Die wichtigste Frage für die Börsen

Aktienmarkt im Rekordhoch: Skeptische Börsenhändler in New York. (Bild: Reuters/Brendan McDermid)

Die Aktienmärkte boomen. Am 6. März feierte die Börsenhausse Geburtstag: Seit nunmehr acht Jahren hat der amerikanische Aktienmarkt – gemessen am Leitindex S&P 500 – keine Korrektur von mehr als 20 Prozent durchlebt.

Die aktuelle Bullenphase ist damit die längste in der Geschichte des S&P 500 (hier mehr dazu). Die grosse Preisfrage ist nun freilich: Wie lange noch?

Die kurze Antwort: Das weiss niemand. Es ist unmöglich, die Wendepunkte an den Finanzmärkten vorherzusagen. Hoch bewertet ist der amerikanische Aktienmarkt schon lange – und in den vier Monaten seit der Wahl von Donald Trump ist er noch teurer geworden. Gemäss dem Yale-Ökonomen Robert Shiller sind amerikanische Aktien gegenwärtig so teuer wie letztmals zur Jahrtausendwende.

Aber auch hier gilt: Eine hohe Bewertung ist kein Grund für eine baldige Kurskorrektur. Die Märkte können sich jahrelang in einem über- oder unterdurchschnittlich bewerteten Zustand bewegen.

Der mögliche «Trigger» von der Zinsfront

Was es in der Regel braucht, um eine Trendwende herbeizuführen, ist ein Auslöser, ein «Trigger».

Und dieser könnte von der Zinsfront kommen: Nach jahrelanger, extrem lockerer Geldpolitik hat die US-Notenbank (Fed) nämlich beschlossen, die Zügel zu straffen. Fed-Chefin Janet Yellen geht zwar sehr behutsam vor, doch die Richtung ist eingeschlagen: Die Zinsen in den USA steigen wieder. Am Mittwoch hat das Fed eine weitere Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 1 Prozent beschlossen.

Damit ist die alles entscheidende Frage: Wie wird der bereits hoch bewertete US-Aktienmarkt auf steigende Zinsen reagieren?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst etwas in die Anlagetheorie abtauchen und uns vor Augen führen, dass Investoren in ihrer Mittelallokation stets primär zwischen zwei Anlageklassen entscheiden können: Aktien und Obligationen (Bonds).

(Anmerkung: Selbstverständlich ist das vereinfacht, denn Investoren können auch Barmittel, Immobilien, Edelmetalle etc. halten, doch für die vorliegende Betrachtung beschränken wir uns auf die «grossen» Anlageklassen Aktien und Bonds.)

Es besteht also ein Zusammenspiel zwischen Aktien und Bonds. Wenn die Zinsen steigen, können Bonds für Anleger tendenziell attraktiver sein als Aktien – mit der Folge, dass mehr Geld in die Bondmärkte fliesst und die Aktienmärkte leiden.

Dieses Zusammenspiel ist aber leider alles andere als linear und prognostizierbar. Daher ist es auch nicht leicht, die Frage zu beantworten, wie der Aktienmarkt in den kommenden Wochen und Monaten auf steigende Zinsen reagieren wird.

Aber wir können uns herantasten. Aufschluss kann nämlich die folgende Grafik geben. Sie stammt von Michael Hartnett, Chef-Aktienstratege von Bank of America Merrill Lynch in New York:

 

Die Grafik ist etwas komplex, daher einige ausführliche Erklärungen dazu:

  • Auf der horizontalen Achse ist das vorherrschende Zinsniveau abgebildet, basierend auf der Zehnjahresrendite von US-Staatsanleihen.
  • Die vertikale Achse zeigt den Korrelationskoeffizienten zwischen der Kursleistung des Aktienmarktes und der Veränderung des Zinsniveaus.
  • Ein Korrelationskoeffizient über null bedeutet, dass die Aktienkurse und die Zinsen in die gleiche Richtung laufen: Steigende Zinsen, steigende Aktienkurse. Fallende Zinsen, fallende Aktienkurse.
  • Ein Korrelationskoeffizient unter null bedeutet, dass sich die Aktienkurse und die Zinsen gegenläufig verhalten: steigende Zinsen, fallende Aktienkurse. Fallende Zinsen, steigende Aktienkurse.
  • Die Punkte in der Grafik sind wöchentliche Beobachtungen der Preisveränderungen am Aktienmarkt und des Zinsniveaus, im Zeitraum von 1962 bis heute.
  • Hartnett hat den beobachteten Zeitraum in fünf Epochen unterteilt: Die «alte Normalität» von 1962 bis 1972 (hellblau), die Zeit der Stagflation von 1972 bis 1982 (olivgrüne Kreise), die «grosse Moderation» von 1983 bis 2008 (beige Quadrate), die «grosse Repression» von 2008 bis heute (dunkelblaue Dreiecke) sowie die Zeit des «Taper Tantrum» im Jahr 2013 (rote Quadrate).

Wir gehen später noch detaillierter auf die einzelnen Epochen ein.

Zunächst ist deutlich zu erkennen: Es gibt Zeiten, in denen steigende Zinsen von steigenden Aktienkursen begleitet werden; die Korrelation ist positiv. Das ist der linke obere Quadrant in der Grafik.

(Wichtig hier: Wir stellen keine Annahmen bezüglich einer Kausalität auf. Wir stellen bloss Korrelationen fest.)

Dieser Zustand – steigende Zinsen, steigende Aktienkurse – scheint besonders dann vorzuherrschen, wenn das Zinsniveau unter 5 Prozent liegt. Das war während der Zeit der «grossen Moderation» vor allem nach der Jahrtausendwende sowie in den Jahren nach der Finanzkrise von 2008 meist der Fall.

Ab einem Zinsniveau um 5 Prozent wird die Korrelation zwischen Aktienkursen und Zinsen aber plötzlich negativ: Dann sind steigende Zinsen von fallenden Aktienkursen begleitet (rechter unterer Quadrant in der Grafik). Das war vor allem während der Stagflation in den Siebzigerjahren sowie in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren der Fall.

Die kritische Grenze von 5 Prozent

Wieso ändert die Korrelation in der Region von 5 Prozent plötzlich?

