Service public: Die Generation Y geht vergessen

Blog-Redaktion am Mittwoch den 6. Januar 2016

Ein Beitrag von Flavia Forrer*

(Keystone/Christof Schuerpf)

Zuhause vor dem TV? Generation Y konsumiert Medien vorwiegend unterwegs. (Keystone/Christof Schuerpf)

Die Debatte um den Service public kocht. Nicht nur wegen der neuen Werbeallianz zwischen SRG, Ringier und Swisscom. Überwiegendes Thema im Service-public-Diskurs ist das bereits bestehende Programm von SRF. Heisse Fragen sind: Welche Sendungen sollen abgeschafft werden? Was ist bei den einzelnen Programmpunkten nicht in Ordnung? Wieso zählt jene oder diese Sendung nicht zum Service public?

Doch was wirklich untergeht bei der ganzen Diskussion, ist die Zukunft der Medien. Wie lange gibt es lineares Fernsehen überhaupt noch? Die sogenannte Generation Y schaut kaum noch pünktlich um 19.30 Uhr die «Tagesschau» oder um 20.05 Uhr die Unterhaltungssendung «Top Secret» mit Roman Kilchsperger. Letztere Sendung kann SRF sowieso getrost aus dem Programm streichen, nebenbei bemerkt. Ich zähle mich zu denjenigen, die hauptsächlich über das Web Medien konsumieren. Eine Fernsehsendung schaue ich – so wie viele andere in meinem Alter – online. Dann, wenn gerade Zeit und Lust vorhanden sind. Radiosendungen höre ich nicht analog. Da helfen Podcasts, welche ebenfalls nur mit Internetzugang funktionieren. Kurz: It’s all about the web. Das Internet ersetzt in naher Zukunft den Fernseher, das Radio, die Printzeitung. Dieses Thema geht in der Service-public-Debatte unter. Eigentlich absurd, wenn man bedenkt, dass auch Smartphone- und Laptop-Besitzer die Billag-Gebühren bezahlen.

SRF macht es sich noch einfach mit dem Internet: Sendungen stellt es eins zu eins auf die Website. Online konsumieren kann man sie erst nach der Ausstrahlung im TV. Oder die Web-User schauen/hören das aktuelle Programm «live» mit. Für junge Konsumenten schlicht ein Graus. Im Internet wird anders TV geschaut. Besonders in der Schweiz, dem Pendlerland schlechthin, werden vor allem unterwegs Medien konsumiert. Unterwegs ist es kaum möglich, eine über einstündige «Arena»-Sendung zu schauen. Zu lang. Die meistbefahrene Strecke von Bern nach Zürich dauert knapp eine Stunde. Ist es nicht Aufgabe des Service public, alle Konsumenten angemessen zu versorgen? SRF überlegt sich bereits, Sendungen anders zu produzieren. In der Digitalstrategie von SRF ist vermerkt, dass beispielsweise «Einstein»-Sendungen anders für die junge Zielgruppe produziert werden müssen. Mein Vorschlag für die restlichen Sendungen: zusätzlich eine Zusammenfassung – sozusagen das Best-of der Sendung für den Onlineauftritt.

Ein weiteres Problem ist, dass man unterwegs kaum problemlos konsumieren kann. Immer wieder hängt die Sendung, wird nicht richtig geladen. Die Signalverstärker, welche die SBB in den Zügen einbauen, sind verbesserungsfähig. Es ist zudem kompliziert, die Sendungen auf der mobilen Version von Srf.ch zu erreichen. So schleppe ich gar ein Buch mit, damit ich im Zug beschäftigt bin. Das funktioniert wenigstens. Ein gutes Internetnetz innerhalb der Schweiz gehört auch zum Service public.

Höchste Zeit, das Problem einer besseren Internetverbindung in Angriff zu nehmen. Eine Lösung liegt auf der Hand: Die Werbeallianz zwischen Ringier, Swisscom und dem Schweizer Fernsehen wird zu einer Internetallianz erweitert. In meinem Traumszenario arbeiten die SBB in dieser Allianz mit. Bereits heute kooperieren SBB und Ringier beim Railcity-Netz. Wieso also nicht mit Swisscom und SRF? Das bringt gute Verbindungen und ein tolles Nutzererlebnis im Zug. Auch die zukünftig gemeinsame, individuelle Werbung kommt ohne Stocken beim Konsumenten an. Und die Billag-Gebühren werden für einen wirklichen Service public eingesetzt, welcher auch der zahlenden Generation Y dient.

