Energiewende: Wollen wir schon oder schmollen wir noch?

Da kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen: «Ideologie» wird immer der Gegenseite vorgeworfen – man selbst ist natürlich frei davon… So auch im Plädoyer von Beat Bechthold (Nuklearforum Schweiz) für Atomkraft. Lassen wir doch gegenseitige Ideologie-Vorwürfe beiseite und schauen die Fakten an:

Atomkraft-Befürworter verweisen neuerdings gerne auf England. Richtig, Grossbritanniens Premierminister Cameron will Atomkraftwerke bauen. Aber zu welchen Bedingungen? Die potenziellen Investoren haben ultimativ einen Garantiepreis für Atomstrom verlangt (und bekommen), der meilenweit über dem Marktpreis liegt! Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der britische Steuerzahler muss in den kommenden Jahrzehnten mehr für riskanten Atomstrom zahlen, als ihn die gleiche Menge klimafreundlicher Solarstrom kosten würde. Glücklicherweise fallen die meisten Länder darauf nicht mehr rein: Holland, Bulgarien und selbst Frankreich haben AKW-Pläne aufgegeben, weil sie gemerkt haben: Atomstrom wird immer teurer, Solar- und Windstrom immer günstiger. Nicht Atomkraft ist der Renner – sondern erneuerbare Energien: 2012 wurde global rund zehnmal so viel in erneuerbare Energien investiert wie in Nuklearenergie.

Richtig ist auch: Wenn wir AKW abschalten und stattdessen einfach Atom- und Kohlestrom importieren, ist nichts gewonnen. Darum engagiert sich der WWF für eine Importsteuer auf diesem Dreckstrom. Vor allem aber haben die Umweltverbände aufgezeigt, wie sich die Stromversorgung der Schweiz bis 2035 zu 100 Prozent auf sichere einheimische Quellen umstellen lässt (Uran für Atomkraftwerke ist übrigens weder das eine noch das andere). Dabei sind nur die ökologisch und wirtschaftlich günstigen Potenziale für erneuerbare Energien berücksichtigt.

Schon heute fahren Hausbesitzer vielerorts mit Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als mit Strom vom Netz.

Solarstrom wird immer günstiger: Solarzellen auf dem Flachdach der Migros-Filiale in Stans. (Keystone)

Solarstrom wird immer günstiger: Solarzellen auf dem Flachdach der Migros-Filiale in Stans. (Keystone)

Beim Solarstrom vom Gebäudedach sind die Schäden für die Biodiversität von allen Energieformen wohl am kleinsten, und die Kosten fallen dramatisch. In verschiedenen europäischen Ländern fährt ein Hausbesitzer laut einer Studie der UBS mit Solarstrom vom eigenen Dach heute schon günstiger als mit Strom vom Netz – ohne Zuschüsse. Das macht Solarstrom laut UBS zum «No-brainer» – man kann damit gar nichts falsch machen. Für eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Versorgung der Schweiz ist 25 Prozent Solarstrom ein sinnvoller Anteil. Das bedeutet einen Zubau von 0,6 Quadratmetern pro Jahr und Person. Deutschland hat während Jahren 1 Quadratmeter zugebaut, Bayern sogar 2,5 Quadratmeter. Damit ist die Stromproduktion des maroden AKW Mühleberg in Kürze ersetzt.

Deutschland begann mit der Solarstrom-Förderung, als Solarstrom noch viermal so teuer war wie heute. Darum können in der Schweiz gar nie so hohe Förderkosten wie in Deutschland auflaufen (Förderkosten, die fast bescheiden wirken, wenn man sie mit den kumulierten Subventionen für die Atomindustrie vergleicht). Der günstigste Strom ist aber immer der, den man gar nicht verbraucht, betont stets auch die industrienahe Internationale Energie Agentur. Mehr als ein Drittel des in der Schweiz verbrauchten Stroms liesse sich einsparen, ohne Komfort und Leistung einzubüssen. Das gelingt nirgends? Es gelingt nirgends, wo man es nicht ernsthaft probiert. Dänemark oder Kalifornien zeigen, dass sich der Stromverbrauch sehr wohl stabilisieren lässt, wenn man den Strommarkt intelligent organisiert. So, dass Energieversorger Geld verdienen können, wenn sie mit ihren Kunden Strom sparen.

Die Frage zur Energiewende heisst also nicht: Können wir? Sie heisst: Wollen wir? Wollen wir schon oder schmollen wir noch?

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171 Kommentare zu «Energiewende: Wollen wir schon oder schmollen wir noch?»

  • Peter Sutter sagt:

    Es ist nicht zu vergessen, dass wenn ich Solarpanel auf mein Dach baue, dass ich eine Baubewilligung brauche. Das kann ja noch ok sein, aber der Eigenmietwert wird mir dann grosszügig erhöht und die Dinger müssen z.B. gegen Hagel versichert sein. Dazu kommt, dass ich den erwirtschafteten Strom als Einkommen versteuern muss. Ich muss viel Kapital aufwerfen, dass ich dann vielleicht in 15-20 Jahren wieder rein bekomme. 15 Jahre ist sehr lange, und bei den Politiker weiss man nie, was ihnen noch in den Sinn kommt. Dass alles ist mir zu viel; ich lasse bei mir alles so, wie es ist.

    • Peter Balsiger sagt:

      Sehr richtig Herr Sutter. Die Politik verhindert eine grundsätzlich gute Idee.

      • Fred David sagt:

        Dann soll der WWF mit andern Organisationen eine Gesetzesinitiative lancieren, die ohne grossen Aufwand alternative Energien erleichtert, so dass sich für den Einzelnen die Investition nicht erst in 15 oder 20 Jahren rechnet. Das würde zu einem starken Schub von unten führen.

        • B. Folda sagt:

          Eine Gesetzesinitiative? Wenn möglich, noch auf Bundesebene? Dort wäre es ja am sinnvollsten! Das wäre ja schön, wenn es so einfach wäre. Bevor das aber möglich ist, müsste die Volksinitiative „Einführung der Gesetzesinitiative im Bunde“ angenommen werden. Davon sind wir allerdings noch ziemlich weit entfernt. Aber Herr David wird wohl mit grossem Engagement für einen Erfolg der Initiative eintreten!
          Oder sind Sie der Meinung, dass in allen Kantonen jeweils eine Gesetzesinitiative lanciert werden müsste?

    • Da beziehen sie lieber weiter Atomstrom, denn da sind sie sich sicher, dass niemals weitere kosten auf sie zukommen werden. Niemals werden Steuergelder gebraucht und die Steuern erhöht werden, weil der Rückbau und die Lagerung doch mehr kostet als vorhergesagt. Niemals wurden oder werden bei einem schweren Unfall Steuergelder für den Versuch der Behebung gebrauch und die Jahrzehnte dauernde Nachkontrolle wie in Lucens.

      • André Dünner sagt:

        Stimmt Herr Balsiger

        Konnte die Poltik schon mal was anderes als das Kapital ihrer Geldgeber schützen? Sonst bliebe der Politik nichts überig unter sich aufzuteilen. Das System muss doch patri(otisch)archaisch verteidigt werden.

        Den grundsätzlichen Wandel gab es grundsätzlich nie. Es änderten sich zwar die Begriffe der Sachen, aber systemrelevante Veränderungen erhielt es (das System) nie.

        Lieber Herr Pfrunger
        Was heisst keine Kostenerwartung durch Atomstrom!? Haben Sie eine Ahnung was 5 Mio. Jahre Verstrahlung, oder 400 Generationen mit Verstrahlungsschäden wert sind? Rechnen Sie mal?!

    • Peter Frick sagt:

      In welchem Kanton leben Sie? In meinem Kanton braucht es nur eine Bewilligung für Anlagen auf Gebäuden im Ortsbildschutz oder die unter Denkmalschutz stehen. Der Eigenmietwert und Versicherung sind vom Gebäudewert abhängig. Dass gewonnener Strom als Einkommen versteuert werden muss gehört ins Reich der Märchen. Dann müsste man ja auch das Gemüse aus dem eigenen Garten als Einkommen versteuern.

      • Beat Horn sagt:

        … dann gehört es wohl auch ins Reich der Märchen, dass bei Hybridfahrzeugen steuerliche Erleichterungen gestrichen wurden (werden)? Da müssen Politik und Behörden ihre Hausaufgaben noch besser machen, damit der Bürger / Investor dem System wieder trauen kann (z.B. durch verbindliche Garantien) Irgendwann wird festgestellt, dass Lenkungsmassnahmen fiskalisch kontraproduktiv sind – spätestens dann wird das Steuer herumgerissen. z.B. Benzinverbrauch und damit Steuereinahmen rückläufig – alsorauf mit den Steuern und Abgaben – dito beim Tabakkonsum etc..viele sind da mit Recht misstrauisch

      • Armin Ringger sagt:

        Herr Frick dann müssen Sie der Märchenonkel sein. Herr Peter Sutter hat absolut recht. All seine Schilderungen habe ich am eigenen Leib erlebt. Neu Einschätzung des Gebäudes.= Wertsteigerung der Liegenschaft mit entsprechend höhern Steuern.
        Höhere Versicherungsprämien bei der obligatorischen Gebäudeversicherung .Nachträgliche Baubewilligung und Ausführungskontrolle welche einige Hundert Franken kostete. Energieleferung an das EW muss als Einkommen versteuet werden. Ein KEV Beitrag oder wie es auch immer? Fehlanzeige für die nächsten Jahre. Würde am liebsten 130m2 vom Dach reissen!

    • Roger Gubler sagt:

      Das stimmt so nicht ganz. Die Baubewilligung wird z.B. im Kt.ZH ab 1.1.2014 hinfällig. Aber bis dahin hat man für Anlagen die > 35m2 waren eine gebraucht. Leider. Das war ein alter Zopf & der jetzt wegkommt. Warum müssen Solarpanels gegen Hagel versichert werden? Es gibt durchaus Hersteller (z.B.Sunpower), die ihre Panels mit 25-jähriger Garantie verkaufen. Auch gegen Hagelschaden. Das gilt übrigens auch mit der Leistungsgarantie. Nur diese einzufordern dürfte für viele private Hausdachsolarbesitzer ein Ding der Unmöglichkeit sein, wird doch meist keine Modulnahe Lösung (Photonsolar) eingebaut

  • Martin sagt:

    Leider vergessen viele dieser Solarstrom Enthusiasten, dass Solarstrom keine Alternative zum bspw. Atomstrom darstellt. Dies aus folgenden Gründen: Das Stromnetz muss eine konstante Stromversorgung garantieren, was mit Solarstrom nicht möglich ist.
    Zudem produziert ein Solarstromkraftwerk nie die Menge an KWh, wie ein Wasserkraftwerk, geschweige denn ein Atomkraftwerk.
    Fazit: Solarstrom ist eine gute komplementär Energiequelle, welche aber nie Wasserkraft- und Atomkraftwerke ersetzen kann.
    Ergo: Den Ausstieg aus der Atomenergie nicht mit Solarstrom Träumereien verwirklichen wollen.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Dass eine konstante Stromversorgung (was genau ist damit gemeint?) nötig ist, und dies nur mit AKWs möglich sei, ist ein ein Irrtum. Erstens ist der Stromverbrauch nicht konstant. Man spricht von (Tages-) Lastgang, und dieser zeigt z.B. über Mittag einen Spitzenverbrauch. Nachts, wenn die AKWs laufen obwohl nie diese Menge benötigt wird, verheizt man Strom in Elektrospeicherheizungen, weil man sonst nicht weiss wohin damit. Dass Solar- den Wasserstrom ersetzen sollte, hat noch nie jemand gefordert.

