Was Populismus für die Wirtschaft bedeutet

Vorreiter des europäischen Populismus: Marine Le Pen und Geert Wilders. Foto: Robert Pratta (Reuters)

Der türkisch-amerikanische Ökonom Dani Rodrik hat die Ursachen der Globalisierungskritik untersucht und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Nicht dass heute populistische Parteien so sehr an Macht gewonnen haben und die Globalisierung verurteilen, sei überraschend, sondern die Tatsache, dass es erst jetzt dazu gekommen sei und nicht schon viel früher.

Rodrik lehrt als ordentlicher Professor politische Ökonomie an der Harvard-Universität in den USA. Er ist kein Globalisierungsgegner. Aber er stösst sich daran, dass die meisten seiner Kollegen zu einseitig die Vorteile betonten, die Kosten und Fehlentwicklungen indes unter den Tisch kehren. Vor 20 Jahren schrieb er im Buch «Has Globalization gone too far?», dass solange den Verlierern nicht mehr Schutz geboten werde, das Pendel irgendwann umschlage und mehr Protektionismus gefordert würde. Globalisierung sei kein umkehrbarer Prozess. Das lehre die Geschichte.

Das Unerwünschte ist eingetroffen

Vor zehn Jahren schloss er seinen Aufsatz «How to save Globalization from its Cheerleaders» mit der Mahnung: «The only way to save globalization is not to push it too hard

Weitere zehn Jahre sind vergangen, und Rodrik erweckt in seinem neuen Research Paper den Eindruck, dass das Unerwünschte inzwischen leider eingetroffen ist. Der Vormarsch der Populisten dies- und jenseits des Atlantiks belege das.

Quelle: D. Rodrik, Populism and the Economics of Globalization, Juni 2017

Was die Ökonomie lehrt

Mehr Handel, weniger Zölle und liberalisierte Märkte bringen den involvierten Nationen ökonomischen Wohlstand. Das ist unbestritten. Ebenso unbestritten ist, dass es natürlich auch Verlierer dieser internationalen Marktöffnung gibt. In den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wiesen das die Ökonomen Wolfgang F. Stolper und Paul E. Samuelson theoretisch nach. Aus dem sogenannten Stolper-Samuelson-Theorem lässt sich ableiten, dass es bei einer Handelsliberalisierung zwischen Ländern zwangsläufig zu absoluten Einkommenseinbussen des relativ knappen Produktionsfaktors kommt. Im Handel zwischen den USA und Mexiko sind die USA knapper mit gering qualifizierten Arbeitskräften ausgestattet, folglich sinken die Einkommen der Arbeiter des US-Niedriglohnsektors im Zuge einer Handelsliberalisierung mit Mexiko.

So argumentiert Donald Trump. Aber das sagt auch die ökonomische Theorie unmissverständlich.

Verteilungsfragen sind also die Kehrseite des Wohlstandsgewinns durch Handel. Rodrik weist nach, dass die Verteilungseffekte einer Liberalisierung an Bedeutung gewinnen, je kleiner die abzubauenden Handelsschranken werden. In einem Modell, das auf den Annahmen des Stolper-Samuelson-Theorems basiert, kalkuliert er:

  1. Bei einem Abbau der Zölle, die 40% betragen, sinkt das Einkommen gering Qualifizierter um 19% und steigt das Realeinkommen des Landes um 4%.
  2. Betrugen die Zölle vor dem Abbau 20%, verlieren schwach Verdienende immer noch 11% an Einkommen, aber die Gesamtwirtschaft gewinnt nur noch 1%.
  3. Bei 5% Zolltarifen vor der Liberalisierung liegen die Einkommenseinbussen bei 2,85%, und der allgemeine Wohlstand wächst nur noch 0,06%.

Der gesamte Kuchen wächst kaum noch bei einer immer grösseren Handelsliberalisierung, dafür rücken politische Verteilungsfragen in den Vordergrund. Kein Wunder, ist die Globalisierung in einem fortgeschrittenen Stadium in der öffentlichen Meinung zunehmend umstritten.

Politischer Konsens

So betrachtet, verwundert es, dass Handelsliberalisierung und Globalisierung so viele Jahrzehnte international so unumstritten geblieben sind. In der ersten Globalisierungswelle Ende des 19. Jahrhunderts entfachten sich politische Proteste schneller. Bereits nach wenigen Jahren brachen die ersten Handelskriege aus. Es wurden Importverbote und Strafzölle verhängt, die am Ende allen schadeten.

Rodrik argumentiert, dass die Handelsliberalisierung nach dem Zweiten Weltkrieg nur in begrenztem Masse voranging. Sie beschränkte sich auf die Zolltarife sowie Industriegüter. Den einzelnen Staaten wurde genügend Freiraum für eine eigene Wirtschaftspolitik überlassen. Beispielsweise wurden empfindliche Sektoren wie Landwirtschaft und Bekleidung abgeschirmt. Auch der Kapitalverkehr blieb reguliert. Diese Phase war ökonomisch sehr erfolgreich, zog Investitionen in den Industrie- und Entwicklungsländern nach sich.

Ab den 80er-Jahren wurde diese Kompromissformel zwar aufgegeben. Immer mehr Bereiche wurden liberalisiert. Trotzdem entstand keine populistische Gegenbewegung. In Europa ist das dem Umstand zu verdanken, dass dort Handelspolitik stets mit der Sozialpolitik einherging. Das Wohlfahrtssystem fing allfällige Globalisierungsverlierer auf. Kritik an der Handelsliberalisierung kam nur am Rande auf, erreichte aber nie die kritische Grösse, um als Plattform für populistische Protestbewegungen zu dienen. So kommt es, dass die britischen Brexit-Befürworter den Freihandel sogar zum politischen Ziel erklären.

In der EU ist zuletzt zwar der Protest gegenüber Freihandelsabkommen aufgekommen. Allerdings, so Rodrik, weil inzwischen die Sorge gestiegen sei, dass das bisherige Wohlfahrtssystem künftig nicht mehr ausreichend Schutz biete.

Sonderfall USA

Auch in den USA blieb der Protest lange auf kleiner Flamme. Denn das Land öffnete sich spät. Erst in den 90er-Jahren war es so weit. Immer mehr Importe aus Billiglohnländern wie China kamen ins Land, und Industriebranchen wanderten ab. Die Regierungen in Washington hätten den Europäern folgen können, schreibt Rodrik. Sie hätten Handelsabkommen wie die Nafta-Freihandelszone mit Kanada und Mexiko oder die Politik der Welthandelsorganisation WTO durch robustere Sozialversicherungen und aktive Arbeitsmarktpolitik in den USA ergänzen können. Bill Clinton sprach sogar davon, aber nichts geschah.

Anders argumentiert: Hätten die Regierungen Clinton, Bush und Obama die Handelsöffnung konsequent mit sozialpolitischen Massnahmen begleitet, die die Gewinne aus der Liberalisierung besser verteilt hätten, sässe heute vermutlich kein Donald Trump im Weissen Haus.

189 Kommentare zu «Was Populismus für die Wirtschaft bedeutet»

  • Jens sagt:

    On Topic: „The only way to save globalization is not to push it too hard“
    Ehrlich gesagt, das war nie der Plan. Globalisierung ist keine Naturgewalt, sondern bewußt herbeigeführt als Waffe im Verteilungskampf innerrhalb der westlichen Industrienationen.
    Vorraussetzung für den Aufstieg der Billiglohnländer war der Kapital- und Technologietransfer in diese Länder. Billige Arbeitskraft alleine ist sinnlos. Stolper-Samuelson ignoriert jedoch diesen Sachverhalt-
    da geht es nur um den Abbau von Handelshemmnissen-illustriert aber sehr schön die Folgen.

  • Markus Ackermann sagt:

    Herr Senn
    Ihre treu-doofe Argumentation ist schlicht unterirdisch.
    Die Zentralbanken trieben das Zinsniveau auf ~0%, ja sogar ins Negative.
    1. Sparer und Institutionelle (welche als Lebensversicherungen und Pensionskassen ebenfalls Sparer repräsentieren) erhalten kaum noch Zins.
    DAS sind die 99%.
    2. Die 1% LEIHEN sich zu ~0% Geld und treiben damit die BEWERTUNGEN der BESTEHENDEN assets in die Höhe.
    DAS ist UNPRODUKTIVES financial engineering
    -> Der Trend im Produktivitätswachstum wird NICHT erhöht, sondern via Bewertungsschematas werden die künftigen Cash Flows der Realwirtschaft als NPV in die Gegenwart diskontiert
    … aber die künftigen Cash Flow Streams müssen KÜNFTIG erst noch erwirtschaftet werden, damit die HEUTIGEN Bewertungen stimmen

    • Markus Ackermann sagt:

      Bref:
      -> also nur ein VORBEZUG auf die Zukunft
      -> finanziert durch die 99%
      -> HEUTE SCHON einkassiert durch die 1%
      = Umverteilung von unten nach oben!!!
      … dies alles wegen der GEPLANTEN, KOORDINIERTEN ZB-Politik
      Faktencheck:
      Seit 2008 waren Institutionelle VERKÄUFER von assets und die Firmen waren per Aktienrückkäufe die Käufer
      … finanziert durch Kredite
      … deren reale Zinsen von den ZB ins Negative
      getrieben wurden
      … und warum machen die Reichen in den Firmen dies so? Weil es sich für sie auszahlt.
      -> DAS sind keine Unternehmer, die die Produktivität der Firma steigern wollen, sondern ausbeutende Papierli-Wender (business administrators, financial „engineers“)
      http://www.zerohedge.com/news/2017-07-17/there-has-been-just-one-buyer-stocks-financial-crisis

    • Markus Ackermann sagt:

      Wenn wir es auf die politische Ebene aggregieren: Die 99% können nur ausgebeutet werden, FALLS und WO diese 99% sich demokratisch nicht wehren können. Was die politischen Versager von Links-Grün als „Populismus“ wegargumentieren wollen, ist eine Folge von Demokratie-Defiziten
      1. Freihandels-Verträge sind Regulationen, also das präzise Gegenteil von Freihandel
      … im Interesse von Konzernen
      … unter Umgehung der 99% (vulgo: Demokratie-Defizit)
      … seit etwa den 1980iger Jahren (siehe Trilemma der Globalisierung, analysiert von Rodrik)
      Das Ergebnis ist der ökonomische Verfall des Mittelstandes: D, F, It etc.
      2. Die geplante, koordinierte ZB-Politik wird von EINGESETZTEN (nicht: Gewählten) gemacht, die im Interesse der Finanz-Lobby Politik machen
      … nicht: im Interesse der 99%

      • Markus Ackermann sagt:

        Heute publiziert Neinhaus die praktische Illustration zu vielen Demokratie-Defiziten am Bsp. der €ZB:
        https://www.fuw.ch/article/5-jahre-whatever-it-takes/
        Interessant ist hier vor allem das Interview von Charles Wyplosz
        https://www.fuw.ch/article/meine-groesste-sorge-sind-die-schulden/
        Er zeigt wunderbar auf, in welchem Sh*t die BRD steht:
        1. „Macron will eine Demokratisierung der €U“
        Analogie: eine „Demokratisierung des British Empire“ hätte zu einem indischen Finanzminister und einer indischen Fiskalpolitik geführt.
        -> DARUM wurde das British Empire nicht demokratisiert und
        -> DARUM wird die €U NIE demokratisch sein
        ABER:
        OHNE Demokratisierung ist kein Lastenausgleich möglich. Siehe aktuell die OPEC
        zB: WIE will die €U die Finanzlücke des BREXIT ausfüllen? Durch D?

        • Markus Ackermann sagt:

          ABER:
          Sobald die €U demokratisiert würde, hätten die heutigen Mächtigen im Gross-Deutschen Reich, also
          -> Banken,
          -> Konzerne und
          -> die dt. Regierung
          vollständig verloren.
          … und DAS würde richtig teuer werden:
          -> Die sog. dt. Einheit kostete die BRD ~€4’000 Mia. (vorwiegend via Sozialkassen finanziert). -> Eine kontinental-„europäische“ Einheit würde die BRD ein MEHRFACHES davon kosten. DAS wird keinE dt. PolitikerIN dem dt. Wähler „verkaufen“ können
          … nachdem sich „dank“ der koordinierten ZB-Politiken seine Geldvermögen bei ~0% Zinsen schon deutlich entwertet haben.
          3. Wer bei einem Verein austritt, haftet nur mit seinem Mitgliederbeitrag.
          Ich vermute, es wird zu KEINEM BREXIT-Vertrag kommen, also auch zu keinen Zahlungen des UK an die EU.
          -> WER würde dann zahlen?

