Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser
Heute starten wir die Weisshorn-Challenge: Gesucht wird ein Extrem-Skifahrer oder -Snowboarder, der es wagt, die Südostwand des Weisshorns hinunterzufahren. Ausser der Abfahrt vom Weisshorn erhält der Hauptgewinner einen Sponsoring-Vertrag bei Mammut. Für die Finalisten unserer Auswahl gibt es ebenfalls attraktive Preise zu holen.
Teil 1: Wie sieht das Projekt genau aus?

Extrem-Skifahrer Sébastien de Sainte Marie wird entscheiden, wer mit ihm die Südostwand des Weisshorns hinabfährt: Der Lausanner fährt die Südwestwand des Shishapangma in Nepal hinunter. (Foto: Florian Wagner)
DAS PROJEKT
«Alpin im Outdoorblog» und Mammut suchen gemeinsam einen Extrem-Skifahrer oder einen Extrem-Snowboarder (Frau oder Mann), die/der zusammen mit Profi Sébastien de Sainte Marie kommenden Frühling über die Südostwand des Weisshorns fährt. Eine sehr schwierige Abfahrt, die viel Erfahrung voraussetzt. Die technischen Anforderungen sind äusserst hoch. Wer diese mitbringt, fährt im Profi-Bereich. Darum soll diese Person auch einen würdigen Hauptpreis erhalten: Sie wird von Mammut ins Athleten-Team Schweiz aufgenommen und erhält bei Mammut einen Sponsoring-Vertrag für ein Jahr mit der Option auf Verlängerung.
DER BERG
Das Weisshorn im Wallis gehört nicht nur zu den formschönsten Gipfeln der Alpen, es ist mit 4505 Metern auch einer höchsten Berge, die ganz auf Schweizer Boden stehen. Mit seinen drei Graten bietet das Weisshorn alpinistische Traumtouren, die selbst im Sommer als anspruchsvoll gelten. Sébastien de Sainte Marie und die ausgewählte Person werden diese Winterbesteigung jedoch nicht über einen Grat meistern, sondern direkt über die Wand, um die Verhältnisse für die Abfahrt besser inspizieren zu können. Die Wand ist 1000 Meter hoch, der Zustieg ab Weisshornhütte beträgt 600 Höhenmeter.
DIE ABFAHRT
Sofern es die Schneeverhältnisse erlauben, wird die Abfahrt Ende März/Anfang April 2012 über die Südostwand erfolgen. Die Hangneigung liegt zwischen 45 und 50 Grad. Zu überwinden sind vereiste Stellen und Felsen. Möglicherweise muss über einzelne Passagen abgeseilt werden. Bisher wurde die Südostwand des Weisshorns erst von einer Person befahren: Vom Zermatter Alpinisten und Extrem-Skifahrer Samuel Anthamatten. Sébastien de Sainte Marie und die gesuchte Person werden eine neue Linie suchen und fahren. Falls die Schneeverhältnisse ungünstig sind, erfolgt die Abfahrt im Mai 2012 über die Nordwand des Weisshorns, welche zwar schon von einigen wenigen Extrem-Skifahrern gemeistert wurde, aber mit über 50 Grad Neigung im oberen Teil ebenfalls höchst anspruchsvoll ist.
DER JUROR
Regelmässige «alpin im Outdoorblog»-Leser kennen Sébastien de Sainte Marie bereits. Wir haben vergangenen September seine Expedition am Shishapangma (8027 Meter) in Nepal begleitet. Der 28-jährige Lausanner schaffte es trotz widrigsten Verhältnissen als einer der ganz wenigen in diesem Herbst bis auf 7000 Meter und fuhr als erster Mensch aus dieser Höhe über die erbarmungslos steile Südwestwand. Die Shishapangma-Blogs können Sie hier nachlesen.
