Falsche Sehnsucht nach Big Brother

Im Sommerloch schafften es die bereits Wochen alten Pläne des umtriebigen Genfer Sicherheitsdirektors Pierre Maudet auf die Titelseite der «SonntagsZeitung». Genf will ein Quartier flächendeckend überwachen. Mit hochauflösenden Videokameras und Gesichtserkennungssoftware. Das Ziel ist es laut Maudet nicht bloss, die Aufdeckung von Verbrechen zu vereinfachen, sondern der Polizei die Mittel in die Hand zu geben, um eine Straftat zu verhindern – bevor sie geschehen ist.

Das klingt natürlich schön. Eine Gesellschaft ohne Verbrechen, wer wollte das nicht? Ich habe als liberaler Mensch Maudets Pläne dennoch kritisiert. Aus zwei Gründen. Erstens halte ich eine flächendeckende Überwachung sämtlicher Bürgerinnen und Bürger für falsch. Und zweitens bin ich der festen Überzeugung, dass es in einem freiheitlichen Rechtsstaat klar die Aufgabe von Polizei und Justiz ist, Verbrechen zu ahnden, nicht aber, sie zu verhindern.

Zum ersten Punkt, zur Kritik an der Überwachung. Da verweise ich auf George Orwell. Sein Romantitel «1984» wird dieser Tage ja oft zitiert, wenn über die Massenschnüffeleien amerikanischer, britischer und anderer Geheimdienste berichtet wird und über den mutigen Mann, der sie entlarvt hat, Edward Snowden. Big Brother, der fiktive Diktator des Überwachungsstaats Ozeanien, verfolgt in «1984» das Leben der Bürger. Täglich und in allen Details.

Allerdings haben die meisten, die Orwell zitieren, sein Buch nicht gelesen. Denn der Big Brother im Roman überwacht nicht die ganze Bevölkerung, sondern nur jene 15 Prozent, die für die Partei arbeiten. Wichtiger noch ist ein weiterer Unterschied: Big Brother betreibt keine heimliche Überwachung wie die Geheimdienste. Seine Präsenz ist überall sichtbar. Wer «1984» liest, begegnet bereits im zweiten Abschnitt dem Slogan BIG BROTHER IS WATCHING YOU. Er steht in grossen Lettern auf Plakaten, unter dem beschnauzten Gesicht des Diktators, dessen Blick so gedruckt ist, dass man beim Vorbeigehen das Gefühl hat, er folge einem auf Schritt und Tritt.

Die Überwachten werden so zu Überwachern ihrer selbst.

Big Brother is watching you: Filmplakat zu George Orwells «1984». (PD)

Big Brother is watching you: Filmplakat zu George Orwells «1984». (PD)

Die Folgen sind klar. Jeder fragt sich, wie er sich verhalten soll. Was angemessen ist. Unauffällig. Angepasst. Was keinen Verdacht weckt. Die Überwachten werden so zu Überwachern ihrer selbst. Orwells Big Brother ist also weniger zu vergleichen mit dem verheimlichten Prism- und Tempora-Programm, mit dem die USA unsere ganzen Onlineaktivitäten ausspionieren, sondern viel eher mit den Plänen von Maudet, ein ganzes Quartier in aller Öffentlichkeit zu überwachen. Wollen wir das? Einen Nanny-Staat, der uns fürsorglich zu Totalüberwachten macht, ob wir uns selbst schaden beim legalen oder illegalen Drogenkonsum, ob wir Abfall wegwerfen, gar rauchen oder vielleicht zu laut sind draussen an einem lauen Sommerabend?

«Halt!», wird man mir vorwerfen, «nun blenden Sie aber das beste Argument bewusst aus: Die Überwachung soll ja Verbrechen verhindern!» Das führt zu meinem zweiten Kritikpunkt an Maudets Plänen: Sollte die Politik nicht darauf hinarbeiten, dass der Staat Verbrechen verhindert, bevor sie geschehen? Ist ein Sicherheitsdirektor nicht genau dafür verantwortlich?

Nein. Natürlich sollen die Polizei und andere Institutionen über Gefahren aufklären. Den Kindern das sichere Velofahren beibringen. Warnen, wenn Diebesbanden ihr Unwesen treiben. Und Hausbesitzer beraten, wie sie ihr Haus am besten vor Einbrechern schützen. Opferprävention nennt man das. Maudet dagegen will der Polizei die Verantwortung aufbürden, Verbrecher zu stoppen, bevor sie aktiv werden. Eine falsche Verantwortung. Denn verantwortlich für jedes Verbrechen ist am Schluss jene Person, die es begeht. Genau darum wird sie ja auch bestraft.

Es wäre nicht nur absurd, sondern auch gefährlich, wenn stattdessen plötzlich der Staat oder die Polizei zu Schuldigen würden. Wollen wir etwa, dass am Schluss der unaufmerksame Polizeioffizier bestraft wird statt der Verbrecher, weil er dem Messerstecher nicht in den Arm gefallen ist, den Vergewaltiger nicht zurückgehalten hat, dem Dieb nicht auf die Finger gehauen hat? Nein. Eltern von kleinen Kindern und Tierhalter, sie haben eine Verantwortung fürs Handeln ihrer Schutzbefohlenen. Weil Tiere und Kleinkinder sich oft der Folgen ihres Tuns nicht bewusst sind. Polizisten dagegen sollen unsere Freunde und Helfer sein und nicht unsere Erziehungsberechtigten.

Darum ist es nicht falsch, wenn der Staat zulässt, dass Böses passiert – und es erst danach verfolgt und bestraft. Eine Politik und ein Wächterstaat, die das Böse vor seinem Ausbrechen eliminieren könnten, wären für mich weit bedrohlicher als noch die schlimmstdenkbaren Ausmasse des individuell Bösen. Nicht darum, weil Freiheit mir an und für sich das höchste aller Güter ist – ohne Rücksicht auf Verluste. Sondern gerade darum, weil Eigenverantwortung, und das ist gelebte Freiheit erwachsener Menschen, nur dann gelebt werden kann, wenn sie auch mit dem Risiko behaftet ist, Fehler zu machen oder gar das Böse zu tun.

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130 Kommentare zu «Falsche Sehnsucht nach Big Brother»

  • Heinz Oberholzer sagt:

    Herr Glättli hier ihre Worte: Nicht darum, weil Freiheit mir an und für sich das höchste aller Güter ist – ohne Rücksicht auf Verluste. Sondern gerade darum, weil Eigenverantwortung, und das ist gelebte Freiheit erwachsener Menschen, nur dann gelebt werden kann, wenn sie auch mit dem Risiko behaftet ist, Fehler zu machen oder gar das Böse zu tun.
    Sie hätten Pfarrer werden sollen Herr Glättli und nicht Politiker!

  • Abdel Thuma sagt:

    Wer weiss besser, was ein Nannystaat ist als der „liberale“ Glättli? Seine Partei und er wollen ja so ziemlich alles regulieren, was immer nur geht.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @ Thuma 06:50: Manchmal wünsche ich mir, dass man alles dereguliert, was nur geht. Dann hätte diese Regulierungs-/Deregulierungsdiskussion nämlich sehr schnell ein Ende. Alles würde ineinanderfahren und zusammenbrechen und der Mensch würde wieder merken, dass er sein Hirn selber einschalten muss und nicht irgendeine esoterische unsichtbare Hand alles für ihn effizient organisiert und optimal alloziiert. Und dass die freie Konkurrenz nur ein anderes Wort für Faustrecht, d.h. Recht des Stärkeren, und somit totalitär ist und deshalb das Gegenteil von Freiheit bedeutet.

      • braxx sagt:

        Frau Binsberger, Sie haben null Ahnung was das Recht des Stärkeren bedeutet. Ich schon. Ich wuchs auf in einem sozialistischen Land, wessen System kläglich scheiterte. Aber, ich kann mich sehr genau erinnern an das über alles geltende Recht der Parteikommisäre und ähnlichen faschistoiden Typen. Und die Linke in CH und DE hat noch eine romantische Vorstellung von solchen Systemen. Es ist toll davon zu träumen und die Vorteile des CH Kapitalismus zu geniessen. Sozialversicherungen, Arbeitslosenkasse, Ergänzungsleistungen, IV usw. Ich wünschte Ihnen und Konsorten ein Paar Jahre im Sozi-Paradies..

