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		<title>Ein Weltrekord als Therapie</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 03:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Eppenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biken]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute erscheint ein Gastblog unseres ehemaligen Outdoor-Bloggers Simon Eppenberger. Er bloggt über seinen Wheelie-Weltrekord. Willkommen zurück! Die Redaktion. Als das Vorderrad nach 58 Minuten und 33 Sekunden den Boden wieder berührte, hatte ich es geschafft. Auf der Tartanbahn im Stadion Letzigrund war ich 24,38 Kilometer auf dem Hinterrad gefahren – neuer Stundenweltrekord. Die Freude war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Heute erscheint ein Gastblog unseres ehemaligen Outdoor-Bloggers <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/author/simon/" target="_blank">Simon Eppenberger</a>. Er bloggt über seinen Wheelie-Weltrekord. Willkommen zurück! Die Redaktion.</p></blockquote>
<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=106036' name='Bildstrecke_106036' id='Bildstrecke_106036' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
Als das Vorderrad nach 58 Minuten und 33 Sekunden den Boden wieder berührte, hatte ich es geschafft. Auf der Tartanbahn im Stadion Letzigrund war ich 24,38 Kilometer auf dem Hinterrad gefahren – neuer Stundenweltrekord. Die Freude war enorm, die Erleichterung auch: Endlich hatte ich den lange gehegten Plan umgesetzt. Doch etwas ganz anderes gab mir mehr, als die blosse Begeisterung für die Leistung.</p>
<p>Ich hatte über etwas triumphiert, für das es keine Meldung in einer Zeitung oder im Fernsehen gab, für das nicht Dutzende «Gefällt mir» auf Facebook klicken wie nach dem Rekord. Ich hatte es geschafft, meine Diskushernie so weit im Zaum zu halten, dass ich nach der Stunde auf dem Hinterrad gerade vom Bike steigen und aufrecht gehen konnte. Ohne Schmerzen.</p>
<p>Das war nach der jüngsten Episode zwischen Lendenwirbel vier und fünf das grösste Geschenk. Wobei, ein Geschenk war es nicht wirklich. Es war das Ergebnis eines grossen Puzzles, von dem ich nicht wusste, ob ich es je so weit zusammensetzen konnte, dass es ein neues Bild ergab.</p>
<p><strong>Schmerzmittel – monatelang </strong></p>
<p>Im Sommer 2012 trat die Bandscheibe nach einigen guten Jahren wieder so weit zwischen den Wirbeln hervor, dass ich zwei Wochen bei der Arbeit ausfiel. Danach arbeitete ich ebensolange halbtags. Der Orthopäde verschrieb mir ein Stehpult und einen Nervenend-Blocker. Das ist ein Spritze, mit der die Nerven beruhigt werden sollen. Und zwar dort, wo die Bandscheibe heraustritt. Zudem nahm ich einen Monat lang derart starke Schmerzmittel, dass ich gleich ein Medikament dazu schluckte, welche die Magenwand vor der Zersetzung schützte.</p>
<p>Das alles half etwas, doch die eigentliche Arbeit wartete woanders. Einerseits musste ich monatelang in die Physiotherapie. Zuerst passiv kneten und manipulieren, danach schrittweise Aufbauübungen. Andererseits musste ich mich gedulden, an Mini-Erfolgen erfreuen und schauen, dass mir die niederschmetternde Prognose (einmal Diskushernie, immer Probleme) nicht zu sehr aufs Gemüt schlug. Denn mein geliebtes Biken, der Ausgleich gegen Stress, das war gestrichen. Überhaupt war das aktive Leben massiv eingeschränkt.</p>
<p>Während Monaten hatte ich permanent Schmerzen. Der Fuss links kribbelte, teilweise war er taub. Wenn ich die täglichen Dehnungs- und Mobilisationsübungen machte, spürte ich eine kleine Verbesserung, doch sie währte nicht lange. Jede Sitzung, jeder Restaurantbesuch war eine Qual, liegen half auch nicht wirklich.</p>
<p>Ich wusste, dass nur Geduld und viel Arbeit etwas bringen würde. Ich stand jeden Morgen früher auf, dehnte und massierte mich selber, indem ich mit einem Tennisball, später einem Baseball, die verhärteten Muskeln bearbeitete. Ich passte mein Verhalten während der Arbeit an. Vor jeder Sitzung arbeitete ich stehend, im Sitzen achtete ich auf meine Haltung. Letzteres vergas ich nicht, da mich die Schmerzen stets daran erinnerten.</p>
<p>Als ich wieder gerade gehen konnte, begann ich mit Yoga. Ein halbes Dutzend Frauen und ich auf der Matte, wie in einem halbkomischen Film. Ich war so beweglich wie ein Stück Schwemmholz. Ein neues Bett musste her und ich versuchte, acht statt nur sechs Stunden pro Nacht darin zu verbringen. Wenn ich vor dem Fernseher lag, dann auf einem Lordose-Kissen, welche die Wirbelsäule darin unterstützt, die natürlich Krümmung im Lendenbereich zu halten. Dieses Kissen benutze ich bis heute, wenn ich autofahre, fliege oder im Kino sitze.</p>
<p><strong>Weltrekord trotz Diskushernie</strong></p>
<p>Für eine einstündige Fahrt auf dem Hinterrad bei einem Speed von über 20km/h reichte das aber nicht. Dieser Erfolg gelang mir durch drei Dinge:</p>
<ul>
<li>Ich steigerte das Aufbautraining und die Dehnungsübungen schrittweise. Sobald es besser ging, konzentrierte ich mich auf intensives Rumpftraining. Lange trainierte ich nur mit dem eigenen Körpergewicht. Ein Sport-Physiotherapeut schaute mich an und schrieb mir dann das entsprechende Programm. Später ein zweites für die Schnellkraft.</li>
<li>Die etwa zehnte Physiotherapeutin meiner langen «Rücken-Karriere» schaute sich nicht nur die Situation im Lendenbereich an, sondern den ganzen Bewegungsapparat und die Haltung. Mit ihrer Hilfe bekämpfte ich erfolgreich andere Verspannungen und Schmerzen – und kam erstmals an den Punkt, locker und trotzdem aufrecht stehen zu können.</li>
<li>Trotz der steigenden Kraft und den abnehmenden Schmerzen ging ich nur selten und sehr bewusst an meine Grenzen. Der jahrelange Reflex, loszustürmen und härter zu trainieren, aggressiver zu Biken oder nach viel Stress und wenig Schlaf trotzdem rauszugehen und irgend etwas Sportliches zu unternehmen unterdrückte ich. Dadurch gab es nur wenige, kleine Rückfälle, welche mich vom Ziel nicht abbringen konnten.</li>
</ul>
<p>Schliesslich war ich so weit. Ohne Schmerzmittel oder Operation spulte ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h den Rekord ab. Und das Beste: Jetzt kann ich wieder Freeriden, Touren fahren oder am Feierabend eine Runde drehen. Ohne, dass ich Angst haben muss, das Projekt zu gefährden – oder übermässig Schmerzen zu spüren.</p>
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		<title>Das Geheimnis, das Sieger nie kennen werden</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/29142/das-geheimnis-das-sieger-nie-kennen-werden/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 03:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pia Wertheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Running]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sieger. Durch ihre Verfolger angestachelte Kämpfer. Durch ihr Publikum angefeuerte Helden. Durch ihre Ziele gesteuerte Strategen. Durch ihren Willen gestählte Draufgänger. Ich ziehe den Hut vor den Leistungen von Roger Fischlin am Zytturm-Triathlon in Zug. Für 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad und 10 Kilometer Laufen benötigte Mister Gigathlon nur gerade 1 Stunde 52 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a rel="attachment wp-att-29159" href="/outdoor/index.php/29142/das-geheimnis-das-sieger-nie-kennen-werden/out-17/"><img class="size-full wp-image-29159 " title="Outdoor" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/out-e1371226172350.jpg" alt="Der eigentliche Held des Zytturm-Triathlons." width="640" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Wer am Schluss des Rennens unbeirrt seinen Lauf durchzieht, muss eine unglaubliche mentale Stärke haben: Der wahre Held des Zytturm-Triathlons läuft über die Ziellinie. (Fotos: alphafoto.com)</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Sieger. Durch ihre Verfolger angestachelte Kämpfer. Durch ihr Publikum angefeuerte Helden. Durch ihre Ziele gesteuerte Strategen. Durch ihren Willen gestählte Draufgänger. Ich ziehe den Hut vor den Leistungen von Roger Fischlin am Zytturm-Triathlon in Zug. Für 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad und 10 Kilometer Laufen benötigte Mister Gigathlon nur gerade 1 Stunde 52 Minuten und 54 Sekunden. Sorry Roger, viel mehr Respekt zolle ich aber einem anderen Mann: Der Unbekannte trug am Zytturm-Triathlon die Startnummer 446. Seine Zeit? 3 Stunden 29 Minuten 24 Sekunden. Er ist der wahre Held dieses Anlasses. Keine Verfolger stachelten den 73-Jährigen auf den letzten Metern vor dem Ziel an. Die jubelnden Massen hatten sich längst verzogen, als er einlief. Und ich weiss, wie sich das anfühlt.</p>
