Auf der Skipiste stufe ich mich selber als mittelgute bis gute Skifahrerin ein. Ich bin neben der Talstation eines Skigebiets aufgewachsen, habe als Kind im Winter meine ganze Freizeit auf den Brettern verbracht. Und noch heute finde ich das Fahren auf präparierten Pisten im Prinzip eine flotte Sache. Trotzdem bevorzuge ich Skitouren irgendwo weit weg und gehe fast nur noch bei schlechtem Wetter auf die Piste, wenn es schneit, hudelt und wenig Leute hat.
Skigebiete sind mir zu stressig geworden und machmal auch zu gefährlich. Es ist da wie im Strassenverkehr: Ich muss permanent auf die anderen achten, damit ich in keinen Unfall verwickelt werde. Bei jeder langen Fahrt auf der Autobahn bin ich froh, wenn ich am Ziel ankomme. Und nach einem Skitag auf der Piste muss ich dem Himmel dankbar sein, dass ich keinen Zusammenstoss mit einer anderen Person hatte.
Gedränge, Betrunkene, Raser
Wie es an Schönwettertagen in einem Skigebiet aussieht, ist bekannt. An den Liften wird gedrängelt und vorgedrückt. Es ist laut und hektisch. In den Bergrestaurants miefts bis auf die Terrasse nach Frittieröl. Die ganz Lustigen betrinken sich in den Schneebars und kurven am Ende mit grenzwertigem Blutalkoholgehalt ins Tal. Am bedenklichsten finde ich jedoch die Raser.
Ich selber passe mein Tempo stets den Gegebenheiten an. Sehe ich im Hang unter mir Anfänger, die in Rücklage tapfer von einem Pistenrand zum anderen stemmbögeln, gebe ich Acht. Ich weiss, sie könnten jeden Moment stürzen, oder an einer – für mich – unerwarteten Stelle eine Kurve machen. Manche von ihnen sitzen mitten auf der Piste, müssen erst verschnaufen, bevor sie wieder aufstehen, um dann gleich wieder zu stürzen. Klar sind solche Anfänger für mich als geübte Skifahrerin manchmal mühsam. Aber wenigstens habe ich selber die Kontrolle, wie ich an ihnen vorbei komme.
Raser sind oft richtig schlechte Fahrer
Völlig ausgeliefert fühle ich mich dagegen den Rasern. Sie schiessen an mir vorbei. Ich erschrecke, weil ich sie nicht kommen sehe. Wie auch? Ich habe keine Augen im Rücken. Nichts gegen Schnellfahrer – solange sie trainiert sind und den Sport beherrschen. Aber meistens sind die Raser richtig schlechte Fahrer. Mit Kollegen unterwegs blochen sie einander auf Teufel komm raus hinterher. Manche völlig unkontrolliert. Mehr als einmal hatte ich schon Glück, dass mich ein solcher Rowdy nicht über den Haufen fuhr. Es handelte sich um Millimeter. Und leider sah ich mal einen auf der Piste liegen, der nach einer Kollision lebensbedrohlich viel Blut verloren hatte und von Rettern verarztet wurde. Ob er der Raser war oder der andere, weiss ich nicht.
Dass einige Skigebiete inzwischen gekennzeichnete Langsam-Pisten anbieten, finde ich eine Supersache. Oft sind das nicht mal die einfachsten Pisten, sondern einfach Strecken, wo sich all jene zurückziehen können, die noch unsicher fahren, oder die einfach gemütlich unterwegs sein wollen.
Ich frage mich, weshalb es nicht schon längst das Gegenangebot gibt – quasi Raser-Pisten, wo sich jene austoben können, die das Restpublikum verängstigen, verunsichern, nerven – und wie mich vertreiben. Vor einigen Jahren wurde die Raserpisten-Diskussion zwar mal geführt, aber die Idee hat sich nicht durchgesetzt. Oder habe ich da etwas verpasst? Kennen Sie ein Skigebiet, das den «Wochenend-Kriegern» eigene Pisten anbietet? Falls ja: Dort würde ich künftig wieder öfter fahren.
Schlagworte: Pisten-Rowdys, Raser-Pisten










Natascha Knecht ist Journalistin und Outdoor-Sportlerin. Aufgewachsen im östlichen Berner Oberland, dem Mekka für Kletterer und Alpinisten, lebt sie seit über zehn Jahren in Zürich. Im Outdoor-Blog betreut sie die Ressorts
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
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Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Anette Michel ist Umweltnaturwissenschaftlerin und im Bereich Energieeffizienz tätig. Daneben hat sie mehrere Jahre als Velokurierin gearbeitet und dabei ihre Leidenschaft fürs Fahrrad entdeckt. Sie fährt seit fünf Jahren in ihrer Freizeit Rennvelo. Sie schreibt im Ressort 


















































Damit bin ich einverstanden: “Nichts gegen Schnellfahrer – solange sie trainiert sind und den Sport beherrschen. Aber meistens sind die Raser richtig schlechte Fahrer.”
