1:12-Initiative: Ausser Spesen nichts gewesen

Die CVP kämpft seit Wochen gegen die 1:12-Initiative. Und das mit gutem Grund. Die Volksinitiative der Juso gefährdet das Erfolgsmodell Schweiz und würde zu hohen Steuerausfällen führen sowie ein Loch in die AHV-Kasse reissen. Mittelfristig würde auch der Wirtschaftsstandort Schweiz Schaden nehmen und damit die Arbeitslosigkeit steigen. Daran kann die Schweiz kein Interesse haben.

Die Schweiz erfreut sich eines hohen Wohlstands. Die Wettbewerbsfähigkeit ist hoch, die Arbeitslosigkeit tief und der Wirtschaftsstandort hochattraktiv. Selbstverständlich gibt es verschiedene Gründe für diesen Erfolg, doch einen Faktor hört man immer wieder: den flexiblen Arbeitsmarkt. Und genau damit wollen die Jungsozialisten nun Schluss machen. Die Festsetzung der Löhne soll nicht mehr den Unternehmen und deren Mitarbeitenden überlassen werden, sondern vom Staat diktiert werden. Damit geht die Reise ab in Richtung EU, wo die Arbeitsmärkte weit stärker reguliert sind als in der Schweiz. Resultat: höhere Arbeitslosigkeit, höhere Verschuldung und weniger Wohlstand.

Eines der grössten Missverständnisse der Befürworter ist die Behauptung, dass es bei der Abstimmung lediglich um eine Handvoll Topmanager geht. Das Gegenteil ist der Fall: Eine Annahme der 1:12-Initiative wäre schmerzhaft für jeden und jede in der Schweiz.

Personen mit grossem Einkommen bezahlen heute hohe AHV-Beiträge ohne davon im gleichen Masse zu profitieren.

Plakate der Gegner von 1:12. (Keystone/Steffen Schmidt)

Eine Annahme von 1:12 wird zu grossen Steuerausfällen führen: Plakate der Gegner von 1:12. (Keystone/Steffen Schmidt)

Unmittelbar einleuchtend ist, dass von einer Lohnbeschränkung der Staatshaushalt und die AHV-Kasse betroffen wären. Die Schweiz ist auf die hohen Einkommen angewiesen. Zehn Prozent der Angestellten zahlen heute 75 Prozent der direkten Bundessteuern. Werden die Löhne gedeckelt, leiden wir alle unter dem Steuerausfall. In die Lücke springen müsste einmal mehr der Mittelstand, der sonst schon viele Lasten zu tragen hat.

Damit nicht genug: Auch die AHV-Kasse würde durch die Initiative in Mitleidenschaft gezogen. Personen mit grossem Einkommen bezahlen heute hohe AHV-Beiträge ohne davon im gleichen Masse zu profitieren. Hier zeigt sich derselbe Mechanismus wie bei den Bundessteuern: Fallen die hohen Löhne weg, bezahlt die Allgemeinheit.

Weil die Wirtschaft etwas Dynamisches ist, wird es aber nicht bei den Steuerausfällen und dem Loch in der AHV bleiben. Mittelfristig wird durch die 1:12-Initiative auch der Wirtschaftsstandort Schweiz Schaden nehmen und damit die Arbeitslosigkeit zunehmen. Heute ist die Schweiz Hauptsitz zahlreicher grosser multinationaler Unternehmen. Auch wenn ich persönlich mit den hohen Spitzensalären ebenfalls meine Mühe habe, ist es nun mal so, dass in der globalen Wirtschaft diese Löhne bezahlt werden – ob das die Schweiz nun will oder nicht.

Wenn nun die Schweiz Lohngrenzen einführt, besteht die Gefahr, dass diese Unternehmen das Land verlassen, wovon auch zahlreiche Zulieferbetriebe betroffen sein werden. Was passiert mit den überrissenen Löhnen? Sie werden dann ganz einfach nicht mehr in der Schweiz bezahlt, sondern im Ausland. Was bringt uns das? Ausser Steuerausfällen, Lücken in unseren Sozialversicherungen und mehr Arbeitslosigkeit? Nichts. Deshalb sagt die CVP mit Überzeugung Nein zu 1:12.

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127 Kommentare zu «1:12-Initiative: Ausser Spesen nichts gewesen»

  • Paula sagt:

    „Ausser Spesen nichts gewesen“ sagt ausgerechnet jene Partei, die sich regelmässig von jener spesenritter Bank schmieren liess, welche vor dem Untergang durch den Staat gerettet werden musste….(aber Boni wurden natürlich auch in höchster Not ausbezahlt – verdient ist verdient.)

    • Andreas Weber sagt:

      Ich war auch wütend, als man die UBS mit Staatsgeldern retten musste. Aber was mich stört: JEDES MAL wird von euch Kapitalismusgegnern der Fakt verschwiegen, dass der Staat Gewinn gemacht hat mit den aufgekauften toxischen Papieren. Also bitte, die ganze Wahrheit auf den Tisch und nicht immer nur die Fakten, die euch passen. Danke!

      • Thomas Hartl sagt:

        @Andreas Weber: Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch die Tatsache, dass die Geschichte anders hätte ausgehen können. Die Staaten, in den nun der Steuerzahler die Sünden der überbezahlten Banker abstottert, beweisen das. Nur weil wir dieses mal Dussel hatten, ist das noch kein Grund, auch in Zukunft ein System beizubehalten, indem risikolos Millionenboni kassiert werden können, während der Staat mit dem «to big to fail» Argument rückversichert.

        • Marcel Sutter sagt:

          @Hartl, jeder der nur einwenig Ahnung hat um was für Wertschriften es ging weiss dass das Risiko gut kalkulierbar war. Zudem dürfen Sie nicht äpfel mit Birnen vergleichen. Die Schweiz ist eines der einzigen Länder welches die Situation so gelöst hat. Die anderen Länder haben einfach immer wieder Geld in die Banken gepumpt ohne grosse Kontrolle. Also schön fair bleiben es war eine gute Leistung der SNB.

      • Klaus Moser sagt:

        Hätte die NB das Geld das sie in die toxischen Papiere der UBS investiert hat, gleichmässig in alle SMI-Titel investiert, hätte sie in der gleichen Zeit dreimanl mehr Gewinn gemacht. Das gehört auch zur Wahrheit.

      • Jan Beugels sagt:

        Glück gehabt, kann man da nur sagen!!! Das hätte auch ganz Anders ausgehen können.
        Traurig ist einfach, dass diese Bänker einfach weiter machen (können) Angestellten in „normale“ Firmen hätte man einfach auf der Strasse gestellt (Ohne noch BONI zu bezahlen)
        Traurig ist auch, dass wenn ein Familienvater (ohne Eigenverschulden) in eine Notlage gerät, weil z.B.: Seine Frau gestorben ist, er höchstens auf Socialhilfe rechnen kann. (Die BANK wird sein Haus, dass er leider GEKAUFT hatte, gerne in der Zwangsversteigerung erneut GEWINNBRINGEND verkaufen.
        RÜCKSICHTSLOS !!!!!! NUR WENN SIE SELBER ….

      • August Sommerhalder sagt:

        Lieber Herr Weber,
        Fakt ist, dass offenbar alle Schweizer Banken vorerst nur mit den USA-Steuerbehörden ein möglichst glimpfliges Bussgeld anstreben. Die Rechtmässigkeit von Bussgeldern wurde bisher von keiner Bank bestritten. Daraus schliesse ich, dass sich alle diese Saubermänner etwas Unsauberes haben zu Schulden kommen lassen und ihre gerechte Strafe erwarten.

    • Fabian Roth sagt:

      Ja, das ewig gleiche Beispiel der Kapitalismusgegner (das Gegenmodel hat sich ja ungemein bewährt). Was ist den ihre Lösung? Nur noch Staatsbetriebe, dann wird alles besser? Sie wissen aber schon, dass man das exakt gleiche Beispiel auch mit einer Staatsbank machen könnte? Die Staatsbank BEKB (Bernische Kantonalbank) war ebenso pleite und musste vom Staat gerettet werden. Aber das hat man wohl schon wieder vergessen. PS: die Rettung der UBS brachte dem Bund/SNB rund 7 Milliarden Franken Gewinn.

      • Andreas Doradi sagt:

        Was die Lösung wäre? Vielleicht wieder bisschen mehr leistungsgerechtigkeit und weniger Sozialsmus von oben, wie wir ihn heute in den staatlichen (SBB, Post, …) bzw halbstaatlichen Firmen (Banken (Stasstsgarantie), Pharma (Versicherungszwang, Schutzzölle, ..) haben? Als erster Schritt hälfe vielleicht auch einfach mal die Augen zu öffnen und die grassierdenden Angstmacherei der Pofiteure zu hinterfragen. 1:12 ist nicht nur genug, sondern ein Akt des gesunden Menschenverstandes.

      • Pius Schweizer sagt:

        @ Fabian Roth: 7 MIa. nur weil es gut ging… Rettet mich der Staat auch wenn ich in Schieflage bin? Die UBS IST ein Staatsbetrieb..
        Und was hat es mit Anti-Kapitalismus zu tun wenn man gerechte Löhne fordert? Wie kann man 15’000’000 pro Jahr leisten? gar nicht!

