Outdoor

Fettverbrennung: Am Berg spinnt der Körper

Natascha Knecht am Mittwoch den 22. Juni 2011
In der Höhe verbrennt der Körper Fett, nicht Kohlehydrate: Teilnehmer eines Abspeck-Camps in den USA.

In der Höhe verbrennt der Körper Fett, nicht Kohlenhydrate: Teilnehmer eines Abspeck-Camps in den USA.

Kürzlich veröffentlichte das SAC-Magazin «Die Alpen» einen Artikel über die Fettverbrennung von Bergsteigern – basierend auf einer neuen, sehr aufwändigen Studie von Schweizer Höhenmedizinern. Erstmals ist dem Zentrum für Labormedizin des Kantonsspitals Aarau mittels Blutanalysen gelungen, ein Gesamtbild der Stoffwechselveränderung in grosser Höhe zu erhalten.

Der Körper zapft sofort Fettreserven an, übergeht die Kohlenhydratdepots

An der Studie haben 30 Höhenbergsteiger teilgenommen. Während sie am Muztagh Ata (7546 Meter, China) und dem Pik Lenin (7123 Meter, Kirgistan) aufstiegen, hat man ihnen regelmässig Blut entnommen. Die insgesamt 1000 Proben wurden tiefgefroren und in die Schweiz transportiert. Resultat:

Die Blutanalysen zeigten «nicht nur heftige, höhenbedingte Stressreaktionen», sie gaben auch Aufschluss über die Energiegewinnung des Körpers in grosser Höhe. Am meisten Veränderung entdeckten die Forscher beim Fettverbrauch: Je höher die Testpersonen aufgestiegen sind, desto mehr Fett wurde von ihren Körpern verbrannt. Der Kohlenhydrat-Verbrauch blieb dagegen gleich.

Diese Erkenntnis überraschte die Höhenmediziner. Denn normalerweise greift der Körper als erstes auf die Kohlenhydrat-Depots zurück und erst danach auf die Fettreserven. Zudem braucht die Energiegewinnung über Fettreserven mehr Sauerstoff als die Verarbeitung von Kohlenhydraten. Und bekanntlich wird der Sauerstoff immer knapper, je höher man am Berg aufsteigt. «Der Körper zapft also trotz Sauerstoffmangel nicht die am ein­fachsten verfügbaren Energiereserven an, sondern greift im Höhenstress bereits ab 4000 Metern auf die Fettreserven zu­rück», bilanziert Höhenmedizinerin Jacqueline Pichler gegenüber «Die Alpen».

Bereits in 4000 Metern Höhe gerät der Körper in den Ausnahmezustand

Weshalb der Organismus in dieser Extremsituation Fett als Energielieferant bevorzugt und so paradoxerweise Sauerstoff verschwendet, wissen die Forschenden nicht. Sie vermuten aber, dass der Körper aufgrund seines Ausnahmezustandes eine «normale» Energieaufnahme als nicht mehr möglich erachtet und im Sauerstoffstress «auf Überleben» und die Verbrennung von Fettreserven schaltet.

Oder kurz zusammengefasst: Über 4000 Metern beginnt der Körper zu «spinnen». Anders als etwa vor einem Marathon, sollte man also vor einer Bergtour nicht Spaghetti essen, sondern Fettiges.

Schon Lorétan hat sich im Basislager ein «Fondue einverleibt»

Mich und meine Alpinistenfreunde verblüfft dieses neue Forschungsergebnis wenig. Von Profi-Höhenbergsteigern weiss ich, dass sie während der Vorbereitungsphase wenig Kohlenhydrate essen und kurz vor dem Gipfelsturm eine «Fett-Kur» machen. Während der Aufstiegsbelastung helfe Koffein, um die Fettreserven schneller anzuzapfen. Und schon Erhard Lorétan hatte sich damals – Jahrzehnte vor dieser Studie – vor seinen Besteigungen der Achttausender im Himalaja ein deftiges «Fondue einverleibt», wie er im Buch «Den Bergen verfallen» geschrieben hat.

Wir müssen nicht mal zu den höchsten Gipfeln der Erde, um aussergewöhnliche Ess-Erfahrungen zu sammeln. Komme ich nach einer gewöhnlichen Hochtour in der Schweiz zurück ins Tal, habe ich danach tagelang Hunger. Und zwar Extrem-Hunger. Ich fühle nur noch Fleisch und Knochen, das Körperfett ist weg. Und wenn ich danach eine Woche lang nicht so viel esse wie etwa drei Bauarbeiter zusammen, dünne ich noch mehr aus. Ich interpretiere das als Nachverbrennungs-Effekt.