Womit ich jedoch nicht einverstanden bin, ist die gut-schweizerische Tendenz, jeden als einen Raser zu bezeichnen, der etwas schneller fährt als man selbst. Zumal dies häufig ungeachtet der eigentlichen Fahr- und Pisten-Kenntnisse und somit auch der daraus resultierenden Gefährdung der anderen Fahrer erfolgt.
Es macht ja schon Sinn, sich an den schwächeren Teilnehmern zu orientieren und diese besonders zu schützen. Im Rahmen der gegenseitigen Rücksichtsnahme sollte man aber auch gewisse Ansprüche in die andere Richtung stellen dürfen. Ich wäre manchmal schon nur froh, wenn jemand nach oben schauen würde bevor er nach einem Halt wieder los fährt (FIS Regel 5). Leider vergessen das aber recht viele und wundern sich dann, wenn ihnen plötzlich jemand gefährlich nahe kommt.
Richtig, es liegt in der Verantwortung des besseren Fahrers, die möglichen Fehler der schlechteren Fahrer im Voraus erkennen zu können und sich darauf einzustellen. Die Frage lautet aber, wie weit soll das in der Praxis denn gehen? Natürlich, wenn der Platz vorhanden ist, fahre ich immer mit genügendem Abstand an allen anderen Teilnehmern vorbei. Aber was, wenn der Platz fehlt? Darf ich dann nur noch im Schritttempo fahren? Nicht dass mich nun jemand falsch versteht, ich behalte immer genügend Reserven um in solchen Situationen eine Kollision zu vermeiden, ich will ja weder mich noch andere gefährden. Aber manchmal reicht es dann eben nicht mehr um auch noch sicherzustellen, dass nicht jemand erschreckt, der nur völlig mit sich selber beschäftigt ist.
Oder anders gefragt: Wenn mir mit dem Auto jemand den Vortritt abschneidet und es zu einem Unfall kommt, bin ich dann schuld weil ich nicht 30 gefahren bin? Wenn ich anstelle von 50 nur 40 gefahren bin und einen Unfall vermeiden kann, bin ich dann ein Raser, weil sich die Person erschreckt hat, welche mir den Vortritt genommen hat?
Für mich okay:
Die besseren Fahrer müssen auf die schlechteren Fahrer Rücksicht nehmen und deren Fehler kompensieren, sogar auch wenn das Fehler sind, welche diese selber vielfach gar nicht einmal bemerken.
Für mich nicht mehr okay:
Dass man als Dank dann anschliessend als Raser bezeichnet wird, obwohl man sich grundsätzlich regelkonform und rücksichtsvoll verhalten hat.
Leider kenne ich das schon vom Motorradfahren und habe dort bereits gelernt damit umzugehen. Schade ist einfach, dass sich das gesamte Niveau auf diese Art langsam aber stetig nach unten bewegt, auf der Piste wie auf der Strasse. Und ja: Es ist mir klar, dass es auch andere Beispiele gibt. Trotzdem wäre es schön, wenn der eine oder andere etwas über dieses Thema nachdenken würde.
Vollste Zustimmung!
Jeder der schneller fährt als man selber, muss per Definition ein Raser sein. Aus was für Gründen auch immer. Das Pendant zur FIS-Regel 5 wird auch auf der Strasse nicht beachtet, so das Rechtsfahrgebot oder der Blick in den Rückspiegel UND den Schulterblick.
Alle langsameren Fahrer vor mir sind Schleicher und alle schnelleren hinter mir Raser. Ganz einfach!
Ich betrachte die Slowpisten als weiteren Beweis dafür, dass unsere Gesellschaft verweichlicht und daher immer mehr das Gefühl hat, sie brauche von oben regulierten Schutz. Wer das Skifahren oder Snowboarden noch nicht adäquat beherrscht, sollte sich halt auch nicht auf diejenigen Pisten wagen, welche schnelleres Fahren erlauben. Auf einer flachen blauen Piste sind anständige Tempi gar nicht wirklich möglich. Tempo 30-Pisten müssen die Ausnahme bleiben, denn ich bin überzeugt, dass die meisten auf diesen Pisten ungewollt sowieso schon schneller als 30 fahren (es ist enorm, wie schnell man schnell ist auf Skiern!) und bei am Ende dann noch wie in Italien eine Pistenpolizei eingeführt wird, welche dann für das Ende der Ferienfreiheit sorgte! In einem Punkt bin ich mit Frau Knecht einig: Die gefährlichsten Schnellfahrer sind jene, die sich offensichtlich nicht unter Kontrolle haben (Indizien: leichte Rücklage, keine Körperspannung, die Piste wird in aufrechter Fahrt quasi ohne Kurve absolviert, aber nicht in der Hocke).
“Nichts gegen Schnellfahrer – solange sie trainiert sind und den Sport beherrschen. Aber meistens sind die Raser richtig schlechte Fahrer.”
Endlich mal jemand, der in dieser Sache differenziert zwischen unkontrolliertem und kontrolliertem schnellen Skifahren. Als geübter Skifahrer pass ich mein Tempo selbstverständlich den Pistenverhältnissen an. Doch wie Peter richtig bemerkt hat, soll richtiges Verhalten von allen Teilnehmern verlangt werden, unabhänig davon wie gut er Ski fährt.
