Rechts aussen gibts keinen Klimawandel

Leben im Klimawandel: Robben und See-Elefanten leiden besonders unter den schmelzenden polaren Eisklappen. (Reuters/Alister Doyle)

Mitten im Klimawandel: Robben und See-Elefanten leiden besonders unter den seit langem schmelzenden polaren Eiskappen. (Reuters / Alister Doyle)

Anfang Mai hat die deutsche AfD in ihr Parteiprogramm geschrieben, dass es den menschgemachten Klimawandel nicht gebe. Donald Trump hält ihn für eine Erfindung der Chinesen. Die führenden Figuren der österreichischen FPÖ und der britischen Ukip bezweifeln den Klimawandel ebenso wie die Autoren des SVP-Kampfblatts «Weltwoche».

Warum eint die neuen rechten Bewegungen nebst ihrer Fremdenfeindlichkeit auch die Leugnung eines der grössten aktuellen Probleme (während weltweit ein Hitzerekord um den andern fällt)? In der Schweiz ist es üblich, «links» und «grün» zusammen zu denken, aber Umweltschutz ist kein per se linkes Anliegen. In Deutschland etwa ist manch ein Unionspolitiker «grüner» als der durchschnittliche Sozialdemokrat, und etwas bewahren zu wollen, ist ja im Grunde ein konservatives Anliegen.

Die Umweltbewegung hat ihre Wurzeln rechts, im nationalkonservativen Milieu. Das änderte sich um 1970, als sich mehr und mehr zeigte, dass es nicht genügt, schöne Natur in trauter Heimat zu schützen. Die Umweltbewegung politisierte sich, verband sich mit den Bürgerrechtsbewegungen ihrer Zeit und wurde zur gesellschaftsverändernden Kraft. Bald formierten sich aber auch die Antiumweltschützer. Ihre Heimat war in den USA die Industrie, ihre Partei die republikanische, ihr erster grosser Erfolg die Wahl Ronald Reagans zum Präsidenten im Jahr 1980.

In der Schweiz weckte die rekordhohe Zustimmung (93 Prozent!) zum Verfassungs-Umweltartikel 1971 den Widerstand der Wirtschaftsverbände, die das Umweltgesetz, das den Verfassungsartikel umsetzen sollte, 12 Jahre lang blockierten. Nachdem sie in Zeiten des Waldsterbens schliesslich unterlegen waren, entstand 1985 die aggressiv antiökologische Auto-Partei. Sie ist passé, aber viele ihrer Positionen sind im Establishment aufgegangen.

Warum sind viele der neuen rechten Bewegungen so konsequent antiökologisch – und vor allem gegen die Klimapolitik (dabei durchaus tierlieb)?

Zwei Thesen:
• Diese Rechte ist nicht konservativ im herkömmlichen Sinne. Sie vermischt Wertkonservatismus mit einer neoliberal-sozialdarwinistischen Weltsicht und bedient Abstiegsängste. Daraus resultiert eine Politik, die zuallererst nach dem eigenen Vorteil oder dem der eigenen Gruppe fragt (die Milchkuhinitiative war ein typisches Ich-zuerst-Anliegen). Ging es in der Nachkriegszeit darum, Heimat zu schützen, so haben die heutigen Umweltprobleme viel damit zu tun, dass die bisher Armen der Welt ihren Anteil an der Nutzung der natürlichen Ressourcen einfordern. Die verängstigten Satten wollen nichts abgeben, während Nachhaltigkeit, nimmt man sie ernst, die genau gegenteilige Haltung ist: das Bestreben, so zu leben, dass es auch für die anderen reicht.

• Der Neoliberalismus hat den Versuch, etwas über die Zukunft wissen zu wollen, als «Anmassung» diffamiert: Einzige Instanz, die «wissen» kann, ist der Markt. Das ist eine gute Ausgangslage, die Warnungen der Klimawissenschaften in den Wind zu schlagen. Aber die rechten Bewegungen gehen weiter. Sie haben oft eine starke Affinität zu verschwörungstheoretischem Denken – die AfD sowieso, die SVP immer mehr, von Trump nicht zu sprechen. Wenn es aber dunkle Kräfte gibt, die uns manipulieren, wenn die «Lügenpresse» Teil des Komplotts ist, dann ist man frei, nur zu glauben, was einem ins Konzept passt. Die Klimaleugner haben schon immer auf dieser Klaviatur gespielt: Was eignet sich besser, eine Verschwörung zu behaupten, als ein Phänomen von derart globalem Ausmass wie die Klimaerwärmung!

219 Kommentare zu «Rechts aussen gibts keinen Klimawandel»

  • emil petersen sagt:

    Das Baumsterben war eine linke Sache, dass das Öl ausgeht auch… El Niño kann gar nichts anderes als von links kommen…ergo kommt auch der Klimawandel von links… Am besten gefällt mir, dass Trump(f) meint, die Chinesen stünden dahinter…. Letztlich hat er recht, denn die haben so viel Staub im Land…. dass sich in der Tat das Klima ändert.

    • Regenbogenpolitik sagt:

      • 1 Energiewende ins Nichts
      • 2 Woran die Windkraft scheitern wird
      • 3 Das Märchen von der Elektro-Mobilität
      • 4 Deindustrialisierung & Arbeitsplatzvernichtung
      • 5 Wachstum, Verschuldung, Enteignung
      • 6 Ethik, Moral, Symposien
      • 7 Energie-Pleiten
      • 8 Beispiele von autarken Energieanlagen
      • 9 Dekarbonisierung

      eine Zusammenfassung von Marcel Hänggi wäre interessant

  • Peter sagt:

    Den größten Witz hat sich Trump geleistet. Klimawandel ist eine Erfindung der Chinesen aber die Begründung für den Antrag, eine Mauer um seinen Golfplatz in Irland zu bauen? Klimawandel. Viel besser kann man die Verlogenheit dieser Leute nicht darstellen.

  • Gregor Weber sagt:

    Wie kann man etwas leugnen, das empirisch nicht stattfindet?

    • Meret Bertschinger sagt:

      Wie kann man so einen Beitrag schreiben, obwohl die demokratische Mehrheit das Problem Klimawandel erkannt hat? – Sie leugnen sich die Welt zurecht, wies Ihnen grad passt. Ich will meine Heimat schützen und nicht an den meistbietenden verschachern. Deshalb engagiere ich mich für die Umwelt, denn Sie werden früh genug merken, dass Geld nicht satt macht.

    • Hans Jung sagt:

      Empirisch nicht stattfindet? Also ist z.B. ist das Schmelzen der Gletscher , obwohl augen- und offensichtlich, empirisch nicht bewiesen? Also wirklich jetzt, das beharrliche Ignorieren von längst bewiesenen Tatsachen grenzt an kompletten Realitätsverlust.

    • Peter Herzog sagt:

      Wer sagt, dass der Klimawandel empirisch nicht stattfindet, ausser seiner Leugner? Sie machen es sich etwas gar einfach.

      • Pierre Pichler sagt:

        Webers Frage hat eine kurze Antwort: Man leugnet, dass der Klimawandel „empirisch stattfindet“. Gerade so, wie es Webers in Frageform gekleidete Behauptung auch tut. Eine solche geschickte Rhetorik weicht dem Argumentieren aus.

    • R. Raschle sagt:

      Wir glauben an oder leugnen Aussagen über Fakten, nicht die Fakten (die „Empirie“) selber und Sie, sehr geehrter Herr Weber, leugnen das empirisch überwältigend belegte Konvolut von Fakten, deren innerer Zusammenhang theoretisch verstanden wird und zusammengenommen „Klimawandel“ genannt wird. Dabei besteht unter den weltweit tätigen Klimaforschern eine ausserordentlich hohe Übereinstimmung darüber, dass es gegenwärtig markante Veränderungen des Klimas gibt und dass diese die Folge der Menge und der Formen der Nutzung physikalischer, chemischer und biologischer Ressourcen durch Menschen sind.

      • Emil Eugster sagt:

        Nicht aufregen Herr Raschle. Herr Weber wollte nicht über die Ursachen und Folgen, nicht über die Richtigkeit der Messungen usw. bezüglich des Klimawandels diskutieren.
        Er wollte bloss geistreich sein.
        Dass er geistreich sei kann ich, nur seiner Logik folgend, nicht leugnen.

    • August Schläpfer sagt:

      Sie sind wohl ein Klimaforscher Herr Weber und haben grosse Erfahrung auf diesem Gebiet, denn Sie scheinen sich Ihrer Sache sehr sicher?

    • Paul sagt:

      Barack Obama hat mal (frei übersetzt) gesagt: „Wenn Du zu 100 Ärzten gehst, und 99 davon sagen Dir: „Du hast Diabetes, Du solltest nicht mehr jeden Tag Speck und Doughnuts essen!“, dann wirst Du auch nicht sagen: „Ach, das ist doch nur eine Verschwörung. Diese 99 Ärzte stecken mit Obama unter einer Decke, weil sie mir meine Doughnuts nicht gönnen.“. Diese Anekdote wäre lustig, wenn es tatsächlich um Doughnuts ginge, aber es geht um den Klimawandel.“
      Wenn 99% der Wissenschaftler den Klimawandel anerkennen und den Menschen als plausible Ursache sehen, findet er dann empirisch tatsächlich nicht statt?

    • Michael sagt:

      Sie geben hier Ihr Glaubensbekenntnis ab, der Autor spricht aber von Wissenschaft

    • Peter sagt:

      Vorteilhafterweise versteht man, was „empirisch“ bedeuted bevor man kommentiert: empirisch = „wissenschaftliche Erkenntnis (zum Beispiel aus Versuchen entnommen), die nachvollziehbar beschrieben wird beziehungsweise wiederholbar ist.“ Es ist empirisch erwiesen, dass sich das Klima WANDELT. Nimmt man eine Basistemperatur z.B. von 1900, dann hat sich das Klima seither gewandelt mit wärmeren Sommern, schmelzenden Gletschern und schwereren Unwettern. Es spielt überhaupt keine Rolle, was die Ursache dafür ist, denn die Zukunft kommt uns entgegen, die Vergangenheit können wir nur als Chance zu Lernen brauchen. Und dass jemand es einer anderen Nation anhängt und danach das gleiche Argument für seine Zwecke einspannt ist klar Verleugnen.

  • Edwn Moser sagt:

    Lieber Marcel
    danke für den interessanten Artikel.
    Wie kann es sein, dass eine sogenannte Volkspartei, wie die SVP mit ihrer Anti-Umweltpolitik damit durch kommt und so daran mit schuldig ist, dass die Lebensgrundlage der Bevölkerung und ihrer Wähler zerstört. Warum kommen sie damit durch, Wege zur Energie-Sicherheit zu blockieren, indem sie weiter auf fossilie Brennstoffe setzen? Wie kann es sein, dass der Klimawandel abgestritten oder bestenfalls ignoriert wird, wenn doch die Bauern darunter schon jetzt leiden? Wird die SVP zu sanft angefasst? Werden die wirklich wichtigen Themen wie wir in Zukunft leben können (z.B. Wachstum, Klima, Zersiedelung, Energiesicherheit) zu wenig hoch priorisiert?

    • Dani Keller sagt:

      Inwiefern wird die Lebensgrundlage der CH Bevölkerung zerstört? Ist das Mittelland ausgetrocknet?
      Inwiefern leiden CH Bauern schon jetzt? Weniger Erträge?
      Bitte um konkrete Beispiele. Danke.

      Ihnen ist hoffentlich nicht entgangen, dass die Vegetationszeit grösser wurde?

      • Andy sagt:

        Das ist ja das gemeine: Nicht überall sind die Auswirkungen gleich, sie sind auch nicht für alle negativ, einige können davon profitieren. Möglicherweise gibt es Bauern die nun eine zusätzliche Ernte einfahren können. Doch es wird schwierig vorauszusehen ob die längere Vegetationszeit nicht von Trockenperioden, Sturm und Hagel wieder zunichte gemacht wird. Und selbst wenn das Klima uns in der Schweiz Vorteile bringt sind wir keine Insel. Falls die Klimaveränderungen zu Kriegen und Flüchtlingsströmen führt, betrifft uns das auch.

        • Tim Müller sagt:

          Nur weil man eine Geschichte immer und immer wiederholt, wird sie auch nicht wahrer. Seit Millionen von Jahren gibt’s Extremwetter und Klimaschwankungen. Damals noch ohne Oekofundis und Autos. Wer sich mal wissenschaftlich damit auseinander setzt, merkt, dass „der Klimawandel“ schlichtweg nicht belegt werden kann. Warum wohl äussern sich die Klimatologen (nicht Demagogen…..) diesbezüglich sehr zurückhaltend? Ah ja, und schon vergessen, dass die linken und grünen Weltverbesserer von der UNO alle höher gelegenen Messstellen entfernen liessen, damit die Durchschnittswerte höher ausfallen? Alles belegt mit Protokollen, Aufnahmen und Fakten. Die ganze Klimadiskussion erinnert mich an die „Strahlenopfer“, welche Kopfweh bekommen, wenn sie eine Antenne sehen…..

          • Reto Stadelman sagt:

            Mich interessiert nicht, ob es schon vor 20’000 Jahren einen Sommer gab der so warm war und ob sich das alle 300 Jahre wiederholt hat.
            Mich interessiert, wieso in den letzten 100 Jahren solche Sommer alle zwei bis drei Jahre aufgetreten sind. Tendenz: Steigend.
            Für den Planeten mag das nur ein laues Lüftchen sein, aber für uns Menschen ist der Faktor Zeit entscheidend. Wenn so eine Veränderung in wenigen Jahrzehten passiert, kann das für uns katastrophale Folgen haben. Und darum sind ihre Aussagen auch sehr unüberlegt.

          • Andy sagt:

            Interessantes Argument, das mit dem Entfernen von höher gelegenen Messstellen. Ich habe versucht die genannten Protokolle, Aufnahmen und Fakten zu finden, habe aber vermutlich mit den falschen Begriffen gesucht. Können Sie mir helfen diese Quellen zu finden?

          • Reto Stadelman sagt:

            @Andy
            Das dürfte in den entsprechenden Studien in der Methodologie zu finden sein. Dann muss man nur eine ältere Studie mit einer neuen vergleichen. Sofern es stimmt, was ich mir aber durchaus vorstellen kann. Das heisst aber noch lange nicht, dass die neuen Studien weniger verlässlich sind. Wie schon geschrieben: Lesen sie die GANZE Methodologie dieser Klimastudien. Da werden Sie geholfen.

        • Dani Keller sagt:

          http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-macht-die-welt-gruener-a-1089850.html

          Wäre der Klimawandel schädlich für die Bauern, dann würden schon über längere Zeit kleinere Ernten eingefahren worden sein (lokal und weltweit). Das Gegenteil ist der Fall.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Dani Keller
            Haben Sie den GANZEN Artikel gelesen? Am Ende steht das entscheidende: Das ist nur ein VORÜBERGEHENDES Phänomen. Die Pflanzen PASSEN sich an den CO2 Gehalt AN, so wie sich unser Körper an einen tieferen oder höheren O2 Gehalt gewöhnt.
            Das ist eben genau das Problem mit den Leugnern des menschgemachten Klimawandels. Sie lesen nur das was ihnen passt!

      • Emil Eugster sagt:

        Schweiz aktuell von gestern:
        Wegen des ungewöhnlich vielen Regens sind ein Viertel der Erdbeerpflanzen eingegangen und die Ernte ist deshalb kleiner als letztes Jahr.