<p>Zug war eine Zwischenstation auf meinen Weg an den einwöchigen Gigathlon. Nach einer trainingsreichen Woche, sollte der Triathlon das Pünktchen auf das i setzen. Der Gigathlon wird wegen meines gesundheitsbedingten Trainingsrückstandes besonders meinen Willen fordern. Die Wettkampfsituation mit bereits müden Muskeln sollte dafür ein mentaler Prüfstein sein – so der Plan. Wie hart es tatsächlich sein würde, konnte ich mir allerdings nicht vorstellen.</p>
<p>Ich bin alles andere als eine Wasserratte, so lief die Schwimmstrecke erwartet dürftig: Ich stieg als eine der letzten Frauen aus dem Zugersee. Mit Humor suchte ich meine Motivation hoch zu halten und begann eine Liste mit den Vorteilen ein Feld von hinten anzuführen.</p>
<p><strong>Positiver Punkt 1: Die vom Massenstart im Schwimmen bekannten Fusstritte und Ellbogenhiebe kassiert man nicht, wenn man fast zuhinterst schwimmt.</strong></p>
<p>Die Wechselzone war zwar athletenleer, trotzdem scharten sich die Zuschauer um die Abgrenzung – die Spitze der Männer, inzwischen bereits in Fischlins Händen, würde hier bald vom Velo steigen und in die Laufschuhe wechseln. Mein innerer Stier nahm erstmals den Kampf gegen den Schweinehund auf.</p>
<p><strong>Positiver Punkt 2: Ich fand mein einsames Velo auf den ersten Blick, während andere im Räderwald mit der Suche wertvolle Sekunden verlieren.</strong></p>
<p>Leicht bedrückt stieg ich in den Sattel und nahm die 40 Kilometer rund um den See in Angriff. Weit und breit war kein anderer Teilnehmer in Sicht. Einzig die von den Helmen abgefallenen Startnummernetiketten erinnerten mich ab und an auf dem Asphalt daran, dass ich einen Wettkampf bestritt. Die Hände der Streckenposten und Verkehrskadetten steckten bereits in ihren Hosentaschen. Schon bald fehlte mir das Rudel, denn es motiviert, sich zumindest gedanklich ans Hinterrad eines Mitstreiters zu heften, um über sich hinaus zu wachsen und durchzuhalten.</p>
<p><strong>Positiver Punkt 3: Es bestand keine Gefahr, mitten in einem zu lange andauernden Überholmanöver von einem Schiedsrichter wegen Windschattenfahrens bestraft zu werden.</strong></p>
<p>Die ersten Kilometer schienen endlos. «Was soll das überhaupt?», schrie mein innerer Schweinehund. Ich mochte ihm nur halbherzig kontern und ging mit ihm einen Kuhhandel ein: Noch bis zur Kilometermarke 10, dann würde ich entscheiden, ob ich den Wettkampf fortsetze. So hielt ich mich und ihn hin – 20, 30 Kilometer lang. Vorbei an einer Zuschauergruppe in einem Bushäuschen, die mir entgegenschrie: «Kommen noch viele?» Ich mühte mir ein halbwegs freundliches «Nein, ich bin wohl eine der Letzten» ab und trat regelrecht flüchtend in die Pedalen.</p>
<p>Und endlich! Zug kam näher, die endlos anmutenden Kilometer lagen fast hinter mir. Damit rückte aber auch die Entscheidung näher, wie es in der Wechselzone weitergehen würde. Der Schweinehund verhandelte bereits: «Du hast ein gutes Schwimmtraining im See und eine Radeinheit hinter dir – lass es gut sein.» Und eigentlich hatte er doch Recht&#8230; Die Entscheidung fiel erst, als ich mein Velo hinstellte – ich würde mich nicht kneifen lassen. Jetzt kam doch erst meine Paradedisziplin! Schnürte die Schuhe und lief los – entgegen kamen mir jene Läufer, die noch wenige Hundert Meter vom Ziel entfernt waren. Ich zwang mich nicht hinzusehen. Am Streckenrand trieben klatschende Zuschauer sie zum Schlussspurt und stellten verdattert fest, dass eine kleine Läuferin noch in die Gegenrichtung unterwegs war. «Hopp, hopp – auch du schaffst es!» Auch wenn mir das Mitleid peinlich war, ob Einbildung oder Realität: Ihr Applaus schien dabei lauter zu werden.</p>
<p><strong>Positiver Punkt 4: Das Mitgefühl lässt die Anfeuerungsrufe der Zuschauer lauter werden.</strong></p>
<div id="attachment_29174" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a rel="attachment wp-att-29174" href="/outdoor/index.php/29142/das-geheimnis-das-sieger-nie-kennen-werden/out3_bearbeitet-1/"><img class="size-full wp-image-29174" title="out3_bearbeitet-1" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/out3_bearbeitet-1.jpg" alt="Am Ziel des Zytturm Triathlons." width="180" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Der innere Stier hat gewonnen: Am Ziel des Zytturm Triathlons. (Foto: alphafoto.com)</p></div>
<p>Nach einigen Kilometern begann ich mich wieder wohl zu fühlen, atmete die frische Luft tief ein, genoss die Sonne in meinem Gesicht – und da war er vor mir, der Mann mit der Nummer 446! Sein Gang verriet den Kampf, denn er mit sich austrug und zeugte von eisernem Willen. Ich lief einige Schritte neben ihm her. Fragte, ob alles in Ordnung sei. Seine kurze aber freundliche Antwort machte deutlich, dass er keine Gesellschaft wünschte: «Ja, aber muss mich jetzt durchkämpfen.» Ich lief vorbei – zurück in meine Einsamkeit. An kaum einem anderen Tag, hätte ich seine Situation besser verstanden. Ohne es zu wissen, wurde der Unbekannte zum Verbündeten in meinen Kampf gegen den Schweinehund. Sein Wille, seine Entschlossenheit kombiniert mit seinem fortgeschrittenen Alter. Auf den restlichen Kilometern diente er mir als Vorbild.</p>
<p><strong>Positiver Punkt 5: Die Erkenntnis, dass nicht nur an der Spitze, sondern auch hinten Vorbilder unterwegs sind.</strong></p>
<p>Ich packte in der Wechselzone bereits meine Siebensachen, als ich aus der Ferne den Senior dem Ziel entgegenlaufen sah – wenige Meter hinter ihm das «Besenfahrzeug». Ich bedaure, nicht an der Ziellinie gestanden und meinem Helden auf den letzten Metern applaudiert zu haben. Das tut meinem Respekt aber keinen Abbruch. Seit Zug bin ich überzeugt, die unglaubliche mentale Stärke jener, die zuhinterst einlaufen, wird für die Sieger immer ein Geheimnis bleiben.</p>
<p><em>Weitere Fotos des Zytturm Triathlons bei: <a href="http://alphafoto.com" target="_blank">alphafoto.com</a>.</em></p>
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		<title>Chapfwacht und Chuderhüsi</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/29059/chapfwacht-und-chuderhusi/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 03:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Widmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zu Fuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche im Emmental (BE) Mein gelegentlicher Wanderfreund Andreas Staeger, bis vor kurzem Präsident der Berner Wanderwege, hat für ebendiese Organisation einen schönen Führer geschrieben. «Kurzwanderungen» präsentiert 52 Routen im Kanton; die kürzeste schafft man in einer Stunde und 10 Minuten, die längste will vier Stunden. Solche Kurzunternehmungen haben ihr Publikum, denke ich – das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche im Emmental (BE)</p>
<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=105258' name='Bildstrecke_105258' id='Bildstrecke_105258' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe></p>
<p>Mein gelegentlicher Wanderfreund Andreas Staeger, bis vor kurzem Präsident der Berner Wanderwege, hat für ebendiese Organisation einen schönen Führer geschrieben. «Kurzwanderungen» präsentiert 52 Routen im Kanton; die kürzeste schafft man in einer Stunde und 10 Minuten, die längste will vier Stunden.</p>
<p>Solche Kurzunternehmungen haben ihr Publikum, denke ich – das Buch ist eine gute Sache. Am ersten Mai allerdings bedurfte ich des Gegenteils. Ich wollte den ganzen Tag lang wandern, ausgesprochen den ganzen Tag. Denn in der Stadt waren jene linken Feierlichkeiten angesagt, die dann oft von Krawallen begleitet sind &#8211; ich fliehe am ersten Mai traditionell aufs Land.</p>
