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Hell – aber mit Köpfchen

Jürg Buschor am Donnerstag den 8. November 2012
Mit leistungsstarken Lampen wird die Nacht zum Tag (Photo: Light & Motion)

Mit leistungsstarken Lampen wird die Nacht zum Tag (Photo: Light & Motion)

Der kürzeste Tag des Jahres ist nicht mehr fern. Für Mountainbiker ist dies allerdings schon längst kein Grund mehr, sich ins Fitness-Center zurückzuziehen oder sich auf die faule Haut zu legen und den Frühling abzuwarten. Die Lichtleistung der aktuell erhältlichen Mountainbikelampen  reicht aus, um die Nacht zum Tag werden zu lassen. Perfekt ausgeleuchtet können auch technisch anspruchsvolle Trails problemlos befahren werden. 1000 Lumen liefert die Hope R4 1700 Lumen liefert beispielsweise die Seca 1700 von Light & Motion und mit 3600 Lumen ist die Betty R von Lupine eine veritable Lichtmaschine. Die Entwicklung zeigt Parallelen mit der Computer-Industrie: Die Produkte werden jedes Jahr billiger und gleichzeitig leistungsfähiger. Das «Sehen» ist damit längst kein Problem mehr, das «gesehen werden» hingegen schon. Durch die immer stärkere Lichtleistung können sich andere Verkehrsteilnehmer, Sportler oder Erholungssuchende gestört fühlen. Wer in stockfinsterer Nacht mit 1500 Lumen geblendet wird, kann nach diesem Intermezzo gut und gerne eine Minute sicht- und orientierungslos in der Dunkelheit zurückbleiben.

Um andere Verkehrsteilnehmer, Erholungsuchende oder Wildtiere möglichst wenig zu stören, sind ein paar Grundregeln zu beachten. Ganz generell gilt, dass nie direkt in die Augen geleuchtet werden sollte. Insbesondere nicht aus kurzer Distanz. Auf dem Weg zu den Trails ist die Lampe so am Lenker oder am Helm zu fixieren, dass sich der Lichtkegel in angepasster Distanz auf der Strasse abbildet. Nur so kann vermieden werden, dass andere Verkehrsteilnehmer übermässig geblendet werden. Die abgegebene Lichtmenge kann den herrschenden Lichtverhältnissen angepasst werden. Bei Einbruch der Dämmerung oder bei genügender Strassenbeleuchtung kann die Lampe auch gedimmt werden, ohne das Risiko einzugehen, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. So spart man ganz nebenbei auch noch Energie.

Wenn auf den Trails oder Wanderwegen andere Sportler oder Erholungsuchende gekreuzt werden, sollte die Lampe unbedingt auf die tiefste Stufe gedimmt werden. Alternativ dazu kann auch kurz die Handfläche vor die Lampe gehalten werden, um den Lichtstrahl abzublocken. Besonders vorsichtig sind insbesondere Reiter zu kreuzen, weil deren Pferde durch das starke Licht erschreckt werden könnten.

Um unnötige Störungen von Wildtieren zu vermeiden, sind die ausgewiesenen Wildruhezonen und Wildschutzgebiete zu beachten, in die sich die Wildtiere zurückziehen. Auf dem Portal www.wildruhezonen.ch des Bundesamtes für Umwelt BAFU sind in der Übersichtskarte die Wildschutzgebiete sowie die rechtskräftigen und empfohlenen Wildruhezonen der folgenden Kantone aufgeschaltet: Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Bern, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schwyz, Uri, Wallis, Zürich und Zug (Stand 2012). Die Ausscheidung von Wildruhezonen ist in weiteren Kantonen im Gang und die Karte wird einmal jährlich aktualisiert. Zusätzlich kann man sich auch beim lokalen Wildhüter oder Jäger darüber informieren, welche Gebiete für die Wildtiere besonders wichtig und deshalb zu meiden sind. Ob mit oder ohne helle Lampe – Waldränder und schneefreie Flächen sind wenn möglich zu meiden, denn dies sind die Lieblingsplätze der Wildtiere. Huftiere sind vor allem in der Dämmerung aktiv und auf Futtersuche und zu diesem Zeitpunkt besonders sensibel auf Störungen. Aus diesem Grund braucht man sich nach der Arbeit auch nicht zwingend direkt auf den Sattel zu schwingen, sondern kann seine Abendrunde ganz entspannt auch noch etwas später starten.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der neuen Hochleistungs-Lampen und biken Sie auch in der Dunkelheit? Wie konfliktreich ist Ihrer Meinung nach das Zusammentreffen von verschiedenen Sportlern/Erholungssuchenden/Verkehrsteilnehmern? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht und welche Empfehlungen können Sie geben?

