Familien müssen vor Armut geschützt werden

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine Herausforderung, die so alt ist wie die Menschheit. Jahrhundertelang reagierten unsere westlichen Gesellschaften mit einer einfachen Antwort: Der Mann arbeitet auswärts, während sich die Frau um Haus, Garten und Kinderbetreuung kümmert. Mit der Entstehung der sogenannten «modernen Gesellschaft», der Industrialisierung und der zunehmenden Bedeutung der Dienstleistungsgesellschaft hat sich dieses Modell jedoch stark gewandelt oder ist gar gänzlich verschwunden.

In keinem anderen Land ist die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt so hoch wie in der Schweiz. Gleichzeitig gibt es in unserem Land auch sehr viele Frauen, die Teilzeit arbeiten. Für manche entspricht dies ihrer persönlichen Art, Beruf und Familie zu vereinbaren. Anderen wiederum wurde die Teilzeitbeschäftigung aufgezwungen. Dazu muss man wissen, dass rund 300’000 Teilzeitangestellte – die meisten davon Frauen – ihre Erwerbstätigkeit gerne rasch erhöhen würden, weil sie auf mehr Einkommen angewiesen sind.

Das Wohlergehen der Kinder steht mehr denn je im Mittelpunkt der Familienpolitik.

Eine Familie wandert in der Nähe von Schiers (GR), Oktober 2012. (Foto: Keystone/Arno Balzarini)

Die Familie gehört ins Zentrum der Politik: Eine Familie wandert in der Nähe von Schiers (GR), Oktober 2012. (Foto: Keystone/Arno Balzarini)

Trotz der sozialen Gegebenheiten und Entwicklungen wird weiterhin Wahlkampf auf dem Rücken der Familien betrieben. Wie die Präsidenten der FDP und der SVP oder auch Economiesuisse versuchen einige, eine angeblich perfekte Welt am Leben zu erhalten, in der der Mann morgens Frau und Kinder küsst und zur Arbeit fährt, um sich später mit den hübsch zurechtgemachten Nachkommen an den gedeckten Tisch zu setzen. Dieser Ansicht nach sollte sich der Staat von den Familien möglichst fernhalten und seinen Einfluss auf einige steuerliche Massnahmen und das Schulsystem beschränken.

In Wirklichkeit war dieses Weltbild aber schon immer die Ausnahme, und durch den wirtschaftlichen Druck und die Anforderungen des Arbeitsmarkts ist es heute bestenfalls noch eine Minderheitserscheinung. Das Wohlergehen der Kinder steht dennoch mehr denn je im Mittelpunkt der Familienpolitik. Dabei sind die Herausforderungen zahlreich: Es geht um massive Kapazitätssteigerungen in Kinderkrippen und Tagesstätten, die Erhöhung der Familienbeiträge und Krankenkassensubventionen, den Ausbau des Mutterschaftsurlaubs, die Einführung eines umfassenden Elternurlaubs und den Kampf gegen die wirtschaftliche Armut von Tausenden von Haushalten, in der «Working Poor»-Familien trotz doppeltem Einkommen kaum über die Runden kommen.

Der Verfassungsartikel über die Familienpolitik, über den wir am 3. März abstimmen, wird diese grundsätzlichen Probleme nicht unmittelbar lösen können. Seine Annahme würde jedoch erstmals in der ganzen Schweiz den Willen veranschaulichen, konkrete Massnahmen zur besseren Organisation des Familienlebens einzuführen. Denn schlussendlich geht es doch ausschliesslich um eines: Die Familien ins Zentrum der Politik zu rücken, indem man ihre grundlegende Bedeutung für die Zukunft unseres Landes anerkennt.

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121 Kommentare zu «Familien müssen vor Armut geschützt werden»

  • Lukas Christen sagt:

    Es ist umgekehrt: man muss die Armut vor der Familie schützen.
    Bei uns ist arm sein unangenehm und schwierig, jedoch nur selten ein existenzielles Problem. Das verdanken wir dem guten Sozialsystem, das wir schützen müssen.
    Problematisch wird es erst, wenn man von Mitmenschen erwartet, dass diese die Armut ernster nimmt, als man selbst.
    In einer Familie mitwirken und dazu gehören kann man auch, wenn man selbst keine Kinder hat. Und das ist oft klüger, als sich und andere in Richtung Armut treiben, weil man eine Familie eigentlich nicht vermag. Bescheidenheit schützt am besten vor Armut.

  • Stefan sagt:

    Die Aussage, das traditionelle Modell (Mann arbeitet auswärts, Frau daheim) sei praktisch ganz verschwunden zeigt, wie weit die SP sich vom normalen Bürger entfernt hat. Gerade bei Familien mit kleinen Kindern ist dieses Modell sehr, sehr weit verbreitet.
    Es ist klar: Dieses Modell passt der SP ganz einfach nicht, also bezeichnet sie es als ausgestorben.
    Sie stösst damit denjenigen vor den Kopf, welches diese Modell aus Überzeugung (vielleicht auch nur ein paar Jahre lang) gewählt haben und vergault so potenzielle Wähler. Darum spielt die SP in der Familienpolitik nur so eine marginale Rolle.

    • R. Merten sagt:

      Sie haben Recht, Stefan ! Anständige Familien, die ihre Kinder unter Verzicht von vielen Annehmlichkeiten liebevoll selber erziehen ist den Linken ein Gräuel! Mit Staatskindern und vielen weiteren Eingriffen in die Privatsphäre der Bürger wird ein Sozialismus à la DDR angestrebt. Nur merken das viele Bürger noch nicht!

      • Rene Wetter sagt:

        Haben Sie nichts Besseres zu tun als den alten Stumpfsinn vom Sozialismus a la DDR zu posaunen? Eingriff in die Privatsphäre: Wollen Sie etwa behaupten, dass man gezwungen wird das Kind in die Krippe oder zum Mittagstisch zu geben?
        Das traditionelle Familienmodell ist im Rückgang. Wer verleugnet dass 1 Lohn oft nicht mehr reicht, erleugnet die Realität. In den letzten 20 Jahren sind die Löhne der Normalverbraucher kaum mehr gestiegen was man von den Preisen aber nicht sagen kann. Auch gibt es keine sicheren Stellen mehr eine Verteilung der Erwerbsarbeit auf 2 Personen ist Risikominderung

        • Maddin Joop sagt:

          @Rene:
          Da kennen sie aber „unsere“ Sozialindustrie schlecht.
          Was vor der Abstimmung bezüglich Umsetzung und Kosten noch unklar und diffus formuliert daher kommt, würde bei einem „Ja“ sofort in konkrete finanzielle Forderungen und massive Kompetenzerweiterungsansprüche umschlagen.
          Ja – der „Zwang-Tag“ wird kommen — dann wenn diese Industrie ihre Infrastruktur auf unsere Kosten so massiv ausgebaut hat, dass sie angesichts der vielen leeren Krippenplätze ihre Existenzberechtigung beweisen muss und es obligatorisch wird das Kind abzugeben!
          Bezüglich Arbeiten gehen: es kann jeder der will…

  • Karl Müller sagt:

    „Es sind nicht die Kinder, die sich mehr Krippenplätze wünschen, sondern die Eltern“ und „Kleinkinder wünschen sich die Präsenz ihrer Eltern, leben von ihrer Aufmerksamkeit und Liebe.“ Allan Guggenbühl, Jugendpsychologe. Das sagt über dieses Thema eigentlich schon alles und jede Mutter/Vater weiss, dass er recht hat.

    • Ursi sagt:

      Die Afrikaner sagen, dass es zur Erziehung von Kindern ein Dorf braucht.
      Hier wird Propaganda gegen Kinderkrippen gemacht.
      In den Kleinfamilien der Schweiz haben wir unglaublich viele überbehütete Einzelkinder, die sich gewohnt sind, ständig Mittelpunkt zu sein, weder warten noch teilen können geschweige denn bei Problemen Durchbeissen oder irgendwelche Frusttoleranz erlernen. Wird irgendwas von den Jungen gefordert, sind sie grösstenteils sofort überfordert. Welch ein Wunder, dass wir nach Japan die zweithöchste Suizidrate von Jugendllichen haben! Und der Rest? Es lebe der Egoismus! Super!

