
Der Name ist Programm: Die US-Marke Niner stellt ausschliesslich Mountainbikes mit Radumfang 29 Zoll her.
«Schon wieder!», ist man geneigt zu sagen – ein Trend, der aus Amerika kommt. «Schon wieder?», werden sich all jene verwundert fragen, denen das Konzept bereits vor einigen Jahren als Revolution präsentiert worden ist. Worum es geht? Mountainbike-Räder mit einem Durchmesser von 29 Zoll. Der erste Versuch, die europäische Klientel zu überzeugen, ist kläglich gescheitert. Dies obwohl sich das Konzept in den USA schon längst etabliert hat und die Verkaufszahlen beeindruckend sind. Die Geschichte könnte allerdings auch in Europa schon bald neu geschrieben werden: An der diesjährigen Eurobike in Friedrichshafen, der internationalen Leitmesse der Fahrradbranche, gab es kaum einen namhaften Hersteller, der in seinem 2012er-Programm nicht mindestens ein «Twentyniner»-Mountainbike präsentierte. Diesmal wird alles anders sein, zeigen sich die Hersteller hinsichtlich der Verkaufserfolgschancen zuversichtlich.

Der Tscheche Jaroslav Kulhavy gewann in Champéry das Cross-Country-Rennen mit einem 29-Zoll-Bike, 3. September 2011.
Weshalb grösser auch besser sein soll? Dank dem erhöhten Radumfang trifft das Rad in einem flacheren Winkel auf Hindernisse wie Steine oder Wurzeln und überrollt diese vergleichsweise mühelos. Sind die Räder einmal in Schwung gebracht, soll das Mountainbike so Energie sparen. Interessante Notiz am Rande: In der vergangenen Crosscountry-Weltcup-Saison sind die Mehrheit der Rennen auf Mountainbikes mit Radumfang 29 Zoll gewonnen worden. Ein weiterer Vorteil ist die grössere Kontaktfläche des Reifens mit dem Untergrund, die für eine verbesserte Traktion sorgt. Ohne die Physik zu bemühen – der Praxistext zeigt, dass sich «Twentyniner» definitiv anders fahren als ihre Pendants mit Raddurchmesser 26 Zoll. Eine oft gehörte Aussage ist, dass sie mit 30 bis 40 Millimeter weniger Federweg einen vergleichbaren Komfort und Laufruhe bieten wie ihre 26-Zoll-Pendants, weil sie scheinbar mühelos über die Hindernisse auf den Trails hinwegrollen.
Und welchen Preis bezahlt man dafür? Die grossen Räder wiegen mehr und sind weniger stabil. Das Mehrgewicht zeitigt vor allem beim Beschleunigen und Abbremsen Folgen – beides erfordert mehr Energie. Der erhöhte Radumfang zwingt die Rahmenkonstrukteure zu Anpassungen, die insbesondere bei den kleinen Rahmengrössen teilweise sowohl ästethisch als auch konstruktiv unschöne Resultate zeitigen. Auch muss man sich aktuell beim Kauf von Federgabeln und Reifen noch mit einer kleineren Auswahl bescheiden.

29 Zoll-Räder müssen nicht zwangsläufig in einem schwerem Gesamtgewicht resultieren: Das neue Scott Spark 29 RC wiegt je nach Ausstattung rund 10 Kilo.
Ist es das wert? «Ohne Zweifel – nie mehr 26 Zoll!», sind all meine Mountainbikekollegen überzeugt, die bereits auf 29 Zoll umgestellt haben. Dabei legen sie bisweilen schon leicht sektiererische Züge an den Tag. Haben sie mich überzeugt? Einige Testfahrten in ruppigem Tessiner Gelände haben mich zumindest soweit begeistert, dass beim nächsten Fahrradkauf 29 Zoll eine durchaus Ernst zu nehmende Option darstellt. Was nun? Weil nichts ehrlicher ist als die eigene Erfahrung, geht wohl nichts über eine weitere Testrunde mit den neusten Modellen der verschiedenen Hersteller. Möglich ist dies beispielsweise vom 24.-26. September anlässlich des «TestRides», der alljährlich bei der Talstation der Rothorn Bergbahn auf der Lenzerheide durchgeführt wird www.lenzerheide.com.
