Schluss mit dem Wachstumswahn!

Die Wirtschaft und deren Politiker möchten ein möglichst starkes Wachstum der Wirtschaft. Darum sind sie an möglichst vielen Einwohnern interessiert. Denn Unternehmen, Banken und Versicherungen können mit 12 Millionen Einwohnern Umsätze erzielen, die ein Drittel grösser sind als mit 9 Millionen Einwohnern. Von Migros oder Coop über die Bauwirtschaft bis zu Versicherungen und Banken profitieren alle. Denn wenn sich mehr Menschen hier ansiedeln, können sie mehr von ihren Lebensmitteln, Möbeln, Immobilien oder Medikamenten verkaufen, mehr Häuser und 6-spurige Autobahnen bauen. Damit erzielen sie höhere Umsätze und Gewinne, ohne sich anstrengen zu müssen.

Pro Kopf gerechnet bliebe das Bruttoinlandprodukt (BIP) allerdings unverändert. Der grössere Kuchen würde einfach auf 12 statt auf 9 Millionen Menschen aufgeteilt. Bereits seit dem Jahr 2000 wächst die Wirtschaft zu mehr als der Hälfte nur «dank» dem Wachstum der Bevölkerung. Doch das wachsende Bruttoinlandprodukt verbessert die Lebensqualität vieler Menschen schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: Mehr Wohnlagen mit Lärm, zersiedelte Landschaften, längere Reisen zur Arbeit, längere Wege in die Natur, weniger Bewegung, mehr Stress. «Die Bevölkerungszunahme hat zwei Drittel der Bevölkerung nicht reicher, sondern ärmer gemacht», bilanzierten die Wirtschaftsautoren Philipp Löpfe und Werner Vontobel in ihrem Buch «Aufruhr im Paradies».

Die Wirtschaft träumt von einer ewigen Steigerung der Konsumausgaben.

Die Wirtschaft träumt allerdings nicht nur von einem ewigen Wachstum der Bevölkerung. Sie träumt auch von einer ewigen Steigerung der Konsumausgaben pro Person. Erfreulicherweise gelingt es dem Erfindergeist, dass wir die gleichen Waren und Dienstleistungen mit immer weniger Arbeit herstellen können. Man nennt das Produktivitätsfortschritt. Dieser erlaubt uns, ENTWEDER für die gleichen Bedürfnisse weniger zu arbeiten, ODER gleich viel zu arbeiten und dafür immer mehr Produkte zu kaufen. Die Konzerne möchten das Zweite: Wir alle sollen unseren Konsum möglichst steigern. Euphorisch meldet die Tagesschau, die Wirtschaft sei jetzt um 1,8 statt «nur» 1,2 Prozent gewachsen. WAS denn genau gewachsen ist, wird nicht erwähnt. Den Wachstumspredigern ist es egal, ob mehr Häuser energetisch saniert oder mehr Zweitwohnungen gebaut wurden, ob mehr Velos oder mehr benzin- und rohstofffressende Offroader verkauft wurden. Hauptsache, die Wirtschaft und das BIP wachsen.

Diese Verschwendungswirtschaft der Industriestaaten ist schon längst nicht mehr enkeltauglich. Selbst die bereits lebenden 3,5 Milliarden Menschen in China, Indien und Afrika könnten unmöglich so leben wie wir. Trotzdem sollen wir jedes Jahr noch mehr konsumieren und noch mehr Energie, Rohstoffe und fruchtbares Land für uns beanspruchen. Die Wachstumspolitik der Industriestaaten hinterlässt dem Rest der Welt und den eigenen Nachkommen einen geplünderten Planeten, hochradioaktiven Atommüll und einen riesigen finanziellen Schuldenberg.

Zum Glück spüren immer mehr Menschen, dass ein blinder Wachstumswahn unsere Lebensqualität und diejenige unserer Nachkommen verschlechtert. Eine konsequente Raumplanung, einen besseren Landschaftsschutz, eine ökologische Steuerreform, Kostenwahrheit im Verkehr, Einschränkungen für Wegwerfprodukte, das Abschaffen der Mengenrabatte beim Stromverbrauch und so weiter haben die Mehrheiten in unseren Parlamenten und im Bundesrat bisher bekämpft und verhindert. Das Verbot von Zweitwohnungen hebeln sie praktisch aus. Für alle diese Anliegen hatten sich die meisten Ecopop-Initianten und -Sympathisanten eingesetzt, jedoch vergeblich.

291 Kommentare zu «Schluss mit dem Wachstumswahn!»

  • Alex Schneider sagt:

    Nullwachstum heisst nicht Stillstand!

    Umstrukturierung der Wirtschaft ist auch bei Nullwachstum des BIP möglich. Entscheidend für die finanzielle Situation der Mittel- und Unterschicht ist nicht das BIP, sondern ihr verfügbares Einkommen pro Kopf. Wichtiger als BIP und Einkommen ist zudem die Lebensqualität der Leute. Sie kann über Finanz- und Wirtschaftsdaten nur ungenügend abgebildet werden.

    Hohe Zuwanderung bringt zwar mehr BIP, aber nicht mehr Lebensqualität für die Ansässigen. Wer zahlt die AHV für die neuen Zuwanderer? Noch mehr Zuwanderer! Wer zahlt die steigenden Infrastrukturkosten

    • Rene Wetter sagt:

      In den 90er hatten wir praktisch Nullwachstum und es bedeutete für viele Stillstand. Wenn einige wachsen wollen müssen dann andere schrumpfen. Es gibt dann mehr Arbeitslose. Viele haben die 90er schon vergessen ich nicht. Es wird auch nur begrenzt möglich sein Leute in Mangelberufe umzuschulen. Man kann aus einem arbeitslosen KVler keinen Pfleger machen. Und eines wird in den nächsten Jahrzehnten wachsen ob wir wollen oder nicht: Die Anzahl der Pensionierten. Wie wollen Sie diese Zusatzkosten ohne Wachstum schultern?

      • Martin sagt:

        Die 90′ sind mir in bester Errinerung, mir gings gut, die Krankenkasse und Mieten waren tief und kaum Stau auf den Strassen. Ein Job zu bekommen war sehr einfach. Wieso sollte aus einem KV‘ ler kein Pfleger werden? In den 90′ dauerte die Ausbildung zur Krankenschwester 3 Jahre, das Gesundheitswesen war deswegen nicht schlechter sondern günstiger. Eine zweite Lehre dauert nur halb solange, weil vieles schon in der ersten Berufslehre gelernt und geprüft wurde.

        • Guido Meier sagt:

          Die Medizin hat in 20 Jahre riesige Fortschritte gemacht, deshalb ist 4 Jahre Ausbildungszeit für Krankenschwestern nur die Ausgangsbasis; weitere Ausbildungen zwecks Spezialisierung sind zwingend vorgesehen.

          Das KV ist gänzlich ungeeignet für den Pflegeberuf – ich würde da eher eine Metzgerlehre empfehlen…

          • Martin sagt:

            Überall wurden riesige Fortschritte gemacht. Bei den meisten Berufen wurden deswegen noch lange nicht die Ausbildung erschwert und verlängert. Ein Pfleger ist kein Arzt, bleiben sie bitte auf dem Boden. Jeder hätte gerne, dass die Ausbildung zu seinem Beruf möglichst lange und anspruchsvoll ist, das ist ja auch eine Art von Abschottung. Für mich wäre es kein Problem von einem KV’ler oder Metzger mit einer 1-2 jährigen Pflegerausbildung gepflegt zu werden.

        • Rene Wetter sagt:

          @Martin: In den 90er hatten wir bis 6% Arbeitslose, ich brauchte 95 8 Monate einen neuen Job zu finden die Löhne waren eher rückläufig und das bei Leuten unter 30! Für die Wohnung zahlte ich 20% mehr als heute der Hypozins lag bei 4,5%. Klar die Krankenkasse war tiefer aber stieg schon damals. Mein Arbeitsweg war lang statt am Gubrist stand man am Baregg. KV Leute hatten es wohl damals einfacher einen Job zu finden für Industrieleute wars hart. Der Inländervorrang war schon damals toter Buchstaben, bei uns waren 50% Grenzgänger

          • Leimgruber sagt:

            Das muss ich Martin beipflichten. In den 90er Jahre hat ich ein sehr gutes Einkommen, tiefe KRK-Prämien und Mieten. Heute ist es genau umgekehrt, die Löhne stagnieren oder sinken. Auch die Mieten und KRK-Prämien waren bezahlbar.

          • max bernard sagt:

            @Wetter: Ihre 1990er Jahre scheinen auf den Zeitraum von 1993 – 1997 beschränkt zu sein. Da hatten wir eine Arbeitslosenrate von durchschnittlich über 4% – Kurzfristiger Spitzenwert Anfang 1996 mit 5,8%. Hingegen 1990 unter 1%, 1991 unter 2%, 1992 = 4%, 1998 = 3,3% 1999 = 2,5% (Quelle Seco, BFS 2007).
            Zudem gilt: Ein Wachstum, das lediglich durch mehr Arbeitskräfte zustande kommt und sich damit auf mehr künftige AHV-Bezieher verteilt, löst das Problem der AHV ganz bestimmt nicht!

          • Susanne Stünzi sagt:

            Wetter: Unglaublich wie die Leute die die verlorenen 90er verdrängen – gut einerseits waren wir selber schuld, haben den EWR abgelehnt, dann kam noch die geplatzte Immoblase von 1992 dazu & die restriktive Geldpolitik der SNB.
            Und heute haben wir eine viel höhere Immoverschuldung, es besteht ein enormes Zinssteigerungsniveau – nicht unmittelbar, aber es tickt mittelfristig eine Zeitbombe, auch ein vertragsloser Zustand nach Ecopop dürfte einige Firmenabwanderungen bewirken, Handelshemmnisse usw.
            Befürchte, dass wir nach Ecopop wieder düstere 90er Zustände erleben werden
            Diesmal ev auch Martin

        • Mario Monaro sagt:

          Also das mit dem „kaum Stau“ ist jetzt aber romantisch verklärt. Es hatte ja seine Gründe, dass man Gotthard-, Gubrist- und Üetlibergtunnel gebaut hat usw. Ich kann mich jedenfalls genau an die vielen Staus erinnern, in denen ich stand. Aber ja, die Neunziger waren nicht nur schlecht.

        • Ronnie König sagt:

          Richtig! Und wer so was noch mit 50 lernen will, der wird schwarz bis er eine Lehrstelle findet! Vorher wird ein Ausländerimportiert. Womöglich zuhause länger arbeitslos gewesen. Alles selber gesehen und erlebt. Auch bei ähnlichen Jobs.

      • Anton Keller sagt:

        Die Schweiz bliebt längerfristig nur konkurrenzfähig, wenn sie sich stets neu ausrichtet. Es kann nicht sein, dass ein Land von einer Immobilienblase lebt. Immobilienpreissteigerungen dürfen nicht der Brennstoff sein für die Konjunktur. Ecopop Ja.

        • Steve Lombris sagt:

          Ecopop Ja, Anton Keller (und 120’000 Weitere) ist/sind dann beim RAV, so einfach ist das. Noch Fragen? Natürlich nicht, Ecopopisten können ja, wenn es sein muss, übers Wasser gehen…

          • Anton Keller sagt:

            Nach Ecopop würden dann Firmen wegfallen, die heute nur Aufträge gewinnen, weil sie die Arbeitnehmer besonders gut ausnützen (Präkarismus). Da steigen die Chancen meiner Firma ungemein.

          • Eric B sagt:

            Der mit dem RAV zieht nicht mehr.Die Schweizer stehen dort mehr Schlange als die Ausländer.Sie wissen ja, weshalb und wo die grossen Firmen die Leute holen? Aene an dr Gränze! Es gibt kein grenzenloses Wachstum. Es hat genug Leute mit gruter Ausbildung hier. Die Manager wollen nur ihr Portemonnaie zulasten der Schweizer füllen, verlangen von uns 2-3mal so hohe Preise wie im Ausland für dieselben Produkte und glauben, wir könnten deshalb mit dem gleichen Lohn leben wie Grenzgänger & Co. U/Kinder wollen nicht wie in Hongkong leben.Bes. für sie habe bei Ecopop schon ja gestimmt.

        • Marcel Schmid sagt:

          @keller.. und die EFH und Wohnungen sind wohl alle auch durch die Profiteure des Baubooms gekauft worden?.. so zu sagen ein Perpetuum mobile?.. Na ja!.. und zahlreiche Firmen werden sich mit ecopop ganz sicher neu ausrichten und orientieren!.. Nämlich in Richtung angrenzendes Ausland und EU Raum!.. dieser ist günstiger und mittlerweile auch verlässlicher als der wohlstandsverwöhnte CH „Wutbürger“, welcher zwar als Konsument Globalisierung und Wettbewerb fordert und bejubelt, aber als Arbeitnehmer ernsthaft glaubt, er müsse sich diesem nicht stellen!.. Ziemlich naive Denkweise!

      • Flo sagt:

        R. Wetter
        ihre Argumente sind nicht stichhaltig;
        Natürlich wird es bei 12 Mil. mehr Rentner haben und deshalb mehr Pflegende brauchen als für 9 Mil.!
        Und für 12 Mil. wird es noch mehr staus geben, noch mehr Wohnungen brauchen, noch mehr Schulen, noch mehr Verwaltung, noch mehr Ansprüche an die soz. Leistugen (AHV/EL/KK/PK/Vers.) und das alles auf Kosten der Lebensqualität. Und viele Menschen definieren Lebensqualität nicht über das Finanzielle. Für viele gehört dazu die Erhaltung der Natur und deren natürlichen Rssourcen (z.b. auch das Wasser)

        • Flo sagt:

          Dazu kommt die immer grössere Nachfrage nach Lebensmitteln,einen Bedarf den wir schon längst nicht mehr in der Lage sind durch eigene Ressourcen abzudecken.D.h.;von immer weiterher müssen immer mehr Nahrungsmittel angekarrt werden,die fehlen dann anderswo weil wir in der Lage sind sie zu erwerben/ zu transportieren. dort hungern die Menschen nochmehr und wir (f)essen uns voll – weil wir haben ja die finanziellen Mittel!Also sinkt nicht nur unsere Lebensqualität, sondern überall
          Und wem, so frage ich sie, ist damit gedient?Ihnen vielleicht, mir und vielen anderen die das Wachstum stoppen wollen

          • Ronnie König sagt:

            Absolut richtig! Es braucht keine schwarzen Listen zur Drohung mehr, es genügt der Hinweis woher unser Brot stammt. Und gut ist.

      • p.sager sagt:

        Auch die Zuzüger werden älter. Es wird noch mehr Pfleger/innen brauchen….aber wir können dann ja weitere Zuwanderer holen und die Löhne so auch gleich noch drücke Schneeballprinzip.

    • Stefan Effenmann sagt:

      Definieren Sie doch einmal Lebensqualität. Nur damit Sie wissen, wovon Sie überhaupt hier immer reden.

      • Guido Meier sagt:

        Das versteht ein Grossteil der Ecopop-Befürworter so: Kein Ausländer.

        (die klauen, kosten Geld, nehmen unsere Frauen weg, vergiften unsere Brunnen usw. usf.)

        • Heidi Spierig sagt:

          „Das versteht ein Grossteil der Ecopop-Befürworter so: Kein Ausländer.“
          Diese Aussage ist unsachlich und unwahr. Die Ecopop-Initiative hat in keinster Weise etwas gegen Ausländer, sondern nur gegen unkontrolliertes (Bevölkerungs-)Wachstum. Vielleicht lesen Sie mal ein Buch darüber und überlegen sich, ob es wirklich das Ziel sein kann, soviele Menschen wie möglich zu produzieren oder zu importieren. Sich einfach nur fortzupflanzen ohne Rücksicht auf die vorhandenen Ressourcen und die Lebensqualität der Nachkommen ist einfach nur rücksichtslos und letztlich auch menschenverachtend.

          • Markus Hartmann sagt:

            Wenn Sie recht hätten, würde Ecopop auch für Schweizer eine strikte Geburtenkontrolle verordnen. Dies ist bekanntlich nicht der Fall, stattdessen setzen die Initianten selbst ungehemmt Kinder (in Ecopop-Logik = Umweltverschmutzer) in die Welt. Kondome soll es nur für Afrikaner regnen, nicht für Schweizer.

          • Theo Seiler, Bangkok sagt:

            Frau Spierig, aus Ihrem Kommentar muss ich herauslesen, dass Sie noch nie im Ausland gelebt haben. In vielen Teilen der Erde sind die kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Parameter halt doch anders als in der CH/im Westen. Diese Tatsache muss man respektieren. Das Problem „Bevölkerungswachstum“ lässt sich nicht mit Verhütungszwang in den Griff kriegen, sondern durch Ausbildung und …Opportunities für die lokale Bevölkerung! Damit wird auch der „Wanderzwang“ reduziert/vermieden. Die Offenheit und die Bereitschaft der CH, international gezielt zu helfen, wäre viel wirkungsvoller.

          • Heidi Spierig sagt:

            @Hartmann: in der CH ist eine Geburtenkontrolle ja anscheinend nicht nötig; wir platzen nicht aus allen Nähten wegen einer übermässigen Geburtenzahl; wenn wir viele Leute aus Ländern importieren, die Frauen in erster Linie als Babyfabriken betrachten, könnte das ja noch ändern.
            @Seiler: Wie man weiss, korreliert der Horizont selten mit der Anzahl Flugmeilen. Ecopop will ja nicht, dass die Wirtschafts- und Entwicklungshilfe aufhört. Die vielen Studien, die das ungehemmte Bevölkerungswachstum eindeutig als Ursache von Umweltschäden und Armut darlegen, wären sicher auch für Sie in Bangkok lesbar.

          • Guido Meier sagt:

            Ja Heidi Spierig Ecopop ist „einfach nur rücksichtslos und letztlich auch menschenverachtend“ aber dies und auch die Tatsache, dass einige die Schweiz aus rassistische Gründen in die Armut versenken wollen, wird wieder einen grossen Teil der SVP nicht davon abhalten, diese unsinnige Initiative anzunehmen.

            Im Jahre 1900 gab es in der Schweiz 3,3 Mio. Einwohner und schon 1938 kamen die ersten Ecopop-Leue und schrien: „Das Boot ist voll“. Welche scheinheilige Argumente sie verwendet haben, weiss ich, es sind heute immer noch die selben. Und auch der wahre Beweg-Grund hat nicht gewechselt: Hass

          • Das mit dem Fortpflanzen ist nicht nur in der Schweiz so! Ich lebe seit 18 Jahren in Chile/Südamerica und hier bekommen Kinder, ab 15 Jahre, – Kinder! Es fehlt an der Kultur, am Intellekt, an Weitsicht und an Verantwortung! Wir sind Menschen und keine Kanninchen oder Mäuse! Ich bin dankbar, nicht mehr jung zu sein, ich habe 72 Jahre. Mit viel Glück lebe ich gerne in Chile! Die medizinische Grundversorgung ist sehr gut und kostenlos! In der Schweiz ist es mir viel zu eng geworden! In Chile nicht, es hat noch genug Platz! Liebe Grüsse in mein Heimatland, Schweiz!

      • Reto Gächter sagt:

        Ich definiere Ihnen Lebensqualität, oder gebe mal Müsterchen:

        – Berufsverkehr heisst nicht Stillstand oder unsägliches Gedränge
        – Ich sehe ab und zu mal eine grüne Wiese, anstelle zubetonierter Kinderspielplätze und keine Grünflächen um Wohnsilos.
        – Meine Miete wird sich in den nächsten 20 Jahren nicht wieder verdreifachen
        – Weniger Lärm der echoartig durch hochverdichtetet, zugepflasterte Siedlungen dröhnt.
        – Arbeit auch für ältere Menschen
        – steigende , anstelle sinkender Löhne, und zwar im Realwert
        usw usw.
        Reicht dies vorab mal?

        • Markus Hartmann sagt:

          Schöne Wunschliste. Neue Arbeitsplätze für Alte und steigende Löhne können Sie allerdings bei Annahme der Ecopop-Initiative abschreiben; Null-Wachstum oder Rezession haben sich noch nie positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt.

