Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns

Überparteiliches Komitee "Nein zum grünen Zwang" an einer Medienkonferenz zur Volksinitiative "Grüne Wirtschaft" (22. August 2016). (Keystone/Peter Schneider)

Überparteiliches Komitee «Nein zum grünen Zwang» an einer Medienkonferenz zur Initiative «Grüne Wirtschaft» (22. August 2016). (Keystone / Peter Schneider)

Mit der Abstimmung über die Initiative «Grüne Wirtschaft» stellt sich folgende Frage an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz: Sind Sie bereit, Ihren Ressourcenverbrauch um 70 Prozent zu reduzieren? Ich freue mich über jede Person, die diese Frage mit Ja beantwortet und dieses Vorhaben eigenverantwortlich umsetzt, denn Konsumverzicht aus eigener Überzeugung ist Vernunft, Konsumverzicht aus staatlichem Zwang ist Einschränkung.

Bei der Abstimmung über die Initiative geht es mehr um grüne Bürger als um eine grüne Wirtschaft, denn das grösste Potenzial zum Ressourcensparen liegt bei der Einschränkung des Konsums, des Wohnens und der Mobilität. Es liegt in der Natur eines freiheitlichen Staates, dass er seine Bürger nur durch massive Preiserhöhungen zu einer Verhaltensänderung zwingen kann. Die heutige Gesellschaft ist jedoch mobil und vernetzt. Einkaufstourismus und Onlinehandel boomen. Eine Annahme der Initiative führt dazu, dass sich der Konsum schlicht ins Ausland verlagert.

Das innovativste Land der Welt

Auf der Suche nach einem Hebel zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs ist es naheliegend, dass versucht wird, diesen bei den Unternehmen anzusetzen. So fühlt sich keine Stimmbürgerin und kein Stimmbürger direkt betroffen. Die Schweizer Wirtschaft gehört jedoch seit Jahren zu den ressourceneffizientesten der Welt. Die Diskussion darüber, ob wir auf der Effizienz- oder Recyclingrangliste einen Platz gewonnen oder verloren haben, ist bedauerlich. Denn einerseits ist es erfreulich, dass auch andere Länder grosse Fortschritte machen, und andererseits setzt es die Anstrengungen der Schweizer Unternehmen herab, die in der teuren Schweiz konstant darum bemüht sind, mit Rohstoffen und Energie sorgfältig umzugehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die gute Nachricht ist, dass wir das innovativste Land der Welt sind. Schweizer Unternehmen investieren jährlich eine Milliarde Franken in die Reduktion unseres CO2-Ausstosses. Die Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2016–2019» des Bundesrates enthält rund 101 Massnahmen, die bereits ergriffen worden sind oder bald umgesetzt werden.

Natürlich braucht es weiterhin Anstrengungen. Doch sind Zwang, neue Steuern und Vorschriften nicht der einzige und meiner Meinung nach auch nicht der richtige Weg. Wir müssen selbst entscheiden, wo jeder Einzelne bereit ist zu sparen und zu verzichten. Ich habe ein anderes Menschenbild als die Grünen. Die Initianten trauen es sich selbst und dem Rest der Bevölkerung nicht zu, dass wir auch freiwillig verzichten können oder uns freiwillig für ein nachhaltiges Produkt entscheiden. Sie trauen ihren eigenen Werten so wenig, dass sie nicht daran glauben, dass andere diese ohne Zwang, Vorschriften und Steuern leben wollen.

Eigenverantwortung statt Bevormundung

Nehmen wir die Initiative «Grüne Wirtschaft» an, wird der Staat darüber entscheiden, wo Sie und ich zu verzichten haben. Er wird entscheiden, welche Produkte um wie viel teurer werden sollen, weil sie nicht den staatlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz entsprechen. Delegieren wir solche Entscheidungen nicht an die Staatsgewalt, sondern nehmen wir mit unseren Kaufentscheiden unsere und die Zukunft unserer Umwelt selbst in die Hand. Ich glaube an Sie, Ihren Willen und Ihre Eigenverantwortung!

Wir brauchen die Initiative «Grüne Wirtschaft» nicht für eine nachhaltige Zukunft!

120 Kommentare zu «Die Initiative «Grüne Wirtschaft» bevormundet uns»

  • Hans Jecklin sagt:

    Solange es Trittbrettfahrer gibt, die nur ihren eigenen Vorteil wahren, auch wenn es zulasten der Gemeinschaft geht, braucht es Gesetze. Dann von Bevormundung zu sprechen, ist naiv oder unredlich!

    • Peter sagt:

      Auch bekannt als „Tragik der Allmende“, kann man googeln. Wenn jeder tun kann was er will, dann hat jeder Angst zu kurz zu kommen – wie auch der Author hier – die Allmende überbewirtschaftet, geht ein, und alle verlieren. Die Allmende von der wir hier sprechen ist die Erde.

    • Hanna Brauchli sagt:

      Es ist interessant, dass sofort von Bevormundung gesprochen wird, wenn der Staat regeln soll. Dass die Wirtschaft und die dahinter steckende neo liberale Theorie, uns seit Jahren bevormundet, ja sogar die Politik bestimmt, wird nicht erkannt. Die Schäden, die laufend entstehen, darf dann das Volk, der Staat übernehmen. Ich kann nicht wählen, muss bezahlen. Shit!

    • Dieter sagt:

      Die Zeiten wo vorab in den sozialistischen Staaten die Bürger/innen von einer gewissen Elite oder politischen Kräften bevormundet wurden , sind endgültig vorbei . Dies gilt auch für die Initiative der GP mit dem schönen Label der grünen Wirtschaft . Selbst wenn diese Initiative realisiert würde, würden unsere souveränen Bemühungen zum Klimaschutz als Kleinstaat innert kurzer Zeit durch die steigende Weltbevölkerung und deren Hunger auf Energie und Ressourcen sofort wieder neutralisiert. Bestenfalls würde als Nutzen das schlechte Gewissen zu einem hohen Preis und unter nutzloser Kostentreiberei etwas beruhigt ! Erfahrungsgemäss wird auch diese Initiative abgelehnt werden .

  • Diego de campo Verde sagt:

    Gut gebrüllt, Löwe. Ihr Wort in des Stimmbürgers Ohr!

  • Rico Hauser sagt:

    Ein wohltuender Artikel ! Erschreckend, dass immer noch eine knappe Mehrheit mit einem Ja zu dieser Fata Morgana liebäugelt. Mit leeren Worthülsen werden Regenbogen-Vorstellungen geweckt. Was das dann wirklich bedeuten würde, wird ausgeblendet: Stromrationierung (auch für E-Autos und E-Bikes, Kühlschrank, TV usw. !), stark eingeschränkte Mobilität, keine Ferienflüge mehr , staatliche Umerziehung und erzwungener Verzicht auf allen Gebieten. Dazu ein entschlossenes NEIN !

    • Paul Levi sagt:

      Sie zeigen das Gesicht unserer Wegwerf- und Verschwendungsgesellschaft. Die Ferienflüge sind ein gutes Beispiel dafür. Wenn man an einem normalen Weekend schaut, wie viele Leute für ein Wochenendtrip irgendwohin fliegen, dann soll man das als was normales akzeptieren? Tausende von Liter Kerosin nur für 2-3 Tage in einer Stadt? Das ist normal und dafür kämpfen Sie? Wenn man sich vorstellt, dass alle Menschen so handeln und denken würden, dann sind die Konsequenzen schon jetzt absehbar. Schon jetzt finden in Europa täglich 30’000 Flüge statt und das wird sogar noch subventioniert.
      Die Welt fährt mit Vollgas auf den Abgrund zu, aber niemand ist bereit auf den verschwenderischen Lebensstil zu verzichten. Selbst wenn man bis 2050 Zeit dazu hätte.

      • Beat sagt:

        Ich stimme Ihnen schon zu. allerdings: Der Normalbürger fährt auch für ein WE ins Tessin, oder zum Einkaufen nach Konstanz. Wir haben gerade einen Sommer mit Dauerstau vor dem Gotthard in beide Richtungen (fast) hinter uns. Und so nebenbei: Der Zug fährt auch nicht ohne Energieverbrauch nach Locarno zum Filmvestivall oder ins Onseronetal zum Wandern. Auch Kreuzfahrtschiffe und Strandferien auf Kos sind nicht ohne Energieaufwand zu haben. Zuhause brummt der Computer und es läuft der Fernseher von früh bis spät. Ach ja, die Hitze. Gut haben wir die praktischen Klimageräte. Das zeigt, dass wir alle genau dort sparen, wo es unsere Eigeninteressen nicht tangiert. Sonst eben nicht. Wir können dann wieder grün wählen, nur so im Fall, wenn uns das Gewissen plagt. Sela

        • Willi sagt:

          Nicht, dass ich jetzt etwas gegen die Grünen hätte! Aber: Initiativen mit ungeahnten Auswirkungen haben es an der Urne schwer (BGE, Energie- statt MWSt, …). Zur Zeit schlagen wir uns mit der Energiestrategie 2050 herum, eine Volksabstimmung darüber ist wahrscheinlich. Ich zähle mich als Senior nicht zur ‚Wegwerfgesellschaft‘. Diese und deren Ansprüche und Verhalten zu ‚zähmen‘, dazu braucht es keine Initiative, dazu ist Eigenverantwortung, Einsicht und Respekt gefragt. Ich denke nicht, dass sich unsere Gesellschaft in ein so enges Korsett schnüren lässt, Umfragen hin oder her. Weltweit wird die fossile Energie mehr subventioniert, als das Gesundheitswesen kostet, und auch in Europa laufen die Kohlekraftwerke auf Volllast, Klimagipfel hin oder her …

          • Paul Levi sagt:

            Eigenverantwortung, Einsicht und Respekt ist gefragt? Schöne Worte die man oft an Sonntagspredigen hört. Doch wie man bisher gut gesehen hat, funktioniert das NICHT! Sie zählen sich nicht zur Wegwerfgesellschaft. Das finde ich super! Doch scheinbar haben die Meisten nicht die gleiche Einstellung. Wie kann es sein, dass ein T-Shirt nur 7.90 Fr. kostet, nur 1-2 mal getragen und dann fortgeschmissen wird? Wie man überall sieht, sind im Alltag die Eigenverantwortung, Einsicht und Respekt nicht angekommen.