      • Rolf Rothacher sagt:

        Eine Solaranlage produziert im August durchschnittlich 7x mehr Strom, als im Dezember. Jedes Prozent Solarstrom kann uns im Winter also bloss 0,14% bringen. Die Differenz muss durch andere Stromquellen (Laufwasser, Atom, Kohle, Gas) abgefangen werden. Windkraftwerke produzieren tendenziell im Winter mehr Strom als im Sommer. Doch sie sind noch viel weniger planbar und Windflauten von mehreren Tagen sind möglich. Deshalb muss auch hier viel mehr investiert werden, als uns die Grünen vorrechnen. 100 Milliarden CHF werden für den Ersatz der Atomkraftwerke nicht ausreichen. Wetten?

        • Hoffmann sagt:

          PV und Windkraft sind gut planbar dank immer besser werdenden Ertragsprognosen. 96% genau, 12h vorher.
          Eine Sofortabschaltung im AKW kann dagegen überhaupt nicht geplant werden und gleichzeitig fehlen sofort 1000MW und mehr im Stromnetz. Dies erfordert wiederum Reservekraftwerke die ständig bereitstehen und das kostet!

          • Alois Krieger sagt:

            Was nützt das, wenn sie planen können, dass sie z.B. an einem Januar-Tag nur 20% des nötigen Stroms aus Solar- und Windkraft erzeugen können? Woher beziehen Sie dann den Strom?

      • Marcel Elsener sagt:

        Mit konstanter Stromversorgung ist die Grundlast gemeint, die immer aufrechterhalten werden muss, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht. Wie Martin ganz richtig schreibt, kann das mit Solarstrom (oder auch Windstrom) nicht bewerkstelligt werden. Aber auch die Verbrauchsspitzen sind mit den alternativen Stromerzeugungsmethoden nicht unbedingt gedeckt. Man muss sich einfach damit abfinden, dass Solar- und Windstrom unregelmässig anfallen, und damit tatsächlich nur ein Nischendasein fristen können. Man kann die Physik nunmal nicht durch Illusionen oder Energiewende-Gesetze aushebeln

        • Reto Stadelman sagt:

          Ich kann ihre Meinung nicht teilen. Eine Kombination von Solar-, Wind- und Wasserkraft mit Pumpspeichern wäre in der Lage die nötige Stromversorgung zu garantieren. Keine Frage, man muss Milliarden aufwenden um die nötige Überkapazität zu erzeugen und speichern zu können bevor es so weit ist. Neue Pumpspeicher etc. wären nötig. Aber machbar wäre das allemal. Und spätestens dann wenn uns die fossilen Brennstoffe ausgehen bzw. wir am Smog ersticken werden wir uns das sicherlich noch mal überlegen.

          • Beat Horn sagt:

            @Stadelmann: können Sie das belegen? haben Sie das durchgerechnet – mit welchen Zahlen?

    • Der Solarstrom ist eine sinnvolle Ergänzung zum Strom aus den Wasserkraftwerken. Dazu gehören allerdings Pumpspeicher-Anlagen, wofür in der Schweiz günstige Voraussetzungen bestehen. Ausserdem kann die Abwärme (termische Leistung) bei den neusten PV-Modulen zur Erdreicherwärmung benutzt werden und so den Strombedarf bei Wärmepumpen um ca. 50 % reduziert werden. Damit besteht mittelfristig die Möglichkeit, den Einsatz von fossilien Energieträgern auszuschliessen.

    • Francis Gerz sagt:

      Solarstrom soll 20-30% ersetzen… und nicht 100%, bitte Artikel lesen (Fakten). Und das entspricht ca 1 A-KKW.
      Wieso immer diese „No change“ & Weltuntergang Propaganda?
      Aber der tiefe „Preis“ diktiert die neue Strategie… und da haben AKW Turbos keine Chance mehr …

  • Stefan Hintermeister sagt:

    Und wenn Sie 10x soviel (massiv subventionierte!) PV-Leistung installieren; ein stabiles Netz betreiben Sie damit noch lange nicht! Was in Ihrer Milchmädchenrechnung unberücksichtigt bleibt sind die Regelkapazitäten. Dafür benötigen Sie entweder Kohle- oder Gasenergie (Ihren sog. „Dreckstrom“) oder Pumpspeicherkraftwerke. Und genau letztere sind es, welche durch die überstürzte, undurchdachte Energiewende bald nicht mehr rentieren und vom Netz genommen werden müssen, obwohl sie technisch betrachtet wichtiger denn je wären.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Wenn Pumpspeicherwerke wichtig sind, dann wird der Markt den Preis für deren Strom schon richtig regeln – oder nicht? Aktuell machen billige Kohlekraftwerke den Preis kaputt – und der Umstand, dass (abgeschriebene) AKWs (zu) billigen Strom rund um die Uhr liefern. Wir haben eine Stromschwemme – und sind nicht in der Lage, in dieser Situation die dreckigsten Produzenten aus dem Netz zu verbannen…

      • Alois Krieger sagt:

        Das Problem ist wohl, dass in vielen Ländern die Konsumenten günstigen Strom wollen. Nur in der Schweiz und Deutschland beschäftigen wir uns damit, wie wir die teuersten Strompreise der Welt noch etwas mehr besteuern können.

    • Reto Stadelman sagt:

      @Hintermeister
      Das ist richtig. Jetzt müssen wir uns nur noch die Frage stellen, wo das Problem liegt. Liegt es bei der green energy oder bei den „Schmutzkraftwerken“? Klar versuchen beide Seiten ihren Strom an den Mann zu bringen. Nehmen wir einen davon raus, rentiert der Pumpspeicher wieder weil er ausgleichen kann. Also, welche Produzenten schalten wird ab? Kleiner Tipp: Die falsche Entscheidung katapultiert uns zurück auf Feld 1…

      • Albert Sagmeister sagt:

        Sie können kein einziges Kraftwerk abschalten,denn es muß für jedes KW alternativer Energie die selbe Leistung an herkömmlichen Kraftwerken bereithalten werden,wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.Sie können ein Kraftwerk nicht wie das Licht im Wohnzimmer abschalten.Moderne Gaskraftwerke lassen sich schneller regeln,die müssen aber auch erst gebaut werden. Nur die Windmühlen offshor liefern grundlastfähigen Strom,wenn diese entsprechend verteilt sind.Ich weiß nicht wieviel Wasserspeicher die Schweiz hat,solche Speicher sind in der Regel nur kurze Lückenfüller

  • Dani Keller sagt:

    Wer schon mal eine Solaranlage als EFH-Besitzer offerieren liess, weiss dass dieser Strom (ohne Zuschüsse!) um einige Faktoren teurer ist als jener aus der „Steckdose“. Die (günstiger gewordenen) Solarpanels selber sind nur ein kleiner Teil der Kosten. Selbst wenn man eine solche Anlage selber baut (Eigenleistung), bleibt der Strom mind. doppelt so teuer als der aus der Steckdose. Wers nicht glaubt, soll selber mal ein Projekt nachrechnen.
    Wäre schön, wenn Solarstrom wettbewerbsfähig wäre. Ist er aber nicht, wird er auch nie. Es müssen andere Technologien her.

    • alfred hilty sagt:

      Und die anderen, wirklich neuen Technologien sind in den Startlöchern! Manches bringt die herkömmliche Physik etwas durcheinander. Und möglicherweise werden durch die „FreieEnergie“ auch andere etablierte Strukturen aufgeweicht werden.

    • Martin Walser sagt:

      Als EFH-Besitzer habe ich vor rund zwei Jahren eine 5KwP-Anlage installieren lassen. Kosten: CHF 21’700.–. Da man in der CH mit dem Steuerabzug subventioniert wird, kann ich diese Kosten vom steuerbaren Einkommen abziehen – ergibt bei mir einen Steuerrabatt von CHF 4’000.–. Nettoinvestitionskosten: CHF 17’700.— Abschreibung auf 20 Jahre: CHF 885.– p.a. Die Anlage generierte letztes Jahr 5400 kWh. Mein Durchschnittlicher Strompreis: 18.75 Rp pro kWh – ergbit 1012.50 gesparte Stromkosten. Da bleibt auch noch was für die Verzinsung des Kapitals übrig. Wer rechnen kann setzt auf die Sonne!!!

      • Dani Keller sagt:

        Unterhalt:
        Wechselrichter Austausch (wird nicht 20 Jahre halten)
        Ersatzteile die nicht durch Garantie oder Vers. gedeckt sind
        Reinigung der Panels sollte alle 1-2 Jahre erfolgen, damit die Leistung erhalten bleibt
        -> Unterhaltskosten rechnet man mit rund Fr. 500/Jahr (inkl. Wechselrichter)

        Versicherungskosten:
        höhere Prämie bei Gebäudeversicherung + separate Versicherung für PV Anlage

        Leistungsverluste:
        die Panels verlieren je nach Qualität mit der Zeit zwischen 10-30% an Leistung. So genau weiss man das nicht, aber der Verlust tritt relativ früh (in den ersten 5 Jahren) ein.

      • Hoffmann sagt:

        PV kostet in D inkl Montage 1400 Euro je kwh. Der Strom hat Gestehungskosten von 13 Cent bei kleinen Dachanlagen. Strom aus der Steckdose kostet in D über das Doppelte!
        Auch in der CH werden die Kosten weiter nach unten gehen.
        Solarstrom aus grossen Anlagen hat nur 8 Ct Gestehungskosten – in Dtl!!

    • leonidas disparti sagt:

      ich habe ein anlage auf dem dach meines daches – und verdiene damit jährlich (steuerfrei) rund 1200.- -1700.-.
      beim bau hatte ich staatliche hilfe (ich konnte 25% der kosten von meinen steuern abziehen).

      sie wundern sich?

      mein efh steht in frankreich, wo ich seit 9 jahren lebe……. kurz, es ginge, wäre denn der politische wille da. und man kann dem f-staat wirklich nicht vorwerfen, er sei atomfeindlich 😉

      • Bruno sagt:

        Ich habe mir dieses Jahr eine Solaranlage auf Dach montieren lassen. Die Anlage kostete mich 30kFr. Die Anlage produziert ca. 9 MWh Strom im Jahr. Dies entspricht ca. 1350 Fr (9 x 150.-Fr). Die Anlage wird also in 22 Jahren amortisiert sein.
        Die Gemeinde unterstützte mich mit 4000Fr. Etwas kann ich dann noch von den Steuern abziehen, d.h. die Anlage wird mich effektiv ca. 25 kFr. kosten. Die Anlage wird somit in weniger als 20 Jahren bezahlt sein. Falls der Strompreis vielleicht noch ein bisschen steigt und eventuell etwas von der KEV dazukommt, sieht die Rechnung nicht mehr so schlecht aus.