          • Andreas Kreis sagt:

            Kleines Beispiel aus Lençois im Chapada Diamantina in Brasilien. Rund um den Ort wurden die Wälder gerodet für Viehweiden. In Lençois wurde das nicht gemacht weil Nationalpark. Auch in der Trockenzeit angenehmes Klima und immer genügend Wasser. Auch das Dörfchen wurde erhalten. Die Bewohner hatten lange nicht vom Wachstum profitiert. Alte und arme Menschen lebten dort. Jetzt wo rundum alles zerstört ist, haben die Bewohner von Lençois plötzlich Wohlstand durch Tourismus, Land- und Häuserpreise schiessen in die höhe, Arbeitsplätze werden geschaffen. Super Lebensqualität!

          • Ronnie König sagt:

            Das findet ohnehin statt, ob nun mit oder ohne Ecopop, denn die Maschinen machen den Grossteil der Menschen eh arbeitslos oder man wird zum Dog-Sitter degradiert oder in der Seniorenpflege abgezockt oder gedumpt!

        • Stefan Effenmann sagt:

          Herr Gächter,

          1. fahren Sie mit dem Velo, eventuell mit dem Elektrovelo. Verkaufen Sie Ihr Auto.
          2. In der Schweiz gibt es viele grüne Wiesen, auch in Ihrer Nähe, denken Sie darüber nach was Sie ändern könnten.
          3. Wenn Ihr Gehalt gleich bleibt, Löhne also nicht steigen, Lohnnebenkosten nicht usf, dann wird sich Ihre Miete nicht verdreifachen
          4. Verzicht aufs Auto, ermuntern Sie andere ebenso dazu. Der Fluglärm stört? Warum nach Fuerte. Wandern geht in der CH besser.-
          5. Geduld mit dem Arbeitstempo von Älteren
          6. steigende Löhne – wozu, was wollen Sie mit Geld – ausserdem es wäre Wachstum

          • Martin Richter sagt:

            Nur so zu Ihrer Information: in der Zürcher Oberseeregion sind die Mietpreise in den letzten 5 Jahren förmlich explodiert. Zwischen 20-100% Steigerung der Mieten ist hier leider keine Seltenheit! Vor allem im Raum Rapperswil finden sie Mietpreise auf Stadtzürcherniveau!

        • Rene Wetter sagt:

          @Gächter: Wenn es kein revidiertes RPG gibt, die 2 Whg Initiative und Kulturlandinitiative weiter torpediert werden wird die Zersiedelund und verbetonierung weitergehen. Sie können keine Raumplanungsprobleme via Migration lösen. Sie werden nicht mehr verdienen, den Ihr Job geht ins Ausland wie in den 90er. Die Mieten werden kaum sinken, falls die Zinsen steigen werden sie eher noch steigen. Efh werden ggf, billiger wenn gewisse Hypothekaschuldner kollabieren. Steus gibt es nicht weniger

        • Steve Lombris sagt:

          Früher habe ich solche Wunschlisten als Märchen, knapp vor Weihnachten den Kinden vorgelesen. Ist so herzig, wie wenn man kleinen Kindern glaubhaft machten würde, dass der Räuber Hotzenplotz ein lieber Mann ist und Prinzessin Lillyfee jeden Wunsch zu erfüllen vermag. So viele Naivität und Verblendung der Realität, oder eben ein solch „sünneliges Gemüt wünsche ich mir manchmal auch..

        • Theo Seiler, Bangkok sagt:

          Herr Gächter, Ihre „Wunschliste“ ist weitgehend OK, aber mit einem naiven Ansatz. Gehälter können nur steigen, wenn es dem entsprechenden Arbeitgeber finanziell und wirtschaftlich gut geht. In einem Umfeld von stetig verbesserter Effizienz und verbesserter Produktivität gibt es nur eine Lösung: Innovation! Innovation kann leider nicht im Supermarkt gekauft werden. Innovatives Denken muss gezielt gefördert werden, nämlich mit Studierenden, mit ideenreichen Angestellten (CHs & in der CH wohnende ohne CH-Pass) und Firmen, die dies kultivieren. Helle Köpfe sind gesucht, fürs Studium und Jobs!

      • Flo sagt:

        Stefan Effenmann und Guido Meier
        Definieren Sie doch einmal Lebensqualität. Nur damit Sie wissen, wovon Sie überhaupt hier immer reden
        Gerne versuche ich das, nach meinen Gesichtspunkten;
        Für mich bedeutet Lebensqualität: eine bezahlbare Wohnung,einen sicheren Arbeitsplatz,genügend zu Essen, eine sichere Gesundheitsversorgung, eine Möglichkeit Natur in meiner Nähe zu geniessen, ohne mit dem Auto/ Flieger irgendwo ins weite Ausland reisen zu müssen, nette Nachbarn zuhaben, ja sogar Ausländer Hr. Meier!

        • Guido Meier sagt:

          Ihre Definition von Lebensqualität ist eher seltsam und hat rein gar nix mit Ecopop zu tun:
          1. Hunger gibt es in der Schweiz seit 1941 Gott sei Dank nicht mehr
          2. Wohnungen können vom Staat subventioniert werden, die Losung heisst in die Höhe statt zersiedelt bauen!
          3. „sichere Gesundheitsversorgung“ ist mit Ecopop schlicht nicht mehr möglich!
          4. Sämtliche Schweizer könnten locker im Kanton AI wohnen und der Rest der Schweiz der Natur überlassen.
          5. Auf Auto/Fliegen verzichten, dass ist Umweltschutz!

          Ecopop sind so widersprüchlich, die verbrennen sich sicher auch an Papier.

    • Guido Meier sagt:

      Nullwachstum heisst nicht Stillstand, sondern dank der alles verschlingenden Inflation Rückschritt.

      Ironischerweise werden Leute, die das nicht begreifen davon am meisten betroffen sein. Diese Tatsache hindert diese Leute (bzw. Männer) aber nicht daran, das Wachstum aus rein rassistischen Gründe zu stoppen.
      Somit bleibt die Welt fair: die Leute, die den Fehler wollen, werden darunter leiden. Natürlich werden sie wieder die Schuld jemandem anderen geben wollen – wem wohl, wenn keine Ausländer mehr da sind?

      • Ferdi sagt:

        Guido Meier, Wachstum verursacht durch Bevölkerungswachstum ist eben kein echtes Wachstum. Generieren Sie Wachstum durch Produktionsfortschritt, Forschung und Entwicklung neuer Produkte.

        • Guido Meier sagt:

          Lieber Ferdi: Wirtschafts-Wachstum ist ein komplexes Gebilde – ähnlich einer Pflanze – einer Pflanze kann man nicht sagen: wachs nur in die Höhe und nicht in die Breite und nächstes Jahr hätte ich gerne Birnen und keine Äpfel.

          Wer nun anfängt den Baum auf der Seite zu schneiden und auf das Düngen verzichtet, wird erkennen müssen, dass der Baum eingeht und wird bitter enttäuscht sein, dass es keine Birnen gibt und eine Durchsetzungs-Initiative tun.

          Der Mehrzahl der SVP-Leuten ist das egal: in diesem Politblog steht auch: stoppt das Wachstum; dass das heisst, dass auch etwas dabei stirbt…

          • Roman Meier sagt:

            @ Meier: In der Natur gibt es aber kein unaufhörliches Wachstum, ausser wenn ein Organismus krank und von Krebs befallen ist. Krebs hat ein enloses Wachstum. Der wächst so lange, bis der von ihm befallene Organismus stirbt. Eine Wirtschaft, die ewig wächst, ist daher nichts anderes als ein Krebs!

    • Florian Zellweger sagt:

      Ich würde mir nicht so sehr Gedanken darüber machen, wer die AHV der Zugewanderten zahlt, Herr Schneider, sondern wer ohne Zuwanderung die AHV derjenigen, die hier sind, zahlt. Fakt ist nämlich: Ohne Zuwanderung erhalten sie inskünftig im Alter nicht nur keine Pflege sondern auch keine AHV mehr.

      • M arkus Schellenberg sagt:

        Und wenn die Zugewanderten dann AHV beziehen? Dann brauchts nochmals 5 Miollionen Beitragszahler mehr. Den letzten beissen die Hunde und die kaputte Umwelt Andere kommen für solche „Ponzi“ Systeme ins Gefängnis!
        Warum Ecopop jedoch ein probates Mittel gegen diesen Wachstumswahn sein soll bleibt mir schleierhaft: Es sind nicht die Kinderreichen Inder und die Einwanderer, die zuviel konsumieren und unsere Umwelt zerstören: Wir selber sind es!

    • Max Oppliger sagt:

      Für viele ist mehr Lebensqualität eine schöne Eigentumswohnung oder ein Häuschen, gutes Essen, schöne Kleider, ein schönes Auto und eine sehr gute Gesundheitsversorgung. Ob das gut ist soll nicht die Minderheit entscheiden, die das nicht wollen. Lebensqualität bedeutet für jeden etwas anderes. Gut so, mit Leitplanken aber ohne radikale ECOPOP.

      • Roman Meier sagt:

        @ Oppliger: Für jemanden, der Ihre Autoabgase einatmen darf und ständig aufpassen muss, nicht versehentlich überfahren zu werde (Kinder!!), ist Ihr schönes Auto sicher kein Stück Lebensqualität. Im Gegenteil! Und übrigens….wenn eine zahlenmässig starke Minderheit sich dazu entschliesst bei diesem Wachstumswahn nicht mehr mitzumachen und ihren Konsum reduziert, dann ist das erstens ihr gutes Recht und wird das zweitens ziemliche Auswirkungen auf Ihre persönliche Lebensqualität haben, ob Ihnen das nun passt oder nicht.

        • Max Oppliger sagt:

          Ich habe mich eingeschränkt. Sie auch? Unser Strom- und Wasserverbrauch sowie Benzin sind unterdurchschnittlich. Die Mehrheit im Land, und davon habe ich gesprochen, sieht das eben nicht so wie Ihnen das passt. Das ist die Realität.

    • R. Merten sagt:

      Viele CH-Bürger müssten bei einem fehlenden Wachstum halt die Gürtel etwas enger schnallen. Das würde auch nicht schaden. Sparen und das Geld sinnvoll verwenden ist keine negative Erscheinung. Die Wohlstandsverwahrlosung eines Teils der Jugendlichen würde ebenfalls eingedämmt. Die Eltern hätten wieder Zeit, die Kinder selber zu erziehen. Hafenkran für fast 1 Million oder eine Toilette vor dem Zürcher Rathaus für 430000 CHF könnten dann halt nicht mehr erstellt werden. Eines ist sicher: gespart kann ohne weiteres an allen Ecken und Enden !

    • Marcel Schmid sagt:

      @schneider.. Lieder ist das Einkommen und somit auch das verfügbare Einkommen vom BIP pro Kopf abhängig!.. und das BIP pro Kopf ist je nach Interpretation abhängig von Wirtschaftswachstum und / oder teureren Preisen!.. und wenn eine Firma höhere und gleiche Löhne zahlen sowie neue Investitionen tätigen möchte, ist dies bei sinkenden Produktpreisen nur mit Effizienzsteigerung oder höherem Nettoertrag pro Einheit möglich (was unrealistisch ist)! Insofern ist es utopisch, dass verfügbare Einkommen ohne Wachstum zu steigern. Bei der Lebensqualität ist dies mit Abstrichen beim Wohlstand möglich!..

  • Ueli Beck sagt:

    Allein was fehlt ist die konkrete Vorstellung eines Alternativmodells zum jetzigen Wirtschaftssystem. Ich gehe einig in allen Kritikpunkten des real existierenden Kapitalismus, welche in diesem Fall schön von Herrn Gasche vorgetragen werden. Was mir hingegen insbesondere in der schweizerischen Presse fehlt, auch bei den Initianten diverser Initiativen, ist ein konkreter Vorschlag einer Änderung des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems für die Zukunft. Nur für weniger plädieren reicht nicht, letztlich muss ein Umbau der vorhandenen Strukturen erfolgen.

    • Andreas sagt:

      Hören sie auf YouTube die Interview mit NIKO PAECH. Die Postwachstumsgesellschaft. Sein Buch, seine über 3h Interviews zeigen einen relativ klaren Vorschlag. Aber die Mächte dagegen sind noch zu gross.

    • Roger Waler sagt:

      @Beck: Bevor man alternative Vorschläge präsentieren müssen sich erst alle bewusst sein, dass es so wie heute nicht weiter gehen kann. Dieses Bewusstsein ist aber etwas das ich bei den meisten Wirtschaftsvertretern und Politiker vermisse.

      • Andreas sagt:

        @ Waler
        Nicht unbedingt, Nikol Pasch zeigt eben auf, man muss etwas neues imitieren, dann wird das Alte obsolet. Nur das Alte bekämpfen wird nie funktionieren.

    • Tom Hürlimann sagt:

      Die Amerikaner verhindern seit Dekaden andere Vorschläge. Die Medien canceln Alternativen als Verschwörung ab. Zuviele Menschen sind dogmatisiert von der klassischen Wirtschaftslehre. Das Problem ‚Kapitalismus‘ ist unumkehrlich. Selbst nach einem Crash stellen wir auf ‚0‘ und es wird weiter gehen. Die Oligarchen bleiben Oligarchen auf immer und ewig; bis die Erde kaputt ist. Findet euch eifach damit ab. Oder lasst die anderen kaputt gehen und schaut das es hier möglichst lange ‚besser‘ bleibt. Ecopop: Ja. En schöne oobig zäme.

  • Silke Baum sagt:

    Was für ein Wohlstandsgedusel. Wenn ihr Ecopop annimmt, wird alles den Bach runter gehen. Wenn es uns schlecht geht, käme Niemand auf solch verquere Ideen. Langsam wird die Schweiz wie Deutschland. Ich kenne viele Deutsche wie ich die sich langsam albern vorkommen wenn sie zuhause davon sprechen, in der Schweiz zu arbeiten. Die Schweiz hat einfach zu wenig Fachkräfte, sagt ja auch economiesuisse. Das ist so.

    • Peter Kellerhans sagt:

      Man muss einfach wirtschaftsgläubig sein wie sie und dann stimmt ihre Aussage, ohne sie auch nur im geringsten zu hinterfragen. Der sogenannte „Fachkräftemangel“ in der Schweiz ist mehrheitlich eine Erfindung der Wirtschaftselite und keine Realität. Wenn man junge, billige Zuwanderer oder je nach Region vor allem Grenzgänger aus DE einstellt, zu einem Lohn mit welchem man in der Schweiz keine Familie unterhalten kann, dann hat das mit Mangel nichts zu tun aber sehr viel mit Lohndumping und Ausschluss von einheimischen Arbeitskräften. Diese Realität wird aber gerne unter den Tisch gekehrt.

      • Ivo Müller sagt:

        Frau Baum, einen Fachkräftemangel gibt es nur in sehr wenig Branchen! 100 Plus Bewerbungen auf Kaderstellen sind heute normal – bestens qualifizierte Leute (zB. Ing. & BWL, Kader) suchen locker 10 Mt. für eine neue Position. Schauen sie mal den Bericht: „Der Arbeitsmarktreport – das Märchen vom Fachkräftemangel“ ARD-Mediathek. Sehr erhellend!

        Deutsche kann ich jedoch schon verstehen: Tolle Landschaft und Infrastruktur, höheres Einkommen, Sprache, etc. locken in die CH. Die Leute könnten ja auch in DE bleiben, da ja angeblich auch viele Fachkräfte fehlen…

        • Stefan Effenmann sagt:

          Herr Müller, auch wenn Sie es immer noch nicht glauben wollen. Am Anfang stand ein sehr intensives Abwerben. Kein Deutsches Aerzteblatt vor 10-15 Jahren, ohne nicht mindestens 5-10 (!) Stellenanzeigen. In der IT Branche wurde unverhohlen abgeworben und angelockt. Das ist jetzt in der Baubranche der Fall. Die Staatsstellen im Bürobereich und bei Banken und Versicherungen, stehen aber selten zur Disposition. Wenn Sie das reduzieren wollen, dann müssen Sie Ihre Ansprüche reduzieren, weniger in die Ferien, schon gar nicht mit dem Flieger, am WE zuhause und mehr selber arbeiten.

          • Ivo Müller sagt:

            Genau Herr Effenmann, und mittelfristig müssen wir diese angeworbenen „Fachkräfte“ aus dem Ausland auch noch finanziell unterhalten… und benötigen noch mehr Ärzte und Pflegepersonal aus DE, etc. Schneeballsystem in Reinkultur!

            Ärzte könnten wir auch selber ausbilden, Handwerker etwas besser bezahlen, es gibt sehr viele stellensuchenden IT Leute in der CH, etc. Fehlen diese Leute nicht auch in DE? Die werden nun in Polen angeworben, nicht wahr?!

          • Stefan Effenmann sagt:

            Aber Herr Müller,
            Sie müssen diese Fachkräfte langfristig finanziell unterhalten? Da lacht ja selbst kein Huhn mehr. Die beziehen aufgrund ihrer Verweildauer weniger AHV und dürfen brav in die 2. Säule reinbuttern. Im Schnitt geht es nach 16 Jahren nach Hause, es bleiben die Zuzüger vom Balkan, aus Portugal und Italien.

        • p.sager sagt:

          Richtig! Intetessanter Dok auf ARD mit Dem Titel. „Das Märchen vom Fachkräftemangels“. Sehr treffend und gut recherchiert.

      • Max Oppliger sagt:

        Klassenkampf in Reinformat. Die da oben, die Elite und wir da unten, welche uns bloss fast alles leisten können. Und die armen Ausländer die da zu Hungerlöhnen arbeiten müssen. Die ewig dämliche Leier von Leuten die keine Ahnung haben.

    • P.Stettler sagt:

      Nun Frau Baum, selber Schuld wenn Sie economiesuissse Glauben schenken. In Deutschland gäbe es scheinbar auch Fachkräftemangel, dann gehen Sie doch bitte und helfen ihren Landsleuten. Oder ist der angebliche Fachkräftemangel in Deutschland genauso erfunden und erlogen wie in der Schweiz? Tatsache ist, dass in der Schweiz lediglich 4 Bereiche wachsen: Bau (klar, wenn man jedes Jahr für 80’000 Menschen Häuser bauen muss), Medizin (auch klar), Staat (willkommen Griechenland) und der Privatkonsum. Der Rest stagniert oder schrumpft. Auf dieses Wachstum kann ich getrost verzichten!

    • S.Schweizer sagt:

      Liebe Frau Baum, haben Sie sich schon mal überlegt dass vielleicht genau das passieren muss?!
      Den Bach runter gehen wird es so oder so, wir können nur noch wählen wie hart oder sanft es uns treffen soll. Machen wir so weiter geht es auch den Bach runter. Sie können warten bis es richtig weh tut oder jetzt beginnen umzudenken, was uns allen später zu Gute kommen wird. Mut und jede Bemühung wird irgendwann mal belohnt. Fachkräftemangel ist ein Märchen wie ewiges Wachstum. Wenn die Wirtschaft nicht aus 10 sondern nur aus 3 wählen kann kommt ihr das einem Mangel gleich.

    • Beim Fachkräftemangel wird eben leider zum Teil auch übertrieben, ja sogar Statistiken „frisiert“ – das auch in Deutschland. Ich empfehle Ihnen, sich einmal die kritische Sendung „Die Story im Ersten: Der Arbeitsmarktreport, Das Märchen vom Fachkräftemangel“ der ARD vom 27.07.14 anzusehen. Das Video zur Sendung ist auf daserste.de bis 21.07.2015 verfügbar.

      P.S.: Ich lehne Ecopop ab, fürchte aber, die Sache könnte durchkommen, wenn kein klares Bekenntnis zum bereits angenommenen Inländervorrang (Abstimmung vom 9.2., neuer Artikel 121a der Verfassung) von der Wirtschaft und der Politik kommt.

