Warum SAC-Hütten luxuriöser sind als Hotels

im unbewarteten mischabel-biwak auf 3847 meter gibts ausser Schnee schmelzen und selber kochen nichts zu tun.

Im unbewarteten Mischabel-Biwak auf 3847 Meter gibts ausser Schnee schmelzen und selber kochen nichts zu tun.

Alpinisten erzählen Vieles und spotten gerne. Zum Beispiel habe ich mal gehört, einer hätte bei einem Hüttenwart so lange gebettelt, bis ihm dieser für 80 Franken extra Wasser gewärmt habe – für eine Dusche. Einfach weil er es als «Saubermann» nicht aushalten konnte, sich nach dem schweisstreibenden Hüttenzustieg ungewaschen aufs Ohr zu legen und am nächsten Tag nicht nach Seife riechend auf den Gipfel zu steigen.

Wer seine gewohnten Komfort-Ansprüche nicht zu Hause lassen kann, hat es da schwierig. Auch meine lieben Freunde und Bekannten, welche die Berge höchstens vom Skifahren kennen, oder durch die Fensterfronten von «alpinen» Wellness-Resorts, sprechen mich hin und wieder darauf an, wie ich solche Basic-Unterkünfte aushalte. Ungelüftete Massenlager ohne Privatsphäre, Toiletten ohne Spülung, tagelang keine Dusche, kein Haarewaschen, manchmal nicht mal Wasser fürs Zähneputzen, Essen, was auf den Tisch ohne Tischtuch kommt. Für sie kämen solche Erlebnisse einer Folter gleich.

Hütten geben mir Positives und nehmen mir Negatives

Doch hat man mal entdeckt, welchen Gewinn solche Entbehrungen bringen, erlangt Luxus eine ganz andere Bedeutung als das, was wir für viel Geld bekommen können. Alleine in diesem Jahr nächtigte ich über zwanzig Mal in einer SAC-Unterkunft, in einer Schutzhütte oder in einem Biwak. Und ebenso oft in einem Schweizer Hotel irgendwo in den Bergen, meistens Zwei- oder Dreisterne, zwei Mal in Viersterne-Häusern. Mein Fazit: Was den Erholungs-Faktor und die innere Zufriedenheit anbelangt, liegen die spartanischen Null-Sterne-Hütten vorne – und zwar deutlich. Sie nehmen mir alles, was mich im Alltag belastet: den Druck, zu müssen, zu haben, zu erledigen.

Zeit & Hygiene

Daheim und in einem Hotel käme es mir nie in den Sinn, das Haus ungeduscht zu verlassen. Jeden Morgen kostet mich dieses Ritual inklusive Haarewaschen, Fönen, Bodylotion eincrèmen etc. rund 45 Minuten. Bin ich dann den ganzen Tag am Berg aktiv, würde ich mich nicht getrauen, ungewaschen im Hotelrestaurant zu dinieren. Also investiere ich am Abend nochmals wertvolle Zeit in die Körperpflege. Ganz anders in der Berghütte. Da steht mir – ausser in Ausnahmehütten –  höchstens eiskaltes Wasser zur Verfügung. Mich da «zu waschen», dauert 15 Sekunden. Nicht selten verzichte ich ganz darauf. Wozu sollte ich? Keinen interessierts, wie die Frisur aussieht. Mich auch nicht, weder meine noch die der anderen. Egal ist mir ebenfalls, ob ich oder die anderen nach sportlicher Anstrengung duften. Selbst wenn ich wollte, könnte ich das nicht beurteilen. In der Geruchs-Vielfalt einer Hütte würde sogar ein Axe-Spray untergehen. Einen Schaden habe ich deswegen noch keinen davongetragen, dafür viele Stunden für mich und meine dringend benötigte Entspannung vom Alltagsstress gewonnen.

Massenlager

Reserviere ich in einer Hütte, dann weiss ich, was mich erwartet. Eine schmale, dünne Matratze auf einer Holzunterlage. Oft sind diese Betten bequemer, als in Hotels. Denn dort bekomme ich nicht unbedingt, was ich mir für den Preis der Übernachtung vorstelle: Manchmal Klaustrophobie erzeugende Einzelzimmer in der Grösse einer Besenkammer. Oder ein Bett, dessen Lattenrost durchhängt wie bei einer schlecht gespannten Hängematte.

