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Mountainbike-Politik im Berner Paragrafenwald

Jürg Buschor am Donnerstag den 8. März 2012


Bald noch das Einzige, was Berner Mountainbikern bleibt? Trail am Gurten.

Das geplante neue Berner Waldgesetz hat die gesamte Schweizer Mountainbike-Szene in Aufruhr versetzt. Was, wenn das Beispiel auch in anderen Kantonen Schule machen würde? Der Verband Swiss Cycling hat im politischen Kampf gegen das neue Gesetz die Führung übernommen und in einer Online-Petition innerhalb von zweieinhalb Wochen schweizweit 31'235 Unterschriften gesammelt, die im Rahmen der Vernehmlassung mit einem Schreiben an den Berner Regierungsrat übergeben wurden. All diese Stimmen haben zwar keine rechtliche Relevanz, sie zeigen aber zwei Dinge:

  1. Die Mountainbiker lassen sich nicht so einfach von den Trails verbannen.
  2. Die in der Regel als Einzelkämpfer auftretenden Biker lassen sich wider Erwarten doch politisch mobilisieren.

Stein des Anstosses ist der Artikel 22 Abs. 2 des KWaG, der folgendes besagt: «Reiten und Radfahren im Wald abseits von Waldstrassen und besonders bezeichneten Wegen und Pisten ist verboten.» Noch im alten Waldgesetz bezog sich das Verbot nur auf das «Reiten und Radfahren im Wald abseits von Wegen und besonders bezeichneten Pisten.» Was bei all den Diskussionen um das Berner Waldgesetz fast vergessen gegangen ist: Ähnlich lautende Waldgesetze sind in anderen Kantonen in Vorbereitung oder bereits in Kraft, so zum Beispiel in Zürich, Thurgau, Freiburg, Luzern, Solothurn und Basel.

Den Stein ins Rollen gebracht haben die Waldbesitzer, die sich daran stören, dass Pferde und Fahrräder insbesondere bei nasser und feuchter Witterung Schäden an den nicht befestigten Wegen verursachen. Es sind diese zusätzlichen Unterhaltskosten sowie das zunehmende Konfliktpotenzial zwischen den verschiedenen Nutzergruppen, die vielen ein Dorn im Auge sind. Den Kritikern des Waldgesetzes wird entgegengehalten, dass explizit bezeichnete Wege und Pisten nach wie vor einzeln bewilligt werden können. So liesse sich gemäss den Waldbesitzern auch die Frage der Übernahme von Unterhaltskosten individuell klären. Nachdem die verschiedenen Interessensgruppen mittlerweile an einen Tisch gebracht worden sind, beharren die Waldbesitzer nicht mehr auf einer Einschränkung für Reiter und Biker. Dies unter der Bedingung, dass die Politik umsetzbare Lösungen für die Entschädigung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen finde. Das sei «sozusagen das Faustpfand der Waldeigentümer gewesen», wie der Präsident der Interessensgemeinschaft Trailnet, Samuel Hubschmid, gegenüber der «Berner Zeitung» sagte.

Die Gemüter haben sich mittlerweile zwar etwas beruhigt, doch noch ist die Gefahr für die Berner Mountainbikerinnen und Mountainbiker noch nicht gebannt. Man darf hoffen und annehmen, dass nach dem Feilschen um die Entschädigungsfrage eine Lösung gefunden wird. Was aber, wenn das Gesetz in Kraft tritt und schlimmstenfalls auch in weiteren Kantonen zum Vorbild genommen wird? Wie Swiss Cycling im Schreiben an den Berner Regierungsrat festhält, ist zu befürchten, dass damit nur neues Konfliktpotential geschaffen wird. Es stelle sich anschliessend auch das Problem der Umsetzung. Würden die rund 50'000 Berner Mountainbiker sich an das als ungerecht empfundene Gesetz halten? Würden die drakonisch anmutenden Strafen von maximal 20'000 Franken bei Widerhandlung überhaupt ausgesprochen? Es würde nicht erstaunen, wenn das von einer derart grossen Interessengruppe als ungerecht empfundene Gesetz nur schwer umzusetzen wäre.

Erachten Sie die Ansprüche der Waldbesitzer auf Entschädigungen für den Wegunterhalt als legitim? Soll Ihrer Meinung für diese Schäden die Allgemeinheit (in Form von Steuergeldern) aufkommen, oder sollen die Schadenverursacher direkt zur Kasse gebeten werden? Glauben Sie, dass bei einer Gesetzesannahme sich die Mehrheit der Mountainbikerinnen und Mountainbiker daran hält?

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139 Kommentare zu „Mountainbike-Politik im Berner Paragrafenwald“

  1. Martin Schneeberger sagt:

    Ich wohne seit über 30 Jahren im Engadin und bike leidenschaftlich gern, wie jährlich tausende Gäste, die genau deswegen hierher reisen. Diejenigen, denen ich hoch über dem Tal begegne, sind ausgesprochen ehrgeizige Hobbysportler, die den Blick auf ihr GPS fixiert haben und möglichst rasant das Ziel erreichen wollen. Sie hinterlassen aufgeschreckte Touristen entlang ihre Route und sind nur zu bremsen, wenn ihr Bike nach einem Unfall defekt ist. Einzelne Biker verursachen keine gravierenden Schäden in der Natur, die Menge machts. Eine Entschädigung von ihnen zu verlangen macht keinen Sinn. Besser sind markierte Wege, wobei natürlich die von den Bikern bevorzugten Strecken bezeichnet werden. Diese müssen von den Interessen-Gruppierungen promotet werden und per GPS abrufbar sein. Fussgänger und Reiter erhalten ebenso Hinweise, ob sie auf ihrer Route Biker kreuzen oder nicht. Ausserhalb dieser Routen soll das Leben gefahrlos – also ohne Biker – genossen werden können, wobei im Extrem(un)fall halt auch gebüsst wird. Von eigenen negativen Erfahrungen geprägt bin ich voll für das neue Waldgesetz, auch wenn ich dadurch persönlich – minim – eingeschränkt werde.

    • Peter Sterch sagt:

      “Sie hinterlassen aufgeschreckte Touristen entlang ihre Route und sind nur zu bremsen, wenn ihr Bike nach einem Unfall defekt ist.” Laut ihrem Text ist jeder Biker der ein paar Höhenmeter über dem Talboden fährt an ein Rücksichtloser “Raudi” der alle Wanderer umfährt und praktisch über Leichen geht. Ich war schon sehr viel im Engadin und kenne mich bestens aus. Ich war mit dem Bike auch schon in Lenzerheide, Arosa, Davos, Prättigau allgemein, Albulatal, Surselva, Münstertal… Es sind MAXIMAL 1% der Biker die sich so verhalten. In einer Bikesaison, in der ich ca. 5000Km fahre begegne ich vielleicht 5 Bikern die sich daneben benehmen. Ich treffe aber auch mindesten 5 Wanderer die sich unter aller Sau benehmen. Ich habe selten Probleme mit anderen Bergsportlern, aber dies wird auch daran liegen das ich IMMER 30 Sekunden Zeit habe jemanden vorbei zu lassen. Wenn sie für das Waldgesetz sind, dann sind sie kein richtiger Biker. Ein Biker der nicht auf schmale Wege darf, ist wie ein Offroader der nicht ins Gelände darf…

      • Dani Meier sagt:

        Der letzte Satz sagt alles! Genau so sinnvoll wie jene, welche einen Offroader kaufen, damit sie in den Dreck fahren können (nicht müssen).

        • Martin Schneeberger sagt:

          Ich versuchte, nicht wertend zu schreiben. Biker geniessen die Geschwindigkeit (ich eingeschlossen), ich hörte sie schon jodeln während der Abfahrt. Trotzdem springen Wanderer zur Seite, wenn sie die Biker nicht kommen hören (ich habe nicht von umrempeln geschrieben). Es hat nichts mit Rücksichtslosigkeit zu tun, die Begegnung ist extrem kurz (natürlich nur während der Abfahrt – bergauf ergebe sich selten Konflikte). Fussgänger sind froh zu wissen, wenn sie Biker erwarten müssen oder eben nicht.

      • D. Chaiken sagt:

        Wo darf ich mit einem Offroader ins Gelände ?

        • Peter Sterch sagt:

          USA, Italien, Frankreich, …

          Ich habe genug lang in Zürich gearbeitet und jeder der sich einen RangeRover kauft um in der Stadt herumzufahren ist einfach ein Vollidiot. Mountainbikes sind fürs Gelände gebaut und fertig.

        • philip sager sagt:

          Kuwait.. sie sind hier mit ihrem Offroader herzlich willkommen.. ;-)

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ein guter, ausgewogener Beitrag von Ihnen, Herr Schneeberger. Es ist bezeichnend, dass sich die Diskussion einmal mehr nur ums liebe Geld dreht. Es geht aber um Schutz von Lebensräumen für Wildtiere und um Lebensqualität und Sicherheit für Tiere und Wanderer ! Biker, die ihre Interessen über alles stellen, brauchen endlich einen Schuss vor den Bug.

      • Bebri sagt:

        Ich schliesse mich hier an: endlich einmal ein guter Beitrag zum Thema, Danke! Ich bin land- und Waldbesitzerin. Was ich an Schäden auf unseren Wegen antreffe, ist teilweise echt krass. Bei ins sind vor allem die Reiter oft rücksichtslos, die Wege sind bei schlechtem Wetter gepflügt von den Hufen und für Fussgänger unpassierbar. In der Schweiz leben viele Menschen und es braucht ein geordnetes Miteinander. Als Waldbesitzer ist man in den momentanen Diskussionen der letzte geldgierige Mensch … Wir haften aber, wenn auf unserem Grundstück etwas passiert. Wir stellen unserer Waldstück den Spielgruppen und Schulen zur Verfügung. Es frustriert aber schon, wenn man schon angegriffen wird, wenn man einen Baum fällt (auch schon vorgekommen) oder wenn eben auch mal genug ist, weil die Leute keine Rücksicht nehmen. Ich finde es gut, wird jetzt mal darüber diskutiert.

  2. Bruno sagt:

    Wenn Schäden im Wald und Flur entstehen, so sind diese dem Verursachern zu belasten.
    Dass sich nur ein teil der Bikerinnen und Biker an das Gesetz halten steht ausser Zweifel.
    Nur die ganz eingefleischten haben noch nicht begriffen, dass sie selbst diejenigen sind, die ein solches Gesetz auf den Plan ruft.

    • Serge Rau, Betriebsleiter BielTrail sagt:

      Bruno: Die angeblichen Schäden welche die Waldbesitzer z.Z. gerne als Vorwand in den Medien erwähnen, sind zu 99,9% den Forstfahrzeugen zuzuschreiben. Ein schönes Beispiel gibts momentan in Magglingen (Bike-Revier in Biel) zu bestaunen. Der halbe Wald wurde von Forstfahrzeugen zerstört. Der komplette Wald ob Biel sieht zur Zeit aus, als wären eine ganze Flugzeugflotte darin abgestürzt. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Es ist lächerlich die Biker dafür verantwortlich zu machen. Vermutlich bist du selber nie im Wald anzutreffen, daher ist es für dich nicht möglich hier sachlich mitzureden.

      • edi sagt:

        iim fricktal, meiner bike gegend, ich bin seit über 20 jahren mit dem bike unterwegs sind es wohl 99.9999999999999% der schäden welche auf den einsatz von forstfahrzeugen zurückzuführen sind. diese sind auch oftmals über mehrere jahre präsent, die spuren von bikes sind nach dem ersten kräftigeren regen verschwunden. die menschen die hier den wald nutzen kommen eigentlich gut miteinander aus. jedenfalls habe ich nur einige mühselige erlebnisse mit hunden in erinnerung welche ein herrchen oder frauchen spazieren führten. dies trifft auch in anderen gegenden dieses planeten zu, in denen ich von zeit zu zeit mein bike ausführe. ein bisschen mehr weitblick und weniger engstiernigkeit, BITTE.

        • Hans Eichhorn sagt:

          Ihre Argumentation ist doch absurd! Wenn andere mehr Schaden anrichten, ist der von mir angerichtete Schaden automatisch ok. Das ist doch keine Rechtfertigung!

  3. Peter Sterch sagt:

    Ich wohne zum Glück in GR und dort wird das Biken bestimmt nicht verboten, aber ich finde einfach alles zu verbieten ist der falsche Weg. Der Vergleich Pferd und MTB ist auch nicht gerecht. Ein 500Kg+ Pferd macht zehn mal mehr Schaden als ein Mountanbiker, ich weiss das aus eigener Erfahrung. Zwischen Chur und Landquart gibt es am Rhein entlang Wege die speziell für Pferde sind und diese sind so aufgewühlt, das man sogar zu fuss mühe hat.

    Den Schadenverursacher (Biker) kann man nicht direkt zu Kasse beten, weil jeder Wanderer verursacht auch Schaden… Ich verstehe einfach nicht warum es Orte gibt wo es funktioniert und keine Probleme gibt und an anderen Orten werden die Biker als kriminelle Umweltzerstöerer hingestellt.