        Deshalb JA zu 1:12

    • André Dünner sagt:

      Ziemlich spät und dennoch nicht. Heute erst sieht eine/r die Resultate in der Tagespresse was so alles zusammengewurstelt wurde.

      Bankendeal USA/EU : Schweiz = Wir sind nun transparenter denn je und stehen ohne Unterwäsche in der Landschaft.
      Die Daten müssen nicht mal mehr bestellt werden, die fliessen nun freiwillig. Zum Glück kostet die Stromrechnung für die Onlinelieferung nicht soviel wie ein Bundesjet.
      Boni werden noch immer ausbezahlt.
      Gebühren steigen.
      Hin- und Rückfahrtpreise steigen.
      Unterhalt steigt.
      Wir werden manipuliert.
      Wir machen zwar einen Grind.
      Und halten die Klappe

  • Esther Müller sagt:

    Ja klar, keine Lösung ausser kuschen! Mit diesem Argument hätte man auch die Sklaverei legal sein lassen können!

    • Ernst Hafner sagt:

      Die Lösung wäre erhöhte Spitzensteuersätze für hohe Einkommen einzuführen, das wollen die Feudalherren jedoch auch nicht. Wichtiger als gegen oben zu beschränken, wäre das Abrutschen der tiefen Löhne zu verhindern, dies stört die Herren jedoch auch nicht. Die nehmen gerne Deutschland als Vorbild, die mit Hungerlöhnen die Arbeiter auszupressen, um „Exportweltmeister“ zu werden.

    • Reto Weber sagt:

      Schon merkwürdig, die Sklaverei (eine Entrechtung von Menschen) gleichzusetzen mit Lohnzahlungen, die der Eigentümer (Firmeninhaber, Clubbesitzer, Aktionär) freiwillig bezahlen will, weil er sich vom Manager, Sportler etc. einen Mehrwert erhofft. Eine Lösung haben wir schon: die Minder-Initiative. Offensichtlich will Ihresgleichen nicht einmal die Umsetzung und Auswirkung dieser Initiative abwarten (sie ist nämlich noch nicht umgesetzt und in Kraft) und gleich aus der Hüfte schiessen. NEIN zur schädlichen JUSO-Initiative.

      • Pius Schweizer sagt:

        Wie die Minderinitative ja nun umgesetzt wird, kann man ja heute lesen.. deshalb JA zu 1:12… ein Lohn von 15 Mio. kann keiner rechtfertigen…

    • Esther Müller sagt:

      @ Weber: Früher bekamen die Sklaven auch Essen und eine Huddelecke zum Schlafen um ihre Arbeitsleistung zu erhalten. Heute bekommen wir knapp genug Geld um alle Rechnen zu bezahlen und Fernsehen fürs zudröhnen um unsere Arbeitskraft zu erhalten. Wo ist da der Unterschied?
      @Hafner: Fände ich auch ok, aber dann wirklich heftig und von mir aus noch eine stark progressive Erbschaftsteuer!

  • Heinz Mahler sagt:

    Diese Angstmacher Argumente hören wir immer wieder, Tatsache ist das einige wenige sich in fremde Kassen vergriffen mit dem Argument das Geheimwissen eben entschädigt werden muss. Dieses Geheimwissen kann auch weiterhin eingekauft werden, bin mir aber sicher das 10 Personen ohne Millionen Schweigegelder, mehr für eine Firma erreichen können. Dazu besteht mit der 1:12 Initiative ein direkter Zusammenhang zu T. Minders Abzockerinitiative, das Parlament und Bundesrat weigert sich immer noch den Volkswillen durchzusetzen, der Provisorische Beschluss wurde subversive konstruiert zwecks Umgehung.

    • Fabian Roth sagt:

      Niemand hat sich in fremden Kassen vergriffen, da die hohen Löhne nicht der Manager selber bestimmt, sondern diese Entlöhnung wird ihm angeboten, weil die Arbeitgeber finden, der Manager bringt uns mehr als er kostet. Schweigegelder, Abgangsentschädigungen, Antrittszahlungen und Co. haben in der Diskussion von 1:12 nichts zu suchen, da solche Zahlungen mit der Minder-Initiative verboten wurden. Warum also bringen Sie wieder besseren Wissens falsche Argumente? Ein wenig Neid schüren?

      • Boris sagt:

        Fabian Roth! Es wäre bessser, sie würden ein wenig mehr ihre Augen öffnen. Die Löhne werden von einer Gruppe bestimmt, die sich die Löhne gegenseitig erhöht. Dazu beweist das Beispiel UBS, dass sehr hohe Löhne nichts mit grösserer Leistung zu tun haben. Mindestens dieser Punkt müsste ihnen langsam (eher etwas schneller) unterdessen klar geworden sein. Natürlich haben sie sich in den Kassen vergriffen – und was noch schlimmer ist, sie haben sich in die EIGENEN Kassen vergriffen! Dies sollte strafbar sein.

  • Stefan W sagt:

    Also wenn die Schweiz auf die Leute mit den exorbitanten Löhnen ANGEWIESEN ist, und das auch noch in Fettdruck, Herr Darbellay, dann ist das ein Grund mehr, die Initiative anzunehmen. Eine derartige Abhängigkeit von Menschen, die ihr Leben vorwiegend nach dem Steuersatz ausrichten, und einen Grossteil der Produktivitätsgewinne abschöpfen, ist für die Schweiz fatal! Geld bedeutet nicht nur Wohlstand, sondern nicht zuletzt auch Macht. Wenn die Schweiz wirklich abhängig ist, von den Neo-Adligen, dann heisst das, diese können zunehmend die Politik bestimmen. Wollen wir das wirklich? Ich nicht!

    • Roman Günter sagt:

      Hört doch endlich auf mit diesen bescheuerten Begriffen, wie „Neo-Feudalismus“, „Neo-Adlige“, „Neo-Liberal“, etc. Wer nicht begriffen hat, dass eine selbstversorgende Schweiz mit 8 Millionen Einwohnern ins Märchenland gehört, hat ein ernsthaftes Wahrnehmungsproblem. Ohne internationale Geschäftsbeziehungen und ohne internationale Firmen, mit all den dazugehörenden Begleiterscheinungen, können all diese Sozial-, Verkehrs-, Landschaftsschutz- und sonstige Luxusträume begraben werden. Mir kommt es manchmal so vor, als haben die Maden dem Schinken den Krieg erklärt.

      • Roland K. Moser sagt:

        Lieber Mann.
        Ich bin SVP-Mitglied. In gewissen Fragen werde ich als SVP-Hardliner bezeichnet.

        Den Feudalismus in der Schweiz kann ich Ihnen bestätigen.
        – Die Arbeitslosenversicherung hat ein wenig Besserung gebracht.
        – die volle Freizügigkeit der Pensionskassen auch

        Seit den 50ern haben wir keine Arbeitsmarkt mehr, sondern immer mehr einen Sklavenmarkt. Wegen der Arbeitskräfte-Importiereri. Zuletzt wegen dem PFA. Und natürlich alles zu Gunsten der Wirtschaft und zum Schlechten für die Arbeitnehmer.

      • Hans Müller sagt:

        Ein madiger Schinken ist ein gutes Symbol der heutigen Schweiz, wobei die Maden die Neo-Feudalisten darstellen.

    • O.Besmer sagt:

      Man kann alles übertreiben und genau dies ist signikativ für die Juso und zT. leider auch für die SP. Sie beziehen ihr Gehalt meist vom Steuerzahler ( Institution jeder Art ) oder von der Gewerkschaft. Wieviele arbeiteten mal in der Industrie?

  • E. Kluser sagt:

    Erster Satz: „Die CVP kämpft … “
    Letzter Satz: „Deshalb sagt die CVP …“
    Dazwischen: die üblichen Argumente, nix Neues.

    Geht es hier eigentlich um die Sache, oder geht es um die Partei?

  • Alex Schneider sagt:

    1:12-Initiative: Wo ist die Alternative der Bürgerlichen?

    Fast alle Leute stossen sich an den überrissenen Löhnen der Top-Wirtschaftsleute. Die Bürgerlichen lehnen aber die 1:12-Initiative unisono mit dem Hinweis auf das Aktien- und das Rechnungslegungsrecht als Leitplanken zur Unternehmensführung ab. Über dieses kann aber kein Einfluss auf die Entlöhnung des Spitzenmanagements genommen werden, da die beherrschenden Grossaktionäre an diesem Thema kein Interesse haben, zumal ihre Repräsentanten selbst zu den Abzockern gehören.