      • John sagt:

        Und die Afrikaner legen Wert auf die Anwesenheit der Eltern. Das Dorf besteht nicht aus fremden, bezahlten Kita-Arbeitern sondern befreundete Nachbarn schauen (eigentlich ganz natürlich) ein bischen mit auf die Kinder, da man ja nur 2 Augen am Kopf hat. Konfrontieren Sie mal Afrikaner mit sozialistischer DDR2.0 genderisierter Kita-Politik, die werden Ihnen schon erzählen, was sie davon halten.
        Es scheint für manche Personen ein Problem zu sein, die Dinge auseinanderzuhalten: Kita, Dorfgemeinschaft und Einzelkinder. Nebenbei: Die Kita führt zu Einzelkindhaltung.

  • Roberto G, sagt:

    Jammern auf höchstem Niveau. Wer mit 1.5 Einkommen nicht zugange kommt, der kann mit Geld einfach nicht umgehen. Billiger linker Werbespot für den sog. „Familienartikel“ – eigentlich ein Skandal, so kurz vor der Abstimmung!

    • Fabien sagt:

      Hab ich mir auch gedacht. Drei Tage vor der Abstimmung. Das zeigt, der Tagi macht unverhohlen Parteipolitik und verliert noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit.

      • Rene Wetter sagt:

        Dafür müllen die Rechtskonservativen alle Threads mit ihren Standardparolen voll. Und versenden teure Extrablätter mit ihrer Propoganda. Und kleben Propogandaplakate mit weinenden eingesperrten Kindern mit Ohrmarken; kann man von Lügenpropoganda sprechen?

        • Dolores Bucher sagt:

          Da kann man aber noch viel mehr von „Lügenpropaganda“ reden,wenn man sich die Werbeplakate „Ja zur Familie“ (mit 3 lächelnden Daumen-hoch-Kindern) der Befürworter ansieht Würde man diese Kinder selber fragen,ob sie lieber zuhause bei Mami und Papi oder in einer KITA sein wollen,wäre die Antwort sicher eindeutig zugunsten der Eltern.
          Ich frage mich,was daran „familienfreundlich“ sein soll,wenn man darauf hinarbeitet,dass Mütter so schnell wie möglich wieder in die Berufstätigkeit einsteigen und ihre Kinder fremdbetreuen lassen sollen.
          Für mich ist das ganz klar PRO Wirtschaft – CONTRA Familie!

  • Lukas Christen sagt:

    Es ist belastend und schwierig, wenn man arm ist. Bei uns ist das zum Glück nur selten ein existenzielles Problem.
    Kompliziert wird es, wenn man von anderen erwartet, dass sie Armut ernster nehmen, als man selbst.
    Das Familiengefühl zu erleben bedingt nicht, dass man selbst Kinder hat. Und es ist nicht klug, sich und andere in Richtung Armut zu treiben, weil man auf etwas beharrt, was man eigentlich nicht vermag.
    Bescheidenheit – vor allem in persönlicher Hinsicht – ist noch immer die beste Armutsprävention. Und diese kann man nun mal nicht delegieren – erste Recht nicht an den Staat.

    • Eva van Beek sagt:

      Auf welchem Planeten leben Sie denn? Rund 10% in der Schweiz (siehe Bundesamt für Statistik) leben unter der Armutsgrenze.Und das ist sehr wohl ein existentielles Problem! Oder Frauen (oder auch Männer), die Teilzeit arbeiten müssen und dann Ihre Stelle verlieren oder einen Unfall haben und für längere Zeit arbeitsunfähig sind. Dann leben sie noch 80 % (oder je nachdem noch weniger) eines ohnehin schon dürftigen Lohnes – mit Kind (ern) wohlgemerkt – und ev. noch alleinerziehend. Die sozialen Missstände, die sich langsam aufbauen, werden hierzulande (auch von der Politik) kaum wahrgenommen.

      • Ursi sagt:

        Und auch bei Scheidung (Rate 50%) fallen Frau und Kinder automatisch in die Armut. Dann heisst es plötzlich, die Frau sei ja gleichberechtigt und könne schliesslich arbeiten. Dass sie dank Kinderbetreuungspause dann keinen anständig bezahlten Job findet, ist nun ihre Schuld. Sie hätte ja nicht so lange Pause von der Erwerbstätigkeit machen müssen….

    • Marie Vorlet sagt:

      Wie wäre es wenn sich Bio-Eltern genau wie Adoptiv-Eltern zuerst über die Bücher machen bevor sie eine Familie gründen die sie nicht vermögen??

      • luisa sagt:

        Es kommt oft anders raus im Leben, als dass man es sich wünscht, Frau Vorlet. Da können Sie sich noch lange vorgängig über die Bücher machen, das Leben hält sich nicht unbedingt an Ihre Regieanweisungen. Alle alleinerziehenden Mütter, die ich kenne, sind dies nicht aus Freude am allein erziehen. Und wenn man dann noch die Stelle verliert oder krank wird, dann können einem solche eindimensionalen Aussagen wie die Ihren wirklich gestohlen bleiben.
        Mich widern all diese mami-muss-100%-zu-hause-bleiben-sonst-weltuntergang Philosophien hier dermassen an, dass ich mich fast im Ton vergreife.

      • Lukas Christen sagt:

        Ich kann mich nicht erinnern, dass ich kürzlich von Verhungerten gelesen hätte. Das Existenzminimum, das von der Sozialhilfe abgedeckt wird, beinhaltet inzwischen einiges von dem, was vor 30 Jahren als Luxus galt.
        Weder die Politik, noch die Medien negieren, oder übersehen die Notstände. Doch sie sind nicht dafür da, diese zu beheben. Das ist erstens unsere eigene, persönliche Verantwortung und zweitens: es gibt Freunde, Mitmenschen und jene, die für uns da sind, wenn es uns schlecht geht. An diese sollte man sich wenden. Nicht an den Staat.

        • Maddin Joop sagt:

          @Luisa
          Niemand muss zu Hause bleiben — da bin ich mit Ihnen einig.
          Aber wer es nicht will, muss von mir kein Geld bekommen, dass sie/er arbeiten gehen kann. Dafür ist der Lohn da !
          Ich bekomme von Ihnen ja auch kein Geld, wenn ich lieber zu Hause bleibe und mich z, Bsp. um meine Goldfische, CD-Sammlung oder eben Kinder kümmere.
          Das ist es was mich stört — diese einseitige Anspruchshaltung, dass alle anderen für meine Selbstverwirklichung bezahlen sollen.
          Bezahlen Sie, wenn ich lieber ein halbes Jahr auf Weltreise gehe anstatt zu Arbeiten und für mein Einkommen zu sorgen?
          Nein, oder?

  • Leonardo sagt:

    Diese einseitige Stimmungsmache im Tagi nervt nur noch. Wenn ich könnte würde ich gleich nochmals ein Nein einwerfen. Zuerst sagen Sie das Modell war über Jahrhunderte gleich – später schreiben Sie, es war immer die Ausnahme. Ich lebe und liebe dieses „Fantasiemodell“. Wenn Sie und die Ja-Sager so erpicht darauf sind zu helfen, dann zahlen SIE doch dafür: 1000 CHF pro Ja-Sager und Monat würden Wunder bewirken. Meine Güte will denn keiner mehr Selbstverantwortung übernehmen? Diese bettelnde Art widert mich an.

    • Marc sagt:

      Voellig richtig – die ganze Sozialstaats-Politik in der EU wird noch viel groessere Probleme auf uns zukommen lassen. Auch in der Schweiz wird es bald nicht mehr so gut gehen wenn wir nicht vorsichtig sind gegenueber den gutmeinenden, aber leider oft nicht sehr sinnvollen Ratschlaegen und Forderungen der Linken.

  • Dan Bourque sagt:

    Nein, um das Wohlergehen der Kinder geht es bei diesem Artikel sicher nicht, schon mehr um das Wohl der reichen Doppelverdiener. Die Berichterstattung des Tagi zu diesem Thema ist zudem so einseitig wie noch nie, eine absurde linke Propagandamaschinerie für den Ausbau des schon jetzt nicht zu finanzierenden Sozialstaates.