          • Markus Ackermann sagt:

            [Analogie: Für Indien und Bangladesch war der 15. August 1947 (die Verabschiedung des I)ndien Independence Act) der „Indepencence Day“.
            Wie viel bezahlten Indien und Pakistan dem British Empire?
            Gar nix.]
            Boris Johnson nannte den Tag der Brexit-Abstimmung den „Independence Day“ für das UK, in seinem letzten TV-Auftritt vor der Abstimmung und wieder in seiner Siegesrede nach dem Brexit-Entscheid.
            Wie viel muss das UK über die Mitgliedschaft bis 2019 der EU hinaus bezahlen?
            „Go whistle!“
            Frankreich wird erkennen, dass sich die EU nicht demokratisieren lässt
            … und falls das frz. Parlament tatsächlich mit Mitgliedern der Zivilgesellschaft besetzt ist, werden diese Abgeordneten der Assemblée Nationale Präsident Macron dazu bringen, eine FREXIT-Abstimmung durchzuführen

          • Markus Ackermann sagt:

            … wie es das frz. Volk schon mit der Ablehnung der EU-Verfassung schon einmal (vergeblich!!) entschied (vergeblich, weil die EU keine Demokratie ist und nie sein wird)
            … und wie es PM Cameron den WählerINNEN versprach und umsetzte
            … mit dem bekannten BREXIT-Ergebnis.

          • Markus Ackermann sagt:

            recte: Indien und Pakistan (inkl. Bangladesch)
            Den Indian Independence Act von 1947 findet man hier:
            http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1947/30/pdfs/ukpga_19470030_en.pdf

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: „Indien und Pakistan“ stehen sich heute als Atommächte gegenüber, obwohl die Bevölkerungen mehrheitlich der gleichen Ethnie angehören. Der Unterschied besteht lediglich in den Religionen.

            „Wie viel bezahlten Indien und Pakistan dem British Empire?
            Gar nix.“

            Bezahlt wurde mit Millionen von Toten, weil sich – aus rein religiösen Motiven – bei den damaligen Umsiedlungen (Muslime vom heutigen Indien nach Pakistan und alle anderen in die umgekehrte Richtung) die zivile Bevölkerung gegenseitig abmurkste.

          • Markus Ackermann sagt:

            Richtig, Herr Laugun.
            1. Weil in Religionen absolute Wahrheiten „offenbart“ werden,
            -> legitimieren sie autoritäre Staatsformen (also das PRÄZISE Gegenteil von Demokratien), namentlich in Vielvölker-Staaten (Imperien) und
            -> begünstigen sie Kriege.
            Illustrativ zB der 30-jährige Krieg.
            2. Folge und Lehre aus diesem Versagen war + ist die Aufklärung
            … mit dem Nationalstaat als Fundament der Demokratie
            … basierend auf der Selbstbestimmung des Menschen nicht nur in religiösen Dingen (Reformation), sondern insbesondere auch in politischen Dingen
            … weil Wahrheiten relativ sind: nicht offenbart, sondern im demokratischen Diskurs aufgrund von Einsicht (Logik) der Citoyens gefunden
            Bref:
            Demokratie ist die Friedensordnung
            … nicht eine „europäische Idee“ als Religionsersatz

          • Maiko Laugun sagt:

            „… nicht eine „europäische Idee“ als Religionsersatz“

            Die EU ist per Definition ein Staaten-VERbund und kein Bundesstaat. Ich verstehe dies so, dass sich da NATIONAL-Staaten zu einem VERbund zusammen geschlossen haben. Was dies mit einem Religionsersatz zu tun hat, ist mir schleierhaft.

          • Maiko Laugun sagt:

            Deutschland (z.B.) hatte schon vor der Gründung der EU eine parlamentarische Demokratie – und hat diese auch heute noch. Oder habe ich da etwas verpasst?

            Der BREXIT hat gezeigt, dass ein demokratischer Austritt möglich ist. Sie selber wünschen sich ja auch einen FREXIT.

            Wie können Sie da von einer undemokratischen EU plaudern? Das ist ein Widerspruch.

          • Markus Ackermann sagt:

            So, so Herr Laugun.
            Dann haben Sie die EU nicht verstanden.
            Als Einstieg, um nachzulernen, empfehle ich Ihnen den NMTM-Beitrag „Dämpfer für Macron“
            oder den oben zitierten Artikel von Neinhaus zu 5 Jahren Whatever it takes
            .
            Als Vertiefung können Sie sich überlegen,
            -> wie Stalin den Vielvölkerstaat der UdSSR strukturierte
            -> wie Österreich-Ungarn strukturiert war
            -> wie das Reich von Portugal bis zur Nelkenrevolution strukturiert war
            …. alles Verbünde von Nationalstaaten?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: EU = Stalin (als Vergleich, bzw. als potentielle Gefahr)? Echt? Nö, so naiv können Sie doch wirklich nicht sein; oder?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: Fast vergessen: „Als Einstieg, um nachzulernen, empfehle ich Ihnen den NMTM-Beitrag „Dämpfer für Macron“

            Um „nachzulernen“: Ein Blog spiegelt ausschliesslich die Meinung des Author’s – und nichts anderes, also in der Definition kein journalistisch recherchierter Artikel. Das ist unabhängig davon, ob es sich inhaltlich um ein wissenschaftliches Thema handelt oder nicht.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Ackermann: „Wenn wir es auf die politische Ebene aggregieren: Die 99% können nur ausgebeutet werden, FALLS und WO diese 99% sich demokratisch nicht wehren können.“

        Bei mir in China gibt es KEINE Demokratie und den 99% geht es immer besser, obwohl die ZB hier genauso manipuliert.

        Zitat von Ihnen ganz oben: „Herr Senn
        Ihre treu-doofe Argumentation ist schlicht unterirdisch.“

        Erheiternd, was Sie alles so daher plaudern 🙂

        • Markus Ackermann sagt:

          … und der Volkskongress ist der Kongress der Milliardäre.
          Jeder Kaiser in China brauchte ein „Mandat des Himmels“, sonst war er schnell weg.
          Richtig, Herr Laugun
          Die einzige Legitimation die die KPC hat, also das einzig mögliche „Mandat des Himmels“ der Mächtigen ist,
          -> dass die ~200 Mio. Wanderarbeiter jedes Jahr etwas mehr im Sack vorfinden, damit sie ihre Geschenke finanzieren können, wenn sie am Neujahr zu ihren Familien heimkehren.
          -> Und die ~500 Mio. Mittelstand wollen auch Wachstum sehen.
          … also wird manipuliert
          … und die UNGLEICHHEIT zw. den 1% und den 99% wird immer grösser,
          … wobei Einzelne der 1% plötzlich von der Bildfläche verschwinden
          … und die 99% sowieso nichts zu sagen haben
          … weil ein Rechtsstaat ohne Demokratie keine tragfähige Basis hat

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: „Rechtsstaat“

            Damit kein Missverständnis entsteht, Folgendes:

            Das Rechtssystem in China ist Schei**e. Punkt.

            Wenn es einem Individuum laufend besser geht (China), dann empfindet er das Aufgehen der Schere als weniger schlimm, als wenn es nichts zum Fressen gibt.

            Geht es einem Individuum laufend etwas schlechter (Heidiland, wenn auch immer noch auf hohem Niveau), dann wird die aufgehende Schere subjektiv anders wahrgenommen.
            Dies meine Aussage.

    • Markus Ackermann sagt:

      … und wenn Sie es noch ein wenig ausfühlicher dargestellt haben wollen:
      http://www.ardmediathek.de/tv/betrifft-/Die-große-Geldflut-Wie-Reiche-immer-re/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1100786

      • Markus Ackermann sagt:

        Nochmals:
        ardmediathek.de, Ausgewählte Dokus:
        Die Geldflut – wie Reiche immer reicher werden (SWR 5.7.2017)
        http://www.ardmediathek.de/tv/betrifft-/Die-große-Geldflut-Wie-Reiche-immer-re/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1100786

      • Linus Huber sagt:

        Ich bin perplex über das selektive Wahrnehmungsvermögen. Vielleicht liegt es daran, dass manch einer Entscheidungen, von welchen er auf persönlicher Ebene profitiert, nicht mehr fähig ist zu kritisieren oder dass das tiefe Vertrauen in die Entscheidungsträger keine Kritik zulässt.

        • Markus Ackermann sagt:

          Oder es hat mit dem Selbstbild zu tun:
          Man will „links“ sein, für die „kleinen Leute“.
          … aber so würde man verhungern, weil man nur „Papierli wenden“ kann.
          Also profitiert man von leistungslosem Einkommen
          … aber das geht zu Lasten der „kleinen Leute“.
          Wie kann man das moralisch, vor dem eigenen Selbstbild legitimieren?
          Also
          -> DEFINIERT man die Mehrheit, die 99%, als blöd,
          -> nimmt ihnen die demokratischen Möglichkeiten, sich zu wehren,
          -> DEFINIERT sich selber als WEITAUS intelligenter
          -> rechnet sich dem Umfeld der „erfolgreichen“ 1% zu
          -> und DEFINIERT die eigene, unproduktive Arbeit als „Finanzindustrie“,
          -> bedient sich mit unverdienten Bezügen selber
          -> sichert diese Bezüge mit Zunft-mässigen Strukturen gegen Wettbewerb ab
          -> und fühlt sich den offenbar „Blöden“, den realwirtschaftlich Arbeitenden weitaus überlegen

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: Absoluter Unsinn. Es geht nicht um Links oder Rechts:

            Im Heidiland geht ein Auto-Raser für Jahre in den Knast, weil er eventual-vorsätzlich Leben gefährdet, während ein anderer ein ganzes system-relevantes Finanzinstitut an die Wand fährt, welches von den 99% gerettet werden muss, ohne dass überhaupt ein strafrechtliches Verfahren in die Wege geleitet wird; nicht mal ein zivilrechtliches Verfahren mit Rückzahlung von Millionen-Boni (Stichwort: Verantwortung).

            Warum ist das so? Weil die (halb)direkt demokratisch verfassten Gesetze im Heidiland die 1% schützen. Das nennt sich ein demokratisches Rechtssystem.

            Sie, Ackermann – und der Wettschuldner Huber – fordern ja genau solche nationalstaatlichen Heidiländer, weil die EU ja nicht demokratisch ist.

          • Maiko Laugun sagt:

            Sie fordern also den Schutz der 1%, obwohl Sie eigentlich das Gegenteil wollen. Als Argumentation dienen die bösen Linken und als Lösung das Heil von (rechten) Mauern und Stacheldrähten = (z.B.) Parallel-Import-Verbote der bürgerlichen Kartelle etc.

            Vor was haben Sie eigentlich Angst?

          • Linus Huber sagt:

            Das ist der „Verdienst“ der Zentralbanken, welche ueber die letzten 35 Jahre mit der indirekten Subventionierung der Banken die „Financialization“ und deren Wachstum weit ueber demjenigen der Wirtschaft vorantrieben und aufgrund dieses Umstandes deren politische Macht stärkte. In der Schweiz wird diese Situation gelegentlich thematisiert und es besteht die Möglichkeit dies zu ändern (z.B. Vollgeld). Wo genau im EURO-Raum existieren ähnliche demokratische Möglichkeiten?

          • Maiko Laugun sagt:

            Herzig, der Linus Huber klammert sich schon an Schein-Initiativen 🙂

          • Markus Ackermann sagt:

            Eben Laugun. Argumentativ haben Sie nichts zu bieten.
            Ein Plauderi bleibt ein Plauderi.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Ackermann: „Plauderi“:

            Zur (sinngemässen) Erinnerung: Ich mag eine direkte Sprache – und meine dies durchaus ernst.
            Was ich weniger mag, sind z.B. Wettschuldner.

          • Linus Huber sagt:

            „Schein-Initiative“

            Nur weil die Chancen ihrer Annahme klein ist, labern Sie gedankenlos von Schein-Initiative. Sie haben keine Ahnung, was Demokratie wirklich bedeutet. Es geht doch nicht darum, wie der Souverän entscheidet, sondern darum, dass er entscheiden kann. Vielleicht wird eine ähnlich lautende Initiative in ein paar Jahr haushoch angenommen; das wissen wir heute noch nicht. Last but not least wird das Thema überhaupt angesprochen (Themenkontrolle), was dazu führt, dass sich ein Anteil der Bürger sich darüber Gedanken macht; ein Umstand, welcher zum guten Funktionieren der Gesellschaft beiträgt. In wenigen Staaten dürfte das Gefühl der Mitverantwortung der Bevölkerung für einen gut funktionierenden Staat stärker ausgebildet sein, als in der Schweiz.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Sie haben keine Ahnung, was Demokratie wirklich bedeutet.“

            Das habe ich auch nie behauptet. Oder habe ich das?

            Ich habe aber schon geschrieben, dass ich die (halb-)direkte Demokratie noch immer für das möglicherweise beste System halte.

            Demokratie: Wieviel % der Stimmbürger wissen tatsächlich, was Demokratie wirklich ist?

            Ich verzichte darauf, nach über 30 Jahren Beteiligung an Abstimmungen in der Stadt ZH darauf einzugehen, wie oft der (kommunale) Volkswille missachtet und nach eigenem Gutdünken umgelenkt wurde; selbstverständlich immer mit Verzögerung, damit es nicht so auffällt. Die (halb)-direkte Demokratie verzögert zumindest den Willen der Elite.

