Outdoor

Pferdeflüsterer auf zwei Rädern

Jürg Buschor am Donnerstag den 19. April 2012


Share the trail: Im Video der Welsh Forestry Commission wird gezeigt, wie Mountainbiker Konflikte mit Reitern vermeiden können. (Quelle: Youtube)

Die emotionale Diskussion rund um das neue Berner Waldgesetz hat es einmal mehr gezeigt: Wenn rund um die Nutzungsrechte von Trails gestritten wird, dann stehen Reiter oft am selben Pranger wie Mountainbiker. Hat das zu einer Annäherung zwischen diesen zwei Nutzergruppen geführt? Kaum – jede Partei hat mit eigenen Initiativen und Vorstössen gegen das Vorhaben angekämpft. Man ist sich fremd geblieben.

Ähnlich verhält es sich mit den wenigen Begegnungen im Gelände. Hand aufs Herz: Wer hat sich schon einmal mit einer Reiterin oder einem Reiter darüber unterhalten, wie man sich als Mountainbiker verhalten soll bei einer Begegnung mit Pferd und Reiter? Über die Möglichkeiten zur Konflikt-Minimierung zwischen Mountainbikern und Wanderern ist schon zur genüge geschrieben worden und die Trail Rules sind nicht erst von der Deutschen Initiative Mountainbike festgehalten worden. Im scheinbar unendlichen und allwissenden Internet bin ich auch nach längerer Suche nur auf wenig Verwertbares in Sachen Pferde und Mountainbiker gestossen. Auch auf der Website des Schweizer Verbandes für Pferdesport beschäftigt man sich lieber mit den ureigenen Themen als damit, Mountainbiker-Empfehlungen abzugeben.

Bleibt also nur noch der direkte Weg – das Gespräch mit einer ambitionierten Reiterin. Dies vorweg: Der Forderungskatalog ist überschaubar. Zum besseren Verständnis sei erwähnt, dass Pferde von Natur aus Fluchttiere sind. Wenn sie erschrecken, ist der erste Reflex, die Flucht anzutreten – mit bis zu 60 Stundenkilometern Geschwindigkeit und mitunter gefährlichen Folgen für Tier und Reiter (insbesondere wegen dem Fluchtweg, z.B. vielbefahrene Strassen, Abhänge, tief hängende Äste etc.). In der Logik des Pferdes ist alles was sich plötzlich und leise von hinten nähert ein Raubtier. Genau deshalb sollte dieses «Raubtier» namens Mountainbiker sich möglichst frühzeitig akustisch bemerkbar machen. Dafür eignet sich die menschliche Stimme besser als eine Klingel oder gar die quietschende Scheibenbremse. Auch hilft es zu wissen, dass Pferde in der Dämmerung offenbar schreckhafter sind als bei Tageslicht, wenn das Gefahrenpotenzial für die Tiere optisch besser zu beurteilen ist.

Wer sich von hinten nähert mit dem Mountainbike, sollte die Geschwindigkeit auf doppeltes Schritttempo reduzieren. Spätestens 50 Meter vor dem Überholmanöver wird durch Zuruf auf sich aufmerksam gemacht. Sobald klar ist, dass Pferd und Reiter einen gehört haben, kann man in gebührendem Abstand von rund zwei Metern passieren. Was zu vermeiden ist: Sich unmittelbar hinter dem Pferd aufzuhalten oder den Sicherheitsabstand zu missachten. Im eigenen Interesse. Ein Pferd wiegt rund 600 Kilogramm, was reichlich unangenehm werden kann, wenn es sich mit aufs Mountainbike setzt. Sollten ausnahmsweise mal zwei Pferde nebeneinander gehen, dann auf keinen Fall zwischen den Pferden hindurchfahren, sondern darauf warten, dass sich die Reiter hintereinander einreihen.

Wenn man ein Pferd frontal kreuzt, gilt es ebenfalls die Geschwindigkeit zu reduzieren und bei besonders engen Passagen anzuhalten. Wer nachts unterwegs ist, tut gut daran, seine Bike-Lampe abzublenden oder ganz zu löschen. Und zu guter Letzt gilt natürlich auch zwischen Reitern und Bikern, was in allen Situation hilft: Ein freundliches «Grüezi», «Bonjour», «Salve» oder «Bun di» wird immer gerne gehört.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit Pferden und Reitern? Empfinden Sie Pferde als Gefahr? Nutzen Sie oft dieselben Strassen und Wege wie die Reiter?

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75 Kommentare zu „Pferdeflüsterer auf zwei Rädern“

  1. Heiri Häberli sagt:

    Es ist doch nun mal einfach so, wie es Bauer Adrian in Bauer, ledig, sucht mal gesagt hat: Die natrüliche Umgebung von Pferden ist Kräuterbutter und Pommes frites!
    Leider gibt es kein arroganteres Völkchen als die Reiter! Ausnahmslos rücksichtslos!

    • Marcel sagt:

      Na ja, nichts gegen Kräuterbutter, aber das mit der ausnahmslosen Arroganz finde ich schon ein wenig… arrogant?

      In unzähligen Begegnungen mit Reitern – zu Fuss, beim Rennen mit und ohne Hund und auf dem Bike – bin ich noch keinem einzigen dieser Problemreiter über den Weg gebrettert.
      Im Gegenteil sind all meine Reiterbegegnungen höflich und rücksichtsvoll über die Bühne gegangen, sogar wenn ich mit einem Dutzend Bike-Kids im Schlepptau auftauche.

      Oder hat es damit zu tun, dass besagtes Völkchen typischerweise hoch zu Ross daher kommt, und deshalb notwendigerweise ‘von oben herab’ kommuniziert? Das muss in diesem Fall nicht unbedingt mit Arroganz zu tun haben :-)

      Anmerkung: Bin NICHT verbandelt mit Pferden, Reitern oder ähnlichem Volk.

    • Habena sagt:

      Jeder zommert sich sein Gefängnis selber: Auch wenn es nur ein Vorurteil ist!

    • martin sagt:

      Vielen Dank für Ihren fundierten und kompetenten Kommentar. Wenn Sie dies sagen muss dies wohl so sein.

    • Tatjana sagt:

      Sehr konstruktiver Beitrag, Heiri!