  4. Coach sagt:

    Biker machen schlimmstenfals eine 5 cm breite und 5 cm tiefe Spur, also 25cm2 im Querschnitt. Für eine RICHTIGEN Graben braucht’ s die Forstwirtschaft. So ein Vollernter macht doch gut und gern ZWEI Spuren von 50x50cm = 5000cm Querschnitt, also etwa das 200fache. Dies meist auch noch quer durch den Wald!

    • Ott sagt:

      Schon gerade etwas übertrieben, deine 50x50cm. Ausserdem ist der Vollernter immer für den Waldbesitzer unterwegs, während Biker auf “fremden” Territorium fährt. Und die Maschienenhersteller betreiben einen riesen Aufwand und machen auch rechte Fortschritte, um die Bodenbelastung der Forstmaschienen zu reduzieren.

      Habe übrigens einmal so eine Harvester-Spur mit etwas Aufwand (nur störendes Holz wegräumen) in einen coolen Trail verwandelt.

      • Gary Fisher sagt:

        In Teilen von Süddeuschland gibt es ähnliche Probleme mit den Behörden, die das Biken verbieten wollen. Es gibt sogar Vorschläge, dass auf Wegen die weniger breit sind als 2m, dort das Radfahren zuverbieten. Da die Biker angeblich so
        grosse Schäden anrichten. Daruf hin hat ein Bike freundlicher Forstarbeiter (es gibt sie tatsächlich) mal folgendes ausgerechnet: Es müssten ca. 25000 Biker gleichzeitig durch den Wald fahren um den selben Schaden von einer grossen Maschine anzurichten. Ob es stimmt kann ich nicht beurteilen da ich erstens keine Ahnung von Forstmachinen habe und zweiten habe ich noch nie 25000 Biker gleichzeitig durch den Wald fahren sehen. Ich bike seit 20 Jahren.

        Allzeit gute Fahrt und Kette rechts

        • Fritz Schetti sagt:

          Dieser Blog darf nicht dazu verwendet werden, einfach alles schön zu reden. Das ist voll schlecht. In Bern hat es weniger Biker als 200, da kann nicht irgend einer mit einem falschen Namen kommen, und diese Zahl gleich mal ins hundert150se Mal stellen. Ein Biker hat nun einmal kein Recht auf sein Vergnügen in der Schweiz. Ich habe auch schon gut gebiket, und ein bisschen beim Trail oben aufgeräumt. Und ich habe auch ein Video auf YouTube gestellt, das verbreitet Laune und macht den Leuten, die noch nicht so gut wie ich sind, vielleicht auch Mut, etwas zu wagen. GurtenTrail sieht sehr steil aus.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          “In Teilen von Süddeuschland gibt es ähnliche Probleme mit den Behörden….” Das nennt man dann Umkehrung von Fakten. Es gibt Probleme mit den Bikern, junger Mann !

          • Gary Fisher sagt:

            Sie scheren die Biker alle über einen Kamm, Hr. Niederer. Das ist dann die Umkehr von Fakten. Es gibt ganz sicher keine Probleme mit allen Bikern. Einige Turismus-Gebiete machen dies vor in der Schweiz, Österreich u. Deutschland.
            Schade ist das wir Biker noch keine so starke Lobby haben wie in anderen Sportarten. Darüber wie viele Schäden durch Wintersportler in Flora und Faune entstehen davon will niemand was hören. Also geht man auf die Biker los.

          • I.Z. sagt:

            Es gibt nicht per se Probleme mit den Bikern. Biker müssen aber per se als Sündenbock herhalten, egal für welches Problem. Das Hauptptoblem ist aber die Rücksichtslosigkeit, mit der allgemein anderen der Spaß genommen werden soll. Neiddebatte könnte man es nennen. Kein Verständnis für andere, und wenn die ach so zügellose Jugend dort besonders vertreten ist, erst recht nicht. Im Winter sind’s die Snowboarder, die darunter leiden, den Rest des Jahres die Radfahrer. Die Jäger sind außen vor, egal, wie nüchtern sie durch Feld, Wald, Wiese fahren und schießen, die Autofahrer sind außen vor, egal wie sehr sie sich daneben benehmen. Aber eine Minderheit, in der die Jugend überproportional vertreten ist, ist immer eine schöne Zielscheibe.
            Zum Thema: Ja, es gibt Probleme mit den Bikern – weil manche (aufgrund ihres eigenen schlechten Gewissens) sie schlichtweg nicht haben wollen.

  5. Peter Vogel sagt:

    Esist also grundsätzlich alles verboten, es sei denn es ist erlaubt? Klingt ja eher nach Diktatur als nach einem modernen Bundesstaat.

    • Daniel sagt:

      Kiffen soll erlaubt und Biken verboten werden.

      Manchmal fühle ich mich schon ein wenig verarscht von dene Behörden.

  6. Martin Kallmann sagt:

    Vielleicht muss sich die Bike-Community einmal selbst an der Nase nehmen. Ohne Nachdenken durch jedes Waldstück zu pflügen zeugt nicht gerade von Interesse für die Umwelt, was aber viele für sich in Anspruch nehmen. Auch bezüglich Rücksicht habe ich selber schon so manches erlebt (von hinten fast umgefahren in Wald und in den Bergen, mit rasendem Tempo entgegenkommen etc.). Es ist glaube ich halt nötig, dass die Gesetzgebung einschreitet, damit ein Umdenken stattfindet – kontrollieren kann man die Einhaltung ja sowieso nicht.

    • Daniel sagt:

      Was für ein Quatsch. JEDER MENSCH der in der Schweiz lebt sollte das Wort Umwelt nicht mehr in den Mund nehmen dürfen, um das vermeintliche Fehlverhalten von Minderheiten anzuprangern, denn wir ALLE schädigen die Umwelt. Nicht nur durch das Autofahren, Strassen- und Häuserbau, Heizen, sinnloses Umherreisen auf der ganzen Welt, Import von Waren, Online-Shopping, Fleischkonsum, Gemüse und Obstkonsum (ach ja… da gibts ja Traktoren und die Lastwagen die das Grünzeugs zur Migros fahren), sondern auch durch unsere Faulheit. Im Geschäft sehe ich immer wieder wie Arbeitskollegen Alu, Blech, Glas, Papier, etc einfach in den Müll schmeissen anstatt sich zum vorhandenen Recycling-Corner zu bewegen. Am Abend schalten sie die Computer und Bildschirme nicht aus. Dass dadurch mehr Atomstrom gebraucht wird, als wirklich notwendig wäre versteht wohl jeder. Und niemand will Atomstrom. Aber den PC abschalten ist eben schon zuviel verlangt. Im Winter wird auch die Heizung hochgedreht bis alle im T-Shirt beinahe schon schwitzen.

      Für Kohle und andere Rohstoffe wird hunderte Meter tief gebohrt und gegraben und jetzt sollen die Reifenspuren von Mountain Bikes das allergrösste Übel sein?

      Und Fussgänger enervieren sich auch in der Stadt über Velofahrer. Ich nerve mich dafür ab Autofahrern die mit zu geringem Abstand oder bei den Engstellen von Verkehrsinseln mich und andere Radler überholen, Fussgänger die einfach auf die Strasse latschen ohne zu schauen (mit Handy am Ohr oder Kopfhörern) und Roller-Fahrer die sich beim Rotlicht vordrängen und zwischen den Autos durchschlängeln.

      Wenn man multimobil ist, dann müsste man eigentlich alle und jeden hassen. Oder aber man übt sich in Toleranz und geht auch mal für 10 Sekunden vom Gas, anstatt zu riskieren, dass man einen Velofahrer oder Fussgänger todfährt.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ist ja einleuchtend und engagiert, dein Beitrag. Aber warum schaffst du es nicht, rücksichtslose biker und Velofahrer in deine Liste aufzunehmen? Das tönt dann eben nach “ich nicht, du auch”. Und das ist nicht erwachsen und nicht zielführend.

        • Gary Fisher sagt:

          Wenn Sie mir im Wald begegnen, bremse ich ab, grüsse Sie freundlich und wünsche Ihnen auch noch einen schööönen Tag…………………………..

        • Daniel sagt:

          HP Niederer: Ganz einfach, weil ich noch nie einen rücksichtslosen Biker oder Velofahrer gesehen habe.

          Oftmals behaupten Fussgänger, dass sie Opfer von rücksichtslosen Velofahrern und folglich Opfer, sowie die schwächsten Verkehrsteilnehmer wären. Dies ist absurd, weil wenn ein Velofahrer mit einem Fussgänger kollidieren würde, dann fliegt der Radfahrer durch die Luft und nicht der Fussgänger.

          Glauben Sie nicht? Dann stellen Sie sich vor, wie wahrscheinlich es ist, dass sie mit einem 23 Millimeter breiten Reifen GENAU MITTIG das Bein eines Fussgängers treffen. Weil sobald das Rad schräg auf das Bein des Passanten trifft, wird es abgelenkt, der Lenker wird herumgerissen (zur Seite geschlagen) der Radfahrer wird stark abgebremst, verliert die Balance und fliegt über den Lenker. Ausserdem fliegt er aus mindestens 1,5 – 2 Meter Höhe auf den Boden, während der Fussgänger schon auf dem Boden steht.

          Sicherlich habe ich schon Velofahrer gesehen, die sich selber gefährdet haben, indem sie bei rot über die Kreuzung gefahren sind. Aber im Normalfall, ist es ja nicht so, dass die Radler blind durch den Verkehr pflügen und sich mit 40 Tonnen Lastwagen und SUV’s anlegen. Radler schwimmen vielmehr, mit dem Verkehr mit und nutzen aufgrund ihres geringen Platzbedarfes Lücken im Verkehr – ein bisschen wie die Fische im Meer. Da würde ja auch niemand erwarten, dass die Fische plötzlich anhalten.

          Fussgänger tun dasselbe und laufen auch bei Rot über den Fussgängerstreifen, wenn kein Auto kommt. Vor allem um Haltestellen und in der Nähe z.B. vom Hauptbahnhof ZH ist es lustig zu sehen, dass weder die Unterführung noch die Fussgängerstreifen auszureichen scheinen. Wie kopflose Hühner mit Handy oder MP3 Player am/im Ohr laufen sie über die Strasse die lieben Fussgänger (ich habe auch zwei Beine und bin öfters Fussgänger).

          Jetzt kommen wir zum Punkt: Genau diese RÜCKSICHTSLOSEN und risiko-ignorierenden Fussgänger oder Wanderer, fühlen sich belästigt, wenn ein Velo oder Mountain Bike zu schnell vorbeifährt. Wenn man davon ausgeht, dass ein gut trainierter Rennradler auf gerader Strecke bis zu 40 km/h schnell sein kann und ein Mountain Biker in flachem Gelände bestimmt auch ca 25 km/h erreichen kann, dann ist dies ein erheblicher Geschwindigkeitsunterschied zum Fussgänger mit 5 km/h. Fünf bis acht Mal so schnell. Da hätte ich wahrscheinlich auch keine Freude, wenn ich mit dem Auto mit 50 km/h unterwegs wäre und von einem ROWDIE mit 250 km/h überholt werden würde.

          Aus diesem Grund, bremse ich im Wald immer auf Schritttempo ab, grüsse freundlich, überhole langsam und gebe dann wieder Bein-Power. Nur auch dieses Verhalten besänftigt verschiedene Wanderer nicht. Sie fühlen sich genötigt irgendwas hinterherzuschreien oder zu maulen. Einen Gruss zurück erwarte ich sowieso schon seit 20 Jahren nicht mehr.

          Eine andere Situation ist z.B. das Radeln um den Greifensee. Am Abend immer sehr gut besucht von Radlern, Inlineskatern und Fussgängern die teilweise mit Kindern unterwegs sind. Seit letztem Jahr habe ich immer eine Klingel am Rennrad. Nur leider hört die niemand, weil alle Köpfhörer in den Ohren haben oder sich bewusst taub stellen, während sie die ganze Wegbreite ausnutzen. Da kann ich es nur allzugut verstehen, wenn gewisse Radler dann einfach kommentarlos Überholen.

          Mir ist das auf die Dauer zu blöd und deshalb fahre ich normalerweise mit dem Rennrad um den Zürisee und mit dem Mountain Bike anstatt auf den Üetliberg auf die weniger frequentierten Altberg und Lägern.

          Ich bin mir übrigens am überlegen die Glocke dieses Jahr wieder abzumontieren, weil die Autofahrer (Radio) und Fussgänger (MP3 & Handy) hören sie sowieso nie.