      • Sportpapi sagt:

        Ich hätte ja mal gerne eine klare Aussage zum Inländervorrang von den Initianten der MEI. Denn eine solche geht nicht ohne klare Lohnvorgaben (denn wenn Sie einen Ingenieur für 4000 Franken/Monat suchen, werden Sie in der Schweiz keinen finden, trotz Arbeitslosigkeit). Und das wird von genau dieser Seite ja intensiv bekämpft.

        • Der Preis spielt beim Inländervorrang m.E. keine Rolle. Wenn ein Arbeitgeber (AG) ein Inserat schaltet und sich ein AN zu einem Lohn meldet, der nicht drastisch vom Markt abweicht, wird der AG Schwierigkeiten haben, gegenüber dem Migrationsamt zu begründen, warum es eine Bewilligung für einen Dumping-Lohn Ing. aus dem Ausland bekommen will. Im Einzelfall wird es sicher Mauscheleien geben und betrügen kann man bei jedem System. Aber das System, dass die Arbeitgeber ganz alleine bestimmen, wer und wieviele kommen können, ist seit dem 9.2. Geschichte. Es wäre Gut, das endlich zu akzeptieren.

          • Urban Zuercher sagt:

            Leider genau nicht, Herr Bühlmann:
            „Die jährlichen Höchstzahlen und Kontingente […] sind auf die gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz […] auszurichten[…]. Massgebende Kriterien für die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen sind insbesondere das Gesuch eines Arbeitgebers …“
            Der Inländervorrang ist bloss zu „berücksichtigen“. Merken Sie was? Die Wirtschaft sagt, welche kommen sollen, wie viele und zu welchem Preis. Wieder mal sind wir von Rechtsaussen an der Nase herumgeführt worden….

          • Rene Wetter sagt:

            Wenn eine Firma einen Ausländer will wird sie ihn bekommen, das war schon zu Zeiten des Inländervorranges so. Wollen Sie klagen wenn ein Ausländer den Job bekam den Sie wollten? Wernn Sie einen Job suchen werden Sie nicht bei Ablehnungen recherchieren und dann klagen, den Job kriegen Sie eh nicht mehr. Der Arbeitgeber wird auch nicht sagen dass Sie zu alt oder zu teuer wären, sondern dass Sie überqualifiziert seien und dass Ihr Profil nicht passé. Ich staune immer wie naiv die Leute sind. Der Arbeitgeber kann übrigens auch Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, wie in den 90ern

          • Sportpapi sagt:

            @Adrian Bühlmann: Der Arbeitgeber könnte sogar den Lohn ins Inserat aufnehmen. Auf jeden Fall wird er keine Schwierigkeiten haben zu erklären, weshalb er den Schweizer nicht einstellen konnte, wenn der deutlich mehr kostet.

          • Adrian Bühlmann sagt:

            @Sportpapi: Heisst das, Sie wollen den am 9.2. beschlossenen Inländervorrang nicht umsetzen? (Die Umsetzung wird übrigens dann im Detail das Parlament machen. Wie man das macht, hat man jahrelange Erfahrung, das brauchen wir jetzt hier nicht alles wiederzukäuen) Falls ja, müssen Sie, lieber Sportpapi, sich dann aber bitte am 30.11. nicht wundern, wenn auch noch Ecopop angenommen wird. Die MEI würde der Wirtschaft wesentlich mehr Spielraum lassen und ist beschlossen. So oder so werden wahrscheinlich weitere Initiativen von der SVP (bin übrigens nicht Mitglied) kommen, falls nichts gemacht wird.

          • Sportpapi sagt:

            @Adrian Bühlmann: Erklären Sie mir doch mal, wie es gehen soll. Und nein, dafür hatten wir noch nie Lösungen. Wir haben Kontingente erteilt nach den Bedürfnissen der Wirtschaft.

    • marc michel sagt:

      Frau Baum, schauen Sie auf youtube „ARD Die Reportage: Der Arbeitsmarktreport – das Märchen vom Fachkräftemangel (Doku, 2014)“

    • Gerda sagt:

      @Silke Baum: netter Versuch, der aber zum Scheitern verurteilt ist. Denn die Zeitgeist teilt nicht Ihre Meinung. Wenn wir die Wachstumswahn blind verehren und antreiben bleiben, werden wir (incl. Natur und Umwelt) zu Tode wachsen.

    • Franco Borer sagt:

      Hat sie nicht Frau Baum, sorry! Wenn Sie mal 50+ erreichen, dann wissen Sie worin dieses System krankt. Dann wissen Sie wie man sich fühlt durch wahrscheinlich auch solche Leute wie Sie ersetzt zu werden, die sich einfach ins Nest setzen und zu diesem Land bis anhin noch gar nicht beigetragen haben…Doch ich gebe Ihnen keine Schuld, sie machen was viele andere EU Bürger auch tun…die Situation in diesem Land ausnützen, dieses Land welches die eigenen Bürger ins Abseits drängt…nur wegen kurzfristigem Profitdenken… so ist das!!

      • Markus Hartmann sagt:

        Das Märchen von der angeblichen Massanarbeitslosigkeit der Schweizer meiner Generation wird durch ständiges Wiederkäuen nicht wahrer. Abgesehen davon: Der unter Ecopoplern verbreitete Glaube, dass durch das Abwürgen der Konjunktur und das Ende des Wachstums ausgesteuerte 60jährige wieder in den Arbeitsmarkt integriert würden ist an Naivität kaum zu überbieten.

        • Hansjuri sagt:

          Das ist sowas von wahr. Ecopop lässt uns im Glauben, wenn wir das Wachstum abwürgen, würde sich die Schweiz in eine blumige Alpwiese verwandeln die sie nie war. Was aber wirklich passiert, wenn die Wirtschaft abgewürgt wird sieht man in Südeuropa, in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion oder in ganzen Landstrichen der USA. Wollen wir das wirklich? Ich bin als Linker auch wachstumskritisch, aber wenn wir das sind sollten wir uns überlegen was für ein Wachstum wir wollen und nicht einfach die Wirtschaft abwürgen und denken dass sich es dann von alleine richtet.

        • pedro domletschg sagt:

          dafür glauben sie das märchen des ewigen wachstums, es gibt eine tödliche krankheit, wo das wachstum der zellen nicht aufzuhalten ist und sie sich unkontrolliert vermehren.

          • Markus Hartmann sagt:

            Sie müssen nur wissen, was Sie wollen: Sind Sie bereit, Wohlstandsverluste, eine höhere Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne zu ertragen, kurz den Gürtel deutlich enger zu schnallen, wenn Sie dafür die S-Bahn und Strassen mit weniger Ausländern teilen müssen, oder sind Sie dazu nicht bereit. Nur beides, Wohlstand und Negativ-Wachstum gleichzeitig, wovon viele Ecpopler träumen, wird es nicht geben.

    • Pierre Klostermann sagt:

      Langsam wird die Schweiz wie Deutschland. Da haben Sie absolut recht. Die mögliche Ursache finden Sie bei ihren „Gesinnungsgenossen“. Ich kenne von der Arbeit einige Grenzgänger und Aufenthalter aus Ihrer Heimat und einige davon sagen auch unverblühmt, dass sie die Schweiz einen Deut interessiert, Hauptsache ist nur das Geld.
      Erzählen Sie uns also bitte nicht was gut ist für dieses Land und was nicht. Wen Sie sich albern vorkommen in der Schweiz zu arbeiten, hält Sie wohl niemand auf das Land wieder zu verlassen.

      • Markus Hartmann sagt:

        Danke, Herr Klostermann, Ihr Beitrag bestätigt sehr schön, dass es bei Ecopop nur um Umweltschutz, nicht aber etwa um Fremdenfeindlichkeit geht…

        • Konrad Andreas sagt:

          @Meier Herr Klostermann hat im Kern absolut Recht. Habe ich selbst schon zu Hauf erlebt. Hat nicht’s mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Ist aber eine Auswirkung der hier herrschenden Gier nach noch mehr und noch mehr.

        • Pierre Klostermann sagt:

          Haben Sie den Kommentar von Frau Baum auch gelesen oder einfach meinen interpretiert.
          Es ist leider eine Tatsache, dass man die Wahrheit und Realität im Alltag nicht hören will.
          Die Veränderungen in diesem Land in den letzten 5-10 Jahren sind unübersehbar und spürbar. Auch die politischen und gesellschaftlichen Grundwerte in der Schweiz werden mit dem rasanten Wachstum zerstört. Es würde mich interessieren wie Deutsche sich äussern würden bei gleicher Migrationsrate ins eigene Land. Ecopop ist keine Gute Lösung aber leider wohl die letzte Chance für einen politischen Notstopp.

    • Mike Müller sagt:

      Ja, Frau Baum, viel zu wenige Fachkräfte. Wie viel Prozent der Zuwanderer kommen denn wegen des Fachkräftemangels in die Schweiz? Eben. Die meisten kommen aus anderen Gründen, was ja auch verständlich ist. Und einige ziehen ihre Familien nach. Auch das kann man nachvollziehen. Aber immer so zu tun, als würden wir eine Zuwanderung von über 80’000 Personen pro Jahr brauchen, damit der Fachkräftemangel nicht noch grösser wird, ist lächerlich.

      • Sportpapi sagt:

        Sie würden also den Familiennachzug bzw. -mitzug unterbinden? Weil wir nur Arbeitskräfte brauchen, keine Menschen?

        • Troska Viktor sagt:

          Sportpapi:
          Die interessante Frage, welche die Ecopop-Gegner einmal beantworten sollten ist wie dem unbegrenzten Wachstum beizukommen sei.
          Vom Busfahrer bis zur Kantinenangestellten kommen mittlerweile viele Arbeitnehmer aus dem Ausland. Würden die Personalverantwortlichen verantwortungsvoll Ausländer einstellen hätte Ecopop keine Chance. Leider ist dem nicht so. Und übrigens: SP-Präsident Christian Levrat wohnt im schmucken eigenen Haus und besitzt zwei Autos. Muss ich mir von so jemanden anhören ich solle in einer Mietkaserne mit Gemeinschaftsräumen verdichtet wohnen und Tram fahren?

      • Markus Hartmann sagt:

        Über ein Drittel der heute in der Schweiz geschlossenen Ehen werden zwischen einem Schweizer Bürger bzw. einer Schweizer Bürgerin mit einem ausländischen Partner bzw. einer ausländischen Partnerin eingegangen. Die Zuwanderung nur der Wirtschaft anzulasten ist absurd; da muss dann ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung nach dem 30.11. auch privat umdenken. Man kann gespannt sein, ob die Ecopopler für sich selbst dann auch konsequent den „Schweizer Vorrang“ beachten.

    • Flo sagt:

      Liebe Frau Baum; schön das sie glauben was Economiesuisse sagt und schreibt! Aber ich halte ihnen zugute das sie vermutlich eine der so verzweifelt gesuchten Fachkräfte sind und nun ihrem eigenen Land fehlen, aber sich hier in der Schweiz wohlfühlen.
      Ueber die Beweggründe müssen wir ja nicht sprechen/schreiben.

    • Martin Richter sagt:

      Frau Baum, da gebe ich Ihnen nur in wenigen Berufsgruppen recht. Z.B. Gesundheitswesen, da fehlt es uns an Fachkräften. Aber ist noch irgendwie amüsant der Völkerwanderung zu zusehen. Die Deutschen Gesundheitsfachkräfte wandern nach CH, die aus dem Ostblock nach DE. Irgendwann können wir östlich von Österreich, Tschechien und Deutschland einen riesigen Nationalpark machen weil da niemand mehr leben will! Die restlichen Berufe gäbe es genügend, aber zu teure Fachkräfte, bei denen die Wirtschaft lieber auf die günstige EU-Alternative zurückgreift.

    • Ronnie König sagt:

      Tja, Frau Baum, schön solche seltsamen Wirtschaftsflüchtlinge zu haben die zuhause nix zustande kriegen und hier aber Ratschläge erteilen wollen! Sie mögen sich bereichern, aber nicht dieses Land oder die Schweizer/innen. Und genau darum gehts eben bei Ecopop letztlich. Nicht nur morgen, nein, sondern auch übermorgen. Wenn in D vieles auf Wunsch einiger Grosskonzerne und Politikern schief läuft, weil man nicht wie hier an der Urne zur Not gestoppt werden kann, dann sollten wir solche Ratschläge besser ganz schnell vergessen. Ein vernünftiger Kommentar war oben zu lesen. Exil-CH in Thailand!

  • Gredig Joh.Georg sagt:

    Oft hört man reden von der WIRTSCHAFT. Das sind doch wir alle. Ich bin mit dem Beitrag von Herr Gasche voll einverstanden.
    Wenn wir aber kein Wachstum haben, dann geht es schnell ins Minus und dann beginnt die Katastrofe mit Arbeitslosen und Armut.

    • Schnellmann Remo sagt:

      Diese Armut, sollte es eine geben, träfe uns heute und jetzt viel weniger schlimm als in 5 10 oder 20 Jahren. In diesem Sinne: Notbremse ziehen! Und zwar sofort!

      • Hans Jung sagt:

        Woher, Herr Schnellmann, wissen Sie das? Kristallkugel in Griffweite? Wir Schweizer bewegen uns auf einem wirtschaftlich betrachtet sehr hohem Niveau, nahezu unsere gesamten Nachbarländern würden weiss ich was dafür geben, auch nur annähernd in unseren Verhältnissen zu leben. Aber was tun wir? Jammern und klagen was das Zeug hält und uns mit Initiativen, welche sich sogar nicht zu schade sind, anderen Ländern und Völkern vorzuschreiben, wieviel Nachwuchs produziert werden darf, zu beschäftigen, statt ein wenig demütig zu sein und versuchen, proaktiv unsere selbstgemachten „Probleme“ anzupacken

        • pedro domletschg sagt:

          herr jung, also wenn sie von demut reden, dann anerkennen sie doch, dass viele leute gewillt sind, zugunsten der lebensqualität und der umwelt abstriche zu machen. die ziele der uno, frauen zugang zur freiwilligen familienplanung zu ermöglichen, zu desavouieren, passt nicht in diese diskussion.

          • Hans Jung sagt:

            Wie viel Nachwuchs produziert wird hängt in erster Linie vom Bildungsstand und der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes oder Volkes ab. Dort soll die Entwicklungshilfe ansetzen, ohne diese elementaren Bedürfnisse zu verbessern, nützt jede „freiwillige“ Familienplanung absolut nichts. Und, ich bleibe dabei, es ist vermessen, inakzeptabel und grenzt an Kolonialismus, wenn wir diesen Menschen das Recht absprechen, soviel Nachwuchs zu produzieren, wie es aufgrund der Lebensumstände, aber auch der Kultur angemessen erscheint.

          • pedro domletschg sagt:

            herr jung, das beeinflusst sich gegenseitig, meist ist nicht genug geld vorhanden, alle kinder in die schule zu schicken, sieben kinder bringt eine frau im schnitt in entwicklungsländern auf die welt. wenn weniger kinder gezeugt würden, könnten die auf die welt gebrachten bessere bildung erhalten. ihr gedankengank ist schon richtig, er bezieht die realitäten einfach nicht mit ein.

          • p.sager sagt:

            Herr Jung, je mehr Kinder, desto weniger Bildung ist leider möglich. Und übrigens habe ich von den Initianten nie gehört, dass sie gegen Bildung sind. Frauen sollen doch überall dasselbe Recht auf Selbstbestimmung haben wie wir hier.

    • Gerda sagt:

      @Gredig Joh. Georg: im Gegensatz zu Ihrer Meinung, denke ich, dass ein Wachstumsstop die Leute endlich mehr Creativität und Eigeninitiave bringt. Zudem wird die Behandlung der Zivilkrankheiten weniger Geld verschlingen, wenn wir kein Geld mehr für’s Auto haben, sondern gezwungen werden flott velo zu fahren etc.

    • Leutenegger Kurt sagt:

      Meine Lieben. Wachstum kann man auch erreichen indem man die Arbeit automatisiert. Der Vorteil dadurch, wir wären in Zukunft der Konkurenz einige Schritte voraus, unser Ansehen würde wieder wachsen. Der Nachteil es braucht Köpfchen und Kapital. Dies alles ist doch in einem Land mit den meisten Patenten pro Einwohner möglich. Zudem nehmen wir den EURO-Entwicklungsländer die ausgebildeten Fachkräften nicht weg. Wie sollen den sich diese Länder entwickeln, die hängen doch sonst immer am Topf der alten EU-Ländern. Also haben wir den Mut zur Veränderung, Köpfe und Kapital haben wir ja.

  • Marcel Holm sagt:

    Bravo! Bester Artikel in der bisherigen Debatte. So schwierig sollte es eigentlich nicht sein, zu sehen, was schief läuft auf unserem Planeten. Was auch endlich klar gesagt werden muss ist, dass es gar nicht genug Arbeit gibt für die Menschen. Es muss ein Systemwandel erfolgen. Nicht einfach Arbeit gleich Geld. Energie und Produktivitätsvortschritt arbeiten für uns. Eigentlich können wir zurücklehnen und geniessen. Konsum zurückfahren, Bescheidenheit und Sparsamkeit sind angesagt. Weniger Ausgaben braucht weniger Einnahmen. Ich praktiziere dies schon immer und lebe wie ein „König“.

  • Paul Meier sagt:

    Was Herr Gasche schreibt trifft zu einem guten Teil zu – doch das heisst noch lange nicht, dass Ecopop sinnvoll ist! Die Schweiz kann die Welt nicht retten! Höchstens zu den Hunden gehen, und so der Welt zeigen, was passiert wenn sich in der Welt nichts verändert! Aber die grössten Probleme sind in der weiten Welt zu lösen, wo die Bevölkerungen explodieren (Afrika, Indien, Nepal, Kambodscha etc). Bildung ist gefragt! Natürlich will ich nicht 12 Mio in der Schweiz, aber wo ist das Problem? In NY leben 20 Mio, in Tokyo 30 Mio….

    • b.Bannier sagt:

      Die CH kann die Welt nicht retten, aber als vermögenstes Land kann und soll sie ein Modell nachhaltigen Zusammenlebens entwickeln und etablieren, zum Nutzen der ganzen Welt, mittels vorgelebten Beispiels. Ecopop ist ein Anfang und Schritt in die richtige Richtung.

  • Chantal Roth sagt:

    Ein super Artikel! Das ist genau der Grund, warum ich bei Ecopop ja stimmen werde, weil sonst nichts in der Richtung in der Politik zu geschehen scheint. Die Leute sollten verstehen, das Wirtschaftswachstum nicht pro Kopf ist, und dass Wirtschaftswachstum keine bessere Lebensqualität bedeutet (zum Beispiel ein Krieg fördert das Wirtschaftswachstum…). Langfristig sollten wir ein Null-Wachstum anstreben, das wäre erstens nachhaltig, und zweitens könnten wir mehr in die Lebensqualität investieren.

    • Paul Müller sagt:

      Dass das BIP nicht alleine entscheidend ist, ist auch bei uns ECOPOP-Gegnern bekannt; man kann aber nicht einfach für oder gegen Wachstum sein, jede Investition in Bildung und Forschung (welche mehrheitlich auch von den Linken unterstützt wird) z.B. trägt automatisch zu mehr Innovationen, effizienteren Arbeitsabläufen und neuen technischen Möglichkeiten bei – so entsteht primär Wachstum in den Unternehmen, nicht durch ein Ja/Nein zu irgendwelchen gefährlichen, völkisch-grünen Vorlagen.

      Gefährden wir unser Erfolgsmodell nicht und legen überzeugt dreimal Nein in die Urne am 30. November.

      • Chantal Roth sagt:

        Ich hätte auch lieber einen Gegenvorschlag. Aber leider gibt es keinen. Was würden Sie denn vorschlagen, was wir tun sollen? Das es nicht so weitergehen kann, scheint den meisten Leuten klar zu sein. Wir sollten einen Initiative starten, welche die eigentlichen Probleme anspricht (Konsum, Zersiedlung, „falsches“ Wirtschaftswachstum“ etc)

        • Chantal Roth sagt:

          Wie wäre es mit einem Gegenvorschlag: es dürfen so viele Leute einwandern, so lange alle Leute in der Schweiz (zumindest theoretisch) von der Schweiz alleine ernährt werden könnten (wenn es sein müsste!). Dann ist es nämlich auch klar, dass wir nicht allen Boden überbauen können 🙂

  • Patrick Moresi sagt:

    Besser hät ich es auch nicht sagen können. Schluss mit dem Pseudowachstum – Ja zu Ecopop.