      • Hannes Müller sagt:

        Das Geld, das Sie mit der Anlage verdienen, wird Ihnen von den anderen Konsumenten bezahlt, die sich keine solche Anlage leisten können. Solarvergütung ist Transfer von Arm zu Reich.

        • leonidas disparti sagt:

          ich nehme ihren kommentar erstaunt zur kenntnis, hannes müller! sie wehren sich also dafür, dass die bisher betriebene umverteilung von allen zu ganz reich (gross-stromproduzenten) unbedingt weiterbehalten wird da es ihnen unerträglich ist, dass auch mal einer der steuern zahlt (die reichen sind ja bekanntlich alle vermögen 0, einkommen 0) von einer regelung profitiert?

    • Peter Richter sagt:

      Ich kann Ihren Kommentar nur bestätigen!
      Ich hatte mit importierten (50% billiger!) Solarequipment kalkuliert
      und die Rechnung ist niemals aufgegangen,
      die Mehrkosten lassen sich in einem realistischen Zeitraum nicht amortisieren.
      Solar- und Windenergie sind eine übersubventionierte Wohlstandserscheinung und es ist daher geradezu grotesk,
      dass im Wasserland Schweiz die Wasserenergie nicht mehr rentiert.

      • Peter Richter sagt:

        @ Martin Walser 09:45
        Auf der Website „Solar-Offerten.ch“ werden kosten für eine Solaranlage zwischen 19’000 und 30’000 Franken aufgeführt.
        „Zufälligerweise“ haben Sie die Unterhaltskosten unterschlagen, z.B. Reinigung, der Wechslrichter sollte nach 10-15 Jahren ausgewechselt werden, usw.

        • Hoffmann sagt:

          Wechselrichter müssen nicht ausgetauscht werden solange sie funktionieren. Gute WR sind auf 20 Jahre Lebensdauer ausgelegt. Billige können auch schon nach 5-10 Jahren kaputt sein.
          Solarworld biete derzeit online eine 3 KW Anlage für 5000 Euro netto an. Geht woanders auch günstiger. Natürlich inkl. Montage usw.

    • Dieter Bruppach sagt:

      Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Vielleicht sollten Sie mal eine neue Offerte verlangen, evtl. auch von verschiedenen Anbietern. Meine Anlage sollte binnen 8 Jahren amortisiert sein (inkl. Steuerabzug). Das Kapital von 23’500.– habe ich gerne investiert.

      • Roland sagt:

        Frage an die EFH-Besitzer, welche von Ihrer eigenen Stromproduktion so begeistert sind. Wo kommt Euer Strom eigentlich her, wenn es Nacht ist oder wenn die Sonne nicht scheint? Oder geht Ihr beim Einnachten ins Bett und bei schlechtem Wetter gibt es keine warme Suppe? Das läuft bei Euch auch nur, weil Ihr jederzeit auf Kernkraft, Kohle, Gas oder Wasserkraft zurückgreifen könnt, sobald bei Euch kein Strom vom Dach fliesst. Wenn Ihr ehrlich seit, dann wird das in der Schweiz während des Tages sehr oft der Fall sein.

        • leonidas disparti sagt:

          frage an roland, der strom-eigenproduktion so grauenhaft finde; tut dir fortschritt denn körperlich weh? steht denn in deinem keller ein fass atommüll? klar ist mein dach nicht rund um die uhr produktiv – aber so produktiv wie deine „die welt ist grausam, fahren wir weiter mit dampfloks-mentalität“ ist mein hausdach sogar bei hochnebel!

        • Hoffmann sagt:

          Die CH ist für PV noch besser als D. 1000kwh/a/KWp sind in Süddtl Standard.
          AKW sind übrigens nur deshalb möglich weil sie jederzeit auf Speicher und andere Kraftwerke zurückgreifen können sobald tagsüber der Strom nicht reicht und nachts im überfluss erzeugt wird.

        • Bruno sagt:

          Sie haben recht, dass es auch andere Energiequellen braucht. Der Weltenergiebedarf wird zu 85% mit fossilen Brennstoffen gedeckt. Sind Sie nicht auch der Meinung das dies nicht ewig möglich ist?

  • Hansjürg sagt:

    „…Cameron will Atomkraftwerke bauen. Aber zu welchen Bedingungen?“ wenn schon, dann sollten Sie alle Bedingungen erwähnen und nicht nur die des Preises und weil der Ihnen gelegen kommt.
    „2012 wurde global rund zehnmal so viel in erneuerbare Energien investiert wie in Nuklearenergie.“ wenn 2012 kein AKW gebaut wurde, ist 10mal mehr als nichts immer noch nichts.
    „In verschiedenen europäischen Ländern fährt ein Hausbesitzer…“ 70% der Schweizer sind Mieter.
    World Wildlife Found: Schuster bleib bei deinen Leisten.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Olkiluoto III, der Vorzeige-Reaktor von Areva in Finnland, sollte längst laufen, wird aber erst 16 oder 17 in Betrieb gehen, und kostet statt rund 3 nun irgendetwas über 8 Milliarden Euro. Niemand bestreitet, dass zu wenig in Solar investiert wird. Der Vergleich mit AKW zeigt nur, dass dort noch weniger investiert wird – und die Investoren wissen schon, warum nicht.

    • Hoffmann sagt:

      Die Bedingungen wurden in der BAZ schon oft genug berichtet. 11 Ct je kwh plus Inflationsausgleich, das 35 Jahre lang.
      Umgerechnet auf die üblichen 20 Jahre ohne Inflationsausgleich bei Erneuerbaren sind das 34 Cent je kwh!
      Freilandflächen für PV ist der Hauseigentümeranteil der CH egal, Solarstrom ist so noch deutlich günstiger als die von kleinen Dachanlagen. In D derzeit 8 Ct und künftig sinkt der Preis weiter.

  • Realist sagt:

    Eine Steuer auf importiertem Kohle und Atom-Strom wäre sofort zu befürworten, wenn dafür die horrenden Subventionen auf Solarenergie wegfallen würden. Dann würde sich die effizienteste Energieform durchsetzen, was den Subventions-Jägern der Cleantech-Industrie natürlich nicht in den Hut passen würde…

    • Peter Frick sagt:

      Wenn die Importsteuer realisiert wird braucht es die Subventionen tatsächlich nicht mehr. Die Cleantech-Industrie hat bis heute nur Brosamen bekommen verglichen mit den Fördergeldern für AKW. Also bitte keine Polemik.

  • Felix Stucki sagt:

    Ein Lächeln kann auch ich mir nicht verkneifen, endlich hat auch der WWF gemerkt dass es ganz ohne Subventionen für den Solarstrom geht, super! Da Solarstrom nicht mehr teurer ist oder sogar billiger, währe es ja wohl ein Blödsinn, weiterhin die hunderten Mio. jedes Jahr zum Fenster raus zu schmeissen. Jeder soll für sich Solarstrom produzieren können, voll einverstanden, wenn der Markt (nicht die Abnahme- Garantie) vorhanden ist, kann er sogar noch Strom verkaufen. Sogar der WWF ist nun dafür nur den Strom durch den Bürger bezahlen zu lassen der zu jeder Zeit gerade gebraucht wird.

  • Toni Neuhaus sagt:

    Leider ist es nicht so einfach. Solarstrom ist mangels Speichermöglichkeit und der fehlenden Bandenergiequalität häufig dann vorhanden, wenn er nicht gebraucht wird. Zudem subentioniert Deutschland mit Jahreskosten von über EUR 20 MIlliarden die Solarstromproduktion, was massgeblich zum Preiszerfall beiträgt. Das verzerrt auch den CH-Strommarkt – erste Rufe nach Subventionen für die CH-Wasserspeicher sind die Folgen. Die neue CH-KEV wird zu Jahressubventionen von CHF >1 Milliarden führen. Es ist kein Bandstrom und wir werden entsprechend Nuklar- oder Kohlestrom importieren. Wollen wir das?

    • Dieter Bruppach sagt:

      Das Geschäftsmodell der grossen CH Stromkonzerne ist nicht mehr zeitgemäss und braucht eine Anpassung. Es beruht darauf, dass sie nachts kostenlosen (Atom-)Strom bekommen.
      Wie wäre es, wenn Sie neu überschüssigen günstigen Tagstrom für die Pumpspeicher kaufen und damit die Bandenergie in der Nacht sicherstellen.

      Steuer auf Dreckstrom fände ich sinnvoll, müsste aber europaweit oder gar global erhoben werden. Schon wirds schwierig.

    • michael sagt:

      und haben sie sich mal gefragt warum das wohl so ist ? welche fortschritte hat es beispielweise beim in den letzten 20 jahren pc gegeben ? oder beim automotor ? wenn dieser engpass jetzt gelöst wäre, was meinen sie wieviel menschen würden ihren strom jetzt selber erzeugen ? die energieunternehmen würden da voll in die röhre kucken – was sie aber dank ihren beziehungen zu politik und wirtschaft auf’s beste zu verhindern wissen. oder wollen sie behaupten, das sie gerne und bereitwillig jede erhöhung der energiekosten bezahlen ?

    • Ich höre von den Stromkonzernen zweierlei: 1. Solarstrom geht nicht weil man mehr Speicher braucht. 2. Solarstrom macht unsere Pumpspeicherwerke unrentabel weil die Preisspitze über Mittag abgeflacht wird. Zumindest eines davon muss eine Lüge sein, vielleicht auch beides.

    • Hoffmann sagt:

      Solarstrom braucht noch keine Speicher da der Strom tagsüber erzeugt wird und spätestens bei Nachbarn verbraucht wird.
      Von den 20 Mrd erhalten die EE-Erzeuger nur 8 Mrd, der Rest dient dazu Grossverbraucher von Strom zu subventionieren. Übrigens waren es auch schon 2009 11 Mrd. Der weitere EE Ausbau führt also zu kaum zusâtzlichen Kosten, die alten Vergütungen fallen nach und nach weg. Da es 1990 begann ist schon ein Teil weg.

  • Peter Balsiger sagt:

    Wenn Sie es nun noch fertig bringen, dass man nach der Installation eines Solarpanels nicht noch steuertechnisch bestraft wird, steige ich sofort um.

  • Huber Alice sagt:

    ich wüsste gerne mehr über die Lebensdauer von Photovoltaik und deren Entsorgung.

    • Alex sagt:

      Lebensdauer ist erheblich grösser als 20 Jahre (einzelne Hersteller geben sogar Leistungsgarantien über 20 Jahre ab!), da einige Anlagen mittlerweile dieses Alter haben und problemlos weiterlaufen. Der Wirkungsgrad sinkt jährlich um ca. 0.5%, nach 20 Jahren also minus 10%. Entsorgung über Recycling, Wert- und Giftstoffe werden wieder zurückgewonnen.

    • Francis Gerz sagt:

      Dann wollen Sie sicher auch wissen wie es mit dem Heizöl steht, woher es kommt (Land) und wie es dort mit Demokratie, Umwelt, Ausbeute … steht?

