
Männerfantasie Zimmermädchen. Hat Silvan Zurbriggen womöglich an einsamen Abenden in Hotels zu viele Filme geschaut? Es wäre höchste Zeit, endlich zu kommunizieren. Wir Ski-Fans fühlen uns an der Nase herumgeführt – vom Briger nicht das erste Mal.
Die Zimmermädchen-Affäre war beschämend, aber jetzt benimmt sich Silvan Zurbriggen noch grossspuriger als sonst. Glaubt er wirklich, sein zweiter Platz in der Abfahrt von Bormio reiche aus, damit wir alles Unappetitliche vergessen – und ihn wieder anhimmeln?
Ich sitze mit drei Freundinnen beim Mittagessen. Wir sind empört. Der Briger hat vor einer Woche zwar zaghaft gestanden, er sei in Salt Lake City aus dem Mannschaftshotel geflogen, weil sich eine Angestellte über ihn beschwert hatte. Es tue ihm leid, wenn sie sich durch sein Verhalten oder Äusserungen belästigt gefühlt habe. Er sei sich jedoch «zu keiner Zeit einer Zuwiderhandlung bewusst» gewesen.
Eine selbstgefällige Rechtfertigung, finden wir Frauen. Zimmermädchen beschweren sich nicht einfach so bei der Hoteldirektion über einen Gast. Sie stehen in der Hierarchie unten, sehen viel, platzen in peinliche Situationen. Aber sie haben gelernt: Ein Gast kann in seinem Zimmer machen, was er will – auch Sex haben, mit jemandem oder mit sich selber. Das ist sein Recht. Wenn einer nackt im Zimmer steht, reicht das noch nicht für eine Beschwerde, geschweige denn für einen Rauswurf.
Sicher, Zimmermädchen kommen ungefragt vorbei. In einem Luxushotel sogar mehrmals pro Tag. Vielleicht hat Zurbriggen das falsch interpretiert? Möglicherweise trug sie einen Rock mit weisser Schürze und wedelte mit dem Flaumer? Eventuell wähnte sich der 29-Jährige in einem wahr gewordenen Film?
An jedem zweiten Schweizer Küchtentisch wird nun gerätselt: Was genau hat er mit dem Zimmermädchen angestellt? Dass Zurbriggen beharrlich schweigt und versucht, alle Vorwürfe zu verwedeln, macht die Angelegenheit noch tragischer. Denn wir wissen, er hat einen «schweren Fehler» begangen. «Seid froh, dass Ihr den Grund nicht kennt», sagte Swiss Ski Cheftrainer Martin Rufener.
Diese Aussage lässt vermuten, dass dieser «schwere Fehler» noch pikanter war als «ich habe uriniert und danach mein Geschlechtsteil abgeschüttelt» – wie Zurbriggen vor drei Jahren den Vorfall in Alta Badia abtat. Dort hatte ihn eine Frau angezeigt, weil er vor ihr exhibitioniert und in der Öffentlichkeit masturbiert haben soll.
Ein Mal mutmasslicher Ski-Grüsel, immer mutmasslicher Ski-Grüsel? Unsere Frauen-Runde will Silvan Zurbriggen nicht vorverurteilen. Trotzdem finden wir: Diese Geschichte ist irgendwie faul. Warum kommuniziert er nicht, was Sache war? Was hat er zu verbergen? Ist so einer in der Ski-Nati überhaupt noch haltbar?
Als Fans fühlen wir uns an der Nase herumgeführt. Uns ist es völlig egal, dass der Walliser jetzt ob seiner Leistungen im Val Gardena und in Bormio verblüfft und «sprachlos» ist. Auch das jüngste Gezanke in der Verbandsführung von Swiss Ski lenkt uns nicht vom Thema Zurbriggen ab.
Silvan, wir wollen immer noch wissen, was war. Ein Podestplatz genügt leider nicht, damit wir beide Augen zudrücken können. Wir haben es versucht. Es geht nicht.
Was halten Sie vom Fall Zurbriggen?








Natascha Knecht ist Journalistin, Autorin und Kommunikationsberaterin.
