Lohnexzesse sind unschweizerisch

Aus lauter Panik, das Volk könne den Lohnexzessen ein weiteres Mal einen Riegel schieben, haben die Gegner von «1:12», wieder und wieder das «Erfolgsmodell Schweiz» bemüht, um ihre Argumentation zu stützen. Für sie ist eine Beschneidung der Lohnexzesse unvereinbar mit unserem Erfolgsmodell und würde das Risiko bergen, dass unser Land dasselbe Schicksal ereilt wie Frankreich, Griechenland und Nordkorea. Wenn man allerdings eingehender untersucht, was genau den Erfolg unseres «Modells» ausmacht, so ist ein Ja zu «1:12» die Lösung, die sich aufdrängt, um es beibehalten zu können und weiterhin prosperieren zu lassen. Denn das «Erfolgsmodell Schweiz» basiert auf Mässigung. Zahlreiche renommierte Schweizer Unternehmen sind auch ohne exzessive Löhne wunderbar wettbewerbsfähig. Victorinox (Lohngefälle 1:6), die Kantonalbank Glarus (1:10) oder Landi (1:10) sind bei Weitem die viel besseren Botschafter unseres Landes und seines Erfolgsmodells als die Handvoll Topmanager, die der angelsächsischen Schule huldigen, die Profit um jeden Preis propagiert. Weitere Botschafter des «Erfolgsmodells Schweiz» sind die Patrons unserer 300’000 KMU: Keiner hat einen exorbitanten Lohn, niemand zielt auf sofortige Gewinne, alle achten darauf, einen Grossteil ihrer Einkünfte zu reinvestieren.

Das ‹Erfolgsmodell Schweiz› fusst auch darauf, dass Exzessen nicht freier Lauf gewährt wird.

Abstimmungsplakat in Thun, 27. Oktober 2013. (Keystone/Peter Schneider)

Exzesse passen nicht zur Schweiz: Abstimmungsplakat in Thun, 27. Oktober 2013. (Keystone/Peter Schneider)

Das «Erfolgsmodell Schweiz» beruht auch auf der gerechten Entlöhnung der Leistung. Dieses einfache Prinzip scheint der Handvoll Topmanager, die missbräuchliche Löhne beziehen, komplett fremd zu sein. Ob ihr Unternehmen gesund ist oder kränkelt, ob die Arbeitsplätze erhalten werden können oder nicht: Das spielt alles keine Rolle. Sie können so oder so auf eine Entlöhnung zählen, die nicht auf der Basis ihrer Kompetenz, ihrer Resultate oder ihres Engagements errechnet wurde, sondern in einem undurchsichtigen Pseudomarkt entstanden ist, in dem es von Interessenskonflikten nur so wimmelt. Schlimmer noch: Bevor sie überhaupt einen Schritt in die Firma getan haben oder wenn sie das sinkende Schiff verlassen, können sie sich an einem «golden hello», resp. einem goldenen Fallschirm erfreuen. Während der Patron eines KMU das Unternehmensrisiko selber trägt und im Falle eines Konkurses alles verlieren kann, hat diese Clique die Garantie, astronomische Summen beziehen zu können – egal, was passiert. Mit «1:12» können wir einem der entscheidenden Elemente des «Schweizer Erfolgs» den Rücken stärken: Einen Lohn gibt es nur, wenn tatsächlich eine Leistung erbracht oder ein echtes Risiko eingegangen wird.

Und schliesslich fusst das «Erfolgsmodell Schweiz» auch darauf, dass den Exzessen nicht freier Lauf gewährt wird. Die unternehmerische Freiheit ist durchaus gewährleistet, aber der Staat hat die Pflicht einzugreifen, wenn diese Freiheit aus dem Ruder läuft. Niemandem käme es in den Sinn, die Lohngleichheit von Mann und Frau oder die Massnahmen zur Bekämpfung des Lohn- und Sozialdumpings mit der Begründung zu verurteilen, sie würden die wirtschaftliche Freiheit einschränken. Ebensowenig sollte es vorkommen dürfen, dass Löhne bezogen werden, die derart exorbitant sind, dass sie zu einer Gefahr für diese wirtschaftliche Freiheit werden. Nach der Regelung der Löhne bei «Too big to fail»-Banken und den Vorgaben der «Minder-Initiative» kann das Volk mit «1:12» ein weiteres Mal daran erinnern, dass der missbräuchlichen Nutzung einer Freiheit ein Riegel geschoben werden muss.

Zum Schluss könnte man noch anfügen: Wenn die Gegner von «1:12» Flugblätter in Pfützen werfen und darauf herumtrampeln oder ein Gespenst mit Hammer und Sichel an die Wand malen und Unruhen in Städten heraufbeschwören, so vergessen sie dabei, dass das «Erfolgsmodell Schweiz» auch geprägt ist durch eine freundlich und respektvoll geführte demokratische Debatte, die auf dem Austausch von gut überlegten und besonnenen Argumenten basiert.

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230 Kommentare zu «Lohnexzesse sind unschweizerisch»

  • Stefan Gisler sagt:

    Mit der Globalisierung und der „Massenzuwanderung“ internationaler Firmen kam auch das unschweizerische Lohnsystem zu uns. Ein KMU hat 1:2 oder 1:3, grössere Betriebe 1:6 oder 1:10. Lohnexzesse kannte die Schweiz nicht. Heute habe 0,3% der grössten Firmen eine Lohnunterschied von 1:43 – das erinnert an Feudalherren oder an realkommunistische Zeiten, in der Stalin 50mal mehr verdiente als ein Stahlarbeiter. Solche Unterechtigkeiten schaden der Volkswirtschaft.

    • Markus Reichmuth sagt:

      Sie sagen’s, Herr Gisler. Bis vor 25 Jahren war das Lohngefüge in der Schweiz noch im Rahmen. Dieser ist im Zuge der Globalisierung gesprengt worden. Wie schon öfters kommentiert, haben die Lohnexzesse (zusammen mit rechtswidrigen Finanzgeschäften von Banken und andern Firmen) der Schweiz hohen Schaden zugefügt. Dass das dann eine derart grobschlächtige Initiative wie 1:12 Iauf den Plan ruft, erstaunt nicht. Man kann nur hoffen, dass trotz des verständlichen Aufgebrachtseins vieler BürgerInnen diese einer solch primitiven Aktion, die mehr schaden als nützen wird, nicht auf den Leim kriechen.

      • Frank Rosebrock sagt:

        Möchte mal wissen, was das schaden soll. Eine solche Grenze wird im Gegenteil die Schweizer Volkswirtschaft stärken. Es sind ja nur die grössten, internationalen Firmen überhaupt betroffen. Trotzdem behaupten Economie Suisse und sogar Verbände, welche bloss KMU vertreten, die Initiative schade der Wirtschaft und es werde zu Entlassungen bei vielen Firmen kommen. Reinste, übelste Angstmache. Wer hat was davon? U.a. die Leute an der Spitze besagter Verbände!!! Honni soit qui mal y pense…

        • Pepe Rivero Alcantara sagt:

          @Rosebrock: Haben Sie sich Mal überlegt wie viele KMU’s von den internationalen Firmen abhängig sind. Das ganze ist ein Ratenschwanz. Beispiel: Novartis, Roche, Nestle. Wenn nur eines dieser Unternehmen den Standort ins Ausland verlegen würde, wäre dies national und vor allem kantonal eine mitlere bis grössere Katasstrophe. In Basel müsste nur einer der Pharmariesen abwandern um einen riesigen wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Das ganze nennt sich übrigens Klumpenrisiko.

    • Thomas Müller sagt:

      Der Kommunismus ist nicht gescheitert weil der oberste Soviet zuviel verdient hatte sondern der Stahlarbeiter zuwenig.
      Ich finde es zwar schön dass die Linken sich nun endlich vom Stalinismus verabschieden aber die offensichtlichen schwächen als kapitalistisch abzutun ist etwas verzweifelt..
      Der Stahlarbeiter konnte ja nicht zur Konkurenz gehen oder selbst ein Hüttenwerk gründen wie im bösen Kapitalismus..
      So blieb ihm nur die Möglichkeit entweder zu seinem Hungerlohn weiterzuschuften oder im Gulag zu landen.
      Der Lohn wurde vom Staat definiert genau so wie die JUSO sich das heute wünscht..

      • Roberto Conte sagt:

        Lachhaft und verlogen! Sie geben der Allgemeinheit Ratschläge eine solche Initiative, die sogar primitiv sei, abzuschmettern. Die Arbeitgeberverbände vor allem die EconomieSuisse, Banken, Versicherungen und die grossen Konzerne schüchtern die Bevölkerung ein. Es werde uns mies gehen und die Schweiz wird ins tiefe Mittelalter zurückfallen. Die Organisationen die von Spenden leben sehen hohe Einbrüche der Spendenfreudigkeit der Betroffenen. Wer sind denn die Betroffenen? Es geht einzig und allein um die Personen die nach Macht und Status streben auf Kosten der Personen, welche die Werte erst gen

      • Sacha Meier sagt:

        Herr Müller, Ihrem verklärten Bild des Stahlarbeiters, der bei Unterbezahlung das Hüttenwerk wechseln oder gar ein eigenes gründen könne, widerspreche ich in aller Höflichkeit. So etwas war in der sozialen Marktwirtschaft (1947-1995) möglich. Seit den WTO-1995 Beschlüssen haben wir den globalistischen Neo-Feudalismus. Da wurden die Hüttenwerke längst in Billiglohnländer verlagert und der Rest zu einem Nischen-Konglomerat gemergt (vgl. Thyssen-Krupp). Als Arbeiter haben Sie nicht einmal Zugang zu Kapital, um ein eigenes Werk zu gründen. Wenn Sie heute mehr Lohn wollen, werden Sie ersetzt.

      • anton meyer sagt:

        Ob mit linker oder rechter Etikette – sie gehören immer verurteilt. Stalin prägte eine nationalistische Diktatur einer sich bereichernden Elite. Zarentum in anderem Mantel. Und ich habe in der Schweiz in den letzten 30-40 Jahren keine Linke gehört, die Stalin, Mao oder Honecker gelobt hätten. Heute haben wir wieder ein „zaristisches“ Russland unter dem Dikat Putins und seiner oligarchischen Mitprofiteure. Da würde ich von rechter Seite auch etwas mehr Distanz wünschen. Aber ich würde sie nicht wie Müller in Sippenhaft nehmen wollen.

        • max schmid sagt:

          Meyer, haben Sie wirklich nie von den SP-genossen gehört die da zum lieben Genossen Honecker gewallfahrtet sind, und von viele die es noch heute nicht begriffen haben und von einer Neuauflage träumen. Lesen Sie auch eine Zeitung?

  • Stephan Meier sagt:

    Dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen. Sehr guter Text!
    Hoffentlich lesen den möglichst viele der noch Unentschlossenen.
    Es hat mich immer gestört, dass die Gegner das „Erfolgsmodell Schweiz“ missbräuchlich für sich in Anspruch nehmen konnten.

    • Renata Rubina Rolischo sagt:

      Im Gegenteil – der Text hätte gut werden können, scheitert aber an mühsam herbeigesuchten Beispielen und Argumenten. Das Problem, das bei (vergleichsweise wenigen) Gesellschaften besteht, so zu lösen, zeugt, wie schon öfters hier in den Kommentaren erwähnt, von einer typischen Neider-Einstellung. Damit ist dann GAR NICHTS gewonnen.

      Wer argumentiert, die grossen Gehälter („Lohn“ ist in der Tat das falsche Wort, einverstanden) würden erstohlen und erzwungen – verkennt, dass das nach 1:12 genau so weiter ginge. Nur viel bürokratischer…

      • Hans-Heinrich Baumann sagt:

        Kein Vorwurf ärgert so wie ein berechtigter. Es ist eine probate Methode, dass den Kritikern niedrige Motive unterstellt werden wie hier der Neid. Das ist kein Argument, aber eine Beleidigung anständiger Menschen, die sich für Anstand einsetzen.

        • Marcel Sutter sagt:

          Ach dann beleidige ich Sie gerne Herr Baumann, nur weil Sie neidisch sind möchten Sie mit dem Wohlstand von uns allen spielen? Sehr egoistisch von Ihnen und dies nennt sich sozial? Was ist denn das Motto, lasst uns alle arm werden aber wenigstens sind wir gleich arm? Wer 1+1 zusammen zählen kann und dazu noch einwenig Ahnung von Wirtschaft hat wird wissen dass 1:12 das falsche Mittel ist.

          • j. Kuehni sagt:

            Ich weiss nicht, ob ich Neid oder Gier schlimmer finde, Hr. Sutter. Sicher bin ich allerdings, dass es sich bei „The Winner Takes It All“ um eine äusserst dumme Philosophie für eine dauerhafte Wirtschaftsordnung handelt. Um hier auch noch das vielgerühmte „CH-Erfolgsmodel“ zu bemühen: Dabei handelt es sich um nichts anderes als politische Stabilität durch breite Reichtumsverteilung: In guten Zeiten haben alle etwas davon, aber niemand bekommt „alles“, in schlechten Zeiten müssen alle Opfer erbringen, aber niemand verliert „alles“. Ein Prinzip, das seit 2008 doch ziemlich stark am bröckeln ist.

          • randi brunn sagt:

            „Einen Lohn gibt es nur, wenn tatsächlich eine Leistung erbracht oder ein echtes Risiko eingegangen wird“: Wo ist denn hier Neid oder ist das ein Wiederspruch zum freien Markt oder zur Wirtschaft generell? Nein natürlich nicht! Auch beim Lottospielen oder im Casino würde es keinen Sinn machen, wenn immer die gleichen den Pot gewinnen nur weil sie in der Lage sind die Ergebnisse für sich zu ihren Gunsten zu manipulieren. Das gilt übrigens nicht nur für die Initiative in der Schweiz sondern für die Auswüchse weltweit, die ja bekanntlich mit Insiderwissen begannen und strafrechtlich verfolgt wer.

        • Renata Rubina Rolischo sagt:

          Sie missverstehen, dass ich in der Sache (hohe „Entschädigungen“) der gleichen Meinung bin, in der Art des Vorgehens (1:12) jedoch nicht.

          Solange die ganze (!) Aktionärsversammlung die VR-Entschädigung „angemessen“ findet, will wer – und mit welchem Argument? – bitte dagegen sein? Und mit welche Legitimation?

          Da KOMMT eine pauschale 1:12-Regel nun mal neidisch daher.

          • Kaspar Bopp sagt:

            Da die finanzstärksten Aktionäre die Pensionskassen sind und die sich grad gar nicht um Lohngerechtigkeit kümmern, ist die politische Regulierung das einzig probate Mittel diesen Lohnexzessen Einhalt zu gebieten.

            Die Legitimation ist wohl klar, die höchste die wir kennen, die demokratische! Man sollte sich immer wieder in Erinnerung rufen dass unsere gesamte Wirtschaftsordnung keine natürliche Legitimation kennt sondern ihre Berechtigung nur durch die Akzeptanz der Mehrheit erhält!

