Die Grenzregionen müssen vor Dumpinglöhnen geschützt werden

Vom Schweizer Schriftsteller Max Frisch stammt der bekannte Ausspruch: «Man hat Arbeitskräfte gerufen und es kamen Menschen.» Was Frisch vor knapp fünfzig Jahren gesagt hat, ist heute aktueller denn je: Die Wirtschaft holt Arbeitskräfte aus der EU und es kommen Menschen, die hier wohnen und arbeiten – häufig zu Löhnen, von denen sie und ihre Familien nicht anständig leben können.

Davon ist besonders mein Heimatkanton, das Tessin, betroffen. In der Sonnenstube der Schweiz werden auch diesen Sommer wieder zahlreiche Touristinnen und Touristen die Ferien geniessen. Vielen wird leider nicht bewusst sein, zu welchen Arbeitsbedingungen und tiefen Löhnen zahlreiche Angestellte dort arbeiten. Dass ein Arbeiternehmender im Tessin 2900 Franken brutto pro Monat erhält, ist heute traurige Realität.

Dies ist möglich, weil zahlreiche Unternehmer den europäischen Arbeitsmarkt zur Profitsteigerung nutzen. Sie spielen günstige italienische Arbeitskräfte gegen einheimische aus und drücken so die Löhne in unserem Land.

Betriebe im Tessin ersetzen immer mehr ortsansässige Angestellte durch günstigere Grenzgängerinnen und Grenzgänger

Autos passieren in Como die Grenze in Richtung Schweiz, 2009. (Keystone/Martin Rütschi)

Besonders die Grenzregionen leiden unter Dumpinglöhnen: Autos passieren in Como die Grenze in Richtung Schweiz, 2009. (Keystone/Martin Rütschi)

Als auf Druck der Schweizer Wirtschaft die Personenfreizügigkeit eingeführt wurde, haben Linke und Gewerkschaften nur unter der Bedingung zugestimmt, dass mit sogenannten flankierenden Massnahmen Dumpinglöhne verhindert werden. Leider haben die Wirtschaftsführer und die Bürgerlichen wirksame flankierende Massnahmen jahrelang verwässert und verhindert. Stattdessen haben sie die betroffenen Regionen – allen voran die Grenzregionen Tessin, Genf und Jurabogen – sich selbst überlassen.

Betriebe im Tessin ersetzen zum Beispiel immer mehr ortsansässige Angestellte durch günstigere Grenzgängerinnen und Grenzgänger und setzen damit die Löhne massiv unter Druck. Inzwischen kommen aufgrund der schweren Krise in den Mittelmeerländern auch zahlreiche Arbeitskräfte mit hohem Qualifikationsniveau, die bereit sind, in der Schweiz praktisch zu jeder Bedingung jede Arbeit anzunehmen. Vermehrt stellen viele Firmenbesitzer sogar lieber volljährige Lehrlinge aus Italien anstatt ortsansässige an, weil sie gefährliche, für Minderjährige verbotene Arbeiten ausführen können, den Führerausweis besitzen oder bereits berufliche Erfahrung haben. Diese Entwicklung wird durch die Wirtschaftskrise verstärkt und stellt die Menschen, insbesondere auch die Lehrlinge, vor untragbare soziale und wirtschaftliche Probleme.

Dabei gibt es Massnahmen, die eine Personenfreizügigkeit im Interesse der Menschen ermöglichen:

  • Branchen, in denen vermehrt Lohnunterbietungen und überdurchschnittliche Zuwanderung auftreten, können heute zu Fokus-Branchen erklärt werden, in denen besondere Massnahmen ergriffen werden können. Ein gleiches Instrument braucht es für die betroffenen Regionen. Wir müssen analog zu Fokus-Branchen auch Fokus-Regionen definieren, in denen eine erleichterte Allgemein-Verbindlich-Erklärung von Gesamtarbeitsverträgen, kantonale Normalarbeitsverträge und eine Erhöhung der Kontrolldichte möglich ist.

  • Zusätzlich sollen die Unternehmer in die Pflicht genommen werden und pro im Ausland angeworbener Arbeitskraft eine Abgabe in einen Fonds einbezahlen. Daraus werden flankierende Massnahmen wie eine Erhöhung der Kontrolldichte oder Massnahmen zur Arbeitsmarktintegration für stellensuchende Arbeitskräfte finanziert.

Über die wirkungsvollste Massnahme gegen Lohndumping kann das Stimmvolk jedoch im kommenden Jahr abstimmen: Dann kommt die Mindestlohn-Initiative der Gewerkschaften zur Abstimmung, die für alle einen Lohn von mindestens 4000 Franken verlangt – und damit einen Lohn, der zum Leben reicht. Sowohl für die Menschen, welche die Wirtschaft in die Schweiz ruft, als auch für die, die bereits hier leben. Damit schützen wir die Schweizer Löhne und Arbeitsbedingungen – damit alle profitieren, und nicht nur ein paar wenige!

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106 Kommentare zu «Die Grenzregionen müssen vor Dumpinglöhnen geschützt werden»

  • bernhard moser sagt:

    Man muss auch ehrlich sein, „die Schweizer“ welche in den Grenzregionen wohnen, gehen auch im Ausland einkaufen!
    Logisch das sich dann das Lohnniveau absenkt.

    • Claudia sagt:

      Wenn man einen Lohn hat, mit dem man in der Schweiz nicht mehr leben kann, muss man ja im Ausland einkaufen gehen. Ich tue das nicht. Aber Fakt ist, dass unser Lohnniveau gesunken, die Mieten und KK ständig steigen und die Konkurrenz enorm zugenommen hat.

    • Rene Wetter sagt:

      Jetzt ist noch die Frage was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Das Lohnnieveau in den Grenzregionen war schon immer tiefer, insbesondere im Tession. Schon in den 70er kamen massenhaft Grenzgänger. z.B. die Leute aus der Region Domodossala zur Agie in Losone arbeiten kommen

    • Franz Stocker sagt:

      Tessiner müssen vor Tessinern beschützt werden. Es sind ja Tessiner Unternehmer, die ihre eigenen Landsleute benachteiligen gegenüber Grenzgängern!

      • Mario Bernasconi sagt:

        @Franz Stocker. Stimmt so leider nicht. Im Tessin sind in den letzten Jahre sehr viele Betriebe aus Italien ‚eingewandert‘. Dies wegen den guten Infrastrukturen, den gegenüber Italien tiefen Sozialleistungen und vor allem wegen weniger Bürokratie. Die angesiedelten neuen Unternehmungen sind leider meistens keine Investitionen in zukunftsträchtige Technologien, sondern z.B. Logistik (Gucci, Guess, Boss usw.) welche praktisch nur Grenzgänger zu sehr tiefen Löhnen einstellen. Mit einem dort bezahlten Gehalt kann ein Tessiner mit Familie nicht leben!

      • Martin H. sagt:

        Sie haben vollkommen recht Herr Stocker. Es geht hier um Besitzende (Immobilien- und sonstige Investoren) und Mächtige (Höhere Kader in Firmen) gegen Arbeitnehmer und um nichts anderes.
        Die Arbeitnehmer sind ihnen auf Grund des grossen Arbeitsmarktes vollkommen ausgeliefert. Sie Menschen müssen auf Grund der jetzigen Situation höhere Mieten und tiefere Löhne akzeptieren, wenn ihnen ihr soziales Umfeld wichtig ist.Wegen der PFZ sind sie gezwungen, die mit ihren Steuergeldern finanzierten Güter auf dem Europäischen Markt in Konkurrenz nochmals zu bezahlen(eben durch hohe Mieten und tiefe Löhne)

        • Nico Meier sagt:

          Der Grenzgänger als Profiteur der in der CH einen fetten Lohn abholt und im Ausland billig lebt ist leider immer häufiger anzutreffen.

    • Max Bernard sagt:

      Das Eine hat mit dem Anderen nicht das Geringste zu tun! Oder glauben Sie etwa die Arbeitgeber würden der Versuchung widerstehen die Immigranten als Lohndrücker zu missbrauchen, wenn die Schweizer nicht im Ausland einkaufen würden – vielleicht aus Menschenfreundlichkeit?
      Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis – auch bei der Arbeitskraft. D. h., solange die Einwanderer bereit sind für weniger Lohn zu arbeiten als in CH üblich ist, werden die Arbeitgeber dies auch ausnutzen und damit Druck auf die CH-Löhne ausüben.

