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Der wahre Zweck von Bernankes Entscheid

Markus Diem Meier am Freitag den 3. Februar 2012
Ben Bernanke, Januar 2012. (Bild: Reuters)

Hat den Leitzins bis 2014 festgelegt: Fed-Chef Ben Bernanke, Januar 2012. (Bild: Reuters)

Ein Blick in die USA – genauer auf den «Zinsentscheid» der US-Notenbank «Federal Reserve». Wir erinnern uns: Der US-Leitzins – das heisst die «Federal Funds Rate» – liegt seit Dezember 2008 faktisch bei null Prozent, genau genommen zwischen 0 bis 0,25 Prozent. Der wichtigste Entscheid von Fed-Chef Ben Bernanke und den anderen Mitgliedern des für die Geldpolitik zuständigen «Federal Open Market Comittee» FOMC lag darin, schon jetzt festzulegen, dass der Leitzins voraussichtlich bis 2014 auf dem gegenwärtigen Tiefstniveau bleiben wird. Hier der entscheidende Abschnitt aus der Verlautbarung des Fed (Hervorhebung durch mich):

To support a stronger economic recovery and to help ensure that inflation, over time, is at levels consistent with the dual mandate, the Committee expects to maintain a highly accommodative stance for monetary policy.  In particular, the Committee decided today to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and currently anticipates that economic conditions including low rates of resource utilization and a subdued outlook for inflation over the medium run are likely to warrant exceptionally low levels for the federal funds rate at least through late 2014.

Was bedeutet diese Aussage, bzw. was will das Fed damit bezwecken? Es geht um eine Steigerung der Inflationserwartungen.

Der Reihe nach:

  • In normalen Zeiten senkt eine Zentralbank den Leitzins, wenn der Wirtschaftsmotor lahmt. Das erreicht sie über eine Ausdehnung der Geldmenge. Die Folge ist, dass alle Zinsätze in der Wirtschaft fallen. Das verbilligt die Aufnahme von Krediten und Hypotheken und damit auch die Kosten für Investitionen und Hauskäufe. Zu guter letzt fällt dadurch auch der Wert der eigenen Währung, was den Exporten Schub verleiht. Kurz: Eine Ausdehnung der Geldmenge (bzw. das Senken der Leitzinsen) ist in gewöhnlichen Zeiten das am besten geeignete Instrument zur Bekämpfung einer Rezession.
  • Dies sind aber keine gewöhnlichen Zeiten. Die USA steckt in einer Liquiditätsfalle bzw. in einer «Balance Sheet Recession». Was das bedeutet in aller Kürze: Der erste Begriff bezeichnet eine Situation, in der das Geld der Zentralbank gar nicht in die Wirtschaft fliesst und diese kaum eine Möglichkeit hat, daran etwas zu ändern, gerade weil sie die Zinsen gar nicht mehr senken kann. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag. «Balance Sheet Recession» verweist auf einen wichtigen Grund für diese Machtlosigkeit der Zentralbank: Wenn die Privaten stark verschuldet sind, verwenden sie neu zufliessendes Geld vor allem zum Abbau dieser Schulden und dann zum Aufbau eines Sicherheits-Finanzpolsters. Hier mehr dazu von Richard Koo, auf den der Begriff zurückgeht, dieses Buch von ihm geht noch ausführlicher darauf ein.
  • Den Zinssatz, den eine Zentralbank nicht unter null senken kann, ist genau genommen aber nur der Nominalzinssatz. Für die Praxis viel wichtiger ist aber der Realzinssatz – das ist der Nominalzinssatz abzüglich der erwarteten Inflationsrate (genau genommen nicht «abzüglich», aber diese Näherungsrechnung ist einfacher und ausreichend exakt). Ein Unternehmer, der eine Investition tätigt, vergleicht schliesslich auch, welchen realen Wert die erwartete Rendite daraus hat, das heisst – salopp gesagt – wie viele Brötchen er dafür kaufen kann. Ebenso betrachtet er die Kosten für die Investition.
  • Den Realzins kann eine Zentralbank also dann senken, wenn es ihr gelingt, für eine höhere erwartete Inflation zu sorgen. Ein Beispiel: Erwarten die Leute eine Inflation von 3 Prozent  und beträgt der Nominalzins zum Beispiel 2 Prozent, dann verlieren jene, die zu diesem Zinssatz Geld ausleihen real (das heisst zum Beispiel in Brötchen gemessen, die sie mit dem Zinserlös kaufen können) 1 Prozent. Umgekehrt bezahlen jene, die das Geld unter diesen Bedingungen aufnehmen, einen Realzins von -1 Prozent. Sie erhalten also noch Brötchen dafür, dass sie Geld ausgeliehen haben.
  • Wenn eine Zentralbank die Geldschleusen zu lange weit offenlässt, dann steigt das Risiko einer steigenden Inflation. Indem Bernanke und das FOMC jetzt sagen, sie würden die Leitzinsen bis 2014 so tief belassen, wie im Augenblick, dann wollen sie genau diese Erwartung damit schüren. Gelingt ihnen das, fällt der Realzins. Das Horten von Geld – siehe Liquditätsfalle – wird weniger attraktiv, das Investieren wieder attraktiver und die Last der noch immer sehr hohen privaten Verschuldung sinkt ebenfalls. Darin besteht der Zweck der jüngsten Beschlüsse. Dass das Fed gleichzeitig ein weiteres «Quantitative Easing» als mögliche Politik in Betrachtung zieht (zu den letzten solchen Schritten mehr hier), dient ebenfalls diesem Erwartungsmanagement.

Und wie steht es um den Auftrag (auch) der US-Zentralbank, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Auch dazu hat das Fed sich beim letzten Treffen geäussert. Hier die entsprechende Verlautbarung, hier die entscheidenden Zeilen daraus (Hervorhebungen von mir):

The inflation rate over the longer run is primarily determined by monetary policy, and hence the Committee has the ability to specify a longer-run goal for inflation. The Committee judges that inflation at the rate of 2 percent, as measured by the annual change in the price index for personal consumption expenditures, is most consistent over the longer run with the Federal Reserve's statutory mandate. Communicating this inflation goal clearly to the public helps keep longer-term inflation expectations firmly anchored, thereby fostering price stability and moderate long-term interest rates and enhancing the Committee's ability to promote maximum employment in the face of significant economic disturbances.

Das Fed will also die Inflation auf 2 Prozent beschränken. Beachte: Die Europäische Zentralbank EZB und die Schweizer Nationalbank sehen 2 Prozent nicht als Zielwert, sondern als obere Grenze. Dennoch, wie geht auch ein solcher Zielwert des Fed zusammen mit der Absicht, die Inflationserwartungen zu erhöhen? Die Lösung des Rätsels liegt in der Absicht, diese Inflationsrate langfristig einzuhalten, kurzfristig sind Abweichungen damit nicht ausgeschlossen. Ein langfristiges Inflationsziel ist tatsächlich eine ziemlich verblüffende Idee, wie auch Lorenzo Bini Smaghi, bis vor kurzem Mitglied im Führungsgremium der EZB, diese Woche konsterniert in der «Financial Times» festgehalten hat:

This differs from most other central banks in advanced economies, where price stability is targeted over a horizon of two to three years. The reason for focusing on the medium term is that inflation forecasts over a longer period are not very reliable... In particular, the link between the inflation forecasts and the policy decision is unclear. What should market participants derive from a published inflation forecast above the two per cent target in the long run (but not necessarily over the next two years)? Should they expect a tightening to take place? And when? The long run is not a “policy-relevant” time horizon and thus has little value for those attempting to understand the central bank’s next moves.