        Falls aufgrund des Klimawandels bei uns solche Wetterlagen öfters vorkommen und stärker werden, hat das negative Folgen auf den Ertrag, obwohl die Vegetationszeit länger wird. Da pflanzen die Bauern halt Brennnesseln an, die können mit viel Wasser umgehen. Brennnesselspinat ist ja sehr gesund – die Kinder werden sich freuen.

        • Dani Keller sagt:

          Der angeblich vollumfänglich vom Mensch verursachte Klimawandel seit der Industriealisierung müsste demzufolge einen deutlichen Ernterückgang zur Folge gehabt haben, oder?
          Die Welt ernährt heute soviele Menschen wie noch nie, trotz oder wohl gerade eben wegen des ach so bösen Klimanwandels.
          PS: wenn Sie die Erdbeer Ernte eines Jahres in der Schweiz mit dem Klimawandel in Verbindung bringen wollen, ist das nur noch abenteuerlich.

          • Emil Eugster sagt:

            „Der angeblich vollumfänglich vom Mensch verursachte Klimawandel seit der Industriealisierung müsste demzufolge einen deutlichen Ernterückgang zur Folge gehabt haben, oder?“
            Das ist nun eine sehr gesuchte falsche Auslegung meiner Aussage.
            Möchten sie uns weiss machen, sie glaubten die Produktivität der Landwirtschaft sei von einem einzigen Faktor abhängig?
            Aussagen, die sie mir in den Mund legen, die ich nicht gemacht habe:
            1. Der Klimawandel sei vollumfänglich vom Mensch gemacht.
            2. Der Klima sei der einzige Faktor, der sich auf die Produktion der Landwirtschaft auswirkt.
            3. Ich würde die Ernte eines Jahres eines Produkts mit dem Klimawandel in Verbindung bringen.
            „Falls aufgrund des Klimawandels bei uns solche Wetterlagen öfters vorkommen und stärker werden,“ steht da …

          • Emil Eugster sagt:

            …, also umgekehrt.
            Diese Wetterlage hat die Ernte negativ beeinflusst. Woher diese speziell kommt, dazu habe ich mich nicht geäussert.
            Hingegen „Falls aufgrund des Klimawandels bei uns solche Wetterlagen öfters vorkommen und stärker werden,“ kann es sein, dass die Ernte öfters schlecht ist und das Produkt ersetzt werden muss. ZB. mit Brennnesseln.
            Geben sie sich das nächste mal etwas mehr mühe beim lesen der Kommentare und vor allem beim verstehen.
            Einfach ein paar Worte aufschnappen und dann irgend etwas gelesenes hier wiederholen funktioniert nicht.

      • Max Bruppbacher sagt:

        @Keller gehen sie auf die Website des Bafu und suchen sie nach dem Bericht „Klimaänderung in der Schweiz, 2013“ dort ist alles was sie wissen wollen mit wissenschaftlichen Quellen in einfacher Sprache zusammen gefasst..

  • Edwin Moser sagt:

    sorry, kleiner Fehler: fossile statt fossilie. – bitte um Korrektur – Danke

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    doch. es gibt den klimawandel. nur. werter herr hänggi. sie wissen besser als ich, dass ihre wissenschafts-kollegen diesbezüglich meinungen portieren, die diametral von einander abweichen. per dato reichen die empirischen werte hinten und vorne nicht aus, um schlüsse zu ziehen, ob die klima-veränderung gemessen an der vergangenheit „normal“ abläuft, oder durch menschliche einflüsse beschleunigt wird.

    • Meret Bertschinger sagt:

      Sie haben die Arbeitsweise der Wissenschaft nicht begriffen. Wenn ich ein Vertrauensintervall von 95% habe, welches in der Wissenschaft als gesicherte Erkenntnis gilt, muss es 5% der Studien zum Thema geben, die zu falschen Schlüssen kommen. Vielleicht sollten Sie mal ein paar Mathematik-Vorlesungen an der ETH buchen, um etwas über Statistik zu lernen. Aus diesen 5% Studien, welche dem Rest widersprechen ein Drama zu machen, das ist Hexenjagd und unseriös.

      • Dani Keller sagt:

        Dann irrt die Wissenschaft also nie… auch bei 95% unmöglich?
        Problematisch ist doch eher, wie diese 95% zustande kommen. Es gibt wohl kaum ein anderes Wissenschaftsgebiet, welches in so grosser finanz. Abhängigkeit vom Staat und staatsnahen Organisationen steht, wie die Klimawissenschaft. Könnte das nicht der Grund sein, dass man einen 95% Vertrauensintervall erreicht hat?
        Und ohne Bedrohungsszenario fliesst kein Geld, womit Wissenschaft und Politik einen höchst problematischen Pakt eingegangen sind (der eine kreiert die Bedrohung, der andere generiert daraus Mehreinnahmen (Steuern/Abgaben)).
        Und in diesem Umfeld reden Sie von seriöser Wissenschaft? Ein Hohn gegenüber wirklich seriösen unabhängigen Forschern.

        • Stefan Egger sagt:

          Die Frage ist doch, wollen wir das Risiko wirklich eingehen? Wenn wir handeln, haben wir immerhin weniger Ressourcen verbraucht und weniger Gift in die Luft gepumpt. Auch wenn es den Klimawandel nicht gibt, haben wir unseren Kindern einen guten Dienst erwiesen. Wenn wir nicht handeln, steht uns bald vielerorts das Wasser bis zum Hals und dann werden wir erst erfahren, was Migration wirklich bedeutet.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            da gebe ich ihnen absolut recht, herr egger. es geht somit um „verantwortung“. und hier kann jeder einzelne was tun. ganz losgelöst vom wissenschaftlichen disput-; geschweige denn, vom politischen diskurs, wo man hauptsächlich mittels diffusen thesen und der verunsicherung der bevölkerung, geld scheffeln will.

        • August Schläpfer sagt:

          Von wegen seriöser Wissenschaft. Es ist schon lange bekannt, dass besonders in den USA vermeintlich unabhängige Wissenschaftler von der fossilen Energiewirtschaft finanziert werden, um Zweifel an den Klimawissenschaften zu streuen. Als Beispiel, eine Reportage über die Einkommensquellen von Dr. Willie Soon, einem der bekanntesten Klimaskeptiker, zeigt, dass dieser in den letzten zehn Jahren mehr als eine Million Dollar von Gas- und Ölfimen empfangen hat. Argumente, die einen wissenschaftlichen
          Eindruck erwecken und Klimaschutz als falsche Strategie darstellen, fallen bei vielen Leuten und auch Entscheidungsträgern auf fruchtbaren Boden. Das verwundert mich nicht sehr, denn es ist bequemer für uns Menschen zu denken, wir müssen nichts ändern.

        • Hannes Müller sagt:

          „Wenn ich ein Vertrauensintervall von 95% habe, welches in der Wissenschaft als gesicherte Erkenntnis gilt, muss es 5% der Studien zum Thema geben, die zu falschen Schlüssen kommen.“

          Das mit dem Vertrauensintervall läuft mathematisch allerdings anders.

        • Tom Schott sagt:

          da streiten sich aber zwei, die beide von vertrauensintervallen nicht allzu viel ahnung haben… 😉

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        frau bertschinger. sie blasen ins selbe horn, wie all die wissenschaftler, die sich hinsichtlich des themas komplett uneinig sind. machen sie sich mal etwas schlau. nur schon von hochschule zu hochschule behaupten die „experten“ von hüben bis drüben jeweils was anderes. was stimmt nun? also ich weiss es nicht. und ich denke, sie auch nicht.

        • Monique Schweizer sagt:

          Ach Rittermann: Es ist nicht so dass sich die Wissenschaft „komplett“ uneinig ist — das ist eine typische Klimawandelleugnerbehauptung. Nur weil ein paar von der fossilen Energieindustrie gekaufte Wissenschaftsnutten aus persönlicher Profitgier ums verrecken das Gegenteil behaupten und Leute wie Sie wollen diese angeblichen Zweifel noch streuen.

          • arnold gasser sagt:

            Ja klar, nur das Geld der Industrie korrumpiert. Dass man genehme Resultate liefert, um im Kreis der Kollegen und der nachplappernden Medien nicht geächtet zu werden und die gut bezahlte Stelle nicht zu verlieren, hat mit Korruption natürlich nichts aber mit seriöser Wissenschaft alles zu tun. Die ideologischen Fronten sind schon lange festgegraben, auf beiden Seiten. Diese Diskussionen arten mit Sicherheit jedes mal in quasireligiöser Raserei aus.

    • Peter Herzog sagt:

      Die Wissenschaftscommunity ist sich weitgehendst einig, dass der Klimawandel real und von Menschenhand gemacht ist. Nur weil ein paar von Industrie-Milliardären finanzierte, ultra-libertäre Thinktanks dagegen halten, heisst das noch lange nicht, dass die Meinungen „diametral“ auseinandergehen. Aber diesen Eindruck zu erwecken und Zweifel zu säen ist genau die Strategie, um noch die letzten Gewinne abzupressen, bevors dann wirklich ernst wird. Hat beim Tabak auch lange gut funktioniert.

    • Marcel Meier sagt:

      Genau wie die Experten der Tabakindustrie die Jahrzehntelang die Meinung vertraten Rauchen sei nicht gesundheitsgefährdend.
      Biss alles an den Tag kam und zumindest in den USA verurteilt wurden und Milliarden zahlen mussten.

      Gleiches Schema, gekaufte Experten die die öffentliche Meinung zu manipulieren versuchen, mit Klimawandel, Abgasskandal bei den Dieselfahrzeugen etc.

      • Dani Keller sagt:

        Gerade die Tabakindustrie ist ein schönes Beispiel, dass finanzielle Abhängikeiten und „Wissenschaft“ zu unseriösen Ergebnissen führen.
        Wenn Wissenschaft und Politik sich voneinander abhängig machen wie beim Thema Klima (Bedrohungsszenario -> höhere Steuereinnahmen -> Finanzierung der Wissenschaft/NGO), darf man an den Resultaten durchaus zweifeln. Genauso, wie damals an den „nicht gesundheitsgefährdenden Studien des Rauchens“ der Tabakindustrie. Heute ist es einfach ein politisch-wissenschaftlicher Komplex, statt der Tabaklobby.

        • Andy sagt:

          Sie verdrehen das gehörig: An der Stelle der Tabakindustrie ist es nun die Öl- und Kohleindustrie, welche unseriöse Ergebnisse fördert.
          Ihr Sprung von Bedrohungszenario zu höheren Steuereinnahmen funktioniert ebenfalls nicht, das würde da bedeuten das weltweit die Politik geschlossen hinter Steuererhöhung steht. Ihr politisch-wissenschaftlicher Komplex gibt es nicht.

        • Max Bruppbacher sagt:

          1. Die wissenschaft wird nicht durch CO2 steuer bezahlt.
          2. Weshalb denken sie, dass klimawissenschaftler keine arbeit hätten wenn der klimawandel nicht stattfindet?
          3. verknüpfung von politik und wissenschaft ist tatsächlich sehr fragwürdig. Wird aber hauptsächlich unilateral von der politik her gemacht. Dinge wie Steuern oder co2 abgaben sind nicht auf die wissenschaft zurück zu führen..

        • Tom Schott sagt:

          was ist denn das für eine kuriose argumentation, herr keller? wenn mittels bedrohungsszenario tatsächlich das ziel angestrebt würde, mehr steuern erheben zu können, welchem politiker würde das nützen, wenn die mehreinnahmen gleich wieder für klimaexperten verbraten würden? welcher politiker sollte so eine steuererhöhung nur um der steuererhöhung willen unterstützen? damit macht ein politiker ja harakiri! seltsame argumentation!

    • August Schläpfer sagt:

      97 % der Klimaforscher sind sich einig, dass anthropogener Klimawandel Wir haben einen CO2-Anteil der Luft von 400 ppm, der somit so hoch wie er die letzten 800.000 Jahren nicht mehr war. Auch die Korallenbleiche zeigt deutlich, dass die Wassertemperatur in den Weltmeeren steigt.

    • Max Bruppbacher sagt:

      @Rittermann Ich arbeite seit 20 Jahren in der Klimaforschung und ich habe noch keine einzige seriöse Publikation gelesen welche dem Klimawandel wiederspricht. Nennen sie mir bitte die Wissenschaftler und deren publikationen mit den „diametral entgegengesetzten meinungen“

  • Peter B. sagt:

    Das Klima der Erde wandelt sich seit ewigen Zeiten, Eiszeit, Jura, Saurier…

    Nachdem der Klimawandel schon zu Saurierzeiten stattgefunden hat, ist es schlicht anmassend, für den Klimawandel die Menschheit „verantwortlich“ zu machen, reine und dumme Ideologie zur regulatorischen Bevormundung

    • Meret Bertschinger sagt:

      Ist es nicht. Es handelt sich um eine gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis. Was Sie tun ist Esoterik vom feinsten. Aber wenn Sie lieber Hellsehern, Pseudowissenschaftlern und falschen Predigern vertrauen, kann man Ihnen leider nicht helfen. Dass man so einen Quatsch erzählt, zeugt von sehr tiefem bis nicht vorhandenem Bildungsverständnis.

      • Dani Keller sagt:

        @Bertschinger:
        wenn Sie die Forscher des CERN (cloud experiment) als Pseudowissenschaftler oder Hellseher bezeichnen, könnte man das auch als Quatsch bezeichnen.

        • Max Bruppbacher sagt:

          @Keller Ich nehme an mit dem Cloud experiment spielen sie auf die svensmark hypothese an. denn das cloud experiment hat noch vieles anderes auch gemacht… Das Cloud experiment hat die svensmark hypothese nicht bestätigt. Es hat lediglich gesehen dass ein Teil der These im Labor nachgestellt werden kann. Die anderen zwei Teile wurden jedoch verworfen.. Bitte geben sie mir konkret an was sie damit meinen

    • Peter Herzog sagt:

      Das stimmt. So schnell wie diesmal gings aber noch nie, auch nicht in der Saurierzeit.

      Wir können froh sein, jetzt zu leben und nicht erst geboren zu werden. So müssen wir unser Leben noch nicht ändern und werden auch nie die vollen Konsequenzen der Entwicklung tragen müssen. Das überlassen wir getrost unseren Kindern und Enkeln.

      Diese werden sich wünschen, es hätte zur Zeit ihrer Eltern und Grosseltern etwas mehr „dumme ideologische Bevormundung“ gegeben. Aber eben, der Mensch ist nicht fähig, kurzfristig zu verzichten zu seinem langfristigen Vorteil. Nicht, wenn es Generationen übergreift.

      • Dani sagt:

        Ich bin zuversichtlich, denn Chrons und Mutter Erde werden auch das regeln und die Ignoranten werden wie die Dinosaurier aussterben.

  • Jonas Hostettler sagt:

    Ein neoliberales Dogma ist ja, dass alle davon profitieren, wenn nur jeder einzelne egoistisch nach seinem eigenen Vorteil sucht. Der bedrohliche Klimawandel kann aber nur verhindert werden, wenn alle mit Regeln und Gesetzen zu umweltfreundlichem Handeln bewegt werden. Der Klimawandel ist deshalb ein ganz einfacher Hinweis darauf, dass die neoliberalen Prinzipien in der Realität nicht funktionieren. Deshalb bevorzugen es viele, den Klimawandel einfach abzustreiten anstatt die eigene Ideologie zu hinterfragen.