  • Karin Gut sagt:

    Die Zuwanderung wegen der Personenfreizügigkeit betrifft nicht nur die Grenzregionen sondern die ganze Bevölkerung der Schweiz. Für die Grenzregionen kommt lediglich die Konkurrenzierung auf dem Arbeitsmarkt durch Grenzgängerinnen und Grenzgänger hinzu.
    In spätestens 4 Jahren wird über die ECOPOP-Initiative abgestimmt. Wenn das Schweizer Stimmvolk JA sagt zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums in der Schweiz, dann wird das PFZ-Abkommen aufgelöst werden. Insofern ist jetzt Flankierungs-Aktivismus nicht mehr unbedingt angesagt, erledigt sich vielleicht nach der ECOPOP-Abstimmung von selbst.

    • Christoph Schnyder sagt:

      Ich würde eher darauf spekulieren, dass vorher die SVP-Masseneinwanderungsinitiative angenommen wird, die PFZ gekündigt wird, und dass sich dann dieser unsägliche ECOPOP-Unsinn von selbst erledigt, d.h. wuchtig bachab geschickt wird.

      • Stefan Jost sagt:

        @Schnyder: Die SVP-Masseneinwanderungsinitiative ändert kaum etwas an der Zuwanderungswelle, denn schon heute kann nur in die Schweiz kommen wem die Wirtschaft Arbeit gibt. Den Gewinn der Wirtschaft – die Last von 9 oder 10 Millionen Einwohnern der Allgemeinheit – das ist die SVP-Initiative.
        Wenn man wirklich vom ausufernden Bevölkerungswachstum weg will, dann gibt es nur die Ecopop-Initiative.

        • Max Bernard sagt:

          Das ist so nicht richtig! Wenn die Zuwanderung – egal durch welche Initiative – um ca. 50% pro Jahr reduziert wird, so bedeutet dies eine Reduktion des Arbeitskräfteangebotes und damit eine Reduktion des Druckes auf die Löhne.
          Natürlich wird dadurch nicht völlig verhindert, dass Einwanderer nach wie vor bereit sein werden für weniger Lohn als in CH üblich zu arbeiten und damit bevorzugt eingestellt zu werden. Aber je weniger dies der Fall ist, desto geringer wird der Druck. Von daher ist auch die SVP-Initiative gegen die Interessen der Wirtschaft gerichtet und wird ebenso von dieser bekämpft.

      • Patrick Tanner sagt:

        @Schnyder, bei der Annahme der SVP-Initiative wird die Nettozuwanderung nicht abnehmen, weil diese initaitive eine Kontigentierung der Migration gemäss den Nachfrage der Unternehmen und der Wirtschaft verlangt. Es ist eine typische symbolische SVP-Scheinlösungsinitiative, weil insbesondere der neoliberale SVP-Wirtschaftsflügel von einer Zuwanderung gemäss den Bedürfnissen der Wirtschaft und der Arbeitgeber profitiert. Das entspricht mehr oder weniger der aktuellen neoliberalen laisser-faire-Lösung gemäss der PFZ. Nur eine moderate Nettozuwanderungsbegrenzung (17000 pro Jahr) gemäss ECOPOP hilf

    • Simone Zeller sagt:

      Wir kennen doch mittlerweile unsere Linken.
      Erst versprechen die dem Wähler das Paradieschen auf der Welt, trifft es nicht ein, verspricht man noch mehr Paradieschen, aber nur, wenn es der ANDERE bezahlt.Die Moskau-Pilgerreisli wirken noch immer nach…
      Staats-Abzocker kämpfen seit Jahrzehnten um ihren Job im Filz, da all diese „Experten“ in der Privatwirtschaft unbrauchbar sind und wohl verhungern müssten.
      Das peinlichste an der ganzen Sache ist aber, dass sich noch immer knapp 30 % der Wähler von Rattenfängern-Rezepten verführen lassen. Ja Karin da kann wohl nur ECOPOP Abhilfe schaffen

      • Heinz Oberholzer sagt:

        @Simone Zeller hoffentlich werden sie nie von einem „Rattenfänger“ erwischt. Solche Ausdrücke soll man gegen die SVP nicht anwenden,denn es ist mancher froh dass es diese Partei gibt in der Schweiz. Wäre dem nicht so wären wir CH-Bürger/innen schon lange der EU verkauft worden Frau Zeller.Dann hätten wir eine Überschwemmung von Grenzgänger und Einwanderer wie man es sich kaum vorstellen kann. Es muss leider jemand (SVP) etwas tun,sonst kann es dann schnell einmal zu spät sein Fr. Zeller Wenn sie glauben dass die ECOPOP-Initiative der Schweiz weiterhelfen kann sind sie aber auf dem Holzweg.

      • Patrick Tanner sagt:

        Wie wurde ich von der SP und den Grünen als xenophob-isolationistischer Schwarmaler und Lügner diffamiert, als ich vor der ersten PFZ-Abstimmung O-Ton- mässig folgendes schrieb: „die PFZ ist ein neoliberales Konstrukt, dass die Macht der Arbeitgeber, Kapital- und Immobilienbesitzer gegenüber den Arbeitnehmern, Besitzlosen und Mietern massiv erhöhen wird, gemäss Angebot und Nachfrage zu tendenziell tieferen Löhnen, höheren Mietpreisen und zu Verdrängungseffekten im Arbeitsmarkt sowie zu einer massiv höheren Nettozuwanderung führen wird, was negative ökologische und soziale Folgen haben wird.“

  • Rolf Rothacher sagt:

    Abgeschottete Arbeitsmärkte können (notabene bei ständigem Rationalitsierungsdruck!) zu höheren Löhnen für Inländer führen, bremst gleichzeitig das Wirtschaftswachstum. Offene Arbeitsmärkte führen dagegen zu einer optimalen Versorgung der Wirtschaft mit Arbeitskräften und somit zu Aufschwung. Mindestlöhne bringen dagegen nichts. Wer will denn mit dem Minimum leben? Höchstens doch die Grenzgänger? Fürs Tessin ändern Mindestlöhne gar nichts, im Gegenteil. Mindestlöhne werden die Arbeitgeber dazu verleihten, vermehrt für alle Berufe nur noch nach den günstigsten Arbeitnehmern zu suchen.

    • Max Bernard sagt:

      Na und! Was haben Arbeitnehmer von einem Wirtschaftswachstum, das auf ihre Kosten geht, weil sie mit den zu niedrigeren Löhnen arbeitenden Immigranten konkurrieren, d. h. sich zu ebenso miesen Lohnbedingungen anbieten müssen?
      Mindestlöhne bringen all denen etwas die zu Löhnen arbeiten müssen, die unter jenen liegen. In CH sind dies Wenige, weshalb dieser SP-Vorschlag auch wenig hilft. Symptomflickerei einer Partei, die mit ihrer arbeitgeberfreundlichen PFZ-Unterstützung dafür sorgt, dass der Druck auf die Löhne gewaltig zugenommen hat und sich gleichzeitig als Arbeitnehmerfreund gerieren will!

      • j.haus sagt:

        Wie bitte? Es sind nur Wenige in der CH, die unter dem vorgeschlagenen Mindestlohn arbeiten????? Wo leben Sie? Wohl auch irgendwo abgehoben. Es sind sehr VIELE, vor allem auch ältere Personen (50+). Das wird meistens unterschätzt von der sog. Allgemeinheit. Kenne etliche in dem Alter, die sich ‚von‘ schreiben würden, hätten sie so einen Lohn. Aber leider gibt es keine Lobby für Arbeitnehmer 50+.

  • Kalle Praktikus sagt:

    (Teil 1) Nicht nur die Randregionen sind von sinkenden Löhnen betroffen. Ähnliche Erfahrungen machen auch top qualifiizierte Landsleute im Hinterland. Banken, Versicherungen, Industrie, Handel usw. nutzen die Arbeitsmarktlage in der EU schamlos aus. Es ist klar, dass jemand, der in der EU keine Arbeit hat oder eine von der er gerade so leben kann, die Gelegenheit nutzt in der Schweiz zu arbeiten, wenn am Monatsende so viel übrig bleibt, wie er in seinem Heimatstaat brutto verdient. Der Mindestlohn hilft am unteren Ende der Lohnskala eher den Ausländern. Trotzdem ohne Mindestlohn geht es nicht.