    Falls die 1:12-Initiative nicht angenommen werden sollte, ist es Zeit, die Errichtung eines potenten schweizerischen Staatsfonds zu prüfen, der in den Grossunternehmen der Schweiz für gerechte Lohnverhältnisse sorgt. Alex Schneider, Küttigen

    • Reto Weber sagt:

      Die Alternative ist die Minder-Initiative, die noch nicht umgesetzt ist. Und ja, fast alle stossen sich an überrissenen Löhnen. Ich auch. Für mich ist aber ein „überrissener“ Lohn nicht deckungsgleich mit der JUSO-Definition, wo schlicht alles überrissen ist, was bei ca. über 500’000.- liegt (die 500’000 ergeben sich aus einem Tiefstlohn von ca. 3’500, den die Gewerkschaften z.T. ihren Angestellten bezahlen). Für mich ist Streller oder ein Chef von Nesté, der die Verantwortung für 340’000 Arbeitnehmer trägt, noch lange kein Abzocker mit einem überrissenen Lohn, wenn er mehr als 0,5Mio verdient

      • Ben Zibble sagt:

        Noch lange kein Abzocker weil da 340’000 Anestellt sind? Jeder anständige Poliker hat eigentlich mehr Verantwortung und doch haben die Kapitalgesellschaften mehr Gewicht weil mehr Geld. weil mehr Lobbyisten.
        .
        Also 1 Euro = 1 Stime anstatt wie in Demokratien üblich 1 Kopf = 1 Stimme.
        .
        Wie hoch soll es denn werden bis man es als Abzocker deklarieren soll? Soll sich die Gesellschaft überhaupt darüber äussern (wir leben ja alle hier) oder einfach die Klappe halten und die Märkte spielen lassen?
        .
        Soziale Themen soll man den Träumern überlassen. Andere scheffeln die Kohle und werden Reich.

      • Michel Froidevaux sagt:

        Wo genau übernehmen die «Besten der Besten» Verantwortung für die Arbeitnehmer? Bei jährlichem Gewinnrückgang (nicht etwa Verlust!) werden ja nach neoliberalem Theoriebüchlein zuerst einmal Arbeitsplätze abgebaut und die Verantwortung und Kosten dafür wieder an den Staat abgegeben. Die Boni werden trotzdem ausbezahlt. Geht alles in die Hose, tritt man einfach zurück, um nach einigen Monaten in einer anderen Firma in der selben Position wieder aufzutauchen. Macht man grenzwertige Geschäfte mit den USA, muss wieder der Staat eingreifen und verhandeln. Für mich sieht Verantwortung anders aus.

      • Jan Beugels sagt:

        wie meinen Sie das??? „ein Chef von Nesté, der die Verantwortung für 340’000 Arbeitnehmer trägt“??
        Glauben sie wirklich, eben Dieser Chef interessiert sich für die Folgen, wenn er von den 340.000 Arbeitnehmer ein paar Tausend entlässt ??? Glauben Sie das wirklich??? ER würde sagen: „dafür haben wir unsere Sozialwerke“
        Hauptsache sein BONI ist nicht in Gefahr. Und der mit 500.000 Fr. im Jahr nicht zufrieden ist, sollte mir mal vorrechnen wieso er meint so Viel zu VERDIENEN. (ist unmöglich)
        (Beispiel: Jahrerarbeitszeit: 275 Tage /2200 St. x150% (Manager!?) = 3300 St. ==> St. Lohn 151.51)

    • Bruno Holzschuh sagt:

      Ich störe mich nicht an Löhnen, welche Eigner ihren Führungskräften bezahlen. Lohnexzess ist ein reiner Medienbegriff. Wenn eine Firma den Top-Leuten zu hohe Löhne zahlt, vermindert sich ihr Gewinn oder ihre Produkte werden zu teuer. Wenn eine Firma den Management zu tiefe Löhne zahlt, verlieren sie Zugang zu den besten. ein Beispiel aus dem Sport: Die Swiss Indoors in Basel musste Nadal eine Antrittsgage von CHF 500’000 bezahlen. Man kann das tun & hat die Halle voll oder man kann es nicht tun, dann wird das Turnier klein. Das ist ein rein unternehmerischer Entscheid & ohne Staat zu treffen.

  • Ernst Hafner sagt:

    Hoppla, die CVP existiert auch noch. Ausser einer total überforderten Bundesrätin in der Arena habe ich diese schwammige Partei, ohne irgend eine Richtung nicht mehr wahrgenommen. Wenn die CVP sich um dem Standort Schweiz Sorgen macht, sollte sie sich endlich gegen die unbegrenzte Einwanderung in unsere Sozialwerke stellen. Ein bisschen Profil würde nicht schaden. Symptomatisch diese Wortmeldung von Darbellay, die Abstimmung ist schon lange gelaufen, zu sagen gibt es eigentlich nicht mehr viel und vor allem nichts neues.

  • Sacha Meier sagt:

    Herr Derbellay argumentiert absolut korrekt: Nachdem es eine historische Tatsache ist, dass sich jedes feudalistische System für Jahrhunderte bleibt, sobald er sich einmal festgefressen hat, gilt das auch für den Neo-Feudalismus. Schon in wenigen Jahren werden wir auch in der Schweiz die typische Feudal-Bevölkerungsstruktur haben: Sklaven/Leibeigene/Fürsorgeabhängige, Glückliche Arbeiter mit Job und etwas Lohn, den Beamten- und Vasallenstand, sowie den führenden System-Geldadel. Wenn wir letztere per 1:12-Initiative verärgern oder gar vertreiben wird keiner mehr die AHV und Steuern zahlen.

  • Sepp sagt:

    Es verwundert nicht, dass der CVP die Phantasie fehlt, was uns 1:12 bringen könnte. Es gibt jedoch genug Nachweise, dass Ungleichheit eine Gesellschaft auseinander reisst, bis hin zur Revolution. Nicht zuletzt aus diesen Gründen haben die Schweizer damals die Vögte aus dem Land gejagt.

    • Yves Hoehler sagt:

      Es gibt auch genug Nachweise, dass alles Gleichmachen und jeder hat gleich viel, noch erst recht nicht funktioniert. Da müssen sie nicht mal weit in den Geschichtsbüchern zurück blättern.

      • Pius Schweizer sagt:

        Was hat 1:12 mit Gleichmachen zu tun? Lesen sie mal Geschichtsbücher, dann wüssten Sie, dass die JUSO nicht die PDA ist..

    • Andreas Weber sagt:

      Vielleicht sollten einige Leute mal etwas leisten, mehr arbeiten statt ständig nur gegen die Finanzvögte hetzen? Ich sag ja nur, es wird immer Unterschiede geben in der Gesellschaft. Ich finde die völlig überrissenen Saläre auch nicht gut, aber mir geht es kein bisschen besser, wenn der UBS-CEO nun nur noch 500’000 verdient anstatt 24 Mio.
      Und das wird passieren, das ist kein Angstszenario. KEIN LOHN wird angehoben mit 1:12. Also, was soll das ganze?

      • Manuel Sommer sagt:

        Die Gefahr ist, dass unsere Demokratie zu einer Plutokratie wird. Das kann nicht im Sinne eines Demokraten sein. Wobei hier die Erbschaftssteuer um einiges effizienter als die 1:12 Regel wäre.

    • Sacha Meier sagt:

      Sepp, es gibt nun einmal in jeder Zivilisation unumkehrbare Weichenstellungen. Die WTO-1995-Beschlüsse gehören dazu. Es wird Jahrhunderte brauchen, bis die Menschen das in der ganzen Tragweite begreifen. Entscheidend für uns, das einfache Volk, ist nur, dass wir mit dem Mainstream gehen, den Neo-Feudalismus voll unterstützten – und nicht zuviel denken. Das macht unsere führende Elite für uns. Wer gegen den Strom schwimmt, geht bekanntlich unter. Zu Revolutionen wird es nie mehr kommen. Dafür sorgt die Überwachung unserer Geheimdienst-Netzwerke, für die wir rund 350 Mia. Taler zahlen. Pro Jahr.

  • Thomas Gebert sagt:

    Die Initiative wird immer nur von der 12 aus betrachtet und berechnet. Welche Bedeutung hätte die Annahme der Initiative denn für die 1?Ein Unternehmen möchte hervorragende Produkte auf einem immer globaleren Markt anbieten. Dafür bracht es Top Mitarbeitende und ein Top-Kader und Top-Löhne. Wenn es ein Kader schafft, so erfolgreich zu führen, dass jeder MA CHF 80k pro Jahr verdient, dann darf der CEO doch auch 1 Mio verdienen. Wenn die MA 120k verdienen, dann darf er doch auch 1.5 Mio verdienen. Wenn viele viel verdienen bringt das doch viel in die Wirtschaft und viel in die Staatskasse oder??

    • j. Kuehni sagt:

      Der olle Henry Ford hat auch schon gewusst, dass es wenig Sinn macht, Autos in Masse zu produzieren, wenn seine Arbeiter zu wenig Lohn bekommen um sich dann auch eins zu kaufen (und nicht bloss auf Pump). Eine breite Verteilung der Produktivitätsgewinne würde theoretisch auch heute Leben in unsere sklerotische Wirtschaft hauchen. Aber unsere gemässigte Mitte betreibt schon längst nur noch ein kurzsichtiges Nullsummenspiel, (Steuerdumping auf Kosten der Nachbarländer, Merkantilismus unter Ausblendung der Folgekosten, Steuerwettbewerb im Innern etc.) Das nennt man dann Erfolgsmodell Schweiz.