    • Welschfreundlich sagt:

      Es ist mir unverständlich,dass die Gegner des Familienartikels ihn als „familienfeindlich“&“kostenträchtig“ ansehen.Es geht doch in 1. Linie darum,einen Artikel in der Verfassung verankert zu haben,der dann,wenn nötig,in Kooperation zwischen Gemeinden/Kantonen/Bund heran gezogen werden zu können. Alle Länder ringsum haben „Familienministerien“,nur bei uns ist da überhaupt nichts vorhanden.Das Familienministerium müsste im EDI verankert sein. Gut ausgebildete Eltern sollten, wenn erwünscht, auch problemlos Teilzeit arbeiten können,um sich gemeinsam um die Kinder kümmern zu können

      • Dolores Bucher sagt:

        Was nützen uns zugesicherte Kinderbetreuungsplätze,wenn das ergänzende Angebot an Teilzeitstellen für Mütter (Väter) nicht vorhanden ist.Wo sind denn die 20%-Fach-Teilzeitjobs für Mütter,die an allererster Stelle für ihre Kinder dasein möchten?Mütter,die einfach noch mit einem Bein im Berufsleben bleiben wollen!Daran ist die Wirtschaft nicht interessiert,das Pensum einer verfügbaren Fach-Teilzeitstelle liegt bei min. 60-80%.
        Dass “familienergänzende” Kinderbetreuung sich wirtschaftlich lohnt ist offensichtlich,allerdings erkenne ich nicht, wovon unsere Kinder diesbezüglich profitieren sollen.

  • Maria sagt:

    Und natuerlich duerfen diese Ausgaben alle von den kinderlosen Singles finanziert werden. Die haben ja auch keine Lobby. Wie praktisch.

    • René sagt:

      Auch klassische Familien, Frau zu Hause, Mann arbeitet und überzeugt die Kinder selbst zu erziehem, müssen diese Ausgaben mit finanzieren. Werden also doppelt bestraft. Keine Steuerabzüge und nur ein Einkommen!.

    • maria 2 sagt:

      Alle singels waren mal kinder und teil einer Familie – sehen sie es doch mal so!

      • Maria1 sagt:

        Meine Familie galt als arm und hat mich dennoch ohne Subventionen vom Staat erzogen. Das ist heute natuerlich unglaublich. Meine Mutter musste arbeiten. Die hatte auch nicht den Luxus von Ferien in der Karibik. Und Auto konnten wir gerade mal vergessen.

  • Karin Gut sagt:

    Weit herum wird über die hohe Zuwanderung geklagt, aber da muss man sich klar sein: Bei limitierter Zuwanderung muss man in der Schweiz denjenigen Personen bessere Bedingungen schaffen, welche die Erwerbstätigkeit gerne erhöhen würden und mehr arbeiten und verdienen möchten. Da stimme ich mit Frau Amarelle überein, dass der Staat mithelfen sollte gute Rahmenbedingungen für die Eltern zu schaffen, damit sich diese wunschgemäss am Erwerbsleben beteiligen können.

    • R. Merten sagt:

      ja Frau Gut- was passiert dann in einem Wirtschaftsrückgang oder einer Rezession. Dann sind viele Frauen arbeitslos, aber die Kitas müssen vom Steuerzahler weiter finanziert werden. Oder haben Sie je mal gesehen, dass der Staat etwas abschafft oder aufgibt was mal eingeführt wurde? Nie wurde das gemacht. Also steigen die Sozialkosten munter weiter. Aber das interessiert die Cüplosozis nicht!

  • will williamson sagt:

    „Es geht um massive Kapazitätssteigerungen in Kinderkrippen und Tagesstätten, die Erhöhung der Familienbeiträge und Krankenkassensubventionen, den Ausbau des Mutterschaftsurlaubs, die Einführung eines umfassenden Elternurlaubs und den Kampf gegen die wirtschaftliche Armut von Tausenden von Haushalten, in der «Working Poor»-Familien trotz doppeltem Einkommen kaum über die Runden kommen.“

    Typisch SP. Jede Menge Forderungen aufstellen, bezahlt mit OPM (other peoples money). Für Working Poor Familien mit doppeltem Einkommen lösen Elternurlaub und Mutterschaftsurlaub die Probleme nicht.

  • Chris Schneider sagt:

    Die Frage is einfach, ob dann eine Mutter (oder ein Vater) welche/r zu Hause bei den Kindern bleibt (wer sie/er will), als nicht gesellschaftsfähig abgestempelt wird. So nach dem Motto: „Die Möglichkeit, das Kind abzuschieben haben die doch, warum bleibt denn einer zu Hause, so können die sich nich ein Auto leisten?!“
    Die sogenannte traditionelle Familienmodell scheint der heutigen Gesellschaft nicht mehr genehm zu sein.
    Und was empfinden die Kinder dabei? Um sie geht es doch in erster Linie, nicht?

  • Bruno Baertschi sagt:

    Familien müssen vor Armut geschützt werden! Wenn der SP ernst mit diesem Thema wäre, würde sie sich mit aller Vehemenz für einen Mindestlohn einsetzen, welcher das Ex-Minimum sichert und zudem einen Steuersatz, bei welchem das (je nach Grösse der Familie) variable Ex.-Minimum von der Steuerabgabe befreit wäre. Was soll dieser Humbuk, die Kindertagesstätten auf Vollzeit auszubauen, die Erziehung gänzlich an „fremde“ zu delegieren, nur um die Möglichkeit zu schaffen, dass danach Vater und Mutter bei 100% Arbeitszeit Working-Poor bleiben? Der Gewinn fliesst in die Unternehmen, nicht in dieFamilie

  • Arnold sagt:

    Die Astimmung am 3 März ( Familienunterstützung kann nur daran scheitern, weil zuviele mitbezahlen müssen die keine Kinder haben

  • diva sagt:

    wie wäre es, wenn man durch eine gerechte umverteilung des im überfluss vorhandenen geldes in unserem land dafür sorgen würde, dass es keine working-poor mehr gäbe und mütter sich primär um ihre kinder kümmern könnten, anstatt arbeiten gehen (zu müssen). nein, man will eine seelenlose und noch beziehungsunfähigere gesellschaft, in dem die kinder wenn möglich schon als babys von ihren müttern trennt, damit sie ja keine emotionale bindung aufbauen und später dazu nicht fähig sind. darum wird gegen die vasellas in diesem land nicht wirklich etwas unternommen. man könnte, aber man will nicht…

  • Philipp Rittermann sagt:

    der familienartikel ist ein freipass zur verantwortungslosigkeit. mündige und vernünftige bürger machen eine seriöse familienplanung. ich bin nicht dafür, dass all die „zeitgeist-gescheiterten“ vom staat zusätzlich subventioniert werden und habe klar nein gestimmt.

  • Markus Eberle sagt:

    Bei uns geht am Morgen die Frau aus dem Haus und kehrt am Abend an den – vom Ehemann – gedeckten Tisch zurück. Wer Kinder auf die Welt stellt, soll sie auch selber erziehen. Ob das jetzt der Vater oder die Mutter ist, das ist höchstens für linke Feministinnen relevant. Hier wird – wie in Schweden – eine Industrie für die SP-Klientel der Pädagoginnen aufgebaut. Dabei brauchen Kinder Eltern und nicht Pädagogen-Theoretiker, die keinen persönlichen Bezug zum Kind haben. Wer sich keine Kinder leisten kann, der soll auf Kinder verzichten. So einfach ist das.

  • Lebo sagt:

    Grundsätzlich unterstütze ich den Familienartikel, aber „…Jahrhundertelang reagierten unsere westlichen Gesellschaften mit einer einfachen Antwort: Der Mann arbeitet auswärts, während sich die Frau um Haus, Garten und Kinderbetreuung kümmert…“ ?? Meines Wissens gibt es den Ernährerlohn (1 Lohn kann eine ganze Familie ernähren, i.d.R. der Lohn des Mannes) gerade mal seit 2 -3 Generationen. Somit ist das ein relativ neues Modell. Auch meine Grossmutter musste arbeiten um was dazuzuverdienen. Zudem waren früher viele Bauern und da haben sowieso alle auf dem Betrieb mitgeholfen.

