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Chinas Trilemma

Mark Dittli am Freitag den 11. März 2016
An office building is reflected on a new 100 Yuan note on display outside a bank in Beijing, Monday, Jan. 11, 2016. Barely a week into 2016, Chinese President Xi Jinping is already having a rough time of it, with a plummeting stock market, falling currency, new provocations from boisterous ally North Korea and strong prospects for a victory by the pro-independence opposition in Taiwan, which China sees as a renegade province. (AP Photo/Andy Wong)

Das chinesische Regime steht nicht über den ökonomischen Gesetzen. Foto: Andy Wong (Keystone)

 

China ist eine Kommandowirtschaft. Was immer die Regierung respektive das Zentralkomitee in Peking will, wird umgesetzt. Daher folgt Chinas Wirtschaft auch nicht den üblichen ökonomischen Gesetzen, die für die «freien», westlichen Volkswirtschaften gelten.

Dieses Argument hört man oft. Es leuchtet auf den ersten Blick ein. Aber stimmt es auch?

Wir wissen es nicht. Doch wir bleiben skeptisch. In mehreren Blogbeiträgen haben wir bereits auf die gewaltige – in ihrem Ausmass historisch beispiellose – Kreditblase hingewiesen, die sich im Reich der Mitte in den Jahren nach 2008 aufgebläht hat (hier und hier).

Noch ist es in Chinas Finanzsystem nicht zu einer Krise gekommen, doch gebannt ist die Gefahr damit noch nicht.

Doch es soll in diesem Beitrag nicht um Chinas Kreditblase gehen. In einem anderen Zusammenhang führt China gegenwärtig nämlich geradezu bespielhaft vor Augen, dass Peking nicht über den ökonomischen Gesetzen steht.

Es geht um das sogenannte Trilemma der Geld- und Wechselkurspolitik (hier bereits am Beispiel der Eurozone erklärt):

Ganz vereinfacht dargestellt besagt das Trilemma, dass ein Staat nicht gleichzeitig einen freien Kapitalverkehr, eine eigenständige Geldpolitik und ein fixes Wechselkursregime haben kann. Der Staat muss sich auf zwei dieser drei Möglichkeiten beschränken.

Schauen wir uns das Trilemma am Beispiel Chinas genauer an:

Erstens, der Wechselkurs: Die Zentralbank, die People’s Bank of China (PBoC), hat den Kurs des Yuan über Jahre an einer sehr kurzen Leine gehalten. Von 1995 bis Mitte 2005 hielt die PBoC den Yuan hart an den US-Dollar gebunden. Danach war das Wechselkursregime nicht mehr fix, sonden Peking liess die Heimwährung langsam und kontrolliert gegenüber dem Dollar aufwerten. Von 2008 bis 2010, im Nachgang der globalen Finanzkrise, hielt die PBoC den Wechselkurs abermals fixiert, bevor ab 2011 wieder eine gemächliche Aufwertung des Yuan zum Dollar zugelassen wurde.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Yuan-Dollar-Wechselkurses (Quelle: CLSA):

Für die Zwecke dieses Blogbeitrags können wir feststellen, dass die erste Komponente des Trilemmas gegeben ist: China benutzt zwar kein Regime absolut fixer Wechselkurse, doch die PBoC steuert den Kurs des Yuan extrem eng.

Kommen wir zur zweiten Komponente, der eigenständigen Geldpolitik. Hier ist die Situation eindeutig: Die PBoC fährt eine ausgesprochen autonome Geldpolitik und lässt sich von keiner anderen Zentralbank beeinflussen. Die PBoC agiert sehr aktiv, um den Gang der inländischen Wirtschaft zu beeinflussen. Besonders gern schraubt die PBoC am Mindestreservesatz der Banken, um so die Kreditvergabe in der inländischen Wirtschaft zu steuern. In den vergangenen Monaten hat die Zentralbank so eine enorm expansive Geldpolitik betrieben.

Fehlt die dritte Komponente, der freie Kapitalverkehr. Peking hat im jüngerer Vergangenheit die Grenzen für Kapital schrittweise geöffnet – und so das für das Zentralkomitee extrem wichtige Ziel erreicht, dass der Yuan vom Internationalen Währungsfonds Ende November 2015 in den Club der globalen Reservewährungen aufgenommen wurde.

Chinas Grenzen sind für Kapital noch lange nicht völlig offen, doch Bürger des Landes besitzen nun immerhin schon die Erlaubnis, umgerechnet bis zu 50’000 US-Dollar ihres Vermögens im Ausland zu investieren.

Alle drei Komponenten sind also gegeben: Fixer Wechselkurs, eigenständige Geldpolitik und freier(er) Kapitalverkehr.

Und nun kommen die Dinge in Bewegung.

Zur Stützung des inländischen Bankensystems und zur Ankurbelung der Konjunktur hat Chinas Zentralbank seit 2014 eine zunehmend expansive Geldpolitik betrieben. Abschwächende Wachstumsraten und extrem niedrige Zinsen bedeuten für chinesische Investoren weniger attraktive Anlagemöglichkeiten im Inland.

Was tun sie also? Sie investieren vermehrt im Ausland.

Seit Frühjahr 2014 fliesst netto jedes Quartal mehr Kapital aus China ab, als einfliesst. Die Daten sind ungenau und schwierig zu erheben, da die Zahlungsflüsse aus dem Handel mit Waren und Dienstleistungen (gemessen in der Leistungsbilanz) mit den Kapitalflüssen aus Investitionen (gemessen in der Kapitalbilanz) aufgerechnet werden müssen. Christopher Wood, der Chefstratege des Hongkonger Brokerhauses CLSA, hat die Rechnung versucht und ist zu folgenden Werten gekommen:

Wie die Grafik zeigt, haben sich die Kapitalabflüsse aus China in den vergangenen Quartalen laufend beschleunigt.

Wäre der Yuan-Wechselkurs völlig flexibel, müsste sich die chinesische Währung angesichts dieser Kapitalbewegungen deutlich abschwächen. Er hat sich tatsächlich abgeschwächt, aber erst marginal. Der Grund: Die Zentralbank stemmt sich dagegen, indem sie ihre riesigen Devisenreserven verkauft.

Graphisch sieht das dann so aus (Quelle: CLSA):

Die Balken zeigen die monatliche Veränderung der Devisenreserven der PBoC, in Milliarden US-Dollar. Im Dezember und Januar verringerten sich die Devisenreserven um je rund 100 Milliarden Dollar, im Februar «verbrannte» die PBoC weitere 30 Milliarden Dollar.

Die blaue Kurve zeigt den Bestand der Devisenreserven: Er ist von rund 4000 Milliarden Dollar Mitte 2014 auf mittlerweile noch rund 3300 Milliarden Dollar gesunken. Die PBoC hat also mit rund 700 Milliarden Dollar interveniert, um eine übermässige Abwertung des Yuan zu verhindern.

Damit ist das Trilemma bereits am Werk: Chinas Zentralbank kann nicht die Grenzen für Kapital öffnen, eine unabhängige Geldpolitik verfolgen und den Wechselkurs fix halten. Respektive: Sie kann schon, doch sie muss laufend ihre Devisenreserven verbrennen, um den Wechselkurs zu verteidigen.