  • Roger Walser sagt:

    Was mich mal interessieren würde, welche Datenbank bildet die Grundlage für die Gesichtserkennung? Es nützt nichts wenn ich eine Tolle Software habe die Gesichter erkennt, sie aber keine Daten hat mit denen Sie diese vergleichen kann. Will man dazu die Datenbank für die Pässe und ID anzapfen? Das wäre für alle Ausländer gut, da die dort nicht erfasst sind.

  • urs sagt:

    Wenn die Folgen, wie B. Glättli sie hier beschreibt, so wären „Jeder fragt sich wie er sich verhalten soll“, würden sich dies ja rund 14 Mio Menschen aus London täglich fragen. Tun sie nicht. Des weiteren, was wäre, wenn die Polizeit mit einem flächendenckenden Kamerasystem z.B. bei Kindesentführungen viel schneller den Täter finden würde?. Ich glaube, mit Hr. Glättli’s Beitrag wehrt sich jemand von Links reflexartig, in alte Paradigmen verfallend. Wäre gar nicht nötig.

    • S. Gut sagt:

      wegen einer eventuellen Kindesentführung im Jahr wollen sie also alle Bürger flächendeckend bespitzeln lassen!

      • Séverine Jacqier sagt:

        Wenn nur eine Kindsentführung verhindert oder aufgedeckt würde, wäre ein solches System gerechtfertigt!

        • Roger Walser sagt:

          @Séverine: Das ist eine ganz gefährlich Argumentation die Sie wählen. Wenn man so argumentiert könnte man auch dafür sein, dass auf den Autobahnen nur 80 Km/h gilt, Ausserorts 50Km/h und in den Ortschaften generell nur noch 30 Km/h gefahren werden darf. Das würde mehr als 100 Menschenleben im Jahr retten. Nach Ihrer Logik wäre durch diesen Erfolg die Einschränkung gerechtfertigt.

        • Markus Elmer sagt:

          @ Marcel Claudio: Dieser Kommentar ist an Dummheit und Ignoranz schlicht und einfach nicht zu überbieten. Ihrer Logik zu Folge sind alle Eltern selber schuld, deren Kinder entführt werden. Egal ob 2, 10 oder 14 Jahre alt. Aber nicht nur das, es interessiert sie gar nicht, ob diese Kinder vergewaltigt oder ermordet werden, denn das ist ja primär deren und nicht ihr Problem. Ihrer Logik folgend frage ich Sie: Was kümmert es uns andere, ob sie überwacht werden wollen oder eben nicht? Das ist doch primär ihr Problem… Das solche Kommentare überhaupt veröffentlicht werden ist mir ein Rätsel.

          • Lena Kohler sagt:

            @ Markus Elmer; ich habe die Redaktion gebeten, den absurd-aggressiven Text von Marcel Claudio zu löschen. Es scheint geklappt zu haben – danke an die Redaktion! Und auch an Sie, Markus Elmer.

    • Mark Keller sagt:

      Urs, bevor Sie so etwas posten, denken Sie zuerst mal zu Ende. Was in London gemacht wird, muss bei uns nicht auch noch gemacht werden und schon gar nicht um mögliche Straftaten zu verhindern. Wieso nur sind gewisse Leute bereit auch nur daran zu denken, diesen Überwachungsstaat nicht nur zu dulden, sondern auch noch aktiv zu befürworten? Nicht mal die schlimmste aller Straftaten rechtfertigt eine solche Überwachung. Es geht den Staat und seine Organe NICHTS an, wo sich seine Bürger wann aufhalten und was sie machen. Minority Report lässt grüssen! NEIN zum Überwachungsstaat.

  • Beno Meier sagt:

    Herr Glättli vergisst, dass Politiker als verlängerter Arm der Bevölkerung gewählt werden, um dem Land und seinen Bürgern zu dienen!
    Also SOLLTE die Politik darauf hinarbeiten, dass Verbrechen nicht geschehen und alles unternehmen was die Krimimalität einschränkt, oder verhindert!
    Eine Videoüberwachung ist nur der letzte verzweifelte Versuch von verantwortungsvollen Lokalpolitikern, nachdem der Staat in der Migrations- und Asylpolitik RESTLOS versagt hat.

    „Weil Tiere und Kleinkinder sich oft der Folgen ihres Tuns nicht bewusst sind.“
    GENAU WIE HERR GLÄTTLI AUCH !!

    • Andreas Schmid sagt:

      Auf Grund der verqueren Asylpolitik des Balthasar Glättli sind exakt solche Massnahmen zum Schutze unserer Bevölkerung leider erst notwendig geworden. Facts! Man kann nicht alles immer ablehnen und gesund beten wollen, was uns dieses Asylschlamassel mit grösstenteils Wirtschaftsflüchtlingen an Verheerendem eingebracht hat & für welches der Autor hier bekanntermassen steht. Kommt seine Klientel nicht in der vom Steuerzahler berappten Sozialgeld-Schiene unter, dann werden sie eben oft Kügelidealer oder Strassenräuber was man nun halt offenbar nur noch mit Videomassnahmen zu verhindern versucht!

      • Mark Keller sagt:

        Was hat eine flächendeckende Videoüberwachung und Identifikationssoftware mit der Asylpolitik zu tun? Wo Drogen verkauft werden hat man ein Drogenproblem, welches mit der Asylpolitik und Asylsuchenden nichts zu tun hat. Aber Hauptsache man hat wieder einmal seinem Asylfrust Luft verschafft. Es ist erschreckend wie viele Leute bereit sind ihre Freiheit zu opfern, um ihr Sicherheitsgefühl zu verbessern. Es darf NIE soweit kommen, dass der öffentliche Raum lückenlos überwacht wird und auch noch Erkennungssoftware zur Identifizierung der Überwachten zum Einsatz gebracht wird!

    • Mark Keller sagt:

      Beno Meier, wer eine solche Videoüberwachung fordert handelt nicht verantwortungsvoll, sondern verantwortungslos. Eine solche Überwachung ist eines freiheitlichen Rechtsstaates nicht würdig. Wieso wollen sich gewisse Bürger freiwillig in ein Gefängnis einsperren und auch noch den eigenen Gefängniswärter mimen?

  • Walter Boshalter sagt:

    Sehr schön geschrieben, Herr Glättli. Ich nehme an, dass sich ihre Abneigung gegen den Wächterstaat nicht nur auf staatliche Videoüberwachung beschränkt sondern auch auf staatliche Strassenüberwachung durch Tempomessgeräte erstreckt? Sollte dem so sein: Chapeau…

    • Mushka Warraq sagt:

      Dann aber konsequenterweise auch keine Bank- und Steuerdatenüberwachung.Dieser Herr Glättli hat noch nicht mitbekommen, dass die junge Generation nicht meh in 68-Schemata denkt und in einer anderen härteren Realität aufgewachsen ist als in seiner cüpli-Akademiker-Möchtegern Rebellen-welt!

      • Mark Keller sagt:

        Mushka Warraq, spätestens wenn Sie in der präventiven Rasterfahndung einer solchen flächendeckende Überwachung als Verdächtiger hängen bleiben, werden Sie sich wünschen, Sie hätten sich vehement gegen diese Überwachung gewehrt. Sie scheinen nicht mitbekommen zu haben, um was es bei einer solchen Überwachung geht, und welche Konsequenzen dies hat. Sie sollte Balthasar Glättli dankbar sein, wehrt er sich vehement gegen solche Ansinnen.

  • sepp z. sagt:

    Und ausgerechnet ein FDP’ler, ein sogenannt ‚liberaler‘, der für wenig Staat und für viel Freiheit ist, führt diese Überwachung in Genf ein. Jeder Wähler hat längst gemerkt: Es zählt nicht das schönfärberische Politikerwort, sondern seine Taten.