DIE SICHERHEIT
Sowohl die Winterbesteigung des Weisshorns über die Südostwand wie auch die Abfahrt sind höchst anspruchsvoll. Das verlangt viel Erfahrung im Steilwand-Skifahren respektive -Snowboarden und im Bergsteigen. In unsere Weisshorn-Challenge miteinbezogen werden ausgewiesene Ortskenner: Bergführer aus Zermatt, Randa oder Zinal. Die Auswahl der Person für die Weisshorn-Abfahrt erfolgt in vier Schritten:
1. Sébastien de Sainte Marie wird bis Ende Januar alle Bewerberinnen und Bewerber aufgrund ihres bisherigen Leistungsausweises (Ski, Snowboard, Telemarkski, Monoski) unter die Lupe nehmen.
2. Im Februar 2012 laden wir die besten Kandidaten zum Casting ein, um sie persönlich kennenzulernen. Sébastien de Sainte Marie wird mit ihnen durch Couloirs aufsteigen und abfahren, um sie auf Herz und Nieren zu prüfen.
3. Wer sich da qualifizieren kann, erhält die Einladung zum finalen Test, bei dem Sébastien schliesslich die Person für die Weisshorn-Abfahrt bestimmt.
4. Sobald es die Schneeverhältnisse zulassen, findet die Abfahrt vom Weisshorn statt.
Morgen Mittwoch erklärt Sébastien de Sainte Marie hier bei «alpin im Outdoorblog» im Interview, an welche Kandidaten sich dieser Bewerbungsaufruf richtet, welches Anforderungsprofil nötig ist und welche Angaben die Bewerbung beinhalten sollte.
DIE ETHIK
Die Castings, das Finale und die Weisshorn-Abfahrt werden von Profi-Fotografen und Profi-Filmern begleitet. Dennoch gibt es während der gesamten Weisshorn-Challenge keinen einzigen Helikopterflug. Auch Aufstiege durch die steilen Test-Couloirs und schliesslich auf den weit entfernten Weisshorngipfel werden aus eigener Körperkraft zu Fuss gemeistert. Ein Aspekt, der Sébastien de Sainte Marie sehr wichtig ist. Mit Helikoptereinsatz wäre er für dieses Projekt nicht zu haben gewesen. Wir unterstützen seine Einstellung vollumfänglich. Die Weisshorn-Challenge will keine gross angelegte Show sein, sondern eine saubere Chance für ein Talent, das mit einem Sponsoring-Vertrag gefördert werden soll, um seinen Ski- und Bergsteiger-Traum zu leben. Dazu gehört, die Natur, Umwelt und das Wild in keiner Weise zu beeinträchtigen.
DER PARTNER
Der Alpinsportausrüster Mammut feiert 2012 seinen 150. Geburtstag. Zum Jubiläum lancierte das Schweizer Traditionsunternehmen das «grösste Gipfelprojekt aller Zeiten» und lässt weltweit 150 Teams 150 Gipfel besteigen. Wir sind stolz, mit der Weisshorn-Challenge Teil dieses exklusiven und historischen 150-Peaks-Projekts zu sein.
DIE PREISE
Bei der Weisshorn-Challenge soll es nicht nur einen, sondern viele Gewinner geben. Mammut zeigt sich äusserst grosszügig.
1. Die/der GewinnerIn der Weisshorn-Challenge wird von Mammut ins Athleten-Team Schweiz aufgenommen und erhält einen Sponsoringvertrag im Wert von 5000 Schweizer Franken für 1 Jahr mit Option für Verlängerung – sowie ein Outfit aus der exklusiven Peaks Collection.
2. Wer zum Casting eingeladen wird, bekommt bekommt den begehrten, neuen Mammut Ride R.A.S. Rucksack mit Lawinen-Airbag-System im Wert von je 750 Franken.
3. Unter allen Bewerbern verlosen wir 5 Mammut Safety Packages mit dem neusten Element Barryvox sowie Schaufel und Sonde im Wert von je 540 Franken.
4. Die Blog-Leserinnen und –Leser werden die Möglichkeiten erhalten, unter allen Bewerbern einen Publikums-Gewinner zu wählen. Diese Person erhält ein Wochenende mit der Mammut Alpine School.