  • sepp z. sagt:

    Sogar als Linkswähler habe ich aufgehört, die SP zu unterstützen. Zu fest ist mir, siehe etwa obige Argumentation, die Politik an den Interessen von Frauen und Familien ausgerichtet. Als Mann ohne Kinder fühle ich mich regelmässig von der männerfeindlichen Politik der SP verschaukelt.

  • Ralph Schehle sagt:

    Ich bleibe dabei,die Finanzierung der Familien ist nicht Aufgabe des Staates,sprich Steuerzahler.Jede und jeder muss sich überlegen,wenn er eine Familie gründen will,ob sie oder er oder beide zusammen über die nötigen Mittel verfügt,diese auch zu finanzieren.Staatliche Eingriffe sind unerwünscht und führen zu einem Nanny-State und zu groben Ungerechtigkeiten,da die Vernünftigen die Unvernünftigen mitfinanzieren müssen.Ferner werden Kinder,welche den zumeist linksdralligen Betreuern in Tagesstätten überlassen werden,indoktriniert.Kommunismus und Marxismus kommt dann später in den Schulen dazu!

    • Blanche Wu sagt:

      ob jetzt Linke oder Rechte Ideologien. Kinder dürfen nicht vom Staat erzogen werden. Man weiss wirklich nicht, was für Flausen den Kindern eigetröpfelt wird. Von schlechtem Deutsch bis zu radikalen Gedanken. Ich bin gegen den Staat, welcher immer mehr vom privaten Leben übernimmt und sich einmischt. Ich sage nur Achtung! Der Staat kann sehr rasch zum Feind werden. Wir leben zwar in der Schweiz, sagen manche. Aber das dachten viele Menschen in anderen Ländern auch einmal von ihrem Land und plötzlich waren sie in einer Diktatur, Überwachungsstaat, etc.

    • iskra sagt:

      Das Ganze hat natürlich mit Kommunismus und Marxismus überrhaupt nichts zu tun. Das ist blödes Geschwätz. Ich z.b. wurde in der Schule von freisinnigen Lehrern „erzogen“ weil eine andere politische Richtung im damaligen Seminar keine Chance hatte. Aber, mehr als die Hälfte der „Krippenkinder“ haben zu Hause Vater und Mutter, die einfach immer mehr und mehr wollen. Zwei von drei Kindern werden ja täglich mit dem Auto ( Grosskombi, nicht Renault Twingo) zur Krippe chauffiert.

  • Walter Boshalter sagt:

    Der Familienartikel – gespickt mit Kann- und Gummiformulierungen, Delegation an die Kantone und undefinierten Erfüllungskriterien – wird genau nichts bewirken.

  • Gurtner Fredi sagt:

    Wer Kinder haben will ,soll sich zuerst überlegen ob es machbar ist ,diese ohne finanzielle Schwierigkeiten zu erziehen und erst dann Kinder zeugen. Es ist nicht die Aufgabe der Öffentlichkeit,solche Familien durch zubringen und gar noch Kiias etc. zu führen

    • Peter Deubelbeiss sagt:

      Eine Aufgabe der Öffentlichkeit aber ist, Strassen zu bauen/finanzieren, damit Sie herumblochen können, gell….

  • Gurtner Fredi sagt:

    Nein zum Familienartikel,ganz klar

  • Frank Z. Marg sagt:

    „… eine angeblich perfekte Welt am Leben zu erhalten, in der der Mann morgens Frau und Kinder küsst und zur Arbeit fährt, um sich später mit den hübsch zurechtgemachten Nachkommen an den gedeckten Tisch zu setzen.“ Ja, davon träume ich manchmal. Ich gebs zu. Andererseits wäre es auch ein Albtraum, denn ich möchte eine Partnerin, die gleich viel Geld nach Hause trägt und ein Vater sein, der sich zu gleichen Teilen um die Erziehung kümmert. Ich denke, dieser Konflikt ist bei vielen Männern vorhanden. Or not?

    • Gurtner Fredi sagt:

      So egoistisch sind Sie also. Von Sozialwirtschaft in der intakten Familie wollen Sie ja nichts wissen. Kinder haben heisst für sie da sein und nicht die Verantwortung abgeben. Also haben Sie gescheiter keine Kinder.

      • elena sagt:

        Jetzt hat Fredi etwas falsch verstanden: Frank meint m.M.n., dass er eine Frau möchte, die gleich viel verdient wie er und er gleich viel zu Hause ist wie sie. Also jeder arbeitet 50% und ist die anderen 50% zu Hause. Was soll daran egoistisch sein? Die Kinder würden zu gleichen Teilen von den Verantwortlichen betreut und auch finanziell von beiden gleichermassen unterstützt. Da gibt doch niemand die Verantwortung ab, im Gegenteil: Jeder nimmt in gleichen Teilen die volle Verantwortung wahr sowohl für die finanzielle Seite wie für die Betreuungszeiten.

  • Katharina sagt:

    Noch einmal? Das vierte mal, dass die pro Seite zum Wort kommt….. was fehlt ist eine sachliche Carte Blanche einer Gegnerpartei. es gibt sachliche Punkte gegen diese Verfassungsänderung und dass dieses Haus systematisch jene nicht zu Wort kommen lässt (ausser in Kommentaren) finde ich mehr als bedenklich.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Stimmt, auch ich kann mich an keinen Artikel der Gegenpartei erinnern.

  • Bob Parker sagt:

    Vielleicht müsste der Hebel mal anderswo angesetzt werden. Solange mehrheitlich Wohnungen mit dem Prädikat „Gehobener Standard“ etc. vermietet und verkauft werden, dreht sich die Spirale unaufhaltsam nach oben. Andererseits werden von unserer Industrie vermehrt doppelverdienende Ausländer im oberen Lohnsegment (sog. „Expats“) ins Land geholt, die (oder deren Arbeitgeber) praktisch jeden Mietpreis zahlen.

  • Markus Schellenberg sagt:

    Eigentlich hätte die Produktionssteigerung der Wirtschaft in den letzten 50 Jahren zu weniger Arbeit führen müssen. Trotzdem arbeiten heute in der Regel beide Elternteile, wo früher einer reichte. Es ist nämlich der Konsumzwang, der in unserer modernen Gesellschaft den Druck zu immer mehr Einkommen erhöht!
    Wer nun behauptet, dass Familienväter und -mütter freiwillig mehr Arbeiten möchten statt sich um die Familie zu kümmern verkennt somit Wirklichkeit. Die SP sollte endlich aufhören die produktivistische Wachstumsgesellschaft anzuhimmeln und sich für mehr Lebensqualität einsetzen!

  • isabelle sagt:

    „in keinem anderen land ist die beteilung der frauen am arbeitsmarkt so hoch wie in der schweiz“: soviel ich weiss ist die schweiz damit auf platz 5 – und das gilt nur für europa!

    • Hans Meier sagt:

      Fakten waren ja noch nie die Staerke der SP 🙂

    • May sagt:

      und dass überhaupt so viele Frauen (mit Kindern) arbeiten gehen können, sollte den Partnern hoch angerechnet werden. Aber es wird als selbstverständlichkeit angesehen, weil es eben nicht so ist, dass der/die welcher in der ersten Entscheidung steht auch die erste ist welche die Konsequenzen dieser Entscheidung trägt.

  • Geert Bernaerts sagt:

    Möglichkeiten schaffen, Beruf und Familie zu vereinbaren ist eine gute Sache und längst fällig. Erhöhung der Subventionen ist allerdings eine ganz andere Sache. Familien werden überall schon viel zu viel subventioniert, und das während die Welt ein massives Überbevölkerungsproblem hat. Wenn wir da nicht dringend umdenken werden wir ganz andere Probleme bekommen. Und wenn man in der Schweiz mit doppeltem Einkommen nicht über die Runden komt macht man grundsätzlich was falsch. Entweder hat man dann mehr Kinder als man sich leisten kann, oder man will mehr Luxus als man sich leisten kann.

    • Sandra Fischer sagt:

      In Europa ist die Bevölkerung (Geburtenrate) am Abnehmen, wird aber durch Zuwanderung kompensiert. Also wenn man die Weltbevölkerung in den Griff bekommen will, ist nicht Europa der Ansatzpunkt.