Was halten Sie vom Konzept der «Twentyniner»? Hatten Sie schon Gelegenheit, ein Mountainbike mit 29 Zoll-Rädern zu fahren? Welches sind Ihre Erfahrungen und Empfehlungen? Was spricht Ihrer Meinung für oder gegen das Konzept?







Natascha Knecht ist Journalistin, Autorin und Kommunikationsberaterin.
Geboren und aufgewachsen im östlichen Berner Oberland – dem Mekka für Kletterer, Alpinisten und Outdoorsportler –
entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Berge bereits in ihrer Kindheit. Sie lebt seit über zehn Jahren in Zürich. Natascha Knecht betreut im Outdoor-Blog die Ressort
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Pia Wertheimer ist Journalistin und Marathonläuferin. Letztes Jahr hat sie über ihre Vorbereitungen für den
Laurens van Rooijen (38) ist seit 1989 mit dem Velo im Gelände und seit 2000 als Velo-Journalist unterwegs – bis Ende 2004 als Redaktor der Zeitschrift MOVE, seither als freischaffender Journalist in Sachen Fahrrad für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Web-Formate. Er schreibt neu im Ressort
Martin Sturzenegger (29) ist weder Profisportler noch Experte einer bestimmten Outdooraktivität. Als sportliches Highlight ragt der Bronzemedaille-Gewinn in einem Sprintbewerb für Kinder heraus. Im Outdoorblog betreut er das Ressort 






















































































XC World Cup Rennen in dieser Saison auf einem 29er wurden genau von Jaroslav Kulhavy(5 Siege) und von Pauline Ferrand Prevot(4Siege) in der U23 Damen Wertung gewonnen. Keinen 29er Sieg bei den Damen und U23 Herren(Angaben ohne Gewähr) Kulhavy hätte aber wahrscheinlich auch mit einem 3 Gang Damen Fahrrad gewonnen. Im XC Zirkus werden sich die 29er wohl nur bei den grossen Fahrern durchsetzen. Manch einer(Vogel, Sauser) wechselte während der Saison von einem 29er zurück auf ein “herkömmliches” MTB. Ich persönlich kann mich noch nicht mit den 29er anfreunden, Vorteile hin oder her. Der ganze Hype um die 29er erscheint mir mehr als Marketing Strategie, als dass es mir persönlich einen effektiven Vorteil zu meinen 26er bringen könnte.
Ja, da steckt schon Marketing dahinter, schliesslich will die Branche neue Fahrräder verkaufen. Ich bin neulich auf einer Tour Küblis-Carschinahütte&gleicher Weg retour mit einem Hardtail-Testvelo gefahren. Soviel vorweg: Bergab sind mir die Kollegen auf den Trails mit den Fullys davongefahren. Das Fahrverhalten ist aber recht “gmögig”. Bei den technischen Passagen rollen die 29er Räder gut über Hindernisse und durch Senken, das Handling ist recht ansprechend. Beim Bergabfahren auf der Asphalt-Strasse ist das 29er sauschnell. Die Kreiselkräfte der grossen Räder wirken stabilisierend und man muss das Velo mit einigem Druck durch die Kurve biegen. Motorradfahrern wird das gefallen – vorausgesetzt man fährt sauber und sorgt für ruhe in Rahmen und Fahrwerk. Tut man das nicht, merkt man sehr schnell, dass Rahmen und Räder deutlich mehr Flex haben. Ich musste zwischendurch absteigen und mich vergewissern, ob die Räder richtig festgemacht sind. Mein Fazit: Keine Alternative zu einem Freerider, aber zu einem 26er-Hardtail auf jeden Fall. Aber wem genügt schon ein einziges Fahrrad?
@Gipfelstürmer: Finde Fullys mit Hardtails zu vergleichen macht hier kein Sinn. Ein 26-er Fully ist nicht zwingend ein Freeride-Bike. All Mountain-Bikes sind sicher auch als 29 Zoll Bikes zu haben, wie im Artikel 3 Beispiele verschiedener Firmen gezeigt sind. Wer den XC-Weltcup von letzter Woche sah mit dem Holzverstrebten Sprung von ca. 40 cm. da ist die Gefahr von Snakebites etc. sicher kleiner und Traktionserscheinungen wirken sich auf alle Fälle positiv aus beim 29 ”er muss man aufpassen, dass man nicht zwischen Wurzelwegen abrutscht oder abknickt, da etwas breitere Reifen. Meine 2.2 cm dicken Specialized Purgatory Pneus am 26” Spezialiced Hardtail sind jedoch ebenfalls sehr griffig.