Wie Bini Smaghi feststellt, schliesst ein langfristiges Inlationsziel von 2 Prozent eben keine Inflationserwartung von mehr als 2 Prozent aus. Bei einem enger gefassten, kurzfristigen Inflationsziel von maximal 2 Prozent, wie bei der EZB und der SNB, ist das aber weit schlechter möglich. Was aber ist dann der Zweck dieses langfristigen Inflationsziels? Die US-Zentralbank will zwar die Inflationserwartungen steigern, aber sie will die Inflation auch nicht explodieren lassen. Mit der Festlegung auf das langfristige Ziel einer Inflation von 2 Prozent macht sie genau dies klar. Der Marktbericht «Liquid Insight» der «Bank of America» vom 27. Januar bringt das auf den Punkt:

What about the tail risk of runaway inflation expectations? The Fed addressed this tail risk by communicating a headline PCE target of 2% as its long term inflation goal. This serves to anchor long-term inflation expectations, while allowing short-term inflation to rise from current low levels, thus influencing the term structure of inflation expectations. Note that by specifying the symmetrical nature of the Fed’s dual mandate (equal weight to both the unemployment and inflation goals), the Fed has indicated that their willingness to let short-term inflation rise even as longer term expectations are constrained.

Das eigentliche Problem der Übung besteht angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage weniger darin, dass die Inflation demnächst explodiert, sondern vielmehr darin, ob die Inflationserwartungen auch tatsächlich steigen. Denn in einem gewissen Sinn muss es der Notenbank gelingen, glaubhaft zu versprechen, «unverantwortlich» zu sein. Unverantwortlich in dem Sinn, dass man ihr auch wirklich glaubt, dass sie die Inflation auf Raten von mehr als 2 Prozent ansteigen lässt:

In a liquidity trap monetary policy does not work because the markets expect the bank to revert as soon as possible to the normal practice of stabilizing prices; to make it effective, the central bank must credibly promise to be irresponsible, to maintain its expansion after the recession is past.

Obige Aussage stammt vom Nobelpreisträger Paul Krugman aus dem Jahr 1998, doch die Debatte ist wieder brandaktuell – hier mehr dazu.

Hier noch, wie Ben Bernanke die Stossrichtung des Fed der Presse erklärt. Selbstverständlich hat er sich davor gehütet, direkt das Ziel von höheren Inflationserwartungen zu verkünden.


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42 Kommentare zu „Der wahre Zweck von Bernankes Entscheid“

  1. Alle demnach ist die USA nicht auf die Rosen gebettet eher auf dessen Dornen. Die Unbekümmertheit des durchschnittlichen Amerikaner der von Wirtschaft nicht viel versteht, wird davon nicht viel merken, und wenn müssen Sie das wieder den Kommunisten und Sozialisten in der Welt zu verdanken haben. Genau was Sie von den Regierenden und Milliardären in Amerika zu hören bekommen. So einfach ist Amerika zu regieren, doch in der nahen Zukunft haben die Dornen Vorrang auch in Amerika dem (gelobten Land)

  2. Anh Toan sagt:

    Der “Erfolg” der US Volkswirtschaft beruht seit seit ca. den 70er Jahren auf dem Prinzip, sich im Ausland zu verschulden, zur Finanzierung des eigenen Konsums, bzw. des Defizits zwischen Konsum und Produktion: Die Schulden werden jedoch nicht zurückbezahlt, sondern mit der Notenpresse entwertet.

    Solange der USD Weltreservewährung ist, spielen die Amis dieses Spiel, es funktioniert zu gut (für sie): Zumindest einen Teil der Rechnung für ihren Konsum zahlen die Anderen. Wie lange noch?

    • jean pierre sagt:

      Den Erfolg den sie ansprechen gibt es nicht. Einzig die Finanzbranche kann mit dem Exportschlager USD profitiert. Grosse Teile der Produktion wurden dank dieser Fiskalpolitik ausgelagert und Sparer wurden mies abgestraft! Das System der Zentralbanken widerspricht dem Freiheitsgedanken des Kapitalismus ganz deutlich, denn diese sitzen mit den Banken am selben Tisch und machen Banken-Fiskalpolitik. Wer kann sich schon vorstellen dass ein amerikanischer Präsident die 1,7 Billionen Schulden bei der Fed als ungültig und nicht zulässig erklärt und sie aus dem Budget streicht? RON PAUL 2012 alles andere ist stupide Propaganda und auch die Zeitungen bei uns sind ganz klar auf einer schiefen Bahn bezüglich rationaler Recherche. Welcher Wirtschaftjournalist kritisiert denn heute noch dieses ach so falsche und trügerische System unserer Institutionen?
      Der USD wird als Weltleitwährung abgesetzt werden. Ich persönlich rechne mit einer Neueinführung einer Währung welche dann global geregelt wird, damit die Abzocke nicht mehr national verhindert werden kann. Leider schaffen wir dies heute nicht einmal national.. wie sollen wir uns den gegen den IWF und die Weltbank, welche meiner Meinung nach dieses Mandat übernehmen werden, wehren?
      Falls Sie diesen Kommentar lesen, beschäftigen Sie sich doch einmal mit dem Grund der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
      Sie werden merken, dass es auch damals um eine Abzockerwährung ging wie dem heutigen Dollar.

      Der Verlauf einer zerfallenden Währung lässt sich auch aus der Geschichte veranschaulichen: plötzlich wird das Vertrauen schwinden und die Märkte werden nicht mehr in Dollar handeln, dann wird den Amis wieder nichts einfallen ausser Geld zu drucken, was wohl oder übel zur Hyperinflationierung führen wird.

      Das gute an diesem Thema ist, dass es nicht um “links” oder “rechts” Denken geht. Vielmehr wird man bei genauerem hinsehen feststellen, dass alle verarscht werden. (Ja auch wir haben eine Fiat-Währung) Leider lenken Medien, Parteien und die sonstig vorherrschenden Paradigmen immer gerne vom Kernthema ab, ja sie ignorieren es gar gänzlich. Egal ob SVP, SP oder wie sie auch immer heissen, ohne Druck aus der Bevölkerung wird das Spiel brav weiter gespielt. Man appelliert ans Sparen und sagt dem Schuldenmachen den Kampf an, doch gleichzeitig lenkt man die Zinsen künstlich zu Gunsten der Verschuldeten, verhindert den Anreiz des Sparens und zerstört sogar die Vermögen der Gesellschaft.

      Ein Appell richte ich noch an die linken wohlwollenden Menschen in unserem Land, zu welchen ich vieler meiner Freunde zähle.
      Bitte hört auf zu glauben, dass eine Gruppe von Menschen (Staat) den Menschen (Bürger) jene Dienste zur Verfügung stellen kann, welche diese nicht selbst erlangen können. Wenn es der Einzelne aufgrund seiner nicht zukunftsorientierten Handlungen nicht schaffen kann (von diesem Paradigma gehen alle Linken aus und rechtfertigen damit den grössten Teil des Staates), wie soll dann eine Gruppe von Menschen genau jenes Ziel für die Allgemeinheit gewährleisten können, wenn sie ja nicht einmal fähig sind genau jenes Ziel für sich selbst zu erreichen.
      Man sieht heute, dass es nicht möglich ist. Nun ist die Allgemeinheit verschuldet, da ja dieser schöne Staat seine unmündigen Bürger ja so sehr unterstütz bei all diesen Dingen die wir ja selber nicht erreichen können. Welch ein getrübtes menschenverachtendes Bild muss man haben um solche Positionen überhaupt einzunehmen.

      Ich bin 23 Jahre alt und ich glaube noch immer an den Menschen, auch wenn ich schon so einige Endtäuschungen erleben durfte. Schliesslich sind es immer noch Menschen welche diesen Planeten zu einem guten oder schlechten Ort gestallten, deshalb müssen wir selber den Zapfen aus dem Arsch ziehen und den Politikern und Interessenvertretern der Minderheit den Wind aus den Segeln nehmen.
      Cheers!

      • Anh Toan sagt:

        @jean-pierre: Ich bin fünzig und glaube noch immer an die Menschen, Kommentare wie Ihrer machen mir Mut für die Zukunft.

      • Der Linke ohne Staatsallüren sagt:

        Ach Jean Pierre! Was Sie da als 23 Jähriger als “revolutionäres Denken” auftischen ist doch genauso kalter Kaffee, wie ihr kritisiertes links-rechts Schema. Der Kapitalismus funktioniert eigentlich…aber die bösen bösen Menschen können sich einfach nicht der perfekten Maschine einpassen und sollten deswegen am besten entweder sich in Luft auflösen oder Ron Paul unterstützen. Aber ja…die Zentralbanken sind an allem Schuld und Allan Greenspan war doch auch ein Jude und eine Bürgerrevolution muss her gegen die bösen Politiker, die doch überhaupt nicht dem Kapital gehorchen, sondern nur dem Bankenkapital, da sie nunmal ein faible für Banken haben, da Banken nun mal so zwielichtige Gestalten wie sie selber sind oder so.