    • Die Kritik ist begründet, trotzdem ist ein Nein das Richtige, denn EcoPop bekämpft nur Symptome. Ich frage mich, wie viele Befürworter wirklich an ökologischen Themen interessiert sind. Ich behaupte, dass es den meisten nur um die Einwanderung an sich geht. Oder haben sie Vorstösse, die zum Ziel haben, unsere Schweiz ökologisch zu gestalten, auch mitgetragen? Grundsätzlich wird doch einfach mal alles was von links/grün kommt von diesen Leuten aus Prinzip torpediert, egal ob es sinnvoll ist oder nicht. Und Arbeitsplätze? Wer von Ihnen geht billig ins Ausland einkaufen inkl. Ferien? Eben

  • Fabian Fricke sagt:

    Richtig! Also: Stoppt endlich alle familienfördernden Massnahmen in der Schweiz! Damit können wir dem schädlichen Wachstum entgegentreten, ohne in die Falle des Nationalismus und Rassismus zu geraten.

    • Markus Hartmann sagt:

      Es ist tatsächlich absurd, weiter Anreize wie Kindergeld und Steuerabzüge zu setzen, damit noch mehr Umweltverschmutzer (das sind Menschen aus Ecopop-Sicht ) erzeugt werden, wenn doch „Überbevölkerung“ das grösste aller Übel ist.

      • Walter Krebs sagt:

        Da steckt ja auch das Teufelchen in der Vorlage. Es geht nicht darum Geburten zu verhindern, sondern gegen Ausländer. Das mögen die grünen Ecopopbeführworter nicht gerne, aber leider haben sich da unter ihrer Initiative genau die Kräfte gesamelt, mit denen sie eigentlich nichts zu tun haben wollen. Genau diese werden auch Raumplanung, Entwicklungshilfe, tatsächlicher Inländervorrang etc nicht unterstützen. Kein Ausländer, kein Problem -thats it, Ende der Ökologie. Der Artikel stimmt in vielem, aber die Initiative ist untauglich meiner Meinung nach. Schlicht der falsche Hebel.

    • Martin Richter sagt:

      Heute werden die Wörter wie Nationalismus, Rassismus, etc. sehr häufig in den Mund genommen. Nur so ein Gedankenspiel: Wenn wir auf 12 mio die Bevölkerung anwachsen lassen mit Hilfe der Einwanderung werden wir Schweizer in der Schweiz die Minderheit sein. Es werden schon heute häufig Schweizer benachteiligt. Unsere Regierung müsste sich mal das ganze an einem Beispiel wie Dubai ansehen. Die Gastarbeiter sind gerne gesehen, aber das einheimische Volk hat da auch grosse Vorteile gegenüber den Gastarbeitern.

      • Walter Krebs sagt:

        Hr. Richter: Danke für den Steilpass. Genau dass Separieren in die da und wir ist für die meisten Ausländergegner das Problem. Für sie bleiben die Schweizer bei 6 Mio stehen und es kommen nur die Fremden, die auch immer Fremde bleiben. Ob eingemeindet, geboren…egal. Ironie hier: der Haupttreiber dieses Mainstreams vom Herliberg hat selber deutsche Wurzeln. Die wenigsten „Schweizer“ können sich auf mehr als 3 Generationen rein schweizer Vorfahren berufen. Nach Ihrer Logik leben sie schon längst in erdrückender Minderheit. Hier geht es nicht um Ökologie, hier geht es um diffuse Ängste.

  • Ivo Müller sagt:

    Danke Herr Gasche für die durchdachten und naheliegenden Zeilen! Ich verstehe einfach nicht, warum das nicht auch die ANDEREN etwa 50% der CH-Bevölkerung resp. WählerInnen nachvollziehen können… Ist es vorwiegend der pure Egoismus?

    Ist es wirklich so, dass beispielsweise, die Linken Wähler/Politiker hauptsächlich daran interessiert, dass die Sozialindustrie und öffentlichen Verwaltungen „prosperieren“? Von den mitte-rechten Schneeballsystem-Wirtschaftsturbos ganz zu schweigen…

    • Hansli sagt:

      ECOPOP heisst nicht Nullwachstum. ECOPOP annehmen führt zu einer massiven Rezession, durch Verlust des EU-Marktzuganges.
      Das sich die ECOPOP’ler einen Dreck um die Umwelt kümmern zeigen die Zuschriften hier im Tagi betreffend Klimawandel. Ich zähle 28 Kommentare zum aktuellen Artikel. Die ganz grosse Mehrheit dieser Kommentare ist negativ. Wäre die Umwelt wirklich das Thema bei ECOPOP oder das Wirtschaftssystem, dann müssten mehrere hundert die Politik von Frau Leuthard unterstützen.

      • pedro domletschg sagt:

        das ist eine reine spekulation, ausserdem sind wir heute nicht mehr so abhängig vom eu-marktzugang via grenzüberschreitenden handel, die meisten firmen haben schon standbeine in der eu, können von dort liefern.

        • Hansli sagt:

          @ domletschg Dank den Bilateralen konnte der EU Markt von der CH aus bearbeitet werden. Ein zweitsitz heisst nichts anders als Arbeitsplatzabbau hier. Ein Bekannter arbeitet in einem Unternehmen EU-Umsatzanteil von 50%. Fällt die PFZ können die Mitarbeiter nicht mehr in die EU entsendet werden. Da werden dann nicht nur die Servicemitarbeiter verlagert. Weil die Wachstumschancen in der EU liegen wird die CH-Niederlassung zum Zweitsitz. In die EU wird dann auch die Administration und Entwicklung verlagert. Und das ist nur ein mittleres KMU-Unternehmen von vielen.

          • pedro domletschg sagt:

            der zusammenhang von einer zweigstelle im eu-ausland und arbeitsplatzabbau in der schweiz lässt sich so auch nicht erhärten.

      • Patrick Tanner sagt:

        Das ist unwahr. Der Marktzugang wird nicht durch die Bilateralen 1 sondern durch das nicht gefährdete Freihandelsabkommen mit der EU von 1972 garantiert. Sie kennen offensichtlich nicht den Unterschied zwischen EU-Marktzugang und Teilnahme am EU-Binnenmarkt. Die Teilnahme am EU-Binnenmarkt durch die Bilateralen 1 bedeutet zwangsläufig, dass die Schweiz ALLE EU-Gesetze AUTOMATISCH ohne Mitsprache übernehmen muss und sich den EU-Richtern unterstellt. Das wollen wir nicht. Darum ECOPOP JA!

        • Markus Hartmann sagt:

          Herr Tanner, das Freihandelsabkommen von 1972 bezieht sich nur auf Güter, nicht auf Dienstleistungen. Der Wegfall des Vertrags über technische Handelshemmnisse würde aber auch die Schweizer Exportindustrie stark belasten.

          • Patrick Tanner sagt:

            Auch das stimmt nicht. Die technischen Handelshemmnisse führen gemäss einer Studie des SECO zu Kosteneinsparungen von 300 Millionen CHF pro Jahr bei einem jährlichen Handelsvolumen von über 178 Milliarden CHF. Die Kosteneinsparungen sind im Promillebereich, also peanuts! Aber glauben Sie nur die Propaganda der neoliberalen Economiesuisse und der linksinternationalen EU-Beitritssbefürworter. Das CH-Stimmvolk glaubt der desinformativen, neoliberalen Abzocker-Propaganda nicht mehr! ECOPOP JA!

          • Markus Hartmann sagt:

            Sie lenken ab Herr Tanner (auch Zottel schleckt nicht weg, dass das Freihandelsabkommen von 1972 Dienstleistungen nicht erfasst), aber immerhin lassen Sie jetzt die Maske des Umweltschützers fallen und das wahre rechtsnationale Gesicht des Ecopop-Initianten kommt zum Vorschein. Technische Handelshemmnisse werden für viele ein Grund mehr sein, die Produktion aus der Schweiz zu verlagern. Wenn wir dann dereinst mit „grüner“ Begründung auch noch die Initiative „Schweizer Recht bricht Völkerrecht“ zum Erfolg geführt haben, wird dann auch jenes Freihandelsabkommen von anno dazumal hinfällig.

        • Walter Krebs sagt:

          Hr. Tanner, stimmt auch nicht ganz. Die Freihandelsabkommen regeln den zollfreien Handel, nicht aber Zugang zum Binnenmarkt. Dienstleistungen beinhalten sie nicht, genausowenig wie tech. Zulassungen in den einzelnen Ländern. Auch nach der Kündigung der Bilateralen werden Firmen versuchen, eine möglichst positive Bilanz vorzuweisen. Ich bin da mal skeptisch, wie patriotische Entscheidungen ausfallen werden, wenn der Wegzug in den EU Raum kostengünstiger ist. Ecopop ist ein Spiel mit dem Feuer, und ich verstehe nicht warum man nicht an den milliardenschweren Unternehmenssteuerreformen ansetzt.

          • Patrick Tanner sagt:

            Auch Sie kennen offensichtlich nicht den Unterschied zwischen EU-Marktzugang und Teilnahme am EU-Binnenmarkt. Letzteres bedeutet eine volltändige ÜBERNAHME EU-Rechts zukünftiges und zwar auch rückwirkendes. Es wäre die Aufgabe der CH-Souveränität und CH-Unabhängig, somit verfassungwidrig! Wer für die CH-Unabhängigkeit ist, stimmt ECOPOP JA, wer sich dem EU-Recht unterstellen und die CH-Unabhängigkeit aufgeben will, stimmt nein. Darum ECOPOP JA!

          • Walter Krebs sagt:

            Tanner: also geben sie es zu, dass das mit dem Freihandel und Binnenmarkt nicht das gleiche ist. Danke. Das sie kein fremdes Recht übernehmen wollen, ist ein ihr legitimes Anliegen. Nur, nach meiner Erfahrung, passiert dass durch die ökonomischen Rahmen schon jetzt und ein Pochen auf eigene Gesetzte schützte in Vergangenheit besonders Kartelle in der Schweiz. Vermischen sie doch nicht die Angst vor fremden Richtern mit ökoomischen Realitäten. Das Wegfallen der Bilateralen wird einen Einfluss haben. Wie gross, wissen sie und ich nicht. Ich fürchte, wir gehen in eine schwere Rezession.

  • Stefan Effenmann sagt:

    Der wesentliche Argumentationspfeiler der „Ecoppisten“ ist offenbar der Begriff der Lebensqualität. Dieser ist jedoch für eine objektive Diskussion untauglich, da er sich ausschliesslich subjektiv definiert und von Stimmungen und kulturellen Einstellungen abhängig ist. So werden Misanthropen immer eine schlechtere Lebensqualität und Zugereiste aus lebhafteren Regionen die Langeweile der Schweiz als nicht lebenswert empfinden. Auch soll die Lebensqualität ja wachsen – und ist dies nicht auch Ausdruck einer Wachstumsphilosophie? Nur eben mit anderen Vorgaben.?

    • pedro domletschg sagt:

      wenn jeder als erstes auf die lebensqualität seiner mitmenschen schauen würde, würden wir in einer besseren welt leben. wir könnten eine zelle sein, die diesen zustand bei anderen gesellschaften, nachbarn, hervorrufen könnte. und so könnte ein insgesamt besserer zustand für alle enstehen, mit konsequenter und manchmal auch harter linie.

  • Suter sagt:

    Objektiv richtige Ausführungen! Das Prokopfwachstum und Lebensqualität sind entscheidend, sicher nicht Masse, insbesondere dann nicht, wenn die Infrastrukturkapazitäten in der Schweiz schon am Anschlag sind. Die einzigen, aber grossen Risikokomponenten einer Zuwanderungskontrolle sind jedoch relative Nachteile, z.B. entstehender Wirtschaftskrieg mit der EU (siehe Anflugregime Zürich, neue Handelsschranken etc.). Diese mögen noch so undemokratisch, illegal oder was immer sein. Solange die Schweiz nicht ebenfalls mit harten Bandagen kämpft, sind diese relativen Nachteile ins Kalkül zu ziehen.

  • Ralf Schrader sagt:

    Nach dem Buch ‚Grenzen des Wachstums‘, vom Club of Rome herausgegeben, sollte man über den Wachstumswahn, völlig korrekt mit einem Begriff aus der Psychiatrie bezeichnet, eigentlich nicht mehr diskutieren müssen.
    Der Energieerhaltungssatz gilt auch für unsere Welt, es existiert eine Asymptote für Wachstum. Real wachsen die entwickelten Industrieländer alle nicht mehr. Wachstum wird nur noch durch statistische Tricks illusioniert.
    Wir müssten nur mal, was leicht möglich wäre, die Aufwendungen für das Gesundheitswesen halbieren. Dann steckt CH tief in der Rezession, natürlich nur rechnerisch.

  • S.Schweizer sagt:

    Besser kann man es nicht zusammenfassen. Erstaunlich das Ecopop Gegner hier noch von Menschlichkeit sprechen können und den Aufstand des Gewissens derart verdreht wahrnehmen. Solange wir Schnelllebigkeit über Nachhaltigkeit stellen und nach alten marktwirtschaftlichen Prinzipien werten: Knappes Gut = hoher Preis. Reichlich vorhandenes Gut = niedriger Preis, wird kein Gleichgewicht entstehen. Dumpingpreise werden die reichlich vorhandenen Güter in die Degeneration führen. Stösst dieser Umstand auf die reichlich vorhandenen Menschen mit Dumpinglöhnen ist der grosse Konflikt vorprogrammiert.

  • carlo corno sagt:

    Danke Herr Gasche, dass Sie aussprechen, was viele insgeheim denken, aber nicht zu sagen wagen. Man wird ja reflexartig als fremdenfeindlich beschimpft, wenn man diesbez. das Maul aufmacht.
    Die Ecopop ist leider der Zeit voraus, sie thematisiert ein Vorgehen, das über kurz oder lang eh umgesetzt werden muss, spätestens wenn sich die Rohstoffe verknappen. Dabei ist es viel vernünftiger und schmerz-ärmer je früher gehandelt wird.

    • Sportpapi sagt:

      Sie sind also für eine konsequente Raumplanung, einen besseren Landschaftsschutz, eine ökologische Steuerreform, Kostenwahrheit im Verkehr, Einschränkungen für Wegwerfprodukte, das Abschaffen der Mengenrabatte beim Stromverbrauch und das Verbot von Zweitwohnungen? Weshalb nur fallen diese Anliegen regelmässig durch bei der Bevölkerung?

    • Fabian Fricke sagt:

      Setzen sich die Befürworter von Ecopop auch für eine Senkung der Geburtenrate in der Schweiz ein? Wenn nicht, dann wird am Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit wohl etwas dran sein.

      • pedro domletschg sagt:

        die geburtenrate in der schweiz ist so, dass wir weniger würden, nur durch zuwanderung wächst die schweiz.

  • Aeschbacher Thomas sagt:

    Vielen Dank für diesen Kommentar Herr Gasche.
    Es gibt die kritischen Artikel zu diesem Wachstumswahn also doch noch, die Frage ist bloss ob es nicht schon zu spät ist um Gegensteuer zu geben. Ecopop ist wohl die allerletzte Chance, danach gehen wir mit wehenden Fahnen unter.

  • Zenuni Marianne sagt:

    Danke Herr Gasche,sie denken gut und schreiben gut,ich kann nur gut denken

    • wolfgang eisenbeiss sagt:

      Zenuni Marianne hats erkannt: Urs P: Gasches Analyse ist absolute Spitze, Ecopop das auf der Hand liegende als Konsequenz!
      Mir fällt auf, wie bei diesem Kommentarsystem eine ganze Anzahl absolut Unwissender ‚analysieren‘: Teilnehmer, die keine Ahnung von Volkswirtschaft haben, einfach so daherquatschen. Beim System mit Bewertungen JA oder Nein würde sich die Spreu vom Weizen viel klarer zeigen. Auch sind die hier vorgeführten Dialoge teils von einer Peinlichkeit, die ich beim anderen System nicht beobachtet habe. Diese Bemerkungen als Hinweis für die Tagi-Redaktion. Danke

  • Konrad Roelz sagt:

    Mit den Argumenten von Gasche bin ich soweit einverstanden, nur ist das Rezept Ecopop halt nicht das Richtige. Unsere Welt ist globalisiert, ob mans will oder nicht. Wir haben den Nutzen und den Profit, der auch zu Lasten der Umwelt und des Zusammenlebens geht. Das bedeutet aber auch, dass die Probleme globalisiert sind und auch global angepackt werden müssen. Das Gefühl, das wir mit Ecopop die Handlungshoheit gewinnen, ist Augenwischerei und Träumerei von einer heilen Heidi-Schweiz, die es allerdings schon lange nicht mehr gibt. Frage: wieviele, die für Ecopop sind, fahren ein sparsames Auto?

    • S.Schweizer sagt:

      @Roelz Was du im Kleinen nicht lösen kannst wirst du auch im Grossen nie lösen. Einer ist immer der Erste und nimmt „eine Vorreiter Rolle“ ein. Erkennen andere einen Sinn darin werden sie ihm und seinem Beispiel folgen. Innovationen brauchen immer Zeit. Als ich neulich durch’s Flachland fuhr sagte meine 68 J. Beifahrerin die lange im Ausland lebte „Bi eus gsehts ja au länger sie meh wie in Amerika us“. Ja tut es. Kann man gut finden oder nicht.

      • Konrad Roelz sagt:

        @S. Schweizer: ja, ich kenne den Spruch „Denke global, handle lokal“ auch, der allerdings noch aus den Zeiten des Kalten Kriegs stammt. Ob er heute so noch gültig ist, darüber liesse sich vortrefflich debattieren. Doch Fakt ist auch, dass die grossen, globalen Probleme sich lokal bemerkbar machen wie die ganze Umweltproblematik, die Flüchtlings- und Migrationsströme, das Nord-Süd-Armutsgefälle, religiöser Wahn mit seinen Kriegen, gierige Banker und Finanzer, die ein Wirtschftssystem an die Wand fahren etc. Da habe ich meine Zweifel, ob die Lösung tatsächlich im Kleinen angepackt werden soll.

  • Peter Krummbuckel sagt:

    Ich hoffe auf ein sehr knappes Nein zur Ecopop-Initiative. Knapp deshalb, da der BR und die politischen Parteien bei einem klaren Nein die Abstimmung so analysieren werden, dass das Stimmvolk seit dem 9. Februar einen Stimmungswandel durchgemacht hätte und gar nichts mehr von einer Beschränkung wissen wolle. Das Problem des Schneeballsystems AHV/Pensionskasse ist in den nächsten Jahren zu diskutieren und zwar europaweit. Ein ewiger Wachstum bis ins Jahr 2875 ist nicht möglich, irgendwann kommt eine Kehrtwende. Lebensqualität heisst nicht gleich Materialismus.

    • Rene Wetter sagt:

      @Krummbuckel: Anscheinend haben Sie immer noch nicht begriffen dass MEI nutzlos ist und nur dazu dient die flankierenden Massnahmen die der SVP ein Dorn im Auge sind, abzuschaffen. Die momentane Zuwanderung dient nur dazu die Überalterung abzumildern die durch die Pensionierung der Babyboomer entsteht. Das hilft nur über die nächsten 30 Jahre. Die Zuwanderung wird eh abnehmen da die Bevölkerung in Europa kaum mehr wächst. Wir versuchen nur den Stamm der Altersäule einigermassen gerade halten das ist alles

      • b.Bannier sagt:

        „Die momentane Zuwanderung dient nur dazu die Überalterung abzumildern“, ja wie denn dass.? Indem jetzt schon die 45 jährigen aus dem Arbeitsprozess gedrängt und zu „Rentnern“ werden, weil diese zu „überaltert“ sind?