  • Walter Bossert sagt:

    Eigentlich ein vollkommen aus den Fingern gesogener Beitrag des Herrn Glätti. Das ist ja wohl jedem klar dass mit ein paar Kameras, welche ja auch noch überwacht werden sollten( von wem) die Schweiz vor Verbrechern geschützt werden kann! Zudem gibt es ja auch noch die Möglichkeit sich unkenntlich zu machen was ja schon Kinder beherrschen.Herrn Glätti reitet nur so auf diesem Thema herum weil es damit von der Situation ablenken will welche mittlerweile die ganze Schweiz bis hoch in die Bergtäler ergriffen hat, selbst Kleinbauern werden in abgelegenen Gebieten die Geräte gestohlen!

    • R. Merten sagt:

      ich teile Ihre Meinung, Hr. Bossert. Die Linken/Grünen frönen lieber dem Multi-Kulti-Wahn statt alles zu unternehmen, damit die CH-Bevölkerung vor Verbrechern und vor dem weitverbreiteten Sozial- und Asylmissbrauch geschützt wird. Das zeigt sich nur schon am unerschütterlichen Willen der Sozis, um jeden Preis in die marode EU zu wollen- koste es was es wolle !!

      • Hans Duss sagt:

        Multikulti-Wahn? Wir haben keine Ghettoisierung, keine Parallelgesellschaften, wunderbar integrierte, hart arbeitende Einwanderer und Secondos – was wollen Sie noch mehr? Wahnhaft dünkt einen nur Ihre gebetsmühlenartige Wiederholung der immer gleichen, unbegründeten Klischees.

        • R. Merten sagt:

          auf welchem Planeten leben Sie dann, Hr. Duss. Gehen Sie doch einmal in den Kreis 4 oder 5 in Zürich- da können Sie lebhaft sehen, was eine Parallelgesellschaft im Aufbau ist. Von Basel gar nicht zu reden !! Die linken Scheuklappen müssen weg und das Benennen von Sozialschmarotzer und Asylbewerber als hart arbeitende Einwanderer hätte endlich ein Ende !

          • Mark Keller sagt:

            R. Merten, gehe ich recht in der Annahme, dass Sie weder in Kleinbasel noch in Zürich 4 bzw. 5 wohnen? Die Bewohner von Kleinbasel sehen die Dinge glaube ich wesentlich differnzierter als Sie und andere, die immer wieder Kleinbasel als Schreckgespenst heranziehen.

      • Beno Meier sagt:

        Zum Schutz der CH Bürger schlage ich einen Naivitätstest mit anschliessender Berufsberatung für Politiker vor!
        Ein Theologiestudium im Falle von B.Glättli hätte die Problemlösungen in Bern ungemein
        beschleunigt und die Herzinfarktgefahr bei Schweizer Bürgern deutlich senken können!!

        • Mark Keller sagt:

          Beno Meier, haben Sie auch rationale Argumente, oder können Sie prinzipiell nur auf den Mann spielen?

  • Regula Stampfelbach sagt:

    Balthasar Glättli ist nach Selbstdeklaration ein „liberaler“ Mensch. Das ist geradezu grotesk. Etwa so als würde sich Christoph Blocher als Sozialist bezeichnen…
    Diese eigenartige Selbstwahrnehmung entspricht dem ideologischen Weltbild fundamentalistischer Züri-Grüner, denen die Verhinderung von Parkplätzen mehr am Herzen liegt als die Verhinderung von Gewaltkriminalität.

    • Marcel Claudio sagt:

      Blocher war ja auch schwer beeindruckt nach seinem Reisli nach Nordkorea – wie die alle unterwürfig kuschen dort – das hätte er in der Schweiz wohl auch am liebsten.

    • Mark Keller sagt:

      Regula Stampfelbach, welche Straftaten wollen Sie mit einer flächendeckende Videoüberwachung verhindern? Wenn Sie dem Staat gezwungermassen mitteilen wollen wann Sie sich wo aufgehalten und was Sie gemacht haben, dann ist dies Ihre Sache. Ich will das aber NICHT! Es geht den Staat NICHTS an wo seine Bürger sich wann aufhalten und was sie tun. Dies wird das Ende der Freiheit sein. Wollen Sie dies wirklich? Balthasar Glättli ist einer der wenigen Politiker, welcher die Gefahren dieser Überwachung klar erkannt hat. Fragen Sie beim Computer Chaos Club nach, was mit diesen Daten alles möglich ist.

  • Bettina Ramseier sagt:

    Falsche Sehnsucht nach Big Brother? Wie wahr! Das betrifft vor allem die Sehnsucht der Grünen und Linken nach EU. Und in total asozialer Art und Weise fordert Glättli Eigenverantwortung und gelebte Freihzeit für erwachsene Menschen, auch wenn diese mit Risiken behaftet sind. Nur: Glättlis Weltsicht ist verkürzt und reaktionär! Sein Freiheitsverständnis hört bei den demokratischen Grundrechen der Bürger auf, vor allem beim Recht auf Privatvermögen und auf dessen Schutz. Unter dem Vorwand von Solitarität und Gerechtigkeit propagiert er staatlichen Enteignung und Gleichmacherei. Si tacuisses!

    • Mark Keller sagt:

      Bettina Ramseier, Sie vermischen da Dinge, die nichts miteinader zu tun haben. Sie machen sich nicht mal die Mühe über Balthasar Glättlis Argumente und Opposition gegen diese Überwachung nachzudenken. Wenn Sie dann merken, warum er gegen diese Überwachung kämpft, wird es dann zu spät sein: für Sie und uns alle!

  • Paul Meier sagt:

    Herr Glättli versteht hier etwas falsch. Es geht nicht darum jeden Mitbürger auf Schritt und Tritt zu verfolgen und zu überwachen. Es geht darum dass man bei einem Vorfall auswertbares Bildmaterial zur Verfügung hat. Wenn ich am Bankomat Geld beziehe werde ich aufgenommen das ist mir bewusst und auch recht. Denn wenn jemand meine EC Karte entwendet und versucht Geld zu beziehen kann kann der Täter identifiziert werden. Genauso sollten sich Schlägerbanden bewusst sein dass ihr Tun aufgezeichnet und ausgewertet wird. Auch polnischen Handydieben ist jetzt bewusst dass Handydaten geortet werden.

  • André Hafner sagt:

    In diesem Zusammenhang muss man aber auch die Frage der Notwehr ansprechen. Sie sind der Meinung, die Polizei solle Verbrechen nicht verhindern, sondern nur ahnden, und dass der Staat nicht für den Schutz des einzelnen verantwortlich ist. Dies ist eine achtenswerte und liberale Haltung. Wenn aber gleichzeitig die Fähigkeit des einzelnen, sich zu schützen, eingeschränkt wird, indem der Privatbesitz von Waffen verboten werden soll, dann wird es etwas pervers.

  • R. Merten sagt:

    Warum kommt es eigentlich so weit, dass man ganze Quartiere schon überwachen muss, Hr. Glättli ? Weil die Kriminalität bereits überall überhand nimmt. Und warum ? Weil heute viele Kriminelle aus allen Herren Ländern sich an unserem gut dotierten Gabentisch risikolos gütlich tun und sie dabei wissen, dass die Linken dagegen nichts unternehmen und sie mit Hilfe der Hilfswerk- und Asylindustrie diese Taugenichts mit GratisAnwälten etc. noch unterstützen. Ich habe noch nie gehört, dass die Sozis gegen diese Zustände einschreiten und/oder die Grenzen wieder kontrollieren wollen.

    • Hans Duss sagt:

      Herr Merten, Rekursrecht und unentgeltlicher Rechtsbeistand für Asylsuchende gibts schon seit Langem, das entspricht unserer Verfassung und dem Gesetz. Die neuen fixen Anwälte sollen die Verfahren beschleunigen. Es ist nun Ihr gutes Recht, in Ihrer Ignoranz zu verharren, erwarten Sie einfach nicht, jenseits Ihres Stammtischs für voll genommen zu werden. Wie Sie aber die Rechtsstaatlichkeit negieren, ist hochgradig undemokratisch und letztendlich furchtbar unschweizerisch.
      Bitte bilden Sie sich endlich weiter.

      • Andreas Schmid sagt:

        Duss: Sind Sie bloss so naiv oder ist es Ignoranz pur, welche da aus Ihrer Aussage hervorsticht, dass Gratisanwälte den Verfahren abgewiesener Wirtschaftsflüchtlinge gar noch beschleunigen sollen :-)? Wäre dieses Feigenblatt von Frau Sommaruga und der Asylindustrie nicht derart durchschaubar, bekäme man direkt einen Lachanfall….

