3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Velofahren, 42 Kilometer laufen – das sind die Masse eines Langdistanztriathlons. Diese Distanzen bringen selbst stählerne Sportler an ihre Grenzen und sind besser bekannt unter der Marke Ironman. Diese Ironman-Veranstaltungen und ähnliche Wettkämpfe sind ein regelrechtes Verwöhnprogramm. Zumindest, wenn man sie dem Norseman gegenüberstellt. Die Distanzen des norwegischen Extremtriathlons sind dieselben – das Konzept nicht zu vergleichen.
Während die Teilnehmer des Norseman auf jeglichen Komfort verzichten, geniessen sie den Luxus einer imposanten Naturkulisse – von der eisigen Idylle des Hardangerfjords über die wettergebeutelte Hardangervidda, der grössten Hochebene Europas, zum Gipfel des Gaustatoppen. Die Sportler verzichten auf Verpflegungsposten auf der Strecke, auf angeforderte Bands am Strassenrand, welche die Triathleten anfeuern, sowie auf sexy Cheerleaders in Miniröcken vor dem Zielbogen. Stattdessen ein mitgebrachter Supporter, die Stille der Natur und eine atemberaubende Aussicht an der Ziellinie. Der Norseman ist Sport für Puristen und diese Art Triathlon kommt mit dem Swissman nun auch in die Schweiz (siehe Video oben).
Spartanisch und reich an Emotionen
Am tiefsten Punkt der Schweiz, auf 196 M.ü.M., soll im Sommer 2013 in Brissago das Schiffshorn ertönen – das Startzeichen nach Norseman-Manier. Es schickt die Teilnehmer des Swissmans ins Wasser Richtung Ascona, wo sie aufs Velo wechseln. Haben sie die Leventina hinter sich gebracht, wartet auf die Athleten der Gotthard-, der Furka- und der Grimselpass. Nach 180 Kilometer im Sattel, steigen die Sportler in Brienz in die Laufschuhe und rennen über Grindelwald, dem Fuss des Eigers nach, hinauf zur Kleinen Scheidegg auf 2061 M. ü. M.
Der ideele Vater des Schweizer Anlasses ist der Winterthurer Beat Stadelmann. Ihn brachte der Norseman 2009 an seine «physischen und psychischen Grenzen». Die norwegische Veranstaltung möge spartanisch anmuten, aber umso reicher an Emotionen sei der Anlass. So reich, dass sich kaum einer der hartgesottenen Triathleten im Ziel gegen die Tränen wehren kann – auch Stadelmann nicht. 2011 bestritt er den Norseman als Supporter an der Seite des Weisslingers Markus Stierli. Gemeinsam erklommen sie die Spitze des Gaustatoppen und querten die Ziellinie auf 1850 M.ü.M. – hinter dem zweifachen Ironman-Weltmeister Tim DeBoom. Noch im Emotionsstrudel hoben Markus Stierli und seine beiden Supporter Beat Stadelmann und Stefan Knecht den Swissman aus der Taufe.
Weg vom «Konsumsport»
Stadelmann und das inzwischen siebenköpfige OK, wollen sich mit dem Swissman aber weder in die Kategorie «immer härter, weiter, höher», noch in die Sparte Massenveranstaltung einreihen. «Wir wollen weg vom Konsumsport und zurück zur Natur», sagt er. Das bedeutet beispielsweise für die Teilnehmer, dass sie auf reichhaltige Verpflegungsposten verzichten müssen. «Dafür zeichnet ihr Supporter verantwortlich.» Im Zentrum stehe das Erlebnis der Schönheit und Vielfalt der Landschaften. Darum die Strecke «von den Palmen in der italienischen Schweiz zum ewigen Eis».