  • Franco Borer sagt:

    Sehr guter Kommentar! Warum werden diese Zusammenhänge nicht ehrlich kommuniziert? Auch von unseren sogenannten Top Hochschulen nicht? Was braucht es denn noch dass auch die hellen Köpfe unseres Landes genau diese Facts vertreten und endlich klaren Wein einschenken wie es um den Status der Welt und unserer Zukunft aussieht? Viele Menschen auf der Strasse spüren es, täglich, überall. Man nennt uns Jammerer auf hohem Nivea, man sagt dies seien Luxusprobleme. Das ist falsch! Immer mehr Menschen spüren dass auf diese Weise unser Land zugrunde geht! Dagegen wehren sich Leute, zu recht. Und wenn man die Menschen nicht ernst nimmt und sie mit unfairen Kommentaren wie fremdenfeindlich tituliert, dann werden sie sich zu wehren wissen Und das ist recht so! Ecopop Ja!

  • Hans Jung sagt:

    Natürlich benötigen wir qualitatives Wachstum. Wollen wir Verhältnisse wie in Griechenland, Spanien, Italien, und dies auf freiwilliger Basis? Unser Gejammer ob Staus oder selbst verursachter Zersiedelung wird den 30% arbeitslosen Jugendlichen in diesen Ländern nahezu pervers vorkommen. Mit Ecopop schliessen wir auch die Möglichkeit aus, diesen Menschen indirekt zu helfen. Man findet z.B. kaum mehr inländische Jugendliche, die bereit sind, einen Handwerkerberuf zu erlernen. Ecopop ist Augenwischerei, verführerisch, fast ein Heilslehre, alles wird besser!

    • pedro domletschg sagt:

      ich gebe ihnen insofern recht, dass wir unsere hausaufgaben machen müssen, im internationalen vergleich, bilden wir viel zuwenige akademiker, ärzte, mangager aus, müssen wir ändern. es kann nicht sein, dass wir die leute im ausland abwerben, wo sie dann fehlen, die deutschen müssen auch wieder ärzte abwerben und so weiter, die letzten beissen die hunde! ecopop bringt diesen teufelskreis auf ein erträgliches mass.

  • D. Sprenger sagt:

    Treffender und guter Artikel von Herrn Gasche welcher Logik und Weitsicht hat . Es kann doch niemals sein, dass sich das hiesige Wirtschaftswachstum wie eine endlose Spirale nur auf weiter steigende Zuwanderung angewiesen ist und dies bei schwindenden Ressourcen . Die Gegenargumente von den Wirtschaftsverbänden sind noch einigemassen Nachvollziehbar. Den Wirtschaftsmächtigen scheint es jedoch egal zu sein wie viele noch Zuwandern , Hauptsache der Profit stimmt . Hingegen entsprechen die Argumente der Gegner von der politischen Linken nicht deren Logik und werden rein ideologisch Begründet !

  • Sportpapi sagt:

    Mit Wachstumskritik wäre aber die Abstimmung nie zu gewinnen. „Eine konsequente Raumplanung, einen besseren Landschaftsschutz, eine ökologische Steuerreform, Kostenwahrheit im Verkehr, Einschränkungen für Wegwerfprodukte, das Abschaffen der Mengenrabatte beim Stromverbrauch und so weiter haben die Mehrheiten in unseren Parlamenten und im Bundesrat bisher bekämpft und verhindert. Das Verbot von Zweitwohnungen hebeln sie praktisch aus. Für alle diese Anliegen hatten sich die meisten Ecopop-Initianten und -Sympathisanten eingesetzt.“ Die meisten? Das würde wohl für höchstens 20 Prozent reichen…

    • Gerda sagt:

      @Sportpapi: es hat einfach viel zu viele Menschen. Die Fortpflanzungsdrift der Menschheit verkraftet unser Planet nicht.

  • Peter Colberg sagt:

    Im Geschäft der nur für wenige sehr lukrativen Masseneinwanderung steht die Schweiz leider nicht allein. Einige Zahlen von 2012 (siehe Eurostat): Deutschland = 592 200) in 2012, GB = 498 000, Italien = 350 800, Frankreich = 327 400 und Spanien = 304 100. Im Verhältnis zur Schweiz prozentual jedoch einiges weniger. In Deutschland wird auch über „Fachkräftemängel“ gejammert, der Realität zum Trotz (z.B.Ingenieure). Zukünftige CH Generationen in einer aus allen Nähten platzenden Schweiz werden legitim fragen weshalb die politische Ellite punkto unbegrenzte Einwanderung eine so freie Hand hatte.

  • Berta Müller sagt:

    Und nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Service Public, das Bildungssystem usw. sind von der Bevölkerungszunahme betroffen.

  • Emilio sagt:

    Es wird uns immer eingetrichtert, nur eine wachsende Wirtschaft wäre eine gute Wirtschaft. Wachstum muss aber durch eine positive Exportbilanz abgedeckt sein, d.h. es muss vom Ausland bezahlt werden. Nun gibt es eben immer mehr Länder, die mehr exportieren als importieren wollen. Dies heisst, dass wir uns daran gewöhnen mussen, dass es kein ewiges Wachstum gibt.
    Wir haben aber dieses Wachstum alle schon in unsere Erwartungen und Planungen einberechnet: Wir erwarten in Zukunft mehr Lohn, der Staat mehr Steuern, die Wirtschaft steigenden Umsatz. Dies ist keine nachhaltige Wirtschaft.

  • Heinz Müller sagt:

    Man kann die Argumente von Herrn Gasche nachvollziehen oder nicht. Eines bleibt: Eine vernünftige Alternative, ohne dabei die freiheitliche Staatsform der Schweiz auf’s Spiel zu setzen. In einem Staat wie Saudiarabien oder Nordkorea wären die nötigen Massnahmen ohne Probleme umzusetzen. Aber hier bei uns? Wollen wir, dass der Staat uns vorschreibt, was, wann, wo und wieviele Güter und Dienstleistungen wir zu konsumieren haben? Das ganz grosse Problem ist doch, dass es diesen Menschen, der freiwillig verzichtet und einschränkt, nicht gibt. Und so bleiben nur Zwang und staatliche Vormundschaft.

  • Roland K. Moser sagt:

    Mir konnte noch kein Wachstumsapostel plausibilisieren, wie in einer Schweiz mit begrenzter Fläche unendliches Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum möglich ist. Dasselbe konnte mir auch für die Erde mit der begrenzten Fläche nicht plausibilisiert werden.

  • Joe Amberg sagt:

    Korrekte Analyse. Es ist unglaublich dass sich die Ökonomie noch immer nicht von dem steinzeitlichen Modell des ewigen Wachstums – das auf einem Planeten der partout nicht wachsen will völlig absurd ist – verabschieden kann. Das Modell verschweigt ja auch systematisch die notwendigen „Resets“ die es zwischen den Wachstumsphasen immer gegeben hat und immer brauchen wird – historisch meistens grosse Kriege. Die USA und die EU werden in den nächsten 10 Jahren einen Vermögensreset erleben wie ihn Japan ca. 1990 bereits vorexerziert hat – mit Einbrüchen auf Aktien und Immobilien von 75% bis heute!

  • erika berger sagt:

    Ich glaube nicht, dass in Europa wegen der Habgierkultur oder des Neolibaralismus der Niedergang aufgehalten werden kann. Und die Schweiz wird, im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg, keine Ausnahme sein. Mit der Annahme von Ecopop geht einfach weniger Natur kaputt, was für die Zukunft sehr wichtig sein wird. Und, man läutet hoffentlich eine Wende und der Geisterhaltung ein: mehr Wohlfahrt statt Wohlstand. Macht auf jeden Fall glücklicher

  • Sandra Caluori sagt:

    Es gibt nur eine dauerhafte Lösung für alle diese Probleme: Weniger Menschenvermehrung auf dieser Welt. Ich habe meinen Beitrag dazu geleistet und KEINE Kinder bekommen!

  • Die Ecopop-Initiative ist anders als der SVP-Einwanderungs-Verfassungsartikel mit der EU kompatibel, weil die Ecopop keine Kontingente verlangt. Die maximal 0,2 Prozent NETTO-Zuwanderung (immer noch mehr als die der EU-Staaten in den letzten Jahren) kann die Schweiz wahrscheinlich leicht erreichen, indem sie die Pauschalbesteuerung von Ausländern abschafft, Unternehmen im Standortwettbewerb keine Steuergeschenke mehr macht, eine konsequente Raumplanung gemäss Bundesverfassung, eine ökologische Steuerreform und die Kostenwahrheit im Verkehr schrittweise einführt.

    • Markus Hartmann sagt:

      Das ist nun wirklich naiv. Die Drosselung der Netto-Zuwanderung um 80% wird ohne Kontingente unmöglich zu erreichen sein, was dann zwangsläufig die Kündigung der bilateralen Verträge bedeutet. Allein der unter Öko- und andern Nationalisten beliebte Import von Gespielinnen, Haus- und Ehefrauen aus Fernost und Lateinamerika würde übrigens bereits heute das Kontingent von 16’000 überschreiten. Auch damit hätte es dann ein Ende.

    • SrdjanM sagt:

      Nur dass die EcoPop die MEI nicht ungeschehen macht, also haben Sie eine Begrenzung auf 0.2% UND die Kontingente.
      Damit lassen sich die Bilaterale nicht mehr verhandeln, und man muss sich auf einige Retourkutschen aus der EU gefasst machen.

      Kann der gemeine EcoPop Befürworter damit leben?
      Wenn ja, nur zu…

      Aber dann nicht jammern wenn die Unternehmen vermehrt ihre Investitionen im Ausland tätigen. Nicht unbedingt weil hier Arbeitskräfte fehlen würden, sondern weil durch den Wegfall der Bilateralen einige wichtige Standortvorteile gefährdet wären.

      • Brauchen wir mehr Einwanderer, weil sie die Wirtschaft zum Besetzen offener Arbeitsplätzen braucht? Dann wäre es ja gut, wenn weniger Arbeitsplätze angeboten würden. Ich verstehe die Logik nicht ganz.

        • Markus Hutmacher sagt:

          Ja Herr Gasche ich glaube auch dass Sie ein wenig Mühe mit der Logik haben. In Ihrem Artikel benennen sie sicher reale Probleme nur trägt Ecopop nicht zu deren Lösung bei.
          Umweltprobleme müssen mit Massnahmen wie Sie Vorschlagen, also Verbesserung der Raumplanung, Förderung von alternativer Energie und Kostenwahrheit bei der Mobilität gelöst werden.
          Die von Ihnen propagierte Ecopop macht fremde Menschen zu Sündenböcken und ist somit für die Lösung der Probleme kontraproduktiv da wir ja dann unserer Lebensweise nicht mehr hinterfragen müssen.

        • SrdjanM sagt:

          Dann wiederhole ich mich gerne:
          Wenn die Wirtschaft Standorte ins Ausland verschiebt, werden auch „alte“ Stellen, solche die bereits heute in der Schweiz existieren und besetzt sind, auch mitauswandern. Also wird es nicht einfach keine NEUEN Stellen mehr geben, es werden bereits vorhandene abgebaut.
          Und ich behaupte nicht dass es nur mit dem ev. Mangel an Arbeitskräften zusammenhängt. Die bilateralen Verträge mit der EU beinhalten auch andere Erleichterungen für die Unternehmen.
          Und was meinen Sie würde die EU für einen Kurs in der Steuerverhandlungen fahren, wenn die Bilateralen weg sind?

  • Markus Hartmann sagt:

    Die Behauptung, die meisten Ecopopler würden sich für Umweltschutz, gegen Zweitwohnungen, für strikte Raumplanung etc. einsetzen wird sich am 30.11. am Beispiel der Gemeinde Grindelwald studieren lassen: Diese hat mit überwältigendem Mehr die Verschandelung und Zerstörung einer der schönsten Naturlandschaften am Fusse der Eigernordwand durch eine monströse Express-Gondelbahn beschlossen. Stimmt die Gemeinde am 30.11. Ecopop zu, wird offenkundig, dass die Gründe keine hehren umweltpolitischen gewesen sein können.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Ich wage zu behaupten dass der BIP pro Kopf noch sinken wird.Denn schon heute hat das Volk damit begonnen die Investitionskosten für eine vorhergesagte 12 Mio CH vor zu finanzieren.Diese finden sie in sämtliche Rechnungen wie,KK, Gebühren,Steuern,Verkehrsabgaben etc.Der grosse Brocken kommt noch: Energieversorgung. Zudem können sie sich von den Erneuerbarenenergietraum entgültig veraschieden.Der Wirtschaft hingegen, ist man mit der USTR II,Frankenstabilisierung entgegen gekommen. Gefolgt bald von der USTR III,Patentboxen etc.Der Kuchen wird noch ungerechter verteilt werden als hier beschrieben

  • Jo Mooth sagt:

    Ich war früher auch für offene Grenzen und wäre es an sich heute noch, wenn denn in der Raumplanung, auf dem Arbeits- und Verbrauchermarkt wirksame Steuerungsmechanismen für eine verkraftbare Einwanderung getroffen würden. Es wird aber weiterhin Bauland eingezont, es werden weiterhin Unternehmen in die Schweiz gelockt, und es gibt nach wie vor Wirtschaftsförderung, die angeblich verödenden Randregionen zu Gute kommen, inkl. Landwirtschaftsbeiträge für umweltschädliche Produktion. Bitte, wenn nun offenkundig alles andere versagt, bleibt eben nur noch das Dosiersystem für die Zuwanderung.

  • Heinz Brunner sagt:

    Arroganz, mutwillige Eigentumszerstörung, blendende schönheits Anekdoten, oder nennen wir es einfach Wirtschaftsrofiteure.
    Danke Herr Gasche für Ihren Beitrag. Aussagen wir Fachkräftemangel und dies in der Schweiz, zeugt von einem erbärmlichen Zustand der heutigen Schweiz. Unsere Stärken sind und bleiben Ausdauer, Initiativgeist, Arbeitsmoral und Sozialverhalten. Schauen wir einfach, dass wir diese wunderbare Tugenden nicht verlieren.

  • Werne Fricker sagt:

    War in den letzten drei Wochen in der Schweiz unterwegs. Dass der Grossraum Bern-Zürich-Winterthur jede Woche ein riesiges Flachdachgebäude mehr aufweist, gilt seit Jahren. Auch das Gebiet westlich von Lausanne ist total verschandelt, ebenso Gossau-St. Gallen, Luzern-Zug, Lugano-Agno usw. Gezählt habe ich im Raum Pratteln 18 Kräne, in Zofingen deren 10 in Lugano 12, dann aber auch am Monte Bré (!) deren 10, am Bergufer von Morcote ebenfalls 10 Kräne und in Melide deren 5 und 2 auf dem Berg! Kann das so auch in diesen Gegenden weitergehen?

  • Stefan Anslinger sagt:

    konsequente Raumplanung, besseren Landschaftsschutz, Steuerreform, Kostenwahrheit im Verkehr, Einschränkungen für Wegwerfprodukte finde ich alles super!!! Bin ich absolut dafür! Dummerweise hat dies alles nichts aber auch gar nichts mit Ecopop zu tun! Bei einem ja zu Ecopop wird nichts dieser guten Vorschläge umgesetzt! Keiner!
    Ausserdem finde ich es heuchlerisch jetzt einen auf „wachstumskritisch“ zu machen. Die 6-Wochen Ferien-, Mindestlohn- und 1:12 Initiativen waren absolut chancenlos! „Wachstumskritik“ ist halt nur sexy, wenn die anderen die Konsequenzen tragen sollen…

    • Jo Mooth sagt:

      Doch, klar hat das mit Ecopop zu tun: Ecopop ist sozusagen die Notbremse, die erst mal wirkungsvoll bei der Bevölkerungszahl ansetzt. 9 Mio Menschen brauchen nun mal weniger Land als 12. Danach können wir dann sehen, ob die 9 Mio bereit sind, verdichtet in WGs mit einem Gemeinschaftsauto zu wohnen wie das ja Sommaruga fordert (klar, nicht für sich selbst). Wenn ja, können wir aufstocken auf 10 Mio.

      • Stefan Anslinger sagt:

        und genau diese Einstellung frustriert mich: „mehr menschen brauchen mehr Platz“. Dummerweise stimmt das nicht. Singapur ist mit 5.3 Millionen Einwohnern, nicht viel grösser als der Genfersee… Ok, sie wollen nicht in er einer „Betonwüste“ wohnen? Dann muss ich sie fragen, was wollen sie denn? Keine böse Grossstadt und auch keine zersiedlete Schweiz. Dann fordern sie doch bitte einen sofortigen Baustopp auf noch freiem Land! Aber das würde ja darauf hinauslaufen, dem Schweizer seinen Traum aufs eigene Hüsli zu verbieten. Und das geht ja nun gar nicht…

        • Jo Mooth sagt:

          Wir sind uns einig, es ist frustrierend: Entweder wir beanspruchen weniger (Platz, Hüsli, Autos, Skigebiete etc.) wie in Singapur, oder wir beanspruchen gleich viel wie bisher (oder gar mehr) und müssen dann unsere Zahl stabilisieren (oder verringern). Denn wir nähern uns der Grenze von dem, was noch geht, je nach Empfinden früher oder später. Zurzeit werden wir jährlich mehr, und beanspruchen immer mehr. Irgendwo müssen wir ansetzen. Das grüne Bemühen um geringere Ansprüche hat in der Realität des Kapitalismus versagt. Somit bleibt nur noch eins.

    • Andi Graf sagt:

      Mit einem Nein zu EcoPop werden die vernünftigen Massnahmen erst recht nicht umgesetzt, weil der Stimmbürger mit dem Nein ein klares Zeichen für weiteren Wachtumswahn setzen würde. Ohne einen Marschhalt bleibt keine Zeit zum Nachdenken, dann wird einfach nur weiter gebaut und asphaltiert. Wenn wir der Wirtschaft nicht ein klares Zeichen setzen, wird die Blase weiter aufgeblasen bis zu Kollaps.

      • Stefan Anslinger sagt:

        @Mooth: sehen sie, dass ist der nächste Punkt der mich an Ecopop stört. Die Konsequenzen sollen gefälligst alle andere tragen. nur nicht wir. nur damit es bei uns so bleibt wie es nie sein wird…
        @Graf: ich vermute mal, diese Massnahmen werden nicht umgesetzt, weil dann der Schweizer die Konsequenzen tragen müsste. Siehe antwort an Mooth
        Und an sie beide: mich würde interessieren ob sie für 6 Wochen Ferien waren, für den Mindestlohn oder für die 1:12 Initiative. Und sind sie am 30.11 auch für das Ende der Pauschalbesteuerung?

        • Anti Grav sagt:

          Ich bin ganz klar für jede Massnahme, welche die Wachstumsspirale ein wenig bremst. Natürlich bin ich für die Abschaffung von Steuerprivilegien, ob für Konzerne oder für Privatpersonen. Ich habe auch 1:12, Mindestlohn und Zweitwohnungsinitiative befürwortet. In Falle von EcoPop bin ich pragmatisch, ich könnte mir auch bessere Lösungen vorstellen, aber ein Schritt ist ein Schritt. Hier ist sogar mal eine Mehrheit denkbar und das hätte Konsequenzen. Auf Utopien warte ich schon Jahre lang vergeblich, da nehme ich lieber, was ich bekomme.

        • Andi Graf sagt:

          Jede Massnahme die unangenehme Konsequenzen hat ist schwer umzusetzen. Wenn wir aber zu den Wünschen der Wirtschaft Ja und Amen sagen wird es ganz bestimmt noch viel dicker kommen. EcoPop baut einen gewissen Druck zur Veränderung auf. Mag sein, dass dies auch nicht hilft, aber den Versuch ist es wert. Ich stimme seit Jahren wirtschaftskritisch. Ohne den geringsten Erfolg. Darum stört mich auch eine unheilige Allianz nicht, wenn es den etwas nützt.

