Outdoor

Väterchen Frost und die Biker

Jürg Buschor am Donnerstag den 9. Februar 2012


Schneesport auf Rädern: Mountainbiken geht auch im Winter – und wie!

Das sibirische Kältehoch Cooper hält Europa seit Tagen eisern im Griff. Mit Temperaturen von bis zu Minus 20 Grad ist die «Komfortzone» für Mountainbiker mittlerweile geschätzte 30 Grad entfernt. In der Presse stellt man sich mittlerweile besorgt die Frage, ob Sport bei diesen Temperaturen gesundheitsgefährdend sei. Besorgt ist man allerdings vor allem um die Fussballer, deren Nehmerqualitäten offenbar als weniger gross angesehen werden als diejenigen von Rad- oder anderen Sportlern. Der bekannte Schweizer Sportmediziner Beat Villiger gibt allerdings Entwarnung – in Fachkreisen sei man sich im Grundsatz einig, dass Aussentemperaturen bis minus 20 Grad noch akzeptabel seien. Und weil Cooper nicht nur saukalt ist, sondern auch oft mit einem fiesen Wind verbunden ist, ist auch der Wind-Chill-Faktor in aller Munde. D.h. die gefühlte Temperatur liegt nochmals um einiges unter der effektiv gemessenen. Dieser habe auf die Atmung allerdings praktisch keinen Einfluss, so Villiger, sondern spiele höchstens bei Erfrierungen eine Rolle.

Das kann Mountainbiker nicht wirklich beruhigen, denn 30 bis 40 km/h beträgt die Abfahrtsgeschwindigkeit meist auch dann noch, wenn man die Schussfahrt etwas abbremst. Dass da die Extremitäten und die Gesichtspartie schnell unterkühlt sind, liegt auf der Hand. Wind-Chill hin oder her – ambitionierte Mountainbiker dürften schon eher mit einem Phänomen konfrontiert sein, das auch Langläufer kennen: Kälteasthma. In Fachkreisen geht man davon aus, dass zwischen 50 und 70 Prozent der professionellen Athleten darunter leiden. Entwarnung bringt eine norwegische Studie bei norwegischen Langläufern: Wer nicht schon vorher Asthmatiker war, hat eine Chance von 97 Prozent, dass das Kälteasthma nach Abschluss der Karriere abheilt.

Stress bedeute die Kälte auch für das Herz-Kreislauf-System, so Christina Koppe-Schaller vom Deutschen Wetterdienst: «Die Hautgefässe ziehen sich zusammen, um den Wärmeverlust zu minimieren. Dadurch erhöht sich der Blutdruck.» Das Risiko für Herzinfarkte, Thrombosen und Infektionen steige markant, wie auch auf Fachwebsiten nachzulesen ist.

Ist Sport bei diesen Temperaturen also wirklich Mord? Daheim in den warmen vier Wänden die Kälte aussitzen, ist aktuell sicher eine valable Alternative zur Feierabend-Mountainbiketour. Doch aufgepasst! «Zu viel Zeit im Warmen, zu wenig Bewegung an der frischen Luft und dadurch zu wenig Tageslicht - das macht im Winter müde und krank», lässt sich Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln zitieren. Sein Tipp: «Auch wenn es den ganzen Tag trüb und diesig ist, sollten die hellen Stunden des Tages genutzt werden, um Licht zu tanken und frische Luft in die Lungen zu pusten.» In diesem Sinne – zeigen Sie jetzt, dass sie Cooper kalt lässt und steigen Sie trotz allem aufs Montainbike. Einfach massvoll!

Steigen Sie bei den aktuell herrschenden Temperaturen überhaupt noch aufs Mountainbike? Wenn ja, haben Sie mit irgendwelchen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen? Wie reagiert Ihr Körper auf die Kälte? Und wie zeigen Sie der Kälte den Meister?