  • Willi Villiger sagt:

    Die Sache ist viel einfacher: Der Klimawandel hatte bereits vor der industriellen Revolution eingesetzt, das heisst, bevor der Mensch CO2-Gase produzierte. Der Menschen-gemachte Anteil an der Erwärmung ist vermutlich verschwindend klein. Wie Herr Hänggi richtig schreibt, geht es bei der Klimapolitik gar nicht um Klima-Rettung, sondern diese dient als Vorwand, um ein gesellschaftspolitisches Programm globalen Ausmasses durchzusetzen: «… das Bestreben, so zu leben, dass es auch für die anderen reicht.»

    • Meret Bertschinger sagt:

      Was denken Sie? Als die Römer einen schönen Teil der Wälder Europas abholzten, sei dadurch kein CO2 in die Atmosphäre gelangt? CO2 ist kein Phänomen der Industrie alleine. Sehr viel CO2 wird durch veränderte Landnutzung freigesetzt. Und da die Römer massenweise Wälder abgeholzt und verbrannt haben, ist es nicht weiter erstaunlich, dass bereits damals eine kleine Erwärmung verzeichnet werden konnte. Es ist schon erstaunlich, wie Fakten zurechtgebogen werden von Klimaleugnern. Ich dachte mal, wir leben in einer aufgeklärten Zeit, aber das ist tiefstes Mittelalter was Sie treiben.

      • will williamson sagt:

        Was denken Sie? Könnte die kleine Eiszeit darauf zurück zu führen sein, dass keine Wälder mehr da waren, die das Klima weiter erwärmen konnten, weil die Römer alle abgeholzt hatten?

      • will williamson sagt:

        Das etwa 20 mal so klimawirksame Methan aus Sümpfen, Kuhdärmen und Termitenpopulationen spielt neben dem CO2 auch noch eine erhe bliche Rolle bei der Klimabildung. Hinzu kommt dann noch der Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung, wie Svensmark nachgewiesen hat.

        • Emil Eugster sagt:

          Das Methan kommt vermehrt aus den Sümpfen, weil der Mensch dort Torf abbaut und diese zum Landgewinn trockenlegt. Die vielen Kuhdärme produzieren viel Methan, weil die Population von Menschen hochgetrieben wird, weil jeder jeden Tag 5 grosse Steaks essen will, weil sie zu vom Menschen Hochleistungskühen gezüchtet wurden und weil sie falsch gefüttert werden.
          Kosmische Strahlung kann auch nur mit genügend feuchter Luft Wolken bilden. Die Feuchtigkeit der Luft hängt von ihrer Temperatur ab und diese wird vom Menschen in die Höhe getrieben indem er immer mehr Klimagase in diese hinzu bringt (zB. Methan aus Sümpfen und Kühen!)
          Merken sie die wo die Gemeinsamkeit ist?
          Es ist der Mensch, der das Klima beeinflusst.
          Es gibt noch viele andere Dinge die er tut. (Urwald abh. für Palmöl, Erdöl, usw

          • will williamson sagt:

            Das Methan kommt aus den Sümpfen, egal ob der Mensch Torf abbaut und die Termiten produzieren jede Menge Methan, egal ob der Mensch 5 Steaks am Tag isst. Ergänzend wären noch die Vulkane zu erwähnen. Der Ausbruch des Tambora 1815 in Indonesien hat der Nordhalbkugel 1816 das Jahr ohne Sommer beschert. Man schätzt, dass damals etwa 150 Kubikkilometer Material ausgestossen wurde. Allein daran kann man ersehen, was der Mensch im Vergleich für ein kleines Würstchen ist. Es scheint einigermassen vermessen, zu meinen, der Mensch könne einen Klimaanstieg verhindern.

          • Emil Eugster sagt:

            Beim Abbau und der Trockenlegung kommt viel mehr Methan in die Atmosphäre. Ebenso durch die Erwärmung der Erde, wenn Permafrostgebiete auftauen. Dies hat dann den Effekt, dass es nochmals schneller wärmer wird und noch mehr gebiete im Permafrost auftauen. Das bringt dann die Kurven dazu so auszusehen, als sei das CO2 nicht eine der Ursachen, da die zeitliche Verschiebung des CO2 Gehalts und der nochmaligen Erwärmung dessen Effekt weniger deutlich macht.
            Der Vergleich mit dem Vulkan ist wieder einmal hanebüchen.
            Wie sie selber schreiben hat der Vulkan hauptsächlich Asche ausgestossen. Wir reden hier aber von Klimagasen. Würde der Vulkan Tambora jedes Jahr, wie wir es mit den Klimagasen machen, einen solchen Ausbruch haben, dann wäre er auch relevant für das langzeitige Klima.

          • Sergej sagt:

            Will, Sie schreiben, dass Methan auch so aus den Sümpfen käme etc. Das stimmt wohl, verkennt aber wichtige Zusammenhänge. Letztlich ist die Frage, ob Sie anhand eines vernünftigen physikalischen Klimamodells darlegen können, dass die zusätzlichen, durch menschliche Aktivitäten herbeigeführten Emissionen keinen Einfluss auf das Klima haben. Alles andere sind einfach Behauptungen ohne Hand und Fuss. Um die komplexen Auswirkungen der menschlichen Eingriffe auf das Klima inkl. Rückkopplungen abzuschätzen, reicht menschliche Intuition bei Weitem nicht aus. Es bedarf detaillierter, experimentell abgestützter, mathematischer Modelle.

      • Willi Villiger sagt:

        Wenn sie schon das Mittelalter erwähnen: Vor 1800 stieg die Weltbevölkerung über Jahrtausende kaum über eine halbe Mia. Die Bevölkerungsexplosion setzte erst mit der Industriellen Revolution ein. Die Behauptung, dass die Menschheit vorher mit «veränderter Landnutzung» bereits zum Gletscherschwund beigetragen hätten, ist doch etwas «unaufgeklärt», finden sie nicht?

    • Pierre Pichler sagt:

      Sie bezeichnen «… das Bestreben, so zu leben, dass es auch für die anderen reicht.» als gesellschaftspolitisches Programm. Was ist daran so schlecht?

      • Willi Villiger sagt:

        Darüber sage ich zunächst mal gar nichts aus: Ich trenne lediglich die beiden Themen Klima-Rettung und Entwicklungshilfe!

    • Tom Schott sagt:

      herr villiger:
      erstens spielt es überhaupt keine rolle, ob der klimawandel menschgemacht ist oder nicht. die einzigen wichtigen fragen sind, ob er die menschheit oder teile davon bedroht und, falls ja, ob wir menschen etwas gegen die bedrohung unternehmen können. und zweitens: was wäre denn falsch an dem bestreben so zu leben, dass es für alle reicht?

      • Willi Villiger sagt:

        Es spielt durchaus eine Rolle: Die Frage, ob wir was dagegen unternehmen können lässt sich nur dann positiv beantworten, wenn wir tatsächlich massgeblich mitverantwortlich sind!
        Zu Ihrer zweiten Frage: Staatlich verordnete Nächstenliebe ist Sozialismus, und dieses Konzept des Zusammenlebens hat noch immer im Totalitarismus geendet.

  • CAsper Koster sagt:

    Wärmere Klimaperioden gab es auch vor der Industrialisierung … do your Research. Auch folgt der CO2 Konzentration in der Luft immer die Temperaturkurve (und nicht anders um).
    Und mit ca. 0.04 Prozent C02 in der Luft und als eine Moleküle welche keine Wärme speichern kann und auch keine IR-Strahlen reflektieren kann … da muss man uns nicht Menschen nicht als Dummies nehmen und abkassieren.
    Das man Resourcenschonend umgehen sollte natürlich selbstverständlich sein. Ich empfehle alle nach Stichwörter wie Klimaschwindel zu suchen.

    • Meret Bertschinger sagt:

      Wahrer wird eine Unwahrheit nicht, wenn man Sie dauernd wiederholt. Die Fakten, die Sie da von sich geben sind alle nachweislich falsch. Aber ist klar, mit dem Halbwissen der Klimaleugner ist man natürlich besser gerüstet und hat mehr Anspruch auf die Wahrheit, wie die Wissenschaft. Erschreckend und traurig.

      • Roland K. Moser sagt:

        Eiszeiten und Warmzeiten sind Ihnen nicht bekannt?

        • Sergej sagt:

          Natürlich sind diese der Wissenschaft bekannt, und vieles mehr. Aber diese Beobachtungen entkräften keinesfalls die Ergebnisse jahrzehntelanger Klimaforschung. Es ist eben gerade so, dass sich die Veränderungen der letzten Jahrhunderte grundlegend von den bisherigen Schwankungen unterscheiden, und qualitativ sowie quantitativ nur erklärt werden können, wenn die menschlichen Aktivitäten sowie ihre Rückkopplungen hinzugerechnet werden. Es wird immer von Skeptikern behauptet dass die Sonnenaktivität o.Ä. dafür ausreiche; das wurde natürlich geprüft und dem ist eben nicht so. Man müsste nur die Vorgehensweise der Wissenschaft verstehen, um solche Kritiken sofort als hanebüchen zu erkennen. Eine ernsthafte Kritik sollte da schon weiter gehen, eine Behauptung aus dem Bauch heraus reicht nicht.

    • Till B sagt:

      Sie glauben wohl auch daran dass die Erde flach ist. Kohlendioxid ist übrigens nicht das einzige – nachweislich!! – „klimawirksame“ Gas. Das CO2 keine IR-Strahlung reflektiert ist Schwachsinn. Sie schreiben selbst, dass die Temperatur der CO2 Konzentration folgt. Wenn man sich das etwas genauer anschaut erkennt man da auch dann einen Zusammenhang wenn man nicht dannach sucht. Wenn Sie schon andere Leute dazu auffordern zu recherchieren könnten sie ruhig mal nach seriösen Quellen suchen. Sie könnten sich natürlich auch mal bei den Koch-Brüdern bewerben, vielleicht haben die ja ein Budget für Verschwörungstheoretiker wie sie und ihre „Glaubensbrüder“ in diesen Kommentaren.

    • Max Bruppbacher sagt:

      Wenn sie einfach wissenschaftliche fakten ignorieren sind sie kein skeptiker sondern ein Lügner.
      die Klimawirkung von co2 kann im laborgemessen werden (Tyndall 1861 RS, Herzberg and Herzberg 1953, OSA, Burch et al 1962 OSA, ein gute aktuelle Studie hierzu z.B. harries et al 2001, nature) er kann vom All aus mit Satelliten direkt gemessen werden (Griggs et al 2004, API oder Chen et al 2007) und man kann am Boden die downward IR messen zB evans et al 2006,AMS oder philipona 2004, AGU) man kann es am computer modellieren (huber&knutti 2011) oder man kann die tausenden von satelitendaten und boden stationen und Messboyen im Meer anschauen (daten freiverfügbar auf NASA, NOAA und ESA)

    • Max Bruppbacher sagt:

      @Koster wo ich ihnen rechtgeben muss ist, dass CO2 kein IR reflektiert. Das behauptet aber auch niemand! Co2 absorbiert IR und reemittiert es.. reflektiert wird nichts.. Lesen sie bitte im IPCC AR5 WG1 Kapitel 1.3 dort werden ihnen die fundamentalen grundsätze des klimas erklärt mit den entsprechenden quellen..

  • Dani Keller sagt:

    Was für ein grosses Problem? Die Welt wurde in den letzten Jahren nicht etwa zur Wüste, sondern markant begrünter wegen des CO2 (zufällig haben das fast alle Klimaexperten „übersehen“). Die Fläche nahm in der Größe der USA zu.
    Und das cloud-experiment des CERN zeigt auf, dass der CO2 Einfluss auf das Klima weit kleiner ist als gedacht (ergo der Anteil vom Menschen gemachten Klimawandel geringer ist).
    Fakt ist: das Klima wird wärmer (weil wir vorher eine kleine Eiszeit hatten). Fakt ist aber auch, dass die Natur davon profitiert, und der menschliche Einfluss auf den Klimawandel überschätzt wurde.
    Es wird leider noch ein paar Jahrr dauern, bis die Kaste der hysterischen Polit-Klimaforscher diese neuen Erkenntnisse anerkennen werden.

    • Peter Herzog sagt:

      „Übersehen“ hat das gar niemand. Sie haben einfach entsprechende Berichte übersehen, weil sonst Ihr Bild der ideologischen Widdenschaft zerstört würde. Die Welt wird grüner. Aber dieser Effekt wird nicht lange halten. Zudem will niemand, dass die Arktis grüner wird, was aber gerafe geschieht. Und all das zusätzliche Grün vermag immer noch nicht all das zusätzliche CO2 zu absorbieren.

    • will williamson sagt:

      Einer Presseerklärung der Technical University of Denmark (TUD) zufolge sieht es so aus, als gäbe es eine signifikante Bestätigung der Theorie von Svensmark hinsichtlich Temperaturmodulationen auf der Erde durch Wechselwirkungen mit kosmischen Strahlen. Der Prozess: Wenn es mehr kosmische Strahlung gibt, bilden sich mehr mikroskopische Wolken-Kondensationskerne, die wiederum zu verstärkter Wolkenbildung führen, so dass mehr Sonnenlicht zurück in das Weltall reflektiert wird und die Erde kühler wird, als sie sonst wäre. Anders herum, weniger kosmische Strahlung hat geringere Bewölkung und einen wärmeren Planeten zur Folge, wie hier gezeigt.
      Quelle: EIKE – Europäisches Institut für Klima und Energie

      • will williamson sagt:

        Ergänzend anzumerken ist, dass Svensmark anfänglich als Aussenseiter von den Mainstream Klimatologen heftig angefeindet und quasi als Spinner hingestellt wurde. Eine Parallele zu Wegener, dem es mit seiner Kontinentalverschiebung ebenso erging.

        • Emil Eugster sagt:

          Übrigens: „Institut“ ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich Institut nennen.
          Den Begriff im Namen zu wählen soll Eindruck schinden und tut das auch bei vielen.
          Ein Nagelinstitut, ein Geschäft in dem man Plastikfingernägel auf die eigenen geklebt bekommt ist genau so ein Institut wie das Europäische für Klima und Energie.
          Genau so relevant sind die Aussagen beider Institute zum Klimawandel.
          Die Bäckerei kann sich auch „Technisches Institut für Weizenverarbeitung“ TIW nennen, wenn sie Lust hat und bei vielen damit Eindruck schinden.

      • Andy sagt:

        Ergänzend anzumerken ist das höchst suspekte EIKE Institut. Eine Recherche zeigt dass dieses dem neoliberalen Heathland Institut und der Friedrich Hayek Gesellschaft nahe steht. Der einzige Sinn und Zweck dieses Institut ist Unsicherheit zu streuen.

        • Casper Koster sagt:

          Wenn Sie nur glauben was die IPCC für aussagen trifft und alle Jahre wieder revidiert … dann sind Sie in guter Gesellschafft. In der Zwischenzeit wird her Bürger die ganze Zeit zur Kasse gefragt. Das Thema Klimawandel ist eine riesen Geldmaschinerie woran sich wieder wenige Schlaue die Taschen füllen.

          • Andy sagt:

            Wenn die einen nur EIKE und andere nur IPCC glauben hilft das niemanden. Es geht darum die Faktenlage zu erkennen. Ein Einfluss von kosmischer Strahlung auf die Wolkenbildung wie aus der oben zitierten EIKE Quelle gibt es tatsächlich. Aber es ist typisch das dies als Gegenargument gebracht wird, obwohl das nur ein kleiner Teil vom gesamten Model ist (wie z.B. die Sonnenaktivität, Partikel, Strömungen etc.) Das Klima ist ein komplexes System mit vielen solchen Einflussfaktoren. Die Wissenschaft versucht das zu Modellieren. Die Ergebnisse im IPCC Bericht basieren auf diesen Modellen, wobei auch klar die Grenzen und Unsicherheitsfaktoren aufgezeigt werden. Die einzige Geldmaschinerie ist der unsäglichen CO2 Emissionenhandel, davon profitiert die Wissenschaft aber nicht.