        • Jo Mooth sagt:

          Das verstehe ich nicht: „damit es bei uns so bleibt wie es nie sein wird…“ Es ist aber doch anderseits verständlich, dass die Bewohner eines Landes sich für den Erhalt ihrer gewohnten Lebensqualität wehren? Oder nicht? Möchten sie lieber selbst in einer zerstörten Umwelt und in Armut leben als das den Bewohnern eines anderen Landes zuzumuten, wenn es denn keine andere Lösung gäbe? Abgesehen davon gibt es diese Lösung: bescheiden wir uns hier freiwillig und helfen wir den anderen Ländern vor Ort, ein würdigeres Leben zu führen, statt dort ausgebildete Arbeitskräfte hierherzulocken.

  • SrdjanM sagt:

    Wie viele Befürworter der EcoPop würden nach einer Annahme plötzlich bescheidener leben, weniger Wasser, Energie, Luxusgüter und Fleisch wollen?

    Nein, diese Leute erwarten dass EcoPop ihnen MEHR von allen dem bringt weil sie es dann nicht mit noch mehr Menschen teilen müssen.
    Nur, es wird nicht MEHR zum Teilen geben, es wird wohl nicht mal gleich viel bleiben…
    Es wird weniger Kuchen vorhanden sein.

    Wenn man das begriffen hat und damit auch leben kann, dann spricht tatsächlich NICHTS gegen die EcoPop.

    • Andi Graf sagt:

      Ein Auto besitze ich nicht, Öv, Velo und Mobility sind viel praktischer. Ein Haus will ich nicht. Auf Kinder kann ich verzichten. Fleisch esse ich seit 20 Jahren nicht mehr. Es lebt sich trotzdem wunderbar. Wohlstand ist eben nicht nur Konsum. Offenbar müssen nun aber neue Konsumenten importiert werden, weil sich unsere Wirtschaft nicht vom Wachtumswahn lösen will. Das will ich nicht. Ich will ein Umdenken. Darum ein klares Ja zu EcoPop.

      • Adrian Engler sagt:

        Andi Graf, dass Sie (wie ich) kein Auto haben, kein Fleisch essen und z.B. auch kein Einfamilienhaus und Kinder haben, ist ja sehr gut – wahrscheinlich leben Sie insgesamt ökologisch sinnvoll.

        Traurig finde ich aber, dass Ihr geistiger Horizont anscheinend an der Schweizer Landesgrenze endet.

        Glauben Sie im Ernst, es sei kein ökologisches Problem, wenn jemand in Deutschland Auto fährt, Fleisch isst und Energie verbraucht, aber wenn dieser Mensch in die Schweiz zieht und hier das Gleiche tut plötzlich zu einem grösseren Problem wird?

        • Andi Graf sagt:

          Und wenn hier neuer Wohnraum und neue Strassen gebaut werden müssen, die in der Heimat der Zuwanderer schon vorhanden sind, braucht das keine zusätzliche Ressourcen? Ihre Verwanden gehen die Zuzüger sicher auch nicht besuchen. Für mich persönlich macht es ausserdem schon einen Unterschied, ob in meiner Stadt jede noch so kleine Freifläche überwuchert wird und ob der Verkehr immer dichter und aggressiver wird.

        • pedro domletschg sagt:

          herr engler, nach ihrer argumentation kann man den kopf also in den sand stecken und die schleusen öffnen, massvoller umgang mit den dingen schliessen sie so aus. da es ja nicht draufankommt, wo jemand ressourcen verbraucht, kommt es auch nicht draufan, wieviel in der schweiz ressourcen verbrauchen, obwohl wir x-fach mehr ressourcen verbrauchen als in drittweltländern. denken sie, wenn diese menschen hierherkommen, dass sie immer noch den ressourcenverbrauch wie damals im drittweltland haben?

      • SrdjanM sagt:

        Schön für Sie und schön von Ihnen.
        Aber glauben Sie dass die Mehrheit der Befürworter aus dieser Bescheidenheit für die EcoPop ist? Ernsthaft?
        Und dass es dieser Mehrheit klar ist was es auslösen könnte, und sie damit kein Problem haben.

        Wenn EcoPop eine Mehrheit findet, dann nur aus diesen falschen Motiven.
        Die Erwartungen dieser Menschen werden dann mit Sicherheit auch nicht zu erfüllen sein und wie immer wird sich ein Sündenbock dafür finden: Der Ausländer der bereits hier ist.

        • Andi Graf sagt:

          Mit Nichtstun wird es aber auch nicht besser. Wenn der Kollaps dann einfach etwas später erfolgt, hat es noch viel mehr potentielle Sündenböcke.

          • SrdjanM sagt:

            Also eine Art Schocktherapie, aber halt auf Kosten der Anderen.
            Eben, schön für Sie…

    • Rene Wetter sagt:

      Ecopop wir gerade darum als verlockende Alternative Angebot, dass sich die hiesige Bevölkerung nicht einschränken muss. Man gaukelt den Leuten vor: Ihr müsst nur die Einwanderung einschränken dann lösen sich alle Probleme ohne dass ihr irgendwelche Nachteile habt oder euch einschränken müsst. Es gibt sowas nicht. Ohne Wachstum gibts weniger Investitionen Gelder werden abgezogen in Länder mit Wachstum und schon gibt es eine Rezession. Eine leichte aber andauernde Rezession. Japan zeigt den Weg von Ecopop vor. Überalterung, keine Einwanderung kein Wachstum wenig Investition

  • Heinz Butz sagt:

    „Was nicht wächst, das stirbt“. Diese „Wirtschaftstheorie“ durfte ich mir an der Hochschule St. Gallen wortwörtlich anhören von einem Professor (emigriert aus dem damals noch kommunistischen Ungarn). Das mag zwar bei den Pflanzen stimmen, aber in der Wirtschaft…..? Solange solche Theorien verkündet werden, ist es auch ganz logisch, dass immer wieder Studenten auf diese Fehler hereinfallen und dann werden sie in der Arbeitswelt noch von ihren Vorgesetzten zum höheren Umsatz gezwungen oder ausgewechselt. Der zusätzliche Umsatz wird dann auch über strafbare Handlungen generiert z.B. Banken.

  • Alfred Frei sagt:

    Tönt ja alles sehr gut, bis auf den letzten Satz, da musste ich laut rauslachen. Es sind ja eben ein grosser Teil der Ecopo-Befürworter, die eine konsequente Raumplanung, einen besseren Landschaftsschutz, eine ökologische Steuerreform, Kostenwahrheit im Verkehr, Einschränkungen für Wegwerfprodukte etc verhindern.
    Ihrer Meinung nach, sind alle diese Probleme nur durch die Zuwanderung verursacht und lösen sich von selbst, wenn die Zuwanderung beschränkt wird. Lächerlich.
    Ausserdem sind wir nicht allein auf der Welt. Ecopop tut so, wie wenn wir völlig autark wären. Gefährlich.

    • Andi Graf sagt:

      Nein diese Probleme sind natürlich nicht nur durch Zuwanderung verursacht. Aber die Zuwanderung ist ein signifikanter Faktor. Diesen Faktor können wir diesmal regulieren. Ich bin gerne bereit meine Stimme für weitere Korrekturen zur Verfügung zu stellen, aber heute stimme ich mal Ja zu EcoPop. Lieber mal ein erster Schritt, der eventuell mehrheitsfähig ist, als dauernd zu lavieren, dass die viel besseren Massnahmen immer durchfallen.

  • markus müller sagt:

    das wirtschaftssystem hat aber nichts mit der einwohnerzahl zu tun. heisst: auch wenn ecopop angenommen würde, täte sich das wirtschaftssystem nicht ändern. warum sollte es auch? wachstum wäre nach wie vor das credo. egal ob die einwanderung begrenzt würde oder nicht – die wirtschaft wird ihre kräfte immer erhalten.

  • Max Oppliger sagt:

    Wenn Gasche sagt: …damit erzielen sie höhere Umsätze und Gewinne ohne sich anstrengen zu müssen, dann bleibt mir die Spucke weg. Zudem hat Gasche offensichtlich noch jie davon gehört, dass viele Unternehmen, auch KMU’s, ihre Umsätze vor allem im Ausland erzielen. Ein Wachstum im Inland bringt nur ausgewählten Branchen ein mehr. Der Beitrag ist einseitig politisch und wenig durchdacht.

  • Thomas Meier sagt:

    Das BIP, also die Messgrösse welche von Politik und Wirtschaft immer für Jubelmeldungen verwendet wird, ist eine beliebig gewählte Repräsentationsebene mit Null Praxisrelevanz für den Wohlstand des Bürgers. Relevant für den Bürger ist das Realeinkommen pro Kopf.

  • Hofstetter Christian sagt:

    Ecopop löst die Verheerungen, die das kapitalistische System verursacht, nicht oder nur marginal. Was Ecopop leisten kann, ist ein Break in der Denkweise der Menschen. Gnadenloser als in der Schweiz wird fast nirgendwo Landschaft und Artenvielfalt zerstört. Und das alles unter der Prämisse des Wirtschaftswachstums und der einhergehenden Sicherung der Sozialwerke. Wenn wir nicht imstande sind, Menschen ohne ein solches Wirtschaftswachstum eine Perspektive zu geben, ist das eine Bankrotterklärung des Systems. Darüber sollten wir uns Gedanken machen. Das wäre dann so etwas wie Zukunft.

  • Ich würde dafür plädieren, dass man jetzt prioritär mal konsequent den am 9.2. mit Artikel 121a der Bundesverfassung beschlossenen Inländervorrang (ich weiss, es steht wortwörtlich „Vorrang von Schweizern“, aber die Auslegung als „Inländervorrang“ ist seit Monaten konsens) umsetzt, und dann schaut, was das zahlenmässig bringt. Das braucht halt Geduld. Ok, die EU hat gesagt, dass sie niemals einen Inländervorrang akzeptieren wird. Wenn das so ist, dann muss halt die PFZ mit allen Konsequenzen gekündigt werden. Gerade jetzt schon wieder mit Ecopop noch einen drauf setzen, ist extrem riskant.

    • Hans Weh sagt:

      Herr Bühlmann, dass Bundesgericht hat vor zwei Jahren entschieden, dass der Wortlaut einer Initiative zu gelten hat. „Konsens“ hat da wenig verloren, Schweizervorrang ist Schweizervorrang.

  • Heinz Butz sagt:

    Das Bundesamt für Migration hat erschreckende Zahlen:

    1. Ausländerbestand Aug. 2014: 2 Millionen
    2 .Einwanderung 2014: Plus 3.5 % gg 2013
    3. Erwerbstätige Neuzugänge 2014: 150’000, davon 75’000 erwerbstätig, 50’000 Familiennachzug
    4. Grenzgänger 2014: 300’000 Tendenz steigend
    5. kurzfristige Arbeitnehmer aus dem Ausland: ca. 60’00 pro Monat
    6. Arbeitslose Schweizer. 2.2%, Ausländer 5.4%

    Fazit: Wer mit dieser Entwicklung zufrieden ist, der verwirft die ECOPOP-Initiative, wer aber etwas gegen diesen Wahnsinn unternehmen will, der muss JA zu ECOPOP sagen! Das Boot ist wirklich voll!

    • Hans Jung sagt:

      Ich persönlich sehe nicht viel erschreckendes dabei. Mit Annahme Ecopop wird der Anteil der Grenzgänger noch wesentlich ansteigen (vermutlich ganz im Sinne des Umweltschutzes). Die Arbeitslosenzahlen sind ein Klacks im Verhältnis zum Ausland, und sie werden nach Annahme Ecopop ebenfalls steigen, da viele Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlegen werden, zwangsläufig. Die Sozialwerke profitieren von der jetzigen Situation, Ecopo verschärft die Lage. Ohne alles schönreden zu wollen, nicht trotz sondern dank der Einwanderung steht die Schweiz international an der Spitze.

  • Menschen die in teuren Massanzügen von ihren Bergtouren prahlen und über eine Million CHF pro Jahr abkassieren wollen uns sagen, was für den kleinen gut Mann sein soll. Nur Narren glauben ihnen und folgen dem Wachstumswahn der sog. Wirtschaftsführer.
    Die Menschheit entwickelt sich dank ihrer Gier und Unvernunft zu einer gigantischen Plage. Mit oder ohne ECOPOP, es kommt eine Zeit danach und zwar ohne den Homo-Erectus. Deshalb ist „nach mir die Sintflut“ die Devise der Mächtigen. Hauptsache sie können ihren Wimpernschlag Leben im Überfluss geniessen.

  • Roland Brühne sagt:

    Ich frage mich bei dieser Diskussion eigentlich, warum hat damals die Wirtschaft nicht aufgemuckt als von „nur“ 8000 Einwanderern pro Jahr gesprochen wurde? Zweite Frage die mich auch brennend interessiert: Schaut die Schweiz auch so gut zu Auswanderern, also Schweizer zum Beispiel, die sich hier das Leben ganz einfach nicht mehr leisten können und sich deshalb in der Algarve, Ungarn oder an der Costa Brava niederlassen? Gibt es für die auch Hilfe finanzieller Art? Immerhin tun sie ja allen einen Gefallen und gehen da weniger Kosten. Und: Warum darben die Kantone finanziell so gewaltig?

    • Rene Wetter sagt:

      @Brühne: Es wurde von ZUSÄTZLICHEN 8000 Einwanderern aus der EU gesprochen. Von den über 26000 Zuwanderern aus den Nicht EU Staaten die jährlich seit den 90ern hierherkommen wird nie gesprochen.
      Schweizer bzw Ausländer die meist nach der Pensionierung auswandern brauchen keine Unterstützung da ihre Rente in den anderen Ländern reicht.
      Wenn Sie wissen wolle warum die Kantone und Gemeinden Probleme haben schauen Sie mal die diversen Steuersenkungen für Firmen und Reiche an. Mit USTR II wirds noch schlimmer. Kurz: Weder Ecopop noch MEI wird eines unserer Probleme lösen

  • hans sagt:

    Ich bin kein Fan von Ecopop, ich sehe jedoch, dass dieser Wahnsinn ein Ende nehmen muss. Deshalb werde ich JA stimmen. Was unsere Politiker und Unternehmen mit unserm Land gemacht haben die letzten 10 Jahre geht auf „keine Kuhhaut“! Ich tendiere dazu zu sagen, man hat den Schweizer Otto-Normalo praktisch an die Wand gefahren – ohne Rücksicht auf Verluste. Sofort stoppen! Ja zu Ecopop!

  • Paula sagt:

    Wachstum gehört zu einer Nation dazu, dass sie nicht stehen bleibt. Sonst wird sie überholt und ist nicht mehr wettbewerbsfähig.

    • Anti Grav sagt:

      Ungehemmtes Wachtums funktioniert nur, bis die Ressourcen aufgebraucht sind. Wenn der Krebs erst alles überwuchert hat, stirbt der Wirt.

  • Max Bader sagt:

    Herr Gasche hat vollkommen recht. wir erhöhen unseren Wohlstand nur, wenn wir produktiver werden oder mehr arbeiten, nicht aber durch quantitatives Wachstum (mehr Bevölkerung). Da wir schon viel arbeiten und eine hohe Beteiligung am Arbeitsmarkt haben, werden wir nur reicher, wenn wir produktiver werden. Dies erreichen wir zum einen, wenn der Faktor Arbeit knapp ist und zum anderen, wenn nur sehr gut qualifizierte Leute einwandern. Dies können wir nur durch eine gesteuerte Einwanderung erreichen.

  • andersen sagt:

    @Urs P.Gasche

    Auch Argumente hat ein Verfallsdatum.
    Ich lebe seit 34 Jahren in der Schweiz und das es so brennt, dafür sorgen nur die Brandstifter.
    Die Schweizer gehen im Ausland auf Schnäppchenjagd, ich habe mich vielmals gefragt, wieso wollen sie nicht die eigene Produkte konsumieren? (Liegt das an die viele Kassensturzsendungen? Hat sie der Vertrauen verloren?).
    Oder ist es nicht eher die Gewissen, die in der Überfluss verloren ist?.
    Oder geht es nicht eher um die Selbstbezogenheit?(Nach der Motto: Knef: für mich soll es nur roten Rosen regnen?).
    Oder der Neid? Missgunst?).

    • Rene Wetter sagt:

      @Andersen: In der Schweiz gibt es eine Menge Preisabsprachen (Kartelle) was den Wettbewerb ausschaltet und die Produkte sehr teuer macht, oft so teuer dass es mit den Lohnunterschieden nicht zu erklären ist. Weiter machen die ausländischen Multis für die Schweiz extra hohe Preise (Kaufkraftabschöpfung (Ihr Schweizer sind ja reich)). Ich bin bereit für ein Schweizer Produkt mehr zu bezahlen, die Kaufkraftabschöpfung durch ausländische Multis stört mich aber und ich bin der Meinung dass wir ein Recht haben uns dagegen zu wehren

  • Dimitris Sarisavas sagt:

    Seit 50 Jahren höre ich die Prophezeiungen des Untergangs der Schweiz.
    Die Schuldigen? Natürlich die Ausländer!
    Die Diskussion um Nullwachstum ist auch nicht neu. Sie wurde in den 60er bereits aufgestellt.
    Aber seit damals jeder Schweizer und Schweizerin hat: mehrfaches Einkommen, mehrfache Wohnfläche, beste Ausbildung, beste ärztliche Versorgung, reist auf jeden Punkt der Erde und macht nur die Arbeiten die ihm/ihr passen, nur keine „dreckigen“!
    Die Schuldigen? 50 Jahre lang die Ausländer/innen . . . .
    Sonst hat Herr Casche Recht. Seine Kinder könnten beginnen. Mit dem Strassen wischen.

    • Martin Richter sagt:

      Das Problem ist nicht die Zuwanderung, sondern dass jeder Versuch die Infrastruktur auszubauen von irgendwelchen Verbänden (Naturschutz, VCS, Stadtplaner, etc.) blockiert wird. Die Städte müssten rasant in die Höhe wachsen, Mieten in den Städten bezahlbar werden. So würden die Agglo’s entlastet, weniger Pendlerverkehr. Autobahnen müssten dem Verkehrsaufkommen angepasst ausgebaut werden oder gar fertig gestellt werden (z.B. Verbindung Uster / Hinwil). Solange unsere Regierung diese Probleme nicht in den Griff bekommt müssen wir das Wachstum bremsen!

      • Meierhans sagt:

        Ja, richtig. Am besten betonieren wir alles zu, tragen die Berge ab und füllen die Seen damit auf. Dann könnten wir sogar über 30 Mio Einwohner beheimaten. Oder geht das gar nicht, da seit 1992 ist ja die Käfighaltung verboten? Wenn wir Glück haben, gilt dieses Verbot wirklich nur für Hühner….

        • Martin Richter sagt:

          Wenn sie meinen Komentar genauer gelesen hätten, wüssten sie, dass ich die zubetonierung nicht will. Es müssen endlich mal die Städte in die Pflicht genommen werden! Diese wollen und brauchen die Zuwanderung, also müssten sie die grösste Menge der Zuwanderung „schlucken“. Somit könnten in der Agglo z.B. mehr Grünraum bewahrt werden. Zudem würden so auch Pendlerströme reduziert oder mindestens stabil gehalten werden.

  • andersen sagt:

    Der dänische Ambassade in Bern ist seit August 2014 geschlossen.
    Der Standort Schweiz ist somit in Ausland Berlin verlegt worden, was die Schweizer am 30 November 2014 am Ecopop abstimmt, interessiert die 500 Millionen Menschen, die in der EU lebt, kaum.
    Interessant, ist es sind nur die Menschen, die andere Menschen nicht als ein Last sieht.

  • Jan sagt:

    Diese kaum noch verholene Ablehnung gegenüber Migrantinnen und Migranten macht mir wirklich Angst. Sobald man den Zuwanderern die Schuld geben kann, ist plötzlich die halbe Schweiz wachstumskritisch: das Land mit der höchsten iPhone-Dichte; wo an an jeder Ecke ein SUV steht und man sich gerne ein Haus im Grünen gönnt – möglichst weit weg vom Arbeitsplatz; und im Zug soll gefäligst Platz für die Tasche auf dem Sitz sein. Wann machen Sie diese bösen Ausländer eigentlich für das schlechte Wetter verantwortlich? Oder wird das der EU in die Schuhe geschoben? Seien Sie doch wenigstens ehrlich!