          • Hans Eichhorn sagt:

            Als Velofahrer in Basel muss ich Sie fragen, Daniel: Wo wohnen Sie, dass Sie noch nie einen rücksichtslosen Velofahrer gesehen haben? Oder sind Sie schlicht blind? Bezüglich rücksichtslosen Velofahrern kann ich Ihnen den Bahnhofsplatz in Basel empfehlen: Der Veloweg führt da unmarkiert quer über den Platz. Ich passiere diesen Platz auf dem Arbeitsweg pro Tag zweimal mitten in der Rush-Hour. Und wissen Sie was: Ich werde da ständig überholt, weil so ein bemitleidenswerter Stresskopf im grössten Kranz durchrauschen will …

    • RedOrbiter sagt:

      Grundsätzlich haben Sie Recht. Auch ich denke dass sich einige Biker selber an der Nase nehmen sollten. Hier sind wir als Biker auch gefordert in den eigenen Reihen Aufklärungsarbeit zu leisten.
      Allerdings denke ich dass der grosse Teil der Biker sich korrekt benimmt. Und genau da liegt doch der Hund begraben. Wenn hundert Biker korrekt am Wanderer vorbei fahren regt sich niemand auf und niemand macht sich Gedanken darüber. Wenn jedoch einer dieser hundert Biker ein “Hirnloser Raudi” ist, so werden sofort alle Biker verurteilt und als Raudi in die kriminelle Ecke eingeteilt…
      Vor allem finde ich es nicht in Ordnung wenn der schwarze Peter alleine den Bikern zugeschoben wird. Es gibt “Spinner” sowohl unter den Bikern wie auch bei den Wandern und den übrigen Waldbenützern. Man sollte einfach gleiches Recht für alle anwenden. Und hier werden beim geplanten Waldgesetz in Bern die Mountainbiker ganz offensichtlich vom Gesetzgeber nicht gleichwertig behandelt. Es wird nicht mit gleichen Ellen gemessen.

      Was ich aber als ganz wichtig anschaue:
      Das geplante Berner Waldgesetz zielt an der gelebten Realität völlig vorbei! Es kann und darf nicht sein, dass der Gesetzgeber irgendwelche Regeln aufstellt, wo im Vorne herein schon fest steht, dass diese nicht durchsetzbar sind weil Praxisfremd!
      Eine erzielbare Akzeptanz bei den Mountainbikern geht so gegen Null.
      cu RedOrbiter

  7. Dani Meier sagt:

    Mit dem Landschaden ist es schon so eine Sache! Ob von wenigen (anständigen) Bikern oder von vielen anderen Bikern, kann man ja schlecht aus der Spur lesen. Tatsache ist, dass man diese Spuren an den unmöglichsten Orten findet. Da kriege ich immer schmutzige Schuhe, weil der Boden da versumpft, wenn es regnet. Besonders da, wo es steil runtergeht, wird durch das Bremsen Erde bewegt und Gräben entstehen. Man darf nicht immer alles unbeschränkt erlauben, nur weil eine Gruppe sich ermächtigt fühlt, den Wald unsicher zu machen.

    • Ott sagt:

      Schmutzige Schuhe nach einem Waldspaziergang? Geht ja gar nicht, da muss schon irgend etwas verboten werden… :-)

      Man kann auch nicht immer alles unbeschränkt verbieten, nur weil eine andere Gruppe glaubt, der Wald gehöre alleine ihr!

    • Daniel sagt:

      Aha… Du hingegen darfst mit Deinen Schuhen durch schlammiges Terrain und Abhänge? Im Schlamm hinterlassen auch Zweifüsser tiefe Spuren.

      Und ich finde Du solltest dich nicht ermächtigen Spuren zu hinterlassen. Weil Spuren sind GAAAANZ GAAANZ böse. Und schmutzige Schuhe sind auch ganz blöd. Vielleicht solltest Du einfach Zuhause bleiben. Problem erledigt :-)

  8. Reto sagt:

    Auch im Kanton Zürich ist das im Waldgesetz bereits verankert. Reiten und Radfahren abseits befestigter Strassen ist grundsätzlich verboten.
    Nur wird es einfach nicht konsequent durchgesetzt.
    Waldschäden die verursacht werden sind nicht immer auf den ersten Blick ersichtlicht. Dies gilt vor allem für die Reiter. Die Hufe der Pferde verletzen die Bäume oft im Wurzelbereich. Das führt dann oft zu Pilzbefall und damit zum Absterben der Bäume.

    Bei den Mountainbikern ist sicher nicht der Waldschaden an erster Stelle, obwohl auch diese nachhaltige Schäden an der Bodenvegetation verursachen können. Mehr Sorge bereitet hier die Störung der Fauna. Die Biker kommen oft fast lautlos und teilweise in hohem Tempo. Mittlerweile nicht nur tagsüber sondern auch tief in die Nacht hinein. Dies führt zu einer grossen Beunruhigung der Tiere, mit all ihren negativen Folgen.

    Das es Spass macht, mit dem Bike durch die Wälder zu preschen ist klar. Ueber die Konsequenzen des eigenen Tuns sind sich viele nicht im Klaren oder wollen es auch gar nicht wissen – das stört den Fun-Faktor.
    In unserer, von Egoismus geprägten Zeit bleibt halt nichts anderes übrig als das Gesetz zu bemühen, wenn die Vernunft fehlt – Leider muss ich dazu sagen.

    Das Zeigt schon die Antwort von Coach . Mit einem Rechenbeispiel versucht er, sich der Verantwortung zu entziehen. @Coach, Holznutzung ist einer der Hauptpfeiler unserer Waldplanung und ein Hauptgrund wesshalb wir hier im Mittelland relativ gesunde Wälder haben. Die Schäden die dabei mit den modernen Forstmaschinen entstehen sehen auf den ersten Blick meistens schlimmer aus als sie in Wirklichkeit sind. Je breiter die Reifen, desto weniger Bodendruck entsteht.
    Rein optisch muss ich Ihnen allerdings recht geben. Aber wie bereits oben erwähnt – Waldschäden sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar

    • Robert Mayer sagt:

      Wenn wir Biker nicht mehr durch Wälder flitzen dürfen, müssen jedoch auch die Autos, Kinder, Wanderer, Flieger, Helikopter, Skifahrer usw. verboten werden… Und wer weiss schon, ob das dem Wild schadet? Habe also noch nie ein Reh gesehen, welches einen Herzinfarkt von einem Biker davon getragen hat. Solange ein Biker auf den Wanderwegen fährt, macht er sicher nicht mehr Schäden wie ein Wanderer…

    • Peter Zürcher sagt:

      Den Nagel exakt auf den Kopf getroffen! Dem bleibt nichts anzufügen!

    • Winner sagt:

      aha, die “fast lautlosen” Biker führen also zu einer grossen Beunruhigung der Tiere…

      • Reto sagt:

        @Winner
        eine erkannte Gefahr ist für das Wild nur noch eine halbe Gefahr. Die fast lautlose Fortbewegung, gepaart mit einer relativ hohen Geschwindigkeit führt desshalb zu einer sehr grossen Störung des Wildes.

        @Mayer
        Rehe sind Wiederkäuer. Das heisst sie brauchen im Tagesablauf Ruhezeiten während denen sie die aufgenommene Nahrung wiederkäuen und verdauen können. Werden sie in diese Phasen gestört können sie, trotz bestem Futterangebot, faktisch verhungern. Solche untergwichtige Tiere in einem erbärmlichen Zustand kann man in den Wäldern immer wieder antreffen. Sofern man sich die Zeit dazu nehmen würde. Einen Herzinfakrt erleiden die Tiere nicht. Viel schlimmer aber ist die immer wiederkehrende Störung.

        • Fritz Schetti sagt:

          Nehmen Sie einmal die SUV’s, welche überall auf der Strasse fahren. Die brauchen ja wirklich sehr viel Platz. Aber da sind die Vorschriften lockerer. Es ist aber auch so, dass gewisse SUV’s für den Freizeitbereich benützt werden, das Wort SUV heisst ja Sport Utility Vehicle, das heisst, es geht auch ums Vergnügen. Die SUV’s sind aber längst nicht so leise wie ein Biker, sondern produzieren relativ viel Lärm. Das finde ich das Schlechteste an diesen Vehikels.

    • Reto sagt:

      Nachtrag zum obigen Beitrag:
      Link zum Züricherischen Waldgesetz
      http://www2.zhlex.zh.ch/appl/zhlex_r.nsf/WebView/5DDDB47FA0164902C125724200313D91/$File/921.1_7.6.98_55.pdf

      II / § 6. 1 Reiten und Radfahren im Wald sind nur auf Strassen und Wegen erlaubt.
      2 Ausnahmen regelt die Gemeinde

      Link zur kantonalen Waldverordnung
      http://www2.zhlex.zh.ch/appl/zhlex_r.nsf/WebView/ECF9006CE5187642C1256FEE003ED68C/$File/921.11_28.10.98_49.pdf

      I / § 2. Rückegassen und Trampelpfade gelten nicht als Strassen oder Wege gemäss § 6 des Waldgesetzes3.

      Eigentlich ist hier schon alles geregelt.

    • Heiko sagt:

      Unsere Wildtiere haben in unseren Wälder, abgesehen von ganz ganz vereinzelten Exemplaren auch keine natürlichen Feinde mehr. und für dieses Wild gibt’s wildschutzgebiete, die karte ist online zu finden. wenn man diese zonen meidet, kann man sich in seinem achso ausgeprägten egoismus suhlen, und das wild an den neuralgischen punkten in ruhe lassen.

      bevor man sich über biker im wald beschwert, sollte man zuerst ALLE Strassen welche durch den Wald führen abreissen und wieder begrünen
      Ach ne, dann hätte man ja wieder 5 minuten länger nach Hause, oder ins Fitnesstudio um indoor etwas gegen die speckpölsterchen zu tun, und dann über die pösen Biker zu fluchen…

  9. Robert Mayer sagt:

    Ich bike schon seit über 20 Jahren. Und ich bin der Meinung, dass ich keine grossen Schäden in Wald und Landschaft hinterlassen habe. Jedoch weiss ich, dass die Wanderer gerne immer die ganzen Wege benützen. Ein Waldweg kann noch so breit sein, wenn zwei oder mehr Wanderer miteinander unterwegs sind, benötigen sie immer die ganze Breite. Auch wenn sie genau wissen, dass auch Biker unterwegs sein können. Ich nehme, wie auch im Strassenverkehr, auf die schwächeren und langsameren Teilnehmer Rücksicht. Jedoch werde ich immer wieder mit bösen Blicken und Rufen beschimpft. Somit bin ich der Meinung, haben die Förster und Wanderer einfach etwas gegen Biker. Und der Vergleich mit Pferden ist ja wirklich herzig… Die Tourismusregionen klagen zurzeit sehr laut über zu wenige Touristen. Die Biker sind da diesen Regionen sehr wohl wichtig und sie lassen ja auch genug Geld liegen. Somit bin ich der Meinung, muss da gar nichts entschädigt werden. Denn es gibt schon genug Subventionen… Und sonst werden dann hald die Schweizer Biker auch im Sommer in andere Länder mit weniger harten Gesetzen ausweichen. Ich plädiere für weniger Egoismus und ein besseres Miteinander….

  10. Ott sagt:

    Die Forstwirtschaft erbringt tatsächlich sehr viele Dienstleistungen für das Gemeinwohl, ohne dafür gross entschädigt zu werden. Gerade beim Strassenunterhalt: Unsere Waldstrassen sind meistens so schön unterhalten für die Öffentlichkeit, nicht für die Bewirtschaftung des Waldes. Für die Forstis würde eine 4×4-taugliche Piste reichen. Von dem her finde ich es gut, dass die Waldbesitzer sich auch einmal wehren.

    Anderseits kann man sich fragen, ob die Biker wirklich die richtigen sind um Geld zu fordern: Werden die UNBEFESTIGTEN Wege (um die geht es im Gesetz) im Kanton Bern tatsächlich von den Waldbesitzern unterhalten und wenn ja, wie gross ist der Aufwand? Oder sind die Biker Mittel zum Zweck, um Geldansprüche geltend zu machen?

    Im Kanton Aargau ist es wahrscheinlich der Wanderweg-Verein, der sich am meisten mit Biker-Schäden zu befassen hat. Er unterhält das Wanderwegnetz im Auftrag und finanziert durch den Kanton. Da Biker auch Steuern zahlen, fände ich es vernünftig, wenn der Kanton etwas mehr Geld dem Wanderwegverein geben würde, um die schlimmsten Schäden zu sanieren.

    Anders sieht es aus bei speziell für die Biker angelegte Abfahrts-Trails. Da finde ich es nicht mehr als Recht, wenn der Waldbesitzer eine angemessene Entschädigung für seine Nutzungseinschränkung bekommt. Und da finde ich könnten auch die Biker bezahlen…

  11. dani aregger sagt:

    verbietet das verbieten… irgendwo wirds abstrus. schwarze schafe gibt es überall, von fussgänger, dreiradfahrern, wandern, bikern natürlich auch etc. ich würde behaupten, das 95% aller dieser gruppen einen nachhaltigen, sorgfältigen und vernünftigen umgang mit andern, sich selber und der natur pflegen. trotzdem entstehen schäden…als tourismusfaktor sollte man aber wanderer und biker etc. auch nicht ganz vernachlässigen. steuergelder? ja, solange wir schwachsinniges wie kampfflugzeuge etc. einkaufen, können wir auch für verhältnismässig kleine schäden an der natur mit steuergeldern aufkommen. anderer ansatz: als snowboarder, langläufer etc. zahle ich tageskarten für die infrastruktur. ich persönlich wäre bereit je nach gebiet, netz etc. einen bike-pass für 100.-/200.- pro jahr zu bezahlen, wenn damit die infrastruktur und die politische arbeit finanziert werden kann. von mir aus freiwillig. der rega zahl ich auch mehr als die nötigen 30.-, dafür dem pfarrer sieber nichts. sorry. die natur ist wichtig, wir müssen ihr sorge geben, die instandhaltung kostet halt, und schäden richten wir alle an. an sich einfach oder? und verbote durchsetzen? gute idee, stellen wir geschätzte 20’000 waldranger an, die wir im wald 24/7 platzieren, natürlich auf steuergelder…

  12. Karl Zeller sagt:

    In solchen Kommentaren hier, ziehen die Biker immer ihr Sonntagsgewändchen an und halten sich die freundlich lächelnde Anonymous-Maske vors Gesicht. In der Realität aber bolzen sie voll Rohr an Spaziergängern mit Kinder! und an Wanderer vorbei. Was ich mich ab diesen Bikertrottels in den letzten Wochen bei Spaziegängen auf Spazierwegen!! ärgern musste, kann ich hier nicht beschreiben. Wenn diese lächerlichen Knilche in ihrer ‘geilen’ Vollmontur an einer grossen Anzahl Spaziergängern vorbeidonnern (ohne herunterzubremsen, wohlverstanden!!) denke ich immer wieder das Gleiche: Schade dass es nicht erlaubt ist, diese trampelnden Schimpansen mit einem gezielten Schlag eines dicken Holzprügels aus dem Sattel zu hauen…..