Ja! Ich habe von meinem Velomech ein Test 29er bekommen, habe eine 120km Biketour gemacht und habe ein 29er bestellt. Mich hat des Feeling überzeugt. Sowohl auf Asphalt wie auch im ruppigen Gelände, ob bergauf oder in Abfahrten hatte ich eigentlich durchwegs ein besseres Gefühl. Als einziger Nachteil sehe ich, dass die Räder weicher sind, oder vielleicht zwischendurch zu weich. Aber wie gesagt: Ich habe bestellt (Leider muss ich lange warten)
26″ ist Mountainbike Finito! Ich hoffe, dass die “Grossen” Firmen nicht auch bald im Freeride/Downhill Bereich mit 29ern kommen. Zum Glück sind grosse Räder im Moment nicht steif genug und Federwege über 140 mm kaum machbar eben wegen den (zu) grossen Rädern. Der Vorteil der grossen Räder: Die fahrtechnisch schlechten Biker fahren besser.
Ein kleiner Fehler hat sich hier eingeschlichen:
“Die US-Marke Niner stellt ausschliesslich Mountainbikes mit Radumfang 29 Zoll her.”
Sie haben wohl an Durchmesser gedacht und nicht an Umfang….
Falls Sie’s vergessen haben: 1 Zoll ist 25.4 mm, 29 Zoll sind also etwa 75 cm……
Selbst kleine Kindervelo-Räder haben mehr Radumfang als 29 Zoll…..
Was mich einfach verwundert, dass der Schritt von 26 Zoll direkt auf 29 gemacht wurde, wieso nicht das allseits bekannte und im Strassenradsport bewährte 28 Zoll?
Hallo Bert,
Die 29er und 28 Zoll Felgen haben den gleichen Durchmesser, somit wurde auch kein grösserer Schritt gemacht. Es passen auf beide Felgen folgende Reifengrössen: 700c, ertro (iso) 622er.
Der einzige unterschied ist, dass blöderweise der Aussendurchmesser angegeben wird und bei den 29er halt dickere Reifen montiert werden.
Ist absolut verwirrend aber 29er Mtb Felge = 28er Rennrad Felge = 28er Trecking Felge.
Natürlich sind alle Tests pro 29er weil diese Leute von der Industrie bezahlt sind. Mit einem kleinen S Rahmen wird für mich das ein 29er Bike nie in Frage kommen. Der nächste Hype ist auch schon in der Pipeline – momentan werden an vielen Bikes 2×10 Schaltungen verbaut. Mir fehlt da am Berg schlichtweg der ganz kleine Gang – “Granny Gear”. Zu den 29er Bikes habe ich auch den Kommentar eines Fahrers gelesen der beide Bikes fährt. ” Wenn ich auf dem Trail Spass haben will, dann nehme ich das 26er,
wenn es nur um Tempo und Effizienz geht, dann das 29er.”
2×10 ist vorallem für fahrer mit dicken Waden, aber mit einer 36er Kasette und vorne die Kettenblätter intelligent gewählt hast locker deinen “Granny Gear”. Ich überlege mir sogar 1×10 zu fahren. Falls die Gänge nicht reichen kann ich auch laufen, habe kein Problem damit. Leider kann man nur bei einem Kettenblatt vorne eine richtig gute Kettenfürung montieren.
so ein neuer Hype ist das nicht. Fahre jetzt aber auch seit diesem Jahr 2×10 und habe den kleinsten Gang nie wirklich vermisst.
Ahhh grosse Waden… tsss Ich fahre auch ein nettes Epic mit 2×10. Der kleinste Gang ist so klein … ich wüsste nicht was ich noch brächte. Irgendwann bleibe ich ja dann stehen.