  • Beat Blaser sagt:

    Solange nicht sämtliche Vernbindlichkeiten, wie Handels- und Personenfreizügikeitsabkommen, Währungsunion, einheitliches Steuerabkommen, Eliminierung gefährdender Wahlsysteme (direkte Demokratie, Referendumsrecht) mit der EU erfüllt sind, wird
    die Schweizer Regierung den Druck so lange aufrecht erhalten und alles daran setzen. Erst wenn Wohlstand und Lebensqualität dem duchschnittlichen Niveau der EU entsprechen, wird in der Schweiz Ruhe einkehren.

  • Stutz Josef sagt:

    Wachstum ohne Zuwanderung, das ist die gesunde Herausforderung.

    • Andi Graf sagt:

      Genau. Die SP hatte redete da früher vom Faktor 4. Doppeltes Wachtum bei halben Ressourcenverbrauch. Da sollte es doch zumindest möglich sein, den Wohlstand zu halten ohne Zuwanderung.

  • andersen sagt:

    Guter Stickwort Sarisavas

    Genau, die Strasse wischen oder der Wald vor Abfall befreien.
    Der Bahn wird ja auch umgebaut, also lieber Schweizer,wieder in den Händen spucken.
    Viel Spass!

  • Manfred Stierli sagt:

    Nun, wenn Wachstum verlässlich planbar ist, kann man so weiter machen. Was aber, wenn Wachstum plötzlich aufhört, da kein Geld mehr im Umlauf ist? Es ist wie mit Häusern. Je höher man baut, desto tiefer kann man fallen…

  • Henrik Silberstein sagt:

    Das m. E.  nach nicht in die Tiefe gedachte Anliegen der Initiative ist das, dass wir uns über andere Menschen hinaus auf eine höhere Stufe setzen, die den entwickelten Platz, insb. in der räumlich kleinen CH, nicht teilen wollen. Das hat es auch schon mal in Europa gegeben!

    Auch die Wachstumskritik, so wie es viele sehnen, stösst mir auf, allein mit Zumauern schaffen wir das nicht, mit Isolation noch weniger..ich habe keine Rezepte, bin aber strickt für ein Nein. Das rührt teils aus meiner Tätigkeit als IP-Pflegefachmann….und einem nicht unerheblichen Glauben an einen durchaus humanistischen Ansatz im Besonderen!

    • Adrian Hostettler sagt:

      Ihr Wort in des Ecopöplers Ohr! Ich befürchte aber, die Mauer die die Befürworter um die Schweiz ziehen wollen, ist in deren Köpfen schon lange vorhanden…

    • Marc sagt:

      Das ist ja das Problem, der Nein-Sager, sie haben keine Alternativen. Also unternimmt man nichts und schiebt die Probleme der nächsten Generation in die Schuhe. Dabei haben die noch das Gefühl, sie seien die perfekten intelligenten, sozialen Menschenfreunde.

      • Beat Mettler sagt:

        Na ja, für mich ist keine Alternative momenan besser, als einem Patienten zu sagen: Ihr rechtes Bein ist krank, wir müssen es amputieren. Und dann amputiert der Arzt das gesunde linke Bein, in der Hoffnung, dass nun alles gut wird… So sehe ich die Ecopop Lösung…

    • Nun ja, ich teile seit meiner Geburt und kenne nichts anderes. Nur hört auch bei mir das Teilen dort auf, wo ich mich in meinem Lebensraum auf wenige Quadratmeter reduziert sehe und nur noch als Konsumentin- und Steuerzahlerin dienen darf. Fehlt nur noch, dass ich mich entschuldigen muss, überhaupt und sowieso in der Schweiz geboren worden zu sein.

      • SrdjanM sagt:

        Der Haken: Wohnraum pro Person ist gestiegen, sowohl auch der messbare Wohlstand. Also ist bei Ihnen etwas anderes schiefgelaufen… Aber auch dafür mussen Sie sich sicher nicht entschuldigen, kann ja immer mal passieren.

        • Oh, da haben Sie offenbar etwas falsch verstanden, Herr SrdjanM! Macht nichts. Ich habe mich von der CH eh verabschiedet und ziehe demnächst in ein kleines Paradies um. Vorher aber werde ich nichtsdestotrotz ein solidarisches Ja einlegen.

  • Meierhans sagt:

    Ich würde mal gerne von den Ecopop-Gegner hören, wann die Bevölkerungszahl bei ihnen die „Schmerzensgrenze“ erreicht. Bei 10 Mio? 12 Mio? 15 Mio? 20 Mio? Wenn diese erreicht ist, was gedenken sie dann zu tun? Eine neue Ecopop-Initiative?

    • Walter Roth sagt:

      Meierhans, ……….. das Problem ist die menschliche Natur. Der Mensch verdrängt alles Negative ….wenns ihm gerade gut geht. ER will nicht nach Problemen suchen, nicht nach vorne schauen.
      Die meisten von unserer Gattung denken nur gerade solange voraus, …nämlich bis zum nächsten Ferienfug den er gebucht hat, aber bis zum Horizont…… Ich las 1980 das Buch des Club of Rome, Global 2000, und dort stand schon alles drin was langsam aber sicher auf uns zukommen wird. In den Daten wann es geschieht haben sie sich meist geirrt, aber dessen Grundaussagen sind nach wie vor richtig.

    • Thomas Hartl sagt:

      Die Schmerzgrenze für die Schweizer Bevölkerung liegt im Bereich von einigen Tausend, wenn man von einer Jäger- und Sammler Gesellschaft ausgeht. Bei Ackerbau und Viehzucht sind es vermutlich einige Hunderttausend. Mit Industrialisierung und internationalem Handel vervielfacht sich diese Zahl, und welche Gesellschaftsformen sich in Zukunft entwickeln, und wie diese zusammenleben, wissen wir schlicht nicht. Fazit, eine Ecopop unter Jägern- und Sammler hätte die heutige Schweiz unmöglich gemacht.

    • Gian Trepp sagt:

      Bei den wachstumsvernarrten Neandertaler waren es 10‘000
      Bei den friedliebenden Römer waren es ca 400‘000 bevor diese expansiven Germanen kamen
      Um 1900 bei den Liberalen waren es 3.3mio
      Heute bei den Neoliberalen sind es 8mio
      Dank Ecopop werden wir wieder bei 10‘000 laden – das wäre dann auch die Schmerzgrenze

  • R. Koch sagt:

    Der Ansatz „Wachstum ist schlecht und darum ja zu Ecopop“ hat einen riesigen Hacken: das Wachstum (auch der CH-Wirtschaft) findet global statt. Die gesamte Erde befindet (mehr oder weniger) auf Wachstumskurs, und dies ist (seit Jahrhunderten) nicht einfach zu stoppen. Grosses Ziel muss sein, dieses Wachstum nachhaltig zu machen, denn das Wachstum wird global anhalten. Das nun Ecopop der Ansicht ist, mit einem Schliessen der Grenze und ein paar Gummis in Afrika sei dieses Problem gelöst, ist ungelaublich naiv. Das einzige was kommen wird ist ein schwere Rezession in der Schweiz…

    • Andi Graf sagt:

      In der Politik gibt es eine alte Regel. Wenn du etwas unbedingt verhindert willst, befürworte es und verlange eine internationale Regelung.

  • Max Meister sagt:

    Leider ist es normalerweise so, dass sich der schweizer Stimmbürger am Ende trotzdem von den Einschüchterungen der Wirtschaftselite beeindrucken lässt und Initiativen wie Ecopop oder die Goldinitative lieber ablehnt, als etwas anzunehmen, das ungewisse Veränderungen mit sich bringen könnte. Im Falle der Einwanderung wie auch im Falle der Währungspolitik spielt es aber eigentlich gar keine Rolle was die Bevölkerung stimmt. Diese Probleme bleiben ungelöst und werden sich verschärfen nur dass irgendwann Änderungen des Status Quo zwingend notwendig werden und zwar innert kürzester Zeit.

  • andersen sagt:

    Also, dass die Ecopop-Beführworter auch Kondome über die Entwicklungsländer werfen will und ein Geburtsrate in der Welt bestimmen wollen, ist schlichten Arroganz.
    Und ein Wiederspruch in sich selbst:
    Wir wollen nicht mit der Rest der Welt zu Tun haben, aber trotzdem wollen wir bestimmen, ob die Welt Kinder haben darf.
    Und das will Menschen Sagen, die die höchste Selbstmordrate hat (weil viele Menschen in der Schweiz leider einsam sind).
    Nein, Kinder sind die Zukunft und nicht ein Katz oder ein Hund, als ein neurotische Ersatz.

  • Chris sagt:

    Aus diesem Grund stimmt unsere ganze Familie Ja. Das einzig Richtige. Es kann nicht immer nur Wachstum ohne Grenzen geben.

  • Peter Rübensam sagt:

    Mein Fazit aus allen bisherigen Beiträgen der Gegner von Ecopop: Die Schweiz kann nur noch dank Wachstum weiterexistieren. Das bedeutet im Endeffekt ein Schneeballsystem. Mich würde interessieren, ob es denn eine Obergrenze für dieses extensive Wachstum gibt, bei wievielen Einwohner diese erreicht ist und was dann passiert. Diese Fragen werden sorgfältig von den Wachstums-Euphorikern gänzlich ausgeklammert und dies mit gutem Grund: Bisher sind alle Schneeballsysteme zusammengebrochen

  • Gian Trepp sagt:

    Eine Frage an alle Ecopöpler, was machen wir, wenn in einem Jahr mehr wie 16’000 Flüchtlinge (0.2% Wachstum) kommen? Wir haben seit 1995 jedes Jahr (mit einer Ausnahme) mehr wie 40’000 Asylbewerber pro Jahr. Schmeissen wir dann andere überzählige Ausländer raus? Lassen wir Fachpersonal nicht rein? Rechnen wir das auf ein zukünftiges Saldo hoch?
    Bitte Antworten

    • Patrick Tanner sagt:

      Seit 1970 wandern im Durchschnitt pro Jahr 100000 Personen aus der Schweiz (immer zwischen 72000 bis 184000). Dazu rechnen Sie die erlaubten 170000 Nettozuwanderung. Ergo dürfen mit ECOPOP zwischen 99000 bis 201000 Personen pro Jahr, im Durchschnitt 117000 Personen pro Jahr, in die Schweiz einwandern. Mit anderen Worten die 170000 Asylbewerber, die übrigends erst 12 Monate nach Einreise zur ständigen Bevölkerung gezählt werden, können mit ECOPOP problemlos einwandern. Aber ich sehe bei Ihnen hat die desinformative Propaganda der ECONOMIESUISSE verfangen. Lasst Euch nicht belügen, ECOPOP JA!

      • U.H. sagt:

        Ich weiss nicht, was Sie rechnen. Im Initiativtext steht 0.2% der ständigen Wohnbevölkerung. Das sind aber sicher nicht 170’000 sondern gerade mal 16’000.

    • Lieber Gian. Du verwechselt Netto- und Brutto-Zuwanderung. Auch mit der Ecopop-Forderung können immer noch über 100’000 Menschen in die Schweiz einwandern. Asylsuchende wird die Schweiz weiterhin aufnehmen und ihnen hoffentlich schneller erlauben, eine Erwerbsarbeit aufzunehmen.
      Zu den Zahlen: Von 2007 bis 2013 sind jährlich 93’000 Menschen ausgewandert; mit 0.2% Nettozuwanderung erlaubt Ecopop also im Mittel 109’000 Bruttozuwanderung pro Jahr.

  • Thomas Hartl sagt:

    Viele sehen die Personenfreizügigkeit nur als Nachteil, weil sie im Moment Zuwanderung bedeutet. Sie vergessen dabei, dass die Schweiz lange Zeit ein Auswanderungsland gewesen ist, und es durchaus möglich ist, dass künftige Generationen auch wieder ihr Glück in anderen Ländern suchen werden. Deshalb ist die PFZ keine Einbahnstrasse sondern eine Versicherung, dass Schweizern jetzt und in Zukunft andere Europäischen Länder offen stehen. Genau so, wie wir von der Niederlassungsfreiheit zwischen den Kantonen profitieren und diese nutzen, bietet uns die PFZ etwas ähnliches auf europäischer Ebene.

    • Bertram Lukas sagt:

      Schön Herr Hartl, wo soll ich denn als einfacher Arbeiter oder kaufm. Angestellter in der EU arbeiten? In D für 1500 Euro, oder vielleicht F oder I für 1000 Euro, oder wie wärs mit Bulg oder Rom. für 500 Euro. Lachhaft ist das. Das Ganze gilt für ein paar hochgezahlte Spezialisten oder Forscher, dem einfachen Arbeiter bringt das nichts.

      • Thomas Hartl sagt:

        Sie gehen davon aus, dass das Erfolgssystem ‚Schweiz‘ in Stein gemeisselt ist. Sollte aber mal der Bankenplatz zusammenbrechen, oder die internationalen Unternehmen das Land verlassen, weil sich die anderen Staaten unserer Rosinenklauberei nicht mehr bieten lassen, kann es durchaus sein, dass dann auch der einfache Angestellt im Ausland arbeit suchen muss. Der Schritt vom Einwanderungsland zum Auswanderungsland kann kleiner sein, als wir uns das wünschen.

  • andersen sagt:

    Und die Wahrheit ist, die Schweiz hat immer die Zuwanderung selber bestimmt.
    Ein guter Satz von Angela Merkel fand ich:
    „Wir wollen nicht über die Personenfreizügigkeit mit die Schweizer diskutieren, aber sehr gerne über Missbrauch.“
    So, ein schönen Tag noch.

  • Stefan Effenmann sagt:

    „Im Jahre 1969 wurde die letzte Alp im Bivaco (Nationalpark Val Grande) aufgegeben. Seit her ist das Gebiet sich selbst überlassen, hat sich die Natur alles zurückgeholt. Die Landwirtschaftsterrassen sind überwuchert, die Siedlungen zerfallen,“ so der SAC unter dem Titel „Grausam entvölkert“. Hier ist es geglückt: es kauft keiner mehr was ein und niemand, der im Restaurant isst oder in die Ferien fliegen möchte, kein Open-Air, keine Auto Messe, keine PCs, keine Blogger … endlich frei!

  • Martin Cesna sagt:

    Der Vorteil von Ecopop ist: Das böse Wachstum mit vielen Fremden hört auf, man ist danach bald wieder unter sich. Niemand Fremdes stört bald einen mehr.
    Die sieben Bundesräte werden dann durch einen Oberbundesrat ersetzt, der voll alles durchsetzt. Das erspart dann die Durchsetzungsinitiativen.
    Welch glücklich Land!
    Wieso bin ich selber so unfähig, dieses beginnende Paradies freudig zu begrüssen?
    Eine Mehrheit hat es doch wohl längst begriffen!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wenn sich die Mehrheit wirklich für ECOPOP entscheidet, wird ihnen die danach einsetzende veränderte Realität die Vorteile dieser Initiative langsam begreiflich machen. Die versuchten Diziplinierungsmassnahmen der beleidigten EU-Bürokraten wird uns natürlich in der ersten Zeit ein bisschen zu schaffen machen, aber das wird sich einrenken, da ja der Druck der europäischen Völker auf ihre Regierungen danach massiv zunehmen wird, das undemokratische Zwangskonstrukt EU zu modifizieren.

      • andersen sagt:

        Nein, von Ihnen die sogenannte EU-Bürokraten, sind nicht beleidigt, denn niemand ist gegen die Schweiz, das wäre ja zu Absurd.
        Auch die 28 Länder, die dabei ist, steht nicht unter Zwang, sondern befürwortet der Personenfreizügigkeit und hält sich an die Verträge.
        So hab ich es auch gelernt.
        Wie gesagt, die EU verhandeln nicht über die Personenfreizügigkeit oder der Schengen.

        • andersen sagt:

          Die Völker der EU werde kein Druck auf die Regierungen ausüben, 400 Millionen Stimmberechtige hat im Mai 2014 ja zum EU gesagt, die UKIP ist also im Brüssel gescheitet.

  • Daniel Graber sagt:

    Ich habe dieses Wachstumsgefasel einfach nur noch satt! Alles, was bei mir noch wächst, sind Gebühren, Steuern, unnütze Ausgaben, zu denen mich keiner gefragt hat und der Ärger über die unüberschaubaren Menschenmassen in meiner Umgebung. Ich habe genug und werde überzeugt „ja“ zu Ecopop stimmen!

  • Tom Müller sagt:

    Was der Ansatz “Wachstum ist schlecht und darum ja zu Ecopop” für konkrete Folgen hat, können wir am Beispiel Griechenlands und anderen Kriesenländern sehen. Dort gab es nämlich bis vor kurzem eine massive Rezession. Was waren die Folgen?: massive Arbeitslosigkeit, massive Abwanderung der jungen Bevölkerung. Massive Verschlechterung der Gesundheit der Bevölkerung (sogar die Aidsrate hat massiv zugenommen!), massive Zunahme der Selbstmordrate (wer wegen Jobverlust seine Familie nicht mehr ernähren kann, ist mit der Zeit Suizidgefährdet!) All das will ich auf keinen Fall! Deshalb Ecopop NEIN!!!

    • Andi Graf sagt:

      In Griechenland konnte man sehr gut sehen wie sich die Wirtschaft um das Wohl der Menschen kümmert. Gar nicht. Und wir haben dafür Coca Cola Griechenland dankbar bei uns willkommen geheissen. Es ist schliesslich schon eine riesen Zumutung wenn ein Konzern dort Steuern zahlen soll, wo er sein Geld verdient. Ohne Druck auf die Verantwortlichen wird sich nichts ändern. Sonst es geht es wie gehabt weiter. Wir dürfen uns einschränken und zusammenrücken, damit den Konzernen die nächsten Steuergeschenke gemacht werden können.

      • Tom Müller sagt:

        Herr Graf, bei Ecopop geht es nicht nur um „Druck“ zu machen, sondern die Folgen bei einer Annahme werden zweifellos viel gravierender sein! Ich finde solches „Denkzettelverpassen-Denken“ einfach total verantwortungslos! Wenn eine Firma aus der Schweiz wegzieht, dann geht es je nachdem um TAUSENDE von Arbeitsplätzen! Z.B. der CEO von Novartis hat bereits verklausuliert klar gemacht, dass seine Firma ihre Geschäfte auch vom Ausland aus betreiben könnte…Novartis weg: heisst, TAUSENDE Arbeitsstellen weg!, dies bedeutet: TAUSENDE Arbeitslose mehr in der CHF mit all den negativen Konsequenzen!

        • Andi Graf sagt:

          Novartis droht bei jeder zweiten Abstimmung mit dem Wegzug. Die gehen früher oder später sowieso, wenn sie an einem anderen Standort ein entsprechendes Angebot auf Steuerbefreiung bekommen.

  • m.salomon sagt:

    Herr Urs P. Gasche, super Analyse, danke!
    Falls alle nur so denken würden
    wäre der Dank der Natur und unserer Kinder
    uns Garantiert
    Das grösste Rätsel ist für mich neben der Endlosoigkeit des Universums,
    die Haltung der Parteien, vor allem der SP zu siesem Thema,
    welche total auf Wachstum und Globalisierung abgefahren sind.

    • Tom Müller sagt:

      Wachstum ist überlebensnotwendig! Dieses ewige rumgenörgel am Wirtschaftswachstum nervt micht echt ungemein! So etwas können sich echt nur Menschen leisten, denen es wirtschaftlich extrem gut geht. Denn fragen Sie mal einen Griechen oder einen Menschen aus Afrika, ob er lieber kein oder weniger Wirtschaftswachstum möchte, oder ob er nicht doch lieber genügend zu Essen, eine gute Gesundheitsversorgung und überhaupt seinen Lebensunterhalt für sich und seine Kinder gesichert haben möchte! Kritik am Wirtschaftswachstum können sich echt nur Menschen leisten, die einen JOB und somit GELD haben!