      • R. Merten sagt:

        Das rosarote Gedusel beeindruckt mich nicht, Hr. Duss. Sie sind auf meinen Text gar nicht eingegangen und wenn keine Argumente mehr da sind und die Wahrheit unbequem ist, dann wird einfach versucht, auf dem Gegner herumzutrampeln.
        Schön demokratisch Hr. Duss!

        • Ernst Hafner sagt:

          Duss sind schon lange die Argumente ausgegangen, dann greift er gerne zum „Stammtisch- oder Rassismuskeuleargument. Asylanten gratis Anwälte zuzusprechen ist eines der Mittel der Sozialindustrie, die Verfahren auf ewig hinauszuzögern. Es gibt keinen Grund, dass Fremde in diesem Land auf Kosten des Steuerzahlers überhaupt nur Gerichte anrufen können.

        • Mark Keller sagt:

          R.Merten, „…weil die Kriminalität bereits überall überhand nimmt…“ ist kein Argument sondern eine schlichte Behauptung Ihrerseits! Und dass dies auf die Asylpolitik zurückzuführen sei, ist eine infame Unterstellung. Sie wissen ganz genau, dass die Grenzen nicht kontrolliert werden können, ohne dass der Grenzverkehr total zusammenbricht (Gibraltar lässt grüssen).
          Jeder Rechtsstaat stellt einem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zur Seite, wenn dieser keinen eigenen Anwalt benennen kann oder will. Und das ist gut so. Es ist erschreckend wie schnell der Rechtsstaat über Bord geworfen wird.

  • Remo Roffler sagt:

    Im Politalltag lässt Herr Glättli keine Gelegenheit aus, die Kräfte vom Markt zum Staat zu schieben. Und hier nennt er sich einen „liberalen“ Menschen…

  • Jacques sagt:

    Die Menschen haben/plagen ja viele Sehn-Süchte. Aber sicher weniger nach einem Big-Brother. Hat der Autor auch schon überlegt, dass die Sehnsucht nach dem „grünen Paradies“ auch zu diktaturähnlichen Zuständen, wie vorher schon die nach dem „Arbeiterparadies“, führen könnte.
    (Nachzulesen auch bei André Glucksmann in „les maitres penseurs / die Meisterdenker“ – oder bei Karl R. Popper „die offene Gesellschaft – und ihre Feinde“).

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Es tut mir leid, aber die Politik dieses Balthasar Glättli ist aus meiner Sicht derart daneben. So, dass man nur noch mit Abscheu den Kopf schütteln kann! Mit scheinheiligen Argumenten geht er heute gegen die leider nötige Überwachung vor. Diese muss jedoch genau wegen seiner eigenen deplazierten Politik (und jener seiner Mitstreiter) erfolgen. Seine Politik verharmlost ja wo immer es geht chaotische Zustände (Reitschule Bern, linke Gewalt- Demos usw.), man hat ja selbst ein Herz für kriminelle Asylanten. Wie man Leute mit solchen Ansichten überhaupt wählen kann, ist ein ein völliges Rätsel!

    • Hans Duss sagt:

      Was für ein ignoranter Rundumschlag!
      Und ja, klar: Links-Grün hat in allen Legislativen die Mehrheit. Sie sind mir ja ein Topdemokrat!

      • Hans Züllig sagt:

        @ Duss. … Links/Grün hat noch die Mehrheit. Kaum mehr lange, und Herr Kuhn weist berechtigterweise auf ein „Rätsel“ hin.

    • Mark Keller sagt:

      Peter H. Kuhn, Leute wie Sie sind für die Schweiz viel gefährlicher als es jeder Kriminelle je sein kann. Es sollten noch viel mehr Leute wie Balthasar Glättli in die Politik gehen. Sie und Ihresgleichen wollen den Polizeistaat. Ein Polizeistaat kann aber kein Rechtsstaat mehr sein. Sowas will ich NICHT, und mit mir hoffentlich auch die Mehrheit der SchweizerInnen nicht. Peter H. Kuhn, wollen Sie den Rechtsstaat abschaffen? Und warum wollen Sie dies? Nur der Rechtsstaat bietet Ihnen genügend Schutz gegen staatliche Willkür. Wollen Sie wirklich einen Willkürstaat?

  • michael sagt:

    wie stellt sich der herrr maudet es denn dann vor, wenn er seine hard- und software installiert hat ? erkennt man es am gesicht, ob einer plant, jetzt gleich den juwelier zu überfallen ? oder der alten dame gleich die handtasche zu entreissen ? das wäre wissenschaftliches denken, welches im 19. jahrhindert stehen geblieben ist.

    • R. Merten sagt:

      derart banale und weltfremde Kommentare von SP-Parteisoldaten sind ein Schlag ins Gesicht der arbeitenden Bevölkerung, Michael. Dass Sie nicht mal sehen und erkennen, dass wir grosse Problem mit maroden, vor allem ausländischen, Banden und Krfiminaltouristen haben muss jeden Stimmbürger erschrecken!!

      • Mark Keller sagt:

        R. Merten, mich und hoffentlich noch viele Andere erschrecken Ihr Kommentare. Wie kann man eine flächendeckende Videoüberwachung befürworten? Wollen Sie die Freiheit wegsperren? Für ein Sicherheitsgefühl, welches keine Sicherheit bietet? Sie sind bereit für ein Trugbild der Sicherheit die Freiheit von uns allen zu opfern. Das ist erschreckend und beunruhigend.

  • Daniel Hefti sagt:

    Ich stimme BG zu 100% zu. Aber dass Herr Glättli sich als Liberalen bezeichnet, das möchte ich doch gerne hinterfragen! Er gehört ganz klar zu den „normativen“ Politikern. Jenen, die uns (den „Anderen“) gerne sagen, wie wir zu leben haben. Nicht Auto fahren, das Licht abstellen, das nicht, jenes nicht! Evtl. nicht in der Sicherheitspolitik, aber Herr Glättli ist in ganz enormem Masse ein Vertreter des Nanny-Staates. Ich wünschte mir ein wenig mehr Reflexion bzw. Ehrlichkeit von Herrn Glättli. Er ist vieles, aber sicher kein Liberaler….

  • M. Meier sagt:

    Bevor Herr Glättlis sich und der Öffentlichkeit Gedankengänge zu Dingen zumutet von denen er keine Ahnung hat, wäre er gut beraten, zwischendurch mal mit Menschen zu sprechen, die vom Thema auch betroffen sind. Also mit Opfern von schweren Straftaten und Polizisten auf der Strasse die sie aufklären sollten – nicht mit anderen Politikern, deren Lobbyisten und Medienvertretern.

    • Mark Keller sagt:

      M. Meier, Polizisten sind zu diesem Thema denkbar schlechte Gesprächspartner, da diese einer Behörde angehören, welche nie genug Überwachung bekommen kann. Opfer sind auch keine guten Gesprächspartner, da diese verständlicherweise selten in der Lage sind dies rational zu beurteilen (dies ist ja auch der Grund warum Selbstjustiz strafbar ist). Wenn ich mir Ihren Kommentar durch den Kopf gehen lasse, komme ich zum Schluss, dass Sie es sind, der bezüglich flächendeckender Überwachung inkl. Identifikationssoftware keine Ahnung hat. Aber der Computer Chaos Club hilft Ihnen hier ganz sicher weiter.

  • Dominik Grimm sagt:

    Ein sehr erhellender Aufsatz von Herrn Balthasar Glättli zum Thema Freiheit und Sicherheit. Unfreiwillig erklärt er uns hier was die Grüne Partei und andere sozialistische Parteien die letzten 30 Jahre falsch gemacht haben. Täglich erleben wir weitere Einschnitte in unsere Freitheiten durch eben diese Parteien, täglich wird uns aus diesen Kreisen eingebläut wir dass wir überwacht und gemassregelt werden müssen. Freiheit und die Möglichkeit sich selbst zu schützen kann nur wieder erreicht werden wenn der Staat zurückgedrängt wird, nicht jedoch wenn die staatliche Überwachung wächst.