<p><strong>Zwei Stunden den Hügel erkeuchen</strong></p>
<p>Diesmal reiste ich nach Signau im Emmental, einer Gegend, die mich jedesmal neu verblüfft. Auch diesmal rieb ich mir die Augen angesichts der allgegenwärtigen Bauernherrlichkeit: arche-noah-artig ausladende Häuser, anrührende Stöckli und opulente Vorgärten &#8211; war das denn möglich, war es real?</p>
<p>Es war real. Und der Name meines Ziels, Chuderhüsi, passte perfekt ins beschriebene Ambiente. Freilich wählte ich nicht die Direttissima, sondern den Umweg via den Chapf, der mir von einem Freund als Aussichtspunkt empfohlen worden war. Ich musste mir den Hügel erkeuchen, es ging die meiste Zeit der ersten zwei Stunden aufwärts. Bei der Käserei Höhi spielten zwei kleine Buben am Brunnen vor dem Haus mit Eimern. Beide waren sie ziemlich nass:«He, du, schau mal», krähte der eine, «mein Eimer ist leer.»</p>
<p><strong>Der eisige Chapfwald</strong></p>
<p>Ich quittierte routiniert mit «Au ja, du, der ist total leer» und ging weiter. Im Chapfwald war es eiskalt, der Boden zauberhaft vermoost, keltisch, irgendwie. Bei Ausserchapf sah ich einen Abzweiger zum «Dachsebou»; mein Smartphone zeigte mir die Facebook-Seite der Familie Zürcher, die bauert und unter diesem charmanten Namen eine Kleinwirtschaft betreibt. Schliesslich der Chapf, dessen oberster Punkt auch «Chapfwacht» heisst. Freilich war das Wetter dunstig, ich sah nicht viel, glaubte immerhin den Hohgant zu erkennen.</p>
<p>Auch das Chuderhüsi, das ich fünf Viertelstunden später erreichte, ist als panoramischer Punkt berühmt, vor allem dank dem zehn Gehminuten weiter oben im Wald platzierten Turm, an dem ich später auf dem Weg nach Bowil vorbeikam. Auch beim Chuderhüsi war die Sicht nicht gut. Ich beschloss, einzukehren und zu essen, betrat am ausgestopften Füchslein vorbei die Gaststube, bestellte ein Rahmschnitzel, lauschte in der nächsten Stunde dem Gespräch zweier Rentnerpaare. Schliesslich stand der eine Mann auf und sagte: «So, die Schulreise geht weiter.»</p>
<p><strong>Zum ersten Maientag ein Spitzbub</strong></p>
<p>Als ich unten in Bowil anlangte, war ich schmutzig, eine lange Passage hatte durch einen Hohlweg im Wald geführt, dessen Boden vom Regen aufgeweicht war. Doch längst war die Sonne durchgekommen. Umso lieblicher kam mir das Örtchen abseits der Bahnstation vor. Anschliessend bei der Station hatte ich Musse, mir im Volg einen Spitzbuben zu kaufen und auf einem Bänkli den ersten Maiennachmittag zu geniessen. Ein Luzerner im Velooutfit, ausgemergelt mit hervortretenden Kniescheiben, irrte über den Platze und fragte herum, wo Schwarzenburg liege. Zwei alte Frauen bedeuteten ihm, dass es nach Schwarzenburg noch sehr, sehr weit sei. «Kann das sein?», schrie er, «meiner Meinung nach ist es ganz nah.»</p>
<p><strong>Route:</strong> Bahnhof Signau &#8211; Vorder Mutte &#8211; Hasliwald &#8211; Höhi &#8211; Langenegg &#8211; Chapfwald &#8211; Ausser Chapf &#8211; Junkholz &#8211; Chapf (Chapfwacht, höchster Punkt) &#8211; Vorder Chapf &#8211; Chuderhüsi &#8211; Aussichtsturm &#8211; Bowil &#8211; Bowil Station.<br />
Gehzeit: 4 3/4 Stunden.</p>
<p><strong>Höhendifferenz:</strong> 610 Meter auf-, 590 abwärts.</p>
<p><strong>Wanderkarte:</strong> 244 T «Escholzmatt» und 243 T «Bern», 1: 50 000.</p>
<p><strong>Charakter:</strong> Mittlere Anstrengung. Bei gutem Wetter sehr aussichtsreich. Viel Berner Bauernland mit schönen Bauernhäusern, Stöckli und Vorgärten.</p>
<p><strong>Höhepunkte:</strong> Das Erreichen des Chapfs. Der Turm über dem Chuderhüsi. Die Prachtsdörfer Signau am Anfang und Bowil am Schluss.</p>
<p><strong>Kinder:</strong> gut machbar. Für den Kinderwagen nicht geeignet.</p>
<p><strong>Hund:</strong> gut machbar.</p>
<p><strong>Einkehr:</strong> Dachsebou bei Ausser Chapf (Gemeinde Eggiwil), kleiner Abstecher vom Wanderweg. Chuderhüsi, Ruhetag Mo, Di (Gemeinde Röthenbach).</p>
<p><strong>Wanderführer:</strong> Andreas Staeger, Kurzwanderungen. 52 leichte und attraktive Ausflüge zu Fuss im Kanton Bern. <a href="http://www.bernerwanderwege.ch/" target="_blank">Bernerwanderwege.ch</a></p>
<p><strong>Wanderblog: </strong><a href="http://www.widmerwandertweiter.blogspot.ch/" target="_blank">widmerwandertweiter.blogspot.com</a></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Chapfwacht-und-Chuderhuesi/story/16236422/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Chapfwacht-und-Chuderhuesi/story/16236422/pixel.gif?nocache=1370956655" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<item>
		<title>Ultracycling: Schlaflos im Sattel</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/29100/ultracycling-schlaflos-im-sattel/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 03:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anette Michel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Velo]]></category>
		<category><![CDATA[Tortour 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, Anette Michel wird am Langdistanzrennen Tortour 2013 teilnehmen und in unregelmässigen Abständen darüber bloggen. Im ersten Blog spricht sie mit einen Teilnehmer der letzten Tortour und macht sich Gedanken über den Tross an motorisierenden Fahrzeugen, der die Velosportlerinnen und -sportler begleitet. Viel Vergnügen bei der Lektüre! Die Redaktion. Die Idee der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Liebe Leserinnen und Leser, Anette Michel wird am Langdistanzrennen <a href="http://www.tortour.ch/" target="_blank">Tortour 2013</a> teilnehmen und in unregelmässigen Abständen darüber bloggen. Im ersten Blog spricht sie mit einen Teilnehmer der letzten Tortour und macht sich Gedanken über den Tross an motorisierenden Fahrzeugen, der die Velosportlerinnen und -sportler begleitet. Viel Vergnügen bei der Lektüre! Die Redaktion.</p></blockquote>
<div id="attachment_29111" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a rel="attachment wp-att-29111" href="/outdoor/index.php/29100/ultracycling-schlaflos-im-sattel/outdo2-3/"><img class="size-full wp-image-29111" title="Outdoor" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/outDo2-e1371037032814.jpg" alt="Solo-Athlet Roman Glaus an der Tortour 2012. (Foto:)" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Solo-Athlet Roman Glaus an der Tortour 2012. (Foto: Lupi Spuma)</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Idee der «Tortour» ist einfach, der Name passend: Wer kann am schnellsten ohne Pause 1000 Kilometer auf dem Velo durch die ganze Schweiz zurücklegen? Dieses Jahr findet die fünfte Ausgabe des Anlasses statt. Neben den 35 angemeldeten Solo-Athleten werden auch Zweier-, Vierer- und Sechser-Teams antreten. Auf Anfrage des Teams «Tamedia» habe ich zugesagt, mich im August auf das Abenteuer mit dem abschreckenden Namen einzulassen, im Team mit fünf weiteren Radsportlern.</p>
<p>Ins Leben gerufen wurde das Ultra-Radrennen der Schweiz von ehemaligen Triathleten, nachdem sie als Vierer-Team am legendären Race Across America (RAAM) teilgenommen hatten. Das RAAM ist die Mutter aller Ultracycling-Anlässe: von der West- an die Ostküste der USA über fast 5000 Kilometer mitten durch leere Wüsten und brütende Hitze. Das Schweizer Team wollte daheim ebenfalls ein Ultracycling-Rennen auf die Beine stellen, und dabei einiges besser machen als das grosse Vorbild in Amerika.</p>
<div id="attachment_29116" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-29116" href="/outdoor/index.php/29100/ultracycling-schlaflos-im-sattel/outdo3/"><img class="size-medium wp-image-29116" title="Outdoor" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/outDo3-300x450.jpg" alt="Roman Glaus im Jahr 2012 nach 1000 Kilometern im Ziel." width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Roman Glaus im Jahr 2012 nach 1000 Kilometern im Ziel. (Foto: Lupi Spuma)</p></div>