Vor Jahren musste ich das Skiticket mehrmals abgeben, weil wir nach Ansicht der Pistenbetreiber zu rücksichtslos unterwegs waren. Sicher wir waren immer schnell unterwegs, doch wie kann einer der wild über die Puckelpiste boltzt (damals gab es sowas noch überall) und die Fahrt mit heissen Spüngen spickt, ein Rowdy sein? Mit andern Worten, was hat ein Anfänger auf dieser Piste zu suchen? Oder eben, wie Natascha es ausdrückt: Die Pisten sollten den Bedürfnissen der verschiedenen Kundschaft gerecht werden. Damit geht man sich gut aus dem Weg und jeder hat seinen Spass.
in der schneehütte stufe ich mich selber als guten flying-hirsch-trinker ein. ich mache dann aber sicher nicht mehr die pisten unsicher.
wie überall ist umsicht und rücksicht gefragt. das problem – auch wie überall wo sich zu viele menschen tummeln – die wildsauen sorgen für die gefährdung; wobei es mich eigentlich wundert, dass sich die meisten schweren umfälle neben der piste ereignen.
Ich kann mir’s nicht anders vorstellen, als dass Peter auf seinen Brettern den Berg so runterblitzt wie er seinen Beitrag geschrieben hat: Absolut brilliant. — Von Raser-Pisten halte ich persönlich wenig. Unter der Woche gibt es genügend wenig besuchte Pisten, wo man seine Geschwindigkeitssucht ausleben kann. Raser-Pisten am Wochenende dürften die Hölle im weissen Paradies sein.
Zum Glück differnzieren Sie noch zwischen solchen die schnell fahren können und solchen die einfach schnell fahren.
Ansonsten finde ich Überlegungen wie Temp 30- und Raser Pisten völlig daneben. Seit 25 Jahren stehe ich auf Brettern im Winter. Bin in einem Skiparadies aufgewachsen und kann fahren. Was mich aufregt, ist, dass ich immer wieder von Touristen und möchtegern Pistenpolizisten als Raser bezeichnet werde. Verdammt ich kann fahren und weiss was ich tue. Wie mit dem Auto fahre ich auch auf der Piste vorausschauend und hatte noch nie eine Kollision auf der Piste. Denn mit gewisser Erfahrung kann ich voraussehen, wenn der Anfänger vor mir gleich stürzen wird, oder wenn der Papa seiner Tochter gleich nen Hookturn demonstrieren wird.
Was ich aber völlig abwegig finde, dass jeder Anfänger meint er müsste die Rote und Schwarze Pisten hinustürzen um nach den Ferien bei den Kollegen zu prahlen. Ich fahre schliesslich auch nicht mit 80km/h über die blaue Piste!
Dann gibts noch die Skischulen.. in aller Gemütlichkeit wird schon den kleinsten Kids beigebracht, wie man in möglichst grossen und langsamen Bogen über die rote Piste fährt, ohne dabei einmal zurückzuschauen. So selbstverständlich ist es, dass Skischulen einfach immer Vortritt haben und somit auch kein Skischüler je lernt, mal einen Blick zurück zugeben bevor er zum nächsten Turn ansetzt.
Zu guter letzt gibt es noch die mühsamste Spezies auf der Piste: der stehende und Ausblickgeniessende Fahrer. Als Beispiel nenne ich mal die Bettmeralp. Dort gibt es zwei Stellen wo die Piste knappe 100m breit ist und man eine schöne Aussicht hat. Hier stehen dann an jedem sonningen Tag die Leute quer über die ganze Piste und geniessen das Panorama. Dass diese Idioten dabei die ganze Piste sperren und kein durchkommen mehr herrscht, interessiert diese Leute nicht. Mitlerweile haben auch die Snowboarder gelernt am Pistenrand anzuhalten. Aber sowas können nur Deppen durchgeben. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich mir dann halt ein Opfer aussuche und dem mal quer über seine Skis brettere. Raser bin ich ja eh schon, dann machts auch keinen Unterschied mehr, wenn ich auch noch als Rowdy gelte. Aber das derjenige, dem ich gerade seine neuen Skis ruiniert habe, selber auf die Idee kommt, dass er im weg steht, das braucht noch 10 Jahre.
Allgemein gesagt, wäre Skifahren so einfach und schön, wenn sich jeder richtig einschätzen könnte und jeder auch ein wenig Rücksicht auf die anderen nimmt. Und eben nicht nur der gute Fahrer auf Anfänger, sonder Anfänger auch Rücksicht auf gute Fahrer nehmen.
Jeder (sehr)gute Skifahrer weiss dass er in vielen Skigebieten, bei grösserem Andrang auf den Pisten lediglich am Morgen früh die Pisten zum Carven auskosten kann. Die Pisten sind dann noch gut präppariert, sehr hart und griffig. Ab ca. 10-11 Uhr, je nach Besucheraufkommen ist einfach “normales” Skifahren angesagt und den Tag geniessen.