    • Anh Toan sagt:

      Ein Lincoln Continental verschaffte in den 60er das Reichtumsimage für USD 10’000.00, heute gibts dafür die erste Rate.

  3. Vinxi Joy sagt:

    Das Problem liegt grundsätzlich bei den Ökonommen. Es gibt einfach zu viele davon, die die Realität schlicht ignorieren. Alles mit Jargon einpacken, hochpolieren, rechtfertigen… und schon ist der Mist salonfähig. Warum nicht endlich die Wirtschaft bodenlos und unverschämt besteuern? Wer glaubt noch – weiter machen und alles wird gut???

  4. Karin Gut sagt:

    Jahrzehntelang lag das 3-Jahres-Mittel der US-Inflation auf 2%, 3%, 5% oder noch höher, mit dem schönen Nebeneffekt des stetigen Wegschmelzens der Verschuldung.
    Wie krank muss eine Volkswirtschaft sein, dass die Zentralbank in Panik gerät, wenn die Inflation auf 1% sinkt?

  5. Andres Müller sagt:

    Herr Diem Meier, für einmal teile ich ihre Analyse in vollem Umfang, vermutlich ist das so von der FED gedacht bei allen Analysten angekommen. Mit dem Festlegen der tiefen Zinsen hat sich die FED selbst einem Werkzeug zur Inflationsregulierung entzogen -mit voller Absicht. Ich habe deshalb hier vor einigen Wochen den Zustand der nun folgt als crash up boom bezeichnet, weil mit dem Druck zu Inflation gewisse Aktien und Rohstoffe sehr interessant werden, nicht aber leider Direktinvestition in die Realwirtschaft. Während die Realwirtschaft in der Falle der Überproduktion festsitzt, wird sich die Finanzwrtschaft durch die QE-Blase etwas erholen, auf Kosten des realen Wert von Fiat Money.
    Ich hatte vor Wochen vorausgesagt das die Reichen mit guter Vermögensverwaltung in der Mitte 2012 ca. ein 25% höheres Vermögen haben werden, das heisst dass die Investoren die auf Aktien und Rohstoffe setzen sich vor der Inflation schützen können.

    Dass ihre Analyse geteilt wird in den Märkten sieht man an den Rohstoffinvestitionen. Nach Einschätzung von JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs fliesst derzeit so viel Kapital in Rohstoff-Investments wie zuletzt vor sechs Jahren. Dieser Zustand wird dazu führen dass etwa Silber bis 50US$ steigen könnte und Gold auf 2100 US$. Über alle Rohstoffe hinweg haben wir übrigens seit Ende Dezember 2011 tatsächlich diese 2% höhere Bewertung gegenüber dem US$ bereits erreicht -nach nur einem Monat. Würde der boom weiter anhalten, so erscheint mir meine Prognose von 25% höheren Vermögens bei den Reichen für Mitte 2012 nicht abwegig. Im Gegensatz zu den Reichen, die ihr Vermögen aktiv verwalten lassen, ist bei den Kleinsparern auf den Giro ein Vermögesverlust von etwa 10% zu erwarten, weil Fiat Money real an Wert einbüssen wird. Vorerst versteckt sich dieser Verlust infolge des Wettbewerb in der Realwirtschaft, das heisst die Produzenten und Verkäufer werden die reale Entwertung nicht 1:1 an die Kunden weiter geben können -noch nicht. Es dürfte einige Monate dauern bis dass sich die höheren Rohstoffpreise auch langfristig im Warenkorb durchsetzen.

    Alle diese Entwicklungen lösen die Probleme der Überproduktion aber überhaupt nicht, denn der reale Kaufkraftverlust der Konsumenten dürfte die Situation gegen Ende 2012 wieder verschärfen. Nach der Vertrauenskrise in den Staat folgt somit dann der Vertrauensverlust in die Notenbanken – meist ist die Folge davon hohe Inflation und steigende Arbeitslosigkeit. Nur durch eine ausgedehnte Investitionstätigkeit der westlichen Staaten sowie Reichtumssteuern könnte der Kollaps noch aufgehalten werden. Es sieht aber nach dem Gegenteil aus -die vom IWF geforderte Steigerung des Wachstums wird durch die Sparprogramme in Europa nicht erreicht -das Merkel will den Vorteil für Deutschland durch Lohndumping zugunsten der Exportwirtschaft nicht aufgeben.

  6. Thomas Gerber sagt:

    Endlich kommen die Gedanken von Silvio Gsell, Fritz Schwarz und der Freiwirtschaft wieder zum Vorschein.
    Aktueller denn je !!!
    Alle Veröffentlichungen wie das” Experiment von Wörgl,” Vorwärts zur festen Kaufkraft des Geldes und zur Zins befreiten Wirtschaft.”
    “Segen und Fluch des Geldes in der Geschichte der Völker” wurde soeben in einer überarbeiteten Neuauflage 2012 veröffentlicht.
    Über den Autor Fritz Schwarz gibt es auch einige sehr interessante und humorvolle Bücher wie ” Wenn ich an meine Jugend denke” und ” Fritz Schwarz – Lebensbild eines Volksfreundes.”
    Alle diese Veröffentlichungen werden vertrieben vom:
    SYNERGIA VERLAG
    Erbacher Str. 107
    64287 Darmstadt,
    http://www.synergia-verlag.de
    Thomas Gerber

  7. Maurice sagt:

    Vielen Dank für Ihre sehr gut erklärten Theorie. Ich verstehe, dass man die erweiterte Geldmenge zu einem späteren Zeitpunkt wieder abschöpfen kann sodass keine Inflation entsteht. Mir ist es aber nicht verständlich wie man das im US Fall machen will, da sie die Geldmenge schon lange erhöht und frühstens im 2014 wieder beginnt abzuschöpfen.
    Sollte dies nicht so einfach möglich sein, bleibt die geschaffene Geldmenge im System und das Infationsziel kann nicht eingehalten werden.
    Zudem ist die Inflationsrate wie wir sie kennen teilweise veraltet, da von geschlossenen Wirtschaftskreisläufen ausgeht. In der USA werden aber viele Konsumgüter importiert und diese können nicht sind eher einem Wertezerfall ausgesetzt. Hingegen kann die Inflation zum Beispiel beim Häusermarkt oder an der Börse gut sehen. Dorthin gelangt vielfach das überschüssige, gedruckte Geld.
    Deshalb finde ich auch, dass die Notenbanken vorallem Symptombekämpfung betreiben und die Probleme nicht wirklich angegangen werden. Die Krise ist noch lange nicht vorbei.

  8. Marcel Zufferey sagt:

    Hofft Bernanke mittlerweile auf (wenigstens) 2 Prozent Inflation? Die FED hat praktisch jeden Einfluss auf die volkswirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten verloren. Zinsen auf Null, QE’s bis zum Abwinken, Lender of Last Resort, Bad Banking für Toxic Assets… fertig, ausgeschossen: Das ist wirklich bemerkenswert! Die Japanisierung der amerikanischen- und bald auch unserer?- Volkwirtschaften hier in der alten Welt schreitet munter voran. Der Westen- oder zumindest Teile von ihm- werden eine lange Phase wirtschaftlicher Stagnation erleben, bei rekordtiefen Zinsen, versteht sich. Das ist angesichts der historischen Konstellation eine interessante Mischung!

  9. Michael Schwarz sagt:

    Die Theorie der direkten Korrelation zwischen der Inflation und Wachstum kann bis heute nicht empirisch bewiesen werden. Das billige Geld und tieferer Zins funktionieren nur wenn das Vertrauen der Investoren, an der US-Regierung und Stabilität des Dollars vorhanden ist. Das ist leider in der Situation der Liquiditätsfalle nicht der Fall, weil die Liquiditätsfalle entstand aus dem Verlust des Vertrauens, es ist nicht das Problem der mangelnden Liquidität, sondern eher zu viel Liquidität.