Schlafen

Obschon für eine Gipfeltour zu unheiligen Uhrzeiten aufgestanden werden muss, nicht selten um zwei, drei oder vier Uhr morgens, schlafe ich in einer Hütte so viel, wie nie. Schon am Nachmittag lege ich mich gerne ein Stündchen hin und döse. Für mich Luxus pur! Und nach dem Znacht habe ich kein Problem, mich bereits um 20.30 Uhr in die Welt der Träume zu verabschieden. Es gibt hier ja nichts zu tun. Ganz anders im Hotel. Da sitze ich um diese Zeit erst bei der Vorspeise – nachdem ich pflichtbewusst geduscht, mich frisiert und frisch gekleidet habe. Und ist das Diner dann geschlemmt, schlendert man gerne noch durch den Ort, zur Verdauung und weil man sehen will, was es hier so gibt, wenn man schon da ist. Endlich zurück im Zimmer, lacht der TV. Sich durchs Programm zu zappen, ist zwar sinnlos, aber man tut es trotzdem. Oder noch ein halbes Stündchen mit dem Liebsten daheim telefonieren. Und/oder Emails checken und beantworten. Im Hotel gibt es für solche Dinge keine Ausrede. In der Hütte ist es nicht einmal eine Ausrede. Da entspanne ich dankbar im Funkloch.

Essen und Trinken

Klar würde ich zuhause nie eine Päcklisuppe oder Pulver-Stocki zubereiten, wie man das in einer Hütte serviert bekommt. Dafür weiss man dann daheim ein Gericht aus frischen Zutaten wieder zu schätzen. Ausserdem bekam ich in Restaurants schon Menüs serviert, welche tief unter der Qualität einer Hüttenmahlzeit liegen, aber deutlich mehr gekostet haben. Und klar ist es mühsam, im Biwak aus Schnee komisch schmeckendes Wasser zu schmelzen, mit dem man dann die Päcklisuppe oder den  Tee aufgiessen kann. Aber ohne das alles wäre mir vielleicht nie bewusst, was echter Luxus bedeutet. Freiheit – in jeder Beziehung.

Reichtum sitzt eben nicht nur hinten rechts in der Hosentasche, sondern zum Glück auch ganz oben zentral im Denkorgan – und gleich hinter dem Brustbein links.

57 Kommentare zu «Warum SAC-Hütten luxuriöser sind als Hotels»

  • beat sagt:

    ein bekantes sprichwort sagt: mann geht zum übernachten auf eine SAC Hütte, nicht zum schlafen ;-)

  • manfredz zürcher sagt:

    pulver-stocki ist feiiiin!

  • Ralph sagt:

    Dem Arktikel kann ich grundsätzlich zustimmen. Entscheidend sind aber bei allen Höhen, nächtlichen Lärmpegeln und Geschmacksrichtungen die Hygiene sowie die Gastfreundschaft der Hüttenwarte. Überbuchte Hütten (Alber 1ér und Cabane Chanrion), verunreinigte Toiletten (Albert 1ér), umherpolternde Hüttenwarte (Cabane Chanrion und Cabane des Vignettes)haben nix mit Romantik zu tun. Die überwiegende Zahl der Hütten in der Schweiz ist aber total super, auch ohne Funkloch.

  • Titao sagt:

    Also, Probleme mit fehlender Dusche oder richtigen Toilette habe ich nicht… eher mit der Freundlichkeit des Personals (warum so oft so schlecht???) und das Schnarchen der anderen Gästen. Deswegen viel viel Besser eine Nacht ganz ohne Hütte!

  • Lina More sagt:

    „Reichtum sitzt eben nicht nur hinten rechts in der Hosentasche, sondern zum Glück auch ganz oben zentral im Denkorgan – und gleich hinter dem Brustbein links.“
    Ich gehöre zwar nicht zu den Berggängern, dafür habe ich den Reichtum auch in meinem Alltag nicht auf Funklöcher angewiesen zu sein um unerreichbar zu bleiben; morgens nur zwischen 10 und 20 Minuten (inkl. Haare waschen) zu benötigen bevor ich aus dem Haus gehe; mich nicht genötigt zu fühlen, einen Fernseher anzuschalten, bloss weil er in meinem Hotelzimmer steht; wenn ich müde bin auch schon mal vor 21 Uhr ins Bett zu gehen…
    Richtig frei ist erst derjenige, der „den Druck, zu müssen, zu haben, zu erledigen“ auch im Alltag hinter sich lassen kann und nicht ständig sämtliche Erwartungen der Gesellschaft (perfekt frisiert, immer erreichbar, etc.) zu erfüllen müssen meint.

