Ausgelagerte Klimapolitik?

Gewissenhafte Unternehmer lösen Probleme dort, wo sie entstehen. In diesem Sinne handelt just Economiesuisse pflichtvergessen: Der Wirtschaftsdachverband will die Klimaschuld der Schweiz nicht hier begleichen, sondern im Ausland. Konkret bekämpft Economiesuisse den Plan des Bundesrats, den Ausstoss von Treibhausgasen zwischen 2020 und 2030 um 50 Prozent zu senken, mindestens 30 Prozentpunkte davon im Inland. Economiesuisse schlägt stattdessen vor, die gesamten 50 Prozent im Ausland einzusparen.

Zugegeben: Eine Tonne CO2 im Ausland zu reduzieren, kostet viel weniger Geld als hierzulande. Doch es ist scheinheilig, den Klimaschutz vollständig auszulagern, die reduzierten Tonnagen aber im Inland zu verbuchen, ohne in der Statistik die graue Energie zu berücksichtigen, die im Ausland durch unseren Import anfällt. Würde diese mitgerechnet, müsste die Schweiz bedeutend mehr Treibhausgase einsparen.

Klimapolitik berührt zudem Fragen der Ethik. Das fossile Zeitalter hat nicht zuletzt der Schweiz Reichtum beschert. Es wäre deshalb nichts als fair, wenn unser Land seine klimapolitische Verantwortung vorbildlich wahrnähme. Das bundesrätliche Ziel liesse sich dabei ambitionierter ausgestalten, etwa mit einer Reduktion von 70 Prozent von 2020 bis 2030, mindestens 40 Prozentpunkte davon im Inland.

Werden sich National- und Ständerat nicht einig, ist die geplante Revision des CO2-Gesetzes gescheitert.

Traurige Realität: Klima-Protest in Lugano. (Keystone)

Traurige Realität: Klimaprotest in Lugano. (Keystone)

Ein solches Vorhaben – und damit sind wir wieder beim Geld – wäre auch eine Chance für die hiesige Wirtschaft. Heute fliessen für den Kauf von Öl, Gas, Kohle und Uran Jahr für Jahr rund 13 Milliarden aus der Schweiz – eine immense Summe, die man besser im Inland investieren würde, um den Umbau des Energiesystems voranzutreiben und ­Arbeitsplätze zu schaffen. Speziell profitieren könnten namentlich die KMU in Form neuer Aufträge, etwa für den Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen. Natürlich gäbe es auch Verlierer, beispielsweise die Betreiber von Atomkraftwerken. Doch jeder ökonomische Prozess ist bekanntlich ein Akt schöpferischer Zerstörung.

Die Politik von Economiesuisse allein wäre noch keine ernstliche Gefahr. Doch ihre Verbündeten im Parlament, die SVP und die FDP, stellen seit den Wahlen vom Herbst eine Mehrheit im Nationalrat. Damit ist das Klimaziel des Bundesrats in der Schwebe. Werden sich National- und Ständerat nicht einig, ist die geplante Revision des CO2-Gesetzes gescheitert.

Hinzu kommt: In trockenen Tüchern wäre die Klimapolitik ab 2020 auch nicht, sollte das Parlament dem Bundesrat folgen. Es brauchte in einem weiteren Schritt griffige Instrumente, um sie zu erreichen. Dazu zählt die Einführung einer Lenkungsabgabe auf Treibstoffe – mit dem Ziel, Benzin und Diesel zu ersetzen oder deren Verbrauch zumindest zu drosseln. Lenkungsabgaben werden der Bevölkerung und der Wirtschaft auf unterschiedliche Art zurückerstattet, sind also keine Steuern. Gleichwohl werden sie von der SVP und der FDP genauso behandelt, sprich: verteufelt. Die beiden Parteien entlarven sich damit selber: Für sie ist Klimapolitik ein ideologisches Kampffeld.

46 Kommentare zu «Ausgelagerte Klimapolitik?»

  • Andreas Müller sagt:

    Während Indien das Äquivalent von 100 KKW Gösgen in Form von Solarkraftwerken baut, stampft China das Äquivalent von 350 KKW Gösgen in Form von Windkraftwerken aus dem Boden. In den USA baut Tesla eine gigantische Fabrik zur Produktion von neue Superbatterien. Jeder Bauernhof von Kopenhagen bis Budapest und von Berlin bis Lissabon hat ein Solardach. Und die Schweiz? Die schützt das Hochmoor bei der Grimselstaumauer baut Gaskraftwerke und kauft CO2 Zertifikätli. Das sind so in etwa die Relationen. Wir werden schon bald Energie teuer einkaufen müssen weil unsere Politiker pennen.