<p>Die Tortour gilt heute als der am besten organisierte Ultracycling-Anlass, lobt <a href="http://www.romanglaus.ch/" target="_blank">Roman Glaus</a>, der die Tortour zwei Mal bestritten hat. Glaus ist einer von weltweit rund 150 Langdistanz-Radsportlern, die Distanzen um die 1000 Kilometer oder mehr «solo» und kompetitiv unter die Räder nehmen. «Die Organisatoren der Tortour schaffen es, dass man sich wie ein Star fühlt.» Bei anderen Anlässen wie dem RAAM kann es hingegen vorkommen, dass man nach mehr als einer Woche auf dem Velo mitten in der Nacht ohne Publikum über die Ziellinie rollt.</p>
<p>Glaus hat jahrelang als Velokurier in Winterthur und Basel gearbeitet, hat aber Anfang Jahr die Stelle gewechselt, um mehr Zeit fürs Training zu haben und dem Radsport «semiprofessionell» zu frönen. Wöchentlich trainiert er rund 30 Stunden, inklusive Krafttraining. Dauern seine Trainingseinheiten denn immer 12 Stunden und mehr? Lachend winkt er ab. Er trainiere ziemlich normal, in der Regel zwischen 3 und 6 Stunden pro Einheit. Mit einem guten Trainingsplan reiche das. Glaus gefällt es, auf Ultradistanzen vermeintliche Grenzen zu verschieben: Die Leistungs- und Leidensfähigkeit von Körper und Kopf sei eindrücklich. Die Erkenntnis, dass Müdigkeit und auch Schmerzen unterwegs vergehen, hilft ihm, zwei Tage ohne Schlaf auf dem Velo durchzuhalten. Ein zentraler Aspekt sei auch das Zusammenspiel mit seinem Team, das ihn unterwegs unterstützt. Ohne funktionierendes Mannschaft kommt ein Langdistanz-Radsportler nicht ins Ziel.</p>
<p>Tatsächlich ist der administrative und logistische Aufwand für ein solches Rennen enorm. An der Tortour haben jeder Soloathlet und jedes Team mehrere Begleitfahrzeuge – das ergibt einen Wagenpark von bis zu 400 Autos, die durch die Schweiz fahren und dabei die Sportler verschieben, verpflegen und in der Nacht begleiten. Ich persönlich finde es bedauerlich, dass ein Radrennen zu einem solchen Aufkommen von motorisiertem Verkehr führt. Doch lässt sich ein Rennen auf hohem Leistungsniveau und über eine grosse Distanz wohl nicht anders organisieren. Das OK der Tortour bestätigt, alle Register zu ziehen, um den Fuhrpark auf das Nötigste zu beschränken. Höchstens zwei bis drei Fahrzeuge pro Athlet oder Team sind zugelassen. Doch habe Sicherheit oberste Priorität: Die Begleitautos beschützen die Radfahrer in der Nacht und leuchten ihnen den Weg. «Wenn du am Wochenende mitten in der Nacht auf der Hauptstrasse im Wallis unterwegs bist, ist es schon beruhigend ein Begleitauto hinter dir zu wissen», so Glaus.</p>
<p>Dem grossen Aufwand an Logistik, Material und Training entsprechend geht das Dasein als Ultra-Radfahrer ins Geld – ohne Sponsoren geht es nicht. Diese zu finden, ist nicht ganz einfach. Glaus’ Hauptsponsor, der zugleich sein Arbeitgeber war, hat sich kürzlich wegen finanziellen Schwierigkeiten zurückgezogen. Nun ist er nicht nur seinen Job los, sondern kann auch seine Saison nicht wie geplant bestreiten. Er will aber alles daran setzen, seinen Traum für diesen Sommer dennoch zu verwirklichen: Ende August fällt der Startschuss zum ersten Race across Europe, das über 5000 Kilometer von Nordfrankreich rund um und teilweise über die Alpen nach Gibraltar führt. Der Sieger der Erstausgabe wird Sportgeschichte schreiben.</p>
<p><strong>Haben Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt, an einem Ultra-Radrennen teilzunehmen? Was halten Sie von solchen Anlässen?</strong></p>
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		<title>«Frauen im SAC führen zu ehelichen Konflikten»</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 03:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natascha Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alpin]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst seit 1980 können Frauen als vollwertiges Mitglied dem Schweizer Alpen-Clubs (SAC) beitreten. Warum es so viele Jahre dauerte, bis der Herrenclub das «schwache Geschlecht» akzeptierte, blieb mir persönlich immer etwas schleierhaft. Nun bringt der SAC zu seinem 150. Geburtstag auch bei der «Frauenfrage» mehr Licht ins Dunkel – unter anderem im neu erschienenen Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29089" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a rel="attachment wp-att-29089" href="/outdoor/index.php/29043/%c2%abfrauen-im-sac-fuhren-zu-ehelichen-konflikten%c2%bb/restaurant-wanderer-alpinist-bergsteiger-engadin-graubuenden-sac-schweizer-alpen-club-cas-club-alpin-suisse-alpinismus-bergwelt-berge-alpen-berghuette-rasthuette-rasthuetten-huette-c/"><img class="size-full wp-image-29089" title="out11" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/out11-e1370967171853.jpg" alt="Die Alpinistin Monika und der Alpinist Christian fuellen Schnee in einen Kochtopf vor der Fergenhuette der Sektion Praettigau des Schweizerischen Alpenclubs, SAC, am Donnerstag, 9. Mai 2013, oberhalb Klosters. Die Fergenhuette ist eine kleine und gemuetliche Selbstversorgerhuette und liegt im hinteren Praettigau, in einem sonnenverwoehnten Kessel oberhalb der Klosterser Alpen. Naturliebhaber, Ruhesuchende und alpine Kletterer kommen hier auf ihre Kosten.(KEYSTONE/Arno Balzarini)" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen sind heute im SAC auch willkommen: Besucher füllen vor der Fergenhütte der Sektion Prättigau des Schweizerischen Alpen-Clubs (SAC) Schnee in einen Kochtopf, 9. Mai 2013. (Keystone/Arno Balzarini)</p></div>
<p style="text-align: left;">Erst seit 1980 können Frauen als vollwertiges Mitglied dem Schweizer Alpen-Clubs (SAC) beitreten. Warum es so viele Jahre dauerte, bis der Herrenclub das «schwache Geschlecht» akzeptierte, blieb mir persönlich immer etwas schleierhaft. Nun bringt der SAC zu seinem 150. Geburtstag auch bei der «Frauenfrage» mehr Licht ins Dunkel – unter anderem im neu erschienenen Buch <a href="http://www.sac-cas.ch/shop.html?q=aHR0cDovL2ZqMTA1cDA0LnRyZW5kaG9zdGluZy5jaC9pbmRleC5waHAvbmV1aGVpdGVuL2hlbHZldGlhLWNsdWIuaHRtbA%3D%3D" target="_blank"><strong>«Helvetia Club»</strong></a><strong>.</strong></p>
<p>Nachdem 1863 der SAC gegründet wird, nehmen einzelne SAC-Sektionen auch Frauen auf. Doch das Central-Comité weigert sich, ihnen nationale Mitglieder-Ausweise auszustellen. Ab 1907 bleiben die Frauen ganz ausgeschlossen. Selbstverständlich wissen sie sich selber zu organisieren und gründen 1918 ihren eigenen Club, den Schweizerischen Frauen-Alpen-Club (SFAC). Dass sie sich Bezeichnungen wie «Kuriosum», «Mannsweiber» oder «Zirkusrösser» anhören müssen, nehmen sie in Kauf. Rückblickend könnte man sagen: So dachte Mann eben vor hundert Jahren. Aber die frauenfeindliche Haltung hält sich bei einigen Herren hartnäckig. Noch 1978, als sie einmal mehr diskutieren, ob sich der SAC für Frauen öffnen soll, tönt es hitzig: <strong>«Der SAC ist eine der letzten Domänen, wo die Männer sich gegen die Aggressivität und die Komplexität der Frauen schützen können». </strong>Das berichtet das SAC-Magazin «Die Alpen» in der aktuellen Ausgabe.</p>
<p>Trotzdem: Nicht alle Männer zeigen Angst vor den Frauen, es hat im SAC auch immer anders gesinnte Alpinisten gegeben. Etwa der Bergführer und Skirennfahrer André Roch. Er schreibt 1945: <strong>«Die Ablehnung des Frauenbergsteigens ist nichts als eine Ausrede egoistischer Männer, um die Frauen von den Bergen fernzuhalten.»</strong> Roch setzt sich dafür ein, «dass junge Frauen zum Alpinismus gebracht werden, um das Glück der Berge zu erfahren.»</p>
<p>Wesentliche Überzeugungsarbeit leistet später der Berner Oberländer Hanspeter Wenger. 1974 ist er Präsident der Sektion Blümlisalp und teilt in einem Brief dem SAC-Zentralpräsidenten mit, «dass über kurz oder lang den Frauen der Beitritt gewährt werden muss. Eventuell könnte auch eine Fusion SAC-SFAC ins Auge gefasst werden.» Vier Jahre später wird Wenger Vorsitzender des Central-Comité Thun und nimmt das Thema «Frauen im SAC» an der Konferenz der Sektionspräsidenten auf die Traktandenliste. Manche reagieren positiv, «Auffrischung kann dem Club nur gut tun». Die Skeptiker fürchten: <strong>«Frauen in den Reihen des SAC verwischen die Eigenart des Clubs und zu führen zu ehelichen Konflikten.»</strong></p>