      • … und bestimmt weiss Frau Huber Alice genau wie viele und welche Giftstoffe in einer Stunde durch ihrenKamin rauschen, wenn der Ölbrenner läuft. Auch hat sie bei ihrem Energieversorger diese Daten betreffend ihrem Energiemix angefragt.
        Die Materialien die in Solarpanels verbaut sind werden rezykliert. Besonders bei den „seltenen Erden“ lohnt sich das.

    • Hoffmann sagt:

      Die PV Hersteller geben 30 Jahre Garantie, es existieren aber auch schon über 40 Jahre alte Anlagen die noch viele Jahre laufen werden. Einzig der Wechselrichter ist nur auf 20 Jahren bei guten Marken ausgelegt.
      Recycling ist abgesichert über Versicherung unabhängig vom Hersteller. In PV ist nicht nur Silber verbaut sondern andere wertvolle Rohstoffe. In 50 Jahren wird man wohl eher noch Geld verlangen können.

  • Jakob vonGunten sagt:

    Die Energiewende ist eine Sache des Geldes und nicht des Wollens. Ausser Deutschland entschloss sich kein Staat für eine grüne Energiewende, und Deutschland kann sich dies langfristig auch nicht leisten. Die grossen und wichtigen Industrienationen bauen die A-Energie weiter aus, und Länder wie Frankreich haben gegenüber andern Ländern einen immensen Know-How- und Marktvorteil. Heute schon müssen über 25% der deutschen Haushalte energie-subventioniert werden, weil man sich den Strom nicht mehr leisten kann. Die Energiewende ist teurer politischer Opportunismus.

    • Dani Keller sagt:

      In den USA ist der Energiepreis massiv gesunken wegen Gasförderung. Europa kommt deswegen massiv unter Druck um wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen also gunstigeren Strom produzieren, nicht teuer subventionierten. Solarstrom ist schon deswegen höchstens eine teure Zwischenlösung.

      • In den USA wurde wahnsinnig viel Geld in Fracking und Schiefergas investiert. Ob das langfristig rentiert ist auch nicht sicher. Man hört, aus manchen Quellen komme längst nicht so viel wie man erwartet hat, das könnte ein Verlustgeschäft werden.

        • Maria Halder sagt:

          Die USA ziehen damit immerhin weltweit die Schwerindustrie an. Ich kann Ihnen garantieren, dass D mit seinen Steuern, Millionen von Gesetzen und irrsinnigen Stromkosten bald als Verlierer dasteht. Jedenfalls die D Steuerzahler, da sie dann die Industrie quersubventionieren müssen, damit es keine Abwanderung gibt. Die Schweiz hat da leider nichts daraus gelernt und imitiert weiter D. Stromkosten werden explodieren. Ich könnte mir vorstellen, mit Alternativenergie autark zu werden, will dann aber auch keine CH Gesetze und Steuern akzeptieren. Ich will den Staat aus meinem Leben raus haben.

    • Francis Gerz sagt:

      Die Energiewende ist ein „No choice“ und „Given“:
      1. CO2 Emissiom, Umwelt gebunden mit Wachstum, Erderwärmung und Konsequenzen …
      2. Beschränkte Oel+Gasvorkommen
      3. Geopolitische Abhängkeit von Schurkenstaaten
      4. Paradigmawechsel „produce and use local“ ; ich brauche den Strom den ich produziere.

    • Hoffmann sagt:

      Da EE günstiger sind ist es eine Frage des Geldes. Atomstrom ist wie man am Bsp GB Hinkley point sieht 4mal teurer als Solarstrom. Aber auch Windstrom hat in D mittlerweile günstigere Gestehungskosten als neue Kohlekraftwerke.

  • Thomas Maucher sagt:

    Wieviel Strom produziert ein modernes Panel heute eigentlich? Sind in nächster Zeit Steigerungen im Wirkungsgrad zu erwarten?

    • Solarzellen aus polykristallinem Silizium 13 bis 18 %. Das sind die meist dunkelblauen mit der Kristallstruktur, die am häufigsten verbaut werden denke ich.
      Zellen aus monokristallinem Silizium zwischen 14 und 24 %. Das sind die dunkelgrauen ohne sichtbare Struktur. Taschenrechner ect.
      Sogenannte Konzentratorzellen können in Laborsituationen über 40 % Wirkungsgrad erzielen.
      Die Energetische Amortisationszeit von Photovoltaikanlagen beträgt global betrachtet zwischen 0,75 und 3,5 Jahren, je nach Standort und Photovoltaiktechnologie.

    • Hoffmann sagt:

      Wirkungsgrade sind nicht relevant sondern nur die Kosten je KWp!
      Ob 5 KWp PV nun 35qm Platz brauchen oder nur 30qm ist zweitrangig.

  • Roland Steiner sagt:

    Das grosse Problem mit den neuen Technologien (egal ob es nun um Erzeugung oder Einsparung geht) ist doch, dass die grossen Energieerzeuger weniger Strom verkaufen können. Dies ist nicht in deren Interesse, da dies ja ihr Geschäft ist. Wenn jeder seinen eigenen Strom auf dem Dach produziert und zusätzlich energieeffiziente Geräte benutzt, müssen die Energeikonzerne automatisch kleiner werden. Dies ist im System nicht vorgesehen und wird somit von den Lobyisten der Energeikonzerne behindert.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Nun bestünde doch die Möglichkeit, dass die Konzerne als Contractor auftreten, mein Dach mieten und die Panels installieren, betreiben und bewirtschaften. Als Kunde habe ich weder das Wissen noch meist die Finanzen, um ein wirklich sinnvolles PV-Projekt auf die Beine zu stellen. Man könnte ganze Quartiere so erschliessen, insbesondere bei Neubauten: Ideale Ausrichtung der Gebäude, ansprechende Architektur bei integrierter Solarstromproduktion, optimale Erschliessung und ebensolche Gebäudetechnik. Wer hat da das KnowHow dazu? Eben!

      • Hoffmann sagt:

        Das ist irrelevant. Grosse Konzerne wollen mind 20% Rendite sehen, mit PV sind aber nur max 3-4% machbar.
        Für den kleinen Mann gut, für Konzerne mies. Zudem machen viele kleine Anlagen verwaltungstechn auch viel Arbeit.
        Haben Sie das verstanden?

      • Roland Steiner sagt:

        Herr Rothenbühler, heute sind beinahe alle Häuser elektrifiziert und erschlossen. Dem Netz spielt es aber keine Rolle, in welche Richtung der Strom fliesst. Somit sollte doch jeder eine PV Anlage auf seinem Hausdach installieren können und den produzierten Strom über eine „normale Steckdose“ zurückspeisen können. Ob nun Strom bezogen oder geliefert wird, spielt physikalisch keine Rolle. Es muss nur gewährleistet sein, dass der Zähler auch rückwärts zählt. Leider wird dies aber verhindert und wir brauchen so unsinnige Subventionen die über eine KEV finanziert werden müssen.

  • Arnold Ganz sagt:

    Die Alternativenergie reduziert die Brennstoffmengen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Indem jedoch die Tatsache ausgeklammert wird, dass die Alternativenergie für die erforderliche Versorgungssicherheit zu einem grossen Teil auf konventionelle Energieerzeugung angewiesen ist, fördert das Verständnis für die immer drängenderen Fragen bezüglich unserer zukünftigen Energieversorgung nicht gerade. In der Kalkulation der Strompreise für erneuerbare Energien, müssen grosse konvent. Anlagen für die Sicherstellung des Energiebedarfs betrieben und mit einbezogen werden.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Auch AKWs fallen aus – und dafür werden ganz andere Leistungen bereitgehalten. Was also ist der Unterschied? Die Schweiz ist gesegnet mit Speicherkraftwerken. Statt diesen Strom ins Ausland verschachern zu wollen, können wir damit ganz gut NEE regulieren. Nun gut: Man müsste die Sache europaweit ansehen, wenn man ehrlich sein will. Aber auch dann bestehen mit den diversen Erzeugungsarten innerhalb NEE ein ausgeglichener Mix zur Verfügung, insbesondere, wenn man zusätzlich Lastmanagement betreibt: Strom also dann verbrauchen, wenn er verfügbar ist (was man heute ja schon nachts macht).

  • Luigi Radaelli sagt:

    Habe persönlich sehr schlechte Erfahrung gemacht. Ein Jahr hat es gedauert um eine Bewilligung für eine 18 KW-Anlage zu erhalten. Das Haus befindet sich komplett abgelegen in der Landwirtschaftszone. Mit vielen zum Teil schikanösen Auflagen mit erheblichen Mehrkosten habe ich es doch noch geschafft! Ich brauche kein KEV noch Subventionen. Sie ist auch so wirtschaftlich und sinnvoll. Bei allen Verhandlungen kam immer unterschwellig die Bemerkung „wir sind halt ein Atomkanton!“

  • Andi Hirt sagt:

    Viele vergessen, dass aus Solarpannels unterhalten werden müssen. Dass man bei Neubauten gezwungen wird, je nach Heizung zusätzlich eine Solaranlage zu installieren, ist nicht legitim. Da verdienen ein paar Leute etwas daran – quasi subventioniert vom Staat, dass ein weiterer Wirtschaftszweig zum Leben erwacht. Dass aber so dauernd das Recht von Privaten eingeschränkt wird, vergessen alle. Umweltschutz ist wichtig – keine Frage, aber wie unter dem Deckmantel Umweltschutz Geld verdient wird, ist sehr fragwürdig und ehrlich gesagt unter aller Sau!

    • Dieter Bruppach sagt:

      Vor 50 Jahren war es zu Zeiten des kalten Krieges Pflicht, einen Luftschutzkeller zu bauen. Über diese erheblichen Mehrkosten hat sich damals kaum jemand aufgeregt.

    • Peter Frick sagt:

      Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass Solarpanels NULL unterhalt benötigen.

    • Hoffmann sagt:

      Unterhalt? Was denn? Eine PV versicherung kostet ca 30Euro im Jahr. Ein WR kann 20 Jahre halten und auch die werden immer günstiger.

  • Simone Zürcher sagt:

    In der Schweiz besteht es dem Gefahr PV nicht gegen Atom oder Kohlestrom sonder gegen Wasserkraft zu spielen. Man muss nie vergessen, dass, innerhalb erneuerbares Energiequellen, PV dem schlechtesten CO2 Bilanz aufweist: etwa 80 – 100 g CO2/KWh, gegenüber 5 – 10 g CO2/KWh für Wasserkraft.
    Nicht zu vergessen ist auch, dass man auf einem Dach erstens ein thermisches Solarkollektor installieren sollte, das etwa 3 Mehr Energie pro m2 erzeugt als ein PV Modul und etwa den gleiches CO2 Bilanz wie Wasserkraft hat.

    • Andreas Willy Rothenbühler sagt:

      Liebe Frau Zürcher,1980 bezahlte ich für ein ARCO 33 Watt über 1000 Fr.(produziert noch heute,ohne jeglichen Unterhalt) seit 2 Wochen habe ich 23 Panels 160 – 185 Watt im Keller zu 80 Fr pro Stück.Der Zerfall der Solarindustrie führt zu Preisen,bei denen Thermische keine Chance haben.Aus Strom gibts jederzeit Warmwasser! Umgekehrt?Eine PV kann die Dachhaut ersetzen.Mit der Thermischen haben sie Schlimmstenfalls einen Wasserschaden.Unterhalt kann das 100fache einer PV erreichen.Die Zukunft hat erst begonnen.Die meiste Energie wird sowieso verblödet.Z.B. neue Migroscityladen in Zürich.