Es sind jedoch viele Skier mit ihren Fahrer unterwegs, genau – nicht umgekehrt, und diese sehe ich als grösste Gefahrenquelle da sie ihre Fahrt nur schwer kontrollieren können geschweige den jemandem ausweichen.
Der bessere Skifahrer hat auf die Schlechteren Rücksicht zu nehmen und aufzupassen, soweit möglich genau wie man beim Skifahren einen Helm trägt, aus Vernunft nicht wegen einem Gesetz.
Auf der Skipiste gilt das selbe wie überall wo viele Leute auf engem Raum zusammenkommen, Rücksicht auf den Anderen zu nehmen und darin sehe ich das Problem in so einer egomanischen Gesellschaft in der wir leben.
Auch ich bin relativ schnell unterwegs auf der Piste, wobei ich mit dem Snowboard natürlich nicht an die Geschwindigkeit eines “rasenden” Skifahrers herankomme, so würde ich meine Geschwindigkeit doch in den obersten 20% der auf der Piste befindlichen Personen einordnen.
Bevorzug ebenfalls eine schöne Tour vor einem Tag auf der Piste, kein Anstehen, ab und an ein jungfräulicher Puverhang und vor allem kein Stress weil ich ständig befürchten muss jemanden über den Haufen zu fahren. Unischere Fahrer, Skischulen, Kinder, Pensionäre mit grossem Kurvenradius. Bei sicheren Fahrern kann ich auch einmal schneller mit weniger Abstand vorbeifahren, bei den andern weiss man nicht ob die nächste Kurve in die Überholrichtung geht.
Das Hauptproblem sehe ich eigentlich ganz woanders, früher gab es viel mehr Skilifte statt Sesselbahnen, wer nicht Skilift fahren konnte, ob mit Ski oder Snowboard kam halt einfach nicht hoch. Heute kenne ich kaum mehr ein Gebiet, dass die Leute nicht mit 6er oder gar 8er Gondeln auf den Gipfel befördert, auch die Anfänger. Das führt zu überlaufenen Pisten weil mehr Leute gleichzeitig oben stehen und dazu dass gewisse farbenblinde Nasen Schwarz und Blau verwechseln und sich danach wundern dass ihnen alle um die Ohren fahren.
Fazit: Wenn möglich Skiflifte nicht durch Gondelbahnen ersetzen und mehr schwarze unpräparierte Pisten
Genau, da stimme ich voll zu! Früher gabs noch die “natürliche Auslese” am Skilift, aber heute kommt jeder Anfänger auf den höchsten Berg und stürzt sich danach die schwarze Piste herunter. Oder wie Kurt Blaser so treffend geschrieben hat, die Skier fahren mit deren Fahrer den Berg runter… Wehe dem, der sich denen in den Weg stellt.
Ich finde die Piste eigentlich als ein wunderbares Spiegelbild der Gesellschaft: Die meisten sind schlicht sich selbst der nächste.
Ich “rase” seit mindestens 10 Jahren die Pisten hinunter, was jedoch nicht heisst das ich nicht bremsen oder warten kann. Ich weise Leute auf Dinge hin die gemeingefährlich sind (zb Fashion-Victims die hinter Kuppen absitzen) und bringe auch die Geduld auf, Anfänger die im Stemmbogen vor einer längeren Traverse ihre Kurven ziehen abzuwarten. Ich halte sogar Abstand wenn mir einer unsicher erscheint, damit dieser nicht erschreckt wenn ich ihn überhole. Wenn man kreuzt, dann schaut man vorher ob etwas kommt, nicht mittendrin.
Aber an gewissen Orten geht dies einfach nicht. Als Snowboarder bin ich auf einer Talabfahrt oft auf den Speed angewiesen wenn ich nicht lange Strecken laufen will, das heisst ich bremse nicht wenn zwei Langsame auf einer kritischen Stelle den Weg blockieren. Natürlich darf ich mir dann was anhören, weil die haben halt das Recht gepachtet mit 5kmh nebeneinander die Talabfahrt runterzutorkeln. Oder wenn jemand die Piste unterhalb einer Kuppe kreuzt dann sieht man diesen einfach nicht. Man kriegt in der Luft beinahe einen Herzstillstand weil die Person plötzlich auftaucht und darf sich dann nach dem bremsen anhören man soll doch besser aufpassen.
Es braucht von mir aus gesehen keine Raser-Pisten, ich komme auf jeder Piste mit allen klar die ein bisschen gesunden Menschenverstand haben (fanatischer Boarder mit mindestens 20 “Skitagen” im Jahr seit 10+ Jahren, nur Selbstunfälle). Was es bräuchte wäre sowas wie ein “Sensibilitätstraining”, zb eine Kampagne wie das Warm-Up, in dem man die Menschen auf ein paar grundlegende Regeln aufmerksam macht. Es wäre ja ansich relativ einfach: Sobald man sich unsicher/wackelig fühlt und/oder sich nicht mehr umschauen kann, fährt man zu schnell. Wenn man dann noch ein wenig überlegt beim kreuzen und ein wenig Rücksicht nimmt auf die anderen Menschen auf der Piste.. dann sind eigentlich nur noch die überambitionierten Selbstüberschätzer eine Gefahr. Und gegen die hilft alles nichts, abgesehen von aufmerksam bleiben.