    • Winner sagt:

      Menschen wie Sie, Herr Zeller, sind es, welche die eigentlichen Probleme machen.

    • Ott sagt:

      Sachliche Frage auf deinen eher unsachlichen Beitrag: Wo war das beschriebene?
      Ich möchte zwecks Weiterbildung gerne einmal in eine solche “Kampfzone” wandern und biken gehen. Habe solche Zustände effektiv noch nie erlebt, und bin doch schon an vielen Orten biken/wandern gegangen. Allerdings meide ich die Naherholungsgebiete der Agglomeration Zürich und Basel, war das dort?

    • Rudi sagt:

      Herr Zeller, Sie sprechen mir aus der Seele.

    • Göpf Egg sagt:

      Genau. Alle Spaziergänger sind gut, alles Biker sind bös.

      • Peter Sterch sagt:

        @Karl Zeller: Sagen sie bitte wo dann ihr Sapzierweg ist? Es fährt sicher kein Biker in “Vollmontur” (was soll dies überhaupt heissen?) einen Spazierweg herunter. Ich denke sie haben andere Probleme und darum hat sich bei ihnen Frust angestaut, diesen können sie jetzt an den Bikern auslassen. Sie gehören sicher zu den “Wanderer” die auch noch ausrufen wenn man absteigt… Ich bin auch viel zu fuss unterwegs, solche “Probleme” habe ich aber noch nie gehabt, ich denke dies ist ein “Zürcher” Problem. Zum Glück gibt es bei uns keine so stock konservative Fussgänger die allen Fortschritt verbieten wollen weil sie zuerst auf dem Trail waren. Bei uns wird das Biken auf den Wanderwegen jedenfalls nicht verboten werden.

        • Mike sagt:

          Nein, das ist kein Zürcher-Problem, es ist ein imaginäres Problem, das nur an Stammtischen und in den Kommentarspalten von Zeitungswebsites stattfindet. Ich bin seit Jahren in der Region Zürich unterwegs, vornehmlich im Sihltal und am Üetliberg, was beides sehr stark frequentierte Gebiete sind, und ich kenne all diese sogenannten “Nutzungskonflikte” nur vom Hörensagen. Ich kann mir das alles ehrlich gesagt nur so erklären, dass es sich bei den Leuten, die hier immer Gift und Galle spucken, um die Sorte handelt, die dreimal pro Jahr bei schönem Wetter irgendwo auf einem Schotterweg einen halbstündigen Spaziergang macht und dann schockiert ist, dass es noch andere Leute hat. Dummerweise dürfen die halt auch mitbestimmen, wenn es um solche Gesetzesänderungen geht.

          Übrigens, wer in Stadtnähe auch mal draussen seine Ruhe haben will, für den gibt’s nen ganz einfachen Trick – unter der Woche bei grauem Himmel raus. Dann hat man sogar den Üetliberg für sich alleine. Aber das zählt natürlich nicht. Wichtig ist, dass man am Ostersonntag rauskann, um sich dann über alles und jeden aufzuregen.

    • Wem die Argumente fehlen, wird beleifigend und befürawortet strafrechtlich relevante Handlungen. Aber wwas will man von jemandem, der Halluzinationen hat (radelnde Schimpansen im Wald) schon anderes erwarten. So können hier mildernde Umstände geltend gemacht werden.

    • Daniel Schaller sagt:

      Werter Herr Zeller
      Es ist genau so, wie es Winner schreibt:
      Das Problem sind SIE selber!!! Agressiv, gewalttätig, frech und mit einem suboptimalen IQ ausgerüstet, welcher dann solche Gedanken produziert!
      Was muss das Leben für Sie für eine Bürde bedeuten. Sie haben mein vollstes Beileid.
      Beste Grüsse und gute Besserung.
      Einer von tausenden trampelnden Schimpansen.

    • Till O'Rly sagt:

      Lieber Herr Zeller,

      Sind sie sicher, das sie nicht per Zufall einen offiziellen Trail rauf oder runter spaziert sind? Dort könnte sowas schonmal vorkommen. Aber sie würden wohl auch mit dem Velo eine Runde auf dem Nürnburgring drehen und sich dann ab den hirnlosen Rasern enervieren…

    • B. Schaible sagt:

      Sehr geehrter Herr Zeller

      Es gibt unter den Bikern auch Frauen und Kinder. Sie würden also auch gegen Frauen und Kinder gewaltätig vorgehen. Sie bewegen sich strafrechtlich auf sehr sehr dünnem Eis. Sie sind beleidigent und gewaltverherlichend in der Öffentlichkeit (im Internet). Meiner Meinung nach sollte sich als erster die Polizei, dann ein Richter und dann ein Azrt mit Ihnen beschäftigen.

      Meiner Meinung nach sollten Sie aufpassen wie Sie sich in Zukunft hier in diesm Blogg äusern. Sie sollten vieleicht erst Ihr Hirn (falls vorhanden) einschalten, bevor sie sich in irgendeiner Form äusern. Es gibt nähmlich Vertreter des Gesetzes (z.B. Polizisten) die gern Ihre Freizeit auf dem Bike verbringen.

  13. Mark sagt:

    Sodali, willkommen im Klub, als Jeep- und Motorradfahrer, Linkshänder und Romanisch sprechender ist dies für mich täglich Brot :-) Als Minderheit hat man’s in einer Verbotsgesellschaft “halt” nicht so einfach. Aber wenn abgestimmt wird, bin ich natürlich für einen Wald ohne Velos. Danke

    • Serge Rau, Betriebsleiter BielTrail sagt:

      keine angst mark. es wird weder darüber abgestimmt, noch gibt es jemals ein wald ohne velos:-)

  14. velobueb sagt:

    Herr Zeller, möchten Sie nicht gleich die Todesstrafe für Rowdy-Biker beantragen?
    Solange sich alle Parteien so aufführen, wie Sie, wird das Problem ungeachtet der Gesetzgebung bestehen bleiben.

    • Karl Zeller sagt:

      Nein, möchte ich nicht. Der Holzprügel würde genügen.
      Wie bereits gesagt, hier drinnen haben die Biker plötzlich das ‘Sunntigsgwändli’ (mit Boschettli) an und halten sich die lächelnde Anonymousmasken vors Gesicht. Tun so als könnten nicht verstehen, dass man so gegen sie reden kann. Dabei verstehen sie sehr genau um was es geht. Wollen einfach nicht, weil sie sich das Fräsen bewahren wollen. Jömmerlen plötzlich so im Stil ‘alle gegen uns – dabei sind doch die Fussgänger die Bösen. Oder velangen -völlig abstrus- ‘gegenseitige Rücksichtnahme’. Wie soll ich gegen so einen Vollrohr-Vorbeidonnernden-Idioten Rücksicht nehmen? Soll ich ihm noch das isotonische Getränk hinhalten und grosszügig über seine primitive Fräserei hinwegsehen? Nein! Ihr hattet genug Zeit zu beweisen, dass ihr Euch so verhalten könnt wie es sein muss. Ihr könnt es nicht. Wo das Hirn nicht genügt, müssen die Gesetze her. Ich unterschreibe 100fach gegen Euch, wenn ich kann….

      • Göpf Egg sagt:

        Mich würde sehr wundernehmen, wie ihr Umfeld SIE wahrnimmt.

        • Karl Zeller sagt:

          Je nachem wie das Licht fällt, verwechselt man mich schon mal mit Mutter Theresa……

          • Göpf Egg sagt:

            …..der Mutter Teresa würde ich im Wald doch glatt eine Runde mit meinem Bike anbieten.

          • Peter Wichtig sagt:

            und das Happy End an der Geschichte? Ganz egal was passiert Leute wie Herr Zeller werden immer unglücklich bleiben :)

      • Bike Profi sagt:

        Ich kenne Herr Zeller, oder zumindest seine Artgenossen recht gut. Einer dieser Art hat den Holzprügel gezogen und mich an meiner Trainingsrunde aktiv behindert.
        Als ich ihm anerbot ihn wegen versuchter Körperverletzung, Nötigung und freilaufenden Hunden im Wald anzuzeigen, nahm er mit Worten die zu einer weiteren Anzeige wegen Drohung führte, dankend an.
        Dem Richter machte es sichtlich Spass ihn in allen Punkten zu verurteilen (Meine Begleitung hatte als Zeuge mehr Wirkung als sein Hund).
        Fazit: Es braucht keine weiteren Gesetze, wir haben alles um für Recht und Ordnung zu sorgen, man muss es nur nutzen.
        Und ich freue mich auf weitere Zellers…

        • Petr Nordsen sagt:

          Sehr schön geschrieben! Ich hatte auch mal so einen Vorfall, als ich über den Fussgängerstreifen laufen wollte. Wir waren zu zweit und ca. schon 1,5 Meter in der Strasse als ein Auto extra beschläunigte um noch “durchzuschlüpfen”. Mein Begleiterin hat dann die Hände verworfen und der Autofahrer hat darauf angehalten, ist ausgestiegen und wolle anfangen auszurufen. Dann habe ich ihm unmissverständlich klar gemacht das er das Gesetz schon gebrochen hatte und sich schleunigst in sein Auto setzten soll und witerfahren, sonst rufe ich die Polizei. Der Autofahrer wollte aber nicht zuhören und sprach alle Schande über uns. Ich ignorierte ihn und hatte seine Autonummer fotografiert und 117 angerufen. Er wollte aber nicht warten… nach ca. 10 min war die Polizei da und ich konnte mit 5 Zeugen alles schildern. Der Autofahrer hat seine Strafe erhalten und jeder der mich auf dem Trail angreift wird auch das Gesetzt spüren. Ich bin ein friedlicher Biker, aber von anderen lasse ich mir keine Drohungen oder sonst was gefallen, jeder wird angezeigt und da ich nie allein unterwegs bin habe ich auch immer mindestens einen Zeugen. Noch ein kleiner Tip, Pfefferspray nützt nicht nur bei Freilaufenden Hunden etwas :D

        • Chrigu R. sagt:

          Es sind genau diese Leute wie Herr Zeller wegen denen es überhaupt solche Probleme und Diskusionen gibt.
          Aber mann sollte solchen Leuten einfach aus dem Weg gehen und versuchen trotzdem freundlich zu sein, und einfach für sich über deren naivität lachen. (gild übrigens beidseitig)
          Lässt man sich auf Diskusionen ein, oder Zeit die sogar an, verschlimmert man die Situation nur unnötig!

          Die meisten Biker, Hündeler, Wanderer und Reiter sind nämlich einsichtig, leider gibt es überall schwarze Schafe..

      • biker sagt:

        @ Tagesanzeiger: Solche Beschimpfungen bitte nicht veröffentlichen!

        @ Hr. Zeller: Sie können anderer Meinung sein wie andere, jedoch bitte nicht in diesem Ton. Denn es kommt schon der Eindruck auf, dass Sie gröbere Probleme haben. Sie gehören sicher zu den Menschen, die sich als Fussgänger über die Autos aufregt und wenn Sie selber im Auto sitzen, regen Sie sich über alle anderen Verkehrteilnehmer auf. Sie regen sich sicher auch über den Fluglärm auf und sitzen trotzdem immer wieder in einem Flugzeug. Diese Liste kann man bei Ihnen sicher beliebig erweitern.

      • Gary Fisher sagt:

        Herr Zeller: haben Sie Kinder?? Wenn ja, bringen Sie Ihnen bitte nicht das Velo fahren bei. Bis meine Tochter Velo fahren kann sind solche gwalt bereiten hirnlosen Leute wie Sie nicht mehr geben.

  15. Thomas sagt:

    Das Gesetz wird in der Realität nicht umsetzbar sein. Zu hoch sind die Aufwände.

    Aber.. mir kommt die ganze Situation vor wie vor 20 Jahren, als ich an den Skiliften und in Skigebieten mit dem Snowboard verbannt worden bin. Es hatte damals die (weit verbreitete) Begründung gegolten, dass Snowboarder grössere Gräben in die Piste machen würden und zudem alle Skilift-Trasses kaputt. Auch heute kann man noch an wenigen, meist kleinen Orten diese negative Grundhaltung gegenüber Snowboarder erfahren. Es sind aber meistens irgendwelche unzufriedenen, stock konservative Mitmenschen (oder besser Dinosaurier), die sich grundsätzlich missbiligend verhalten und geradezu lächerliche Argumente ins Feld führen müssen, weil sie keine überzeugende haben.