  • MARC FISCHER sagt:

    Es ist nicht redlich die „Grüne Wirtschaft“ zu kritisieren, ohne selber versuchen das Steuer andersweitig herum zu reissen. Sonst konsumiert dann irgendwann ab einer Generation gar keiner mehr…

  • Ralf Schrader sagt:

    Bei allen wichtige Fragestellungen muss der Staat als Interessenvertreter des Gemeinwohls das letzte Wort haben. Insbesondere muss der Staat die vollständige Kontrolle über die Wirtschaft wiedererlangen, welche er im Zuge des Neoliberalismus aufgegeben hat. Die Wirtschaft handelt aus niederen Interessen, Profitgier, sie handelt wegen dem Lausigsten, was es gibt, dem Geld. Da bedarf es das ethische Korrektiv des Staates.

    • Wildberger sagt:

      @Schrader: Die absolute Macht des Staates über die Wirtschaft die sie fordern fördertwillkürliche Gewalt, Korruption und Vetternwirtschaft, was der reale Effekt des Sozialismus war, z. B. in Russland und dessen Machtbereich oder man vergleiche die Entwicklung zwischen Nord- und Südkorea oder der Volksrepublick China und Taiwan. China wurde erst ein ernsthafter Konkurrent des Westens, als es die absolute Kontrolle der Wirtschaft verzichtete.
      Gut gemeint ist eben nicht mit gut gleichzusetzten und dient meist nur ein Vorwand für Bevormundung und Machtinteressen. Staatlich durchgesetzte Spielregeln ja, aber absolute Staatsmacht und grüne Bevormundung nein.

    • Ben sagt:

      ….halt nur in englischer Sprache, dafür aber treffend…
      .
      „…The absence of a widely-held, constructive idea of public goods in public discourse denies citizens the ability to have an informed conversation, or to make informed decisions, about things that matter mightily to the quality of their lives and their communities. Its absence robs public policy makers, leaders and managers of the concept that is most central to the reason for their being. The current economics definition of public goods feeds and supports the marketization and privatization of government, and the consequent undermining of governments’ ability to operate…“

    • Richi Schweizer sagt:

      Ja Herr Schrader, wie gut es für Wirtschaft und Gesellschaft ist, wenn der Staat die Kontrolle übernimmt, haben wir anhand der kommunistischen Länder gut beobachten können. Deshalb sind wir auch so neidisch auf Nordkorea. Dort ist die 2000 Watt Gesellschaft Realität.
      Oder hab ich die Ironie in Ihrem Beitrag nicht mitbekommen? Dann nichts für ungut.

      • isee sagt:

        @Herr Schweizer
        Sie missverstehen die Kontrolle über den Staat und vergleichen mit totalitären Regimes. Wie wäre der Vergleich mit den skandinavischen Ländern in denen die Volksinteressen sozial stark gewichtet (Wirtschaft, Steuern, Gesundheit, Sozialfahrt…) werden? Hier haben wir hohe Innovationskraft, sehr gute Wirtschaftsleistung trotz weniger Eigenverantwortung (wird ja leider von den Unternehmen oft nicht wahrgenommen), hohe Zufriedenheit usw. Also bitte, vergleichen wir doch mit erfolgreichen Systemen oder wäre Ihnen umgekehrt die USA lieber?

        • Hofstetter Josef sagt:

          Auf Grund Ihrer Aussagen, glaube ich, dass Sie Skandinavien nicht kennen. Ich habe in Schwede, den Niedergang der persönlichen Freiheiten erlebt. Ich habe feststellen müssen, wie die Bevölkerung immer mehr bevormundet wurde, die Steuern ein solches Niveau erreicht haben, dass für Familien vielleicht nur noch vierteljährlich eine Konsumation beim Mc Donald möglich ist.
          Von Dänemark habe ich ähnliche Aussagen und zwar persönlich auch von höheren Kader.

    • Werni Sägesser sagt:

      Sie sehen den Staat zu objektiver Entscheidung fähig. Das ist er aber nicht. Der Staat, das sind abgehobene Politiker, die es nicht betrifft, weil sie es sich leisten können, und Beamte, Menschen wie Sie und ich. Wieso sollten die objektiver sein und was befähigt diese zu wissen was Richtig und was Falsch ist? Das ist Diktatur auf Samptpfoten.

  • s.frei sagt:

    je mehr die grün-roten unter bedrängnis/stimmenabsenz , desto „dringender“ ist die klimaerwärmung und weltuntergang. heute will keier mehr wissen , was ideologische fieinheiten sind, wo doch hauptprobleme vor der tür (nur des bürgers !) stehen: arbeistlosiigkeit, wirtschaftsmigration und islam….
    alles andere erhält nur gutbezahlte funktionäre, welche seit 10jahren nur dass tun, was ihren sitz erhält….einzig !!!!

    • Ben sagt:

      … auf der anderen Seite denken Sie das der nette Herr hier, der Gastautor, für Sie und Ihre Anliegen an den Staat das Wort ergreift…?

    • Marcel Peters sagt:

      Zwei Punkt Herr Frei:

      1) Stellen Sie sich vor, man kann verschiedene Probleme gleichzeitig angehen. Ja, das geht. Man kann etwas gegen die Arbeitslosigkeit UND den Klimawandel tun. Es gibt da kein „entweder-oder“.

      2) Wenn Sie ernsthaft behaupten, der Islam sei ein schwerwiegenderes Problem als der Klimawandel, dann empfehle ich Ihnen, etwas kritischer zu werden. Lesen Sie nicht nur Blick und SVP-Zeitungen, anscheinend ist Ihr Realitätssinn ziemlich verdreht.

  • Chris Fogg sagt:

    Leider bin auch ich zu der Überzeugung gekommen, dass wir uns Menschheit und die Welt nur retten können wenn die Staatengemeinschaft seine Bürger kollektiv einschränkt. Also kurz gesagt bevormundet was wir in welchem Mass produzieren und konsumieren dürfen. Ja auch wir haben 2 Autos, fliegen 2x im Jahr mit den Kindern in die Ferien, kaufen alle 2 Jahre neue Handys.
    Aber so kann es nicht weiter gehen. Und nur das jeder ein bisschen freiwilliger Umweltschutz versucht löst absolut das Problem nicht. Wir müssen eingeschränkt werden. Freiwillig mache ich es ja auch nicht.

    • Ralf Schrader sagt:

      Die Zukunft hat schon begonnen und um den dreifach zu grossen Ressourcenverbrauch der westlichen Staaten zu stoppen gibt es genau zwei Lösungen:

      Die der Vernunft in Form eines geregelten Herunterfahren des Wohlstandes auf 30% Ist, oder der chaotischen, gewaltsamen Lösung. Dies zu entscheiden, bleiben noch ein paar Jahre, aber nicht mehr sehr viele.

      • Diego de campo Verde sagt:

        Geehrter Schrader. In den 80’er holten wir uns auf der Strasse gegen die „Bullen“ blutige Nasen, weil wir dank Greenpeace „wussten“ (!) dass wir nur noch 20 Jahre Öl, und überhaupt wenn wir so weitermachen, die ganze Erde in 10 Jahren kaputt und unbewohnbar sein wird! (Die Ignoranten wollten das einfach nicht begreifen!) Nun ja … 35 Jahre später leben wir immer noch aber es sieht so aus dass jemand wieder mal weiss wie lange es noch „dauert“.

        • Dieter sagt:

          Hiermit wird abermals dieses mal nicht von der SVP , sondern auch von den Grünen und deren Lobby Angstmacherei betrieben , wie damals vor 30 Jahren zum vermeintlichen Waldsterben ! Selbst bei einer Zustimmung zu dieser Initiative wird die Schweiz keine grüne Insel unter einer Käseglocke werden .