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51 Kommentare zu „Väterchen Frost und die Biker“

  1. tömsi sagt:

    Ein “richtiger” Mountainbiker tuts auch im Winter:) Die tiefen Temperaturen machen mir persönlich gar nichts aus. Aber ich bin natürlich auch kein Spitzensportler, mir reichen 1-2 mal die Woche. Natürlich zwischendurch auch mal auf wenig befahrenen Skipisten:)

  2. Thomas Tanner sagt:

    Auch bei diesen Temperaturen bin ich jeden Tag draussen. Die Woche hindurch am Abend während maximal 1 1/2 Std., am Samstag/Sonntag maximal 2 Std.. Das Ganze massvoll und nie höher als 60% – 70% des Maximalpulses. Auf den festgefahrenen Waldwegen ist es mit Spikes-Pneus absolut griffig und es macht Spass. Kleidertechnisch bin ich bestens ausgerüstet; die Arctic-Hammer – Handschuhe vermögen die Finger auch bei -15° warm zu halten. Mehr oder weniger alles eine Frage der Einstellung. Natürlich ist es schöner, wenn die Vögel pfeiffen, die Sonne scheint und der Wald trocken ist, aber – wie im Leben – gibt’s auch im Sport eine Art Wellenbewegung.

  3. Massimo sagt:

    Alle Tiere die im Winterschlaf liegen, bedanken sich recht herzlich bei den Bikern die auch im Winter durch den Wald heizen müssen. Hauptsache ihr habt Fun und wir nicht unseren benötigten Winterschlaf oder die benötigte Ruhe.

    • tömsi sagt:

      Ach halt doch deinen Rand! Das Thema hatten wir doch schon zur Genüge!

      • Mégé sagt:

        Hey Tömsi und Jög, bleibt doch ruhig Mann! Ist nicht gut für den Blutdruck sich so zu nerven. Aber Massimo hat schon recht wenn er sagt, die Tierwelt brauche die Ruhe. Jede Aufregung wird im Waldwinter mit einem erhöhten Kalorienbedarf quittiert, und s ist einfach nicht nötig, genau dann die Natur zu überstrapazieren. Vor allem im Wald nicht. Aber eben, wärt ihr länger zur Schule, wüsstet ihr das auch.

        • Marcel sagt:

          Früher haben Wölfe, Luchse und Bären auch in unseren Gefilden die anderen Wildtiere täglich gestört/erschreckt/gejagt, und das, zumindest was Wolf und Luchs angeht, sogar im tiefsten Winter. :-)
          Zudem habe ich schon desöftern erlebt, dass Wildtiere vor Bikern nur die paar Meter bis zum nächsten Sichtschutz flüchten, da der Biker die Tiere normalerweise ja nicht aktiv verfolgt sondern nur an ihnen vorbeifährt.

          Den ganzen “Tierschützern” geht es wohl weniger um die Tiere sondern vielmehr darum dass sie mit dem Mountainbikesport nichts anfangen können. Ich persönlich mag Hunde nicht besonders, daher könnte man von mir aus die Hundehaltung per sofort verbieten. Ich weiss aber dass andere Leute sehr viel Freude an diesen Tieren haben, und deshalb gönne ich ihnen gerne ihre Freude. Etwas mehr Gelassenheit in solchen Dingen würde uns Schweizern sehr gut tun.

          • Nico sagt:

            Danke Marcel!

          • wolf sagt:

            Meine Rede, Marcel. Könnte man auch auf Reiter anwenden, wenn die Wege so verpfundet sind, dass es einem ins Gesicht spritzt, nervt das auch… und all die Hunde, die ohne Leine durch den Wald toben, schrecken das Wild vermutlich mehr, als einige Biker, auf den Wegen fahren… Leben und Leben lassen, Grüssen und anständig zur Seite fahren oder gemütlich überholen.

          • Amacker Bernhard sagt:

            Ich gebe Massimo recht. Die Fauna sollte im Winter geschont werden. Dies bedeutet nicht, dass man gar nichts mehr in der Natur unternehmen darf.
            Als passionierter Freerider und Tourenläufer (Ski) bin ich mit der gleichen Problematik konfrontiert. Etwas Umsicht und das Einhalten einiger Grundregeln hilft in jedem Falle, den Schaden in Grenzen zu halten. So kann die identische Route je nach Tageszeit unproblematisch oder ein richtiger Blödsinn sein.
            Wenn Wildtiere nicht flüchten, kann dies auch bedeuten, dass sie bereits erschöpft sind.
            Dienliche Infos kann man sich z.B. unter http://www.mountainwilderness.ch oder slf.ch holen.