5. Unter den Blog-Lesern und Votern verlosen wir 10 Mammut-Jubiläumsbücher, welche diesen Herbst im AS-Verlag erschienen sind und derzeit in allen Buchhandlungen zu je 49 Franken zu haben sind.
Ein Blog soll kreativ sein und sich stets weiterentwickeln. Mit der Weisshorn-Challenge starten wir nun zusammen mit Mammut ein Grossprojekt, das viele unbeeinflussbare Faktoren beinhaltet. Wir hoffen auf zahlreiche Bewerbungen und einen schneereichen Winter. Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, möchten wir überraschende und spannende Geschichten bieten. Bitte kommentieren Sie. Ihre Meinung interessiert uns.







Natascha Knecht ist Journalistin, Autorin und Kommunikationsberaterin.
Geboren und aufgewachsen im östlichen Berner Oberland – dem Mekka für Kletterer, Alpinisten und Outdoorsportler –
entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Berge bereits in ihrer Kindheit. Sie lebt seit über zehn Jahren in Zürich. Natascha Knecht betreut im Outdoor-Blog die Ressort
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Pia Wertheimer ist Journalistin und Marathonläuferin. Letztes Jahr hat sie über ihre Vorbereitungen für den
Laurens van Rooijen (38) ist seit 1989 mit dem Velo im Gelände und seit 2000 als Velo-Journalist unterwegs – bis Ende 2004 als Redaktor der Zeitschrift MOVE, seither als freischaffender Journalist in Sachen Fahrrad für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Web-Formate. Er schreibt neu im Ressort
Martin Sturzenegger (29) ist weder Profisportler noch Experte einer bestimmten Outdooraktivität. Als sportliches Highlight ragt der Bronzemedaille-Gewinn in einem Sprintbewerb für Kinder heraus. Im Outdoorblog betreut er das Ressort 






















































































Der Winter ist da, der Schnee ist da: drei, zwei eins…. es kann losgehen. Der ethische Ansatz “by fair means” und ohne Heli ist richtig – etwas, das der Sponsor bei seinen jüngsten Jubiläumsbesteigungen im Jungfraugebiet 2010 nicht geschafft hat.
Ich hoffe auf Zurückhaltung vom Mammut.
Natürlich im Jahr 2011…. sorry.
Geschafft!
Der Dom ist der höchste Berg ganz auf Schweizer Boden – um sagenhafte 40 m.
Ich bin schon fast auf den Dom gestiegen.. 200-300 Meter unterhalb des Gipfels musste ich umkehren. Vom Dom aus sieht man wunderschön aus Weisshorn. Ja, dort sollte doch auch einmal einer runter fahren. Es findet sich garantiert ein Talent, der das schafft. Ich bin zu alt, mit über 50…. und könnte das sowieso nicht. Aber ich finde es ist fun, wenn einer sowas tut. Die Menschheit muss einfach alles einmal gemacht haben, sonst geht sie ohne Glorreich gewesen zu sein, unter. (ich wäre schon beinahe am Dom zu Fuss unter gegangen…. aber das zählt nicht! ) Ich gebe noch 5 Franken zum Preisgeld dazu! Good Luck.
Unwahrscheinlich glorreiche Aktion! Die Menschheit auf dem Weg in die totale Verblödung und viele unterstützen dies tatkräftig!
@Dani Meier: Sie müssen sich ja nicht um solche Geschichten kümmern, sonst laufen Sie ja selber Gefahr zu verblöden.
Ich finde die Aktion cool. Das Weisshorn ist ein unwahrscheinlich schöner Berg. Und wenn es so grosse Talente gibt die sich eine Abfahrt über die Westwand zutrauen dann ist das auch eine unterstützenwerte Aktion!
Aufs Weisshorn habe ich es selber noch nicht geschafft. War aber schon auf dem Dom, dem Bishorn und auf den Barrhörnern. Von diesen Gipfeln hat man sehr schöne ‘nachbarschaftliche’ Blicke auf das Weisshorn.