    Und so frei, wie sie hier schreibt, ist Frau Knecht auch in den Bergen nicht, sonst würde sie sich keine Gedanken über die mangelnde Mode von Bergkleidung machen.

  • Stefanie sagt:

    Nein, miefende Bergler gehören gewa(t)schen. Sollte heutzutage keine allzu grosse Sache sein, sich nach der Rückkehr in die Hütte zu entmiefen.

  • Alpinist sagt:

    ich war glaub ich seit 10 Jahren nicht mehr auf einer bewarteten SAC Hütte. Entweder ich schleppe mein Biwakmaterial selber mit und geniesse ein tausend Sternehotel oder ich bin in einer schönen Ecke unterwegs, wo es in einer Biwakschachtel noch gemütlich zugeht. Die Kommerzialisierung der Alpen in diesem Ausmasse wie es gerade zu sehen ist sollte zu denken geben

  • Claudia sagt:

    Das sehe ich genau so Natascha. Wer alles inklusive haben muss soll unten bleiben. Einige Hüttenbesucher können sich nicht vorstellen dass auf 3000 müM. andere Bedingungen herrschen, dass sorgsam mit Ressourcen umgegangen werden muss. Aber zum Glück gibts viele Bergbegeisterte die SAC-Hütten sehr schätzen. Ich jedenfalls habe schon viele tolle Touren erlebt und war froh um die Hütten.

  • ILENA sagt:

    Ich möchte auch einmal unter einem 10 000er Sternen Himmel erwachen, was für eine Vorstellung, ich schwelge…
    aber der Begleiter, Beschützer fehlt mir. Nanu, Träumen darf man ja! :-)

  • hallo mitenand

    ich danke frau natascha knecht für dieses gute thema.

    die sac hütten sind viel zu komfortabel. wer duschen braucht soll bitte nach cran canario in die ferien gehen.
    viele huettenwarte sind nicht „interessiert“ an bergsteigern die um 3 uhr aufstehen. die haben lieber die wanderer.

    ich bin froh das ich in den 1970 und 1980er jahren noch die echten sac huetten erleben konnte, durfte. es war damals auch
    die bessere ambiente unter den bergsteigern als heute.
    am schönsten ist es, unter einem 10 000er sternen-himmel zu erwachen.

    gute touren.

    gruss von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

    • Roland K. Moser sagt:

      Zu Hause habe ich auch eine Dusche. Ich muss nicht so weit fahren.Nach 4 Std. Rennvelo oder MTB fahren unter die schön warme Dusche stehen ist Entspannung pur. Richtig schön.
      In der Bergen wäre es dasselbe – Zumindest für mich.
      Natürlich sind nicht alle SAC-Hütten für sanitäre Anlagen geeignet. Die kleineren welche ganz hoch oben sind, wie diejenige auf dem Bild, kann und muss man nicht mit sanitären Anlagen ausrüsten.

  • Ich geniesse nach einer Bergtour gerne das einfache Leben auf einer SAC-Hütte:
    Waschen mit kaltem Wasser super erfrischend, den Sonnenuntergang vor der Hütte auf sich wirken lassen, das allabendliche Ritual des Nachtessen, die gemeinsamen Gespräche und das Austauschen von Bergerlebnissen. Dies ohne Handy, Comfort und Duschen. Abschalten vom Alltag pur.Ich hoffe diese Athmosphäre bleibt uns noch lange erhalten.

  • viktor ledermann sagt:

    Tatsächlich kann Verzicht auf Luxus ein Gewinn sein! Aber sicher nicht in einer Hütte mit Massenlager. Das Geschnarche ist für einen, der Militärdienst hinter sich hat, schlicht unergträglich. Ein Königreich für einen einsamen Platz vor der Hütte für den Schlafsack (und der Möglichkeit, in der Hütte zu essen).

  • Michael sagt:

    Erinnere mich an eine harte Radtour in den Alpen im Spätherbst: ich landete in Mayrhofen im Zillertal, da war ein einziges Hotel offen, ein bombastisches 4-Stern-Haus im Tiroler Stil.
    Es war nicht teuer, nur das Zimmer war durch den Luxus irgendwie übel, habe es als gar schädlich zum Hauptziel Radfahren empfunden.
    Vielleicht ist die einfache Art von Unterkunft und auch Ernährung ein Muss bei solchen Sportaktivitäten?