    • Blanche Wu sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herzen. Aber darüber macht sich niemand Gedanken. Man möchte immer bessere Medizin, man möchte weniger Krankheiten, man möchte aber auch Kinder, man möchte Konsum, Luxus, Ferien um die ganze Welt etc. Das geht nicht mit einer steigenden Anzahl an Menschen. Ressourcenknappheit, etc. Entweder wir reduzieren unseren Lebensstandard und werden wieder „natürlich“ selektioniert durch Krankheiten, etc. oder wir müssen eine Geburtenregelung einführen. Sonst platzt irgendwann der Planet. Aber darüber darf man ja nicht mal denken. Irgendwann ist es zu spät.

  • Eliane Boss sagt:

    Die Aussage, dass die Erwerbsbeteiligung der Frauen in keinem anderen Land so hoch sei wie in der Schweiz, ist falsch. In den nordischen Staaten Island, Schweden, Nordwegen, Dänemark und Finnland ist sie höher (s. „Arbeitsmarkt im internationalen Vergleich“, Bundesamt für Statistik).

    • Karin Gut sagt:

      Ja, das ist richtig, die Erwerbsbeteiligung der Frauen ist in Skandinavien sehr hoch, insbesondere wegen den guten staatlichen Betreuungsmöglichkeiten. Der hohe Erwerbsquote im Inland führt auch zu geringerem Zuwanderungsdruck, so beträgt der Ausländeranteil in Norwegen 10%, in Schweden 6% und in Finnland 3%.
      Es sollte auch für die Schweiz bedacht werden, ob der Staat statt der Zuwanderungs-Förderung doch besser die Erwerbsquote der inländischen Bevölkerung fördern sollte, wie z.B. über den Familienartikel.

  • May sagt:

    Anderen wiederum wurde die Teilzeitbeschäftigung aufgezwungen. und wie soll dies zustande gekommen sein?

  • Ehegatten, die in einer Familie mit klassischer Rollenteilung sich um die Kinder gekümmert haben, sind, was die zweite Säule angeht, betreffend der Risiken Alter und Scheidung in Kombination mit dem Tod des Unterhaltszahlers, nur lückenhaft abgesichert.

    Das Gesetz (BVG) erfasst nur einen Teil der Pensionskassenbeiträge und ignoriert z.B. freiwillige Einkäufe. Invaliden- sowie Witwen-/Witwer- und Waisenrenten sind nur im Rahmen des obligatorischen Kapitals vom Gesetz garantiert, was zu überraschend kleinen Renten führen kann.

    Schutz davor bietet derzeit leider nur die eigene Erwerbstätigkeit.

    • mariesuisse sagt:

      Dies ist die Krux! Wenn die Mutter ihre Kinder gut betreuen will, ihnen das „Nest“ über Jahre wärmt, wird sie bei einer Scheidung die Betrogene sein. Sie hat keine eigene Pension,(müsste eigentlich für ihre Jahre der Arbeit in Haushalt, Kindererziehung, 24 Std. Bereitschaft, pensionsberechtigt sein !!) Die zweite Frau des Ehemaligen kassiert beim Tod des Mannes, die erste geht leer aus. So wird sie gezwungen, arbeiten zu gehen, die Kinder sich selber zu überlassen, damit sie später nicht auf Ergänzungsleistungen angewiesen ist, die durch die Steuern-Zahler berappt sein müssen.

      • iskra sagt:

        So schafft doch eine andere Altersfürsorge: Weg mit der zweiten Säule, mit der drtitten sowieso ( ist ja eh nur für die Reiche), und dafür für alle eine echte Altersrente.

  • Mark Keller sagt:

    Die staatliche Betreuung der Kinder als Heilmittel gegen die Armut (Working Poor) anzupreisen, geht wohl komplett am Problem vorbei. Die Teilzeitbeschäftigung wird den Arbeitnehmenden von Branchen „aufgezwungen“, welche eine starke Fluktuation im kurzfristigen Bedarf von Arbeitskräften haben (Gastgewerbe, Detailhandel, etc). Die Working Poor kommen nicht über die Runden weil für gewisse Arbeiten in der Schweiz nicht genügend bezahlt wird. Warum nimmt man nicht die Firmen in die Pflicht für ihre Mitarbeitenden familiengerechte Arbeits- und Betreuungsmodelle anzubieten?

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Genau, die Wirtschaft ist es ja, die Gelüste auf nicht Notwendiges anheizt. Dass Familien steuermässig entlastet werden sollen ist richtig, was nicht heissen soll, dass diese dann bereits mit ihren Säuglingen in die Ferien fliegen müssen und diejenigen, die halt ihre Ferien „nur“ auf einem Zeltplatz verbringen, bereits als arm bezeichnet werden. Sollen doch die Firmen anständige Löhne für diejenigen bezahlen, die auf eine Teilzeitarbeit angewiesen sind und auch eigene Krippen zur Verfügung stellen.

  • Staehelin Theres sagt:

    Wie immer „schrübeled“ die Linken an Gesetzen rum, wenn ihre Abstimmungslügen, Versuchsballönchen und Ideologieanfälle sich ins Gegenteil verkehren.
    Seit die Linken, und da zumeist Lesben Kinderlose Geschiedene Alleinstehende Alleinerziehende sich der Familie angenommen haben, funktioniert nichts mehr.
    Mit linken Rezepten, die in anderen Staaten längst Schiffbruch erlitten haben, wursteln die einfach weiter, nach dem Motto, habe die falsche Ausfahrt erwischt, also einfach weiterfahren…irgendwann kommt die Richtige dann schon

  • Danke Cesla Amarelle. Der Kampf gegen die wirtschaftliche Armut von Tausenden von Haushalten ist das eine. Ich habe selber zwei Töchter mit Kindern. Beide gehen anspruchsvollen Tätigkeiten nach. Um den beruflichen Anschluss nicht zu verpassen, können sie nicht einfach ihren Arbeitsplatz aufgeben. In dieser Lage dürften Tausende von jungen Frauen sein. Wer den Verfassungsartikel über die Familienpolitik bekämpft, handelt nicht nur unsozial, sondern auch wirtschaftsfeindlich. In die Ausbildung von Frauen wird viel Geld investiert, und all das soll wieder in den Sand gesetzt werden? Bescheuert!

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Lieber Herr Beutler, ich habe Verständnis für all die gut ausgebildeten Frauen, die weiter arbeiten und den Anschluss nicht verpassen wollen. In der Regel heiraten aber gut ausgebildete Frauen auch gut ausgebildete Männer und so dürften – sollten die Ansprüche nicht allzu hoch sein – zwei halbe Gehälter gut ausgebildeter Eltern für eine Familie ausreichen. Es spricht nichts dagegen, dass solche Paare sich Arbeit und Kinderbetreuung teilen. Es liegt aber an der Wirtschaft, gleiche Löhne für Männer und Frauen zu leisten und Männern ein reduziertes Pensum zuzugestehen.

    • May sagt:

      und jetzt sollen wir noch mehr bezahlen. Oder denken Sie die allgemeinen Steuerabgaben und Sozialabgaben dieser Personen welche einen Hort beanspruchen, die „Monatlichen“ Subventionen übersteigen, oder anders gesagt fährt der Staat Monat für Monat einen Verlust ein, oder werden diese Horte irgendwann selbsttragend, so dass die Allgemeinheit irgend wann auch etwas davon hat, so dass die allein getroffenen Entscheidungen und deren konsequenzen auch wieder alleine getragen werden und nicht auf die anderen zu eigenen lasten gemacht werden. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

  • R. Merten sagt:

    „Die Familie steht im Mittelpunkt“ so die Aussage von C. Amarelle. Das ist nicht die Wahrheit. Das Individuum steht bei den Cüplisozialisten im Mittelpunkt. Viele von den Linken sind ja geschieden oder kinderlos. Sie stehen ein für Multi-Kulti, unbeschränkte Einwanderung, Aufnahme von allen Asylsuchenden, Anhebung von allerlei Bussen und Gebühren sowie Verstaatlichungen von Krankenkassen z.B. und massisven Steuererhöhungen von Vermögenden.Selbst vor Enteignung schrecken sie nicht zurück (Erbschaftssteuer). Wer das alles bezahlen soll ist denen scheissegal! Geldverschleuderung ist Menschenrecht