Eine mögliche Erklärung: Wenn das Zinsniveau niedrig ist, ist der Konjunkturzyklus meist noch jung; Die Wirtschaft hat erst vor kurzem eine Rezession erlebt. Steigen in diesem Umfeld die Zinsen, ist das ein Zeichen, dass die Konjunktur an Fahrt aufnimmt. Das wiederum ist ein gutes Signal für die Unternehmensgewinne und damit für die Aktienkurse.

Wenn das Zinsniveau dagegen schon hoch ist und erhöhte Inflation herrscht, ist der Konjunkturzyklus bereits weit fortgeschritten. Steigende Zinsen sind dann Ausdruck einer immer strafferen Geldpolitik, mit der die Notenbank die Wirtschaft abkühlen will. Die Folge davon sind sinkende Unternehmensgewinne und sinkende Aktienkurse.

Und was heisst das nun alles für die aktuelle Situation?

Zunächst lässt sich aus der beobachteten Historie eine Entwarnung lesen. Auch nach den jüngsten, überaus zaghaften Zinserhöhungen der US-Notenbank ist das Zinsniveau immer noch weit von der kritischen Grenze von 5 Prozent entfernt: Aktuell beträgt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bloss 2,5 Prozent, wie die folgende Grafik zeigt:

 

Das ist zwar deutlich mehr als im Sommer 2016, als die Zehnjahreszinsen unter 1,5 Prozent lagen, aber eben: immer noch weit von der kritischen Marke entfernt.

Komplette Entwarnung also? Nicht unbedingt.

Eine Episode sticht in der oben abgebildeten Korrelationsgrafik heraus: die roten Quadrate des «Taper Tantrum» im Jahr 2013.

Das war die Zeit, als der damalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke in Aussicht stellte, dass die US-Notenbank ihr Anleihenkaufprogramm bald drosseln könnte. Für diesen Vorgang, das graduelle Zurückfahren der extrem expansiven Geldpolitik, hat sich seither der Begriff «Tapering» etabliert.

Für die Aktienmärkte waren Bernankes Aussagen ein Schock. Obwohl das Zinsniveau in den USA zu jener Zeit weit von der kritischen Marke von 5 Prozent entfernt lag, erlitten die Börsen empfindliche Verluste. Die Korrelation zwischen Zinsen und Aktienkursen war auf einen Schlag negativ: Steigende Zinsen wurden von sinkenden Aktienkursen begleitet.

Die Party kann weitergehen

Könnte sich dieses Bild heute wiederholen?

Theoretisch ja. Doch Bernankes Nachfolgerin Janet Yellen hat von der Erfahrung des «Taper Tantrum» gelernt: Bernankes Ankündigung war ein Schock für die Märkte, niemand hatte damit gerechnet. Yellen hingegen gibt sich extrem viel Mühe, die Märkte auf ihre Zinsschritte vorzubereiten.

Sie will auf jeden Fall einen Schock vermeiden. Das ist ihr bislang gut gelungen: Als das Fed am Mittwoch die allseits erwartete Zinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten bekannt gab, setzten die Aktienmärkte ihren Höhenflug fort: Der S&P-500-Index gewann an jenem Tag fast 1 Prozent.

So gesehen ist an der Zinsfront also bis auf weiteres noch keine grosse Gefahr für den Aktienmarkt auszumachen.

Doch vergessen wir nicht: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Sie reimt sich bloss.

63 Kommentare zu «Die wichtigste Frage für die Börsen»

  • Chris Bucheli sagt:

    Sind die fallenden Zinsen aufgrund von Wirtschaftskrisen im „Chart 30“ auch berücksichtigt? In rezessiven Phasen ist die Korrelation fallende Zinsen zu fallenden Aktienkursen meist positiv. Beispielsweise von Januar 2000 bis Februar 2003 und Juni 2007 bis Januar 2009. Da diese positive Korrelation primär von der Wirtschaftsentwicklung bestimmt wird und nicht vom nüchternen Anlageentscheid „Rendite Anleihe vs. Rendite Aktie“ müsste man den Chart um diese Phasen bereinigen. Dann gäbe es wohl eine flächere Kurve, welche die Nulllinie um einiges vor den 5% Treasury Rendite schneidet.

  • Monique Schweizer sagt:

    Mit der Verweigerung am G20 Gipfel in Baden-Baden der Amis für ein Bekenntnis zum Freihandel resp. der Verweigerung einer Ablehnung von Protektionismus im Rahmen des „USA über alles“ Gedankengutes dürften wir einem bevorstehenden Börsencrash wieder einen Schritt näher gekommen zu sein!
    Kann zwar auch gut sein, dass die Weltbörsen nochmals ganz tief Luft holen werden, bevor Sie dann einmal mehr mit grossem Getöse platzen werden – das richtige Timing ist immer die grösste Herausforderung bei Börseneincrashprognosen!

    • Rolf Zach sagt:

      Der Handelskrieg der Trump Administration gegen die EU und hier im besonderen gegen Deutschland sowie gegen China ist verständlich. Weniger gegen Japan, dass sich wirklich bemüht einen Ausgleich mit den USA zu erzielen. Deutschland ist noch viel mehr als die Schweiz ein Land mit enorm vielen Differential-Renten. Es gibt dort einfach zu viele Weltmeister (hidden champions), deren Produkte man einfach braucht.
      Was aber einfach katastrophal ist, ist die Politik von Mr. Trump gegen die NAFTA und damit gegen Mexiko. Er ruiniert nicht nur Mexiko, er ruiniert auch seine Wirtschaft. Gerade die NAFTA verhindert die Emigration in die USA und was in Zentralamerika geschieht, ist oft auf die US Politik zurückzuführen, wo die US Regierung ihren US Gangstern erlaubte, tätig zu werden, Bananenrepublik!