    • Sven sagt:

      Die Sache mit dem Kräuterbutter sehe ich ähnlich. Ausnahmslos rücksichtslos ist jedoch genau so eine Übertreibung. Es stellt auch nicht jeder Schweizer auf seiner eigenen Alp Käse her und spielt am Abend nach der Arbeit Alphorn, während seine Frau im grossen gusseisernen Topf das Fondue für die ganze Familie (die zwei Kinder Heidi und Peter) vorbereitet.

      Autofahrer, ÖV-Benutzer, Velofahrer, Fussgänger, Jogger überall hats solche und solche. Auch wenn sich das der durchschnittliche Schweizer SVP-Wähler so nicht vorstellen kann.

    • Mensch sagt:

      Hört sich nach gaaanz schlechten Erfahrungen an.
      Die Rücksichtslosigkeit und Arroganz spricht aber hier aus IHREN Worten.

    • Peter sagt:

      Soll ich nun sagen, lieber Herr Häberli, es gebe kein verblödeteres Völkchen als die Mountainbiker, eh?!

      Wollen Sie den Beweis antreten für Ihre dumpfe Aussage, Herr Häberli? Der bestünde darin, dass Sie alle Reiterinnen und Reiter auflisten und deren Fehlverhalten beweisen. Können Sie das, Herr Häberli?

      Oder sollten Sie vielleicht doch eher Ihren Mund halten und in sich gehen und Mami fragen, wie man sich anständig benimmt? Oder Ihren alten Primarschullehrer?

    • Peter Steiner sagt:

      Na das kann man jetzt so oder so sehen.

      Als jemand der ausserordentlich viel zu Fuss unterwegs ist, täglich auch in Wäldern, ist meine Erfahrung eine ganz andere.

      Ich hatte noch nie mit Pferd und Reiter ein Problem gehabt, Hündeler sind praktisch ausnahmslos rücksichtsvoll, haben den Hund an der Leine und nehmen den Kot mit. Das einzige was ohne Sinn und Verstand durch den Wald rast sind Velofahrer, sie kennen in der Stadt keine Regeln und im Wald führen sie sich genauso auf.
      Natürlich gibt es nicht immer Probleme und meistens kommt man gut aneinander vorbei. Aber gerade in steilen Passagen habe ich manchmal den Eindruck, dass sich der Mountainbiker die Abfahrt von Herzen gönnt und Rücksichtnahme oder Gebrauch der Bremse absolut zweitrangig sind.

      Ein Pferd mag 600 kg schwer sein, ist aber in der Regel im Schrittempo unterwegs. Biker die im Wald den Hang runter rasen, am besten noch mit ausladenden Schwenks in Kurven sind im besten Fall lästig, im schlechtesten Fall gefährlich.

      Und während man ein Pferd wunderbar mit Pommes und Kräuterbutter geniessen kann – kann man das mit einem Bike überhaupt nicht. Bikes haben im Wald nichts verloren wenn sie schneller als ein Pferd unterwegs sind.

    • Steiner sagt:

      Hallo Heiri
      Super inteligenter Komentar von Dir! Das hilft der Komunikation enorm weiter

  2. Tom Merens sagt:

    Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem sehe ich in den vielfach mitgeführten Hunden. Situationsbedingt ohne Leine und oft auch unter fehlender oder mangelhafter Kontrolle des Reiters. Dies ist weder für Mountainbiker noch Spaziergänger eine angenehme Situation. Auch die Wildtiere leiden, gerade jetzt in der Setzzeit (neugeborene Rehkitze, Feldhase etc.), unter dieser vermeintlichen Gefahr – welche vielfach gar nicht besteht, aber weder vom Zwei- noch vom Vierbeiner richtig eingeschätzt werden kann. Dass der Reiter in einer solchen Konfrontationssituation dann schnell überfordert ist liegt auf der Hand.

    • Ott sagt:

      Jop, mindestens die Reiter als doch pontentiel tierliebende und naturverbundene Menschen sollten eigentlich einsehen, dass in der Setzzeit (ca. April bis Juni) Bello im Wald an die Leine gehört.

      Als Biker hatte ich aber noch nie Probleme mit einem Hund, der mit Pferden unterwegs war. (Mit anderen schon…) Vielleicht liegt es daran, dass Wadenbeisser um Pferde heurum durch “natürlichen Selektion” ausfallen.

    • Peter sagt:

      Nicht angeleinte Hunde sind nicht erlaubt, es sei denn, man sei in der Lage, den Hunder jederzeit (!) abzurufen. Das kann kaum jemand. Also verstossen Personen, zu Fuss oder zu Ross oder meinetwegen mit Flügeln oder auf dem Velo gegen das Gesetz, wenn sie ihren Hund ohne Leine mitführen. Sagen Sie das dem oder der nächsten!

    • Reiter sagt:

      Als Pferd- und Hundebesitzer kann ich dem nur zustimmen. Ich würde meine Hunde nie zum reiten mitnehmen, da auch bei sehr guter Erziehung und Ausbildung immer ein Restrisiko bleibt. In Ausnahmesituationen (auch durch Biker verursacht) muss ich mich auf das Pferd konzentrieren und kann nicht gleichzeitig den Hund unter Kontrolle behalten.

  3. roger sagt:

    Mich nerven die vollgesch… Bike- und Wanderwege….

    • jörgi sagt:

      … vom nebeneinander reiten und Platz versperren noch nicht gesprochen.

    • Steiner sagt:

      Zubetonieren wäre das Beste, dann scheissen weder Pferde Hunde Rehe oder sonstiges Getiere in den Wald!

      • roger sagt:

        Die Pferde scheissen ja nicht in den Wald, sondern auf die Wege. Schon mal ein Reiter gesehen, der die Scheisse wegputzt? Sehr angenehm, mit dem Bike (oder dem Kinderwagen) da durch zu fahren….

  4. B. Müller sagt:

    Ein bisschen Rücksichtnahme ist nicht verkehrt.

    Aber ich wünschte mir, die Halter würden die Gäule ein bisschen an den Verkehr gewöhnen. Das geht nämlich. Den Gaul einfach einen Tag lang an eine Strassenlaterne binden. Wenn man es auch die Nacht durch angebunden lässt, hat man ein Pferd mit Nerven aus Stahl, verhältnismässig gesehen.