Flavia Forrer* Flavia Forrer (26) ist Praktikantin im Social-Media- und Leserforum-Team des «Tages-Anzeigers».

45 Kommentare zu “Service public: Die Generation Y geht vergessen”

  1. Sascha sagt:

    Liebe Frau Forrer, Es ist nicht eine Frage welcher Altersgruppe man angehört und ob man nun zur Generation XYZ gehört, sondern in welcher Zeit wir leben und welche Mittel zur Verfügung stehen (schnelles Internet). Ich habe vor Jahren aufgehört Fernsehen zu schauen weil ich keine Lust habe mir vorschreiben zu lassen was ich zu welcher Zeit schauen soll.

  2. Anna Gasser sagt:

    Ich bin überzeugt, dass “die Jungen” noch nie so viel gelesen und geschrieben haben wie in der heutigen Zeit. Egal woher sie die Informationen nehmen und egal wo sie ihre Meinung posten, Hauptsache sie tun es! Früher ging’s auch ohne Autos, heute halt nicht mehr. Genauso ist es mit dem Web.

  3. Rinaldo sagt:

    Spannendes Thema: Es gab schon gute Ansätze beim TV. Zum Beispiel die Sendung “100 Sekunden Tagesschau”, welche mehrmals täglich aktualisiert wurde. Eigentlich ideal für die Smartphone-Nutzung. Dann gibt es eine ganze Reihe von Sendungen, welche exklusiv fürs Web produziert werden. “Roiber und Polis” ist m.E. ein sehr gelungenes Experiment; siehe http://www.srf.ch/play/tv/sendung/roiber-und-poli?id=c6bd1869-f8b0-0001-a0f1-edb434d71f57 . Weiter gibt es heute schon Sendungen, welche vor der TV-Ausstrahlung im Web gezeigt werden, wie etwa der Literaturclub. Summa summarum gibt es schon einige gute Ansätze, aber noch sucht man diese Formate mit der Lupe. Da muss die SRG klar noch mehr…

  4. kocher Ralph sagt:

    …und heute als Common Sense erscheint? Oder bleibt das Marktdogma bloss eine politische Utopie; sowie schliesslich als Fakteninhalt über: … was den Egoismus und die Angst zu Motoren des Sozialverhaltens macht, derweil man die Seele einem chaotischen Konkurrenzsystem überlässt…!

  5. kocher Ralph sagt:

    Etwas geht ganz geflissentlich unter: Dass der Generationen Y (vorher sicher auch X) und spätestens danach die der Z bloss noch zu ETWAS auserkoren sind, nämlich zu NICHTS ANDEREM ALS dem des aussaugbaren Wirtes. Also sollte man vermehrt ein Infragestellen über Auswirkungen dieser äusserst rigid gehandhabten kapitalistischen Rationalisierungs- und Raffkultur schaffen. Ich empfehle eine Hommage über eine Ausgabe im Suhrkamp Verlag (2015): César Rendueles’ SOZIOPHOBIE [politischer Wandel im Zeitalter der digitalen Utopie, die Wiedergeburt der Solidarität und der konsumarme Kapitalismus]. Denn, vorab darüber sollte man schreiben: Ist es unumkehrbar, dass die Marktideologie gesiegt hat und…

  6. Marc Fischer sagt:

    Logik hat die Politiker noch nie angetrieben. Es geht um Macht und vor allem Geld. Sie sollten daher nicht logisch argumentieren. Sondern den Politiker, welche vom der SRG und/oder den Gebühren profitieren, aufzeigen, dass sie ohne oder mit einer anderen SRG noch mehr Macht und Geld generieren können.

  7. Luca Nessi sagt:

    Diese Praktikantin soll sofort als Chef Redaktorin eingestellt werden.

  8. Hendrick Kevlar sagt:

    Kooperation der Swisscom mit der SBB? Damit man zukünftig auch im Zug kein normales WiFi, wie etwa in Postautos, benutzen kann, sondern deren dämliche, nur für Abonnenten offen stehende Hotspots benutzen muss, welche erst noch von der im Abo inbegriffenen Datenmenge abgezogen wird?