Hallo Roli
Super, Deine Antwort an Herr Dani Meier.
Die meisten Leute können halt die unendliche Faszination der Berge nicht begreifen… diese wunderbare
Leidenschaft ist einfach nicht nachvollziehbar…
Wir Bergsteiger sind in vielen Augenblicken die reichsten Menschen dieser Erde… das kann einem niemand nehmen…
Ich wünsche Dir viele Super Touren.
Gruss von
Raphael Wellig / Stadt Bern / http://www.raphaelwellig.ch
Ich war etwas überrascht, dass unter dem Punkt Ethik scheinbar nur die Frage nach dem Helikopter Platz hat und nicht jene ob, es ethisch vertretbar ist, so einen halsbrecherischen, gefährlichen Event zu veranstalten und mit einer Belohnung zu winken. Da scheint mir ein Helikopterflug mehr oder weniger eine ziemliche Nebensache.
so ein Bullshit…..
Muss man wirklich auch in den Bergen diese Art “Reality Show” machen ?
Der erste, der abstürzt hat verloren, und wird definitiv eliminiert, sorry…
bop: bin ganz Ihrer Meinung – wenns schiefläuft macht das Weitere “selbstverständlich” die Rettungsmanschaft ….
kein Problem, es gewinnt nur, wer es wagt.. bop ist es nicht. Ausserdem sind wir nicht am Aussterben.. Ich hoffe nur das die Teilnehmer keine Familien haben..
Total daneben. Die Berge werden zum Disneyland degradiert. Das passt bei Mammut aber offenbar ins Konzept, nachdem David Lama mit Hilfe von Mammut und Red Bull bereits der Cerro Torre mit Borhaken zugedübelt wurde. Ich zähle auf Darwin.
Mit diesem Projekt wird das Weisshorn keineswegs zu “Disneyland degradiert”, genau deswegen wird auf Heliunterstützung verzichtet und die Wand wird sicher nicht “zugedübelt” und auch kein Klettersteig eingerichtet. Definitiv nichts für Micky Maus.
Es mag stimmen, dass unsere Berge zu “Disneyland degradiert” werden, dann aber durch Wanderer, die an zig-fach gesicherten Wegen zu einer Hütte aufsteigen, und die Ankunft mit gutem Essen und Bier/Wein feiern, natürlich alles mit Heli hochgeflogen.
es ist wahr, dass unter ethischen Gesichtspunkten nicht nur die hier diskutierte (Extrem)Aktion zu kritisieren wäre. Trotzdem finde ich die Bezeigung “Disneyland” im übertragenden Sinne sogar sehr treffend. Genauso wie die Walt Disney Company in den 50er Jahren anfing Markenerlebnisse, die davor nur auf die Leinwand oder Konsumation von Comicheften beschränkt gewesen sind, auch zu “physisch spürbaren” Erlebnissen zu machen, indem sie “Erlebnisparks” baute, kommt der Versuch Mammuts ihre Marke durch eine Anzahl von “Markenerlebnissen” dem Verbraucher spürbar zu machen jenem von Walt Disney sehr nahe. Nur dass der entsprechende “Erlebnispark” nicht mehr gebaut, sondern lediglich mit Aktionen bespielt werden muss … eigentlich ein Missbrauch der Berge! Aber mittlerweile sind ja solche Praktiken nicht nur im Outdoorsport verbreitet und werden leider viel zu oft als “normal” oder gar “bereichernd” empfunden.
Krasse Sache, Mann! Ich bin ja gespannt, wer dieser Herausforderung gewachsen ist und ob er oder sie heil unten ankommt
. Ich habe den grössten Respekt vor solch halsbrecherischen und wagemutigen Menschen und finde es faszinierend, dass man sich freiwillig solchen Challenges stellt. Der Adrenalinschub muss gewaltig sein. Viel Glück schon mal von meiner Seite!