Trotzdem finde ich es gut, gibt es jetzt eine Studie. Wie viel sie gekostet hat, wurde nicht kommuniziert. Aber wenigstens sehen wir jetzt unser bisheriges Bauchgefühl betreffend Ernährung im Hochgebirge schwarz auf weiss bestätigt.

Studie mit Übergewichtigen auf der Zugspitze

Übrigens: Auch die Ludwig-Maximilians-Universität München machte eine Studie. Die Forscher liessen 20 übergewichtige Menschen eine Woche auf der Zugspitze (2650 Meter, Deutschland) verbringen. Das Ergebnis: Ohne Diät und Sport nahmen sie im Durchschnitt 1,5 Kilo ab. Ihr Ess- oder ihr Bewegungsverhalten änderten sie in dieser Zeit nicht.

Wie lange dauert es wohl, bis auf einem unserer Viertausender eine feudale Diät-Höhenklinik eröffet wird?


« Zur Übersicht

29 Kommentare zu „Fettverbrennung: Am Berg spinnt der Körper“

  1. Dani sagt:

    Je aelter wir werden, desto mehr Gipfel werden wir wahrscheinlich erklimmen duerfen!!

    • Jürg Arnet sagt:

      mein ältester Gast am Chimborazo (6310m) war 72 und ist einem jüngeren Velofahrer, der 6000km pro Jahr abstrappelt, davongelaufen….. Alter ist nicht unbedingt eine Grenze am Berg.

  2. Wenn Sie nach einer Hochtour noch tagelang danach Hunger haben, sollten Sie es vielleicht mal mit regelmässigem Essen während der Tour versuchen. Mit regelmässig meine ich pro Stunde ca. 300 – 500 kCal. während des Laufens und natürlich auch genügend trinken, 0,5 bis 1 l Wasser pro Stunde. Wenn Sie während der Hochtour Traubenzucker und andere Zucker in sich reinschaufeln, bringen Sie ihren Stoffwechsel durcheinander. Das könnte eine Mitursache für das tagelange Hungergefühl sein. Für das Essen noch einen Typ: Machen Sie ihr eigenes Brot für die dünn belegten Sandwiches: ca. 40 % Halbweissmehl, ca. 40 % Ruchmehl und ca. 20 % Vollmehl. Und machen Sie nicht jede Stunde Pause. Das ist ein tödlicher Fehler.

    • Susanne sagt:

      @ Roland K. Moser: Sie nehmen für eine 8-stündige Hochtour (also eine eher kurze) 4-8 Liter Wasser mit?

    • Stefan Binkert sagt:

      Wenn ich pro Stunde bis 500 Kalorien und 1 Liter Flüssigkeit zu mir nehmen soll, dann muss ich ja fast jede Stunde eine Pause machen. Aber das soll ja tödlich sein. Ich glaube, hier sind die Mengen doch etwas durcheinandergeraten. Mit einer einigermassen vernünftigen Ernährung auch vor und nach einer Tour ist der Körper (zumindest meiner) durchaus in der Lage auch eine Spitzenbelastung während einer Tour zu verkraften, ohne Unmengen von Kalorien in sich reinzudrücken.

      • Lieber Herr Moser

        Für einen 8- bis 12-stündigen Gipfeltag im Hochgebirge nehme ich 1 bis 1,5 Liter Tee aus der SAC-Hütte mit. Mehr kann ich nicht mitschleppen, der Rucksack würde sonst zu schwer für mich, da zählt jedes Kilo respektive jedes Gramm.

        Ein Gipfeltag ist echt streng, für den Körper eine “Spitzenbelastung” – wie Stefan Binkert oben richtig schreibt. Ein Sandwich habe ich selten dabei, es ist mir zu trocken. Aber vielleicht backe ich mir mal nach einer Tour ein Brot, wie Sie es empfehlen. Vielen Dank!

        Lieber Gruss
        Natascha Knecht (die Bloggerin)

  3. tinu sagt:

    Interessanter Artikel. Ich kenne das Gefühl aus eigener Erfahrung: nach der Bergtour Riesenhunger, und zwar nach ausdrücklich möglichst fettigem Essen! Zu der Zugspitz-Studie: naja, kenne ja den genauen Ablauf der Studie nicht, aber meiner Meinung nach sind die Leute einfach etwas “ausgetrocknet” (Luft ist ja in der Höhe trockener).