60 Kommentare zu „Hell – aber mit Köpfchen“

  1. Herr Numeso sagt:

    In den Wintermonaten ist eine solche Lampe für mich ein Muss. Selbst in der Stadt reicht die Strassenbeleuchtung nicht immer aus um allfällige Hindernisse erkennen zu können. Die beste Preisleistung aus meiner Sicht bietet übrigens der TRAILBEAMER EVO 4 von Veloplus.

    • Martin sagt:

      ist es nicht eher so, dass Sie zu schnell fahren, wenn die Hindernisse nicht rechtzeitig erkannt werden? Etwas langsamer ist manchmal eben schneller und ganz sicher sicherer.

      • matinez sagt:

        ist es nich eher so, das wenn ich um die gleiche zeit (abends) immer gleich schnell fahre, immer mehr licht brauche um gleichviel zu sehen, weil es immer dunkler wird? ausserdem reden wir hier vom sport und nicht von motorisiertem strassenverkehr

        • Andreas sagt:

          Im Stadverkehr benutze ich meine Mountainbike-Lampe nie. Diese Lampen leuchten auch die oberen Bereiche aus, so dass (z.B im Wald) Hindernisse auf Kopfhöhe erkannt werden können. In der Stadt blende ich mit diesem Licht andere Verkehrsteilnehmende oder Fusgänger. Eine Lampe für den Strassenverkehr hat eine anderes Streufeld und beleuchtet nur den Boden.

          • Herr Numeso sagt:

            Ja, ich fahre eher schnell aber auch sicher weil ich weiss wie ich mich im Strassenverkehr zu verhalten habe. Ob Sport oder nicht spielt für mich keine Rolle. Genügend Licht zu haben, ist mir wichtig. Die Halterung der Lampe ist übrigens verstellbar so dass der Lichtkegel gegen unten ausgerichtet werden kann.

    • Ernst sagt:

      zur TRAILBEAMER EVO 4 ist zu sagen, dass wenn man die baugleiche Magicshine MJ 872 kauft man wirklich das beste Preisleistungs-Verhältnis hat.

  2. Wer abblendet, ärgert niemanden. oder haben nicht alle Lampen Abblendlicht?

    • Paul Mircher sagt:

      Alle “genug” hellen Lampen für nächtliche Trailfahrten haben keine Strassenzulassung, darum spielt es gar keine Rolle ob sie Abblendlicht haben oder nicht. Um genug zu sehen muss eine Lampe auch “nach oben” leuchten und dies geht nunmal nicht ohne die engegekommenden zu blenden. Bei Fernlicht beim Auto blendet man die Entgegenkommenden auch. Also entweder noch eine zweite Lampe mitnehmen um durch die Stadt zu fahren oder sonst den *Bike-Flutlicht-Schweinwerfer* steil nach unten richten.

  3. Philipp Rittermann sagt:

    was zur hölle haben mountain-biker in der nacht verloren!? die lichtverschmutzung setzt den wildtieren zu und das ist nicht gut. ich wäre für die einführung eines nachtfahr-verbotes für mountain-biker.

    • matinez sagt:

      ich weiss ja nicht was sie arbeiten. aber ist ihnen schon aufgefallen, dass es in der jetzigen jahreszeit bereits nacht ist wenn der normalbürger am abend den arbeitsplatz verlässt. man braucht auch licht zum joggen. sie wollen mir also im winter sport nach der arbeit verbieten? es vermögen nicht alle ein 1500.- fitnessabo. ausserdem ist es dort stinkig, langweilig und hat nur spiesser dort, die denken sie kennen sich in der biologie der wildtiere aus.

      • Philipp Rittermann sagt:

        beim radeln im dunkeln gibts nichts auszusetzen, sofern
        - die gut sichtbar unterwegs sind
        - auf der strasse fahren
        - und sich an die verkehrsregeln halten.
        -> diese 3 kriterien schliessen eigentlich bereits 60% aller radler aus.
        -> radeln im dunkeln im wald ist jedoch ein totales no-go.
        bezüglich fitness-abo gebe ich ihnen recht. mich kackts auch an, in einem muffligen center den verbissenen zu begegnen. deshalb hab ich die nötigen geräte auch zuhause in einem separaten trainingsraum stehen.
        und – herr martinez – die wildtierthematik können sie hier ganz sicher nicht in abrede stellen. alles klar!?