      • Rolf Zach sagt:

        Ich weiß, viele weltoffene Menschen hören es nicht gern. Die Einwanderung der Latinos ist in erster Linie eine Gefahr für mies ausgebildete weiße Amerikaner, wegen Konkurrenz am Arbeitsplatz. Aber es ist nie eine Gefahr für die US Nation als solche, auch nicht das Spanisch in Teilen von Texas oder Kalifornien anstelle des Englischen dominant wird. Es ist auch keine Gefahr für die Integration, nicht mal sosehr für den primitiven Hautfarbe-Rassismus der Trump-Wähler. Die Latinos sind gute Katholiken und keine Selbstmörder, ebenfalls haben sie auch automatisch weniger Kinder. Es gibt auch keine Präsidenten von Mexiko, die Reden schwingen in der Art von Herrn Erdogan. Im Gegenteil, wir haben die Herren Cruz und Rubio, die als Senatoren so sind wie der Speaker Ryan und Präsident Trump.

        • Rolf Zach sagt:

          Übrigens die Latinos wandern nicht in das schmalbrüstige US Sozialsystem ein, wie unsere heutigen Einwanderer aus den islamischen Staaten. Sie machen sich hier sehr oft bemerkbar als Mitglieder eine von unseren Steuergeldern finanziert Parallelgesellschaft. Sie wollen die Scharia. Ihnen muss deutlich die rote Karte unserer Verfassung und unserer Aufklärung gezeigt. Wer dies macht, hat später Unfrieden und Anschläge von Extremisten, dies ist absolut nicht tolerierbar. Unsere Regierung mit ihrer Verwaltung muss der islamischen auf hetzerischer Führungsschicht absolut klar machen. Nein Parallelgesellschaft und Scharia, Ja Integration, Verfassung und Aufklärung! Das bestreiten die Latinos in den USA nicht, deshalb jede Menge Mischehen.

          • Anh Toàn sagt:

            Kein vernünftiger Mensch verlangt, dass sich Muslime nicht an das staatliche Recht hier halten müssen. Im gegenteil wird verlange ich, dass unser Recht auch für Muslime gilt:

            – Das Recht am eigenen Abbild verbietet ein generelles Vermummungsverbot, zulässig ist ein solches als Ausnahme entweder bei besonderer Gefährdung der öffentlichen Ordnung (Fussballspiele, Demonstrationen) oder bei der „Vertretung des Staats“ durch Staatsangestellte mit Publikumsverkehr, genauso wie in einem Unternehmen.

            – Die Religionsfreiheit und die MeinungsÄUSSERUNGSfreiheit garantieren, dass auch islamische religiöse Überzeugungen mit Zeichen, Symbolen oder Worten geäussert werden dürfen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Integration“ Ich beug mich immer über meinen acht Monate alten Jungen, der halber Vietnamese ist, und mache: „Sag‘ mal „Integrationsvereinbarung“

            Die Vietnamesen z.B. glauben nicht, dass sich Ausländer integrieren können. Die sind, im wahrsten, nämlich auch überheblichen, herablassenden Sinne des Wortes, tolerant gegen Ausländer: Die spinnen, die Ausländer, tragen kurze Hosen und Rücksäcke, bei denen man am Rücken schwitzt wie blöd, aber wenn die halt so wollen und meinen, sollen die doch. Ist ja nicht verboten, bescheuert rum zu laufen.

          • Anh Toàn sagt:

            heute lästert man so über Muslime, morgen über Vietnamesen (meine Frau) und Halbvietnamesen (mein Kind).

            Oder in Vietnam über Europäer oder Schweizer.

          • Anh Toàn sagt:

            „They got little hands
            And little eyes
            And they walk around
            Tellin‘ great big lies
            They got little noses
            And tiny little teeth
            They wear platform shoes
            On their nasty little feet
            Well, I don’t want no short people
            Don’t want no short people
            Don’t want no short people
            Round here“

          • Rolf Zach sagt:

            Korrigenda: Ihnen muss deutlich die Karte unserer Verfassung und unserer Aufklärung gezeigt werden. Wer dies nicht macht, hat später nur Unfrieden und Verbrechen von Extremisten aller Couleur, dies ist nicht im Sinne eines friedvollen Staatswesen. Es ist an der Regierung, zusammen mit ihrer Verwaltung, dies der hetzerischen islamischen Führungsschicht klar zu machen. Wir haben uns zu 100 % gewaltfrei zu verhalten, wer dies nicht tut, gehört ins Gefängnis.

          • Anh Toàn sagt:

            Parallelgesellschaften entstehen nicht daraus, dass sich eine Gruppe nicht in der Gesamtgesellschaft integrieren will. Sondern indem den einzelnen Individueen die Gesellschaftsfähigkeit („Misfits“) abgesprochen wird, ihnen der Zutritt zur Gesellschaft verweigert, und diese dann zwangsläufig als soziale Wesen in eine Parallelgesellschaft flüchten. Und in dieser genau das, wofür sie von der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, zum Ideal erheben (Wenn Bastiat das gemeint hat, mit seiner Diebstahl als Gesellschaftsideal, war es durchaus richtig). Sich und ihre Gesellschaft genau darüber definieren. Sich radikalisieren. Ob Punks oder Muslime.

            Herr Zach, Sie helfen mit dabei, Muslime in Parallelgesellschaften zu drängen.

          • Anh Toàn sagt:

            Wir müssen denen unsere Verfassung vorleben, in einem freiheitlichen Rechtsstaat darf ich als Individuum so rückständig denken, wie ich will, und dies äussern. Man darf sogar in einem aufgeklärten Wirtschaftsblog die Wiedereinführung des Goldstandardes fordern. Man kann nicht Werte verteidigen, indem man diese beseite legt, sondern indem man sie lebt. Legen wir unsere Werte beiseite um sie zu verteidigen, demonstrieren wir nur, nicht an unsere Werte zu glauben, Heuchler zu sein: Wer Intoleranz verlangt um Intoleranz zu bekämpfen, glaubt nicht an den Wert von Toleranz. Wenn unsere Wert wert sind, werden sie sich, nicht wir sie, durchsetzen, aber nur, wenn wir sie vorleben.