    • Daniel sagt:

      Technischer Sachverstand. Eigentlich ein Gebot der Stunde. Ich empfehle ihnen wärmsten sich auch etwas davon anzueignen.
      1) Indien hat viel mehr Sonne, Solaranlagen sich daher sinnvoll, im Gegensatz zur Schweiz…
      2) Tesla bau eine Akku-Fabrik? Tesla hat gar nicht die Technologie dazu, es sind die Japaner von Panasonic, welche für Tesla eine Akkufabrik bauen…
      3) Konstante Stromerzeugung eines AKW’s mit Flatterstrom von Solaranlagen (bringen nur Strom wenn die Sonne scheint) ist Blödsinn, Energie ist nicht in genügendem Masse speicherbar…
      etc..

      • Felix Rothenbühler sagt:

        Flattern tut vor allem der Verbrauch: A stellt den Staubsauger an, bei B fährt die Sägerei hoch und bei C ist Türöffnung seines Kaufhauses. Je darüber nachgedacht, wie die Lastkurve an verschiedenen Stellen des Stromnetzes in solchen Momenten aussieht? Was sollen da konstant arbeitende Kraftwerke bringen? Ah, billigen Nachtstrom aus AKWs, den man mit Elektrospeicheröfen verheizen muss, weil man nicht weiss wohin damit…

  • Josef Marti sagt:

    Wohl eher liegt ein ideologisches Kampffeld der rot grünen Gutmenschen vor, die zum Glück vom Wähler abgestraft wurden. Die angebliche Rückerstattung von Lenkungsabgaben ist eine Mogelpackung und hinterhältige Bauernfängerei. Hauptsache die Grünen Roten und CVP können dem Büezer immer wieder neue Verbrauchsabgaben aufzwingen, das scheint eine Lieblingsmassnahme von Mitte Links zu sein.

    • Jan Hug sagt:

      Dank Ihren so genannten Gutmenschen ist heute überhaupt noch ein Zusammenleben in der Schweiz möglich. Und noch etwas anderes, wenn Sie anders Denkende als Gutmenschen „beschimpfen“, sehen Sie sich dann als Schlechtmensch? was ist negativ daran ans gute im Menschen zu glauben?

      • Andreas Müller sagt:

        Ich kenne z.B einen Grünen Stadtrat der in Neuseeland Urlaub macht. Aber mir dann vorschreiben wollen, ich solle Rad fahren. Es nervt kolossal wenn einem Grüne andauernd vorschreiben möchten, wie man sich zu Verhalten hat, selber aber die eigenen Forderungen mit Füssen treten. Warum wollen Grüne in Städten leben? Es bestehen doch extrem viel Möglichkeiten auf diesem Planten ein naturnahes und einfaches Bio-Leben zu leben, nur ist dass dann hat etwas schwieriger, als in der Stadt auf dem Sofa zu hocken und den andern Vorschriften machen zu wollen, und auch etwas unbequemer.

        • Max Bruppbacher sagt:

          informieren sie sich mal über nachhaltige lebensziele. Leben,arbeiten in der Stadt ist ressourcen ärmner und ökologischer als auf dem land! sie benötigen weniger platz, beeinflussen das ökosystem weniger, müssen nicht pendeln, geniessen aglomerationsvorteile etc..

          • Andreas Müller sagt:

            Es ist eine Sache wie ich meine Lebensziele definiere. Die andere Sache ist es ob ich diese meinem Nachbar aufzwängen möchte unter dem Label “Meines ist halt besser als Deines“. Wann lernen die Grünen Andersdenkende und andere Lebensmodelle zu akzeptieren?

    • Max Bruppbacher sagt:

      @marti Sie als „büezer“ sollten doch merken dass die linken Parteien die einzigen sind welche sich für sie einsetzen!
      Ihre AHV, IV, EO, Mutterschaftversicherung, Pensionskassen, GAV, Gewerkschaften kurz alles was ihr leben einfach und besser macht wurde von den linken erkämpft!