        • Emil Eugster sagt:

          „Wenn Sie nur glauben was die IPCC für aussagen trifft und alle Jahre wieder revidiert … “
          Die Lehre den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen anzupassen ist genau das Merkmal, das echte Wissenschaft unterscheidet von den pseudowissenschaftlichen Instituten, die seit Jahrzehnten längst widerlegte Thesen herunterbeten wie das EIKE.
          Zu lernen ist ein Qualitätsmerkmal nicht ein Fehler. So schwer zu begreifen ist das doch nicht.

    • Tom Schott sagt:

      schon lustig: für den effekt, der ihnen in den kram passt, nämlich die begrünung, ist laut ihnen selbst das CO2 verantwortlich. aber obwohl CO2 grüner macht, ist es dann doch nicht für die klimaerwärmung zuständig? obwohl „mehr grün“ wohl die folge von „mehr warm“ ist… entscheiden sie sich, bitte!

  • Daniel Maier sagt:

    Marcel Hänggi, Sie schreiben mit zuviel politischen Abkürzungen, denken zuviel politisch, anstatt vielleicht einmal darüner nachzudenken, dass der Klimawandel NICHT bewiesen werden kann. Es gibt halt viele Leute, die denken ein wenig anders, als Sie es sich in Ihrem Kopf ausdenken. Zum Glück, denn mit reinem „Klima Angst machen“ denkenn, kommt man nicht weiter. Keiner hier weiss die Wahrheit, es sind reine Vermutungen. Und niemend hier kann viele Fragen beantworten, die die Klimaskeptiker sich stellen. Niemand! Auch Sie nicht, Marcel Hänggi!

  • Martin Berlinger sagt:

    Sich mit Umweltpolitik zu befassen, würde für die Rechtpopulisten heissen, erwachsen zu werden und statt die ewig gleichen Clichés zu bedienen, sich mit echten Problemen herumzuschlagen, mit Problemen, für die es keine einfachen und schmerzlosen Lösungen gibt. Man kann damit auch weder Wut noch Hass schüren und weder einen Blumentopf noch Wählerstimmen gewinnen. Es wäre harte, unpopuläre und unangenehme Knochenarbeit.
    Das wird sich keine Partei antun, die primär Emotionen bedient und davon lebt, Sachpolitik zu sabotieren.

  • Roland K. Moser sagt:

    Und die Grünen sind nicht umweltbewusst.
    Denn die Schweizer Landwirtschaft kann max. 5 Millionen Menschen ernähren und in der Schweiz leben 8,5 Millionen Menschen und die Grünen wollen noch mehr.
    Die Rechten als auch die gesamte Linke wollen keinen Umweltschutz.

    • Peter Herzog sagt:

      Eine autonome Ernährung der Schweiz war schon immer eine Illusion und in einer globalisierten Welt sowieso. Ausserdem ist intensive Landwirtschaft alles andere als ökologisch.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das stimmt aber nicht.
        Mit 5 Millionen Schweizern und Null anderen können wir uns 100 % autonom ernähren und die Landwirtschaft würde in der Intensität im heutigen Mass betrieben. Und der CO2-Ausstoss wegen der wegfallenden tagtäglichen Lebensmittel-Importe für 3,5 Millionen Menschen fällt auch weg.
        Und natürlich würden wir trotzdem Süd-Früchte usw. importieren, wie bisher, aber nur für 5 Millionen.

    • Paul Levi sagt:

      Egal um welches Thema es geht, von R.K. Moser gibt es immer eine Antwort zu seinen Lieblingsthemen (meisten Hetze gegen Links, EU, usw). Sogar beim Thema Veloanhänger brachte es fertig, gegen Links zu hetzen. Was die Ernährungssicherheit mit dem Klimawandel zu tun hat, wird auch nur Herr Moser verstehen.
      Zum Glück leben wir in einer freien Demokratie, wo jeder beliebig viel Unsinn und Utopien verbreiten kann. Wir haben sogar eine direkte Demokratie. Also los, lanzieren Sie eine Initiative die 3.5 Mio Ausländer ausschafft! Viel Spass beim Unterschriften sammeln. So ein Quark scheitert zum Glück schon an der 100’000 Grenze.
      Sie sollten mal irgendeine Baustelle besuchen. Wie gross ist dort der CH-Anteil? Gefühlte 0%. Wie soll die Schweiz ohne Ausländer überleben könnnen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Das Überbevölkerungsproblem der Schweiz und Umweltschutz haben einen 100 % Zusammenhang.

        • Emil Eugster sagt:

          Ihnen ist tatsächlich nicht zu helfen.
          Umzingelt von Fremden muss ihr Leben ein trauriges sein. Sie tun mir leid – ganz ehrlich.

    • Emil Eugster sagt:

      Langweilig Herr Moser.
      Bringen sie mal etwas neues.
      Die Fragen dazu, wieso in der Schweiz überhaupt Autos fahren, da ja die Schweizer Wirtschaft Werder Autos produziert noch Erdöl fördert oder die das gleiche Bei den AKWs, die weder von der Schweiz gebaut noch hier Uran gewonnen wird, lassen sie unbeantwortet.
      Alles was sie tun ist ihren Fremdenhass in eine pseudowissenschaftliche Begründung zu verpacken und versuchen damit diese zu verschleiern.
      Zu viele Menschen in der Schweiz? Es gibt genau zwei legale Mittel, die sie nutzen können um den Bestand der Menschen hier um genau einen zu reduzieren. Der eine ist auszuwandern, der andere … ich bin sicher nur ganz, ganz wenige werden traurig sein.

      • Roland K. Moser sagt:

        Ganz im Gegenteil!
        Überbevölkerung wird immer am Verhältnis der Einwohner zu den hergestellten Lebensmitteln gerechnet.

    • Tom Schott sagt:

      so eine verlogene und polemische unterstellung! nur weil man einen bedürftigen mitmenschen nicht abweisen will, der aus unverschuldeter not vor der eigenen tür steht, heisst das noch lange nicht, dass man ihn eingeladen und sehnsüchtig auf ihn gewartet hat.

  • Dieter Neth sagt:

    Vieles was der Artikel antönt stimmt schon. Nur haben Medien und Exponenten, die die Öffentlichkeit über den Klimawandel informieren und Lösungsvorschläge vorstellen sollten es sich selber zuzuschreiben, dass die neoliberale Rechte dies für sich ausschlachten kann.
    Da sind zum einen gewisse englische Wissenschaftler,welche die katholische Kirche ausstechen wollen und uns allen eine Art Hölle androhen. Und der schwerreiche Al Gore mit seiner 20 Zimmer Villa wollte uns einen Ablasshandel aufschwatzen. Sorry,aber die Reformation war for 500 Jahren. Wenn da jemand Abstriche machen sollte sind es die WELTWEITEN Eliten. Geht voran, und dann folgt das Volk dem Beispiel.Aber das Plätzli madig machen und selber dick auftragen an den IPCC Kongressen?Wasser predigen und Champagner saufen?

  • Lucien Michel sagt:

    Die Erde, vor etwa 6000 Jahren erschaffen, sei flach und und die Sonne umkreist sie, der Samichlaus stecke die bösen Buben in den Sack und der Storch bringt die Kindlein – all das kann man glauben mit der selben Gewissheit wie man die menschengemachte Erwärmung als «angeblich» bezeichnen kann. Unverständlich, wer sich heute noch gegen griffigste Massnahmen zur Wehr setzt und wissenschaftlich längst erhärtete Tatsachen abstreitet (völlige Verblendung oder handfeste wirtschaftliche Eigeninteressen?). Man muss nur obigen Katalog (vielleicht wäre da noch die «Welt»-Woche beizufügen) derjenigen die den menschengemachten Klimawandel für ein Märchen halten anschauen um zu wissen welch tolle Gesellschaft sich da vereint.

  • Max Meier sagt:

    Herr Hänggi, keine dieser von Ihnen genannten Bewegungen leugnen den Klimawandel, denn das Klima wandelt sich seit Urzeiten. Sie leugnen nur, dass der Mensch dafür verantwortlich ist, bzw. irgendetwas dagegen machen kann. Schon gar nicht eine Beeinflussung um 2 Grad oder ähnlich präzise Zahlen.

  • Noldi Schwarz sagt:

    Was für ein wunderbarer Rundumschlag gegen alles was etwas weiter Rechts liegt. Der Autor wirft, übliches Muster, alle die Rechts wählen in einen Topf und stellt diesen erst noch in die rechte Ecke. Das Klima auf unserem Planeten verändert sich seit Jahrtausenden. Die Schweiz blüht auf ehemaligem Gletscherland. Der Globus wird aktuell grüner. Heute hat die Welt 8 Mia. Menschen mehr zu tragen und nähren als vor 200 Jahren. Diese Leute wollen, wie der Autor, Haus, Essen, Urlaub, TV, Telefon und vieles mehr. Unser Planet hat schon viel Schlimmeres überstanden und wird die aktuelle Zeit überstehen. Mit oder ohne Mensch. Ohne den angeprangerten Markt wäre der Autor hier nicht in der Lage auch nur eine Zeile zu veröffentlichen. und ist somit ein Teil des angeprangerten Problems.

  • Klaus sagt:

    Immerhin gibt es etwa so viele Wissenschaftler die den vom Menschen gemachten Klimawandel leugnen, wie solche die die Evolution leugnen. Man muss also nur ein bisschen ignorant (oder Neudeutsch: faktenresistent) sein um solchen Quatsch zu glauben. OK, um an rechte Politik zu glauben, muss man auch gehörig faktenresisten sein, das passt doch alles gut zusammen. Den Klimawandel gibt es nicht, die Evolution sowieso nicht, Gott wird schon alles richten und die Ausländer sind an allem anderen schuld.

    • Daniel Graf sagt:

      Lieber Klaus. Die Evolution ist im Gegensatz zu der These des „menschengemachten Klimawandels“ hinreichen breit belegt, d.h. nicht nur mit lustigen Berechnungsmodellen, die jedes Jahr korrigiert werden müssen, weil sie nachweisbar nicht stimmen. Wissenschaft ist immer der aktuellen Stand des Irrtums. Wer darum bei dieser Faktenlage kritische Menschen als „Lügner“ oder „Leugner“ bezeichnet, bewegt sich wohl eher in einem Sektenumfeld als in der realen Wissenschaft.

    • André sagt:

      Gehe mit letzter Äusserung absolut einig.

      Aber deswegen werden diese gewissen Spezialkräfte des Kapitals dennoch erst dann etwas tun wenn sie merken es wird auch sie treffen.

      Und davon bin ich überzeugt es wird dies.
      Natürliche Prozesse kann man nicht kaufen.

  • will williamson sagt:

    Den Klimawandel gab es schon immer. Um das Jahr 1000 herum waren die Gletscher kleiner als heute. Dann kam die kleine Eiszeit und liess die Gletscher wachsen. In Fiesch im Wallis haben sie mit Bewilligung des Vatikans 400 Jahre lang Prozessionen gegen das Gletscherwachstum durchgeführt. Nachdem diese endlich gewirkt haben und sie merkten, dass das die verschwindenden Gletscher schlecht für den Tourismus sind, haben sie vom Vatikan eine neue Bewilligung geholt, um jetzt für das Gletscheerwachstum Prozessionen durchführen zu können. Tempora mutantur et nos mutamur in illis (die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen)!

  • Rolf Rothacher sagt:

    Der menschgemachte Klimawandel beruht auf einer Beobachtung, einem raschen Schluss und viel Politik:
    1. Über die Klimastationen wird eine Erwärmung festgestellt.
    2. Ein Grund für die Klimaerwärmung muss her.
    3. Fossile Brennstoffe sind politisch am leichtesten ausschlachtbar. Doch als erstes wird die Klima-Debatte dazu missbraucht, Kernkraftwerke still zu legen (daran erkennt man, wes Geistes Kind dieser „menschgemachte“ Klimawandel tatsächlich ist).
    Fazit: wir stellen eine Erderwärmung fest, doch die gab es vor 500 Jahren und vor 1000 Jahren bereits und niemand kann erklären, warum damals über Jahrzehnte die Temperatur anstieg. Doch wenig später folgte beide Male eine rasche Abkühlung, Stichwort „Kleine Eiszeit“. Erst in 40 Jahren werden wir wissen, ob mensch- oder naturgemacht.

  • Nico Mavelli sagt:

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Noch kurz zwei Punkte: eine Grundlage rechter Politik ist das Element der Selbstgefälligkeit, d.h. Probleme werden immer „anderen“ angelastet. Selbstverschuldeter Klimawandel passt nicht in diese Denkweise. Zum zweiten kann ich an den Kommentaren sehen, dass die Rechten immerhin schon den zweiten Schritt gegangen sind, nämlich von der glatten Verneinung zur Verharmlosung. Wie bei allen anderen grünen Themen wird der nächste Schritt der ähneknirschenden Akzeptanz auch bald folgen.

    • Dani sagt:

      Und dann wird die Rechte erklären, dass sie es schon Jahre vor den Linken zu ihrem Thema gemacht hatten, aber die anderen einfach nicht auf sie hören wollten …

  • Daniel Graf sagt:

    Na, die wirren „Thesen“ von Marcel Hänggi haben aber auch einen relativ grossen Unterhaltungswert. Zielführender und konkreter wäre Antworten zu Fragen wie: Wenn die Berechnungs-Modelle richtig sind, warum stagniert dann die Erwärmung seit 1998 immer noch? Oder wie gross ist die Differenz in Grad Celcius zwischen der „menschengemachten“ und „klimazyklisch normalen“ Erwärmung? Bemerkung: Der Autor darf auf der Zeitschiene die Betrachtungsperimeter selber wählen, damit das gewollte Resultat entsteht.

    • Monique Schweizer sagt:

      Graf: Sie sind auch so ein Ewiggestriger der immer noch das Sprüchli von der angeblichen Stagnation seit dem starken El Nino 97/98 bringt und die ganzen Wärmerekorde der letzten Jahre einfach verschweigt!
      2016 war die nördliche Erdhalbkugel erstmals über 2 Grad über den vorindustriellen Temperaturen, aber das scheint Ihrer ignoranten Kleingeistigkeit wohl auch entgangen zu sein!

  • Gabi Bossert sagt:

    Die einfachen Lösungen, mit denen das rechts bürgerliche Denken und Handeln sich durch die Verantwortung der Erhaltung unser aller Lebensgrundlagen durch mogelt, findet schnell und mehr Anhänger. Wohlstand, Konsum, oberflächliches Prestigebewusstsein, die Ignoranz der Endlichkeit haben die Verbindung zu natürlichen Prozessen, Konsequenzen und Folgeerscheinungen von sich abgekoppelt. Wirtschaftswachstum ist das manifestierte Schlagwort, es kennt auch keine Grenzen. Das Bewusstsein ist auf eingestellt, die neue Freiheit heisst , “ drauf los und möglichst bequem, materiell auf dem neuesten Stand, viel Kick, noch heute, falls es morgen nicht mehr geht. Eine Kehrtwende von 180° wären nötig, um eine Katstrophe halbwegs verhindern zu können .