Ähnlich wie beim Norseman ist die Teilnehmerzahl beschränkt. 250 Athleten werden in Brissago am Start stehen. «So sind wir ‹en famille›. Und wie im Kreis von Vertrauten üblich, schaut man zu einander – das ist in unserem Reglement verankert», so Stadelmann. Die Wettkampfregeln des Swissmans verpflichten die Sportler, einander beizustehen. Zur Familie gehört auch die Natur – darauf legt der ehemalige Bergsteiger wert. Das Swissman-Reglement ahndet denn auch Littering mit einer nicht verhandelbaren Disqualifikation.
Stadelmann und sein OK verstehen sich nicht als Konkurrenz zu anderen Triathlons in der Schweiz. «Wir sind die Ergänzung – ein kleines, aber feines Nischenprodukt.» Der beste Beweis, dass auch die anderen Veranstalter dieses Verständnis teilen: Der Swissman erhält bereits während der Planung wertvolle Unterstützung von den Machern des Inferno-Triathlons und des Jungfrau-Marathons.








Natascha Knecht ist Journalistin und Outdoor-Sportlerin. Aufgewachsen im östlichen Berner Oberland, dem Mekka für Kletterer und Alpinisten, lebt sie seit über zehn Jahren in Zürich. Im Outdoor-Blog betreut sie die Ressorts
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Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Anette Michel ist Umweltnaturwissenschaftlerin und im Bereich Energieeffizienz tätig. Daneben hat sie mehrere Jahre als Velokurierin gearbeitet und dabei ihre Leidenschaft fürs Fahrrad entdeckt. Sie fährt seit fünf Jahren in ihrer Freizeit Rennvelo. Sie schreibt im Ressort 















































Faszinierend. Ohne Zweifel finden sich 250 Teilnehmer, die das Prinzip immer härter, schneller, verrückter ausprobieren wollen. Warum nicht? Es gibt sicher dümmere Aktivitäten.
Endlich, endlich: die Carbon statt Kondition-Fraktion mit Design-Funktions-Kleidern, thermonuklear-Brille und GPS am Handgelenk hab ich nie ernst genommen. Ich bin früher regelmässig jeden Tag 20 km Joggen gegangen, dazu habe ich noch oft Bern-Olten-Bern mit dem Renner gemacht. Ich war damals so fit, dass ich viele lokale cracks wie Schaller oder auch Ryffel an der Aare locker begleiten konnte. Was ich an hatte? Alte Addidas-Shorts und noname-dry-Kleider. Mein Fahrrad? Ein altes Moser-Rennvelo aus dem ebay für 500 Franken, das hielt dann über 25’000 km (nach einigen Reparaturen…). 35 Km Joggen und 140 km Velofahren war damals ein Klacks. Beim Schwimmen bin ich mir nicht sicher, da bin ich oft auf dem nach Hauseweg in den Moossee einmal, selten auch zweimal ganz durchgeschwommen. Und am nächsten Tag? Nix, nada… mal etwas die Kniebänder oder ein Zwicken in den Waden in der Nacht. Und das alles ohne High-Tech-Nahrung. Am abend 1 Kilo Teigwaren mit 6 Eiern. Und beim Sport Wasser mit Magnesium (günstig aus der Drogerie) und etwas Vitaminen, oft zwei Bananen. Ich “hasse” all die Triathleten und Marathönler, die am Tisch oder im Büro mit ihren Leistungen angeben und prahlen. Ich schweig und grinse. Sport, das macht man. 1. Liga Fussball, 1. Liga Hockey, teilweise auch Nationalligaeinsatze. Das macht man einfach und redet nicht drüber. Es sind die Erlebnisse die man hat, nicht die Story danach. Unvergessen, wie ich mit einem 14er Ritzel den Simplon rauf bin und ein ganzes Velo-Amateur-Team aus Deutschland, die mindestens die doppelte