  9. Roman Wyss sagt:

    Teilweise guter Kommentar, aber immer noch zu staatsgläubig. Es ist heute doch so, dass wir fast alle Informationen bekommen können, welche wir wollen. Wir brauchen keine Tagesschau mehr, wir haben News von 1,000 anderen Quellen. Ich habe seit mehreren Jahren keine SRG-Sendungen mehr geschaut, weder auf dem Smartphone noch sonstwo, weil die Qualität der Sendungen einfach zu schlecht ist. Es braucht aus Sicht der Gen Y einfach keine SRG mehr! Und die Swisscom sollte auch endlich privatisiert werden, um Wettbewerb in den Schweizer Mobilfunk zu bringen. Der einzige Service Public, den wir im 21. Jahrhundert noch brauchen, ist der ÖV.

  10. Yves Sablonier sagt:

    Der Vorschlag von kurzen “Best-of”-Schnitten bzw. von zusätzlichen Zusammenfassungen ist interessant. Aber wer leistet und finanziert nun diesen zusätzlichen, parallelen Aufwand für den Online-Auftritt? Wenn das z.B. mit Werbegeldern finanziert werden soll, schauen wir dann auf der Strecke Zürich-Bern 20 Minuten Zusammenfassung und dafür – oh Y-Erleichterung – 40 Minuten Werbung in dieser Logik?

  11. daniel sagt:

    der ansatz des beitrags ist grundsätzlich richtig. witzig aber das er im tagi.ch steht mit dieser vermaledeiten miserabel funktionierenden und online feindlichen paywall! eine andere frage ist dann noch zu klären: wieso soll ausgerechnet eine allianz von mehrheitlich staatlichen unternehmen den web medien markt ch sich unter die nägel reissen?

  12. Jürg Oberli sagt:

    Der durchschnittliche Stimmbürger ist 55 Jahre alt, der durchschnittliche Fernsehzuschauer sogar noch älter.
    Genau deshalb ist auch diese Steuern statt Billag-Vorlage durchgekommen, mit welchen die Jungen wieder mal einen Spass der Alten subventionieren müssen.

    Kein Mensch unter 30 schaut um 19:30 die Tagesschau, in der Generation der 30 bis 50-jährigen nur eine Minderheit. Die Einschaltquote hat sich dementsprechend in den letzten 15 Jahren fast halbiert. Heute spricht das Fernsehen nur noch von Marktanteil und nicht mehr von absoluten Zahlen.
    Aber das ist nicht schlimm.Schliesslich ist die Frage zur Prime Time: “Guckst Du noch oder Lebst Du schon?”

  13. Hannes Müller sagt:

    Öffentliches Radio und Fernsehen war sinnvoll, als es noch keine Privaten, kein Internet und kein Handy gab. Aber eben, das gibt es jetzt.

  14. AngelaB. sagt:

    Aif meiner fast täglchen Strecke Rafz Oerlikon gibt es mehrere ständige Funklöcher fürs Telefon wie fürs Internet. Ärgerlich.

  15. Wdmer odette sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Leider stelle ich immer wieder fest,dass wenn ich im Bus oder im Zug bin um mich herum prraktisch dauernd mit Handys gesprochen wird.Es wird leider auch keine Rücksicht genommen auf Fahrgäste die gerne ein Buch lesen würden oder sich mit
    Mitfahrenden unterhalten.Mich interressiert doch nicht wann der eine oder andere zu Hause ist oder was sie im Büro gemacht haben.Ich finde wenn sich die sogenannte Generation Y mehr informieren würde hätten sie auch weniger Probleme. Ich schaue regelmässig die Tagesschau bei SRF und and. Send.wie Einstein das sehr interessant ist,.Sport. Am Sonntag die Sendung Sternstd. Philos.wo es um Reli.,Lit,Kultur geht. SRF ist sehr…

  16. Willi sagt:

    Ich danke Frau Forrer für die Gedanken und Ideen. Es wird neben der ‘Genereration Y’ immer auch (ältere) Menschen geben, die es vorziehen, Fernsehen zu Hause vor dem Bildschirm zu konsumieren. Deshalb: Das eine tun und das andere nicht lassen! Wir sollten auch im Auge behalten, was z.B. bei ARD, ZDF und ORF1/2 passiert (mir sind dort keine diesbezüglichen Grundsatzdiskussionen bekannt). Das Internetnetz ist bei uns gut, aber bekanntlich stossen die mobilen Verbindungen in Zügen an physikalische Grenzen. Aber ja, mit Replay könnte m.E. auf SRF Info ganz und SRF 2 teilweise verzichtet werden. Das wäre doch mal ein Anfang. Service Public heisst aber auch, die Vielfalt der Wünsche befriedigen.