“das heisst ich bremse nicht wenn zwei Langsame auf einer kritischen Stelle den Weg blockieren.”
wie dumm ist das den ? ich bin auch Snowboarder, aber es käme mir nie in den Sinn , jemand über den Haufen zu fahren wenn er mir im Weg steht !
Ich habe in Adelboden ein Snowboarder sterben (!) gesehen…mit dieser Haltung;…hat bei der Talfahrt nicht warten können und flitste in einer der Bäume…es kann also auch dich treffen
Ich fahre die ja nicht über den Haufen sondern drücke mich links oder rechts vorbei (dort wo kein Baum oder Abhang ist eben). Das ist auch nicht bei Tempo 100, dann müsste ich ja nicht die Geschwindigkeit hochhalten sondern vielleicht bei max 30-40.
Man kann es auch übertreiben..
Einer der steilsten und dafür nicht eine der längsten Pisten der Schweiz steht in Le Pâquier NE. Einige Meilen unterhalb des Chasserals-Gebietes. Dort ist auch Didier Cuche immer besser, grösser, schneller und stärker geworden. Die Piste ist ein Killer. Ich weiss aber nicht, ob der Skilift dort momentan noch in Betrieb ist. Ich hoffe es ! Abchecken erlaubt ; )
danke für den tipp, res!
Ich fahre selbst nicht Ski, wäre eher an Ski-Bob interessiert, oder wie das Ding heisst. Ein vollgefedertes MTB mit Skiern.
Was ich mir sehr gut vorstellen könnte: Wer rasen will, tut dies am linken äusseren Ende der Piste, was natürlich bedingt, dass die Nicht-Raser sich dann von dort fernhalten.
Man sollte es mal versuchen, aber nicht mit einem Kantönli-Geist-Flicken-Teppich. CH-weit dasselbe: Wer rasen will, fährt aussen links, wie auf der Autobahn und die anderen rechts wie auf der Autobahn.
Die Frage ist, wie man es in die Köpfe reinbringt.
Ja, es gibt Skigebiete wo man noch ohne Angst fahren kann. Ich war öfters in USA skifahren (Copper Mountain, Keystone, Vale, Beaver Creek, Arapahoe Basin, Steamboat) und war immer überrrascht, wie wohl man sich dort fühlt. Kein rüpelhaftes Gedränge an den Skiliften, das Personal dirigiert die Fahrer und die Leute ordnen sich ein. In Europa kämpfen manchmal 10 Leute um einen Platz auf einem Sechser-Sessellift sodass am Ende nur 4 Personen draufsitzen. Für echte oder vermeintliche Cracks gibt es Nastar-Abfahrten mit Zeitmessung usw., da kann man sich dann austoben ohne Andere zu gefährden! Und in den Slow-Skiing-Zones ist man sein Ticket sehr schnell los wenn man sich nicht an die Vorschriften hält! Da wird nicht lange gefackelt denn die kommerziell betriebene Skigebiete wollen dass ihre Gäste “Fun” und nicht Angst haben. Man soll aber nicht denken, dass die Skigebiete “lahme Enten” seien, es gibt jede Menge tiefschwarze Pisten und viele viele Tiefschneeabfahrten in den sogen. Backbowls die Einem das Fürchten schon beibringen können. Und wann man auf zu viel Luxus verzichten kann, sind Hotelketten wie Motel Six oder Super Motel Eight noch einigermassen bezahlbar. Skifahren ist ja nirgends billig!
Raser – das Unwort der letzten 10 Jahre!! Und jetzt auch noch auf der Skipiste. Es kann nicht mehr lange dauern, bis auch dort Radarkontrollen und Höchststrafen eingeführt werden, weil die Menschheit zu dumm wird, um ohne zusätzliche Gesetze weiterzuleben. Ich fahre schon seit 20 Jahren Ski und hatte noch nie einen derartigen Vorfall. Ich fahre schnell, aber auch vorausschauend und bremse natürlich auch mal ab, wenn es besser ist. Es ist allerdings auch wahr, dass heute jedes Gebiet Anfänger- und schnellfahrtauglich gemacht wird, so dass die natürliche Auslese verloren geht. Am wichtigsten scheint mir aber auch, die Skigebiete und Tage entsprechend auszusuchen. Man muss ja auch nicht immer in die überfülltesten Gebiete gehen. Ich fahre ja auch nicht freiwillig auf die Autobahn, wenn der Stau am grössten ist. Wenn also alle ein wenig das Hirn einschalten würden, wäre das alles kein Problem.
Wie einige vorher schon geschrieben haben, gibt es auch Eltern (oder Skischulen), die mit jedem “eben gerade des Stemmbogens mächtigen Kind” auf die schwarze Piste müssen, wo dieses dann natürlich von einem Rand zum anderen der in der Regel eher schmalen Piste seine Bögen zieht. Von dunkelschwarzen Pisten (für mich sind das steile, vereiste Buckelpisten) halte ich mich fern, da mir inzwischen die Kraft fehlt (die Technik hat mir schon immer gefehlt, konnte ich aber bisher mit Kraft kompensieren), aber ich würde es absolut befürworten, wenn es Pisten für Schnellfahrer geben würden, die ich vielleicht morgens auch einmal benützen würde, am Nachmittag aber, wenn Konzentration und Kraft nachlässt, eher meiden würde.