Trittfrequenz hatten, hab stehen lassen. Unvergessen, wie ich zu Fuss zwischen Lagendorf und Weissenstein gute Rennvelofahrer überholt habe und zuerst oben war. Unvergessen, wie ich von Biel nach Magglingen mit alten Turnschuhen und uralt-Baumwolltshirt die Treppen beim Bähnli rauf gesprungen bin und schneller als ein Mountainbiker mit 5’000 Franken-Bike war. Hey, Sport ist leben. Puls. Natur, Schweiss. Alltag. Und genau wie im Sport ist doch ein Leben mit BMW, neustem Iphone, Designküche und Job bei UBS sowas von lahm. Nur looser wollen um jeden Preis reich werden, und nur nerds fliegen nach New York und hoffen, zwischen all den Obdachlosen zu laufen und dass das Rennen nicht abgesagt wird. Ich kenn Leute, die sind extra mit einem Budget von 4’000 Franken nach NY für 5 Tage wegem Rennen. Und die sind jetzt traurig, weil sie das neue Ipad-mini nicht im NY kaufen konnte… Phhh…. lieber am freien Nachmittag auf den Gurten. Konsum ist nicht alles. Und darum sind solche Minimal-Rennen das einzig wahre. Back to the roots. Ohne Bigbands, Fans am Strassenrand und Dutzende von Werbegeschenken in der Tasche danach, die kein Mensch braucht. Just do it! Ohne Traritrara. OK: jetzt killen mich sicher tausende Schweizer, die im überbezahlten Partnerlook-Nike-Addidas-outfit und super-teuren Sportgeräten sowie in überorganisierten Grossanlässen Ihren Lebenssinn suchen und nun kritisiert sehen. Hey, den besten event macht ihr allein. Nächste Woche, beim Start regnet es, unterwegs zufällig mit Jemanden mitjoggen, unbekannte Route, neue Wege, Fahrrad kurz auf 5.5 bar pumpen, den Wind spüren… und dann zu Hause ankommen. Füsse pflegen, Duschen und ein gutes Buch lesen (in Papierform).
Etwas lang dieser Beitrag. Du plauderst offenbar doch gern darüber, was du alles machst Ed Berner. Aber hat schon was, was du sagst.
Hallo
Naja, aber ich bin anonym unterwegs: am Stammtisch schweige ich:)
Danke: ja, etwas Kritik war dabei und ich hoffe, die stimmt.
Ed
Na na, jetzt nur nicht überheblich werden… ” Ich schweig und grinse. Sport, das macht man. [...] Das macht man einfach und redet nicht drüber.” Dafür haben wir jetzt aber gerade reichlich viel über ihre Heldentaten gelesen… Gratuliere zu Ihren Leistungen, aber ich seh den elementaren Unterschied nicht wirklich zwischen Angeben, wenn man etwas mit super Hightech-Material geleistet hat und Angeben, wenn man es mit uraltem Material getan hat. Die Leute gewichten gewisse Dinge im Leben nicht gleich stark, es ist jedoch sehr vermessen, die eigenen Prioritäten als die einzig richtigen anzusehen. Ich hoffe für sie, dass Sie das Ganze etwas enspannter beurteilen können und etwas toleranter werden.
PS. Nein, ich fühle mich nicht persönlich angegriffen, auch ich fahre ein Occasions-Rennrad und esse Farmerstängel aus der Migros statt Hightech-Gels.
@ ed:
You made my day….haha wirklich lustig. Man tut es und redet nicht darüber, aber gleichzeitig in einem halben Buch sich selbt beweihräuchern!
Ich frage mich, ob der ganze Text doch hätte ironisch sein sollen? Bitte um Aufklärung.
Roger
Grotesk und herrlich inkonsequent: freut mich, dass einer den gleichen Humor hat:)
Aber trotz allem: zwischen den Zeilen ist viel Ernst
Ed
…..Duschen natürlich ohne Seife und sicher kein Deo benutzen.
Klar, und nur kaltes Wasser…
Deo? Was ist das?