  • Roman Bürgmüller sagt:

    Inhaltlich schwach Herr Glättli!
    Nach jahrelanger, restlos misslungener Migrations- und Asylpolitik die Polizei zu Beratern degradieren, Mittel entziehen und den Bürger zum „gefälligst hinnehmenden Opfer“ zu machen, spricht nicht für ein verantwortungsvolles Handeln eines Politikers, dessen Angst um Freiheit nur aus Sorge zum verbreiten SEINER eigenen Ideologie besteht.

    • Philipp Hofmann sagt:

      Auf alle Fälle bedeutend stärker als die ewig gleiche SVP-Politik, die allen Ernstes noch immer verkündet: „Ausländer gleich Grund für jegliche Kriminalität“. Und in der Folge dann – im Sinne einer scheinbaren „Gesellschaftsfreundlichkeit“ – sollten gemäss SVP-Propheten dann mal eben in einem Aufwisch Willkür-Gesetze installiert, vom medialen Volksstammtisch abhängige Gerichte geschaffen, Menschenrechte abgeschafft, Asyltraditionen komplett verstossen und zur Prävention gleich noch alle Ausländer ausgeschafft und den Islam verboten werden. Soviel zu einer verantwortungsvollen Ideologie …

      • Walter Bossert sagt:

        Wie Eng der Blickwinkel der linken ist, sieht man schon an der schon fast krankhaften Fixierung auf die SVP. Für einen linken ist es schlicht undenkbar, dass es auch heute noch Leute gibt in der Schweiz welche ganz unabhängig von irgend einer Partei denken und sich entscheiden können. Wenn ich etwas gut oder nicht gut finde, frage ich nicht nach der Partei, denn diese denken ja nur von einer Wahl zur anderen. Wenn ich aber weit in die Zukunft denke, dann ist es einfach ein grober Fehler, was jetzt in unserem Land, aber auch in den Auswanderungsländer geschieht. Die UNO ist ist eine 0.

        • Mark Keller sagt:

          Walter Bossert, die UNO ist das Beste was die Welt an internationalen Organisationen zurzeit bieten hat. Wir haben nichts anderes, und vor allem nichts Besseres.

  • Thomas Schwarz sagt:

    Es ging Punkt 3 vergessen: Wir alle zahlen als Steuerzahler unsere eigene Überwachung. Neben Anschaffungskosten kommen Wartungskosten und Personalkosten. Das geht in der ganzen Diskussion leider immer wieder unter.

    • spletiz sagt:

      Jedes Jahr werden etliche Milliarden fürs Militär, Asylwesen und unausgegorene Informatikprojekte unnötig vebraten. Diese Ueberwachung wird einen Bruchteil eines Bruchteils davon kosten.

  • Konradin sagt:

    „Ich habe als liberaler Mensch…“ War das ironisch gemeint, Herr Glättli?

  • Dave McWide sagt:

    Das blöde daran ist, bei diesem Quartier wird die Kriminalität abnehmen. Da die Verbrecher auf andere Quartiere ausweichen. (Die sind ja nicht blöd) Damit wird der Versuch zu einem riesigen Erfolg.
    Andere Quartiere folgen und ein Aufrüstwettstreit zwischen den Quartieren und Städten wird die Folge sein.
    Zudem werden immer mehr Mittel dann in diese Technik hineingesteckt, anstatt in Polizisten.
    Schlussendlich wird das ganze soweit aufgebauscht, dass zuviele Daten und Videomonitore rumstehen und keiner mehr einen überblick hat.

    • Peter Richter sagt:

      Es wäre sicher sehr viel einfacher die ausufernden Missstände Kriminalität und Asylchaos bei der Wurzel zu packen,
      anstatt schweizweit Videoinstallationen, mehr Knäste, mehr Polizei usw. aufzubauen!
      Da steht dem Herr Glättli leider sein Ideologie-Ballast im Wege….

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Richtig. Unausweichlich.

  • spletiz sagt:

    Als ob mit so einer Ueberwachung oder mit irgend einem anderen Vorgehen dieser Art, das ‚Böse‘ verhindert werden könnte. Was für eine schräge Argumentation, die Kameras würden die Eigenverantwortung unterminieren, weil man sich dann nicht mehr zwischen Recht und Unrecht entscheiden könnte und daher keine Freiheit mehr hätte! Keine Angst, Fehler zu machen und erst dann bestraft zu werden, dafür wird es auch noch in Zukunft genügend Möglichkeiten geben, auch wenn an jeder Ecke Kameras stehen. Freiheit ist, zwischen Möglichkeiten auswählen zu können. Keine Kamera kann daran etwas ändern.

  • Roman Bürgmüller sagt:

    Glättli sieht die Aufgabe der Polizei wie die von METEO Schweiz…Unwetterwarnungen herausgeben
    und dann machtlos zusehen was passiert !!

    • Mark Keller sagt:

      Es kann nicht sein, dass präventiv mittels Überwachung und Identifikationssoftware Straftaten verhindert werden sollen. Dann sind wir soweit wie in den USA, wo ein Nachbarschaftswächter einen verdächtig wirkenden, afroamerikanischen Jungen „präventiv“ erschossen hat! Weil in den Köpfen gewisser USA-Bürger die Formel jung und afroamerikanisch gleich kriminell eingebarannt ist!

  • Michael Berger sagt:

    Die Überwachung ist nicht so problematisch, wenn die Politik gut ist, d.h. sie nur das beste für alle Bürger will. Sie wird zum Problem, wenn die Politik schlecht ist, weil sie von diesem Ideal abrückt. Sie kann dann massiv missbraucht werden, indem Bürger überwacht werden, welche eine politisch andere Meinung haben, sich nicht gesellschaftskonform verhalten.
    Zudem zielen doch die Kameras v.a. auf die kleinen Fische. Die grossen Verbrechen, die organisierte Kriminalität bleiben unberührt. Sie findne nicht in der Öffentlichkeit statt und werden durch gutbezahlte Anwälte geschützt.

  • Hannes Müller sagt:

    Man liest weniger von Fällen, wo junge Leute einen anderen sinnlos zusammenschlagen – und dies, seit ein paar von denen mit Hilfe von Kameras erwischt wurden. Ach ja, und dann wurden auch Randalierer erwischt, die bei Saupannerzügen durch Zürich gegen das Estäblischment waren und Geschäfte zusammenschlugen.

  • Peter Richter sagt:

    Bei den Autofahrer kann es dem Balthasar Glättli nicht genug Orwellschen-Überwachungsstaat geben, z.B. Videoüberwachung, Überregulierung inkl. Abzocke und hinter jeder Ecke einen Photoapparat mit Überwachungselektronik usw.
    Bei seiner eigenen Klientel, den Nichtschweizern und den kriminellen Einwanderer wird seine Politik völlig unglaubwürdig: z.B. immer ein „ja“ um die Einwanderungs- und Asylwirtschaft noch attraktiver zu gestalten, immer ein „nein“ bei Lösungsansätzen seiner gescheiterten Einwanderungspolitik und beim Asylchaos.

    • Andreas Schmid sagt:

      100%ig einverstanden – dem Votum gibts eigentlich nichts mehr anzufügen…

      • Mark Keller sagt:

        Es ist erschreckend und beuruhigend zugleich wie eindimensional bestimmte Leute gewisse Dinge sehen. Die Schweiz geht einer schwarzen Zukunft entgegen. Freiheit ade… Mit einschränken der Freiheit wird keine Sicherheit gewonnen.

  • Jacques sagt:

    Das Problem bei vielen links/grünen Ideologen ist, dass ihre Basis (die hegelianische Dialektik, der hegelianische Staat), schon falsch ist, auf Grund auch der vielen Widersprüche. Da kann man dann „oben“ noch so viel „herumflicken“ – besser wird es trotzdem nicht.

  • Roman Burgmüller sagt:

    BG: „Eine Politik und ein Wächterstaat, die das Böse vor seinem Ausbrechen eliminieren könnten, wären für mich weit bedrohlicher als noch die schlimmstdenkbaren Ausmasse des individuell Bösen“

    Dieser Satz darf nicht unwidersprochen bleiben zeigt er doch die vergleichbar kranken Ansichten wie die eines gewissen Norwegers, oder den NSU-Mördern. Denen war der Sozialstaat auch weit bedrohlicher, als ihre schlimmstdenkbaren Taten !!
    Auch wenn Glättli es nicht so meint, passieren ihm solche Aussagen im unreflektierten, heiligen Eifer und Sendungsbewusstsein.