  17. Bernd Bachmann sagt:

    Was ist “Fernsehen”?

  18. Peter sagt:

    Ich will aber keine Werbung sehen, wenn ich den Service Public nutze (Schliesslich bezahle ich dafür).
    Und ich möchte auch nicht immer erst auf ein Portal von Swisscom, Ringier und SRF geleitet werden, ich möchte einfach Internet, um mit meinem Client die Podcasts runterzuladen oder Mails zu lesen. Und zwar ohne vorher noch im Browser rumklicken zu müssen. Wobei gerade Podcast kein Problem sind im Zug, kann man schliesslich auch zu Hause runterladen.

  19. Hans Peter sagt:

    Ich stimme den Beitrag zu. Aber ich denke sie stellen sich das zu einfach vor. Wie sollen sie das denn Lösen? Viel mehr LTE Antennen bauen ist super aber –> Einsprüche von Besorgen Elektrosmog Gegnern. Vor allem wem gehören diese Antennen? Der Swisscom? Was haben dann die Salt und Sunrise Kunden von Einsatz des Geldes? Kann ja nicht sein, dass mit Billag Gebühren Antennen nur für einen Anbieter gebaut werden! Auch bewegt man sich im Zug das heisst alle paar Hundert Meter meldet man sich auf einer Neuen Antenne an. Dazu kommt der “EiserneKäfig” des Zuges, Viele Leute die gleichzeitig auf dem selben Sendemast eingeloggt sind und natürlich noch die Tunnels wie z.B. Stadelhofen und HB Zürich.

  20. Jack Stoffel sagt:

    Genau! TV zu streng. Höchstens 10 Minuten. Nur noch Dreiwortsätze. Nur einfache Gedanken. Keine komplizierten Wörter. Maximal 13 Buchstaben. Deutsch zu schwierig. Wenn möglich Mundart. Oder lieber Englisch. Keep it simple and stupid.

  21. Stefan Huber sagt:

    Ich versteh das Problem der Dame nicht. Sie kann ja YouTube, Netflix, Facebook-Videos, etc alles konsumieren. Im Zug, zuhause, überall. Warum will sie eine Arena sehen? Und falls einmal im Jahr eine spanende Arena kommt, kann sie sie ja auch auf dem Handy schauen. überall. Das eine Live-Arena nicht 1 Woche vorher bereits im Netz ist, sollte auch ihr klar sein.. oder das Champions League Finale. Es ist ja alles im Netz. Der Blog ist interessant, gaukelt aber eine Service Public-Debatte vor, wird dann technisch und am Schluss wird Werbeallianz mit Serviceprovider vermischt.. hmm..

  22. Franz Süss sagt:

    Ich muss widersprechen: Klar konsumieren Junge der Generation Y TV-Sendungen oft nicht vor dem Fernseher oder gar zu Live-Zeiten. Aber sie tun das ziemlich selten unterwegs! Vielmehr läuft das alles halt am Laptop oder Tablet, das neben dem Essen oder neben irgendwelchen Arbeiten (fürs Gymi od. Studium,…) läuft.
    Ich nenne es mal Zeit-Mobilität, die hier wichtig ist! Unabhängigkeit vom Live-Sendezeitpunkt. Und das haben wir wie gesagt ja schon in unterschiedlichen Ausprägungen. Nicht nur ‘online’, sondern auch am Fernseher mit Swisscom-TV, Sunrise-TV, etc. mit ihren Services des zeitversetzten Fernsehens.
    Der Gedanke eines besseren Internet im Zug ist etwas anderes – bitte nicht…