<p>Und die Frauen? Sie wollen durch eine «Öffnung einzelner Sektionen» nicht nur einfach geduldet werden. Das haben sie nicht nötig. Während Jahrzehnten sind sie vor geschlossenen SAC-Türen gestanden, ihr SFAC funktioniert gut und grundsätzlich pflegen die beiden Clubs eine freundschaftliche Beziehung. Sie wollen bei einem Eintritt in eine SAC-Sektion nicht auf den «grossmütigen Entscheid von gnädigen Herren angewiesen» sein, sondern als <strong>«gleichwertige Bergkameradinnen»</strong> gelten. Wenn schon, dann kommt für sie nur eine vollwertige Mitgliedschaft infrage. Insbesondere die Alpinistin Heidi Schelbert macht sich für eine Fusion stark, also für die Gleichberechtigung.</p>
<p>1978 entscheiden die SAC-Delegierten, dass die Sektionen wieder Frauen aufnehmen können und Fusionsverhandlungen mit dem SFAC gestartet werden. Ein Jahr später liegt ein Vertragsentwurf vor, den Hanspeter Wenger und Régine Schneiter, Zentralpräsidentin des SFAC unterzeichnen. 1980 tritt die Fusion in Kraft, der SFAC existiert nicht mehr. Aber nicht alle einstigen SFAC-Sektionen schliessen sich mit den örtlichen Männersektionen zusammen, einzelne treten als eigenständige Sektion in den SAC ein <strong>und nehmen seither auch Männer auf.</strong></p>
<p><em><a href="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/Cover_Helvetia_Club_D-1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-29047" title="Cover_Helvetia_Club_D-1" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/Cover_Helvetia_Club_D-1.jpg" alt="Cover Helvetia Club" width="282" height="384" /></a>Es ist das erste Mal, dass im Rahmen eines SAC-Jubiläums die Geschichte der Frauen in einem Kapitel Platz findet –aufgearbeitet von Caroline Fink, detailliert und ausführlich nachzulesen in <strong>«Helvetia Club – 150 Jahre Schweizer Alpen-Club».</strong> Das Buch zum Jubiläum wurde von Daniel Anker im SAC-Verlag herausgegeben, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Autorinnen und Autoren. Geschichten, Anekdoten und Porträts. Zahlen und Fakten zum Verein. Reich bebildert, farbig, modern. Eine Bereicherung für alle, die sich für die Entwicklung des Bergsports in der Schweiz interessieren. 280 Seiten, gebunden, Format 24&#215;32 cm,  ISBN 978-3-85902-362-8, im Buchhandel 49 Franken, für SAC-Mitglieder 39 Franken  (Artikel-Nr.: 362-8). Bestellung direkt via: <a href="http://www.sac-cas.ch/shop.html?q=aHR0cDovL2ZqMTA1cDA0LnRyZW5kaG9zdGluZy5jaC9pbmRleC5waHAvbmV1aGVpdGVuL2hlbHZldGlhLWNsdWIuaHRtbA%3D%3D" target="_blank">www.sac-cas.ch</a></em></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Outdoor-Frauen-im-SAC-fuehren-zu-ehelichen-Konflikten/story/23663578/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Outdoor-Frauen-im-SAC-fuehren-zu-ehelichen-Konflikten/story/23663578/pixel.gif?nocache=1370967503" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Jeder dritten Joggerin schmerzen die Brüste</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 03:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natascha Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Running]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmt haben Sie das auch schon beobachtet: Es gibt Joggerinnen, die kommen mit ziemlich wackeligen Brüsten daher – auch solche, die keinen übermässigen Brustumfang haben. Ich denke dann jedes Mal: Weshalb kaufen sich die keinen anständigen Sport-BH? Doch den perfekt sitzenden Sport-BH zu finden, ist offenbar nicht so einfach, wie das British Journal of Sports [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29028" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a rel="attachment wp-att-29028" href="/outdoor/index.php/29013/jeder-dritten-joggerin-schmerzen-die-bruste/two-female-joggers-on-foggy-morro-strand-state-beach/"><img class="size-full wp-image-29028" title="Outdoor" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/Outdoor2.jpg" alt="(Flickr/Mike Baird)" width="640" height="421" /></a><p class="wp-caption-text">Den richtigen Sport-BH zu finden ist nicht einfach: Joggerinnen in den USA. (Flickr/Mike Baird)</p></div>
<p style="text-align: left;">Bestimmt haben Sie das auch schon beobachtet: Es gibt Joggerinnen, die kommen mit ziemlich wackeligen Brüsten daher – auch solche, die keinen übermässigen Brustumfang haben. Ich denke dann jedes Mal: Weshalb kaufen sich die keinen anständigen Sport-BH? Doch den perfekt sitzenden Sport-BH zu finden, ist offenbar nicht so einfach, wie das British Journal of Sports Medicine jetzt berichtet.</p>
<p>Ein Team um Dr. Nicola Brown von der Sportschule der St. Mary’s Universität in London liess 1397 Starterinnen am London Marathon einen Fragebogen ausfüllen. Die Forscherinnen wollten herausfinden, ob und wie vielen Frauen beim Laufen die Brüsten schmerzen, was die Gründe dafür sind und wie diese unangenehme Nebenwirkung umgangen werden kann.</p>
<p><strong>Resultat: </strong></p>
<ul>
<li>32 Prozent der befragten Marathon-Frauen, also fast jede Dritte, spüren beim Laufen Schmerzen in den Brüsten (manche gelegentlich, manche oft).</li>
<li>Am häufigsten betroffen sind Frauen mit grossem Brustumfang (51 Prozent), aber auch Frauen mit Cup A und weniger kennen das Problem (24 Prozent). Das zeige, so das Ärzteteam, dass nicht nur Vollbusige betroffen sind. Auch etwa Marathon-Läuferinnen, bei denen durch jahrelanges, intensives Training kaum noch Brüste zu sehen sind, können betroffen sein.</li>
<li>Frauen, die keine Kinder geboren haben, sind häufiger betroffen (35 Prozent) als Mütter (28 Prozent).</li>
<li>Das Alter spiele bei diesen Schmerzen keine Rolle.</li>
<li>17 Prozent der betroffenen Frauen haben deswegen schon ihre Trainingsstrecke oder das Lauftempo reduziert. 25 Prozent haben das Training sogar schon ganz ausfallen lassen.</li>
<li>91 Prozent der Betroffenen tragen einen gewöhnlichen Sport-BH. 44 Prozent von ihnen unternehmen nichts weiter gegen die Beschwerden. 21 Prozent tragen einen speziellen Sport-BH. 15 Prozent nehmen Schmerzmittel. 14 Prozent halten beim Laufen ihre Brüste mit den Händen.</li>
</ul>
<p><strong>Das BH-Angebot ist zu klein</strong></p>
<p>Die Schmerzen könne der Monatszyklus verursachen. In den meisten Fällen sei aber der schlecht sitzende Sport-BH der Grund. Das Ärzteteam folgert aus den gesammelten Daten, dass das Angebot an Sport-BHs auf dem Markt bei weitem nicht den Bedürfnissen der Läuferinnen entspricht. Die Messungen von Brustumfang und Unterbrustumfang – also die zwei wichtigsten Angaben für einen gut sitzenden Büstenhalter – ergab bei den 1397 Marathon-Frauen 56 unterschiedliche BH-Grössen.</p>
<p>Frauen wissen, es ist schon schwierig, den perfekt sitzenden Alltags-BH zu finden. Doch da sei die Auswahl bedeutend grösser als bei Sport-BHs, sagt Dr. Nicola Brown. «Die Hersteller sollten mehr tun, damit Frauen, egal welche Grösse sie benötigen, einen aktiven und gesunden Lifstyle pflegen können.» Manche Frauen würden überhaupt keinen Sport treiben, weil der passende BH nicht existiere.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Jeder-dritten-Joggerin-schmerzen-die-Brueste/story/20424294/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Jeder-dritten-Joggerin-schmerzen-die-Brueste/story/20424294/pixel.gif?nocache=1370618762" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Ingenieur und zwei ruinöse Kirchenglocken</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/28926/ein-ingenieur-und-zwei-ruinose-kirchenglocken/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 03:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Widmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zu Fuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche von Filisur durch die Zügenschlucht nach Monstein (GR) Selten hat man in vier Stunden soviel Abwechslung wie auf dieser dreiteiligen Route. Teil eins bietet Wald, Wiese und einen lehrreichen Naturpfad. Teil zwei führt durch eine wilde Schlucht. Und in Teil drei steigen wir auf zu einem rührenden Walserdorf. Am Bahnhof Filisur ist Etappenziel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche von Filisur durch die Zügenschlucht nach Monstein (GR)<br />
<iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=104344' name='Bildstrecke_104344' id='Bildstrecke_104344' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
Selten hat man in vier Stunden soviel Abwechslung wie auf dieser dreiteiligen Route. Teil eins bietet Wald, Wiese und einen lehrreichen Naturpfad. Teil zwei führt durch eine wilde Schlucht. Und in Teil drei steigen wir auf zu einem rührenden Walserdorf.</p>
<p>Am Bahnhof Filisur ist Etappenziel eins aufgeführt: der Wiesner Viadukt mit der Station Wiesen. Schnell kommen wir ins Grüne, ins  Gebiet Visura, was irgendwie klingt wie eine Krankenkasse oder&#8230; huch! Ich habe das Wort gegoogelt. So heisst eine Treuhandfirma.</p>
<p>Bei Schönboden gelangen wir in den Wald, und wie schon vorher steht ab und zu eine Infotafel am Weg – ein Naturlehrpfad eben. Eine Tafel besagt: Wir befinden uns in einem Plenterwald. Bäume jeden Alters bilden dabei eine Gemeinschaft. Jeder Baum wird einzeln geholzt, der Wald als Ganzes ist besonders stabil.</p>
<p><strong>Technikwunder im Naturwunder</strong></p>
<p>Eine gewaltige Brücke zeigt sich durch die Bäume, der Wiesner Viadukt. 210 Meter lang ist er und mit fast 90 Metern Höhe der höchste Viadukt der Rhätischen Bahn. Schon einmal, in einer Reportage, schilderte ich ihn. Darauf schrieb mir ein erzürnter Leser. Ich hatte seinen Vater nicht erwähnt, den Ingenieur Hans Studer, der den Viadukt einst entwarf und berechnete – so, jetzt ist das nachgeholt.</p>
<p>Auf dem Fussgängersteg parallel zu den Schienen queren wir die Schlucht. Dann die Station Wiesen. Im Freak-Beizli können wir einkehren. Es folgt Etappe zwei: wieder ein Technikwunder im Naturwunder. Die Zügenschlucht, vom Landwasser in den Berg gefräst, weist hunderte Meter hohe Wände aus. Im 19. Jahrhundert schaffte man es, eine Strasse durch die Schlucht zu legen. Bis 1974, als der Landwassertunnel sie ersetzte, war sie exakt 100 Jahre im Betrieb. Seither ist sie mit ihrem Kiesbelag eine optimale Wanderstrecke – grosses Landschaftskino. Jeder Wanderer, der Strecken sammelt, muss diese gemacht haben und wird sie in seinem imaginären Routenmuseum mit Liebe ablegen. Sofern er nicht unterwegs von einem Stein getroffen wurde, dieses Risiko besteht.</p>
<p><strong>Die zerstörerische  Glocke </strong></p>
<p>Beim Schmelzboden ist fertig Schlucht. Es gibt hier ein Restaurant gleichen Namens mit einem Bergbaumuseum. Und wir könnten die Wanderung bei der nahen Bahnstation Davos-Monstein beenden. Schöner ist es, eine dritte Etappe anzufügen. Hoch oben am Hang hockt das Dorf Monstein. Der Weg dort hinauf beginnt bei der Station Monstein, und man verpasse es nicht, nach einiger Zeit die Abkürzung durch die Wiesen zu nehmen, die auf der Landeskarte 1: 50 000 gestrichelt ist.</p>
<p>Bald haben wir unser Dorf vor uns. Es besitzt zwei Kirchen. Die neue wurde am Ende des 19. Jahrhunderts nötig, nachdem man mit zwei frischen Glocken die alte von 1669 ruiniert hatte. Beim ersten Läuten der Glocken nämlich bildeten sich Risse in den Kirchenwänden. Die alte Kirche wurde dann zwischenzeitlich zum Feuerwehrlokal degradiert.</p>
<p>In Monstein (übrigens wird der Name auf der zweiten Silbe betont) endet die Wanderung. Das passende Belohnungsgetränk: im Ort gebrautes Bier der Brauerei Monstein. Zwei Restaurants laden zur Einkehr, das Ducan und das Veltlinerstübli. Wir landeten im Veltlinerstübli, ich ass die allerbeste Gerstensuppe der Welt mit zwei Schweinswürstli, die in der Suppe schwammen wie glückliche Alligatoren. Und wir stiessen mit einem Glas Lokalbier an auf eine Route, die ihren Wanderer von Anfang bis Ende unterhält.</p>
<p>***</p>
<p><strong>Route</strong>: Filisur Bahnhof &#8211; Visura &#8211; Schönboden &#8211; Wiesner Viadukt &#8211; Station Wiesen &#8211; Zügenschluchtweg &#8211; Schmelzboden &#8211; Station Davos-Monstein &#8211; Monstein Dorf (retour mit dem Bus zur Bahnstation Davos-Glaris).</p>
<p><strong>Gehzeit</strong>: 1.40 bis Station Wiesen. 1.15 durch die Zügenschlucht bis Davos-Monstein Station. 1.00 nach Monstein Dorf. Insgesamt knapp Stunden. Alle Teile sind einzeln attraktiv und wanderbar.</p>
<p><strong>Höhendifferenz</strong>: 730 m aufwärts, 190 abwärts. Die Aufwärtsmeter zieht man sich vor allem im letzten Drittel hinauf nach Monstein Dorf zu.</p>
<p><strong>Wanderkarte</strong>: 258 T «Bergün/Bravuogn», 1: 50 000.</p>
<p><strong>Charakter</strong>: Drei verschiedene Teile. Etappe eins führt durch Wiese und Wald. Naturlehrpfad mit Informationen zu Tier und Pflanze. Etappe zwei besteht aus der Zügenschlucht, spektakulärer Verbindung von Natur und Verkehrstechnik. Etappe drei zieht sich eine steile Wiesenhalde hinauf zum aparten Walserdorf Monstein.</p>
<p><strong>Höhepunkte</strong>: Die Querung des Wiesner Viadukts. Die wilden Felsbänder der Zügenschlucht von einer kleinen Aussichtsplattform. Das rührend kleine, an den Hang sich schmiegende Monstein. Das kalte Bier, das im Dorf gebraut wird.</p>
<p><strong>Kinder</strong>: Machbar, spannend und abwechslungsreich. Kurz vor dem Wiesner Viadukt und in der Zügenschlucht muss man sie im Auge behalten.</p>
<p><strong>Hund</strong>: Machbar. Auf dem Wiesner Viadukt besteht der Weg aus gelochten Metallplatten (kein Gitter).</p>
<p><strong>Einkehr</strong>: <a href="http://www.bim-statiönli.ch./" target="_blank">Statiönlikiosk Wiesen</a>. Sommers immer offen. Einfaches Restaurant. Restaurant Schmelzboden (mit <a href="http://www.silberberg-davos.ch/" target="_blank">Bergbaumuseum</a>, Mi und Sa offen) vor der Station Davos-Monstein, Ruhetage Mo, Di. Zwei gute Restaurants, Ducan (Mi Ruhetag) und Veltlinerstübli (Mo Ruhetag), im Dorf Monstein.</p>
<p><strong>Wanderblog</strong>: <a href="http://widmerwandertweiter.blogspot.ch/" target="_blank">widmerwandertweiter.blogspot.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Können 160&#8217;000 Mountainbiker irren?</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/28850/konnen-160000-mountainbiker-irren/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 03:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürg Buschor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biken]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit letzter Sicherheit weiss man solche Dinge nie. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der heute 72-jährige Andi Heckmair der erste Mountainbiker war, der einen Alpencross vollendet hat, ist sehr gross. 1989 fuhr er zusammen mit zwei Freunden in einer Woche von Oberstdorf zum Gardasee. Der ausgebildete Bergführer erinnert sich: «Das war eine richtig alpine Unternehmung». Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-28851" title="Transalp - wer ein Ziel vor Augen hat, steckt auch den Regen mit einem Lächeln weg (Foto: Daniel Geiger/Scott Sports)" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/05/2013_SCOTT-Sports_Genius-650b-29_Dolomites_04-640x427.jpg" alt="Transalp - wer ein Ziel vor Augen hat, steckt auch den Regen mit einem Lächeln weg (Foto: Daniel Geiger/Scott Sports)" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Transalp – wer ein Ziel vor Augen hat, steckt auch den Regen mit einem Lächeln weg (Foto: Daniel Geiger/Scott Sports)</p></div>
<p>Mit letzter Sicherheit weiss man solche Dinge nie. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der heute 72-jährige Andi Heckmair der erste Mountainbiker war, der einen Alpencross vollendet hat, ist sehr gross. 1989 fuhr er zusammen mit zwei Freunden in einer Woche von Oberstdorf zum Gardasee. Der ausgebildete Bergführer erinnert sich: «Das war eine richtig alpine Unternehmung». Ein Projekt jedenfalls, mit dem er sich ebenso einen Platz in der Alpingeschichte sicherte, wie sein Vater Anderl Heckmair, der 1938 als erster die legendäre Eiger-Nordwand durchstiegen hatte. Heckmair Junior fehlten damals natürlich die Informationen über befahrbare Pässe und Übergänge. «Da musste ich mich fast ausschliesslich auf meine Ortskenntnis als Bergführer, meinen Spürsinn und auf vage Angaben in den Wanderkarten verlassen.»</p>