    • Christian Weiss sagt:

      Die berühmten „einfachen Lösungen“ sind immer noch eine Kernkompetenz der Linken und Grünen. Armut bekämpft man dadurch, dass man Geld verteilt, dass man nicht hat. Wenn dann die Armut noch schlimmer wird, spielt es keine Rolle, denn es war ja gut gemeint. Energie produziert man wie zu Columbus-Zeiten mit Wind. Wenn das dann nicht funktioniert, spielt es abermals keine Rolle, denn es war ja gut gemeint.
      Linke Politik zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit ökonomischer, physikalischer, biologischer und chemischer Kenntnisse aus.
      Wohlstand als Scheinlösung zu bezeichnen, ist übrigens besonders ignorant. Denn Wohlstand ist das, nachdem auch Linke und Grüne streben, wenn sie ehrlich sind. Und solange es auf unserem Planeten noch Armut gibt, braucht es auch Wirtschaftswachstum.

      • Tom Schott sagt:

        und ihr kommentar, herr weiss, zeichnet sich durch frustration, böswillige unterstellungen und glatte lügen aus. ausserdem haben sie die implikationen des wirtschaftswachstum nicht verstanden, denn dieses verhindert keine armut sondern verschiebt und akzentuiert sie, um einigen bereits reichen noch mehr reichtum zu ermöglichen. gegen armut wären im gegenteil ein globaler wirtschaftsstopp nötig, um die armen nicht noch weiter auszubeuten, und eine umverteilung des geklauten reichtums.

        • Christian Weiss sagt:

          Es ist etwas schwierig mit Ihnen zu diskutieren, Herr Schott, denn Ihnen fehlen elementare Grundkenntnisse in allen Bereichen, die hier angesprochen werden.
          Wenn eine Volkswirtschaft ein pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von 1000 Franken hat, wie das in vielen Staaten der Dritten Welt die Regel ist, dann können Sie dieses Geld so gut verteilen wie Sie wollen, es wird nie mehr als 1000 Franken pro Einwohner und Jahr geben. Wenn der Wohlstand in diesem Land also steigen soll, dann muss die Wirtschaft gewaltig wachsen. Es ist ignoranter Unsinn, wenn man behauptet, Wirtschaftswachstum komme nur einigen wenigen zugute.
          Wohlstand ist zudem die einzig humane Form der Geburtenkontrolle: In reichen Ländern sinkt die Geburtenquote über kurz oder lang unter 2.

  • R. Raschle sagt:

    Ein wichtiger Grund dafür, dass viele Menschen den aktuellen (schnellen) Klimawandel für eine Erfindung halten ist der, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung genauer versteht, was Wissenschaft ist und wie sie vorgeht. Dieser Anteil, über den man nur mutmassen kann, weil er – meines Wissens – bisher nie untersucht worden ist, ist sehr viel kleiner als die Zahl der akademisch gebildeten Menschen, denn es geht hier um ein Wissenschaftsverständnis, wie es überwiegend in den sogenannten Naturwissenschaften genutzt und gelehrt wird, während die sogenannten Geisteswissenschaften von vollkommen anderen von Wissensgriffen ausgehen. Dieser Umstand macht Menschen der Tendenz nach verführbar durch magische, religiöse und esoterische Erklärungen physikalischer, biotischer und sozialer Prozesse.

  • Lala sagt:

    Kann mir mal wer erklären, wer denn etwas davon hätte, wenn der Klimawandel nicht Menschgemacht wäre?

    Im schlimmsten Fall, würden unsere Luft/Böden u.s.w. „einfach so“ besser/sauberer… Eine wahrhaft schreckliche Vorstellung.

    • Peter Spahr sagt:

      Es würde nahelegen, dass man nicht einfach die menschlichen Aktivitäten anpassen kann (oder nmuss), um die Entwicklung zu verhindern. Wir sollten Mittel so oder so primär in die Abmilderung der Effekte der Erwärmung (welche von der AfD auch nicht „geleugnet“ wird – Frau Petry ist übrigens Physikerin) investieren.

      • Peter Spahr sagt:

        Korrektur: Frau Petry hat einen Dr. in Chemie, die Physikerin ist Frau Merkel, welche sich allerdings längstens von logischen Ursache-Wirkung-Prizipien verabschiedet hat.

        • Emil Eugster sagt:

          Wir lernen.
          Der Titel der Frau, die sagt, was wir hören wollen wirkt verstärkend für ihre Aussage.
          Der Titel der Frau, die nicht sagt, was wir hören wollen wirkt nicht verstärkend und wird vom Empfänger der Nachricht deshalb negiert.

          Besser hätte man die Denkmuster von rechtsnationalen Realitätsverleugnern nicht darstellen können wie sie Herr Spahr.

          • Peter Spahr sagt:

            Die wissenschaftliche Position von Frau Merkel zur Klimafrage ist mir nicht bekannt, insofern erübrigt sich Ihre kurzschlussartige Schlussfolgerung. Schön finde ich, wie gut sich sich vor gefährlichen, oppositionellen Gedanken schützen und abgrenzen, ich hoffe es hilft.

          • Emil Eugster sagt:

            Peter Spahr 11:07
            “ Frau Petry hat einen Dr. in Chemie, die Physikerin ist Frau Merkel, welche sich allerdings längstens von logischen Ursache-Wirkung-Prizipien verabschiedet hat.“
            Peter Spahr 15:14
            „Schön finde ich, wie gut sich sich vor gefährlichen, oppositionellen Gedanken schützen“
            Von welchen oppositionellen Gedanken sprechen sie?

      • Andy sagt:

        Im Artikel steht darum auch, dass die AfD nicht an die vom Menschen verursachte Erwärmung glaubt und nicht die Erwärmung an sich abstreitet.
        Die Argumentationslinie ist demnach: Jetzt wird es wärmer, dagegen hilft vielleicht Technik, aber der Mensch hat damit nichts zu tun, darum muss ich jetzt nichts ändern und kann weiterhin herumfliegen, Rindfleisch essen und meinen SUV auftanken. Es ist viel zu anstrengend sich über die Folgen eigener Handlungen zu reflektieren.

  • Manuela Baumann sagt:

    Wenn der Klimawandel denn hauptsächlich von Menschen verursacht würde, warum ignorieren die Ökis das Bevölkerungswachstum? Warum waren sie gegen die Ecopop-Initiative? Mehr Menschen gleich mehr Nutztiere gleich mehr CO2 bzw. Methan, sollte Letzteres wirklich ein Problem sein (was erst noch zu beweisen wäre). Aber auch mehr Rohstoffverbrauch, mehr Anbauflächen für Mensch und Tier. Warum wollen die Grünen sog. Armutsmigranten nach Europa holen, wo doch der ökologische Fussabdruck viel höher ist? Antwort: Es geht um Umerziehung, Bevormundung der Bürger, Umverteilung, also letztlich um mehr Staat bzw. Sozialismus.

    • Christoph Bögli sagt:

      Bei der Ecopop-Initative ging es nicht um Bevölkerungswachstum, sondern sich in der Schweiz zu verschanzen und eben genau jene Probleme rund herum zu ignorieren. Das ist ja, wenn schon, ein globales Problem und nationale Lösungen darum irrelevant. Ebenso muss man in dem Kontext eher fragen, wieso von recht Entwicklungshilfe und fairer Handel ständig untergraben werden, obwohl das die besten Mittel gegen Bevölkerungswachstum und Armutsmigration wären.
      Das eigentliche Problem ist allerdings sowieso eher der zu hohe Pro-Kopf-Konsum in Industrieländern und weniger Bevölkerungszahlen an sich. Das sprechen Sie zwar sogar an, übergehen es aber wie so viele grosszügig..

  • S.Schweizer sagt:

    @Hänggi Wer von Öl + Made in China weg will beginnt mit den Ressourcen zu arbeiten und haushalten die einem direkt umgeben. Wer sich auf das besinnt, was einem unmittelbar umgibt, denkt lokal und wer lokal denkt, denkt irgendwo auch national. Ein Begriff der dem Umweltschutz näher liegt als vielen lieb ist. RotGrün verwechselt die ökologische Kapazität der Schweiz mit der finanziellen. Mit ihrer Politik sind sie daran, auf Kosten der eigenen Bevölkerung + Lebensraum, zunehmend Platz für Menschen zu schaffen die sich von einer vermeintlichen Sicherheit angezogen fühlen, dem Geld. Sie liefern den Rohstoff für sich (Sozialwesen) und Neoliberalen (Billige Arbeitskräfte + Konsumhungrige). Die Bürgerlichen wiederum zerstören mit der Finanzwirtschaft die Realwirtschaft. Aufwachen müssen Alle!

  • G. May sagt:

    Der IPCC besagt, dass es einen Konsens der Wissenschaft gäbe, dass der Klimawandel Menschgemacht wäre, diesen Konsens gibt es aber auch bei den Wissenschaftlern, die zu einem anderen Ergebnis kommen, diese können ihre Arbeiten aber nur auf alternativen Median (Verschwörungstheoretiker Seiten) veröffentlichen, da sie unterdrückt werden. Nehmen wir den Gender(wahn), diese Ideologie lässt sich aufgrund der Sexual- u. Geschlechterforschung der vergangenen 100 Jahre leicht widerlegen, dennoch wird sie uns als Tatsache aufgezwungen – ich werde daher den Verdacht nicht los, dass es in beiden Fällen um etwas anderes geht und einfach instrumentalisiert wird, was gerade da ist und die Menschen bewegt um eben diese versteckte Agenda zum Ziel zu führen.

    • Tom Schott sagt:

      unterdrückt? schwachsinn! jede wissenschaftliche zeitschrift nimmt einen kritischen oder gar der landläufigen meinung entgegengesetzten artikel mit handkuss, solange die argumente, die methodik und die beweise stimmen. das verschafft dem journal nämlich aufmerksamkeit, bekanntheit, leserschaft und einfluss.

  • Richard Müller sagt:

    Da zeigt sich mir aber ein anderes Bild. Linksgrün aussen glaubt immer noch an das Märchen, dass nahezu „alle seriösen“ Wissenschaftler (man hört die unglaubliche, fast schon magische Zahl von 95%) unser Klima und damit die Welt umfassend verstanden haben und sogar mit Zahlenreihen dies auch noch wissenschaftlich belegen können. Gegenthese: Wenn ein Wissenschaftler tatsächlich einen solchen totalitären Wissensanspruch und ein solches Selbstverständnis hätte, den würde ich als grössenwahnsinnigen und gemeingefährlichen Wirrkopf bezeichnen. Und wer nun solchen Wirrköpfen bedingungslos glaubt und sämtliche Kritiker als „Leugner“ bezeichnen, der muss wohl im mentalen Umfeld einer Diktatur sozialisiert worden sein oder Mitglied einer Sekte.

    • Christoph Bögli sagt:

      Niemand behauptet, da irgendwas „umfassend“ verstanden zu haben, ausser vielleicht die Schwafler von rechtsaussen, die ja immer ganz genau zu wissen glauben, dass der Mensch da definitiv null komma null Einfluss hat. Wer genau pflegt da also einen verblendeten Glauben?

      In der Wissenschaft hingegen weiss man sehr gut um die eigenen Limitationen, Schwächen und Ungenauigkeiten, gerade was konkrete Voraussagen angeht. Das ändert aber nichts daran, dass grundlegende Mechanismen und Prozesse ein sehr robuster Konsens sind. Aber man kann diese Fakten natürlich ignorieren und lieber an irgendein Märchen glauben, das einem von weitgehend ahnungslosen Politikern aufgetischt wird..

    • Felix Huber sagt:

      Christoph Bögli, wer behauptet, dass die aktuelle Erwärmung mit 100%iger Sicherheit auf den Menschen zurückzuführen ist, MUSS zwingend das komplexe Thema Klima zu 100% verstanden haben. Diese Logik würde ich als zwingend erachten, da ja demnach alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden können. Selbstverständlich finden sich auch immer blinde und eifrige Schwafler, die vieles glauben, wenn es denn nur in das eigene kleine Welt mit den ewig gleichen und rückständigen Feindbildern passt.

      • Sergej sagt:

        Sie haben einfach nicht verstanden, wie Wissenschaft funktioniert. Die Leugnung des menschlichen Einflusses auf das Klima, die vielerorts an den Tag gelegt wird, geschieht wider besseren Wissens aufgrund von Eigeninteressen/Ideologien oder ganz einfach aufgrund von Unwissen. Sie können sich anhand der Lektüre eines Buches, das eine Einführung in die Klimawissenschaft gibt, davon überzeugen, dass Ihre Logik nicht zutreffend ist.

      • Christoph Bögli sagt:

        Vermutlich, aber wer behauptet denn, dass die Erwärmung vollständig und ausschliesslich mit „100%iger Sicherheit“ durch den Menschen verursacht wird? Zumindest die absolute Sicherheit wird kein auch nur halbwegs ernsthafter Wissenschaftler behaupten. Insofern scheint mir das Problem eher, dass manche Leute offensichtlich stark verkürzte oder aus dem Kontext gerissene Aussagen irgendwo in Boulevardmedien aufschnappen, das mit der eigenen Besserwisser-Ideologie verrühren, und dann meinen, das wäre eine umfassende Perspektive auf diese komplexe (wissenschaftliche) Thematik..

    • Tom Schott sagt:

      herr müller, sind sie bei der svp in die argumenationslehre gegangen? zuerst dem gegner irgendetwas unterstellen, dass dieser weder gesagt noch nicht einmal gedacht hat, und dann lauthals herumschreien, wie falsch der gegner damit liege! genau die übliche svp-logik! dabei glaubt mit garantie kein einziger lnksgrüner nicht einmal ansatzweise, dass nahezu alle seriösen wissenschaftler die welt umfassend verstanden haben. aber man kann das ja einfach mal behaupten, gelle?!!

  • Florian Walter sagt:

    Was im ersten Moment auffällt ist die Bezeichnung des Problems vor Jahren hat man es noch Klimaerwärmung genannt, durch den Menschen verursacht, jetzt bezeichnet man es als Klimawandel da es nicht nachweisbar ist. Das einzige was sich verändert hat sind die Höhe der Gelder die durch diese Behauptung abgezweigt werden.
    Klimawandel ist Tatsache aber zu glauben der Mensch kann Einfluss darauf nehmen, ist überheblich und arrogant. Das einzige was möglich und nötig ist sich der veränderten Umwelt anzupassen, so wie es jede Spezies schon seit Millionen von Jahren muss.

    • Christoph Bögli sagt:

      Der Mensch beeinflusst und verändert das Klima permanent und z.T. massiv. Jeglicher Oberflächeneingriff hat da nachweisbare und weitreichende Folgen, etwa Entwaldungen, Städtebau, Gewässerveränderungen, etc. Angesichts dessen ist es ziemlich naiv, zu meinen, der Mensch hätte keinerlei Einfluss auf das Klima..

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Walter 9:48: Wunderbar! Meine Freiheit CO2 & Co. zu produzieren, ist wichtiger, als die Freiheit unserer Nachkommen. Die sollen sich gefälligst anpassen. Halleluja! „Rechts aussen“ ist absolut korrekt, denn „einfach rechts“ glaube ich, sind die Leute (noch) nicht ganz so rücksichtslos und arrogant.

    • Tom Schott sagt:

      dann erklären sie mal genau, herr walter, welche gelder von wem wofür genau abgezweigt wurden?