      • Andreas Müller sagt:

        Soso, war es nicht ein Herr Tobler der in Bern eine Schokoladenfabrik unterhalten hat, der als erster seinen Leuten eine Pensionskasse eingerichtet hat und Ferien einführte. Ein Industriellen als, das natürlich Feindbild des gemeinen Sozis.

    • René Mago sagt:

      Danke für ihr Kompliment, ich bin lieber ein Gutmensch als das Gegenteil.

  • Roland K. Moser sagt:

    Was nicht scheinheilig ist:
    Die Schweiz kann selbst bis zu 5 Millionen Menschen ernähren. Für alle anderen müssen jeden Tag 100 % der Lebensmittel importiert werden.
    Würden diese Menschen in ihrer Heimat leben, würde der CO2-Ausstoss für den Transport der Lebensmittel für 3,5 Millionen Menschen täglich wegfallen.

  • Scrubinho sagt:

    „lösen Probleme dort, wo sie entstehen.“
    Also sollte die Weltweite Klimapolitik sich erstmal auf die USA und China konzentrieren oder nicht ?

    • Andreas Müller sagt:

      Im Unterschied zur Schweiz sind die beiden genannten Länder mit Hochdruck daran die Probleme zu lösen. Fahren sie mal nach China und staunen sie wie viele Menschen dort mit eBikes, eMopets eAutos rum fahren. In Shanghai ist für Langnasen recht gefährlich wegen den Elektrofahrzeugen, denn man hört sie kaum. Es braucht schon einem Weile bis man sich daran gewöhnt hat. Solche Erfahrungen stehen natürlich diametral zu dem von den Grünen und einem Grossteil der Medien gezeichneten Bild vom Superklimasünder China.

      • Daniel sagt:

        Mann kann es drehen und wenden wie man möchte, der CO2 Ausstoss pro Kopf ist in China viel grösser als in der Schweiz… Nix da mit Vorbild China…

        • Andreas Müller sagt:

          Hauptsache das Feindbild China stimmt. Das man dort sehr schnell Änderungen realisieren kann das verpennen die Schweizer…

  • Peter sagt:

    krank diese klimapolitik,

    es sollen erst mal alle länder den pro kopf ausstoss auf unser nievau senken, bevor wir uns selber weiter beschränken

  • Felix Rothenbühler sagt:

    Die (Teil-) Verlagerung der Reduktion ins Ausland kann man m.E. angehen unter der Voraussetzung, dass der Massstab nicht die Tonne CO2 ist sondern das dafür aufgewendete Geld. Angenommen die Reduktion einer Tonne CO2 kostet in der CH 80.-, dann sollte man durchaus mit, sagen wir mal 80% von diesem Geld im Ausland ein Mehrfaches dieser Tonne CO2 reduzieren dürfen. Dann entstünden Win-Win-Situationen: Die hiesige Wirtschaft spart 20% der Ausgaben und das Klima gewinnt ein Mehrfaches einer reduzierten CH-Tonne CO2.

    • D. Keller sagt:

      Übrigens bezahlt das nicht „die Wirtschaft“ sondern grösstenteils der Bürger.
      Eine Win-Win Situation hätten Sie bereits, wenn statt im Inland teuer xx Tonnen CO2, im Ausland xx+10% Tonnen CO2 eingespart würden (zu einem Bruchteil der Kosten). Die Umwelt hätte (weltweit) mehr profitiert, die Schweiz ihre Ziele übererfüllt(!), und dem Bürger wäre das Geld nicht aus der Tasche gezogen worden. DAS wäre Win-Win inkl. Bürger.

  • Jan Hug sagt:

    Sehr guter Beitrag der den Bremsklotz klar aufzeigt: Monetäre Interessen

  • Rolf Fritz sagt:

    Durch die einseitige Festlegung auf CO2 als Klimakiller werden die wirklich grossen Probleme, 1. Vermüllung der Meere durch Plastik 2. Weltweite Abholzung, ausgeblendet, da mit diesen Problemen weder Geld gemacht noch umverteilt werden kann.

    • Max Bruppbacher sagt:

      Beide Probleme werden mt nichten ausgeblendet. Die Vermüllung hat einfach nur begrenzt mit dem Klima zu tun und über die Abholzung gibts im IPCC sogar ein eigenes Kapitel! CO2 ist einfach der grösste mensch beeinflusste faktor und auch der faktor an dem wir alle etwas ändern können.