    Nicht dass diese Kontroverse mit den Bikern im Wald dieselbe wäre, aber irgendwie kommen mir beide Fronten inklusive Flur-, Wald- und Tierschäden und Einschränkung der persönlichen Freiheit ziemlich bekannt vor.

    Ich bike angepasst, habe Freude an meinem Hobby und verhalte mich dementsprechend in der Natur. Hat schon vor 20 Jahren mit dem Snowboard funktioniert, wie man heute (fast überall) sieht.

  16. Brigitte Landolt sagt:

    Am meisten Schäden im Wald wird durch die Forstarbeit selbstangerichtet, in dem ohne Rücksicht auf die Bodenverhältnisse mit den immer riesigeren Traktoren auf dem weichen Waldboden herumgefurwercht wird und mit immer grösseren und schwereren Holztransportern die befestigten Waldstrassen verformt werden. Da sind die Schäden von Reitern und erst recht von Mountainbikern ein Klacks dagegen!

    • Reto sagt:

      Da muss ich Ihnen aber deutlich widersprechen. Der Bodendruck pro cm2, verursacht durch ein Pferd ist um einiges Höher als der der Forstmaschinen. Ein grossteil der Waldstrassen wurden exakt dafür angelegt, dass das Holz abgeführt werden kann. Solche Strassen werden durch die Forstbetriebe auch regelmässig wieder instand gesetzt.
      Die im Gegensatz zu den Reitern die sich auf Fusswegen bewegen und sich nicht wirklich darum kümmern, wie es hinter ihnen ausschaut. Die hören erst auf die aufgeweichten und versumpften Wege zu benutzen wenn es die Eisen von den Hufen reisst. Dies selbstverständich ohne einen Rappen dafür zu zahlen. Frau Landolt, denken sie daran wenn sie durch die Wälder reiten, benutzen sie fremdes Eigentum.

    • Ott sagt:

      Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viel Aufwand der Forst betreibt, diese Schäden zu minimieren bzw. zu konzentrieren. Aber für Aussenstehende sieht es z.T. halt schon ziemlich heftig aus nach einem Holzschlag.

      Ist aber immer noch ein Unterschied, ob der Waldbesitzer Schäden verursacht, um den Wald zu bewirtschaften, oder ob Freizeitler auf fremden Grundstücken Schäden hinterlassen.

      • Daniel sagt:

        Herr Ott, Sie wissen aber schon, dass im Wort Bewirtschaften das Wort WIRTSCHAFT vorkommt.
        Begriffserklärung von Wikipedia: “Einrichtungen und Handlungen von Menschen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse”

        Das bedeuted, dass der Waldbesitzer mit dem Wald (Natur) tun und machen kann solange er daran verdient? Schliesslich lösen sich die gefällten Bäume nicht in Luft auf, sondern werden verkauft. Schäden im Wald sind kein Problem wenn sie vom Besitzer oder seinen Angestellten verursacht werden? Komisches Weltbild.

        Ich bin ja ein bissschen naiv und verstehe die ganze Aufregung nicht ganz, weshalb 3-6 cm breite Reifenspuren oder 50-100 cm breite Singletrails so ein grosses Problem darstellen sollen, wenn ich mir bildlich vorstelle wie ein 300-500 cm breiter Waldweg den Wald segmentiert. Wäre dieser dann nicht um ein Mehrfaches schlimmer? Und dann noch die ganzen ABGASE der Autos (meist Jeeps) und Forstmaschinen, die sich darauf bewegen und die arme Natur und Tiere (Bambi) schädigen.

        tztztz

        • Bebri sagt:

          Ich hoffe, Sie nehmen zur Kenntnis, dass Sie sich dank der Pflege der Waldbesitzer sicher durch praktisch alle Schweizer Wälder bewegen können. Im übrigen kann ich Ihnen versichern, dass man sich schon viel Mühe geben muss, wenn man mit Wald Geld verdienen will. Man vergisst, dass Wald nicht nur Natur ist, sondern auch Kultur(land). Alle wollen vom Wald profitieren (Erlebnis, Genuss, Fun usw.), nur der Waldbesitzer soll gefälligst nichts haben von seinem Wald … Für mich sind weniger die Biker das Problem, aber die Reiter, die die Wege teilweise gepflügt hinterlassen. Forstmaschinen sind im Übrigen nur alle paar Jahre in einem bestimmten Waldstück unterwegs.

        • Ott sagt:

          Hm, schon etwas lustig, wenn du (bleibe beim Du, wenns recht ist) mir erklären willst was Forstwirtschaft ist. Und dass du noch dazu Wikipedia zitieren musst. Darf ich einige Fakten zur Verteidigung der CH-Forstwirtschaft anführen:

          Das schweizer Waldgesetz ist eines der (für die Forstwirtschaft) strengsten der Welt. Und das ist auch gut so.

          Der Begriff Nachhaltigkeit wurde im Deutschen erstmals von einem Forstwissenschaftler verwendet, lange bevor er ein Modewort wurde. Und im Gegensatz zu anderen meinen wir auch noch Nachhaltigkeit, wenn wir den Begriff in den Mund nehmen.

          Jeder Kubik Holz, den wir aus dem Wald holen, ersetzt entweder als Brennstoff Öl oder als Material Plastik, Beton oder Stahl. Alle vier nicht besonders CO2-neutral, im Gegensatz zum Holz.

          Und falls jetzt irgend so ein urbaner Bürohengst (mutmasslich an einem Holztisch sitzend) findet, Holznutzen ist super, aber bitte ohne Spuren, biete ich gerne einen kleinen Kurs in Holzerei an. Der erste, der einen ausgewachsenen Baum spurlos aus meinem Wald bringt, bekommt soviele Motorsägen, wie er tragen kann.

          Aber zurück zum Thema Schäden: Solange Biker auf den Trails bleiben, (was 99% ja auch tun) verursachen sie keine Waldschäden, sondern höchstens Schäden an den Wegen. Und weil in gewissen Gebieten offenbar die Waldbesitzer diese Schäden dann ausbessern müssen (dies ist mir allerdings neu) wollen sie jetzt eine Entschädigung. Der Konflikt sollte also nicht heissen Biker vs. Forstwirtschaft, sondern Biker vs. Wegunterhalt. Deswegen ist es auch unlogisch mit den Schäden der Forstmaschienen zu argumentieren.

          Ein anderer Konflikt ist Biker vs. Jäger/ Wildtierfreunde, aber das ist ein anderes Thema.

  17. beat sagt:

    Wieder einmal wird ein Scheinproblem zum Politikum hochstilisiert. Wir haben mittlerweile einfach zu viele Beamte und sonstig Frustrierte, die mit ihrem sinnentleerten Leben nichts anderes anzufangen wissen, als andere zu schikanieren und diese auf ihr unterirdisches Niveau herunterziehen wollen um sich selbst besser ertragen zu können. Gleichmacherei, Diskriminierung und Ausgrenzung wird zum neuen Lebensinhalt von uns Schweizern und gesunder Menschenverstand droht wahrhaftig auszusterben. Scheinbar haben wir verlernt, uns als Menschen zu begegnen und wollen uns lieber auf Gesetze berufen. Ist doch voll der Kindergarten. Ätschi-Pätschi! Ich bin im Recht und Du im Unrecht! Lachhaft! Das sind Zeichen der gesellschaftlichen Dekadenz und des Niedergangs.

    Um nach all der Polemik doch noch etwas zum eigentlichen Thema beizutragen: Ich bike seit Jahren im Zürcher Unterland. Am liebsten auf Wanderwegen und auf sogenannt “unbefestigten Wegen” oder wie wir sie nennen: “Singletrails”. Um Schäden möglichst gering zu halten, befahre ich diese Wege aber nicht bei tiefen Bodenverhältissen und auch nicht nachts. Natürlich gibt es ab und an mal eine Diskussion mit anderen Waldbenutzern, doch das finde ich per se nicht schlimm und es führte auch noch nie zu ernsthaften Konflikten. Freundlichkeit öffnet Türen (und Herzen). Was sollte ich mich da also um irgendwelche abstrusen Gesetze scheren, die sich in der Praxis als reine Papiertiger erweisen? Pfeiff drauf!

    • Fritz Schetti sagt:

      Schauen Sie einmal, dieser Blog ist sicher nicht für diese Kommentare da, es sind ja immer die gleichen Argumente. Aber nehmen Sie einmal an, man ist im Lesesaal der Bibliothek Frauenfeld am lernen. Jetzt haben die da das Facebook und Twitter gesperrt. Dann passieren genau solche schlechten Sachen beim Lernen. Sie wissen schon von was man spricht, nämlich vom Problem: Reiter wollen ihren Anteil am Wald, Passanten wollen Ihre Wege und Biker.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wer rücksichtslose und gefährliche Egomanen kritisiert und zurechtweist, kann nur ein Frustrierter sein. Ihre Worte. Umwerfend stichhaltig ! Da bleibt die Frage, inwiefern sie vielleicht innerliich getrieben und daher verzweifelt sind, dass sie Ihr Workout ohne Rücksicht auf Verluste ausüben MÜSSEN.

  18. Alexander Meier sagt:

    bin selber reiter und biker

    als reiter mit eigenem pferd bezahle ich jedes jahr einen freiwilligen beitrag von 100sFr der lokalen reitwegkommission, die damit einige spezifische gallopstrecken unterhält und als anlaufstelle bei problemen dient. Ein grosser teil des geldes fliesst aber an die flur- und unterhaltsgenossenschaften als vergütung für die benutzung der wege.
    Dazu gibt es auch einen reiterknigge wie man sich gegenüber fussgängern und anderen benützern der wege zu verhalten hat – zB nur im schritt kreuzen und nicht im gallop…

    eine ähnliche organisation könnte für biker dieselbe arbeit übernehmen: trails erstellen und unterhalten, bei problem helfen und angerichtete schäden vergüten.
    das ganze erfordert aber nunmal halt eine gewisse organisation die bei den bikern (noch) nicht vorhanden ist…

    • Maria Manser sagt:

      Schön das sie über den Reiterknigge schreiben, aber ich habe noch nie in meinem Leben jemandem auf einem Weg mit Fussgängern (von mir aus auch Bikern) galoppieren sehen. Ich kann mir nicht vorstellen das dies ein Problem ist. Aber ich muss auch zugeben das ich eher Angst habe wenn ich ein Pferd kreuzen muss, vorallem wenn es eng ist. Ich bin keine Reiterin und für mich ist ein Pferd 500 Kilo Musklen mit eigenem Willen und dieser kann nicht 100% kontrolliert werden. Aber auf den Trails wo ich mit meinem Bike unterwegs bin, würden Pferde teilweise gar nicht durkommen, darum kann meiner Meinung nach gar nicht von den gleichen wegen (Trails) geredet werden. Auf den Trails die ich immer wieder fahre habe ich noch nie Hufabdrücke gsehen, aber vielleicht sind die Reiter in Bern anders und benutzen auch ganz enge verwinkelte Trails.

      • Alexander Meier sagt:

        …man kann sehr gut auf wegen auf denen auch fussgänger unterwegs sind traben/gallopieren (primär muss der weg einigermassen weich oder steil sein) dass sie das noch nie gesehen bzw als fussgänger/biker erlebt haben spricht für die vernunft der reiter… (und für das wissen der zu kontrollierenden 500kg+ an masse) – wie sie in den restlichen kommentaren entnehmen können werden reiter genauso angefeindet, wenn es um die wegnutzung geht – höflichkeit und respekt den anderen gegenüber hilft aber schon sehr viel…

        als biker muss ich mich selbst aber auch immer wieder zusammen nehmen und mal mehr bremsen als es mir lieb ist (ist schliesslich die eigene kraft, die man wieder braucht zum zu beschleunigen) aber es ist halt eine frage des anstands – ist genau das selbe wie der hundebesitzer der ruft: “er will doch nur spielen” – genauso kann man als fussgänger/biker/reiter nicht a priori davon ausgehen dass der andere alles im griff hat – und der andere muss sich dessen einfach bewusst sein und sein verhalten dementsprechend anpassen.

        mit dem pferd gehe ich auch gerne auf schmale wanderwege (nicht irgendwelche spezifisch angelegte downhill trails sondern einfach nicht das, was man als biker als waldautobahn bezeichnet ;-)) macht mit dem pferd genauso mehr spass wie mit dem fahrrad… für die benutzungskompensation gibts dann halt ensprechende fonds, in die die pferdebesitzer einzahlen – was ich eben für die biker genauso als möglichkeit erachte, um die trails die sich meistens auf privatem grundbesitz befinden zu erhalten…

  19. Heiris Marolf sagt:

    Mmmh…Verursacherprinzip…im Prinzip bin ich auch dafür aber es ist ja öffentlicher Raum und für etwas zahle ich ja auch Steuern? Habe z.B. kein Auto und finanziere das Strassennetz ja auch mit. Vielleicht fehlt mir einfach der Heuldrang dazu.
    Das Grundproblem bei Diskussionen dieser Art ist doch der Faktor Mensch. Der Mensch ist in der regel kein rationelles, friedliebendes, selbstloses, offenherziges Wesen. Normale Diskussionen sind unmöglich.