  • Horst Schlemmer sagt:

    Straight out of Babylon… Sehr christlich, diese CVP!

  • Hermann Scheuber CVP sagt:

    Wie kann nur eine christliche Partei einen solchen Missstand billigen und vor lauter Wohlstands-Angst die sozialen ideale vergessen? Wenn wir in der Schweiz diese Richtlinie (Rahmengesetz und kein Lohndiktat) annehmen, werden sich alle andern Länder diesen Rahmen zum Vorbild nehmen. Wenn alle von Kopfgeldjägern kreierten Manager sich in Amerika versammeln, können sie sich nur noch dort überbieten. Vor allem werden wir mit diesem Rahmengesetz auch der dritten Welt helfen.

  • Heinrich Vogelsang sagt:

    Möchte ganz konkret wissen, wo im Ausland jemandem wie Brady Dougan 90 Mio. im Jahr bezahlt würde. Und es einfach nicht wahr, dass jene 10 Prozent der Angestellten betroffen wären, die einen grossen Teil der Bundessteuern bezahlen. Seriöse Bedenken in Ehren, aber in dieser werden wieder mal alle Angstmacherargumente und Drohgebärden kumuliert.

  • Ben Zibble sagt:

    …und so kam es das selbst hochrangige Parteifunktionäre einem dumpfen unerklärlichen Glauben an liberalisierte Märkte nachliefen und deren Heil und Segen für die Menschheit vekündete wann immer sich eine Gelegenheit ergab. Die dadurch geschädigten wollte man nicht wahrhaben und erfand mit List, Tücke und gInoraz und oft auch Arroganz (der habenden) zahlreiche Gründe warum die selber Schuld waren an ihrer Situation und nicht das System. Das System ist jeglicher Kritik und Belehrung gegenüber immun. Kein Wunder, dient es doch vorallem denen die bereits genug haben….

  • Markus König sagt:

    Das Argument mit den fehlenden Steuereinnahmen kann ich nicht mehr hören. Wenn oben Löhne gekürzt werden, verschwindet dieses Geld ja nicht im Niemandsland, wie es gerne dargestellt wird. Wenn es allen finanziell etwas besser geht, könnten – wenn wirklich nötig – auch alle ein wenig mehr Steuern zahlen. Ob einer viel zahlt oder ganz viele etwas mehr bezahlen, kommt am Ende aufs Gleiche raus. Ah nein, stimmt nicht. Es wäre gerechter. Die Wirtschaftsgläubigen wollen ja sogar das Spenden den Reichen überlassen und diese dafür bewundern. Super Einstellung…

    • Ben Müller sagt:

      Schon mal was von progressiven Steuern gehört? Ich mag dieses Umverteilungsgedöns langsam nicht mehr hören.

      • Michel Froidevaux sagt:

        Das progressive Steuersystem ist nach oben gedeckelt. Die Abzugsmöglichkeiten sind zudem für Höchstverdienende bedeutend grösser als für Lohnempfänger. Die letzten Jahre wurde umverteilt! Leider von unten nach oben. Der versprochene Trickle-Down-Effekt lässt weiter auf sich warten.

    • Sonja Sutter sagt:

      Und wohin geht dann das Geld dieser gekürzten Löhne? Nach Kindergarten-Wirtschaftsverstand der JUSO gehen diese Gelder einfach wie durch Zauberhand an untere Löhne. Wer es glaubt wird selig! Vielleicht geht das Geld einfach in Dividenden? Und ob wohl alle diese Empfänger respektive Aktionäre von UBS, Novartis, Nestlé und Co. Schweizer sind, die in der Schweiz wohnen. Ich sag es Ihnen: 80% der Aktionäre sind Ausländer. Das Geld fliesst also ins Ausland. Tschüss AHV- und Einkommenseinnahmen!

    • Jasmine Reusser sagt:

      Und wohin gehen diese Gelder dann, die nicht einfach ins Niemandsland verschwinden? Etwa in die Tasche eines ausländischen Aktionärs? Ja, da hat die Schweiz und der Staat natürlich unglaublich viel davon. Viel mehr, als wenn wir Menschen mit gutem Einkommen progressiv in der Schweiz besteuern.

    • Andreas Grolimund sagt:

      Variante 1: Das Unternehmen freut sich über mehr Gewinn und wird diesen dann den Eigentümern ausbezahlen. Es gibt für ein Unternehmen kein Grund die tiefen Löhne zu erhöhen, warum auch? Eher das Gegenteil passiert, Mitarbeiter die nun 500’000 verdienen werden mit einer Lohnsenkung rechnen müssen da der Vorgesetzte auch ein besseres Gehalt beziehen will als sein Untergebener. So wird dann das Lohngefälle von oben nach unten angepasst.
      Variante 2: Hauptsitz und Management wird in ein Land mit besserem Standortvorteil verlegt und/oder in eine eigens gegründete Gesellschaft ausgelagert.

  • Gianni Weidmann sagt:

    Die Politiker werden nicht müde, die Schweiz als Erfolgsmodell zu präsentieren. Nur, dieses Erfolgsmodell wurde sicher nicht durch die Millionenabzokker begründet. Sie profitierten höchsten davon. Der Wohlstand und die Stabilität der Schweiz ist eindeutig durch die seit Jahrzehneten bekannten Eigenschaften wie arbeitsam genügsam etc. begründet. Welcher KMU hat denn wirklich vor 1:12 Angst?

    • Peter Frommenwiler sagt:

      Jeder KMU … dieser 1:12 Stuss mündet in einer ausufernden Bürokratie und schädigt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig! Es ist unglaublich wie unsere „Neo-Neider“ mit Unterstützung des Bundesrates den erfolgreichsten Staat in Europa zerstören wollen. Ich rufe zum nachdenken auf!
      Kürzlich konnten wir im TA nachlesen, dass die Schweiz im europäischen Vergleich eine sehr ausgeglichene Lohnstruktur hat. Wollt Ihr nur dem Dougan und dem Vasella eine drauf hauen? …wenn die Initiative angenommen wird, verlieren alle unteren Chargen Ihren Arbeitsplatz und werden durch temporäre ersetzt!

  • Anni sagt:

    Überzeugend und das von der CVP – eine Partei die du vertreten kannst! Gruss pfüdi

  • Stefan Kunz sagt:

    Vielleicht noch wichtig zu erwähnen: ist die Lohnbandbreite vorher 1:100, danach 1:12 würde das auch den Mittelbau betreffen, dessen Löhne im Verhältnis zu den obersten Löhnen zu hoch wären – und wohl auch gekürzt würden. Was aber insofern nicht so wichtig wäre, da es soweit kaum je kommen würde – schliesslich wäre es sehr einfach die Initiative zu umgehen in einer globalisierten Wirtschaft – einen Nutzen brächte 1:12 für die Schweiz nicht, aber hohe Kosten.

  • Ben Zibble sagt:

    ..und mal angenommen die Prognose für Mindereinnahmen für den Staatshaushalt (seit wann machen sich die bürgerlichen deshalb Sorgen), die AHV und andere Sozialwerke (wollen doch einige eh immer abreissen und privatisieren) haben tatsächlich Auswirkungen auf die Einnahmen (sicher werden sie das haben) was hindert uns da etwas zu korrigieren. Wir korrigieren die ganze Zeit an allem möglichen rum. Auf der anderen Seite werden mit genügen bösem Willen, hier gegenüber der 1:12 die besten Absichten im Handumdrehen in den Dreck gezogen. Genauso können sich aber alle am runden Tisch zusammensetzen

  • Joe Amberg sagt:

    Kompletter Propaganda-Quatsch. Dass der Einfluss auf Steuern und AHV faktisch = 0 ist ist längst nachgewiesen.
    Könnten wir vielleicht mal diese unsägliche Abzocker-Propaganda stoppen? Danke.

    • DAM sagt:

      @Joe Amberg
      „Dass der Einfluss auf Steuern und AHV faktisch = 0 ist ist längst nachgewiesen.“

      Könnten Sie mir nun bitte auch noch mitteilen, wie dieser Nachweis erbracht wurde. Und von wem? Danke

    • Martin Frey sagt:

      Was wollen Sie uns als nächstes weismachen, Hr. Amberg? Dass die Erde eine Scheibe ist? Zeigen Sie uns doch Ihre „Nachweise“ bitteschön. Denn nicht nur wurden die Angaben von Darbellay durch Studien klar belegt, allein der gesunde Menschenverstand sagt uns das gleiche. Und die Mehrheit der Schweizer verfügt glücklicheweise darüber…

    • Jasmine Reusser sagt:

      Wenn also Hr. X statt 5 Mio zu versteuern zukünftig aufgrund von 1:12 nur noch rund 500’000.- versteuert, hat das also null Einfluss auf Einkommenssteuern und AHV-Beiträge? Bei dieser Abstimmung dürfen die Befürworter wohl schlicht jeden unsinnigen Blödsinn behaupten. Es ist unfassbar!