Geboren und aufgewachsen im östlichen Berner Oberland – dem Mekka für Kletterer, Alpinisten und Outdoorsportler –
entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Berge bereits in ihrer Kindheit. Sie lebt seit über zehn Jahren in Zürich. Natascha Knecht betreut im Outdoor-Blog die Ressort
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Pia Wertheimer ist Journalistin und Marathonläuferin. Letztes Jahr hat sie über ihre Vorbereitungen für den
Laurens van Rooijen (38) ist seit 1989 mit dem Velo im Gelände und seit 2000 als Velo-Journalist unterwegs – bis Ende 2004 als Redaktor der Zeitschrift MOVE, seither als freischaffender Journalist in Sachen Fahrrad für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Web-Formate. Er schreibt neu im Ressort
Martin Sturzenegger (29) ist weder Profisportler noch Experte einer bestimmten Outdooraktivität. Als sportliches Highlight ragt der Bronzemedaille-Gewinn in einem Sprintbewerb für Kinder heraus. Im Outdoorblog betreut er das Ressort 






















































































Ich kenne Silvan Zurbriggens Englischkenntnisse nicht, aber könnte es letztendlich nicht sein das es lediglich zu einem ungeschickten sprachlichen Missverständnis gekommen ist?
kann ich mir nicht vorstellen – verbale entgleisungen müssen sich zimmermädchen von luxushotels im normalfall gefallen lassen.
Und wenn hier kein Normalfall vorliegt? Ich habe keine Ahnung.
Mangelnde Englischkenntnisse haben noch keinen Spitzensportler davon abgehalten, Klartext zu reden, wie das Beispiel Ronaldo lehrbuchartig zeigt. “Me, you, fuck fuck” – mit charmantem Walliser Akzent?
Who cares?
Weiber!
Ich will es eigentlich nicht wissen.
Könnte es sein, dass dieser Beitrag in der absolut falschen Rubrik gelandet ist? MIt Outdoor hat das meiner Ansicht nach überhaupt nichts zu tun.
Hopp Silvan!
Juhu, Frau Knecht und ihre Freundinnen sind empört … und möchten den Sportler nicht vorverurteilen indem sie vermuten, dass wohl doch etwas faul an der Geschichte und er wohl doch ein “Grüsel” sei …
Das Sahnehäubchen ist, dass sie sich als “Fan” an der Nase herumgeführt fühlt … geht es um Leistung oder nur noch um das Drumherum?
Herrlich auch die “Männerphantasie” … ach Frau Knecht, wenn das Leben immer so einfach wie Ihr Gemüt wäre …
Die Forderung nacht detaillierterer Schilderung der ‘Geschichte’ ist sehr speziell. Das ist purer Sensations-Journalismus. Die Autorin sollte den Film Rashomon von Akira Kurosawa anschauen.
Wieso “Grüsel”?
Eher – abhängig davon, dass er sie wirklich belästigt hat: Belästiger, Aggressiver, Bedränger, Vergewaltigter (in extremis), etc.
Abgesehen davon: mit Outdoor hat das offensichtlich nichts zu tun, es soll sich ja im Hotel zugetragen haben.
Salt Lake City? Das war doch in Lake Louise/Canada!
…Îhre Probleme möchte ich haben, liebe Frau Knecht! – Er flog aus dem Hotel. Er hatte schlechte Presse und Imageverlust obendrein. Er sollte daraus etwas lernen (können!). – Oder entdecke ich bei Ihnen gar eine “voyöristische” Ader? Denn, wäre es so pikant wie sie implizieren, hätte er wohl einen Prozess am Hals, oder? – Also “nichts als peinlich, unschön und für ihn mehr als nur unrühmlich”. Aber ihn deshalb immer wieder aufsNneue piesacken? Mein Kommentar als weiblicher Sportfan: Auch das ist unsportlich. Und ebenso peinlich.
Was hat das mi Outdoor zu tun?
Es gibt viele andere interessante, informative und positive Outdoorthemen über die man schreiben könnte.