  • Helga Klee sagt:

    Lese ich die Kommentare so bin ich schockiert. Es ist einfach unglaublich wie hier gegen den Familienartikel Stimmung gmacht wird. Ich bin eine überzeugte FDP Frau und kann jedes Wort von Frau Amarelle unterschreiben. Keiner der Kommentatoren stellt sich die Frage: Was sind uns unsere Kinder wert. Sie müssen eine gute, konstante Betreuung haben und das muss nicht 24 Stunden die Mutter oder der Vater sein. Wichtig ist, dass die Kinder von zufriedenen Personen betreut werden. Ob das der Fall ist, wenn das Geld nirgens reicht bezweifle ich. Lassen wir Mütter und Väter ihr Betreuungsmodell wählen

    • R. Merten sagt:

      Ja, Frau Klee- Mütter und Väter dprfen ja jetzt schon frei wählen. Aber zukünftig müsste der Staat, d.h. alle Steuerzahler, die Rundumversorgung berappen. Eine Zumutung! Die Eltern sollen eigenverantwortlich Kinder auf die Welt stellen und nicht, was heutzutags vor allem bei Sozialhilfebezügern oft passiert, einfach Kinder zeugt in der Annahme, der Steuerzahler wird das schon berappen. Leuten in Not soll man helfen, aber die Veranwortung für sein Leben einfach dem Staat zu überantworten ist unanständig gegenüber der arbeitenden Bevölkerung.

    • Elias Truttmann sagt:

      Aber ja doch, als LIberaler bin ich immer für Wahlfreiheit – und zwar grundsätzlich auf eigene Kosten. Wir können einfach nicht bis weit in den Mittelstand hinauf Krippenplätze subventionieren. Genau das suggeriert der Artikel aber. Der selbe Mittelstand wird die Rechnung dafür via Steuern serviert bekommen. Diese Katze beisst sich definitv in den Schwanz!

  • Sandra Fischer sagt:

    Anstatt die Kinder in teure Krippen zu schleppen, sollte man sich lieber mal über die Mindestlöhne Gedanken machen. Ein Mann sollte in CH mit einem 100 % Job eine 4 köpfige Familie ernähren können, ohne wenn und aber. Als unsere Kinder klein waren haben wir halt zurückgesteckt, ich bin zu Hause geblieben, später ab Kindergartenalter, habe ich wieder gearbeitet. Mit Mittagstisch-Angeboten geht das super, teure Krippenplätze subventionieren ? Nein ! Lieber in Bildung investieren, damit die nächste Generation keine working poors werden.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      kleine, aber nicht ganz unwesentliche Korrektur: in der nächsten Generation wird der Anteil an schlecht gebildeten „not-working poor“ rasant ansteigen – und damit auch entsprechend rasant die Steuern der noch arbeitenden Menschen.

  • Sandra Fischer sagt:

    Und die Grosskonzerne mit Mio. Gewinnen in die Pflicht nehmen, es kann nicht sein, dass wir Krippenplätze bezahlen und ein Arbeiter an der Kasse von Coop oder Mikros oder Aldi 4000 .- im Monat bekommt. (Wieviel es ist weiss ich nicht aber bestimmt nicht genug).

  • Alain Mohler sagt:

    “Familien müssen vor Armut geschützt werden” ganz recht und die hart arbeitende und rechtschaffende Bevölkerung vor der SP schützen.

  • Pascal, S. sagt:

    Gegner wollen uns weismachen, dass wir mit einem Ja die Katze im Sack kaufen und Folgekosten in Milliardenhöhe entstehen. Das ist falsch. Wir stimmen über einen Verfassungsartikel ab. Ein solcher legt einen Grundsatz fest. Die Kantone entscheiden selber, welche Massnahmen sie ergreifen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Auch der Bund engagiert sich erst dann, wenn das Parlament dies in einem neuen Bundesgesetz regelt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Kosten transparent beziffert und demokratisch beschlossen.

    • R. Merten sagt:

      Das ist aber erst der Anfang, Hr. S.- Nach einer allfälligen Annahme wird die Staatseinmischung weitergehen und es werden immer neue Gesetze eingeführt. Am Schluss sagt der Staat, resp. die Beamten, was wir zu tun und zu lassen haben und wie wir unser Leben einrichten müssen. Es tönt heute fast wie Fiktion, aber die sozialistische Einstellung und Durchsetzung in ganz Europa lässt nichts Gutes ahnen. Beispiele gibts zuhauf!! Man muss nur das SP-Parteiprogramm lesen. Da wirds einem normalen Bürger schlecht.

  • Pascal Meister sagt:

    Mehr arbeiten zu wollen heisst noch lange nicht, dass heute Armut herrscht – schon gar nicht in sogenannt intakten Familien mit zwei Erwachsenen im Haushalt. Aber: Betreuung macht doch nur Sinn, wenn die dadurch zur Erwerbsarbeit fähige Person mehr verdient, als die Betreuung kostet – und zwar als Vollkosten von 2000 Franken pro Kind und Monat gerechnet.

    • Elias Truttmann sagt:

      Das ist der springende Punkt. Wer für die realen Betreuungskosten seiner Kinder – mit ein oder zwei Einkommen – aufkommen kann, MUSS das auch tun. Selbst wenn 80-100% des Zweiteinkommens dafür draufgehen. Ich bin nicht bereit, unter dem Deckmantel „Familienpolitik“ weiterhin Doppelverdiener-Einkommen zu optimieren, sprich zu maximieren. Wer Unterstützung wirklich braucht (z.B. viele Alleinerziehende) soll sie bekommen. Alle anderen nicht. Wo soll das sonst noch hinführen?

  • Blanche Wu sagt:

    Ich finde man sollte sich auch Gedanken machen, warum sich so viele Frauen gezwungen fühlen neben Kinder arbeiten zu gehen. Was läuft falsch in der Wirtschaft? Früher arbeitete die Frau auf dem Hof. Unternehmen müssen mehr Home Office anbieten. Dann kann die Frau auch zuhause bei den Kindern sein (Mittag etc.), die Kinder müssen nicht fremdbetreut werden und die Frau kann trotzdem für die Familie einen finanzielln Beitrag leisten. Vor allem Bürojobs sind absolut machbar mit Home Office. Nur die Unternehmen tun sich schwehr. Die moderne Technik (VoIP, Webmail, etc.) hätten wir bereits.

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Man soll doch mit dem Gejammer aufhören! Es gibt nicht wenige Familien, wo beide Partner arbeiten wollen, weil sie eben über ihre Verhältnisse leben. Sie wollen mehr Luxus, zwei Autos, eine teure Wohnung (wegen der PFZ sind nun alle Wohnungen teuer, gescheite Ja-Sager!). Daneben möchte man zwei Mal Auslandferien machen. Es sind beileibe nicht alles arme Leute. Wenn sich jemand keine Kinder leisten kann, dann soll man die nicht dem Staat anhängen, sondern darauf verzichten, denn Staatskinder wollen wir keine!

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Sie werden es kaum glauben, dass ich als Linkswählerin für dieses Mal ein überzeugtes NEIN auf den Stimmzettel geschrieben habe, weil das Familienleben es mir wert ist. Das Geschrei nach Wirtschaftswachstum, Kinderzimmer voller Schrott schlechtem Gewissen zur Folge, mehr Kinderkrippen etc. Ich kann dies schon nicht mehr hören.

  • Silvia sagt:

    Hier wird impliziert, dass der Trend zu Teilzeit- Stundenlohn (in D: Mini, Ein-Euro etc. Jobs) gebremst werden kann. Und die Firmen gezwungenermassen wohl Vollzeitstellen anbieten müssen, die heute bequem flexible Stundenlöhner auf Abruf beschäftigen. HAHAHA. Wie will die liebe Politik das denn machen, wenn es immer weniger Jobs gibt. Heute Griechenland, morgen Deutschland, übermorgen hier. Derselbe Quatsch wie Frauenquote.