  • D. Keller sagt:

    Beim tiefen pro Kopf CO2 Ausstoss der Schweiz erinnern diese neuen Ziele schon an Selbstkasteiung.
    „Doch es ist scheinheilig, den Klimaschutz vollständig auszulagern, die reduzierten Tonnagen aber im Inland zu verbuchen, ohne in der Statistik die graue Energie zu berücksichtigen, die im Ausland durch unseren Import anfällt. Würde diese mitgerechnet, müsste die Schweiz bedeutend mehr Treibhausgase einsparen.“
    Wie ist das denn heute? Werden bei Schweizer Exportprodukten die angefallenen CO2 Ausstösse in der Statistik auch abgezogen?

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Was exportiert denn die Schweiz, was so gross CO2 produzieren würde?

  • Rolf sagt:

    Mir ist es noch immer zu kalt und wenn ich nach draussen schaue zu nass auch noch

  • Sieglinde Lorz sagt:

    Vor allem wichtig: den Verbrauch reduzieren! Effizienz hat bisher immer zur Steigerung des Energieverbrauchs geführt. Das beweisen uns die Statistiken des Energiekonsums. Suffizienz ist das Stichwort. Dies wird leider immer mit Verzicht gleichgesetzt. Doch wir verzichten momentan auf unsere zukünftige Lebensgrundlage, indem wir sie vernichten und ganz aktuell auf ein gesundes (Mass an) Leben. Das ist schlicht weg dumm.

  • Peter sagt:

    Mit der „Rückerstattung“ über die Krankenkassenprämie wird das von Dreyfuss geschaffene Problem kaschiert!

  • alexander müller sagt:

    Das ethische Arguemnt „vorzüglichen“ Handels scheint mir etwas dürftig, denn das Geld ginge bei einer Reduktion eben nicht in die reiche Schweiz sondern in ärmere Länder wo übrigens eine Umstellung / Verbesserung des Gebrauchs fossiler Energien oft auch stärkere Sekundäreffekte (bessere Luft etc) zur Folge haben kann hierzulande.
    Der Grund weshalb Baugewerbe und die hiesige Cleantech Industrie gegen die Reduzierung im Ausland sind ist der, dass Sie das Geld natürlich gerne in ihre Branchen fliessen sähen. Das Argument gegen Auslandsreduktion ist mehr ein wirtschaftspolitisches denn ethisches

  • Werner Aebischer sagt:

    Es wäre fatal, wenn die CO2-Gesetzesrevision an den neuen Parlamentsmehrheiten scheitern würde. Diese Mehrheiten sind ja vorallem auch auf Ursachen zurückzuführen, welche in Zusammenhang mit unserer zu hohen Umweltbelastung stehen. Ich zähle auch auf die Vertreter der Landwirtschaft, welche doch stark betroffen sind und sich teilweise durch gute vollzogene Gegenmassnahmen (Holzfeuerungen, Biogasanlagen, Fotovoltaik) auszeichnen. Die starke Preisreduktion der fossilen Energieträger sollten heute mit einer Lenkungsabgabe abgefedert werden, damit die guten Vorsätze nicht gestoppt werden.

  • Hansruedi Tscheulin sagt:

    CO2 hat keinen nennenswerten und schon gar keinen nachhaltigen Einfluss auf die Temperatur der erdbodennahen Luftschichten. Das IPCC selbst verzichtet heute auf explizite Angaben zum angeblichen atmosphärischen Treibhauseffekt. Die ominösen -18°C sind mit den ebenso ominösen +15°C, die auch schon mal +14°C waren, verschwunden. Die Meeresspiegel steigen nicht in alarmierender Weise. Das Eis in der Arktis ist im Sommer nicht völlig verschwunden. In der Antarktis wächst es. Jetzt werden auch die Temperaturen „homogenisiert“, sodass ein stärkerer Anstieg entsteht – jedenfalls auf dem Papier.

    • Max Bruppbacher sagt:

      Jedesmal wennes ums Klimageht kommt der Herr Tscheulin und berichtet uns von seinen wirren theorien. zwischen den 15°und den14° ligen auch etwa 20jahre forschung. weiterhin ist so eine zahl ohnehin nur ein theoretischer wert ohne bedeutung. Das Eis in der Arktis nimmt dramatisch ab und das Eis in der Antarktis nimm lediglich in der Fläche zu. Es ist aber viel dünner! Massenbilanz auch dort negativ. Die Homogenisierungen werden seit 150Jahren durchgeführt, sind wissenschaftlich genau kommuniziert und disktuiert und akzeptiert!
      bringen sie mal neue argumente!!