Fährt der Silvan Zurbriggen nicht im ALPINEN Skizirkus mit? Und die Frage ist berechtigt. Reicht ein zweiter Platz in Bormio aus, damit das Thema plötzlich kein Thema mehr ist? Wäre es ein anderer gewesen, wäre ein Riesengeschrei losgegangen. Ich frage mich schon, warum hier die Medien plötzlich keine Zeile mehr schreiben? Aber er ist halt ein Nationalheld, auf den die Schweizer stolz sind und dann darf so etwas verniedlicht, vergessen und verschwiegen werden.
Alles sprechen davon, aber niemand weiss, was vorgefallen ist. Etwas ist aber klar: Wenn ich in Nordamerika eine Frau etwas genauer anschaue, laufe ich bereits Gefahr, eine sexuelle Nötigung begangen zu haben.
Hat die Schweizer Skinationalmannschaft in einem Iglu oder unter Zeltplachen genächtigt? Falls es sich um ein normal Hotel gehandelt haben sollte, wäre Indoor wohl die angebrachte Rubrik gewesen.
In den USA ist punkto sexueller Belästigung sehr viel Unmögliches möglich. Es kann sein, dass absolut nichts dahinter steckt , es kann sein, dass etwas vorgefallen ist. Worüber man nichts weiss, darüber soll man schweigen.
Liebe Frau Knecht, wenn Ihnen partout nichts Gescheites einfallen will, womit Sie Ihren Blog füllen können, geben Sie “outdoor” in eine Suchmaschine ein, würfeln und klicken auf den erwürfelten Link. Das fünfmal nacheninander. So bin ich beispielsweise auf “Husky Trails”, “Hike & Bike Rucksäcke” und “Multifuel-Kocher gekommen”. Ich denke, jedes dieser Themen wäre gescheiter gewesen als Ihre schlichten Vorstellungen über Männerfantasien.
Frau Knecht, als Richterin über die Person Silvan Zurbriggen sind Sie fatal. Ebenso als moralische Instanz.
Ihn der Grossspurigkeit zu bezichtigen ist diffamierend und entbehrt jeder Grundlage.
Niemand schafft den Spagat zwischen Slalom und Abfahrt zur Zeit so gut wie Zurbriggen, Miller mal
ausgenommen. Apropos: Bodi’s Womanizer-Qualitäten und Abschlepptricks sind der
Tagi-Sportredaktion – Stichwort Rock n’Roll im braven Alpin-Zirkus – schon mal anerkennende Zeilen wert.
Ob und wie Zurbriggen die Frau angemacht hat oder nicht ist sein Bier.
Dieser Kommentar
1. hat in dieser Rubrik nix zu suchen und
2. kommt wie die alte Fasnacht. Das Thema ist jetzt wirklich ausgelutscht.
Was hat dieses Thema mit der Rubrik Outdoor zu tun und ist es nicht ein wenig out of time?
Himmeltraurig so ein Artikel. Tut mir Leid, aber weder geht es uns etwas an, noch interessiert uns diese Geschichte. Herr Zurbriggen ist ein Sportler und dies sollte uns interessieren. Wenn er verurteilt wird, dann sollte man die Konsequenzen ziehen. Aber solange dies nicht geschehen ist, geht es uns auch nichts an, ob er im Wald mit sich selber spielt oder nicht. Es ist zwar kein rühmliches Verhalten und wir (oder die meisten von uns) würden sich auch nicht so verhalten, es bleibt aber letztlich solange seine Sache, wie keine andere Person zu Schaden kommt.
Ich werde in Zukunft auf die Lektüre dieses Outdoorblogs verzichten, da solche Artikel nun wirklich null Mehrwert bieten. Es ist eine Schande für unsere Medienlandschaft. Sorry Frau Knecht, aber das ist reine Sensationsgeilheit und langweilt mich!
Künstliche Aufgeregtheit basierend auf nicht vorhandenen Fakten. Bitte ein besseres Thema nächste mal.
EMANZIPATION!!!!!
Da haben sie wieder ein Opfer gefunden!! Ist es vielleicht sogar andersrum gewesen??
Wird nicht einfach alles abgeschoben?? Solche Blogs hängen mir langsam aber sicher zum Hals raus!!!!!!
haben wir denn keine “wirklichen” probleme?