Manchmal downhill denke ich es wäre schön ich hätte mehr Übersetzung – doch bis jetzt bin ich der Meinung das in diesem Fall der Trail einfach zu wenig her gibt
Das mit den dicken Waden stimmt schon, aber die Aussage darfst du auch nicht in Stein Meiseln. Bei Sram kannst du z.B. bei der XX Gruppe vorne nicht kleiner als 26 Zähne haben. Meine 2009er XTR Kurbel hat vorne aber ein 22er Kettenblatt. Da ich hinten aber die Kasette fahren kann wie jeder zweifach Fahrer, werde ich immer einen kleineren Gang haben. Je nach Trail hier in GR kann eine 22/34 oder 22/36 Übersetzung nicht schaden. Je nach Steigung ist es schwierig das Vorderrad am Boden zu halten, auch mit abgesenkter Gabel. Das sind meine Erfahrungen. Wenn man nicht in so steilem Gelände unterwegs ist, kann man natürlich auch entsprechend die Übersetzung anpassen.
Wer genug Kraft hat um die 29er Räder so zu beschleunigen wie die 26er der kann von den besseren Rolleigenschaften profitieren. In verwinkelten XC Tracks bringt den allerwenigsten ein 29er etwas. Die grösste Triebkraft hinter diesem Trend ist sicher das Marketing: nachdem fast alle ein gutes 26er besitzen kann man nun noch ein 29er dazu verkaufen. In 1-2 Jahren wird dann wohl das 69er als ultimativer Trend kommen: vorne 29 – stabiler im Downhill, hinten 26 – besser in der Beschleunigung…
Gibt es schon, das Opium 69 von MTB Cycletech.
Hallo Thomas,
Da brauchst du nicht so lange zu warten. MTB CYCLETECH hat an der diesjährigen Eurobike in Friedrichshafen bereits ein OPIUM 6 1.0 69-er gezeigt. 150 mm Federweg hinten, 29-er Rad mit 120 mm Fox Gabel vorne. Deine Überlegungen sind genau richtig! Das Bike wird nächsten Frühling auf den Markt kommen.
Hier ein Link zum Bild:
http://www.mtbcycletech.com/web/mtb/de/service/media_area/press_releases.html
Ich hab schon vor 4 (!) Jahren in der NZZ am Sonntag einen Artikel zum Trend Twentyniner veröffentlicht – damals kam der Trend in Europa nicht über das Stadium einer These hinaus. Und ja: Der Artikel war aufgemacht mit einem Bild von einem 69er von Trek, das gab es damals schon. Inzwischen gibt es bei Laufrädern, Reifen und Federgabeln eine ausreichende Auswahl an Material für verschiedene Einsatzzwecke.
Dennoch (und obwohl ich als Velojournalist ja angeblich von den Marketingabteilungen der Velobranche bezahlt werde – was dann wohl meinen kargen Lohn erklärt, haha) bleiben für mich gewichtige Argumente, die GEGEN 29er und für das klassische Mountain Bike mit 26 Zoll sprechen. Und die im obigen Artikel klar zu kurz kommen:
1. Handling: Twentyniner fahren sich schwerfälliger als ihre 26-Zoll-Pendants – die Kehrseite der Medaille in Sachen Laufruhe. Ich wage gar zu behaupten: Auf dem 26er bin ich Pilot, auf dem 29er Passagier. Ich will aber Pilot sein.
2. Beschleunigen / Bremsen: Grössere Räder sind schwerer und wirken zudem wie ein längerer Hebel. Das heisst: Mehr Kraftaufwand beim Beschleunigen wie beim Bremsen. Beides nicht gut auf verwinkelten Pfaden, wie sie in den Bergen die Regel sind.
3. Ergonomie: Für Leute unter 170-175cm sind 29er mit Verlaub ein Murks – da passt vieles nicht oder nur mit viel Goodwill. Für Leute über 190cm find ich 29er hingegen sinnvoll, an Rahmengrössen >21 Zoll sehen 26-Zoll-Laufräder aus wie Kinderkram.
4. Stabilität: Bedingt durch die längeren Speichen und den längeren Hebel sind 29er-Laufräder weniger stabil. Leider zähle ich trotz meiner <70kg zu der Spezies Biker, die ihre Laufräder hart rannehmen und auch schon welche geschrottet haben. Da seh ich wenig Anreiz, auf ein Radmass zu wechseln, das noch weniger Stabilität verspricht.
Mein Fazit:
Für Leute, die vornehmlich auf Forst- und Feldwegen unterwegs sind, ist ein 29er wohl das bessere Bike. Dann aber ohne Federung hinten, also als Hardtail, denn da kommen die Vorteile der grösseren Räder (besseres Überrollen von Hindernissen, mehr Traktion) nochmals deutlicher zur Geltung. Dito für fitnessorientierte Meilenfresser.