  • Rolf Wenning sagt:

    Herr Hänggi, die Überschrift: „Rechts aussen gibts keinen Klimawandel“ ist provokant und falsch zugleich! Es ist genau diese Art der Diskussionsführung, die Europa in der Mitte auseinanderreißen w
    Niemand wird behaupten das es kein Klimawandel gibt. Der Klimawandel ist messbar und sichtbar!
    Es geht um die zentrale Frage, was die Ursachen sind?! Ich behaupte, dass es Einflussfaktoren auf unser Klima gibt die wir gar nicht kennen. Eine unvollständige Modellrechnung hilft wenig. Somit ist auch bedenklich, ein Ergebnis zu präsentieren, wonach eine Menschen gemachte CO2 Reduktion von 20 %, die Rettung der Erde bedeutet!

    Was ist wenn die Reduktion der CO2 Konzentration nachweislich erreicht wird und die Erderwärmung trotzdem 2 °C überschreitet…. dann haben wir immerhin alles versucht???

    • Paul Levi sagt:

      Soll man also nichts machen, da ja die Gefahr besteht, dass die Massnahmen nicht wirken? Wäre es nicht viel logischer, möglichst alles zu versuchen, auch wenn ein Erfolg nicht sicher ist? Mit Ihrer Einstellung kann man gleich immer zu hause bleiben, denn wieso sich für irgendwas anstrengen, wenn der Erfolg nicht 100% garantiert ist.

      • Rolf Wenning sagt:

        Herr Levi, ich bin Wissenschaftler und ich handle mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch!
        Genau das ist es, was ich den meisten Politikern und vor allem den Grünen in GER vorwerfe!
        Jeder Ingenieur weiss, dass Windkraftenergieanlagen beispielsweise, völlig wirkungslos sind, und doch werden Milliarden in diese Technologie gesteckt.
        Wir brauchen einen Kompass! Die Richtung ist entscheidend und dann erst die Geschwindigkeit!
        Ich will diese Erde behalten…nicht für mich, aber für meine Kinder und Enkelkinder!

        • Tom Schott sagt:

          also was ich mit dem kopf mache, das ist denken. wie genau sie „mit dem kopf handeln“, ist mir hingegen nicht so ganz klar. ihn gegen die wand schlagen oder in den sand stecken? ausserdem ist mir ebenfalls nicht klar, wie man als sogenannter „wissenschaftler“ in so wenige zeilen so viele orthographiefehler einbauen und so wenig logisch argumentieren kann. dass aus dem unvollständigen verständnis der ursachen die nutzlosigkeit jedweder massnahme folgt, hat mit logik jedenfalls nichts zu tun.

      • Christian Weiss sagt:

        Eins muss einfach mal klar gestellt werden: Die Ökobewegung ergreift momentan mit der „Energiewende“ Massnahmen, die noch nicht mal zur angeblich wirkungsvollen CO2-Reduktion beitragen – ganz im Gegenteil! Mit dem Atomausstieg und der Nutzung von Energieträgern geringer Leistungsdichte, die überdies nicht regelbar sind, sinkt der CO2-Ausstoss kein bisschen. Wir verballern aber schon heute Abermilliarden dafür. Und dieses Geld wird eines Tages fehlen, wenn es darum geht, Massnahmen gegen tatsächliche Probleme aus dem Klimawandel vorzugehen.

        • Tom Schott sagt:

          sie unterstellen, dass die wegfallende kernenergie durch „energieträger geringer leistungsdichte“ ersetzt wird. das allerdings ist weder die schuld noch die absicht der atomenergiegegner. mit wind und massivem sparen ginge es nämlich auch. aber das will wiederum vor allem die wirtschaft nicht.

          • Christian Weiss sagt:

            Wind ist ein Energieträger von geringer Leistungsdichte, Herr Schott. Der aktuell grösste Offshore-Windpark Europas produziert auf einer Fläche von über 80 Quadratkilometer 2500 GWh (Flatter-)Strom jährlich, während das Kernkraftwerk Leibstadt auf nicht mal 20 Hektaren 10’000 GWh (nutzbaren) Strom produziert.
            Und mit massivem Sparen geht es eben nicht. Wenn wir den CO2-Ausstoss senken wollen, dann müssen wir fossile Verbraucher durch elektrische ersetzen, weshalb der Stromverbrauch noch massiv ansteigen muss. Selbst im Stromland Schweiz wird 70% der Energie über fossile Quellen bestritten. Weltweit sind es gegen 90%.

    • Christian Weiss sagt:

      Wenn die Erde trotz der Reduktion des CO2-Ausstosses um 20% bei gleichzeitigem Atomausstieg 2 Grad wärmer wird, dann haben wir allergrösste Probleme. Denn in diesem Fall wird der westliche Wohlstand so ruiniert sein, dass jegliche Ressourcen fehlen, um gegen allfällige Probleme aus dem Klimawandel vorzugehen. Und dort liegt Herr Jäggi eben auch kreuz daneben und wir „Neo“-Liberalen, die wir mitnichten Sozialdarwinisten sind, völlig richtig: Es ist pure Anmassung, wenn man glaubt, man könne am Klima herumschrauben wie am Wohnungsthermostaten. Es ist bereits jetzt absehbar, dass die „Energiewende“ keine CO2-Senkung mit sich bringt, aber unglaubliche Ressourcen braucht, die uns dereinst fehlen werden, um Probleme zu lösen, die nicht absehbar waren.

      • Gabi Bossert sagt:

        Aber Herr Weiss, Sie lesen schon ihre verbreiteten Texte, oder ?
        Es ist keine pure Anmassung, sondern es ist nachweisbar real, dass wir seit Jahrzehnten am Klima herum schrauben, um unseren Wohlstand auf die Spitze treiben zu können. Würde er ein Stück weit “ Ruiniert „, wäre höchstwahrscheinlich die Chance grösser, noch eine Wende möglich zu machen.

        • Christian Weiss sagt:

          Was Klimaforscher tun, Frau Bossert: Sie versuchen Modelle zu entwickeln, welchen Einfluss die verschiedenen Gase in unserer Atmosphäre auf unser Klima haben.
          Daraus leiten sie dann Prognosen ab, in welchem Grad-Bereich die Temperatur bis zu einem Zeitpunkt steigt. Diese Prognosen werden seit Jahren ständig angepasst – meistens nach unten.
          Kein Klimaforscher kann sagen, wie das Wetter am 1. Januar 2100 auf der Ebenalp sein wird. Alle Aussagen zu möglichen Stürmen, Dürren, Dauerregen sind reine Vermutungen und kein seriöser Klimaforscher hat je mehr gesagt als „es könnte sein, dass…“. Und auch kein seriöser Klimaforscher hat je behauptet, dass der Klimawandel nur und überall schlecht sein muss.

          • Sergej sagt:

            Sie vereinfachen das Ganze zu sehr. Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen reinen Vermutungen und den Berechnungen eines Klimamodells. Der Hinweis mit dem Wetter im 2100 ist nicht relevant – Klima und Wetter sind eben grundsätzlich verschiedene Begriffe. Die Warnungen der Klimaforscher sind sicher keine Raserei, Sie kennen wahrscheinlich die sorgfältig formulierten Berichte nur indirekt.

      • Tom Schott sagt:

        es würde ihrer argumentation dienen, wenn sie etwas weniger unlogisch daher käme. es sei jetzt bereits absehbar, dass nicht absehbare probleme auftreten werden… merken sie etwas?

        • Christian Weiss sagt:

          Das ist mit ein Problem: Sie können offenbar die Komplexität des Themas nicht erfassen.
          1. Zum heutigen Zeitpunkt absehbar ist: Die „Energiewende“ wird ein Milliardengrab. Der CO2-Ausstoss lässt sich damit aber nicht senken. Mit dem teilweisen Atomausstieg in D ist er sogar angestiegen. (von 9 auf 9,4 Tonnen pro Kopf seit 2010.)
          2. Wenn aufgrund des CO2 die schwärzesten Szenarien der Klimaapokalyptiker eintreten sollten, wird das, was uns heute als „Umweltschutz“ verkauft wird, nichts dagegen nützen, weil es den CO2-Ausstoss nicht senkt.
          3. Wenn die Klimakatastrophen eintreten, weil die Vorsorgemassnahmen nichts taugten, dann müssen Nachsorgemassnahmen ergriffen werden. Nur fehlt dannzumal dafür das Geld, weil es für unnütze Vorsorgemassnahmen verballert wurde.

  • Roland K. Moser sagt:

    Den Klimawandel hat es schon immer gegeben.
    Vor ca. 2500 Jahren war die Durchschnittstemperatur in Europa um ca. 1,5 Grad höher als heute.
    Umweltschutz ist natürlich trotzdem nötig. Aber auch ohne Mensch wird sich das Klima auf der Erde ständig ändern.

    • Emil Eugster sagt:

      Wie und von wem wurden denn diese 1.5 Grad höher als heute gemessen?
      Wieso glauben sie diese Zahlen aber, wenn die selben Wissenschaftler sagen, dass der Klimawandel mensch gemacht ist und wir einige Massnahmen treffen müssen (die Schweiz zu entvölkern ist nicht dabei) um die Folgen zu mindern, glauben sie diesen dann nicht mehr?

      • Roland K. Moser sagt:

        Das habe ich in einem Buch über die Besiedlung Europas gelesen.
        Das mit den Warm- und Eiszeiten und so kennen Sie auch?

        • Emil Eugster sagt:

          So ein Buch – aha.
          Habe ich gefragt woher sie die Zahlen haben? Nein!
          Sie weichen aus.
          Mir ging es darum zu erfahren, wie sie unterscheiden welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sie glauben wollen und welche nicht.
          Das sollten sie beantworten.

  • Beno Netzer sagt:

    Nun, im Artikel geht es nicht direkt um den Klimawandel sondern darum, dass Zweifel am Klimawandel und daran, dass er durch den Menschen ausgelöst oder beschleunigt wird, typischerweise aus dem politisch rechten Eck kommt. Daher möchte ich diejenigen Kommentatoren, welche hier so wehement gegen einen Zusammenhang anschreiben gerne fragen: Wie wählt ihr? Und, falls ihr nicht wählt, was haltet ihr von Trump? Also, Herr Weber, Herr Keller, Herr Rittermann, Herr Villiger, Herr Koster und all die Anderen: Wo stehen Sie politisch?

    • Rolf Wenning sagt:

      Herr Netzer, um was geht es Ihnen?

      Nochmal, damit auch Sie das verstehen, es geht nicht um die Frage – gibt es einen Klimawandel ja oder nein? – sondern es geht um die Frage, was diesen Klimawandel verursacht; d.h. es geht um die Ursache(n)! Der 2. Teil ihres Kommentars ist, mit Verlaub, nicht zielführend!

      • Beno Netzer sagt:

        Haben Sie den Artikel gelesen? Der Artikel thematisiert nicht den Klimawandel sondern wie wir dazu stehen und welche Rolle das politische Weltbild dabei spielt.

  • maja sagt:

    Also wer nicht alles glaubt was von oben kommt und sich nicht dumm stellt ist RECHTS aussen? Kein wunder ändert sich die Menschheit nicht, wenn immer mit den alten Methoden betrogen wird.

    • Christoph Bögli sagt:

      „Von oben“? Das kommt primär aus der breiten Mitte der globalen Wissenschaft, also all jenen, die von der Thematik etwas verstehen und sich ernsthaft damit beschäftigen. An irgendwelche Märchen „von oben“ glaubt man eher bei den Rechtsnationalen und -konservativen, immerhin ist dort der Anteil von Leuten, die an religiöse Dogmen sowie das faktenfreie Geschwafel selbsternannter Anführer glauben, besonders hoch. Aber kein Wunder wiederholt sich da die Geschichte permanent, wenn man in diesen Kreisen nicht fähig ist, sich ernsthaft mit den Fakten auseinander zu setzen und lieber dem Geschwafel von Polit-Clowns à la Trump glaubt..

  • Andrea Meier sagt:

    Sind eigentlich die damaligen Anhänger des Waldsterbens die heutigen Klimawandler? Was kommt wohl als Nächstes? Irgendwie müssen die sich ja beschäftigen…

    • Hansli sagt:

      @Meier Klar sind diejenigen die sich mit dem Waldstreben beschäftigt haben und dies mit technischen Massnahmen gestoppt haben, auch diejenigen die nun auch beim Klimawandel faktenorientiert handeln. Wer natürlich bereits damals alle Fakten ignorierte, den ganzen technischen Umweltschutz schlichtweg ignoriert, dessen Ignoranz bleibt beim Klimawandel bestehen.

  • Markus Schneider sagt:

    Ja, die Rechtsaussen sind grosse Sünder. In der Schweiz ist die 30%-Partei SVP sogar rechts „aussen“ (links „aussen“, das gibt es natürlich überhaupt nicht, aber item). Dass es zeitweise warm ist und wer weiss sogar wärmer wird – das ist doch gar nicht das Thema. Sondern dass die Linken glauben, damit mal wieder den grossen Reibach machen zu können: Das Klima muss geändert werden, man weiss zwar überhaupt nicht wie (sicher nicht durch Förderung der Atomkraft), aber man weiss ganz genau, dass die Steuern erhöht werden müssen und man weiss auch schon ganz genau, wer diese neu erhobenen Gelder verteilen soll. Das kommt überhaupt nicht in Frage.

    • Beno Netzer sagt:

      Lieber Herr Schneider. Danke, Sie haben als erster auf meine obige Frage geantwortet, wenn auch nur indirekt. Wenn ich Sie richtig verstehe wählen sie also SVP (zumindest das Gegenteil von Links) und der Klimawandel ist aus Ihrer Sicht eine Behauptung (eben der Linken).

    • Tom Schott sagt:

      die wortwahl „rechs aussen“ hat ihre gesinnungsgenossin maja ins die diskussion eingebracht, aber man kann’s natürlich gerne auch den gegnern in den mund schwindeln. und dass man die linken statt als „links aussen“ lieber gleich als „linksextrem“ verunglimpft, kann man für den momen verschweigen. und dann kann man auch gleich noch kurz unterstellschwindeln, dass die linken reibach machen wollen. ok, die bösen linken wollten wirklich einmal den armen reichen geld abnehmen, um damit so unnützen blödsinn wie eine ahv einzurichten. schon schlimm! aber ansonsten sind es wohl eher die rechten kapitalisten, die reibach machen wollen. und die dummen rechen mitläufer helfen fleissig dabei.

  • beat zehnder sagt:

    ein sehr guter artikel.meiner meinung nach fehlt aber noch etwas. auch wenn der klimawandel nicht vom menschen her rühren würde.ist es doch sehr unklug neue technologien nicht zu nutzen.ein umweltgerechtes system zu etablieren muss doch das ziel einer zivilgeschellschaft sein.alles andere ist selbstmord in raten.