          • Josef sagt:

            Die „ganze Aktionärsversammlung“ besteht in der Regel aus einer Fülle von Feudalherren. Es ist in den letzten 30 Jahren eine Kaste von Mehrbesseren entstanden, welche sich gegenseitig – und gesinnungsfreundliche Neulinge – in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte von Konzernen wählen, und sich dann gegenseitig Millionengehälter zuschanzen. Ich habe bisher noch keinen Manager oder Verwaltungsrat von Banken, Versicherungen und Konzernen gesehen, der bei einem Scheitern seine Verantwortung wahrgenommen hat, seine Bezüge zurückgegeben hat, oder Sepokku beging.

          • Renata Rubina Rolischo sagt:

            MIr ist auch klar, dass sich in der Versammlung gegenseitig Geld zugeschanzt wird – oder dass man das zumindest hier behauptet.

            Dann schadet also die Aktionärsversammlung, die den Gewinn schmälert, indem viel Bonus gewährt wird… na wen? Sich selbst, wäre ansonsten die Aktiendividende höher? Oder der Unternehmenswert, wenn Reserven angelegt würden?

            Hier ist man anscheinend der Meinung, das Geld würde in den unteren Lohnklassen grosszügig verteilt.

      • j. Kuehni sagt:

        Das kann man so sehen, Frau Rollscho. Bloss, wo sind die (besseren) Vorschläge um das Problem anzugehen? Was hat die politisch sogenannt „gemässigte“ Mitte (ausser Steuern runter für Reiche & Sparen beim Normalverdiener) noch anzubieten? Stand 2013: Weniger als nichts: Ust.Reform III wird der Finanzierung der CH-Gemeinwesen noch weiter den Boden entziehen.

        Es handelt sich auch nicht um ein marginales Neidproblem, sondern um die Spitze des Eisberges: Wenn eine Wirtschaftsordnung von grossen Teilen der Bevölkerung als unfair & manipuliert empfunden wird, kann es sehr rasch *teuer* werden.

        • U. Frischknecht sagt:

          Es wird den Gegner der Initiative bisweilen immer wieder unterstellt, dass die „Lohnexcesse der Wenigen“ gutheissen, wovon ich ausgehe, dass dies für die Meisten nicht stimmt! Schön wäre es wenn es einfach durch die 1:12 Initiative gelöst werden könnte, was meiner Meinung nicht möglich ist. Es kann nicht sein, dass ein Manager nach jahrelanger höchst Leistungen in der Schule (9 Jahre), Studiengängen (5-9 Jahre) und unzähigen Überstunden und Entbehrungen nicht mehr verdienen als 12mal mehr ein Schulabbrecher der unmotiviert seiner Arbeit nachgeht. Es kann nicht sein dass als sozial gelten soll!

          • Frank Rosebrock sagt:

            Finde ich ein armseliges Weltbild, das Sie hier outen. Auf der einen Seite der angeblich so hart arbeitende Manager, auf der andern Seite bloss umotivierte Versager, die es offenbar nicht besser verdient haben, als fast nichts zu verdienen. Brutalodarwinismus der schlimmsten Sorte.

          • C. Forster sagt:

            Dann rechnen wir doch mal: Das sind 18 Jahre Ausbildung für den Manager, plus geben wir ihm nochmals 5 Jahre an Extraleistungen dazu. Macht 23. Dies gegenüber den mindestens 9 Jahren Schulbildung des „Schulabbrechers“. Wir sind also bei einem Verhältnis von 2.5:1. Er würde also selbst dann noch 5x mehr verdienen pro investiertes Bildungsjahr. Das ist in der Tat nicht sehr sozial, aber wohl anders, als Sie meinen. Sage ich als jmd, der 20 Jahre Ausbildung mit speziellen Fähigkeiten hinter sich hat, und dennoch nie mehr als 5x, oft sogar nicht einmal 2x mehr verdiente als meine Untergebenen.

          • Esther Müller sagt:

            Wieso nicht? Unmotivierter Schulabrecher: Fr.3000.– , Feudalherr: 36000.– ist ja immerhin 1:12 und nicht 1: 1. Wie zum Beispiel erklären sie mein Lohn? Zwei Uni-Abschlüsse, 20 Jahre Erfahrung,endlose Überstunden, immer nur gearbeitet und bis zum Himmel „gelobt“ worden, verdiene „nur“ Fr. 8000.– . Meiner Erfahrung nach, handelt es sich bei diesen sogenannten „Leistungsträgern“ eigentlich um eine Feudalherren-Clique, die sich gegenseitig gut dotierte Pöstli zuschanzen. Ich weiss das aus wirklich erster Hand!

          • Stefan Gisler sagt:

            Alle, die 12 oder 20 oder 150 mal weniger verdienen, tun dies zurecht, da sie faule Schulabbrecher sind? Ist das ihr ernst? Die gelernte Verkäuferin, der gelernte Krankenpfleger, der gelernte Serviceangestellte, der gelernte Maurer: Sie alle arbeiten ebenfalls seit Jahren hart und würden faire Löhne wohl mehr verdienen als Manager ihre Toplöhne.
            Zudem rechnen Sie mal ihre eigene Rechnung mit: 9 Jahre Schule plus 5 Jahre Studium (direkt nach der Sek oder was?) hiesse, dass ihr Manager ab 21 zu Recht abzuzocken beginnt?

      • RAY VONMAY sagt:

        Ob dafür oder gegen die Initiative, es handelt sich nicht um Neid sondern um einen Vorschlag den Verhältnisblödsinn bei den Gehältern von Angestellten von Publikumsgesellschaften, wie z.B. des Bankangestellten der CS, Brady Dougan (CEO), mit seinen 90 Millionen Fr. zu verhindern. Kein Angestellter ist unersetzbar und auch nicht 90 Millionen „wert“. Die Initianten versuchten wenigstens nach einer Lösung nachdem Grossaktionäre, Verwaltungsrat, Politiker und das Steuersystem mit seinen 1000 Schlupflöchern kläglich versagt haben und die Gegner der Initiative mit keinem Lösungsvorschlag kommen.

        • Es wird nach einer Lösung für etwas gesucht, das nicht wirklich ein Problem ist. Die Sinnlosigkeit des Unterfangens und das starke Signal, dass man für gefühlte Missstände bereit ist, alles über Bord zu werfen, sind das Frustrierende an dieser Initiative. Solche Signale werden gehört und es wird in der realen Welt darauf reagiert und solche Reaktionen, wie langfristig auch immer angesetzt, werden eher nicht zum Wohlergehen der Schweizer Bevölkerung beitragen.

  • Bruno Looser sagt:

    Herr Schwaab, vielen Dank für die ruhige Aufzählung der Argumente für die 1:12 Initiative. Genau so ist/war die Schweiz bis diese angelsächsische Verhalten eingebürgert hat. Es ist an der Zeit diese unanständigen Bezüge jenseits jeder Realität als Diebstahl zu benennen, Diebstahl an den Mitarbeitern, im Fall fehelender Steuerzahlungen, als Diebstahl an der Gemeinschaft.

  • Stef sagt:

    Ja, Lohnexzesse sind unschweizerisch. Aber sozialistisch motivierte Interventionen des Staates in die Privatwirtschaft noch viel mehr.

    • Ernst Brüngger sagt:

      Und was unternehmen Sie gegen die unschweizerischen Lohnexzesse? Lieber gegen Links schiessen und das Unrecht von Rechts dulden? Wohl nicht wirklich eine gangbare Lösung oder Stef?

      • Stef sagt:

        Was ich gegen die Lohnexzesse unternehme? Nichts, Herr Brünnger. Weil es nicht meine Baustelle ist, sowenig wie die der Juso. Woher stammt denn das Geld für die exorbitanten Gehälter? Nicht von Ihnen und nicht von mir. Das fehlt lediglich bei der Verteilung an die Aktionäre. Diese sind bei Grossfirmen heutzutage in der grossen Mehrheit ausländische Körperschaften.
        Vielleicht kann man sich trösten, dass die Gehälter in der CH versteuert werden und AHV-pflichtig sind. Von der Ausschüttung von Dividenden an ausländische Aktionäre bleibt nun mal nichts in der CH hängen.

        • Frank Rosebrock sagt:

          Woher das Geld stammt für die exorbitanten Gehälter? Da alle Umsätze und Gewinne erst mal im Markt erwirtschaftet werden müssen, letztlich doch wohl von „mir und dir“, von uns allen. Einerseits durch entsprechend hohe Preise von Waren und Dienstleistungen, andererseits aber auch durch tiefere Löhne und Nichtverdienst (Arbeitslosigkeit) aufgrund der Sparmassnahmen besagter Grossverdiener bei den „unteren Rängen“. Wir bezahlen alle für die Lohnexzesse einiger Weniger.

        • Esther Müller sagt:

          Wieso soll das nicht unser Geld sein? Früher hat ja die CS z.B ein Bankkonto bis 3% verzinst. Heute gibts nichts mehr!
          Aber für den Brady Dougan um so mehr! Eigentlich sollte man das Geld wieder unter der Matratze verstecken!

  • Roman Günter sagt:

    In der Schweiz wurde früher Besitztum nicht öffentlich zur Schau gestellt, das heisst aber nicht, dass es nie grosse Unterschiede gegeben habe. Der Autor bedient sich gleichermassen romantischer Bilder, wie sie der SVP immer zur Last gelegt werden. Meine Grosseltern lebten nach der vorletzten Jahrhundertwende in ähnlichen Lebensumständen wie ich heute, nur war dies damals nur für einige wenige Menschen in der Schweiz möglich und heute lebt die grosse Mehrheit so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung das Rad zurückdrehen möchte, wie dies die SP offensichtlich möchte.

    • Tobias Werlen sagt:

      Ich staune immer wieder, wie Argumentation und Schlussfolgerung nicht zusammenpassen. Die SP will nicht, dass die Mehrheit so lebt wie zu Beginn des letzten Jahrhunderts, das ist eine infame Unterstellung, sie will bloss, dass wenige nicht mehr alles besitzen, bestimmen und sich aus dem Staub machen, wenn es ihnen zu heiss wird. Nichts gecheckt, aber seine Ideologische Grundsätze hinausposaunt. Kann ich nicht ernst nehmen!

      • Ich staune immer wieder über die unfundierten Behauptungen über eine aufgehende Schere und einer zu hohen Einflussnahme von einigen wenigen Vielverdienern. Tatsache ist, dass sich kaum jemand der angesprochenen Kreise für die Schweizer Politik interessiert. Das ist das weit grössere Problem, als wieviel einige wenige übermässig verdienen. Bedenklich ist auch, dass sich die SP gar nicht einmal bewusst ist, was sie mit Ihrer erklärt wirtschaftsfeindlichen Politik anrichtet und offenbar die Illusion von einer prinzipiell reichen Schweiz träumt, in der Wohlstand durch Umverteilung geschaffen wird.

  • Stefan W. sagt:

    Danke für diese besonnene und überlegte Äusserung. In der Tat ist es so, dass das „Erfolgsmodell Schweiz“ nicht durch 1.12 gefährdet wird, sondern durch den Trend, dass der Staat immer mehr in Geiselhaft einer Hand voll Superreicher gerät, die keine Grenzen des Anstands mehr kennen – Berlusconis Italien lässt grüssen.

  • Martin Frey sagt:

    Natürlich sind nicht zu rechtfertigende Lohnexzesse unschweizerisch, da mögen die Sozialisten noch irgendwie recht haben. Nur bezweifle ich, dass den Juso die Deutungshoheit zugebilligt werden kann, was schweizerisch ist. Und noch weniger, was ein Lohnexzess ist. Denn von beidem verstehen sie schlicht nichts.
    Die angestrebte Planwirtschaft, die wir aus den wirtschaftlich kollabierten kommunistischen Staatsgebilden bestens kennen, ist aber noch unschweizerischer. Sprich schlicht das falsche Instrument, um gegen angebliche oder reale Exzesse vorzugehen. Der Schaden jedoch wäre vorprogrammiert.

    • Guido Lehnherr sagt:

      Herr Frey, Sie plappern hier von Deutungshoheit und falschen Instrumenten, sind aber selbst nicht im Stande zu deuten, wohin unsere momentane Wirtschaft uns treibt, geschweige denn nennen Sie das „richtige“ Instrument beim Namen. Sie können nichts anderes, als hohle Angstmacherparolen rausposaunen! Sie passen hervorragend ins sogenannt „bürgerliche“ Politschema: heucheln, heucheln, heucheln… Solange Sie keinen besseren Lösungsvorschlag parat haben, sollten Sie sich besser mal ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen, vielleicht kommen Sie ja noch zur Besinnung?

      • Bruno Holzschuh sagt:

        Es gibt in einer freien Wirtschaft keine Lohnexzesse. Es ist ausschl. das Recht der Eigentümer zu bestimmen, wie hoch der Lohn ist. ist das Unternehmen ein Staatsunternehmen, dann ist die öffentliche Hand Eigentümer und ich wäre in diesem Fall bereit, das Experiment 1:12 zu wagen. Sind die Eigentümer jedoch private Bürger, hat der Staat nichts zu suchen. Eigentümer, welche dem Management zu hohe Löhne zahlen, büssen dies mit Minderrendite. Eigentümer, die zu tiefe Löhne zahlen, verlieren den Zugang zu den Besten. Fehler sind normal und werden in beide Richtungen immer wieder geschehen.

    • Martin Frey sagt:

      Nun, Hr. Lehnherr, zum Thema Heucheln kann ich nur sagen, dass Bigottrie links der Mitte doch auch sehr verbreitet anzutreffen ist. Zudem irritiert mich Ihr schriller, angriffiger Ton etwas. Entweder liegen da die Nerven bei absehbarer Abfuhr an der Urne bereits blank, oder die Fähigkeit für einen rationalen Diskurs mit Andersdenkenden ist irgendwo im Rahmen einer ideologischen Hirnwäsche verloren gegangen…

  • Daniel Tannacker sagt:

    „Mit «1:12» können wir einem der entscheidenden Elemente des «Schweizer Erfolgs» den Rücken stärken: Einen Lohn gibt es nur, wenn tatsächlich eine Leistung erbracht oder ein echtes Risiko eingegangen wird.“ Bin ich jetzt wirklich so dumm? Bin ich der einzige, der solche „Argumentationen“ nicht versteht?

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Ich kann Ihnen an dieser Stelle nur beipflichten. Allerdings funktioniert das Prinzip Mensch nicht nach der Vernunft, sondern nach der Gesinnung und Schuldzuschiebung. Man orientiert sich dabei an den Starken und diskriminiert die Scwachen. Dies geht solange, bis die Rollenbilder sich anfangen zu ändern, beispielsweise, weil der Starke zum Tyrannen wird. Logischerweise braucht es dafür zuerst eine soziale Revolution und vermutlich ein paar Tote. Vorherschauend zu handeln liegt nicht in der Natur des Menschen, zumindest nicht im Durchschnittsmenschen… So erwarte ich also ein NEIN (zu 60%)

  • Scheidegger sagt:

    Richtig, richtigm richtig!!!!