Ed
Vielleicht etwas viel Früher-war-alles-besser-Romantik, aber einem Punkt kann ich zustimmen: Leute, die lang und breit mit ihren (meist mittelmässigen) Leistungen rumprahlen, nerven. Typischerweise kehren diese Leute aber dem Sport meist so schnell den Rücken zu wie sie einst damit begonnen haben. Ich bin auch der Ansicht, dass das Wertvolle am Sport die Erlebnisse (und als Leistungssportler sicher auch die Resultate sind). Wer das aus Überzeugung tut, muss damit auch nicht angeben (heutiges Phänomen: täglich die absolvierten Trainingsdistanzen auf Facebook posten).
An deinem Post könnte man jetzt natürlich kritisieren, dass du genau das machst, was du anderen vorwirfst: Mit deinen Leistungen angeben und denhenigen, die eine andere Herangehensweise haben, Vorwürfe zu machen. Mir sind Angeber in Designersportklamotten immer noch lieber als komplette Bewegungsverweigerer (“Sport ist Mord”). In diesem Sinne: Leben und leben lassen, auch die Grossveranstaltungen in der Schweiz haben ihr Gutes, weil sie viele Leute überhaupt erst zum Sport bringen.
Hallo
Auch ich kann Dir zustimmen: Jeder der Sport macht, verdient Respekt! Bewegung ist gesund und braucht IMMER Überwindung. Schon mit dem Fahrrad ins Migros ist eine Leistung.
Und ja: Grossveranstaltungen sind dahingehend positiv, als dass sie Leute zum trainieren bringen. Wenn einige dann beim Sport bleiben, ist das ja schon lobenswert.
Ja, und das Prahlen war viellleicht karrikaturiert um die Kritik kritisierend zu exemplarisieren?
Ed
Hallo Ed,
kann mir gut vorstellen das das deutsche Velo Team sich gedacht hat:” Ach komm, lass die arme Wurst mal ”
wahrscheinlich warst du im roten Bereich und die Jungs sind gerade mal in der Komfort Zone gefahren.Und 35 km Laufen +140 Rad??? was soll uns das jetzt sagen.Die Distanz ist für viele halbwegs gut trainierte Athleten kein Problem,auf das Tempo kommt es an
Egal,ich finde jeder sollte das machen wozu er Lust hat……….und es ist gut das wir nicht alle gleich sind.Und ja ,ich verpflege mich auch im WK mit Gels,weil ich ein Wurstbrötchen so schlecht herunter bekomme
Hallo Fuad
Natürlich war ich im hellroten Bereich als mich die Deutschen vor lauter Mitleid zurückgeschaltet haben
Und mein Tempo auf dem Rad ist immer über 30 in der Ebene:)
En guete bei Deinem Gel.
Edi
Da spricht einer ein bisschen viel über sport der lieber schweigt. Hast ein bisschen zuviel Zeit verschwendet Ed Berner, wärst besser noch die Aare hoch geschwommen anstattt zu plaudern, könntes dann noch mehr angeben. Soll jeder machen was er will Occasion oder Carbon Time Maschine für 13 000.- Stutz. Grunz
Sorry, auch mir ist die Wortmeldung zu lang, unmöglich mich zum Lesen zu zwingen. In der Kürze liegt die Würze.
Schwätzer!
Hi Ed, cooler Artikel. Es freut mich besonders, dass Du meinen Uralt Kumpel in einem Atemzug mit Ryffel nennst
Ansonsten, lass doch die Sporttheoretiker und schmunzle einfach über sie.
Hallo
Ja der Aldo war schon fit. Und auch Sven. Da war man schon stolz, wenn man mitfahren konnten.