          • Anh Toàn sagt:

            Der aufgeklärte Rechtsstaat hat eine Karte zu zeigen, nicht die Verfassung, nicht die Aufklärung, sondern das Strafrecht. Einer Frau Kleidervorschriften zu machen ist Nötigung, unter Umständen sogar Erpressung, bei einer Burka halte ich sogar Freiheitsberaubung für prüfenswert. Wenn sie aussagt, wird sie in Frauenhäusern und Zeugenschutzprogrammen geschützt. Aber der Rechtsstaat umgeht nicht das Zeugnisverweigerungsrecht der Frau gegenüber Ihrem Mann/Vater und die Unschuldsvermutung für den von der Gesellschaft vermuteten Täter (unterdrücker), indem er das Opfer (die verschleierte Frau) büsst. Das ist gegen die Grundlagen der Verfassung und der Aufklärung.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Rolf Zach: Angst ist der falsche Weg. Punkt. Gruss aus China.

          • Martin sagt:

            @Zach: Was die Auswirkungen betreffend NAFTA usw. sind, das kann ich nicht beurteilen, aber aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht, ist illegale Einwanderung, und die Betonung liegt auf illegal, sehr schädigend. Es geht dabei nicht um den Bildungsgrad der Einwanderer, sondern um den Fakt, dass diese illegal einwandern. Auch spielt die Nationalität keine Rolle, höchstens vielleicht die Religion, aus denen von Ihnen genannten Gründen. Die Probleme der illegalen Einwanderung sind folgende: Keine Aufenthaltsgenehmigung, keine Arbeitsbewilligung, keine Steuern und keine Sozialabgaben werden bezahlt. Ein Land muss wissen, wer sich auf seinem Territorium aufhält. Durch die Illegalität, sind die Löhne tief, was im Prinzip nichts anderes als moderne Sklaverei ist.

          • Linus Huber sagt:

            Zum Glück haben wir keine „no-go areas“ in Europa. 🙂

            Es hat weniger mit Angst als mit weiser Voraussicht zu tun. Der Wille zur Assimilation muss vorliegen und nicht die Idee, die Gesellschaft, in welche man zuwandert, nach seinen Vorstellungen verändern zu wollen. Wie ein Krebs kann sich eine einmal eingeschlagene Entwicklung oberflächlich unbemerkt und zugleich marginal aber stetig konditionierend ausbreiten, bis es zu spät ist. Rolf will die Krebszellen im Keim ersticken, bevor sie zur Gefahr des sozialen und kulturellen Friedens werden. Dem Gedankengut einer gewaltgeschwängerten, totalitären und intoleranten Kultur kann man, ja darf man, nicht tolerant gegenüber stehen, sofern man seine eigenen kulturellen Errungenschaft nicht graduell aufgeben will.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ein par Schreiber hier fressen wohl keine Pizza weil diese von bösen und nicht integrationswilligen Tschinggen eingeführt wurde.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber: Ja gell, wenn so ein Boot im Mittelmeer kentert, ersticken ein paar Krebszellen.

          • Anh Toàn sagt:

            Sie bezeichnen Muslime als Krebszellen und fühlen sich ungerecht behandelt, wenn ich Sie einen Faschisten nennen.

            Es gibt degenerierte Zellhaufen wie Sie, und es gibt Menschen.

          • Linus Huber sagt:

            Lieben wir nicht alle die künstliche Empörung, wenn klare Aussagen gemacht werden.

  • Daniel Wigger sagt:

    im Anriss auf der Frontseite steht „Wie werden sich Amerikas sinkende Zinsen auf die dauerboomenden Aktienmärkte auswirken?“. Gemeint sind aber wohl steigende Zinsen, oder? Im Text dann wird auch von steigenden Zinsen geredet. Sie werden im Moment ja kaum sinken, sondern steigen.

  • Martin sagt:

    Kann es sein, dass in diesem Artikel alles ein bisschen durcheinander gerät? Was haben der Zinssatz für Staatsanleihen, mit dem Leitzins zu tun? Wenn Staatsanleihen extrem viel abwerfen, ist das eine relative sichere Anlage. Wenn sie wenig abwerfen, wird in Aktien investiert. Es geht wohl eher darum, was für Anleger rentabler ist. Wo da aber der Leitzins reinpasst, bleibt mir schleierhaft? Vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

    • Monique Schweizer sagt:

      Dann versuchen Sie doch mal in einem Währungsraum eine Anleihe zu bekommen, die unter dem Leitzins liegt! Der Leitzins ist die Basis und da wird dann Risiko, Laufzeit und Bankengewinn etc draufgepackt in Form von Basispunkten.
      .
      Wieso wohl sind z.B. auch 30-jährige Hypozinsen am steigen, wenn Frau Yellen den Leitzins anhebt. Bevor der Finanzkrise kosteten 30jährige Hypos über 6% heute um die 4.1% (Juli 2016 noch bei 3.44%) — da spielt der Leitzins als Basisinidikator sehr wohl eine Rolle.

      • Mark Dittli sagt:

        Das gibt es schon. Wenn die Zinskurve invers ist, liegen die langfristigen Bondrenditen unter den kurzfristigen Zinsen. Doch das ist normalerweise zu Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus nicht der Fall.

        • Monique Schweizer sagt:

          Dittli: Dass es Phasen inverser Zinskurven gibt, das ist unbestritten. Aber Phasen bei denen auch die Langläufer Yields unter dem Leitzinssatz sind, sind doch wirtschaftshistorisch eher die absolute Ausnahme. Deutschland hat das zw. Juni bis Ende September 2016 mal mit dem 10-Jahres Bund „geschafft“, als der 0% Leitzins ein Quartal lang unterboten wurde. Nur leben wir leitzinsmässig auch in absolut ungewöhnlichen Zeiten.

    • Mark Dittli sagt:

      Sie haben natürlich recht, dass Leitzins und Rendite zehnjähriger Treasury Notes nicht dasselbe sind – und dass für Investoren die Bondrenditen die relevante Grösse sind. Doch zu Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus (wie aktuell der Fall) weist die Zinskurve normalerweise eine positive Steigung auf, weshalb Zinserhöhungen am kurzen Ende der Kurve tendenziell auch von Zinserhöhungen am langen Ende begleitet werden.