  • peter sagt:

    der komfort mag nicht so hoch sein, die preise für nichtmitglieder und wenigverdiener aber doch noch ziemlich.

  • Hans Saurenmann sagt:

    SAC Huetten habe ich in meiner Jugend benuetzt und es waere mir nie in den Sinn gekommen Ansprueche zu stellen, da meistens kein Geld uebrig war, die neuen Huetten kenne ich nicht einmal und will sie auch nicht benuetzen. Bin jetzt 69 und habe Lust wieder einmal Bergauf zu gehen, langsam aber sicher, und moechte moeglichst keine Yuppies sehen. Uebrigens frueher konnte man nicht ohne weiteres Mitglied einer Sektion werden und darum habe ich keine Mitgliedschaft, mein Grossvater war Mitglied der Section Mieten? Das war meine Erstbesteigung mit Ihm ganz Jung (Grosser Mieten), natuerlich am Seil and der Wand aufwaerts gekrochen, es Gruessli us Florida.

  • Aschi sagt:

    „Der Senne wäscht sich am morgen früh, der Alpinist der tut das nie.“ Luxus SAC-Hütten (zB. Mte. Rosa) sind die Quelle potentieller Umweltzerstörung. Sie ziehen zuviele Besucher an, erfordern unzählige Heliflüge und erhalten Unmengen von Müll und Abwässern. Wundervolle Berghütten mit einfacher Einrichtung aber hervorragender, umweltschonender Bewirtung sind zB.: Bietschorn,-Schwadri- und Engelhornhütte. Der SAC ist zu einem gewaltigen Tourismusunternehmen mutiert, in dem sich manch älteres Mitglied nicht mehr wohl fühlt. Allerdings gibt es eine neue Bergsteigergeneration die offenbar diese Entwicklung begrüsst (viele Neueintritte). Überlassen wir gerne diesen Leuten den „modischen Playground der Alpen“ und steuern unbekanntere Ziele in Wald, Feld und Alpen an. Die gibt es auch, sofern nicht der hinterste Winkel durch ein neues Führerbüchli mit GPS-Routenbeschrieb ans Licht gezerrt wird. Zelten ist auch noch erlaubt, meistens.

  • Steph Müller sagt:

    Grüezi Natascha, da hast du aber schon etwas dick aufgetragen ;-) Oder sind wir in so unterschiedlichen Hütten abgestiegen :-)?

    Das Essen war immer super (von der Mönchsjochütte abgesehen, jedoch keine SAC Hütte), die Hütten-Crew sehr flott, etc. Aber Komfort? Mit 8-20 Leuten im Massenschlag, kaum Platz um sich zu drehen, einige Schnarcher, wenig Platz für Rucksack, etc. Naja! Du sprichst von Erholung? Also nach einer 8-10h 4000er-Hochtour bin ich meistens etwas auf den Felgen… Trotz allem, meine Ziel 48 4000er lässt mich doch immer wieder alle Unannehmlichkeiten vergessen…

    Wie auch immer, meine Ferienwochen am Meer, von vergangener Woche, war definitiv erholsamer als Nadelgrat, Matterhorn & Co!

  • Peter Müller sagt:

    leider liegt das problem auch beim sac. die hütten brauchen wohl wachstum und werden für ein breiteres touristisches publikum immer mehr zu hotels umgebaut. ich bin jetzt bald 40 und beobachte diese entwicklung zu mehr konfort skeptisch. die funkion von bergütten sollte schutz, unterkunft und einfache verpflegung für berggänger und alpinisten sein. leider ist in die berge gehen heute trend und es spühlt unmengen von top modisch im transa oder bächli ausgerüsteten leute in die hütten die viel geld ausgeben für sachen die sie nicht wirklich brauchen aber eigentlich keine ahnung von den bergen haben.
    ich gehe den hütten je länger je mehr aus dem weg und ziehe es vor zu biwakieren. da kommt diese ganke diskussion erst gar nicht auf.