            @Markus Ackermann: Sie wurden bei NMTM selber auch schon als Plauderi bezeichnet: Aber Nö, nicht von mir! 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            „Vielleicht wird eine ähnlich lautende Initiative in ein paar Jahr haushoch angenommen;..“

            Die Wutbürger wollen die Abzocker zum Teufel jagen, anstatt daran zu arbeiten, genau diese endlich zur persönlichen Haftung/Rechenschaft zu ziehen. Deshalb nenne ich diese eine „Schein-Initiative“.

            Aber, ich weiss, es geht dem Huber nur um das Verständnis der Demokratie als solches 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            Schauen Sie sich mal die StGB-Artikel (Heidiland) für Betrugs-/Wirtschaftsdelikte an – und vergleichen Sie diese mit Gerichtsurteilen; dann werden Sie schnell feststellen, dass die (halb-)direkte Demokratie genau dazu geführt hat, dass die verantwortlichen Organe nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen werden können.

            Das ist doch genau dies, was Sie (Huber – und auch das Ackermännchen) hier stets fordern.

          • Linus Huber sagt:

            1. Sie wissen natürlich, was der Wutbürger genau will und es muss sich daher um einen Wutbürger handeln. Sie scheinen herabsetzende Schlagwörter zu lieben.

            2. Weswegen diese Leute nicht zur Verantwortung gezogen werden, ist mit ihrem dank Zentralbanken gewonnen Einfluss zu erklären. Es handelt sich nicht um das Resultat der Demokratie nach Schweizer Muster, sondern um eine weltweit von quasi allen Zentralbanken vorangetriebene Agenda. Das beste Mittel dagegen dürfte ein Mehr an Demokratie sein.

            3. Es kann kein Gesellschaftssystem existieren, welches das beste ist, denn die darin agierenden Entscheidungsträger sind Menschen. Auch die Demokratie muss immer wieder erneuert werden, um die Handlungsunfähigkeit des demokratischen Staates sicherzustellen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: 1: „Sie scheinen herabsetzende Schlagwörter zu lieben.“

            Genau wie Sie selbst >> z.B. obrigkeitsgläubig oder Weltregierungsfanatiker!

            2: In Island sitzen ein paar Bänkster hinter Gittern. Die müssen schön blöd sein, diese kleinen nördlichen Insulaner, wenn sie weltweit als einzige (?) die FALSCHEN aus dem Verkehr gezogen haben und nicht erkennen, dass nur die ZB’s schuld sind.

            Die haben wenigstens etwas versucht, auch wenn dies aus Sicht des Linus‘ das falsche ist.

            3: „..um die Handlungsunfähigkeit des demokratischen Staates sicherzustellen.“

            UNfähigkeit?

          • Maiko Laugun sagt:

            2: Was hat denn, die Demokratie im Heidiland bisher gegen die böse Nati bewirkt? Etwa die Vollgeldinitiative, welche ausgerechnet die böse NB zu einem gigantischen Machtkoloss umwandeln will?

          • Linus Huber sagt:

            „Die haben wenigstens etwas versucht, auch wenn dies aus Sicht des Linus‘ das falsche ist.“

            Sie liegen wie oft falsch, Island hat richtig reagiert und ich gratulierte deren Präsident sogar.

            Nun, wenn jemand nicht fähig ist, etwelche Entscheidungsträger und Institutionen zu kritisieren, hat dies nun einfach mit Obrigkeitsgläubigkeit oder Naivität zu tun. Sie können es sich aussuchen, wobei ich diesen Ausdruck schon länger nicht mehr verwende. Warum? Eben, weil es sich auch um ein Schlagwort mit negativen Vorzeichen handelt.

          • Maiko Laugun sagt:

            In meinem Falle täuschen Sie sich:

            Ich habe wiederholt die Korrumpierung der Politik und Nationalbanken durch die Geschäftsbanken kritisiert und diese als Hilfs-Tools der Geschäftsbanken bezeichnet.

          • Maiko Laugun sagt:

            Wenn Sie, Huber, nur das Anreizsystem der NB als Uebel erkennen, dann können Sie den Isländern nicht gratulieren, denn die haben ja nur die Bauernopfer verurteilt.

            Oder in anderen Worten: Die NB ist der gesetzeswidrige Anstifter zu kriminellen Aktivitäten der GeschäftsBänkster.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..hat dies nun einfach mit Obrigkeitsgläubigkeit oder Naivität zu tun.“

            Das Ackermännchen lobt den BREXIT und hofft auf einen FREXIT.

            Sie, Herr Huber, lehnen ebenfalls eine Machtkonzentration ab. Das ist legitim.

            Daraus folgt allerdings, dass Sie (z.B.) einer Vollgeldinitiative nur dann zustimmen können, wenn Sie glauben, dass die Macht dann tatsächlich beim Volk landen wird. Da müssten Sie dann schon mehr als nur überzeugt sein („Naivität“ ?), denn sonst würde dies genau Ihrem Gedankengut widersprechen.

          • Linus Huber sagt:

            Das Anreizsystem zeichnet sich mitunter damit aus, wie mit denjenigen, welche sich daneben benehmen, umgegangen wird. Man mag diese Leute als Bauernopfer bezeichnen, jedoch ist es genau das Gefühl der Unantastbarkeit, der Immunität, welches negatives Verhalten fördert. Zentralbanken sind sehr wohl in der Lage, darauf Einfluss zu nehmen und diesen Teil des Anreizsystems bestimmend zu formen.

          • Linus Huber sagt:

            „Die NB ist der gesetzeswidrige Anstifter zu kriminellen Aktivitäten der GeschäftsBänkster.“

            Warum gesetzeswidrig? „Moral hazard“ zeichnet sich ja genau durch die Legalisierung von z.B. Diebstahl aus. Wenn Sie einen chf1000 Schein, aus welchen Gründen auch immer, 30 Jahre bei sich im Schreibtisch lagern, verlor er ca. die Hälfte der Kaufkraft. Glauben Sie, dass sich diese Kaufkraft in Luft auflöste oder jemand anderer dementsprechend profitierte? Wenn der Staat Dich schädigt, ist er normalerweise zur Kompensation verpflichtet. Nicht so im Falle der Manipulation von Geld.

            Ich bin weder Befürworter noch Gegner der Vollgeldinitiative, sondern begrüsse den Umstand, dass Geldpolitik thematisiert wird und dass der Souverän mitsprechen kann.

          • Maiko Laugun sagt:

            „„Moral hazard“ … ist ebenfalls und ausgerechnet in der angeblichen Vorzeige-Demokratie namens Heidiland durch den .. „Souverän“ .. ausdrücklich abgesegnet. Tja, dumm gelaufen.

          • Linus Huber sagt:

            Daher die Kritik an den Zentralbanken, welche der Politik anhand abstruser ökonomischer Theorien das benötigte Feigenblatt liefert. Auch in der Schweiz gibt es viele Obrigkeitsgläubige, welche nicht merken, wie sie über den Tisch gezogen werden oder solche, welche sich ihrer Privilegierung sehr wohl bewusst sein dürften und damit am Status Quo festhalten und zugleich glauben, dass es einzig ihre gute Leistung sei, dass sie erfolgreich sind.

          • Anh Toàn sagt:

            „Ich bin weder Befürworter noch Gegner der Vollgeldinitiative,…“

            Ich schmeisse einfach Schmutz, habe keine Lösung ausser den ollen Goldsatanard, für den bin auch nicht, ich bin nämlig für Kapitalismus ohne Schulden und alle dioe mehr haben als ich, sind nämlig Säcke, egoistische, moraslisch hazardierte, nicht so gut altruistisch wie ich.

          • Anh Toàn sagt:

            Malen Sie, statt ein Kreuzchen bei JA oder eines bei Nein, auf Ihren Stimmzettel dann, ich finde toll, dass diskutiert wird?

            Ich würde toll finden, wenn Du die Kommentarspalten von Deinem sinnfreien Quatsch befreist, wobei ich weder dafür noch dagegen bin, dass man Deine Fresse mitten in deine abgelassene Scheisse steckt.

            Wie gesagt, also ich finde einfach gut, dass dies theamatisiert wird, dass wir mal darpüber gerdet haben: Stimmts fir Di, itze?

          • Anh Toàn sagt:

            Ich finde toll, dass die ganze Schweiz Vollgeld diskutiert, ohne dass jemand, inklusive der Initianten, einen blassen Schimmer davon hat, wie Geld funktioniert.

            Hauptsache wir haben darüber geredet, das ist gut und schön. Wir könnten genauso gut übers Wetter reden.

            Ionesco: A, E, I

          • Linus Huber sagt:

            Zum Glück haben wir die Zentralbanker und Anh Toan, welche Geld wirklich gut verstehen, vor allem es zu „drucken“.

          • Maiko Laugun sagt:

            Das „Anreizsystem“ besteht hauptsächlich in der fehlenden persönlichen Haftbarkeit der Protagonisten der Geschäftsbanken.

            Es ist längst zur Gewohnheit verkommen, Eingriffe und Regulationen durch Rückstellungen in Milliardenhöhe für Bussen zu bilanzieren. Und alles ist gut. Und alle sind glücklich.

          • Linus Huber sagt:

            Ja Maiko, die Gleichstellung (vor dem Gesetz) von Kapitalgesellschaften mit natürlichen Personen dürfte Ursprung einiger Probleme sein.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ein kurzer Gedanke zur „Schein-Initiative“; unabhängig davon, ob dieses System funktionieren würde, was ist stark bezweifle:

            Die Initiative geht davon aus, dass die grossen Geschäftsbanken, welche nur noch ihren Hauptsitz in der CH haben, jedoch ausländischen Investoren gehören und ausschliesslich deren Interessen zu dienen haben, dies einfach so hinnehmen werden.

            Die werden wohl ihren Hauptsitz ins Ausland verlegen. Damit hätte ich kein Problem. Allerdings werden dann Tausende von Angestellten zulasten der Allgemeinheit entlassen.

            Gibt es keine bessere Lösung?

          • Linus Huber sagt:

            Ja Maiko, die Angelegenheit ist vielschichtig und wohl nicht in ein paar Sätzen abzuhandeln. Die Schweiz hat schliesslich von der „financialization“ profitiert und wohl nicht zuletzt, weil die SNB weniger schamlos entwertete als das Gros der anderen Zentralbanken. Mit der Initiative gewinnt die SNB zusätzliche Macht. Dies läuft der Idee zuwider, dass man die Macht der Zentralbanken reduziert oder limitiert.

            Wie sich die Umsetzung dieser Initiative spezifisch auf die einzelnen Akteure auswirken würde, entzieht sich meiner Kenntnis; ich habe mich nicht detailliert damit befasst.

          • Anh Toàn sagt:

            „weil die SNB weniger schamlos entwertete“

            Keine ZB hat Ihre Bilanzsumme mehr ausgedehnt im Verhältnis zum BIP als die SNB.

            Die SNB versucht schamlos, – sie schämt sich nicht einmal GBP zu halten um CHF zu „drucken“.

            Das macht die komplett undemokratisch, das Volk wird nicht gefragt.

            Warum flucht der Huber nicht über die SNB? Weil es heisst „SCHWEIZERISCHE“ Nationalbank, ist die halt moralisch auf der besten Seite („weniger schamlos“), egal was die tut, wen interessieren Fakten, es geht um Moral.

            Nein, das ist es nicht, der Huber flucht nicht über die SNB, weil das unpopulär wäre, er ist aber ein selbstverliebter populärer Populist, er schreibt, was andere gerne lesen.

          • Linus Huber sagt:

            xchange rates

            US$ – chf 1971 – 4.30 / 2017 – 0.96
            GBP – chf 1971 – 10.40 / 2017 – 1.25
            DEM – chf 1971 – 1.18 / 2017 – 0.57

            Ich habe die SNB zu Genüge kritisiert und zwar genau in Bezug auf mangelnde Diskussion und schwache demokratische Legitimation der Geldpolitik; daran mangelt es schwerlich. Aber Fakten bleiben Fakten.

          • Anh Toàn sagt:

            Ihre Rates sind aber nicht wegen, sondern trotz der Nati so.

            Oder ist die Nati stolz, dass der CHF so hoch bewertet ist?

    • Anh Toàn sagt:

      @Markus Ackermann „Herr Senn
      Ihre treu-doofe Argumentation ist schlicht unterirdisch.“

      Herr Ackermann, ich bewundere Ihren Scharfsinn, der Sie erkennen lässt, dass die EU undemokratisch ist, von 1% gegen 99%, und diese 99% nicht zu sagen haben, weil es sonst ja nicht so sein könnte, wie es ist. Denn hätten die etwas zu sagen, würden die 99% nein EU sagen, aber da sie es nicht sagen, haben sie nichts zu sagen, so wie die Inder im Empire:

      Long ago, life was clean
      sex was bad, and obscene
      Victoria was my queen

      Da will farage hin zurück, mo BoJo und May:

      stately homes for the lords
      croquet lwans, village green
      Victoria was my queen

      Though I’m poor I am free
      when I grow, I shall fight
      For this land, I shall die
      Let her sun never set.