    • Sascha sagt:

      Da stimme ich dir zu!!!! Biken okay, aber denkt auch mal an die Tiere.

    • Jög sagt:

      Jaja – immer die alte Leier – dieser Kommentar ist einmal mehr nur überflüssig.
      Die Tiere schlafen bestimmt mitten auf der Skipiste oder auf dem festgefahrenen Waldweg. Jeder Papi der mit seinen Kindern Rehe kucken geht, schreckt die armen Tiere mehr auf. (btw: trotzdem tut er immer coh was sinnvolles). Von all den Hunden und freilaufenden Katzen sprechen wir schon mal gar nicht.

    • Tretkurbel, die wilde - sagt:

      !! Biker in den Wald – jetzt erst recht !!
      Die natürlichen Fluchtreflexe der Tiere müssen erhalten bleiben.
      Zudem sorgt ein vorbeifahrender Biker für die gesunde Portion Bewegung im winterlichen Alltag eines jeden Wildtieres.
      Nebenbei: Nur so gewöhnen sich die scheuen Tiere an Lärm und das wahre Leben.
      Faul auf dem Pelz, auf der Borste liegen? Ist einfach nicht drin.

    • Mike sagt:

      Bist wohl kein Biologe, Massimo. Die Tiere im Winterschlaf liegen unter der Schneedecke in nem Loch und rennen nicht davon, wenn jemand daran vorbeispaziert.
      “…WIR nicht unseren benötigten Winterschlaf…” welcher Spezies gehörst du denn an? Warum schäfst du nicht? Hat dich ein Bikeblogg geweckt?

    • Beat sagt:

      Intoleranz gibt es heute leider schon überall. Jemand ist immer gegen jemand anderen… schade. Aber was erwartet man heute noch anders von den Leuten… Die egoistische Grundhaltung nimmt immer mehr zu, die Jungen verkommen zu Apple-/Faceboo-Marionetten , jeder lebt in Saus und Braus und lässt überschüssige Energie im Freien der Natur ab… früher war das kein Thema, da überlebte man in und mit der Natur und hatte es nicht nötig, angezogen wie ein “Modegagel” durch die Gegend zu biken, rennen, rasen, blochen etc…

  4. Paul Dirmer sagt:

    Im Moment ist es mir zu kalt, bei -12 Grad möchte ich nicht mehr mit dem Bike fahren. Die Temperatur ist nicht das Problem, sonder meine Ausrüstung. Bis -5 Grad brauche ich keine spezielle Winterausrüstung, aber alles was darunter ist kann ich nicht mehr mit meinen normalen FiveTen Bikeschuhen oder Fox Handschuhen fahren. Bei Minusgraden muas mann einfach langsam machen, aber das ist soviso klar. @Thomas Tanner: Ich wohne in GR und habe noch nie Spikepneus benötigt, erst recht nicht auf festgefahrenen Waldwegen, griffiger gehts nicht.

    Mich würde intressieren mit welchen Schuhen ihr im Winter unterwegs sind?

    Das Video sieht aber gar nit nach -15 Grad aus und naja die Fahrtechnik … zum Glück ist Winter und seine Schredderfahrten zerstören nicht die ganzen Trails.

    • Bergvelofahrerin sagt:

      ich bin mit Wanderschuhen oder richtig festen und warmen Winterschuhen unterwegs. Dazu sind natürlich Bärentatzen oder halb/halb Pedalen nötig. Mit Klick-Pedalen hat man zwnagsläufig eine Kältebrücke und im Nu kalte Füsse. An den Händen habe ich warme Winterhandschuhe an, nichts mit Bike-Handschuhen, die sind zu wenig warm. Sie drfen einfach nicht zuuuu dick sein, damit man Bremsen und Schaltung noch gut bedienen kann.