      • Dr. Pfeifer sagt:

        Herr Bruppbacher, nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis, dass die NASA-Satelliten-Daten für die mittlere Erdtemperatur zu folgenden Ergebnissen kommt: Nordpol keine Erwärmung seit 18 1/2 Jahren, Südpol: keine Erwärmung seit 37 Jahren! Also genau so lange wie überhaupt solche Messungen durchgeführt werden. Südhemisphäre k. Erw. seit 19 J und 10 M, Nordhemisphäre k.Erw. seit 18 J und 6 M, Globale Erwärmung: keine seit 19 J und 3 M, Tropische Ozeane. K.Erw. seit 22 J und 11 M. Ich kenne viele durchaus intelligente Menschen, sie verweigern sich schlicht, die Realitäten zu Kenntnis zu nehmen. Dipl.Phy

        • Max Bruppbacher sagt:

          Die publizierten daten sagen da aber was anderes.. zb. church et al 2011, GRL oder foster 2011 ERL.
          ich arbeite seitr 20 jahren auf diesem gebiet. Es gibt keine einzige studie welche ihre aussage belegt!
          Schon alleine die Zeitangaben sind lächerlich. Wie soll es möglich sein zu messen dass es seit 22J und 11Monaten keine erwärmung gibt?was ist denn da vor 22j und 12 monaten passiert? hat sich das klima innerhalb einer nacht geändert?

          • Hansruedi Tscheulin sagt:

            Die Klima-Alarmisten behaupten, es gebe eine „atmosphärische Gegenstrahlung“ von 342 [W/m2]. Wie kann das sein, wenn nur 240 [W/m2] von der Sonne hereinkommen (340=umgerechnete Solarkonstante-100=Albedo)? Dies ist schon mal gespenstisch. Dazu kommt, dass anscheinend niemand diese Strahlung mass oder messen konnte. Man findet keine Angaben.

          • Max Bruppbacher sagt:

            und wiedermal unrefferenzierte Daten!! sie behaupten einfach irgendetwas herr tscheulin!
            Die Solare einstrahlung beträgt im mittel 340w/m^2, davon werden ungefähr 100 reflektiert und ca 240w/m^2 als langwellige strahlung emittiert! nachzulesen z.B im IPCC Ar5 WG1 kapitel8 und sicher können wir das messen! ein- und ausstrahlung werden beides von Satelliten gemessen. gut ausgewertet z.B. von harries et al. 2001 nature, oder griggs et al 2004, untereinbezug der neuen aura Satelliten auch chen et al 2007! alle daten frei verfügbar auf der NASA und NOAA website!

  • Silvio sagt:

    Es ist doch immer wieder das gleiche. Zuerst soll sich der andere bewegen bevor wir etwas tun. Wenn jeder so denkt dann wird sich nie etwas verbessern! Die Schweiz lebt auch nicht unter einer Glaskuppel mit separater Luftzufuhr. Wir atmen auf dieser Welt alle die gleiche Luft. Somit geht auch der Klimaschutz jeden an! Und dann immer die Angstmacherei aus dem rechten Lager das Arbeitsplätze verschwinden, nur weil ein paar Atomkraftwerke nicht mehr da sind. Das sehr viel mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, dies wird in diesen kreisen jedoch immer erfolgreich verdrängt. Schlussendlich stellt sich nur eine Frage, was ist uns unsere Umwelt (unser leben) wirklich wert? Und dabei geht es nicht um finanzielle Interessen. Denn das ist der Hauptgrund weshalb es nicht vorwärts geht.

  • Marco Marconi sagt:

    Der gewissenhafte Unternehmer handelt wirtschaftlich und reduziert den CO2-Ausstoss dort wo dies zu einem Bruchteil der Kosten möglich ist und nicht in der teuren Schweiz.
    Globale Probleme muss man auch global angehen. Da hilft das von Herrn Häne propagierte Gärtlidenken nicht weiter.