  5. Reiter sagt:

    Als Reiter habe ich in den letzten 25Jahren nur wenig schlechte Erfahrungen mit Mounainbiker gemacht. Meistens verlaufen die Begegnungen respektvoll. Ausnahmen sind die Kampfbiker, die in Vollmontur mit Tunnelblick downhill die Wege kreuzen. Diese sind aber nicht nur für Reiter eine Gefahr, sondern für alle, die ihren Weg kreuzen z.B. Kinderwagen! Die Mounainbiker hört man auf Naturwegen meistens kommen und sobald das Pferd das sich nähernde Objekt wahrgenommen hat ist die Gefahr viel kleiner. Schlimmer sind die “Gümmeler” auf den asphaltierten Strassen, die fast lautlos in hohem Tempo fahren. Wenn diese sich nicht bemerkbar machen, gefährden sie sich selbst am meisten.

    • umgekehrt genau so, mit reitern noch nie ein problem gehabt. tempo reduzieren, freundlich grüssen und alle sind glücklich.

    • Paul Mircher sagt:

      @Reiter: Ausnahmen sind die Kampfbiker, die in Vollmontur mit Tunnelblick downhill die Wege kreuzen. Diese sind aber nicht nur für Reiter eine Gefahr, sondern für alle, die ihren Weg kreuzen z.B. Kinderwagen!

      Wenn ich das schon nur lese fängt mein “Bikerblut” an zu Kochen! Dort wo Biker mit Vollmonitur die Berge runter rasen, da sind bestimmt keine Kinderwagen! Ab einer gewissen “Steilheit” kann man mit einem Kinderwagen nicht mehr Spazieren (ausser man ist Sehr Sportlich, was aber für 99% der Kinderwagenschieber defintiv nicht zutrifft). Umgekehrt, was soll ein Biker mit Vollmonitur auf einem Weg den man mit Kinderwagen “befahren” kann? Hier in GR habe ich noch nie einen Kinerwagen auf eine Trail gesehen, i wüsste auch nicht wie die dort hin kommen sollen, ausser man trägt den Kinderwagen, aber das ist ja nicht das Ziel.

      Zu den Pferden. Ich hatte noch nie Probleme, aber es ist nicht immer ein Spass Pferde zu kreuzen, vorallem nicht wenn man von hinten kommt. Da Pferde aber über 300° Blickfeld haben, sollte jeder der langsam kommt frühzettig vom Pferd gesehen werden. Bunte Kleider und frühzeittig auf sich aufmerksam zu machen ist aber im Vorteilhaft.

      • Reiter sagt:

        @Paul Mircher: richtig, die Kinderwagen und Wanderer und und.. sind nicht auf dem trail, aber der trail kreuzt deren Wege.

        • rössle sagt:

          genau da lag doch auch einer mit 1 m Abstand vor meinem Pferdchen! Downhill mit Vollgas aus dem Wald auf dem Waldweg! Zum Glück ist nichts passiert – und seither rufe ich in den Wald wenn ich an dieser Stelle Mountainbiker höre!
          Und was es zu bedenken gibt: Pferde sind nicht so schnell wie Bikes. Wir brauchen also etwas Zeit. Danke!

  6. Reiterin sagt:

    Ich bin täglich mit meinen Pferden im Gelände unterwegs und treffe sehr häufig auch Biker an. Nehmen beide Seiten etwas Rücksicht, so sind diese Treffen völlig problemlos. Ein kleiner Input die Reiter: nicht immer sind die Biker, Hündeler etc. die Bösen: man muss und kann sein Pferd zu einem sehr grossen Teil erziehen und verkehrssicher, bzw. geländesicher machen. Mit Pferden, die kopflos davonrasen, sobald in weiter Ferne ein Biker auftaucht, hat man (noch) nichts im Gelände verloren. Da muss man an der Grundausbildung arbeiten!

    • Reiterin mit Jungpferd sagt:

      Pferd geländesicher machen ist ja gut gemeint, aber wo genau soll man das machen wenn nicht im Gelände?

      Ich bin zurzeit mein Jungpferd am Ausbilden, das Anreiten/Grundausbildung geschieht zurzeit noch auf dem Platz. Das Gelände/Strasse lernt er vorerst noch an der Hand auf Spaziergängen kennen, doch langsam aber sicher muss er auch das Gelände mit Reiter obendrauf kennenlernen, wenn auch erst noch als berittenes Handpferd. Aber für ein Pferd ist es halt auch schon wieder was anderes, wenn der Besitzer plötzlich im Sattel und somit ausser Sichtweite des Pferdes ist, als wenn er nebenher läuft. Ein Pferd das täglich nur auf dem Platz oder in der Halle ‘rumgurkt’ kann gar nicht geländesicher werden, wie auch.

      Die letzten Jahre hatte ich sowohl positive als auch negative Erlebnisse mit Bikern, Fussgängern, Hündelern, Bauern etc. Das ganz tolle finde ich, wenn Fussgänger auf klar signalisierten Reitwegen spazieren gehen. Wir waren auch schon auf einem gekennzeichneten Galoppweg unterwegs und mussten mittendrin eine Vollbremsung einlegen wegen Spaziergängern mit Kinderwagen.

      Finde, wenn wir Reiter uns schon an die extra angelegten Reitwege (dort wo vorhanden) halten, sollten sich auch die Fussgänger und Biker an ihre Wege halten.

      Aber, dass die heutige Menschheit jegliche Toleranzwerte und gesunden Menschenverstand verloren haben, ist glaubs nichts neues mehr. Und ‘schwarze Schafe’ gibt es überall, deshalb muss man nicht gleich alle Reiter, Biker oder was auch immer in den gleichen Topf werfen…

    • Biker sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich komme oft mit dem Bik an Reiterinnen und Reitern vorbei. Bis hatte ich echt noch nie Probleme. Einmal hat sogar mich eine Reiterin verschreckt, als sie mit ihrem Pferd vorbeigallopiert ist! Dies war für mich jedoch ein lustiges Erlebnis…

      Das einzige was mich nervt sind die grossen Haufen, die die Pferde überall liegen lassen. Da wäre ich froh, wenn dafür eine Pferdewindel entwickelt wird;)

    • captain kirk sagt:

      @Reiterin

      Besonders wenn man sieht was die Polizei-Pferde in New York z.b. so alles mitmachen!

      Ich habe mit dem Bike in den letzten 13 Jahren nur einmal eine gefährliche Situation mit einem resp. in diesem Fall zwei Pferden erlebt.
      Dies war auf einem Weg welcher für Pferde verboten ist und der Herr Reiter welcher zwei Pferde führte hatte grosse Probleme diese im Zaun zu behalten als ich angefahren kam.
      Tja das war nicht mein Problem. Auch wenn er das anders sah. Aber das ist wie überall. Es gibt in jedem Verein Solche und Solche. Sonst gab es nie ein Problem.
      Ein nettes Grüätzi hilft aber meist auch Wunder.