  5. Jochen sagt:

    Solange es trocken ist, ist die Kälte nur halb so wild und das Biken macht richtig Spass!
    http://vimeo.com/35140019

  6. Bergvelofahrerin sagt:

    Ist doch schön, der Schnee macht auch die hiesigen (Unterländer-) Singletrails anspruchsvoll und spannend. Im Schnee machts erst richtig Spass! 1-2 Stunden mit der richtigen Kleidung ist absolut kein Problem. Und die normalen Stollenpneus sind wunderbar griffig, auch auf der Skipiste. Dieses Jahr war ich leider noch auf keiner, aber das hole ich bestimmt nach :-)

  7. Roger sagt:

    Ach, lass mal! Ich warte bezüglich des Bikens (ziehe das Skifahren eh vor…) auf den Frühling. Dann aber wieder richtig!

  8. Kurt sagt:

    Genau auf diese arroganten Biker haben wir gewartet – denen die Natur egal, den dort lebenden Tiere auch egal sind. Menschen die den nötigen Respekt davor nicht haben müssen es erdulden wenn die Politik sich einmischt und solches Tun verbietet und unter hohe Strafe stellt. So lange der Mensch nicht mit dem Hirn sondern nur aus seiner egoistischen Haltung heraus agiert – werden solche Menschen immer auf Konfrontation den anderen Menschen gegenüber stehen.

    • Paul Dirmer sagt:

      Solang ich nur dort fahre wo auch andere mit dem Hund spazieren gehen (natürlich nicht an der Leine), bin ich als Biker das kleinere Übel. Wenn das Biken im Winter auf den Forststrassen und Wanderwegen nicht erlaubt ist, dann muss man all die Hündeler auch verbieten, die Stören mit ihren “Raubtieren” auch die Ruhe der Tiere.

      • Massimo sagt:

        NEIN, die Biker sind das grössere Übel, rücksichtslos bis zum bitteren Ende. Hauptsache sein Egoistisches Verhalten durchsetzten, seine Spass haben…

        • Hans sagt:

          > NEIN, die Biker sind das grössere Übel, rücksichtslos bis zum bitteren Ende.
          >Hauptsache sein Egoistisches Verhalten durchsetzten, seine Spass haben…

          Gibt’s zu dieser unlogischen Behauptung wenigstens den Ansatz einer Begründung, insbesondere, warum Waldtiere durch freilaufende Hunde angeblich weniger gestört werden?

        • Jög sagt:

          Aber hallo Massimo
          du hast dich doch schon wegen den armmen Tierchen beschwert. Um die gings wohl aber nicht wirklich. Ich denke du bist einfach ein kleines intolerantes a-Loch.
          Oder ist es dein egoistischer kleiner Spass, Blogs zu nerven….

        • Paul Dirmer sagt:

          Wie Intollerant und beschränkt muss man im Kopf sein um so eine Mist zu scheiben. Ich habe selten Probleme mit Wanderer oder anderen “nicht-biker”, aber teilweise gibt es so Vollidioten die noch extra in die Mitte des Weges stehen, wenn man von Weitem entweder schon Sichbar oder auf sich aufmerksam gemacht hat. Dann denken sie noch weil sie in GR (ich kann nur von GR sprechen) in den Ferien sind können sie sich alles erlauben. Auf dieses Pack sind wir nicht angewiesen und ein SUV mit AG oder ZH Nummerschildern ist soviso unerwünscht.

          Sicher fahren sie auch Auto, Zug, Velo oder laufen auf geteerten Strassen. Dann sind sie genau so ein grosse Übel, weil die IC Züge, die so einen extremen Lärm machen haben noch nie ein Tier erschreckt! Es hat auch no nie ein Autofahrer ein Wildtier überfahren, weil es einfach die Strasse überqueren wollte! Ein Fussgänger hat auch noch nie mit seinem Hund ein Reh erschreckt! Und erst die Lichtverschmutzung, viele Vögel und Wildtiere werden dadurch auch gestört…

          Sie können nur hoffen das sie mich nie beim Biken treffen, ich bin kein agressiver Mensch und es braucht auch sehr viel bis ich ungemütlich werde, aber wenn sich so eine Person wie sie mir in der Weg stellt und dann anfängt mich zu beschimpfen, dann …

          • Martin sagt:

            Ein perfektes Biker-Porträt liefern sie hier ab. Ach wie wir sie lieeeeeben, richtige Schnüsel.