  • Harry Nütteler sagt:

    Lieber Herr Schwaab, Unternehmen gehören den Aktionären, nicht dem Staat. Hohe Löhne belasten den Aktionär durch den geminderten Erfolg, deshalb ist Mindere Idee viel intelligenter. Der Staat profitiert, durch höhere AHV Einnahmen etc. Sicher sind Exzesse nicht gut, aber ein krasser Alleingang der Schweiz ist nicht sinnvoll. Zudem sollte gerade die SP eher mal Vorstösse bringen, die Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft schaffen und den Standort Schweiz vorwärts bringen, als nur immer mit Neid gegen die Privatwirtschaft zu schiessen.

  • Daniel Blattmann sagt:

    Links ist nur von Neid zerfressen und will alles nivellieren, natürlich auf tiefem Niveau. Nur weil ein paar (zu) viel verdienen muss das 1. nicht in die Verfassung und 2. wird sich das Ausland ins Fäustchen lachen, denn die wird die abwandernden Firmen mit offenen Händen empfangen und 3. glauben die Linken eine bessere Welt zu kreieren, einfach oberlächerlich. Geschweige von den dann fehlenden Steuer- und Sozialeinnahmen. Aber das ist den Linken ja egal nach dem Motto: Reiche enteignen, den Mittelstand weiter schröpfen und ihrem Ideal Nordkorea, DDR, UdSSR etc. immer näher kommen.

    • Ernst Brüngger sagt:

      Rechts ist nur von Gier zerfressen und will alles für sich selber, natürlich ohne soziale Gerechtigkeit. Die Dummheit feiert Urständ und die Ideologietäter sind omnipräsent. Sie verstehen offensichtlich noch immer nicht, dass die Reichen den Krieg gegen den Rest der Welt definitiv gewinnen wollen und stützen sich auf so unbedarfte nützliche Helferlein, die in Kommentaren die Realtität verschleiern, ablenken und Linke als Sündenböcke an den Prager stellen. Soviel Inkonsistenz habe ich selten bei einem Kommentator gesehen. Bildungsmangel gepaart mit Naivität, der wahre Schrecken!!!

      • Patrick sagt:

        Nicht jeder verfügt über einen Intellekt ihrer Schärfe, Herr Brüngger. Auch in Sachen ideologieresistenz schlagen sie uns natürlich um Längen, ebenso wie im Sachgebiet Narzismus. „Bildungsmangel gepaart mit Naivität, der wahre Schrecken!!!“ schreiben Sie. Und damit kommen wir doch zum Kern der Sache. Sie, wie auch die Initianten, verfügen über die Lösung. Wer daran zweifelt fällt unter ihr Zitat. Ideologieresistent sind sie, weil sie längst einer anhängen. Deshalb benötigen sie in den meisten ihrer Kommentare auch keine Argumente. Die würden wir ja sowieso nicht verstehen.

    • Ronnie König sagt:

      Neid? Mehr an Argumenten haben sie wohl nicht! Es ist nicht Neid, wenn es darum geht Exzesse anzuprangern. Was nützt der einseitige Reichtum? Letztlich nützt er nichts, auch wenn immer wieder nach Argumenten gesucht wird. Eine Gesellschaft mit vorwiegend Armen und wenigen Superreichen, die dann irgend etwas spendieren, das bringt wenig. Am Ende stelle ich mich wie im Kommunismus in eine Warteschlange und warte auf mein spendiertes Brot. Das kann und darf es nicht sein. Das raubt der Sinn der Arbeit, des Lebens.

    • Marcel Senn sagt:

      Gier hat in der Geschichte der Menschheit (z.B, durch Kriegsfeldzüge, Finanzkrisen etc) massiv schlimmere Schäden und x-Mio von Toten hinterlassen – da kann der Neid nicht mithalten, der wird oft nur im stillen Kämmerlein ausgelebt.

    • Stefan Gisler sagt:

      Nochmals – die heutigen Lohnexzesse entsprechen realkommunistisch-diktatorischen Verhältnisse. Mit der Initiative geht es zurück zum urschweizerischen Erfolgsmodell mit Bescheidenheit und wirtschaftlicher Vernunft. Lohnexzesse entziehen auch den Firmen dringend benötigtes Geld für Investionen in die Zukunft. Ihnen erscheint die Initiative überrissen? Ich halte die Gehaltsschere für extrem.

  • piasteffen sagt:

    Den Punkt getroffen, die Heuchelei liegt klar auf dem Tisch. Unschweizerisch sind Exzesse und primitive Umgangsformen ohne Anstand. Masslosigkeit hat Anzeichen der Sucht, also entweder therapieren oder einsperren und zwangsbehandeln. So macht man das doch mit Junkies!

  • Daniel Blattmann sagt:

    Noch ein weiteres Votum, dem ich entschieden dagegentrete: „Der Staat hat einzugreifen“. Der Staat soll so wenig wie möglich eingreifen! Der soll so schlank wie möglich sein und sich nirgends einmischen, besonders nicht dort, wo er nichts versteht und das ist hauptsächlich die Wirtschaft. Die muss absolut LIBERAL sein, die linken Beamten im Staatsapparat haben keine Ahnung von Wirtschaft und kosten den Steuerzahler nur. Überall wo der immer mehr links werdende Staat eingreift, wird die CH geschwächt. Wir Bewohner sind der Staat! Nicht die 99% sinnlosen linken Erlasse und Gesetze!

    • Renato Glauser sagt:

      @Blattmann: Seit längerer Zeit verfolge ich mit wachsendem Erstaunen Ihre Leserbriefkarriere, die nur so strotzt vor ideologischer Indoktrination. Kein Erguss ohne Verunglimpfung der Linken. Ein so einfach gestricktes Weltbild, verbunden mit respektlosen und hasserfüllten Zwischentönen lässt Sie entweder als absolut verbohrten Zwangsneurotiker oder denn als Bezahlschreiberling von Rechtsaussen erscheinen. Ernst nehmen kann man daher weder Sie selber noch ihre Hasstiraden, Mitleid mit Ihnen ist die einzige Regung die ich für Sie zu empfinden vermag. Gute Besserung…

      • Martin Frey sagt:

        Hr. Blattmann mag sehr emotional und teils plakativ argumentieren, wenn Sie sich aber auf sachlicher Ebene mit ihm auseinandersetzen würden, dann müssten Sie wohl oder übel anerkennen dass er oft nicht ganz falsch liegt, Hr. Glauser. Z.B. ist die ausufernde Gesetzesflut schlicht ein Faktum, welche kaum beherrschbar und eindämmbar ist. Was Sie hingegen tun ist schlicht schlechter Stil, ein Abqualifizieren Andersdenkender auf derart herablassende, selbstgerechte Art, ohne sich inhaltlich mit anderen Argumenten auseinanderzusetzen. Sie mögen sich danach besser fühlen, sind es aber nicht.

      • Ronnie König sagt:

        Aber dann Banken retten, Bauern subventionieren, das Baugewerbe mit Strassebauen, Eisenbahn etc. stützen, da ist dann der Staat wieder gut genug?

    • Philipp Hofmann sagt:

      @Blattmann: Die Bankkrise offen vorgeführt, dass der freie Markt ein Fehlkonstrukt ist bzw. dass das unkontrollierte liberale System sich selber an die Wand fährt. Es hat sich gezeigt, dass die gierigen Selbstbediener und selbstgefälligen Grossunternehmer – politisch allesamt bürgerlich-rechts – weder willig noch fähig sind, ein systemerhaltendes Mass einzuhalten. Diese harten Fakten können Sie selbst mit Ihrem ideologischen Gebrüll nicht mehr aus der Welt schaffen. Tja: Die Wirtschaft hat gesellschaftlich hochkant versagt! Deshalb braucht es nun diverse Gegen- und Zwangsmassnahmen. Punkt.

      • Martin Frey sagt:

        Die Bankenkrise (obwohl sie mit der 1:12 Vorlage rein gar nichts zu tun hat) hat nur eines offen vorgeführt, Hr. Hofmann: Dass der Kapitalismus, obwohl bekanntermassen das beste aller schlechten Systeme, nicht perfekt ist. Und dass der Mensch auch nicht perfekt ist. Der real existierende Sozialismus hingegen hat aber fast über ein Jahrhundert ausnahmslos bewiesen, dass er zu gar nichts taugt, und dass seine aktuell wieder propagierte Planwirtschaft schlicht ein grosser ökonomischer Denkfehler darstellt.

        • Marcel Senn sagt:

          Frey: Der Kapitalismus mit seiner doch verschwenderischen Ueberproduktion (dank derer auch noch ein paar Brosamen an die unteren Schichten abfallen & die dann dank Flachbildschirm-TV schön ruhig sind) und der Umweltzerstörung und Ausbeutung der Erde (z.B. die seltenen Erden) wird auch bald mal an seine Grenzen stossen. Was heutzutage alles für minderwertige & oftamls unsinnige Produkte in einem immer schneller werdenen Produktezyklus auf den Markt geworfen werden, ist ja sehr bedenklich.
          .
          Die Natur wird die Limiten in den nächsten Jahrzehnten aufzeigen!
          Mehr planen wäre nicht das dümmste!

        • j. Kuehni sagt:

          @Frey. Ihr Kommentar führt vor allem eines vor: Dass Sie offensichtlich weder willens sind zwischen Hardcore-Kommunismus und Sozialdemokratie zu differenzieren noch den Unterschied zwischen sozialer Marktwirtschaft und ungebremstem Kapitalismus anerkennen wollen. Kleiner wirtschaftshistorischer Hinweis: Ersteres ist auf dem Mist von letzterem gewachsen. Die sozial(-demokratische) Marktwirtschaft (1945 – ca. 1990) hat beiden Extremen vorübergehend die Zähne & Klauen gezogen.

          Leider nur vorübergehend.

        • Martin Frey sagt:

          @Senn: Bin grundsätzlich in Ihrer Besorgnis um die natürlichen Ressourcen mit Ihnen einverstanden. Nur ist dies der falsche Weg, die sozialist. Planwirtschaft hat die natürl. Ressourcen und die Umwelt noch nie zu schonen gewusst, im Ggt.
          @Kuehni: Danke für die Nachhilfe: Kommunismus ist Sozialismus mit anderen Mitteln, genauso wie soziale Marktwirtschaft Kapitalismus ist und bleibt. Die Uebergänge sind fliessend und diskutabel, aber hier nicht das Thema. Wir können gerne über soziale Marktwirtschaft diskutieren, bei der 1:12 geht es aber um einen Paradigmenwechsel zur Planwirtschaft.

      • Hans Weder sagt:

        @Hofmann: Leider erliegen Sie demselben Denkfehler, wie so viele andere Menschen auch: Der Finanz- und Kapitalmarkt ist nur ein Teil der gesamten Volkwirtschaft – vollführt dieser Teil Kapriolen und löst Krisen aus, dann ist genau diesem Teil Schuld zuzuweisen. Darüber hinaus mit offenkundiger Selbstverständlichkeit die freie Marktwirtschaft pauschal als „Fehlkonstruktion“ zu bezeichnen, ist – vorsichtig formuliert – naiv. Ohne dieses „unkontollierte liberale System“ könnten Sie sich mit Bestimmtheit keinen PC leisten, um Ihre „harten Fakten“ online anderen Menschen unter die Nase zu reiben.

    • Sportpapi sagt:

      Erstaunlich ist ja, dass Bürgerliche vor der ausufernden Bürokratie warnen, die 1:12 mitsich bringt. Weil es einer Firma offensichtlich nur mit grösstem administrativem Aufwand möglich ist, das kleinste und grösste Gehalt zu erurieren und miteinander zu dividieren. Kein Wunder, dass diese bürgerlichen Mehrheiten es nicht schaffen, da wo sie am Ruder sind, für den propagierten schlanken Staat zu sorgen. Das ist wie bei den Banken. Unmöglich, einfach die Eigenkapitalquote zu bestimmen. Nein, es muss ein kompliziertes, verschleierndes Verfahren der „Risikogewichtung“ angewandt werden. Schlank?

      • Werner Meier sagt:

        Richtig, Sportpapi. Und um die höheren Kundengebühren (selbstverständlich ohne erkennbaren Gegenwert für das Kundenvieh) zu begründen, jammern sie über die Regulierungsdichte. Man kann es diesen Feudalisten eben nie recht machen…

  • Gianni Weidmann sagt:

    Endlich mal ein sach- und wirklichkeitsgerechter Artikel. Wir Aelteren wissen noch, dass der Wohlstand der Schweiz über jahrelanges, arbeitsames und bescheidenes Leben begründet wurde. Das haben die heutigen Abzokker ins Gegenteil gedreht. Kein Wunder wird mit falschen Zahlen und Argumenten Angstmacherei verbreitet. Eine Regulierung (Rückbesinnung) wie z.B. 1:12 ist dringend nötig.

    • Martin Frey sagt:

      Aeltere Generationen sollten v.a. die Planwirtschaft nicht nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Darum geht es hier. 1:12 ist nichts anderes als der Beginn einer staatlich orchestrierten Wirtschaftsordung und damit auch genau das Gegenteil von den Werten, die Sie aufzählen, Hr. Weidmann. Und wenn Sie sich an die gloriosen Zeiten der Sowjetunion zurückerinnern, dann wollen Sie das wohl auch nicht….

      • Marco sagt:

        Auch wir Jüngeren kennen Planwirtschaft, Herr Frey. Beispielsweise in der durch die Sünnelipartei geschützte Werkstatt namens Landwirtschaft.

        • Martin Frey sagt:

          Die Landwirtschaft ist wenigstens produktiv, die Juso vielmehr destruktiv. Wobei Sie mit dem Planwirtschaftsvorwurf da nicht ganz falsch liegen, Marco. Auch wenn ich bis dato noch nie zur Arbeit auf einer Kolchose verdammt wurde…

  • R. Merten sagt:

    Eine Verwaltungsräte und die Aktionäre einer Aktiengesellschaft können selber bestimmen, was die Geschäftsleitungsmitglieder für einen Lohn beziehen können. Das geht die Sozis und deren Neider nichts an. Wo käme man hin, wenn die Linken bestimmen könnten, wer welchen Lohn in einer Firma beziehen darf. Das Ziel der Sozis ist ja die Abschaffung des Kapitalismus. Die Auswirkungen einer solchen Politik hat man in der ex DDR gesehen. Armut für alle ! Es ist verwunderlich, dass es noch Bürger gibt, die eine Partei mit solchen Zielen noch wählt !!

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      So lange ich als freier Schweizer stimmberechtigt bin, so lange geht es mich etwas an, wenn Selbstbereicherer den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschädigen und den sozialen Frieden nachhaltig beeinträchtigen. Wenn schon die Eigentümer der Gesellschaften den Selbstbereicherern und Abzocker keinen Riegel schieben, dann werde ich es eben mit meiner Stimme an der Urne tun.

      • R. Merten sagt:

        solange Sie nicht Aktionär und damit Miteigentümer der Gesellschaft sind, geht Sie die Lohnskala des Unternehmens nicht an-basta. Ich schreibe Ihnen auch nicht vor, was Sie einzukaufen haben.

        • Heinrich Vogelsang sagt:

          Ich würde mal sagen, Sie geht nichts an, was ich mit meiner Stimme anstelle. Auch basta.