Für die Fraktion der langen Lulatsche (185cm und mehr, eben wie der Kulhavy) machen auch 29er-Fullies absolut Sinn.
Für alle, die spassorientiert biken, die 1.85m nicht überschreiten und lieber auf verblockt-verwinkelten Wegen unterwegs sind als auf Feld- und Forstwegen, ist das klassische Mountain Bike mit 26-Zoll-Rädern die bessere, da weitaus ausgereiftere Wahl.
Wer meine Argumentation ausführlicher nachlesen will, greife zum Z-Magazin der NZZ am Sonntag vom 4.09.2011 – da hat's einen doppelseitigen Artikel zur Wiederkehr des Trendthemas Twentyniner drin, in dem die Vor- wie die Nachteile mit gleicher Gewichtung präsentiert werden.
Noch etwas: Auf Grund der Warenpräsentation an der Eurobike-Messe und der Pressemitteilungen im Vorfeld dieser Messe müssten 2012 bis zu 50% Twentyniner verkauft werden. Es würde mich überraschen, wenn es am Ende mehr als 15% sein sollten. Im Klartext: Die Sache hat viel von einem Hype und auch etwas von Zwängerei.
Wo seid Ihr nur zur Schule gegangen, dass Ihr solchen Bloedsinn schreibt? Ein Radumfang von 29 Inch wuerde einem Durchmesser von etwa 23,5 cm entsprechen, was etwa okay waere fuer ein Kinderdreirad. Das Kopfrechnen scheint heute nur noch ein Hobby zu sein. Lasst also bitte die Radler auf ein Bike sitzen mit 29 Inch Durchmesser und nicht Umfang, oder schickt sie zurueck in den Kindergarten.
Dieser Kommentar passt Euch vermutlich nicht, aber die Wahrheit tut halt manchmal ein bisschen weh.
Ich weiss, dass nicht der Umfang gemeint ist mit 29-Zoll, aber der Durchmesser ist es genau so wenig. Wenn schon korrigieren, dann richtig. Ich gehe davon aus, dass der RADIUS gemeint ist! (Ach ja, zur Schule gegangen bin ich in Brunnen…)
sorry, nehme Text zurück. Es handelt sich um den Durchmesser…
Ach, ich lache trotzdem immer noch…
Ich lache nicht mehr. Früher hatte ich auch mal 29 Zoll und war gar nicht zufrieden. Das zeitigte nicht nur ästhetisch eher unschöne Resultate, es war leider auch im Sommer immer etwas kühl. Jetzt habe ich 41 Zoll. Das ist zwar bergauf deutlich mühsamer, aber dafür geht bergab die Post ab (wegen der deutlich höheren Hangabtriebskräfte). Und im Winter ist es schön war. Ach ja, ich meine natürlich nicht den Durchmesser und auch nicht den Radumfang, sondern den Bundumfang. Muss ich jetzt zurück in den Kindergarten?
Fahre seit diesem Frühling ein Niner Jet9 und kann nur positives berichten.
Für mich als Hobbyfahrer ist das Handling und der Spassfaktor grösser als beim meinem Vorgänger Bike Stevens M6.
Habe vor dem Kauf das Niner mit einem Stevens Fluent ES verglichen (je ca. 30km, gleiches Gelände) und kam mit dem Niner besser zurecht.
Habe inzwischen das Niner auch unter Race Konditionen gefahren (24-Stunden Davos und Schötz) und bin trotz leicht längerer Strecke gegenüber dem Vorjahr in Schötz ca. 40 Sek. pro Runde schneller gefahren als mit dem Stevens M6.
Defekte bis jetzt: Keine
Ein 29er ist für mich absolut die richtige Wahl !
Ich fahre seit genau einer Woche ein 29er-Hardtail (Cannondale Flash). Ich bin ein Vielfahrer, besitze 3 andere MTB’s (alles 26er). Mit dem 29er habe ich in den 5 Tagen schon mehr als 300KM, alle auf meinen bestens bekannten Trails, wo ich jeden mm kenne, abgefahren. Fazit: Einmal 29er, immer 29er. Viel weniger aufgeregt, viel entspannter, viel mehr Toleranz. Ich kann fast nur Positives vermitteln. Das Bremsen ist ein wenig anders, vor allem muss man die Gewichtsverlagerung nach hinten akzentuierter gestalten, sonst schmiert das Hinterrad weg. Also; ich kann es allen nur wärmstens empfehlen.