      • Bergvelofahrerin sagt:

        und erst die “Rösseler”. Die zerstören zusätzlich noch die ganzen Wege. Vorallem wenns anfängt zu tauen !

    • tömsi sagt:

      Dann bist du im Winter sicher nie draussen!? Macht mich eigentlich ganz glücklich Vögel wie dich nicht anzutreffen. Es reicht wenn ihr in der wärmeren Jahreszeiten auf Konfrontationskurs geht! Du bist leider einer von Wenigen welche die ganze Scene verunglimpft und in ein falsche Licht rückt. Aber seis drum, bleib in der warmen Stube, und freuts:)

      • Massimo sagt:

        Stellt euch doch mal vor, all die Biker fahren im Winter anstatt durch den Wald, durch dein Wohnzimmer… Eien Supercoole angelegenheit…für die Biker. Für dich eher weniger, stimmts… Im Winter haben die Biker noch weniger verloren im Wald wie im Sommer.

        • Paul Dirmer sagt:

          Stell dir vor jeder läuft mit seinem Hund durch dein Wohnzimmer und du wirst von jedem Hund angebellt, danach Pinkelt er an dein Sofa und am schluss kackt er in dein Bett. Sie sind scheinbar einfach ein Bikerhasser, anders kann ihrer nur gegan Biker Hass nicht erklärt werden.

        • tömsi sagt:

          Hei Massimo ich kenne dich zwar (zum Glück) nicht, aber du bist ein so intolleranter Typ, das gibt es gar nicht. Zum Glück gehörst du zu einer aussterbenden Art!

  9. Urs Kyburz sagt:

    Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich seit dem Kälteeinbruch nicht mehr auf dem Bike war. Das liegt auch daran, dass es einen Plattfuss hat (wenn man will, findet man immer eine Ausrede). Ist man aber gut gekleidet, stellt die Kälte kein allzu grosses Problem dar. Wichtig ist, dass man sich ein Tuch vor den Mund bindet, damit die Luft vorgewärmt wird. Probleme sehe ich eher beim Techischen, dass zum Beispiel die Schaltung oder die Bremsen nicht mehr korrekt funktionieren.

  10. Silvio Carrera sagt:

    Also ich steige unter 10C Plus nicht mehr aufs Velo, sondern kurble in der Stube auf dem Spinning Bike mein Training. Joggen unter 0C finde ich auch problematisch, da ich mich schnell erkälte. Bin halt ein Warmduscher und steh dazu – der Spass soll beim Sport im Vordergrund stehen. Als Ironmnan und Marathon Finisher muss ich mir nichts mehr beweisen:-)

  11. Chrigel sagt:

    Also für mich war der letzter Montag Morgen eine Test Fahrt. Das Thermometer zeigte um 05.30 -18C und schon bei der Katzentüre hat es brutal reingezogen.Naja die Kälte wurde ja angekündet und da ich noch nie bei solchen Temp. gefahren bin hatte ich nun die Möglichkeut dazu.
    Was nicht mehr geht sind konventionelle Veloschuhe mit Überschuhen weil die einfach zuviel Kälte über die Cleats nach innen leiten.Müsste vielleicht mal beheizte Sohlen ausprobieren. Hat jemand Erfahrung damit?!
    Ich habe mir dann die Wanderschuh /Bärentazen Kombi mont und bin ganz gut damit gefahren.Über die Velohosen habe ich mir noch die Langlaufhosen angezogen,was auch ganz gut gepasst hat.Für die Hände die Skihandschuhe und eine Gesichtsmaske. So habe ich die 1h Fahrt einigermassen gut überstanden. Allerdings hat das Radel ein paar Zicken gemacht. So sind mir die Schaltkabel fast klp. eingefrohren ebenso die Kette ,allerdings erst nach der Fahrt von Witikon in die Stadt runter. So was habe ich wirklich noch nie erlebt. Müsste mal den Gates Riemen ausprobieren.
    Abschliessend würde ich meinen -10C sind genug der Kälte darunter ist es mehr ein “Chrampf”.