    Bernankes Geldpolitik hat im Markt Schock ausgelöst, dieser Schock können wir eindeutig spüren mit starken Franken und Rückgang der Exportpreise. Die Inflation ist genau das, was in Liquiditätsfalle nicht haben darf, weil durch massive Ausweitung der Liquidität, wird die Märkte destabilisiert, und die Marktmechanismen ausser Kraft gesetzt, dies wird zum massiven Ungleichgewicht und Marktversagen führen.

    Bernanke sehe die Problematik eher einseitig, das führt zu Problemen. Vor allem in letzten zwei Jahren haben die Geldpolitik Bernankes zum Hemmnisse der Privatinvestition geführt, weil der Zerfall des Dollars für die langfristige Investition – Investition in Realwirtschaft, gigantisches Risiko darstellt, somit ist die USA für Investoren nicht mehr attraktiv.

    Bernankes expansive Geldpolitik hat die eignen und ausländischen Investoren vertrieben, Rohstoffpreise und Ölpreise explodieren liessen, dies wiederum muss die USA immer mehr Dollar aufwenden, die Rohstoffe, Öl und Waren aus Ausland einzukaufen, das bremst die Erholung der eignen Wirtschaft.

    Viele Ökonomen vertreten der Meinung des schwachen Dollars, nach zwei Jahren können wir heute sagen, der schwachen Dollar hat die USA mehr Leid, Armut und Kaufkraftverlust verursacht, trotzdem des schwachen Dollars kann die USA die Handelsdefizite mit Schwellenländern nicht abbauen. Im Gegenteil, der hat einen Handels- und Währungskrieg zwischen den Schwellenländern und USA ausgelöst, dies eigentlich von Obama und Geithner beabsichtig war.

    Die Inflation in Liquiditätsfalle verursacht Instabilität, weil die Investition nicht durch Inflation zwingbar ist, in einer globalisierte Wirtschaft – das Kapital ist absolut mobil, die hängt nicht nur vom Faktor des billigen Geldes allein ab, das Vertrauen in der Wirtschaft, Menschen und absolute Rentabilität sind viel wichtiger als nur billiges Geld. Der Fed hat in letzten zwei Jahren genau das Gegenteil erreicht, was er beabsichtig hatte. Die Gleichung Inflation => Wachstum besteht nicht, das ist der grösste Irrtum unter den Ökonomen. Über dieses Thema schreibe ich seit zwei Jahren, die USA muss endlich anfangen zu sparen, weil wir in nächsten zehn Jahren mit geringem Wachstum rechnen müssen, deshalb ist Bernankes Geldpolitik eine Irrweg.

    Nach Tayler-Regel ist der Zins in den USA viel zu tief. Die Ursache der Krise war die lockere Geldpolitik zwischen Q3.2002 bis 2006, der Zins unterhalb des Taylerskurves lag, dies hat schliesslich zur Destabilisierung geführt. Obwohl in diesem Punkt für Ben Bernanke klar war, wollte er nicht aus vergangenen Fehler lernen, er macht unbeirrt weiter, bis die Märkte wieder destabilisiert wird, nächstes Mal wird keine Rettung mehr geben, auch mit last of Ressort kann Fed die US-Wirtschaft nicht mehr retten.

    Wie ich seit mehr als einem Jahr schrieb, Ben Bernanke muss von seiner Verpflichtung als Chairman of Fed entbunden werden, ein Wirtschaftswissenschaftler, ohne empirische Erfahrung ist kein Wirtschaftswissenschaftler, sondern nur ein Akademiker, der in Uni den Studenten unbrauchbare Modelle beibringt – ein Lehrer, der unfehlbar ist.

    • Michael Schwarz sagt:

      Die internationalen Investoren lassen sich nicht von Ben Bernanke erpressen – der Beweis ist der Wertverlust des Dollars in letzten zwei Jahren. Die richtige Lösung wäre eine Kooperation mit eigenen und ausländischen Investoren, sie zu motivieren, in die USA zu investieren. Bis heute hat er immer noch nicht verstanden, wie die Wirtschaft in der Realität funktioniert. Die Wirtschaft funktioniert auf der Basis der Kooperation und Kommunikation, bzw. Austauschen von Gütern und Dienstleistungen. Das ist das Grundprinzip einer Wirtschaft – was noch schlimmer ist, dass er in der Öffentlichkeit Lügen erzählen. Im diesen Punkt kann die US-Ökonomen von Schweiz viel lernen, wie gesagt, entweder sind sie zu dumm zu lernen, oder wollen sie die Wirtschaft zwingen so zu funktionieren wie in Lernbüchern stehen.

      • Michael Schwarz sagt:

        Die langfristige Wechselkursentwicklung zwischen dem US-Dollar und Franken kann man als einen Indikator des Wohlstandes eingesehen werden. Der Wohlstand der USA ist seit 2001 im Verhältnis zur Schweiz und EU büsst massiv ein. Was auf die Unfähigkeit der Wirtschaftspolitiker, insbesondere die Unfähigkeit der Notenbankchef zurückzuführen ist.

        Wenn die Zentralbank auf den Indikator des Wohlstandes druck ausübt, wird der Wohlstand einer Nation nachhaltig zurückgehen, wie der Indikator selbst. Das hat offensichtlich keinen US-Ökonomen verstanden, welche Bedeutung des langfristigen Wechselkurses hat, nämlich ein Wohlstandsindikator. Bsp. der Franken ist nicht ohne Grund permanent überbewertet.

        • Andres Müller sagt:

          Wer sagt denn dass sich die Bilderberger Trilateral -Skull & Bones -Eliten für den Wohlstand der Masse interessieren? In der Praxis war die Politik der FED schon immer eine Geldfütterungsmaschine für die Finanzlobby. Bernanke hat doch wieder Erfolg, wie bereits Greenspan -der Reichtum der ersten 1% steigt jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich. Glauben Sie wirklich die Lehrbuch -Ökonomie sei auf die Schaffung eines allgemeinen Wohlstand ausgerichtet?

          • Michael Schwarz sagt:

            @Andres Müller:

            Mit Wissen und Reichtum kommt auch die Verantwortung gegenüber Menschen und Gesellschaft, das sollten Sie sich unbedingt merken. Die ökonomischen Lernbücher sind für die Schaffung allgemeines Wohlstands da, wenn nicht so wäre, wäre es sinnlos die Wirtschaft als Wissenschaft zu studieren.

            Genau in diesem Punkt hat Ben Bernanke versagt, weil er die Menschen, was zur Folg die Wirtschaft nicht verstanden hat. Wie ich in vorherigen Text schrieb, er ist ein Akademiker, der empirisches Verständnis der Wirtschaft fehlt. Er versteht nicht, dass die Umsetzung der ökonomischen Theorie etwas anderes ist, als die Theorie aufzustellen. Die Umsetzung ist eine Kunst und die Theorie ist der Verstand, die Kunst und Verstand kommen nur selten zusammen.

          • Andres Müller sagt:

            Herr Schwarz, ich studiere diese “Wissenschaft” wie ein Alien das aufdecken will ob es die Menschen Wert sind ihnen zum Überleben zu verhelfen. Gegenwärtig komme ich zum Schluss -die Menschheit steht wieder einmal vor dem Problem den Weg zur Selbstvernichtung einzuschlagen. Der Kapitalismus bildet den Kern der westlichen Ökonomie und sämtliche Standardwerke basieren noch immer auf sozialdarwinisischen Konzepten. Sozialdarwinismus kann nicht zu umfassendem Wohlstand führen -sie führt zu Konzentration der Vermögen. Die Linken sind mit ihrem “dritten Weg” genauso gescheitert wie die rechten Kräfte mit ihren neoliberalen Theorien.