Jeder hat so seine Macken und Wünsche, die einen kaufen sich Filme oder Heftli, andere, vor allem Frauen kaufen sich spezielle Gerätchen oder Spielsachen, andere haben sonstige Vorlieben, und solche, die hübsche Zimmermädchen anmachen sollen. Wir alle gehen ganz verschieden mit unseren Drücken und Gelüsten um. Ein Beispiel sind die weltbekannten Pultspiele von M. Lewinsky und dem früheren USA-Präsidenten.
Just leave this man alone. His private life is none of our business.
Für Silvan:
Endlich ein Sportler der zu seinen Gefühlen steht! Was soll die ganze Aufregung? Dürfen Sportler nicht einmal mehr flirten ohne dass dies in den Medien breit geschlagen wird!
Bravo Silvan!
Für die Medien: Da habt ihr wieder einmal etwas ganz Gutes gefunden um aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Gratuliere, dass ist euch ganz gut gelungen! War aber auch nicht so schwer, denn wenn niemand ausser Silvan weiss was geschehen ist, sind die Türen für Spekulationen weit weit offen!
Solange Zurbriggen gewinnt, wenn er sich komplett daneben verhält, sage ich nur: Silvan, hol den Rüssel raus
!
Leave this man alone. His private life is none of our business.
Dann soll er keine unschuldige Frauen hineinziehen!
Waren sie dabei, live hinter dem Vorhang zugeschaut? Oder gehen sie einfach mal davon aus, dass Zurbriggen schuldig ist? Wenn etwas Ernsthaftes vorgefallen ist soll das Zimmermädchen Anzeige erstatten, ansonsten ist das alles nicht mehr als eine diffuse Behauptung.
Aber, aber Frau Knecht. Nur weil er gut Schifährt und dafür Geld erhält heist doch nicht, dass er sein Leben offen legen muss? Sagen sie es einfach und seien sie doch ehrlich: Sie sind einfach schau- und klatschlustig und wollen einfach Ihre Neugier befriedigen. Was geht SIE oder die Welt das an? Und warum sollten SIE oder die Welt sich nicht mehr an guten Resultaten erfreuen können. (Und warum muss die Welt Ihrer Meinung nach wissen, dass SIE das unbedingt wissen müssen?)
Was so gut mit interessanten Beiträgen zu Grönland begonnen hat ist leider zu einem der unzähligen jammer-und-klatsch-blogs geworden. Der Wert sie zu lesen strebt gegen null und ist der Zeit nicht Wert. Schade, ich hätte wirklich freude an einem guten OUTDOOR-Blog gehabt.
Cheers and so long, Michi
SZ ist ein Sportler, der in der Öffentlichkeit steht und somit ein Vorbild für unseren Nachwuchs. Seine Haltung gegeüber Frauen ist somit nicht gänzlich unrelevant. Und wenn einer in aller Öffentlichkeit an sich rumspielt, soll er sich nicht wundern wenn darüber geschrieben und geredet wird. Glück für ihn, dass er sich damals aussergerichtlich einigen konnte. Mal sehen wie es diesesmal endet…
Schon wieder sie, Kathy… Haben sie eine Kristallkugel oder sind sie die allwissende Magierin? Oder waren sie auch in Italien dabei (wie offenbar auch in Lake Louise)? Offenbar ja, schliesslich verurteilen sie Zurbriggen für zwei Taten, die auf Behauptungen basieren und nicht belegt sind.
Was mich an der Geschichte weit mehr erstaunt: Wie kommt der Hotelmanager dazu, in einem Communique der Welt zu verkünden, Zurbriggen sei aus dem Hotel geworfen worden? Von einem Haus dieser Kostenkategorie würde ich ein schlichtes “No Comment” erwarten, wenn Journis recherchieren.
Zum Thema: Bei der Glückspost soll’s scheinbar noch offene Stellen geben… Wäre ev. etwas für Frau Knecht.
Das intressiert nicht wirklich jemanden.
Komme mir vor wie in zeiten der Inquisition.
Dieser auf teufel komm raus alles aufdecken wollende
Journalismus macht krank.