Damit wären die Grenzen zwischen Fahrern, die aufgrund ihres Talents und des täglichen Einsatzes am Berg das Skifahren zu ihrem Beruf erheben konnten und jenen, die dem mit oftmals nicht minderem Können nacheifern, endgültig verwischt. Leider macht eben die “tägliche” und professionelle Auseinandersetzung mit den Bergen eben genau das fehlende Quentchen an Gespür und Erfahrung aus. Befremdlich und gar unverantwortlich, dass Unternehmen, wie die Mammut dieses Spannungsverhältnis nun gar mit einem solch direktem Aufruf für ihre Marketingzwecke ausschlachten. Die Ethik gegenüber dem Berg ist gerechtfertigt und richtig aber die Ethik gegenüber einer Tätigkeit, die eben nicht nur durch das Tragen von technisch anspruchsvoller und modischer Ausrüstung ermöglicht wird ist hier in meinen Augen nicht ausreichend bedacht worden.
Sicher ist der Wettbewerb und das Kräftemessen am Berg seit je her ein starkes Element im Alpinismus gewesen und stets gingen damit auch viele technische Entwicklungen einher – dies aber jetzt auf einen “breitgefächerten” Aufruf auszuweiten und die Personen, die diesem Aufruf folgen automatisch in einen werbefördernden Kontext zu stellen finde ich geschmacklos.
… schade finde ich darüber hinaus, dass dieser kommerziell begründete Aufruf auch noch im hiesigen Blog mit den Worten “Heute starten WIR …” mitgetragen und publiziert, statt kritisch hinterfragt wird. Etwas, dass meiner Ansicht nach immer noch Aufgabe der Presse ist und nicht mit der “Grosszügigkeit” der heutigen “partizipativen” Netzkultur bequem auf die Leser und deren Kommentare abgeschoben werden sollte …
Die Medien-und Sponsoren-gesteuerte Sportwelt sucht nach immer neuen Spektakeln und immer halsbrecherischen sportlichen Herausforderungen. Nicht die Frage nach “Ethik” ist da wichtig, sondern die mediale Beachtung! ABER: Wenn dieses Schweizer Ausnahmetalent Sébastien de Saite Marie seine Abenteuer wirklich so “Clean” und wenig Umwelt-belastend ausführt, verdient er grosse Bewunderung und Unterstützung. Denn meist ist das Gegenteil der Fall.
Clean Mountaineering gehört die Zukunft !
Ich verstehe unter Ethik nicht nur den Einsatz von Heli und Bohrhacken, es geht vielmehr darum wie man dem Berg begegnet. Ihn für eine Werbung zu missbrauchen und in einem Wettkampfplatz zu missbrauchen ist alles andere als Ethisch.
Ich empfehle die Bücher der Herren Bonatti, Comici oder Cassin. Sie gingen mit Respekt an den Berg.
Zudem: Die wenigen Fahrer die in der Lage sind das Weisshorn zu fahren können das auch ohne Sponsor, Kamera und Fotgraf. Ich hoffe Mammut findet irgendwann wieder richtig in die Berge zurück…
bravo!
zudem: Erst von einer Person befahren…. Schaut doch mal den Video auf der Homepage der Anthamattens an: Ich gebs zu es ist schwer aber da fahren ja 2…..
Das ist doch DIE Gelegenheit für SF DRS, sich mit einer Realtiy-Show zu profilieren. 10 Skifahrer casten, wer es schafft, heil herunterzukommen, kann sich an die nächste Herausforderung wagen… Im Ernst, mir fehlt das Verständnis für diesen Event. Nicht alles, was (möglicherweise) machbar ist, soll auch getan werden!!
Sehr fragwürdige PR-Aktion des Hauptsponsors. Solche Begehungen sollten von Alpinisten selbst geplant und durchgeführt und zweitrangig von Sponsoren unterstützt werden.
Der Event ist mir im Weiteren viel zu “reisserisch”. Es gibt um vielfaches interessantere und aufregendere – und unterstützungswürdigere! – Alpenthemen, als wenn ein CASTING-Star eine steile Wand hinterfährt, flankiert von vielen Kameras (die auch alle per pedes hinaufgebuckelt werden hoffentlich?)