    • Stefan Gisler sagt:

      In der DDR gabs nicht Armut für alle. Eine etablierte Elite von Appartaschiks hatte alle Vorteile. Genau das streben auch die Superkapitalisten an – einige wenige Oligarchen haben alles Geld, alle Macht und die Bevölkerung hat dann deren Diktat entgegen zu nehmen (ganz demokratisch natürlich). Wer heute der rechts-neoliberalen Ideologie blind folgt, ebnet mit den Weg ins Feudalherrentum und in die Entmündigung der Bevölkerung.

  • Laurence Bodmer sagt:

    Wer Victorinox, die Glarner KB oder Landi mit ABB, Nestlé, Novartis oder UBS vergleicht, zeigt lediglich, dass er keine Ahnung hat – oder ein SP-Politiker ist.

    • Bob Parker sagt:

      Hauptsache Sie haben eine Ahnung. Dass die UBS zB etwas Anderes ist, haben wir gesehen, als gerade DER STAAT sie retten musste. Die exorbitanten Saläre gehen sehr wohl ALLE etwas an, denn ALLE bezahlen auch dafür. Im übrigen ist es schon perfid, dass gerade die KMU, die ja fast ausschliesslich nicht von der 1:12 Initiative betroffen sind, hier an vorderster Front für ihre Abzocker-„Kollegen“ gegen die Inittiative kämpfen sollen. Und: Ich habe noch kein einziges Argument für Löhne über 1:12 gehört oder gelesen. Die Initiative hat ebensowenig mit Neid, Sozialismus, DDR oder ähnlichem zu tun.

      • Martin Frey sagt:

        Schon im Ansatz komplett falsche Argumentation, Hr. Parker. Denn Sie bezahlen gar nichts an etwaig überhöhte Saläre einer Privatfirma. Daher gehen Sie etwaig überhöhte Saläre wie auch alle anderen Saläre von Firmen nichts an. Ausser Sie sind Aktionär dieser Firmen. Und die Aktionäre sowie deren Einfluss auf etwaig überhöhte Managersaläre wurden mit der Minderinitiative gestärkt. Die einzigen Löhne die Sie mitfinanzieren sind die der Poliitker, sowie der Topshots von SRG, SBB, Post, etc. Aber dort echauffiert sich amüsanterweise niemand, da es sich dabei um klassisch linke Tummelplätze handelt.

        • Markus sagt:

          Nachdem die UBS vom Staat Geld erhalten hat, wurden froehlich weiter Boni ausgezahlt. Insofern haben die Steuerzahler die Loehne schon mitfinanziert.

          • Martin Frey sagt:

            Man muss schon sehr faktenresistent sein um immer noch die Fabel von der 60 Mia.-Zahlung aufzuwärmen, die angeblich der Steuerzahler aufbringen musste. Die Rettung der UBS war für den Bund und damit für uns Steuerzahler (gehe davon aus dass Sie auch Steuern zahlen, Markus) ein gewinnbringendes Geschäft, alles andere sind linke Mythen. Zudem ist die UBS-Rettung (hoffentlich) die grosse Ausnahme und nicht die Regel, auch in Zukunft.

        • Ronnie König sagt:

          Frey: Also, wären nicht so grossartige Boni zu erwarten, dann ginge man nicht so grosse Risiken ein, wenn man damit rechnen muss bei Verlust kein Job mehr zu haben. Der Staat musste ja retten, es ging nicht anders. Das hat letztlich, bei den reell vorgekommenen Summen eben doch mit der Allgemeinheit zu tun, den gewisse Unternehmen sind halt relevant. Nicht nur Banken! Kann eine Firma sich retten, dann bräuchte es diese 1:12 vielleicht gar nicht. Es gibt da aber noch die ethische Komponente. Weil die untergeht, aber nicht nur hier, verändert sich die Gesellschaft. Vieles hat mit vielem zu tun.

          • Martin Frey sagt:

            „Vieles hat mit vielem zu tun.“ Was für ein Zitat, Hr. König! Solch einer Logik kann ich mich nicht verschliessen. Mehr gibts dazu wohl nicht zu sagen, alles ist gesagt.

      • Stefan Kunz sagt:

        Ich bin auch nicht für Löhne von über 1:12, ABER: 1:12 mittels Gesetzen einzufordern würde den Wirtschaftsstandort schädigen, die Schweiz in schwierigem Wettbewerbsumfeld weniger konkurrenzfähig machen und so insgesamt allen schaden – wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass auch nur jemand, der heute mehr als 20 mal mehr verdient als ein Arbeiter weniger Lohn haben wird – eine Halbierung des Salärs akzeptiert keiner, weshalb er halt geht oder 1:12 mittels irgendwelcher Konstrukte zu umgehen weiss – was beides wiederum die Schweiz viel kosten wird

  • blume sagt:

    mitschuldig an diesen lohnexessen sind auch die gewerkschaften
    DIE haben zugelassen dass die produktionsgewinne und zugewinne
    vorwiegend in den teppichetagen verteilt wurden
    .
    die gesammtarbeitsverträge mit stillhalteabkommen und streikverbot haben die einseitige gewinnverteilung gebilligt
    .
    wären die produktionszugewinne in die pensionskassen der arbeitnehmer geflossen wären
    könnte man /frau heute mit 60 in rente gehen und die arbeitsplätze den jungen überlassen
    .
    darum muss heute mit
    1:12
    erbschaftssteuer
    usw.
    für eine gerechte gewinnverteilung gekämpft werden

    • Marcel Sutter sagt:

      Blume, sie sind ja noch sozialistischer als alle anderen. Was Sie hier verlangen ist eine Enteignung des Eigentümers um es an alle zu verteilen. Der Unternehmer hat das finanzielle Risiko, er hat Stellen geschaffen. Der Arbeitnehmer bekommt für seine Arbeitsleistung einen Lohn, wenn es ihm nicht passt soll er sich weiterbilden und einen anderen Job suchen. Haben Sie schon Arbeitsplätze geschaffen? Ich denke mal nicht mit Ihren Ideen wären Sie in der Geschäftswelt schnell weg vom Fenster. Lassen Sie doch bitte die Firmen welche uns täglich eine Arbeit geben in Ruhe.

      • Martin Frey sagt:

        Wenn man sich die genannten blumigen Ausführungen zu Gemüte führt, dann fühlt man sich unweigerlich in die Vergangenheit zurückversetzt. Erinnerungen an wortgewaltige ZK-Reden und klassenkämpferische Parolen, wie man sie nicht schöner schwingen kann, kommen unweigerlich auf. Weiss nicht wie es Ihnen geht, Hr. Sutter, ich lehne mich jeweils zurück und geniesse den historischen Anschauungsunterricht…

  • Simon Meister sagt:

    Wenn die Abzockerei gegen oben bekämpft wird, kann ich das verstehen. Als Mittelständler muss ich mich aber fragen, wann Ihre Partei beginnt, die Abzockerei von unten zu bekämpfen. Die schweizerischen Sozialsysteme sind für viele Schweizer und hier lebende Ausländer zum Selbstbedienungssystem geworden. Oben zocken ein paar Hundert ab und unten vielleicht Einhunderttausend. Hier versagt ihre Partei vollkommen. Trotz Hochkonjunktur sind die Sozialwerke in Schieflage. Ihre Partei und deren Exponenten machen seit 2 Jahrzenten nur noch Polemik und Klassenkampf.

    • R. Merten sagt:

      ja, Hr. Meister, Sie haben Recht. Die Linken sind hauptverantwortlich für die ausufernden Kosten im Sozialwesen. Die Sozis schützen kriminelle Ausländer, verhindern mit allen Mitteln Ausschaffungen, unterstützen Arbeitsunwillige und verlangen einen Grundlohn von CHF 2500.- für jedermann- ob er Lust hat zu arbeiten oder nicht! Die Vermögenden zahlen 60 % aller Steueraufkommen. Das genügt alles den Sozis nicht. Enteignung ist Trumpf! Indem sie den Neid der weniger Vermögenden anstacheln- unterschlagen aber, dass Unternehmer z.B. 60 Std/Woche arbeiten und das finanzielle Risiko selber tragen!

      • Ernst Brüngger sagt:

        In Ihrer Welt möchte ich nicht leben! Glück gehabt, tu ich ja auch nicht. Als ideologieresistenter verantwortlicher Mitbürger kann ich zum Glück selber denken und muss nicht alles glauben und nachbeten, was Volksverführer egal welcher Provenienz behaupten. Wie gesagt, Glück gehabt….

      • Ronnie König sagt:

        Man stelle mal die Kosten der bürgerlichen Subventionitis der Linken Finanzierungssucht gegenüber und frage sich, was ist nun wirklich teurer! Sie werden staunen, aber leider nicht schweigen.

    • L. sagt:

      wow, ich wundere mich das ihr Kommentar so stehen bleiben durft – sonst ist der Tagi da ziemlich schnell bereit die Zensurkeule zu schwingen! Wahrheiten werden da nur ganz selten geduldet wenn sie sich auf den Sozialstaat beziehen

  • Andreas Weber sagt:

    Und täglich grüsst das sozialistische Murmeltier. Gratis Propaganda unter dem Deckmäntelchen der Information durch die Presse… und da fragen sich die Pressehäuserm, wieso niemand mehr ihre Druckerzeugnisse kauft. Ich habe den Tagesanzeiger nach mehreren Jahren nicht mehr abonniert, die anderen Tageszeitungen sind auch nicht besser. Wo ist das Medium, welches einen wirklich einigermassen neutral informiert???

    • Francine Hutter sagt:

      …einfach inzestuös weiter Weltwoche und Schweizerzeit konsumieren, dann stimmt es auch wieder mit dem Weltbild… Ihre täglichen Murmeltiere heissen hier übrigens Blattmann, Merten oder Meister (falls diese nicht identisch sind…) und kommen ganz sicher nicht von links…

      • Andreas Weber sagt:

        „inzestuös“???? Ich bitte sie? ist das der von links wie ein Schlagstock angeführte Respekt und Anstand gegenüber Andersdenkenden? Sie haben sich grad selber disqualifiziert, „Francine Hutter“.
        Ausserdem haben sie meine Aussage gar nicht verstanden… Wenn ich den Tagi jahrelang gelesen habe, wo stehe ich dann wohl politisch eher? Eine Frechheit, mich hier in die braune Ecke zu stellen!! Pfui Teufel!!

      • R. Merten sagt:

        könnten Sie, Frau Hutter, wenigstens richtig deutsch schreiben, damit man auch verstehen kann, was Sie sagen wollen. Vielleicht dazu noch ein Argument, das nachvollziehbar ist, Frau Hutter. Die Weltwoche deckt übrigens fast jede Woche gravierende Missbrauchsfälle auf, die meistens von den Linken ins Lächerliche gezogen oder geleugnet werden. Das heisst, die Cüplisozialisten und solche, die nicht selber denken können, unterstützen diese Masche noch- zu Lasten der „dummen“ Steuerzahler. Ich plädiere weiterhin für Aus- und Weiterbildung, Frau Hutter !!

        • Heinrich Vogelsang sagt:

          Was hat denn Ihre Phrasendrescherei mit der 1:12-Initiative zu tun? Verstehe schon: weil es keine einleuchtenden Sach-Argumente dagegen gibt, ziehen Sie ihre Befriedigung aus dem freien Phantasieren..

          • R. Merten sagt:

            Die Wahrheit ist einem Sozi halt unbequem, gell, Hr. Vogelsang. Sagen Sie uns allen einmal, warum die Sozialausgaben derart aus dem Ruder laufen. Sind es die Asylanten oder sind es Faulpelze, die sich auf unsere Kosten ein schönes Leben machen oder ist es sogar die Masseneinwanderung mit all den Missbräuchen. Oder vielleicht die Berufskriminellen, die alle auf Staatskosten einen Psychiater oder Anwalt kostenlos zur Seite gestellt erhalten- oder vielleicht die Reitstunden oder das Boxtraining ? Oder die Wohlfühloase im Gefängnis ? Wir alle sind gespannt auf Ihre Antwort, Hr. Vogelsang.

          • Heinrich Vogelsang sagt:

            Das ist alles nur dümmliche und faschistoide Hetze, die wir in der Schweiz ertragen, weil wir so gute und leidensfähige Demokraten sind, Versuchen Sie mal ihre Statements in einem deutschen, französischen oder italienischen Forum zu veröffentlichen. Das wird schneller gelöscht als sie überhaupt kucken können,

        • Francine Hutter sagt:

          @Merten: Wer nichts verstanden hat und so tut, als liege das Problem beim Anderen, begibt sich in gefährliche Gewässer. Dem geneigten Leser könnte auffallen, dass die Sachlage eher umgekehrt ist und bei Ihnen die Bildung der letzte Rettungsanker wäre. PS: Ihr Deutsch scheint nicht gerade höchsten Ansprüchen zu genügen, aber das wissen Sie sicher selber auch… Weltwoche-Adepten überzeugen immer wieder mit absoluter Linientreue und Loyalität entgegen jeder Vernunft! Ich unterstütze Ihr Plädoyer für mehr Bildung uneingeschränkt!!!!

          • R. Merten sagt:

            das ist nur ein nichtssagender Rundumschlag, Frau Hutter. Man sieht aus Ihrem Text, dass Sie erstens die Weltwoche nicht lesen, zweitens darum gar nicht über diese Zeitschrift urteilen können und drittens nichts dabei finden, wenn Millionenbeträge von Asylanten ertrogen werden. Man kann ab solch einer Geisteshaltung nur den Kopf schütteln. Bei Ihnen hat anscheinend die Indoktrination der JUSO nachhaltig nachgewirkt !!

  • Rüdiger Kraus sagt:

    Wieviele dieser KMU-Patrons sind wohl für staatliche Bevormundung? Schliesslich sind die ja selbstständig/erfolgreich, weil ihnen ständig ein Staats-Funktionär eingeflüstert hat, was wirtschaftlich zu tun ist. Nein wirklich all die Knalltüten der Politik, welche à la C. Wermuth ja fodern, dass es Berufspolitiker nur noch geben soll, haben keinen Blassen von Unternehmer-sein und finanziell mit allem „drinzuhängen“. Aber vom NR-Sessel aus, hundertdressig-tausend abzügelnd auf Volkes Kosten, lässt es sich toll referieren. Bambulé

    • Werner Meier sagt:

      Herr Kraus, wie ich höre und verstehe, sind sogar einige/viele dieser KMU-Patrons FÜR die Initiative, weil sie sehen, dass dieser Feudalismus der Oligarchen das wirkliche Unternehmertum verdirbt. KMUs würden die 1:12-Kriterien locker erfüllen.

  • Marcel Sutter sagt:

    Der letzte Satz ist ja der schönste am ganzen Text, hat dieser Herr Schwaab schon einmal den Wermuth und Roth in Aktion erlebt? Soviel zum Thema freundlicher Umgang mit Gegnern. Was Herr Schwaab hier einführen will ist der Kommunismus in Reinkulter zusammen mit der Planwirtschaft ist dies sicher das Erfolgsmodell der Zukunft. Hauptsache der Neid wurde befriedigt.

    • R. Merten sagt:

      richtig, Hr. Sutter- ohne erfolgreiche Unternehmen können auch die Löhne der Arbeitenden nicht bezahlt werden. Aber dass es auch Cüplisozis gibt, die das anscheinend nicht wissen, stimmt mich nachdenklich und ist auch bedenklich. Auch bei neutraler Betrachtung ist es nicht verständlich, dass die Linken nicht mehr Verständnis für Volkswirtschaft und Wissen über deren Zusammenhänge haben. Aber es gibt ein Sprichwort : Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber !!!