      • P. Rittersport sagt:

        Da ihr Blog nur einmal erschienen ist gehe ich davon aus er ist auch nicht besser angekommen als ihre Kommentare hier.

      • Andreas sagt:

        Neben einem Bike für 5000.- kann es schon knapp werden für das Fitnessabo. Um Joggen zu können brauche ich aber auch keine Lampe, welche mir die kommenden 100m ausleuchtet und sämtliche Wildtiere aufschreckt.

      • Navajo sagt:

        @Rittermann: Ich wäre für ein Aufenthalts- und Nachtfahrverbot von engstirnigen, verborten, frustrierten, egoistischen Menschen – egal ob im Auto oder auf dem Bike unterwegs – auf dieser ganzer Erdkugel…

        @Martinez: Danke, dass Sie Herrn Rittermann darauf aufmerksam gemacht haben, dass es noch Menschen gibt, die nicht täglich morgens in ihren mit Standheizung ausgestatteten Schlitten sitzen können/wollen, um zur Arbeit – und auch wieder nach Hause – zu fahren. Und dass es Menschen gibt, die nicht nur ihren Körper, sondern auch das Gehirn beim Sport durchbluten, um dann wieder besser denken zu können :-) Das scheint vielen Autofahrern zu fehlen…

        • craig sagt:

          @navajo wenn sich alle an die geltenden regeln halten würden gäbe es keine probleme. weder mit farbenblinden radfahrern (rennrad und bike) noch bit zigarettan aus dem auto werfenden pw-fahrern. ebensoweinig wie mit lebensmüden schwarz angezogenen ABER vortrittsberechtigten fussgängern….. carpe diem

      • weder sagt:

        Was zur Hölle haben AUTOFAHRER wie Sie Herr Rittermann in der Nacht verloren? Ihren Fahrausweis leider nicht.

      • Lex sagt:

        @martinez; es geht nicht darum, dass man die sportliche Freizeitvergnügen im Freien verbieten soll – ganz im Gegenteil. Aber wenn Sie Richtung Sihlwald und Uetliberg mit dem Bike im Dunkeln (ja momentan ist ab 17h30 duster) unterwegs sind (ich bin auch einer mit der LED am Helm), dann nerve ich mich einfach über diese Wildfahrer, welche sich nicht auf dem offiziellen Weg halten und teils im saisonalen Schutzgebiet rumbrettern, als wäre es Ihre eigene Stube. Das hat mit Spiessertum überhaupt nichts zu tun; sondern mit Respekt gegenüber der Natur. Da sind mir stinkige Exhibitionisten im Sportcenter lieber, als sogenannte Wildlife-Dandies, welche nur zum Biken gehen um cool zu sein und Ihre teuren Markenkleider zur Show stellen.

    • Franz Meier sagt:

      “Was zur hölle haben mountain-biker in der nacht verloren? ”
      Das Licht – …oder ist das eine Fangfrage?

    • Markus Müller sagt:

      Wie wäre es für ein Kommentarverbot für Sie Herr Rittermann?
      Rücksicht vor Verboten, das ist doch der richtige Ansatz

    • King Kongomüller sagt:

      Lieber Herr Rittermann, Sie scheinen das Problem Nachts Biken zu müssen nicht zu kennen. Denn Sie sieht man in jedem Blog Ihre Häufchen setzen. Sei es Mamablog, Politblog, einfach überall. Da Sie scheinbar tagsüber nicht arbeiten, werden Sie wohl biken. Darum verstehen Sie die hier angesprochene Problematik der ausreichend starken Ausleuchtung auch nicht.

    • Und ich bin für die Rationierung von Alkohol. Abgestimmt auf das Körpergewicht sollte es bei 76 kg noch genau 2 Flaschen Bier mit 5 Vol. % Alkoholgehalt geben.

    • Christoph Zimmerli sagt:

      gefällt mir, zuerst einmal alles verbieten! schweinebande diese biker, sollen sich doch ins SUV setzen und in der Stadt rumkurven, da haben dann alle was davon!