<p><strong>Informationsflut als Herausforderung</strong></p>
<p>Bestand damals die grösste Schwierigkeit darin, überhaupt Informationen zu finden, so sind Mountainbiker heute herausgefordert, in der Informationsflut nicht die Übersicht zu verlieren. Detailliert beschriebene Routen findet man mittlerweile auf unzähligen Websites, in Fachbüchern und Zeitschriften. Topographische Karten und GPS-Tracks sorgen dafür, dass man auf keinen Fall von der geplanten Route abkommt. Und wer sich nur noch physisch verausgaben, sich aber nicht um die Orientierung kümmern möchte, der findet ein riesiges Angebot an geführten Touren oder nimmt die Querung gar rennmässig unter die Räder. 680 Kilometer und über 20&#8217;000 Höhenmeter sind die Eckdaten der <a href="http://www.bike-transalp.de" target="_blank">Bike Transalp Challenge</a> (siehe Karte unten), die zwischen dem 13. und 20. Juli bereits zum 16. Mal stattfindet.</p>
<p>Ein Transalp hat heutzutage nur noch wenig Abenteuerliches an sich. Über 160&#8217;000 Velofahrer überqueren gemäss einer Studie der Universität Innsbruck mittlerweile jeden Sommer mit dem Mountainbike die Alpen. Den Erfolg der «neuen Urlaubsidee» erklärt Uli Stanciu, Gründer der Zeitschrift «Bike» und der Transalp Challenge  so: «Eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike kostet nicht viel, macht aber unglaublich reich an Erlebnissen, Gefühlen und Erfahrungen.»</p>
<p><strong>Der Reiz eines Alpencross</strong></p>
<p>Wer sich zu einem Alpencross aufmacht, tut dies meist aus verschiedenen Gründen. Natürlich gehört die Aussicht auf ein paar Tage an der frischen Luft und in spektakulärer Gebirgslandschaft dazu. Manch einen reizt auch die Tatsache, dass man in wenigen Tagen aus eigener Muskelkraft Sprach- und Kulturgrenzen überfahren kann. Eine ganz wesentliche Rolle dürften aber auch die Grenz- und Selbsterfahrungen sein, die man auf einer Alpenüberquerung macht: der Durst, der Hunger, der friedvolle Sonnenaufgang vor der Hütte, das Schwächegefühl, die Krämpfe am letzten Anstieg des Tages, das gute Gefühl, am Abend trotz allem glücklich am Etappenziel angekommen zu sein, die intensive Gruppenerfahrung, die man mit Freunden oder Bekannten macht, die vor Kälte klammen Finger im Gewitterregen, die kitzelnde Sonne bei der Rast am Gipfel, &#8230; und am Ende «die Zufriedenheit, etwas geschafft zu haben, was man sich vorher vielleicht gar nicht zugetraut hätte», so Stanciu.</p>
<p><strong>Haben Sie selber schon einen Alpencross gemacht? Worin besteht für sie persönlich der Reiz eines solchen Projekts? Welches ist Ihrer Meinung die schönste Strecke über die Alpen?</strong></p>
<p></br></p>
<p><a rel="attachment wp-att-29002" href="/outdoor/index.php/28850/konnen-160000-mountainbiker-irren/outdo1/"><img class="aligncenter size-full wp-image-29002" title="outDo1" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/outDo1.jpg" alt="" width="640" height="908" /></a></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Koennen-160-000-Mountainbiker-irren/story/12789392/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Koennen-160-000-Mountainbiker-irren/story/12789392/pixel.gif?nocache=1370423089" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Die kuriosesten Rekorde aller Zeiten</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/28900/die-kuriosesten-rekorde-aller-zeiten/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 03:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natascha Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Alpin]]></category>
		<category><![CDATA[Mount Everest]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich fragte mich ein ehemaliger Arbeitskollege via Facebook, wann ich den Everest plane. Ich antwortete: Everest – never ever(est). Lieber turne ich an einsamen Bergen in den Alpen herum. Ein anderer Freund schrieb darauf: Der Everest ist so passé. Der grosse Mount Everest hängt allen zum Hals raus. Ausser jenen, die dort auf Biegen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a rel="attachment wp-att-28961" href="/outdoor/index.php/28900/die-kuriosesten-rekorde-aller-zeiten/japanese-mountaineer-takako-arayama-poses-at-top-of-mount-everest/"><img class="size-full wp-image-28961" title="Outdoor" src="/outdoor/wp-content/uploads/2013/06/Outdoor1.jpg" alt="Japanese mountaineer Takako Arayama, 70, poses at the top of the Mount Everest May 17, 2006. Arayama is the oldest person to scale the world's highest peak from the Tibetan side. Picture taken May 17, 2006. REUTERS/Stringer - RTR1DNNZ" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Der 70-jährige Japaner Takako Arayama war mal der älteste Mensch auf dem Everest. Inwischen wurde er von seinem 80-jährigen Landsmann Yuichiro Miura übertrumpft. Im Bild: Arayama auf dem Everest-Gipfel. (Foto: Reuters)</p></div>
<p style="text-align: left;">Kürzlich fragte mich ein ehemaliger Arbeitskollege via Facebook, wann ich den Everest plane. Ich antwortete: Everest – never ever(est). Lieber turne ich an einsamen Bergen in den Alpen herum. Ein anderer Freund schrieb darauf: Der Everest ist so passé.</p>
<p><strong>Der grosse Mount Everest hängt allen zum Hals raus.</strong> Ausser jenen, die dort auf Biegen und Brechen hoch wollen. Über sie wird abgelästert. Gewisse Alpinisten tun das heftig, sie attestieren diesen Leuten den Status von Aussätzigen, vom Miststock angezogenen Fliegen. Bergunfähige, die schon an ihre Maximal-Grenze geraten, wenn sie über eine lächerliche Metalleiter auf- und absteigen müssen, oder zum 12 Meter hohen Hillary Step kommen. Die Besteigung eines Achttausenders mit Zunahme von Sauerstoff sei höchstens vergleichbar mit einem Sechstausender.</p>
<p><strong>Das Gute im Schlechten</strong></p>
<p>Ist es wirklich gerechtfertigt, derart über die Masse am Everest herzuziehen? Alpinistisch betrachtet, würde ich sagen: Es gibt in der Tat technisch Anspruchsvolleres, als an Fixseilen und in Obhut von Sherpas über eine Piste zu stapfen. Ob man diesen Stil überhaupt noch Bergsteigen nennen kann, darf sicher auch diskutiert werden. Dass der Berg durch die Überkommerzialisierung zu einem Freizeitpark degradiert wird, finde ich traurig. Aber will man diesen Wahnsinn stoppen, muss man in erster Linie die Anbieter zur Vernunft bringen.</p>
<p>Man kann diesen «Touristen» immerhin zugutehalten: Sie haben einen Traum, den sie nicht nur träumen, sondern tatsächlich verwirklichen wollen. Viele von ihnen sind in ihrem normalen Berufsalltag wahrscheinlich recht erfolgreich, oder sie leben sehr sparsam. Wie sonst könnten sie es sich leisten, die Reise auf den höchsten Erdengipfel zu bezahlen, die Expedition und das Visum, mindestens zwei Monate Urlaub zu beziehen, die laufenden Rechnungen daheim weiter zu berappen, die nötige Ausrüstung zu kaufen, etc. Ein Versuch am Everest läppert sich insgesamt auf schätzungsweise 100&#8217;000 Franken zusammen, der Erfolg ist nicht garantiert. Dieses Wagnis braucht auch Mut. Gewiss haben nicht alle einen reichen Onkel, oder grosszügige Sponsoren. Zudem: Eine Höhe von 8848 Meter zu erreichen – wie auch immer das  geschieht – und einigermassen gesund ins Basislager zurückzukehren,  erachte ich nicht einfach als nichts. Ob ich das könnte? Trotz aller Umsicht der Expeditionsanbieter kann man am Everest immer  noch sterben.</p>
<p><strong>Kommerz im Vordergrund</strong></p>
<p>Völlig albern finde ich hingegen diese kuriose Rekordjägerei. In diesem Frühling war sie genau so lächerlich wie in den Vorjahren. Zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Ein 80- und ein 81-Jähriger kämpften um den Altersrekord. Gewonnen hat der Jüngere.</li>
<li>Ein Amerikaner stand zum 15. Mal auf dem Everest-Gipfel und ist nun der erfolgreichste Nicht-Sherpa.</li>
<li>Eine 26-Jährige Inderin ist die erste beinamputierte Frau auf dem Everest.</li>
<li>Ein 32-Jähriger erreichte den Gipfel als erster ohne Arme. Bei seinem Abstieg gabs gleich noch einen zweiten Rekord. Er musste gerettet werden – von einem Helikpter aus 7800 Meter. Die höchste Helikopterrettung aller Zeiten.</li>