  • Marcel Senn sagt:

    Hier noch eine ganz gut gemachte Seite der weltweit wichtigsten Börsenplätze betreffend der wichtigsten Infos und aktueller Stände betr. CAPE, PE (Price-Earnings-Ratio), PC (Price-Cashflow-Ratio), PS (Price-Sales-Ratio) and DY (Dividend-Yield) , PB (Price-Book-Ratio) und noch einiges mehr

    http://www.starcapital.de/research/stockmarketvaluation

  • Marcel Senn sagt:

    Shiller hat ja neulich auch gemeint, dass die Kurse auch noch 20-30% weitersteigen könnten bevor es dann beginnt zu korrigieren.
    Wir sind aktuell bei CAPE mit 29 etwa auf der Höhe von Anfangs Oktober 1929 oder noch lange nicht bei der Dot.Com Ralley wo der CAPE auf bis zu 45 gestiegen ist, bevor dann der grosse Absturz kam.
    .
    Die trumpsche Euphorie hält tatsächlich an, die Wirtschaftszahlen (AL-Zahlen, Konsumentenvertauen etc) geben ihm bislang recht (gut wieviel er dazu bislang beigetragen hat ist eine andere Frage).
    .
    Die weltweiten Börsenbewertungen sind auf rund 73.5 Bio $ gestiegen, davon machen die beiden grossen US Börsen NYSE und Nasdaq mit 28.8 Bio $ gut 39% aus. Seit Ende Oktober 2016 sind die beiden US Börsen um rund 3.2 Bio $ gestiegen, was Trump auch gerne rumtwittert…

    • Rolf Zach sagt:

      Eines ist sicher, eine Notenbank kann nie die Handlungen einer Regierung ersetzen. Es ist die Regierung, die zusammen mit dem Parlament das Steuerwesen und den Sozialstaat gestaltet. Sie beeinflusst durch ihre Politik die Nachfrage der Bevölkerung und der Unternehmen. Eine Notenbank beeinflusst durch Zinsen, Mindestreserven und Regulierungen von der Geld-Seite her die Volkswirtschaft, aber ist es die tragende Säule? Viele Leute glauben dies, ich nicht. Ich billige der Politik mehr Macht und Einfluss zu. Der CAPE ist im quantitativen Bereich ein hervorragendes Instrument, Entwicklungen vorauszusehen. Wir Europäer lassen den Sozialstaat leben, die Amerikaner schaffen ihn ab. Wo wird der Börsenkrach schneller kommen, in Europa oder in den USA?

      • Marcel Senn sagt:

        Zach: Na ja die Agenda 2010 hat mit Sozialstaat nicht mehr allzuviel gemein. Gut jetzt kommt vielleicht der Martin Schulz und korrigiert da wieder etwas.
        Betreffend Bewertungen sind die Ami Aktien mit einem Price/Book von 2.9 (Ende 2016) oder aktuell noch höher doch sehr stolz bewertet, die europ. Aktien mit 1.8 sind da noch eher bescheiden dagegen.
        Sollte dann der Trumpism mit Importzöllen nicht wie gewünscht funktionieren, dann könnte es dann schon mal Korrekturen geben. Ist eh alles etwas bizarr dort, so ist z.B. der grösste Autoexporteur der USA ausgerechnet BMW in Spartanburg mit fast 10 Mrd $ Exporterlösen!

      • Jürgen Lenz sagt:

        Welcher SPD/CDU Sozialstaat? Sie fallen hier nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit durch auf Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld 2. Das ist identisch mit dem, was hier jeder Einwanderer oder Asylbetrüger (das bezieht sich auf die, die ihre Herkunft verschleiern – im Transitbereich vom Flughafen gehen viele Ausweise „verloren“). Sie können also 30 Jahre brav eingezahlt haben und bekommen nicht einmal das von der Arbeitslosen“versicherung“ ausgezahlt, was Sie über 30 Jahre eingezahlt haben.

        Und Soze Schulz will jetzt alles machen, was er in Brüssel hätte machen können? Dieser Kandidat ist eine Beleidigung für den klaren Verstand.
        Der CSU Sender kratzte am Image http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/report-schulz-gerechtigkeit-102.html

  • Josef Marti sagt:

    Sollte sich da eine vermehrt kontraktive Geldpolitik ankünden dann führt der Dollar Aufwertungsdruck zu steigenden Bondkursen und sinkenden Renditen am langen Ende, also zu einer inversen Zinskurve, was auch die Aktienkurse nach oben treiben wird. Das gibt wieder schöne platzende Blasen, kann aber noch ein Weilchen dauern.

    • Monique Schweizer sagt:

      Marti: Sie liegen schon wieder daneben! Ganz unbemerkt von der Oeffentlichkeit haben sich seit der US Wahl einiges über 4 Billionen Bondvermögen in Luft aufgelöst, weil die langfristigen Zinsen nicht gesunken sondern gestiegen sind und dies logischerweise die Bonds ins Jammertal geschickt hat.
      .
      So ist der 30-jährige T Bond von seinem Höchststand im Juli 2016 mit 177% doch spürbar runtergekommen auf akt. 148%, bei den anderen Langläufern dito!
      .
      Das könnte noch ein echtes Bondmassaker werden in den nächsten Jahren und dass vor allem die USA in den nächsten Jahren weniger für ihre Schulden zahlen müssen, das glauben auch nur wenige, zumal China und Japan sich immer mehr von den US-Bonds lossagen – soll das Zeugs kaufen wer will — z.B. die SNB mit 226 Mrd von dem Zeugs.

      • Rolf Zach sagt:

        Na ja, wir wollen keinen Wealth Fonds der Schweizer Aktien kauft, wir wollen eine SNB, die ihre Euro fortlaufend in Dollar umtauscht und damit den Amerikanern hilft ihr Defizit zu decken bei Käufen von niedrig verzinslichen TB bei einer derzeitigen Administration, der Budgetdefizite und die Inflation völlig gleichgültig ist. Ebenfalls Investitionen in Aktien vom Silicon Valley, von denen man sich goldene Berge verspricht wie z.B. Herr Friedli mit seinen Start-Ups. Warum investiert die Nationalbank nicht in Schweizer Start-Ups?
        Wie bei den Pfund-Anlagen der SNB, wird sich das gleiche bei den Dollar-Anlagen in nächster Zeit wiederholen. Man kann sich ausrechnen, was dies für den SNB Gewinn bedeutet.