  7. Franziska sagt:

    Velofahrer die bis auf 2 Meter von hinten ans Pferd heranpreschen und sich dann wundern, wenn es nach hinten ausschlägt, denen ist nicht zu helfen. Lieber vorher mal Klingeln oder “Hallo” rufen oder “Achtung” oder so. Ausserdem muss man ja auch nicht im Renntempo durch den Hof fahren und sich über die Hunde und Pferde aufregen. Speziell erwähnt seien an dieser Stelle die Dümmsten der Dümmsten, nämlich die Rennvelofahrer, die sich zu fein sind auf dem Veloweg zu fahren!

  8. Toleranz sagt:

    Auch wen ich nicht mehr viel mit dem Bike unterwegs bin, habe mit Reitern selten bis nie Konflikte gehabt; auch auf dem Rennrad nicht.
    Wenn man sich mal ein bisschen mit den Tieren beschäftigt hat nimmt man automatisch Rücksicht (wie im Beitrag beschrieben, 600kg mit viel Kraft und Geschwindigkeit ist nicht harmlos).
    Und schliesslich ist es im intresse von beiden, dass nichts passiert!

    Ausserdem sind die Reiter und Reiterinen, meiner Erfahrung nach, die freundlichsten “Wegbegleiter” im Wald oder auch auf der Strasse; natürlich wenn man selbst auch freundlich ist. Wurde bisher noch fast immer zurück gegrüsst, was bei Hundehalter oder Fussgänger bei weitem nicht der Fall ist.

  9. Heiko sagt:

    Und wieder ein Konflikt, welcher gar keiner wäre, wenn der Tagi und seine leserkommentatoren nicht drauf rumhacken würde.
    weder biker, noch wanderer, noch reiter, noch hündeler etc. sind “ausnahmslos rücksichtslose terroristen” wie mans so oft hört.
    alle obigen vertreter sind nämlich menschlichen ursprungs, oft in mehreren der genannten gruppen vertreten.

    konzentriert euch nicht auf die immens seltenen konflikte, sondern auf die wunderschöne natur welche uns unser land bietet. wer dies befolgt, wird die begengungen mit einem lächeln, und nicht argwohn erleben.

    P.S wenn nicht ständig diese artikel über Problemzonen, konfliktpotential usw. wären, wäre mir nie aufgefallen, dass hier wohl ein regelrechter hass unter den gruppen besteht. achja, vielleicht besteht der hier auch gar nicht, sondern wird von einigen ganz wenigen aufgehängt.

    don’t worry und geniesst die natur, dann erfolgt rücksichtnahme automatisch. bei mir und 99% meiner begegnungen als biker, jogger und wanderer funktionierts so super

  10. Stéph sagt:

    Mit Bikern Freund sein geht nicht.
    Biker haben im Wald nichts zu suchen. Und auf der Strasse auch nicht.

    • Paul Mircher sagt:

      Mit ihrem Kommentar tragen sie gar nichts zum Outdoorblog bei! Wenn sie mit Bikern kein Freund sein können, dann liegt es garantiert an ihnen und nicht an den Bikern. Es gibt immer “schwarze Schafe”, aber wenn alles “schwarze Schafe” sind, dann sollten sie das Problem bei sich selber suchen. Ich bin wanderer, biker, “stadtvelofahrer”, läufer, waldläufer und manchmal auch Autofahrer und habe höchst selten Probleme mit anderen “Verkerstreilnehmern”.

      Eine gewisse Tolleranz muss man haben, sonst hat man überall Probleme und bei ihnen sehe ich keine Funken Tolleranz.

      PS: In GR gerhören die Biker in den Wald und auf die Wanderwege, dies ist offiziell!

    • Otto Liebschitz sagt:

      Ich möchte mit dem (echten) Trial-Bike auch mal im Wald rumdüsen dürfen… Ein paar PS schadet dem Wild doch nicht. – Sehen Sie, wohin diese Aufrüsterei führt?

  11. F. H. sagt:

    Ich denke, es gibt bei allen Sportlern einige rücksichtsvolle und ebenso viele, die überhaupt keine Rücksicht nehmen. Das gilt für Biker, Hündeler, Reiter, Wanderer, etc. Als Reiterin habe ich schon schlechte Erfahrungen mit Bikern gemacht. Ich vermute aber mal, dass den Radfahrern das Risiko einfach nicht bewusst ist und deswegen finde ich den Artikel hier gut. Eine beidseitige Rücksichtsnahme mit etwas Köpfchen würde schon viel helfen ;-)

  12. Habena sagt:

    Die Idee des Videos ist nicht schlecht – nur der Vorlauf ist viel zu lang – und die Musik nervt….

  13. ohne Interessenbindung sagt:

    Wenn ich die bisherigen Kommentare lese beschleicht mich das Gefühl, dass Biker Schachwkepfö sind und Reiter nicht…

  14. Bikereiterin sagt:

    Ich bin beides, Reiterin und Bikerin. Für mich ist entscheidend, dass ich als Biker nicht nur auf das Vorderrad starre (machen viele) und als Reiterin, dass mein Pferd mit Bikern klar kommt, was man üben könnte, wenn dem nicht so wäre.
    Muss ich mal bremsen, weil ein Pferd unsicher ist, seh ich das sportlich: bin ja am SPORT treiben, da schadet ein neuerliches Antreten dann ja nicht? Und als Reiter wünsch ich mir, dass Biker, wie oben gesagt, nur zwei Dinge tun: nicht aufs Vorderrad gucken, sondern schauen, was vorne kommt, und KLINGEL montieren, um sich bemerkbar zu machen, wenn sie von hinten kommen. So funktionierts doch wunderbar :-) Ich geh jedenfalls nie davon aus, dass Biker das Wesen Pferd verstehen müssen.