  23. Alice Graf sagt:

    Denken Sie die beiden Mädchen auf dem Bild schauen sich gerade die Arena an. Ich tippe eher auf Facebook, Whatsapp oder ähnlich. Die beiden könnten sich auch unterhalten, aber die ins Handy starrenden Menschen sind heute alltäglich ob in der Bahn, im Restaurant an der Bushaltestelle egal wo.
    Für Sie ist ein Buch zu schwer, eine Arena Sendung zu lang und Radio hören zu analog. Das Lebensmotto heisst Lust darauf jederzeit zu konsumieren, ein Konsument zu sein, keine Zeit zu haben und Internet „for ever and always.
    Mein Traumszenario bei der SBB: Ein Wagen frei von Smartphones, Laptop, Pad, Menschen mit Musik im Ohr und frei von Oberflächlichkeiten.

  24. Noldi Schwarz sagt:

    Ich gebe der Autorin teilweise recht. Nur etwas hat sie übersehen. Medien, Internet, Übertragung, Konsumverhalten usw. werden sich in den nächsten 10 Jahren nochmals komplett verändern. Um diesen Trends zeitnah zu folgen sind die meisten Unternehmen zu träge, zu gross, oder staatlich gesteuert. Lasst endlich den Markt spielen. Jedes Unternehmen soll sich auf gewisse Kompetenzen konzentrieren. Die Zukunft sehe ich so: Unternehmen produzieren (News, Filme, Serien, Shows), Unternehmen bündeln Produkte und bieten sie zielgruppengerecht gegen Geld an, Unternehmen sorgen für saubere Übertragung, und Unternehmen sammeln und verkaufen Nutzerdaten. Also Flexibilität in jedem Bereich.

  25. Ben sagt:

    Die Frage bleibt, von wem und womit sich die nachfolgende Generation informieren will und wie diese debatiert d.h. in Frage gestellt werden und wie man dieses Wissen nicht in zehntausend einzelne kleine Gruppen fragmentieren lässt. Dies ist das genaue Gegenteil von zentral gesteuerten Konzernen und Staaten die ohne zentrale Steuerung nicht existieren können. Das private Medien immer eine eigene Agenda und Ziele haben wird heute genau so wie früher gut versteckt hinter heroisch klingenden Attributen wie Freiheit und Unabhängigkeit doch gerade diese zwei wichtigen werden nie von den Lesern, Bürgern und neu Konsumenten und Sozialen Netzwerken definiert. Es braucht zwingend öffentliche Medien…

  26. Markus Weidmann sagt:

    Spannend, wie lange jemand aus der Generation Y über das ‘WIE’ der Verbreitung sinnieren kann, ohne ein einziges Mal das ‘WAS’, den Inhalt zu thematisieren….

  27. H.Trickler sagt:

    OMG, die Autorin schleppt ein Buch herum – Ich hätte erwartet dass sie ein Tablet mit pdf-Reader benützt 😉

  28. Sander Wermelinger sagt:

    Unverständlich ist auch: Für internetfähige Smart-TVs (in meinem Fall ein Sony auf Android-Basis) existiert keine SRF-App. D.h. es soll zwar jeder Billag-Gebühren zahlen (Begründung: Dank Internet kann ja sowieso jeder unsere Angebote empfangen), aber in der Realität kriegt man selbst auf einem Internetfähigen TV keine SRF-Angebote rein.

  29. Leo Neubert sagt:

    SF ist ein Relikt aus der Geistigen Landesverteidigung und erreicht allenfalls noch Personen im Rentenalter. Ich habe kein Interesse billige Staatspropaganda und dümmliche “Unterhaltungssendungen” und Radio-Geduddel zu finanzieren.
    Wer hockt denn noch jeden Abend vor die Glotze und schaut irgendeine Uralt-Serie auf SF2 im Zeitalter von Netflix?
    Fazit: SRF ersatzlos abschaffen, niemand wird es vermissen.

  30. malacarne sagt:

    Ich bin richtig froh zu lesen,dass Sie mit einem Buch unterwegs sind und lesen können. Ihre Forderung betreffend 100% Abdeckung und 5Minuten Medien-Quickies ist reichlich abstrus. Die XYZ-Generation fordert ServicePublic für fast alles, ohne Nachzudenken und ohne Bereitschaft etwas dafür zu bezahlen. Kaufen Sie ein Handy mit DAB Empfänger und Ihre Wünsche sind fast alle erfüllt.