      • Ronnie König sagt:

        Es gab aber genug Lohn als die Verhältnisse noch im Lot waren, heute brauchen viele staatliche Unterstützung, weil es nicht mehr reicht!

        • R. Merten sagt:

          vor allem wegen der staatlichen und linken Geldverschleuderung sind die sozialen Kosten aus dem Ruder gelaufen, Hr.König. Immer mehr linke Subventionen für Grundlohn, Staatskultur, Wohnungen, Kripppen etc. tragen auch nicht zu einem gesunden Staatshaushalt bei. Bevor Sie wieder die Bauernsubventionen ansprechen: die Bauern leisten wenigstens etwas für unser Land- im Gegensatz zu den Milliardenbeträge jedes Jahr in die instransparente Entwicklungshilfe und in die EU-Töpfe- ohne dass wir irgendwo profitieren können !!

          • Ronnie König sagt:

            Machen sie sich doch nicht lächerlich! Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? So kommen wir nirgends hin! Was leistet der Bauer? Eine mit 4000 Fr. subventionierte Kuh, der Studi ist wahrscheinlich billiger, beim Verkauf gibts evtl. nur 3500Fr. Und das nennen sie Leistung? Wo man dem Guten Bauer auch soonst noch Gutschriften gewähren muss und am Ende Analogkäse resultiert! Das ist ihre produktive Welt. Und es bräuchte sicher nicht Subventionen zu einem anständigen Lohn. Der Manager hätte immer noch mehr als genug. Wenn sie einen gesunden Staatshaushalt wollen, dann misten sie mal ihre Ecke aus!

          • R. Merten sagt:

            Hr. König- Sie verstehen das Agrarbusiness nicht. Arbeiten Sie einmal bei einem Bauern oder Bergbauern. Aber vielleicht haben Sie gar nicht die Kraft und den Saft, das durchzuhalten ! Im schönen Wohnzimmer ist es halt ein bisschen anders als draussen bei Wind und Wetter, Hr. König !!

      • Marcel Sutter sagt:

        Genau Merten, vor allem nehmen wir jetzt einmal an der sehr unwahrscheinliche Fall tritt ein und die unteren Chargen erhalten mehr Lohn. Wie uns die JUSO sagt betrifft es nur ein paar Grossfirmen. Nun ist es aber so, dass diese Grossfirmen auch in den untersten Chargen schon die besseren Löhne als die KMU bezahlen. Das würde ja dann heissen, dass die KMU ihrerseits die Löhne Ihrer Mitarbeiter durchs Band anheben muss. Wieviele KMU’s können dies einfach so? Diese Intiative ist voller Fehler egal von welchem Szenario wir ausgehen ich sehe mehr negatives als positives

        • R. Merten sagt:

          ja- Sutter- wenn das nur die einfachen Bürger auch so sehen würden und nicht den linken Neidschalmeien folgen würden.
          Dass die Linken die Personenfreizügigkeit dazumal in den Himmel gelobt haben und heute bitter klagen, dass sie Politikern auf den Leim gekrochen seinen aber das die PFZ doch eine gute Sache sei. Man müssen nur alle Betriebe mit Gewerkschaftern überhäufen, die streng alle Abläufe und Mindestlöhne der Betriebe kontrollieren- dann können weiterhin hunderttausende in die CH einwandern, ohne das Lohngefüge zu beeinträchtigen. Was für ein Unsinn, diese sozialistischen Ueberlegungen !

          • Ronnie König sagt:

            Der heilige Blocher sagte: Wir sollten es riskieren. Steht so in den Archiven, im Protokoll der Session. Spuhler hatte auch eine andere Meinung wie sie. Warum wohl? Das sind Fakten. Dass die Linke nicht dagegen war, dem ist so. Weil die auch offener sind. Vielem gegenüber, selbst hardcore SVPler die sich öfters in der Hitze des Gefechts verirren. Und mit Neid hat das nichts zu tun! Denn Neid erzeugt das Gefühl auch so viel zu wollen. Aber davon ist nirgends die Rede, ausser bei Leuten wie ihnen, die dererlei ständig erfinden. Sagen sie missgünstig geht es schon besser.

        • Ronnie König sagt:

          Das Verhalten der Gegenseite ja genau so! Man sollte als Bauer arbeiten gehen, wie wenn ein Deckenmonteur nix täte. Gut diese Arbeit war einmal. Nur bekam der Monteur keine staatlich garantierte Subvention. Und wer nun noch mit der Versorgung kommt, dem sei der Export in Erinnerung gerufen, der ua Flüchtlinge generiert oder Biodiesel oder… Das sind die existierenden Realitäten. Wie Exzesse, die unter dem Strich mehr schaden als nutzen. AHV hin oder her. Fast alle diese Sozialwerke sind so aufgebaut und finanziert wie die Bürgerlichen das wollten. Nicht unbedingt sicher nämlich. So oder so.

  • Zurbrügg sagt:

    Ein weiterer lächerlicher Versuch, die Initiative schön zu reden. Dabei geht es den Initianten nur um die Kontrolle des Staates über die Wirtschaft, und die Bürger, nichts anderes. Wer darauf hereinfällt dem ist definitiv nicht mehr zu helfen. So blöd wie die Linken sind die Wirtschaftsführer eben nicht, die Weltkonzerne werden kein Problem haben, die Löhne nach dem Globalen Standard zu bezahlen. Und wie immer bei Sozialistischen Ideen, sind die kleinen Leute die Leidtragenden.

    • Ernst Brüngger sagt:

      Der Ideologe, der die anderen der Ideologie bezichtigt. Zurbrügg ist immer für ein braunbürgerliches Schmankerl gut… Diesmal erkennt er nicht, dass er längst die Marionette ist, die er nie sein wollte und tut das, was ihm indoktriniert und aufgetragen wurde. Dumm nur, wer die Entwicklungen verschläft und noch immer glaubt, was ihm vorgegaukelt wird. Unsere Welt hat sich verändert seit dem Wirtschaftswunder, aktualisieren Sie mal ihr Hintergrundwissen, es ist höchste Zeit! Schwachstromkapitalisten, die sich von der Grossfinanz einlullen lassen, sind die Gefahr und leiden tut der kleine Bürger

      • Andreas Weber sagt:

        …und wie immer, wenn unsere Kommunismus-Fans gar keine Argumente haben… braunbürgerlich, Marionette, Schwchstromkapitalisten. Ich finds nur noch widerlich, wie hier die eine Seite die andere mit Beleidigungen eindeckt, Beleidigungen der anderen Seite aber anprangert. Ich bin und war nie SVPler, ich bin traditionell bürgerlich. So ähnlich wie die Bürgerlichen der USA, die so langsam von der Tea-Party verdrängt werden. Und mich stört das populistische Gezeter der SVP sehr. Aber die andere Seite ist eben so extrem und hat noch das Gefühl, auf der guten Seite zu stehen! Quo vadis?

        • Ernst Brüngger sagt:

          Herr Weber, da schwant mir jetzt aber grad was beinahe Unheimliches. Sie reagieren auf meine Replik auf Zurbrügg als wären Sie Zurbrügg..? Nicht dass ich Ihnen als erzbürgerlichem Wähler das unterstellen will. Ich funktioniere nicht wie rechte, die mit Invektiven und Unterstellungen operieren, aber dennoch drängt sich mir hier die Frage auf, Herr Weber, sind Sie Herr Zurbrügg???

          • Ronnie König sagt:

            Wenn man keine Argumente mehr hat dann greift der rechte Stammtisch zur Neid-, Kommunismus-, Sozialismuskeule! Behauptet der Staat solle kontrollieren, aber dass sie genau so diese Forderungen immer wieder durchsetzen wollen mit garantierten Milch/Abnahmepreise, einheimische Firmen den billigen aus dem Ausland vorziehen etc. das darf man natürlich dann nicht erwähnen. Der reinste Komödiantenstadl was da zum Teil abgeht. Und ja, die SVP hat wohl die verquertesten Argumente, sieht überall Gespenster, aber Lösungen die gangbar sind, da warten wir wohl ewigs. Vor allem, eine Verarmung wäre da sich

          • Andreas Weber sagt:

            Nein, Herr Brüngger, ich kann sie beruhigen. Im Gegensatz zu anderen hier in den Kommentarspalten bin ich ich. Ich stehe mit meinem Namen zu meinen Aussagen. Wissen Sie, wenn alle Linken das selbe quaken stört es sie nicht, wenn sich aber mal zwei Bürgerliche einer Meinung sind, folgt ein Vorwurf, es handle sich um die selbe Person? Gähn. Wie öde. Und ihre Frage ist eigentlich auch schon eine Unterstellung, einfach in Frageform. Mir drängt sich die Frage auf, Herr Brüngger, denkt das linke Kollektiv gemeinsam als eines oder viele zusammen ergänzen sich zur selben Meinung?

      • Zurbrügg sagt:

        Na, wer mit solchen primitiven Anschuldigungen kommen muss sollte, wenn er fähig wäre sein Wissen punkto Sozialistischer Vergangenheit erweitern. Die braune Brut nannte sich schliesslich National Sozialistisch. Ach, und als Selbstständiger Unternehmer habe ich keine Lust, mich vom Staat gängeln zu lassen…………

        • Ernst Brüngger sagt:

          Immer wenn Raubtierkapitalisten keine Argumente haben, zielen Sie auf die Person…. ‚der Staat will Kontrolle über Bürger und Wirtschaft‘ ist mindestens so dämlich und sachlich falsch wie der Verweis auf die Nazis, Ihre Masche zieht nicht Zurbrügg, Sie sind ein Verhetzer, der Linke gesamtheitlich als blöd denunziert und noch immer glaubt, er sei ein Gutmensch. Welch Ironie! Faschisten gelten seit jeher als unbelehrbar, daher ist jede Hoffnung auf Besserung obsolet! Wenn Sie denn selbständiger Unternehmer wären, würden Sie bestimmt nicht Ihre Zeit auf diesen Portalen verplempern, Gotcha!!

          • Zurbrügg sagt:

            Ach, glauben Sie doch, was Sie wollen. Diskussion überflüssig.

          • Zurbrügg sagt:

            Wo ich meine Zeit verplempere kann Ihnen wohl egal sein. Wohingegen Sie wohl entweder ein verbitterter Rentner, oder ein gelangweilter Beamter sein müssen.

          • Ronnie König sagt:

            Herr Brüngger, nehmen sie nicht jeden troll ernst, denn es ist bewiesen, dass diese Ecke einfacher gestrickt ist! Aber, und das darf man ruhig auch einmal erwähnen, erkennt diese Ecke oft sehr schnell wo der Schuh drückt. Aber dann hat es sich auch schon, wie die Diskussion zeigt. Eigentlich schade, zeigt die Erfahrung doch, dass bei einem emotionslosen kontroversen Brainstorming durchaus neue Ideen und Lösungen zu erwarten sein können. Aber das will man offenbar gar nicht. Das Weltbild könnte sich verändern.

          • Andreas Weber sagt:

            Herr Brüngger, so als kleiner Hinweis… man sollte nicht anprangern, dass von der Gegenseite auf die Person gespielt wird und dann selber mit Ausdrücken wie „Raubtierkapitalisten“, „dämlich“, „Sie sind ein Verhetzer“, „Faschisten“, „braunbürgerlich“, „Marionette“ um sich werfen. Es sei denn Sie als Linker haben das Gefühl Sie dürften das, weil sie aus ihrer politischen Ausrichtung heraus per se immer recht haben. Naja.

          • Ernst Brüngger sagt:

            Lieber Weber, es freut mich, dass Sie Sie sind. Der Vorwurf der doppelten Identitäten ist übrigens eine übliche Unterstellung rechter Schreiberlinge, falls Ihnen dies entgangen sein sollte. Und: selbstverständlich ahme ich die unschönen Kommunikationsformen rechter Kommentatoren nach, scheint die einzige Sprache zu sein, die sie verstehen, siehe Zurbrügg et alii. Sachlich gilt, dass Exzesse weltweit und speziell in der Schweiz die Solidarität untergraben, ähnlich wie es Rechte von der Einwanderung behaupten, nur scheint dies keiner bemerken zu wollen. Komplexität überfordert das Denken vieler.

          • Ernst Brüngger sagt:

            @Zurbrügg: Dumm nur, wenn diese sich dann entlarvt sehen und beleidigt verbal um sich schlagen…

        • Heinrich Vogelsang sagt:

          Herr Zurbrügg Sie stehen knapp vor einer wichtigen Erkenntnis. Schon mal erwogen, dass soziale Politik eine gute Sache sein könnte und deshalb vom Wahlvolk honoriert wird? Die Nationalsozialisten betrieben nach ihrer Machtergreifung eine sehr soziale Familienpolitik und erkauften sich unter anderm auch so die Duldung durch die grosse schweigende Masse.

          • Zurbrügg sagt:

            König: Was, noch einfacher gestrickt als Sie??
            Geht kaum.
            Davon, dass es Kommentarschreiber gibt, welche bewusst provozieren und nicht ernst genommen werden können, haben Sie wohl noch nie was gehört….

    • Ronnie König sagt:

      Die kleinen Leute sind so oder so die Leidtragenden! Ausser man machts wie vor 30 Jahren. Und da waren die meisten zufrieden. Nur um es wieder einmal in Erinnerung zu rufen, der Blocher war gegen diese Spiele(Banken) bis 1989! Ebner überzeugte ihn dann aber. Somit verstummte eine gewichtige Stimme. Man müsse mit den anderen mitziehen etc. Ja, das mag ein Stück weit auch stimmen. Weise der, der die Grenze erkennt und danach handelt. Der verhindert 1:12-Diskussionen.

  • Bernard Zappli sagt:

    Als Nächstes folgt wohl Vermögenshöchstgrenze: Der Reichste einer Gemeinde darf nur 12x so viel besitzen wie der Ärmste. In der Linken-Hochburg Basel könnten da ein paar kalte Füsse bekommen. Wann begreifen unsere Linken endlich, dass das Leben ungerecht ist? Es gibt nun mal Dumme und Gescheite, Schöne und Hässliche, Gesunde und Kranke und eben auch Arme und Reiche. Müssen alle gleich sein und wie genau? Und wer bestimmt das? Die SP? Die Einzigen, die Gerechtigkeit sauber definieren können?

    • Ronnie König sagt:

      Nein, aber man könnte über eine vernünftige Erbschaftssteuer nachdenken! Eigentlich stört es mich zwar auch, dass versteuertes Geld immer wieder von neuem mit einer Steuer belegt werden soll. Doch bei allem was man so erlebt, lässt es sich ganz offensichtlich nicht verhindern. Man verlangt lustigerweise eine ganze Menge vom Staat was er leisten, bauen, verhindern soll und das ist im Kapitalismus nun einfach an Geld gebunden. Und der Staat soll ja auch nicht die Privatwirtschft konkurrenzieren, aber nach Möglichkeit finanzieren. Mit was, wenn nicht Steuern?