Geht uns wirklich nichts an. Ist PZ`s Privat-Leben – lasst ihn Skifahren.
aw
Ist das nicht seine Privatsache? Nur weil er ziemlich gut Ski fahren kann, heisst das ja nicht, dass alles was fernab der Piste passiert jeden Provinzjournalisten zu interessieren hat!
Ich bin beruhigt, dass dies nur an jedem zweiten Küchentisch diskutiert wird, somit haben die Hälfte der Schweiz noch grössere Probleme. Zum guten Glück gibt es noch Leute über dem Niveau des Blick-Lesers, auch im Tagi…
Hörensagen und Spekulationen kombiniert mit Vorverurteilungen. Bravo Tagi….
Es ist schon interessant was die Leute alles wissen wollen, was sie eigentlich nix angeht! Die ganze Schosse ist lächerlich, insofern dass man dazu noch wissen sollte, wie gewisse Dinge in den “prüden” USA funktionieren.
Einerseits die grösste Porno Industrie der Welt, andererseits reichts schon etwas nackte Haut zu sehen und man wird schon als Unhold angeklagt!
Es gibt doch wirklich besseres zu tun als zu mutmassen was der Zurbriggen jetzt angestellt hat!!
Frau Knecht…schreiben Sie doch für die Glückspost….oder den Blick.
…oder für die EMMA…
Man sollte mal diese Journalisten so verfolgen und dann deren private Angelegenheiten veröffentlichen ! Könnte ja auch mal interessant sein, zu wissen was denn unsere “perfekten” Bürger so treiben.
hans Kaufmann sagt:
5. Januar 2011 um 08:20
ARSCHLOCH
Und ich dachte, ehrverletzende Kommentare werden nicht veröffentlicht….
@Kathy: Sie waren vermutlich eine der drei Freundinnen beim Mittagessen mit Frau Knecht. Ich treffe mal die Annahme dass ihr zu viert an der Imbissbude draussen das Thema SZ abgehandelt habt. Nur so ist es mir möglich einen Zusammenhang zum Outdoorblog abzuleiten. Weiter so…
Abgesehen davon, dass es tatsächlich fragwürdig ist, was ein derartiger Artikel in einem solchen Blog zu suchen hat, finde ich es ziemlich witzig: Zu neunzig Prozent sind es Männer, die hier antworten und der festen Überzeugung sind, die “dummen Weiber” würden hier wieder ein Drama aus einer Sache machen, die doch völlig harmlos sei.
Bewiesen ist (noch) nichts und für Herrn Zurbriggen gilt die Unschuldsvermutung – dennoch halte ich es für einen reichlich grossen Zufall, dass man “aus Versehen” gleich zweimal mit aus der Hose hängendem Dödel einer Frau begegnet.
Und dies ist dann auch nicht “seine Privatsache” – denn exhibitionistische Handlungen sind strafbar und grundsätzlich hört meine Freiheit dort auf, wo die eines anderen beeinträchtigt wird.
Aber es amüsiert und gleichzeitig schockiert mich in gewisser Weise immer wieder, wie unsensibel Männer oftmals auf dieses Thema reagieren (Exhibitionismus oder auch “leichte” sexuelle Übergriffe, wie Arschgrabscher, etc.) – da soll Frau jetzt mal “nicht so ein Aufheben machen”, da habe sie doch “keinen ernsthaften Schaden genommen”, oder gerade ältere Frauen sollen fast noch froh darum sein, mal sexuell belästigt zu werden.
Wieso sollte ich als Frau das Bedürfnis verspüren, von irgendeinem wildfremden Mann das Geschlechtsteil zu sehen? Und da ist es mir dann eigentlich schnurzpiepegal, ob es sich dabei jetzt um den Penis von einem Bundesrat, einem Skistar, oder einem wer-weiss-ich handelt.
Keine Frau (kein Mensch!) will zu einem (Sex)Objekt degradiert werden – und der Gedanke, dass dich jemand einfach als eine Projektionsfläche für seine sexuellen Fantasien missbraucht und sich dann auch noch auf deine Empörung und Angst einen runterholt, ist extrem entwürdigend.