  • Willi Grab sagt:

    Nun ist noch die hohe Zeit der Klimaleugner. Daran ändert sich in den nächsten 20 Jahren kaum etwas. Das Erwachen kommt spät aber sicher und wird einfach viel teurer als heute. Dieses Verhalten ist zwar logisch, weil kurzfristig attraktiver, aber langfristig dumm. Der Fussabdruck der Schweiz übersteigt schon heute proportional ein mehrfaches des Planeten Erde. Die Menschheit hat in der 4-Milliarden-Jahre alten Geschichte der Erde nur 2-300Jahre gebraucht um das ökologische Gleichgewicht auf den Kopf zu stellen und einen Grossteil der biologischen Vielfalt zu vernichten, inkl. sich selbst.

  • Benedikt Jorns sagt:

    Die heutige Vorgehensweise an den Klimakonferenzen bringt nichts! Die Diskussion des CO2-Ausstosses je Land sollte niemals zuoberst auf der Traktandenliste stehen. Dorthin gehören Impulse zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der schrittweisen Ablösung der fossilen Brennstoffe. Ohne eine weltweit koordinierte Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz, der Entwicklung von Kernreaktoren der 4.Gen. und der Kernfusion funktioniert die auch im Hinblick auf den zukünftigen Weltfrieden notwendige schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe nicht!

  • gabi Bossert sagt:

    Sich Rechenschaft darüber ablegen, was jedes Handeln für Konsequenzen hat ist genau das Gegenteil von Dem, was jetzt Wirtschaft und rechts bürgerlicher Block anstreben. Verantwortung abschieben, sich weiter bedienen, an den inzwischen in den Ausverkauf gerutschten Preise des Klimakillers fossiler Brennstoffe. Ob andere Staaten mehr verbrennen, Schadstoffe produzieren, wir sind unumstösslich daran stark beteiligt und werden auch nicht drum herum kommen, mit den Antworten leben zu lernen. Tragisch ist, dass in wenigen Wochen auf Teufel komm raus zerstört werden soll, was auf gesundem Weg war

  • werner boss sagt:

    Es wäre zum lachen wenn es nicht so ernst wäre mit der Klimapolitik, was nützt denn das dem Klima lieber Herr Häne wenn zwar gleichviel oder gar mehr CO- 2 in die Luft geblasen wird, dafür aber versteuert? Es ist doch längst ein alter Hut dass solche Steuereinnahmen budgetiert und nachher nie mehr gekürzt werden, also ist man dann schon fast froh, wenn die Leute viel Auto fahren, sonst heisst es dann schnell wieder es habe kein Geld für die Bildung!

  • Martin sagt:

    „Doch jeder ökonomische Prozess ist bekanntlich ein Akt schöpferischer Zerstörung.“ So ein Blödsinn! Ist der Tagi jetzt zu einem alternativen Blättli mutiert? Versuchen jetzt die vom schwarzen Block, auf ehrliche Art und Weise Geld zu verdienen? Der CO2 Ausstoss der CH ist sehr klein! Wir haben weder Kohlekraftwerke noch Industrie! AKW’s erzeugen kein CO2. Und mit Windrädli und Solarzellen kann man kein Stromnetz betreiben und keine AKW’s ersetzen. Es ist an den grossen Ländern, ihren CO2 Ausstoss zu reduzieren, also China, USA und co..

  • Martin M. sagt:

    Mit 0,3 Promill des weltweiten CO2-Ausstosses kann die Schweiz tun, oder auch lassen was sie will, sie hat keinen Einfluss auf das Schweizerklima. Auf das globale erst recht nicht. Es wäre also besser, wenn wir uns dort finanziell beteiligen wo es auch etwas bringt. Z.B. in Afrika oder Südamerika oder wo auch immer.

  • Renato Quadri sagt:

    Für mich ist die ganze Klimapolitik eine grosse Farce. Weltweit können Flugzeuge ohne Abgaben Kerosin verbrennen, dasselbe gilt für die internationale Schifffahrt, die verbrennen den Abfall der Raffinerien auf hoher See, nämlich klebriges Schweröl. An der Klimashow in Paris wurden diese beiden Faktoren einfach ausgeklammert. Dasselbe gilt für die sogenannte Energiewende. Weltweit sind 166 Kernkraftwerke in Planung, die wären immerhin CO2 klimaneutral. Ganz nebenbei halte ich auch den ganzen CO2 Hype für politisch motiviert. Nur max. 5% sind vom Menschen verursacht. Ein ganz übles Spiel!

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