Vom 4. bis zum 6. Mai finden die Bike Days zum vierten Mal in Solothurn statt. Das nationale Velo-Festival bietet für jeden Geschmack etwas: von hochklassigen Wettkämpfen zum Zuschauen bis zu Fahrtechnik-Workshops und Filmpremieren. Grund genug für eine Vorschau.
Der Standort Solothurn hat sich für die Bike Days als Glücksfall erwiesen: Nach wiederholtem Wetterpech in Biel und einer einmaligen Ausführung im Glattpark am Stadtrand von Zürich hat das nationale Velo-Festival mit dem Gelände zwischen Rythalle und Schanzengraben ein passendes Areal gefunden. Für die vierte Austragung der Bike Days in Solothurn haben sich Organisatoren und Aussteller einiges einfallen lassen, um nicht nur Informationen und Testmöglichkeiten, sondern auch Abwechslung und Spektakel zu bieten.
Sixdays en miniature und eine Filmpremiere
Los geht es am Freitagabend mit den rasanten Sprintrennen der Profis und dem etwas gemächlicheren «Öufi»-Prominentenrennen, dessen Name auf die besondere Beziehung der Stadt Solothurn zur Zahl Elf anspielt. Ab 20 Uhr steigt in der Rythalle die «Bikenight», und die hat neben der Bar und DJs auch eine doppelte Schweizer Premiere zu bieten: Der «Mini Drome» bringt als Miniatur-Holzrennbahn einen Hauch von Sechstage-Rennen in die Halle (siehe Video unten). Im Anschluss wird der Dokumentarfilm «Asmawa» gezeigt: Dieser folgt dem Berner Fixie-Fahrer Patrick Seabase auf seiner Reise nach Eritrea, wo er sich mit seinem Starrlauf-Velo an die Abfahrt von einem der höchsten Berge des Landes wagte.
Am Samstag kommen in Solothurn Selberfahrer jeden Alters und verschiedenster Couleur auf ihre Kosten: Beim «Zazoo Grand Prix» messen sich die jüngsten Biker, wenn sie sich nicht gerade an einem der beiden Geschicklichkeitsparcours auf dem Gelände versuchen. Dagegen richtet sich der «Springride» als gemütliche Ausfahrt an alle, die das Velo mit Genuss und Flanieren statt mit Wettkampf assoziieren. Im Rahmen der «Pumpt it up Workshops» kann man sich von Cracks wie Adrian Kiener in die Kunst des Pumptrack-Fahrens einweihen lassen. Da die Anzahl Teilnehmer begrenzt ist, empfiehlt sich eine Voranmeldung.
Grosse Namen in Sachen Crosscountry und Dirt
Derweil legen im Stadtgraben die Crosscountry-Fahrer im Rahmen des «BMC Racing Cups» los. Weil grosse Namen am Start stehen, kommen auch Autogrammjäger in Solothurn auf ihre Kosten. Gleich neben Start und Ziel der Crosscountry-Rennen fahren die tollkühnen Dirtjumper ihre Qualifikation aus. Weil die Landungen der Sprünge dieses Jahr erstmals aus Erde geformt werden, darf sich das Publikum auf nochmals mehr Risikobereitschaft seitens der Fahrer freuen. Und da der Bike-Days-Contest nun Teil der «FMB World Tour» ist, dürften starke Fahrer am Start sein. Auch die Flatland-Fahrer werden dieses Jahr das Publikum wieder mit ihrer Akrobatik und Kreativität in ihren Bann ziehen. Und zeigen, was mit einem BMX-Velo ohne Bremsen alles möglich ist.
Abends lockt wieder der «Mini-Drome», diesmal mit einem Schaukampf zwischen dem Berner Patrick Seabase und dem Bahn-Profi Franco Marvulli. Tagsüber steht die kleine Radrennbahn allen offen: Im Rahmen eines «Open»-Rennens kann sich jeder am kleinen Holzoval mit Steilwandkurven versuchen. Auch auf dem Pumptrack der Bike Days kann sich jeder Besucher mit einer schnellen Zeit für das «Bergamont Pump it up Race» vom Sonntagnachmittag qualifizieren.
Vom «BMC Racing Cup» über die Dirtjump- bis zu den Flatland-Contests werden am dritten Festival-Tag auch die Finale diverser Wettkämpfe ausgefahren, so dass das Publikum nochmals voll auf seine Kosten kommt. Das Selberfahren und Ausprobieren ist ohnehin ein zentrales Element der Bike Days. Welche Teststrecken dafür in Solothurn und Umgebung zur Verfügung stehen und welche neuen Produkte an den Bike Days ausprobiert werden können, wird mein Kollege Jürg Buschor nächste Woche an dieser Stelle im Detail erklären.
Waren Sie schon einmal an den Bike Days? Haben Sie vor, die Bike Days in Solothurn dieses Jahr zu besuchen? Worauf freuen Sie sich besonders, oder vermissen Sie etwas im Rahmenprogramm?
Bike Days 2012, 4. – 6. Mai in Solothurn
Öffnungszeiten:
Freitag, 4.Mai: von 16 bis 20 Uhr
Samstag, 5. Mai: von 10 bis 20 Uhr
Sonntag, 6. Mai: von 10 bis 18 Uhr
Eintritt am Freitag und für Kinder unter 10 Jahre gratis
1-Tages-Pass für Erwachsene CHF 10.-, 2-Tages-Pass CHF 18.-
1-Tages-Pass für Jugendliche CHF 5.-, 2-Tages-Pass CHF 8.-
Detailliertes Programm und Informationen unter Bikedays.ch.








Natascha Knecht ist Journalistin und Outdoor-Sportlerin. Aufgewachsen im östlichen Berner Oberland, dem Mekka für Kletterer und Alpinisten, lebt sie seit über zehn Jahren in Zürich. Im Outdoor-Blog betreut sie die Ressorts
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
Pia Wertheimer ist Journalistin und Marathonläuferin. Letztes Jahr hat sie über ihre Vorbereitungen für den
Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Anette Michel ist Umweltnaturwissenschaftlerin und im Bereich Energieeffizienz tätig. Daneben hat sie mehrere Jahre als Velokurierin gearbeitet und dabei ihre Leidenschaft fürs Fahrrad entdeckt. Sie fährt seit fünf Jahren in ihrer Freizeit Rennvelo. Sie schreibt im Ressort 



















































Die Bikedays bieten einen breiten und guten Einblick in die verschiedenen Bereiche der Bike-Szene – für Biker und solche, welche es werden wollen.
Für Letztere ist die grosse Ausstellung besonders interessant, da die wichtigsten Bike-Hersteller vor Ort präsent sind und die neusten Modelle auf Teststrecken getestet werden können. Hat man sich für ein Modell entschieden und möchte man das Bike bei einem lokalen Händler kaufen, kommt die grosse Ernüchterung. Je nach Marke, Modell und Rahmengrösse sind viele Bikes bereits ausverkauft oder können erst in einigen Wochen geliefert werden – wenn überhaupt. Leider geht das seit einiger Jahren so!
Da bleibt oft nichts anderes übrig als im Herbst an diversen Veranstaltungen die Modelle vom kommenden Jahr zu testen um diese dann gleich zu bestellen. Dafür gibts das Bike dann vielleicht zu Weihnachten oder pünktlich zur Skisaison im Januar.