  12. Ott sagt:

    Frage mich grundsätzlich schon, wieso Leute, die grundsätzlich was gegen Biker haben, Bikerblogs lesen und komentieren… Bin ja im Zweifelsfall auch Pro-Wildtier, man kanns aber auch echt übertreiben…
    Besonders herzig die Tiere im Winterschlaf… :-)

    Aber zum Thema, Biken im Winter… Hat jemand bewährte Tipps für günstige Biker-Ausrüstung für kalte Temperaturen? Es muss auch nicht bis -20 C reichen, aber ein paar unter Null sollte es schon reichen.
    Bis jetzt bin ich nämlich, wenn überhaupt, bei Kälte ziemlich dämlich ausgerüstet unterwegs.

  13. Mike sagt:

    Da da biken Spass macht und daher böse ist und verurteilt gehört, bin ich letzthin im Wald bloss joggen gegangen. Prompt hab ich dabei ein Reh gesehen, das etwa 20 m zur Seite gehüpft ist und dann kopfschüttelnd zugeschaut hat, wie ich vorbeikeuche. So wurde mir bewusst, dass auch joggen abgrundtief böse ist. Daher werde ich nun nur noch zuhause emissionsfrei Playstation spielen. Doch halt, ebendies ist auch böse, denn es würde mich über kurz oder lang zum Amokläufer machen, zudem weden in diesen Spielen die Genfer Konventionen nicht eingehalten. Ich könnt’s mit Alkohol versuchen, oder mehr fernsehen. Beides verursacht jedoch gesundheitliche Kollateralschäden, die wiederum die Allgemeinheit zu tragen hätte.
    Habt ihr mir noch ne Idee, was ich tun könnte? Oder soll ich meiner traurigen Existenz ein Ende setzten, um niemandem und nichts zu Lasten zu fallen?

  14. Richard Hennig sagt:

    Also ich bin im Winter 1986 als Student auch jeden Tag zur Uni mit dem Velo, trotz Schnee und Kälte.Moutain Bikes waren damals für mich noch viel zu teuer, ein normales Rad tat’s auch. Und oft war ich schneller unterwegs als die Autos und das Tram. Erst als mir die Kette einfror, musste ich aufs Tram setzen, leider! Dennoch im Winter Velo fahren ist für mich immer noch ein Spass und vor allem durch den schnee zu radlen ist toll. Vielen Dank fRau Holle für den tollen Februar.

  15. smiley sagt:

    Ein paar Worte zum “Tiere aufscheuchen”:

    1.) Nur weil man beim Vorbeifahren keine Tiere sieht, heisst dass nicht, dass man keine aufgeschreckt hat. Z. B. muss man schon sehr aufmerksam sein, um ein flüchtendens Schnee- oder Birkhhuhn überhaupt wahrzunehmen. Viele Tiere nehmen den nahenden Menschen bereits wahr, wenn dieser noch rel. entfernt ist. Bis der Mensch dann an dem Punkt angelangt, wo vorher das Tier war, ist dieses schon davongerannt/-geflogen.

    2.) Es gibt Tiere, die ihren ganzen Verdauuungsapparat und Organismus im Winter umstellen, indem sie beispielsweise die Körpertemperatur leicht absenken. Hirsche beispielsweise fahren ihren Kreislauf im Winter runter. Werden sie immer wieder aufgeschreckt, wirkt sich dies somit verheerend aus, da ihr Kreislauf jedesmal richtig “hochgejagt” wird. Ganz zu schweigen von der Anstgrengung, durch Schnee zu rennen und dem knappen Nahrungsangebot, um den erhöhten Kalorienbedarf zu decken…

    3.) Klar werden/würden Tiere in der Natur durch Raubtiere immer wieder aufgescheucht und zu mehr Bewegung angetrieben. Darf der nicht-jagende Mensch dies auch? Ich finde Nein, da der Mensch alleine durch die Zerschneidung der Lebensräume Tiere bereits massiv beeinträchtigt (z.B. ist der Hirsch vielerorts in die Alpenwälder zurückgedränkt worden; Vögel legen ihre Balz in die Nacht wegen menschlicher Störungen…). Kommen nun noch ganzjährige Störungen durch Querfeldeinspaziergänger, Tourenskifahrer, frei laufende Hunde, Querfeldein-Biker etc. hinzu, so kann sich dies bei einigen Spezies verheerend auswirken.