    • Reto sagt:

      Das stimmt so nicht.
      Ein Grossteil des Waldes ist in Privatbesitz. Die haben nur den Schaden und den Aerger.
      Aber eben, dem Wald sieht man das nicht an ob der er Gemeinde oder einem Privaten gehört und absperren geht auch nicht. Wir haben nach wie vor ein allgemeines Betretungsrecht des Waldes im Gesetzt festgehalten, Kann mir aber vorstellen dass sogar an diesem Grundsatz mit der Zeit gerüttelt wird.

      • Ott sagt:

        Es ist schon ein Problem dass viele Leute glauben, der Wald gehöre allen. Und sich entsprechend verhalten.
        Nun, der Wald gehört zwar nicht allen, jeder hat aber ein Recht darauf, ihn als Erholungsraum zu nutzen. Und ich glaube nicht, dass dieses Recht in den nächsten 100 Jahren geändert wird. Vielmehr müsste man den Waldbesitzern mindestens die Aufwände vergüten, die die Erholungssuchenden verursachen.
        Wie schon geschrieben bezweifle ich aber, dass in diesem Fall die Waldbesitzer viel mit dem Unterhalt der Wanderwege zu tun haben.

  20. Alex Wetter sagt:

    Habe noch nie einen respektvollen, anständigen Biker getroffen, weder als Spaziergänger noch als Reiter. Rucksichtslos, überheblich und rechthaberisch, im Ortsverkehr, auf dem Land und sonstigen Fussgängerwege. Diese haben sich selbst überzeugen können, dass, weil sie “Biker” oder Velofahrer sind, über dem Gesetz stehen. Zudem schreiten die Behörden / Polizei nicht ein.

    • Marcel sagt:

      Wenn man mit ausnahmslos allen Bikern Probleme hat, dann ist es mathematisch betrachtet ziemlich aussichtsreich die Ursache der Probleme bei sich selbst zu suchen. :-)
      Mountainbiken ist mittlerweile ein absoluter Breitensport geworden und wird nicht nur von jungen Rowdies betrieben sondern von einer riesigen Benutzergruppe, welche vom 8-jährigen Schüler über die vorsichtige Hausfrau bis hin zum rüstigen Rentner alle Menschen beinhaltet. Wer da noch ernsthaft behauptet, alle Biker seien “böse”, der sollte wohl etwas an seiner Toleranz arbeiten.
      Ich bin mit dem Mountainbike vorwiegend auf Wander-/Waldwegen unterwegs und meine Begegnungen mit anderen Wegnutzern verlaufen zu 99,99 Prozent positiv ab. Ich hatte dabei auch schon viele nette Gespräche mit Wandern.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das glaube ich nicht! Ich kenne die Sorte Biker, die Du meinst. Das sind genau diejenigen, mit denen zusammen ich nicht gesehen werden will. Weder beim Biken noch privat.

  21. Jakob Weber sagt:

    Theoretisch gesprochen steht oder fällt der Mountainbike Sport mit der Einführung und Umsetzung vom generellen Fahrverbot auf den unbefestigten Wald- und Wanderwegen. Praktisch ist dieses aber nicht durchsetzbar, zumal sich die riesige Bikergemeinschaft nach 20 Jahren unbehelligtem Tun nie und nimmer von diesen Pfaden vertreiben lässt. Die Abgabe für die Wegbenutzung scheint mir eher ein gangbarer Weg, sofern auch alle anderen Nutzer zur Kasse gebeten werden. Ein gut schweizerischer Kompromiss wie aus dem Lehrbuch einer demokratischen Gesellschaft.

    • tömsi sagt:

      Wir können doch auf das Gewohnheitsrecht poschen! Wenn man schon 20 Jahre auf Wanderwegen unterwegs ist, dann kann das doch nicht plötzlich ändern!

    • Aber aufpassen! (siehe meine Anmerkung v. 9. März 2012 04:19) ! In Österreich bewegen sich insoweit frei fixierbare Wege-Freikauf-Summen, die dort zwischen Tourismusverbänden und Waldeigentümern ausgehandelt werden, zwischen 25 Cent pro km freigegebenem Weg (Umgebung Wien) und Forderungen von bald über 50 Cent (…) im Raum Graz. TK

  22. Richard Schärrer sagt:

    Hat eigentlich jemand der “Reglementierer” schon die Traktor-Spuren der Waldbesitzer nach der Holz-Ernte gesehen?

  23. tömsi sagt:

    Die Wanderwege in den Wädern (auch Privatwälder) werden bei uns von den Gemeinden und von Zivilschutz unterhalten, sprich der Steuerzahler berappt den Unterhalt und nicht der Waldbesitzer. Ist der Mountainbiker auch ein Steuerzahler? Es würde mich auch interessieren wieviele Privatwaldbesitzer schon mal etwas an eine Forststrasse bezahlt haben? Die werden von den Gemeinden geplant und gebaut, der Privatwaldbesitzer muss lediglich einen Teil seines Waldes daran geben. Hat dann aber einen sauber erschlossenes Waldstück und kann seine gefällten Bäume bequem raustransportieren. Wenn die Waldbesitzer nun mehr Kohle von der Allgemeinheit wollen, dann sollten sie auch sagen was sie an Mehrleistung dafür bieten. Ausser der Wegbenützung. Sie können uns ja Schanzen bauen und Reitern Hindernisse;)

    • Bebri sagt:

      Das sehe ich anders. Bei uns hat die Waldgenossenschaft die Wege gemacht und sie pflegt sie auch. Als Waldbesitzer ist man in dieser Genossenschaft und wird für die Aufwände zur Kasse gebeten. Im Übrigen hafte ich als Waldbesitzerin wenn auf meinem Grundstück etwas passiert, also schaue ich auch, dass der Wald gepflegt wird. Ich finde den Egoismus hier einfach grässlich. Biker und Reiter gegen diese doofen Waldbesitzer oder wie? Wann schätzen Sie, was Sie am Wald haben, ohne es als ihr selbstverständliches Recht anzuschauen? Wir haben Wald, wir stellen ihn auch gern den Schulen und Spielgruppen zur Verfügung ( die netterweise auch gefragt haben), aber es leben viele Menschen in der Schweiz – es geht um ein gutes Miteinander und nicht um solche Polemik!

  24. Mike Roth sagt:

    Hallo ihr Umweltjammerer, nennt mir mal, abgesehen von joggen, einen einzigen umweltfreundlicheren Sport als Biken!

  25. Urs sagt:

    Wo sich die Räume für die Freizeitvergnügen von Menschen mit unterschiedlichen Interessen überlagern ist immer Konfliktpotenzial. Jede/r der Gruppenvertreter/innen fühlt sich dann jeweils “im Recht”.
    Aus meiner Erfahrung als Hobby-Biker vermisse ich regelmässig “eindeutig” gekennzeichnete Wege. Auf einem BIke-Trail sollen sich halt weder Reiter noch Fussgänger/Wanderer aufhalten.
    Umgekehrt sollen auch die Wege für Wanderer / Reiter eindeutig gekennzeichnet sein (und auch die Zufahrten dahin, das ist speziell in den Ballungsräumen, z.B. Zürich/Uetliberg wichtig) und ihnen in diesem Sinne “exklusiv” zur Verfügung stehen. Wo Mehrfachnutzung nicht zu verhindern ist, schaffen ein paar Hindernisse und/oder Hinweistafeln die nötige Beruhigung.
    Es gibt so viele Wege in so vielen Gegenden unserer schönen Schweiz, dass dies doch die individuelle Freiheit kaum beeinträchtigen, den Benutzern aber einiges an Sicherheit vor Konflikten einräumen würde. Zum Schluss noch: es wäre auch toll wenn für Hundehalter markierte Wege zur Verfügung stehen würden, in deren Umfeld sie ihre Tiere frei laufen lassen könnten und die in der Folge von den Joggern und Bikern etc. gemieden würden.

  26. Maria Hassler sagt:

    Ich bin kein Biker sondern Reiter.
    Pferde können tatsächlich viel Schaden anrichten, wenn man keine Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit nimmt. Aber statt allgemeinen Verboten sollte viel mehr auf Aufzeigen der Alternativen geachtet werden.
    Der Schaden an der Vegetation ist ja über’s Jahr bei weitem nicht immer gleich.

    Jetzt im Frühjahr sind auch gepresste Böden oft weich genug für ein Pferd, nehmen aber keinen Schaden (Auf Schotterwegen gibt es ja auch nicht mehr, was zu Schaden kommen kann)
    Im Sommer nach langer Trockenheit sind diese Wege aber hart wie Beton, und für Pferde ziemlich ungeeignet, dafür haben dann die kleineren Wege genug Festigkeit, dass eben nichts kaputtgeht.Und für Bikes gilt sicher ähnliches .
    Entsprechende Markierungen könnten helfen. Rücksicht und Hirn einschalten bei Bikern und Reitern auch.

    Auch eine Idee: Im Herbst die Bauern fragen, ob es Acker gibt, die noch nicht angesät/umgegraben sind, da kann man dann richtig “die Sau rauslassen”. (Aber immer zuerst fragen, manchmal sähen die schon beim Ernten neu an.)

    Und ganz ehrlich: Spätestens wenn der Bauer mit dem grossen Traktor direkt nach dem Auftauen des Bodens durch den Wald fährt, weiss ich nicht, was da ein Pferd/Bike/Wanderer/Wildschwein noch kaputtmachen kann.

  27. Petero Koerber sagt:

    Biken sollte nur auf speziell für das Biken freigegebenen Wegen/Trails gestattet sein. Fertig. Genauso wie in den umliegenden Ländern auch. Grundsätzlich gilt das allgemeine Fahrverbot auch für Biker.

  28. Mark sagt:

    Schuldzuweisungen sind immer sehr einfach und bringen keine neuen Erkenntnisse. Klar sehe ich auf den schmalen Wegen Zigarettenstummeln, verbrauchte Nastücher, wilde Feuerstellen, Bremsspuren und Kühe, die den eben noch schönen Weg nach einem Regentag in ein Minenfeld von Löchern und Scheisse verwandelt haben. Stört mich das? Nein. Wie so? Weil es dazugehört, wenn man teilt. Ich geb was – ich bekomm was. Ich grüss und werde gegrüsst. Erstaunlich, den es klappt. Respektieren sich Wanderer, Biker und Reiter, gibt es keine Probleme. Und sogar die Geländewagen dürfen bis an den Trail, kein Problem. Wieso sollte mich das stören. Ich bike, wandere und laufe durch die Berge, ohne Druck und mit viel Freude und Zeit.

  29. Es wäre allseits eine hilfreiche Sache, würden due angeblich geschädigten Wege-Eigentümer oder -Besitzer konkret die durch Radfahrer ebenso angeblich an Wegen angerichteten Schäden monetarisieren. Es kann hier nicht um “Maut” oder artverwandte abstrakte Größen gehen, sondern nur um konkret berechnete Kosten. Diese Summe wäre zugleich in ein nachvollziehbares (!) Verhältnis zu Reparatur- oder Unterhaltungskosten zu setzen, die durch waldbewirtschaftungsverkehrsbedingten Wegeverschleiß und andere wirtschaftliche Nutzungen (Holzrücken findet z.B. nicht nur abseits der Wege statt) hervorgerufen werden. Eine Verkehrssicherungspflicht darf sich nur auf die für die wirtschaftliche Nutzung erforderliche Wegequalität beziehen, da an Waldwege nicht Ansprüche an Verkehrswege im Sinne des Strassenverkehrsrechtes zu stellen sind. Das muß ggf. gesetzlich weitergehend konkretisiert werden. Demnach muß die erholungsbezweckende Benutzung incl. sportlicher Benutzung des Waldes per Fahrrad, zu Fuß oder zu Pferd immer auf eigene Gefahr unter besonderer Berücksichtigung wald- und waldnutzungstypischer Gefahren zulässig sein. TK

  30. Christian Guretzki sagt:

    Oft werden die ‘lautlosen’ Biker beklagt, die andere Trail-Benutzer und Wildtiere erschrecken.
    Dazu ein konstruktiver Beitrag um dieses Problem zu entschärfen :

    ZÜRITRAIL-BELL Glocke für Biker

    Diese laut schallende Glocke wird mit dem Klettband an Velolenker oder Rucksack befestigt. Der Klang kündigt Wildtieren und anderen Trail-Benutzern den nahenden Biker an. Entstanden aus dem Gespräch mit Wildhüter und dem Bike-Verein Züritrails.
    Ich hatte bisher nur positive Reaktion von anderen Trail-Benutzern.

    Zu beziehen bei Veloplus :
    http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/Glocken/Glocken/ZueRITRAIL-BELLGlockefuerBiker.aspx

    • Petr Nordsen sagt:

      Diese Glocken sind in den USA teilweise Pflicht, damit man nicht von Pumas, … überrascht wird … Ich habe diese “Glocke” bei meinem Bike schon eingebaut. Meine Tune Nabe ist genug laut, damit man sie schon von weitem hört –> http://www.youtube.com/watch?v=9sOOQD8W1a4&feature=player_embedded Aber es gibt auch Wanderer die entweder nicht gut hören oder nicht hören wollen, dann nützt auch die lauteste Glocke nichts.