  • Bernie Graezer sagt:

    Die Jusos sind eine Antigone-Partei:“Que je veux tous et maintenant.“ Nicht gefragt wird, ob vielleicht das falsche gewollt wird, weil die Welt nicht so funktioniert oder ob es klüger gewesen wäre, nicht mit einer Maximalforderung aufzufahren und ob das ganze wie geplant funktioniert. Besonders letzteres ist spekulativ. Die Fantasielosigkeit der Initiative wird von der Kreativität der Unternehmensberater leicht umschifft. Man will Abzocker treffen und nimmt Kollateralschäden in Kauf, für welche die Befürworter letztlich nicht aufkommen.

  • Hans Käslin sagt:

    Ein klarer Artikel von Herrn Schwaab, Bravo. Die SVP ist sich hingegeg mittlerweile nicht mehr zu schade eine Hetzkampagne zu starten, die in graphischer Gestaltung und Wahrheitsnähe and übelste Nazizeiten erinnert. Wenn man von unschweizerisch reden kann dann haben wir hier ein besonders abscheuliches und abschreckende Propagandaexemplar. Aber so wie es aussieht werden die Grosslkapitalisten und Abzopcker gewinnen. Sie können sich auf die Wirkung von Geld, Macht und ihre blinden Helfershelfer die KMU verlassen.

    • Stefan Mutz sagt:

      Jaja die SVP,scheint bei Linken immer wieder Ängste auszulösen…und zwar so sehr,dass man diese Partei ständig und überall erwähnen und denunziieren muss,schon erbärmlich!Die wirklichen Probleme werden halt gerne ausgeblendet,ist einfacher und erspart genaueres Nachdenken.

      • Ronnie König sagt:

        Erbärmlich ist, wenn man keine richtigen Gegner sich suchen kann und immer auf Minderheiten losgehen will! Die SVP ist in ihrem wahren Kern den Talibanen näher, als die Linke den realexistierenden Kommunisten! Bei der PdA könnte man das in Ansätzen aber sagen, nur die nimmt keiner so richtig ernst und andere gibts nicht mehr. Wer meint, in einer Demokratie liesse sich ein Land aufbauen, wenn man nur über 50% käme, dann verratet man doch die wahre Gesinnung. Und darum ist mit aller Vehemenz dagegen anzukämpfen. Zum Glück wollen die Linken so etwas nicht. Sind auch etwas realistischer.

  • Patrick sagt:

    Nur ein Detail: „wunderbar wettbewerbsfähig“ seien die Landi, KB Glarus und Victorinox…
    Landi und KB Glarus stehen wohl kaum im internationalen Wettbewerb…
    und auch Victorinox nicht… das Schweizer Armeesackmesser ist das Schweizer Armeesackmesser ist das Schweizer Armeesackmesser etc…. da kann nicht einfach ein Chinese kommen.
    eine viel schlechtere Auswahl für die Argumentation habe ich noch selten gesehen.

  • Patrick sagt:

    „unschweizerisch“ sind die masslosen Saläre.
    Tja, wohl ein Effekt der Globalisierung. Aber schliesslich wollen wir ja nicht mehr alle biedere Schweizer sein, da passt’s doch gut zum Zeitgeist „La suisse n’existe pas“, Herr Schwab, also kommen sie nicht mit „unschweizerisch“

    • Ronnie König sagt:

      Die Kehrseite der Medaille, wo vorne hoher Lohn steht, ist die Masseneinwanderung von Legalen, Illegalen und all den Menschen die kommen.

  • Patrick sagt:

    Unser Quartierbeck ist auch wunderbar wettbewerbsfähig und hat sicher auch nicht 1:12…
    Wow, was für ein Argument.

    • Andreas Weber sagt:

      Ja, mehr ist da auch nicht. Aber wenn man das Schwert der guten Absichten mit sich führt, dann schlägt man halt allen die aufmucksen den Kopf ab. So hat Links schon immer funktioniert. So ist es leider so, dass heute noch dem Kommunismus wenig anrüchiges angelastet wird, obwohl Stalin und seine Vasallen ebenso viele Tote auf dem Gewissen haben wie Hitler. Und all unsere fehlgeleiteten Jusos hängen diesen Ideologien nach, als ob es das Beste ever war. Sagt mir doch mal, liebe Genossen: Wenn eure Ideologie so supi war… wieso ist dann der ganze Kommunismus in der 90ern zusammengekracht?

      • Ronnie König sagt:

        Linke sind keine Kommunisten! Linke sind soziale Bürgerliche etwas mehr links von denen die eigentlich eher politisch-religiöse Fanatiker sind. Die linken Fanatiker wo sind sie? Wo ist die POCH, die POB? Als letztes gewalttätiges übriges Häufchen kann man noch den schwarzen Block erwähnen. Muss man vielleicht sogar, der Glaubwürdigkeit halber.

  • Bruno Ganz sagt:

    Sie haben Recht Herr Schwaab NUR sie bei der SP glauben immer nur dass der STAAT der einzige Akteur ist der handlungsfähig ist – ich begrüsse tiefere Saläre von Managern aber eben, keine staatlich erzwungene!

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Dann begrüssen sie mal weiter. Wird Brady Dougan und die Heuschrecken sicher schwer beeindrucken …

  • Marco Henzer sagt:

    Genau mein Gedanke.
    Der Wert der schweizer Gesellschaft liegt darin, dass der Reiche nicht protzt und der Arme nicht unten rausfällt. So entsteht sozialer Frieden. Und im Dorf steht das schöne Einfamilienhaus neben dem Bauernhof und der Strassenkehrer sitzt am gleichen Stammtisch wie der Bankdirektor und bei der Gemeinderatswahl können beide kandidieren und mitreden.
    DAS sind Werte. Wenn einer 1:1000 verdient und nachher Bodyguards anstellt und Stacheldraht um seine Villa zieht, dann haben wir bald Werte wie in Mexiko, wo ab und zu mal ein Familienmitglied entführt und Läösegeld erpresst wird.

  • Francine Hutter sagt:

    Keine Argumente, aber den anderen lächerlich machen, gut schweizerisch halt, gelle Patrick… Exzesse wollen wir in Zukunft tolerieren, weil wir sind ja keine Hinterwäldler und so global! Selten so naiven Kommentar gelesen!

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Es gibt hier leider ein Paar Menschen, die glauben, dass ganze Firmen abwandern werden, weil der betreffenden Direktion oben die unteren Gehälter verbindlich angehaftet werden. Mit einem solch wirren und banalen „Verständnis“ des Wirtschaftsstandortes Schweiz wäre es mir peinlich, mich in öffentlichen Foren zu äussern.

    Herr Blattmann: … mir fehlen schlicht die Worte zu Ihrem „Charakter“, den Sie in den Kommentaren zu Tage treten lassen. Einfach scheusslich.

    • Stefan Kunz sagt:

      Glauben Sie ernsthaft ein Topmanager, der heute 10 Millionen verdient wird nach Annahme von 1:12 einfach sagen, OK, dann nehm ich halt fortan 500’000? Er WIRD einen Weg finden, das zu umgehen und das Abwandern ist eine Möglichkeit, es gibt aber vermutlich viel einfachere Wege um 1:12 zu umgehen.

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Ist doch egal. Es geht um die Signalwirkung und um den sozialen Frieden, den Zusammenhalt in der Gesellschaft, Herr Kunz.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Dann soll ER doch gehen, was hat SEIN Gehalt mit dem Unternehmen zu tun. Dann soll ER es halt UMGEHEN. Dafür landet ER in den Medien. Es gibt mehr als genug Leute, die den Job auch für weniger machen. Deswegen wandert aber KEIN Unternehmen ab.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Hören Sie auf mit dieser Angstmacherei. Es kommt ja wohl auch Ihnen zugute, wenn wir eine gesunde und gerechtere Gesellschaftspolitik pflegen. Und bitte lassen Sie die unglaublich schwachen Argumente mit Sozialismus und Kommunismus. Dafür sind wir als Schweizer überhaupt nicht in der Lage, zu egoistisch und sozial kaputt sind wir als Volk.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Und noch zuletzt, um genauer auf Ihr Argument einzugehen. Ein Manager allein ist eben nicht das sog. Unternehmen. Zumeist sind das „unternehmensfreie“ natürlich Personen, die lediglich an der eigenen Person und dem dazugehörenden Geldbeutel interessiert sind. Das Unternehmen hingegen richtet sich an die Wirtschaftsstandorte und der wird in der Schweiz durch 1:12 eben gerade NICHT angetastet. Lediglich der oberste Lohn muss in einem anständigen Verhältnis zum tiefsten sein. Wie hoch somit die Löhne sind, bleibt dem Unternemen selbst überlassen.

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Plötzlich kommt die Zahl 1 : 20 ins Spiel. Da haben wohl gewisse Leute gemerkt, dass 1 : 12 auch Kantonalbanken, quaistaatliche Unternehmen wie Bahn, Post, …. treffen wird wo viele SPler bluten müssten.

    • Daniel Mühlauer sagt:

      Viele SPler wären gerne bereit, Ihr Gehalt gerecht anpassen zu lassen. Dafür spricht die solchen Menschen (noch) zuteil werdende Lebensmoral und der dahintersteckende Anstand.

      • R. Merten sagt:

        ab Ihren Argumenten und rosaroten Träumen lachen ja die Hühner. Weit weg von der Realität !! Auch die Genossen sind Materialisten. Haben Sie das noch nicht gemerkt, Hr Mühlauer ?

        • Daniel Mühlauer sagt:

          Hier und jetzt, bei mir, Realität. Schlicht und ergreifend, da sollen von mir aus Ihre Hühner ruhig lachen. Ich an Ihrer Stelle würde diese betreffenden Hühner genauer untersuchen lassen, normal ist das nämlich nicht.

  • Bruno sagt:

    Wenn ich alle diese Beiträge so Lese…erstaunt es mich, wie ein grosser Teil der Beiträge,- alles was Links ist an den Pranger stellt wird. Das ganze haben uns doch einige Geldgierige CEO’s und Verwaltungräte eingebrockt und die standen bestimmt nicht Links. Auch das Erfolgs Modell Schweiz wird immer hervorgehoben, waren das die jenigen die, die freie Marktwirtschaft so hervor heben? Die waren es mit Sicherheit nicht. Es waren die KMU’s mit ihren Angestellen die Anständig und Vorauschauend arbeiteten. Hätte die freie Martwirtschaft wirklich funktioniert wäre keine 1:12 Abstimmung nötig.

    • Daniel Mühlauer sagt:

      Viele der Kommentatoren, leider ausnahmslos Männer, wissen nicht, dass der heutige Wohlstand eine Errungenschaft vergangener Jahrzehnte ist und somit Resultat einer sozialen und „gerechteren“ Marktwirtschaft. WIr schaffen heute das Ergebnis von morgen bzw. für unsere Kinder. Und dieses wird sicherlich nicht Wohlstand bedeuten, dafür stechen die Signale in der EU und den USA zu deutlich hervor. Aber wenn mans auch jetzt noch nicht merkt…

      • Ronnie König sagt:

        Man lese Aufstieg und Fall von Genua, Venedig und andere. Da wird man als intelligenter Leser bald fündig was den Untergang beschleunigte: Die Zunahme beim Ungleichgewicht bei arm oder reich. Schon die Römer und andere mussten dies schmerzlich erfahren, obwohl noch andere Gründe vorlagen.

    • Christian Weiss sagt:

      Die Planwirtschaft funktioniert nie. Die freie Marktwirtschaft funktioniert hingegen sogar dann, wenn sie halbbatzig gemacht wird. Trotz zunehmendem Regulierungswahn hat die Schweiz noch immer eines der freisten Wirtschaftssysteme weltweit und entsprechend auch einen der höchsten Lebensstandards. Diese freie Wirtschaft ist das Erfolgsmodell, das seit der Einführung von 165 Jahren immer wieder gegen die Sozialisten aller Parteien verteidigt werden muss. Die Abstimmung ist unnötig, weil sie ein Problem bekämpft, das es nicht gibt. Durch die Spitzensaläre erwächst nämlich niemandem ein Nachteil.

      • Esther Müller sagt:

        Es geht doch hier nicht um Planwirtschaft, es geht simpel um ein Korrektiv wie z.B. das Kartellgesetz. Wir hatten noch nie ein völlig freie Wirtschaft und es ist richtig dort einzugreifen wo etwas aus dem Ruder läuft!

  • Ronnie König sagt:

    Im Magazin war ein interessanter Artikel zum Daig in Basel. Vieles stimmte. Die wenigsten erhalten beim Daig einen exorbitanten Lohn. Geld hat man ja, es arbeitet, man gibt auch wieder zurück auf vielfältige Weise. Direkt oder via Stiftungen. Ein Teil hilft direkt den Ärmeren. Dann wird Kultur gefördert. Das ist alles löblich und meist gut. Nun kommt aber das Aber! Kann ich ein Orchester, ein Theater, ein Museum essen? Wo ist die Stiftung für medizinische Behandlung, wo für Extras bei Behinderten die sonst nicht bezahlt werden? Irgendwie lässt sich mit Reichen gut Leben, wenn Mass gehalten wir

  • K.A. Barett sagt:

    Natürlich stimmt einiges, das Jean christophe Schwaab schreibt. Er zieht aber daraus die falschen Schlüsse. Der Staat hat bei der Gestaltung der Löhne und Gehälter der Wirtschaft keine Vorschriften zu machen. Die privaten Firmen müssen sich an den Märkten behaupten, die richtigen Produkte lancieren und damit Geld zu verdienen versuchen. Damit sie das können, brauchen sie volle unternehmerische Freiheit, die auch die Auswahl der aus der Sicht der Unternehmen richtigen Persönlichkeiten ohne Einschränken mit einschliessen muss.

    • Ronnie König sagt:

      Herr Barett, dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden! Leider zeigt die Erfahrung über die letzten 400 Jahre, dass der Markt eben nur bedingt spielt! Das sagen selbst Ökonomen/Nobelpreisträger, da vieles anders kommt, als es nach Theorie sollte. Also brauchen wir da ein Gegengewicht. Das ist dann der Staat, im Idealfall von einem Volk entsprechend kontrolliert und von unabhängigen Medien sekundiert! Sie sehen als, wir haben jetzt schon 3 Parteien. Da kann die Wahrheit vom Markt nur falsch sein. Wie viel falsch das ist dann oft eine ideologische Frage, bis zur Krise.

      • DAM sagt:

        @Ronnie König
        „…dass der Markt eben nur bedingt spielt“
        Dass sehe ich entschieden anders. Der Markt würde eigentlich immer spielen. Nur wird eben oftmals von Aussen eingegriffen, wenn der Markt gerade nicht so spielt, wie es sich gewisse Ideologen vorstellen.

        • Ronnie König sagt:

          @DAM: Man sah es beim Liborskandal. Noch weitere Lehrstücke gefällig? Etwa Immo-Blase?

  • L. sagt:

    Schon seit einiger Zeit ist vieles nicht mehr schweizerisch – die dunklen Seiten der vielfach hochgejubelten Globalisierung zeigt je laenger je mehr die dunklen Seiten.
    Fuer einige, wenige mag die Globalisierung ja durchaus nur Vorteile (im finanziellen Bereich) bringen, fuer viele aber eher das Gegenteil.