    4.) Tiere haben überlicherweise einen guten Orientierungssinn und kennen die lokalen Wanderwege sehr genau. Bleibt man somit auf den Wegen, können Tieren, wenn sie es nicht auf Begegnungen “anlegen”, gut ausweichen. Darum: Draussen sein ja (auch ich gehöre dazu), aber bleibt halt auf den Wegen. Dann kommt Mensch und Tier gut aneinander vorbei.

  16. Mia sagt:

    Du könntet dem Verein pro Uetliberg beitreten, nur noch bei an ganz schönen Sommer-Sonntagnachmittagen vom Uezgi zum Albes wandern, und gegen das Restaurant Udo Kulm, böse Biker, arrogante Jogger (die phänomenalerweise bei jeder Jahres- und Tageszeit auf dem Uetliberg anzutreffen sind) wettern……

  17. auchbeiminus10biker sagt:

    Kleine Bemerkung an die Adresse der selbsternannten Wildtierbeschützer: Sicher brauchen Wildtiere im Winter mehr Ruhe als im Sommer bei einem entsprechend üppigeren Futterangebot. Bin aber mehrmals die Woche mit meinem Bike im Walde (Wege oder Forststrassen) unterwegs und stelle dabei fest: Kaum hats bei uns (Ostschweiz) sagen wir 10 cm Pulverschnee hingeworfen, hats schon überall im Walde (Forststrassen) tolle Fahrspuhren von Traktoren, Forstmaschinen, Jeeps, Geländewagen, etc etc. Für mich als Winterbiker sind das dann die perfekten “Pisten”. Zudem darf ich ja wohl davon ausgehen dass das vom Traktor aufgescheuchte Reh meine Vorbeifahrt auch noch überleben wird. Mein schlechtes Gewissen hält sich daher in sehr engen Grenzen. Und noch ein Tip an all die Bikehasser in diesen Forum: Geht mal raus, lasst die Tastatur Tastatur sein und pumpt etwas frischen Sauerstoff durch Euer Gehirn. Tut gut und kostet nix……

  18. Michael sagt:

    Ich bin letzten Sonntag die Strecke ZH-Uetliberg-Felsenegg-Albis gefahren und den gleichen Weg zurück. Trockene Kälte und Sonnenschein wie in Davos… Die Piste ist pickelhart und deshalb eigentlich ein wenig einfacher zu fahren als zu schneefreien Zeiten: die geschotterten Abschnitte sind nicht rutschig, sondern fester Natur!
    Wo man Kälte spürt, da lernt man daraus für die nächste Fahrt. Die Wissenschaft der Sportbekleidung löst ja alle solche Probleme…
    Ich finde, wer imstande ist, die volle Verantwortung für sich zu übernehmen, der kommt in der Kälte voll zurecht. Dazu gehört, dass man bei Schwierigkeiten vorzeitig handelt. Auch natürlich gilt, draussen haftet nicht der Kollege, oder der Bruder, oder der Vater, oder ja der Verfasser dieses Artikels – sondern der Fahrer selbst – dem muss das bewusst sein! Das darf man ja auch mal ab und zu wiederholen.

  19. Rudi Buchmann sagt:

    Wer friert, soll doch nach Hammerfest oder Reijkiavik. Dort ist es tagsüber um die fünf Grad und Schnee liegt auch kaum. Komisches Klima ….

  20. Die Biker sollen jetzt mal auf das Befahren des Waldes verzichten und an die Tiere denken, nicht nur an sich!!!.
    Die Wildtiere brauchen unbedingt Ruhe und keine Störungen durch Biker,, Schneeschuhläufer und andere Spinner.
    Die Tiere haben sich ein bisschen Fett angefressen, mit diesem Vorrat müssen sie überwintern können,.
    Werden sie jedoch dauernd aufgestöbert und in die Flucht geschlagen verbrauchen sie diese Reserve, finden
    nichts mehr und verhungern kläglich.
    Wollen die Biker das?
    Grüessli von Alexandra Weber

    • Ronald Jeremy sagt:

      Ich stimme Ihnen zu 100% zu, finde allerdings das der Mensch in der Natur grundsätzlich nichts zu suchen hat. Denn auch in der warmen Jahreszeit stören Biker, Kletterer, Wanderer und all die anderen “Naturliebhaber” das empfindliche Gleichgewicht des bisschen Natur das wir noch haben. Zusätzlich bringen sie sich und andere in Gefahr mit ihren Aktivitäten, die steigenden Krankenkassenprämien verdanken wir nur diesen “Naturliebhabern”! Also schluss mit diesem egoistischen Wahnsinn der von Skifahrern, Schneeschuhläufern, Hundehaltern, Bikern, Joggern, Wanderer, Kletterer und schreienden Kindern verursacht wird! Der Mensch ist schon lange nicht mehr Teil der Natur und hat kein Recht sie zu seinem Vergnügen zu zerstören!

      • tömsi sagt:

        @Ronald Jeremy: Geh doch zurück nach Kanada wo du wahrscheinlich herkommst. Da gibt es noch genügend unberührte Landschaften. Gleiches empfehle ich jedem der in der Schweiz ein Problem mit der überstrapazierten Natur hat.
        @Grüessli von Alexandra Weber: Wir Biker möchten von solchen Ratschlägen verschont werden, sind ja die meisten meiner Meinung nach nicht wirklich blöd. Die Tiere fressen sich ihr Fett schon an, dafür sorgen unsere Jäger schon. Diesen Winter fallen die Tiere wohl eher vor Kälte in die Starre!

  21. Mia sagt:

    Herr Jeremy,
    Wenn Sie lieber das ganze Jahr zuhause auf dem Sofa sitzen möchten, Chips essen, Fernsehgucken und dabei ihre Homophobie pflegen möchten, dann dürfen sie das gerne, überhaupt kein Problem. Aber vielleicht nicht unter dem Deckmäntelchen Naturschutz.
    Spätestens seit ich mal auf der Panzerpiste (!!!) direkt neben dem Flughafen (!!!) abends um 10 beim Joggen beinahe über ein Reh gestolpert bin, das absolut keinen Anlass sah, die Flucht wegen mir zu ergreifen, weiss ich, dass sich die Natur rund um die Agglomeration wohl besser an den Menschen gewöhnt hat als umgekehrt.

  22. Ott sagt:

    Liebe Wildtier-Freunde
    Ich habe mich in diesem Forum ja auch schon auf der Seite des Wildes geschlagen (Nacht-Biken) aber jetzt übertreiben es ein paar Fundis ganz gewaltig. Ein paar sachlich-wildtierbiologische Argumente:

    Die wirklich sensiblen Gebiete liegen bei der Waldgrenze. Glaube kaum, dass da jetzt viele Biker unterwegs sind. Jedenfalls werden sie untergehen zwischen all den Schneeschuhläufern.

    Wichtige Winter-Einstandsgebiete des Wildes im Wald (vor allem der Hirsche) sind im Winter mit einem Betretungsverbot belegt (Alpen, Voralpen). Wo dies nicht der Fall ist, hat der Kanton seine Hausaufgaben nicht gemacht. Wer da Biken geht und vom Wildhüter gesehen wird, wird streng gebüsst. (Und das ist auch gut so)

    Im Mittelland müssen sie sich kaum Sorgen machen. So viel Schnee hat es nun auch wieder nicht, die Rehe finden noch zu fressen. Und wenn sie am Boden nichts finden, fressen diese Miststücke einfach meine armen Bäumchen kahl.

    Natürlich wird bei diesen Temperaturen das eine oder andere Tier sterben. Liebe Städter: Das gehört zur Natur. Die Geier und Adler würden aussterben, wenn es nicht so wäre.

    Fazit: Wer sich an die klaren und einfachen Regeln von RespekTIERE deine Grenzen hält, kann ohne schlechtes Gewissen auch im Winter Outdoor-Sport betreiben:

    1.Beachte Wildruhezonen und Wildschutzgebiete.
    2 Bleibe im Wald auf den markierten Routen und Wegen
    3 Meide Waldränder und schneefreie Flächen.
    4 Führe Hunde an der Leine, insbesondere im Wald:

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