So fahren Sie gut durch die Pollensaison

Es liegt was in der Luft: Biker wirbeln am Etappenrennen Cape Epic Staub auf. (Bild: Keystone)

Es liegt was in der Luft: Biker wirbeln am Etappenrennen Cape Epic Staub auf. (Bild: Keystone)

Was für ein meteorologisches Kontrastprogramm! Auf die rekordverdächtige Kälte im Februar folgte ein weiterer Monat der Superlative: An vielen Orten der Schweiz war es der sonnigste März, der seit 1961 gemessen wurde. Die zahlreichen Sonnenstunden zeigten auch am Thermometer Wirkung: Der März 2012 war der wärmste seit dem Hitzejahr 2003. Und es war einer der insgesamt fünf wärmsten Märzmonate in der Messreihe von MeteoSchweiz, die bis ins Jahr 1864 zurückreicht. Liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 4 Grad, waren es in diesem Jahr aussergewöhnlich warme 7,7 Grad, wie die Tagesschau berichtete.

Mit dem Lenz kommt das Leiden: Jeder fünfte Schweizer hat eine Pollenallergie. (Keystone)

Dank diesem Wonnemonat hat die Vegetation mehrheitlich schon wettgemacht, was die sibirisch kalten Februartemperaturen an Wachstumsstillstand verursacht hatten. Nicht unbedingt zur Freude aller Mountainbikerinnen und Mountainbiker: Nachdem Haselsträucher, Erlen, Birken und Eschen ihre Pollen dem Wind mit auf die Reise gegeben haben, blühen wohl schon bald die ersten Gräser. Und mit den Pollen der windbestäubten Pflanzen zeigen sich bei rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung auch die ersten Allergie-Symptome wie eine triefende Nase und tränende Augen. Der menschliche Organismus reagiert auf das Protein der Pollen – einen eigentlich harmlosen Stoff.

Je nach Ausprägung der Allergie kann einem die Lust auf (Outdoor-)Sport natürlich schnell einmal vergehen. Der Körper fühlt sich schlapp an, und die Aussicht auf einen Downhill mit tränenden Augen ist auch nur bedingt motivationsfördernd. Linderung versprechen dieser Tage nicht nur die angekündigten kurzen Regengüsse oder eine medikamentöse Behandlung. Hier sind einige Ratschläge, wie dem Heuschnupfen beizukommen ist oder die Symptome zumindest gelindert werden können (Quelle: u.a. Allergiezentrum Schweiz):

  1. Die Pollenprognose beachten und eventuell an Tagen mit besonders intensivem Pollenflug einen Ruhetag einlegen.
  2. Bei der Tourenplanung berücksichtigen, dass die Pollenkonzentration in der Luft in den Morgenstunden, nach Regenfällen oder in Höhenlagen in der Regel tiefer ist.
  3. Nach der Mountainbiketour nicht nur duschen (Pollen haften auf der Haut und an den Haaren), sondern auch die Bikebekleidung nach jeder Fahrt waschen. Je schneller man sich der Kleider entledigt und duscht, desto besser.
  4. Die Bikebekleidung nach der Wäsche nicht im Freien trocknen lassen, weil sonst Pollen an den feuchten Kleidern haften bleiben.
  5. Immer eine Fahrradbrille tragen. Bei starker Bewölkung, in der Dunkelheit oder Dämmerung ein Klarglas wählen. Die Brille schützt die empfindlichen Augen nicht nur vor Pollen, sondern auch vor Staub, Dreck, Insekten und vor schädlichen UV-Strahlen.
  6. Wem das Atmen grössere Probleme verursacht, der sollte weniger intensiv trainieren, um keine Gesundheitsrisiken einzugehen.

Zumindest Petrus scheint die Allergiker auf der Alpennordseite in den kommenden Tagen nicht im Stich zu lassen – Aufhellungen und einzelne Regenschauer bestimmen das Osterwetter.

Leiden Sie an Heuschnupfen? Welche Strategien wählen Sie, um trotz der Allergie auch im Frühjahr regelmässig aufs Mountainbike steigen zu können? Was verschafft Ihrer Meinung nach am meisten Erleichterung?