    • Christian Weiss sagt:

      Die Globalisierung ist die einzige Chance auf globalen Wohlstand. Zu den Globalisierungsverlierern gehören nur jene, die sich der Globalisierung verweigern und im Irrglauben, auf einer Insel zu leben, schwachsinnige Regulierungen einführen, welche die internationale Wettbewerbsfähigkeit torpedieren. Wir müssen ja nicht unbedingt dem französischen Beispiel folgen, oder?

    • K.A. Barett sagt:

      @L.: Wo Licht ist, ist zwangsläufig auch Schatten. Der Versuch, zu duschen ohne nass zu werden, wird immer wieder scheitern. Will heissen: Auch der sogenannte „kleine Mann, die kleine Frau auf der Strasse“ haben durch die Globalisierung Vorteile. Sofern man die enorme globale Reisetätigkeit, generell die gewaltige Mobilität des modernen Menschen, sowie dessen Möglichkeit, billige und doch attraktive Produkte zu kaufen, überhaupt als „Vorteile“ deklarieren will. Alles differenziert zu gewichten, ist anspruchsvoll. Das kann man nicht mit dem Bauch machen, sondern nur mit dem Kopf.

      • Ronnie König sagt:

        Barett, ich stimme ihnen bei, dass auch Vorteile existieren, nur brauche ich keine 4 Fernseher. Und die Nachhaltigkeit, also die Grundlage für eine Zukunft von vielen in Frieden, die erwähnen sie und ganz viele andere nie! Dabei wäre dies viel wichtiger. Zudem fehlt der Glücksfaktor. Also alles Werte die man mit 1:12 eben auch nicht so ohne weiteres bekommt.

  • Siegfrid Seifert sagt:

    Jeder Topverdiener, der nach einer Annahme von 1:12 sein Köfferchen packt, beweist, dass es ihm nicht um die Arbeit, sondern ausschliesslich ums Geldscheffeln geht. Beweise mir jemand mal das Gegenteil.

    • Martin Fehr sagt:

      Na und? Selbstverständlich geht es ums Geldscheffeln. Es lebe die Individualgesellschaft!

      • Werner Meier sagt:

        …und die weitere Ökonomisierung des Lebens, wo alles sein Preisschild bekommt. Sogar das Lächeln im Altersheim und as auf Vorauszahlung selbstverständlich. Intrinsische Motivation? Ward nicht mehr gesehen.

        Graust Ihnen nicht auch davor?

    • Christian Weiss sagt:

      Wenn Sie mal die Bezüge der Konzernchefs in der Kategorie Novartis und Nestlé anschauen, dann stellen Sie fest, dass 5 bis 10 Millionen Franken bei Daimler-Benz, Fiat, Unilever, Siemens, BASF oder EADS üblich sind. Wenn dann die Schweizer Unternehmen nur noch 600’000 Franken bezahlen dürfen, dann dürfte der Anreiz doch recht gross sein, seinen Job an einem Ort weiter zu führen, wo es das 10-fache des Einkommens gibt. Zumal ja die Aktionäre je nach Grösse ihres Pakets von den Betriebsgewinnen zum Teil auch Millionenbeträge erhalten, ohne dass sie 70, 80 Stunden für den Konzern arbeiten.

      • Ronnie König sagt:

        Es gibt aber nicht Firmen wie Sand am Meer die solche hohenGehälter zahlen. Und was ist mit all den Firmen die es nicht tun, aber konkurrenzfähig sind und teils schon über 100 Jahre unabhängig sind? Selbst Blocher sagte, dass er diese Gehälter nie und nimmer bezahlen würde! Er wolle erst mal sehen,ob da wirklich keiner käme. Das war vor bald 10 Jahren. Nun sollen gewisse Gehälter langsam sinken, aber Leute für die Jobs gibts immer noch genug. Kein Streik von Schwan oder Jimenez.

    • Hans Maag sagt:

      Und seine Steuern fehlen dann in unseren Gemeinde-, Kantons-, und Bundeskassen. Beweise mir jemand mal das Gegenteil..Gilt auch für Pauschalbesteuerte.

      • Ronnie König sagt:

        Einseitig betrachtet und nur das Jetzt gesehen, da haben sie absolut recht! Aber warum konnten wir uns einmal eine halbe Mio Mann grosse Armee leisten, an eine Bahn 2000 denken und eine Neat in Angriff nehmen, Sozialstaat/werke ausbauen, und das zu einer Zeit als noch keiner so verrückt viel verdiente? Fritz Gerber war als CH-Manger einst mit 2 Mio in den 80ern ein sehr grosser Bezüger. Ich verdiente damals um die 38k im Jahr. Man rechne. Er schmiss den Job nicht und ging zu Chrysler. Bezahlte damals mehr.

  • Stefan Kunz sagt:

    Das Problem bei vielen linken Anliegen wie insbesondere der 1:12 Initiative besteht darin, dass sie zwar gut und sinnvoll tönen, aber wenn umgesetzt zu ganz anderen Folgen führen. Wer hat schon nicht etwas gegen Lohnexzesse – bloss mit 1:12 werden diese nicht verhindert, sondern werden die volkswirtschaftlichen Kosten vor allem den Armen aufgebürdet. Denn 1:12 bei international tätigen Firmen nur auf Schweizer Löhne zu beziehen ist absurd – wer heute 1 Mio verdient, muss nur pro forma den Arbeitsort ins Ausland verlagern und bereits ist 1:12 umgangen – und dessen Steuern weg…

    • Ronnie König sagt:

      Und im neuen Land muss er viel höhere Steuern bezahlen oder um sein Leben fürchten oder…. So einfach ist es eben nicht, aber möglich ist viel. Dem ist so.

  • Hans Maag sagt:

    Auch Regulierungsexzesse sind unschweizerisch. Wenn Schwaab schreibt, das Erfolgsmodell der Schweiz beruhe auf Mässigung, so hat er recht: Auf Mässigung von staatlichen Eingriffen.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Aha, Herr Maag, wenn wir ein Gesetz gegen den exzessiven Drogenhandel einführen, dann ist das also ein Gesetzes-Exzess. Hoch interessanter Blickwinkel.

      • Ronnie König sagt:

        Was ist exzessiver Drogenhandel, wie wird das definiert? Wann wurde Verbrechern je eine erlaubte Limite zugestanden?

  • Joe Amberg sagt:

    Exakt, das «Erfolgsmodell Schweiz» basiert wesentlich auf der Bekämpfung des Feudalismus.
    Damals wurden alle „Blaublütigen“ vertrieben und ihre Besitztümer aufgeteilt.
    Wir sind sehr gut beraten keine neuen Lords und Herzöge zuzulassen. Auch diese haben das Geld primär gestohlen – wie damals.

    • Ronnie König sagt:

      Herr Amberg, es war aber da schon ein wenig anders!!! Aber der Sinn des Arguments habe ich verstanden.

  • Thomas Meier sagt:

    Das Erfolgsmodell Schweiz beruht auf wirtschaftlicher Freiheit und 1:12 steht da völlig im Gegensatz. z.B. Eric Schmidt (von Google) hat einen Abschiedsbonus von 100 Mio. erhalten, aber das wollten die Besitzer (Larry Page und Sergey Brin) so, weil er sie zu Milliardären gemacht hat. Warum sollten Sie das nicht dürfen? Es ist ihre Firma und ihr Geld und sie hatten gute Gründe! Bis heute kann niemand einen anderen Grund ausser Neid nennen warum es 1:12 braucht. Was bringt das? Was bringt es die Löhne von andere Menschen zu begrenzen, wenn man selbst nichts davon hat?

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Schmidt, Page und Brin leben und arbeiten nicht in der Schweiz, Sollen die im Land mit den meisten Gefängnisinsassen ihren Finazfeudalismus ausleben. Ich hingegen würde gern in einer Heimat leben, wo die öffentliche Moral noch nicht total zuschanden geritten wurde und wo sich freie Schweizer auf Augenhöhe begegnen können.

    • Ronnie König sagt:

      Herr Meier, dann sollten wir aber schleunigst die Protektionen der Wirtschaft ersatzlos streichen oder nicht? Und sowieso, es versteht unter Freiheit jeder ein wenig etwas anderes.

  • Zurbrügg sagt:

    Es ist sicher niemand einverstanden mit den horrenden Salären, welche Internationale Konzerne ihren Spitzenkader zahlen. Wegen einer Handvoll solcher Negativ Beispiele gleich ein Gesetz zu lancieren ist genauso deplatziert. Da müssen wieder Heerscharen von Beamten angestellt werden! Und der Nutzen dieses Gesetzes ist garantiert gleich Null. Ausser ein paar Hundert neue Stellen, und höhere Steuern! Profitieren werden auf keinen Fall die niedrigen Löhne, da mache ich jede Wette.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Das Erfolgsmodell CH wurde von einer anderen Generation aufgegleist. Damals gabs diese Lohnexesse nicht.Betrachtend dass für „CHer Verhältnisse“ die Armut steigt der mittelstand schrumpft, bin ich mir nicht mehr so sicher ob der heutige zustand für das Erfolgsmodell CH representativ ist. Meiner meinung nach bewegen wir uns dorthin wo andere Staaten schon angekommen sind, jedoch schleichend und fast unbemerkt, was die sache gefährlich macht. Dass diesbezüglich sich was ändern muss, sind sich viele einig. ob die 1:12 das richtige tool ist? sagen wir mal, das einzige was zurzeit angeboten wird.

  • sandro gasser sagt:

    1:12, lohnexzesse… wie wenn dies das grosse schweizerische problem wäre! diese diskussion, diese initative ist doch nur ein bedienen, ein ablenkungsmanöver der kleinen büetzer. dann können sich die leute über lohnexzesse von ein paar wenigen manager aufregen. das wirklich grosse problem stellt sich sehr bald, nämlich der lohndruck für mittlere und kleine einkommen durch die einwanderung von billigen EU arbeitnehmer, durch die schwarzarbeiter, durch den familiennachzug. hier wird ein nachvollziehbares ablenkungsüppchen gekocht. hoffentlich geht dem einen oder anderen die augen auf!

    • Ronnie König sagt:

      Nichtunbedingt, wenn man die wahren Ursachen für die von ihnen erwähnte Misere anschaut. Es sind die Effizienzsteigerung, die Maschinen, der Computer, die da uns zu schaffen machen. Wer Kapital besitzt ist im Vorteil, oder spezielle Akademiker/Ingenieure, spezielle Handwerker. Aber wie lange noch? Und hier da hat die Politik und Wirtschaft, ob nun links oder rechts, keine brauchbaren Antworten, ja fragt nicht einmal gross danach. Das ist noch viel viel bedenklicher!

  • Heinrich Vogelsang sagt:

    Alle sind gegen die Lohnexzesse. Alle sagen, dass diese nur von wenigen begangen werden. Aber niemand, aber auch wirklich gar niemand kann einleuchtend erklären, warum sie nicht untersagt werden sollen.

    Im übrigen möchte ich mal sehen, in welche Länder die Ober-Abzocker im Fall einer unwahrscheinlichen Annahme der Initative ausweichen wollen. Wo können sie sich denn besser bereichern als in der Schweiz? So gut wie nirgends. Falls sie wider Erwarten in den Staaten, den Emiraten oder in Singapur doch noch einen Dummen finden, werden sie mir nicht fehlen,.

  • Martin Fehr sagt:

    Der Staat hat sich nicht in Lohnobergrenzen der Privatwirtschaft einzumischen – das ist der Punkt. Diese ausufernde staatliche Bevormundung, wie es die Befürworter wollen, geht mir auf den Sack.

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Was leider viele Leute noch nicht begriffen haben, so scheint mir, ist die Tatsache, dass mit Annahme dieser Initiative keine Löhne verboten werden. Lediglich wird derjenige, welcher über die Unternehmenslöhne entscheidet, gezwungen zu sagen, ob er unten erhöhen will oder nicht. Quasi muss er gestehen, ob er seinen eigenen Lohn als gerecht empfindet oder eben nicht. Einfach Dreisatz im Prinzip.

    Ich habe hohen Lohn, aber tiefe Unternehmenslöhne = asozial (und rechtswidrig)

    Ich habe hohen Lohn und hohe UL = gerecht

    Ich tief, UL tief = gerecht.

    Fällt was auf?

    • Ronnie König sagt:

      Die reine Theorie! Wir haben es aber mit der Praxis zu tun. Warum gibt es jetzt Krise? Weil ihre Theorie stimmt? Viele Theorien stimmen nicht immer exakt in der Praxis, vor allem dann nicht wenn Verzerrungen im Spiel sind. Sagen die Experten nun. Ich plappere es nur halbverstanden nach. Habe eh eigene.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        In meinen Ausführungen ging es nicht um die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft, sondern um die Moral und den Anstand. Im Ergebnis könnten wohl alle System funktionieren, sowohl dasjenige des soliden Mittelstandes als auch dasjenige der glorreichen Elite samt Massenheer von Sklaven. Nur brauch ich im ersten System nicht Angst zu haben, dass mein Arbeitstag 16h beträgt oder meine Kinder auch nach 30 Jahren noch nicht lesen können. Zudem weiss ich im ersten System, dass ich alle paar Monate wählen und abstimmen gehen kann. Alles Luxus im 2. (elitären) System. „Glück“ dem, der regiert…

        • Daniel Mühlauer sagt:

          Recht ist die Basis jeder Gesellschaft, auf die eine oder andere Weise. Recht bildet die Struktur des Lebens einer Gesellschaft. Wenn Sie nun über die Grenzen schauen, dann sehen Sie, was ich meine. Sie wollen die Schweiz in ihrer Blüte. Dann müssen Sie aber auch vorausschauen und Fehlentwicklungen angehen. Dass wir heute 8.30 pro Tag arbeiten ist nicht dem Liberalismus zu verdanken, sondern der Statuierung von Recht. Ferien – Recht. Mindestlöhne – Recht. Alles Einschränkungen, zu Recht!

          • Ronnie König sagt:

            Ja, ich verstehe! Recht wird ständig gebrochen. Fakt. Und wer führt da die Tabelle an? Eben.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Ich bin nun wirklich kein SP-Wähler, aber diesmal kommen die schwachsinnigen Argumente definitiv von der Gegenseite. Man kann darüber diskutieren ob 1 zu 12 jetzt genau das richtige Verhältnis ist, aber 1 zu tausend oder gar fünftausen ist sicher nicht angemessen. Wie die aktuelle Situation beweist, wirds auch der Markt nicht regeln. Nein, auch ein Schuss vor den Bug, wie z.b. 49% Ja-Stimmen wird die Verantwortlichen nicht zum Nachdenken bringen (s. USA-Debakel, die Banken haben fröhlich weitergemacht). Nein, der CEO geht nicht einfach zur Konkurrenz, die Anzahl solches Jobs ist sehr begrenzt.