      • Simone Zürcher sagt:

        Lieber Herr Rothenbühler, Thermische hat keine Chance da PV Module hochsubventioniert gewesen sind. Aber, Ökologisch gesehen, das macht keinen Sinn. Wenn man von Energiewende reden will, sollte man Konsequent sein und nicht zuviele Subventionen in der erneuerbare Energiequelle, die den schlechtesten CO2 Bilanz aufweist.
        In Deutschland hat man eine ökologische Desaster verursacht, indem mit Subventionen PV Gaskraftwerke an der Stelle von der Kohlekraftwerke ersetz hat. Ohne Subventionen Deutschland hätte jetzt nur Gaskraftwerke, das viel weniger CO2 ausstoss als jetzt!!!

    • Hoffmann sagt:

      Das Problem ist der Wärmeüberschuss im Sommer den ich nicht nutzen kann. Solarstrom kann ich dagegen jederzeit einspeisen weil den Nachbarn sehr gut verwenden können.
      Die CO2 werte zu PV sind veraltet. Da die Siliziumschichten dünner werden wird auch entsprechend weniger Energie gebraucht. Wenn der energiemix zudem immer mehr ökostrom enthält wirds jedes Jahr besser. Wacker-Chemie in München ist einer der weltgrößten Hersteller.

  • Walter Nef sagt:

    Cadmieren ist in der Schweiz streng verboten,mit Ausnahmen der Flugzeugindustrie.
    Die wenigsten Menschen wissen das auch bei den Solarpanel Cadmium eingesetzt wird und durch den Regen wird dies ausgewaschen und gelangt ins Grundwasser,kein Menschen ärgert sich darüber.
    Und in Deutschland sind mit 50 AKWs in den letzten 50 Jahren kein einziger Mensch umgekommen,auf der Strasse sind 670 000 Menschen getötet worden .
    Es sterben mehr Menschen von der Angst als von der Bestrahlung!
    Angst ist die Mutter aller Religionen!

    • Thomas Jobs sagt:

      Herr Nef,
      das Dachabwasser kommt in aller Regel nicht ins Grundwasser sondern in die Kanalisation!
      Und darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Fossilkradtwerke und AKWs die grösseren Cadmiumschleufern sind?

    • Peter Frick sagt:

      Die Panels sind mit Glas abgedeckt. Da wird gar nichts abgewaschen. Erzählen Sie bitte keine Märchen.

    • Hoffmann sagt:

      Bekanntlich wird Cadmium bei PV nicht verwendet, ausser von Solar First mit ihren Dünnschichtmodulen die weniger als 5% des Markts ausmacht. Auf Dächern wird schon aus Platzgründen kristalline Technik verwendet, also Silizium aus Quarzsand hergestellt. Bitte informieren Sie sich über PV!

  • Roland sagt:

    Wieder so ein super Experte vom WWF, der den Unterschied zwischen Leistung und Energie nicht kennt. Das ist doch nur noch peinlich. Aber nützliche Idioten finden solche Leute immer wieder. Beantworten Sie uns nur eine einfache Frage, Herr Grosse: Woher bezieht der Eigenheimbesitzer mit seinen Solarpanels auf dem Dach seine Energie, wenn es dunkel ist oder die Sonne nicht scheint? Ignorieren Sie die Tatsache, dass jedes installierte Watt an Solarpanels als Backup ein Watt von kontinuierlich vorhandener Leistung erfordert? Sonst wird es zappenduster im Eigenheim mit Solarpanels auf dem Dach. Das gleich gilt auch für die Windenergie. Ohne kontinuierlich vorhandene Energie steht die Schweiz still.

    • Marcel Elsener sagt:

      Zustimmung zu Ihrem Beitrag, Roland. Sowohl die deutsche als auch die schweizerische Energiepolitik ist von Wunschdenken und Illusionen geprägt. Die Physik kann man aber nicht einfach beseitigen.

      Eine leistungsstarke Volkswirtschaft benötigt Energie in grossen Mengen und zuverlässiger Konstanz. Besonders lustig ist es, wenn Energiewende-Enthusiasten die gravierende Schwäche ihrer Zufallsstromproduktion mit Stromspeicher überbrücken wollen. Grosstechnisch kommen da nur Pumpspeicherwerke in Betracht – mit den entsprechend hohen zusätzlichen Investitionskosten. Aber der Konsument zahlt ja alles.

    • Jürg sagt:

      Nun aktuell brauchen wir Pumpenkraftwerke für die Stromspitzen am Tag. Z.B. wird gerade hinten im Glarnerland so eins (Linth-Limmern) gebaut mit zusätzlich 1 GW Leistung. Dann brauchen wir diese halt mehr Nachts wenn die Sonne nicht scheint und falls der Wind auch nicht weht.

    • Hoffmann sagt:

      Das Gegenteil ist der Fall! Fossile Kraftwerke brauchen backup, in D wurden gerade deshalb 7 GW Pumpspeicher gebaut inden 70er Jahren. Und da gabs ausser Wasserkraft nix erneuerbares!

  • Photovoltaik-Anlagen produziert 75% ihres Stromes im Sommer. Doch dann haben wir Stromüberschuss. Unsere Speicherkapazitäten fürs Winterhalbjahr sind schon lange voll ausgenutzt. Jede im Sommerhalbjahr zusätzlich prod. Kilowattstunde vergrössert in vollem Umfang unsere zu exportierende Strommenge. Heute werden auf dem Strommarkt, wegen den seit Fukushima erhöhten Produktionsmengen von billigem Kohlestrom, nur noch 5 – 6 Rp./ KWh bezahlt. Photovoltaik ist zurzeit in der Schweiz ein sehr teurer Spass. Erst der erwartete Technologiedurchbruch bei Akkus für Automobile bringt grossen Bedarf an Sommerstrom.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Solange im Sommer noch Öl verbrannt wird zur WW-Aufbereitung…?

      • Herr Rothenbühler, Herr Jorns hat seine Meinung im Jahr 1973 gemacht und hat seither aufgehört neue Entwicklungen bezüglich der Energieversorgung mit in Betracht zu ziehen.

    • Hoffmann sagt:

      Passt zu Windstrom der in der kalten Jahreszeit am Höchsten produziert.
      PV erzeugt auch tagsüber, eben dann wenn auch der Verbrauch am Höchsten ist.

  • Hans Huber sagt:

    Was die Atomlobby PR-mässig genial unter den Teppich wischt, ist die Tatsache, dass die AKW wegen der fehlenden Versicherungspflicht in der Höhe der bei einem GAU anfallenden Kosten den Strom weit unter den Vollkosten abgeben können und dadurch alternative Energiequellen indirekt finanziell benachteiligt werden. Da bin ich ja als Autofahrer, relativ gemessen, schon um Dimensionen besser versichert … Wenn man allerdings sieht, wie viele Politikerinnen aus Exekutivämtern ihre Altersversorgung in den Verwaltungsräten happig aufrunden können, erstaunt das weiter nicht.

    • Dani Keller sagt:

      Trotzdem bleibt z. B. Wasserkraft weiterhin DEUTLICH günstiger als Solarstrom (und vermutlich auch umweltfreundlicher) . Der „Gegner“ des Solarstroms ist nicht nur Atomstrom. Wirtschaftlich gesehen ist Solarstrom ein Flop, und das geht auf Dauer nicht. Die heutigen Subventionen vertuschen diese Tatsache noch.

      • Thomas Jobs sagt:

        Genau Dani Keller: die grösste Vertuschung der Subventionen kenn die jetzige junge Generation heute schon gar nicht mehr; nämlich die, welche damals für den Bau unserer AKW gemacht wurde!
        Und die grösste AKW-Subvention steht noch aus: diejenige, welche für die nächsten 100’000 Jahre den Atomabfall bezahlt…!
        Da ist die Subvention der Solarbranche ein laues lüftchen dagegen!

      • Peter Frick sagt:

        Wenn AKWs richtig rechnen würden (Versicherungskosten, Rückbau und Endlagerung) dann wäre der A-Strom der grosse Flopp.

      • André Dünner sagt:

        Wem sagen Sie dies mit dem Solarstromflop.

        Es gibt Ausweichmöglichkeiten, genauso wie Deutschland, warum studieren wenn es ein anderer vorher machte, Braunkohle ist billig, dermassen billig, das über Generartionen hinweg entschieden werden, die es heute bereits besser waren zu machen?

        Die Merkeladministrationen lag bei der ZPE-Frage falsch. Kann ja sein das die USA die Finger drin hatte und keinen reinschauen lassen möchte.

    • Peter Richter sagt:

      @ H. Huber
      Ich bin eher gegen Atomstrom eingestellt, aber mit der übersubventionierten Sonnen- und Windenergie wird unsere natürlich vorhandene und sehr wertvolle Wasserkraft nicht mehr konkurrenzfähig sein.
      Warum nicht auf alle Subventionen verzichten und 1 Atomkraftwerk (Mühleberg?) in xx Jahren abschalten und danach weiterschauen wie sich alles entwickelt?

      • Hoffmann sagt:

        Weil PV und Wind nicht in einem Jahr alles ersetzen kann. Schon das ausgebildete Personal dazu fehlt, nach dem einen Jahr wären die wieder arbeitslos. Wind und PV sind schon heute günstig! In D ab 4,5 Ct, bei PV ab 8 Ct.je kwh.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Müsste die AKWs für alle Umweltschäden bei der Gewinnung und Aufbereitung des Urans, für eine alle Kosten deckende Versicherung für den Fall einer Atomkatastrophe, für die sichere Lagerung der radioaktiven Abfälle über Jahrtausende, für den Rückbau der AKWs usw. die Kosten tragen, wäre diese Energiequelle schon längst völlig unwirtschaftlich. Sie hat nur dank einem parasitären Geschäftsmodel und entsprechende, dreisten Kostenlügen bis heute überlebt. Die Energiewende ruht auf zwei Säulen: Bessere Energieeffizienz und Erneuerbare Energien und besteht aus der Summe vieler kleinen Schritte.

    • Al Frischknecht sagt:

      Ich bin mit Ihnen völlig einig: Bessere Energieeffizienz, vielleicht auch sparen, und erneuerbare Energiquellen und viele kleine Schritte. Nur, wie gross, bzw. wie klein sind die Schritte, und wie lange dauern sie?

      Interessant was Sie sagen über die Kosten der KKW. Offenbar haben Sie ganz andere Quellen als ich. Woher haben Sie die Information?

      Übrigens, wenn Kohleraftwerke ihre Umweltschäden bezahlen müssten, würde man sie nicht mehr betreiben. Aber offenbar sind die Umsiedlungen in den Braunkohle-Abbaugebieten immer noch zu billig und unsere Atemluft als ewiger Abfallhaufen ist umsonst….