  • oli sagt:

    Interessant ist ja, dass es gar nicht die Aufgabe der Notenbanken ist, ständig die Börse bei Laune zu halten bzw. steigende Kurse zu unterstützen. Früher waren die Notenbanken noch unabhängiger. Heute macht es den Anschein, dass sie möglichst keine negativen Wörter brauchen um ja keine Korrektur an der Börse zu provozieren, auch wenn sich diese längst in einer Blase befindet. So wird sie noch grösser und beim Platzen sind die Konsequenzen noch grösser (siehe Finanzkrise, wo die Notenbanken auch die Zinsen zu lange zu tief beliess).

  • Franz Gödl sagt:

    Ich finde die Behauptung, die Börsen boomen äusserst ungenau definiert. Nur die US-Aktienmärkte haben höhere Highs gegenüber den Tops 2000 und 2007 erreicht. Sieht man sich den Europäischen Aktienmarkt oder den Schweizerischen an, so kann man feststellen, dass der Stoxx 50 ca. 35% unter dem Hoch von 2000 liegt und der SMI notiert leicht über dem Hoch von 1998. Selbst wenn ich die besten aller Welten nehmen, den S&P500, dann notiert dieser gerade einmal 60% über dem Top von 2000. Gerechnet auf 18 Jahre kommt dabei eine Rendite heraus, die unter 4% p.a. liegt. Wo bitte ist hier der Boom. Wir können doch nicht das Tief von 2009 nehmen, wo alle in Panik verkauften. Uebrigens, wenn Sie einen Zeitpunkt für ein neues Top suchen – wie wäre es mit jetzt? Der Optimismus ist ja unverkennbar.

    • Marcel Senn sagt:

      Hallo Herr Gödl: Ihre Rechnung ist aber auch etwas amateurhaft, wenn sie die Dividenden der letzten 18 Jahre einfach ausblenden — da hats doch ein paar fette Renditeperlen darunter wie z.B. Zurich Financial (obwohl zwar gerade die von damals über 800 doch ziemlich abgestürzt sind auf heute so um die 270, dito UBS und CS und ein paar andere).
      Fakt ist dass wir weltweit per Feb 2017 in $ umgerechnet mit 73.5 Bio $ nominal den höchsten globalen Börsenwert aller Zeiten haben.

      • Rolf Zach sagt:

        Die Frage ist doch die, wo beginnen die Krebszellen zu wuchern am Körper einer Volkswirtschaft und wo kann sich eine Volkswirtschaft Infektionen holen.
        Die Krise von 2008 war doch eindeutig ein US-Krebs mit einer Konjunktur, die mit einem Kredit für haarsträubende Spekulationen (Immobilien etc.) völlig in den Abgrund steuerte. Die USA wurden sehr schwer krank, das ganze hat sich aber auch auf Europa übertragen und den Euro enorm tangiert.
        Wir wissen nie, was die Zukunft bringt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Gefahr für die Weltkonjunktur wiederum von den USA und dem Dollar ausgeht, ist doch gegeben.

      • Franz Gödl sagt:

        Hallo Herr Senn. Inklusive Dividenden ist der SMI in den letzten 10 Jahren um 22% gestiegen. Das sind p.a. grosszügig 2% Rendite. Kaum einer der grossen SMI-Werte kommt an die bisherigen Höchststände heran. Das ist kein Boom! Die PK’s haben nicht umsonst mit der Renditevorgabe zu kämpfen und reduzieren ihre Umwandlungssätze. Es wird nur auf den US-Markt geblickt, wenn man die Börsensituation verallgemeinert darstellt. Ein falsches Bild, wenn man genauer hinschaut.

    • Linus Huber sagt:

      „Uebrigens, wenn Sie einen Zeitpunkt für ein neues Top suchen – wie wäre es mit jetzt? Der Optimismus ist ja unverkennbar.“

      🙂 Mag sein, jedoch ist es schwierig zu eruieren, wann die allgemeine Euphorie sich wieder in Luft auflöst. John Hussman versucht dies zu analysieren, hat sich jedoch in den vergangenen Jahren verschätzt, wodurch seine Glaubwürdigkeit litt und er fälschlicherweise heute als „Dauerbear“ eingestuft wird. Inzwischen überarbeitete er sein Modell, aber blieb bisher noch immer erfolglos.

    • Linus Huber sagt:

      @ Franz

      Pater Tenebrarum erklärt nach ausführlichen Erläuterungen die gegenwaertige Situation aus der Sicht der Österreichischen Schule.

      „the lagged effects of previous money supply growth excesses are still playing out, just as money supply and credit expansion seems to be coming under pressure.“

      http://www.acting-man.com/?p=48741
      http://www.acting-man.com/?p=48763

      • Rolf Zach sagt:

        Die österreichische Schule mit ihrer Geldmengen-Theorie und ihren Nachfolgern Hayek und Milton Friedmann geht mir auf die Nerven. Sind wir nur einfach Pawlowsche Hunde ohne eigene Gestaltungs-Kraft und einfach dem Kapitalismus ausgeliefert, den wir nicht verbessern, sondern nur immer gleich konditionieren.

        • Monique Schweizer sagt:

          Zach: Danke – viel besser hätte ich meine Meinung über die Oesi-Schule auch nicht kundtun können! Nicht nur das Schnäuzli aus Oesterreich hat viel Leid über die Welt gebracht, sondern auch die österreichische Schule!

          • Franz Gödl sagt:

            Da hatte ich wohl einen Fensterplatz in Volkswirtschaftslehre. Wann hat die österreichische Schule viel Leid über die Welt gebracht? Und was hat das für einen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland? Können Sie dies bitte erläutern, evt. mit begründenden Links?

          • Monique Schweizer sagt:

            Van Mises: „Alle staatlichen, d. h. auf gesetzlichem Zwang beruhenden Einrichtungen der sozialen Sicherheit, wie Unfall-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pensionsversicherung schmälerten nicht nur die Produktivität und den Wohlstand, sondern seien als Schritte in Richtung Sozialismus im Sinne von totaler Staatswirtschaft anzusehen.“
            .
            Das ist doch genau diese: „Dann lassen wir die Menschen vor den Krankenhäusern verrecken“- Menatilität, wenn sie sich diese es nicht leisten können!
            In der grossen Depression hat sich das Oesi-Gedankengut eh als völlig untauglich gezeigt & ist darum verdienterweise in der Versenkung verschwunden und leider in den 70er Jahren wieder aufgetaucht. Und der willfährige Gehülfe Hayek hat mit der Hexe Thatcher bei der Kreation des Big Bang noch mitgemischelt!