  4. Yves sagt:

    Ich lege meinen Arbeitsweg fast zu 100% mit dem Fahrrad zurück und möchte meine Lupine Wilma nicht missen. Für mich ist gutes Licht nach Vorne und Hinten ein Absolutes muss. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter sind Fussgänger und Velofahrer ohne Licht / Reflektionsstreifen, meisst noch gekleidet im modischen “dezent schwarz” bewegliche Hindernisse und wenn man so langsam Fahren soll um Schwarz in Schwarz zu entdecken, kann mann gleich kriechen.

    Oft sehe ich ein “kleines” nach amerikanischen Weihnachten ahnmutendes Lichtkneuell in der Gegend herumlaufen und sage mir, wo versteckt sich denne Herrchen oder Frauchen, immermal wieder mit einer 50 Meter Auszugsleine verbunden, den Rest kann man sich selber zusammenreimen. Ein kleiner reflektiernder Fleck würde die Sicherheit würde die Sicherheit beider Verkehrsteilnehmer massiv erhöhen und die Lichtmaschine kann auch rechtzeitig abgeblendet werden!

    @Philipp Rittermann: Ich persönlich versuche das Fahren im Wald auf ein Minimum zu beschränken, macht mit der Lampe auch nur Halb so viel Spass wie im Sommer ohne. Ich finde es eigentlich noch sehr interessant, dass eigentlich Siedlungsgebiete, Strassen etc. sicherlich über 90% der Zerstörung / Verschmutzung ausmacht und viele sich über ein “Promille” an Verschmutzer auf dem Mountainbike aufregen kann, oft aber mit dem Auto an den Waldrand fährt für einen Spaziergang.

  5. Quael Dich Du Sau sagt:

    Die Betty R von Lupine ist heller als ein Auto Xenonscheinwerfer, kann ich waermstens empfehlen. Da wird die Nacht zum Tag. Spaziergaenger gehen schoen brav auf die Seite. Die denken, ein grosses Motorrad kommt angerauscht.

  6. Paul Mircher sagt:

    Warum kommt jeden Winter wieder das gleiche Thema? Was auch schon alle wissen sollten die die Lumenzahl ist bei 95% der Lampenhersteller völlig übertrieben, eine Cree CREE XM-L hat z.B. ~1000 Lumen maximum Lichtausbeute, real gemessen sind es aber nur ca. 450 Lumen. Also alle die Märchen mit 2000 Lumen und mehr sind meistens gelogen. Bei Lupine werden sie richtig gemessen und die Angaben sind korrekt, würde Lupine bei der Betty R die Max Leistung angeben, dann wären es über 7000 Lumen. Die ist auch der Grund warum meine 900 Lumen Lupino Piko heller ist als viele sogenannte 2000 Lumen Bikelampen. Die Piko hat 2 Leds verbaut, es kann also gar nicht möglich sein das eine Lampe mit der selben Led, aber nur einer heller sein soll. Die Hersteller versprechen es aber :D

  7. Enno sagt:

    Die Sache mit den Wildtieren ist ja interessant. Ich frage mich grade wie ein Biker die Wildtieren in den 10 Sekunden seiner fast geräuschlosen Vorbeifahrt “stören” soll. Schaut man sich mal im TV an, wie zB in Alaska Gold geschürft wird, bekommt man eine Vorstellung davon, was wirklich “Eingriff in die Natur” bedeutet !

    • Ott sagt:

      Es gibt in der Schweiz tatsächlich Tierarten, z.B. der Auerhahn, bei welchen die Störungen durch Freizeitaktivitäten ein riesieges Problem darstellt.

  8. Ed Berner sagt:

    Ich habe 4 Stufen und kann zur Not die Lampe mit etwas Druck gegen den Boden richten: Ich hatte daher noch nie Blendprobleme (fahre jeden Tag 20 Km zur Arbeit). Ist ne no name 2-Watt-LED mit 4 Batterien, die aber top hell leuchtet.

    2 Mal in der Woche jogge ich ins Büro: da hab ich ne Zweibrüder LED Lenser, so gross wie ein highlighter-Stift und sehr leicht. Damit leuchte ich aus, wenn es mal ne finstere Ecke hat mit der Hand aus. Stirnlampe und schnell Joggen… geht für mich schlechter.

    Die Frage ist aber eher, warum blenden mich die Autofahrer? Gerade so UBS-CS-Xenon-Hengste mit BMW und anderen Audi-Derviaten blenden oft krass, gerade Überland oder in Waldstücken.