  • Roland K. Moser sagt:

    In der Schweiz ist nicht der pro Kopf Verbrauch sondern die Anzahl Köpfe das Problem.
    5 Mio Schweizer und 3,5 Mio Einwanderer und Eingebürgerte. Werden die 3,5 Mio Einwanderer und Eingebürgerte repatriiert, sinkt der ökologische Fussabdruck der Schweiz um sagenhafte 40 %, da 3,5 Mio 40 % von 8,5 Mio sind.
    Weil anschliessend der Stromverbrauch nur mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, sinkt der ökologische Fussabdruck nochmals. Ich schätze nochmals mindestens 10 %. Wir wären dann also bei 50 %.
    Weder die Sozialisten noch die Feudalisten wollen das. Wieso?

    • Eli Habegger sagt:

      Moser will 3,5 Millionen Menschen ohne Schweizer Pass aus dem Land werfen? Das nennt sich wohl ethnische Säuberung. Zudem würde unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zusammenbrechen. Und da die meisten aus EU-Ländern oder anderen Ländern mit hohem Pro-Kopf-Verbrauch kommen, würde zwar der ökologische Fussabdruck der Schweiz reduziert, aber nicht der globale. Menschenverachtend und fachlich falsch ist die Argumentation von Moser.

      • Peter sagt:

        „Einwanderer und Eingebürgerte“. Moser will 2,5 Millionen Menschen ohne Schweizer Pass aus dem Land werfen, und 1 Million Menschen mit Schweizer Pass. Dass man auf 1 Million kommt muss man natürlich alle, deren Grosseltern eingebürgert wurden, auch als Eingebürgerte zählen.

      • Dieter sagt:

        Herr Moser möchte 3,5 Millionen Menschen ohne Schweizer Pass aus dem Land werfen , dies muss abgelehnt werden . Doch ebenso muss die und ausgerechnet von der GP angestrebte Politik zu einer absolut freien Zuwanderung abgelehnt werden da diese Ideologie jegliche Bemühungen zum Umweltschutz wieder neutralisiert ! Insgeheim geht es der GP somit nicht um Klima-und Umweltschutz sondern um die Veränderung der Gesellschaft möglichst von oben staatlich verordnet !

    • Andy sagt:

      Wenn man alle Schweizer ausweisen würde, sänke der ökologische Fussabdruck noch deutlicher. Denken vor Schreiben ist empfehlenswert.

    • Paul Levi sagt:

      Immer die ewig gleiche Leier. Aber immer der genau gleiche Quatsch. Selbst wenn das politisch und wirtschaftlich überhaupt auch nur ansatzweise möglich wäre, dass man 3.5 Mio Leute rausschmeisst, bringt das ökologisch gesehen gar nichts! Diese Leute lösen sich ja nicht in Luft auf, die würden ja genau gleich konsumieren. Der Verbrauch der Schweiz wäre dann kleiner, aber wir hätten immer noch die genau gleiche Wegwerf- und Verschwendungsgesellschaft die zu viele Ressourcen braucht.
      Ihr Vorschlag ist also nicht umweltbewusst und vor allem absolut nicht umsetzbar. Also bitte Träumen Sie weiter von einer Schweiz nur für reine Schweizer aber verschonen Sie uns damit. Wer würde denn übrigens in so einer Schweiz die „Drecksarbeit“ machen? Gehen Sie dann auf den Bau arbeiten?

    • Ralf Schrader sagt:

      Die Schweiz ist ein relativ dünnbesiedeltes Land, dessen Bewohner einen 3- fach zu grossen ökologischen Fussabdruck aufweisen.

    • Ben sagt:

      ….man könnte ja die Schweizer repatrieren dann sieht Ihre tolle Bilanz noch viel besser aus….

  • Hans Lips sagt:

    Alle reden um den Brei herum.Und man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Einwanderungsstopp, die Reduktion der überindustrialisierten Schweiz (per capita Leistung 50% höher als Deutschland)stopp der Singapurisierung des Landes, Abbau von mindestens einer Million Ausländern(seit 1950 sind 7 Millionen eingewandert und drei geblieben, wovon eine Mio eingebürgert)-Machen wir das so reduzieren wi r den CO2 Ausstoss um 15 bis 30 Millionen Tonnen pro Jahr.Allereden nur drum herum, statt Fakten zu sehen.Und jetzt wird noch mein Beitrag behindert.

    • Paul Levi sagt:

      „Abbau von mindestens 1 Mio Ausländer“? Nur schon diese Sprache ist menschenverachtend. Sie verkleiden Fremdenfeindlichkeit als umweltfreundliche Tat, aber dabei ist es glasklar, dass dies null und nichts bringen würde, da dann diese Mio Ausländer zu hause genau gleich konsumieren würden.

      • Tim Meier sagt:

        Natürlich bringt das was. Es geht um die Reduktion in der Schweiz. Was ausserhalb geschieht, interessiert nicht. Die limitierte Sichtweise der Initianten entlarvt sich so selbst.

        • Paul Levi sagt:

          Sorry, aber klar interessiert auch die Reduktion im Ausland. Nur ist es eine Tatsache, dass wir in der Schweiz leben und dass wir halt nur die Gesetze in der Schweiz ändern können. Da die Schweiz sehr viele Waren aus dem Ausland importiert, haben unsere Aktionen in der Schweiz sehr wohl einen Einfluss aufs Ausland. Angenommen wir würden nur noch Elektroautos zulassen (was ökologisch nicht zwingend die beste Lösung wäre), dann müsste die Produktion im Ausland angepasst werden.
          Das ist eine grobe Unterstellung, dass die Initianten eine limitierte Sichtweise haben. Wenn schon ist die Einstellung von H. Lips limitiert.

          • Diego de campo Verde sagt:

            Hr. Levi. „…. dann müsste die Produktion im Ausland angepasst werden“ Lassen Sie mich mal rechnen: Gesamtproduktion Automobile 2015 Weltweit = ca. 90 Mio, Inverkehrsetzungen 2015 CH = ca. 400’000. Das sind 0.4% (Null-komma-vier-prozent !) Ja, ich denke auch, so ein Boykott unsererseits würde die Welt-Automobilindustrie in ihren Fundamenten erschüttern! Was sage ich. Zerstören!

          • Paul Levi sagt:

            @Diego de campo Verde: Es ist gar billig über das Witze zu machen. Es ist auch gar einfach zu sagen, dass wir zu klein sind, um auf die Umwelt einen Einfluss zu haben. Genau weil das bisher alle gesagt haben, haben wir jetzt diese Probleme.
            Die Schweiz mag Einwohnermässig klein sein, aber finanziell mischen wir bei den Grossen mit. Es mag sein, dass 400’000 Autos kein grosses Gewicht haben, aber trotzdem haben Firmen wie BMW oder VW dafür gekämpft, dass keine Parallelimporte zugelassen werden, denn scheinbar kann man in der Schweiz gutes Geld verdienen. Unser Einfluss mag klein sein, ist aber durchaus vorhanden.
            Schlussendlich muss ja jeder selber wissen, wie er lebt. Wenn Sie sich um die Umwelt foutieren, da wir eh zu klein sind, dann nur zu, ich jedenfalls kämpfe dagegen.

      • Dieter sagt:

        Soweit gebe ich ihnen recht . Doch ebenso menschenverachtend sind grüne Ideologien , welche einerseits als Mittel zum Zweck eine möglichst hohe Zuwanderung anstreben , um im Nachhinein als Folge der hohen Bevölkerungsdichte weitere Einschränkungen des einzelnen Mitmenschen zu fordern . Doch wenn nun unser Wohlstand mit diesen grünen Ideen abgewürgt wird , wird sich auch letztendlich die grüne Ideologie mit dem Wunsch nach einer Multikulturellen Gesellschaft nicht erfüllen , ausser man importiere absichtlich weitere Sozialfälle .

  • Eli Habegger sagt:

    Dass ein Vertreter von Wachstum und Konsum, der mit seinem politischen Handeln, Gesetz um Gesetz zum Vorteil von Firmen befürwortet, welche ungezügeltes Konsumverhalten und Ressourcenverbrauch beflügelt, diese massvolle Initiative ablehnt, wundert wenig. Er ruft ‚kein Staateingriff‘, nie. Aber für eigene Anliegen, nutzt er diesen. Armeepflicht, Unternehmenssteuerreform 3, Kopfprämien bei Krankenkassen, etc etc. sind alles staatliche Regelungen. Wenn begreifen Müller und Co., dass in der Schweiz das Volk der Staat ist. Alle, auch die Wirtschaft hat sich an demokratische Regeln zu halten, zum Wohle aller. Wenn eine Mehrheit, mehr Sorge zu unserer wirtschaftlichen Grundlagen tragen will, damit wir uns auch in 30 oder 60 Jahren noch Energie, Wasser oder Holz leisten können, dann ist das so.

  • Stefan Moser sagt:

    Wenn jede Bürgerin und jeder Bürger in China, Pakistan, Indien, Thailand, Russland, Peru und Brasilien denselben Anspruch hat, Auto zu fahren, Strom zu brauchen, Fleisch zu essen wie wir – dann kollabiert unsere Gesellschaft und Krieg ist die Folge. Wer, wenn nicht wir, kann lernen, etwas intelligenter mit Ressourcen umzugehen? Verzicht Nein, Effizienz Ja. Und da kann man ohne Einbussen MASSIV sparen.