29er sind eigentlich 28-Zoll-Räder, hab ich mir sagen lassen. Insofern müssten die 26er 27-Zoll heissen, und schon ist der Unterschied nicht mehr so riesig.
Es kommt auf die Kombination an. In anspruchsvollem Gelände fahre ich ein 26er Enduro Bike mit 180mm. Für die Feierabendrunde und für leichte Touren ein 29er. Mir gefällt das 29er ausgesprochen gut, agil und doch mit Komfort. Jedoch wenn es hart auf hart geht sind die Räder “noch” zu wenig steif.
ganz klar 29er sind die besseren bikes! allerdings muss vielleicht noch definiert werden, was besser heisst: mit einem 29er faehrt man generell schneller, bekommt weniger schläge ab und kann deshalb länger fahren, die sitzposition ist entspannter, das sicherheitsgefühlt viel besser und schliesslich ist der grip am reifen einiges höher. 90% aller biker die eine testfahrt mit einem 29er gemacht haben empfinden diese faktoren allesamt als vorteile.
auf der anderen seite steht das etwas höhere gewicht, allerdings ist das gewicht vom bike so oder so der am meisten überschätzte faktor.
die geschichte in der bikeentwicklung wiederholt sich immer wieder. am anfang sind alle innovationen auf wiederstand gestossen, ob es nun der alurahmen, die federgabel, scheibenbremsen etc. waren. am schluss hat sich noch jede innovation die einen echten vorteil bot durchgesetzt. insofern bin ich da beim 29er auch sehr zuversichtlich!
Ich fahre seit Anfang Jahr 26er und 29er, wobei das 29er die Nase eindeutig vorne hat. Auf Race-Strecken ist man schneller unterwegs, über Hindernisse geht’s bergauf und bergab deutlich besser. Ich kann mit dem 29er technische schwierige Trecken noch fahren bei denen ich mit dem 26er schon am stossen bin…. 29er für grössere Biker ist mehr als eine Marketing Strategie.
Zwerge müssen wohl oder übel auf dem 26er weiterfahren….
26″ wendig; spritzig und direkter. Auch schon wegen der Rahmengrösse werde ich beim 26″ bleiben. Wenn ich Komfort suche, werde ich ein Elektrobike kaufen und gehe auf die Strasse.
Marathon 29′
CC 26′ und für grossgewachsene 29′
Fahre beides, aber hab schnell gemerkt, dass 29′ im CC für meine grösse nicht geeignet ist. Da CC meist technisch und mit viel Bremsen – Anfahren – Bremsen verbunden ist, ist der Kraftaufwand einiges höher. Dagegen könnte ich bei Marathons und Long Distance Rennen nicht mehr auf ein 29′ verzichten.
Und zu den bei den Kommentaren angesprochener 2×10 Schaltgruppe sage ich nur, mehr trainieren, dann kann man ohne weiteres auf 3×9 verzichten
Eine Erkenntnis, die Cross-Fahrer auf 28ern schon lange haben….
nur das mit den Bremsen haben sie lange nicht kapiert…
wenn du das mit den Bremsen auf Disc Brakes beziehst, dann haben sie das schon lange kapiert. Disc Brakes für CX Räder braucht es nicht. Warum auch? Eine herkömmliche CX Canti reicht für die Bedürfnisse beim CX vollkommen aus! aber bitte überzeucht euch selber am 25. September beim Süpercross in Baden, mit Weltmeister Zdenek Stybar!
Ich fahre zwar auch ein 26-er MTB, aber der Rahmen ist sehr gross, und gar länger als mein 62 Colnago Rennvelo.
Da merkt man eindeutig ein anderes Feeling. Die Stabilität ist deutlich geringer, besonders sind steile Abfahrten kein Spass und auch gefährlich.
Vor dem Kauf eines solchen Exoten wie die obigen 29er sollte man dringend ein Exemplar gründlich ausprobieren. Mode ist halt kein Grund für den Kauf – was nutzt wohl ein Single Speed wenn man in Fluntern wohnt?!?