@Leonie: Ich nehme den Titel dieses Themas in leicht abgeänderter Form auf und frage in einer unterstellenden Form: Wir wollen wissen ob beim Lunch heute Mittag drei der vier Frauen Natascha, Kathy und Leonie hiessen? Und ob Sie Journalistin sind so von wegen politisch korrektem “Unschuldsvermutung” in einem Kommentar? Beschleunigt durch den Aufhänger ich zitiere “Männerfantasie Zimmermädchen” ist es ja logisch dass sich primär Männer angesprochen fühlen. Oder schreiben sie als Gastkolumnistin im Outdoorblog welche Fantasien Frauen zum Thema Zimmermädchen haben. Gottlob wird dieser Artikel nur in elektronischer Form publiziert. Er wäre nicht einmal das Papier wert auf dem er geschrieben wurde.
Immer schön langsam mit den jungen Pferden… Es liegt auf der Hand, dass vor allem Männer reagieren, wenn eine Frau (Knecht) einen derart billigen und unqualifizierten Artikel publiziert, im übelsten Boulevard-Stil und vorverurteilend.
Ich gehe mit ihnen einig, dass kein Mann das Recht hat, sich ungewünscht vor einer Frau zu entblössen. Dafür ist dann aber ein Gericht zuständig und nicht der Outdoor-Blog… Oder von mir aus der Mama-Blog, da lässt es sich passender über Genderfragen streiten.
Leonie – danke für den Beitrag. Sie sprechen mir aus dem Herzen!
…ich bin sehr froh, dass hier auch noch eine etwas andere interessante Ansicht zu diesem Artikel vertreten wird. Leonie ihren Aussagen kann ich nur beipflichten. Es ist wirklich äusserst bedenklich, wie sich hier im Blog vorwiegend Männer zu diesem unappetitlichen Fall äussern und die ganze Geschichte schlichtwegs verharmlosen möchten. Ja, wieso nicht diese unsportliche Geschichte hier im Outdoor-Blog ansprechen? Gut dass Frau Knecht diese Plattform nutzt, sich zu diesem Sportvorfall zu äussern. Im Ernst, schauen wir uns doch die Sportnachtrichten an: Zu 99 % pure Selbstbeweihräucherung von Männern für Männern – eben zum Abwinken langweilig!
Super rechrchiert Frau Knecht. Sagt man doch immer, dass die doofen Amerikaner nicht unterscheiden können zwischen Schweiz, Sweden und Swasiland. Aber Salt Lake City liegt in USA und Lake Louise, wo da weltbewegende Ereignis stattgefunden haben soll, liegt in Kanada!
……ein hoch auf alle plattformen wo pressefreiheit noch stattfinden kann!
weiter so wir sind gespannt.
Es ist schon relevant, wie sich eine öffentliche Person, und dies ist Zurbriggen, Frauen gegenüber verhält. Wegen nichts fliegt keiner aus dem Hotel. Übergriffe sind Übergriffe, das hat nichts mit Charme und Womanizer zu tun, sondern mit Machtmissbrauch. Wie schon erwähnt, ein Zimmermädchen steht in der Hierarchie ganz unten, sie hat es sich sicher gut überlegt, ob sie was sagt und das Hotel hat es sich wohl auch noch mal gut überlegt, ob es den Gast rausschmeisst. Wo Rauch ist, ist auch Feuer, hier scheint es ziemlich gelodert zu haben, IMHO.
Hallo Pippi, wusste ich doch, dass noch jemand aus der Mama-Blog-Truppe hier aufkreuzt!
Achtung: Es kann auch darauf ankommen, wer das Feuer angezündet hat. Und ein Rauchmelder kann auch mal einen Fehlalarm haben. Nur so von wegen Brandstifter vorverurteilen.
Nächstes Thema bitte…vielleicht klappt es ja dann….!
oh shit.
vielen dank frau knecht für ihre komische themenwahl. jetzt tauchen die mamabloggers im outdoorblog auf.
Das ist wirklich lustig – und Ihr geneigten E-Tagi – Leser lässt Euch an der Nase rumführen. Frau Knecht hat nur ein bisschen Oel ins Feuer gegossen und wollte einfach noch ein bisschen Sprit durch den Leser. Da geht es doch nur um einen Januar – Lochfüller. Wenn Fleisch am Knochen ist – wirds eh rauskommen.