  • Andreas Kaufmann sagt:

    Danke Natascha, das hast du schön geschrieben. Ich hätte gerade Lust wieder einmal eine Bergtour in den Alpen zu unternehmen. Leider ist mir das zurzeit vergönnt und so muss ich mit einigen Gipfeln in meiner zweiten Heimat dem Nordirak Vorlieb nehmen.
    Natürlich sind nicht alle Hüttenübernachtungen so angenehm, wie du das beschreibst. Manchmal ist eine Hütte total überfüllt und alle stressen rum. Aber es gibt sie, diese schönen Momente in denen man Nachmittags nach erfolgreicher Tour, sich in der wärmenden Sonne vor der Hütte räckelt und einen frischen Früchtekuchen geniesst. Einfach herrlich! Aber es ist ja nicht allein das Hüttenerlebnis, sondern das ganze Bergerlebnis, das mich den Alltag vergessen lässt und für mich Erholung bedeutet.

  • Was für ein erfrischender kommentar. Verzichten zu können, um dann die ‚errungenschaften‘ unserer modernen zivilisation umso höher schätzen zu lernen, ist tatsächlich das grösste, was uns passieren kann.

  • maendli Luethi sagt:

    Da werden die Hütten doch etwas arg strapaziert. Die SAC Hütten sind heute genau so Konsum- und Wirtschaftsunternehmen wie das meiste Andere auch. Von Romantik und Abstand zum Alltag keine Spur.
    Leider.

  • Edith sagt:

    Oh Natascha, wie wahr wie wahr!
    Erst die Reduktion aufs Wesentliche zeigt, wo wir verschwenderisch sind. Im erreichbar Sein, bei der Körperpflege. Das heisst noch lange nicht, dass wir Stinkmorcheln und Handymuffel zum In-Style erküren sollen. Und ein Sonnenauf- oder -untergang ist weit spannender als das Zapp-Programm am TV. SAC-Hütten sind Refugien, zum Beispiel die Hörnlihütte am Matterhorn.
    Gruss an alle SAC-Fossilien.

  • Sigurd Weber sagt:

    Noch schöner als die Hüttenübernachtungen sind die freien Biwaks draussen, mit Biwaksack und Schlafsack. Da ist auch noch der Sonnenunter- und aufgang dabei, ohne Schnarcher.

  • Dani sagt:

    Toll wie Mancher ein Funkloch und kein Telefon als Luxus empfindet. Ich gönne mir den Luxus täglich, weil ich kaum ein Handy benütze.

  • Seppl sagt:

    „Reichtum sitzt eben nicht nur hinten rechts in der Hosentasche, sondern zum Glück auch ganz oben zentral im Denkorgan – und gleich hinter dem Brustbein links.“

    Wunderschön gesagt, Merci, fühle mich in einfachen Hütten , sauwohl und such sie mir nicht aus Geldmangel sondern aus Neigung aus.
    Herzlichen Dank für den Blog, es bleibt zu hoffen, dass ein paar dieser Fossilien überleben werden und nicht alle modernisiert werden
    Seppl

  • alanfrank sagt:

    Super! Das Gefühl, nicht immmer tun zu müssen, was die anderen meinen, es muss getan werden. Mann (und Frau) schätzt diese Freiheit, die in der Höhe und in den Hütten fast grenzenlos ist.

  • Welschfreundlich sagt:

    Plumps-WC über der Felsenwand 20 m von der Hütte entfernt, kaltes Gletscherwasse aus dem Hahnen 6 m vor der Hütte, gutes Nachtessen/z’Morge und den schönsten Sonnenunter- und aufgang erlebt, das ist Hüttenleben pur. Da verzichte ich gerne auf allen Komfort. Erlebt im September vor zwei Jahren in der SAC-Hütte Aiguilles Rouges d’Arolla.
    Dagegen war mir die Übernachtung im neuen Teil der SAC-Hütte Moiry zu „zivilisiert“, dafür warmes Duschen möglich und geschlafen in einem beheizten 4-Bettzimmer.

    • Luise sagt:

      Kenne beide Hütten, jede ist anders, beide finde ich toll. Und guten Walliser Wein haben sie auch…

  • Christian Duerig sagt:

    Der Mensch ist ein Superorganismus. Er besteht aus mehr als 10 hoch 13 einzelnen Zellen. Diese werden von mehr als 10 hoch14 Vieren und Bakterien besiedelt. Diese Besiedlung eignen wir uns in den ersten 3 Wochen nach der Geburt an. Sie bildet das Immunsystem. Das wichtigste ist: Trag Sorge zu dieser Besiedelung. Kein Mensch könnte mich überreden, längere Zeit in einer SAC-Hütte zu bleiben. Eine Kurzvisite genügt. Mein Immunsystem will zurück in die angestammte Umgebung.