  15. Franziska sagt:

    Die wenigsten Biker sind Rüpel – genau so wie viele Reiter nicht arrogant sind. Pech, wenn man ausgerechnet nur den berühmten Ausnahmen über den Weg reitet oder radelt.
    Ein bisschen Rücksichtnahme hilft, von allen Seiten!
    Auch um der eigenen Sicherheit willen. Ich habe schon mehr als einen Radfahrer fluchend aus dem See kraxeln sehen weil er glaubte, Geschwindigkeit sei alles. Dies zudem auf kurvigen und damit unübersichtlichen Kieswegen, die vom Fussgänger bis zum landwirtschatlichen Fahrzeug benutzt werden!
    Andererseits könnte ich Reiter erwürgen, die ohne Rücksicht auf Verluste durch die die Gegend brettern und für die z.B. ein Schrittübergang, sich Einreihen hintereinander und nettes Grüssen bei Begegnungen mit anderen Wegbenutzern Fremdwörter sind.
    Ein nettes Gespräch hilft, Missverständnisse zu klären. Meistens erschrecken sich die Biker selbst gehörig, wenn sie mit unüberlegtem Verhalten einen Vierbeiner in die Flucht geschlagen haben. Ich sage nur Vollbremsung auf Kies zwei Meter hinter dem Pferd…

    Wieso sich die Reiter- und Bikerverbände im Kampf gegen das neue Waldgesetz nicht zusammenschliessen ist mir ehrlich gesag schleierhaft. Dabei kenne ich jede Menge reitende Biker und Lebenspartner von Reiterinnen mit Stahlross. Das Grundverständnis wäre also da. Aber die Verbindung nicht?

    Man wird sehen: ich hoffe im Sinne aller Betroffenen, dass der Kelch ans uns vorbei geht!

    Kleiner TIpp noch an Heiri Häberli: Pferdefleisch schmeckt auch mit Reis sehr lecker! ;-)

  16. Raphi sagt:

    Ich als Biker hatte noch nie ein Problem mit Reitern. Sich bemerkbar machen, auf Schritttempo verlangsamen oder anhalten und freundlich grüssen kommt bei Pferd und Reiter(in) gut an. Man respektiert sich gegenseitig wie es sich bei allen Begegnungen gehört.

  17. Karl sagt:

    Ich (Mountainbiker) erlebte vor kurzem eine ähnliche Situation wie im Video; zwei Reiterinnen mit Hund kamen mir entgegen. Sie wechselten vorbildlich von “nebeneinander” zu “hintereinander”. Kurz bevor wir uns kreuzten lief jedoch der Hund auf meine Wegseite und ich musste stark bremsen; darauf scheuchte das eine Pferd und warf die Reiterin ab! Zum Glück war ihr nichts passiert. Ich sehe die Gefahr eher für die Reiter (scheuchende Pferde) als für die Biker. Trotzdem habe ich oft ein mulmiges Gefühl bei Begegnungen mit Reitern.

  18. Andreas sagt:

    Als eine offenbar seltene Kombination von Reiter und Biker kenne ich beide Seiten und verhalte
    mich entsprechend tolerant, auf welchem Sattel ich auch immer sitze.
    Über die zum Teil blöden Kommentare über Pferde in diesem Blog kann ich nur den Kopf schütteln.
    DAS zeugt von Intoleranz und Ignoranz. Näme mich wunder, wie sich diese Schreiber im Gelände verhalten.
    Man kommt sehr gut aneinander vorbei, wenn sich beide Seiten vorausschauend, mit dem Gelände
    angepassten Tempo und freundlich verhalten. Wenn man sich an die im Beitrag erwähnten
    Tipps hält, dann erachte ich eine Begegnung von Reitern und Bikern im Gelände als unproblematisch.

  19. Ott sagt:

    Die einzige gefährliche Situation, die ich mir vorstellen kann, ist, wenn ein Reiter einen schmalen, unübersichtlichen Trail hochgeht, den ich gerade hinunterfahre. Kollision ist ausgeschlossen, da ich so fahre, dass ich mit Vollbremsung auf Sichtweite anhalten kann. Aber das Pferd könnte erschrecken und durchgehen.

    Zum Teil sind aber schon sehr nervöse Pferde unterwegs im Wald. Ich frage mich schon, ob in der Ausbildung zu wenig gemacht wird oder ob es einfach nervösere Rassen gibt.

    • Reiter sagt:

      @Ott: gibt beides, nervöse Rassen und ungenügend ausgebildetet Pferde, leider.

      • Reiterin mit Jungpferd sagt:

        @Reiter
        Wenn Sie sich wirklich mit Pferden auskennen, sollten Sie auch wissen, dass sehr wohl noch sehr viele andere Faktoren eine Rolle spielen, als lediglich Rasse und/oder Ausbildung.

        @Ott
        Weitere Faktoren für ein eher nervöses Pferd können sein: ist der Reiter eher ängstlich oder kann er dem Pferd ‘Sicherheit vermitteln'; Wetter (Regen, Wind = gleich nervöseres Pferd, aber wir können ja nicht nur bei schönem, windstillem Wetter ausreiten gehen); Alter des Pferdes (z.B. junges Pferd = meistens nervöser da noch unerfahren, aber irgendwo muss auch ein junges Pferd ‘Geländeerfahrung’ sammeln können); nervöse/hibbelige Rasse; Tageslaune des Pferdes (so doof es auch klingt, aber das spielt effektiv oft auch eine Rolle); Aufmerksamkeit des Reiters (ein ‘schwatzender’, unaufmerksamer Reiter kann dem Pferd keine Sicherheit vermitteln) etc.; damit ist nur ein kleiner Teil der möglichen Faktoren für ein nervöses Pferd genannt.

        Dann kommt noch dazu, dass alles was sich schnell von vorne oder hinten nähert und vom Pferd nicht eingeordnet werden kann oder etwas das aus dem Nichts aus dem Busch rausspringt, gilt als Angreifer. Hingegen alles andere was vom Pferd wegläuft/wegfährt finden viele Pferde spannend, weils ja vor ihnen ‘flüchtet’. Mein Jungpferd ist sich zum Glück in seinem jungen Alter schon einiges gewohnt, aber am ‘Ungefährlichsten’ findet er immer noch alles was vor ihm ‘flüchtet’ oder stehenbleibt bis er auf gleicher Höhe ist und er’s von nah begutachten kann. Alles was von hinten kommt und sich frühzeitig bemerkbar macht mit einem ‘Hallo’ oder ‘Achtung’, ist auch kein Problem. Hingegen wenn der Velofahrer wortlos heranbraust, ist ein ‘Erschrecken’ schon vorprogrammiert.

        Ein Pferd ist und bleibt einfach ein Fluchttier, egal wie gut ausgebildet es ist. Manche haben halt einfach ein stärkeres ‘Nervenkostüm’ als andere, was zum Teil auch mit dem Charakter des Pferdes zusammenhängt.