Stimmt: Weshalb erscheint diese lüsterne Geschichte in “Outdoor”, wenn doch vermutet wird, dass sich das Ganze Indoor abgespielt hat, nämlich im Hotel. Wobei, ok, vielleicht gehört es ja doch in diese Rubrik. Vielleicht hat sich die Sache ja auf dem Balkon abgespielt?
Ich bin entäuscht von den letzten beiden Ausgaben des Alpin-Outdoor-Blogs. Sie beweisen vor allem eines: Daß Journalisten der Versuchung widerstehen sollten, einen Artikel lediglich im Internet zu recherieren.
Glauben Sie mir, Frau Knecht: Stories finden Sie woanders. Draußen, nämlich, im Realen. Sollte es Ihnen an einer Idee für eine spannende Reportage fehlen, mein Tipp: Machen Sie doch einfach mal bei einer Schneeschuhwanderung mit. Wenn solches in der Schweiz nicht möglich ist, wie wär’s mit einem Ausflug ins benachbarte Österreich?
Im Naturpark Hohe Tauern können Sie von Heiligenblut aus unter fachlicher Führung für nur 10,-€ im Großen Fleißtal mit etwas Glück Steinböcke, Adler und Gämse erleben. Live, versteht sich. — Spannend? Absolut …
Ich bin entäuscht von den letzten beiden Ausgaben des Alpin-Outdoor-Blogs. Sie beweisen vor allem eines: Daß Journalisten der Versuchung widerstehen sollten, einen Artikel lediglich im Internet zu recherieren.
Glauben Sie mir, Frau Knecht: Stories finden Sie woanders. Sollte es Ihnen an einer Idee für eine spannende Reportage fehlen, mein Tipp: Machen Sie doch einfach mal bei einer Schneeschuhwanderung mit.
Im Naturpark Hohe Tauern können Sie beispielsweise von Heiligenblut aus unter fachlicher Führung für nur 10,-€ im Großen Fleißtal mit etwas Glück Steinböcke, Adler und Gämse erleben. Live, versteht sich. — Spannend? Absolut …
haben wir sonst denn keine Probleme – wo wären die Schweizer Skistars ohne Zurli????
Wenn schon Weiber-Tratsch statt Outdoorblog dann bitte richtig emotional: dass diese Frauenrunde sich keinerlei Gedanken macht, wie es bei dieser Angelegenhet Nathalie Furrer geht, Silvans Partnerin seit 4 Jahren, macht mich sprachlos, wo ist da die Frauensolidarität?
Vergewaltigung ist ein Offizialdelikt, wenn ein Verdacht vorliegen würde, würde von Amtes wegen ermittelt. Wird nicht, also nicht… Sexuelle Belästigung und Exhibitionismus sind Antragsdelikte, ermittelt wird, wenn jemand Anzeige erstattet. Hat niemand, also nicht… Was bliebt also übrig?
Silvan wird mir jeden Tag sympathischer!
Hopp und weiter so Silvi Boy
Ich glaube nicht, dass wir wirklich wissen wollen was war
Liebe Natascha
Schade können Frauen (wie Du) nicht Priesterin werden und die Beichten von reuigen SünderInnen anhören.
Dann würde Dich ein Silvan Zurbriggen und seine Frauengeschichten ja wohl kaum mehr interessieren.
Liebe Grüsse
Kurt
nein, ich möchte nicht mehr darüber wissen.
schreiben sie, frau knecht, doch lieber etwas über ihr privatleben, wenn ihnen so viel daran liegt.
Das SF-Team nimmt ihn vollkommen unter die Flügel, das ist doch der eigentliche Skandal. Sonst wollen sie immer alles wissen, aber beim Grüsel-Zubi wird einfach auf blind geschaltet, weil er eben grad ein bisschen Erfolg hat. Die klare Ansage vom Cheftrainer, seid froh, dass ihr den Grund nicht kennt, sollte Grund genug für eine ganz anderen Umgang mit diesem peinlichen Typen sein. Einmal unschuldig derartig bezichtigt zu werden ist ja wirklich nicht alltäglich, aber innerhalb von 3 Jahren zweimal in dieselbe Richtung spulen, ist ja wohl ein zu grosser Zufall. Schäme dich, Silvu, und hört endlich auf, diesen höchstverdächtigen Schweinebold zu schützen.