Also wenn man nur Sonntags nach 10 Uhr auf in die Flumserberge geht, muss man sich nicht wundern, wenn es überbevölkert ist. Selbst schuld…Der “Geheimtipp” ist: Eine ganze Woche frei nehmen zum Skifahren (Und nein nicht zu Schulferien Zeit) und auf die erste Gondel gehen. Dann hat man mindestens 2 Stunden Ruhe und die Pisten sind auch noch fahrbar und nicht bis aufs Eis abgerutscht von den Anfängern ( 95% der Fahrer die nur rutschen mit Ihren Carving Ski…) und voller Buckel.
Das eliminiert die grösste Gefahr. Ganz ausschliessen kann man es aber nicht auf einen Atomic GS oder Racetiger Fahrer zu treffen (= Raser ohne Skill) .
Auf der einen Seite finde ich es gut dass es langsam-Pisten für Anfänger gibt. Auf der anderen Seite werden die leider nur sehr bedingt benutzt. In meinem Skigebiet sind von den “8-Anlagen” nur zwei wirklich für Erwachsene interessant. Bei den restlichen Anlagen handelt es sich um kürzere Kinderlifte (blaue Pisten mit kurzen roten Abschnitten) die zwar ideal zum üben, aber für geübte Fahrer schlichtweg ätzend sind. Trotzdem hat es regelmässig Eltern die mit Ihren 3-5 Jährigen Knöpfen und auch sonst viele Stemmbögler jeden Alters die sich auf den roten oder sogar schwarzen Pisten der zwei Erwachsenen-Lifte tumeln. Auch wenn es bedeutet dass die Letzeren nur im “Seitwärtsrutschgang” bewältigt werden können.
Besonders sympatisch wird es dann wenn man von diesen Leuten dann auch noch blöd angemacht wird. Es ist mir sogar einmal passiert dass ein ca. 10 Jähriges Kind (extrem schlechter Fahrer für sein Alter, vielleicht Skiklasse Level 2) welches seine Skier überhaupt nicht mehr kontrollieren konnte und es deshalb einfach fahren liess, schräg von hinten! in mich hineinfuhr (ich war langsam unterwegs, da es an diesem Tag besonders viele “Talente” auf der Piste hatte und fuhr am linken Pistenrand). Als wir beide ineinanderverkeilt auf dem Boden lagen kam sein Vater angefahren und fing mich an blöd anzumachen, als ob es mein Fehler gewesen wäre.
Rücksichtnahme und Schutz vor Rasern muss sein, umgekehrt gilt diese Rücksichtnahme aber genauso! Leute die nur zum Angeben die roten oder schwarzen Pisten runterrutschen/pflügen (vor allem bei Eltern mit Kleinkindern oder bei Touristen zu beobachten) handeln ebenso rücksichtslos wie diejenigen die die blauen Pisten runterrasen.
Evtl. ist das nur meine subjektive Einschätzung aber ich habe das Gefühl, es gibt immer weniger “gute” Skifahrer. Wenn man nicht zu Randzeiten unterwegs ist, hat das was man auf den Pisten tut nämlich nicht mehr viel mit “Fahren” zu tun sondern mehr mit “Ausweichen” oder “Warten”.
Ich bin beileibe nicht der beste Boarder am Platz, aber was auf der durchschnittlichen Piste an Fahrkönnen und vor allem Angst beim fahren gezeigt wird ist schlicht grausam.
Wenn man es nicht schafft die Nase seiner Ski oder seines Boards mindestens 70% der Zeit ziemlich direkt Richtung Tal zu stellen, sollte man besser nochmal an den Übungshang/Blaue Piste (vorausgesetzt man hat nicht gerade Platz wie Irre und will “extrem” Carven
)… Viele der schlechten Fahrer(innen) die sich über Raser beschweren sind nämlich wirklich nur Schlecht, so schlecht, dass Sie nicht mal einschätzen können was “gerast” und was einfach “zügig bzw. normal” ist.
Ahja… Hat noch jemand das Gefühl, dass mitlerweile wieder die Skifahrer mehr “stören” als die Boarder? Seit der Hype um das Brett vorbei ist, scheint auch der Anteil Anfänger rapide abgenommen zu haben.
An dieser Stelle möchte ich mich gleich noch bei allen Traversen-Böglern bedanken. Schön wärs, die Leute wüssten noch, was ein Stemmbogen ist, viele müssen auf der ganzen Pistenbreite ihre Kurvkünste beweisen, was insbesondere auf Waldwegen, Talabfahrten und Traversen ziemlich stört. Ebenso wie die Lift-Ansteh-Drängler, und über-protektionistischen Eltern.
Hier eine Abfahrt, bei der man selten Langsamfahrer antrifft, die steil und schnell ist und breit genug für Supercarves:
Portes de Soleil/Champoussin/Aigulles des champeys Schwarze Piste
Viel Spass Natascha
super, danke für den tipp, rainer! da bin ich heute auf dem weg nach chamonix glaub grad vorbeigefahren. vielleich reichts auf dem rückweg für ein test-fährtli.