Im Rennen… da sahen da die Meisten uralt aus, da war dann nix mehr mit mitfahren
Edi
Man kann auch mit einem 5000.- Bike und anderem Hightechmaterial jede menge Mpass haben und es soll Menschen geben die trotz dem abgesagten New York Marathon da hin geflogen sind die von Facebookusern organiserte Charity-Veranstaltung im Central Park mitgemacht hatten. Wer weiss, vielleicht auch noch selbst Geld für die Opfer des Huricans gespendet haben, ev. das Geld das fürs I-Pad reserviert war …..
Die Welt ist zum Glück nicht überall nur Schwarzweiss.
Zum Triathlon: Es gibt immer wieder Sport Veranstaltungen bei denen es hauptsächlich um Spass geht, trotzdem machen da auch aktive und viele ehemalige Spitzensportler mit, vielleicht gerade desswegen.
Wem das zu kommerziell ist: es gibt soviele tolle Touren, Abenteuer die man von Zuhause aus erleben kann. Egal selbst gebastelter Triathlon, Duathlon, Biketour oder Wanderung …. ganz ohne Moralkeule
Der Trick an solchen Veranstaltungen ist ja genau der dass sie Aufschneiderfraktion sich meist daran die Zähne ausbeisst oder einfach nicht am Start ist weil das Publikum fehlt.
Die meisten Teilnehmer interessieren sich wohl zuletzt für solche Typen.
Zur Not kann man ja auch im Restaurant essen oder das Futter selbst mitschleppen wenn man ohne Begleitfahrzeug dara teilnehmen will.
Es gibt auch genug Rennen wo gar kein Support erlaubt ist und viele Veranstaltungen wo fremde Hilfe zumindest verpönt ist ….
zt. gibt es die Veranstaltungen schon Jahrzehnte.
Wer sich wirklich dafür interessiert kennt wohl die Meisten schon.
Fast* jeder Mensch braucht Anerkennung. *Es gibt – wie überall – Ausnahmen; meist haben die aber irgendwo ‘ne Spezialität erlebt oder eine interessante Hirnstruktur.
Also für dass du über deine Leistungen schweigst hast du jetzt doch etwas viel geschrieben…
es soll zwar keine üppigen verpflegungsposten geben, dafür aber 250 autos, die den radlern nachfahren um diese zu verpflegen? ich weiss nicht recht…
Ein normaler Ironman reicht nicht mehr zum Angeben. Es muss schon über drei Alpenpässe mit dem Rad gehen und als Dessert noch einen Gebirgsmarathon.
Sport in der Natur kann jeder selber Treiben ohne solche Veranstaltungen.
Aber da macht man eben nicht solche Distanzen
Klingt super. Da kann man den Veranstaltern nur viel Erfolg wpnschen.
Superidee diese Veranstaltung. Dann aber ohne die Typen, die erzählen das man alles nur für sich selbst macht, und dann ewig lang sich selbst beweihräuchern wie toll sie doch sind.
jedes soll es so machen, wie es für ihn stimmt.
Ein Ironman ist eine tolle Leistung und verdient meinen Respekt.
Ich werde aber vermutlich nie solche Distanzen absolvieren
und bleibe bei meinem jährlichen short-Triathlon.
Ich bin damit zufrieden und muss nicht immer “höher, weiter, schneller”
sondern mache an diesem Anlass mit, damit ich meinen inneren Schweinehund überwinde,
und so wenigsten ab und zu trainiere und etwas für meine Gesundheit tue.
Die Distanz bleibt immer die gleiche, egal, wie ich diese zurück legen will und mit welchen Hilfsmitteln.
und ja, es ist verständlich, wenn ich den “New York Marathon” als Jahresziel definiere und nicht starten kann,
dass ich nicht begeistert bin.
Das gleiche ist auch beim Ironman zu beobachten, wenn die Sonne runterbrennt und ich beim zusehen fast ein Hitzeschlag kriege und die Triathleten trotzdem ihre Strecke abspuhlen. Wieso sollten sie nicht? Schliesslich haben sie das ganze Jahr dafür trainiert und andere Aktivitäten mussten zurückstecken und das Startgeld ist auch nicht billig.