  31. Patrick Lipp sagt:

    Auf meiner Pendelstrecke hat sich das (Sunrise)Netz in den letzten Jahren massiv verbessert. 30 minütige Sendungen zu schauen ist kein Problem – solange sie als Video Podcast verfügbar sind (heutejournal, Tagesthemen,…) Wahrscheinlich ist es realistischer, dass die vom SRF mal verstärkt in diese Richtung denken, als dass die Telkommunikationsgesellschaften in den Service Public integriert werden.Beste Grüsse, Patrick Lipp

  32. Cybot sagt:

    Das Ignorieren der Zukunft ist doch die Hauptcharaktereigenschaft des Schweizers schlechthin. Dabei ist dieses Thema längst kein reines “Generation-Y”-Problem. Ich bin über 40 und in meiner Generation sitzt man zwar noch vor dem Fernseher, aber kaum jemand schaut das Programm noch live. Wenn man noch die klassischen Sendungen schaut, dann lieber erst später, per Comeback oder Aufnahmefunktion, wo man die Werbung vorspulen kann. Und etliche meiner Bekannten haben das klassische TV komplett durch Netflix und Co. ersetzt. SRF produziert doch längst nur noch für die Generation der Rentner.

  33. Horst Bohnet sagt:

    Dabei gehen leider die gut 2000 iStone NutzerInnen unter.
    Mit dem stummen Kunsthandy aus Stein setzt man nämlich ein bewusstes Zeichen gegen den Megatrend Connectivity und hat die Möglichkeit mit dem Visavis ungestört Face to Face zu kommunizieren. Das smARTphone iStone ist ein stilles Statement für eine bewusste Gesprächskultur, Entschleunigung und eine gesunde on-offline-Balance 🙂

  34. Markus sagt:

    Schon lange nichts so Treffendes mehr gelesen. Wir sind zur Zeit dabei, die Zukunft des Fernsehens zu verschlafen. In 10 Jahren interessiert sich doch kein Mensch mehr dafür, wann (Tageszeit) bspw. ein Sendegefäss ausgestrahlt wird, denn es wird stets alles zu jeder Zeit abrufbar sein, so wie es sich der Konsument wünscht. Nur noch Hochbetagte mit alten Röhrenbildschirmen sitzen heute pünktlich um eine bestimmte Zeit vor dem Fernseher.. Mit der Zukunft hat das nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Das Fernsehen der Zukunft ist eine Web-Bibliothek, in der man sich die gewünschten Inhalte zu beliebiger Zeit in komprimierter Form herunterlädt.

  35. Jan Holler sagt:

    Die Beschreibung ist korrekt, jedoch der Wunsch nach einer “Internetallianz” mit den SBB (inkl. Ringier, Swisscom, SF) ist jedoch eine Horrorvorstellung. Ebenso das Anpassen der Sendungslängen an die Dauer der Zugfahrt von Zürich nach Bern. – Das Thema Internet und Fernsehen in der Zukunft ist nun schon so oft von allen möglichen Experten bis zur Erschöpfung abgehandelt worden, dass es einen erstaunt, dass einzig das Schweizer Fernsehen davon noch nichts mitbekommen zu haben scheint.
    PS: Ja, alle Sendungen mit diesen Kilchbergern, Epineys usw. sind unterste Schublade. Sie definieren das Niveau des Schweizer Fernsehens.

  36. Yannik Holenstein sagt:

    Richtig erkannt. Das lineare Frontal-Fernsehen wird mittelfristig aussterben. Das Produzieren von medialen Inhalten ist heutzutage dank der technischen Möglichkeiten extrem viel günstiger und damit demokratischer geworden. Das heisst aber auch, man sollte endlich die Grundsatzdiskussion führen, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch ein zwangsfinanziertes Staatsfernsehen braucht, welches selektierte und vorgekochte Kost serviert, wenn man doch heute die Möglichkeit hat, sich direkt an der Quelle zu informieren? Viele junge Leute, mich eingeschlossen, konsumieren keine Inhalte der SRG. Es ist nicht einzusehen, wieso dieser Moloch auf meine Kosten noch mehr ausgebaut werden soll.