Hallo?
Diesen Winter wird es aber nichts mit Ski fahren. Der Fuss ist noch nicht fertig geheilt.
Lieber Herr Moser. Das Schienbein ist noch nicht ganz ausgeheilt, das stimmt, aber der der Gipsstiefel ist seit 6 Tagen weg, ich bin wieder mobil und ich war heute Morgen noch bei Pascal, meinem Physiotherapeuten. Er sagt, ich könne tun, was nicht weh tut. Da ich weder eine Boulder-Anfängerin bin, noch eine Muskelkater-Memme, noch zu den Socken-in-Kletterfinken-Tragenden gehöre (wie Sie (meinen)), bin ich jetzt da: http://www.youtube.com/watch?v=OFdwlm8cs7E . Ich gehe mit, soweit ich kann. Keine Sorge: Ich bin eine gute Skifahrerin und ein Verletzungs-Ausheil-Profi. Haben Sie wirklich gedacht, ich sitze den Rest des Winters auf dem Sofa? Tipp, falls Sie am Samstag nichts zu tun haben: Verfolgen Sie den Contest auf dem live-stream via http://www.freerideworldtour.com !!!
super, danke für den tipp, rainer! da bin ich heute auf dem weg nach chamonix glaub grad vorbeigefahren. vielleich reichts auf dem rückweg für ein test-fährtli.
wie reimt sich das den Natascha ?
PS: ich werde dieses wochende auf dem sofa sitzen und mir gemütlich, mit einem zwätschgen-lutz, die rennen in kitzbühel anschauen.
So!
Beim Klettern bin ich nie über das Anfänger-Stadium herausgekommen, ich darf also die Socken noch tragen.
- Der Physio-Therapeut hat sicher nicht gesagt, sie dürfen Ski fahren!
- Ich offeriere Ihnen ein Probetraining mit mir zusammen im Fitness-Center. So wegen Muskelkater-Memme. Sie werden ein paar Tage lang schön winseln. Wenn Sie noch nie den Muskelkater in den Föddli-Baggen hatten, muss ich sie fragen: Haben Sie schon mal Sport getrieben?
- Ich habe tatsächlich immer Socken in den Kletterfinken getragen. Wer es nicht tut, ist entweder ein Profi-Kletterer, der davon lebt, oder einer der so tut, als wäre er ein Profi
Es gibt die 10 FIS-Regeln. Wenn sich alle -die Schnelleren, wie auch die Langsameren- an diese halten, dann klappt das Zusammenleben auf der Piste. Nur dazu müssten alle mal diese Regeln kennen!
Zumindest in den offiziellen Schweizer Skischulen in denen meine Kids waren, gehörten die FIS-Regeln nicht zum Unterrichtsstoff. Das ist wie Autofahrenlernen ohne Theorieunterricht.
Die FIS-Regeln findet man unter http://www.upi.ch/German/sport/schneesport/Seiten/Pistengeist.aspx wo auch die entsprechenden Broschüren bestellt werden können.
ich wäre ja auch für eine pistenpolizei welche leute wie mich konsequent von der piste verbannen würde.
Das grösste Problem sind Leute die bei engen Stellen (Traversen) am “Rumweddeln” sind, auch eine schmale Piste wäre für 4 Leute nebeneinander genug breit, aber manche brauchen die ganze breite und stauen die hinteren Fahrer was die Unfallgefahr erheblich steigert. Bin ich ein Raser nur weil ich 40cm am Rand für mich beanspruche beim überholen?
Dann sollten wir Skifahren doch verbieten, das ist zu gefährlich. Wie auch Autofahren. Wie auch zu Fuss gehen. Vielleicht sollten wir alle sofort sterben, dass wäre am ungefährtlichsten.
Ich mags jedem Raser gönnen wie er sich vor Schmerzen windet wenn er seine gebrochenen Knochen gerichtet bekommt und dann wochen- oder monatelang auf seine Genesung wartet. Hoffentlich lehrt er etwas daraus. Aber wahrscheinlich nicht.
Dummheit ist ja häufig angeboren.
Natascha, Sie haben einen sehr guten Bericht geschrieben.
Wir sind halt Schweizer !
Über 20 Jahre lebte ich 3 Monate in Zermatt und bin fast jeden Tag Ski gefahren. Jetzt lebe ich seit Jahren 3 Monate in Snowmass CO USA. In dieser langen Zeit hatte ich nie einen Unfall oder Zusammenstoss. Buckelpisten sind mir am liebsten, eine Piste ohne Buckel ist wie eine Frau ohne Busen. Auf Buckelpisten gibt es keine Raserprobleme. Leider wurden Buckelpisten eliminiert und es gibt nur noch langweilige Raserpisten. In Snowmass gibt es mehr gemütliche und Buckelpisten als Skifahrer. Jeder kann sich die Piste aussuchen die er mag. Steine und eisige Pisten gibt es nicht, Pulverschnee ist Standard, dies liegt an der sehr trockenen Luft und an der Höhe. Die Leute sind freundlich, Raser gibt es fast keine und an den Liften muss man nicht warten, wenn doch einige anstehen, kann man in der Einerline ohne zu warten hochfahren.
