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Was das Bruttoinlandprodukt verschweigt

Tobias Straumann am Mittwoch den 9. März 2016
Ein Schild im Schaufenster eines Bekleidungsgeschaeftes weist auf einen Waehrungsrabatt von 15 Prozent hin, am Mittwoch, 4. Februar 2015 in Bern. Die am meisten von der Frankenstaerke betroffenen Branchen Gastgewerbe sowie Industrie und Handel werden im Verlaufe des Jahres rund 0,7 Prozent der Stellen abbauen. Zu diesem Schluss kommen die Oekonomen der Credit Suisse in ihrem am Dienstag, 3. Februar, publizierten Branchenhandbuch. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der schwache Euro hat den Konsum in der Schweiz angekurbelt: Viele Läden gewährten vorübergehend einen Währungsrabatt. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Unlängst hat das Seco die Schätzungen zum vierten Quartal 2015 publiziert (hier). Damit bekommt man ein präziseres Bild des Frankenschocks als bis anhin.

Die Daten zeigen vor allem eines: Die Fixierung auf das BIP führt in die Irre. Die einzelnen Sektoren und Branchen haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Nimmt man nur das Aggregat zur Kenntnis, hat man keine Vorstellung vom tatsächlichen Zustand der Schweizer Wirtschaft.

Gehen wir zunächst auf den Ursprung zurück: die Veränderung des realen Wechselkurses. Die Grafik zeigt klar, wie unterschiedlich sich der Dollar- und der Eurokurs seit Ausbruch der Finanzkrise (2008) entwickelt haben. Auf der einen Seite hat sich der Franken gegenüber dem Euro real um mehr als 30 Prozent aufgewertet, auf der anderen Seite ist der Dollar nach einer längeren Schwächephase real wieder etwa gleich stark wie vor acht Jahren. Der Frankenschock bezieht sich also “nur” auf den Euro.

Bild11

Wie sieht es nun in den einzelnen Sektoren aus? Die folgende Tabelle zeigt klar, wie unregelmässig das Wachstum ausgefallen ist.

  • Die grossen Verlierer im ersten Qurtal waren Landwirtschaft & Industrie und Handel, Kommunikation, Transport & Gastgewerbe. Es sind die Exportsektoren, die von der schnellen Aufwertung am schnellsten betroffen waren.
  • Im zweiten Quartal zeichnete sich bereits eine Verbesserung in diesen beiden Gruppen ab, aber bis Ende Jahr konnten sich nur Landwirtschaft & Industrie wirklich erholen. Handel, Kommunikation, Transport & Gastgewerbe hingegen verharren in der Stagnation.
  • Baugewerbe/Bau und Finanz & sonst. wirtschaftliche Dienstleistungen hatten ein durchzogenes Jahr. Doch dies hat wenig mit dem Frankenschock zu tun.
  • Die einzigen Sektoren, die zuverlässig wuchsen, waren der Staat & Übrige. Vor allem im dritten Quartal 2015 war die Divergenz zwischen den Sektoren Staat & Übrige und dem Rest frappant.

Bild22

Wenden wir uns den Nachfragekomponenten des BIP zu. Hier zeigt sich, dass das Wachstum vor allem vom privaten Konsum gestützt wurde. Deutlich sichtbar ist auch die Divergenz zwischen dem Handel von Gütern und von Dienstleistungen. Bei den Gütern ist der Export (ohne Wertsachen und Transithandel) über das ganze Jahr schneller gewachsen als der Import. Bei den Dienstleistungen ist es genau umgekehrt. Mit anderen Worten: Das grösste Opfer des Frankenschocks ist nicht die Exportindustrie, sondern der Tourismus.

Bild33

Was folgt daraus? Die Schweizer Wirtschaft ist weit weniger gut aufgestellt, als es viele wahrhaben wollen. Das Wachstum ist fast nur noch durch den Privatkonsum und den Staat getrieben. Der Rest tritt an Ort, vor allem die Exportsektoren. Kein Wunder, hat sich der Produktivitätsfortschritt verlangsamt. Auf die Dauer kommt das nicht gut.

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88 Kommentare zu “Was das Bruttoinlandprodukt verschweigt”

  1. Stefan Wiesendanger sagt:

    Bei so grossen Ausschlägen beim Wechselkurs wird die Oekonomie eine sehr unexakte Wissenschaft. Der Meterstab wird ein Gummi-Meter. In EUR gemessen hat sich das Schweizer BIP um 10% erhöht. Uebrigens, wie schon Prof. Kohli ex-SNB erläutert hat, wird das Schweizer BIP-Wachstum systematisch um ca. 1% zu tief ausgewiesen. Das hat mit der Methode der BIP-Berechnung zu tun. Eine Komponente hat mit den Terms-of-Trade zu tun, die das BIP reduzieren, wenn sie sich verbessern. In einem Jahr, in dem der Wechselkurs sich derart gigantisch verändert, wäre demnach zu erwarten, dass der normale “Bias” ungleich stärker ausfällt. Ich wäre interessiert, wie hoch Prof. Kohli die Abweichung im Jahr 2015…

  2. Kristina sagt:

    Das Bruttoinlandprodukt verschweigt, dass es sich am Wohl des Stärksten orientiert.