  4. Dan Horber sagt:

    Es wird ja seine Gründe haben, weshalb sich die Bewohner der extremen Höhenlagen im Himalaya sehr fettreich ernähren…
    Selber war ich bereits wiederholt während mehreren Tagen bzw. Wochen permanent auf Höhen über 4000 MüM. Dabei stellte ich selber fest, dass ich trotz grosser Zufuhr von Kohlenhydrate offensichtlich Fett verbrannte.

  5. Cybot sagt:

    Interessant. Leider muss man schon sehr weit reisen, um längere Zeit über 4000m zu bleiben, bei uns müsste man da ja praktisch auf einem Berggipfel sitzenbleiben. Aber wenn der Effekt über 2000m auch schon einsetzt, wär das schon ein guter Grund, mal wieder auf einen Berg zu klettern. Oder wenigstens zu fahren – Säntis oder so…

    • Lieber Cybot

      Danke für den Kommentar. Es gibt viele Gründe, auf einen Berg zu steigen (oder fahren). Just do it.

      Lieber Gruss
      Natascha Knecht (soeben vom Berg zurück in der City)

    • dani sagt:

      So weit muss man gar nicht. Zermatt-Klein Matterhorn-Castor und ab da ist man ziemlich lange über 4000 in Richtung Lyskamm bis man aus dem Nordend steht… :D

  6. Stefan Zoller sagt:

    Interessante Studie. Aber der Artikel lässt mich etwas zweifeln. Nach einer Hochtour ist alles Körperfett weg? Dann war da aber schon vorher sehr wenig. Denn mehr als 1/2 kg wird wohl nicht verbrannt pro Tag, wenn man ab und zu was isst. Ein Kilo Körperfett entsprechen ein paar tausend Kalorien. Damit kann der Körper einige Stunden Hochleistung bringen (z.B. 1 Stunde joggen = ca. 800 Kalorien). Das “Extrem-Hunger” Phänomen ist bekannt von vielen Sportarten bei denen viel Energie verbraucht wird. Sei es ein Marathon, Triathlon, Radtour. Ja sogar lange, anstrengende Gartenarbeit kann das auslösen. Unabhängig, ob viel Kohlenhydrate oder Fett verbrannt wird. Es macht ja auch Sinn, dass der Körper die Reserven wieder auffüllen will. Das heisst aber nicht, dass man dem auch ganz nachgeben soll. Denn so kann man leicht über das Ziel hinausschiessen und mehr auffüllen, als verbrannt wurde. Zudem sollte man acht geben, nicht nur mit junk food aufzufüllen.

  7. Kraft sagt:

    Allerdings werden die Übergewichtigen wohl kaum die 4000m erreichen….
    Zudem hat man in dieser Studie enorme Selektionseffekte: Der Metabolismus von Höhenbergsteigern funktioniert schon per se anders als jener von übergewichtigen Stadtmenschen. Ich würde daher vorsichtig sein mit Rückschlüssen auf ‘normale’ Leute und vor allem mit Ratschlägen an Übergewichtige.
    Abgesehen davon denke ich auch, wie tinu, dass der Gewichtsverlust bei der Zugspitzengruppe vor allem auf Dehydrierung zurückzuführen ist, da der Körper in höheren Lagen viel mehr Wasser benötigt und die Teilnehmer ja offenbar ihre Nahrungsmittelaufnahme konstant hielten.

    • Liebe/r Kraft

      Auf einem 4000er standen schon viele, die nicht aus eigener Körperkraft raufgekommen wären. Mit dem Heli geht das ganz einfach – leider.

      Lieber Gruss
      Natascha Knecht

  8. Andreas sagt:

    Die zumindest teilweise Erklärung ist i.m.h.o. : In grossen Höhen steigt der Ruhe-Energieumsatz massiv an. Und in Ruhe wird die Energie halt grösstenteils aus Fettverbrennung bezogen, um die Kohlenhydratspeicher zu schonen. Ein Fondue hat übrigens auch Kohlenhydrate (Brot) und Proteine.