  • Linus Huber sagt:

    Die Komplexität ist zu hoch um definitive Schlüsse zu ziehen. Der seit den 90ger Jahren immer schwächer ausfallende „Boom“ beruht in erster Linie auf der Kreditausweitung (Versprechen zukünftiger Leistungen, welche immer offensichtlicher nie einlösbar sind) und den damit verbundenen zunehmenden Ungleichgewichten zwischen Staaten wie zwischen individuellen Einkommens- und Vermögensgruppen. Dieser Aspekt spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle in der Diskussion. Die sozialen „Errungenschaften“ dienen dazu, die erzeugten Umverteilungseffekte zu tarnen und mit der damit bezweckten Abfederung das Pöbel ruhig zu halten. Irgendwann merkt der Frosch eben auch, dass es zu warm wird und versucht aus dem heisser werdenden Wasser zu springen – voila „Rechtspopulismus“.

    • Marcel Senn sagt:

      Na Huber – dass die Komplexität für Sie auf ihrem nebelumhangengen theoretischen Elfenbeinturm etwas zu hoch ist verwundert mich nicht wirklich.
      Es ist Ihre abschätzige Haltung zur Oekonometrie, die sie zu solchen Schlüssel verleitet.
      1945 waren viele Länder einiges mehr verschuldet aufgrund der aufgenommenen Kriegsschulden und die Welt hat die Kurve dennoch wieder gekriegt. Sie aber Huber hätten vermutlich schon 1945 so larmoyant dahergeredet wie Sie es heute noch tun.
      Immerhin haben Sie jetzt mit dem Gödl noch ein Untergangsgschpänli — warten auf Godot auf der grossen Elliot Welle – how exciting….

      • Linus Huber sagt:

        Der Vergleich zu 1945 hinkt auf etlichen Ebenen, aber dies kann man natürlich nicht erkennen, wenn man einzig Zahlen betrachtet.

        • Marcel Senn sagt:

          Huber: Dass Sie in Ihrer etwas österreichisch vernebelten Filterblase die vielen Gemeinsamkeiten nicht erkennen können, erstaunt einmal mehr nicht!
          Was waren denn die fixen Wechselkurse denn gross was anderes als zumindest eine zentralplanerische Komponente der Zentralbanken, dazu hoch diese esoterisch anmutende Halbgoldanbindung?
          Auch nicht viel anderes als die zentralplanerischen Eingriffe von FED, EZB, SNB, BoJ von heute.
          Dazu Kapitalrestriktionen, Zinsen unter der Inflationsrate, welche wir heute auch wieder haben, nur klappt das mit der Inflation nicht mehr so ganz wie damals, als man noch Wachstumsraten von bis zu 14% hatten – gut auf einem Trümmerhaufen wächst es sich auch leichter als auf einem Hochglanzwolkenkratzer.

        • Marcel Senn sagt:

          Huber: Dieses Bretton Woods hat ja nicht mal solange gehalten wie die gute alte „DDR“ selig – das ist ja schon ein Armutszeugnis und 1971 war die USA praktisch zahlungsunfähig!! Die US-$ der amerikanischen Touristen in Europa wurden während Wochen nicht mehr akzeptiert!
          .
          Und in Folge kamen dann gleich noch zwei Oelkrisen, aber auch das hat man überlebt.
          Sie und Gödl haben so eine komische Pfarrersmentalität als müssen wir dann irgendwann mal bitter büssen für unser Tun!
          .
          Na und wenn schon, wenn man vorher ein gutes vergnügtes Leben hatte…
          Enjoy now, pay later or never…

        • Marcel Senn sagt:

          Huber: Sie beziehen doch des öfteren mal Stellung für jenes angeblich nachhaltige und disziplinierende Währungssystem ab WKII bis 1971 (und seufzen uns dann ganz entzückt und entrückt was von den guten alten Zeiten vor 1971 mit Bretton Woods vor)
          Und dann kracht jenes System sang- und klanglos nach gerade mal läppischen 25 Jahren in sich zusammen und der Huber kann nicht aufhören über das aktuelle System zu motzen und es zu kritisieren und sich als Untergangsprophet aufzuspielen…
          Wenn Sie mal ganz ehrlich mit sich selber sind Huber – finden Sie sich selber mit solchen Ansichten nicht auch ab und zu etwas gar unglaubwürdig und lächerlich???

          • Linus Huber sagt:

            Senn:

            Wer ausser Ihnen redet von Untergang und anderen Unterstellungen, worauf Ihre Argumente im Allgemeinen beruhen?

            Ihre Vorliebe für uneingeschränkte Zentralplanung und Ihre Überzeugung an deren positive Wirkung in weitgehender Ignoranz von nicht unmittelbar erkennbaren Konsequenzen ist mir inzwischen bekannt.

            … daher passierte 2008 ja nicht.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Wenn Sie nicht mal Ihre eigenen Vorlieben wirklich kennen, wie wollen Sie denn meine kennen??
            .
            Na ja 2008 hat nur ziemlich beschränkt (ca 15-25% Mitschuldanteil der FED) mit Zentralbanken was zu tun.
            Da hat die Finanzaufsicht, die Ratingagenturen, die Politik und die pöhsen Hypobanken, Geschäftsbanken und Versicherer mit ihren teuflischen Instrumenten und nicht zuletzt die gierigen oder sich selbstüberschätzenden Bürger (sehr wichtige Akteure für das 2008er Desaster ) doch einiges mehr dazu beigetragen — aber das können Sie in Ihrem monokausalen Denken natürlich nicht erkennen…

          • Linus Huber sagt:

            Die Frage lautet eben nicht, ob sich die Akteure überschätzten, sondern warum sie sich überschätzten.

          • Marcel Senn sagt:

            Na weil der Hypothekenverkäufer gerade ein super Angebot hatte…, der Nachbar oder Bürokollege das grössere Haus hat…weil alle vom leistungsfreien Wohlstand infolge Immowertzuwachs träumen…weil man die schönsten Weiber will….weil man die Immobilien steuersparend erwerben kann…
            .
            In Ihrem Alter sollte man doch langsam wissen wie die Triebstruktur sich auf die Menschen auswirken kann und auch immer wieder mal tut. Betongold als Assetklasse No1 auf der Welt kann nun mal verschiedenartigste Bedürfnisse verschiedenartigster Menschengruppen befriedigen, zudem bedeutet sie auch oft Macht! (Das kann Ihnen der Donald sicher noch viel besser erklären ;-))

          • Linus Huber sagt:

            „leistungsfreien Wohlstand infolge Immowertzuwachs träumen“

            Guter Ansatz! Dieser Umstand ist kein Zufall.

          • Linus Huber sagt:

            Handelt es sich um einen Zufall, dass der globale Aktienmarkt 102% des Welt-GDP erreicht?

            http://www.zerohedge.com/news/2017-07-15/global-stocks-soared-15-trillion-week-now-102-world-gdp

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Nix neues unter der Sonne — weiss ich doch als numerisch orientierter Mensch.
            Die Zahlen kenne ich schon lange und die Aktien sind akutell auch noch nicht exorbitant hoch bewertet wie der detailliertere historische Vergleich zeigt.
            Vor allem US Stocks sind halt stark im Gewicht und drücken das nach oben.
            http://siblisresearch.com/data/market-cap-to-gdp-ratios/

          • Marcel Senn sagt:

            Huber Der US Stockmarkt mit 25.6 Bio $ (rund 33% der Weltaktienmärkte) ist mit 134.5% tatsächlich etwas overvalued, aber da wird Frau Yellen mit weiteren Zinserhöhungen sich noch etwas entgegenwirken.
            Fragt sich aber was dann vermutlich Trumps Mann als FED Chef ab 2018 dann machen wird — ev. Zinsen auch wieder senken, falls es doch nicht so gut laufen würde mit der Wirtschaft…oder die Schuldzinsen beginnen wieder richtig weh zu tun im Budget

            https://www.gurufocus.com/stock-market-valuations.php

          • Linus Huber sagt:

            Die ein wenig rhetorische Frage war allerdings nicht, ob es sich dabei um etwas neues unter der Sonne handelt oder ob Sie diese Zahlen kennen.

          • Marcel Senn sagt:

            Für Sie scheint es eben doch was neues unter der Sonne zu sein, dass die globalen Assets wieder mal die 100er Grenze durchschritten haben, dass Sie sogar den „Zufall“ herbeibemühen müssen.

            Der Gurufocus sieht bei 102% höchstens eine leichte Ueberbewertung – vor in den USA übertreiben sie es mal wieder!
            .
            In der Schweiz sind die totalen Aktienbewertungen mittlerweile sogar bei über 220% des BIP — Alles Zufall, Herr Jordan oder was Huber??

          • Marcel Senn sagt:

            Nachtrag: Ueber 80% der CH Aktien gehören auch Ausländern…

          • Linus Huber sagt:

            Warum gehen Sie nicht auf meine eher rhetorische Frage ein und Antworten anstelle dessen mit Unterstellungen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Warum gehen Sie nicht auf meine eher rhetorische Frage ein..“

            Ich stelle Ihnen nun eine nicht rhetorische Frage:

            Bei NMTM kann mann nachlesen, dass Sie eine Wettschuld haben. Ist das richtig? Ja oder Nein? Es geht um Ihre Glaubwürdigkeit, Herr Huber, Danke.

          • Linus Huber sagt:

            Spekulationsphasen sind zu einem nicht unerheblichen Anteil durch die Geldpolitik der massgebenden Zentralbanken beeinflusst. Die Gangart der Geldpolitik dürfte nicht zuletzt in geheimen Absprachen am zweimonatlichen Treffen des Economic Consultative Committee (ECC), welches von den wichtigsten Zentralbankern besetzt wird, besprochen und bestimmt werden. Man muss sich vorstellen, dass es sich bei diesen Entscheidungsträgern um vom Steuerzahler finanzierte „Public Servants“ handelt, welche jedoch offizielle Unabhängigkeit in Anspruch nehmen, selbstverständlich vollkommene Immunität in Bezug auf Ihre „Arbeit“ geniessen und damit nicht wirklich demokratischer Kontrolle unterliegen und zugleich anhand der Geheimhaltung der Gespräche auch keiner medialen Kontrolle ausgesetzt sind…

          • Linus Huber sagt:

            … Trotz der schwachen demokratischen Legitimation und nicht existierender medialer Kontrolle geniessen diese Leute eine Macht, welche diejenige von demokratisch legitimierten Regierungen bei weitem überflügelt.

            Interessanterweise waschen sich diese Leute beim Platzen von Blasen die Hände und erklären, dass es nicht voraussehbar war, dass es sich gemäss ihren Berechnungen um einen Fall handelt, welcher in Millionen Jahren einmal eintritt, etc. Die Hinterfragung ihrer eigenen Kompetenz findet nicht statt, respektive der Umstand, dass es sich einzig um den Banken (als Gegensatz zu Bevölkerung) dienenden Institutionen handelt, wird nie thematisiert. …

          • Linus Huber sagt:

            … Und es gibt tatsächlich Menschen, welche in fast religiöser Manier diese „High Priests of Finance“ huldigen und nicht fähig sind, ein Wort der Kritik zu formulieren.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Interessanterweise waschen sich diese Leute beim Platzen von Blasen die Hände und erklären, dass es nicht voraussehbar war, …“

            Haben Sie Ihre eigenen Wettschulden auch nicht vorausgesehen?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „..welche in fast religiöser Manier ..“

            Hoffentlich lesen Ihre Eltern dies nicht, auf wessen „Anstands-„Lehre* Sie ja angeblich so pochen 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „..dürfte nicht zuletzt in geheimen Absprachen..“

            Verschwörungstheorie? Oder müssen die zuerst den kleinen Linus direkt-demokratisch um Erlaubnis bitten?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Aber darum geht es nicht: Sind Sie geistig fähig, meine zuvor sehr einfach formulierte Frage zu beantworten?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „..und nicht fähig sind, ein Wort der Kritik zu formulieren.“

            Warum sind Sie persönlich nicht fähig, eine einfache Frage zu beantworten?

          • Maiko Laugun sagt:

            Ein Ja oder Nein genügt. Kann der Linus Huber aber nicht 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            Es verspricht mir einer eine hohe Rendite. Sofern ich nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, so erkenne ich einen Betrug.

            Nach der Logik des Linus‘ Huber spielt nur die Message eine Rolle, nicht der Ueberbringer.