Die Devisenreserven sind heute zwar immer noch enorm gross, doch mit der aktuellen Verbrennungsrate kann die PBoC das Regime nicht mehr viel länger als ein Jahr weiterführen, denn nicht der gesamte Bestand der Devisenreserven ist liquide (mehr dazu in diesem Interview mit dem Zuger Hedge-Fund-Manager Felix Zulauf).

Was dann? Wie wird Peking das Trilemma lösen?

Eine Möglichkeit wäre, die Grenzen für inländisches Kapital, das ins Ausland strömen will, wieder zu schliessen. Das ist jedoch kaum denkbar, denn das würde den globalen Status des Yuan als Reservewährung wieder gefährden.

Die andere Möglichkeit wäre eine rasche, einmalige Abwertung des Yuan um 10 bis 20 Prozent, wie es unter anderen der schottische Investmentstratege Russell Napier erwartet.

Ben Bernanke, der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank, bringt in seinem Blog eine weitere Alternative ins Spiel: Peking solle mit fiskalischen Massnahmen das Wachstum im Inland ankurbeln und damit wieder bessere Investitionsmöglichkeiten schaffen. Allerdings solle dieser neuerliche Fiskalimpuls nicht über Infrastrukturprojekte geschehen, sondern über Massnahmen, die den inländischen Konsum stärken, etwa über einen Ausbau der Altersvorsorge und der staatlichen Krankenversicherungen.

Welchen Weg Peking auch gehen wird: Wir können in den folgenden Monaten beispielhaft mitverfolgen, wie das Trilemma der Geldpolitik funktioniert. Und dabei den Beweis erleben, dass auch eine Kommandowirtschaft ökonomischen Grundgesetzen gehorchen muss.

Zum Wochenende ein Link in eigener Sache:

In diesem sehr lesenswerten Blogbeitrag legt mein Kollege Alexander Trentin dar, welche Branchen in den kommenden Jahren gefährdet sind «disrupted» zu werden.

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73 Kommentare zu “Chinas Trilemma”

  1. Stefan Wiesendanger sagt:

    Ich sehe die Entwicklungen wie Herr Dittli, beurteile sie aber als Teil einer kohärenten Strategie: Der Staat China hat mit 3tn Reserven sein Ziel einer Reserve in Devisen erreicht, um nicht erpressbar zu sein (Lehre aus der Asienkrise). Mehr soll es nicht werden, denn die Werthaltigkeit dieser Devisen ist nicht über alle Zweifel erhaben. Jetzt ist es and den Privaten, die über diese Summe hinausgehenden, weiter wachsenden Sparüberschüsse im Ausland anzulegen. Der sichtbare Effekt davon sind die zunehmenden Akquisitionen chinesischer Firmen.

    • Marcel Senn sagt:

      Wiesendanger: Ich glaube nicht, dass im Falle China die antiquierte Oekonomenregel Sparen = Investieren wirklich noch gilt, den die Fixed Capital Investments der letzte Jahre zw. 42-50% des BIP’s werden nur zu einem Teil aus Spargeldern sein der grösste Teil ist aus einem undurchsichtigen Verschuldungsmechanismus zw. Staat, staatlichen Unternehmungen und Banken und privatwirtschaftliche Firmen entstanden. Bis zu 180% des BIP’s sind heute Non-Fin Corp Debts und wieviele faule Kredite in den Büchern schlummern, da gibts nur Schätzungen.
      Die ganzen Fa. Aufkäufe im Ausland werden wohl nur zu einem geringen Teil aus “Sparüberschüssen” finanziert, der Rest vermutl. auf Pump mit Finanztricks

  2. Marcel Senn sagt:

    In wenigen Jahren wird dann die PBOC auch mal soweit sein, dass sie die Schrottanleihen der Provinzen und der Developers Co’s aufkaufen muss um die Zinsen zu drücken. Ein riesiges Potential hat es da – mit 5.1 Bio $ Bilanzsumme ist die PBOC zwar die grösste Zentralbank der Welt — aber Potential für ein paar Bio mehr hat es alleweil noch.
    .
    Auch die ganze Hysterie wegen Draghi versteh ich nicht – die EZB hat akt. gerade mal 2.9 Bio €uronen Assets – davon 338 Mrd in Gold!! Und das LTRO Programm ist erst bei 456 Mrd und die Anleihen erst bei 1.3 Bio – da hat es schon noch für 2 Bio spatzig.

    https://www.ecb.europa.eu/press/pr/wfs/2016/html/fs160308.en.html

    • Marcel Senn sagt:

      Und auf der Passivseite hat sie noch 346 Mrd € Schwankungsreserven plus 100 Mrd € Eigenkapital.
      Das weiss Supermario natürlich und darum geht er immer noch forsch rein — auf gut Glück — entweder das Kredit- und Wirtschaftswachstum und die Inflation kommen oder sonst gibt es dann wirklich in wenigen Jahren mal eine Rezession und im verschärften Falle eine deflationäre Depression fast wie in den 30ern mit Massenarbeitslosigkeit, Bank-Runs, Generalstreiks etc etc – dann wirds hässlich.

      • Stefan Wiesendanger sagt:

        Wir sind uns einig, dass die EZB Raum hat, um zu intervenieren. Die Kernfrage lautet aber: hilft es? Meiner Meinung nach per Definition nicht, denn die Konjunktur krankt an den Ungleichgewichten zwischen EU-Staaten; der EZB stehen aber nur Instrumente zur Verfügung, die das ganze Euroland betreffen. Eine interne Abwertung (hauptsächlich über die Löhne) wie Estland oder Irland muss ein Land selber zustande bringen, eine Aufwertung ebenfalls (DE würde letzteres zwar wollen, kann aber nicht, ohne Ostdeutschland zu erwürgen.).

        • Marcel Senn sagt:

          Na ja wenn Italien, Spanien, Portugal immer noch 7 und mehr % Zinsen zahlen müssten wären sie eh schon pleite, Schäuble bekommt seine schwarze Null geschenkt (mit den Zinsersparnissen kann sich D jetzt die Flüchtlinge leisten) und auch die restlichen Schulden in €-Zone sind zinsmässig günstiger geworden.
          .
          Das Problem ist, dass sich Blasen bilden – gut die Bonds sind schon ziemlich ausgereizt – zumindest im pos. Zinsterritorium, im neg. hats noch Spielraum, Die Immopreise sind z.B. in D stark am steigen, das könnte noch zu uangenehmen Nebenwirkungen führen.
          Aber wenn die Wirtschaft zuwenig Investitionsmöglichkeiten hat weil die Aussichten zu trüb sind, hilft alles nichts

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Und warum genau hat sich über die vergangenen vielleicht 20 Jahre weltweit eine Überkapazität der Produktion im Verhältnis zum heutigen Konsum gebildet? Könnte es sein, dass die Tiefzinspolitik verbunden mit entsprechender Geldentwertung und einem fehlerhaft starken Fokus auf die Inflationsrate des CPI hierbei eine Rolle spielt?