  9. Sven sagt:

    Ich wohne erst seit knapp 2 Jahren in der Schweiz und habe das Wandern für mich entdeckt. Seitdem habe ich über 30 kg abgenommen. Meiner Meinung ist an den Höhenwanderungen und dem Effekt der Fettverbrennung definitiv etwas dran. Es war sehr viel einfacher so, als früher mit Fitnessstudio und Tennis spielen :-)

  10. David Bosshardt sagt:

    Ich kann das Fazit der Höhenmediziner nur bestätigen. Ich habe im Frühling dieses Jahres den Kilimanjaro erklommen. Während der gesamten Tour musste ich mich zwingen, etwas zu essen. Ich hatte fast keinen Appetit. Am ehesten konnte ich noch fettige Nahrungsmittel zu mir nehmen. Trotz Flüssigkeitsaufnahme von über 5 Litern pro Tag habe ich während dieser Woche (4 Tage Aufstieg, 2 Tage Abstieg) 5 Kilo verloren. Das meiste davon habe ich mir mittlerweile wieder angefressen ;-)

    • René Edward Knupfer sagt:

      … mir ist genau dasselbe widerfahren am Kibo vor sechzehn Jahren: null Bock auf Essen, dafür zünftige Ranzenpein und Lämpen wegen der grossen Höhe … Gewichtsverlust sechs Kilo, Idealgewicht aber nur vorübergehend … zwei Monate nach der Rückkehr hatte ich schon wieder zuviel an den Rippen: das tägliche Feierabendbier hinterlässt eben seine Spuren …

  11. hjo sagt:

    da brauch ich keine studie….. . ich habe während anstrengenden, mehrstündigen bike-und schneeschuhtouren immer lust auf fettiges (speck,fondue etc.) und ernähre mich dann auch so und das hat mir immer gut getan.

  12. Cedric Gehrer sagt:

    Ich eröffne glaubs auf einem Gipfel ein Fitnesstudio :-d Oder könnte man die Konditionen auch in Züri nachbilden? Was passiert, wenn man in “dicker Luft” trainiert? Kommt der Körper dann auch auf den Fett-Trip? Spannend…

  13. Fredi sagt:

    Der Kalorienverbrauch durch die “Körperheizung” (bis ca. 70% des Gesamtkörperenergieumsatzes!) wird in solchen Studien oft vernachlässigt. In der Regel gilt ja: je höher auf dem Berg desto kälter. Ich könnte wetten, der hohe Fettverbrauch rührt zum Grossteil daher und das “Abspeckcamp” könnte man genauso gut irgendwo auf Grönland errichten.

  14. Joachim Adamek sagt:

    … Glücklich, wer in die Berge geht, und nicht in der Absicht, um ein paar lästige Pfunde loszuwerden! Auch wenn ich Frau Knecht zustimme, daß “unser Körper am Berg spinnt”. Denn er schlägt tatsächlich alle alkoholischen und synthetischen Stimmungsmacher um Längen. — Unnütz war der Ausflug in die Medizin dennoch nicht: Ich beginne zu verstehen, weshalb ich im Urlaub für zwei essen kann und am Ende dennoch mit Idealgewicht nach Hause komme.

  15. Jürg Arnet sagt:

    als Bergführer über 15 Jahre in Südamerika und vielfach über 6000m kann ich das sehr gut nachvollziehen: Der Körper hat nicht genug Blut oder Sauerstoff, um ein Filet Mignon zu verarbeiten, so dass er auf die verfügbaren Reserven greifft. Zudem gibt es zwei Arten Muskeln: aerobische und anerobische. Beim Höhenbergsteigen liegt der Rythmus der Bewegungen im anerobischen Bereich, so dass Fett verbrennt wird. Würde ich im Tempo eines Marathonläufers aufsteigen, könnte ich gar nicht so viel zufuttern, wie die aerobischen Muskeln verbrennen. Es ist also keine “Spinnerei des Körpers, sondern eine sehr gute Höhenanpassung.
    Wenn der Magen zu voll ist beim Aufstieg, beginnt er “auszuwerfen”, damit in diesem Bereich kein Blut für die Verarbeitung benötigt wird. Ein Problem ist aber die Deshydrierung: am Aconcagua trinkt man im Schnitt 5 Liter pro Tag und geht höchstens zweimal zum Pinkeln. Der rest verdunstet über die Atmung und die Haut (auch Teil der Atmungsorgane). Dies ist ein enormer Stress für den Körper. Im Extremfall versucht dann die Lunge “Wasser zurückzuhalten”, was ihr ja überhaupt nicht entspricht, und es beginnt ein Lungenödem als Extremreaktion auf die Entwässerung oder fehlende Höhenanpassung.
    Nicht alle Bergsteiger schaffen es überhaupt, sich auf die Höhe anzupassen, das kann man auch nicht vorhersagen. Dies hat auch gar nichts zu tun damit, wie gut jemand trainiert ist! Ein Spitzensportler hat unter umständen ein zu grosses Herz, dass der Körper auf Höhenanpassung richtig umstellt. Dabei spielt die Blutverdickung eine grosse Rolle durch die vermehrte Produktion von roten Blutkörperchen.