<li>Zum ersten Mal standen Zwillingsschwestern gemeinsam oben. Sie stammen aus Indien.</li>
<li>Qatar hat jetzt den ersten Everest-Besteiger, ebenso Andorra. Und auch ein erster Palästinenser war erfolgreich.</li>
<li>Ein Südkoreaner erreichte jetzt mit dem Everest alle 14 Achttausender ohne Sauerstoffflasche und ist nun der erste aus seinem Land, der das schaffte. Damit verzeichnet er gleich noch einen Weltrekord, weil ihm das in nur sieben Jahren, zehn Monaten und sechs Tagen gelang.</li>
<li>Eine 25-Jährige aus Saudiarabien ist die erste Frau aus dem arabischen Raum auf dem Everest.</li>
<li>Ein 22-Jähriger aus Pakistan war als jüngster Mensch aus der islamischen Welt oben.</li>
<li>Etc.</li>
</ul>
<p>Bekanntlich kann auch Unsinn Sinn machen. Im Fall Everest nicht mal einen unsinnigen. Die Rekorde spülen Geld in die Kasse. Wer weiss, vielleicht haben wir gewöhnlichen Alpen-Bergsteiger auch schon einen Rekord erzielt, ohne es zu merken. Möglicherweise war ich schon …,</p>
<ul>
<li>… die erste mit eingerissenem Fingernagel auf dem Uetliberg.</li>
<li>… die erste mit einer pinkfarbenen Jacke auf der Dufourspitze.</li>
<li>… die erste mit stumpfen Steigeisen auf dem Schreckhorn.</li>
<li>… die erste von meinen Kameraden aus dem Kindergarten auf dem Täschhorn.</li>
<li>… die erste aus meiner Strasse auf dem Dom.</li>
<li>… die erste aus meinem Einzelbüro auf dem Finsteraarhorn.</li>
</ul>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Die-kuriosesten-EverestRekorde-nobraller-Zeitennobr/story/10218536/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/blog-top6//Die-kuriosesten-EverestRekorde-nobraller-Zeitennobr/story/10218536/pixel.gif?nocache=1370416288" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Eine grenzenlose Unsportlichkeit</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/28916/eine-grenzenlose-unsportlichkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 07:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pia Wertheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Running]]></category>
		<category><![CDATA[Ärgernisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann es noch heute kaum fassen: Was ich dieses Wochenende erlebt habe, ist an Unsportlichkeit kaum zu übertrumpfen. Der erste Übeltäter war Petrus. Seine Unsportlichkeit machte aus dem Ironman 70.3 in Rapperswil vier Tage vor dem Start einen Duathlon. Die Temperatur des Obersees war zu kalt und stellte für die Triathleten eine Gefahr dar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=104320' name='Bildstrecke_104320' id='Bildstrecke_104320' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
Ich kann es noch heute kaum fassen: Was ich dieses Wochenende erlebt habe, ist an Unsportlichkeit kaum zu übertrumpfen. Der erste Übeltäter war Petrus. Seine Unsportlichkeit machte aus dem <a href="http://ironmanrapperswil.com/" target="_new">Ironman 70.3 in Rapperswil</a> vier Tage vor dem Start einen Duathlon. Die Temperatur des Obersees war zu kalt und stellte für die Triathleten eine Gefahr dar. Die Veranstalter ersetzten die 1,9 Kilometer lange Schwimmetappe durch eine 4,5 Kilometer lange Laufstrecke, welche den 90 Kilometern Rad und dem regulären Halbmarathon voranging. </p>
<p>Damit aber nicht genug, Petrus wütete weiter: Die starken Schauer, die Ende vergangener Woche über die Schweiz zogen, setzten einiges unter Wasser – auch einen Teil der Laufstrecke, weshalb der Veranstalter uns Athleten am Renntag wissen liess, dass die Schlussetappe statt 21 lediglich 20 Kilometer betragen würde. Was wir aber nicht ahnten: Petrus hatte sich nur warmgelaufen. Rund eine Stunde nach dem Start der Profis drückte er dem Anlass seinen finalen Stempel auf: Ein lokaler Starkregen war für einen Hang neben der Zürcherstrasse zwischen Schmerikon und Bollingen (siehe Karte unten) zu viel. Er rutschte zwischen dem Spitzenfahrzeug und den führenden Athleten ab und begrub die Strasse unter sich. Die Organisatoren gaben sich geschlagen und bliesen das Rennen ab.</p>
<p><strong>Enttäuschung und Erleichterung</strong></p>
<p>Mit den anderen Frauen, die um 9.15 Uhr auf die erste Laufstrecke hätten geschickt werden sollen, erlebte ich das Wetter-Foul im Trockenen der Rapperswiler Eishalle. Wir standen startbereit, als uns der Speaker bat, wieder an die Wärme zu gehen – unser Start sei verschoben. Rund 15 Minuten später gaben die Veranstalter den Abbruch bekannt. </p>
<p>Auf meine Enttäuschung folgte bald schon Erleichterung, dass niemand bei diesem Erdrutsch verletzt worden war. Meine Erleichterung hatte aber auch einen ganz egoistischen Grund – auf Grund meines Trainingsrückstandes bin ich heute noch nicht sicher, ob ich den halben Ironman beendet hätte. Zugegeben – ich konnte es darum gelassener nehmen als jene Athleten, die sich just diesen Anlass als Jahresziel ausgesucht hatten. Was ich aber in der Wechselzone erlebte, als ich mein Velo und Habseligkeiten wieder zusammenpackte, lässt mich heute noch vor Wut kochen. </p>
<p><strong>Unnötig risikobereit</strong></p>
<p>Eine Athletin liess nicht nur ihrer Enttäuschung freien Lauf (wofür ich absolutes Verständnis gehabt hätte), sie schimpfte: «Das ist ein Ironman, sie sollen uns starten lassen – schliesslich ist das nichts für Weicheier», war der ungefähre Wortlaut. Sie konnte partout kein Verständnis für den Entscheid der Organisatoren aufbringen, das Rennen abzubrechen. Zwei andere Sportler machten ihrem Ärger im selben Ton Luft und sprachen von einem «Fehlentscheid» und der «Kurzsichtigkeit» des Veranstalters. Sie schlagen damit in dieselbe Kerbe, wie jene Teilnehmer, welche den Organisatoren in den sozialen Medien Saures gaben, weil sie die <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Das-Zuerichseewasser-ist-sogar-fuer-IronMaenner-zu-kalt/story/22164582" target="_new">Schwimmstrecke aus Sicherheitsgründen strichen</a>. Alle, die auf diese Weise argumentieren, sind keine eisernen Kämpfer, sondern unnötig risikobereit und unsportlich. Sie setzen ihren Egoismus vor das Wohlergehen anderer Menschen. </p>
<p>Nicht immer gehe ich mit Organisatoren von Veranstaltungen in ihren Entscheidungen einig, doch die Verantwortlichen des Ironman 70.3 von Rapperswil haben ihr Menschenmögliches getan, um den Anlass durchzuführen. Sie haben mit Hilfe der Feuerwehr am Morgen des Rennens Wasser von der Strasse gepumpt und Geröll weggebracht. Gemeinsam mit der Polizei befanden sie kurz vor dem Start die Strecke als sicher. Dass Petrus sein letztes Wort noch nicht gesprochen hatte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen – die Meteorologen sprachen höchstens von einzelnen Tropfen. </p>
<p>Die Ironman-Distanz ist ein Parforceritt und schon wer die halbe Distanz bewältigen kann, erntet Bewunderung (und natürlich Kopfschütteln). Wir Athleten – auch wenn wir unter «ferner liefen» – sind es unserem Sport schuldig, diese kleine Vorbildrolle wahrzunehmen. Schwerverletzte oder gar Tote hätten die Kopfschüttler in ihrer Meinung bestärkt und die Bewunderer zurückschrecken lassen. Oder rechtfertigt ein immenser Trainingsaufwand das erhöhte Risiko von Verletzten?</p>
<p><iframe width="640" height="320" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.ch/maps?q=47.226138,8.923942&amp;num=1&amp;t=h&amp;gl=ch&amp;ie=UTF8&amp;ll=47.225882,8.923892&amp;spn=0.001649,0.003428&amp;z=18&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.ch/maps?q=47.226138,8.923942&amp;num=1&amp;t=h&amp;gl=ch&amp;ie=UTF8&amp;ll=47.225882,8.923892&amp;spn=0.001649,0.003428&amp;z=18&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">View Larger Map</a></small></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Outdoor-Eine-grenzenlose-Unsportlichkeit/story/16747045/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Outdoor-Eine-grenzenlose-Unsportlichkeit/story/16747045/pixel.gif?nocache=1370330253" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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