            Mann o Mann! 🙂

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: „Spekulationsphasen sind zu einem nicht unerheblichen Anteil durch die Geldpolitik der massgebenden Zentralbanken beeinflusst.“
            .
            Das ist eben genau Ihr indoktrinierter Denkfehler in seiner ausgeprägten Endlosschlaufe!
            Gut immerhin schreiben Sie mal „zu einem nicht unerheblichen Anteil“ – das lässt noch Hoffnung zu, dass bei Ihnen noch gewissen Restfähigkeiten zu einer analytischen Differenzierung übrig geblieben sind.
            Sie überschätzen einfach die Macht der ZB massiv und gleichzeitig verniedlichen Sie das Tun der Geschäftsbanken mit immer neuen Tricks und Finanzinstrumenten inkl. unseriöser Kreditvergabe und eben auch der Hype in der Bevölkerung, der noch allen geplatzten Blasen vorausgegangen ist plus auch das wiederkehrende Versagen der Politik!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: „..plus auch das wiederkehrende Versagen der Politik!“

            Ich sehe da noch einen weiteren Faktor, nämlich die Finanzmarktaufsicht (z.B. FINMA in der CH). Die verkörpern nichts anderes als einen Schauprozess für das kleine Volk.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber „Die Gangart der Geldpolitik dürfte nicht zuletzt in geheimen Absprachen am zweimonatlichen Treffen des Economic Consultative Committee (ECC), welches von den wichtigsten Zentralbankern besetzt wird, besprochen und bestimmt werden“

            Wer nimmt denn da Teil? Das gesamte Direktorium der SNB oder auch das erweiterte? Von FED, von EZB) Vermutlich die Präsidenten. Und die beschliessen und bestimmen da, sagen Sie. Und die anderen Mitglieder nicken nur ab? Ist denen egal, gar nichts zu sagen zu haben?

            Wo haben Sie diesen Stumpfsinn wieder abgeschrieben?

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: So bedrohlich sieht das nicht aus, was da jeweils z’Basel im Hirn der Weltfinanz so ausgebrütet wird…und soviele Möglichkeiten haben die ja auch nicht – Zinsen und Geldmenge sowie ab und zu noch ein paar mahnende Worte an die Oeffentlichkeit und die Politik.
            http://www.bis.org/about/bimonthly_meetings.htm

            Zumindest scheinen die Zentralbanken lernfähig zu sein und haben nach 2008 nicht dieselben Fehler gemacht wie die FED in den 30ern oder die SNB ab 1992 mit einer jeweils doktrinkranken sehr engen Geldpolitik die Fahrt ihrer Länder in die Krise noch beschleunigten.
            .
            Wie das ganze Experiment mit den ZB mal rauskommt weiss noch niemand, aber auch der Huber würde bei einem gebrochenen Bein diesen mit einem Gips stabilisieren.
            .

          • Linus Huber sagt:

            „Sie überschätzen einfach die Macht der ZB massiv und gleichzeitig verniedlichen Sie das Tun der Geschäftsbanken mit immer neuen Tricks und Finanzinstrumenten“

            Nein, die Regeln und das Anreizsystem ist Teil der Geldpolitik; die Akteure versuchen diese zu ihren Gunsten auszunutzen. Da die Regeln eh zugunsten der Banken ausfallen, dürfte dies nicht sonderlich schwierig sein.

            Einzelne Blasenbildungen sind nicht von hoher Bedeutung, wenn es sich um ein weit verbreitetes Phänomen handelt, ist es ein Zeichen verfehlter Geldpolitik.

            „Zumindest scheinen die Zentralbanken lernfähig zu sein“

            Sicher doch, deshalb wurde das gleiche Rezept wie 2003 verwendet, welches zum „fast System-Kollaps“ 2008 führte.

          • Linus Huber sagt:

            Wenn sich die wichtigsten Zentralbanker abgeschirmt von der Öffentlichkeit und ohne Protokoll wie der Notwendigkeit, ihre Gespräche zu dokumentieren, für 3 Stunden bei bestem Wein und Essen treffen, dürfte es der Spitze der Naivität entsprechen, zu glauben, dass sie sich nicht absprechen, koordinieren und sich über die grundlegende Richtung einigen. Die notwendigen Argumente und Rechtfertigungen gegenüber der Öffentlichkeit sind nicht sonderlich schwierig zu finden.

          • Anh Toàn sagt:

            Ach Mann!

            Also wenn sich Trump und Putin unterhalten, am G20 Gipfel treffen und 2 Stunden und 16 Minuten plaudern, teilen sie sich die Welt auf.

            Gibt es ein Protokoll vom Gespräch? Der Bericht darüber ist auf alle Fälle im Konjunktiv verfasst, Putin habe oder Trump soll und so.

          • Linus Huber sagt:

            Sie sagen es ja genau, es tritt dieser und jener Aspekt der Diskussion an die Öffentlichkeit. Wann haben Sie je den Inhalt der Diskussionen zwischen Zentralbankern anlässlich solch einer „lockeren Runde“ gefunden? Nichts, nado, es wird nicht einmal thematisiert.

          • Linus Huber sagt:

            Abgesehen davon, sind Zentralbanker im Gegensatz zu z.B. Trump und Putin nicht wirklich Kontrahenten, sondern dürften sich eher als Mitglieder eines Clubs fühlen, wobei dieser Aspekt bei manch einem Politiker wohl ebenfalls zutreffen dürfte.

          • Anh Toàn sagt:

            Könnte es sein, dass wir nichts über den Inhalt dieser Diskussionen (der Zentralbanker an diesen Treffen) lesen, weil wir nichts darüber wissen wollen? Es ist ja nicht geheim, dass die stattfinden.

            Wissen Sie was: Die welche sich da treffen, entscheiden nicht, wenn die Vereinbarungen treffen würden, würden sie sich jeweils mit einem vollmachtlosen Vertreter einigen, wissentlich, es wäre bestenfalls ein Ladies & Gentlement’s agreement.

            Auf alles werfen Sie Schmutz, aber Hauptsache in der Schweiz darf man Politiker legal kaufen (Anonyme Parteispenden sind erlaubt)

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Eigentlich erstaunlich, dass Sie die Bilderberger-Konferenzen noch nie erwähnt haben.
            Dort werden ja gewissen Kreisen gemäss auch die Weichen für die sog. Neue Weltordnung – New World Order – ein Wort welches Bush senior vor einem Vierteljahrhundert mal erwähnt hat und die Phantasien von Mio von Verschwörungstheoretikern magisch beflügelt hat!
            .
            Ich bleibe dabei – im Turm zu Babel äh Basel wird sicher guter Wein getrunken und fein gespiesen, aber soviele Möglichkeiten haben die Zentralbanker nicht!
            Und all die teuflischen Finanzinstrumente der Geschäftsbanken müsste die Politik regulieren, aber die sind leider auch oftmals korrumpiert oder einfach unwissend auf dem Gebiet. Zuwenige mit Macht haben wirklich den Durchblick, das ist das Problem!

          • Anh Toàn sagt:

            Ist doch die Freiheit des Altruisten, Politiker anonym zu bezahlen.

          • Anh Toàn sagt:

            Wir reden hier über Populismus: Sie sind der Beweis, wie gut Populismus wirkt: Sie misstrauen den Politikern und Zentralbanker, weil Sie in alternativen Medien lesen, dass die nämlich bei gutem Wein und Essen Geheimabsprachen treffen, an den Zentralbankertreffen wird die Welt ganz undemokratisch und unkontroliert regiert. Ob auf EU, Zentralbanker, Politiker oder Minderheiten, Populisten wie Sie, ob abgeschrieben oder originär, wissen, wenn man genug Schmutz wirft, bleibt immer etwas hängen. Darum kaufen sie sich Medien, die dann die Wahrheit über den ganzen Schmutz verkünden, über welche die mainstream medien natürlich nicht berichten.

            Was bleibt von Ihrem Post wahrscheinlich richtig: Die speisen gut, dass die viel Alkohol trinken, glaub ich nicht. Die Säcke!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Anh: „..weil Sie in alternativen Medien lesen..“

            Und genau deshalb glaubt der kleine Linus, er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen.

          • Maiko Laugun sagt:

            Gerüchten zufolge, gab es auch bei Uriella geheime Sitzungen.

          • Maiko Laugun sagt:

            Deren Schäfchen glaubten, dass sie es besser wisse als alle anderen.

          • Linus Huber sagt:

            Marcel, ich kann Ihre Einstellung nicht verstehen. Die Banken verhalten sich doch derartig, weil sie die uneingeschränkte Unterstuetzung der Zentralbanken geniessen. Würde diese indirekte Subventionierung wegfallen, würde sich ihr risikoreiches Verhalten schnell ändern.

          • J. Kuehni sagt:

            Apropos geheime „Sitzungen“ bei Speis‘ und Trank:

            https://www.theguardian.com/us-news/2017/jul/18/trump-and-putin-undisclosed-second-meeting-white-house-confirms

            In seiner Reaktion empört sich der Trumpolini darüber, dass selbst ein G20-Staatsdinner „arranged by Germany“ von den „Fake-News-Machern“ als „sinister“ charakterisiert wird. Dabei haben die doch bloss bei Speis‘ und Trank etwas geplaudert …

            Was lernen wir daraus? Populisten, Mainstreamkonditionierte, Fake-News-Produzenten und -Konsumenten sind immer die gleichen: Nämlich die „Anderen“. Jeder ist dem anderen sein Populist. Populist, der Popeln isst.

            Dada pur.

          • J. Kuehni sagt:

            Hier mal zur Abwechslung eine „private“ Absprache unter Multimilliardären unter dem Stichwort „totalitärer Kapitalismus“:

            https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/jul/19/despot-disguise-democracy-james-mcgill-buchanan-totalitarian-capitalism

            Sicherlich handelt es sich dabei bloss um liberale „Propaganda“…

          • J. Kuehni sagt:

            „In one respect, Buchanan was right: there is an inherent conflict between what he called “economic freedom” and political liberty. Complete freedom for billionaires means poverty, insecurity, pollution and collapsing public services for everyone else. Because we will not vote for this, it can be delivered only through deception and authoritarian control. The choice we face is between unfettered capitalism and democracy. You cannot have both.“

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Kuehni, Sie weisen genau auf den Punkt hin, welchen ich anspreche. Trump als demokratisch legitimierter Entscheidungsträger muss sich sogar rechtfertigen.

            Sie bestätigen meine Überlegung, dass ein Mehr an Demokratie vorteilhaft sein dürfte. Vielleicht kann das Auswahlverfahren für Parlamentssitze oder die Mitbestimmung der Bevölkerung verbessert werden, damit der Effekt von Geld und Lobbying reduziert wird.

          • J. Kuehni sagt:

            „damit der Effekt von Geld und Lobbying reduziert wird.“

            Na dann, her mit der Offenlegungspflicht von Partei-, Politiker- und Kampagnenfinanzierung, Beschränkung von Abstimmungspropaganda (Budgetbeschränkung / Auffinanzierung der Gegenseite), Strafbarkeit von Falschaussagen und irreführenden Headlines bei Abstimmungspropaganda und einem Verbot von Politpropaganda auf dem Grund von Subventionsempfängern. Vielleicht brauchen Parlamentarier auch nicht unbedingt in VR’s Einsitz zu nehmen, etc. usw.

            Am wichtigsten wäre aber eine wahrhaft progressive Besteuerung von Firmenprofiten basierend auf dem Umsatz in einem bestimmten Markt anstatt einer Gewinndeklaration in irgendeinem Steuerparadies, ebenso wie eine faire Aufteilung von Steuererträgen zwischen Wohn- und Erwerbssitz.

          • J. Kuehni sagt:

            Ausserdem sollte das Steuergesetz so angepasst werden, dass die Bildung von privaten Hypervermögen schlichtweg unmöglich wird.

            Die Existenz von Multimilliardären lässt sich nun mal nicht mit einer funktionierenden Demokratie vereinbaren.

          • Linus Huber sagt:

            Kuehni

            Vielleicht ist das Auswahlverfahren zu revidieren, z.B. dass ein Zufallsgenerator bestimmt, wer für ein Jahr im Parlament sitzt. Die ganzen politisch motivierten Scheinduelle unterschiedlicher Parteien würden evtl. dadurch durch eine mehr sachorientierte Diskussion ersetzt. Natürlich müsste man diskutieren, wie dieses Auswahlverfahren im Detail auszusehen hätte; aber der Faktor Geld dürfte damit reduziert werden.

          • Linus Huber sagt:

            Allgemein sollte das Format lockerer Treffen von Entscheidungsträgern stärker hinterfragt werden, denn die dabei mitunter stattfindende „sich gegenseitige auf die Schulter klopfende“ Fraternisierung beflügelt das Gefühl der Abgehobenheit und die Distanzierung zur eigenen Bevölkerung.

          • Maiko Laugun sagt:

            @J. Kuehni: „Vielleicht brauchen Parlamentarier auch nicht unbedingt in VR’s Einsitz zu nehmen, etc. usw.“

            Stimme Ihnen gerne zu: Ich würde in die Verfassung schreiben: Es ist einem jedem Parlamentarier und Bundesrat verboten, ein Job, ein VR-Mandat und auch eine externe Beratertätigkeit (etc.) für an den Börsen kotierten Grosskonzernen anzunehmen – auf LEBENSZEIT.