    • Hans Züllig sagt:

      @ Burgmüller. Völlig einverstanden. Dieser von Ihnen erwähnte Satz von BG irritiert auch mich total. Den darf man eigentlich so gar nicht stehen lassen. BG ist, als Politiker mit solchem Gedankengut, in einer aufgeschlossenen Gesellschaft wie sie die Schweiz ist, nicht mehr wählbar.

    • Mark Keller sagt:

      Hier wird Balthasar Glättli etwas in den Mund gelegt, was er weder gemeint noch geschrieben hat. Ein Staat der seine EinwohnerInnen aufgrund des blossen Verdachtes sie könnten etwas Böses tun wegsperrt, ist wahrlich weit Bedrohlicher als es jeder Kriminelle je sein könnte.

      • Roman Burgmüller sagt:

        NEIN werter Keller!

        Da wir nichts in den Mund gelegt, sondern lediglich eine Aussage von BG zitiert!
        Im letzten Satz ist deutlich erklärt, warum B.Glättli höchst anfällig für solche Entgleisungen ist!!

        „Auch wenn Glättli es NICHT so meint, passieren ihm solche Aussagen im UNREFLEKTIERTEN, heiligen Eifer und Sendungsbewusstsein.“

        ! Auch Hobbyjuristen sollten einen Vorwurf zu Ende lesen, auch wenn’s im Eifer schwer fällt, bevor neue „Wahrheiten“ zurecht gebogen werden!

  • Walter Schneider sagt:

    Der Kontrollapparat – um funktionieren zu können – muss letztlich weltumspannend sein.

    Es gibt dann keine Freiheit mehr, es gibt lediglich „Rechte“, die der Staat vergibt oder entzieht. Droht im Gefahr, wird sie – wie immer – entzogen.

    War so, ist so, wird so bleiben.

    Die Frage ist: Sind wir mündig?

    Wenn nicht, müssen wir an die Fesseln gelegt werden. Das ist, was zur Zeit passiert.

    Sie reden von Utopie.

    Die Realität ist mehr vom Typ Soviet-Union.

  • sandro gasser sagt:

    herrn glättli, sie sind kein liberaler mensch, kein liberales gedankengut, es ist geradezu grotesk, wenn SIE den sehr positiven begriff eigenverantwortung benutzen. benutzen! eigentlich ein durchaus zu befürwortender politblog, leider eben, weil von ihnen, nicht ernstzunehmen. sie haben es schon früh geschafft. wenn sie durchaus (was ich ihnen abnehme) mit den zwei bekannten seelen in der brust durch die polit/gesellschaftslandschaft, vom steuerzahler verpflegt, wandeln (nicht im poetischen, sondern im ziellosen sinne) dann tun sie etwas und reden nicht andauernd, danke

    • Mark Keller sagt:

      Sandro Gasser, haben Sie sich die Mühe gemacht auch nur ansatzweise zu verstehen über was Balthasar Glättli geschrieben hat? Scheinbar nicht, denn Ihr Kommentar entbehrt jedem Zusammenhang mit dem Thema des Blogs. Mir wird Angst und Bange, wie Sie und andere das aufgeworfene Thema einfach ignorieren und Balthasar Glättli anfeinden.

  • Walter Schneider sagt:

    Nochmals: Es ist vollkommen falsch Politikern vorzuwerfen, sie wollten uns entmündigen. Völlig falsch.

    Ein Glättli hätte null und nichts zu sagen, wenn wir ihn gar nicht wählen sondern für uns selber denken und handeln würden.

    Ihre „Macht“ ist nur geliehen.

    Warum, glaubt der, es besser zu wissen, was für mich, für die Gesellschaft, geschweige für die Welt besser ist? Warum?

  • Walter Schneider sagt:

    Also, würde alles überwacht, dürfte es keine Kriminalität mehr geben. Was, wenn doch?

    Die Utopie, das Paradies, ist für die Leichtgläubigen. Es ist der Honig, mit dem die Unmündigen zuerst geködert, dann abhängig und letztlich gefangen genommen werden.

    Denn, der andere, hat es gut gemeint.

  • Walter Schneider sagt:

    Nun, sind das alles „böse“ Politiker, die mehr Ueberwachung fordern? Nein. Auch Hr. Glättli wacht morgens auf und will Gutes tun.

    Die grosse Prüfung ist die: Wollen wir frei sein oder nicht?`

    Nur als Beispiel: Ich mag den Glauben eines Muselmanes ablehnen aber ich werde dafür kämpfen, dass er seinem Gott huldigen kann.

    Ich frage mich: Wo sind die Schweizer, die zur Freiheit stehen.

    Sie sind selten geworden.

  • ri kauf sagt:

    Es ist schon unglaublich, was hier für abschätzige Kommentare stehe! Man könnte meinen, eine Schweiz ohne Ausländer wäre eine Schweiz ohne Verbrecher! – Kameras könne durchaus sinnvoll sein aber es darf bezweifelt werden ob man mit dem Bestücken eines ganzes Quartiers Verbrechen verhindern kann. Aber nur zu, der Nutzen wird sich zeigen.

    • Walter Bossert sagt:

      Wer behauptet denn eine Schweiz ohne Ausländer wäre eine Schweiz ohne Verbrecher?Da haben Sie etwas komplett falsch verstanden. Gerade WEIL wir selber schon genug solche haben, müssen wir diese Spezies nicht auch noch importieren.

  • Fabiano Conti sagt:

    Glättli ein Liberaler? Der Brüller des Tages. Eigenverantwortung? Fragen Sie die Leute, die dort wohnen und arbeiten. Kennen Sie Genf überhaupt? Kennen Sie das Pâquis? Das ist das Quartier, das für Einheimische zur No-go-Zone geworden ist. Wenig Schweiz ist übrig geblieben, dafür umso mehr Nordafrika.

  • Johny Jung sagt:

    Ich stimme hier offenbar als einziger Herr Glättli zu. Ein Mann, der mir immer wieder durch seine wärme und intelligenz auffällt. Klar , das dies heute keine Anhänger mehr findet. Geben Sie nicht auf! Wenn die letzten Leute mit Herz die Politik verlassen sind wir hier in der Schweiz verloren. Das scheint allerdings keinem bewusst zu sein. Viel zu sehr sind sie mit Ihrem Leitparadigma beschäftigt andere als Gutmenschen, Asylanten oder sonst wie zu bezeichnen. Sie machen wenigstens Themenpolitik. Danke dafür!

    • Séverine Jacquier sagt:

      Es braucht wirklich ein grosses Herz um Dealer und Verbrecher zu schützen.

      • Mark Keller sagt:

        Séverine Jacquier, wo gehäuft Drogendealer sind, hat es primär ein Drogenproblem. Dies hat nichts mit kriminellen Ausländern zu tun, diese sind nicht Ursache sondern Wirkung. Mit einer flächendeckenden Videoüberwachung haben sie die Ursache nicht behoben. Das Problem verlagert sich. Wen man die Drogendealer loswerden will, muss man das Drogenproblem lösen. Alles andere ist das Pferd am Schawanz aufgezäumt. Solange es eine Nachfrage nach illegalen Drogen gibt, wird es hierfür auch einen Markt geben, der natürlicherweise von Kriminellen beherrscht wird.

      • Walter Bossert sagt:

        Intelligenz???? Ein Grüner der vorgibt die Umwelt und die Ressourcen zu schonen und gleichzeitig für eine ungezügelte Bevölkerungszunahme ist in einem Land welches nur vom Export leben kann und zudem Energien braucht um nicht zu erfrieren, während in den Heimatländern dieser Ankömmlinge diese Energie gar nicht gebraucht würde, der ist weiter nichts als ein Heuchler, welcher Zusammenhänge gar nicht erfassen kann.