  • Fässler Daniel sagt:

    Die Alternativlosigkeit in Person. Steuerausfälle lassen sich mit entsprechenden Massnahmen ausgleichen. Falls das dann jemanden nicht gefällt, so darf er ja aus dem hochatraktiven Land wegziehen.

  • Simon Mettler sagt:

    Vielen dank für diesen Beitrag. Ich hoffe die Befürworter der 1:12 Initiative begreifen nun wie schädlich diese ist. Klar sind die übertrieben hohen Löhne gewisser Top-Manager weder fair noch gerechtfertigt, jedoch bringt eine solche Initiative nichts solange sie nur national eingeführt wird. Die einzige Möglichkeit faire Löhne und eine funktionierende Wirtschaft zu haben ist eine globale Einführung der 1:12 Initiative, doch dies wird in meinem Leben bestimmt nicht der fall sein.

    • Hermann Scheuber CVP sagt:

      Wenn aber die andern „globalen“ (die USAKopfgeldjäger gehören gar nicht dazu) bald nicht nur 12, sondern 10:1 einführen,
      hätten wir beinahe das Paradies auf Erden – und dafür lohnt es sich eine so günstige Gelegenheit am Schopf zu packen – und nicht anschliessend ein infolge Wohlstands-Angst schlechtes Gewissen zu haben.

  • Sicher ist, dass durch die Annahme der 1:12 Initiative die Hungerlöhne nicht verbessert werden und die Abzocker Wege kennen und gehen um diese Hürde zu umgehen. Ja sie würden Argumente erhalten andere für ihr Fehlleisten verantwortlich machen zu können. Besser wäre wenn Firme ndie Hungerlöhne zahlen und Menschen ausnützen an den Pranger gestellt würden und dies international. Ich bin mir sicher, dass wenn Bad Situations aber auch gute SItuationen publik werden, die Leute bei ihren Einkäufen dies berücksichtigen würden wir wesentlich mehr erreichen könnten. Aber hier fehtl auch der CVP der Mum

  • thomas covenant sagt:

    Meines Wissens gibt es bei Einkommen ueber 8.3 Mio keine progression mehr.
    Und das sind wohl diejenigen, die bei 1:12 somit keine Verluste bringen.
    1:12 Ja, gerade wegen dieser Augenwischerei

  • Jürg Kuhn sagt:

    Herr Darbellay hat völlig recht. Hinzu kommt noch: Alle Löhne werden sinken, bis zu den tiefsten. Und tiefe Lohnklassen werden in vielen Firmen in Drittfirmen ausgegliedert werden (outsourcing), wo die Arbeits- und Lohnbedingungen schlechter sind. Also weniger Lohn für alle, weniger Arbeitsplätze und höhere Steuern für alle. Wer will das?

    • alex keller sagt:

      wer das will? ich glaube sogar sie selbst.. aus folgendem grund: wirtschaftlich wird es kurzfristig weniger rosig werden für alle bei einer annahme. die frage ist aber wohin führt unser system langfristig; in eine forcierte zwei klassen gesellschaft die sozial instabil wird und somit wirtschaftlich langfristig viel den grösseren schaden anrichten wird. gerechtigkeit muss uns etwas wert sein! ein kurswechsel verlangt als erstes immer mehr aufwand, der nutzen zeigt sich erst wenn die zeit zum wechsel schon lange vorbei ist… wachen sie auf und überlegen sie, wohin wir fahren!

  • Dave Hill sagt:

    Es braucht schon viel Einfachheit, um von den horrenden Abzockerlöhnen abzulenken und das Volk mit Angstmacherei über fehlende Beiträge in die Sozialkassen abzulenken. Das wahre Geld das der Allgemeinheit schlussendlich fehlt sind die Milliarden-Beträge, die die Steuerzahler einschiessen mussten, um Banken zu retten, die von genau den überbezahlten und unfähigen Top-Managern an die Wand gefahren wurden.

    • max schmid sagt:

      Die Allgemeinheit und die Nationalbank haben ausgeliehen und über 5 Mia Zins erhalten! Geld verloren hat nur die Bank und deren Aktionäre. Von den Abzockerlöhnen bekommt die Allgemeinheit vorneweg ü. 50 % an Steuern, AHV, IV, EO und in Zukunft noch 1% die ALV, wenn Sie wissen was das ist. Also am meisten die Allgemeinheit.
      Wenn 1 :12 käme hätten alle weniger, da ja keiner zum gleichen Lohn wie der Unterstellte arbeitet, würden die Löhnen angepasst und die Aktionäre kassieren. Ins Bein schiessen kann ich mich selber!

  • Andreas sagt:

    Spannend is doch, warum alle von der AHV reden? Ich möchte vom steuerbaren Einkommen reden. Solange Millionäre es fertig bringen 0 Chf steuern zu zahlen, solange bringen die millionensaläre nichrs.

  • michael sagt:

    welcher lobbyist hat dem guteh herrn darbellay den da die hand geführt ? das thema steuerausfälle, drohen mit abwanderung, lücken in der sozialversicherung ist doch sowas von ausgelutscht, da fällt doch nun wirklich keiner mehr drauf rein ! wohin sollen den diese grossen firmen so ratztfatz abwandern ? in die ukraine ? und welche sind das überhaupt ?

  • Roland K. Moser sagt:

    Ganz im Gegenteil natürlich wie ganz immer!
    1. ist 1 : 12 immer noch zu hoch, denn ich würde 1 : 3 umsetzen, wäre ich König
    2. findet sowieso eine Abwanderung von Firmen aus der Schweiz statt, akutell Bosch, und die Leute, welche via PFA in die Schweiz gekommen sind und dort arbeiten, können trotzdem in der Schweiz bleiben und verfälschen den Arbeitsmarkt weiter durch ein Überangebot an Arbeitskräften.
    3. Solange der Arbeitsmarkt durch den Import von Arbeitskräften absichtlich ausgehebelt wird, braucht es einen Mindestlohn von Fr. 4’000.– netto, 100 %, auch noch.

  • „Die Festsetzung der Löhne soll … vom Staat diktiert werden“, heisst es oben. Das stimmt nicht. Der Staat würde keine Löhne diktieren, sondern nur darüber wachen, dass diese Quote eingehalten wird. Im Prinzip könnten die Vielverdiener ihre Gehälter weiterhin beziehen. Allerdings müsste dann unten nachgebessert werden, was in der Praxis nicht möglich ist. Eine Annahme der Initiative bedeutet also nicht „Staatslohn“, sondern die Annahme eines Masses, die Akzeptanz der Tatsache, dass es in einem Betrieb Leute gibt, die ein höheres Salär haben (müssen) als andere, weil sie „wichtiger“ sind. Zwölfmal wichtiger ist viel und genügt.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wohl noch selten in der ganzen Schweizer-Geschichte wurden in der Politik derartig schwache Argumente benutzt. Sozialabgaben sind doch kein Argument, ob ein Lohn gerechtfertigt ist, sonst würden ja Dealer, Einbrecher, Berufskiller legal arbeiten, wenn sie denn nur Sozialabgaben abliefern. Ich stehe politisch eindeutig rechts, aber was die Rechte im Moment an Nicht-Argumenten abliefert ist schlicht peinlich, und im selben Atemzug werden noch die politischen Gegner verunglimpft. Ob 1:12 das richtige Verhältnis ist, ist Ansichtssache, 1:1000 ist es in jedem Fall nicht.

    • Fortunat Reiser sagt:

      Chapeau, Herr Hanspeter!! Dass sich ein rechter so äussert, höre ich zum ersten Mal!

  • Armando Pirovino sagt:

    Der CVP-Boss „hat persönlich Mühe mit den hohen Spitzensalären“, nimmt sich die Mühe aber nicht, etwas dagegen zu tun. Nicht die kleinste Anstrengung gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit ist von Darbellay zu spüren. Geschweige ein Wort zur Kehrseite dieser Goldmedaille: 400’000 Vollzeit- Berufstätige, die weniger als 4000 Fr. verdienen. Begründung? Weil „es nun mal so ist“! Was für ein sackstarkes Argument: Einmal mehr zeigt sich ein bürgerlicher Spitzenpolitiker völlig machtlos gegen die Macht der Abzockerklasse. Gute Nacht Mutter Helvetia! Gute Nacht Demokratie!

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Das ist der zentrale Punkt Alle sind gegen Lohnexzesse. Alle sagen, dass die nur vor wenigen begangen werden. Aber niemand, wirklich niemand hat eine einleuchtende Begründung,warum sie nicht verhindert werden sollen. Ich höre dazu nur Abstraktes und Scheinargumente.

  • Erwin sagt:

    Die Platte hat einen Sprung, Hr.Darbelley: Immer wenn d.Bürgerlichen eine Initiative nicht passt, kommt: Die AHV ist nicht mehr gesichert, Unternehmen wandern ab, die Schweiz bricht zusammen…
    Meine Güte, lass Euch mal was Neues einfallen!
    Bei 3’000 Fr. Mindestlohn müsste 36’000 FR./Monat zum Leben reichen! Oder?! Und: Der soziale Friede wurde durch d.Bürgerlichen gestört. Man kann nicht Gerechtigkeit in anderen Ländern fordern und hier bei uns bei d.kleinsten Korrektur Rotz u.Wasser heulen.
    Als „christlicher“ Politiker sollten Sie sich was schämen!!