    • Michi de Biker sagt:

      Habe NIte Rider dual beam und Exposure Six Pack front Light – 2012 Mk2 und fahre seit 25 Jahren jeden Tag mit dem Fahrad zur Arbeit. Bis jetzt haben mich nur 2 Autos angefahren, beide weil sie am telefonieren waren anstatt das Auto zu fahren. Mein Moto, umso mehr licht desto besser. Zum Glueck muss ich seit 10 Jahren nicht mehr in der Schweiz fahren wo mich die Polizei anhaelt weil ich zu viel licht habe oder die Lampe nicht zugelassen ist :-) …Auf meinem Arbeitsweg hat es sehr schlecthe Strassen (nicht wie in der verwoehnten Schweiz) und auch nicht ueberall licht oder viel Verkehr welcher die Strasse beleuchted, darum is eine starke Lampe wichtig fuer mich…Aber ich bin froh dass wir hier noch leben duerfen und nicht in allem eingeschraenkt sind….leben und leben lassen.

  9. Stefan R. sagt:

    Naja, es Vermögen auch nicht alle eine Betty R für 1100 Fr.

  10. Roger Wanner sagt:

    Ob Tag oder Nacht, Velos bzw. Mountainbikes haben nichts verloren im Wald. Der Wald ist Erholungsgebiet. Wer dort spazieren geht will der Hektik der Stadt entfliehen. Wenn man herumrasen will soll man das auf entsprechenden Bahnen tun. Muss es so weit kommen dass da auch Verbote ausgesprochen werden müssen, oder gibt es jetzt endlich mal etwas Rücksicht und Einsehen? – Und nein, ich bin kein alter Knacker. Ich bin 38 und mache regelmässig Sport, auch mal mit etwas Action. Aber ich tue das nicht da wo Andere Erholung suchen.

    • Markus Müller sagt:

      Die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt. Von Toleranz haben Sie noch nichts gehört muss ich leider feststellen. Die Erholung sucht der Spaziergänger, Reiter und Biker gleichermassen in der Natur.

    • Philipp Rittermann sagt:

      ein grosses bravo, herr wanner!! :)

    • mac sagt:

      Ich frage mich wirklich, wie man einfach so einseitig denken kann. Aus dieser Sicht wäre es mal interessant das Wandern im Wald zu verbieten anstatt immer das Biken.

  11. Mountainbiker sagt:

    Ich fahre schon seit Jahren mit dem Bike auch im Winter durch die Wälder. Das stört gar niemanden, denn ich sehe meistens niemand. Ausser ein paar Rehe die nicht einmal davon springen…

    Die Lampen mit dem besten Preisleistungsverhältnis erhält man hier: http://dx.com/p/mj-808e-ha-iii-cree-xm-lt60-3-mode-1000-lumen-led-bike-light-set-4×18650-57100
    Diese Lampe kostet nicht einmal USD 80 und hat 1000 ansilumen!
    http://dx.com/p/ssc-p7-2-xp-e-16w-3-mode-1400-lumen-led-bike-light-set-4-18650-included-36018
    Diese Lampe kostet USD 124 und hat 1400 ansilumen.
    Beide habe ich schon lange in Betrieb und sie funktioneren auch bei Regen sehr gut… Günstiger geht nicht. Da lass ich mich doch nicht von Schweizer Wiederverkäufer abzocken…

  12. Klaus Weingaertner sagt:

    Ich habe mich für eine Kombination entschieden:

    Lupine Tesla (Für unbeleuchtete Feldwege, auf denen z.B an einer langen Leine Hunde ausgeführt werden), die ich nach Bedarf benutze,
    und eine Nabendynamo betriebene Lampe , LUMOTEC IQ Cyo N plus, die auch für den Strassenverkehr zugelassen ist.

    Nebenbei haben sich die Autoscheinwerfer auch verändert, so dass man im Blindflug bei XENON Scheinwerfern fährt, wenn der Fahrradweg tiefer als die Strasse liegt und in entgegengestzter Richtung benutzt werden muss.

  13. frank peters sagt:

    bin schon seit einigen Jahren Nachts im Winter in den Wäldern Unterwegs und hab bis jetzt noch keinen Gestört, da die, welches es stören könnte eh Zuhause vor dem Fernseher hocken.

    auf dem Kopfeine Lupine Pico und auf dem Lenker bei Bedarf eine Magicshine..als Rücklicht ein Smart Light.