    • Diego de campo Verde sagt:

      Hr. Moser. Und genau da liegt das Problem. Die Bürger der von Ihnen aufgezählten Länder haben nämlich das Recht auf diese Ansprüche! Wollen Sie oder ich diesen Leuten das verbieten? Ziemlich arrogante Einstellung. Vor allem nachdem wir hier in Europa Jahrzehnte lang in saus und braus auf kosten aller gelebt haben. Und genau darum ist es fürs Weltklima irrelevant ob 8 Mio. Schweizer mit dem 40-Tönner oder dem E-Velo zur Arbeit fahren!

      • Beat sagt:

        Das stimmt wohl und trifft das Problem frontal.

      • Paul Levi sagt:

        Nee, verbieten wollen wir nicht und können es auch nicht. Aber wir können aufzeigen, dass es auch anders geht. Die Bürger in diesen Länder dürfen sehr wohl mehr Wohlstand haben, aber dieses Wohlstand muss nachhaltig sein, nur schon aus eigenem Interesse. Ein Chinese weiss z.B. jetzt schon, wie schlecht die Luft sein kann, da man z.B. in Peking die Kinder kaum mehr raus lassen kann. Auch ein Chinese will eine intakte Umwelt und klar will er auch Wohlstand. Beides ist möglich, aber halt nicht so verschwenderisch, wie es bisher war.
        Ist es denn keine arrogante Einstellung, wenn man sagt, die Länder dürfen auch ein bisschen die Umwelt schädigen, egal was mit der Erde passiert? Das ist ja einen total fatalistische Einstellung die ins Verderben von allen führt.

  • werner boss sagt:

    Nicht erwähnt wurden wie üblich all jene,welche schon seit Jahren gegen den Verschwenderstrom schwimmen und versuchen so wenig Ressourcen zu verbrauchen, wie das soziale Netz gerade noch zulässt! Und genau diese würden durch Preiserhöhungen noch bestraft! Die Grünen selbst, haben noch nicht kapiert dass der Mensch auf der nördlichen Erdhalbkugel zwangsläufig mehr Res. braucht, als auf der Südlichen und fördern munter die Völkerwanderung von Süd nach Nord !

  • sepp z. sagt:

    Die FDP bevormundet uns. FDP Bundesräte, die uns undemokratische Freihandelsverträge mit irgendwelchen Regimes aufzwingen. Gut beginnen sich die Bürger und die Linken gegen diese zu wehren, das völlig perverse und despotische TTIP ist gegen die Interessen der Grossfinanz und der bürgerlich neoliberalen Politik schon langsam Geschichte.

  • Sebastian Nussbaumer sagt:

    Erstaunlich! Die FDP löst das Problem mit der Methode, die schon seit Jahrzehnten versagt. Aber dieses Keiner muss, jeder kann liest sich halt auch wie Zuckerwatte, das muss ich zugeben.

  • Beat Matter sagt:

    Obwohl ich durchaus sympathien für den Liberalismus habe, sind es genau solche Texte die mich anwidern. Machen dürfen soll man alles, die Konsequenzen tragen dafür nicht. Sorry in Zeiten in denen die Swiss für ein Trinkgeld von Sion nach London fliegen will, ist „Eigenverantwortung“ nur noch eine Worthülse.
    Nebenbei frage ich mich ob Herr Müller mitbekommen hat, dass der Staat Bekleidungsvorschriften erlassen will…

    • Sarah Kohn sagt:

      Da gab es doch kürzlich die Meldung, dass gerade die Grünen am häufigsten in der Welt herumfliegen. Aber von Zürich ins Wallis nehmen sie natürlich den subventionierten öV. Und die Politiker haben das Gratis-GA. Ob ein paar Schweizer nach London fliegen, ist für das Weltklima absolut vernachlässigbar. Was dadurch an CO2 eingespart würde, wird in China oder Indien in einer Stunde ausgestossen.

      • Paul Levi sagt:

        Ziemlich egoistische Einstellung. Jeder Mensch trägt eine Verantwortung. Klar kann man immer sagen, dass ein paar Schweizer global gesehen nicht viel ausmachen. Doch wenn jeder so denkt, wird sich ja nie was ändern und man hat ja gesehen, wo das bisher hingeführt hat.
        Zudem darf man den Ausstoss der Schweiz nicht unterschätzen. Wie sind zwar ein kleines Land, verbrauchen aber Ressourcen wie mehrere grosse Entwicklungsländer.

  • Ben sagt:

    Nöö, das überlassen Wir viel lieber privaten Interessen. Da reden uns einzelne ins Leben und schreiben vor was gut und was schlecht für uns ist. All das noch rein durch die Menge an Kapital und persönlichem Einfluss auf den Staat der dann den Bürgern einfach die Rechte entzieht, auf private Akteure verweist (da können Wir nichts machen das ist privat…) und bei denen tritt man dann als Bittsteller auf… mich wiedert das ausschliesslich auf Profit basierende Zwängen bürgerlich neoliberaler ähh Volksver… und ja, ich mag diese asozialen entsolidariserenden individuellen Freiheiten nicht, den ohne diese hat man keine Freiheit, nur noch Zwang und Unterordung.

  • Rico Hauser sagt:

    In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern boomt die Wirtschaft mit jährlich 10 % Wachstum unter entspr. Energie- und Rohstoff-Mehrverbrauch. Und wir sollen „dank“ Initiative mittelfristig auf den Lebensstandard Boliviens, Malis, Zaires oder Bangla Deshs herabgezwungen werden ? Man denke nur ans KVG: Damals wurde uns versprochen, die KK-Prämien würden sinken, in Wirklichkeit haben sie sich fast verdoppelt. Im Zweifel NEIN zu solchen Regenbogen-Phantastereien !

    • Paul Levi sagt:

      Das ist reine Panikmache, dass wir plötzlich einen Lebensstandard wie solche Länder haben sollten. Nur wenn unsere Wirtschaft nachhaltiger und unser Konsum sinnvoller wird, wird der Lebensstandard nicht auf Entwicklungslandniveau sinken.
      Wo genau ist der Zusammenhang zum KVG? Es gibt keinen! Was Sie uns damit sagen, ist nur, dass Politiker lügen.

  • Martin sagt:

    Der Bürger hat keine Zeit und Lust, sich im Geschäft darüber Gedanken zu machen: „Was soll ich kaufen, damit es nicht umweltschädlich ist.“ Wenn die Unternehmen es schaffen, dass bspw. Farblacke 100% biologisch abbaubar sind, aber die gleiche Leuchtkraft wie andere Lacke haben, muss der Käufer nicht darüber nachdenken. Beim CO2 Ausstoss verhält es sich so: Das meiste CO2 weltweit (ca. 40-50%) wird von Kohlekraftwerken ausgestossen. In der CH gibt es Geothermie Projekte. Sollten diese gelingen, könnte die gesamte Fernwärme von Städten so aufgeheizt werden. Das wäre weniger CO2. Ich würde es begrüssen, wenn Unternehmen umweltverträgliche Produkte produzieren würden und noch mehr rezykliert würde. Aber der Bürger sollte in keiner Form bestraft oder gezwungen werden.

    • Diego de campo Verde sagt:

      Hr. Martin. Darf ich Ihnen ein Beispiel für „umweltverträgliche Produkte“ liefern? Putzmittel! Diese modernen Mittel sind zwar biologisch abbaubar und vermutlich kann ich diese Mittel auch bedenkenlos trinken, aber reinigen (notabene ihre Aufgabe!) tun diese Produkte genau gar nicht mehr!

      • Paul Levi sagt:

        Sie scheinen aber wenig Ahnung zu haben. Die auf pflanzlichen basierten neuen nichtionischen Tenside sind gut biologisch abbaubar und haben vielleicht nicht gleiche Reinigungskraft wie ältere Putzmittel, aber bei weitem genügend. Nach Ihrer Logik würde man heute immer noch alles mit Javelwasser putzen. Denn dort die Reinigungswirkung und Desinfektionswirkung sensationell, nur wird alles mit Chlor vergiftet. Wieso putzen Sie denn zu hause nicht mit Javelwasser? Keine Lust auf ein bisschen Gift? Solange es Sie nicht direkt schädigt, spielt es plötzlich keine Rolle mehr?

  • Sander Wermelinger sagt:

    Müller schreibt „Konsumverzicht aus eigener Überzeugung ist Vernunft“, wohlwissend, dass weder ihm noch einer Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung diese Form der Vernunft innewohnt.
    Und genau aus diesem Grund ist es richtig und wichtig, dass hier eine Form der staatlichen „Bevormundung“ stattfindet.
    Denn genau das drückt der Begriff der Vormundschaft ja aus: Jemanden der selber (noch) nicht in der Lage ist vernünftige Entscheidungen zu treffen zu schützen.

    • Nicolas Richard sagt:

      Und wer bitte soll dann für den Bürger Entscheidungen treffen, Preise ansetzen und Steuern erhöhen? Die Politiker und Funktionäre, die nachgewiesermassen den viel höheren ökologischen Fussabdruck haben als der Normalo mit 5000 Fr. Einkommen? Das kennen wir doch: Wasser predigen, Wein trinken. Dazu würde die CH-Industrie, die schon heute sehr ressourcenschonend und energieeffizient produziert, in ihrer Wettbewerbsfähigkeit noch mehr geschwächt.