    • Johnny Smith sagt:

      “Auch die ganze Hysterie wegen Draghi versteh ich nicht”

      1. Weil QE nicht in der Realwirtschaft ankommt, sprich nichts nützt?
      2. Weil QE und Negativzinsen mehr Nebenwirkungen als Wirkungen haben?
      3. Weil, solange Bargeld erlaubt, bei noch negativeren Zinsen ein Bankrun-Risiko besteht?
      4. Weil QE und Negativzinsen v.a. dem obersten 1% dient, aber nicht den unteren 99%?
      5. Weil QE und Negativzinsen Asset-Bubbles antreiben?
      6. Weil es derzeit in der EUR-Zone weder Deflation noch Rezession gibt und damit irgendwelche ausserordentliche Krisenmassnahmen nicht angezeigt sind?
      7. Weil die aufgeblähten Bilanzsummen der anderen Zentralbanken nur ein schlechter Massstab sind?

      • Johnny Smith sagt:

        Das Argument, dass in der Oekonomie keine kontrollierten Experimente (Kontrollgruppen, Random Assignment, …) gemacht werden und damit weder Alternativszenarien noch Kausalitäten mit Sicherheit geschlussfolgert werden können, stimmt zwar, wird aber allzuoft als Totschlag-Argument missbraucht um missliebige klare Indikationen verneinen zu können.

        Die Indikationen bez. QE sind ziemlich klar, es bringt der Realwirtschaft kaum etwas, hat starke Nebenwirkungen und lädt sich Risiken auf. Bottom Line, QE sollte man in normalen Zeiten sein lassen, es taugt höchstens etwas als Krisenmassnahme (als Beispiel QE1 von Bernanke).

        • Linus Huber sagt:

          “es taugt höchstens etwas als Krisenmassnahme”

          Einverstanden, allerdings sollte die damit gewonnene Zeit genutzt werden, das Problem grundlegend zu lösen (z.B. Redimensionierung des Bankensektors, Abbau der Ungleichgewichte, Neuausrichtung des Anreizsystems etc.), was keineswegs schmerzlos sein muss, ansonsten sich die gleiche Entwicklung einfach neu aufbaut. Natürlich bedingt dies, dass die Fehler der gängigen Doktrin überhaupt erkannt und anerkannt werden.

          • Maiko Laugun sagt:

            “…das Problem grundlegend zu lösen…”

            Daran hat die Elite und deren Tool, die korrumpierte Regierung, kein Interesse. Unabhängig vom Inhalt kann dies nur mit Dingen wie z.B. einer Vollgeld-Initiative angegangen werden, um den Druck zu erhöhen und den Unmut zu bekunden. Alles andere ist leider Zeitverschwendung.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Schuldentechnisch gesehen – das schwache Wirtschaftswachstum miteinbezogen – befinden sich wesentiche Teile €-Zone im Dauerkrisenmodus seit spätestens 2012 (im Prinzip schon früher).
            .
            Würde der Club Med nicht von Draghi und seinen QE’s mit Tiefstzinsen “subventioniert”, wären die vermutlich schon kollabiert oder ganz kurz davor — und dann wäre das Euroträumli wohl endgültig ausgeträumt.
            .
            Das wollen die Zentralbanker (inkl. der Politik) einfach auf keinen Fall zulassen – und darum bastelt und bastelt Mario bis zum geht nicht mehr…

          • Maiko Laugun sagt:

            Genau darin liegt die Stärke von China. Die Regierung will das Land vorwärts bringen, auch zur eigenen Machterhaltung, klar, aber dennoch wird alles getan, dass der grosse Teil der Bevölkerung weiter nach oben kommt und alle profitieren und nicht nur die Elite. Das ist der Unterschied zum Westen.

          • Johnny Smith sagt:

            “allerdings sollte die damit gewonnene Zeit genutzt werden, das Problem grundlegend zu lösen”

            Absolut. Hier haben wir grossen Nachholbedarf. ZB. war ein Grundproblem der Finanzkrise die hohe Verschuldung. Der Herdentrieb hat dann plötzlich von Schönwetter zu Sturm geführt (oder vielleicht besser hat der Herdentrieb die Risiken vorher nicht sehen lassen). Die hohen Verschuldungen wurden aber nicht angepackt. Im Gegenteil, die Nullzinsen sind bester Anreiz zu hoher Verschuldung. Und dann, wenn dann die Krise wieder kommt, sagt Draghi, er hät ja immer davor gewarnt. Dabei ist er der (Mit)Schuldige.

          • Marcel Senn sagt:

            Johnny: Draghi wäre so oder so “schuldig” — hätte er 2012 nichts gemacht, wären grosse Teile des Club Meds vermutlich heute bankrott mit allen erdenklichen Folgen und mit all den QE’s wird dieser Moment rausgezögert um Zeit zu gewinnen, die dann aber nicht genutzt wird, resp. oftmals infolge eines eher deflationär wirkenden Umfeldes zuwenig Anreize bietet was zu ändern.
            .
            Wie bitte wollen Sie denn die hohen Verschuldungen anpacken – mit den Brachialmethoden der schwäbischen Hausfrau – das darniederliegende Volk aushungern? Wurde ja in Gr und Sp praktiziert mit der Folge, dass die Wirtschaft noch mehr schrumpfte. Austerität ist auch nicht das Wunderrezept – zuviele Nebenwirkungen

          • Johnny Smith sagt:

            “Draghi wäre so oder so “schuldig””

            Nein, in meinen Augen nicht. Draghi (so nehme ich jedenfalls an) war nicht schuldig/verantwortlich für die Fehler der EUR-Konstruktion oder die Unterlassungen der ClubMed-Länder. Der Arzt ist für den Tod eines Heroinsüchtigen mit Überdosis nicht verantwortlich. Wenn er dem Heroinsüchtigen aber experimentelle Überdosen an Heroin gibt, macht er sich früher oder später zum Mitschuldigen an dessen Tod. Analog macht sich Draghi mit seinem unangebrachten Aktivismus zum Gehilfen und eben (mit)schuldig. Er verzögert zwar das Problem, hilft aber mitnichten an einer Lösung.

          • Linus Huber sagt:

            Wie bitte wollen Sie denn die hohen Verschuldungen anpacken – mit den Brachialmethoden der schwäbischen Hausfrau – das darniederliegende Volk aushungern?

            Na ja, dass Menschen verhungern oder nicht, ist ein von der jeweiligen Regierung und der Bevölkerung zu lösendes organisatorisches Problem; man kann nicht dauerhaft über seine Verhältnissen leben. Bei Unfähigkeit eines Schuldners die Schulden zu begleichen, müssen die unvorsichtigen Kreditgeber leider die negativen Konsequenzen fühlen. Ich bin mir bewusst, dass dies wieder auf die Banken, Pensionskassen etc. zurückfällt, jedoch genau dies ist unter anderem notwendig um die heutige Anreizstruktur zu korrigieren.

          • Johnny Smith sagt:

            “Wie bitte wollen Sie denn die hohen Verschuldungen anpacken?”

            Eines ist wohl jedem klar: tiefe Zinsen und Gratisliquidität bis zum Abwinken (à la Draghi) gehen das Problem der hohen Verschuldungen nicht an. Könnte es sein, dass ZIRP/NIRP/QE evt. ursächlich zum Problem beigetragen haben?