Mein nächstes Bike wird wohl auch ein 29er sein. Dass grössere Räder besser über Hindernisse wegrollen ist Physik. Trägheit, Gewicht der Räder und Flex wird man technisch in den Griff bekommen. Weiss nicht warum es bei den MTB zum 26″ Standard gekommen ist, logisch ist er jedenfalls nicht. Logisch wären eher 27,5″ (ein anderer US-Trend) für Freeride/AM und 29″ für AM/CC.
Schön, dass die Marketingabteilungen wieder mal was Neues herausgefunden haben.
Beim Aufkommen der Mountainbikes wurden von den gleichen Firmen dieselben Argumente pro 28″ (was ja 29″ entspricht, wenn gleich messen würde) als absolut falsch und unwichtig hingestellt. Schon komisch.
Und ja, bin halt ein alter Herr, der mag sich an solche Dinge noch erinnern…
War wohl auch der Grund, dass die meisten Trekkingbikes den 28″ treu geblieben sind.
Ausser fürs Gelände konnten mich 26″ noch nie überzeugen und da auch eher notgedrungen, weil nichts Anderes zu kaufen war.
Gary Fisher, einer der Erfinder des Mountainbikes baut ja schon ewig 29er. Vor ca. 5 Jahren haben sie die Lancierung in Europa schon mal versucht. Damals aber machten die grossen Marken (Rahmen, Gabeln, Laufräder und Reifen) nicht mit. Gary war dem Rest der Welt um Jahre voraus wie es scheint.
Die 29er sind genau aus einem Grund so beliebt: Weil die meisten eh nur auf irgendwelchen Kieswegen unterwegs sind. Da könnten sie auch ein “Trekking-Bike” nehmen. Aber das wäre dann halt nicht so cool. Jeder der mit seinem Bike auch mal auf technisch richtig fiesen Trails unterwegs ist, wird sein 29er nach der ersten Haarnadelkurve verfluchen…
ich habe längst umgestelllt – es gib nicht revolutionäreres als 29er in der bikebranche! wir sind vollends fan und machen 29er only – the ride size!
War auch Skeptisch, Marketing Gag und so. Aber die 29er Testfahrt hat überzeugt. Für mich, 1.87m grosserer Fahrer ist klar dass ich ein 29 anschaffe. Zumal mein GT in der 2.Saison schon Rundum erneuert wurde…. Viel Spass beim biken. Schigi
Bin das Trek Superfly 29″ Probe gefahren und war begeistern. Es läuft wunderbar, ruhig und man kommt besser über Hindernisse wie Wurzeln und grosse Steine hinweg. War schon lange an der Zeit, dass es im MTB Sport in die 29er Richtung geht. Mein nächstges Bike wird ein 29er sein!
Wenn ich mal ehrlich sein soll, will ich allein schon deshalb kein 29er, weil’s einfach scheusslich aussieht. Auch das oben abgebildete Scott mit dem eigentlich sehr elegant und aufgeräumt designten Rahmen – die Proportionen stimmen für mich mit diesen Gigantor-Rädern einfach nicht. Ausserdem habe ich meine Zweifel, ob die Eigenschaften der 29″-Räder für den All Mountain- bis leichten Freeride-Betrieb wirklich von Vorteil sind.
29er sind die Zukunft. Aber wer’s nicht ausprobiert kann nicht mitreden. Deshalb auf zum TestRIDE Lenzerheide vom 24. – 26. September. Ride Swiss 29er
Ich bin kein fan vom testen, das geht arg ins Geld, jedes noch so kleine defekte Teil muss ersetzt und alles bezahlt werden.
29er sind vor allem für grossgewachsene wie mich (193cm) eindeutig besser. Kann es allen mit ähnlichen Massen nur empfehlen. Ich sitze einfach viel besser “im” Bike als auf einem 26er. Keine Ueberschlagsgefühle, keine Rückenfeindliche Sattelüberhöhung; laufruhiger und tolle Traktion. Klar, an die Optik muss man sich erstmals gewöhnen.
29er sind die Zukunft. Aber wer’s nicht selber ausprobiert kann nicht mitreden. Deshalb Testen am 17. und 18. September. bei uns an den bike café Testtagen Testbikes von Niner Giant und Santa Cruz. Sorry für die Werbung aber Mann( Frau ) muss es gefahren sein.