    • Martin sagt:

      @Wermelinger: Nein, was Sie sagen, das ist die Hölle auf Erden! Wir haben schon genügend Bevormundung durch den Staat und zu wenig Gegenleistung! Rechte werden missachtet, wir müssen Abfall trennen, Gebühren für den Abfall bezahlen usw. Der „bio-Trend“ ist längst in der Wirtschaft angekommen. Nicht auf Druck hin, sondern aus Innovationswille. Nur gewisse Kreise machen daraus einen Lifestyle (die ganzen Öko-Hipster mit Bärten und Tattoos) und meinen, sie müssten es jetzt der gesamten Bevölkerung auferzwingen! Der Bürger soll in diesem Land noch leben, nicht funktionieren!

  • Kurt Gsell sagt:

    Bei Annahme der Initiative würde einerseits die Schweizer Wirtschaft stark benachteiligt. Produktionsstätten würden ausgelagert. Am Weltklima würde sich trotzdem nichts ändern, da global gesehen die Schweiz nicht einmal im Promillebereich etwas ändern könnte. Wer glaubt, dass eine „Vorbildfunktion“ weltweit Wirkung erzielen könnte ist ein Träumer.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wieso würde die Schweizer Wirtschaft benachteiligt? Die Ziele der Initiative liessen sich u.a. auch dadurch erreichen, dass der Transport von Gütern stärker besteuert würde – und es damit unwirtschaftlicher würde, Produkte wie Soja zu importieren. Richtig ausgestaltet wäre die Initiative sogar eine Chance für jenen Teil der Wirtschaft, der effektiv lokal produziert. Aber da die „Schweizer Wirtschaft“ ja vielfach nur noch aus steuerlichen Gründen in der Schweiz sitzt, ist da wohl nicht interessant..

      • Kurt Gsell sagt:

        C. Bögli: Auch wenn Sie hier versuchen zwischen „guter“ und „schlechter“ Wirtschaft zu unterscheiden, die Arbeitsplätze gingen trotzdem verloren. Die Chancen von denen Sie träumen gingen im Berg der Erschwernisse und Nachteile unter.

    • Martin sagt:

      @Gsell: Sehe ich auch so. Wir machen hier einen auf Spar-Max und in anderen Teilen der Erde, pusten sie das CO2 nur so in die Luft. Soll doch bspw. die UNO mal dafür sorgen, dass andere Länder so saubere Flüsse wie wir haben, so gute Kläranlagen, so wenig Kohlekraftwerke, so viel rezykliert wird, wie bei uns usw., dann können wir weiter schauen.

  • Marcel Akermann sagt:

    Verzichten ist zwar gut, bedeutet aber auch weniger Produktion. Weniger Produktion bedeutet weniger Arbeit! Spätestens dann, wenn die Arbeitslosigkeit rasant steigt, werden all diese gut gemeinten Ideen hinweggerafft und den Verursachern und Propheten geht es an den Kragen! Es empfiehlt sich also, Mass zu halten. Wer lang genug gelebt hat, weiss, zu was Massenarbeitslosigkeit und Armut führen!

  • Thierry Emanuel sagt:

    Herr Damian Müller, haben sie sich schon mal umgeschaut und tiefe Gedanken darüber gemacht wie sich die Menschheit gegenüber anderem Leben und dem Planeten selbst verhält? Mein gesunder Menschenverstand, und nicht mein Portfolio, sagt mir, dass wir Menschen einen Vormund brauchen!

    • Diego de campo Verde sagt:

      Warum nur der Schweizer? Warum nicht die richtig grossen Sünder? Wir 8 Mio. sind fürs Weltklima irrelevant. Kommen Sie mir nicht mit Vorbildfunktion, der Ami lacht sich doch über so einen Selbstkasteienden Schweden … ähh sorry … Schweizer doch kaputt. Oder versucht doch mal einen Vorstoss vor dem Nationalen Volkskongress in China!

      • Marcel Peters sagt:

        Doch, es geht um Vorbildfunktion. Sicher das bessere Argument als das Kindergarten-Argument „Die anderä dünd aber au nöd…“

  • Anita Hofer sagt:

    Die vom FDP-Ständerrat Müller propagierte „Eigenverantwortung statt Bevormundung“ hat sich in der Vergangenheit nie bewährt! Die Argumentation von wirtschaftlich/bürgerlicher Seite ist immer die gleiche Leerformel.
    Dass die Grüne Wirtschaft zum einen die Inovation fördert und nebenher noch zukunftsträchtige Arbeitsplätze schafft, will mangels Weitsicht nicht in die Köpfe der wirtschaftvertretenden bürgerlichen Politiker.
    Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz funktioniert heute leider nur mit staatlichen Leitplanken weil die von SR Müller hochgelobte Eigenverantwort an der Gier scheitert! Auch SR Müller sollte ich über die Grüne Wirtschaft etwas mehr informieren. Er könnte dann erkennen, dass die Einschränkungen vor allem im Kopf bestehen!

  • Christoph Bögli sagt:

    Wie üblich bei solchen Wirtschaftsvertretern findet man bei Damian Müller kein Wort über andere staatliche Eingriffe in den Markt namens Subventionen, bevorzugte Besteuerung für Unternehmen, etc. Alleine die direkte und indirekte Subventionierung von Nahrungsmitteln ist massiv, was zu künstlich reduzierten Preisen und damit höherem Verbrauch führt. Letztlich würde es also schon reichen, da effektiv mal den freien Markt spielen zu lassen um den Konsum von Fleisch und Co. deutlich zu reduzieren. Aber bei dem Thema will man bei FDP und SVP vom Liberalismus plötzlich nichts mehr wissen..

  • Rico Hauser sagt:

    Meine Frau kommt von den Philippinen. Sie berichtet, dass es dort bis vor einigen Jahren immer wieder unvorhersehbare Stromausfälle gab: Verdorbene Vorräte im Kühlschrank, Krimi am TV abgewürgt, Haare föhnen ade, Zubettgehen im Kerzenschein, Fabriken stehen still (Lohnausfall für die Angestellten) usw. Wollen wir dank dieser Initiative wirklich wieder zurück zu solchen Zuständen ? Bitte liebe Stimmbürger, überlegt Euch das ganz genau !

    • Gysel Thomas sagt:

      Also Ihre Panikmacherei ist ja unglaublich. Haben Sie überhaupt den Initiativtext gelesen? Was ist denn Ihr Rezept? Einfach so weitermachen und alles zu Grunde richten? Haben Sie das Gefühl, dass es uns und den nächsten Generationen dann besser geht? Vielleicht sollten Sie sich einmal kurz überlegen, um was es genau geht und wie es möglich ist, das Steuer vielleicht doch noch rumzureissen. Mit Ihrer Einstellung vermutlich nicht….

  • Anatol Beda sagt:

    Das Problem ist, dass nur die wenigsten bereit sind, irgendwo zu verzichten. Das tönt dann so:
    Fleischkonsum? Den lasse ich mir nicht verbieten!
    Auto? Ich will flexibel sein, da redet mir keiner rein!
    Ferien? Zweimal im Jahr fliege ich auf einen anderen Kontinent, man gönnt sich ja sonst nichts!
    Strom, Mobilität? günstig muss es sein, dann muss ich auch nicht sparen!
    -> und gleichzeitig bin ich für Umweltschutz und spende jedes Jahr dem WWF 50 Franken!!!

    …wenn wir nicht bald einmal beginnen, uns zu hinterfragen, hinterlassen wir unseren Kindern und Kindeskindern eine grosse Wüste. Eigentlich müssten wir alle bei uns selbst beginnen. Da das scheinbar nicht klappt, benötigen wir leider Gesetze.

    • Markus Tavina sagt:

      Solche Gesetze werden genau dazu führen, dass noch viel, viel mehr Menschen ihr Fleisch einfach in Deutschland einkaufen und dort tanken, Flüge buchen usw. Die Annahme dieser unsinnigen Initiative wird bei den Geschäften für alles Mögliche in Weil am Rhein, Jestetten, Konstanz usw. zu grossem Freudenjubel führen, denn es ist mit neuen Milliardenumsätzen zu rechnen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Man kann ja bei der Umsetzung der Initiative damit anfangen, den Autoverkehr generell und erst recht in/über das Grenzgebiet stärker zu belasten, dann vergeht den Leuten der Einkaufstourismus recht schnell. Zumal die deutschen Kapazitäten schon heute an ihre Grenzen kommen. Ob man im grünen Baden-Württemberg noch längere Autokolonnen am Wochenende will, ist ja langfristig auch eher zu bezweifeln..