          • Marcel Senn sagt:

            Johnny: Habe ja nur auf Ihren Kommentar Bezug genommen, dass er ein (Mit)-Schuldiger sei.
            .
            Aber immerhin sind wir uns ja einig, dass die Draghi Massnahmen nicht viel bringen — allerdings ich mit dem Unterschied, dass ich bei der Aufgabe v.a. der Anleihenkäufe ein Signal für einen Zusammenbruch der Bond Märkte sehen würde und in Folge vermutlich dann auch der Aktienmärkte, wenn die Risikoländer plötzlich wieder risikoadäquate Zinsen bezahlen müssen ohne EZB Auffangnetz.
            .
            Hier der vermutlich nächste und letzte EZB Schritt, falls sich die Situation nicht bessern wird.

            http://www.welt.de/wirtschaft/article153234769/Mario-Draghi-liebaeugelt-mit-dem-naechsten-Tabu-Bruch.html

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: ist ja schön und recht, dass man nicht dauerhaft über seine Verhältnisse leben kann – nur sind diejenigen die sich über Korruption, Steuerbetrug etc z.B. in Griechenland bereichert haben nicht dieselben, die dann in den Suppenküchen anstehen oder keine medizinische Versorgung mehr bekommen. Und irgendwann kommt auch der Staat an den Anschlag selbst noch rudimetärste Bedürfnisse einer notleidenden Unterschicht oder Rentner noch befriedigen zu können.
            .
            Die einzigen die auf die Dauer über ihre Verhältnisse leben können sind vermutlich immer noch die USA und das tun sie auch geflissentlich in fast jeder Hinsicht.

          • Johnny Smith sagt:

            Wir sind uns vermutlich in recht vielen Dingen einig. Auch die Gefahr einer Neu-Bewertung (sprich tiefer) von Obligationen- und Aktienmärkten sehe ich. Auch auf diesem Auge ist Draghi blind.

            Der Feuerwehrmann, der zuerst das Haus anzündet und dann mithilft zu löschen, ist keine Hilfe, sondern ein Problem.

          • Marcel Senn sagt:

            Johnny: “Auch die Gefahr einer Neu-Bewertung (sprich tiefer) von Obligationen- und Aktienmärkten sehe ich. Auch auf diesem Auge ist Draghi blind”
            .
            Das sehe ich jetzt genau anders — gerade ein ehemaliger Investmentbanker weiss doch genau was das für ein Blutbad an Bond- und Aktienmärkten das geben würde. Von mir aus gesehen ist das die Hauptmotivation vor allem die Aufkaufprogramme noch auszudehnen und nebenbei auch die Bankenbilanzen zu entlasten, die ja immer noch massig Schrott in den Bilanzen haben.
            Der Gipfel der Perversion wäre dann allerdings Helikoptergeld für notleidende Bankkredite aufzuwerfen, wie gewisse Banker im Helikopter-Artikel schon davon träumen.

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Warum wollen Sie sich die Probleme eines anderen Staates und seiner Bevölkerung aneignen? Es ist ja genau das systematische Problem, dass auftretende Schwierigkeiten immer kurzfristig orientiert gelöst werden, indem man sie auf eine höhere hierarchische Ebene hebt und immer potentere Umverteilungsmechanismen institutionalisiert, wodurch die damit erzeugte Anreizstrukur das System selber immer komplexer und intransparenter macht. Umverteilungssysteme sind mit hoher Vorsicht anzuwenden, denn oft und je nach Ausmass erzeugen sie über Zeit anhand der geschaffenen Anreize eine Verhaltensveränderung mit für die Gesellschaft insgesamt betrachtet meist negativen Konsequenzen.

          • Marcel Senn sagt:

            Linus: Weiss nicht was Sie damit meinen, dass “ich mir die Probleme eines fremden Staates aneignen wolle” (jetzt mal abgesehen von Uruguay – aber da wohne ich ja auch)
            .
            Ja Umverteilungsprogramme machen oft träge und sind gefährlich — die von unten nach oben sind immer noch die umsatzstärksten & die mit den grössten Konsequenzen, zumal Kapitalerträge oft noch steuerlich verhätschelt werden im Gegensatz zu Arbeit.
            Sie schreiben immer vom “beseitigen der Ungleichgewichte” – nur sind Ungleichgewichte in Sachen Vermögensverteilung in den letzten Jahren immer einseitiger geworden. Wie soll ein Heer von Hartz IV etc. einem konsumbasierten Wirtschaftssystem noch den nötigen Schub geben…

          • Linus Huber sagt:

            Das System spinnt, daher die zerhackten Kommentare.

            Sie tendieren dazu, jedes Problem, wohl aufgrund ihrer Bildung, aus der Sicht der Zentralplaner zu betrachten.

            Ich meine damit, dass jeder Staat im Endeffekt selbst ihr gesellschaftliches Modell erarbeiten muss, respektive den eigenen Verteilungskampf führen muss, selbst wenn dies nicht immer friedlich vonstatten geht. Die offensichtlichen Probleme im Bereiche der Vermögensverteilung (inkl. Umverteilung von unten nach oben) dürfen nicht durch Scheinlösungen, …

          • Linus Huber sagt:

            … indem man die Angelegenheit z.B. via Geldpolitik auf die nächst höhere Entscheidungsebene hebt, …

          • Linus Huber sagt:

            … bearbeitet werden, sondern auf möglichst tiefster Entscheidungsebene gelöst werden. Die 1% geniessen eine ungerechtfertigte Freifahrt in einer durch korrupte Bürokraten zu ihren Gunsten hoch regulierten Umgebung. Daher die steigende Unmut (z.B. Trump).

          • Linus Huber sagt:

            “bearbeitet” ersetzt “a d r ess iert”

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Umverteilungen wie z.B. die CH Landwirtschaftssubventionen haben nun mal viel mit einer zentralplanerischen Denke zu tun, sollte sie nicht zu hohe Effizienzverluste nach sich ziehen (auch wenn das auch so schon vorkommt) – das hat nichts mit meiner Bildung zu tun.
            .
            Sie berücksichtigen einfach nicht, dass wir uns mittlerweile in einer Terra Icognita befinden mit neuen mächtigen Playern – den Zentralbanken auf der Welt. Das gabs wirtschaftshistorisch noch nie in dem globalen Ausmasse.
            Das Dilemma ist einfach, dass die Krise schon zu weit fortgeschritten ist — man hätte all die Bankhäuser in Schieflage wenn schon 2008 untergehen lassen müssen. Nur die Politik hatte auch keinen…

          • Marcel Senn sagt:

            Clou wie man so ein finanzwirtschaftliches Jahrhundertproblem lösen sollte und dann kam die FED, die US Regierung mit all ihren Programmen und Massnahmen…und den Rest kennen Sie ja.
            .
            Ich versuche einfach mittels meiner kleinen Weltbilanz irgendwie die Grössenordnungen und potentiellen Wertvernichtungsgrössen einigermassen zu ermitteln – macht mir einfach Spass verschiedene Szenarien mal durchzuspielen und hat nix mit Zentralplanung zu tun – ich kann nur wenig beeinflussen.
            .
            Dann schaun mer einfach mal wie die Experimente des Herrn Draghi, aber auch des Zentralkommitees und der PBOC in Peking noch so weitergehen – bin auch eher skeptisch bis pessimistisch…

          • Johnny Smith sagt:

            ‘Auch auf diesem Auge ist Draghi blind” Das sehe ich jetzt genau anders’

            Ich war unpräzis in der Formulierung. Ich meinte, dass Draghi das Risiko nicht sehen will oder es zwar sieht (wie Sie wohl richtig annehmen), es aber unter den Teppich kehrt. “Whatever it takes”, egal welches Risiko.

