Haben Sie noch den Überblick, um was es in der Eurokrise genau geht? Dieses Video erklärt (fast) alles.
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Ach, Europa!
Mark Dittli am Dienstag den 28. Februar 2012Banker, Politiker, Banker – ein Lehrstück
Markus Diem Meier am Freitag den 18. November 2011
Eine Geschichte aus dem neuen Zeitalter seit der grossen Finanzkrise: Jon Stewart erzählt in seiner kultigen Daily Show, wie Jon Corzine, einst Chef der ebenfalls kultigen Investmentbank Goldman Sachs den Weg in die Politik fand, dort die Finanzbranche härter an die Kandare nehmen wollte, dann mit der Bank MF Global erneut Banker wurde, seine Ansichten als Politiker über Bord warf, auf europäische Staatsanleihen setzte und am Ende der Geschichte Pleite ging – ok, nicht er ging natürlich pleite, «bloss» die Bank.
Besuch von Keynes, Friedman, Hayek und Krugman
Markus Diem Meier am Dienstag den 8. November 2011Zu Gast heute bei NMTM: Zuerst John Maynard Keynes, der uns erklärt, welche Erleichterung das Ende des Goldstandards darstellt. (Kenner unseres Blogs wissen, was der Goldstandard mit der heutigen Lage ganz besonders in Europa gemeinsam hat. Für alle anderen hier oder hier.)
Schliesslich kommt Milton Friedman zu Wort – einer der beiden berühmtesten Kritiker von Keynes. Allerdings gibt er Keynes Recht, was die Probleme des Goldstandards betrifft, die er auch erklärt. Problematisch findet er an Keynes Theorie vor allem die Anwendung in der praktischen Politik. Politiker würden selbst dann noch über die Staatsausgaben die Konjunktur ankurbeln wollen, wenn keine Deflationskrise mehr vorherrsche, einfach weil ihnen das ohnehin stets naheliege.
Auch Keynes zweiter wichtiger historischer Gegenspieler Friedrich Hayek nimmt Stellung zur Ursache der Weltwirtschaftskrise. Hayek meint, sie gehe auf eine Goldbindung zu falschen Paritäten zurück. Thema bei ihm ist aber auch Keynes’ Hauptwerk, die «General Theory», die er natürlich für falsch hält. Besonders interessant ist aber, was er zur Ansicht von Keynes über die Keynesianer der Nachkriegsjahre sagt. Er meint lobend, Keynes habe ihm gegenüber noch kurz vor seinem Tod klar gemacht, dass seine Rezepte sich explizit auf die Umstände der Weltwirtschaftskrise bezogen hätten. Nach dem Weltkrieg habe er die Ansichten jener explizit nicht geteilt, die sich auf ihn beriefen und selbst dann auf höhere Staatsausgaben zur Stimulierung gesetzt hätten, als Inflation gedroht habe.
Paul Krugman nimmt kurz Stellung anlässlich der von ihm verfassten Einführung zu Keynes Hauptwerk – hier ist sie (PDF). Er betont, dass Keynes Vorstoss damals vor allem dem Zweck gedient hat, die Welt vor dem Abstieg in die Barbarei zu bewahren. Stalinismus, Faschismus und Nationalsozialismus galten überall für viele als valable Alternativen zu einem für gescheitert gehaltenen Kapitalismus. Krugman betont aber auch, welche grosse Bedeutung die intellektuelle Leistung von Keynes bis heute hat:
Die heutigen wirtschaftlichen Umstände – vor allem in den USA – gleichen wieder in Vielem jenen während der grossen Depression – wenn auch bisher nicht im gleichen Ausmass. Es lohnt sich die alten Grössen wieder zu konsultieren, ganz besonders vor dem Scheitern der dominierenden Makroökonomischen Strömungen der jüngeren Vergangenheit.
Taleb und der neue Klassenkampf
Markus Diem Meier am Mittwoch den 19. Oktober 2011Das Video funktioniert hier leider nicht mehr und wurde daher gelöscht. Abrufen kann man es aber weiterhin hier per Bloomberg-Seite.
Der Autor des Schwarzen Schwans äusserst sich im obigen «Bloomberg»-Interview zur «Occupy Wall Street»-Bewegung. Im Zentrum seiner Aussagen steht die Entwicklung und der Zustand der Finanzbranche. Trotz der Länge des Videos und der nicht zu überspringenden Werbung am Anfang ein unverzichtbarer Beitrag!


Markus Diem Meier (Jg. 1963) ist stellvertretender Chefredaktor der «Finanz und Wirtschaft» und leitet das Onlineportal
Tobias Straumann (Jg. 1966) ist Wirtschaftshistoriker mit Spezialgebiet Finanz- und Währungsgeschichte. Er lehrt an den Universitäten Basel und Zürich.
Mark Dittli (Jg. 1974) ist Chefredaktor der 

