Wird spannend, jeder kämpft sich durch die Auto- ind Töffkolonne über die Pässe.
Der Marathon wird jeder irgenwie torkelnd überstehen, ist aber ein super tolles Erlebnis!!!!!!
Leute,
ihr würdet euch besser nen aktiven Job suchen.
Z.B. Seiltechniker, Landschaftsgärtner oder Bergbauer und schon seit ihr am Abend müde und zufrieden (inkl. Woende).
Gruss
Back to the roots… naja auf jeden Fall Fast… Das Konzept vom Transswiss finde ich nach wie vor unübertroffen. Mit dem Zug reisten alle ins Tessin und das Ziel war in Schaffausen. Verpfelgungsposten hatte es glaube ich auf der Radstrecke 4 und Begleitfarhrzeuge waren verboten. Aber auf jeden Fall viel Glück den Veranstaltern und den Teilnehmenden!!
“Die Puristen kommen”
Nett, dass auch hier so schön schubladisiert wird…
Bin der Meinung von Ed! lach
Zizat: ” Ich “hasse” all die Triathleten und Marathönler, die am Tisch oder im Büro mit ihren Leistungen angeben und prahlen. Ich schweig und grinse.”
Findest du diesen Satz nicht selbst traurig wenn du Ihn liest?
Wünsche den Veranstaltern viel Erfolg, vielleicht bis irgendwann mal.
@Ed Berner: Ich brech ins Essen. Selten habe ich jemanden gelesen, der sich so selbstgefällig auf ein so hohes Ross setzt und gleichzeitig andere für dieses “Vergehen” belangt. Ganz erhlich: Ich bin stolz auf Dich Gutmenschen, dass Du es barfuß und mit einem Holland-Rad allen gezeigt hast und so ein echter Naturbursche bist. Mir ist jeder Carbon-Velo-Fahrer lieber, der auf Ankommen eine Transalp fährt, als jemand, der allen auf die Nase binden muss, dass er im Norweger Pullover non-stop um die Welt geradelt ist. Was Menschen im Einzelnen dazu motiviert, Sport zu machen, ist mir sche…ßegal, aber ich bewundere jeden, der seinen Schweinehund überwindet und damit besser und gesünder lebt, als viele andere. Der Eine braucht dafür als Ziel den nächsten 5km-Volkslauf, einem anderen reicht das pure Erlebnis in der Natur und ein anderer möchte Menschen erzählen, dass er ein Ironman ist. Und einige erfreuen sich auch an großartiger Technik, die den Sport um Zahlen anreichert. Wer das mag – ja, warum denn nicht? Alles ist legitim, nichts ist besser oder schlechter. Die welt ist bunt, Menschen sind bunt und eben nicht nur schwarz weiß. Wer so denkt, und sich selbst zu der besseren (geistig überlegenen?) Hälfte zählt, sollte schleunigst sein Weltbild hinterfragen! Apropos Swissman: Geile Idee! Viel Erfolg!
Ob dieser Anlass wirklich ein “zurück zur Natur” ist, würd ich mal stark bezweifeln! 250 Teilnehmer, jeder hat einen Supporter, das heisst es sind 250 Autos unterwegs. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Teilnehmer Ihre Verpflegung selbst mitbringen! Ich war mal mit dem Renner am Alpenbrevet, dort sind die Verpflegungsposten vom Veranstalter organisiert, aber selbst dort hatte es Fahrer, welche einen “Privatsupporter” haben. Schön lästig wenn man immer wieder von den gleichen Autos überholt wird, aus dem Auspuff kommt ja nicht nur Luft raus!
Nun lasst mal gut sein mit der Kritik, das wird ein toller Anlass und wer so was sucht, der findet es nun auch in der Schweiz und muss nicht nach Norwegen fliegen.
Und völlig egal ob mit Hightech oder Lowtech unterwegs, es zählt die Aktivität und Wohlgefühl für Körper und Geist.