  • R. Merten sagt:

    Einerseits beklagt sich Frau Carobbio über die italienischen Arbeitskräfte, die die Löhne im Tessin drücken- andererseits stehen die Linken vehement für die ungezügelte Masseneinwanderung. Und was machen dann die Sozis? Sie kreieren immer mehr Gesetze, um irgendwie die Kurve zu kriegen. Und wo könnte man ansetzen? Natürlich beim Mittelstand und den Unternehmern. Die hätten natürlich wieder die ausufernden Kosten zu tragen. Nein, Frau Carobbio, der linke Multi-Kulti-Wahn und die sozialistischen Ideen, dass der Staat dem Bürger vorschreibt, wie er zu leben hat, muss bekämpft werden !!!

  • Kalle Praktikus sagt:

    (Teil 2) Schweizerische Fachkräfte müssen sich seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit deutlich weniger Lohn und Karrierechancen zu frieden geben. Der berufliche Generationenvertrag hat sich in Luft aufgelöst. Die Lebenshaltunskosten haben eher zugenommen. Würden die flankierenden Massnahmen greiffen, wäre uns die Kaufkraft erhalten geblieben. Als besonders stossend erachte ich die Tatsache, dass die schw. Arbeitgeber vermehrt sog. Best-Ager durch jüngere Kandidaten ersetzen. Mit 45plus hat mat als Arbeitnehmer/Freelancer/Contractor sein Verfalldatum schon erreicht. Eine Schade!

    • Max Bernard sagt:

      Sie haben Recht – es ist eine Schande! Möglich geworden ist dies nur weil dank der PFZ die Arbeitgeber auf ein nahezu unbegrenztes ausländisches Arbeitskräftereservoir zugreifen können.
      Vor Einführung der PFZ galt die Schweiz neben den Niederlanden als das Land, welches europaweit am Meisten Arbeitskräfte über 60 Jahren beschäftigte. Heute sind wir diesbezüglich auf dem Stand von Deutschland, das in der Praxis des Aussortierens älterer Arbeitskräfte schon vor 20 Jahren führend war. Analog wird die Entwicklung bei den Löhnen verlaufen – alles dank der von den Linken unterstützten PFZ!!!

  • Hans - Ulrich Vogt sagt:

    Frau Carobbio Sie unterschlagen schlicht und einfach, dass ihre Partei und die Gewerkschaften für die PFZ die JA-Parole ausgegeben haben und dem Lohndumping Tür und Tor geöffnet. Sie haben die CH – ArbeiterInnen verraten!! Weil heute in der ehemaligen Arbeiterpartei die Prosecco- Toscana – SofasozialistInnen – Fraktion das Sagen hat. Man muss sich nur die CV der Führungsriege betrachten. Diesen Arbeitstheoretikern fehlt jedes Verständnis für die heutige Arbeitswelt. Wer vor den, jetzt eingetretenen, Folgen gewarnt hat wurde aus ihren Kreisen, als Fremdenhasser und Hinterwäldler beschimpft.

    • Mario Bernasconi sagt:

      @Hans-Ulrich Vogt. Richtig gesagt Herr Vogt. Leider muss ich sagen, dass die Polit-Situation im Tessin sehr schlimm ist. Die SP hat hier voll geschlafen und eben die sog. Prosecco-Fraktion hat das Sagen und Frau Carobbio ist Teil dieser Besserwisser-Fraktion. Die immer schlechteren Wahlresultate, zuletzt in Lugano, bestätigen dies. Frau Pesenti z.B., eine sehr fähige Frau und dazu eine Wahllokomotive wurde unter fadenscheinigen Gründen rausgeekelt. Die PF und die „Padroncini“ sind Gift für das Tessin. Bern will das nicht zur Kenntnis nehmen und leider sind die TI-Politiker nicht präsent!

  • Claudio Tamè sagt:

    Schau schau. Sie, ihre Partei und die Gewerkschaften (besonders die UNIA) haben die PF unbedingt gewollt. Sie wussten, dass es zu einer Katastrofe kommen wurde. Wenn eine scharfe Krise kommt, und die ist nicht weit, dann platzen unsere Arbeitslosenkasse und anderes mehr. Sie hat ebenfalls immer gesagt, dass es keine IV-Betrüger gibt, ebenfalls eine Lüge. Das Tessin bewältigt diese Lavine nicht mehr, sie ist schon im Tal. Nun sind die anderen Schuld nach dem Motto „ich werfe den Stein und verstecke die Hand“

  • Ben Osterwalder sagt:

    Gut gebrüllt Löwe…nur nützen die vorgeschlagenen Massnahmen nicht wirklich.Nach einem knappen Jahrzehnt Personenfreizügigkeit müssen wir dieses Experiment als gescheitert anschauen.Es gibt nur eine-wirklich wirkungsvolle- Massnahme;nämlich die Einwanderung aus dem EU Raum an eine Arbeitslosigkeitsquote (plus Ausgesteuerte!!!)von unter 1,5 Prozent zu knüpfen.Erst dann werden die Betriebe zuerst bereits ansässige Kandidaten einstellen und in Weiterbildungen investieren.Und erst dann werden die Sozialwerke auch zielgerichtet entlastet und können sich auf die wirklich Bedürftigen fokussieren!

  • Kalle Praktikus sagt:

    (Teil 3) Der Mindestlohn schützt die unteren Einkommen. Es wäre aber auch wichtig, dass man die Löhne der Facharbeiter und Spezialisten schützt. Wir haben viel Geld und Zeit in unsere Ausbildung gesteckt und werden nun vermehrt mit Löhnen aus sog. Billiglohn-Ländern konfrontiert. Das geht gar nicht.
    Der Anspruch gleicher Lohn für gleiche Leistung scheint für die schw. Arbeitgeber auch nicht mehr so wichtig zu sein. Häufig mangelt es an Sprachkenntnissen. Es werden Leute in Positionen geholt, die keine Landessprache sprechen und keine Ahnung von den hiesigen Gepflogenheiten haben.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Es gab bereits im Vorfeld des Personenfreizügigkeitsabkommens zahlreiche Studien, die ganz klar belegt haben, dass der Lohndruck dank diesem abnimmt- sprich: Dass die Arbeitnehmerrechte unterminiert werden. Frau Carobbio Guscetti soll jetzt nicht so tun, als ob sie das nicht gewusst hätte! Und was die flankierenden Massnahmen anbelangt: Schon bei Marx kann man nachlesen, was ein Arbeitsgesetz wert ist, dass mangels Mitteln (u. a. Kontrolleuren) nicht durchgesetzt werden kann. Zudem: Eine Ausweitung des Angebotes zieht immer sinkende Preis nach sich, das ist ja der Sinn der ganzen Sache!

  • Peter Kaegi sagt:

    Grenzregionen vor Dumpinglöhnen schützen aber den Einkaufstourismus dulden. Das ist zu einseitig. Den Markt spielen lassen, es sind da eher die Gewerkschaften die ihre Pfründe schützen möchten.

    • j.haus sagt:

      Was heisst Einkaufstourismus? Die grossen Detailhändler wie Migros und Coop konnten ihre Umsätze trotz allem noch steigern. So schlimm kanns also nicht sein. Zudem finde ichs äusserst fragwürdig, wenn man von uns erwartet alles in der Schweiz (patriotisch) zu kaufen, denn was wird denn eigentlich noch zu 100 % in, von und aus CH-Zutaten hergestellt/produziert?

  • Kalle Praktikus sagt:

    (Teil 4 / Schluss) Der gesetzliche Mindestlohn kann als fester Bestandteil der flankierenden Massnahmen betrachtet werden. Genau so wichtig ist es den Gesamtüberblick über den Arbeitsmarkt zu haben, um die richtigen Massnahmen in die Wege leiten zu könnnen. Dafür müsste eine nationale, obligatorische Stellernbörse eingerichtet werden. In viel zu vielen Fällen steht hinter den Stellenanzeigen kein realer Arbeitsplatz. Es wird gesucht, aber niemand eingestellt. Dafür schulden uns die Arbeitgeber eine Antwort. Mit der nationalen Stellenbörse könnte man hier wenigstens für Klarheit sorgen.