hallo mitenand
ich danke fraiu natascha knecht für dieses thema.
das ist wieder mal “typisch” schweizerisch… muessen noch mehr vorschriften in die sportarten reinkommen…
ich bin dagegen.
die einzige lösung ist: “wenn jeder nach seinen grenzen die pisten runterfährt gibts keine probleme… aber bei vielen skifahrern fährt der ski den fahrer, anstatt dass der skifahrer die skis beherrscht und steuert.”
wenn die leute die geschwindigkeit nicht nach ihrem können richten, nützen auch mehr vorschriften nichts. und es ist auch nicht
nötig, alle pisten wie autobahnen zu planieren. es sollen auch buckel pisten vorhanden sein.
eine raser-piste anbieten: “ja”. es hätte dann wohl mehr platz dort für die “raser”.
ich wünsche allen viel spass beim skifahren.
gruss von
raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch
Empfehle die breiten, sonnigen, gut präparierten mit unzähligen leistungsfähigen Transportanlagen und Pistenpolizisten ausgerüsteten Pisten “Theodulpass bis Breuil” (I). Sogar als Veteran kann man da an einem Wochentag recht gefahrlos kurven, ohne die ganze Pistenbreite benutzen zu müssen. Die modernen Skis tragen wohl dazu bei, dass man kaum Stürze beobachtet. Oder sind die Südländer rücksichtsvoller als wir? Beim Strassenverkehr hat sich jedenfalls erwiesen, dass man in Sizilien sicherer unterwegs ist als in der Schweiz, speziell die Fussgänger. Das ist eine eigene Erfahrung zur Korrektur eines früheren Vorurteils.
Liebe Frau Knecht
Wenn Sie, wie Sie sagen, tatsächlich neben der Talstation eines Skigebietes aufgewachsen sind, dann sollten Sie am Besten damit vertraut sein, wie man den unkontrollierten Schnellfahrern am Einfachsten ausweicht. Ich gehöre zu der Gattung der kontrollierten Schnellfahrer aus dem Unterland und hatte nie die Möglichkeit in meiner Kindheit mal kurz noch auf die Ski zu gehen. Trotzdem habe auch ich bemerkt, dass es angenehmere und unangenehmere Abfahrten gibt und so meide ich wenn möglich Leute auf der Piste. Da gibt es verschiedene Rezepte:
-Frühmorgens aufstehen und um 8 auf die Piste
-Fahren Sie in der Nebensaison Ski (Anfang Dez/Januar/März/April)
-Meiden Sie Skigebiete, die bekannt sind für volle Pisten(Erfahrungswerte)
-Meiden Sie insbesondere Skigebiete mit vielen Sesselliften
-Versuchen Sie den sogenannten Autobahnen auszuweichen (sehr breite, mittelsteile Pisten)
-Trinken Sie vor der letzten Abfahrt noch einen Kaffi (schnaps?), dann finden Sie meist zum Abschluss des Tages eine leere Piste vor.
-Fahren Sie durch den Tag mal die Talabfahrt. Die ist meist leer!
-Wenn Sie sich bedrängt fühlen, legen Sie einen Zwischenstopp ein, geniessen die Natur und machen Sie sich erst auf, wenn die Piste geleert ist. So kann man die Abfahrt umso mehr geniessen…
Schlussendlich ist aber das eigene Verhalten auf der Piste auch eminent wichtig. Wenn man selbst die Fis-Regeln einhält, dann kriegt man kaum Probleme und man hat am meisten Spass. Ich hatte noch nie eine wirklich brenzlige Situation, weil ich dem ganzen auszuweichen weiss…
Es gibt sicher viele Idioten, aber muss man gleich aggressiv werden Fritz?!
Burghölzli lässt grüssen…
ich enmpfinde es als provozierend wenn eine ganze Piste blockiert wird. Da muss halt auch mal mit einer Provokation meiner seits gerechnet werden. Schliesslich haben nicht nur die anderen ihr Ticket bezahlt, sondern ich auch. Aber trozdem hab ich kein Bock, alle 15 min fragen zu gehen, ob ich jetzt vorbeifahren darf. Agressiv finde ich das nicht. Agressiv ist hingegen was beim anstehen am Lift abgeht. Dort will ja jeder der erste auf dem Sessel sein.
Nadine, muss ich Dir völlig recht geben. War vor langer Zeit auch viel auf der Piste unterwegs, hatten jeweils in der Bergstation am Abend gebechert und sind kurz vor dem Eindunkeln runtergebrettert, Die Pisten waren leer, und obwohl wir bis zu 20 Personen waren hatte es nie einen Unfall gegeben. Wohne jetzt in Thailand; im Süden fahren die Meisten wegen der Unberechenbarkeit der Verkehrsverhältnisse sehr langsam, in Bangkok mit sehr dicht befahrenen Strassen lieben es vor allem die Jungen, Rennen zu fahren. Allerdings endet dies häufig nicht im Burghölzli, sondern im Sarg.