  • Clemens Battaglia sagt:

    Das mag ja alles sein, Frau Amarelle! Nur eine kleine Frage dazu: sind Leute mit zu niedrigem Einkommen gezwungen, Kinder zu haben? Das sind sie nicht, aber sie hätten halt eben so wahnsinnig gerne Kinder. Also stehen sie ihnen politisch bei und verpflichten damit alle Anderen, diesen Kinderwunsch zu finanzieren. Immer neue Vergünstigungen sind in den letzten Jahren eingeführt worden und der neue Artikel wird das Tor noch viel weiter aufmachen. Bis hin zu französischen Zuständen, wo das genügend Kinder haben bereits ein Beruf ist. Finanzierung? Ist doch egal, war bei der SP noch nie ein Thema!

    • Gurtner Fredi sagt:

      Ich denke normalerweise auch links,aber Kinder zu haben ist nicht Sache des Staates,sondern des Kleinststaates,nämlich der Familie. Es ist besser keine Kinder zu zeugen,wenn man sie nicht selber betreuen kann und will

  • Priska Jermann sagt:

    Hat man eigentlich die Kinder, die sich schon entsprechend artikulieren und äussern können, dazu befragt, was ihre Meinung ist? Hat man sie gefragt, wie sehr sie sich (allenfalls) wünschen, dass Mami oder Papi oder beide mehr zu Hause sind, Zeit für sie haben und sie nicht in eine KiTa gebracht werden, wo sie zwar meist gut betreut werden, aber die Zuwendung/Pflege/Geborgenheit von Mami und Papi nie erhalten können?

  • Karl Müller sagt:

    Der Familienartikel wird angenommen werden und damit die Büchse der Pandorra geöffnet. Ironischerweise spielt genau diese Tatsache der SP wieder in die Hände, da bei mehr Armut auch mehr SP wählen. Die Verschuldung der Schweiz wird weiter steigen, aber solange man ja noch auf andere Staatsverschuldungen zeigen kann, geht es uns gut. Wirklich?

  • Alles zum Wohl der Kinder aber KEIN STAATSZWANG – KEINE STAATSKINDER.
    Wer Kinder will und hat weiss, es kostet Geld, braucht Verzicht und macht aber auch Freude.
    Ist man nicht bereit das entsprechend abzuwägen – dann gibt es nur VERZICHT auf Kinder.
    alexandra

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Liebe Frau Weber, ausnahmsweise kann ich Ihnen einmal beipflichten, aber auch nur, weil Sie es anständig geschrieben haben. Was die SVP sich nämlich wieder einmal geleistet hat mit ihren Plakaten, kann ich nicht goutieren.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Einfach nur peinlich und lachhaft, wie sich diese Dame naiv und scheinbar völlig unbewusst vor den Karren der reichen Elite spannen lässt, die es am liebsten sehen würde, wenn Mann und Frau je 150% arbeiten würden, damit sie noch mehr Gewinn aus den Menschen herauspressen können. Kinder werden immer mehr zum Störfaktor beim Run auf immer noch mehr sinnentleerten Konsum von Luxusgütern und Statussymbolen.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Sie bringen es auf den Punkt, Herr Niederer. Eigentlich müsste auf dem Stimmzettel stehen: „Ja zum Wirtschaftsartikel“.

  • Gerda Schuurman sagt:

    Anstatt den Leuten einzuhammern, dass sie jetzt arm sind, würde man viel besser diese Leute einhammern wie man schlau met Geld umgeht! Kotzt mich an diese ewige Jammerei in Europa!!!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ich habe mein Ja zum Familienartikel schon in die briefliche Urne geworfen, weil ich glaube, dass wir es in der Schweiz vermeiden können, schwedischen Verhältnisse zu schaffen: Schweden hat im europäischen Vergleich nämlich die siebthöchste Steuerbelastung (Price Waterhouse Coopers, Paying Taxes 2012, Seite 51)! Da ist ein ziemlich hoher Preis für eine ‚gerechte‘ Gesellschaft, finde ich! Es kann nicht Sinn der Familienpolitik sein, den Eltern zuerst die Wahlfreiheit zu nehmen, um sie dann zur doppelten Erwerbstätigkeit zu zwingen, weil die Steuern zu hoch sind!

    • Elias Truttmann sagt:

      Hätten Sie gemäss ihren hier aufgeführten Argumenten abgestimmt, müsste aber – logisches Denken vorausgesetzt – ein NEIN auf Ihrem Stimmzettel stehen. „Doppelte Erwerbstätigkeit, weil die Steuern zu hoch sind“? Was denken Sie denn, wie das Wunschkonzert des Familienartikels finanziert werden soll, wenn nicht durch höhere Steuern? Bringt der Storch vielleicht das Geld für die subventionierte Kinderbetreuung für alle?

      • R. Merten sagt:

        gute Antwort Hr. Truttmann- Sie wissen ja, die Sozis fragen nicht, woher das Geld kommt- es muss einfach da sein, damit ihre rosaroten Träume erfüllt werden können- selbstverständlich subito!!

  • Celine sagt:

    Der Familienartikel mit seinen Gummiparagraphen wird bes. den Mittelstand verarmen lassen, denn die Forderungen, damit man auf ja nichts verzichten muss (da nie gelernt), müssen alle mit den zu erhöhenden Steuern bezahlen! Begreift dies endlich.
    Oder hat jemand vom BR gehört, dass er die immensen Mio.-Kosten dem eigenen Volk schenkt, um dafür endlich beim Ausland die Zahlungen zu stoppen? Beim BR kommen jene an erster Stelle! Bei UNS wird die Schraube angezogen!
    Typsche CVP und SP -Wünsche, deshalb nein!

  • Pius Tschirky sagt:

    Gerade heute morgen lass ich wieder im St. Galler Tagblatt, dass es mit den Finanzen des Kantons St. Gallen sehr schlecht steht. Ich weiss nicht, was es für den Kanton für finanzielle Konsequenzen hat, wenn man nun diesen Familienartikel annimmt. Letzthin war auch eine Studie, dass der Mittelstand nicht vom Fleck kommt zu vernehmen. Verwundert mich nicht! Wenn nun die finanziellen Verhältnisse es nicht mehr zulassen solche Familienpolitik zu finanzieren, müssen wohl wieder die Steuern erhöht werden und und und und ……..! Der Mittelstand wird abermals bluten und man blutet Ihn aus!

    • Helga Klee sagt:

      Herr Tschirky im Kanton St.Gallen haben wir genau diesen Familienartikel schon über 10 Jahre in der Verfassung. Dass Sie davon nichts wissen, ist der beste Beweis dafür, dass der Artikel keine Erhöhung der Kantonsausgaben brachte. Das Gegenteil ist der Fall, der Kantonssteuerfuss konnte in den letzten Jahren um über 10 Prozent gesenkt werden. Er musste nun erhöht werden, weil die Pflege-, Spitalfinanzierung (freie Spitalwahl) neu geregelt wurde, was Mehrkosten gab und von der Nationalbank viel weniger Geld einging. Die Kinderkrippen werden durch Wirtschaft, Eltern und die Gemeinden finanziert.

  • Lars Peters sagt:

    Die Wohlstandsblüte von „Ich-will-alles“ wird hoffentlich bald verwelken.
    Karriere-Kind-Einkommen, idealerweise teilzeit-gutbezahlt und ohne Bedingungen und Verzicht.
    Und ständig sollen die Firmen etwas anbieten und die Reichen die Armen allimentieren.
    Diese Muster sind inzwischen so dicht gestrickt, dass die Frau, die auf ihren weiblichen Instinkt hört und „nur“ Mutter sein will, bald damit rechnen muss, dass sie psychologisch abgeklärt wird – erst Recht, wenn sie sich vorher überlegt, ob sie sich eine Familie leisten will/kann.
    Als Mann mit Jahrgang 1944 kommt einem das sehr fremd vor…

  • Heinz sagt:

    Es gibt einen grossen Detaillhändler in der Schweiz, der es den Chefs verbietet, Frauen mit Familie Vollzeit arbeiten zu lassen. Gezeigt hat sich in diesem Niedriglohnbereich, dass die Frauen schnell krank werden. Zu Hause müssen sie die Arbeit praktisch allein machen, weil die Männer nicht in der Lage, nicht wollen, oder nicht fähig sind, sich an der Hausarbeit zu beteiligen.