  • will williamson sagt:

    „…haben Linke und Gewerkschaften nur unter der Bedingung zugestimmt, dass mit sogenannten flankierenden Massnahmen Dumpinglöhne verhindert werden. “
    Die Linke ist halt naiv gewesen und hat sich über den Tisch ziehen lassen. Ohne schrankenlose Freizügigkeit müsste man jetzt nicht nach solchen Massnahmen suchen. Dass die „Flankierenden“ die Dumpinglöhne nicht verhindern, war zu erwarten. Mindestlöhne dürften da eher wirken. Sie erhöhen zwar die Attraktivität der Schweiz für EUler, reduzieren aber die Motivation der Arbeitgeber, Schweizer durch billigere Ausländer zu ersetzen.

    • Max Bernard sagt:

      Die Linken waren keineswegs so naiv wie Sie meinen als diese sich für die PFZ stark machten.
      Tatsächlich war und ist diesen jede Annäherung an die EU wichtiger als die Interessen der Arbeitnehmer. Während SP & Co. mit ihrer PFZ-Unterstützung dafür sorgen, dass die Arbeitgeber unbegrenzt auf das billige EU-Arbeitskräftereservoir zugreifen können und so den Druck auf die CH-Löhne mit initiierten, versuchen sie nun mittels der sog. flankierenden Maßnahmen sich als Arbeitnehmerfreunde zu positionieren. Ohne jegliche Naivität sondern im vollen Bewußtsein, dass der Mindestlohn den Wenigsten hilft.

      • will williamson sagt:

        Die Sozis wollten in die EU, weil sie meinten, nur so die sozialen Verhältnisse verbessern zu können. Wenn sie das immer noch meinen, sagen sie es nicht mehr so laut. Aber eigentlich sollten sie inzwischen von den sozialen Verhältnissen in diversen EU-Ländern eher abgeschreckt werden, ausser sie sind unbelehrbar. Das gibt es ja scheints auch noch.

  • Ueli sagt:

    Wenn der Mindestlohn nur für Schweizer gilt bin ich dafür, sonst Stimme ich NEIN! Sonst kommen noch mehr Ausländer in die Schweiz. Nein danke!!

  • markus gerat sagt:

    hat es den jemals funktioniert,wenn die wirtschaft freiwillig irgendwas zugesagt hat und sich dann tatsächlich dran gehalten hat? es ist doch unfug zu glauben,dass wenn eine arbeitgebervertretung irgendwas zusagt, sich alle dran halten,vor allem auch die, die gar nicht durch die arbeitgebervertretung vertreten sind.und ausserdem heisst sowas ja auch immer irgendwie mehrkosten. und das wird solange vermieden bis man dann muss. also doch gesetzlich geregelt ist.in diesem fall helfen nur harte restriktionen und mindestlohn, wenn löhne für grenzgänger gedumpt werden.oder hat jemand nebessere idee?

  • Walter Bossert sagt:

    Die Mindestlohninitiative deckt nur einen kleinen Teil des Problems ab, zudem würden höhere Löhne für Hilfskräfte noch mehr Leute aus dem Ausland anziehen welche anderswo zu Konzessionen bereit wären als beim Lohn ( ZB Nachtarbeit) Der grosse Druck auf die Löhne besteht doch vor allem auf Handwerkerebene und da greift die SP- initiative ja nicht. Das lässt sich auch schwer kontrollieren, fahren doch tausende , angeblich selbständige, jeden Tag in der Schweiz herum um Arbeiten zu erledigen welche auch viele Inländer erledigen könnten, was auch noch zu extremen Verkehrsaufkommen geführt hat.

  • Heinz Oberholzer sagt:

    Ja,Ja Frau Marina Carobbio Guscetti da will man seit Jahren in die EU und die ganze Schweiz praktisch verkaufen. Hoffentlich wird das auch nie geschehen in den nächste 100 Jahren,denn unsere Nachkommen werden darüber sehr glücklich sein. Jetzt kommt schon wieder eine neue Forderung mit mindestens 4000,- Monatslohn damit alle profitieren. Frau Marina Carobbio Guscetti
    der Markt bestimmt die Höhe der Löhne und nicht die SP + Gewerkschaft und das soll auch so bleiben. Ihre Partei fordert dass es ALLEN gut geht und am Schluss niemand mehr arbeiten muss sondern nur noch genügend Lohn beziehen!!

  • John Meier sagt:

    Die Mindestlohninitiative führt einfach zu mehr Arbeitslosigkeit. Schlechter qualifizierte Einheimische werden durch besser qualifizierte Ausländer ersetzt. Zudem wird sich das Lohnniveau insgesamt auf die die festgelegte Lohnuntergrenze zu bewegen. Das einzige Mittel, die Löhne wieder zu heben, ist eine Beschränkung der Zuwanderung. Ich frage mich wirlich, ob die Linken wirklich so dumm sind, oder ob das einfach Politik ist.

    • Karin Gut sagt:

      @Meier: Ja, es ist bedauerlich dass sich die SP bei der Mindestlohninitiative nicht an den realexistierenden Wirtschaftsmechanismen orientiert hat und gleichzeitig zum Mindestlohn auch eine Steuerung der Zuwanderung in die Initiative geschrieben hat.
      Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, den Arbeitenden ein Einkommen deutlich über der Sozialhilfe zu garantieren, aber nur wenn die Zuwanderung steuerbar ist oder der Bevölkerungszuwachs begrenzt ist (Ecopop), sonst werden wir von Arbeitssuchenden überrannt.

      • lucius mayer sagt:

        Sehr geehrte Frau Gut, leider ist anzunehmen, dass, wie bei der angenommenen Ausschaffungsinitiative, sich das BG weigern wird, die eventuell angenommene ECOPOP-Initiative bei seinen Urteilen zu stützen. Mir geht diese Initiative noch zu wenig weit. Erforderlich ist ein gewolltes, geplantes SCHRUMPFEN von Bevölkerung und Wirtschaft.

        • Patrick Tanner sagt:

          @Mayer, ja die ECOPOP-Initiative ist moderat-pragmatisch. Darum erlauben wir weiterhin bei einer jährlichen Auswanderung von aktuell 80000 Pers. aus der CH, eine Einwanderung von ca. 97000, also eine jährliche Nettozuwanderung von 17000 Personen. Niemand muss wegen der ECOPOP-In. die Schweiz verlassen und die CH-Bevölkerung wird auch bei deren Annahme bei einem jährlichen Geburtenüberschuss von aktuell 17000 Personen in 12 Jahren um ca. 390000 zunehmen, aber nicht um 1 Million Einwohner wie ohne Annahme der Initiative. Wie gesagt, die ECOPOP-In. ist moderat, human, vernüftig und pragmatisch.

  • Weber Max sagt:

    Liebe Frau Carobbio Guscetti
    Diese Blauäuigkeit ist eben der SP anzukreiden. Sich nicht um die eigenen Arbeitnehmer zu kümmern. Dass die flankierenden Massnahmen ganz enfach umgehen werden können, war von vorneherein absehbar. Wieso sollte sich die Wirtschaft darum kümmern ? Was passiert, wenn in ein Hochlohnland fremde Arbeitnehmer einwandern, es entsteht ein Lohndruck nach unten und genau das wollte die Wirtschaft. Für die einheimischen Arbeitnehmer bringt diese Freizügigkeit rein gar nichts, suchen sie mal Arbeit in Italien oder Spanien, die lachen sie aus !!!

  • lucius mayer sagt:

    SP und Gewerkschaften waren so naiv anzunehmen, dass griffige Maßnahmen zum Schutz des hiesigen Lohnniveaus umgesetzt würden. Das Ziel des Geldadels und seines Gesindes im Klassenkrieg war und ist, die hiesigen Lohnsklaven auf Balkanverhältnisse, noch besser auf solche in Bangladesch, zu senken und alle sozialen Errungenschaften des 19. und 20. Jhs. rückgängig zu machen. Einsicht hinterher nützt wenig. PFZ, Schengen und Dublin sind mittels Volksinitiativen zu kündigen.