  14. Eduardo sagt:

    Der Sinn von Velofrontlampen im Straßenverkehr ist es nicht, die Umgebung in 100 bis 150 Metern Abstand horizontal komplett auszuleuchten und damit alle Entgegenkommenden schon auf weite Entfernung ganz übel zu blenden, sondern den Weg vor sich bis in ca. zehn Metern Abstand zu beleuchten. Gesehen werden Velos so bei weitem noch ausreichend. In den Langen Erlen sind mir sogar schon Velos mit zwei bis drei horizontal ausgerichteten starken LED-Lampen entgegengekommen. Ich habe bereits daran gedacht, bei soviel Rücksichtslosigkeit und Dummheit mit einer der neuen 3-Watt-LED-Taschenlampen zu kontern; dies in der wohl vergeblichen Hoffnung, dass das den Erkenntnisprozess der Dummköpfe fördern könnte.

    • Wo gibt es diese neuen Taschenlampen.

      • Mountainbiker sagt:

        @ Eduardo: Warum gibt es Menschen, die immer den Frust raus lassen müssen? Ich verstehe das echt nicht. Die Langen Erle gehört ja nicht DIR alleine! Du kannst dir ja eine Sonnenbrille anziehen oder nicht direkt in die Lampe hineinschauen. Regst du dich auch über jedes Auto auf, das dich blendet????

  15. Biker unteranderem sagt:

    Die Einen sollten etwas toleranter sein, die Anderen etwas mehr Mass halten. Als Fussgänger, Jogger, Biker, Reiter, Hundehalter, Radfahrer, Autofahrer, Skifahrer, Skitourengeher, Wanderer, Bergsteiger und Motorradfahrer habe ich festgestellt, dass es tatsächlich für alle Platz hat.
    Toleranz, Rücksicht und Respekt oder gemeinhin gesunder Menschenverstand einsetzen hilft ungemein.

  16. Mike sagt:

    Ach Gottchen, wieder das gleiche Thema wie letzten Spätherbst, und wieder besteht die Kommentarspalte zu 50% aus Leuten, die sich von Pipi Ritterhannes provozieren lassen. Gähn.

    Ich werf mal was Neues in die Runde: Ich bike nur ungern nach Einbruch der Dunkelheit, weil es mir dann schlichtweg zu kalt ist. Darum gehe ich im Winter unter der Woche lieber joggen und verlege das Biken aufs Wochenende, wenn ich früher raus kann.

  17. Ott sagt:

    Habe mit Freuden festgestellt, dass dieses Jahr im alljährlichen, Winter-mit-Licht-biken-Blog stark auf die Bedürfnisse der Wildtiere eingegangen wurde. Danke Jürg!
    Die Diskussion ist dann auch viel sachlicher und entspannter, da können auch vereinzelte Bikehasser (wieso verbraten die eigentlich Zeit mit diesem Blog?) nicht stören.
    Vielleicht noch eine kleine, inhaltliche Ergänzung: In Gegenden, wo es viele Nachtbiker hat, wäre es sehr wichtig, sich untereinander abzusprechen, damit möglichst alle die selben Trails brauchen. Die Tiere könnten sich so daran gewöhnen. Eigentlich sollten wir das auch als eingefleischte Individualsportler hinkriegen, oder?

    • Klaus Weingaertner sagt:

      da ich jeden Tag 40 km zur Arbeit und dabei 90 % auf Feld und Waldwegen zurücklege, kann ich auch nur ergänzend auf das Wild hinweisen. Im Winter fahre ich einen Umweg, damit ich unliebsame Begegnungen mit dem Wild vermeiden kann.
      Selbst im Sommer habe ich schon durch Vollbremsungen Unfälle mit Hasen oder Rehen vermeiden können. Bei anderen Kollegen hat das leider nicht funktioniert: Beckenbruch durch seitlcih ins Rad springendes Reh und Schulterbruch durch Wildschwein. Beides waren Unfälle in der Dämmerung.

    • Philipp Rittermann sagt:

      danke ott – genau darum gehts. der blog wiederspiegelt, dass die eingefleischten biker ziemlich egoistisch und rücksichtslos sind, wenn es nicht (nur) um ihre eigenen interessen geht. danke für ihr statement bezüglich den tieren!

  18. Roland K. Moser sagt:

    Ich war vorhin 1 3/4 Stunden joggen.

  19. Peter Steiner sagt:

    Es wäre zudem schön, die Velofahrer würden auch die herausgefallenen Wasserflaschen (auch diejnige ihrer Vorgänger) selber zusammenlesen, dann wäre der Wald von diesem Pet-Zeugs gereinigt.

    Danke.

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