  • Christoph Bögli sagt:

    Ein zentraler Punkt fehlt bei den Erklärungen noch: Das rechtsnationale Milieu ist generell wissenschafts- und bildungsfeindlich, alleine schon, weil die Tatsachen, komplexe Fakten und differenziertes Denken in klarem Widerspruch zu den eigenen Positionen stehen. Weil diese aber nicht falsch sein dürfen, muss darum die Wissenschaft falsch liegen und wird darum bei jeder Gelegenheit angegriffen.
    Diese Denkstruktur und Methodik findet sich auch bei Regligiösen und Verschwörungstheoretikern jeglicher Couleur sowie auch bei der opportunistischen Propaganda von neoliberalen Industrielobbyisten. Das gemeinsame Ziel ist letztlich, durch Dauerbeschuss die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft so weit zu untergraben, bis diese nur noch als eine „Meinung“ unter vielen wahrgenommen wird.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Die Klimawandelzweifler haben völlig Recht: alles ist relativ, nichts kann man wissen, alles nur glauben, höchstens ahnen. Selbst unsere Lebenszeit ist im Vergleich zur unendlichen Zeit unendlich klein. Ob man 90 Jahre lebt oder „nur“ 5 Jahre – beides ist genau gleich unendlich kurz (vgl. Life of Brian). Entsprechend sind das Gesundheitswesen, die Kriegsindustrie, Waffen generell, Verkehrsopfer, die Agrochemie, u.v.m. politisch völlig überbewertete Themen – wie immer von den hysterischen Linken. Ohne die Linke bräuchte es die Politik gar nicht. Alle sollen machen was sie wollen – es kommt eh gut. Ei, was könnte man da an Steuern sparen und gleichzeitig die Lebensqualität massiv steigern, zumindest kurzfristig sicher, aber etwas anderes zählt gar nicht, denn Zeit ist ja relativ… qed.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Binsberger 12:29: Sorry, nicht „Life of Brian“ sondern „Meaning of Life“ (ebenfalls Monty Python).

  • Etienne sagt:

    Anmerkung zum Text zum Bild:
    Seeelefanten sind auch Robben.
    Sie mögen übrigens Eis nicht besonders

  • Peter Schwarz sagt:

    Warum immer politisch ? Das Klima erwärmt sich. Treibhausgase tragen nebst anderer Einflüsse wie Sonnenzyklen und kleine Eiszeit im 1600 Jahrhundert dazu bei. Also egal wer wie viel Einfluss hat, es erwärmt sich. Schwieriger wird es bei den Folgen. Klimaerwärmung hat nicht für alle Nachteile. Die südliche Sahara also Sahelzone würden wieder feuchter, ein Hauptgebiet heutiger „Klima Flüchtlinge“ Nördliche Industriestaaten würden urbares Land gewinnen, insbesondere Russland. Bodenschätze im Norden werden zugänglicher, Seewege bleiben offen. Nachteile sind steigender Meeresspiegel, Unwetter und Ueberschwemmung. Also irgendwie ein Patt. Seien wir doch ehrlich, insgeheim will keine westliche Regierung wirklich etwas dagegen tun und vielleicht sollten wir es auch durchaus entspannter sehen.

  • Rolf Wenning sagt:

    Rechts aussen gibts keinen Klimawandel!

    Ich oute mich! Ja, ich bin begeisterter AFD Anhänger!
    Ja, ich bin gegen Windenergie und ja ich bin gegen Solarenergie!
    aber
    Nein, ich bin kein Dorftrottel und nein, ich leugne den Klimawandel nicht.
    Nur, Aktionismus lehne ich ab, ich lebe nach dem Motto:
    „erst denken dann handeln!“
    Die Grünen sind gegen Kernenergie und gegen Gas- & Kohlekraftwerke ?!

    und nun….. ?

    Wir können in Deutschland unsere Städte und Wälder mit Windmühlen zupflastern und das wird nicht ausreichen. Viele Wissen das, aber keiner bzw. wenige sagen das laut!
    Kriege, Hungersnöte, Epedemien und natürlich der steigende CO2 Ausstoß sind die Folgen. Warum reden wir nicht mal darüber.
    Und bitte, ich will niemanden Umbringen, dass Gegenteil ist der Fall!!!

    • Christian Weiss sagt:

      Ich frage mich eh schon lange, wann die „Klimaschützer“ durch die Bewegung für „Klimagerechtigkeit“ abgelöst werden. Wie sie richtig schreiben, hat der Klimawandel längst nicht nur negative Folgen. Wer bestimmt eigentlich dereinst, wer im angenehmen Klima leben darf, wo die Landwirtschaftserträge hoch sind, das Unwetterrisiko klein und die Temperaturen milde?
      Irgendwie massen sich die „Klimaschützer“ ja gerade mit ihren Massnahmen und Einschränkungen, die sie uns allen auflasten, an, sie wüssten genau, welches Klima das richtige ist.

      • Christoph Bögli sagt:

        Das ist doch gerade das Problem: Klimatische Veränderungen bedeuten automatisch, dass es zu entsprechenden Migrationsbewegungen kommt, weg von Gebieten, in denen das Leben schwieriger wird, hin zu solchen, wo es einfacher ist oder wird. Wenn man aber nun sieht, wie viele hier bereits durchs Dach gehen wegen ein paar „normalen“ Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen, der sollte das Problem der klimabedingten Veränderungen nicht einfach so vom Tisch wischen..

        • Christian Weiss sagt:

          Sie sehen wie Herr Hänggi das Problem nicht: Der Klimawandel findet in irgendeiner Weise statt, egal ob die selbsternannten „Klimaschützer“ Massnahmen dagegen ergreifen. Die Folgen sind nicht abschätzbar. Wer behauptet, er wisse, wie das Wetter in 50 Jahren ist, betreibt eben „Anmassung von Wissen“, wie wir bösen „Neo“-Liberalen sagen.
          Was wir aber mit Sicherheit anhand der heutigen Faktenlage schon wissen: Gegen Klimafolgen können sich reiche Gesellschaften wehren. Arme nicht.
          In den reichen Niederlande haben sie Land dem Meer abgerungen, im armen Bangladesch reicht das kleinste Hochwasser und schon wieder fliessen ein paar Quadratkilometer Kulturland davon.
          Wohlstandsvernichtungsprojekte wie die „Energiewende“ bringen uns Bangladesch näher. Am Klimawandel ändern sie nichts.

          • Christoph Bögli sagt:

            Blöderweise helfen Plattitüden und eine Vogel-Strauss-Politik erst recht nichts. Klimatische Prozesse und Zusammenhänge zu verstehen versuchen und daraus Vorhersage-Szenarien zu erstellen um mögliche Folgen und deren Wahrscheinlichkeiten abschätzen sowie allfällige Gegen- oder Anpassungsmassnahmen einleiten zu können, ist da allemal sinnvoller.
            Es ist durchaus so, dass politisch mit Schlagwörtern wie „Klimawandel“ und „Energiewende“ viel Schindluder getrieben wurden, Subventionsgräber bei alternativen Energien und erst recht veralteten Kohlekraftwerken und AKWs sind da nur ein unrühmliches Beispiel, wobei da viele Verfehlungen schon weit früher angerichtet wurden. Sich der Thematik völlig zu verschliessen und irgendwelche Markt-Dogmen zu predigen, bringt aber erst recht nichts.

  • Rolf Wenning sagt:

    sorry, irgendwie ist ein wichtiger Satz verloren gegangen.

    Die explosionsartige Entwicklung der Weltbevölkerung ist die eigentliche und primäre Ursache!

    … Kriege, Hungersnöte….

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Wenning 13:31: Die weltweite Anzahl Kinder zwischen 0 und 15 Jahren ist seit 20 Jahren gleich geblieben, Tenedenz sinkend. Das Bevölkerungswachstum findet nur noch wegen der steigenden Lebenserwartung statt. Wenn da der Deckel erreicht ist, wird die Bevölkerung sofort schrumpfen. Und dies auf einem Niveau, bei dem alle Menschen der Welt sitzend auf der Insel Mallorca Platz hätten und die Biomasse der Ameisen diejenige der Menschen um ein Vielfaches übertrifft. Und jetzt erklären Sie mir „explosionsartige Entwicklung der Weltbevölkerung“ und was Sie damit genau meinen. Ja, „explosionsartig“ trifft zwar zu, aber nicht auf die Weltbevölkerung sondern auf den Ressourcenanspruch einer kleinen Minderheit der Menschheit (vorwiegend weiss, westlich und männlich).

      • Rolf Wenning sagt:

        Frau Binsberger, wo haben Sie denn die Weissheit her? Schön wär es ja, aber die Realität sieht leider anders aus!

        http://www.welt.de/wissenschaft/article108263478/Auf-der-Erde-draengen-sich-bald-elf-Milliarden.html

        .. und warum so aggressiv?
        „…(vorwiegend weiss, westlich und männlich)?
        … was soll das?

        Wenn wir so miteinander umgehen, lösen wir damit irgendein Problem? Sie kennen mich doch gar nicht, was unterstellen Sie mir?

        • Nadine Binsberger sagt:

          @Wenning 17:23: Ich habe Ihren Link studiert. Schöne Kurve, nicht? Das Bevölkerungswachstum wird in historisch relativ kurzer Zeit abnehmen. Und lesen Sie meinen Kommentar? Die aktuell lebende Menschheit hat sitzend auf Mallorca Platz. Wieviel „mehr“ Platz brauchen wohl 11 Mia. Menschen (bevor die Bevölkerungszahl dann wieder sinkt)? Wie wesentlich ist dieser Unterschied wirklich bzw. wo genau wollen Sie unbedingt ein Problem erkennen? Und zu weiss und männlich und westlich: das bezieht sich auf den weltweit massiv überdurchschnittlichen Ressourcenanspruch. Möchten Sie mir da widersprechen oder nicht?

      • Peter Schwarz sagt:

        @ Frau Binsberger Etwas sehr ideologisch und einseitige Interpretation. Anzahl der Kinder ? Ja die war auch vor 20 Jahren zu hoch. Die Weltbevölkerung verdoppelt sich derzeit alle 35 Jahre. Nicht weil wir älter werden sondern hauptsächlich wegen zu vielen Kindern gerade in ärmeren Ländern. Der Anstieg der Lebenserwartung trägt lediglich zu 8% zu diesen Zahlen bei. Viel stärker beeinflusst diese die gesunkene Kindersterblichkeit. Dennoch, 7 Kinder im Durchschnitt ( z. B. Afrika, Arabische Welt ) sind definitiv besorgniserregend.

        • Nadine Binsberger sagt:

          @Schwarz 18:03: Meine Quellen sind offiziell anerkannte und beauftragte Forschungsinstitute zur weltweiten Bevölkerungsentwicklung, nicht selbsternannte Internetrechercheure. Ein Teil Ihrer Zahlen ist schlicht erfunden.

          • Tom Schott sagt:

            herr wenning hat im gegensatz zu ihnen immerhin eine quelle angegeben (wenn auch nicht gerade eine peer-reviewte forschungszeitschrift). ihre behauptungen stützen sich allerdings nur auf ihre eigene behauptung, dass sich ihre behauptungen auf anerkannte quellen stützen würden….

          • Nadine Binsberger sagt:

            @Schott 22:54 (7.6.): Das ist Absicht, mit der fehlenden Quellenverlinkung. Ich mag nicht Internetquellen angeben, denn im Internet findet man sowieso alles was man will, spätestens wenn man es selber vorher postet. Wer trotzdem leidenschaftlich Internetweisheiten suchen will, findet auch Internetpublikationen der von mir genutzten Quellen. Aber es setzt halt ein minimales ernsthaftes Interesse voraus und dass man meinen Kommentar liest und versteht (man kann halt nicht einfach klicken, ohne zu lesen). Die Stichworte dafür habe ich gegeben.

  • Christian Weiss sagt:

    Dieser Blogeintrag zeigt in eindrücklicher Weise auf, mit welch perfiden Unterstellungen und Diffamierungen die ideologisierte Ökobewegung gegen ihre Gegner agitiert. Da ein paar Klarstellungen:
    1. Der Klimawandel wird kaum von jemandem bezweifelt. Zurecht beanstandet wird der Grössenwahn jener, die so tun, als könne man über den CO2-Ausstoss das Weltklima steuern wie die Wohnungstemperatur am heimischen Thermostat.
    2. Ebenso zurecht wird die pure Symbolpolitik der Ökologisten kritisiert, die Milliarden von Subventionen ausgeben, ohne massgebliche Effekte bei der CO2-Senkung. Ganz im Gegenteil: Durch die panische Angst vor Atomen wird mit der Kernenergie sogar jene Energieform bekämpft, die am ehesten das Potenzial hat, den CO2-Ausstoss zu senken.

    • Christian Weiss sagt:

      3. Es ist überhaupt nicht absehbar, welche Folgen der Klimawandel jeweils lokal hat. Die Verschwendung von finanziellen Ressourcen und die Schädigung der Wirtschaft verhindert die Lösung von Problemen, die heute noch gar nicht absehbar sind. Mit einem Ansteigen des Meeresspiegels haben die reichen Niederlande deutlich weniger Probleme als das arme Bangladesch. Wer Geld hat, kann Massnahmen ergreifen.
      4. Die vermeintlichen „Umweltschützer“ bekämpfen nicht nur CO2-Senker wie die Kernenergie, sondern auch die Gentechnik, der eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Klimafolgen zukommt. Denn mit konventioneller Pflanzenzucht wird man allfälligen Veränderungen nicht in gleichem Masse beikommen.

      • Nadine Binsberger sagt:

        @Weiss 14:06: zum Thema Kernenergie: wie würden Sie denn zwischen Pest und Cholera entscheiden, wenn Sie eins davon nehmen müssten? Richtig: trotzdem beide lieber nicht. Genau so denke ich als Umweltschützerin in der Frage zwischen fossilen und atomaren Energien: einfach bei de lieber nicht. Ist das so schwierig zu verstehen?

        • Christian Weiss sagt:

          Wer die Kernenergie mit Pest und Cholera vergleicht, hat keine Ahnung von Kernenergie.
          Wir produzieren in der Schweiz seit 60 Jahren sicher, verlässlich, umweltfreundlich und kostengünstig Atomstrom.

          • Nadine Binsberger sagt:

            @Weiss 16:23: Stimmt. Wir sind also noch besser als die Japaner, die das nur bis 2011 geschafft haben. Und die Mini-Kernschmelze bei uns in Lucens (VD) zählt ja nicht wirklich. Im Gegenteil: dank ihr haben wir Erfahrungen gesammelt, die uns nun konkurrenzfähig machen. Zudem war Fukushima höhere Gewalt. Das kann uns in der CH nie nie nie passieren, völlig unmöglich. Und überhaupt: soll mal jemand beweisen, dass irgendeine Person an den Folgen von Verstrahlung gestorben ist. Ihwo, die hatten ohnehin schwache Herzen und Blasen und hatten einfach den falschen Job. (Ich hoffe, Köppel entdeckt mich jetzt endlich als Naturtalent für sein intellektuelles Hochniveau-Blatt. Alles schon im Sandkasten gelernt und immer noch nicht vergessen. Gut nicht? Ha!)

          • Christoph Bögli sagt:

            Man kann sich die Realität natürlich auch so zurecht biegen. Fakt ist, dass Kernenergie ökonomisch nur aufgrund massiver direkter und indirekter Subventionen funktioniert hat und weil die Endlagerunsproblematik bequemerweise einfach ignoriert wurde. Kernenergie war gesellschaftlich wie ökonomisch letztlich immer eine Sackgasse, die auch ganz ohne Unfälle ein unerfreuliches Ende hat.

          • Tom Schott sagt:

            jaja, und ebenso sicher und verlässlich wird der abfall noch generationen nach uns verstrahlen. wir werden in unseren gräbern noch mitstrahen ob unserer grosstaten…

          • Tom Schott sagt:

            und wer die analogie zwischen erdöl und atomenergie einerseits und pest und cholera andererseits nicht versteht, hat keine ahnung von allen vieren.