  • Brunner Franz sagt:

    wie gross ist die chance, dass vordenker wie glättli selbst mal opfer von irgendwelchen straftätern werden?—böse gesagt „leider“ fast null—dann hätte man mal die chance ihn am krankenbett zu besuchen und dann im gespräch mit so haarsträubenden phrasen daherreden wie »du bist jetzt hat ein opfer gelebter freiheit eines erwachsener Menschen geworden, der leider einen fehler gemacht hat und sich gar erdreistet hat, etwas böses zu tun«

  • Hanspeter Niederer sagt:

    „Nicht darum, weil Freiheit mir an und für sich das höchste aller Güter ist – ohne Rücksicht auf Verluste.“ So tönt ein waschechter Ideologe. Er lässt sich ohne mit der Wimper zu zucken ein Bein wegsprengen oder sich von einem Raser zerquetschen, denn ihm ist ja nur wichtig, dass er ein freier, aber halt leider zerfetzter oder zerquetschter Mensch ist, wenn er im falschen Moment am falschen Ort sich aufhält. Quintessenz: Ideologie macht IMMER starr und damit faktisch dumm.

  • Martin Weibel sagt:

    Grundsätzlich einverstanden! Als Bewohner des erwähnten Quartiers in Genf möchte ich jedoch jeden Kritiker einladen, dort einmal einen Abend zu verbringen um zu verstehen, wie es da zu und her geht! Ein eigentlich sehr attraktives Quartier verkommt – es vergeht keinen Tag wo ich nicht angequatscht werde (Drogen, Prostitution).

    • Mark Keller sagt:

      Martin Weibel, ich kann Sie sehr gut verstehen, dass Sie dieses Milieu so schnell wie möglich weg haben wollen. Ist diese Videoüberwachung mit Identifikationssoftware aber wirklich die Lösung? Es ist nicht strafbar Sie anzuquatschen. Was also bringt diese Überwachung? Einem Dealer müssen Sie den Deal nachweisen können. Was hilft da eine Videosequenz, die zeigt wie zwei Typen sich die Hände reichen? Es gibt bestimmt andere Mittel dem Problem beizukommen, als eine Videoüberwachung. Es sind dann nicht nur die Dealer und Prostituierten überwacht, sondern auch Sie als Anwohner.

  • Katharina sagt:

    Die Genfer Kamera wird drei nackte Krokodile finden, die als Zeugen dringenst gesucht werden. Dass ist doch gut, nicht?

  • Rensk sagt:

    Pour faire comprendre aux gens ce qui a été proposé a Genève vous n’auriez pas dû parler de Big Brother (que peu de gens on lu) mais bel et bien de Philip K. Dick (1956) ; „The Minority Report“ traduit au cinéma par un drôle de gars, qui lui s’appelle Tom Cruise…

  • Gion Saram sagt:

    Ich bin mit jedem Wort von Balthasar Glättli grundsätzlich einverstanden, nur wie würde denn Glättli als Exekutivpolitiker in Genf das Problem der offensichtlich überbordenden Kriminalität lösen? Es ist einfach mit hehren Theorien, zu profilieren solange man nicht konkrete Lösungen für konkrete Lösungen präsentieren muss. Was würden sie den anstelle dieses Genfer Politikers anders machen um das Problem zu lösen, Herr Glättli!

    • Andreas Schmid sagt:

      Carte Blanche erteilen natürlich – genauso wie er das im Asylwesen zulasten unserer Bevölkerung tut ;-)!

  • Sämi Amstutz sagt:

    Schon seltsam, wie sich all die liberalen, privatwirtschaftlichen Staatsgegner hier in den Kommentaren mit geradezu winkelriedscher Inbrunst dem Staat ausliefern wollen. Und das nur Wochen nachdem Snowden den NSA-Skandal aufgedeckt hat.
    Ja, London hat ganz viele Kameras. Die Kriminalität hat aber deswegen nicht abgenommen. Ihr werdet im grossen Stil veräppelt, Leute. Es geht nur darum möglichst viele Daten über die Bevölkerung zu sammeln.

  • Andreas Schmid sagt:

    London hat mit dieser Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Es werden auch keine Fremdgänger damit geoutet, niemand der sich gerade zufällig in der Nase bohrte – sondern eben bloss potenzielle Kriminelle, während die Videobänder nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden. Darin kann ich kaum „schrecklicheres“ als bei Google streetview erkennnen, mit einem Wort: dem unbescholtenen Passanten kanns egal sei. Immerhin wurden dadurch schon viele Verbrechen geklärt und die Täter (auch solche Ihrer Lieblingsklientel aus dem Asylwesen notabene) verhaftet. Letzters mag Ihnen natürlich sauer aufstossen.

  • Andreas Schmid sagt:

    Richtig, man kann nicht im immer fragwürdiger werdenden Asylwesen Vollgas geben, ALLES und JEDEN Straftäter in Schutz nehmen, jede – auch noch so sinnvolle – Massnahme dagegen effekthascherisch torpedieren, alle bekannten Kriminalitätsstatistiken in Zweifel ziehen und sich dann auch noch zum Hüter schweizerischer Freiheiten aufspielen…

    • Edi Steinlin sagt:

      Stimmt genau Herr Schmid, Glättli ist linker als links und er gehört auch in kein Parlament aber er wurde gewählt und wird es vermutlich wieder.

  • Meinrad Lacher sagt:

    Wir bräuchten wirklich keine Ueberwachung, wenn 1. die Politik (vor allem die linke) hinter der Polizei stünde und 2. die Richter endlich die bestehenden Gesetze, resp. die für die Taten entsprechenden Strafen sprechen würden.

  • Philipp Bürgler sagt:

    Ich bin überhaupt kein Fan von der Überwachung freier und unbescholtener Bürger. Was aber Herr Glättli hier wieder von sich gibt ist an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten: „…dass der Staat Verbrechen verhindert, bevor sie geschehen?“. Dies erinnert mich irgendwie an den Film Minority Report, in dem Personen verhaftet und verurteilt werden, bevor sie überhaupt eine Tat begonnen haben. Darin sind Glättli und co doch schon ganz gut: Automobilisten, Schützen, Hundebesitzer etc. sind in deren Augen potenzielle Verbrecher. Chaoten, Hooligans und Kriminelle werden dafür wehement geschützt.

  • Küng sagt:

    Ha!
    Das gibt es doch nicht. Baltasar Glättli schreibt etwas und ich habe gegen keines seiner Worte etwas einzuwenden. Nie gedacht, dass das möglich sein kann.

  • Christoph Lieberherr sagt:

    „Polizisten dagegen sollen unsere Freunde und Helfer sein und nicht unsere Erziehungsberechtigten.“ Ja und wie ist das denn mit den Politikern, die gewählt worden sind, um Freunde und Helfer bei Problemen zu sein und nicht vom hohen Ross herab zu predigen und die Unbeteiligten zu erziehen, weil man eine Heidenangst hat, konkret etwas tun zu müssen ?

  • Sämi Amstutz sagt:

    Quellen, Herr Schmid? Googlen Sie mal London surveillance cameras crime rate, Ihnen werden die Augen aufgehen. Das genaue Gegenteil von dem was Sie schreiben ist der Fall. Gegenden mit Kameras werden als unsicherer empfunden, die Verbechensrate lässt sich mit Strassenbeleuchtung weit besser senken als mit Kameras und die Aufklärungsrate durch die Kameras ist miserabel.
    Ich verteidige keine Verbrecher, ich weise darauf hin, dass Kameras ein schlechtes Mittel sind und dass sie der politischen Kontrolle der Bevölkerung dienen (können).

    • arnold gasser sagt:

      Alles kann als politische Kontrolle der Bevölkerung dienen. Das könnte man schon von der Polizeit, vom Militär und von Gesetzen überhaupt behaupten. Wenn hochauflösende Kameras installiert werden, deren Bildmaterial auch verwertet werden kann und auch verwertet wird, dann werden sie auch nützlich sein. Von diesen Billigkameras, die überall installiert wurden, kann man logischerweise nicht viel erwarten. Dann aber einfach zu behaupten, die Kameras brächten nichts, ist schon etwas schwach. Wie Herr Glättli schon sagt: Kamera muss das Verbrechen ja nicht behindern, jeder soll es begehen dürfen 😛

    • Andreas Schmid sagt:

      Sorry, aber wer behauptet, dass an neuralgischen Punkten gegen kriminelles Tun aufgestellte Kameras das Gegenteil von Erkennbarkeit und zusätzlicher Sicherheit bewirkt, säuselt entweder eine links-grüne Arie gegen besseres Wissen, oder er macht nicht nur uns, sondern auch sich selbst was vor. Echt amüsant, Ihre argumentative Logik :-)!