      • Hermi sagt sagt:

        Ja Wachstum ist notwendig, ausser Sie sind selbstständing dann können Sie tun und lassen was Sie wollen. Weiss nicht was der Grieche davon denkt, weiss nur das der Nord- und Zentralafrikaner das anders sieht. Der kommt die ersten 2 Wochen dann ist Zahltag und man sieht in 3 Wochen nicht mehr. Leider kommt das Geld des Zahltages meistens nicht bei der Familie an sondern bei anderen Frauen. Das ist Tatsache, selber mehrmals so erlebt.

  • R. Hess sagt:

    Nur gibt es einerseits das unbegrenzte Wachstum nicht, andersteits sind wir zu dem Punkt in Europa schon angelangt (Bevölkerung stagniert, Produktivität wächst = Arbeitslosikeit). Wir benötigen ein Wirtschaftsmodell, das ohne Wachstum funktioniert, und dabei ist wahrscheinlich auch ein Umdenken weg von der Gewinnmaximierung nötig.

    • Andi Graf sagt:

      Solange wir der Wirtschaft die gewünschten Arbeitskräfte auf dem Silbertablett servieren und sie auch sonst pfleglich behandeln, entsteht keinerlei Notwendigkeit zu einer Änderung. In der Tat wäre es für die Wirtschaft dann ja irrational, wenn sie sich nicht für den einfachsten und profitablen Weg entscheidet. Wieso sollte die Wirtschaft eigene Leute ausbilden, wenn sie aus einem Pool von Millionen die preiswertesten Arbeitskräfte herauspicken kann?

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Vielleicht weil sich die Wirtschaft wieder auf ihre soziale Verantwortung gegenüber den Menschen im Land besinnen sollte? Das werden international tätige Grosskonzerne natürlich nicht machen. Darum muss die Politik sie dazu zwingen – sinnvollerweise bevor soziale Unruhen ausbrechen.

    • Hermi sagt sagt:

      Wirtschaftswachstum ist notwendig, ausser Sie können Ihr Gehalt selber gestalten. Die Kosten steigen jährlich und ohne mehr Wachstum = mehr gewinn im Normalfall, wird dann bald Ihr Gehalt zur Gewinnoptimierung gemacht, vergessen Sie das nie.

  • Pascal sagt:

    Das schöne ist ja, dass eigentlich unser jetziges Wirtschaftsmodell diese Forderungen alle erfüllen könnte. Nur ein spielender Markt kann schlussendlich eine Welt in der Ressourcen begrenzt sind effizient und fair steuern. Jedoch braucht es dazu eine Randbedingung die erfüllt sein muss: Alle Kosten müssen internalisiert werden. Sprich, jede Ressource und jede Emission muss einen Preis bekommen. Dies kann auch unter dem Stichwort Kostenwahrheit zusammengefasst werden. Ist dies erfüllt, wird es automatisch nicht mehr gehen kopflos zu wachsen, dies zum wohle der ganzen Gesellschaft.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Nur ein spielender Markt kann schlussendlich eine Welt in der Ressourcen begrenzt sind, effizient und fair steuern.“ So ein Unsinn ! Nur das wachsende Bewusstsein der Menschen, dass es keine zweite Erde gibt und Endloskonsum als Mittel gegen den seelischen Hunger kein gangbarer und erfolgversprechender Weg ist, wird verhindern können, dass das Raumschiff Erde für die selbsternannte Krone der Schöpfung unbewohnbar wird. Pessimismus bei diesem Thema mehr als berechtigt.

  • rascha kocher sagt:

    Schluss mit den Einfamilienhaus-Siedlungen. An der Zeit, dieser ‚geschützten Werkstatt der Wohlstandsverwahrlosung‘ Beine zu machen. Pro Parzelle sind 2 Eingänge à je 6 Wohnungen möglich.
    Mal bei den Pfründen schneiden und nicht immer bei den sozial Wehrlosesten!
    Weg mit der Landvergeudung also. Ecopop ist im Ansatz gut – nicht ‚das gegen Fremde‘ aber, sondern wegen dem, die Schwächsten ausnützerischen, Überbordungswahn.

  • JUTZI sagt:

    Früher gab es Kriege um Territorium zu erkämpfen. Es gab Kriege um andere auszuplündern. Und der moderne Krieg ist in der Form von Einwanderung in Gebiete, die noch halbwegs intakt sind. Chinesen, Inder, Afrikaner, alle suchen ein bessers Leben, ohne dafür etwas zu tun wollen. Sie kommen zu uns, weil es einfacher ist, sich als Asylant, Flüchtling oder Geschäftsmann auszugeben, statt in deren Heimat für mehr Frieden und Gerechtigkeit zu kämpfen. Nur, diese Leuten bringen nicht nur sich selber zu uns, aber auch ihre Grundsätzliche Haltung. Und dies wird unser Land abwerten.

  • Roger Planzer sagt:

    Ich kann Herrn Gasche nur beipflichten. Mein Kompliment: Die Argumente sitzen.
    Ich bin dezidiert der Meinung, wir sollten das Bruttoinlandprodukt ab sofort ganz gezielt auf ein vernünftiges Mass HERUNTERFAHREN. Die Folgen sind sicherlich nicht sehr erfreulich. Aber immerhin bestimmen wir den Zeitpunkt und die Dauer dieses Redimensionierungsprozesses noch selber. Wenn wir es nicht selber tun, werden es die Umstände tun; und das wird dann wirklich hart! Handeln wir vorausschauend! Handeln wir jetzt!

  • Kompliment Herr Gasche, endlich nennt ein „Ökonom“ das anstehende Problem beim Namen. Es scheint doch m.E. heute die Aufgabe auch von Ökonomen sein, zu überlegen, wie ein qualitatives anstelle eines qualitativen Wachstums möglich ist und was daraus folgernd auch die Konsequenzen jedes einzelnen Bürgers wäre. Das Thema Masseneinwanderung würde sich m.E. dannzumal als Sekundärproblem darstellen.

  • Ronnie König sagt:

    Man liest viel über Dinge wie Wohlstand, hohes Niveau der Wirtschaft etc. Mag bis dato so einigermassen stimmen. Wer weiter denkt und die Zukunft mit aktuellen Problemen, aber auch jenen die noch kommen, der sieht, dass die Zukunft heute mit einem Ja zu Ecopop positiver ausfällt, als wie in 5 oder 10 Jahren. Kosten wird die eine wie die andere Variante. Gewinnen werden wir aber etwas das man nicht einfach kaufen kann: Lebensqualität, vielleicht mehr Nachhhaltigkeit. So genau weiss das niemand. Aber der ewige Wachstumsglaube ist grundfalsch so wie wir es nun pflegen. Darum gehts eigentlich.

  • Heidi Spierig sagt:

    @Meier: Nun also auch noch diese Platte. Es ist ja zu hoffen, dass Sie wenigstens den Unterschied zwischen (vorübergehender) Nothilfe und Wirtschaftsflucht kennen. Sonst sollten Sie sich gleich bei „Biedermann und die Brandstifter“ anmelden. Da kommt mir in den Sinn, dass der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt irgendwo mal schrieb, es sei unnatürlich, anderen seinen Lebensraum freiwillig zu überlassen; und prompt wurde er von irgendwelchen Dummköpfen als fremdenfeindlich bezeichnet. Versuchen Sie sich sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

  • Hämpu sagt:

    Sehr gut Herr Gasche. Die Globalisierung dient nur dem Kapital und die ganze Welt profitiert nichts. Ist ja der Sinn der Sache, die Ausrottung der Mittelschicht, PFZ, Migration, Mobilität, Lohndrückerei, Flüchtlinge produzieren, die systematische Unterwanderung der Völker, usw.
    Das Ziel ist, die ganze Welt als Kulis einer exklusiven Klientel als Sklaven für sich arbeiten zu lassen und ihr zu dienen.
    Das das unseren Wirtschaftsbossen, den Arbeitgebern, der Industrie usw. nicht gefällt ist uns schon klar.
    Mein Ja ist sicher.

    • Müller sagt:

      Hämpu, ich stimme Ihnen in den ersten Sätzen vollkommen zu, bin aber gegen ecopop, weil sie all diese Probleme nicht löst.
      Was mich erstaunt; es gibt offenbar zunehmend wachstumskritische Leute…supi! Aber warum lehnen sie den die Mindestlohn- , Erbschafts- und Pauschalbesteuer ab? Warum will man das Bankgeheimnis schützen? Warum geht man gegen die Schwächsten (IV- und SozialhilfeempfängerInnen, AsylbewerberInnen, etc.) vor?
      Das macht mich echt stutzig an all diesen WachstumskritikerInnen!

  • Peter Meier-Schlittler sagt:

    Die beiden Kontrahenden: a) der Nimmersatt..“können mit 12 Mio. Einwohnern Umsätze erzielen, die ein Drittel grösser sind als mit 9 Mio. Einw.“ Und nacher:…..“können mit 16 Mio. wieder einen Drittel mehr Umsatz machen als mit 12 Mio….“ usw. usw. Weil ja bekanntlich die Bäume in den Himmel wachsen!!
    b) der Bürger: ..“spüren immer mehr Menschen, dass ein blinder Wachstumswahn unsere Lebensqualität und diejenige unserer Nachkommen verschlechtert.“ Der gleiche Machbarkeits- u. Wachstumswahn gilt übrigens auch für die zweite Vorlage: die Goldinitiative – man muss der SNB Schranken setzen!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Meine Meinung. Ich stimme zu beiden Vorlagen JA. Im übrigen wird man von Lukas Reimann (Mitinitiant Goldinitiative) noch einiges hören in der Zukunft. Er ist intelligent, politisch eloquent und hat das Herz auf dem richtigen Fleck.

      • Andi Graf sagt:

        Nun, ich habe zu allen drei Vorlagen Ja gestimmt. Wenn Bürgerliche schon mal das Wachstum bremsen und die wirtschaftliche Entwicklung stabilisieren wollen, muss man sie unterstützen. Es sind vielleicht nicht die bestmöglichen Lösungen, aber es sind wenigstens mal kleine Schritte in die richtige Richtung.

  • Hansli sagt:

    Ich fahre seit 25 Jahren ÖV und in den 25 Jahren war der Zug immer gleich gestopft. Heute fahren mehr Züge, weil mehr Leute da sind, aber für den einzelnen hat sich nichts verändert. Das zu den Stosszeiten genügend Sitzplätze angeboten werden können, ist einfach unbezahlbar. Aber zum Glück haben wir jetzt mehr Leute, denn nun können mehr Züge fahren und ein Nachtnetz lässt sich ebenso betreiben. Am Baregg stand ich vor der PFZ genauso im Stau wie jetzt am Gubrist. Wobei natürlich die Staufrequenz zugenommen hat. Aber das ist der Preis des Wohlstands und die meisten sind nicht gezwungen im Auto zu sitzen.

  • Michael Schneider sagt:

    Ecopop ja – denn wir brauchen noch Land fuer den Tourismus und für unsere bauern!!

  • Hermi sagt sagt:

    Meiner Meinung nach sollen all die Flüchtlinge bzw heute auch Asylbewerber genannt bleiben wo sie sind oder wen schon abhauen aus dem Eignen Land dann wenigstens bei Ihren Glaubensgenossen Unterschlupf suchen, aber ja nicht zu uns kommen und rumhängen. Am besten wären wenn Sie es dann doch zu uns geschafft hätten am Asylbüro gleich die Adresse der SP Tante im BR mitgeben, dass Sie sich doch dort melden sollen. Es gibt dort Tee und Kuchen. Hab endgültig genug von dem BR der nicht mal ein Entscheid von einem EU gesteuertem Gericht auf die Seite legen kann. Selber entscheiden ist gefragt!

  • Das meiste, was Urs P. Gasche sagt, könnte ich unterschreiben. Die Bemerkung zur ECOPOP-Inititative stösst mir hingegen sauer auf. Man kann durchaus gegen diese Initiative sein und trotzdem einem Nullwachstum oder einem Minus-Wachstum das Wort reden. Ist es denn nicht so: Wir könnten noch 12 Mio Menschen vertragen und dennoch unser Wachstum reduzieren? Indien etwa beherbergt mehr als eine Mia Menschen, die USA weniger als ein Drittel davon. Dennoch verbrauchen die USA ungefähr das Doppelte der Ressourcen von Indien.

    • D. Sprenger sagt:

      Immer wieder erfolgt aus ihren politischen Kreisen dasselbe sich wiederholende schwache Gegenargument zur Ecopop.Der Vergleich z.Bsp. mit Indien ist nicht haltbar.Klar ist,dass alleine dort Millionen von Menschen in grosser Armut leben und folglich ein trauriges Dasein fristen.Logisch dass ein Bettler oder Tageslöhner weit weniger an Ressourcen verbraucht als ein hiesiger Durchschnittsbürger.Im Klartext möchten uns vorab einige linke Kreise ein schlechtes Gewissen einreden,dass wir hier auch so zu leben haben wie Millionen von armen Indern,damit wir hier deren Überbevölkerung übernehmen können

    • Maurice sagt:

      Hatte das gleiche Problem wie Sie. Der Artikel ist in Ordnung aber EcoPop ist Schwachsinn. Ich halte unsere Komsumgesellschaft für das Übel des Problems. Der Mensch könnte schon mit viel weniger auskommen, aber wenn es ihm immer und überall aufgezwungen wird, geht das schlecht. Konsumieren heisst heutzutage leben. Sind wir noch souverän genug uns aus dieser Spirale zu befreien oder sind wir bereits wie ein Junkie der ohne nicht mehr kann?

  • Etliche Wirtschaftszweige könn(t)en profitieren mit mehr Einwohnern. Die andere Seite, wo könne(t)en die bei 10 / 12 Millionen in der CH lebenden, die Anzahl Arbeitenden ihr Auskommen verdienen? In Anbetracht der durchrationalisierten, automatisierten, gewinnoptimierten Arbeitsprozesse auf allen Ebenen? völlige Utopie, wenn man noch berücksichtigt, dass aktuell Grössenordnung, zusammengezählt, ca. “ 400 000 CH-Bürger “ aus dem System gefallen sind, in ganz Europa Rekordarbeitslosigkeit herrscht, usw. Die CH als glückselige Insel für Reiche/Superreiche? Andere Modelle sind gefragt, aber welche?

  • fischer geni sagt:

    Das grösste Problem der heutigen Gesellschaft ist der Wahn nach der Begrifflichkeit des BIP. Noch hat die Wirtschaft, aber auch die Staaten noch immer nicht begriffen, dass der Wert BIP in keinster Weise die Nachhaltigkeit eines Landes aufzeigen können. Es sind somit doch reine verfälschte Werte, die nur den Banken und der Börse dienlich sind.
    In der heutigen Zeit müsste man, schön nach dem Modell (Bhutan) den Wert B N G zur tatsächlichen Anwendung bringen, denn nur mit der Definition und Bewertung nach dem Modell BNG kann auch eine tatsächliche Bewertungen eines Landes aufzeigen.

  • Christian sagt:

    Die befürchtete „Zubetonierung“ der Schweiz könnte man verhindern, wenn man endlich den Volkswillen betreffend der Revision des Raumplanunsggesetzes umsetzen würde. Dies verhindern rechtskonservative Kreise aber schon seit Jahren. Das gleiche bei der 2.Wohnungsinitiative. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Bevölkerung wächst, sollten wir die Kondome vielleicht nicht in Afrika verteilen, sondern in der Schweiz. Aber um die Bevölkerungszahl gehts ja nicht wirklich. Man will eine Pseudo-Heidi-Schweiz bewahren und risktiert damit hunderttausende von Arbeitsplätzen. Einfach unverantwortlich.

    • Sind es nicht gerade die Mehrheiten im Parlament und im Bundesrat, welche die von Ihnen vorgeschlagenen Massnahmen in den letzten dreissig Jahren torpediert und abgelehnt haben? Alles Gegner der Ecopop-Initiative! Viele Ecopop-Sympathisanten haben sich jahrzehntelang vergeblich für solche Massnahmen eingesetzt.

  • A. Salvi sagt:

    Es ist ein ökonomisches Gesetz: Der Einwanderungsdruck auf die Schweiz wird erst dann aufhören, wenn wir den tieferen, durchschnittlichen Lebensstandard der EU erreicht haben: tieferes Einkommen, höhere Steuern, Parallelgesellschaften, Umweltzerstörung etc. Wollt ihr das? Die EU-Erweiterung schreitet voran. Die neuen Beitrittsländer haben praktisch alle eine horrende Arbeitslosigkeit. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen was noch auf uns zukommt. Solidarität ist gut. Aber wir können nicht die ganze Welt aufnehmen! Darum Ecopop JA!

  • hugo ammann sagt:

    Danke Herr Gasche! Ich war hin- und hergerissen. Nun weiß ich dass ich Ja stimme. Denn der Wachstumswahn stört mich sehr. Alle wollen zwar den Planeten schonen und sind für Nachhaltigkeit. Aber nur solange das eigene Portemonnaie nicht darunter leidet! Darum stimmen sie im Sinne der Wirtschaft ab, die uns weismachen will, dass unser Wohlstand bachab gehen würde. „Wir müssen wachsen, Leute, sonst gehen wir kaputt.“

  • Ich bin gegen Wachstum, aber ECOFLOP hilft nichts. Wachstum ist wie Umweltbelastung: wenn es nicht innerhalb unserer nationalen Grenzen geschieht, dann ausserhalb. Damit ist nichts gewonnen, die Umwelt wird einfach woanders zuerst belastet und am Schluss wirkt sich das überall aus, auch bei uns. Zudem: wenn man kein Wachstum will, dann sollte man den Kapitalismus bekämpfen, nicht die Menschen. Der Kapitalismus wird wachsen, solange es ihn gibt, denn ohne Wachstum gibt es ihn nicht. Und Kapitalismus bekämpfen durch Einwanderungsstopp, ist wie Spaghetti kochen im Regenschirm: nutzlos.

  • Peter Amman sagt:

    Was leider nicht erwaehnt wird ist eine echte Alternative zum quantitativen Wachstum.

    Waere ein qualitatives Wachstum erstrebenswert? Mehr Qualitaet, mehr Zufriedenheit? Warum fixieren wir uns alle staendig nur auf eine einzige Strebensgroesse? Quantitatives Wachstum ist gut und recht, doch nur wenn man zwischendurch schrumpft, kann man im Nachhinein wieder wachsen.

    Es gibt Laender auf dieser Welt, die nebem dem BIP zB ein Gluecksprodukt eingefuehrt haben. Auf den ersten Blick mag es laecherlich klingen, doch die Botschaft ist klar. Mehr Zufriedenheit ist nicht nur durch mehr Besitz gegeben

  • Kurt Tobler sagt:

    Nicht „die Wirtschaft“ will ewiges Wachstum, sondern unsere Gesellschaft (zB auch Sozialversicherungen) baut heute darauf auf.
    Die Debatte über Grenzen des Wachstums zu führen wäre spannend, doch mit dieser Initiative wird das Pferd von hinten aufgezäumt – als erstes machen wir mal die Grenzen zu und sorgen für einen gigantischen Wirtschaftskollaps.
    Alleine durch das Verkrüppeln der ETH, welche ohne ausländisches Personal und internationale Forschungsvernetzung zur Provinzuni verkommt, zerstört sich die Schweiz als Innovationsland.

  • Rudi Buchmann sagt:

    Mäni Weber präsentierte in den 60er Jahren am TV eine Sendung, die hiess „alles oder nüüt“. Wenn dann plötzlich die Roche-Türme leer stehen, dann gibt es kein schnelles Zurück mehr. Solche Prognosen sind vielleicht Angstmacherei, vielleicht aber auch nicht? Andererseits graust es mir auch vor der Zukunftsplanung eines Jacques Herzogs. Der meint, dass die Schweiz in Zukunft noch stärker eine Wachstumsinsel in Europa werden soll, so in der Art von Silikon-Valley. Das Problem sind nicht die Politiker. Das Problem ist die Wirtschaft. Die Politiker sind nur Handlanger.

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