  20. Oliver Richner sagt:

    Als Biker finde ich die hier geäusserten Biker-Macho-Sprüche etwas armselig. Natürlich nervt es, wenn zwei Reiter betont lange nebeneinander reiten und keinen Platz gewähren oder der 2m breite Waldweg auf 2m Breite von Hufen zertrampelt ist. Na denn, wenn’s ihnen Freude macht. Aber ebenso bedenklich sind die Biker, die mit blockierten Reifen, was übrigens ein Zeichen für schlechte Fahrtechnik ist, Wege und Trails pflügen. Bevor auf der jeweils anderen Partei rumgehackt wird, sollte das Hirn eingeschaltet werden. Ich hatte 2 unglückliche Begegnungen mit Pferd & Reiter. Bei beiden musste der Reiter dafür büssen, dass das Pferd ein Fluchttier ist. In einem Fall morgens um 6. Ich hatte das Pferd gesehen und stand still weil ich wusste, dass Pferde eigentümlich reagieren können. Als das 30 m entfernte mir entgegenkommende Pferd “aufwachte” und mich erblickte sass es vor Schreck ab, die Reiterin fiel runter und das Pferd lief davon. Ich weiss, dass ich in keinem der Fälle rücksichtslos war und das Tier instinktiv handelte. Und trotzdem ist es ein lausiges Gefühl, wenn das Pferd verängstigt und die Reiterin bleich vor Schreck ist. Zusammen und mit Rücksicht geht es einfach besser, als mit primitivem Geländemarkieren. Gilt für beide Seiten.

  21. Mensch sagt:

    Ich bin Jogger, Biker, Hündeler und Reiter! Tatsächlich das geht und passt! ;-)
    Aber die Kommentare hier zeigen mir welche “Gruppe” (ich nenne das mal so) einsichtiger und rücksichtsvoller ist. Ein bisschen weniger stur – das wäre schön.

  22. Peter sagt:

    Wie überall auf unserer schönen Welt: Vorausdenken, guter Wille, Rücksichtnahme, überlegen… und schon klappt alles und in Minne.

    Auf der einen Seite soll der Reiter reiten können, bevor er ins Gelände geht, auf der anderen Seite soll der Radfahrer sein Rad beherrschen und wissen, dass man als anständiger Mensch seine Mitmenschen nicht erschreckt. Das ist schon alles.

    Mir ist mal ein Mountainbiker unter mein Pferd gerutscht und gestürzt, weil er in einem Höllentempo und mit den Augen am Boden vor ihm um eine Kurve bergab raste. Da lag er dann verdutzt, und mein Pferd und ich haben gelacht. Ich habe die Sache kommen sehen und bin vorher schon stehengeblieben. Weil er kein doofer “Ich-habe-immer-Recht”-Bubi war, hat er sich mit seinen Schrammen erhoben, sich entschuldigt und gemeint, er hätte wohl besser etwas vorausgeschaut. Wird ihm wohl nicht wieder passieren, und alle sind zufrieden…

  23. Freeride sagt:

    Ich wär schon glücklich, wenn die Reiter endlich einmal den Kot ihrer Tiere von den Wegen schaufeln würden. Die Hundebesitzer machen das heutzutage meist vorbildlich. Aber ich habe noch nie einen Reiter gesehen, der vom sprichwörtlichen hohen Ross abgestiegen ist, um den Misthaufen seines Vierbeiners mit einer kleinen Schaufel vom Kiesweg zu schaben. Ich finde das immer so unangenehm, besonders wenn es kürzlich geregnet hat, mit dem Bike durch diese Kot-Pfützen zu fahren, und das mit Mist angereicherte Spritzwasser unter dem Kinn zu haben.

    • Reiterin sagt:

      Wir führen immer eine Schaufel mit und Abfallsäcke, um den Pferdemist wegzuräumen. Leider hat sich in unserer Gegend die Pferdemist-Problematik regelrecht hochgeschaukelt, sodass nun keinerlei Pferdemist mehr rumliegen darf. Bei einer Kutsche ist dies ja noch einigermassen einfach zu lösen, aber für Reitpferde gibt’s einfach (noch) keine vernünftigen Lösungen… Ich bin ja auch dafür dass man die Wege einigermassen sauber hält, aber dann sollen sich auch sämtliche Hündeler, Bauern mit Güllewagen, etc. dran halten!

    • little Spartacus sagt:

      Finde es vorbildlich, dass viele Hundebesitzer den Kot ihrer Hunde mitnehmen.
      Mit Pferde Mist find ich das Problem jedoch nicht so gravierend.
      Erstens iss ein Pferdehaufen (wegen der Grösse) viel besser sichtbar und andererseits, wer mal durch Hundesch**** und Pferdesch***** gefahren ist…. was habt ihr lieber im Profil kleben?

      Pferdemist ist bei weitem nicht so ekelhaft wie klebrige, stinkende Hundekacke!

    • Fussgänger sagt:

      Pferdemist stinkt nicht, und ist gut für die Rosen als Dünger, und somit auch nicht schädlich für die menschliche Haut. Wer cleen und hygienisch steril radfahren will, bleibt am Besten zu Hause oder geht ins Fitnessstudio. Ich bin draussen sehr aktiv, und muss ganz einfach sagen: Ich habe keine Probleme mit Pferden und Bikern, und anderen Hunden. Wie immer aber bestätigen die Ausnahmen die Regeln. Als ehemaliger Reiter finde ich den Hauptbeitrag sehr gut, als Information aller Verkehrsteilnehmer.

  24. Pferdebesitzer sagt:

    Wir sind tagtäglich mit den Pferden im Gelände unterwegs.
    Wir haben aber nie Probleme mit Bikern.
    Unsere Pferde sind es gewohnt, mit Rennvelofahrern oder Bikern zu kreuzen,
    oder überholt zu werden.
    Normalerweise ruft derjenige der vonhintenkommt, klingelt oder pfeifft, ds Pferd
    hört ihn und erschreckt nicht.
    Natürlich machen wir auch Platz, damit wir gut überholt werden könne. Z.b bergab sind wir Reiter
    langsamer unterwegs, als Biker.
    Andrerseits können wir bergauf auch ohne Probleme Biker überholen,
    natürlich nicht im Galopp, sondern im langsamen Trab.
    Immermal wieder gibts auch einen schönen Schwatz, zwischen beiden Parteien, Rösseler und Biker.
    Beide Sportler sind gerne in der Natur unterwegs, lieben es, an der frischen Luft Sport zu betreiben.
    Wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen, ist das überhaupt kein Problem.