          • Hefezelle Schnauzevoll sagt:

            @Andres Müller:

            Wenn Sie die Menschheit wirklich aus der äusseren Perspektive, also wie ein Alien, begutachten wollen, dann sollten Sie sich unbedingt fragen, was “Erfolg” und “Scheitern” bedeuten. Ich glaube jedes menschliche System ist immer ein “Erfolg”, auch wenn es nur die kurzfristige Optimierung des Ganzen darstellt. Die Menschheit als Ganzes ist nämlich nicht viel mehr als eine Art Schimmelpilz auf der Oberfläche des Planeten. Das Ziel dieses Schimmelpilzes ist es nicht, dass es der einzelnen Zelle gut geht, sondern dass der Schimmel robust überlebt. Was man als “Scheitern” wahrnimmt ist eine Dissonanz des einzelnen Individuums mit der Gesamtlösung, welche bei statistischer Signifikanz zu einer spontanen Phasentransformation in einen anderen “Erfolg” resultiert.

            Es ist leider nun einmal eine funktionierende Strategie, dass ein gewisser Prozentsatz toter Zellen als stabilisierendes Stützgitter dient, also kann es durchaus das Ziel des Schimmels sein diesen Prozentsatz durch ein geeignetes Betriebssystem sicherzustellen. Wenn Sie diese Schule fertigdenken und die zukünftige Ressourcenverknappung mitberücksichtigen, dann werden Sie die alternativlose Notwendigkeit von globalem Faschismus als die einzige Lösung der zukünftigen Gesellschaftsordnung entdecken.

            Ich bin kein Faschist, dennoch fürchte ich der Liberalismus und die Demokratien der vergangenen Jahrzehnte waren nicht nur eine historische Ausnahmesituation, sondern auch die sehr kurzfristige Optimierung des Systems in Anbetracht von Industrialisierung und hoher Erdölverfügbarkeit. Also einer enorm expansiven Energiepolitik und dem damit zusammenhängenden Luxus des Individualismus gekoppelt an die Beliebigkeit von Fehlallokation von Ressourcen.

            Später, wenn der individuelle Energieverbrauch durch das Wegfallen von Erdöl stark eingeschränkt sein wird, wird man entdecken, dass die Funktion unseres Zeitalter kaum etwas anderes war als der infrastrukturelle Aufbau eines globalen Computernetzwerks, über welches ein High-Tech-Faschismus realisiert werden musste damit der Schimmel unter der Nebenbedingung seiner intellektuellen Anforderungen an sich selbst überlebt. “Intellektuelle Anforderung” beinhaltet dabei auch die Fähigkeit das sozialdarwinistische Spiel zur Perfektion zu bringen, was in der Möglichkeit der globalen Selbstvernichtung gipfelte, sowohl wirtschaftlich wie auch kriegstechnisch.

            Sobald systemisch eingesehen wird, dass diese zwei “Geniestreiche” inkompatibel mit der Bedingung nach Überleben des Gesamtkonstruktes sind, ist ein Faschismus nicht mehr vermeidbar, denn jedes Individuum weiss intuitiv, dass es für die Lösung des globalen Problems nicht über genügendes Wissen und Fähigkeiten verfügt. Um sich nicht selbst ins hässliche Angesicht schauen zu müssen wird es einen vollständig stillschweigenden Konsens geben, dass man das globale Problem in einem entindividualisierenden Kollektiv angehen muss. Dies wird also Kollektivismus sein, die mentale Komponente von Faschismus, und er wird eine nach intellektuellen Fähigkeiten geschichtete Struktur enthalten um soziale Stabilität zu garantieren. Faschismus als Vereinigung von Staat und Wirtschaft wird der Notwendigkeit nach physikalisch machbarer Betreibung des Systems Tribut zollen.

            Kurz gesagt: Aldous Huxley hat es leider richtig gesehen, während George Orwell von einem energetisch zu aufwändigen und intellektuell zu armen Gleichgewichtspunkt ausging. Ich finde das alles schlimm, aber es drängt sich bei konsequentem Nachdenken einfach auf. Für jene, die es nicht aushalten und ihrem potentiellen Nachwuchs die genetische Vererbung ihrer Abneigung gegenüber Kollektivismus und Faschismus ersparen wollen, die pflanzen sich jetzt entweder besser nicht fort, oder aber springen gleich von der Brücke, sollten sie denn die Trostlosigkeit des Ausblicks nicht ertragen. Denn die Selbstablenkung von der Tristlosigkeit durch fehlalloziierende Annehmlichkeiten des täglichen Lebens wird schon bald global verboten sein.

  10. Linus Huber sagt:

    @ Michael Schwarz

    Sie sind ein Mensch, der das Problem richtig beurteilt. Ich teile Ihre Meinung uneingeschränkt.

    Diese Manipulationen der Währungen sollten unter Strafe gesetzt werden, es dient einzig dem Ziel, die notwendigen Abschreibungen auf Fehlinvestitionen der Allgemeinheit unterzujubeln.

  11. Baer sagt:

    Milton Friedman hatte die Grösse, 2003 in der Financial Times zuzugeben, dass die Geldmengensteuerung nicht funktioniert hat. HIldebrand wie auch andere Notenbanker offenbarten, dass sie die Geldmenge nicht kontrollieren können und es keinen stabilen Zusammenhang zwischen der Geldmenge (wie auch immer gemessen) und der Inflation (ditto) gab. Schön zu sehen, dass Keynesianer das Erbe der Monetaristen trotzdem weiter führen und monetaristisch argumentieren.

    “In normalen Zeiten senkt eine Zentralbank den Leitzins, wenn der Wirtschaftsmotor lahmt. Das erreicht sie über eine Ausdehnung der Geldmenge. Die Folge ist, dass alle Zinsätze in der Wirtschaft fallen.”

    • Andres Müller sagt:

      Die Geschäftsbanken sind die grössten Produzenten neuer Geldmengen. Diese machen aus 100 Euro die sie von der Notenbank borgen 10000 Euro, in Form von Krediten die sie vergeben (es entsteht Giralgeld aus dem Nichts auf das Konto der Kreditnehmer/gegen Zins). Da die Banken aber immer weniger Kredite vergeben bringt die Emission der Notenbanken nicht den gewünschten Erfolg. Das Geld wird von den Banken zwar aufgesogen, aber nur deshalb um die höheren Eigenkapitalforderungen erfüllen zu können. Die Politik hat leider nicht bemerkt dass Basel III lediglich erreicht hat dass die Banken das QE der Notenbank wie ein Schwamm aufsaugt und dann gegen Zinsen über Nacht weider bei der EZB bunkert. Oder dann fliesst das billige Kapital an die Aktienmärkte und Rohstoffmärkte um spekulative Inflation bei Derivaten auszulösen, oder dann beschäftigt man sich mit Währungsswaps und dergleichen- um im Hochfreeunzhandel den Anschluss nicht zu verlieren.
      Die Banker geben weniger Kredite an die Realwirtschaft aus weil wir es mit einer Wachstumskrise zu tun haben. Selbst die Konzerne der Realwirtschaft sitzen auf riesigen Vermögen, können es aber kaum investieren da die Menschen immer weniger kaufen wollen und können. Die von der Politik ständig geforderte Lohnschwere und der Sozialabbau haben erreicht dass die Wirtschaft nicht mehr wachsen kann. Die Exportnationen haben wiederum durch senkung der Lohnkosten die Abnehmerländer der Produkte vor den Bankrott getrieben -zusammen mit den Bankenrettungspaketen. Beschönigte Arbeitslosenstatistiken und getürkte Reallohnstatistiken verführen zum Glauben an Wachstum -aber diese Illusion kann man getrost denselben Quellen zuschreiben die bereits den griechischen Staatshaushalt beschönigt hatten.

      Fazit -Es bleibt bei Deflation -mit Ausnahme bei Aktien und Rohstoffen, sowie Luxusgütern, egal wieviel Geld die Notenbanken noch generieren.

  12. Andres Müller sagt:

    Die Inflationserwartung kann nur aufgehen wenn der Wirtschaftsmotor in den USA wieder anspringt, ansonsten haben wir weiterhin trotz Quantitative Easing eine erstauliche Tendenz zu Deflation. Aktieninfaltion und Rohstoffinflation (Resultat der Erwartung) stehen deflationären Tendenzen bei den Immobilien (Resultat der Realität) und anderer Grössen im Warenkorb gegenüber.