          • Linus Huber sagt:

            Wenn man sich in eine aussichtslose Lage manövrierte, resp. nichts weiter weiss als die Grube, in welche man fiel, weiter durch schaufeln zu vertiefen, sollte man als Leithammel die Courage besitzen, dies anzuerkennen, respektive zurückzutreten anstatt den Ignoranten zu spielen. Weit gefehlt, die Arroganz und das einzig auf persönliche Vorteile ausgerichtete Handeln der gegenwärtigen politischen Eliten und Bürokraten kennt keine Grenzen in ihren Bemühungen ihr gut gehegtes Nest und ihre Macht weiter auszubauen und jeder, welcher dieses Verhalten kritisiert, wird als Populist diskreditiert. Was ich ein wenig vermisse, ist ein Hauch einer Kritik in diese Richtung. 🙂

      • Marcel Senn sagt:

        Johnny: Ist ja gut – kann man im Prinzip (unter Ausklammerung der Verschuldungsituation) ja alles gelten lassen als Argumente – es ist ja auch eine Verzweiflungstat von Draghi um etwas Wirtschaftswachstum und auch etwas Inflation herbeizuzaubern.
        .
        Nur wenn Draghi mit seinen Ankaufprogrammen und den Negativzinsen aufhören würde, dann würden die Italo, spanischen und andere gefährdeten Bonds innert Kürze implodieren und für Neukredite müssten diese Staaten dann wieder 7 und mehr % zahlen, wie 2012 als Draghi mit seinem QE Zeugs angefangen hat.
        .
        Und dann wäre ein Zusammenbruch dieser Länder innert Kürze absehbar und zudem noch ansteckend auf z.B. Frankreich und weitere Länder

        • Marcel Senn sagt:

          Wir haben ja schon das ganze Cabaret mit Griechenland miterlebt inkl. der Verarmung der Bevölkerung. Nur Griechendland ist mit 320 Mrd € Peanuts im Vergleich zu den grossen Schuldnern wie Italien, Spanien und in einem späteren Zeitpunkt auch Frankreich – da geht es dann um Billionenbeträge.
          .
          Wer würde Italien noch Geld leihen ohne die QE’s? Zumindest nicht für 0.5-2%, sondern mindestens 7%, das würde beim aktuellen wirtschaftlichen dahindümplen der Italowirtschaft einfach zu noch mehr Neuverschuldung führen und diese wiederum zu noch höheren Zinsen bis eines Tages die Zahlungsunfähigkeit deklariert werden müsste.
          .
          Das ist der einzige Sinn und Zweck dieser QE’s & anderen Massnahmen

          • Marcel Senn sagt:

            Als Anschaungsbeispiel: Hätte man die Ankaufsprogramme jetzt aufgegeben, wären z.B. die italienischen Bonds mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 6.5 Jahren (die Duration dürfte bei den akt Tiefstzinsen nur geringfügig drunter sein) infolge eines vermutlich starken Zinsanstieges auf mind 7% um bis zu 35% eingebrochen!
            Bei rund 2200 Mrd Schulden wären 20- 30% dann schon ein fetter Brocken von 450- 700 Mrd. Und nicht genug – es hätte infolge der ganzen Verquickungen eine Ansteckungsgefahr über ganz Europa gegeben und die Wertverluste (inkl. z.B. auch CH Pensionskassen) wären in die Billionen gegangen.

          • Marcel Senn sagt:

            Oder ein Beispiel vom Juni 2015: Ein einziger Satz von Draghi führte zu einem Wertverlust auf Bonds von 600 Mrd €

            “Die Akteure müssten mit höheren Schwankungen klarwerden, und die werde es geben”

            http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article141981182/Draghis-Satz-provoziert-600-Milliarden-Euro-Verlust.html

            Der Hauptgrund der EZB QE’s ist es die Bondmärkte (immerhin gut 12 Bio im €-Raum) und in Folge auch die Aktienmärkte nicht kollabieren zu lassen.
            .
            Die QE’s sind ja nicht primär als ein Konjunkturstimulusprogramm gedacht, sondern ein Crashvermeidungsprogramm (nur sagt das Draghi nicht so offen)

          • Johnny Smith sagt:

            Sie beschreiben die Situation sehr ähnlich, wie ich sie auch interpretiere. Hätte man/Draghi aufgehört:
            “gefährdeten Bonds innert Kürze implodieren”
            “Zusammenbruch dieser Länder innert Kürze absehbar … ansteckend”
            “inkl. der Verarmung der Bevölkerung”
            “Zahlungsunfähigkeit deklariert werden müsste”
            “Wertverluste (inkl. z.B. auch CH Pensionskassen) wären in die Billionen gegangen.”

            Der Unterschied liegt in der Reaktion. Sie bevorzugen es offenbar, dass man (geldpolitisch) im gleichen Fahrwasser weitermacht. Die tiefen Zinsen sind zwar eine Hauptursache für die Überschuldungen, wegen den Überschuldungen brauchen wir aber noch tiefere/negative Zinsen. Das sehe ich dezidiert…

          • Johnny Smith sagt:

            … nicht so. (Sch… Blogsystem)

            Es gibt Situtationen, wo das Problem da ist und es angegangen werden muss. Man kann sich zwischen Pest und Cholera entscheiden: heute schmerzhafte Massnahmen treffen und überleben oder weiterwursteln und das Problem bis zur Unlösbarkeit verschärfen und verschlimmern. Madman Draghi hilft aktiv mit am zweiten Weg.

          • Marcel Senn sagt:

            Johnny: Eigentlich wäre ich ja auch für einschneidende Massnahmen, nur wird es sich dabei medzinisch betrachtet nicht mehr nur um mittelgrosse Schnittwunden handeln, sondern das werden Amputationen von ganzen Gliedmassen sein mit verheerenden Folgen für ganz Europa bis hin zu schweren sozialen Unruhen oder gar Bürgerkriegen.
            Dass sich die Wirtschaft dann schnell erholen wird glaube ich kaum, das würde eine längerandauernde Depression geben mit Massenarbeitslosigkeit etc.
            Die USA haben den Vorteil der Geschlossenheit ihre Krise zu bewältigen (allerdings mit hoher Verschuldung)

            http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muellers-memo-was-wir-von-amerika-lernen-koennen-a-1082039.html

          • Johnny Smith sagt:

            “Amputationen von ganzen Gliedmassen sein mit verheerenden Folgen”

            Ja, das ist vermutlich so. Je länger wir warten, um so mehr müssen wir allerdings amputieren. Gerade deshalb ist es auch so gefährlich, dass Draghi (Danke für den ‘Helikopter’-Link) sozusagen experimentelle Operationen am offenen Herzen macht. Wenn er’s denn wenigstens zugeben würde….