            Ich wäre auch einem Berufsparlament nicht abgeneigt. Die Korrumpierung … äh … Lobbyismus (Entschuldigung!) könnte so zumindest etwas eingedämmt werden.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ich hätte auch kein Problem damit, wenn – als Kompensation für das das genannte Lebenszeit-Verbot – ein Bundesrat z.B. 1 Millon p.a. verdient. Wenn dies der Sache wirklich dient, warum nicht?

          • Linus Huber sagt:

            „Und all die teuflischen Finanzinstrumente der Geschäftsbanken müsste die Politik regulieren, aber die sind leider auch oftmals korrumpiert oder einfach unwissend auf dem Gebiet.“

            Sicherlich ist die Politik auch gefragt, wobei sie sich oft den Rat der Zentralbank einholt um zu entscheiden. In solch einem Fall kann man gut die Funktion der Zentralbanken erkennen: Lobby-Abteilung der Finanzindustrie.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Marcel: „..warten auf Godot auf der grossen Elliot Welle..“

        Genau! Leider gibt es den Religions-Blog von Hugo Stamm nicht mehr. Gewisse Kommentatoren wären dort besser aufgehoben. 🙂

        • Marcel Senn sagt:

          Maiko: Als ich mich als prof. Glücksspieler versucht habe vor x Jahren, habe ich auch nächtelang Permanencen des Spielcasinos Baden-Baden durchgerechnet mit der chinesischen Abstrichprogression und allen möglichen Roulettestrategien und versucht irgendwelche Muster zu erkennen.
          Hat dann aber nicht so ganz geklappt und ich bin verarmt dabei…
          Wieviele sind wohl mit der Elliotwave schon reich geworden und wieviele verarmt damit?? Die Wege des Herren sind unergründlich…

          • Linus Huber sagt:

            Bewundernswert; ein Glücksspiel ist zu komplex, jedoch das Verhalten der Menschen zu prognostizieren, was die ökonomische Lehre beinhaltet, ist für Sie ein Klacks.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Vergleichen Sie die Oekonomie als solches (nicht die Teilnehmer) mit einem Glücksspiel?

            @Marcel: Bin kein Mathematiker:

            Bei jeweils Verdoppelung des Einsatzes bei Fehlfarbe soll ein Verlust nur dann möglich sein, wenn konstant und endlos die gleiche Fehlfarbe käme. Also immer auf die gleiche Farbe setzen, bis diese kommt, unter jeweils doppeltem Einsatz.

            Aber wer kann das schon? Zudem (u.a.) wohl auch ein Grund, weshalb Einsätze reguliert sind.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Nur hat man beim Farbenspiel immer die Null also 1/37 gegen sich – bei Ami Roulette sogar 2/38 mit der Doppelnull.
            .
            Und beim Verdoppelungsspiel gewinnt man ja immer nur den ersten Einsatz…wenn der 20 war, muss man im 8. verlorenen Spiel in Folge schon 2560 einsetzen um 20 zu gewinnen…
            .
            Gut die spielen alle gegen den „Ecart“ (Abweichung von der Normzahl – also 48.65% rot und 48.65 den Ausgleich bei grossen Wurfmengen — aber es kann auch sein dass 20x in Folge rot kommt und dann ist der Zaster weg – und meist sind die Casinolimiten eh tiefer.
            .
            Da gibts übrigens auch so selbsternannte Rouletteprofessoren mit Geheimsystemen und auch sonst allerlei Gaukler – fast wie in der realen Oekonomie mit all den Zahlen- und Wellenkünstlern… 😉

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: „..und meist sind die Casinolimiten eh tiefer.“

            Ich sehe dies als Regulierung: Warum? Weil die selber nicht der theoretisch möglichen Variante (mathematisch ?) trauen, dass endlos die Fehlfarbe kommt, weil sonst ja der Spieler immer gewinnen würde, sofern er über einen langen (finanziellen!) Atem verfügt.

  • Taric Trent sagt:

    „Mehr Handel, weniger Zölle und liberalisierte Märkte bringen den involvierten Nationen ökonomischen Wohlstand“

    Oder auch weniger wenn man Grieche, Portugiese etc. ist.

    • J. Kuehni sagt:

      „Mehr Handel, weniger Zölle und liberalisierte Märkte bringen den involvierten Nationen ökonomischen Wohlstand“

      Die Aussage stimmt schon. Sogar Griechenlands GDP ist durch die Finanzkrise „bloss“ auf den Stand von ca. 2003 zurückgefallen, nachdem es vorher seit den 80ern gewachsen und nach Einführung des Euros regelrecht „geboomt“ hat. Dasselbe etwas weniger ausgeprägt in Portugal und Spanien.

      Das Problem ist ja sowieso, wie die einzelnen Länder auf wachsende, ökonomische Ungleichheit *politisch* reagieren (Stichworte Umverteilung, Sozialstaat, progressive Besteuerung, etc.)

      • J. Kuehni sagt:

        Versuche hier ein paar Links diesbezüglich reinzustellen, bisher wollte das Blogsystem nicht 😉

      • J. Kuehni sagt:

        Die Unterschiedlichen Resultate unterschiedlicher Länder werden insofern auch fortbestehen, wenn die Globalisierung abgeprotzt, der Freihandel eingeschränkt, die Grenzen wieder dichtgemacht werden. All dies sind keine Garanten für eine bessere Verteilung des Wohlstands innerhalb der Nationen, geschweige denn zwischen den Nationen.

        • Taric Trent sagt:

          Kuehni: Wie Sie schon sagen ist das Inlandprodukt gesunken und sind die Schulden gestiegen, die genannten Nationen sind also ä r m e r geworden. Andere reicher..

          Tatsächlich bringt Handel nämlich keinen Wohlstand, nur Umverteilung der Wertsumme, die aus durchschnittlich nötiger abgeleisteter und verkaufter Arbeit besteht.

          Und dabei haben mittels Euro – ein paar Kernländer dem Rand ganz schön was abgezügelt und schrumpfen nun die Staatsausgabe seiner Produktiv- und Verpflichtungslage entgegen, was sich für das Volk – auf den der Hinweis mit der „Nation“, die am Liberalismus genesen soll, nämlich auch noch anspielt ohne es explizit zu machen (sonst würde da „Staat“ stehen) – sehr schmerzvoll ausnimmt.

          • J. Kuehni sagt:

            Wir können uns auf „National-Staaten“ einigen. Weil als solche werden die „Länder“ oder „Nationen“ oder „Staaten“ zumindest in Europa meistens verstanden, sofern nicht ausdrücklich anders deklariert. So die Macht der Konvention.

            Abgesehen davon findet alles, was sie hier beschreiben auch innerhalb der „National-Staaten“ statt, bei manchen mehr (UK, US) bei anderen weniger schmerzvoll (CH). Oftmals sogar mit einer gewissen Komik verbunden, s. Steuerwettbewerb im Heidiland.

            Gegen die heterogene Verteilung (Kern vs. Peripherie) von Wirtschaftstätigkeit – die berühmte Wertschöpfung, wenn Sie so wollen – ist bisher noch keine bessere Methode ausser „Umverteilung“ durch politische Intervention gefunden worden. Innerhalb und zwischen den Grenzen.

          • J. Kuehni sagt:

            Wenn die „Nation“ vielleicht auch nicht am Liberalismus (welchem?) genesen kann, so wird sie garantiert am engstirnig ausgelegten Nationalismus zugrunde gehen.

          • J. Kuehni sagt:

            „Wie Sie schon sagen ist das Inlandprodukt gesunken und sind die Schulden gestiegen, die genannten Nationen sind also ä r m e r geworden. Andere reicher..“

            Sie sind teilweise wieder ärmer geworden, nachdem sie zuvor reicher geworden sind. Die Einführung des Euros bei mangelhaften flankierenden Massnahmen (kommt einem das bekannt vor?) führte zu unreguliertem Kapitalzufluss (die Nichtregulierung aus ideologisch/doktrinären Gründen politisch gewollt), zu einer Blasenbildung und danach zu dem, was der Pain Caucus gerne als „Marktkorrektur“ charakterisiert.

          • J. Kuehni sagt:

            20 Jahre zuvor waren Griechenland, Portugal und Spanien aus ihren jeweiligen rechtsnationalistischen Militärdiktaturen hervorgekrochen und fingen mit Unterstützung der Vorläuferorganisation der EU mit dem Aufbau ihrer Demokratie und ihres Wohlstandes erst an. Bis dahin wurden diese Länder teilweise als „Drittweltstaaten“ betrachtet.

            Der Fall der Mauer soll angeblich manche Völker befreit haben. Interessanterweise ist in manchen Köpfen etwas anderes passiert, die sind vom DDR-Virus befallen worden und verlangen seither die Wiedereinsperrung der Leute hinter Nationalstaatsgrenzen (selbstverständlich immer nur „andere“ betreffend).

          • Linus Huber sagt:

            „Wiedereinsperrung der Leute hinter Nationalstaatsgrenzen“

            Netter Versuch, nur komplett falsch. Es geht um die Sicherung von Grenzen zwecks Zutrittskontrolle und nicht um das Einsperren von eigenen wie anderen Menschen. Natürlich stört die Inanspruchnahme dieses Selbstbestimmungsrechtes auf der Ebene des demokratischen Staates all jene, welche den Nationalstaat vorzugsweise auf dem Schutthaufen der Geschichte begraben wollen. Was diese Kreise nicht zu merken scheinen, liegt im Umstand, dass sie damit auch schrittweise zugleich die demokratischen Rechte, welche das Format des nationalen Staates nutzten, zu Grabe tragen.

  • Franz Gödl sagt:

    Es wird meiner Meinung nach zu sehr ums Detail diskuttiert. Dabei wird übersehen, dass Globalisierung zu einer anderen Phase im Wirtschaftszyklus gehört als der nun wieder grösser werdende Protektionismus. Abbau von Handelshemmnissen steht immer am Beginn eines gesunden Wachstumszyklusses, der zusammen mit friedlichen Zeiten einhergeht. Das hatten wir noch vor dem eigentlichen Ende des Wirtschafts-Booms von den frühen 80-er Jahren bis 1999/2000. Danach wäre die natürliche Konsolidierungs und Bereinigungs-Phase dran gewesen, aber diese wurde künstlich eher schlecht als recht hinausgezögert bis zum heutigen Tag. Aber es gibt Risse im Damm und einer davon ist der aufkeimende Protektionismus, der zur Abschwung-Phase gehört.

    • Marcel Senn sagt:

      Gödl: Was für ein Wirtschaftsboom „von den frühen 80zigern bis 1999/2000“
      Anfangs 80er gabs Rezession fast überall – in England noch etwas länger dank Maggie
      Die 90er waren auch nicht gerade der Hit – es gibt sogar linke Pessimisten die von einer Weltwirtschaftskrise sprechen bei den 90ern. (gab viele regionale Krisen – Schweiz, Mexico, Russland, Asien, the great Bondmassaker, Saving & Loans Desaster, LTCM
      .
      Und dann hätten wir nach Pfarrer Gödl eine Fegefeuerphase kommen müssen?
      Für was denn?
      Etwa für das nicht erlebte Paradies zw. 1980-1999??
      .
      Die Dot.Com Phase mit 5 Bio $ Wertminderung war übrigens doch ganz bereinigend, dann kam halt 9/11, der Irakkrieg und vorher noch der € — da fing die Cheap Money Party eigentlich erst richtig an und jetzt katern wir noch etwas

      • Franz Goedl sagt:

        Senn, ist jeder, der Zyklen erkennt ein Pfarrer? Zyklen gibt es überall und sie bestimmen unser Leben. (Tag/Nacht, Jahreszeiten, Jugend/Erwachsenen-Sein/Alter, Hausse/Baisse, uvm). Der Dow Jones hat von 1980 bis 2000 um 1427% zugelegt. Von 1999 bis dato nur 89.6%. Der Aktienmarkt ist DAS Wirtschaftsbarometer schlechthin. Pessimisten und Optimisten gibt es in jeder Wirtschaftsphase. Das ist aber kein Gradmesser, was gerade für eine Phase herrscht. Im Gegenteil: in den mittleren 90-er Jahren waren die Anleger voll Skepsis und Sorge, während die Kurse sich in einer echten Hausse befanden. Heute gibt es mehrheitlich Optimisten an den Börsen, wo doch, wie oben gezeigt, die Phase alles andere als profitabel ist verglichen mit 1980-99/00. Ihre Zahlen hinken der Realität hinterher, nicht gemerkt?