    Die Publikation der neusten Arbeitslosenstatistiken aus den USA lässt vermuten dass die Wirtschaft tatsächlich wieder ansteigt. Doch ich muss leider mitteilen dass diese Meldungen eine Täuschung sind deren Ausmass das Fass des Erträglichen zum überlaufen bringt. http://www.querschuesse.de/munchhausen-report/

    “Die saisonbereinigte Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) aus Civilian Labor Force Level (Erwerbsfähige, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) und dem Civilian Noninstitutional Population Level (erwerbsfähige Gesamtbevölkerung ab 16 Jahre) sank im Januar 2012 auf 63,7%. Bei der unbereinigten Erwerbsquote wurde sogar nur 63,4% im Januar 2012 erzielt.”

    Die Herausstreichung von Arbeitslosendaten die nicht wirklich geeignet sind um das tatsächliche Ausmass der Arbeitslosigkeit in den USA darzustellen muss ich als reinen Betrug einstufen. Die Inflationserwartung wird hier mit statistischen Tricks anzuheizen versucht in der Hoffnung das aus der Erwartung irgendwann eine selbsterfüllende Prophezeiung wird.

  13. Sie vertreten die These, die Fed habe mit der Veröffentlichung ihrer Einschätzung, dass die Leitzinsen bis Ende 2014 unverändert bleiben werden, die aktuellen Inflationserwartungen erhöhen wollen, also kurzfristig über das gleichzeitig verkündete Ziel von 2% hinaus, weil dieses nur langfristig gelten solle.

    Das erscheint auf den ersten Blick verwirrend, wird aber in seiner Bedeutung klarer, wenn man bei der Fed liest (von Ihnenr zitiert), dass sie unter anderem mit dem langfristigen Inflationsziel die langfristigen Zinsen beeinflussen möchte. Diese sind für aktuelle Investitionsentscheidungen wichtig, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen dringend gebraucht werden. – Zum Verständnis der Zusammenhänge ist zunächst wichtig, zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Inflationserwartungen zu unterscheiden. Sie gehen in die Anlageentscheidungen der Geldkapitalbesitzer ein, die Nominalzinsvereinbarungen treffen, aber einen realen Ertrag erhoffen, also die während der jeweils vereinbarten Laufzeit erwartete Inflation von den vereinbarten Nominalzinsen abziehen.

    Niedrige (2%) langfristige Inflationserwartungen führen zur Bereitschaft, Kapital auch zu verhältnismäßig niedrigen Nominalzinsen auszuleihen. Damit hofft die Fed offenbar eine Lösung für das schon von Greenspan beklagte Problem gefunden zu haben, dass es der Fed in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts zweimal nicht gelungen sei, die langfristigen Zinsen zu beeinflussen; damals strebte sie ihre Erhöhung an (FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG vom 23.09.2007, Seite 38).

    Beim Nachsinnen über die Bedeutung der Fed-Entscheidungen erinnerte ich mich außerdem daran, dass in der amerikanischen wissenschaftlichen Diskussion der letzten 10 Jahre der Vorschlag eine beachtliche Rolle gespielt hat, die Notenbanken sollten einen langfristigen Inflationspfad anstreben; die Inflationsraten seien einerseits immer etwas schwankend, sollten aber im längerfristigen Durchschnitt auf Linie bleiben. Damit war gleichzeitig ausdrücklich gewollt, dass zu niedrige Inflationsraten im weiteren Verlauf durch zu hohe Inflationsraten ausgeglichen werden. Bei einer solchen Politik steigen die kurzfristigen Inflationserwartungen, wenn die Inflationsraten unter die Zielmarke fallen. In genau dieser Situation befinden sich die USA, weil die Inflationsraten in den letzten Jahren zu niedrig waren. Die Fed wird also wohl in nächster Zeit Inflationsraten über 2% tolerieren, zumal ihr zweiter Auftrag, maximale Beschäftigung anzustreben, deutlich verfehlt wird. Die Fed will wohl mit der lange verweigerten Bezifferung ihres Inflationsziels und der gleichzeitigen Betonung seiner Langfristigkeit erreichen, dass die langfristigen Zinsen durch die aktuellen Inflationsraten nicht in die Höhe getrieben werden. Siehe zum Verlauf der US-Inflation:

    http://inflationdata.com/inflation/inflation_rate/currentinflation.asp

    und
    http://inflationdata.com/Inflation/images/charts/Annual_Inflation/annual_inflation_chart.htm

    Ihre Meinung hierzu würde mich sehr interessieren.

    • Andres Müller sagt:

      Ich denke echte Inflation wirds vor allem bei Rohstoffen und Aktien geben, diese steigen gegenüber Fiat Money. Aber, im Umfeld der real existierenden Welt dürfte weiterhin Deflation um sich greifen. Grund: Was als »Aufschwung« an den Finanzmärkten im Frühjahr 2009 begann, hätte von einem Aufschwung bei den Einkommen der Menschen unterlegt sein müssen, um dauerhaft Werte zu schaffen. Gewonnen hatten aber nur die Superreichen, auch am goldenen Januar 2012 an den Aktienmärkten. Die Lohnschere ist eine Art Ersatz für Inflation, gilt vor allem für Europas Süden und Osten und Teile der USA. Es ist die gefühlte Inflation die dort ansteigen wird und nicht die Reale. Wenn einer mehr arbeiten muss und weniger Lohn in der Tüte findet, dann glaubt er dass das Leben teurer geworden ist, aber das Geld mit dem er bezahlt besitzt gleiche Kaufkraft wie zuvor.

      Im Gegensatz zum Geldmengen-Dogma hat Inflation genau zwei u.U. miteinander zusammenhängende Ursachen: hohe Nachfrage oder stark steigende Kosten. Ich sehe keine steigende Nachfrage (ausser bei Luxusgütern) -bei zuklappender Lohnschere in der Mittelschicht der Pleitestaaten, oder bei den Exportnationen DE bei Verhinderung des Binnemarktes am Erfolg der Exportwirtschaft (Stagnierende Nettolöhne und sinkende Lohnkosten). Steigende Kosten entstehen wohl bei den Rohstoffen, weil diese durch die Spekulation der Eliten hochgetrieben werden, so erhält man dann eben Inflation und Deflation im Multipack -Stagdeflation und gefühlte Stagflation durch relative Lohneinbussen. Die FED wird ihr Ziel niemals erreichen, wenn die Politik nicht umdenkt und die Leute in den alten Industrienationen mit mehr Löhnen ausstattet und den Sozialabbau stoppt.

  14. martitna mueller sagt:

    so, es geht los:

    http://www.rottmeyer.de/jim-sinclair-die-drohende-nicht-erklarte-insolvenz-von-funf-systemrelevanten-us-banken/

    interview auf englisch, deutsche übersetzung darunter….

    • Anh Toan sagt:

      Der Beitrag ist schwach begründet betreffend der Konsequenzen (Insolvenz), die Frage, wer wieviel aus CDS bezahlen müsste, wenn es keinen “freiwilligen” Verzicht auf Forderungen gegen Griechenland gibt. ist aber hochbrisant. Zusammengefasst bin ich überzeugt, das Interesse der USA überwiegt bei weitem das Interesse Europas an einem freiwilligen Verzicht. Die US Finanzindustrie ist nur in geringem Umfang als Gläubiger in GR investiert, dafür umso mehr als Versicherer des Kreditausfalls. Die EU Finanzindustrie ist in grossem Umfang als Gläubiger in Griechenland investiert, die Kreditausfallversicherungen würden jedoch die Verluste reduzieren.

      Mir fehlt das Inter esse (wörtlich: dazwischen, darin sein), dies detailliert zu recherchieren, Ihr Link @martitna mueller enthält wie meine Überlegungen jedoch keine Fakten. Wirtschaftsjournalisten, da gibts Arbeit! Was kostet AIG oder GS oder MS ein Default Griechenlands aus CDS, verglichen mit den Kosten einer “freiwilligen” Vereinbarung auf 70% Schuldenschnitt? Wie sieht die Sache für europäische Sparkassen aus? Wieviel Schaden trägt Europa, wieviel die USA im einen oder anderen Fall. Ausreichend Interesse um gelesen zu werden, werden Sie, liebe Journies, meinerseits bestimmt vorfinden.