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich habe zwei ähnliche Glocken vorne an die Kabel gebunden, dort wo sie sich kreuzen. Macht einen Rieselärm aber ich werden trotzdem nicht immer gehört und muss noch mit der normalen Klingel läuten. Die Glocken gibts im Bastelladen für ca. Fr. 2.–, Durchmesser ca. 30 mm.

  31. Andrew Schafenstäler sagt:

    Klar ist die diese Gesetzgebung verfehlt. Persönlich muss ich nüchtern sagen; unsinnige Gesetze werden einfach nicht befolgt, fertig! Niemand kifft nicht, weil es verboten ist. Im Gegenteil. Sobald das biken verboten ist, wird es einen Boom geben. Für viele Teenager wird es erst spannend werden ;) Man sollte sich als Biker aber schon überlegen, ob man mit seiner Fahrweise andere Wesen im Wald oder den Wald selbst stört.

  32. de Ander sagt:

    Tag allerseits
    Bin sowohl Biker als auch ein kleiner Waldbesitzer. Bezüglich rücksichtslosem Verhalten gegenüber Artgenossen und Andersartigen glaube ich zu wissen, dass es in jeder Fraktion Unverbesserliche gibt. Vom Biker über den Spaziergänger, sogar beim Wild. Es gibt Füchse die haben Tollwut, gut da wird dann anders vorgegangen. Der Rehverbiss an den kleinen Bäumchen hat auch noch keiner erwähnt, die Bäumchen gilt es auch zu schützen! Ich glaube es würde uns allen gut tun, einfach das ganze etwas relaxter zu sehen. Jedem Wesen seinen Platz lassen und einfach miteinander rücksichtsvoller umgehen.

    Übrigens: Das Wild kennt die Plätze an denen es seine Ruhe hat. Und Abends wenn nicht mehr so viel los ist, dann kommen sie auch an die Orte, wo tagsüber die Spaziergänger den Bikern nachschreien.

    Desweiteren soll auch mal noch gesagt sein, dass die Spuren des Holzschlages leider sichtbar sein müssen. Es reicht nicht ein Baum zu fällen. Es muss Licht geschaffen werden, damit auch wieder neue Bäume eine Chance haben. Heutzutage versucht man schöne natürliche Mischwälder hinzubekommen. Dazu müssen leider manchmal grössere Flächen an Fichten-Monokultur gefällt werden, damit die kleinen Buchen, Eichen und mit Glück vielleicht auch seltene Elsbeeren das Gehölz durchmischen.
    Der Vollernter macht seine Arbeit gut nicht so umweltschädlich wie die meisten meinen. Das Reisig und die kleinen Äste bleiben dabei liegen, was vielen Tieren Deckung gibt. Also nicht aufregen, wenn es nicht so aufgeräumt aussieht. Das ist gut für Flora und Fauna.
    Den Wald einfach stehen zu lassen geht leider auch nicht. Wenn ein 30 Meter Baum umstürzt, weil er mit 180 Jahren innerlich weggefault ist, dabei jemand Schaden nimmt, ist das Geschrei auch gross. Dass Holz ist dann auch nicht mehr zu verwenden und muss mit ausländischer Ware ersetzt werden. Find ich persönlich nicht so sinnvoll.
    Reich wird man übrigens auch nicht. Es ist gut wenn mit dem Erlös die Kosten für Arbeit und Aufforstung gedeckt werden können und noch was für die Flursteuer übrig bleibt. Reich wird man mit Kahlschlag im Schutzgebiet in Kirgisien unter dem Label FSC. (Sorry, den musste ich einfach loswerden)

    Kurz:
    1. lächelt und seid nett miteinander, es hat Platz für alle wenn sich jeder etwas zurücknimmt.
    2. Schweizer Holz ist besser als irgend ein “verlabletes” eingeführtes Holz. (Nicht nur wegen Transport)

    Es grüsst “de Ander”

  33. Martin Weibel sagt:

    Gegen nicht eingeschaltete Hörgeräte von zu 3. nebeneinander laufenden Spaziergänger der älteren Generation dürfte auch das nichts nützen.

  34. Peter Brunner sagt:

    …früher hiessen diese Trampel-Wegli ‘Wanderweg’ – vieler Orts begegnet man abseits des Touristenstroms sogar mehr BikerInnen als Knickerbockerwanderer. Wanderweg hiessen diese früher – heute halt Singletrails. Wen kümmert’s. Man lernt einfach immer wieder neu dazu – ein Leben lang. Dies einfach mal so als Randbemerkung zum Thema ‘wer eigentlich wem was aufzuzwängen versucht’. Ich wandere gerne. Aber Biken tue ich auch schon naturschonend/schlau seit über 25 Jahren verdammt gerne.

    In aller guter Regel kriege ich von ALLEN Wegli-Mitbenutzern ein bereitwilliges Lächeln zurück, obschon ich kein überdurchschnittlich attraktives Äusseres habe; Quiz: was könnte wohl der primäre Grund dazu sein? Ja, richtig erraten: bin ich freundlich, wollen es die anderen mit mir auch nicht verspielen.

  35. wädi jossi sagt:

    Irgendwann sind die Wälder, Berge, Wiesen, Seeufer, Bäche, Flüsse, Sträucher, Gräser übersät mit Gesetzestafeln. Irgendwann schreiben wir uns selbst vor, wer wann was denken, sagen, schauen, hören darf, irgendwann sind wir so überheblich und arrogant , dass wir alles kontrollieren, besitzen, steuern wollen? Manchmal nehmen wir uns schon verdammt viel heraus und uns unglaublich wichtig.Dabei erwische ich mich ab und zu auch.
    Ehrlich ich wandere, gehe gerne fischen, liebe es zu biken, vergesse mich manchmal, rase durch den Wald, will den grössten Fisch, unbedingt in die hinterste Ecke des Moors wandern. Komme von der Arbeit, fahre mit dem MTB den nächsten Hügel rauf, nerve mich ab jemandem, der seinen Köter nicht im Griff hat. Die Holzer mähen alles um, die schönen Bäume. Diese Momente gibt’s, jedenfalls, ich erlebe mich so.
    Glücklicherweise lächelt mich plötzlich ein Wanderer an, wenn ich mit meinem Übergewicht den Hügel rauf kämpfe. Oder ein wunderschöner Baum begrüsst mich. Vielleicht bellt mich ein junger Hund an und spielt den Chef im Wald. Sehe in der Wiese ein Reh und halte an, verweile einen Moment. Sprich ich komme runter, bin bei mir, bin in der Natur.
    Ich grüsse alle denen ich begegne im Wald und in den Bergen, in den Dörfern etc., ich habe es einfach so gelernt in meiner Jugend. Und es ist mir wichtig. Respekt vor meinen Mitmenschen, den Tieren, der Natur. Bin ich auf dem Bike, dann hab ich da ne Klingel dran und mach mit der oder meiner Stimme aufmerksam auf mich. Wenn ich Tiere sehe, dann geh runter mit dem Tempo und merke mir den Ort und die Zeit, meist weiss ich dann, wo die Rehgeiss mit Ihrem Kitz ist. Ich lerne das Rollbremsen, sowie andere Techniken die mich weiterbringen und auch die Wege schonen. Gott bewahre, ich bin nicht perfekt. Ich mag es auch mal nen Trail runter zu donnern. Muss ja nicht gerade mitten auf den stark belebten Wanderwegen sein.
    Ich glaube, Dinge wie einander Grüssen, einander Raum geben, miteinander Leben sind jene, die eigentlich die meisten mögen.
    Seit diese Diskussion um das Waldgesetz aufgekommen sind, verfolge ich sie, lese, höre zu, rede. Oft gibt es respektlose und sehr verletzende Worte und es enthält nichts oder kaum etwas konstruktives. Waldbesitzer gegen Biker, Biker gegen Wanderer, Wanderer gegen Reiter. Biker werfen Biker ihr verhalten vor undundund. Ich frage mich nicht mehr, ich wundere mich einfach.
    Wie wärs, wenn wir alle, die diese Wege benützen einen Tag im Jahr die Schaufel in die Hand nehmen und diese Wege flicken, Jungbäume anpflanzen, Futterkrippen für Tiere aufbauen? Uns einigen auf Gebiete, welche für die Tiere sind oder Schonzeiten einführen, wo nicht gebiket oder gewandert werden soll? Auf freiwilliger Basis und nicht mit tausend Tafeln und Gesetzen. Sondern mit Ehre und aus Respekt. Und vor allem einfach unseren gesunden Verstand einsetzen. Wieder miteinander sprechen, wenn wir uns sehen, uns grüssen, auch mal aus uns rauskommen und direkt sagen, wenn uns was nicht passt, das jedoch konstruktiv und nicht nur vernichtend. Nun gut, ein langer Text. Lasst uns einfach so was mit- und untereinander lösen. Bist zum nächsten Mal auf einem Trail, Wanderweg oder wie auch immer wir es nennen mögen. Gruess Wädi us Oschtermundige

    • Peter Brunner sagt:

      He Wädi, ich schliesse mich Deinen Gedanken an. Toll rübergekommen. Der gesunde Menschenverstand und Respekt ist ja gratis und kostet einem höchstens ein Lächeln.

  36. Miguel sagt:

    Zu meinem Verständnis gibt es zwei wichtige Fakten, die nicht streitbar sind:
    A. Ein Bike verursacht eine grössere Erosion als ein Wanderer
    Es gibt einen (kleinen) Anteil Bikers, die eine noch grössere Erosion verursachen; entweder aus reine Rücksichtlosigkeit (Schleudern, Stunts auf Wanderwege ohne Bewilligung bauen, neue Singletrails ohne Bewilligung öffnen, usw.) oder weil sie aus technischen Gründen ein feineres Fahrstil sich nicht leisten können.
    Also, hauptsächlich wegen Punkt A wäre ich nicht ganz gegen eine MTB-Gebühr. VORSCHLAG: eine obligatorische MTB-Vignette einzuführen. Ich – und hoffentlich auch die grosse Mehrheit der MTB-Gemeinschaft – würde gerne 5 bis 10 Franken p.A. pro Bike bezahlen. Das gesammelte Geld sollte in die Unterhaltung der Wanderwege investiert. Wir waren alle schon daran gewöhnt für eine redundante und – deswegen – unnötige Velovignette jedes Jahr zu zahlen. Wie viel besser wäre es dann, wenn man weisst dass dieses Geld für einen sehr guten Zweck benutzt wird? Im Kanton Bern allein wären es mindestens sfr 250‘000 bis sfr 500‘000 …und es gibt mehrere Bikers die mehr als ein Bike haben…
    Bussen? Einverstanden! Aber nur für diejenige, die auf Wanderwege ohne Vignette unterwegs sind.
    Wenn eine dieses Geld nicht genügend wäre, könnte man an anderen Einnahmequellen denken (1 bis 2 Franken kantonale Steuer beim Bike-Verlad in Bergliften/Gondeln, bei MTB-Renen, etc).
    Abklärung: ich wohne im Kanton ZH, habe mehr als ein Bike, bike seit 23 Jahren und würde sehr gerne weitermachen (auf Singletrails, bitte).
    Happy trails! M

  37. Miguel sagt:

    Zu meinem Verständnis gibt es zwei wichtige Fakten, die nicht streitbar sind:
    A. Ein Bike verursacht eine grössere Erosion als ein Wanderer
    B. Es gibt einen (kleinen) Anteil Bikers, die eine noch grössere Erosion verursachen; entweder aus reine Rücksichtlosigkeit (Schleudern, Stunts auf Wanderwege ohne Bewilligung bauen, neue Singletrails ohne Bewilligung öffnen, usw.) oder weil sie aus technischen Gründen ein feineres Fahrstil sich nicht leisten können.

    Also, hauptsächlich wegen Punkt A wäre ich nicht ganz gegen eine MTB-Gebühr. VORSCHLAG: eine obligatorische MTB-Vignette einzuführen. Ich – und hoffentlich auch die grosse Mehrheit der MTB-Gemeinschaft – würde gerne 5 bis 10 Franken p.A. pro Bike bezahlen. Das gesammelte Geld sollte in die Unterhaltung der Wanderwege investiert. Wir waren alle schon daran gewöhnt für eine redundante und – deswegen – unnötige Velovignette jedes Jahr zu zahlen. Wie viel besser wäre es dann, wenn man weisst dass dieses Geld für einen sehr guten Zweck benutzt wird? Im Kanton Bern allein wären es mindestens sfr 250‘000 bis sfr 500‘000 …und es gibt mehrere Bikers die mehr als ein Bike haben…

    Bussen? Einverstanden! Aber nur für diejenige, die auf Wanderwege ohne Vignette unterwegs sind.

    Wenn eine dieses Geld nicht genügend wäre, könnte man an anderen Einnahmequellen denken (1 bis 2 Franken kantonale Steuer beim Bike-Verlad in Bergliften/Gondeln, bei MTB-Renen, etc).

    Abklärung: ich wohne im Kanton ZH, habe mehr als ein Bike, bike seit 23 Jahren und würde sehr gerne weitermachen (auf Singletrails, bitte :)).