  25. Wie überall im Leben, Toleranz muss von beiden Seiten gelebt werden. Geschwindigkeit reduzieren und ein freundlicher Gruss, damit fahre ich bisher mehrheitlich gut durchs Mountainbikerleben und habe weder mit Wanderern noch Reitern Probleme.
    Und wenn dich ein Pferd am Berg überholt, hast eh keine Chance, die Pferde haben definitiv mehr Power :-)

  26. Steiner sagt:

    Die Komentare sagen eigendlich alles! Kein Wunder scheinen die Reiter arrogant, bei dem Niveau der Biker hier.

    Ich habe sehr wenige Probleme sowohl als Biker wie auch als Reiter. Mit Verstand und Rücksichtsnahme sind 95% aller Begegnungen positiv.

  27. Nynaeve sagt:

    Ich bin heute Bikerin und Reiterin.
    Bevor ich das Reiten angefangen habe, wusste ich auch wenig, wie man sich verhalten soltle. Nachdem ich mitbekommen habe, dass eine Reiterin gestorben ist, da sich ein Moutainbiker nicht angekündigt hatte und das Pferd durchging war ich noch viel vorsichtiger.
    Beim Reiten schätze ich sehr, wenn Biker nicht einfach an einem vorbeipreschen. Mein Pferd hat vorallem Angst, wenn es etwas hinter sich rascheln oder kommen hört. Ob das ein Hund, Jogger, Walker oder ein Bikere ist.
    Dass ein Pferd in einen Biker hüpft oder diesen beim vorbeifahren zerquetschen kann, halte ich für fast unmöglich. Das Pferd möchte ja fliehen und möglichst weit weg vom “Bösen”. Die Gefahr liegt meiner Meinung nach also eher beim Reiter, dass dieser herunterfällt wenn ein Pferd ausbricht oder beim Biker, der durch eine Notbremsung irgendwo in die Böschung fliegt.
    Auf unübersichtlichen Wegen galoppiere ich nie, schliesslich muss man das Pferd auch noch rechtzeitig bremsen können.

  28. Markus sagt:

    Ich finde die Hinterlassenschaften der Reiter mehr oder minder nicht immer so nett auf den Wegen. Wenn man aber klingelt und verlangsamt funktioniert das Kreuzen ohne Probleme und Gefahren – für beide. Problematisch sind nur die MP3 Musikhöhrer auf den Pferden. Die Höhren einem eben nicht sondern merken es halt erst wenn man schon vorbei ist und das Ross unruhing wird.

    Gerne schliesse ich mich aber den verschiedenen Aussagen bezüglich Hunden an. Ich sehe eher die Hundehalter, auch hier gibt es leider schwarze Schafe, als Problem an. Oft werden die Hunde nicht oder ungenügend zurückgepfiffen oder reagieren auf das Herrchen/Frauchen nicht oder ungenügend.

    • Susi sagt:

      Reiten mit Kopfhörern?! Das geht gar nicht. Auch als Reiter ist man Verkehrsteilnehmer. Bin übringes selber Reiterin.
      Frei laufende Hunde beim Ausreiten gehen gar nicht. Über solche Ärgere ich mich selbst auch immer.

      Was ich öfters beim Ausreiten erlebe: Wir als Reitergruppe reihen uns sofort in Einerkolonne auf, wenn andere Leute passieren möchten, Biker kreuzen uns in Zweierkolonne. Naja, solangs Platz hat ;-) Wie viele schon geschrieben haben: Wenn beide Seiten Rücksicht nehmen (und das Gegenüber vielleicht sogar etwas Verständnis für das Verhalten des Fluchttiers Pferd aufbringt, klappts prima.

      Viel schlimmer erlebe ich Autofahrer. Nicht selten wird man extrem dicht überhohlt (sorry, lässt sich bei mir leider nicht vermeiden, dass ich eine kurze Strecke auf der Autostrasse unterwegs bin) z.T. sogar in einer unübersichtlichen Kurve! Darf gar nicht dran denken, wie das ausgeht, sollte mal ein Auto entgegenkommen. Ausserdem wissen viele Autofahrer nicht, dass man als Reiter das Trottoir gar nicht benützen darf, sonder auf der Strasse Reiten muss. Die schauen einem beim Überholen oft extra böse an, weil man auf der Strasse und nicht auf dem Trottoir reitet (würde ich persönlich ja auch vorziehen).

  29. Mike sagt:

    Ich bin auch nicht grad ein grosser Pferdefan, aber von all den vielzitierten “Waldnutzergruppen” sind die Reiter die einzigen, mit denen beim Biken noch nie ein Problem hatte. Offenbar ist es für manche Leute eine unüberwindbare intellektuelle Aufgabe, ein Pferd nicht zu erschrecken. Ich find das halt irgendwie nicht so schwierig.

  30. Peter sagt:

    Markus: “Problematisch sind nur die MP3 Musikhöhrer auf den Pferden.” – Markus, wenn Sie einen MP3-Hörer zu Pferd antreffen, nennen Sie ihn einen Dumpfkopf. Sie können bei Bedarf den Tatsachenbeweis vor Gericht erbringen, denn eine MP3-Hörer zu Pferd IST ein Dumpfkopf. PS. Bin selbst auch Reiter.

  31. Roland K. Moser sagt:

    Ich habe zwei Schellen mit 3 cm Durchmesser vorne an den Kabeln befestigt. Wenn es holpert, lärmt es gegen vorne. Zusätzlich habe ich noch ein Lüüti. Wenn ich von hinten an Rössli heranfahre, läute ich. Man sieht meistens, ob man vom Reiter, dem Ross oder beiden gehört wurde. Dann abbremsen und überholen. Wenn ich auf Pferde zufahre, also frontal gegeneinander, hören und sehen einem die Pferde auch, auch von weitem. Dann bremse ich nur, wenn ich merke, dass der Güggel bockt oder zu bocken beginnt. Prekär kann es tatsächlich im Wald werden, wenn auf eine Kreuzung zugefahren wird und von rechts oder links ein Reiter mit Rössli kommt – Man sieht sich wegen den Bäuimen und Büschen relativ spät und gibt häufig starke Bremsungen. Bei Vollbremsungen kann es sein, dass das Rössli erschrickt und der Reiter zu tun bekommt. Deshalb bremse ich einfach nur stark ab, wenn es geht.
    Natürlich gibt es auch die Paranoia-Reiter – Die sind aber bedeutend seltener als die Alkoholiker oder alkoholisierten Wanderer im Wald. Der Paranoia-Reiter meint, man hätte den ganzen Tag im Wald versteckt auf ihn gewartet um ihn und sein Ross zu erschrecken. Natürlich erschrecken er und sein Ross immer, ob man langsam kommt, abbremst, eine Vollbremsung macht oder an ihm vorbei jettet.
    Wo ist eigentlich mein Namensvetter, der K1-Kämpfer, der gerne MTBler verprügelt, weil sein Töchterchen Angst vor Velos hat?