    • Martin sagt:

      @Anatol Beda: Es gibt Berechnungen zu diesen ganzen Verhalten, die Sie aufgezählt haben.
      Der Individualverkehr inkl. Flugverkehr, macht gerade mal 25% vom weltweiten CO2 Ausstoss aus. Die Kühe für’s Fleisch sind noch weniger. Am meisten CO2 Ausstoss verursachen Kohlekraftwerke für die Stromproduktion. (ca. 40-50%) Diese könnte man ersetzen, ohne dass der Bürger einen Unterschied feststellen würde und ohne, dass er seine Lebensweise ändern müsste. Ein durschnittliches Einfamilienhaus benötigt gerade mal 4000 kW pro Jahr. Alle Haushalte der Schweiz verbrauchen ca. 1/3 des Stroms. Nicht die Haushalte und Bürger müssen sparen. Sparen muss man wo anders!

      • Anatol Beda sagt:

        Martin: Leider nein. Es ist natürlich bequem, wenn man sich vormacht, dass wir die grossen Probleme unserer Zeit lösen können, ohne unsere Gewohnheiten zu ändern. Gerade die Nutztierhaltung mit all ihren Konsequenzen ist wohl global das grösste Umweltproblem überhaupt. Da man sich aber nicht beliebt macht, dieses Kind beim Namen zu nennen, wird das Thema selbst von Umweltorganisationen gemieden. Logisch, denn die Spender von WWF und Co. wollen sich nach der Spende mit gutem Gewissen fühlen – und nicht hören, dass jeder Fleischesser nur dadurch eine vernichtende Ökobilanz aufweist:
        1 kg Rindfleisch verbraucht 15’000 l Wasser, die 12-fache Anbaufläche wie 1kg Getreide und Faktor 100 (sic!) Eigennahrung pro Kilo, dazu kommen massive CO2 und Methanausstösse

        • Martin sagt:

          @Beda: Das was ich geschrieben habe, das ist Fakt, keine Schönrederei! Die „Umerziehung“ auf Vegi, ist ein Wunschdenken, der Öko-Nazis. Einfluss wird es kaum haben. Zudem: Wenn niemand mehr Fleisch isst, essen alle Soja, Tofu usw. und das muss auch irgendwo angebaut werden.

  • Georg Baumann sagt:

    Angst vor der Zukunft hatten Menschen zu allen Zeiten. Es war immer falsch und wird aus heutiger Sicht belächelt. Der Lebensstandard stieg und steigt für alle Menschen, die Lebenserwartung wir immer höher.

    Wer heute Angst vor der Zukunft hat soll sich selber einschränken aber andere in Ruhe lassen.

    Ums das Jahr 1000 hatten die Leute Angst vor dem jüngsten Gericht und Weltuntergang, heute vor dem Ressourcenverbrauch, ist beides gleich dumm.

    • Marcel Peters sagt:

      Dumm ist höchstens Ihr Vergleich. Das jüngste Gericht ist empirisch nicht belegbar. Der Klimawandel und der überproportionale Ressourcenverbrauch jedoch schon. Wenn Sie das bewusst leugnen, sind Sie ein Paradebeispiel für einen ignoranten Menschen.

  • Christian Sprecher sagt:

    Lieber Herr Müller, wie die meisten Gegner der Initiative weisen Sie darauf hin, wie viel unsere Wirtschaft schon tut. Ja also, wenn die Wirtschaft schon genug tut, warum fürchten sie sich denn so sehr vor den Einschränkungen?Die Initiative gibt ein Ziel vor, Massnahmen braucht es erst, wenn das Ziel nicht erreicht werden kann. Haben Sie doch nicht so viel Vertrauen, dass man es ohne Zwang schafft, oder finden Sie es ok, dass wir 3.5 Mal mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde uns liefern kann? Wenn Sie schon behaupten, wir wären das innovativste Land, dann muss Ihnen als Politiker mehr in den Sinn kommen als: dann kaufen alle im Ausland ein! Das können doch SIE beeinflussen, dafür ist die Politik doch da!

    • Nicolas Richard sagt:

      Niemand weiss, wie viele Resssourcen die Erde birgt. Seit Jahrzehnten wird behauptet, die Ressourcen seien erschöpft. Dasselbe mit dem sog. ökologischen Fussabdruck. Alles grüne Ideologie, vom Mainstream nachgebetet. Sollen Energie- und Ressourcenverbrauch gesenkt werden, gibts nur ein Mittel: Bevölkerungswachstum stoppen, also Verhütungsmittel verteilen und Aufklärung in den Entwicklungsländern. Linke und Grüne waren gegen Ecopop. Viel lieber nehmen sie Migranten auf, die hier den viel grösseren ökologischen Fussabdruck haben als in ihren Herkunftsländern.

      • Christian Sprecher sagt:

        Sie meinen also, dass wir uns hier auf unserem Wohlstand ausruhen sollen (der ausserdem massgeblich darauf aufbaut Ressourcen in fernen Ländern auszubeuten) und als Beitrag zur Schonung der Umwelt die Grenzen dicht machen sollen, weil wir einen zu grossen ökologischen Fussabdruck haben? Eine solche Haltung ist doch der Gipfel der Arroganz!

    • K.A. Barett sagt:

      @Christian
      Viele von uns sind Masochisten, mit einem Hang zur Verschwendung. Wir zeigen also ein ambivalentes Verhalten. Sie schreiben „wenn die Wirtschaft schon genug tut, weshalb fürchten Sie sich denn so sehr vor den Einschränkungen?“
      Erstens: der Staat handelt meistens nicht „vernünftig“.
      Zweitens: die staatliche Bürokratie leidet unter einer unheilbaren Krankheit, genannt „Parkinsonsches Gesetz“. Diese ist unheilbar, weil der „Körper Verwaltung“ total damit infiziert ist.
      Der Staat „glaubt“, dass es sich bei der Wirtschaft um ein Übel handelt, das man (leider) nicht ausrotten kann.
      Also spielt es keine Rolle, wenn man ihr, der Wirtschaft, das Leben schwermacht.
      Fazit? Der Staat muss sich zurücknehmen!

  • Rico Hauser sagt:

    Meine Frau ist Philippina und lädt fast jedes Jahr eine(n) Verwandte(n) als Tourist(in) ein. Das dient der Verständigung und dem Kulturaustausch und schafft somit positive Werte nicht nur für die unmittelbar Beteiligten. Darum lassen wir uns das von den Grünen nicht wegnehmen: In Europa hat sich der Ressourcenverbrauch weitgehend stabilisiert, während er vor allem in Übersee rasant steigt. Daher lassen wir uns kein schlechtes Gewissen einreden.

    • Marcel Peters sagt:

      Der Ressourcenverbrauch hat sich in Europa weitgehend stabilisiert? Haben Sie dazu auch nur eine Quelle? Zudem sagt das wenig aus, wenn das Niveau trotzdem noch viel zu hoch ist, sprich mehr als eine Erde für all die Ressourcen braucht. Sie werden auch noch in Zukunft fliegen können und Leute einladen, müssen Sie halt an andere Orten etwas sparsamer leben. Sie können nicht alles haben. Viele Leute verstehen das nicht, bzw. wollen es nicht wahrhaben. Nach mir die Sintflut.

  • K.A. Barett sagt:

    Grüne Wirtschaft? Eine ideologische Mogelpackung. Der moderne, im Wohlstand lebende Mensch ist ein Hedonist. Er fliegt gerne, oft und billig über das Wochenende nach Barcelona oder auch nach New York. Das tun auch nicht wenige „Grüne“. Standardargument auf entsprechende Kritik? Die Flugzeuge fliegen so oder so! Da bleibt einem die Antwort im Hals stecken.
    Eine vom Staat kommandierte, „grüne“ Wirtschaft wäre eben eine Kommandowirtschaft. Höhere Kosten, geringere internationale Konkurrenzfähigkeit führen zu welchem Effekt? Zu sinkendem Wohlstand für jene, die auf dessen Verbessrung hoffen.
    Der Staat reguliert bereits heute viel zu viel. Das staatliche Korsett wird immer enger geschnürt. Das ist nicht im Sinne und im Interesse des Bürgers, der Bürgerin. Nur im Sinne der Ideologen

    • Marcel Peters sagt:

      „Der moderne, im Wohlstand lebende Mensch ist ein Hedonist“ Mit dieser Aussage bin ich vielleicht sogar einverstanden. Doch wie geht man jetzt damit um? Behaupten Sie ernsthaft, dass man den Hedonisten machen soll, er ist nun mal so? Soll er mithilfe seines egoistischen Hedonismus auf Kosten der zukünftigen Generationen leben? Was ist denn das für eine Argumentation. Natürlich soll er gezügelt werden. Da er es nicht selber tun kann (was Eigenverantwortung bringt sehen wir heute), muss er eben zu seinem Glück gezwungen werden, und zwar durch den Staat.

      • K.A. Barett sagt:

        @Marcel
        Natürlich finde ich den Hedonismus nicht zwingend gut. Er ist allerdings menschlich und nur auf der Basis eines soliden Wohlstandes für breite Bevölkerungsschichten überhaupt möglich. Insofern müsste man eine staatlich erzwungene „Grüne Wirtschaft“ begrüssen. Weshalb? Wenn das käme, was die Initianten anstreben, würde der Wohlstand auf breiter Front sinken. Dadurch hätte sich der Hedonismus von selbst erledigt.