  • Markus Breisinger sagt:

    Sehr geehrter Herr Schwaab. Sie schreiben selbst von einer Handvoll Personen welche…… Es sind mehr als eine Handvoll trotzdem verhältnismässig wenige. Soll man ein Gesetz machen wegen 10, 50, 100 oder 200 Personen? Was gewinnen wir bei einer Annahme und was riskieren wir. 1:12 wirft sämtliche Unternehmensformen in einen Topf. 1:12 soll ebenso gelten für ein globales Unternehmen mit 250’000 Mitarbeitenden wie für eines mit 10’000 Mitarbeitenden. Das ist ein Angriff auf ein mit wenigen Ausnahmen funktionierendes liberales Wirtschaftssystem mit grossem Schadenspotenzial. Absurd!!

  • Ronnie König sagt:

    Herr Maag, Mässigung wird allen angemahnt! Allem und allen! Sonst entsteht ein Ungleichgewicht. Alle Religionen und Kulturen, Epochen, kamen und kommen zu dieser Erkenntnis. Dumm nur, dass der einzelne glaubt, dass das nur für alle anderen gelte! Merken sie etwas?

  • Elisabeth Krail sagt:

    Es geht bei der 1:12-Initiative nicht um d KMUs, sondern um d Teppich-Etagen dr Banken u Konzerne, wo exorbitante Löhne u Boni verabreicht werden.
    Zurzeit werden immer mehr Banken als systemrelevant bezeichnet, dh dr Steuerzahler soll für deren viel zu hoch eingegangenen Risiken einstehen, geraten diese ins Schlittern. Ohne Gesetz u Volksabstimmung bestimmt die SNB, ds Staatswesen muss mit Milliarden ds Überleben dieser Banken garantieren. Das ist gesetzeswidrige Staatsintervention, d dn Bürger seiner demokratischen Rechte beraubt. Exorbitante Löhne u Boni gehen unterdessen weiter. Liberal???

  • Thomas Müller sagt:

    Coole Analyse..
    Gerade Landi und die Glarner Kantonalbank sind sicher die internationalen Grosskonzerne die man im Ausland am ehesten mit der Schweiz verbindet und um deren Wegzug man besorgt ist bei 1:12. Hey, weshalb hat man die Quartierbeiz Sternen nicht auch miteinbezogen?
    Die Glarner Kantonalbank zeigt aber schön weshalb 1:12 abzulehnen ist.
    Während der günstigste Mitarbeiter dort kaum weniger verdient als der günstigste der UBS, hat sein oberster Chef der 10x so viel verdient, gerade mal die Verantwortung eines besseren UBS Filialleiters.

  • Domenico sagt:

    Staatlicher Eingriff in die Wirtschaft ist ebenfalls unschweizerisch. Meine Güte, mit welch Argumenten hier ein paar Kommunismus-Romantiker versuchen, das Ruder noch herzumzureissen…

  • Domenico sagt:

    Ein Weltkonzern wie z.B. UBS/CS, Novartis, Nestlé etc. haben – systembedingt und im Gegensatz zum Kleinunternehmen – 10 bis 20 oder sogar noch mehr Hierarchiestufen. Die Lohnschere ist bei solchen Unternehmen zwangsweise weiter geöffnet als beim lokalen Handwerker.

    • Beat sagt:

      Nein, Hr. Domenico, die Anzahl Hierarchiestufen bedingt keineswegs eine grössere Öffnung der Lohnschere, es ist auch da einzig eine Frage der Gestaltung des Lohngefüges.

  • Christian Weiss sagt:

    Wäre schön, wenn sich Herr Schwaab bei seinen Nationalrats-Bezügen mässigen würde. Bei diesem Selbstbedienungsladen sind die Sozialdemokraten immer mit die ersten, die gerne noch etwas mehr abholen, obwohl im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen keine Wertschöpfung generiert wird. Und im Gegensatz zu Unternehmen, die nicht den Stimmbürgern, sondern den Aktionären gehören, die sich mit der Höhe der Bezüge dort auseinandersetzen müssen und können, dürfen die Schweizer Steuerzahler solche Sitzungsgeldererhöhungen im Parlament ungefragt schlucken.

  • Georg Stamm sagt:

    Lohnexzesse sind in der Tat unschweizerisch. Aber: Heute sitzen in vielen VR und an vielen CEO-Posten Ausländer, nicht zuletzt US-Amerikaner und Briten. Und die haben diese Sozialseuche genannt Abzockerei erfunden und in die Schweiz gebracht. Und die Schweizer machen mit, sie haben Blut geleckt. Nach Annahme der Minderinitiative haben es die Aktionäre (teilweise) in der Hand, Gegensteuer zu geben.

    • Robi Meili sagt:

      Die grossen Unternehmen, auf die Minder und die Jusos zielen, sind längst in ausländischen Händen. Bei Nestlé, Novartis, UBS, ABB, Swiss Re etc. sagen Amerikaner und Asiaten, wo es lang geht. Diese Aktionäre zahlen ihren Managern das Salär, das sie in ihren Augen verdienen. Unsere Lohndiskussionen und -abstimmungen interessieren die nicht. – Ich bin sicher, dass das auch die Jusos wissen, mindestens die schlaueren. Deshalb erachte ich 1:12 als reinen linken Marketing-Gag für Wermuth, Roth & Co., die dadurch ihre Berufspolitikerkarriere absichern.

      • max schmid sagt:

        Da haben Sie wohl voll recht. Wenn wir da noch etwas weiter bohren, Nationalrat ist ja nicht ein Volljob und wenn wir mal 1/3
        annehmen ist Herr Wermuth mit 150’000.- Fr./ für 4 Mt. auf bestem Weg zum Abzocker, den die Herren angeln sich früher od später noch ein einträgliches Pöstchen oder mehrere dazu.
        Übrigens sind Löhne über 1: 50 od. gar 100 keine neue Erfindung, das gab’s schon vor 40 Jahren und das waren damals noch alles Schweizer, Herr G. Stamm, ihre Amerikaner und Briten sind reine Erfindung das konnten die Schweizer schon lange, nur meinte damals nicht jeder er müsse das auch haben.

  • Hans Weder sagt:

    Eine kleine Lohnschere als zentrales wirtschaftshistorisches Argument ist mir nie begegnet – weder für die Schweiz noch für andere Länder. Da gibt es sicherlich gewichtigere Gründe für ein „Erfolgsmodell“. Und die Mentalität eines Volks ins Feld zu führen ist – man muss es sagen – nicht klug, wenn es um monetäre Kompensation geht. Sowohl Initianten als auch Gegner sollten sich mal überlegen, was es für eine Volkswirtschaft bedeutet, wenn die untersten Lohnsegmente mit 1:12 keine Verhandlungsmacht mehr haben. Es geht um Jobs, liebe Politiker, nicht um Ideologie. Zuerst das Fressen, wie immer.

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Interessanter Blickwinkel, Herr Historiker. Überlegen Sie doch mal, warum es zur französischen Revolution oder zur Oktoberrevolution gekommen ist. Ist es möglich, dass den Leuten die allzu ungleiche Verteilung des irdischen Besitzes aufgestossen ist? Ist es möglich, dass mit einer kleineren Lohnschere die soziale Unrast hätte vermieden werden können? Denken hilft.

  • Sonja Seifert sagt:

    Lohnexzesse sind vor allem bei Banken und Internationalen Firmen vorgekommen, man denke an Abgangsentschädigungen bei Novartis oder Boni bei UBS. Da braucht es schon wieder eine Regulierung zur Vernunft. Gewisse Bäume drohen sonst in den Himmel zu wachsen und kleine Pflanzen zu verdorren. Was nützt einem ein Job, wenn er daneben Sozialhilfe in Anspruch nehmen muss, um davon leben zu können. Wenn genug Geld da ist, soll die Verteilung auch gerecht sein.

    • Frank Baum sagt:

      Was nützt uns ein Job? Wer so fragt, der sollte für „1:12“ stimmen. Mit „1:12“ sind wir die meisten Jobs los und zwar für Jahre hinaus. Vielleicht schauen wir einmal nach Spanien, wie es diesen Leuten geht mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 40%. Mit unseren Sozialisten kriegen wir das auch hin.

  • Jeanclaude sagt:

    Nur wegen Missständen bei Banken, Versicherungen, Pharma brauchts keine staatliche Regelung. All die mit ihrem Salär Unzufriedenen stammen ja nicht aus Unternehmen, wo das Management ungebührlich absahnt. Sondern aus jenen, die hier hochgejubelt werden. Das stimmt nachdenklich. Nicht die Lohndifferenz ist wichtig, sondern ein gerechtes Lohngefüge. Wäre mal schön, statistisch auszuwerten, wie hoch die Zufriedenheit der Arbeitnehmer ist mit ihrem Salär. Wenn man diesen Prozentsatz als NEIN übertragen würde, wäre 1:12 chancenlos!

  • Gertrud Schneider sagt:

    Ideologen definieren das «Erfolgsmodell Schweiz» nur über den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Leute bestimmen alle Löhne, einschliesslich ihre eigenen, und behaupten dann arrogant von allen anderen, sie würden halt nicht so viel leisten. Wo Verwaltungsposten, Marketing und Aktienwesen aufgebläht werden, geht es schliesslich nicht mehr darum, für den Konsumenten qualitativ gute und billige Produkte herzustellen. Ein Lohndeckel würde bewirken, dass grosse Firmen wieder fürs Allgemeinwohl tätig sind und Gelder sinnvoll reinvestiert werden.

  • gabi bossert sagt:

    . Sie bestimmen unser Erfolgsmodell.
    Wäre es NICHT so,
    müssten Drohungen, Angstkampagnen gegen eine 1:12 Initiative gar nicht in dieser aggressiven Weise geführt werden.
    Es scheint nicht zu gelingen, Menschen zu eigenem Denken und Handeln zu erziehen, um zu eigenen Meinungen zu stehen und darin weitsichtig mitzubestimmen.

  • Viktor Markus sagt:

    Kürzlich habe ich gelesen; Moral wird von der Gesellschaft geprägt! In diesem Sinne möchte ich darauf hinweisen, dass leider unsere direkte Demokratie vollkommen verkommen ist.
    Demokratie ist nicht mehr = Demokratie und dies weil die meisten dieser Exzesse auch in unserer Regierung mit Lobbyismus und VR-Mandaten stattfindet.
    Auf Deutsch: Wir die Wähler/Innen welche noch immer die bürgerliche Mehrheit wählen, wählen unser Metzger selbst, weil diese nur noch die Handlanger der Gier und des Lobbyismus sind.
    Beispiel: Wer und wie lange wird der Gesetzesentwurf für billigere Importe im N-Rat block

  • Luana Parr sagt:

    Habgier und Ausbeutung wird auch in Zukunft ein Problem sein, es gibt unendlich viele Wege die 1:12 Verteilung zu umgehen.
    Doch stimmen wir für mehr Gerechtigkeit, setzen wir einen Grundsatz für Fairness, stellen wir uns auf die Seite der Ethik.
    Zurzeit kassiert 1% der Bevölkerung 90% der Gewinne ab! Es darf so nicht weitergehen, sonst enden wir wie die dritte Welt, die Machtverhältnisse sind bereits Jenseits.
    JA fuer 1:12 ist ein JA für 99% aller Schweizer!

  • Victor Heldner sagt:

    Die Inititive 1:12 ist ein MUSS. Das Erfolgsmodel Schweiz existiert, weil es in der Schweiz einen gut ausgebildeten und arbeitswilligen Mittelstand gibt. Wem 48’000.00 CHF im Momat nicht genügt, darf und soll einfach Vasella folgen. Machen wir einen Stop bei den wenigen Abzockern, bevor die Burgen brennen.

  • Ronnie König sagt:

    Seifert, bei Barnevik/ABB da hatte der BR noch Chuzpe! Genutzt hat es nix. Die Einsicht müsste das regeln. Aber es ist wie bei Süchtigen, irgendwann gehts nur noch um Stoff. Da sind wir wohl. Und die Verteidigung sieht das nicht mehr, glaubt an vorgekaute Ideologie.

  • Beat sagt:

    Das einzige was ich nach der Lektüre nicht verstehe ist die Tatsache dass die Umfragewerte offenbar schlecht stehen für 1:12.
    Die Gegner haben ja kaum 1 gültiges Argument! Was ist mit denen los?
    Wenn man diesen Disput kritisch liest kann man ja fast nur noch ja stimmen.

  • g. schillig sagt:

    Wo sind die harten Bandagen, die es braucht!

  • Frank Baum sagt:

    Den hier besungenen 300’000 KMU würde „1:12“ das Genick brechen. Der Sozialist hat immerhin erkannt, dass Unternehmer Risiken eingehen und in einem Monat viel mehr leisten als die Jungsozialisten in ihrem ganzen Leben. Genau das werden sie aber nicht mehr tun, wenn sie durch die Sozialisten weiter ausgebremst und ausgenommen werden. Die Älteren werden dicht machen und es kommen keine Jungen mehr nach, die etwas Neues wagen. Wenn man ohnehin kein Geld verdienen kann, wieso sollen nicht alle einfach auf faulen Bürokrat machen?

  • Welschfreundlich sagt:

    Vor rund einer Woche war in der baz zu lesen, untermalt mit einer Grafik, dass in der Schweiz die höchsten Managerlöhne europa- und weltweit gezahlt werden. Dem ist wohl nichts mehr zuzufügen. Bei der Abzockerinitiative wurde Schwarz gemalt, viele Unternehmen würden das Land verlassen, Arbeitslosigkeit drohe usw. Was ist geschehen, sie sind allesamt noch da!!!!

  • Sacha Meier sagt:

    Herr Schwaab kann noch so sehr die westlich-neofeudalistischen Lohnexzesse als unschweizerisch brandmarken wie er will. Tatsache ist, dass auch das Schweizer Volk 1992 den EWR abgelehnt und die WTO-1995 Beschlüsse angenommen hat. Damit haben wir nicht die geringste Chance mehr, den System-Geldadel samt seinen loyalen managenden Vasallen wegzubekommen. Die immer weiter auseinanderklaffende Lohnschere ist eine Realität, die keine irdische Macht mehr rückgängig machen kann. Mit der unwahrscheinlichen aber gleichwohl möglichen Annahme der 1:12-Initiative verärgern wir bloss unsere führende Elite.

  • Marius Möller sagt:

    Bei Annahme werden keine Manager/Firmen sofort gehen. ABER es werden keine Neuen kommen. Somit keine neuen Arbeitsplätze, keine Steuern, die diese Angestellten bezahlen. Es geht um die grossen internationalen Multis (Pharma, Banken, Nestle). Diese überlegen sich jeden Tag wie sie im Wettbewerb am besten bestehen können und das wird bei einer Annahme der 1:12 Initiative in der Schweiz weniger der Fall sein als vor Annahme. Viele Puzzlesteine verschlechtern zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit was die Standortwahl beeinflusst. So sieht’s aus und wer’s nicht glaubt ist naiv.

  • Das alles mag ja nett gemeint sein.
    Das Problem liegt im System sie bekämpfen Symtome.
    Oder glauben sie wirklich das die kleinen Leute nachher mehr verdienen?
    Im Gegenteil. Im übertragenen Sinne werden sogar die Kleinen weniger haben, da Wohlhabende Geld ausgeben und Jobs schaffen.Oder wo glauben Sie, lässt es sich für den kleinen Mann besser leben (verdienen): In einem Dorf voller Wohlhabender oder in einem Dorf wo alle nur das Geld für’s Nötigste haben?

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