  • Harry Nütteler sagt:

    Ich bin zwar gegen die Initiative, der Schweiz zu liebe. Aus egositischen Motiven müsste man jedoch ein JA einwerfen, dann würden endlich die Immobilienpreise etwas unter Druck kommen, wenn die Ausländischen Topmanager wieder abwandern würden.

  • Peter Greber sagt:

    Die Frage stellt sich wo wollen diese Leute denn wegziehen. Alle EU Länder immer mehr am sparen, ich glaube nicht dass diese Leute im Ausland mehr verdienen. Es gibt Statistiken die aufzeigen dass die Manager in der Schweiz die höchsten Löhne im ganzen EU-Gebiet haben. Die Frage ist nun ob man das weiterhin im gleichen Masse hinnehmen soll dass sich eine Elite den ganzen Kuchen selber einschenkt dessen Wertschöpfung jeder Arbeiter mitträgt. Ist es wirklich Ok dass eine ganze Gesellschaft verarmt und sich die Elite weiterhin bereichert dort stehen wir nämlich heute, flexibel eben.

  • Patrizio Bianco sagt:

    Die 1:12 Initiative verbietet nicht, die Lohnsumme in den Unternehmungen gleich zu behalten. Also wieso nicht 90 % der Angestellten die 75% der Topmanager verteilen? Wir hätten keine Steuerausfälle, keine Ausfälle in der AHV, eine Erhöhte Kaufkraft der Unteren und Mittleren Lohnklassen. Eine vergrößerte Produktivität und mehr Konsum wären die Folgen. Der Wirtschaftsstandort Schweiz wird gestärkt. Und das ohne Mehraufwand, die Lohnsumme bleibt ja gleich, nur wird sie anders verteilt.

    • Paul Müller sagt:

      Je gleichmaessiger verteilt wird, desto groesser sind die steuerausfaelle aufgrund der progressiven steuersystems.

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Ich kann das Wort Steuerausfälle nicht mehr hören. Wann haben wir das letzte Mal an der Urne etwas beschlossen, was mehr Steuereinnahmen bringt? Eben. Aber bei jeder Inititative, egal ob gut oder schlecht höre ich, man müsse sie ablehnen, weil sie Steuerausfälle bringt. Steuerasufälle sind doch kein Argument um die Sinnhaftgikeit eines politischen Anliegens zu entkräften. Es gibt zahlreiche Gebiete – ich denke da vor allem an das Reich der Kapitalgewinne und Handänderungen – wo der Staat druchaus kräftiger zulangen dürfte, es aber unverständlicherweise nicht tut

  • Thomas Hartl sagt:

    Die Aussage, dass wir weniger Steuern und AHV bezahlen müssen, weil die Löhne ungerecht verteilt sind, ist zu kurz gedacht. Auf die Spitze getrieben, würde das heissen, am besten fahren wir, wenn einer die ganze Lohnsumme kassiert, und alle anderen mit einem Minimallohn abgespiesen würden. Zudem macht sich ein Staat erpressbar, wenn er von den Steuern einiger Grossverdiener abhängig ist.

  • Bernie Graezer sagt:

    Objektiv kann man Hrn. D. kaum widersprechen. Alles was er ausführt stimmt. Das ist das Problem. Staatsfinanzen und Sozialwerke und letztlich die Demokratie sind in der Geiselhaft der Vermögenden und der hohen Einkommen. Die 1:12 Initiative löst aber kein einziges Problem. Das ist nur Phraseologie. Wie es herauskommt, wenn eine Republik in der Geiselhaft der Vermögenden ist, wissen wir aus der Antike. Es ist nicht anzunehmen, dass es diesmal anders herauskommen wird, es sei denn der CVP gelinge ein Wunder. Zwischenzeitlich erfreuen wir uns an Brot und spielen.

    • j. Kuehni sagt:

      Meinen Sie mit „Spiele“ evtl. „Die Schweizer“? Oder vielleicht „Bachelor“? 😉

  • Alfred Siffert sagt:

    Die Ausfälle sind ein Mythos. Ich habe mit einem „Chef“ eines kantonalen Steueramtes gesprochen. Manager, die wirklich mächtig viel verdienen >500’000K zahlen kaum Steuern. Oft kämen diese Leute mit Steueranwalt und Buchhalter zu einer Besprechung und dann wird aufgezehält, welche Sanierungsliegenschaften wieviel kosten, wieviel vom 2. Boot abgezogen werden kann etc. und am Schluss einigt man sich auf 50’000, 70’000… Macht doch mal eine Reportage über die Steuern von Reichen oder Topverdienern. Und Darballey weiss das ganz genau: er sitzt in sovielen VR’s, wo diese Steuern auch Thema sind.

  • Luzia Osterwalder sagt:

    Ach, Herr Darbellay – und trotzdem hat die Schweiz auch in den 80er Jahren sehr gut funktioniert. Angstmacherei hat leider immer wieder Erfolg. Wir werden sehen, was die StimmbürgerInnen machen. Es gibt viele Probleme zu lösen – Wie lange können wir noch Vollbeschäftigung verantworten bez. der schrumpfenden weltweiten Ressourcen resp. garantieren bez. Rationalisierungen? Ja, die „Reichen“ hätten durchaus Möglichkeiten sich an der Infrastruktur mehr zu beteiligen, doch hier schützen sich die Politiker vermutlich selber. Wie lange kann sich ein Volk Raffgier leisten?

  • Leimgruber sagt:

    Das Erfolgsmodell Schweiz geht auf Kosten unserer Lebensqualität. Unser Land ist total überbevölkert und der Wahnsinn geht weiter. Weniger Wohlstand wäre viel besser .

  • R. Greber sagt:

    Mal Rechnen: wenn etwa 1500 Abzocker nicht mehr abzocken können, so entgingen dem Staat und der AHV Milliarden an Zahlungen und Steuern. Und die anderen 3,5 – 4 Millionen Arbeitnehmer müssten dann darunter leiden und darben.
    Herr Darbellay, dann haben Sie aber vorher etwas ganz gewaltig falsch gemacht, wenn 1500 Abzockerarbeiter dermassen unser Steuer und Rentensystem schädigen könnten, so man ihnen das Abzocken verbietet. Ihnen von der Christlichen Partei sei geraten, mal wieder die Bibelpassage mit dem Nadelör zulesen.

  • chris müller sagt:

    Darbellay benutzt die alten, abgegriffenen Argumente, welche schon bei der Abzocker-Initiative bemüht wurden, um im Dienste der überbezahlten Manager-Kaste Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Es ist traurig, dass man dem Präsidenten der Partei, welche das hohe C im Namen führt, folgendes klar machen muss: Das Erfolgsmodell Schweiz ist der Verdienst von Fleiss und Kreativität in Verbindung mit Bescheidenheit!

  • Geert Bernaerts sagt:

    Herr Darbellay, die Schweiz ist kein Erfolgsmodell. Das momentane durch Umverteilung von unten nach oben, die PFZ und Steuererlässe für Firmen und Reiche künstlich gehobene Niveau ist Raubbau wie es im Bilderbuch steht. Es wird entweder irgendwann zusammenbrechen und nach dem Motto „wer hoch hinauaufsteigt geht kann tief fallen“ verheerende Schäden anrichten, oder das Gefälle zwischen Arm und Reich wird so gross werden dass es zum Volksaufstand kommt.

  • „Die Schweiz erfreut sich eines hohen Wohlstands. Die Wettbewerbsfähigkeit ist hoch, die Arbeitslosigkeit tief und der Wirtschaftsstandort hochattraktiv“, heisst es oben, und dies alles nur deswegen, weil ein paar clevere Leute vergleichsweise riesige Gehälter beziehen.

  • Sandmeier sagt:

    Herr Darbellay sollte sich mal überlegen, wie dämliche Systeme wie der Kommunismus und nicht umsetzbare Regulierungsinitativen zu Stande kommen konnten. Es ist die Tatsache, dass seine und andere Parteien tatenlos zusehen wie die einen Abkassieren und ein Grossteil der Anderen von den Unternehmen ausgebeutet werden. Genau diese Tatsache führt dazu das wirtschaftsschädliche Initiativen eine grosse Rückendeckung erhalten. Diese Tatsache führt zum Schluss, dass sich solche Volksvertreter eher um sich und ihre wirtschaftlichen Geldgeber kümmert als um das breite Volk.