Mir scheint Mammut hat in der letzten Zeit etwas Mühe mit ihren PR Aktionen.
Ich kann mir nicht vorstellen das solche PR beim potentiellen Endkunden ankommt.
Erst die PR Misere mit dieser Politischen Initiative
Dann die komischen Jubiläumsaktionen die ebenfalls gewissen Ethischen standards unter Berggängern wiedersprechen.
Die Aktion mit den afghanischen Skifahrern war ebenfalls eigenartig.
Und jetzt sowas.
Alles in allem finde ich das ganze sehr verkrampft. Mammut hat in meinen Augen Social Marketing nicht begriffen.
Äusserst befremdlich, diese Aktion. Und gleichzeitig bestätigend. Mammut (und Co.) lebt nicht von den wirklichen Alpinisten. Sie leben vom kaufkräftigen Stadtmenschen, der sich mit diesen Markenprodukten ein Stück verpasstes, ersehntes Abenteuer kauft. Die Mammut-Extreme Jacke wird dann mit dem Hund im Stadtpark ausgeführt.
Der idealistische, angefressene Alpinist verbringt seine Abende nicht im Kaufhaus und lässt auch die Kassen nicht klingeln. Er liegt längst irgendwo im Biwak, die alte daunenjacke mit Tape repariert, die zerfransten Enden des Seils zurechtgestutzt… und freut dich auf den Sonnenaufgang.
Solche PR-Events richten sich an all jene, die nicht wissen was es heisst, eine 600m Wand mit den Skis auf dem Rücken zu erklettern – sondern nur ein bisschen davon träumen.
sehe ich auch so. bei mir jedenfalls haben diese kampanien / aktionen eher das gegenteil bewirkt von dem, was mammut wohl damit erreichen hätte wollen…
problematisch finde ich aus marketingtechnischer sicht vorallem das “elitäre” daran… beim aktuellen aufruf bspw. werden vielleicht eine handvoll leute angesprochen, die sowas überhaupt können. bei dem “peak project” konnte wohl jedermann sein projekt eingeben, ausgewählt wurden schlussendlich aber projekte von lama, siegrist etc… schlussendlich wollen die ihre produkte ja an 08/15-alpinisten verkaufen, nicht an die elite, also wo bitte ist da der anreiz? ich glaube nicht, dass solche casting-sieger dann dermassen vom “zielpublikum” angehimmelt werden und jene sie als grosse idole sehen, deren kleider man nachtragen muss… sowas funktioniert vielleicht bei justin bieber und 15jährigen teenies, aber bei (alpin-)sport wage ich dies zu bezweifeln…
Absolut widersinning! Damit meine ich nicht das Steilwandfahren an sich, sondern diese seltsame Marketingaktion. Ich hätte die Qualifikation, um hier mitzufahren. Doch für ein paar Tausend Fränkli sich für einen Alpin-Grosskonzern und sensationsgeile Medien zu prostituieren, ist mir dann doch arg zuwider. Die Steilwandfahrer (in meinem Umfeld) sind grossmehrheitlich Individualisten, welche die Freiheit lieben, das zu tun und zu lassen, worauf sie gerade Lust haben. Da dürfte sich kaum einer für eine Reality-Show gewinnen lassen… aber wir werden ja sehen.
In diesem Sinne wünsche ich viel Glück auf der Suche nach Kandidaten, und, vor allem im Sinne der Teilnehmer mit welchen ich mich trotz allem verbunden fühle, eine unfallfreie Durchführung.
Ich habe selber nicht das Zeug dort runter zu fahren, das mit dem rauf gehen dann eher.
Aber ich schätze die Leute die das können genau so wie dich Pente ein.
Schön zu sehen das ihr da raus geht um die Natur zu erleben, euch und den Berg zu spüren und zu wissen das man priviligiert ist so etwas zu machen. Und das muss man dann nicht in den Medien ausschlachten.
