackbox. Daran wird diese Initiative scheitern.

  • Walter Boshalter sagt:

    Was soll über eine Gummiinitiative überhaupt diskutiert werden? Übergangsfrist bis 2050, Kann-Formulierungen, Fehlende Definition des Begriffs „Erde“. Ich denke es geht wie üblich bei solchen lausig formulierten Initiativen um den Bestandsschutz damit während der nächsten paar Jahre im Parlament die Grünen einen Aufhänger haben – wenn das bürgerlich dominierte Parlament die Gesetzgebung der Initiative zu Kleinholz verarbeitet kann geklönt werden. kein Vorwurf, machen heutzutage alle Parteien.

    Von daher mag man z.B. über die Minarett-Initiative denken was man will, in Sachen stringenter und kohärenter Initiativtext kann sich noch mancher Unterschriftenjäger eine Scheibe abschneiden. Und dazu wäre obiger Aufruf bedeutend geeigneter gewesen.

  • Hansjürg sagt:

    „Wie rechtfertigen wir unseren Überkonsum jenen gegenüber, die zu wenig zum Leben haben? Wie lassen sich die Ressourcen einer begrenzten Welt gerechter verteilen; wie die Macht, die auf ihnen aufbaut? Stimmt vielleicht, was Mani Matter in seinem Lied «Dene, wos guet geit» so schön sang? Und schliesslich die Urfrage jeglicher Politik: Wie wollen wir zusammenleben? (Marcel Hänggi)
    „Diejenigen Individuen, die zufällig für die vorhandenen Umweltbedingungen besser angepasst sind als andere, haben einen Selektionsvorteil und überleben häufiger… “ (Charles Darwin)
    Wir können uns jetzt ja künstliche Fesseln anlegen, dürfen uns dann aber auch nicht aufregen, wenn wir verlieren.

  • Hannes Müller sagt:

    Der Verweis auf Austerität ist daneben, denn der besagt bloss, dass man kein Geld ausgeben soll, das man nicht hat oder nicht erarbeiten kann.

    Bei der Grümen Wirtschaft geht es darum, den Leuten vorzuschreiben, Ihr vorhandenes und verdientes Geld gegen ihren Willen für etwas auszugeben, das den Initianten zugute kommt (Girod und Co sind mit Sonnen- und Windenergie verbandelt).

    • Fadri sagt:

      Und wer ist so mit der Erdöllobby, der Automobilindustrie, der Atomenergie verbandelt? Eventuell die Gegner, die ja nichts ändern wollen an diesem Ressourcenausbeutungssystem, das auf kurzfristige Gewinne aus ist?

  • Rico Hauser sagt:

    Die Initiative würde ganz klar zu einer Reduktion unseres Lebensstandards auf den eines Entwicklungslandes führen. Damit das nicht so schmerzhaft ist, will man diesen Abstiegsprozess auf mehrere Jahrzehnte verteilen. Man erinnere sich an die KVG-Abstimmung: Damals wurde versprochen, die Prämien würden billiger. Real haben sie sich etwa verdoppelt. Daher: Im Zweifel NEIN !

    • Markus Hutmacher sagt:

      Dass ist mit verlaub einfach nur Blödsinn.
      Gerade der Bereich des Bauen und Wohnen beweisst, dass es griffige Vorschriften braucht damit Energie gespart wird.
      Die heute gültigen energetischen Vorgaben erfüllten bis 2010 weitgehend die Anforderungen für Minergie. Entsprechend verbrauchen heutige Standart-Neubauten nur noch rund ein Viertel eines vergleichbaren Neubaus im Jahr 1990.
      Trotzdem sind die effektiven Baukosten in den letzten Jahren praktisch nicht angestiegen. Die Bauwirtschaft brummt.
      Die gestiegenen Kosten für das Wohnen sind vor allem auf die Spekulation und gesteigerte Platz- und Komfortansprüche zurückzuführen.

  • Martin sagt:

    Gerade in Sachen Energie, werden sehr viele Halbwahrheiten und Lügen verbreitet. Gestern las ich in einer sehr bekannten Tageszeitung, dass die Schweiz im Ausland 6. 5 TWh Strom mit Windrädern erzeugen würde! Die Grünen haben keine Ahnung von Energie und Stromnetzen. Die Idee, AKW’s durch Windkraftanlagen und Photovoltaik Anlagen zu ersetzen, ist einer der besten Beweise dafür. Das ewige Herumhacken auf den Autofahrern ebenso. Weiss doch jeder, dass der Individualverkehr inkl. Flugreisen, gerade mal 25% des weltweiten CO2 Ausstosses ausmacht, während Kohlekraftwerke für 40-50% verantwortlich sind. Es geht gar nicht darum, wirklich was zu bewirken, sondern um dem Bürger seinen Willen aufzudiktieren. Und da bin ich strikt dagegen.

  • Markus Schneider sagt:

    Vernünftige Menschen diskutieren nicht jeden Hafenkäse. Die „Promotoren der Grünen Wirtschaft“ hätten sich einen vernünftigen Vorschlag einfallen lassen sollen. So ist es nur eine mühselige Geschichte von Zwängern und das NEIN am Abstimmungssonntag ist garantiert.

  • will williamson sagt:

    Vor ziemlich langer Zeit habe ich mal gelernt, die Wirtschaft unterliege dem Wirtschaftlichkeitsprinzip. Mit einem gegebenen Input sei ein möglichst maximaler Output zu erzielen oder ein bestimmter Output sei mit einem Minimum an Input zu realisieren. Von grün, rot oder blau war da nicht die Rede, aber das Prinzip beinhaltet die Ressourcenschonung. Das nützt aber nichts wenn der Output durch die Erfindung von immer neuen, zudem unnötigen Bedürfnissen, zu hoch angesetzt wird. Wenn wir schon mal auf die unnötigen Produkte verzichten, haben wir einiges erreicht ohne dass wir uns stark einschränken müssen.

  • André Milani sagt:

    5 Franken der Liter Benzin ? Nein Danke !

    • Christian Sprecher sagt:

      Danke für Ihren tollen Beitrag, Herr Milani. Er zeigt auf, dass es absolut nicht nötig ist, über die eigene Nasenspitze, bzw. über die eigene Stossstange hinaus denken zu können, um am demokratischen Prozess teilnehmen zu können. Dies ist wohl der Grund, weshalb wir es bisher nicht geschafft haben, unser Leben und unsere Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Würden wir nicht hemmungslos 3x so viel verbrauchen, als uns zusteht, wäre diese Diskussion gar nicht nötig.
      Ich sage lieber: 2° C mehr auf der Welt (mit allen Konsequenzen wie: Krieg um Ressourcen und Boden, verbunden mit Flüchtlingsströmen, usf.)? Nein Danke!

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