    • Karin Gut sagt:

      @Mayer: Zumindest für die PFZ-Kündigung braucht es gar keine neue Volksinitiative. Die ECOPOP-Initiative ist bereits eingereicht und wenn das Schweizer Stimmvolk Ja sagt zur Limitierung des Bevölkerungswachstums, dann wird auch das PFZ-Abkommen gegenstandslos, weil die Zuwanderung dann automatisch limitiert wird.

  • Hug Rolf sagt:

    Noch besser wäre es einzusehen, dass das Prinzip der Personenfreizügigkeit auf ganzer Linie gescheitert ist. Dann braucht es auch keine weiteren bürokratischen Massnahmen.
    Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Länder sind viel zu gross. Funktionieren würde es nur, wenn in allen Ländern in etwa die gleiche Kaufkraft, Lohnverhältnisse und Steuersituation herrschen würde. Es ist logisch, dass es alle in die Schweiz zieht, werden hier doch mit Abstand die höchsten Löhne gezahlt, umgekehrt ist es wenig attraktiv für einen Schweizer eine Stelle irgendwo in Europa anzutreten.

  • Benjamin Wilkomirsky sagt:

    Mit SP-typischen Worthülsen wird Empörungswirtschaft betrieben in der Hoffnung, mit solch entsetzlichen Ungerechtigkeiten bei den nächsten Wahlen punkten zu können. Was genau ist Lohn-Dumping? Ein von Carobbi moniertes Monatsgehalt von CHF 2900 ist in der EU überdurchschnittlich, und die Italiener arbeiten dafür gerne in der Schweiz. Müssen die Löhne angehoben werden, verdient niemand mehr, sonder gar keiner mehr etwas. Und darum geht es der SP: Sie lebt von Armutsbewirtschaftung und sozialem Unfrieden, das sind ihre Kernkompetenzen. Je mehr Arme und Unfrieden, desto mehr SP. Widerlich!

    • will williamson sagt:

      Falls Sie es noch nicht gemerkt haben: wir sind hier nicht in der EU. Mit 2900 Fr. kann man in der Schweiz nicht anständig leben. Dass die Italiener dafür gerne hier arbeiten, ist daher auch nicht der Massstab. Zudem scheinen die Deutschen auch gerne dafür zu arbeiten. Darauf deutet hin, dass sie innert 10 Jahren hier fast so zahlreich eingewandert sind wie die Italiener in 100 Jahren. Noch widerlicher als Sie die SP finden, finde ich ihre Unterstellungen, auch als Nicht-SP-Mitglied.

      • R. Merten sagt:

        @W.Williamson: Meines Erachtens hat B. Wilkomirsky recht. Er zeigt die volkswirtschaftlichen Konsequenzen auf, die eine sozialistische Politik mit sich bringt. Nur schon das SP-Parteiprogramm zeigt jedem gebildeten Menschen, dass es für die Arbeiterschaft überhaupt kein Vorteil ist, der überschuldeten und undemokratischen EU beizutreten. Dass die Linken das aber mit Vehemenz vorantreiben und jegliche Einflussnahme und Erpressung auf die CH beklatschen zeigt die unsinnige Parteipolitik!

        • will williamson sagt:

          Ich bin klar gegen einen EU-Beitritt in der näheren Zukunft. Vielleicht kann man das in 10 oder 20 Jahren diskutieren, wenn es die EU noch gibt und sie sich in einem guten Zustand befindet. Herr Wilkomirsky beanstandet aber nicht den Beitrittswillen der SP, sondern unterstellt ihr, dass sie bewusst die Verarmung der Bevölkerung fördert. Bewusst tun das aber Andere und die SPler lassen sich manchmal gutgläubig über den Tisch ziehen und merken es erst, wenn es schon zu spät ist. Die PFZ ist das klassische Beispiel dafür.

  • Hauser sagt:

    Auch wenn die Politiker das nicht „sehen“ wollen, es ist Tatsache hier. Ich bin Betroffen davon. Sowie mein Sohn, als Koch! Und viele Kollegen in allen Sparten werden durch Grenzgänger ersetzt mit tollen Diplomen, aber weniger Kenntnissen! Dafür sind viele Junge Arbeitslos hier und machen uns das Leben schwer mit Ihrer Überschüssigen Energie.

    • Fiona Berger sagt:

      @Hauser: Genau so geht es mir und Freunden im Kanton Thurgau. Guter Abschluss, ausgezeichnete Arbeitszeignise und trotzdem erfahr ich immer nur, dass man jemanden gefunden hat, dessen Quelifikationen besser passen. Sogar der RAV-Berater meint, im KV-Bereich ist es momentan fast aussichtslos. Zudem werden für alle möglichen Jobs , Bsp. Assistentin CEO, heute Studiumabschlüsse verlangt, wo noch vor weingen Jahre ein KV ausreichte. Es ist einfach frustrierend.
      Zudem kommt noch, dass der TG eine sehr niedrige Maturitätsquote hat.

  • Auch ich bin Unernehmer bzw. Selbständig erwerbender. Auch ich vergleiche preise und bei gleicher leistung erstehe ich das Günstigere. Trotzdem gehört ein Lohn bezahlt, mit dem anständig gelebt und eine Familie ernähjrt werden kann, die Kinder eine Ausbildung absolvieren können. Die arbeitenden menschn habe auch ein Recht darauf ein Bierchen trinken, Kino, Theater, veranstaltungen besuchen zu können ohne sich jeden Cent am Muinde absparen zu müssen. Es ist eine Frechheit, ja grenzt an Skalverei wenn die arbeitenden Menschen nicht anständig entlöhnt werden.

  • Hans Müller sagt:

    Ach, wie herzig, die SP fordert wieder mal Massnahmen für etwas, was offensichtlicher nicht sein könnte (und entsprechend kaum zu verhindern): Wo das Angebot (Arbeitsangebot) steigt, sinken die Preise (Löhne). Wenn die SP glaubwürdig etwas dagegen machen will, dann sollte sie sich endlich von der Idee einer grenzenlosen Schweiz trennen.

  • Sven E. sagt:

    Ekelerregend wie sich die Pyromanin SP als Feuerwehr darstellen möchte. Dieser Partei hat die Schweiz ausländische Billigarbeitskräfte zu verdanken. Pervers wie sie soziale Notstände kreiert, um daraus politischen Profit zu schlagen.

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Es weiss bald jedes Kind, dass diese mühsamen Forderungen der Linken nach Bekämpfungen der Dumping Löhne (immer wieder) ausgetrickst werden. Die Linke hat mit grosser Freude der Personenfreizügigkeit (PFZ) zugestimmt, obwohl schon damals klar war, dass dies ganz enorme Probleme bringen wird. Zudem sind diese tausenden von Firmenkontrollen enorm teuer, lästig und aufwendig. Mit dieser PFZ wurden wir von den Linken und zwei „bürgerlichen“ Parteien bös über den Tisch gezogen! Die schlimmen Folgen und Probleme erlebt man nun heute! Nicht nur bei der enormen Kriminalitäts-Zunahme.

  • simone sieber sagt:

    So ist’s recht. Zuerst die Leute dank PFZ in die Armut treiben und dann das eigene Gärtchen mit unzähligen Initiativen bearbeiten. Armutsbewirtschaftung vom feinsten!

  • heidi gisi sagt:

    Und siehe da, es kam wie es kommen musste und erst noch voraussehbar war. Mich nimmt heute noch wunder, woher Bundesbern den vielen Sand her hatte, den es dem Stimmvolk damals in die Augen streute. Und wunder nimmt mich schon lange, ob die, die in die CH zogen und zu Dumping Löhnen hier arbeiten, z.B. Miet- und Krankenkassen Zuschüsse beziehen müssen. Denn irgendwie, sollten doch auch sie menschenwürdig leben können. Die Wirtschaft schaut dass es ihr gut geht. Egal, wie viele Schweizer deswegen bereits entlassen wurden und Sozialämter in Zukunft belastet werden. Meine Frage: Quo vadis Schweiz?

    • Fiona Berger sagt:

      Das frage ich mich auch immer. Als ich damals gegen die PFZ war, wurde ich belächelt und stand ziemlich alleine da. Und heute wollen es auf ein Mal alle schon immer gewusst haben, wie schlecht die PFZ ist.