Schon über vier Jahre faher ich ausschliesslich 29er MTBs, was für meine Körpergrösse (1.92) einfach besser passt und sich besser fährt. Ausserdem macht es mir einfach MEHR SPASS und das ist doch das Entscheidende! Deshalb ist dieser “Trend” in den USA schon längst Mainstream. Wir Europäer verstehen uns aber nicht so auf Spass, Fahrfreude und Lebensgefühl. Wir brauchen Fakten, Beweise und Vergleiche. Erst dann versuchen wir einmal etwas Neues. Weil nun auch im (vorwiegend in Europa stattfindenden) Worldcup Siege mit 29er errungen werden, muss uns die Industrie und deren Marketing nur noch den nötigen Verstandes-Bullshit mit 1000 Tests und physikalischen Berechnungen liefern und nun sind wir also gewillt, diesen “Trend” ernsthafter anzusehen. An diesem Punkt stehen wir nun. Am Übergang zum Mainstream.
Dass die Bikeindustrie jedes Jahr etwas Neues bringen muss ist völlig normal und bei Autos, Motorrädern, etc. genau das Gleiche. In den letzten Jahren gab es jedes Jahr etwas mehr Federweg am 26er Fully, doch das wird irgendwann ja auch absurd. Da kommen nun die grossen Räder gerade richtig um den Kaufreflex der potentiellen Kunden anzusprechen.
Die Diskussion was besser ist, 26-Zoll oder 29-Zoll ist völlig sinnlos und überhaupt falsch. Es geht gar nicht um ein entweder oder, sondern um eine neue Variante, eine neue Möglichkeit. Man muss nicht 29er fahren nur weil es scheinbar der letzte Schrei ist. Jeder soll doch das fahren, was ihm/ihr am meisten Spass macht. Ich kenne nämlich so gut wie niemand, der mit biken Geld verdient und deshalb ist es doch überhaupt nicht wichtig, was besser/schneller/leichter/trendy’er ist. Es soll einfach Spass und Freude bereiten.
Das Beste aus zwei Welten ist mein Motto! Ich geniesse die Fahrten mit meinem 26″ Titan Hardtail. Es hilft für die Verbesserung der Fahrtechnik, ist unglaublich direkt und schön leicht. Wenns bequem und lang wird kommt mein Niner Jet 9 zum Einsatz. Es rollt auch “emotionsbereinigt” spürbar besser, trotz 2 kg Mehrgewicht. Schnelle Strecken mit technischen Passagen verlieren auch mit nur 80 mm Federweg jeden Schrecken.
26″ oder 29″ hängt doch ganz einfach vom Anwendungszweck, bzw. der Streckenwahl ab. Für einen kniffligen, steilen Singletrail mit Absätzen und Haarnadelkurven lobe ich mir ein wendiges 26er mit 140 oder 150mm Federweg.
Auf flowigen Trails, Feld- und Waldwegen und bei Nässe und Schnee rollt das 29er sicher komfortabler.
Nun, die Marketingabteilungen der Bikehersteller konzentrieren sich natürlich auf die Mehrheit der potentiellen Käufer weltweit. Und auf welchen Strecken sind diese mehrheitlich unterwegs? Auf den typischen 29er Strecken eben. Es wohnen halt auch nur die wenigsten so priviligiert wie wir: In den Voralpen mit nächster Nähe zu den Bergen und den damit verbundenen anspruchsvollen Trails.
Die Zollmasse waren schon immer eine Mogelpackung und damit für den Reifenkauf untauglich.
Nach internationalen Verträgen sollten ja auch die Amis schon längst auf metrisch umgestellt haben.
Aber eben “Twentyniner” ist halt cooler “700er” oder “622er”.
Und die trendy Lemminge halten kräftig mit.
Im übrigen ist ein Nebeneinander von verschiedenen Durchmessern und Geometrien zu begrüssen, denn so kann jeder ein Velo fahren, das wirklich zu ihm passt.
Ein Recumbent Biker
Seit einigen Jahren fahre ich mit dem Rennvelo regelmässig zur Arbeit. Seit letztem Winter besitze ich ein 29er Hardtrail. Mein Fazit:
Ich fahre fast nur noch auf Forstwegen mit dem 29er zur Arbeit. Oberlandbiketouren fahre ich auch nur noch mit dem 29er, das Fully bleibt zu Hause. Für die Berge und die Transalp werde ich auch in Zukunft ein 26er gebrauchen, am besten mit 140mm Federweg. Für enge Manöver ist das 29er nicht zu gebrauchen, jedoch wir das Rennvelo verkauft.