  • Otto sagt:

    Die ‚Energiewende‘ ist noch nicht die wirkliche Energiewende. Es geht primär um elektrischen Strom. Weltweit wird jedoch 3/4 der Energie aus fosslien Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Kohle) gewonnen, deren Reserven beschränkt sind. Das weiss jedes Kind. Die gesellschaftliche Herausforderung ist daher: Wie lassen sich in den nächsten ca. 50 Jahren fossile Energieträger ersetzen? Zudem darf das keine politische links-rechts-Diskussion sein, sondern eine wissenschaftlich-technische. Die Antwort liegt auf der Hand: Die Sonne liefert das 5- bis 10’000-fache der Energie, die die Menschheit benötigt.

  • Christoph Bremser sagt:

    Ja, ja, Solarstrom funktioniert nicht, darum ist dieser Strom günstiger als Atomstrom zu haben und in Deutschland gingen die Lichter nicht aus, obwohl ein AKW nach dem anderen stillgelegt wird. Die paar Kohlekraftwerke im Gegenzug sind ein Kniefall vor den grossen Stromanbietern, damit die nicht noch mehr Tränen vergiessen, ob der vielen Euro, die sie jetzt nicht mehr grundlos bei den Kunden scheffeln können. Liebe Solarstromkritiker und Besserwisser, es ist Zeit zum Aufwachen. Behalten wir unser Geld für Rohstoffe (32Mia. CHF/a) lieber in der Schweiz.

    • Marcel Elsener sagt:

      Der Solarstrom ist nicht günstiger als konventionell produzierter Strom. In Deutschland erhalten die Solarstrom-Produzenten die höchsten Subventionen dank vorrangiger Einspeisung und staatlich festgelegten Abnahmepreisen. Steht alles im EEG drin.

      In Deutschland ist die Versorgungssicherheit drastisch gesunken. Die Lichter sind bisher noch nicht ausgegangen, aber das ist nur eine Frage der Zeit, wenn die sogenannten ‚Erneuerbaren Energien‘ noch weiter ausgebaut werden. Industriebetriebe bemerken die bedenklichen Frequenzschwankungen übrigens schon heute und müssen die Schäden selbst tragen.

    • Peter Vogler sagt:

      Heute um 16:38 ist bei der geografischen Breite und Länge bei der ich wohne um 16.38 Sonnenuntergang.Da man auch gegen Pumpspeicherkraftwerke ist,weil diese angeblich nur erfunden worden sein um fette Gewinne zu machen wird davon kaum etwas gespeichert.Gibt es in der Schweiz eine Fotovoltaikanlage welche zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang (Morgen Dienstag um 23.Dezember 08:12) nennenswert Strom produzieren?Und diese Nachtleben-Leute kommen wohl ganz ohne Strom aus.

      • Matthias Studer sagt:

        Bei überproduzierten Solarstrom am Tag (was wir ja im Moment haben), kann das Kraftwerk heute schon günstig die Speicher am Tag füllen, um in der Nacht Strom zu produzieren, wenn es dann auch nötig wäre. In Zukunft wird es nicht eine Rolle spielen, um welche Uhrzeit. Die Energiewende funktioniert umgekehrt. Heute laden wir die Speicher (Wasser, Elektro) zum günstigen Nachttarif. In Zukunft dann, wann wir eine genügend hohe Produktion haben. Auch am Tag. Tag und Nachtstrom wird verschwinden. Unsere Waschmaschine wird waschen, wenn es der Markt hergibt. Nicht wann der Strom günstig ist.

    • Roland sagt:

      „…in Deutschland gingen die Lichter nicht aus, obwohl ein AKW nach dem anderen stillgelegt wird.“
      Na klar, der Strom kommt ja aus der Steckdose, nicht wahr Herr Bremser. In Deutschland sind die Lichter nur noch nicht ausgegangen, weil die nach wie vor in Phasen von Schatten, Dunkelheit und Windstille ihren Strom importieren können. Fact ist, dass jedes Watt von installierter, nicht kontinuierlicher, Stromproduktion als Backup 1 Watt von kontinuierlicher Stromproduktion benötigt. Da gibt es kein Entrinnen, ausser man löscht die Lichter und legt die Industrie lahm. Da hilft kein noch so ideologisches Diskutieren über die nicht voll gerechneten Kosten der KKWs. Um die Bandenergie kommen wir nicht herum.

      • Hoffmann sagt:

        Nein, D hat zu 17 AKW Zeiten nur 10 Mrd kwh exportiert, persaldo. Heute mit 9 AKW sind es 30 Mrd kwh.
        Strom wird zu jeder Zeit exportiert und bisher machten die Konzerne Gewinne damit weil im Ausland die Preise deutlich höher sind. Nun haben einige Konzerne schon die Abschaltung von vielen Kohlekraftwerken angekündigt, die dt Netzagentur prüft gerade. Die EE haben nun schon über 25% Anteil ggü früher wo es nur 4% waren.

      • Hannes Müller sagt:

        Richtig, wir können wählen zwischen konventioneller Produktion oder alternativ + konventionell. Wobei das noch nicht mal die ganze Wahrheit ist, denn die Transportleitungen und Managementmassnahmen müssen zusätzlich finanziert werden. Das kann sich zwar niemand leisten, aber es geht noch ein Weilchen, bis das auch die Alternativen merken.

  • Schon jetzt besteht die Möglichkeit für jeden Haus-, Wohnungs- und Fabrikbesitzer, die Gläser seiner Fenster, Türen, Fassaden und Sonstigem gegen Solarglas auszutauschen. Dieses hat in der Zwischenschicht eine aufgedampfte Photovoltaik – Dünnschicht und je einen Eingangs- und Ausgangsanschluss mit einem Kabel. Dieses führt zu Netzanschluss der zählt, wie viel mehr Strom in das Netz geleitet als bezogen wird. Jedermann der so investiert, kann jeden Monat den mehr eingeleiteten als bezogenen Strom dem El-Werk verrechnen, was eine Amortisation der Investitionen innert 3 – 5 Jahren erlaubt.

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Wenn man heute behauptet, Wind- und Sonnenenergie sei heute billiger als Energie aus bisherigen Quellen, so rechnet man sicher falsch. Bei einer Fotovoltaikanlage müssen bei seriöser Rechnung allein schon Rückstellungen von 10 Rappen pro kWh gemacht werden für Wartung. Der Wechselrichter muss mal ersetzt werden, was kaum jemand einrechnet. Wenn man seriös rechnen will muss man im Vergleich zu Atomstrom bei Solar und Wind die Kosten für die Energiespeicherung und die Ersatzkraftwerke einrechnen. Es gäbe noch mehr Kosten, welche bei Wind und Sonne nie eingerechnet werden.

    • Otto sagt:

      Sehr geehrter Herr Schweizer; vermutlich haben Sie im Moment recht. Ich denke auch, dass Solarstrom heute teurer ist als konventioneller Strom. Trotzdem muss man etwas langfristig denken; die Solartechnik muss weiter entwickelt werden. Denn: Wie bereits dargelegt, werden die Reserven der fossilen Energieträger früher oder später zu Ende gehen.

      • Hans Burri sagt:

        Die Kohlereserven der Welt reichen noch für mindestens 1´000 Jahre. Und diese Kohle wird auch einnmal verbrannt werden. China plant ca. 100 KKWs, nimmt aber auch noch jede Woche ein grosses Kohlekraftwerk in Betrieb. Warum demonstriert eigentlich niemand gegen K und K vor der chinesischen Botschaft in Bern ?? Die CO2-Emissionen werden daher extrem ansteigen, auch wenn es noch viele Klimagipfel (ohne die geringsten Resultate) geben wird. Wie sich steigende Emissionen auswirken werden wird man ja noch sehen.

        • Hoffmann sagt:

          Nein, China hat ab 2017 den Neubau von Kohlekraftwerken verboten. Im Zubau von PV u Windkraft sind sie weltweit führend. Atomstromanteil liegt aktuell bei 2%, werden die geplanten 50 AKW gebaut sind dort 5% erreicht. Ist aber fraglich angesichts der hohen Kosten und EE werden immer günstiger.

    • Peter Frick sagt:

      Und welche Kosten rechnen die AKW ein für Versicherung, Rückbau, Endlagerung?

    • Es kommt darauf an, ob man den Strommarktpreis oder den Endkundenpreis zum Vergleich heranzieht. Wenn der Solarstrom der eigenen Anlage 20 Rappen kostet statt der 27 Rappen vom E-Werk, dann spart der Häuslebesitzer auch wenn die kWh auf dem freien Markt gleichzeitig nur 6 Rappen kostet. (Preise grob geschätzt, ohne Garantie)

  • Maria Baumann sagt:

    Rechnet man die echten Kosten der EE für Speicherkapazität (die es noch nicht gibt), für zusätzliche Überlandleitungen aus dem Norden für Wind (die es noch nicht gibt), addiert man schliesslich die hohen Subventionen für Windstrom, etc. und addiert schliesslich noch die immer weiter steigenden Kosten für den herkömmlichen, weiter nötigen konventionellen und stabilen Kohle-, Wasser- und Gasstrom (den man immer mehr benötigt, je mehr unstabiler EE-Strom ins Netz kommt), so wird der Erneuerbarenstrom ganz unglaublich teuer für unsere Konsumenten und unsere produzierende Industrie. Unbezahlbar!

    • Marcel Elsener sagt:

      Der ehemalige Bundesminister Altmaier hat in Deutschland die zusätzlichen Kosten für die Energiewende auf etwa 1 Billion Euro geschätzt. Das sind somit amtliche Zahlen. Mit dem Zubau von noch mehr hoch subventionierten Photovoltaik- und Windstromanlagen wird sich dieser Betrag eher erhöhen als vermindern.

      Gerade das Beispiel Deutschland zeigt, welcher Fehlschlag die Energiewende war. Das Hauptziel (Verminderung des CO2-Ausstosses) wurde nicht erreicht. Im Gegenteil! Dafür wurde der Strom noch teurer und die Versorgungssicherheit gleichzeitig beeinträchtigt. Ein toller Erfolg…

      • Hoffmann sagt:

        Altmaier ist weg weil er unfähig war! Seine Billionenlüge war nachweislich falsch. Der grösste Teil dieser Billion beinhaltete Gebäudedämmung das mit Ökostrom nichts zu tun hat. Eine Billion klingt aber besser dachte er sicher, ausserdem vergass er dass bis 2050 die Kosten für fossile sich vervielfachen.

    • Matthias Studer sagt:

      Aha, aber Atomstrom ist kostendeckend? Schon mal überlegt was die Endlagerung kostet? Alles miteinander zusammengerechnet, könnte man viele Leitungen von Nord nach Süd ziehen. Übrigens hat im letzten Jahr ABB es geschafft, einen neuen Trenner zu bauen, ohne diesen immensen Verlust wie bei den bisherigen. Bald ist es möglich. Wichtig ist jetzt, dass man in neue Technologien investiert und nicht stehenbleibt. Aber genau das die Atomlobby.

    • Andreas Bertsch sagt:

      Frau Baumann. Unglaublich unbezahlbar ist nur die Verantwortungslosigkeit, unsere alten AKW’s weiter laufen zu lassen.