    Ich habe keine Studie bezahlt bekommen, aber ich habe dreimal einer Gruppe von deutschen Höhenmedizinern am Cotopaxi einen Kurs für Akklimatisation gegeben, damit sie am eigenen Leib erfahren können, was sie den Sportlern weitergeben sollen. Ich arbeite sei 8 Jahren in TCM und habe sehr gute Erfahrungen am Berg damit gemacht.
    Herzlichen Gruss
    Jürg Arnet, Quito, Ecuador

    • Joachim Adamek sagt:

      Ein selten qualifizierter Kommentar. Danke, für die Mühe, die Sie sich gemacht haben. Endlich mal wieder was dazugelernt.
      Grüsse nach Ecudaor!

    • David sagt:

      erstmal cooles Kommentar danke für das Teilen deiner Erfahrung!
      Ich möchte aber anmerken das der unter HAPE bekannte Zustand (Höhen Lungenödem) nicht eine Reaktion auf Wassermangel ist sondern eine Reaktion auf die akute Hypoxie (Sauerstoffmangel). Und zwar passiert das folgendermaßen:
      Nimmt der O2 Partialdrucks ab verengen sich die Gefäße in der Lunge um zu verhindern das Blut die Lunge durchfließt ohne dabei mit neuem Sauerstoff beladen zu werden (oxygenierung). Diesen “Reflex” nennt man “hypoxische pulmonale Vasokonstriktion”. So was passiert nun wenn sich die Gefäße verengen? Zum in der Höhe ohnehin bereits gesteigerten Blutdruck steigt der Blutdruck in den Kapillaren noch weiter an was wiederum dazu führt das Flüssigkeit aus den Kapillaren in die Lunge gepresst wird -> Lungenödem!
      [ich hab jetzt absichtliche alle anderen physiologischen Veränderungen welche durch diesen Reflex verursacht werden weggelassen, z.b wird dadurch die Sauerstoffversorgung grundsätzlich ineffektiver was wiederum für AMS und die Akklimatisierung relevant ist. Auch hab ich so Sachen ala respiratorische Alkalose durch Hyperventilation usw. weggelassen! Das sind ohne zweifel Ko-Faktoren die aber für das verstehen des Prozesses welcher für das HAPE ausschlaggebend ist nicht relevant sind]

      lg
      David
      der auch gern in den Anden wäre und nicht bei 35° arbeiten muss :(!

  16. Kim Dällenbach sagt:

    Soso. Und wer fährt deshalb jetzt in den Himmalaya?
    In zehn Jahren werden die Wissenschaftler bestimmt wieder eine neue These bringen, die wieder alles umkrempelt.

  17. Hennii sagt:

    Vielleicht ist es einfacher, eine kleine Zelle zu entwickeln, in der die 4000m-Höhenatmosphäre simuliert wird. Einfach einsteigen und abnehmen. Ganz im Sinne unserer Zeit, ohne Zeitaufwand, Anstrengung und lästige Ernährungsumstellung.

  18. Patrick sagt:

    bei all den Kohlenhydrathen und Fetten das Protein bzw. Eiweiss nicht vergessen!! Ohne Eiweiss machen die Muskeln nicht lange mit! Aber – kurz vor oder während der Belastung als Nahrungsmittelergänzung zu sich nehmen. Aus Nahrungsmitteln dauert es zu lange.

  19. theiler frederic sagt:

    effektiv ist die fettverbrennung leider nur im krematorium……..

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.

Marktplatz

Für Selbstständige und KMU

Tragen Sie Ihre Firma im neuen Marktplatz des Tages-Anzeigers ein.

Marktplatz

Vergleichsdienst

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Der richtige Flow

Man kann sich nicht konzentrieren und Lust hat man auch nicht. Was tun?

Werbung

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.

Vergleichsdienst

Günstiger in die Ferien!

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.