  15. Hampi sagt:

    Die FED versucht, den Markt mit sanfter Hand zu lenken. Und sie trifft genau den richtigen Punkt, worauf es ankommt: sie schafft Vertrauen. Das erreicht sie, indem sie dem Markt garantiert, mit tiefen Zinsen rechnen zu können. Etwas Handfestes. Und das gefällt dem Markt. Viel mehr, als der starrsinnige deutsch-europäische Inaktivismus.

    Und wenn die Inflation doch schon früher gefährlich werden sollte, kann sie ihre Strategie jederzeit ändern. Sie hat ja das Vertrauen des Marktes.

    • Andres Müller sagt:

      “kann sie ihre Strategie jederzeit ändern” Das denke ich nicht, das Versprechen bis 2014 die Zinsen tief zu halten kann nicht so einfach vorher verlassen werden. Erhöht die FED trotzdem vorher, so kann sie in der Zukunft über die Projektion keinen Druck auf die Märkte mehr ausüben, da dann der FED niemand mehr Glauben schenken würde.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Hampi:

        Wenn das Vertrauen so stark ist wie Sie es behauptet haben, dann soll der Goldpreis längste gefallen sei. Wir sehen zunehmend Blasenbildung im Metalle und Rohstoffen, dies hängt direkt mit Bernankes Geldpolitik zusammen. Es beweist, dass Ihre Aussage falsch ist. Ben Benanke merkt langsam, dass seine geldpolitische Strategie eigne Tor schoss, zurück ziehen kann er auch nicht, deshalb macht er leere Versprechung, die er nicht halten kann. Er treibt ein politisches Spiel, weil er mit seiner Latein am Ende ist – Lügen in der Öffentlichkeit. Sie müssen nur seinen Gesichtsausdruck bei Anhörung beobachten, denn werden Sie feststellen, dass er lügt.

        Das geldpolitischen Ziele sind die Unterstützung der Investition in der Realwirtschaft, bzw. die direkte Investition. Ben Bernanke hat es definitiv versagt, weil er die Realinvestition nicht nur nicht unterstützt hat, sondern durch sein übertriebene expansive Geldpolitik sabotiert hat. Es wird keine Investoren geben, die die USA Haushaltdefizit finanziert. Ben Bernanke versucht die Haushaltdefizit durch der Abwertung des Dollars zu finanzieren, dies führt zum Hemmnis der Realinvestition, weil die Basis für die Realinvestition ist die Stabilität und Sicherheit. Dies wurde durch Ben Bernnanke verunmöglicht. Man kann heute sagen, dass Ben Bernanke hat in letzten zwei Jahren gegen den Investoren einen Krieg geführt, deshalb wird er diesen Krieg verlieren. Weil er nicht verstand, dass ein funktioniertes Wirtschaftssystem die Kooperation benötigt.

        Kurzgesagt, er soll wieder nach Yale rück, als Lehrer weiter arbeiten. In der Geldpolitik hat er nichts zu suchen.

        • Michael Schwarz sagt:

          @Hampi:

          In einem Punkt stimme ich Ihnen zu, nämlich die EZB und SNB müssen mehr tun als bis jetzt getan haben. Zwischen den Zentralbanken herrschen Ungleichgewichte, Fed tut zu viel – Übertreibung, EZB und SNB tun zu wenig – Untertreibung.

          Das ist der Grund warum ich das Gleichgewicht der Massnahmen zwischen den Zentralbanken appelliere, womit auf globale Ebene bzw. das globale Finanzsystem stabil beleibt. Die Übertreibung und Untertreibung der Zentralbanken verursacht im System Verschiebungen, die später in Instabilität umschlagen werden. Die Blasenbildungen sind nur Symptome, keine Ursache.

          • Hampi sagt:

            Michael Schwarz sagt:
            6. Februar 2012 um 19:58

            Beim Betrachten von Bernanke entgeht meiner Intuition leider, dass er lügt. Ganz im Gegenteil: auf mich wirkt er sehr ruhig und durchdacht.

            Aber das ist ein „irrationaler“ Aspekt. Rationaler ist die Reaktion des Marktes. Sie sagen, dass die Entwicklung des Goldpreises kein Hinweis auf ein starkes Vertrauen ist. Sie interpretieren meinen Text falsch. Ich sage nicht, dass Vertrauen sei hoch. Was ich sage, ist, dass Bernanke durch seine Massnahme (garantiert tiefe Zinsen) Vertrauen schafft. Logischerweise bedeutet das nicht, dass dadurch das Vertrauen gleich stark ist. Es ist in der Tat immer noch sehr tief. Aber eben, wegen Bernanke etwas weniger. Deshalb ist auch der Goldpreis in den letzten Tagen leicht gefallen. Und die Aktienbörsen gestiegen.

            Meine Argumentation ist eine mögliche Erklärung für diese kurzfristigen und realen Marktbewegungen. (Watch the tape!!!)

          • Michael Schwarz sagt:

            @Hampi:

            Ihre kurzfristige Betrachtungsweise korreliert mit Bernankes Geldpolitik, weil er auch sehr kurzfristig denkt. Nach zwei Jahren können wir die Situation folgendes beschreiben, nämlich die kurzfristige Massnahme nicht zum mittel- und langfristigen Erfolg geführt hat – die kurzfristige Massnahme zeigt nur kurzfristige Effekte.

            Die Wirtschaft benötigt Privatinvestoren, aber wenn Bernanke gegen den Privatinvestoren seit zwei Jahren einen Finanzkrieg geführt hat, dann sollte man nicht überraschen, dass die Arbeitslosigkeit nicht schnell zurück geht. Es hilft auch mit billigem Geld nicht, weil die Systemstabilität in den USA generell gefährdet ist, was keine Grundvoraussetzung schafft für langfristige Investition in Realwirtschaft, bzw. in Innovation. Die Marktmechanismen funktionieren seit fast zwei Jahren nicht mehr richtig, weil Fed den Märkten diktiert, wo sie hin gehen – die permanente Intervention und Störung des Gleichgewichtes, wollen die Investoren nicht mehr weiter hinnehmen.

      • Hampi sagt:

        Andres Müller sagt:
        6. Februar 2012 um 18:16

        “Glauben” ist eine irrationale Sache. Wenn es Bernanke gelingt, die Arbeitslosigkeit weiterhin zu senken, werden ihn alle verehren und ihm aus der Hand fressen. Daran würde auch eine Strategieänderung nichts ändern.