          • Johnny Smith sagt:

            Ja, ich glaube auch, dass die USA im Vergleich zu Europa derzeit etwas besser dasteht (In Zeitdimensionen von Historikern denke ich aber, dass der Unterschied nicht so gross ist.). Wenn Europa den Weg der USA als USEurope gehen will, sind wir noch nicht so weit. Vielleicht wäre aber auch ein föderalerer Weg in Europa besser geeignet.

          • Marcel Senn sagt:

            Johnny: Ich sehe die tiefen Zinsen nicht als alleinige Hauptursache für die hohe Verschuldung. Es gab sicher von 2000 bis 2007 lokal in Spanien, Irland tw. auch Griechenland und Italien viele Fehlallokationen durch die plötzlich zu tiefen €-Zinsen, aber die ganz Verschuldung basiert des weiteren auch auf Steuerbetrug, schlechter Haushaltsdisziplin, Korruption und nicht zuletzt durch die hohen Kosten der importierten US Finanzkrise ( Konjunkturprogramme, Bankenrettungen, ALetc etc).
            .
            Sie werden Sie sich wohl mit Draghis Massnahmen abfinden müssen, denn kein Zentralbanker oder Politiker wird die Bereinigung mit einem Kollaps absichtlich herbeiführen – der Crash wird von alleine kommen.

          • Marcel Senn sagt:

            “experimentelle Operationen am offenen Herzen macht”
            .
            Wäre ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker würde ich behaupten, dass der Ex Goldman Draghi die Abzockerparty für seine Bankerkollegen noch so lange wie möglich am laufen halten will, bis dann irgendwann eh alles kollabiert.
            Zeit gewinnen mit QEs, ZIRPs, etc etc damit sich diese noch weiter bereichern und ihre Schäfchen in die Karibik etc beiseite schaffen können – das wäre wirklich ein ganz übles Motiv für ein solches Tun, aber vollkommen ausschliessen kann ich diese Möglichkeit leider auch nicht.

          • Johnny Smith sagt:

            ” Ich sehe die tiefen Zinsen nicht als alleinige Hauptursache für die hohe Verschuldung.”

            Nein, natürlich nicht. Aber der Hauptgrund war es sicher. Bei Zinsen von 5% oder mehr, sagen Sie ja auch, wäre die aktuelle hohe Verschuldung gar nicht tragbar.

            “der Crash wird von alleine kommen”

            Auch das stimme ich zu. Und schmerzhaft wird er auch sein. Je länger Draghi weiterexperimentieren darf, umso schmerzhafter.

            “GoldmanSachs”

            Bei Bernanke oder Yellen hätte ich solches ausgeschlossen, bei Madman Draghi aber leider auch nicht.

  3. Marcel Senn sagt:

    Wieviele dieser Kapitalabflüsse in den Westen sind denn “Fluchtgelder” und wieviele sind strategische Positionen (Bsp. Syngenta etc) der Chinesen. Sich nochmals kräftig und günstig positionieren im Westen solange der Yuan noch stark ist und das chin. Kreditkartenhaus noch nicht zusammengefallen ist.
    .
    Wenn dann der Yuan mal z.B. 20 oder mehr % abwertet, werden die Chinaexporte noch günstiger und noch mehr Arbeitsplätze gehen im Westen mit der Zeit verloren, auf der anderen Seite werden die Chinesen dann noch weniger aus dem Westen importieren. Der Westen wird dann auch kräftig leiden in der Folge einer Abwertung.

    • Stefan Wiesendanger sagt:

      Ich bin mit Ihnen einig, es sind nicht Fluchtgelder, sondern eine bewusste (einseitige!) Oeffnung der Chinesen. Ich frage mich aber: weshalb genau soll das Platzen einer Kreditblase in einem Überschussland zu einer Abwertung führen? Die Kausalitäten entgehen mir im Detail. Aber: in den Fällen Schweiz und Japan anfangs der 90er führte der “Bust” nicht zu einer Abwertung, eher zu einer Aufwertung. Das ist zwar sicher pfadabhängig, immerhin haben wir aber gesehen, dass ein “Bust” nicht automatisch eine Abwertung bedeutet.

      • Marcel Senn sagt:

        Der Franken hat ab 1991 aber mal ein paar Jahre abgewertet vs. DM, erst nach 1995 zog er wieder an. Gut flossen ja auch noch reichlich Vermögenserträge aus dem Ausland, darum war der Bust damals grössenmässig nicht ganz zu heftig.

        Auch wenn die Chinesen heute bekräftigt haben den Yuan nicht weiter abwerten zu lassen, wollen wir doch mal sehen, wie das dort weitergeht vor allem auch mit dem Aussenhandel. Ein Bust in China könnte dann schnell auch mal in der Königsklasse von 5 Bio+ $ sein und dann wollen wir doch mal schauen, ob sich die Realität noch an die Theoriebücher hält

      • Marcel Senn sagt:

        Japan 1990 Logisch wurde der Yen nach 1991 stärker, die mussten sehr viele der Immos und Beteiligungen in USA etc verkaufen und sich Yen beschaffen um die Löcher zuhause in Japan zu stopfen Darum werte der Yen sich von 160 auf bis 80 (für wenige Tage nur) zum $ auf 1995 und just mit dem Kobe Erdbeben im Feb 1995 krachte dann wieder in sich zusammen auf über 140 bis 1998.
        .
        Es gibt da glaub nicht einfach so eine allgemeine Regel wie sich Währungen nach einem Bust verhalten. Gut wenn die Chinesen noch weiter fleissig (auf Pump?) einkaufen in Europa und USA, könnte es nach einem Bust auch zu einer Kapitalrepatrierungswelle kommen mit Aufwertungseffekten für den Yuan.

  4. Kristina sagt:

    Da war jetzt eine gewaltige Denkleistung nötig. Anstelle von China las ich immer nur CH. Die Forderung nach Abwertung der Währung kennen beide zur Genüge. Zum Glück gibt es die Zeilen von Ben Bernanke mit dem ich auch nur heute einig sein werde. Wieso er seine Empfehlung nicht schon vor Jahren im eigenen Haus forciert hat erstaunt ebenso wie die Tatsache, dass kein Staat bereit ist genau das anzugehen. Also, in die Wohlfahrt zu investieren. Da darf es auch keinen Unterschied machen in welchem Land man zu Hause ist.

    • Marcel Senn sagt:

      Kristina: Da müssen Sie aber gleich nochmals eine Extrarunde Denkleistung machen, denn niemand fordert China zur Abwertung auf!
      Im Gegenteil, jahrelang haben die Amis gefordert, die Chinesen sollen den Yuan aufwerten – dies zumindest bis vor einigen Jahren. China hat dann in den letzten Jahren auch aufgewertet von 2008 bis Jan 2014 und seither gibts marktbedingt wieder eine leichte Abwertung.
      Sowohl CH als auch China haben zwar einen Handelsbilanzüberschuss, aber aus China geht Fluchtgeld weg und in die CH fliehen Fluchtgelder, China muss Devisen verkaufen um nicht abzuwerten und die CH kaufen um abzuwerten.
      .
      Vermutlich müssen Sie Ihre “Denkleistung” nochmals überdenken!