  • Gino Ramsch sagt:

    2900 CHF auf dem Papier leibe Marina! Viele Gränzgenger werden zu 50% für 1500 CHF eingestellt, sie müssen dan viele überstunden machen und arbeiten am schluss 80-100%…. Und natürlich werden die überstunden NICHT extra bezahlt. Viele machen das mit da in Italien ein Job für 800 EURO im Monat ganz normal ist.

  • Hansli sagt:

    Die Lohnstatistiken beweisen das Gegenteil. Die Löhne sind nicht gesunken. Der Medianlohn ist immer gestiegen.

    Die Tessiner-Grenzgängerlöhen waren bereits vor der PFZ so tief.

  • K.A. Barett sagt:

    Liebe Frau Carobbio, politisch und weltanschaulich weit von Ihnen entfernt, schätze ich Sie als integre Persönlichkeit. Ihr Max Frisch-Zitat ist korrekt. Aber selbst er, den ich als Schriftsteller respektiere, konnte mit einem klugen „Bon-mot“ nicht die ganze Wirklichkeit erklären. Diese ist sehr komplex. Die Gewerkschaften, die den Beschluss für die Lancierung der Mindestlohn-Initiative in jenem „Hotel Bern“ verabschiedet haben, dessen Eigentümer sie notabene selbst sind, das ihrem eigenen Personal um 20 % tiefere Gehälter bezahlt, das die Gewerkschaften selbst fordern, sind selbst fragwürdig

  • Ben Osterwalder sagt:

    Volk wach auf!Das Problem sind nicht die Grenzregionen,sondern die PFZ!Diese wird schamlos von den Unternehmen ausgenutzt.Was viele Middle Management Befürworter der PFZ absolut nicht wahrhaben ist,dass ihre Jobs die nächsten sind,die durch die PFZ gekillt werden!Was Grossunternehmen,Banken und Versicherungen mit Arbeitnehmern mittleren Einkommens (keine Megabonustypen)treiben, ist ebensoschlimm.Es werden motivierte und fähige Leute mittleren Alters entlassen,um am nächsten Tag durch billige EU-Leute ersetzt zu werden.Stopp PFZ und fixe Bindung an eine Arbleitslosenquote unter 1,5 % JETZT!!

  • Peter Colberg sagt:

    Zitat:“ einen Lohn von mindestens 4000 Franken (…) Damit schützen wir die Schweizer Löhne und Arbeitsbedingungen“. Was für ein schöner Vorsatz, aber leider völlig unrealistisch und mit vielen Risiken verbunden die den Schweizer Arbeitnehmern eher schaden würden als das was dadurch erhofft wird. Viele Unternehmen die jetzt noch vieleicht bereit wären, Schweizer Lehrlinge oder Arbeitslose eine Chance zu geben, würden sich schlicht gezwungen sehen Personal abzubauen, oder die Produktion ins Ausland zu verlagern. Zudem würde die Einwanderung sich wesentlich erhöhen – nicht etwas was wir wollen.

  • Reto Nievergelt sagt:

    Hätten die SP und die Gewerkschaften auch nur einen Funken ökonomischen Verstand, wäre ihnen von Anfang an klar gewesen, dass auch mit mehr flankierenden Massnahmen der durch die PFZ entstehende Druck auf den Arbeitsmarkt nicht aufzufangen ist.

  • Walter Bossert sagt:

    Mindestlohn tönt vordergründig gut, aber bis jetzt wurden viele dieser Arbeiten als Zweitverdienst erbracht als Ausgleich zum Familienleben und viele waren auch noch zufrieden dabei. Der Mindestlohn hat zum Ziel dass sich jede einzelne Person, auch mit einer sehr tief qualifizierten Arbeit alleine durch das Leben bringt, was wiederum gut tönt aber das hat zur Folge dass die Gesellschaft noch mehr auseinander driftet, noch mehr Wohnungen gebaut werden müssen und damit die Natur noch mehr vom Mensch überrollt wird. Solche Voraussetzungen wären für Ausländer geradezu eine Einladung zu kommen!

    • will williamson sagt:

      Wie ich schon sagte, es erhöht die Attraktivität für die EUler, reduziert aber die Motivation für die Arbeitgeber, einen Schweizer durch einen Ausländer wegen des tieferen Lohns zu ersetzen. Somit muss der Ausländer besser qualifiziert sein als der Schweizer, was im Bereich des Mindestlohns eher selten zutrifft. Wer das bezweifelt, soll sich mal die Pfuscher auf dem Bau ansehen. Teilweise haarsträubend, was da abgeht.

      • Peter Schmid sagt:

        @wil williammson. Wenn es denn nicht schon stark etablierte Seilschaften geben würde, wäre Ihre Theorie korrekt. Aber bei schon über 45% Ausländischen Managern in der Schweiz ist zu befürchten dass die Qualifikationen (wie schon jetzt) nicht relevant sein werden. Man schiebt einfach einen gut bezahlten Job einem Verwandten, Bekannten, Günstling zu…..Ei Ein MIndestlohn oder ein Grundeinkommen würde ich deshalb nur in Kombination mit einem rigoros überwachten Inländer-Vorrang unterstützen.

        • will williamson sagt:

          Dieser Punkt dürfte zweifellos eine Rolle spielen. Da haben Sie recht.

  • Leimgruber sagt:

    Fragt mal das SECO: Es gibt kein Lohndumping und Verdrängung vom Arbeitsmarkt. Dieser Schönfärberclub, namens SECO lebt in einer ganz anderen Realität !

    • Hansli sagt:

      Nein, das SECO lebt in der Realität. Lohndumping lässt sich einfach berechnen über Lohnstatistik. Da ist kein Lohndumping feststellbar. Der Medianlohn ist gestiegen. Verdrängung ist ebenfalls nicht vorhanden, bei der tiefen Arbeitslosigkeit.

      • Peter Schmid sagt:

        Diese Statistiken existieren gar nicht Hansli. Es gibt mehr als genügend Studien dass die Median-Löhne in den Grenzregionen eben doch gesunken sind. Da umgekehrt auch Schweizweit die Mieten überdurchscnittlich angestiegen sind, hat eben der Durchschnittsschweizer am Ende des Monats weniger im Sack als vor der PFZ. Dazu kommen noch die überlastete Infrastruktur, die zerstörte Landschaft, der erhöhte Stress/bzw. die Arbeitsplatzunsicherheit……. Für 99% der Schweizer ist die PFZ DEFINITIV ein Verlustgeschäft!!

  • Walter Kunz sagt:

    Was soll nun diese Jammerei, die Stimmbürger wollten mit der Zustimmung zu den Offenen Grenzen
    zur PFZ, das wohl so.?

  • este sagt:

    Schaut euch mal die Wachtumskurven der Schweiz an.(exponenzieller wachstum funktioniert nicht (MIT.2009, CoR1980)
    schaut euch an wie es um die am dichtesten besiedelten Regionen der Welt bestellt ist: (z.B. Mumbai, Mexiko city, Manila, asiatische Megastädte, afrikanische MegaStädte): Arm/Reich schere riesig, fast kein Mittelstand, Ausgegrenzte, Umweltveschmutzung, wenig Lohn, keine staatlichen soziale Sicherheiten, Wenig Tier und Naturschutz, Korruption, Drogen, Menschenhandel usw. usw. usw. Und dann schaut euch noch den Bevölkerungswachstum der letzten 10! Jahre an. Ecopop ja!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die pfz ist abzuschaffen. punkt. schluss.

  • Roland Steiner sagt:

    Die Mindestlohini. ist ein schlechtes Mittel gegen Lohndumping. Es hebt zwar die untersten Löhne auf ein vernünftiges Niveau an, aber macht die Schweiz noch attrakt. für Zuwanderer. Diese arbeiten nicht nur im untersten Lohnsegment, sonder auch in etwas besser bez. Stellen. Dort nimmt dann der Lohndruck zu und der Mittelstand ist der Verlierer. Das einzig richtige Mittel um die Löhne in der Schweiz wieder gerechter zu machen: Am Arbeitsmarkt muss das Prinzip von Angebot und Nachfrage wieder funktionieren. Ich schlage vor, die Zuwanderung so zu steuern, dass die Arbeitslosenrate unter 1% bleibt

  • Martin H. sagt:

    Die Personenfreizügigkeit funktioniert wie geplant: Die Löhne sinken oder werden zumindest nie mehr steigen, alte und junge Menschen finden kaum eine Stelle, für Investoren gibt es Milliardengewinne ohne einen Finger dafür zu rühren.
    Die SP empfindet es als humanitären Akt und fair, dass die Schweiz dem Meistbietenden (Miete) und „Wenigstenverlangenden“ (Lohn) Europäern gehören soll, die anderen sollen dorthin gehen, wo es der Markt, respektive die Firmen wollen. Der Mensch als Manövriermasse der Multis, der Staat als Firma und Gewinne durch Enteignung. Ein Traum, auch für die SP.