    Happy trails! M

  38. Richard Dietsch sagt:

    Eine gute Geste aller Biker ist z.B. eine Mitgliedschaft bei Wanderwege Schweiz und / oder persönlicher Einsatz beim Erhalt und Unterhalt von Wanderwegen (ich mein jetzt nicht den Ausbau zu Downhillpisten). Ein starkes Signal, dass man an den Wanderwegen interesssiert ist und sie nicht nur als Gratisinfrastruktur zum Spasshaben brauchen will.

  39. Chrigu R. sagt:

    Es ist doch so:
    Ist man nett und freundlich, und bremst anständig ab, wird es nie Probleme geben. ok, manchmal gibt es heikle Situationen, wo man einander spät sieht. Aber dann hält man an, entschuldigt sich und fertig…
    Leider gibt es von allen (Biker, Wanderer, Hündeler, Waldbesitzer und Reiter) Vollidioten, denen man am besten ohne zu diskutieren aus dem Weg geht und sie nicht beachtet, so entstehen am wenigsten Probleme.

    Was mir auffällt, je näher man sich an einer Stadt befindet desto verständnisloser sind die verschiedenen Interessegruppen zu einander.
    Wenn ich bei mir auf dem Land in irgend einem Wald unterwegs war/bin, hatte ich noch nie Probleme. Weder zu Fuss, mit dem Hund oder auf dem Bike.

    Mich wird übrigens kein Gesetz der Welt davon abhalten im Wald auf Singletrails zu biken. Ich weis wo Wildschonungszonen sind und um welche Jahreszeit man an einigen Orten nichts zu suchen hat (weder zu Fuss noch mit Bike).

    Also schaltet euren Verstand ein und seit nett zu einander (klingt etwas nach Kindergarten aber muss wohl sein)

    @ Wädi Jossi: bester Beitrag bis jetzt hier!!

  40. Hans Brutschin sagt:

    Diese Diskussion gibt es mit abnehmender Schärfe schon seit langem in Deutschland.Vorreiter des in Baden-Württemberg geltenden Gesetzes,nach dem Mountainbiken auf Forstwegen unter zwei Meter Breite verboten ist,war der Schwarzwaldverein.Der damalige Präsident dieser Organisation hat sich wohl Sorgen um den Erhalt der Spezies Wanderer gemacht.Nun werden die Wanderer immer älter und schon hat man in verschiedenen Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins erkannt,dass man die natürliche Fluktuation verringern kann,indem man Mountainbike-Abteilungen gründet.Ein gangbarer Weg,wie ich meine.Dieselben Wanderer haben sich ja auch lange gegen die Einrichtung von Skatingspuren im Schwarzwald gewehrt und nun skaten sogar schon Ältere.Also ihr Biker,lasst euch nicht entmutigen und kämpft für euren Sport.

  41. Ueli sagt:

    Wenn in der Schweiz alles verboten wird ausser arbeiten und konsumieren, werde ich mir die Kugel geben!

  42. Krebsli sagt:

    Zum Teil schreiben hier Leute die keine Ahnung von Biken haben. Ich betreibe diesen Sport seit einigen Jahren, sehr rücksichtsvoll gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Damit ich sicher unterwegs bin besuche ich regelmässig Bikekurse speziell für Frauen. Alle die, die solche Kurse anbieten setzten sich sehr für den Bikesport und die Natur ein. Ja Natur!!! Sie haben richtig gehört. Mehr als einmal habe ich erlebt dass sie den Bauern mitgeholfen haben ihre Wege gut instand zu halten. Und als Nutzerin von Wanderwegen bin ich seit Jahren Mitglied der Schweizer Wanderwege (das wurde mir im Bikekurs empfohlen). Liebe Fussgänger… bezahlen sie einen Mitgliederbeitrag für die Schweizer Wanderwege? Wenn nicht würde ich ihnen das ganz rasch empfehlen. Jeder Wanderer der mich im Wald anmotzt bekommt von mir diese Frage gestellt und meistens werden sie dann ganz rasch, ganz klein.

  43. Bernard Yvonne sagt:

    Hierzu gebe ich nur einen kurzen Kommentar. Endlich mal was gescheites, hoffentlich tritt dies in der ganzen Schweiz in Kraft!

  44. Roland K. Moser sagt:

    Befehlsausgabe an die international lizenzierten CH-Fahrer: An Rennen und der Gesamtwertung einer Rennserie sind immer 2 Medaillen anzustreben. Zu Gunsten von 2 Medaillen muss auf die Goldmedaille verzichtet werden, wenn nicht anders möglich. Können 2 Medaillen nicht garantiert werden, ist auf Gold zu fahren. Dies gilt auch für die Frauen.
    Desweiteren begrüsse ich ab heute beim Biken jeden 5. Wanderer/Fussgänger mit dem Wort “Goldmedaille”.

  45. Roland K. Moser sagt:

    Um die Schweizer Wanderwege zu unterstützen gibt es 2 Möglichkeiten:
    1. Mitgliedschaft bei einem kantonalen Verein oder
    2. die Gönnerschaft beim Verband
    Ich habe mal die Infos für die Mitgliedschaft beim kantonalen Verein angefordert, tendiere aber auf die Gönnerschaft beim Verband, weil dies gesamtschweizerisch ist.

    Hier der Link für die Anmeldung: http://www.wandern.ch/index.php?id=226

    • Roland K. Moser sagt:

      So!
      Die Anmeldung als Vereins-Mitglied bei den Aargauer Wanderwegen habe ich gemacht. Kostet Fr. 20– p.a. (In den anderen Kantonen wird es ähnlich sein).
      Heute melde ich mich noch beim Verband als Gönner an (Mitglied kann man dort als Einzelperson nicht sein). Kostet Fr. 50.– p.a.
      Natürlich bin MTBler und nicht Fussgänger. Aber für den Ausbau und Unterhalt des Wanderwege-Netzes sollten auch MTBler dort Mitglied sein.
      Das auch noch: Ich nehme immer Rücksicht auf die Wanderer/Fussgänger. Probleme machen nur alkoholisierten oder alkoholsüchtigen Wanderer/Fussgänger.

  46. Roland K. Moser sagt:

    Wenn jeder MTBler mindestens Gönner bei den Schweizer Wanderwegen wird, bringt das ziemlich guten Wind in die Diskussion. Der Normalbetrag für 1 Jahr Gönnerschaft beträgt Fr. 50.–. Bei 50’000 MTBlern wären das Fr. 2’500’000.– welche die Schweizer Wanderwege zusätzlich erhalten.

    Postkonto: Postfinance
    Konto-Nr.: 40-14552-5
    IBAN-Nr.: CH48 0900 0000 4001 4552 5
    BIC resp. Shift Code: POFICHBEXXX
    Vermerk: Gönnerschaft
    Schweizer Wanderwege
    Monbijoustrasse 61
    Postfach
    3000 Bern 23

    Zusätzlich kann Mann und Frau noch Mitglied bei den kantonalen Wanderwegen werden. Kostet um die Fr. 20.– p.a.

  47. Roland K. Moser sagt:

    Im Kanton Luzern ist es schon so weit: http://www.lawa.lu.ch/biken_im_wald.pdf
    Da ich an der Kantonsgrenze AG/LU wohne, bin ich auch häufig in LU-Wäldern unterwegs. Probleme hatte ich aber nur die üblichen mit den Alkoholikern oder den alkoholisierten Wanderern. Auf unbefestigten Wegen hatte ich noch nie Probleme.

  48. Die Bestätigung für die Vereinsmitgliedschaft bei den Aargauer Wanderwegen ist gekommen. Ebenso die Bestätigung für die Gönnerschaft der Schweizer Wanderwege.

  49. Christoph sagt:

    Guten Tag Allerseits
    Es ist schon Interessant all diese Kommentare zu lesen, teils Amüsant, teils weit weg von Anstand und Respekt. Genau da ist der Punkt. Wir alle suchen schlussendlich das gleiche, Bewegung in der Natur. Die einen in Turn oder Wanderschuhen andere mit einer Leine in der Hand, und weitere auf dem Rücken eines Pferdes oder auf dem Bike. Seit ich angefangen habe, Mountainbike zu fahren, mittlerweile mehr als 18Jahre ist die Rücksichtnahem einerseits, und die Akzeptanz anderseits von allen Weg, und Trail Benutzern zu Glück gestiegen. Sicher es gibt überall schwarze Schafe, bei den Besohlten- Beschlagenen- Beleinten, und sicher auch bei den Bereiften. Ich gebe den Waldbesitzern Recht, wenn diese besorgt über deren Wald sind, und sich über die Schäden neben den Wegen ärgern. Bestimmt sind auch die Wildtiere in Ihrer Ruhe gestört. Jedoch genauso von Joggern, Spatziergängern, Walkern, Hündelern, und Wanderer. Für mich gelten grundlegende Dinge, an denen wir uns alle halten sollten. Rücksicht, Respekt, Akzeptanz und Verständnis zu Personen, Tieren und Natur. Aufklärung und Kommunikation ist ein weiterer Punkt, nicht Verbote. Wenn diese einfachen Regeln der Gesellschaft eingehalten werden, sind doch die Problem halb so gross und wild. Bezüglich Entschädigung an die Waldbesitzer, kein Problem ich bezahle gerne für etwas was ich benutze, wie dann alle andere Wald und Weg Benutzer ja auch. Das Geld sollte dann aber auch richtig verteilt und entsprechend eingesetzt werden. Dies ist dann eine andere Herausforderung. Den Betrag als Gönner und Mitglied der „Wanderwege“ bezahle ich schon seit Jahren. Gute Idee und sollte Schule machen.
    Ach— nur noch ein kleiner Satirisch gemeinter Nachtrag. „Wenn in Zukunft Geld zu den Waldbesitzern fliest, wird dadurch das Wild weniger aufgescheucht?“

    • Sebastian sagt:

      Grüezi miteinander!
      Es ist immer interessant die Meinungen verschiedener Gruppen zu lesen.
      Da sind auf der einen Seite die Mountainbiker, die teilweise nicht richtig fahren können und beim Bremsen Wege beschädigen. Auf der anderen Seite Reiter, die die Bodenverhältnisse nicht abschätzen können und mit ihren Pferden Wege zerstören. Noch eine sehr lustige Spezies sind die Wanderer die in den Bergen von Mountainbikern überrascht werden.
      Dazwischen dann das arme Wild und die armen Kinder…denkt doch mal jemand an die Kinder!!!

      Ein paar kurze Kommentare dazu:
      -Wenn Mountainbiker oder Reiter durch rücksichtsloses Verhalten auffallen sollten diejenigen bestraft werden. Ein Platzverweis, gegebenenfalls inkl. temporärer Einbehaltung von Rad bzw. Pferd ausgesprochen durch die örtlichen Behörden führt recht schnell zu einer Mäßigung. Ein solches Vorgehen ist seit Jahren auf Skipisten üblich und funktioniert sehr gut. Das ist auch leicht zu überwachen und mit den derzeitigen rechtlichen Bedingungen durchsetzbar.
      -Im Winter beteiligt man die Nutzer von Loipen über Gästekarten und Beiträge an der Pflege dieser Loipen. So etwas lässt sich doch leicht für Wanderer, Radfahrer und Reiter einführen, falls die Kosten wirklich relevant sind.
      -Konflikte zwischen Mountainbikern und Wanderern beruhen eigentlich immer auf Fehlverhalten beider Bergbesucher. Bei Mountainbikern ist es oft mangelndes Fahrkönnen oder überhöhte Geschwindigkeit. Beides hat in den Bergen nichts zu suchen. Bei Wanderern ist es oft mangelnde Vorbereitung. Es gehört einfach dazu das man sich im klaren ist was passiert wenn entgegenkommende Wanderer, schnelle Bergläufer oder Mountainbiker vorbei gelassen werden müssen. Eine Absprache innerhalb von Wanderergruppen fehlt hier meistens völlig. Selbst einzelne Wanderer wissen häufig nicht auf welcher Seite man einen anderen Menschen am Berg vorbei lässt. Wer unvorbereitet in die Berge geht gefährdet sich und andere. Leider wird das viel zu selten kommuniziert.
      -Obiger Absatz ist leider auch ein Thema für die Bergwacht. Sich selbst überschätzende und unvorbereitet in die Berge gehende Wanderer noch 10 mal häufiger die Ursache für Einsätze der Bergwacht wie Mountainbiker die es übertreiben. Ein wenig Demut würde hier oft gut tun. Und das bezieht sich auf jeden der in die Berge geht oder fährt.
      -Das Wild ist schon lange kein Thema mehr. Das Wild hat es gelernt mit uns Menschen umzugehen und wird nicht “aufgescheucht”. Auch nicht von den angeblich leisen Mountainbikern. Wobei ich noch nie einen leisen Mountainbiker getroffen habe…berauf schnaufen sie wie ne Dampflok und bergab klappert das Rad. Nein, wir haben eher Probleme mit zu viel Wild, was hier in den Kommentaren auch schon angesprochen wurde. Schäden durch Verbiss sind ein immer größer werdendes Problem, Waldbesucher schädigen den Wildbestand also sicher nicht.
      Auf der anderen Seite wurde heute schützenswertes Wild wie z.B. Auerhühner schon lange bevor es Mountainbiker gab aus unseren Wäldern vertrieben. Ein MTB Verbot wird daran nichts ändern

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