  37. Max Brillo sagt:

    Wer es aushält, TV-Werbung zu schauen stellt bald einmal fest, welche Zielgruppe hier angesprochen werden soll: gefühlte 50% der Spots werben für Medikamente wie Rheumasalben, Schmerzmittel, Wärmepflaster. Ebenfalls beliebt sind Functional Food und Diätprodukte sowie Krankenkassen und Reisen und immer wieder der unverwüstliche Herr Fischer. Die TV Werbezielgruppe ist ganz klar die Altersgruppe zwischen 50 und 100. Werbung für die Generation unter 30 findet nicht statt. Zwischen 30 und 50 höchstens vereinzelt. Das TV Programm passt sich natürlich dieser Werbezielgruppe an, nicht etwa umgekehrt. Dies findet aber nicht nur bei SRF statt, sondern auch bei ARD, ZDF, ORF, BBC usw.

  38. Rudolf Albonico sagt:

    Und die Billag-“Gebühren” werden abgeschafft. Service public ist eine Staats-Aufgabe und soll aus Steuergeldern bezahlt werden. Vielleicht müssen dazu die Steuern leicht erhöht werden – Steuern, im Gegensatz zu Gebühren, nehmen Rücksicht auf die Einkommen.

  39. Christoph sagt:

    Die Lösung soll im Verlust der Netzneutralität liegen? Nein danke.

  40. Daniel Berger sagt:

    Ein guter Beitrag von Frau Forrer – wenn auch nicht zu Ende gedacht. Warum? Wie richtig beschrieben muss das Angebot für diejenigen bereitgestellt werden, die sich nur noch im Web bewegen, also auch für News, Sendungen etc. statt die Zeitung oder den TV das Tablet oder Smartphone in die Hand nehmen (dies betrifft aber nicht nur die Generation Y!). Allerdings dürfen Formate wie die angesprochene Arena nicht à la “20min” Aufbereitet werden. Es muss gedacht, diskutiert, debattiert etc. werden, um sich eine fundierte Meinung machen zu können – und dies ist mit einem “best-of” einfach nicht möglich!

  41. Tek Berhe sagt:

    Seit der berühmtesten Praktikantin Lewinsky, die bleibende Spuren in der Politik und der Gesellschaft, hinterlassen hatte dürfen diese Medienpolitik machen :-). Mir fehlt der Zusammenhang zur Autorin. Ist sie eine Uni-, FH-, HF- oder MAZ-Praktikantin? Oder gar eine Schnupperstiftin? War das einmalig oder wird sie uns auf die Dauer erhalten bleiben?

  42. M. Feller sagt:

    Absolut gleicher Meinung! Das Konsumverhalten gilt auch heute schon für einen Teil auch für Leute wie ich zwischen 50-60 Jahre! Das lineare Fernehen ist nur noch ein Dinosaurier in der digitalen Welt. Selbst mein Vater (83) schaut heute so TV via Internet.

  43. Beat sagt:

    hunderte Leute in einem Zug mit Internet zu versorgen ist technisch unmöglich. Die Lösung heisst Poadcast, man lädt die TV-Sendung zu Hause als Poadcast runter und sieht sich die Sendung im Zug an.Ich verwende dazu BeyondPdd, damit kann man alles ganz einfach automatisieren.

  44. Julien Frack sagt:

    Der artikel ist ja sicher gut gemeint und meiner Meinung nach grösstenteils auch richtig. Ich möchte aber energisch darauf hinweisen, dass ich doch sehr hoffe, dass man mir meinen Content nicht in kleine Happen zerhächselt, nur damit die 20-Minuten Generation kognitiv nicht überfordert wird. Auch möchte ich sagen, dass das Mobile Netz einfach noch nicht soweit ist, um nur schon Audio-Podcasts zu übertragen. Wenn man sich etwas organisiert, kann man das auch recht schmerzfrei zuhause vorladen. Ich würde auch nicht zu sehr darauf hoffen, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Und wenn es dann soweit ist, haben wir schon alle auf 4K umgestellt. Kabel wird immer mächtiger sein als heisse Luft!

  45. Roland KOLIN sagt:

    Das ganze ist viel einfacher. Das Medium Fernsehen hat sich überlebt, bloss will man das in Bern und in Leutschenbach immer noch nicht wahrhaben.

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