          • Monique Schweizer sagt:

            Gödl: Der erste Weltkrieg wurde durch einen Osterreicher ausgelöst, der zweite WK sowieso und an der Ausarbeitung des desaströsen Highendfinanzkapitalismus war auch ein Oestrreicher beteiligt und dieser elende Finanzkapitalismus wird uns vermutlich eines Tages vermutlich auch noch WK III bescheren!
            .
            Darum haben die Oeses auch ein „Minus“ auf ihrer Landesfahne, weil zuviel negative Energie von diesem Land ausgeht!

          • Linus Huber sagt:

            Wer z.B. die Verstaatlichung von Schulen in Frage stellt, ist natürlich gegen Bildung. Dieses auf Unterstellungen beruhende Argumentationsmodell ist weit verbreitet.

          • Franz Gödl sagt:

            @Monique Schweizer: finde ich interessant, vor allem die Jahreszahlen, die Sie in Verbindung mit der erhöhten Präsenz der österreichischen Schule in Zusammenhang bringen, denn es handelt sich dabei immer um Krisenzeiten (Anfang 30-er, späte 60-er bis späte 70-er). Das ist wohl auch ein Synonym dafür, dass wir in einer Krise stecken, die aber durch ein bisher nie dagewesenes Ausmass an Notenbank-Manipulation geschönt resp. vertagt und dadurch auch vergrössert wird. Ich sehe auch, dass die Oesis häufig Auslöser von grossen Verwerfungen waren. Das hat aber nichts mit negativer Energie zu tun sondern damit, dass hier vieles seinen Beginn nimmt. Positives wie Negatives. Dafür kann ein Land nichts. Es ist wie wenn man den Uebermittler negativer Nachrichten köpfen möchte.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber „Wer z.B. die Verstaatlichung von Schulen in Frage stellt, ist natürlich gegen Bildung. Dieses auf Unterstellungen beruhende Argumentationsmodell ist weit verbreitet.“

            Sie verbreiten Unterstellungen, alternative Fakten gar, als Argumentationsmodell:

            Alternativer Fakt: Wo wurde eine Schule verstaatlicht? Einem Privatem Unternehmer enteignet?

            Wer staatliche Schulen, in Frage stellt, ist gegen Bildung für alle, ist für Bildung für die, welche es sich leisten können, ist für Standesgesellschaften: Die Reichen können ihre Kinder auf gute Schulen senden, die Kinder der Armen bleiben arm, da kein Zugang zu guter Bildung. Aber das macht nichts, weil die Reichen sind ja gut und altruistisch (Gotthelf: Geld und Geist) wenn „das freie, stolze Volk“, devot bettelt.

          • Markus Ackermann sagt:

            von wg „Leid über die Welt gebracht“
            HEUTE springen in Griechenland immer noch Krebspatienten von Spitaldächern … zB weil sie benötigte Krebsmedikamente nicht mehr erhalten.
            DAS ist die Politik der €U im Interesse von dt. und frz. Banken.
            Hier ein paar illustrative Zeitungsartikel:
            „Das gesamte öffentliche Gesundheitssystem ist seit 2009 um fast 50 Prozent geschrumpft“, … Selbst für Menschen mit Krankenversicherung sei die ärztliche Versorgung schwierig. Das größere Problem seien jedoch jene, die gar keine Krankenversicherung haben“
            http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-07/gesundheitssystem-griechenland
            weitere Artikel der Aerztezeitung
            https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64934/Griechenland-Krankenhaeuser-in-der-Sackgasse
            https://www.aerzteblatt.de/archiv/171337

          • Linus Huber sagt:

            Die Verknüpfung von Finanzierung der Bildung einerseits und staatlichen Schulen andererseits führt zu falschen Konklusionen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Gödl: Späte 60er Jahre Krisenzeiten?? Vielleicht etwas wilder wegen den Studentenunruhen, aber nicht wirklich eine Krisenzeit.
            1973/1978 US$- und Oelkrisen – weil eben genau so Oesi Gedankengut wie Teilgoldstandard bei Bretton Woods plötzlich nicht mehr klappte!
            .
            Die *Oesis haben überhaupt nichts gelöst – die haben eigentlich immer nur Probleme erschaffen – sei es in der Wirtschaft oder in der Geschichte!
            .
            *damit meine ich jetzt nicht den Normalösterreicher, die ich im grossen ganzen OK finde, sondern die international besonders exponierten wie AH oder FAH (man erkennt sie ja schon an den Initialen)

          • Linus Huber sagt:

            Man könnte es auch anders deuten, und zwar dass die Politik versagte, indem sie sich zusätzliche Macht in der Form einer ankerlosen Geldpolitik und der damit ermöglichten Umverteilungsmechanismen aneignete, anstatt die Probleme direkt anzugehen. Die Wirtschaftswissenschaft kann ja nicht warten, sich der Macht zu verdingen und entsprechende Theorien, welche solch ein Vorgehen gutheissen, zu entwickeln. Selbstverständlich müssen in solch einer Atmosphäre etwelche Abweichler auf breiter Basis diffamiert werden, worin die „Wirtschaftswissenschaft“ offensichtlich sehr erfolgreich war.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Die Schulpläne der etwas bürgerfremd wirkenden Milliardärin Betsy De Vos führen aber auch zu sehr eigenartigen Anreizen. Das dürfte selbst Ihnen als selbsternanntem Spezialisten für „falsche Anreize“ auffallen – die Bildungsqualität dürfte doch sehr leiden! Ganz interessanter Artikel, der Betsy’s Pläne unter die Lupe nimmt — bin ich froh muss ich nicht in Amiland in die Schule!

            http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/usa-krise-im-bildungssystem-der-kampf-der-schulen-a-1136040.html

      • Franz Gödl sagt:

        Danke Linus, interessante Betrachtungsweise. Es gibt vielleicht nicht das Pattern mit der 100%-igen Treffsicherheit, welches uns vor Wenden an den Börsen warnt, aber es gibt doch einige Instrumente, welche an historischen Tops ähnliche Werte von sich geben. Ich möchte die hier nicht anführen, denn dann kommen von bekannter Seite wieder etwaige Killerargumente. Die Sache ist ja die, dass man als Warner ein sehr gutes Timing haben muss, denn mit nur einigen Monaten Verzögerung hat man seinen Ruf als Permabär auf sicher. Verstehen kann ich diese Haltung allerdings wenig, denn praktisch jeder kauft sich Versicherungen für weit unwahrscheinlichere Risiken, aber einen Put zur Absicherung eines Aktiendepots kauft selten jemand. Das ist dann wohl gegen die Demokratie oder so in der Art.