      • Kristina sagt:

        Schreibleistung überprüfen, wäre eher angebracht gewesen. Danke Marcel.

        • Marcel Senn sagt:

          Kristina: In die Wohlfahrt zu investieren, dass können sich gewisse Länder wie Griechenland, Spanien, Port. Italien kaum mehr leisten und andere wie z.B. Deutschand haben jetzt andere Prioritäten wie z.B. die Flüchtlinge und dies bei einem nicht viel grösser werdenden Kuchen für die Wohlfahrt.
          Die ganzen neoliberalen Kreise wollen die Wohlfahrt eh am liebsten so zurechtschrumpfen, damit man sie in einer Badewanne ertränken kann.
          Es wird noch schlimmer kommen leider. – die fetten Jahre sind vorerst definitiv mal vorbei für zu viele!

          http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-diw-warnt-vor-wachstumsschwaeche-durch-ungleichheit-a-1081789.html

          • Kristina sagt:

            Martin, aus lauter Verzweiflung nicht gut genug argumentieren zu können mache ich ein Beispiel. Letzthin bei der Zeitungslektüre las ich einen Artikel über Gesetze die Investitionen in der Schweiz verteuern würden. In diesem Falle trifft es eine global agierende Firma in der chemischen Industrie, die sich darüber mokiert die Sicherheitsauflagen wären zu restriktiv. Sich hier mit Verweis auf die Wachstumsmaxime oder Wechselkurse aus der Verantwortung zu stehlen um staatliche Unterstützung im globalen Markt zu erheischen finde ich unfein. Sicherheit ist eine von vielen Währungen des einfachen Menschen. Innovation die einzige Währung des Unternehmers. Das geht nur über die Wohlfahrt.

      • Stefan Wiesendanger sagt:

        Völlig einig mit Ihrer Darstellung der Tatsachen. Die “Kapitalflucht” aus China sehe ich aber als eine gewollte Diversifizierung der Guthaben gegenüber dem Ausland. Die SNB-Reservern sind nicht Resultat eines Einstroms von ausländischem Fluchtgeld, sondern kumulierte Ersparnisse der Schweizer gegenüber dem Ausland, welche die Eigentümer nicht mehr im Ausland reinvestieren wollten. In der Meinung, diese Vorsicht beim Kapitalexport sei temporär, bietet die SNB ihre Bilanz als Zwischenlager für diese Werte an, womit sie den CHF stabil hält.

  5. Maiko Laugun sagt:

    Als Randbemerkung zu den genannten 50K USD für das Ausland-Investment: Es gibt umgekehrt kein Ueberweisungslimit von Fremdwährungen nach China. Die Höhe der Ueberweisungen ist uneingeschränkt, hingegen kann pro Person/pro Jahr ebenfalls nur 50K USD gewechselt werden. Der Rest wird gutgeschrieben, bleibt aber gesperrt.

    • Maiko Laugun sagt:

      Ben Bernanke: “…etwa über einen Ausbau der Altersvorsorge und der staatlichen Krankenversicherungen..” Eine *AHV* wurde vor über 1 Jahr eingeführt, am Aufbau von Pensionskassen wird gearbeitet. Private Vorsorgeprodukte gibt es ebenfalls. Zuvor hatten nur Staatsangestellte das Privileg von Renten, allerdings bei meist weit tieferen Löhnen als in der Privatwirtschaft. Krankenversicherung ist übrigens ebenfalls subventioniert.

    • Marcel Senn sagt:

      Maiko: Was sind denn die Bestimmungen für Unternehmen um was im Ausland zu poschten z.B. Syngenta oder auch irgendwelche Hotels in den CH Bergen oder was die Chinesen sich sonst noch alles unter den Nagel gerissen haben –

      Sorry für die Quelle (RT), aber das Video zeigt doch gut was da so alles in letzter Zeit gepöschtelet wurde

      https://www.youtube.com/watch?v=X1Yzx32N0WQ

      Da gibt es wohl kein Limit – die 50k gelten nur für Privatpersonen nehme ich mal an.

      • Maiko Laugun sagt:

        Youtube ist leider gesperrt in China. Kann das somit nicht sehen. Meines Wissens gelten die 50K nur für Privatpersonen. Wenn sich aber mehrere zusammenschliessen, dann kann das zumindest etwas umgangen werden, in beide Richtungen natürlich. Es kann aber sein, dass es auf Antrag hin spezielle Bewilligungen gibt. Das weiss ich gerade nicht, nehme es aber an. Zumal es auch unterschiedliche Online Banking Systeme für das In- u. Ausland gibt. Das gilt selbst für Kreditkarten. Solche fürs Ausland sind strenger limitiert.

        • Marcel Senn sagt:

          Maiko: Stimmt ja Ihr habt Zensur. Kannst nicht ein Programm wie z.B. Zenmate installieren, der dann vortäuschst seist in Deutschland oder so. Ist gratis (für 4 simulierte Länder zumindest D, USA, Rumänien und Hong-Kong)
          Mit dem kann ich hier in Südamerika z.B. im ZDF oder ARD Sendungen anschauen, die vom deutschen Geoblocking gesperrt sind.
          Musst halt mal ZenMate googeln — allerdings weiss ich dann nicht, ob Du dann noch als “Konterrevolutionär” verhaftet und am Ende gar noch SVP-mässig in die Schweiz ausgeschafft werden könntest 🙁
          .
          Gut wenn die Zensurbehörden gut arbeiten, werden die vermutlich auch Zenmate gesperrt haben – ansonsten wären es ja Pfeifen…

          • Maiko Laugun sagt:

            Wenn denn Google nicht auch gesperrt wäre, hier hinter der grossen Firewall. Die ist so gross wie die richtige Mauer 🙂 VPN und Proxi-Server sind verboten. Daran halte ich mich. Das chinesische Netz selbst aber ist grösser als das westliche und bietet sonst eigentlich alles, inkl. Videoportale und alle Social Medias. China-intern gibt es da nichts zu beklagen, ausser eben die genannte Einschränkung gen’ Westen.