  • Ike Conix sagt:

    Das Lehrlingsproblem ist aber teilweise auch hausgemacht. In wenigen Kantonen ist die Gymnasiale Maturitätsquote höher als im Tessin und die Bildung ist in SP-Hand.

  • Sacha Meier sagt:

    In den MINT-Berufen ist das PFZ-Lohndumping heute so massiv, dass die Löhne in manchen Berufen auf rund einen Drittel zurückgegangen sind. Als Elektroingenieur mit 50 war mein letzter Lohn CHF 11’700×13. Heute fliegen am Montag Morgen junge spanische Ingenieure als Wochenaufenthalter mit EasyJet aus Valencia ein, arbeiten für CHF 3’800×12 und fliegen freitags wieder zurück. Für die ist das ein toller Lohn. So könnte ich mir heute jeden Tag die Haare raufen, dass ich mich statt für Ökonomie, Bankwissenschaft oder Jura für ein solch brotloses Studium ohne Zukunftsperspektive entschieden habe.

    • Peter Schmid sagt:

      Bei den Biologen ist es ähnlich. Kaum Jobs, die meisten Stellen sind nur für 1-2 Jahre, 70% der Bewerber sind EU-ler, und etablierte Seilschaften wo man hinschaut. Inzwischen verdient man nach einer 3-Jähriger Schreinerlehre wohl ähnlich gut wie nach einer 4 Jährigen Matura, gefolgt von einem 5-Jährigen Biologiestudium, und anschliessend einem 4-Jährigen Doktorat. Kommt dazu dass schweizer Doktoranden der ETH Zürich im Schnitt ein Jahr! lang suchen müssen bis sie einen Job finden. Und trotzdem werden immer noch Leute aus der EU in diesem Fachbereich importiert. Da läuft so vieles falsch.

    • otto kägi sagt:

      Kommt’s noch soweit, oder ist’s schon so, dass ein gelernter Maschinenzeichner als Dienstleistungsarbeiter tituliert wird?

    • Dario Mancuzzi sagt:

      Mit Verlaub,aber die Haare sollten Sie sich nicht wegen des falschen Studiums, sondern wegen des Verhaltens der volksfremden „Classe politique“ raufen.Diese schützt-links oder rechts-ihr Wohl und ihre Prinzipien und politisiert vollkommen am Volk vorbei.Die PFZ ist sofort und unverzüglich zu stoppen,da Sie-ausser ein paar Reichen, die noch reicher werden – absolut niemandem etwas bringt.Das ewige Märchen,dass man keine qualifizierten Arbeitskräfte finde,ist Lug und Trug. Richtig wäre, dass man keine qualifizierte Arbeitskräfte findet, die – wie die EU Leute- zu Hungerlöhnen arbeiten!STOP PFZ!

  • Niklaus Schweizer sagt:

    Frau Carobbio. Sie und Ihre Partei sind bezüglich Arbeiterschutz völlig unglaubwürdig.

  • Roger Möschler sagt:

    Anscheinend sind die Nachteile der PFZ auch bei den Genossen-Arbeitsstellen angekommen. Jetzt vollziehen schon die ersten SP-Politiker ihre Pirouetten und suchen die Schuldigen, obwohl die SP immer noch den EU-Betritt im Programm hat. Wie wäre es mit Selbstkritik und einer Entschuldigung gegenüber den Wählern, die man brandschwarz angelogen hat?

    • Hansli sagt:

      Wer von Lügen schreibt sollte sich besser informieren. Die SP hat für ihre Zustimmung flankierende Massnahmen verlangt. SVP waren für die PFZ ohne flankierende Massnahmen.

      • Peter Schmid sagt:

        Es ist absolut idotisch Hansli zuerst die Tore weit zu öffnen um danach für viel Geld und natürlich auf Kosten der Steuerzahler „flankierende Massnahmen“ gegen die Ausbeutung des Schweizer Arbeitnehmers auf sich zu nehmen (diese Massnahmen nützen nählich ohne rigorose Kontrollen in Verbindung mit abschreckenden Bussen, überhaupt nichts). Diese Tore hätten schlicht und einfach niemals geöffnet werden sollen. Vor allem da die CH als attraktiver Arbeitgeber auch vor der PFZ immer genügend Personal rekrutieren konnte!

        • will williamson sagt:

          Bin der gleichen Meinung, Herr Schmid. Die benötigten Zuwanderer hätten wir auch autonom rein lassen können ohne die Scheunentore sperrangelweit zu öffnen. Als Non Plus Ultra hat man in die Verträge auch noch die Guillotineklausel eingebaut, die den way-out ohne gravierende Konsequenzen verunmöglicht. Da ich unseren Politikern keine geistige Umnachtung zuschreiben will, muss ich annehmen, dass die Klausel bewusst akzeptiert wurde, um den Rückweg zu verbauen.

      • Petter sagt:

        @Hansli: Bullshit! Die SP hat gesagt, die flankierenden Massnahmen würden reichen (unter Anderem die Ventilklausel (HAHA!)) und es würden eh nicht viele kommen und Lohndumping würde es gar nicht geben, etc.
        Fakt ist tatsächlich aber, dass alle Befürchtungen der Gegner eingetroffen sind. Von A bis Z. Aber auch jetzt noch wird gelogen und schöngeredet, dass sich die Balken biegen… Bravo, gut gemacht!

      • E. Meier sagt:

        Lieber Hansli – beim von der SP angestrebten EU-Beitritt ist es fertig lustig mit flankierenden Massnahmen. Dann gelten EU-weit miserable Löhne für alle – Schweizer wie Zuzüger. Die SVP war übrigens immer gegen die PFZ. Richtigerweise, wie sich mittlerweilen herausgestellt hat. Sie war auch gegen flankierende Massnahmen, da diese nur Behinderungen und Umgehungsmöglichkeiten mit sich bringen und niemanden helfen. Die Linken sollten sich einmal überlegen, was sie wollen – europaweite Lohngleichheit und EU-Mitgliedschaft oder doch Artenschutz der Schweizer Arbeitnehmer!

      • Walter Bossert sagt:

        Und der Hansli träumt noch immer von seinen „flankierenden Massnahmen“, dabei war der ganze Vertrag von Anfang an ein Betrug an der Schweizerischen Bevölkerung. So wurde immer wieder betont, dass nur Leute mit einem Arbeitsvertrag in die Schweiz kämen, heute latschen einfach alle über die Grenze, welche gerade Lust verspüren. Und wie Filmaufnahmen des Fernsehens zeigen wird vor Ort noch kräftig Mut gemacht, so etwa in Spanien und Portugal. Damit subventioniert die Schweiz auch noch indirekt das Gemüse der EU, weil in Spanien weiterhin mit noch billigeren Arbeitskräften ( Afrika, ) produziert.

  • Marco Affolter sagt:

    Herr/Frau Durchschnitts-Schweizer lehnten sich mit dem Ja zur Abzocker- äh Neidinitiative gegen die Obrigkeit auf und forderten mehr Gerechtigkeit. Wie süss, wie sozial. Die Mindestlohninitiative wird jedoch chancenlos sein. Warum? Weil die mittlere/gehobene Mittelklasse (Löhne 100’000-150’000) Gerechtigkeit nur dann befürwortet, wenns den eigenen Wohlstand nicht tangiert. Man weiss sehr wohl: wenn den am schlechtesten Verdienenden etwas gegeben wird, muss die Mitte und die obere Mitte bluten. Und die gleiche Mitte wirft den Befürwortern der Erbschaftsinitiative Neid vor! :-)…

    • Dario Mancuzzi sagt:

      Ach wie nett, dass Sie sozial denkende Menschen so schön verhöhnen! Die sog. Mittelklasse ist schon lange nicht mehr im sicheren Hafen, sondern blutet schon lange immer mehr aus. In den Grossunternehmen, Banken, Versicherungen, Technologieunternehmungen werden schon lange fähige und motivierte Mittelständler rausgeworfen und am Folgetag durch 60-70% so teure Deutsche oder Engländer ersetzt: Dieser Zustand dämmert nun auch langsam immer mehr Mittellklassschichtlern. Dass bei einem höheren Mindestlohn zumindest wieder eher bereits ansässige Menschen eingestellt werden, ist ebenso klar!