        • Paul Levi sagt:

          Die Frage ist wie man Wohlstand definiert. Wenn man sagt, dass Wohlstand ist, dass man mehrmals jährlich für ein Weekend nach z.B. London fliegen kann, oder praktisch jährlich die gesamte Garderobe austauscht, oder dass man jährlich die neusten Handys kauft, dann ist das zweifellos übertriebener Wohlstand. Wenn man aber ein Leben führen würde, dass etwas nachhaltiger ist, z.B. die Kleider etwas länger braucht und diese ökologischer hergestellt sind und man auch mal ein Weekend am Zürisee anstatt in Dubai verbringt, dann lebt man immer noch in extremen Wohlstand im Vergleich zum Rest der Welt.
          Mit etwas weniger kann also immer noch in einem sehr hohen Wohlstand leben.

    • Christoph Bögli sagt:

      Gerade weil der Grüne den Verlockungen der modernen Konsumwelt auch nicht widerstehen will, weiss er leider, dass die von Leuten wie Damian Müller gepredigte Vernunft und Selbstbeschränkung eine lächerliche Illusion ist. Letztlich funktioniert sowas nur, wenn die Marktmechanismen genutzt und richtige Anreize gesetzt werden. Das kann im übrigen damit beginnen, dass das heutige Marktversagen behoben wird indem man Externalitäten korrekt einpreist und Subventionen streicht. Allein das würde zu wesentlich höheren Preisen bei Fleisch und Flugtickets führen..

  • Rico Hauser sagt:

    Die schwarzmalenden Szenarien hier („die Welt wird zur Wüste“ etc.) entlarven ausreichend die Ideologie der Initiativ-Befürworter: Angeblich lässt sich die Welt nur durch eine Diktatur retten, die den Konsum auf das Existenzminimum reduziert. Das würde den Verzicht nicht nur auf unseren Wohlstand, sondern auch auf unsere freiheitlichen und pluralistischen Traditionen bedeuten. Nur wird das durch einen Wortschwall aus wohlklingenden Mythen zu verschleiern versucht.

    • Paul Levi sagt:

      Der einzige der schwarzmalt sind Sie. Zuerst sagten Sie es gebe Stromausfälle, dann sagen Sie wir würden zum Entwicklungsland und jetzt werden wir zur Diktatur. Dabei wird ja demokratisch abgestimmt und die Massnahmen sind moderat und langfristig.

  • Gabi Bossert sagt:

    Wir missbrauchen mehr ERDE als uns zur Verfügung steht. Endloses Wachstum ist ein verlogenes, aber vor Allem zerstörerisches Versprechen. Niemand will seinen Wohlstand überdenken, seinen Ressourcenverbrauch, solange er bezahlbar bleibt und sogar noch an MEHR offen hält. Eigentlich könnten da nur noch drastische Massnahmen Einhalt gebieten, aber dann folgt der “ Bevormundungstrick „, der dann gilt, wenn die Wirtschaft und ihr politischer Filz für sich eine Gewinngefahr wittern. gilt ja auch nur in gewissen Fällen, im Überwachungsstaat der Schweizer Zukunft nicht mehr. Teuer wird es erst, wenn die Folgen des masslosen Konsums spürbar und noch sichtbarer werden. Dann schweigt aber die Geld- und Goldelite, ohne Verantwortung bürgen die kommenden Generationen.

  • Johannes Künzler sagt:

    Irgendwie hat das Inserat mit der Zwangsjacke ja auch etwas ‚Wahres‘. Die heutige Wirtschaft des Verschwendens, Zerstörens und Ausbeutens ist mit Wahnsinn eigentlich ganz treffend zu beschreiben! In die Zwangsjacke mit den Egoisten, die ein solches Wirtschaften betreiben, auf Pump leben in Saus und Braus, auf Pump bei den nachfolgenden Generationen.
    Denn: „Ohne gesunde Umwelt keine Wirtschaft, kein Überleben, nichts.“ Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises.

  • Hans Ott sagt:

    Sie schreiben: «Wir müssen selbst entscheiden, wo jeder Einzelne bereit ist zu sparen und zu verzichten.» Schön und gut, nur würde das nie und nimmer funktionieren!
    Es sollte doch auch Ihnen als jüngstem Ständerat klar sein, dass es leider immer Bürger gibt, die nicht bereit sind aus freien Stücken zu sparen und zu verzichten. Sie überlassen diesen Selbstverzicht noch so gerne ihren „dummen“ Mitmenschen, nehmen und kaufen sich aber selber weiterhin alles wonach ihnen gelüstet.

    Fehleinschätzungen sind das Vorrecht der Jugend. Wenn Sie einmal 32 Jahre älter sind, werden Sie die Zusammenhänge hoffentlich besser erkennen und einzuschätzen wissen.

  • Marcel Peters sagt:

    Legen Sie Ihre Scheuklappen mal zur Seite. Ist das wirklich ihr Ernst? Eigenverantwortung? Wirklich?? Schauen Sie, wie es heute läuft. Eine verschwindend kleine Minderheit denkt auch nur ein bisschen an die Umwelt und an zukünftige Generationen. Wir sind alles Egoisten, ich inklusive, und sie schlagen „Eigenverantwortung“ vor? Wie weltfremd ist das denn? Der Mensch muss manchmal zum Glück gezwungen werden. Deshalb befürworte ich diese Art von Bevormundung sehr gerne. Zudem, da Sie sich ja so gegen „Bevormundung“ wehren: Ist es nicht auch eine Art von Bevormundung, auf Kosten anderer Menschen und zukünftiger Generationen zu leben? (Ja, ist es.)

  • Christian Baumgartner sagt:

    Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht.
    Allerdings sind wir ehrlich.

    Der Schweizer Bürger verbraucht momentan 3.5 Erden pro Jahr. Der Ressourcen verbrauch nimmt Jährlich zu und nicht ab.
    Dies zeigt doch dass die Bürger nicht in der Lage sind selbstständig zu verzichten.
    Dass ist nur natürlich, denn jeder will mehr/- besser sein als sein Nachbar.

    Von selber lernen wir es nicht also muss der Staat einen Massstab vorgeben.

    das Ziel 1 Erde pro Jahr ist bis ins Jahr 2050 zu erreichen, das heisst wir können Jahr für Jahr die Zügel anziehen ohne dass wir es effektiv merken, so vermissen wir auch nichts wirklich.

    Ohne Gesetzt ist es leider nicht möglich.

    Der Mensch ist ein Egoistisches Tier welches immer mehr will ohne Dankbarkeit.

  • urs sagt:

    die Eingriffe, welche für Luft (in den 80ern), Gewässerschutz (in den 70ern) oder gar für den Waldschutz vor 150 Jahren gemacht wurden, übertreffen bei weitem die weit gefasste Zielsetzung hier. Der Waldschutz (wohlverstanden in einer Gesellschaft, in der noch Hunger herrschte) durchzusetzen, war eine Leistung, von der wir heute im höchsten Ausmass profitierte und offenbar gelang es der Politik, die Bevölkerung davon zu überzeugen (obwohl wirklich mit Verzicht verbunden). Ach ja, es war übrigens die Zeit, als die FDP noch die Mehrheit stellte, Probleme anging, staatstragende und zukunftsträchtige Lösungen fand….
    Nicht wie heute, eine Partei die meint, dass Steuersenken der Staats und Parteizweck sei, zukunftsgerichtete Politik (in welcher Richtung auch immer) konsequent verhindert wird.

  • Emil Eugster sagt:

    „Mit der Abstimmung über die Initiative «Grüne Wirtschaft» stellt sich folgende Frage an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz: Sind Sie bereit, Ihren Ressourcenverbrauch um 70 Prozent zu reduzieren? “
    So fängt der Kommentar von Damian Müller an. Diese Frage ist natürlich die falsch Frage. Ich unterstelle Damian Müller sogar, dass er das weiss.
    1. Die Reduktion des Ressourcenverbrauchs um 70% verlangt die Initiative bestenfalls zum Durchschnitt des pro Kopf Verbrauchs der Privaten. Wer keinen elektrisch beheizten Swimmingpool vor seiner Villa weit draussen auf dem Land und darum vier Grossmotorige SUV in der Garage hat, sondern mit der Familie in eine Vierzimmer Wohnung im Mehrfamilienhaus wohnt. ist schon weit unter dem Durchschnitt.
    2. Geht es nicht primär um Privatpersonen.

    • Rico Hauser sagt:

      Das erinnert mich an die damalige Argumentation bei den einkommensabhängigen KK-Prämien: Die SP versuchte damals die Initiative so zu verkaufen, dass sie behauptete, nur Grossverdiener müssten dann mehr zahlen. Der Mittelstand profitiere angeblich. Dass trotzdem keine Formel angegeben wurde, stimmte die Stimmbürger misstrauisch. Vermutlich deshalb wurde die Vorlage sehr klar verworfen. Das dürfte auch diesmal genau gleich ablaufen: Im Zweifel besser NEIN.

  • Emil Eugster sagt:

    3. Gehe ich davon aus, dass Herr Damian Müllerden Initiativtext gelesen hat.
    Nichts von alledem, was er hier beschreibt wird auch nur andeutungsweise darin verlangt.
    Es soll dem Stimmbürger Angst machen. Die Horrorszenarien sind erfunden und ausgeschmückt in einem Masse, dass man sich fragen muss, weshalb er es für nötig ansieht den Stimmbürger anzulügen.