        • Jürgen Lenz sagt:

          @Monique Schweizer
          Wir hier in der DDR2 haben ein kaputtes System, die Hausärzte bekommen pro Patient und Quartal 14-30 €. Finanzieren tuen Sie sich über die Privat-Patienten, die dann wohl das 10-fache zahlen. Dafür wird großzügig jede unsinnige Operation oder 500€ CT gezahlt.

          Beim Thema „Sozialversicherung“ gefiel mir am besten: Der Staat führte die damals ein, weil er die Sozialisten unten halten wollte UND weil die Jugend für das Militär bereits zu verschlissen war (Kinderarbeit)

      • Monique Schweizer sagt:

        Ackermann: Hören Sie doch auf mit dieser übertriebenen Politpropganda mit Ihren Spitalselbstmördern:
        2012 hatte Griechenland 3.8 Selbstmorde pro 100k EW (das war die höchste Rate seit 30 Jahren) — das reiche halbdirektdemokratische Heidiland 9.2 Selbstmorde – also fast 250% mehr!
        .
        Ja den Griechen geht es nach ein paar Partyjahren zuvor nicht mehr gut. „Zufälligerweise“ fing die Krise dort zeitgleich an mit der Finanzkrise in den USA – erst ab dann zogen die Schulden richtig an und dass die Griechen halt ihre alte Tradition der Steuervermeidung resp. Betrug nach jahrhundertelanger Türkenherrschaft nie mehr ablegen konnten, hat weniger mit der EU was zu tun als mit der griechischen Mentalität: Volkssport Steuerbetrug – zw. 12-30 Mrd € pa – die können schuldenfrei sein!!!

        • Linus Huber sagt:

          Na ja, vielleicht ist Griechenland der Vorbote der Umstände, welche auf uns warten, denn die Erhöhung von nicht erfüllbaren Versprechen löst das Problem der bestehenden nicht erfüllbaren Versprechen schwerlich. Wie man dies auch immer deuten mag, weist Markus mit seiner Aussage in erster Linie darauf hin, dass die selektive Wahrnehmung, welcher wir wohl alle zu einem gewissen Grade ausgesetzt sind, uns der Gefahr aussetzt, auf einem Auge blind zu sein.

          Inwiefern es ein Zufall ist, dass die Steuermoral in Südeuropa schwach ist oder mit der in vergangenen Jahrzehnten (vor dem EURO) gewohnten bedeutend höheren Geldentwertung im Zusammenhang stehen könnte, wäre vielleicht eine Überlegung wert.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Dass die Griechen die türkischen Besatzer während Jahrhunderten um ihre (ungerecht erhobenen) Steuern betrogen haben, dass ist ja voll nachzuvollziehen.
            Nur haben Sie diese leidige Angewohnheit dann später nicht mehr losbekommen und jetzt betrügen sie sich auf die eine oder andere Art halt selber…
            Neben tiefer Produktivität, rel. schlechter Effizienz, viel zu hoher Militärausgaben, Verhätschelung der Reeder, der US-Finanzkrise & Folgen und den neg. €-Effekten auf Club Med Länder ist die Steuermoral sicher auch ein wichtiger Bestandteil im griechischen Elendsmosaik!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ein wichtiger Faktor fehlt in dieser brillanten Analyse: Die wirtschaftspolitische Variable Trump. Das Zinsniveau sinkt seit den 1980er-Jahren beständig. Im selben Zeitraum ist der Welthandel unaufhörlich gewachsen, neue Wirtschaftsmächte sind aufgetaucht und haben die Preisentwicklung in den entwickelten Ländern mit ihren tiefen Lohnstückkosten gedämpft. Gleichzeitig sind rund um den Globus neue Handelsabkommen ratifiziert worden. Diese ganzen Entwicklungen lassen sich unter dem Begriff Globalisierung zusammenfassen. Die m. E. wichtigste Folge in diesem Zusammenhang ist die Geschwindigkeit des Geldes: Diese befindet sich in Europa auf einem historischen Tiefstand. Damit sind wir bei Trump: Sollte er die Globalisierung in Teilen tatsächlich rückgängig machen, dürften wir bald wieder Verhältnisse wie in den Siebzigern und Achzigern haben- was auch bei der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes (und genau so bei den Zinsen) deutliche Spuren hinterlassen dürfte…

  • ast sagt:

    Gibt es auch Hinweise darüber wie sich die (nun wohl mit steigenden Zinsen sich ändernden = Verkäufe?) Interventionen der Notenbanken in Bond- und neuerdings Aktien und Firmenanleihen auf die besagten Aktienmärkte auswirken könnten?

    Die Notenbanken müssen ja ihre durch solche Wertpapiere aufgeblähten Bilanzen in Milliardenhöhe wieder los werden, was etwa bei Aktien deren Kurse belasten könnte (nachdem die Käufe der letzten Monate durch z.B. SNB sicher stützend gewirkt hatten, bzw. den Wettbewerb zu ungunsten z.B. von Rohstoffen beeinflussten).

    • Franz Gödl sagt:

      Die EZB hat mit ihrem Bondprogramm praktisch die Highs bei den Bonds gekauft. Schlechtes Timing scheint bei Notenbanken Norm zu sein. Die SNB hatte damals Gold unter 480 und tiefer verkauft. Ich liege wahrscheinlich nicht weit daneben mit der Prognose, dass die Notenbanken ihre Bestände nahe der künftigen Tiefs verkaufen werden.

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