  • Pius Schweizer sagt:

    Ich vermisse bei der CVP die christlichen Werte wie Moral, Ethik, Anstand und Bescheidenheit. Kann Herr Darbellay erklären, weshalb er es gut findet, dass z.b. ein Coiffeur 3500 Fr. erhält aber ein Top-Manager, der 4800 Leute entlässt (Roche) 15’000’000 pro Jahr erhalten soll? Wie rechtfertigt sich ein Millionen-Lohn? Gar nicht – deshalb JA zu 1:12

    • DAM sagt:

      @Pius Schweizer
      Es zeigt sich hier einmal mehr das eigentliche Problem bei dieser Initiative. Die momentane Situation ist für viele unbefriedigend. 1:12 wird aber nicht das erhoffte (und von den Initianten vorgegaukelte) Ergebnis bringen. Oder denken Sie denn wirklich, dass der Coiffeur in ihrem Beispiel bei einer Annahme der Innitiative plötzlich mehr erhält? So ist es am Ende dann halt doch der Neid, der viele zum JA bewegt („Wenn ich nicht mehr bekomme, dann aber bitte alle anderen auch nicht.“) Und genau diese Haltung führt im Endeffekt zu den von Darbellay ausgeführten Resultaten.

      • Pius Schweizer sagt:

        Was Sie hier mit Neid behaupten ist eine Frechheit. Klar verdient der Coiffeur weniger, aber es hat nichts mit Neid zu tun, wenn Managerlöhne auf ein gesundes Niveau runterkommen, weil Manager nicht die wertvolle Arbeit leisten – es sind die Spezialisten und Spezialisten sind zu 99% NICHT von 1:12 betroffen… deshalb JA zu 1:12

        • DAM sagt:

          Das Argument, dass die meisten nicht von 1:12 betroffen sind ist schlicht nicht wahr. Alle sind direkt oder indirekt von 1:12 betroffen. Nur weil der Manager weniger verdient, werden die Spezialisten nicht mehr bekommen. Die Lohnsumme als Ganzes wird somit kleiner, was unweigerlichr zu Löchern in der Staatskasse führt. Um diese auszugleichen werden künftig wohl höhere Steuern und Gebühren bei ALLEN erhoben. Und diese höheren Abgaben schaden letzlich dem „1er“ mehr als dem „12er“.
          Es liegt am Sonntag in der Hand der zahlenmässig überlegenen „1er“ mit etwas Weitsicht ein Eigentor zu verhindern.

  • Martina Siegenthaler sagt:

    Reine Angstmacherei, Herr Darbellay und kein Wort darüber, wieviele unserer wertvollsten Bürgerinnen und Bürger z.B. für ein Minimallöhnchen Alte und Behinderte betreuen. Was das heisst, kann sich unser Christ aus dem Wallis wohl gar nicht vorstellen. Die 1:12-Initiative mag nicht optimal sein, doch gehört erstmals ein Zeichen gesetzt gegen die herrschende, ungeheuerliche Ungerechtigkeit. Auch ein Anheben der Mindest- und Tiefstlöhne würde Geld in die AHV/IV-Kassen generieren. Dies wird wissentlich verschwiegen.

  • Gottfried Mühlen sagt:

    Oh Jemine, Herr Darbellay…Wenn ihr JA stimmt erscheint der zürnende Poseidon mit seinem Dreizack und durchstösst die schützenden Flussdämme der Helvetia und alles Schweizerwerk wird den wütenden Wassermassen preisgegeben…Ach Herrje

  • Daniel Z. sagt:

    Das Ganze ist sowieso ein Witz und wird sehr warscheinlich radikal Bachab geschickt! Wer von den obrigen wäre schon freiwillig gewillt auf ein Teil seines „Super-Bonis“ zu verzichten um dem kleinen Angestellten einen gerechten Lohn zu zahlen?! Überhaupt keiner! Die Lohnschere wird so bleiben wie sie immer schon gewesen ist! Sicher nicht positiv für den kleinen Angestellten in etlichen Konzernen!

    • DAM sagt:

      @Daniel Z.
      Wenn ihre ‚Logik‘ stimmen würde, gäbe es kommenden Sonntag ein klares JA, denn es gibt wesentlich mehr ‚kleine Angestellte‘ als ‚Obrige mit Super-Boni‘.
      Dennoch gehe auch ich davon aus, dass die Inititive abgelehnt wird. Ganz einfach deshalb, weil ich darauf baue, dass viele dieser ‚kleinen Angestellten‘ vernünftig genug sind über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken und somit das ganze Ausmass von 1:12 erfassen.

  • Markus König sagt:

    Die Spitzenlöhne im Finanzsektor oder etwa im Pharmabereich bewegen sich in einem Verhältnis von bis zu 300:1. In diesen – nicht mal immer erfolgreichen Firmen (der UBS etwa musste der Staat mit Steuergeldern das Überleben sichern) arbeiten auf der unteren Skala Working Poors, die von uns Steuerzahlern mitfinanziert werden müssen. Und dann werden diese exzessiven Löhne mit „unternehmerischer Freiheit“ gerechtfertigt. Wenn ich für deren „Freiheit“ bestraft werde, indem ich deren schlecht bezahlten Mitarbeiter unterstützen muss, dann gefährden sie damit zu Recht ihre Fantasielöhne.

  • Simon Meister sagt:

    Die sozialistischen und kommunistischen Systeme sind im letzten Jahrhundert untergegangen. Viele Millionen Menschen haben für die Ideen von Marx, Engels usw. ihr Leben gelassen. Erstaunlicherweise bringt aber jede Generation wieder Sozialisten hervor, welche unbeirrt die Ideen umsetzten wollen. Wenn ich einige der Kommentare oben lesen, wird mir schlecht. Auch sollten sich die Sozis mal mit der Abzockerei von unten beschäftigen. Viele hunderttausend Schweizer und Ausländer haben sich in den CH-Sozialsystemen eingerichtet und zocken nicht Millionen sondern etliche Milliarden ab pro Jahr!

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Man kann immer diskutieren, ob die Transferleistungen in diesem Ausmass gerechtfertigt sind oder nicht, ob sie reichen oder nicht , wie man Missbräuche verhindert. Aber hätten wir die nicht, dann hätten wir früher oder später eine Oktoberrevolution. Als Hobbyhistoriker wissen Sie ja, was das bedeutet. Schauen sie mal genau hin, wie es bei uns im Gebälk des Systems kracht. Viele Alte kommen ohne Ergänzungsleistungen nicht über die Runden, es gibt skandalös viele Working Poor, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können. Das soll Abzockerei von unten sein? Wie pervers ist das denn?

  • blume sagt:

    Ausser Spesen nichts gewesen
    wenn dem so währe,
    warum legen sie sich so ins zeug auf der gegnerseite
    .
    herr darbellay sie lassen sich von DEN GIERIGEN benutzen
    ihre worte entsprechen nicht dem durchschnittseinkommen ihrer wähler
    …. in ihrer partei gibt es kaum über-1:12-verdiener
    .
    doch es gibt einige 1:12 befürworter
    und die können sie nicht beeinflussen
    bei denen hat das eigene urteilsvermögen und weitsicht vorrang

    • Jasmine Reusser sagt:

      Sie haben es wohl noch nicht kapiert, dass 1:12 nicht nur dem 12er schadet, sondern v.a. dem 1er. Darum ist Hr. Darbellay gegen die Initiative. Und wer logisch denken kann, ist es auch. Nehmen wir nur schon die AHV-Beiträge. Wenn jemand statt AHV-Beiträge auf 5 Millionen Franken nur noch Beiträge auf den nun gekürzten Lohn von 500’000.- bezahlt, so ist es für jeden nachvollziehbar, dass damit die Einnahmen für die AHV sinken. Und die Folge? A) wir kürzen die AHV, weil nun weniger Geld zum verteilen da ist oder B) wir bitten die übrigen stärker zur Kasse. Beides schadet insbesondere dem 1er.

  • Pius Zoller sagt:

    Augenmass, auch bei den Löhnen, ist das Erfolgsmodell der CH-Wirtschaft. Und wenn einige das Augenmass aus den Augen verloren haben, ist es die Aufgabe der übrigen Wirtschaftsteilnehmer dieses Augenmass wieder herzustellen. Da kann eine solche Initiative durchaus ein probates Mittel sein. Dass die Initiative einen Verlust bei der AHV einfahren wird stimmt einfach nicht. Man wird nach einer Übergangszeit feststellen, dass viele CEOs „realisieren“, dass sie das „sozialverträgliche Verhältnis“ noch gar nicht ausgeschöpft haben und daher nichts unversucht lassen, dies zu „korrigieren“.

  • Bruno Looser sagt:

    Warum vom SUVA-Lohn und nicht von der AHV-Lohnsumme ausgegangen?
    Der SUVA-Lohn entspricht der AHV-Lohnsumme, mit Ausnahme der oberen Begrenzung auf aktuell CHF 126’000.00. Wer mehr verdient, bezahlt keine Beiträge auf dem darüber liegenden Lohn. Da der für die Leistungen bestimmende Lohn auf das 3,25-fache der maximalen AHV-Rente begrenzt ist, rechtfertigt es sich auch, den Lohn für die Beitragspflicht zu begrenzen. Der maximal versicherte Verdienst nach UVG (SUVA-Lohn) ist eine gängige Grösse für eine solche Begrenzung.
    Soviel zur Ehrlichkeit der Initiativ-Gegner.