          • Christian Weiss sagt:

            @ Binsberger: Sie werden keine Energieerzeugungsform in der Schweiz finden, die als einziges nennenswertes Ereignis ein Vorfall wie die Kernschmelze von Lucens vorweisen kann. Brände und Kurzschlüsse, Stürze bei der Montage mit Todesfolge bei Photovoltaikanlagen, Druckwasserstollenbrüche bei Wasserkraftanlagen waren in den vergangenen Jahrzehnten weit häufiger und bei der Photovoltaik gehen die Unfälle auch noch mit einer armseligen Produktionsmenge einher.
            Das ist das Riesenproblem von Euch Atomgegnern: Ihr seid nicht mal annähernd in der Lage, Risiken richtig einzuschätzen und abzuwägen.
            Und ja! Der Tsunami war höhere Gewalt. Er hat auch über 16’000 Menschen getötet. Wie wär es da mal mit einer empathischen Betrachtung, was für Japan das wirklich schlimme Ereignis war!

          • Christian Weiss sagt:

            @ Bögli: Es ist von grosser Dreistigkeit angesichts der hunderten von Milliarden Euros, die in Deutschland für die „Energiewende“ verlocht wurden, ohne dass die „Wende“ auch nur einen Furz gebracht hätte, immer wieder das Märchen von der hochsubventionierten Kernkraft aufzutischen.
            Tatsache ist, dass Kernkraftwerke ab Strompreisen von 4 Rappen pro Kilowattstunde rentabel laufen, während die in Deutschland gesetzlich verordneten Abnahmepreise für Windstrom bei mindestens 8 Rappen liegen und für Sonne noch höher. Kernkraftwerke produzieren überdies verwertbaren Bandstrom, während der Zufallsstrom aus Wind- und Sonnenstrom 100%ige Ausgleichsleistung in Bereitschaft braucht, weshalb in D der konventionelle Kraftwerkspark immer noch gleich gross ist wie vor 10 Jahren.

          • Emil Eugster sagt:

            Frau Binsberger die Parole vom verlässlichen, umweltfreundlichen und kostengünstigen Atomstrom bringt Herr Weiss immer dann, wenn er mit seinen dünn gestreuten „Argumenten“ am Ende ist – also relativ oft – als Provokation. Einfach ignorieren und sich nicht provozieren lassen.
            Für ihn lohnt sich die Atomenergie eben, da er wahrscheinlich für seine Trollbeiträge bezahlt wird.

  • Rote Fabrik sagt:

    Marcel Hänggi ist Wissenschafts- und Umweltjournalist und lebt in Zürich.
    Verbandszeitschriften
    Greenpeace Schweiz («Greenpeace Magazin»)
    IG Rote Fabrik («Fabrikzeitung»)
    ProVelo («Velojournal»)
    Pusch Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz («Thema Umwelt»)
    Schweizerische Energiestiftung («Energie und Umwelt»)
    Interessante Interessen „cui bono“

    • Peter Krummbuckel sagt:

      Danke für die Info. Das habe ich mir schon gedacht, ein Meister der Geldumverteilung !

    • Christoph Bögli sagt:

      Sie wissen aber schon, dass das Politblog ein Forum für politische Meinungen von Interessensvertretern ist? Es schreiben etwa auch SVPler, Geschwerkschafter, Vertreter des Wirtschaftsverbands oder des VCS, etc. hier, sind Sie da dann jeweils auch erstaunt, dass jeweils keine ausgewogenen, neutralen Beiträge sind?

      • Manuela Baumann sagt:

        @Bögli: Sie wollen die Problematik nicht verstehen. Der Autor wird neutral als Journalist vorgestellt, und nicht als Journalist, der für die links-grüne Ökolobby arbeitet. Transparenz, Sie verlangen das doch, oder?

        • Tom Schott sagt:

          der journalist wird ganz klar als umweltjournalist bezeichnet. und dass er für irgendeine „lobby“ arbeitet, unterstellen lediglich sie, frau baumann, und zwar ziemlich transparent verleumderisch.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Fabrik 14:13: Wow, er muss mindestens so reich sein wie die Saudis, die Bushs und die Freys zusammen! Vielen Dank für diese tiefgründige und vielsagende Recherche!

  • Peter Krummbuckel sagt:

    Sie leugnen nicht den Klimawandel, sondern dass dieser vom Mensch verursacht wird. Man sagt, die Sonnenstrahlung hätte einen viel grösseren Einfluss, als wir bis anhin gedacht haben. Und Klimaschwankungen hat es schon immer gegeben. Das heisst aber nicht, dass wir zur Umwelt keine Sorge tragen müssten. Ich frage mich nur, was die Umwelt mit Geld (Strafsteuern-Abgaben und Gebühren) machen soll. Das Ganze halte ich für eine Geldumverteilungsmaschine, so wie bei den alten Inkas, die Abgeld zahlen mussten, wenn das Wetter Verrückt spielte.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Und Klimaschwankungen hat es schon immer gegeben.“ Der Kernsatz im „Argumentarium“ der Klimaleugner, mit dem sich jede weitere Diskussion erübrigt.

  • Marcel Senn sagt:

    Machen wir uns nichts vor – mittlerweile ist die ganze Welt (Staaten, Firmen und Finanzinstitute, Private) mit rund 300% des Welt-BIP so verschuldet, dass wir zum rücksichtslosen Wachstum verdammt sind nur damit die Zinsen und der Schuldendienst noch aufrecht erhalten werden kann. Und dazu brauchen wir sehr viel (fossile) Energie!
    Kein Wunder leugnen unsere rechtsreaktionären und oft grosskapitalaffinen Parteien den Klimawandel, denn mit Einschränkungen bei fossilen Brennstoffen würden die Profite geschmälert und das ganze Schuldenkartenhaus könnte noch früher in sich zusammenbrechen.
    Ueber 2000 Mrd Tonnen CO2 hat der Mensch in den letzten 200 Jahren schon freigesetzt und für die nächsten 1000 Mrd Tonnen werden wir keine 30 Jahre mehr benötigen — Klimakonferenzen hin oder her!

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Die Hintergründe für das Leugnen des menschgemachten Klimawandels sind ganz simpel, genau so simpel wie die Köpfe, die ihn leugnen. 1. ich konsumiere, also bin ich. 2. ich habe einen dicken Schlitten, also bin ich etwas wert. 3. ich langweile mich mit meinem leeren Kopf, also brauche ich ein Auto, einen Töff, einen Flug, damit „etwas läuft“ in meinem Leben. Diese Konsumbedürfnisse werden natürlich von der Erdöl- und Autolobby mit Milliarden-Werbebudgets in die Köpfe von Menschen gehämmert, die mit Kultur im anspruchsvolleren Sinn nichts anfangen können.

  • Christian Weiss sagt:

    Der Neusprech in solchen Artikeln fasziniert mich auch immer wieder:
    Wenn Strassenverkehrsnutzer mittels „Milchkuhinitiative“ verlangen, dass das von ihnen eingezahlte Geld im Strassenverkehr verbleibt, unterstellt man ihnen einen böswilligen Eigennutz.
    Wenn gut verdienende Lobbyisten der „Cleantechbranche“ anderen Leuten an Geldsäckel wollen und sich ihre utopischen und offensichtlich nicht marktfähigen Ideen von der Allgemeinheit bezahlen lassen wollen, dann spricht der Rot-Grüne bemerkenswerterweise nie von „Eigennutz“.
    Dann ist es ja für die angeblich gute Sache.
    In dieser kruden Weltsicht ist derjenige, der das von ihm erarbeitete Geld behalten will, der „Egoist“, während der, der anderen die Taschen leeren will, um das Geld in seine zu stecken, als „Wohltäter“ gilt.

    • Tom Schott sagt:

      Auch faszinierend: Strassenverkehrsteilnehmer nennen Sie Strassenverkehrsteilnehmer. Umweltschützer nennen Sie gut verdienende Lobbyisten der Cleantechbranche. Wieso eigentlich nicht Luxusschlittenfahrende Strassenverkehrslobbyisen? Die Strassenverkehrsnutzer wollen anscheinend, dass das Geld im Strassenverkehr bleibt. Die Umweltschützer wollen aber anderen Leuten an den Geldsäckel. Merken Sie Ihren Polemiksprech? Die wuchtig abgelehnte Milchkuhinitiaitve, die sich nun wirklich als politisch zum Glück nicht realisierbare Utopie herausgestellt hat, bekommt das entsprechende Etikett nicht umgehängt, aber die Ideen von real existierenden Windkraftwerken etc. werden als utopisch bezeichnet. Etc. etc. etc. Wie kann man nur glauben, dass die verzerrte Darsellung beim Leser nicht auffällt?

      • Christian Weiss sagt:

        Warum ich sie „gutverdienende Lobbyisten der Cleantechbranche“ nenne? Weil sie das genau sind. Warum ich sie nicht „Umweltschützer“ nenne? Weil sie das genau nicht sind. Es ist die grösste Selbstlüge, dass der ganze „Energiewende“-Mumpitz gut für die Umwelt ist. Die Zerstörung der Landschaft ist gewaltig. Der CO2-Ausstoss sinkt um kein Gramm, sondern dank der Abschaltung der Kernkraftwerke steigt er sogar an.
        Und längst nicht alle Verkehrsteilnehmer fahren Luxusschlitten.

  • Regula Glauser sagt:

    Der blinde Glaube in den Kapitalismus gerät in Konflikt mit der Evidenz des Klimawandels.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Glauser 16:43: Die unsichtbare Hand wird eben alles zum Guten wenden, egal wie es rauskommt. Wenn der Mensch sich selbst eliminiert, dann musste es wohl so kommen und dann wirds auch gut sein so. Nur ja nicht intervenieren, sonst kommts ganz schlecht heraus. Das sieht man daran, wie schlecht die Welt ist. Das ist alles wegen den ständigen Interventionen überall, durch Menschen die meinen, irgendetwas planen und – noch schlimmer – auch noch umsetzen zu müssen! Völliger Machbarkeitswahn herrscht…

    • Christian Weiss sagt:

      Das Milliardengrab „Energiewende“ mit den ganzen planwirtschaftlichen Mechanismen wie garantierte Preise für „Erneuerbare“, Abnahmepflicht für die Stromverteiler, unabhängig davon, ob sie den Strom brauchen können, und den daraus resultierenden technischen und wirtschaftlichen Problemen bei der Energieversorgung haben eigentlich einmal mehr deutlich bewiesen, dass es immer noch sehr viele Leute gibt, die auch nach dem x-ten Systemversagen an den Schwachsinn Sozialismus glauben. Das nenn‘ ich dann blind.
      Und die CO2-Ausstoss-Werte Deutschlands (pro Kopf fast doppelt so hoch wie im Kern- und Wasserkraftland Schweiz) zeigen auch noch, dass die „Energiewende“ das untauglichste Mittel gegen den menschgemachten Klimawandel ist.

  • Roland K. Moser sagt:

    Die Klimaschwankungen hat es schon immer gegeben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Milankovi%C4%87-Zyklen

    • Monique Schweizer sagt:

      Ist ja schön und nett Ihr Milankovi Link — aber es hat noch nie über 7.3 Mrd Menschen gleichzeitig auf dem Planeten gegeben und das Klima hat sich auch noch nie so relativ schnell verändert.
      Sie beziehen sich auf Zyklen von bis zu 420’000 Jahren – solange gibt den modernen Menschen noch gar nicht.
      .
      Dieser Spruch „Klimawandel hat es schon immer gegeben“ als Ausrede, dass wir mit den fossilen Energien einfach weitersauen können ist doch nur als billige Propaganda für rücksichtslose Kleingeister geeignet!

  • Reto Stadelman sagt:

    Einer der wichtigsten Gründe warum ich rechte Parteien, wenn überhaupt, nur unter grossen Vorbehalt wählen kann, ist ihre unwissenschaftliche Haltung gegenüber dem Umweltschutz und dem Klimawandel. Da verraten sie ihre eigenen Wähler, wie in diesem Beitrag gut festgehalten wurde. Das habe auch ich noch nie verstanden.
    Ich halte beide aufgestellten Thesen für möglich. Wobei ich die erste These etwas merkwürdig anmutet. Durch Nachhaltigkeit teilt man nicht automatisch Ressourcen.
    Ich würde noch eine simple dritte These hinzufügen: Es ist opportun sich gegen Umweltschutz auszusprechen. Auf der Seite der Politik kann man kaum mehr etwas holen. Zumindest die Parteistrategen denken das, obwohl ich dem widersprechen würde. Es ist also einfach Kalkül.

  • Max Moritz sagt:

    Aber hallo? Erstaunt es denn wirklich jemanden, dass es für Rechts aussen keinen Klimawandel gibt? Schliesslich gibt es ja auch keine Wohnungsnot, keine Altersarmut, keine Abzockerei. Und die Erde ist nach wie vor eine Scheibe mit Rand in Schaffhausen und Chiasso.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Moritz 18:18: Das kann gar nicht anders sein, denn etwas anderes gibt es in meiner Erfahrungswelt gar nicht. Die Erde, eine Kugel? Sowas absurdes aber auch können sich nur die Linken ausdenken…

  • Roger sagt:

    Ich staune immer, mit welcher Arroganz sich viele Leute über elementarste Fakten hinwegsetzen. Es geht bei der Klimaproblematik nicht um „Glauben“, es geht um Wissen. Die beiden zentralen Fragen (1. Erleben wir in den letzten Dekaden einen beschleunigten Anstieg der globalen Temperatur? 2. Welche Rolle spielt das Handeln des Menschen dabei?) beschäftigen die Wissenschaft seit x Jahren. Sie sind mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit weitgehend beantwortet (1. Ja 2. Die Hauptrolle); es besteht ein klarer Konsens. Die Staatengemeinschaft hat mit Abschluss des Abkommens von Paris bekräftigt, dass Handlungsbedarf besteht. Wer diese zentralen Erkenntnisse anzweifelt, hat auf wissenschaftlichem Weg eine Begründung für seine Zweifel zu geben. Alles andere ist haltlos oder eben populistisch.

  • Bodenmann René sagt:

    Dieses Denken ist kein Widerspruch zu ihrer Politik. Diese Kreaturen wissen genau, dass sie mit ihrem Geld zu ihrer Lebenszeit jederzeit der Katastrophe ausweichen können. So können sie auf Kosten mit ihrer Dumm gehaltenen Klientel ein schönes Leben geniessen. Was danach kommt geht ihnen am Anus vorbei, dann sind sie nicht mehr da. Menschen die so denken, haben auch keine Beziehung zu Ihren Kindern und schon gar nicht für die Menschheit. Es sind verantwortungslose Egoisten die nur an ihren eigenen Vorteil denken und so ist auch ihre Politik, kurzsichtig, dumm erfüllt aber ihren eigenen egoistischen Zweck.

  • Markus huber sagt:

    Die Zeit wird uns davon rennen, wenn wir weiter darüber streiten, ob der Klimawandel jetzt von uns verursacht wird oder natürlichen Prozessen folgt. Fakt ist, dass eine so rasche Veränderung nur durch externe Einflüsse erklärt werden kann wie Meteoriteneinschlag, Ausbruch eines Supervulkans oder unsere extensive Nutzung fossiler Energieträger. Tatsächlich werden wir in 15 bis 25 Jahren unser CO2 Budget für die 2 Grad Überschreitung erreicht haben. Was danach kommt, inklusive Rückkoppelungseffekten kann die Wissenschaft nicht stringent erklären. Aber es wird sehr hässlich werden. Jetzt müssen wir den Umbau der Konsumgesellschaft in eine resourcenneutrale Gesellschaft angehen. Nicht sehr attraktiv für die Reichen und Mächtigen, vielleicht aber besser und gerechter für uns Alle. Packen wir an

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