  32. Roland K. Moser sagt:

    Im Frühling erneuert man als erstes seine Gönnerschaft bei den Schweizer Wanderwegen.

    Wenn jeder MTBler mindestens Gönner bei den Schweizer Wanderwegen wird, bringt das ziemlich guten Wind in die Diskussion um MTBler, Wanderer, Reiter, Jäger usw. Der Normalbetrag für 1 Jahr Gönnerschaft beträgt Fr. 50.–. Bei 50’000 MTBlern wären das Fr. 2’500’000.– welche die Schweizer Wanderwege zusätzlich erhalten.

    Postkonto: Postfinance
    Konto-Nr.: 40-14552-5
    IBAN-Nr.: CH48 0900 0000 4001 4552 5
    BIC resp. Swift Code: POFICHBEXXX
    Vermerk: Gönnerschaft
    Schweizer Wanderwege
    Monbijoustrasse 61
    Postfach
    3000 Bern 23

    Zusätzlich kann Mann und Frau noch Mitglied bei den kantonalen Wanderwegen werden. Kostet um die Fr. 20.– p.a.

    http://www.wandern.ch

    Ich bin Mitglied bei den Aargauer Wanderwegen und Gönner bei den Schweizer Wanderwegen. Kostet mich p.a. Fr. 70.– für eine gute Sache.

    • tömsi sagt:

      Was soll das bringen wenn wir nur auf Forststrasse und für uns gekennzeichnete Trails fahren dürfen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Auch Du befährst Wanderwege. Und angenommen von heute auf morgen haben die Schweizer Wanderwege plötzlich 50’000 oder 200’000 MTBler als Mitglied, sieht die Diskussion auch wieder anders aus. Zudem ist nicht in allen Kantonen das befahren von schmalen Wanderwegen verboten.

      • Roland K. Moser sagt:

        Deshalb auch noch: blog.bazonline.ch/outdoor/index.php/17515/mountainbike-politik-im-berner-paragraphenwald/

  33. Angelika sagt:

    Ich finde diesen Artikel und das Video wirklich toll.

    Und als passionierte Reiterin gebe ich auch noch meinen Senf dazu:
    Ich hatte bis anhin wirklich selten bis nie Probleme mit Mountainbikern. Die, die ich bis jetzt getroffen habe, haben sich immer bemerkbar gemacht (Klingeln oder Stimme). Und ich bedanke mich auch immer und die Biker sowieso. Oder meistens höre ich die Biker auch und durch mein Verhalten merkt dann das Pferd selber, dass ich bereits die Umgebung wahrgenommen habe und das der Fahrer ok ist.

    Zwischen den beiden Parteien entsteht einfach manchmal eine totale Borniertheit, die eigentlich unnötig ist. Man findet immer ein Weg, friedlich aneinander vorbeizukommen.

  34. Roland K. Moser sagt:

    Habe vorhin noch was vergessen: Ich gehe nicht mehr mit Leuten biken, welche einfach drauflosheizen und konsequent keine Rücksicht auf die anderen nehmen. Das sind keine MTBler – Ausgrenzen und meiden das Zeug.

  35. peter sagt:

    also ich kann aus erfahrung sagen, dass diese feierabendbiker ein grosses problem sind, die meisten kennen keine glocke oder ein rufen wenn sie von hinten mit nicht reduzierter geschwindigkeit angefahren kommen. Ich selber fahjre auch viel velo , habe aber gelernt rücksicht zu nehmen auf alles was sich vor oder neben mir bewegt.
    rücksicht istt heute völlig nicht mehr bekannt unter uns.

  36. Chrigu sagt:

    Interessent ist, wie die beiden Reiter die ganze Strasse benutzend nenbeneinander am wartenden und applaudierenden Mountain Biker vorbei defilieren. So möchte es wohl der Pferde Verband (im üblichen Schwarz/Weiss Bild).

    Besser wäre:
    MTBler sieht Pferdler, Wanderer, etc. und bremst.
    Pferdlergruppe sieht MTBler, Wanderer, etc. und macht / lässt Platz.
    Wandererergruppe sieht MTBler, Pferdler, etc. und macht / lässt Platz.

    Leute, es muss jeder auf den anderen Rücksicht nehmen!
    Ein MTBler.

    • Roland sagt:

      So müsste es eigentlich sein, ist es aber nicht. Ich beobachtete dies oft, dass Biker mit Karacho neben den Pferden vorbei fuhren. Pferde sind eben keine Drahtesel, die können sich erschrecken und einen Reiter abwerfen. Ich jedenfalls bremse immer stark ab und halte andere Bike die dies nicht tun, für ganz grosse A……

  37. Roland K. Moser sagt:

    Gestern in einem verschlungenen Dorf (Retterswil glaub) auf der Strasse mit dem Rennvelo war auch eine Reiterin mit dem Pferd. Es ging noch leicht bergab, also kommt man noch schnell daher. Aus ca. 50 m oder eher weniger habe ich gesehen, dass der Güggel zu bocken beginnt, weil er das Rennvelo gehört hat. Habe dann sofort geläutet (Die Klingel die man nur 1 mal anschlägt, natürlich kann man es auch mehrere Male tun) und leider nur leicht gebremst. Es war mir wirklich nicht bewusst, dass es Sinn macht, stark abzubremsen. Das Pferd und die Reiterin standen sofort bockstill und bin dran vorbeigefahren. Ich gebe zu, dass ich zu schnell war, aber ans stärker bremsen dachte ich echt nicht mehr.
    Im Nachhinein darüber nachgedacht muss ich feststellen, dass ich falscherweise tendenziell eher nicht oder zu wenig bremse.

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