  • Robi Meili sagt:

    Ein Drittel des Stromverbrauchs lässt sich nach Meinung des WWF-Experten einsparen. Eine reine Behauptung. Haushalte, Verkehr und Industrie/Gewerbe verbrauchen heute je ein Drittel des Stroms. Die Energiewende hält uns dazu an, fossile Energien durch Strom zu ersetzen. Wärmepumpen statt Öl/Gas, Elektroautos statt Benzin/Diesel. Das führt also zu erhöhtem Stromverbrauch, der niemals durch inländischen Solar- und Windstrom abgedeckt werden kann. Einzelne Kantone sind heute zu 60% von AKW-Strom abhängig, das kann nur durch Stromimport kompensiert werden.

    • Hans Burri sagt:

      Es geht um das massivste „brainwashing“ und die grösste Manipulation bzw. Negierung von physikalischen Fakten denen Deutschland je ausgesetzt war. Der Unfall von Fukushima, dessen Ursachen bei uns nie wirklich thematisiert worden sind hat genügt, dass wir vom deutschen Virus ebenfalls voll angesteckt worden sind. Atomausstieg ist nicht gleichzusetzen mit erfolgsversprechender Energiewende. BR Leuthard könnte die verheerenden Folgen ihres Grundsatzentscheides von 2011 bei uns noch beschleunigen falls sie sich auf politische Abschalttermine für die KKWs einliesse. Dies wird nicht geschehen.

    • Hoffmann sagt:

      Der Mehrverbrauch von Elektroautos ist unbedeutend wie Sie selbst ausrechnen könnten. Ein Elektro-VW-Up verbraucht gerade mal 12 kwh, ein Tesla 18 kwh. Jeweils natürlich ab Steckdose.

      • Maria Baumann sagt:

        Hoffmann: bei 2 Mio Elektro-FZ und 20’000 km jährliche Fahrleistung: 20kwh/100km (bergige, kalte Schweiz) x 200= 4 Mio Wh /20’000km. 4 Mio Wh x 2 Mio E-Autos = 8 TWh/Jahr. Das KKW Gösgen produziert etwa 8TWh/ Jahr. Ihre Aussage ist also falsch. Man bräuchte ein zusätzliches AKW der 1’1GW-Klasse, um nur 50% der heutigen Autos durch E-FZ zu ersetzen.

  • Hans Meier sagt:

    Der WWF soll doch einmal seinen Willen zeigen: die Energiewende in einer Region subventionsfrei, autark realisieren, um eine zuverlässige, versorgungssichere, wirtschaftliche alternative Stromversorunge zu demonstrieren. Verantwortunglose Gesundbeter, welche auf Kosten anderer Leute ihre edlen Ziele erreichen wollen, überzeugen mich nicht.

  • Beat Locher sagt:

    Ich hatte kürzlich den Film Die Reise zum sichersten Ort der Erde von Edgar Hagen gesehen und war schockiert zu vernehmen dass bis heute kein einzig funktionierendes Endlager auf der Welt gibt. Und diese Hypothek wollen wir unseren Enkel und Enkelinnen zumuten? Nein, dies ist unverantwortlich! Wir sind alle aufgerufen, die erneuerbare Energie zu fördern wie auch alle Energiesparmöglichkeiten auszuschöpfen. Warum könnten die Elektrizitätswerke nicht einmal eine Rangliste erstellen wer genau wieviel Strom in diesem Land verbraucht. Als Anreiz könnten „WenIgverbraucher“ einmal ausgezeichnet und öffentlich gewürdigt werden. In diesem Sinne viel Mut für unkonventionelle Lösungsansätze im Neuen Jahr 2014. Alles Gute!

  • Hans Burri sagt:

    Hier einige hochinteressante Zahlen aus Deutschland, welche nur in Fachkreisen bekannt sind. Es handelt sich um ungewohnte und nicht angreifbare Werte. Sie zeigen, dass man in Deutschland mit der Energiewende auf dem total falschen Weg ist. Absolut nicht zur Nachahmung empfohlen !! Daher hat vermutlich Merkel alle Probleme an Gabriel abgegeben, weil sie schon jetzt einen Sündenbock für das grandiose scheitern braucht.

    2009: nicht planbare Stromproduktion (NEE) 70 %

    bei 18 % NEE (heute): für 80 GW Spitzenlast werden benötigt 75 GW NEE, 100 GW gesicherte Last (fossile KWs)

    • Hoffmann sagt:

      Das ist purer Unsinn. Das Problem ist nun mal dass neue Kohle- u Atomkraftwerke unrentabel sind und nur mit Subventionen machbar wären.
      D wird nächstes Jahr viele fossile Kraftwerke stilllegen weil sie sowieso nicht mehr gebraucht werden – dank Ökostrom!

      • Hansjürg sagt:

        Wem soll ich nun mehr glauben, Ihnen, einem Hrn. A. Bühler oder gar einem NR?
        Am besten keinem.

      • Maria Baumann sagt:

        Hoffman wieso meinen Sie das wäre Unsinn? Auch ich habe diese Zahlen aus informierten Kreisen so vernommen. Es sit eine unmögliche Situation, die durch die EE entstanden ist. D produziert mehr CO2 als je zuvor mit seiner Politik. Das ist nun die wahre „Energiewende“. Sie ist definitiv bereits gescheitert.

  • Hans Burri sagt:

    2009: nicht planbare Stromproduktion (NEE) 70 %

    bei 18 % NEE (heute): für 80 GW Spitzenlast werden benötigt 75 GW NEE plus 100 GW gesicherte Leistung (fossile KWs)

    bei 36 % NEE (2030 ?) für 80 GW Spitzenlast werden benötigt 135 GW NEE plus 100 GW gesicherte Leistung (fossile KWs) plus 100 GW Leistung von Batterien und Speichern

  • Hans Meier sagt:

    Unzählige Propheten sagten der Solarindustrie eine rosige Zukunft und viele Arbeitsplätze voraus. Wo sind diese falschen Prognostiker heute? Was meinen die 140 Entlassenen von Meyer-Burger zusammen mit den Angestellten der Pleite gegangenen Solarfimen in Deutschland dazu? Auch Frau BR Leuthart und Prof. Stocker argumentierten mit Arbeitsplätzen. Verlasse sich in Zukunft auf diese Leute, wer will.

    • Hoffmann sagt:

      Die Prognosen konnten nicht die Unfähigkeit Altmaiers einrechnen. Aber dennoch, meist produzieren die Fabriken weiter, nur eben mit anderen Besitzern. Z. B. QCells hat heute mehr Arbeitsplätze als früher, trotz pleite.
      Insgesamt sank die Zahl der Jobs bei PV von 130000 auf 80000. Die meisten werden nun mal bei Handwerkern geschaffen die alles installieren. Die Installation hat sich ca halbiert, auf ca 3500 MW PV.
      Die Windindustrie hat weiter auf 110000 Jobs zugelegt.

  • T. Fellmann sagt:

    Die Energiewende fliegt uns sicher um die Ohren. Das reiche industrielle Deutschland schaffts nicht und wir wollen es plötzlich besser können. Wenn die Industriekonzerne ins Ausland müssen, damit sie an günstigen Strom kommen, soll hier aber niemand wegen verloren gegangener Arbeitsplätze jammern. Den Fünfer unds Weggli gibts in bei diesem Thema leider nicht. Zu wenig Strom aus Erneuerbaren und die Kosten explodieren oder wir importieren wieder. Kann ein Industrieriese wie ABB nur mit Solarenergie und Windkraft günstig und sicher produzieren? Wohl eher nicht aber wir probierens trotzdem.

    • Hoffmann sagt:

      ABB merkt nicht ob der Strom aus AKWs oder Windkraft kommt. Sobald Strom im Netz ist ist er bekanntlich nicht zu unterscheiden. D liegt bei über 25% Anteil, es geht weiter voran. Dazu noch immer billiger!

  • Al Frischknecht sagt:

    Die Energiewende ist sofort machbar.
    Man muss lediglich ein paar Gesetze ändern, physikalische Gesetze (Energieerhaltung, Hauptsätze der Thermodynamik, etc.).

    Da das Parlament diese Energiewende beschlossen hat und gleichzeitig unsere legislative Gewalt darstellt und somit für Gesetze zuständig ist, wäre das doch ein Kleines 😉

    Falls einige Naturwissenschafter dann doch gegen eine Änderung physikalischer Gesetze sein sollten, könnten sie immer noch das Referendum ergreifen….

  • Didier Clerc sagt:

    Zu den Fakten der Strompreise: 1 kWh in D (mit Energiewende): 26 Cent; in F (mit 80% Atomstrom): 14 Cent.
    Und in D können, gemäss „Spiegel“, hunderttausende ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen.

    • Thomas Jobs sagt:

      Nun Herr Clerc, das könnten die Franzosen schon seit 30 Jahren nicht mehr, wenn sie für den Atomstrom das berappen müssten, was er unsubventioniert über die Lebensdauer eines AKWs (inklusive Rückbau und Endlagerung) wirklich kosten würde…!

    • Hoffmann sagt:

      Die Fakten sehen anders aus. Strompreise werden in F staatlich festgelegt, in D nicht.
      Zudem sind sie bei 16 Ct plus angekündigter Erhöhungen. Aber schon bei Rückstellungen für AKW versagt F, nur 1-2 Mrd bisher bei 50 AKW. D hat 35 Mrd bei 17 AKW. Wer das nur bezahlen wird?

  • Jürg sagt:

    Nun der Autor macht da einige falsche Behauptungen. Atomstrom ist ja eben gerade kein Dreckstrom, deshalb lieber Atomstrom statt Gas oder gar Kohle Kraftwerke. Auch stimmt es nicht, dass wir in der CH keine Uranvorkommen haben, ein solches besteht durchaus in wirtschaftlicher Grösse im Wallis. Da macht er genauso Ideologie-Vorwürfe. Aber klar ist auch, dass die Erneuerbaren kommen werden, das kann auch ein wichtiger neuer Wirtschaftszweig werden.

  • Thomas Jobs sagt:

    Zitat ecoquent:

    Atomstrom ist billig, wenn:
    – AKW ununterbrochen 60 Jahre lang durchlaufen, auch wenn gerade kein Strom gebraucht wird
    – AKW auf 60 Jahre gerechnet wird
    – wenn das AKW aus welchem Grund auch immer früher abschalten muss, ist die Rechnung dahin.
    – die Abbaukosten mit nur €1 Mrd. beziffert sind (Kosten Abbau Greifswald bis 2005: €2,5 Mrd.!)
    – die Finanzierung zu Dumpingpreisen passiert
    – kein Unfall passiert
    – Kosten für die Endlagerung < €6 Mrd. sind
    Fazit: Ohne gewaltige Finanzspritze der öffentlichen Hand und demnach der Gesellschaft ist die Atomkraft tot.

    NOCH FRAGEN???

  • Jörg Schwitzgebel sagt:

    Solateur in Niedersachsen. Auch wenn in Deutschland ( und einigen anderen EU Ländern auch ) ungeplant viel Geld für EE ausgegeben wurde und werden wird sind die Preise jetzt so niedrig das PV in südlichen Ländern einen unsubventionierten Anteil zur Tagespitzenabdeckung kann. M.E. könnte die alpenländische Energiewirtschaft bei entsprechendem politischen Willen eine zentrale europäische Rolle spielen um über große Pumpspeicherkraftwerkskapazitäten die Netzstabilität zu gewährleisten. Wer würde daran verdienen, wer würde dies wollen?