      • Franz Goedl sagt:

        Senn: Ja genau, das Platzen der Dot.Com-Blase ist auch ein typischer Bestandteil eines Zyklusses. Sie können auch andere Blasen-Entwicklungen zum Beispiel nehmen wie Southsea oder Tulip-Mania. Alle verlaufen im gleichen Muster mehr oder weniger. Die Kriege und Terroranschläge sind ebenfalls Ausdruck der Abschwungphase. Wenn man dieses Muster erkennt, wusste man schon Jahre im Voraus, dass die Situation mit aufkeimendem Populismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, soziale Unruhen kommen werden. Vielleicht schauen Sie mal über Ihren Tellerrand hinaus und erkennen plötzlich eine höhere Dimension der Zusammenhänge. Es gibt übrigens eine wissenschaftliche Bezeichnung dafür: Socionomics

        • Linus Huber sagt:

          Franz: Ich bin seit Jahren kein Subscriber mehr von Elliottwave. Sind Sie es und wenn ja, wie hoch schätzt Prechter den Höchststand des S&P in Anwendung der Berechnung auf der Basis der „Fibonacci Summation Series“ ein?

          • Franz Gödl sagt:

            Linus: er lässt sich im Moment nicht auf ein Level festnageln, geht aber davon aus, dass wir in der 5. der 5. der 5. der 5. Welle uns befinden, also auch auf der Mikro-Ebene bald einen kompletten Zyklus haben.

          • Linus Huber sagt:

            Können Sie mich kontaktieren, Franz? linushuber@hotmail.com

        • Marcel Senn sagt:

          Ach Gödl Sie sehen einfach vor lauter „Mustern“ den Wald nicht mehr. Der Dot.Com Hype war jetzt allwäg typischer Bestandteil eines Zyklusses sondern weil die Phantasien infolge des damals neu aufstrebenden Internets durchgegangen sind und gewisse Ideen wie Google, ebay, paypal etc haben sich durchgesetzt und andere sind (u.a. wegen massloser Inkompetenz und hoher Geldverbrennungsrate) wieder verschwunden.
          .
          Wo haben wir denn im Westen Krieg? Na ja und der islamische Terrorismus ist ja wohl eine etwas andere Geschichte

          • Marcel Senn sagt:

            Und zu Ihren Wave Theorien:

            The Elliott Wave Principle, as popularly practiced, is not a legitimate theory, but a story, and a compelling one that is eloquently told by Robert Prechter. The account is especially persuasive because EWP has the seemingly remarkable ability to fit any segment of market history down to its most minute fluctuations. I contend this is made possible by the method’s loosely defined rules and the ability to postulate a large number of nested waves of varying magnitude. This gives the Elliott analyst the same freedom and flexibility that allowed pre-Copernican astronomers to explain all observed planet movements even though their underlying theory of an Earth-centered universe was wrong.
            .
            Wenn Sie irgendwelche Krücken wie EW brauchen…jedem das seine..

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Senn, es verwundert mich nicht, dass Sie glauben, die Betrachtung unterschiedlichster „Vantage points“ seien Krücken und nicht die Erweiterung der Perspektive.

          • Marcel Senn sagt:

            Nun Huber: Sie als einer der an die praktisch gänzliche Unplanbarkeit der Wirtschaft glaubt, glaub dann wiederum, dass ihm irgendwelche „Vantage Points“ zum entsprechende Durchblick verhelfen würde…
            .
            Lustige Spielereien für Esoteriker – hauptsache man glaubt dran. Irgendwelche Uebereinstimmungen kann man immer finden und sich dann dazu noch das blaue vom Himmel runterdenken….macht ja sogar noch echt Spass

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: „..macht ja sogar noch echt Spass.“

            Sehe dies eher als Selbstkasteiung.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: So versuchen Orakel lesen zu versuchen macht irgendwie wirklich noch Spass — nur man darf es einfach nicht ganz zu ernst nehmen und etwas spielerisch damit umgehen.
            .
            Nur daran scheitern gewisse Zeitgenossen und dann kanns zur Selbstkasteiung werden…ein paar Müsterchen davon haben wir ja im Blog..

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: Stimmt, die Muotathaler Wetterfrösche haben mich auch immer erheitert.

          • Linus Huber sagt:

            Senn: Darum vertrauen Sie uneingeschränkt Ihren Zahlen, welche schliesslich nicht lügen. Wirklich?

            https://www.youtube.com/watch?v=kpNt2JdCcFA

        • Maiko Laugun sagt:

          @Franz Goedl: „Vielleicht schauen Sie mal über Ihren Tellerrand hinaus und erkennen plötzlich eine höhere Dimension der Zusammenhänge. “

          Prof. Stephen Hawkin hat vor schon bald 30 Jahren innerhalb (!) seiner ureigenen Disziplin eine übergeordnete Theorie gefordert. Kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch für die Oekonomie seine Gültigkeit hat. Was Sie hier von sich geben, Herr Goedl, ist nichts Neues, auch wenn Sie es auf andere Disziplinen auszuweiten vorgeben.

  • Monique Schweizer sagt:

    Na ja – dann hätte es in der Schweiz den Aufstieg der SVP eigentlich gar nie geben dürfen, denn wo sind die Arbeitslosengelder und die Sozialhilfen weltweit sonst noch so hoch wie in der Schweiz – höchstens in Skandinavien.
    Als exportorientierte Nation profitieren auch viele von der Globalisierung – sowohl im Export als auch im Import durch all die Wohlstandskonsumgüter die massig und immer günstiger in die CH fliessen.
    Die AL ist auch vergleichsweise niedrig, für die Sozialfälle wird gut gesorgt — es gäbe eigentlich kaum einen Grund die SVP zu wählen!
    Nur hohlen sich diese ihre Stimmen mit Hetzpropaganda, Bewirtschaftung und Schüren von Unzufriedenheiten und Aengsten — so wie ein Pfarrer(ssohn) seine Schäfchen halt unter Kontrolle hält auch ohne Globalisierungseffekte!

    • Rolf Zach sagt:

      Die Ängste der Leute sind trotz AL sehr hoch und berechtigt. Wir haben immer mehr Ausgesteuerte und immer mehr von den ehemals gut verdienenden Priester des Goldenen Kalbes. Wir haben den niedrigsten Anteil von Eigenheim-Besitzern in Europa und deshalb sind die Reserven der Leute schnell aufgebraucht. Man gibt dann halt die Wohnung in Stäfa auf und zieht nach Rüti. Wenn man bis dahin keine Stelle bekommt, geht man zur Gemeinde, das RAV wirft einem ja raus. Sozialhilfe gibt es nur bei praktisch völliger Abgabe des Vermögens. Hartz 4 in der Schweiz. Im Gegensatz zu Frankreich und Deutschland ist bei uns der Kündigungsschutz ein Hohn, vor allem für die über 50 jährigen. Wir sind schlimmer als die USA, dort kann man wegen Mobbing und so prozessieren. Dieses System bringt die Leute zu CB.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: „Wir haben den niedrigsten Anteil von Eigenheim-Besitzern..“

        Entschuldigung, das sind Bank-Mieter, nichts anderes.

    • Linus Huber sagt:

      Die Wurzel des Wortes „hohlen“ dürfte „hohl“ sein, womit beim „hohlen“ der Effekt eher negativ ausfallen dürfte.

      • Monique Schweizer sagt:

        Huber: Ist ja gut Lehrer Huber! Irgendwann mal hat sich das „Rechtschreibeprogramm“ von Uncle Bill aus USA in meinen Computer eingeschlichen und das hat leider auch die negative Eigenschaft richtig geschriebene Wörter dann plötzlich falsch zu schreiben – aus „holen“ wurde dann eben „hohlen“…
        .
        Ich wollte es noch korrigieren, kam dann aber versehentlich auf den Sendeknopf und dann wars zu spät.
        Ein Korrigenda wegen dem „h“ zuviel erschien mir etwas gar zu bünzlig, aber da Sie ja drauf angesprungen sind, muss ich mich wohl doch noch erklären.
        .
        PS Immerhin hat das Rechtschreibeprogramm aus dem „Lehrer Huber“ nicht auch noch ein „leerer Huber“ gemacht, das wäre dann wohl wirklich etwas hohl gewesen!

  • Marcel Senn sagt:

    Hätten die Regierungen Clinton, Bush und Obama die Handelsöffnung konsequent mit sozialpolitischen Massnahmen begleitet, die die Gewinne aus der Liberalisierung besser verteilt hätten, sässe heute vermutlich kein Donald Trump im Weissen Haus.
    .
    Ist ja alles gut und recht in der Theorie, aber dann hätten die Reps und die Tee-Beutel wieder so eine grosse Propagandakampagne gestartet, dass solche Massnahmen sozialistisch und unamerikanisch seien und ins kommunistische Verderben führen würden…
    Darum will der Donald ja auch immer mehr dieser Hängemattenzuschüsse an die Armen streichen, damit die ihren Allerwertesten wieder lupfen und sich nicht an sozialistisch süssegiftige Staatsgelder gewöhnen…

    • J. Kuehni sagt:

      Das mit der Propagandakampagne von wegen „sozialistisch“ und „unamerikanisch“ (oder eben „unschweizerisch“) mitsamt kommunistischem Verderben ist doch mittlerweile bei uns fast genauso hysterisch. Wir machen eben immer noch jeden Chabis von ennet dem Teich mit 15- 20-jähriger Verspätung nach, wohl einfach eine alte Angewohnheit.

  • Anh Toàn sagt:

    Dann sind die sogenannt Linken schuld an Trump, aber weil sie nicht links genug waren. Dann ist nichts, mit zu viel Mitte links der gemässigten Bürgerlichen (Soziales macht die Härten der Marktwirtschaft auch für deren Verlierer erträglich), sondern das Gegenteil: Die Sozialdemokraten sind zu weit nach rechts gerutscht, weil sie in der Mitte Mehrheiten suchten. Soziale Marktwirschaft entsteht oder ist dauerhaft am ehesten, wenn eine knappe bürgeliche Mehrheit von einer starken linke Opposition bedroht wird.

    In CH sind nicht FDP/CVP nach links gerückt, Die CVP war schon immer nicht nur konservativ sondern auch sozial. Die FDP war und ist vor allem Wirtschaftsliberal, in der Romandie sind die Gessellschaftsliberalen weniger verloren. Die SP ist nach rechts, in die Mitte gerückt.

    • Josef Marti sagt:

      Wirtschaftsliberal heisst nicht nur man vertritt seine Kollegen von der Goldküste sondern generell die Interessen von weltweiten Grossaktionären sprich die Interessen von saudischen Scheichs und Katar- und norwegischen Staatsfonds. Früher nannten diese Wirtschaftsliberalen sich noch „staatstragende“ Partei, aber ohne kalten Krieg wird man halt völlig verloren und heimatlos.

      • Taric Trent sagt:

        Was sich an der Qualität von Eigentümerinteressen ändert, wenn das Eigentum mehr wird und der pass wechselt, das werden Sie gleich noch nachschieben? Sonst bleibt uns verschlossen warum Sie ihr Geld lieber Schweizer Kleinaktionären nachwerfen als Saudischen Grossaktionären.

    • Josef Marti sagt:

      CVP und sozial? Die haben jedenfalls bisher alle Hebel in Bewegung gesetzt um direkte Steuern umzulagern auf Verbrauchssteuern Gebühren und Abgaben zulasten der Masse bei gleichzeitiger Erhöhung der Lohnsteuern und Entlastung von Dividenden und somit Schädigung der AHV. Und teilweise in den Kantonen gibt es CVPler die sich einsetzen für Kürzung der KK Prämienverbilligung insbes. für junge Erwachsene in Ausbildung. Sodann liegt der CVP va. das Schicksal von doppelverdienenden kinderlosen Professorenehepaaren besonders am Herzen (Heiratsstrafen Initiative). Das nennt sich eben eine Familienpartei.

    • Rolf Zach sagt:

      Die Schweiz ist ein interessantes Beispiel für Theorien über den Außenhandel, wie im Artikel geschildert. Unsere Wirtschaft ist immer dann gewachsen, wenn in Europa eine gute Konjunktur herrschte und unserer Franken nicht die Stellung eines goldenen Kalbes hatte.
      Wir waren vor dem Ersten Weltkrieg eine Nation im Export von teuren Konsumgütern, nämlich der Stickereien und der Uhren. Der 1. Weltkrieg marginalisierte die Stickerei-Industrie, an deren Stelle trat Maschinen und Pharma. Die Landwirtschaft wurde aus politischen Gründen (CVP und BGB) immer geschützt und nach dem 1. Weltkrieg verstärkt durch Schutzzölle. Wir hatten noch 400’000 Bauernhöfe 1950! Die Politik der FDP war eher mit den Bauern gegen den Sozialstaat. Erst ab 1959 wurde bei uns der Sozialstaat wirklich eingeführt.