  • Emil Eugster sagt:

    Jeder soll den Initiativtext lesen.
    Einsehbar unter admin dot ch : „Eidgenössische Volksinitiative ‚Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)‘ „

  • Marco Pignatelli sagt:

    Immer und immer wieder die gleiche Darstellung überregulierender Staat gegen selbstregulierende und selbstbestimmende Wirtschaft! Das eine ist eine Gefahr und das andere eine im besten Fall gut gemeinte Unwahrheit. Dieses Schemendenken verhindert Ansätze welche nötig wären in einer Welt die komplexer wird. So ist es allemal besser Intiativen zu lancieren und zu befürworten, welche ein Weiterkommen fördern als über den Staat zu jammern – er enge einem immer mehr ein! Die Autoindustrie hat seit zwei Dekaden das Knowhow für eine viel höhere Energieeffizienz aber produziert immer noch SUV’s welche eher einem Panzer ähneln als einem effizienten Fahrzeug und die Begründung dazu: wir haben Kunden die mögen dies!

    • Jan Svoboda sagt:

      Der Staat soll doch Dinge regulieren, oder fördern,die man selber und hier beeinflussen kann, z,B. weniger Chemie in der Landwirtschaft und Lebensmittel, Verbot der Verwendung der Antibiotika bei Tieren, bessere Kläranlagen die auch Hormone und Antibiotika filtern,u.s.w. , bestimmt aber nicht CO2 das die USA und Asien x mal mehr produzieren und damit die schweizer Reduktion wieder wegmachen. Und bestimmt nicht mit neuen Steuern oder Abgaben, wenn schon dann mit strengeren Normen bei den Autos, dazu aber haben sie den Mut nicht, die EU könnte ja böse sein.

  • Rico Hauser sagt:

    Schon x-mal haben die Grünen der Welt den Untergang prophezeit: In den 1970er Jahren warnte man vor einer neue Eiszeit, dann das Waldsterben, den UV-Tod wegen der Ozonschicht, dann wieder die Klimaerwärmung, trotz CO2-Neutralität ist man dennoch gegen Atomenergie, jedes neue Schädlingsbekämpfungsmittel wird kritisiert usw. Und trotzdem leben wir alle noch ! Der ewige Alarmismus zieht einfach irgendwann nicht mehr !

  • Res Marti sagt:

    Mit der genau gleichen Argumentation könnte man auch für die Abschaffung des Strafgesetzbuchs argumentierem. Jeder soll doch freiwillig auf das Morden und das Rauben verzichten, appellieren wir an die Vernunft und die Moral des einzelnen und ignorieren dabei das die Freiheit des Einen des Andere Zwang bedeutet. Liberal ist man in dieser Denkweise immer nur bei der eigenen Freiheit, und ignoriert zum Beispiel die Freiheit kommender Generationen.

  • F. Meier sagt:

    Lustig, es melden sich – wie zu erwarten – die, die fürchten, dass sie ihre Möglichkeiten, andere zu bevormunden, verlieren könnten! Das sagt eigentlich schon alles! Wer mit einer solchen Scheinheiligkeit auftritt, hat offensichtlich viel zu verlieren, nämlich viel zu viel akkumulierte Macht! Da helfen auch die nicht, die immer wieder den gleichen Blödsinn von sich geben, dass die Schweiz es eh nicht alleine schaffe, nur damit sie ihren rüpelhaften Lebensstil weiterführen können!

  • Jan Svoboda sagt:

    Panikmache zur Begründung neuer Steuern, es mag Klimaerwärmung geben,mit Sicherheit aber nicht wegen CO2. CO² bringt es in der Atmosphäre gerade mal auf einen Anteil von vier Zehntausendsteln, und vom gesamten Wärmespektrum der Erde absorbiert CO² nur drei schmale Bereiche und selbst die werden teilweise vom Absorptionsspektrum von Wasserdampf überlagert. Wie soll denn diese winzige Menge des CO2 die enorme Erdabstrahlung aufhalten und Treibhaus bilden?Das einzig wirklich wirksame »Klimagas« ist Wasserdampf. Wie wäre es mit eine Dusche-Steuer? Die Diskussion zeigt wie manche Leute völlig von der „Eco“ Ideologie verblendet werden.Auch die Eisdecke ist nicht geschmolzen, sondern sich nur verlagert vom Nordpol zu Südpol.

  • Jan Svoboda sagt:

    Laut NASA Studie vom 2015 ist die Eisdecke am Südpol vom 1992 dis 2001 um 112 Milliarden Tonnen zugenommen. Und Laut Uni Illinois hat die Gesamteisdecke der Welt wieder den Stand vom 1979 erreicht. Und jetzt prognostiziert die Uni Newcastle wegen nachlassender Sonnenaktivität sogar eine Klimaabkühlung.
    CO² ist ein natürliches Gas, das seit Millionen Jahren in der Atmosphäre vorkommt. Ohne Kohlendioxid gäbe es kein Leben, wie wir es kennen, denn CO² ist Nahrung und Dünger zugleich. Von der Zimmerpflanze über den Regenwald bis hin zum Getreidefeld kann nichts ohne CO² existieren. Und ohne Pflanzen könnten auch wir nicht existieren. CO² ist also eine unverzichtbare Nahrungsgrundlage für alles Leben auf der Erde.

    • Gabriele Fantoni sagt:

      Ja, CO2 ist Dünger auch für die Ozeanen, deswegen
      sind übersäuert. Die Konsequenzen sind gravierend.

      • Jan Svoboda sagt:

        das ist ein Märchen,diejenigen, welche diese These vertreten, sind im Prinzip selbst Leugner Sie leugnen Tatsachen, die längst als Stand der Wissenschaft gelten. Dabei werden teils plumpe Tricks eingesetzt, vor allem dann, wenn man es mit Laien zu tun hat, welche die Materie nicht kennen. Diesen setzt man dann oft falsche, im Prinzip als unredlich einzustufende Erklärungen und Pseudo-Experimente vor und führt sie dadurch in die Irre. Auf diese Weise werden dann Politiker, Lehrer oder Schüler indoktriniert. Ein häufig anzutreffender Kniff besteht darin, die komplexen Wechselwirkungen des realen Milieus „Meerwasser“ zu verschweigen und mit völlig unrealistischen CO2-Konzentrationen z.B. in Mineralwasser mit konzentrierten Säuren oder sonstigen unrealistischen Vorgaben zu arbeiten.

  • Jasmin sagt:

    Was soll den das wieder, grüne Wirtschaft auf kosten Schweizer Arbeitsplätze.
    Die einen sollen wieder einmal das Klima retten, während die anderen Privatfliegerei bewilligen wollen ( Flugplatz Dübendorf ) welch ein Hohn, sind sich eigentlich die Politiker noch sicher was sie wollen.
    Zur gleichen Zeit fordern in Bern die gleichen Politiker grüner Verkehr, Industrie und zu Hause. Aber dann einen Flugplatz Dübendorf zu öffnen für Privatfliegerei, dass ja wieder nur den Reichen und Superreichen zu gute kommt.

  • Martin sagt:

    Ich habe mir gestern die Arena angesehen. Leider konnte ich kein wirklich gutes Argument von Girod ausmachen. Wieso muss man eine grüne Wirtschaft erzwingen, mit Zielen, die so gar nicht möglich sind? Wieso lässt man es nicht einfach „sich entwickeln“? Selbst der Moderator hat auf die zweifelhafte „Erden“ Geschichte hingewiesen, welche in der Verfassung verankert werden soll! Also eine Initiative, die auf solchen Methoden beruht, werde ich auf keinen Fall annehmen; nie im Leben!

  • Peter B. sagt:

    Grüne Wirtschaft und Klimaerwärmung, das sind reine Utopien und Behauptungen um unter diesem Deckmantel eine gut getarnte neosozialistischen Umverteilung in Gang zu setzen

  • Christian Sprecher sagt:

    Wir verbrauchen zu viel. Von allem. Dass dies nicht ewig und für den ganzen Planeten aufgehen kann, müsste doch allen klar sein! Nun ist den Gegnern eine Zielvorgabe auf 34 Jahre (vierunddreissig!) zu ambitioniert – um im Handumdrehen zu behaupten, die Wirtschaft tue genug, die Initiative sei deshalb abzulehnen. Widersprüchlicher geht es nicht! Stehen wir ein, für eine nachhlatige(re) Wirtschaft, welche zum Vorreiter einer modernen Gesellschaft werden könnte! Wer, wenn nicht wir, welche seit Jahrzehnten Ressourcen im grossen Stil verschwenden, soll diese Vorreiterrolle übernehmen? Und Hand aufs Herz, glauben Sie wirklich, wir wären nicht innovativ genug, wegen dieser Initiative nicht in Armut zu verfallen?

  • Ruedi Meyer sagt:

    Aus welchem Passus der Iniative entnehmen Sie die Schlussfolgerung, dass bei deren Annahme der Ressourcenverbrauch um 70 Prozent zu reduzieren ist?
    Das ist doch wieder eine Panikmache, die leider viel zu viel verfängt.

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