Ich hoffe auch dass, falls jemand dies nötig hat nichts passiert. Das wäre dann wirklich schlimm wenn für Werbung und eine möglichst grosse Leserschaft ein solches Opfer gebracht wird
Ich finde der Alpinismus leidet in letzter Zeit etwas an einer extremen Grenzverschiebung. Es muss immer höher, weiter und extremer sein, anstatt man sich wieder mal an den Ursprung des Alpinismus zurück erinnert. Damals lag der Fokus vor allem auf dem Entdecken dieser Welt, aber ohne jeglichen Wettbewerbsdruck zwischen verschiedenen Athleten. Die Natur und der Berg ansich stand im Fokus der Tour und nicht eine rekordverdächtige Fabelzeit oder dann eine halsbrecherische Aktion. Am Ende zählt doch einzig und allein das Erlebnis draussen in den Bergen dieser Welt. Natürlich immer mit dem notwendigen Respekt vor den Herausforderungen und möglichen Gefahren…
Lies mal bitte Die Weisse Spinne von Heinrich Harrer dann wirst du feststellen das es diese Wettrennen schon in den 30er Jahren gegeben hat.
Ich verstehe nicht, warum Grenzverschiebungen und Rekordzeiten von einigen immer als unverantwortlich oder dumm dargestellt werden. Warum klettern wir auf Berge? Weil sie da sind, meinte George Mallory. Warum nehmen wir die Diretissima statt dem gemütlich gewundenen Pfad? Weil wir es können. Wir alle loten unserer Grenzen aus und verschieben sie nach oben, das nennt sich Ehrgeiz. Nur weil jemand in einer Liga Ski fährt, die die meisten nie erreichen werden, muss das noch lange nicht halsbrecherisch sein. Unsere Grenzen verschieben sich mit unserem Können. Was gibt uns also das Recht, von unserem Können aus die Grenzerfahrungen von anderen zu bewerten? Mein Klettern reicht beispielsweise nicht für Solobegehungen aus aber ich glaube Alex Honnold, wenn er behauptet ohne Seil alles unter Kontrolle zu haben. Darum sage ich: Geht an eure Grenzen.
Auch mal jemand der die Sache sieht wie sie ist.
Es haben nun mal nicht alle die gleichen Talente. Und der Sport lebt von den talentierten Typen in einer bestimmten Disziplin und da muss der Otto Normalbürger auch einsehen, dass die nicht Halsbrecherisch unterwegs sind, sondern es einfach besser können als andere. Und das ist ja das faszinierende.
Und vor allem wenn als mit eigener Muskelkraft erklommen wird bin ich voll dabei!
Und falls es mal daneben geht, kann es jedem passieren, auch heute gab es wieder viel Blechschaden auf den Strassen…
Ich kenne einige Leute (auch in hohen Positionen), die bei Mammut arbeiten. Ich weiss, dass solche Aktionen längst nicht vom gesamten Management getragen werden…
Wenn jemand vor 40 Jahren gesagt haette, dass bald in jedem 4. Haushalt ein Computer steht
und man zum Zeitungslesen lediglich einen Mausklick machen muss, dann haetten die meisten
das wahrscheinlich als Spinnerei abgetan. ― Weshalb soll 2012 nicht zwei Profis die Abfahrt über die Suedostwand des Weisshorns gelingen? Ich finde die Weisshorn-Challenge, wie sie vom Outdoor-Blog zusammen mit Mammut geplant ist, ein tolles und spannendes Projekt. Nichts fuer Draufgaenger, sondern was für Koenner. Wer die Abfahrt schafft, duerfte zur Elite von Morgen gehoeren. Ich jedenfalls werde die Aktion mit Spannung verfolgen und wuensche allen Beteiligten viel Glueck!