      • Rolf Zach sagt:

        Die Stadt-Land Wanderung wurde bei uns politisch von der FDP, CVP und BGB mit der Politik abgebremst. Man erhöhte die Bauern-Subventionen (Wir haben heute die höchsten der Welt), dafür brauchte es für den Abbau der Höfe von 400’000 auf 50’000 heute fast 70 Jahre, ohne einen solchen Schutz hätten wir diese Anzahl bereits 1965 gehabt und wäre bereits 1980 die ideale Zahl von 20’000 erreicht worden. Die FDP und CVP wollten viele Bauern haben als Wähler für den Schutz gegen die SP und für weniger Sozialstaat. Der Sozialstaat konnte ab 1960 nur deshalb ausgebaut werden, weil die SP die Italiener-Einwanderung nicht mit Mindestlöhnen bekämpfte. Alle ineffizienten Branchen in der Schweiz, wie die Textilindustrie, der Bau, die Touristik und die Landwirtschaft hatten ihre billigen Italiener.

        • Rolf Zach sagt:

          In Folge der Ölkrise 1973 und der Einführung des reinen Dollar-Standards entschloss man sich die ineffizienten Branchen zu liquidieren, mit Ausnahme der heiligen Kuh Landwirtschaft, den Sozialstaat anzuhalten und die Italiener nach Hause zu schicken. Geht heute mit den Türken und Jugos nicht mehr, nur bei Angehörigen der EU, sollten die Anti-EU Fanatiker eigentlich zur Kenntnis nehmen.
          Die Skandinavier haben ihre Währungen in der Relation zum Dollar gleich gehalten, sie haben gegenüber DM und CHF abgewertet. Wir begannen den Tanz ums Goldene Kalb, wir werteten ständig gegenüber dem Dollar auf zusammen mit der DM und dem Yen. Es genügt uns heute aber nicht nur gegenüber dem $, sondern auch gegenüber dem € (stärkere Stellung als die DM früher!). Gegen alle Währungen und gegen das Gold!

        • Monique Schweizer sagt:

          Zach: Fast – aber bei den Landwirtschaftssubventionen in % der Einkünfte der Landwirte sind wir „nur“ die No. 2 Weltweit – die Norweger bekommen noch ein bisschen mehr an Staatsknete für die Volksernährungssicherung..
          https://oecdecoscope.wordpress.com/2016/05/13/norway-time-to-prune-farm-subsidies/

          Aber für den schweizerischen Rechtspopulismus ist diese Form von nationalem Sozialismus (was sonst sind denn Landwirtschaftssubventionen) natürlich unerlässlich… da kann man Blut und Boden so richtig ausleben – beim Puurezmorge die Früchte der pol. Arbeit geniessen und hat dazu noch diesen würzigen Geschmack von brauner Gülle um sich wehen und kann die derbsten Witze machen ohne gleich von der Staatsanwaltschaft verklagt zu werden… für manche ist das noch die echte „Freiheit“…

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique Schweizer: „Aber für den schweizerischen Rechtspopulismus ist diese Form von nationalem Sozialismus (was sonst sind denn Landwirtschaftssubventionen) natürlich unerlässlich… “

            Gilt wohl zusätzlich auch für Parallel-Importe, oder etwa nicht?

          • Josef Marti sagt:

            Darum heisst es ja eben National-Sozialismus, und dann noch braun das Ganze.

          • Franz Gödl sagt:

            Wichtig ist ja nicht, wieviel ein Landwirt vom Staat bekommt, sondern wieviel unterm Strich noch bleibt. In der Schweiz ist das nicht mehr als in der EU oder anderen Staaten mit Direktzahlungen, wegen dem hohen Preisniveau. Immerhin führt Letzteres dazu, dass Sie einen hohen Lohn haben und darüber regen Sie sich wahrscheinlich weniger auf. Also nicht am Ast sägen, wo man selbst drauf sitzt.

          • Linus Huber sagt:

            Das Diffamieren von Andersdenkenden trägt schwerlich zu Lösungen bei sondern eher zur Verhärtung von Positionen und das damit verbundene Ziel der sozialen Ausgrenzung dürfte auch einen würzigen Beigeschmack welcher Farbe auch immer in sich tragen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Na ja Huber undifferenziert wie immer
            Wer hat in den 90er Jahren mit massiven Plakatkampagnen, Rundsendungen von Extrablättern etc angefangen und dort alles nur ein bisschen rotgrün angehaucht war bis aufs Blut diffarmiert. Gut mittlerweile wurde das Kampffeld noch weiter ausgedehnt — auf FDP, GLP, CVP, gut BDP schon historisch – also potentiell auf die 7.7 Mio Einwohner (inkl. Ausländer, Kinder & Jugendliche) dieses Landes die NICHT SVP wählen.
            Gemäss jenen Kreisen mit dem würzigen Gschmäckli ist rotgrün ja für Alles was schiefläuft in der CH schuld!
            .
            Also von dem her muss man sich in keiner Weise mehr zurückhalten was jene Kreise betrifft!
            Die muss man ja gar nicht mehr ausgrenzen, die grenzen sich selber schon aus… Capisce Huber??

          • Linus Huber sagt:

            Nun Monique, ich erkenne Ihre Differenzierung ganz gut. Wenn Andersdenkende etwas machen ist es zu verurteilen, wenn ich es mache, ist es gerechtfertigt.

          • Monique Schweizer sagt:

            Machen Sie jetzt noch einen auf philippinischen Jesus oder was Huber?
            .
            Wenn Sie von der SVP eine Ohrfeige bekommen dann halten sie die andere Backe auch noch hin?
            Ich hab dann kein Problem damit auch mal (verbal) hemmungslos zurückzuschlagen! Gut dann machen die anderen wieder auf Opfer, aber das ist mir noch so egal, dann wird halt noch etwas verbales Salz in die angeblich klaffenden Wunden gestreut!
            .
            Tja Herr Huber – gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin!
            Seit ich das Buch gelesen habe, habe ich keine Skrupel mehr gegenüber dem politischen Feind!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: Gilt das auch für Ihre Wettschulden, so von wegen Differenzierung, Herr Huber?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique: Auf unserem Planeten gibt es leider ein paar kleine Charakter-Lumpen. Lassen Sie uns doch einen davon, rein hypothetisch, als Linus bezeichnen:

            Manchmal ist der Uebermittler einer Message wichtiger als die Message als solches. Gruss an Sie.

          • Linus Huber sagt:

            Nein Monique, ich weise einzig auf die Ungereimtheit in Bezug auf Ihren Hinweis, dass ich nicht differenziere hin. Ja, Sie sollen und können sagen was Sie wollen und ich verteidige ihr wie jedes anderen Recht dazu. Und ich habe das Recht, auf fehlerhafte Argumente zu reagieren.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Linus: „Und ich habe das Recht, auf fehlerhafte Argumente zu reagieren.“

            Ja, Sie haben zusätzlich das Recht, auf konkrete Anschuldigungen an Sie selbst nicht zu reagieren. Dies allerdings zeigt dann deutlich Ihren Charakter.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Sorry, aber es ist nicht „unbestritten“, dass „liberalisierter Markt“ Wohlstand bringt. Wohlstand ist ein möglicher, aber eher seltener Effekt von Liberalisierung. Für die allermeisten Menschen bringt ein liberalisierter Markt v.a. ein schwierigeres wirtschaftliches Umfeld mit Konsequenzen im Stil von Lohndruck (Arbeitnehmer), Renditedruck (Unternehmer), Auswanderung von Arbeitsplätzen, Ellenbogen-Mentalität bis ins Private hinein… ganz zu schweigen von vielen Umwelt-Belastungen, sowohl weil man sich keinen „angenehmen“ Stand-/Wohnort leisten kann, als auch wegen der Ineffizienz der Marktmechanismen (Ressourcenverschleiss wegen vielen erfolglosen Versuchen, sich am Markt zu behaupten). Globaler (!) Saldo unter dem Strich: weit unter Null.

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn Sie einen Saldo machen, müssen Sie das Resultat von „liberalisierter Markt“ mit etwas anderem vergleichen. Womit vergleichen Sie diesen? Welches System sorgt dafür, dass die Arbeitnehmer mehr haben, die Unternehmer keinen Renditedruck, es keine Ellbogenmentalität gibt für Aufstieg.

      Und Sie müssen definieren, für welche Gruppe: Die Importe aus China führte in den USA zu Lohndruck, nach unten, aber in China werden damit die Löhne nach oben gedrückt.

      Ich bin kein Freund des Kapitalismus, ich hätte gerne eine globale „Wirtschaft“ welche auf Teilen was wir haben basiert, auf Freiwilligkeit der Produktion, statt auf zu rennen und kämpfen um mehr zu haben als die Anderen. Aber die Menschen sind weder so gemacht noch dazu erzogen (sozialisiert).

      • Rolf Zach sagt:

        Die Liberalisierung der Märkte ist eine Sache mit vielen Facetten. Man sollte eigentlich auch zu den Theorien von Rodrick anfügen, welche Liberalisierung? Die von Rohstoffen, von Halbfabrikaten und oder von Fertigwaren?
        Eine wirklich zerstörerische Liberalisierung ist diejenigen von chinesischem Rohstahl und Roh-Aluminium. Diese Exporte gehen nur unter der Prämisse eines $/Yuan Kurs von 6.8, eigentlich wäre für alle Beteiligen ein Kurs von 5 besser, eine Aufwertung von 30 % ist das richtige. Folgerichtig weniger Umweltschäden in China, da diese beiden Produkte bei den wahren Kosten die teuersten der Welt sind. Bei Roh-Aluminium sind halt Kanada, Island und Norwegen die kostengünstigsten.
        Mit einem solchen $-Kurs könnten sich die Chinesen gute Ware aus dem Ausland leisten.

    • Taric Trent sagt:

      Ist doch schön wird mal das Auswandern kritisiert anstatt nur dem Einwandern. Spass beiseite, die Formulierung hat schon etwas Trumpeskes, so als hätten die Arbeitsplätze einen Pass.

  • Josef Marti sagt:

    Totaler Widerspruch was da verzapft wird. Was nützt das den Grund- und Kapitalbesitzern wenn sie die Profite aus der Ausnützung von weltweiten Wirtschaftsgefällen dank Liberalisierung zuhause wieder in Form von Steuern abliefern müssen um die Verteilungsseite zu stützen. Clinton bis Obama haben deshalb genau das Gegenteil gemacht nämlich Steuern für Grund- und Kapitalbesitzer gesenkt mit der Begründung das trickle down sorgt für breite Wohlfahrtsgewinne.

    • Josef Marti sagt:

      Offenbar hat das trickle down aus unerklärlichen Gründen nicht recht funktioniert, aber die Renditesklaven sind auch unglaublich frech und undankbar, es wird ihnen ja immer noch ein im Vergleich zu Schwellenländern hohes Existenzminimum gewährleistet, das Hartz IV Bier inkl. Smartphone und digital TV on demand sind garantiert.

  • Red is Bad sagt:

    Populisten sind immer die anderen!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Man kann es auch kürzer fassen: Hätte man Naomi Klein, Joseph Stieglitz, Noam Chomski u.v.a.m. gegen Ende der Neunzigerjahre wirklich zugehört und auch entsprechend gehandelt, anstatt nur publikumswirksam zu debattieren, dann gäbe es heute keinen Rechtspopulismus, zumindest keinen, der so viel politischen Raum einnimt.

    • Nadine Binsberger sagt:

      @Zufferey: sehe ich genauso. Vielen Dank!

    • Christoph Bögli sagt:

      Genau. Umso befremdlicher ist es auch, wenn heute vielerorts so getan wird, als wäre Globalisierungskritik etwas neues oder gar von Trump & Co. erfunden worden. Diese sind vielmehr die Zombies, die aus der marginalisierten und totgeschwiegenen Globalisierungskritik der 90iger entstanden, die nun mit grosser Verspätung die Thematik so hirn- wie ziellos beackern. Hätten man vor 20 Jahren auf die damaligen sachlichen, intelligenten Kritiker gehört und Gegensteuer gegeben, müssten wir uns nun nicht damit herumschlagen, dass sowohl die Globalisierung wie die Kritik daran völlig pervertiert wurden..

    • Stefan Wiesendanger sagt:

      Linkspopulismus als Mittel gegen Rechtspopulismus? Das mag politisch funktionieren, generiert aber genauso umfangreiche Wohlstandsverluste wie der Rechtspopulismus.

      • Josef Marti sagt:

        Na immerhin bestätigen Sie, dass Wohlstandsverluste somit für alle Renditesklaven alternativlos sind, das blüht nämlich auch den vorerst profitierenden Chinesen da ja schon die Inder und Afrikaner vor der Tür stehen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Also um jemanden wie Chomsky als „Linkspopulisten“ zu bezeichnen, braucht man schon sehr viel Fantasie. Übrigens, was ist eigentlich mit all den Neoliberalismus-Populisten, die ständig davon schwabulieren, dass Deregulierung und globaler Handel uns ins Wohlstandsparadies führen und jede Kritik daran zu „Wohlstandsverlusten“ führt? Sind die nicht auch gefährlich und erwiesenermassen schädlich für den Wohlstand, die Gesellschaft und die Umwelt?

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.