    • Ich sah bis jetzt noch nichts, was der Ehrlichkeit der Initiativ-Gegner entgegen stehen könnte. Die Informationen der Initiativ-Befürworter dagegen, erinnern an solche religiöser Eiferer. Mit diesen gemeinsam haben sie die Realitätsferne ihrer Argumente. Die AHV aus Ihrem Beispiel, wird auf alle Löhne und sonstigen Nebenentschädigungen erhoben, da gibt es keine Obergrenze. Die Arbeitslosenversicherung hingegen hat eine Begrenzung, danach müssen aber für Löhne, die über dem Grenzwert liegen, immer noch 2% zusätzlich abgeliefert werden.

  • Daniel Vogt sagt:

    Nein zur Initiaitve, da:
    a) eine liberale Wirtschaft Wohlstand bringt
    b) die Umsetzung der Minder-Initiative abzuwarten ist
    c) der Eigentümer den Lohn bestimmen soll
    d) auch Sportler etc. von der Initiative betroffen sind
    e) ein Lohn über 500’000 nicht per se Abzockerei ist
    f) AHV-und EInkommenssteuerausfälle drohen
    g)Unternehmen wegziehen und erst gar nicht kommen
    h) Wissen der einzige Rohstoff der CH ist. Kann Wissen mehr als 500’000 verdienen, kommt es nicht in die CH oder geht aus der CH weg.
    i) Nur 1% der Firmen ist betroffen. Diese beschäftigen aber 1/3 aller ArbeitnehmerInnen

    • Angelo sagt:

      a bis g + i sind nichts als leere Worthülsen und Behauptungen zum Einschüchtern. h mag wohl zutreffen, allerdings ist die Auswahl an Ländern mit solchen Löhnen nicht gerade gross KMU’s sind die Stütze der CH-Wirtschaft und da sind wohl nur einzelne davon betroffen. Alles andere sind Grossunternehmen, wo man sich auf Kosten des Personals und der Aktionäre bereichert – ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen für die Folgen (siehe Swissair, UBS, etc.).

    • Pius Schweizer sagt:

      b) lesen sie bitte mal die heutigen News… Die Abzockerinitative wird NICHT gemäss Text umgesetzt… Daher JA zu 1:12
      c) Eigentümer sind heute keine Menschen sondern Fonds, PK’s, andere AG’s etc… Daher JA zu 1:12
      d) Was ist das für ein Argument?
      e) Man kann wie z.B. in der BKW 650’000 Fr. verdienen und ist trotzdem innerhalb 1:12.. es gibt ja keine Untergrenze, es gibt nur eine stabile Lohnschere
      g) Welche Unternehmen sollen wo hin? In der EU zahlen sie mehr steuern und in anderen Ländern haben sie keine Stabilität und so viel Fachwissen
      i) Es sind 1% der Firmen aber NICHT 1/3 der Arbeitne.

  • Roland K. Moser sagt:

    Die Staatsgeschwindigkeit innerorts, ausserorts und auf den Autobahnen nervt auch. Das sind Neid-Limiten, damit diejenigen, welche sich einen schnellen Sportwagen leisten können, nicht schnell fahren dürfen.

    Und dass das Fälschen von Buchhaltungen verboten ist, beruht auch nur auf Neid. Denn es gäbe noch manch einen, der dadurch mehr verdienen könnte.

    Die CVP will Vorschriften nur dort, wo sie die Abzocker nicht behindern.

  • Frank Bauer sagt:

    Sollen doch die 15%, die bereits 75% der Bundessteuern bezahlen, doch gleich 100% der Bundessteuern begleichen, dann gibts auch keine Lohnausfälle und so… dann regen sich auch höchstens 15% der Steuerzahler darüber auf!

  • Angelo sagt:

    „10 % der Angestellten bezahlen 75 % der Bundessteuer“. Diese Tatsache allein zeigt doch schon, dass das heutige Lohnsystem ausser Fugen geraten ist. Die Argumente der CVP sind nur peinlich. Was nützt der Volkswirtschaft mehr: 1 Person, die 70 Millionen Salär auf dem Konto hat oder 140 Personen, die 500’000 auf dem Konto haben? Von den 70 Millionen auf dem Konto einer einzelnen Person profitiert nur einer – nebst der Bank.

  • gabi bossert sagt:

    Das Thema Altersversorgung wird uns massiv weiter den Hals zudrücken, weil eine Angleichung gerechter Löhne und auch gerechter Steuern in diesem Land ein unantastbares Tabu bleiben müssen. Wie die Erfahrung in allen Lebensbereichen aufzeigt, muss der Mensch erst sehr viel tiefer fallen, bis er bemerkt, wo die Ursachen einer Leidensgeschichte verankert sind. Bis dahin werden sich noch sehr viele, der Sache Bewusste, reich und reicher stossen dürfen.

  • massimo leonardi sagt:

    Also wenn die Schweiz auf Leute mit solchen Einkommen angewiesen ist,dann ist das System von Grund auf Falsch,das erschreckt mich mehr als die 1:12 Initiative.Den das viele in diesen Schichten einen ausgeprägteren Ego haben als „Normale“,ist wohl allen klar.Und die Schweiz hatte Erfolg dank der stabilen Politischen Lage mit einer gut ausgebauten Infrastruktur und nicht zuletzt Arbeitern,die wussten,was richtige Arbeit Wert ist,sonst hätte man trotz des starken Franken nie solch ein Wachstum gehabt.

  • Gertrud Schneider sagt:

    Der Staat muss hier einen Lohndeckel vorschreiben, weil wir uns nicht von den Wirtschaftseliten nicht bevormunden lassen wollen. Auf einem Schein-Markt bewerten die oberen Etagen ihre Löhne selber und behaupten, Krankenpfleger, Lehrer, Bauarbeiter und Raumpflegerinnen würden halt nicht so viel leisten. Gleichzeitig werden über die Politik Unternehmensreformen diktiert und befohlen, welche Bildung und Wissenschaft marktkonform ist. Hohe Löhne verzerren den Markt und schaden der Gesellschaft. Wer das «Erfolgsmodell Schweiz» nicht nur über den wirtschaftlichen Erfolg definieren will, stimmt JA.

  • M. Bissig sagt:

    Okay, es ist bloss ein Politblog, aber was Herr Darbellay hier an Platitüden von sich gibt, lässt mich schaudern. Ist es vom Präsidenten einer bedeutenden (?) Politpartei zu viel erwartet, sich ein bisschen analytisch, reflektiert zu einem Thema zu äussern? Stattdessen unterstellt er den Initiativ-Befürworten „grösste Missverständnisse“, um womöglich indirekt glauben zu machen, dass er irgendetwas von der Sache versteht. Dabei ist das von ihm Geäussert nicht wahr, sondern bloss Wahrsagerei im besseren Fall, Falschauslegung im wiederholten Fall – ich erteile schlechteste Note!

  • Marco Hofer sagt:

    Dass etwas gegen die Lohnekzesse getan werden muss, ist jedem Schweizer klar. Aber 1zu12 ist einfach überrissen und märchenhaft (keine Millionäre mehr in der Schweiz? Weg mit dem Grundreitz etwas Aussergewöhniliches zu leisten? Weg mit den hohen Steuereinküfte der Reichen? und vor allem weg mit den Multinationalunternehmungen und deren Arbeitsplätze?!) 1zu24, 1zu36 oder sogar 1zu100 wäre realistischer und durchsetzungsfähiger gewesen, aber NEIN die Sozis müssen ja wieder übertreiben mit ihren Phantasien und die Schweiz nichts anderes als schaden…

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Auch mit 1:36 wäre der Widerstand garantiert gewesen. Also spielt es doch keine Rolle, wenn wir bei 1:12 ja stimmen. Ein Zeichen gehört nun einmal gesetzt und würde die Juso-Initiative angenommen, was ich sehr bezweifle, würde bei deren Umsetzung so oder so gemildert und verwässert. Das zeigt sich ja bereits bei der Minder-Initiative.

  • Ender sagt:

    Die alte Schmähe der Linken.
    Sie sagen den Ast auf dem sie sitzen. Wenn sie dann herunterfallen geben sie
    dem Ast schuld. Ohne Kapitalisten gäbe es gar keine Linken und
    Kommis, denn wem würden sie das Geld wegnehmen um es unter sich zu
    verteilen? Was die Linken zustande bringen, wenn man sie machen lässt
    hat wohl die Geschichte mehrheitlich gezeigt. Sie wollen Kubanische Verhältnisse wo
    alle gleichwenig verdienen ausser der Class Politik der sie ja
    angehören wollen.

  • Sollen doch die 15%, die bereits 75% der Bundessteuern bezahlen, doch gleich 100% der Bundessteuern begleichen, dann gibts auch keine Lohnausfälle und so… dann regen sich auch höchstens 15% der Steuerzahler darüber auf!

  • H.G.Nägeli sagt:

    Wie war das mit den Steuerausfällen bei der Unternehmenssteuereform II? Da hat man von diesem Darbellay und der CVP rein gar nichts gehört und hört auch heut noch nichts.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.