          • Marcel Senn sagt:

            Na besser haltest Dich dran sonst wirst dann wirklich noch als “krimineller” Ausländer in die CH ausgeschafft – weiss ja nicht ob die dort auch so hart mit Bagatellfällen umgehen wie das die SVP mal vorhatte bis neulich.
            Gut aber die Seiten sind ja vermutlich alle auf chinesisch — kommst da gut damit zwäg??
            Wie kommst denn eigentlich auf Newsnet – über den China Browser? NMTM ist in demfalle also nicht gesperrt wie es scheint.
            Saludos und schönes Weekend

          • Maiko Laugun sagt:

            Gesperrt sind: 1: Social Medias wie: Google+, Youtube, Facebook, Twitter, Flickr etc. etc. Diese sind ersetzt durch die Chinesischen: QQ, Weibo, WeChatt, etc. etc. 2: WordPress, aber auch New York Times, Businessinsider etc. etc.
            Offen sind (Zugang Chinesischer Browser): 1: Alle internat. Email-Accounts, die meisten internat. Online Zeitungen, so auch diejenigen der Schweiz (inkl. NMTM), Wiki, Skype (ohne! FileShare), Yahoo (wegen der Kooperation mit *Alibaba* ??) etc.
            Als Ersatz für Google steht z.B. *Baidu* https://www.baidu.com

          • Maiko Laugun sagt:

            Die Chinesen sind das Zeitalter der PC’s (und Emails) umgangen. Privat hat kaum einer einen solchen. Die verwenden alle 24h nur das Smartphone mit all den Apps, auch für das Business. Wenn ich lese, dass die Post in der Schweiz 24h-Paket-Center mit SMS aufs Handy einführen wollen, da kann ich nur lachen. Das gibt es hier schon seit 2 Jahren und wird vor allem für Online-Bestellungen via die App *Tao Bao* (gehört zu *Alibaba*) rund um die Uhr von Millionen von Usern genutzt. Es können da auch (limitiert) kleinere Geldbeträge zwischen Usern hin und her geschoben werden. Das gesamte Chinesische Netz bietet weit mehr als das westliche und jede App beinhaltet (cross-functional) unzählige…

          • Maiko Laugun sagt:

            … Möglichkeiten. WeChat (analog WhatsAp / funktioniert auch im Westen) ist z.Zt. das populärste. Das ist alles etwas off topic, ich weiss, aber vielleicht rundet es ein wenig das Gesamtbild ab.

            Zu Deiner Frage: In Saudi Arabien hatte ich das Lesen und Schreiben in Arabisch gelernt. In China hingegen bin ich schon froh, dass ich mich nach ein paar Jahren mündlich einigermassen durchschlagen kann. Für die Schriftsprache bin ich zu alt und zu dumm, wobei das Alter eine faule Ausrede ist, meine Dummheit hingegen nicht 🙂 Notdürftig kann man *Pinyin* verwenden. Das müssen die Chinesen selber auch, da es keine Tastaturen in Chinesischer Sprache gibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Pinyin

  6. Josef Marti sagt:

    Die Währung ist die wichtigste strategische Kriegswaffe. Kein Wunder also versuchen die Klugscheisser vom IWF und aus dem Westen ständig China aber auch Japan gute Ratschläge zu erteilen wie und was sie in ihrem Haus zu tun und zu lassen haben. Es geht dabei immer darum den eigenen Konzernen den Weg zu ebnen, fremde Länder zu unterjochen und optimal auszubeuten. China lässt sich nicht in die Suppe spucken, es kann nach Bedarf den Kapitalverkehr lockern und wieder einschränken. Soll doch der Westen weitere Retorsionsmassnahmen ergreifen, China hat den längeren Atem.

    • Ronnie König sagt:

      Wer wirklich Klugscheisser ist, der beweist es dadurch, dass er die vernetzten Dinge separat und gesondert beurteilt! Wir sind in einer glabalisierten Welt, auch China, und da hat alles seine Wirkung und Reaktion. Die KP kann Macht über Land und Mensch ausüben, aber nicht die Physik oder Ökonomie beherrschen. Davon scheinen aber einzelne in China zu träumen, zumindest dem Anschein nach. China vergisst, dass es praktisch bei Null begonnen hat und sehr viel dafür geopfert oder aufgeschoben und dies muss nun beachtet und wenn möglich korrigiert werden. Japan tut andere Experimente. Dort werden alle dazu lernen müssen, auch wir. Die Stagnation lässt mich aber ernsthaft zweifeln.

      • Josef Marti sagt:

        Dann gehören Sie auch zu denen die der Globalisierung auf den Leim gegangen sind und an den Storch glauben. Es ist nur ein Schlagwort um den Währungs- und Wirtschaftskrieg zu verbergen. Früher hat man den Gegner mit Merkantilismus in die Knie gezwungen, jetzt sind es die Währungen. Was ist das anderes als Wirtschaftskrieg wenn zB die USA den Import von chinesischen Autoreifen mit Strafzöllen belegt? Globalisierung trifft immer nur die Unterlegenen der Wirtschaftspolitik. Das wusste schon Von Clausewitz: Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

      • Josef Marti sagt:

        Vorläufig ist es immer noch die USA welche infolge Vormachtstellung der Reservewährung sich um ökonomische Gesetze nicht kümmern muss. Solange alle Überschussökonomien nichts besseres wissen als ihre Überschüsse laufend im Wall Street Casino anzulegen läuft der Karren für die USA trotz jahrelangen doppelten Defiziten von LB und Staatshaushalt wie geschmiert. Im Gegenzug überschwemmen die Amis die Welt mit ihrem kurzlebigen Konsum- und Unterhaltungsschrott aus Hollywood und Silicon Valley, deshalb ist die kontinuierliche weltweite Ausbreitung von neuen potentiellen Konsumentenschweinchen und Soapkonsumenten mit Hirni im Smartphone möglichst ohne App dazu für die USA absolut überlebenswichtig

      • Fred Mazinaux sagt:

        Nein wir sind nicht in einer globalisierten Welt.Aber die die von einer”Neuen Weltordnung”fabulieren, wollen uns ihre Idee von Globalisierung unter ihrer Kontrolle, aufzwingen.Wie Fig.zeigt, Methode& besonders die Macht die diese Grössenwahnsinnigen sich zusehends aneigneten seit der Gründung der “Privaten” Federal Reserve,mit Hilfe& Erfahrung von Einwanderern aus Hamburg,London(vormals Frankfurt)&besonders seit WK1 &WK2 mit Geheimnistuereien& Schlimmerem aufbauen& masslos verstärken konnten.Die Politiker(Volksvertreter),waren/sind nicht schlau genug den Pfeffer zu schmecken um das Volk aufzuklären.Jene die’s versuchten sind verstummt.
        Doch das Zauberhaus des Ronny König stürzt ein!

  7. Rolf Rothacher sagt:

    Wunderbarer Beitrag, der das Dilemma Chinas aufzeigt: wer auf der Weltbühne der Wirtschaft wirklich mitspielen will, muss den freien Kapitalverkehr ermöglichen. Wer gleichzeitg einen fixen Wechselkurs beibehält (wie es immer wieder von der SNB gefordert wird), verliert die eigenständige Geldpolitik. Doch erst eine eigenständige Geldpolitik bringt einem Land all die Vorteile/Segnungen einer eigenen Währung.
    Man sieht das auch an den vielen dümpelnden Euro-Ländern, deren Wirtschaft seit Jahrzehnten auf Schwachwährungen getrimmt ist und deren Staaten sich dank Euro-Niedrigzinsen bloss über den Kopf verschuldet haben und nun zunehmend handlungsunfähig geworden sind.

    • Ronnie König sagt:

      Im Euroland ist die fehlende reale Investition aber ein sehr wichtiger und grosser Punkt! Investitionen in Schwellenländer bringt in Europa nur Schwäche, dem Aktionär aber etwas mehr. Auch daran sollte man denken. Die Geldpolitik ist ja nur ein Punkt von mehreren.

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