      • Frank Baum sagt:

        Falsch, Dario. Bei einem überrissenen Mindestlohn werden nicht bereits ansässige Menschen angestellt, es werden gar keine Menschen angestellt. Wir bekommen Massenarbeitslosigkeit. Das gab es überall, wo man diesen Wahnsinn durchführte. Das wird auch bei uns geschehen. Es ist zwar unbequem aber leider eine Konsequenz von Angebot und Nachfrage.

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Es wird immer offensichtlicher: Diese Classe politique Parteien (Linke, Grüne und sogenannt „Bürgerliche“) haben völlig ausgedient! Jede davon bewacht nur ihr eigenes, dauernd schwindendes Gärtchen. Und sie merken es nicht einmal! Der Zustand des Landes, die Nöte und Sorgen der Bürger sind denen egal. Ja, man erdreistet sich sogar in grosser Frechheit von Volk und Ständen angenommene Initiativen (z.B. Ausschaffungs-Initiative, Minder-Initiative wird verwässert usw) nicht durchzusetzen! Es reicht nun einfach! All diesen komischen Parteien gehört nun endlich eine markante Abfuhr!

    • Hans Koller sagt:

      Sie haben absolut Recht, bin mir auch am überlegen aus der Schweiz auszutreten, die Schweiz ist eine Willensnation nur werden meine Interessen nirgends vertreten ausser beim zahlen. Abmelden auf der Gemeinde ist das beste 300’000 Sans Papiers machen das auch so, warum wir nicht auch?

  • Fritz Blasimann sagt:

    „Als auf Druck der Schweizer Wirtschaft die Personenfreizügigkeit eingeführt wurde,…“ unglaublich wie sich die Linken immer wieder die Sachen zurecht heucheln! Ich hab das so in erinnerung, dass vorallem die Linken die PFZ wollten. Und genau so ist es auch heute noch! Oder wer hat sich vor kurzem wehment gegen die Ventilklausel!? Die Linken! Wer will immer noch in die EU und wer verkauft uns die PFZ immer noch als die super Lösung für die CH? Die Linken.

    • will williamson sagt:

      Tun Sie sich doch etwas eingehender informieren. Die Wirtschaft wollte die PFZ, nicht die Linken. Diese liessen sich aber mit der Zusage der flankierenden Massnahmen (die schwer flächendeckend durchzuführen sind) über das berühmte Tischli ziehen und haben dann auch ziemlich aktiv mitgemacht. In ihrer EU Beitrittswilligkeit haben sie nicht einmal gemerkt, dass es nach einem EU-Beitritt mit den flankierenden Massnahmen Essig wäre.

  • Max Bernard sagt:

    Na ja, wer sich auf Versprechen der Wirtschaft verläßt, der ist verloren! Da es sich von Seiten der Unternehmer bei den Löhnen um Kostenfaktoren handelt, ist es doch nur logisch, dass sie diese zu minimieren versuchen. Mit Erfolg zumeist, da die Einwanderer ein wesentlich niedriges Lohngefüge gewohnt sind, sodass 10 – 20% weniger Lohn als in CH üblich immer noch deutlich über dem Lohnniveau der Herkunftsländer liegt. Den Schaden haben v. a. die CH-Arbeitnehmer, welche mit diesen Niedriglöhner konkurrieren müssen, wobei es keine Frage ist, wer bei gleicher Qualifikation den Vorzug erhält.

  • Walter Bossert sagt:

    Und als hätten wir mit der Personenfreizügigkeit nicht schon Probleme genug, haben unsere Schweizvernichter schon die nächste Initiative gestartet um mit BEDINGUNGSLOSEM Grundeinkommen das nächste Heer von Trittbrettfahrern anzulocken. Und wieder schwafeln sie etwas von flankierenden Massnahmen und das ganze linke Volk schreit ergeben Hurra.

  • Walter Bossert sagt:

    Was nicht erwähnt wird weil schwer kontrollierbar, selbst wenn die ausländischen Mitarbeiter den gleichen Lohn erhalten wie ihre Schweizer Kollegen, kommt es gerade in Gastwirtschaftsbetrieben oft vor ,dass viele Stunden gratis gearbeitet werden muss! ( Selber erlebt) oder was noch verwerflicher ist, dass Kinder mithelfen müssen, nur im verborgenen natürlich! Aber welches Mädchen kommt schon in die Lage einen Küchenschurz ausziehen zu müssen wenn es die Gaststube betritt? Aber auch auf dem Bau lässt sich ausserhalb des Lohnes viel machen.

  • Marcel Peyer sagt:

    Lohndumping betrifft nicht nur die Grenzregionen. Schweizweit sind sehr viele Bauleute davon betroffen. Die Endkunden spüren zwar nur die Preiserhöhungen, die effektiven Arbeiter bekommen aber weniger pro m2. Dass dies auf die Qualität geht, sei nur so nebenbei erwähnt. Selbstverständlich erst kostenwirksam bemerkt nach Ablauf der Garantiefrist. In der Region Zürich sind insbesondere im Finanz-Bereich (nicht Banking) die Saläre massiv unter Druck geraten: Lohnkürzungen von bis zu 40% sind deutlich spürbar. Der „Einfall“ unserer nördlichen Nachbaren wirkt sich hier nicht nur unüberhörbar aus.

  • Anton Keller sagt:

    Die Mindestlohn-Initiative führt nicht zu weniger, sondern zu mehr Konkurrenz unter den Schlechtverdiener, denn es lohnt sich für die Italiener noch viel mehr in die Schweiz zu kommen. Wenn heute auf einen Tessiner 10 Italiener sich bewerben, so wird sich nach der gewonnen Abstimmung 100 dafür bewerben. 4000 Fr. im Monat verdient nicht mal ein der Direktor einer italienisicher Firma!

  • Bosshard sagt:

    Diese Diskussion hier kommt 25 Jahre zu spät und hat eigentlich nicht viel mit der Personen Freizügigkeit zu tun und schon gar nicht mit der Mindestlohninitiative.
    Anscheinen sind jetzt mittlerweile nur mehr Aufgewacht!
    Wir in Basel sind schon lange darüber hinweg, mussten wir doch schon immer mit Französischen Grenzgänger Leben.
    In den letzten Jahrzehnten kamen einfach noch mehr Deutsche dazu.
    50% in unserem Betrieb sind Grenzgänger.
    Übrigens denken wir Basler mittlerweile andersrum, wenn ich schon weniger verdiene wie z.b. ein ZH
    dann gehe ich wenigstens im Grenznahe Ausland einkaufen.

  • Dünner sagt:

    Wenn ich keine Ahnung habe, dann halte ich den Mund. Wenn ich eine Ahnung habe, dann mache ich mich damit nicht zum Gespött der Leute.

    Und genau darum sage ich heute nur …“Die Personenfreizügigkeit darf nicht zu Lohndumping führen“ ist eine schöne Träumerei.
    Aufwachen und erkennen, dass heute schon der neue Tag ist und da jemand das machte von dem wir geträumt hatten es sei abzuwehren.

  • V.Hutter sagt:

    In einigen Punkten muss ich Ihnen zustimmen, in anderen hege ich aber meine Zweifel.
    Ich bin mit den Grenzgängern aufgewachsen. Die Zuwanderung hat jedoch nichts mit dem eigentlichen Begriff Grenzgänger zu tun. Ein Grenzgänger arbeitet in der Schweiz, wohnt aber im Ausland. Hat er keine Arbeit mehr, gibt’s auch kein Geld mehr.
    Bei den Zuwanderer ist es vielfach so, dass sie in die Schweiz einwandern, einige Zeit arbeiten und dann der Arbeitslosenkasse auf der Tasche liegen. Leider kenne ich mehrere dieser Fälle.

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