Die problematische Seite solch modischer Spektakel ist die scham- und schrankenlose Vermarktung der Natur, in diesem Falle des Walliser Weisshorns, für Werbezwecke und lukrative Sponsoringverträge einiger weniger Spitzenathleten. Auch wenn spektakuläre Fotos und TV-taugliche Videos aus dieser Abfahrt entstehen, wird Mammut sich damit kaum besonders positionieren können, schon gar nicht in der (eher behäbigen) Schweiz. Welcher Bergsteiger kauft sich seine Kletterausrüstung schon bei einem Ausstatter, der vor allem Extremsportler fördert? Die Berge dürfen nicht zum lauten Rummelplatz für Werbe-Events werden. ABER: Wenn nun diese beiden Extremskifahrer und ihre ganze Film- und Foto-Crew wirklich das ganze Unternehmen zu Fuss, ohne künstliche technische Hilfen und ohne Heliflüge angehen, also von Randa aus auf die Weisshornhütte, auf den Gipfel und in die Flanke steigen, dann kann niemand ernsthaft dagegen sein. Es könnte sogar ein Beispiel für das neu erstarkte, echt sportliche Clean-Mountaineering werden.
Stürzt ein Fahrer bei dieser Steilheit, kollert er unaufhaltsam wie eine Puppe die Wand runter, bis man ihn aus den Augen verliert. Mein Kumpel wurde darum keine 30, er war nicht mehr zu stopen.
Ein verantwortungsloser Event, Mammuth!
Ich denke die ganzen negativen Kommentare hier wiederspielgen vor allem die durchschaubarkeit dieses Events, da Mammut im Hintergrund steht.
Nichts gegen Extrem Skifahrer- Bergsteiger Basejumper und was auch immer. Sie haben sich für diese art zu Leben entschieden und dass muss und soll respektiert werden. Sie tragen ein hohes Risiko auch wenn sie oft in den Youtube filmen sagen sie könnten es einschätzen. Egal. Sie müssen das selber wissen. Als 08/15 füdli Bergfreund kann ich da nicht mitreden.
Was mich an der ganzen Sache aufregt ist die durchschaubarkeit dieses Events. Warum muss man dies so öffentlich herausposaunen.
Mammuts grossteil der Kunden sind ja wohl kaum Extremsportler sondern halt Leute die draussen sind wenns auch mal kälter wird.
Und ich sags mal Deutsch und deutlich: Mammut ich fühle mich durch eure lächerlichen Aktionen verarscht. Ich als Kunde gehe in die Berge, weil dort eben genau nur die Berge sind und die Natur. Man kann Wandern oder mit Skis unterwegs sein oder auch nur im Bergrestaurant einen Kafi Lutz haben. Die extremen können die abartigsten Hänge runtersausen. Bitte, warum auch nicht. Jeder genau so wie er will. Weil man das in den Bergen kann. Aber dieser Event untergräbt genau das wofür die Berge stehen: Das “auf sich selbst zurück geworfen sein” dies wird mit so einem event Pervertiert, indem die Berge zu einer Arena für die Selbstdarstellung gemacht wird. Und damit meine ich nicht die Fahrer, sondern Mammut selber.
Besinnt euch mal darauf warum X Leute die Berge so lieben und überlegt euch dann erure verdammte Werbestratege die mich als Kunden anspricht und nicht probiert auf den Red Bull event Zug aufzuspringen. Diese Lücke ist schon gut besetzt.
Mit freundlichen Grüssen
Ein Kunde, der Werbung nicht einfach abtut.
Bravo, hats genau auf den Punkt gebracht
Die Heliis stehen ja schon bereit in Lauterbrunen…selbst dies könnte man filmen !
An einen Steilwandfahrer der bekannt wurde erinnere ich mich noch gut, nämlich den sehr sympathischen Heini Holzer.
Oh, ich dachte, die Aktion sei von Red Bull!
Egal, es gibt andere Outdoor-Artikel-Hersteller…
Darf man diesen Blog darauf behaften, dass “während der gesamten Weisshorn-Challenge keinen einzigen Helikopterflug” gibt? Weder für Film- noch für Fotoaufnahmen noch für Materialtransporte noch für Rekognoszierung?
Falls das der Fall wäre, ginge die Sache noch einigermassen in Ordnung; daneben schliesse ich mich völlig der Meinung der kritischen Vorkommentatoren an; das Weisshorn muss hinhalten für das Umsatzplus des Sponsernden Bergsportmultis!