  • Peter sagt:

    Windenergie und Sonnenenergie fallen flatterhaft an,
    die notwendigen Netzausbauten zur Verteilung dieser Flatterenergie sind absolut unwirtschaftlich

    Wir benötigen für eine sichere Stromversorgung Bandenergie,
    welche möglichst nahe den Verbrauchern über Wasserkraftwerke und KKW erzeugt wird

  • Stefan Balz sagt:

    In der Propaganda-Postile der BKW (lag in der Sonntagspresse) behauptet die Besitzerin des AKW Mühleberg, der Rückbau koste rund 800 Mio. 1. ist das viel zu tief wie der aktuelle Rückbau eines AKW in D jetzt zeigt. 2. hat die BKW dieses Geld nicht. 3. sagt die BKW nichts über die Kosten der Endlager über tausende von Jahren. Schlage also vor, dass alle Freunde der Atomenergie je ein gelbes Fass in ihrem eigenen Garten vergraben.

  • Lars Peters sagt:

    Energiewende – diese findet entweder in den Menschen drin statt, oder gar nicht.
    Ein Hinwenden auf Erneuerbares/Unvergängliches hat dann eben wenig mit Materiellem zu tun. Reichtum, Besitz und Vermögen spielen dann eine sehr kleine Rolle. Wenn diese Wende geschieht, wird sich das bald im Aussen (Umwelt) zeigen, und wir werden weniger Raubbau betreiben und mehr auf die Prinzipien des Daseins setzen.
    Das klingt natürlich nach schöngeistigem Geschwafel, und nicht nach praktikablen Lösungen. Wahr ist es trotzdem, und die Politik wird versagen, bis das von den Menschen erkannt und gelebt wird.

    • Maria Baumann sagt:

      Klar ist das schöngeistiges Geschwafel. Bislang gibt es noch kein vernünftiges Konzept europäische Länder bei sonnen- und windfreien Tagen mit EE-Strom zu versorgen. Gerade die Tage jetzt vor Weihnachten zeigten, dass D zu solchen Wetterlagen weiterhin zu 95% auf konventionellen Kohle- und AKW-Strom angewiesen bleibt. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.

  • Andreas Bertsch sagt:

    Geschätzte Kommentatoren. Leider wird viel falsches geschrieben über die Kosten einer Solaranlage. Ich habe dieses Jahr eine Anlage gebaut, die das 2,5 fache eines durchschnittlichen Haushaltes in der Schweiz produziert. Inklusive allen Kosten wie Wechselrichter nach 15 Jahren auswechseln, minderleistung von Modulen (abnehmend über die Jahre), Reinigung etc. etc. kostet mich eine kWh 18,00 Rp. (ohne Subventionen!) Im Hochtarif kostet das beim EW (Atommix) 22,58 Rp., im Niedertarif 12,60 Rp. Von wegen teuren Solarstrom. Wetten: in ein paar Jahren machen das alle EFH Besitzer freiwillig!

    • Roland sagt:

      Das finde ich super Herr Bertsch. Sie produzieren mit Ihrer Anlage mehr als Sie fuer Ihren eigenen Haushalt an Energie benoetigen. Dann haben Sie sicher nichts dagegen, wenn Ihre Stromzufuhr von Aussen gekappt wird. Sie sind ja autonom und in ein paar Jahren machen Ihnen das alle EFH Besitzer nach. Sie brauchen doch keine zuverlaessige Bandenergie, gewonnen aus KKW, Kohle, Gas oder Wasser, wenn die Sonne nicht scheint, was in der Schweiz meistens der Fall ist.

    • Hannes Müller sagt:

      Die rechnung würde ich gerne im Detail sehen. Haben Sie das auf einer Homepage zusammengestellt? Heisst „ohne Subventionen“ auch ohne Vergütung der von Ihnen eingespeisten Leistung?

    • Hannes Müller sagt:

      Beim EW sind noch die Leitungen eingepreist, sowie die Liefergarantie. Haben Sie letztere auch bei Ihren Solarpanels?

  • Hermann sagt:

    Es gibt noch einen weiteren Grund, eine Solaranlage auf das Dach zu montieren: Heute habe ich das Geld dafuer, das mir wahrscheinlich in einigen Jahren, wenn ich nicht mehr arbeite, fehlen wird. Eine winzige Stromrechnung wird dann sicher geschaetzt.

  • Jürg Reiser sagt:

    Die technische Entwicklung wird die fossilen Energieträger überflüssing machen und das innerhalb von rund 10 bis 15 Jahren. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle 2 Jahre. In 20 Jahren wissen wir 1000 Mal mehr als heute. Das wird wohl reichen.

    Nur ein Beispiel. Das neue Graphine wird einen Entwicklungsschub geben mit einer Vielzahl von Produkten zur Energiewenge, z.B Supercapacitors.

    • Maria Baumann sagt:

      Herr Reiser: Technisch gewünschte Entwicklungen ergeben sich nicht einfach aufgrund der schieren Zeitdauer. Solcherart Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiegläubigkeit standen ja genau die Grünen über Jahrzehnte topkritisch gegenüber. So glauben die gleichen Leute kaum an derartige Entwicklungschancen bei der Atomenergie, obwohl wir z.B. bei der Entwicklung von Brutreaktoren weltweit schon viel weiter sind als z.B. bei Supercapacitors. Weiter: Alle seriösen Institutionen sehen nicht, dass Fossile in den nächsten 50 Jahre „überflüssig“ werden.

  • Beat sagt:

    Tragisch, wie viel Unnützes zur Abwehr von etwas geschrieben wird, das sich unaufhaltsam und inzwischen weitgehend ohne Subvention durchsetzt: Die dezentrale Energie – Ernte mit PV. Folgende Ideen zur Verbesserung der Gleichmässigkeit und der Reduktion der Netzbelastung:
    – Geregelte Warmwasser – Erzeugung tagsüber (in der Nacht haben wir ja dann weniger unnützen Bandstrom) je nach Einstrahlung, etwas grössere Boiler.
    – Abschaffung der Boilerschaltung durch die EW, letztlich Abschaffung des Niedertarifs in der Nacht.
    – Bau von PV-Anlagen in NICHT – optimalen Lagen: Morgen- / Abendsonne

  • Beat sagt:

    Die Frage des Autoren kann also beantwortet werden: Wir schmollen noch. Ich erwarte aber dass sich das legen wird, je mehr die dezentrale Energiegewinnung sich durchsetzt. Wir können nicht erwarten dass alle jetzt schon wollen. Es genügt im Moment wenn diejenigen die wollen, nicht an ihrem Projekt gehindert werden. Damit und mit der laufenden Kostensenkung von Material und Installation wird die Kapazität von Mühleberg in der Schweiz bis 2019 kompensiert. Nach dessen Abschaltung, wenn klar wird dass sich die Versorgung nicht verschlechtert hat, gehts in dem Tempo weiter. Dann Beznau abschalten.

  • Robert sagt:

    Wenn Politik von Wirtschafts Investoren gesteuert wird, wird das nie was. Das gilt natürlich auch für alle anderen Probleme die der Bürger hat. Die meisten sprechen von Kosten und Erträgen, ich denke da mehr an Kreisläufe und Nachhaltigkeit. Müssen wir mit dem Gedanken sterben das alle anderen dies bezahlen. Wie mann weiss ist der Mensch die grösste Fehlerquelle. Wer für Atomkraftwerke ist, der sollte auch gleich nebenan wohnen und wenn ihr mich fragt gehört der Atommüll unter das Bundeshaus, da den Kantonen das Wetorecht nicht gewährleistet wird.
    Müll Will niemand, Politisch/Wirtschaftlich entstandenen erst recht nicht!

  • H.P.Hagnauer sagt:

    Kann mir jemand hier sagen, wenn jetzt angenommen die CH weiter noch Jahre auf Atomstrom setzt, dann noch Strom ins Ausland exportiert werden kann, wenn die alle auf Erneuerbare umstellen und angeblich die Strompreise dort fallen?
    Man tauscht ja immer grenzüberschreitend gegenseitig Strom aus.

  • Anton Keller sagt:

    Es ist schon interessant zu hören, dass die Energiewende so rentabel sei. Dann müssten doch die Konsumenten weniger für den Strom bezahlen. Dabei steigen die Strompreise und indirekten Steuern in D, A und CH. Weshalb zahlte man unter den kantonalen Strombaronen weniger als heute? Mir konnte zudem niemand beantworten, weshalb man ein Angebot ausweiten soll, wenn es schon zu Dumpingpreisen bzw. Negativpreisen aus dem Ausland erhältlich ist.

  • „Schon heute fahren Hausbesitzer vielerorts mit Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als mit Strom vom Netz“, heisst es im Text. Wenn man die Beschaffungskosten berücksichtigt, dann stimmt das sicher nicht.

  • „Mehr als ein Drittel des in der Schweiz verbrauchten Stroms liesse sich einsparen, ohne Komfort und Leistung einzubüssen“, stellt sich der Autor vor. Das ist wahrscheinlich weit übertrieben.

  • U.Minder sagt:

    In den nächsten 30 Jahren könnten Energieerzeuger wie der Dual-Fluid Reaktor preiswert und klimaneutral Energie liefern bis es einen Fusionsreaktor gibt. Wir werden in der Zukunft eindeutig mehr Strom brauchen ,egal was die „Experten“ uns erzählen. Windräder und Sonnenkollektoren dienen vor allem dazu, eine Subventionswirtschaft aufrecht zu erhalten die uns überteuerte Energie aufzwingen will. Unseren Strom werden wir bald im Winter im Ausland kaufen müssen. Die sogenannte Energiewende macht uns eben doch von anderen abhängiger.

  • Wann beginnen wir mit der Energiewende ? Schon jetzt kann jeder Wohnungs-, Haus- oder Fabrikbesitzer seine Tür-, Fenster- und andere Gläser gegen Fotovoltaik-Gläser auswechseln, die einen In- und Output haben und verkabelt sind. Das Kabel führt zu einem Zählwerk, das die Menge des verbrauchten und des eingespiesenen Stroms berechnet und dem EW Rechnung über die mehr eingeleitete als bezogene Strommenge stellt. Dadurch werden die Investitionen in 3 – 5 Jahren amortisiert. Jeder Architekt kennt das. Wamm tun wir das ? Es beschert dem Kleingewerbe gute Aufträge

  • Sigmar sagt:

    Beim Gedankengang des Stromimports zum Beispiel aus Deutschland müsste in Bedacht gezogen werden, dass dort 22 Millionen Tonnen CO2 bei der fossilen Energieproduktion eingespart werden müssen bis 2020. So steht es im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020, denn sonnst wird es eng mit dem Erreichen der Klimaziele…. Dort werden dann wohl einige Kraftwerke abgeschaltet, um die Treibhausgase zu reduzieren.
    http://1-stromvergleich.de/deutschland-klimaziel-2020/

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