  • Martin Mader sagt:

    1. Nützt die Videoüberwachung etwa? Ganz klar nein, jeder kann die Studien von London im Internet nachlesen. Allenfalls verlagert sich die Kriminalität in andere Bereiche. 2. Gibt es eine Lösung? Ja mehr Polizisten, cleverweise hat Herr Maudet (siehe seine Website) diese Massnahme auf das Jahr 2020 verschoben. 3. Gibt es mehr Kriminalität in der CH? Nein, kann ebenfalls ergoogelt werden (zugenommen haben bspw. Einbrüche – es wird aber mehr angezeigt als früher + Zunahme Bevölkerung CH). 4. Sind die Linken schuld? Nein, in der CH gibt es immer noch eine bürgerliche Mehrheit.

    • Brunner Franz sagt:

      CH hat bürgerliche mehrheit? wie erklären sie sich dann, dass im parlament doch viele „linke“ vorstösse erfolgreich durchkommen? muss bei diesen bürgerlichen immer ziemlich viele “linke“ haben

  • Alexander Proff sagt:

    Das liberale Credo von B. Glättli scheint mir fehl am Platz. Natürlich hat die Gesellschaft die Verantwortung, Böses zu verhindern. Man muss zwischen Schuld und Verantwortung unterscheiden. Den Polizisten und auch den Staat, der ein Verbrechen nicht verhindern kann, trifft keine Schuld. Dennoch ist es eine Staatsaufgabe für Ordnung zu sorgen. Wenn Politiker das nicht wollen, stehlen sich sich aus der Verantwortung.

    Die Frage ist vielmehr, wer Informationen sammelt und missbraucht. Da scheinen mir Banken, Kreditinstitute, Werbeifirmen, Konzerne, Arbeitsgeber viel gefährlicher als die Polizei.

  • Séverine Jacqier sagt:

    Herr Glättli soll sich um die Politik in Zürich befassen. Das Quartier „Les Pâquis“ ist ein belebtes und angenehmnes Quartier. Dass es so bleibt muss es lückenlos überwacht werden. Kennen Sie das Quartier, Herr Glättli? Kaum! Ich schon; ich wohne in Genf. Viele Jugendliche befinden sich auch im Quartier, wegen den „Shops“, die ihnen trendiges Outfit verkaufen. Man will nicht diese Jugendlichen überwachen; man will sie schützen, wie auch ältere Personen, die sich kaum wehren können. Herr Glättli bleiben Sie in Zürich und schützen Sie dort Verbrecher und Dealer.

  • walter.schneider sagt:

    Im Uebrigen, werter Herr Glättli, ich empfehle Ihnen den Beizug eines Bedeutungswörterbuches.

    Lesen Sie mal nach, was „liberal“ heisst.

  • Roger Walser sagt:

    In Berlin wurde der Effekt von Videoüberwachung in der U-Bahn untersucht. Die Studie kommt zum folgenden Schluss: Eine Veränderung der Kriminalitätsrate zeichnet sich aufgrund der Einführung der Videoüberwachung bisher nicht ab. Bezogen auf Sachbeschädigungen deuten die vorgelegten Vergleichszahlen eher auf einen leichten Anstieg hin. Es waren lediglich in 2.1% der Fälle die Straftäter auf dem Video auch erkennbar und konnten deshalb gefasst werden.

  • Marius Meier sagt:

    Ein kluger Aufsatz von Herr Glättli. Doch statt einer anregenden Diskussion über Freiheit und Sicherheit, muss ich hier dumpen populistischen Quatsch seitens vieler Kommentatoren lesen. Was in Genf lokal geschieht, Frau Fiala für die Schweiz einführen möchte und die Amis mit der NSA schon längst weltweit tätigen, das gehört diskutiert. Wie dumm wir für Pseudosicherheiten unsere Freiheiten und Privatssphäre opfern, dieser Zustand von uns demokratischen Bürgern müssen wir überdenken. Eine Gesellschaft des Vertrauens wäre vermutlich sicherer, wie aktuell in Zeiten der weltweiten Bespitzelung.

  • Walter Bossert sagt:

    Den Grund des linken Handelns kann ich nur nachvollziehen, wenn sie als Fernziel die komplette Zerschlagung der Schweiz anvisieren. Sie fordern eine unregierbaren Staat wo die Politiker hohe Saläre beziehen aber nichts mehr tun können und müssen. Und wenn das Volk ja sowiso macht was es will ( Reitschule) , muss man sich auch nicht mehr um so grosse Probleme wie Sicherheit oder AHV oder was immer kümmern.

  • Gianfranco Denicola sagt:

    Gelebte Freiheit erwachsener Menschen, klingt wunderbar. Wir leben aber in einer Gemeinschaft, und das Wohl der Gemeinschaft gilt es zu schützen vor auswüchsen individueller Freiheiten. Die Politik, die Schulen und insbesondere die Eltern von Kindern sollten sich bemühen gemeinschaftliche Werte zu fördern, wie z.B Respekt, Fürsorge, und Toleranz. Eigenverantwortung kann nur derjenige übernehmen der diese Werte erlernt hat, und sie auch lebt. Alles andere ist unverantwortlich und birgt ein zu grosses Risiko. Keine Videokameras, keine Polizei, wäre mir auch lieber.

  • Damokles sagt:

    Wenn ein Staat seine Bürger überwachen muss, dann traut der Staat seinen Bürgern nicht mehr. Wenn ein Staat eine solch kostenintensive Totalüberwachung einführt, dann frage ich mich, ob dieser überhaupt das Ziel der Verbrechensbekämpfung beabsichtigt. Verbrechensprävention ist hier de facto nicht gegeben! Beispiel: Wenn ein Bürger mit einem Messer, oder einer anderen Waffe, auf einen anderen Bürger los geht, dann kann die Polizeit gar nicht so schnell vorort sein um dieses Verbrechen zu verhindern. Und wenn der Verecher maskiert ist, kann die Überwachung auch nicht helfen.

    • Hans Züllig sagt:

      Nein, das kann die Polizei wahrscheinlich nicht verhindern, so wie Sie es schreiben.

      Aber mit Überwachungskameras können Täter ausfindig gemacht werden. Beim London U-Bahn- oder dem Boston Marathon Bombing brauchte die Polizei keine 24 Stunden um die Täter aufgrund Kameraaufnahmen zu identifizieren.

      Überwachungskameras gehören in den dichtbenutzten öffentlichen Raum. Es geht dabei nicht um das Nicht-Vertrauen zwischen Staat und Bürger und mit Freiheit oder Einschränkung hats ebenfalls nichts zu tun, so wie unsere Gesellschaftsordnung heute funktioniert.

  • Charly Schneider sagt:

    das traurige ist, das solche leute wie der ökoprediger glättli überhaupt im parlament sitzen,weil es (noch trauriger!) leute gibt, die seine verkehrte ideologie unterstützen und ihn wählen.wohin ist die schweiz in den letzten 15 jahren geschliddert?
    rom ist auch von den eigenen bürger in den niedergang gebracht worden! zeichen der saturierten, gleichgültigen wohlstandgesellschaft.

  • Steve Roeck sagt:

    Je suis contre le projet de caméras aux Pâquis a Genève, mais je dois reconnaître que dans votre blog vous parlez sans savoir de ce qu’il en est réellement.
    Je suis opposé aux caméras de surveillance dans les quartiers a forte densité de population.
    Je suis l’affaire au niveau genevois en tant que membre du piratenpartei genf et candidat au Grand Conseil genevois.

    Il est faux de parler de reconnaissance ou autre. La loi ne concernera que le financement.
    C’est bien le problème, nous n’avons pas de lois claires sur le sujet et nous avons des caméras partout en Suisse.

  • Michael Kaufmann sagt:

    Ja, die Rotgrünen möchten halt lieber den Big Brother bei den Bankkundendaten einführen.

  • Actualité sagt:

    Le Big Brother d’Orwell a donc peu de points communs avec Prism et le programme Tempora

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