  16. Lidija Jametti sagt:

    @Herr Hampi
    Was Bernake tut hängt nicht davon ab ob der Mann lügt oder irgendwelche nur ihm bekannte Wahrheit erläutert.
    Er lügt nicht. Bernanke ist US FED Chef und diese Institution besteht aus mehr als 12 privaten US Banken.
    Also er tut nur das was ihm diese 12 BankenChefs sagen. Mit dem Nimbus der Unabhängigkeit des FED geht eine unklare Vorstellung dessen umher, was eigentlich die FED sein soll oder ist. Nur wenige wissen es.
    Die FED gleich 12 bestens kapüitalisierten privaten Bankinstitute führen die Kriege weltweit, finanzieren diese und beeinflussen alles was aus dem Munde des Staatspräsidenten in den USA je gehört worden war. Da nur der US Staat so stark verschuldet ist und nicht die 12 FED Bankinstitute bleibt vorläufig USA die Wirtschaftsmacht der Welt. Nun passt es anderen Staaten nicht mehr unter der Knute der US Globalisierung zu funktionieren und viele haben verstanden, dass die geheimnissvolle Politik der USA nur ihre und von ihr gelebte “Demokratie” lebt und praktiziert. Eine neue Welt ist entstanden. Eine Welt welche sich der US Demokratieart nicht mehr akzeptieren will. Die FED habe die Welt aufgeteilt schon vorher, bevor die Länder es realisiert haben. Jetzt wollen die Staaten ihre Religion, ihre Demokratien, ihre Art des Lebens, ihre eigene Kultur und die Staatsausgestaltung leben. Sie wollen keinen Patriarchat der USA und sie wollen keinen Recht und Gesetze nach US Manier.
    Sie wollen das Leben führen ohne Konfrontationen, sie wollen Arbeitplätze generieren und sie wollen keine Umstürze.
    Viele Länder wollen die Art der Ausnützung nach US Manier nicht mehr akzeptieren und sie stellen sich offen gegen den US imperialen Anspruch. Es hat Länder, die die US Bestimmung für China oder Russland als Poduktproduzent auf der Basis des Russlands Rohstoffe nicht mehr akzeptieren wollen.
    Man sieht schon an diesem UN Veto der China und Russlands, dass diesen 2 Ländern um viel mehr geht als nur um einen Angriff oder die Disziplinierung des Syriens Assad. Sie möchten Zeichen setzen und genau markieren, dass die US Kriegsmaschinerie muss gestoppt werden. Sie wollen Zeichen setzen, dass sie mit ihrer Meinung völlig konträr zu US Zielen stehen und sie wollen erklären, dass man mit Waffen, UN Resolutionen und Sanktionen nicht mehr die ganze Welt unter Druck des Israels im mittleren Osten setzen darf.
    Obama versprach Beruhigung am Mittelmeer. Die Obamas Beruhigungspille bedeutet- eine FED Pille, die Obama ausführt, wenn er als Demokrat will wieder gewählt werden, dann muss er endlich Iran angreifen und zuerst Syrien. Erst dann findet er den Weg nach Afganistan zu den Rohstoffen, die nicht nur den Mohnproduktion bedeuten, sondern den GAS und das Erdöl der ganzen Region südlich der Russischen Föderation.
    Analysiert man seine Jahre stellt man fest, dass seine Politik ist die des Clintons und des Busches Senior und Junior.
    Also nichts neues in den USA. Sie sind auf die Rüstungsindustrie angewiesen, darum wollen viele Länder nicht das akzeptieren, was die USA tatsächlich wollen. Das wäre die Weltherrschaft. China, Russland, Indien, Kasachstan, Türkei, Japan wollen Eurasia mit Europa. Das ist ein Kontinent vom Atlantik bis zum Pacific und Japan. Ein Kontinent, das alles vereint um industriell und kulturell erfolgreich zu sein. Ohne Kriege aber mit so viel Vernunft, dass sie den US$ als Reservewährung abschaffen wollen, die freie Reservewährungen akzeptieren unter dem Juan, Rubel und dem Euro. Sind nicht verpflichtet für die 12 FED Banken die US Anleihen aufzukaufen, sich für den US Protektionismus verschulden lassen und ohne den USA und den Wallstreet so zu funktionieren, dass sie zu keiner Wegwerfgesellschaft werden, wie die USA heute ist, kulturlos, kriegerisch, imperial.
    Eine glaubwürdige Herausforderung von einigen Ländern, die schon beweisen konnten ohne den Krieg gemeinsame Worte zu finden. Man wolle nicht mehr unter dem US Gesetz leben, den die USA weltweit verbreiten als ob das die einzige Überlebensmöglichkeit wäre.

  17. Michael Schwarz sagt:

    Wenn man von wirtschaftlichen Interessen der USA betrachtet, ist der Krieg ein gigantisches Verlust, weil der Krieg wegen Rohstoffe und Öl geführt wurde. Der Öl steht wieder bei 100 Dollar, weil Fed die Märkte mit dem Dollar überschwemmt hat.

    Die USA hat nicht nur mehrere Bil. Dollar für den Rohstoff- und Ölkrieg ausgegeben, zum Zweck der billigen Rohstoffen und Öl, aber gleichzeitig sabotiert eigne Zentralbank die Profit aus dem Krieg. Für weiteres Wachstum in USA benötigt die USA billige Rohstoffe und Öl – der Öl muss sich halbieren, womit die US-Wirtschaft wieder wächst. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn Bernanke von seine Geldpolitik zuzieht, auf restriktive Geldpolitik umstellt.

    Die inflationäre Entwicklung korreliere nicht direkt mit Wachstum, weil der Einkommen viel langsamer zurückgehen als Wachstum, deshalb ist es durchaus die Gefahr besteht, dass die inflationäre Entwicklung den Fed überrascht, obwohl das Wachstum wenig verändert wird. Wenn die Inflation einmal da ist, wird für den Fed schwierig werden, die rechtzeitig zu bekämpfen, auch wenn Bernanke die Geldpolitik rasch umstellen würde. Bernanke steckt in die Illusion eines Unverwundbareres – die wahre Gefahr liegt in dieser Überzeugung der Kontrollierbarkeit.

  18. Jens Gloor sagt:

    Dem Zionist Barnake steht das Wasser BIS ZUM HALS. Die US-Geldmenge wurde über die letzten Jahre so exorbitant ausgeweitet, dass die Scheine höchsten noch für Konfettig taugten – wäre das nicht die Petrodollar-Funktion. Doch auch dieser der Welt aufgezwungene Standart gerät nun mit den US-Sanktionen gegen den Iran ins Wanken. China, Russland und Indien schliessen sich dem Iran-Embargo nicht an und handeln in Lokalwährungen und sogar GOLD (dem einzig wahren Geld!) – ein Edelmetall welches in den USA zur Deckung der Währung kaum mehr vorhanden ist. Ausserdem ist die FED keine staatliche Institution, sondern ein Private und kann tun und lassen, was sie will. Darin liegt auch die grösse Gefahr für den Planeten. Die USA-’Wirtschaft’ wird derzeit nur durch ständig neue Kriege beflügelt. Es wird dringend Zeit, dass wir dem Schurkenstaat USA den Stecker ziehen…

  19. Jens Gloor sagt:

    Zwar läuft die Volksverdummungs-Show derzeit noch auf Hochtouren – der Absturz ist jedoch programmiert. Wenn wir uns die Grundzüge der Österreichischen Schulde verinnerlichen, werden wir unschwer feststellen, dass WIR ALLE auf dem Weg zum Henker sind. Die ökofaschistische ‘Agenda 21′ sollte studiert werden um den ‘Fahrplan’ zu kennen. Die massive Verschuldung der Welt hat System. Hier empfehle ich “Confessions of an economic hitman” – ein erschlagender Beweis! Die sich absolutem Privatbesitz von Bankster-Familien befindliche FED (nicht staatlich – wie die allermeisten Zentralbanken; Neu auch in Libyen) muss zerschlagen werden und die Hoheit über das Geld wieder dem Staat übertragen werden. Das fraktionale Banking und Derivat-Geschäfte müssen verboten werden. Dem Vampirismus der Banksters muss ein Riegel geschoben werden. Die USA wird ihre Schulden NIE, NIE, NIE im Leben je zurück zahlen können. Leider verkaufen die ‘Qualitätsmedien’ – auf Geheiss – ein anderes Weltbild. Angela Merkel hatte die Medien z.B. schon aufgefordert, die aktuelle Wirtschaftslage zu ‘beschönigen’. DAS ist nicht Demokratie – es nennt sich Faschismus. Die Bankster-Dynastien müssen enteignet werden und das Geld zum Volk zurück gelangen, dem sie es in jahrelanger Arbeit gestohlen haben. Banken sind Verbrecher – schon Jesus hatte die ‘Geldwechsler’ aus dem Tempel geprügelt…!

  20. Miriam sagt:

    Mir gefällt die Entwicklung überhaupt nicht. Allerdings bewegt sich die EZB ja in die gleiche Richtung. Die Deutschen protestieren schon seit langem und es wird wohl weitergehen.
    Auf Blogs wie http://www.kredit-the.de/ oder http://www.finanzen.net gibt es hier schon Untergangsszenarien.

  21. Daniel sagt:

    Da wird auch in Zukunft noch einiges in Bewegung sein und bleiben. Die Entwicklung kann man sich auch sehr gut hier http://www.finanznachrichten.de/ anschauen. Man darf gespannt sein, wie dies alles in Zukunft aussehen wird.

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