  • Moni sagt:

    Die Einfachheit und Reduktion aus Wesentliche ist für mich das Wichtige. Deshalb übernachte ich gerne in Hütten und geniesse es inmitten der Bergwelt aufzuwachen.

  • Regula Aeppli sagt:

    Ah ja: und eine Dusche hat es in der Christallinahütte auch! ;-)

    • Roland K. Moser sagt:

      Aufgrund meiner in SAC-Hütten gemachten Erfahrung folgende Fragen:
      – Darf man die Duschen benützen? Wenn ja, gilt das auch für Männer?
      – Kommt Wasser aus den Duschen?
      – Kommt auch warmes Wasser aus den Duschen?

      • alk sagt:

        Ja + ja; ja; ja.

        • Roland K. Moser sagt:

          Seit wann ist das so? Vor 20 Jahren war es ganz anders – Meine Fragen sind nicht frei erfunden.
          Und da hat auch keiner ein Problem, wenn man die Zähne putzt? Auch erlebt. Sinngemäss dieses Aussage: Hör auf die Zähne zu putzen, du bist in einer SAC-Hütte. Das macht man hier nicht und es stört. Dieselbe Aussage beim Gesicht waschen gehört.
          Und kann sich jetzt zu ein paar SAC-Hütten-Gästen hinzusetzen ohne gleich Bier oder Wein mittrinken zu müssen? Auch erlebt: Ich könne Wein mittrinken oder an einen anderen Tisch gehen. Natürlich habe ich den Tisch gewechselt, was dann für Aufruhr gesorgt hat, weil man ja nicht einfach den Tisch wechseln kann, selbst wenn man dazu aufgefordert wird.

      • iskra sagt:

        Sie haben doch weiter oben geschrieben:………..deshalb gehe ich auch nie in SAC-Hütten. was sind denn dass für Erfahrungen ????P??

  • Regula Aeppli sagt:

    Sehr gutes, frisch zubereitetes Essen gibt’s in der Christallina SAC-Hütte. Die Betten sind sehr bequem. Für die Familien liegen Spiele bereit, mit der Konsequenz, dass es doch eine etwas spätere Schlafenszeit gibt. ;-)

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich habe immer ein Funkloch. Ich nehme mein Handy nämlich nie (!) mit. Es liegt immer auf dem Pult in der Stube. (In die Berge würde ich es aber mitnehme) Zudem haben nur 2 Kollegen meine Handy-Nummer.
    Wer sich also auf das Funkloch freuen muss, hat bisher was falsch gemacht.
    Das kann man ändern. Hier mein Tipp: Man schickt allen Leuten im Telefonbuch ein SMS, dass man ab sofort kein Handy mehr hat. Dann wechselt man die Nummer, lässt sich mit seiner Nummer nirgends eintragen, gibt seine Handy-Nummer nur noch maximal 2 Leuten und nimmt das Handy nie mit. Das klappt.
    Wozu man dann ein Handy hat? Damit man eines hat und es hoffentlich nicht braucht. Kosten tut es auch nichts. Ich habe nämlich Pre-Paid.

    • Roland K. Moser sagt:

      Habe ich noch vergessen: Meine Festnetznummer ist natürlich im Telefonbuch eingetragen und die gebe ich auch jedem, der sie will.

  • r.altenburger sagt:

    :-) Toller Kommentar zu unseren SAC-Hütten. Wer’s genau liest, bekommt eine Ahnung wie schön es sein kann, in den Bergen vor allem etwas zu geniessen, wessen wir meist verloren zu sein scheinen – Zeit.
    Wer sich dieser Zeit öffnet, wird neben dem geliebten Alltag im sonstigen Leben, wahrscheinlich eines seiner grössten „Abenteuer“ erleben…esotherisch? nein, nein, ganz realistisch ;-)
    SAC-Hütten sind einfach nur empfehlenswert…aber vorsicht, gute Vorbereitung ist Bedingung!

    • Cindy Rost sagt:

      Sehr schöner Kommentar und wirklich treffend. Der Kommentar ist alles andere als esotherisch, sondern einfach realistisch. Aber die Mehrheit merkt das erst gar nicht – Stress.