  • Ammann Christoph sagt:

    Carte Blanche von SP-Nationalrätin Cesla Amarelle. Eltern darf die Erwerbstätigkeit nicht erschwert werden. Das nennt man Blindheit einer Ideologin, Frau Amarelle! Den Frauen darf das Muttersein nicht erschwert werden, das ist das Grundproblem. Dass das unter Umständen ein Problem des schlechten Lohns des Mannes sein kann, wollen wir nicht verschweigen. Aber für linksgewickelte Emanzen sind Frauen die 100% Mütter sein wollen eh ein rotes Tuch; die sind ganz einfach nicht ganz bache! Wir brauchen keine Krippen sondern ein Kindergeld, wo Frau tatsächlich Mutter sein kann.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Ja, wir brauchen ein Kindergeld oder eine rigorose Entlastung der Familien i.S. Steuern. Ob dann tatsächlich Mami mehr bei den Kindern ist oder Papi, wenn nicht sogar halb/halb oder dasjenige, welches weniger verdient, spielt eigentlich keine Rolle.

  • Gurtner Fredi sagt:

    Noch mehr Kindergeld. Wer soll das den schon wieder bezahlen. Lieber zuerst denken und überlegen, ob man Kinder aufziehen selber kann. so kann man Kita’s usw. braucht es dann nämlich auch nicht

  • Elias Truttmann sagt:

    Die Initiative will dem Mittelstand weissmachen, dass andere für die Betreuung ihrer Kinder aufkommen könnten. Ja, wer denn? Die Unterschicht etwa? Die Topverdiener? Die zahlen viel Steuern, selbst wenn es noch ein bisschen mehr wird, reicht das niemals, um das Wunschkonzert hier abzuarbeiten. Faktisch läuft es darauf hinaus, dass einmal mehr der Mittelstand zur Kasse gebeten wird. Und das von der SP für tot erklärte Modell der Kinderbetreuung zu Hause würde tatsächlich benachteiligt. Mitbezahlen müssten sie – fliessen würden die Gelder aber nur in Kitas & Co. Deshalb NEIN zum Familienartikel.

  • Walter Kunz sagt:

    Scheinbar ist das so gewollt, bedenkt man in diesem Zusammenhang für was wohin Unsummen von unseren Steuergeldern Fliessen, ansonsten müssten eigentlich Parteien, Gewerkschaften , das Parlament, die Regierung mit eingerechnet vehement dagegen einschreiten.

  • f.a. blume sagt:

    es gibt ein einfaches rezept gegen die ruinöse armut
    .
    .
    SOZIALE marktwirtschaft mit existenzsichernden löhnen
    .
    doch das ist mit der gierigen oberklasse, die nicht genug bekommen kann nicht möglich
    .
    schlaft gut weiter – gewerkschafter und cüpli-sozis

  • Eduardo sagt:

    „Es geht um massive Kapazitätssteigerungen in Kinderkrippen und Tagesstätten“ – Warum so umständlich und teuer? Es ist doch angesichts der miesen Löhne, die viele Familien zu zwei Vollzeitstellen zwingen (!), und zu hoher Steuern und Abgaben viel einfacher u. logischer, da gleich ganz auf Kinder zu verzichten. Man spart sich so u.a. die Kosten für die Kinderversorgung inkl. des Beitrags zur externen Kinderbetreuung, für die größere Wohnung u. die höheren Krankenkassenbeiträge. Und abends und an den Wochenenden, wenn dann noch „der Herd“ (= die ganze Haushaltsarbeit) wartet, hat man mehr Ruhe.

  • Paul Dremmel sagt:

    Was mir bei solchen Diskussionen um Familien-Armut abgeht ist die Definition von Arm. Grundsätzlich muss man sehen, dass man in der Schweiz in Armut verfällt, wenn man im grössten Teil der restlichen Welt noch zum (oberen) Mittelstand gehört.
    In der Schweiz ist man Arm, wenn man kein Natel-Abo mit dem neusten Smartphone hat, in der Küche kein Geschirrspühler steht und man pro Jahr nicht mindestens 2 Wochen in die Ferien verreisen kann. Alles Dinge die noch vor wenigen Jahren als Luxus galten.
    Etwas bescheidenheit (beim Geldverteilen) tut not.

    • Branko Bostic sagt:

      Wollen Sie allen Ernstes die Bezüge eines Sozialhilfeempfänger in der Schweiz mit dem Einkommen eines Eritreers oder Kongolesen vergleichen? Ja, mit 2500 Franken im Monat wäre ich im Kongo ein wohlhabender Mann. Aber im Kanton Zürich reicht es gerade knapp zum überleben. Noch etwas: Arm ist, wer sich aus finanziellen Gründen nicht am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann. Das gesellschaftliche Leben beruht heute auch auf Internet und Mobiltelefonie. Wer sich also beides nicht leisten kann ist arm. Das macht doch Sinn.

      • Martina Siegenthaler sagt:

        @Branko Bostic, was Herr Dremmel schreibt, kann man absolut nachvollziehen, so man dies will. Was hier nämlich betrieben wird, ist ein Jammern auf hohem Niveau unserer Label- und Wegwerfgesellschaft. So kommt es doch, dass vor allem Frauen unter dem Stand ihrer Ausbildung dazu verdienen“ müssen“, um ihren Kids die Nikes, Addidas, den eigenen Computer sowie das Handy zu ermöglichen, damit sie nicht ausgegrenzt werden.Ist dies das gesellschaftliche Leben? Sicher ist Zürich ein teures Pflaster i.S. Wohnsituation. Wem haben wir dies aber zu verdanken?

      • Paul Dremmel sagt:

        Ob man es allen Ernstes Vergleichen will? Warum nicht. Das Existenzminimum unterscheidet sich natürlich. Der Preis für Luxusgüter aber eigentlich nicht – die sind in der Schweiz wahrscheinlich gar billiger.
        Und die Definition von „Arm ist, wer sich aus finanziellen Gründen nicht am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann.“ ist doch irgendwie Quatsch. Oder? Was ist das Gesellschaftliche Leben? Oder warum sind gerade „Arme“ so gesellig?

  • Francesca sagt:

    Egal aus welcher Sicht, die Familienförderung macht Sinn. Für die gut ausgebildeten Mütter damit ihre vom Steuerbezahler bezahlte Ausbildung die Gesellschaft auch rentiert. Sonst müssen wir Frauen wieder vom Studium ausschliessen. Und für die sozial benachteiligten damit ihre Kinder aufgefangen und betreut werden, wenn beide Eltern (notgedrungen) arbeiten. Derzeit hängen diese Kinder irgendwo rum, werden weder erzogen noch betreut und landen häufig auf der Gasse. Auch das kostet die Allgemeinheit, den Steuerzahler, viel Geld. Hört also auf mit der politischen Keule zu argumentieren. Handelt.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      @Francesca, aus Sicht der Wirtschaft gebe ich Ihnen Recht. Für die Kinder kann ich leider nicht sprechen und um diese sollte es letztendlich in erster Linie gehen. Frauen sollen sicher nicht vom Studium ausgeschlossen werden, aber es kann und darf auch nicht sein, dass Erstklässlern 5 Stellvertretungen zugemutet werden, weil ihre Lehrerin Mutter wird. So erlebt, als Schulkommissionsmitglied.

  • Walter Bossert sagt:

    Ob man es glauben will oder nicht, es sind erst ungefähr 40 Jahre her, als EIN EINKOMMEN noch reichte um eine Familie zu ernähren! Und das mit den gleichen Ansprüchen, wie sie auch heute noch nicht als Armut angesehen werden. Dieser “ Fortschritt “ mit allem Drum und Dran haben wir in erster Linie denen zu verdanken, welche mit einem immer aufwändigeren Staat- und Wirtschaftsgebilde für eine Massive Teuerung verantwortlich sind,dabei haben die Spekulanten nur die ungeheure Nachfrage ausgenutzt! Das scheint aber viel zu kompliziert zu sein für Intellektuelle.Frage:Was wenn 2 Einkom. zu wenig?

  • Peter Meier sagt:

    Ich hoffe es gubt ein JA! Aber bei so vielen Hinterweltlern weiss man ja nie….

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