  • hansp sagt:

    Schön hat sie das gesagt:-) Allerdings gibt es schon etwas sehr grosse Unterschiede. Meistens hängt das eher mit dem Hüttenwart als mit der Hütte zusammen. Motivierte Hüttenwarte bringen sogar auf über 3000 m gutes Essen auf den Tisch. Andere würden wohl überall ausser in der Hütte pleite gehen. Paradebeispiel negativer Art ist die Tracuithütte. Hütte mit Charme, die jetzt neu gebaut wird. Aber ein unfreundlicher Hüttenwart, lausige Küche (schlecht gekocht, sogar zu wenig) und nicht mal Wasser zum Zähneputzen. Obwohl Wasser verfügbar wäre… Da wird auch die neue Hütte nicht helfen.
    Aber selbst hier habe ich das „Funkloch“ genossen, einfach ausruhen ohne mail, Telefon sogar das mitgetragene Minibuch blieb im Rucksack.

    • Ali Ferkous sagt:

      Nicht der Hüttenwart – der Heli bringt das Essen, liebe „Naturburschen“

    • Luise sagt:

      Tracuit – hier hat Unfreundlichkeit Tradition. Leider. Aber auch an solchen Orten lässt es sich entspannen. Die Schweizer Gastfreundlichkeit lässt leider noch vielerorts zu wünschen übrig.

      Andernteils stimmt es, was einige hier schreiben: Mit Umweltfreundlichkeit haben SAC-Hütten leider nicht viel zu tun. Unzählige Heli-Flüge um die Wünsche der „Hotel“-Gäste zu befriedigen… Trotzdem: In die Berge gehen und dort übernachten ist für mich etwas vom Schönsten.

  • captain kirk sagt:

    Auch wenn ich in Hütten meist schlecht schlafe, so gehört es für mich in verbindung mit der Bergtour zu den dingen die für mich Erhohlung pur bedeuten.

    • alanfrank sagt:

      Hallo Captain. Heisst für dich „Erhohlung“ einfach Ballast abwerfen, bis ein Hohl-Zustand erreicht wird?

      • captain kirk sagt:

        Ich gehöre zu jenen Leuten die nicht einfach 2 Wochen am Strand rumliegen können. Da langweile ich mich zu tode. Daher mache ich Aktive Ferien. Dabei ist ein Tapetenwechsel natürlich von Vorteil. Daher gehe ich in die Bergen. Da gehört die Übernachtung in der SAC Hütte dazu. Es ist gesellig dort drinnen und man trifft gleichgesinnte. In Kombination mit der Tour, also de Anstrengen, die einem dort erwarten, welche es zu bewältigen gibt, gibt mir dies etwas was ich sonst nirgends finde.
        Auch genial sind für mich Touren (nicht Hochtouren, sondern Wandern) mit dem Zelt welche dann gerne mal eine Woche dauern können. Aber nicht in der Schweiz. Hier ist es dafür zu dicht besiedelt.

        Wenn man dann zurück kommt, lernt man einen Wasserhahn so richtig zu schätzen.

  • Swisslike sagt:

    In den Bergen aufwachen und beim ersten Sonnenstrahl am eiskalten Freiluft-Brünneli den Schlaf aus dem Gesicht waschen. Herrlich. Und wenn man die Ohropax nicht vergessen hat, war die Nacht sogar erholsam.

  • Roland K. Moser sagt:

    Die deutschen und die Österreicher hätten das Problem der fehlenden Duschen gelöst, indem sie welche eingebaut hätten. Inkl. Stormleitungen vom Tal in die Hütten. Ob es stimmt, weiss ich nicht. Wenn ich in den Bergen bin, dann sowieso nur für 1 Tag. Weshalb mich das nicht stört. Und deshalb gehe ich auch nicht in SAC-Hütten. Damit es mich nicht stört.

  • Luise sagt:

    Nun, bei stinkenden WC’s und nervigen Zimmergenossen von „Gewinn“ reden scheint mir nun doch etwas übertrieben. Ich gehöre zur Generation, die noch Plumpsklos erlebt hat und bei uns bedeutenen Päcklisuppe ein echter Fortschritt. Trotz gelegentlichem Mühsal in den SAC-Hütten übernachte ich gern dort. Weil das Handy nicht funktioniert, weil es nichts zu tun gibt und weil ich gerne inmitten der Berge schlafe und aufwache.

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