  3. Einer, der die Lehrbücher gelesen hat sagt:

    “Auf die Dauer nicht gut”? Dann passt es doch hervorragend, dass der Vorgang NICHT dauerhaft weitergeht. 🙂 Der Wechselkurs verschlechtert sich. Die Exporte haben zwar nicht annähernd die Bedeutung, die ihnen von Clowns zugeschrieben wird, aber ganz bedeutungslos sind sie nicht. Also wirkt sich die Verschlechterung auf das Wachstum und die Beschäftigung aus. Wenn es angenommen 2 BIP-Prozente und 0,5 Prozent der Arbeitsplätze kostet, dann WAR ES DAS auch schon. Die Verschlechterung des Wechselkurses ist KEIN unendlich fortschreitender Prozess. Die Binnenwirtschaft ist langfristig VIEL wichtiger. Aber auch diesmal werden die Clowns das nicht begreifen. DAS KOMMT AUF DAUER NICHT GUT! 🙂

  4. Maiko Laugun sagt:

    “…auf der anderen Seite ist der Dollar nach einer längeren Schwächephase real wieder etwa gleich stark wie vor acht Jahren. Der Frankenschock bezieht sich also “nur” auf den Euro.”
    .
    Es gab schon vor der Einführung des EUR und der Krise im 2008 Wechselkursrisiken. Wie hoch war der Dollar Jahrzehnte zuvor? Vvor seinem konstanten Niedergang? Es wurde nie so kurzsichtig gejammert wie heute.

    • Marcel Senn sagt:

      Hallo Maiko — wie sieht es denn bei Euch aus in China? Schafft das ZK noch die Wirtschaft zu beherrschen oder übernehmen die Schulden bald das Zepter und Euer Betonkartenhaus kracht bald zusammen??
      .
      In China wurden zw. 2011-13 ja 6.4 Mrd Tonnen Beton verbaut – mehr als in den USA im gesamten 20. Jh (4.4 GT)
      .
      Das sind satte 1.5 Tonnen jedes Jahre für jeden den 1.4 Mrd Chinesen von 2011-13!!
      .
      Bin ja gespannt wie das bei Euch weitergeht in den nächsten 1-3 Jahren — die Mutter aller Blasen – aktuell 346% Totalverschuldung des BIP oder über 35 Bio $….wenn die Chinesen sich die US Schulden nicht mehr als Anlage leisten können, dann wird der U$ wohl auch einen Sinkflug machen

      • Maiko Laugun sagt:

        Hola Marcel: Nun Ja, die grosse (Beton-)Mauer steht noch heute – symbolisch für eine langfristige Strategie. Wir werden sehen 🙂

        • Marcel Senn sagt:

          Hola Maiko: Scheint bei Euch ja wirklich eine historische Tradition zu sein das mit dem Baugrössenwahn….
          Saludos über die Weltmeere

          • Maiko Laugun sagt:

            Die Wohnungen in den im Westen so genannten Geisterstädten sind für den Nachwuchs verkauft. Das ganze ist aber ein Pyramiden-System, weil die Bauherrschaft – egal ob staatlich, halb-staatlich oder privat – die gesetzlich (!) geforderte Ausstellung der für den Bauherrn selbst steurpflichtigen Eigentumspapiere gegenüber den Käufern verzögert, was den Widerverkaufsert der Wohnung um bis zu 50% verringert. Die dadurch mittelfristig ‘esparten’ Gelder werden dann zuerst für neue Bauten verwendet. Das ist das Dilemma hier. Investitionen in Flughäfen, Eisenbahnnetz und alles andere was mit Beton zu tun hat, sind gute Investitionen.

          • Anh Toàn sagt:

            In Vietnam geben die grossen Bauträger die Wohnung an deren Arbeitnehmer, finanzieren diese wohl gleich selber oder über nahestehende Banken.

          • Marcel Senn sagt:

            Maiko: Zum Glück habt Ihr ja noch die FOMO’s – die “Fear of missing out” Spekulanten!

            24% Preissteigerungen in Shanghai für Immobilien in nur 2 Monaten — der Chinese zockt halt gerne und nachdem das mit den Aktien etwas in die Hosen ging, wird jetzt einfach wieder auf Tier 1 und Tier 2 Immobilien gezockt….bis dann halt wieder mal das unvermeidliche passieren wird….aber wen jucken ev. zukünftige Verluste schon wenn in der Gegenwart “Wertsteigerungen” locken.

            http://www.businessinsider.com/chinas-property-market-2016-3

  5. J. Kuehni sagt:

    Das BIP-Wachstum als Hauptrichtwert sollte doch längst durch einen “Index of Participation” abgelöst werden: Irgend eine Mischung aus Arbeitslosenrate, Erwerbsquote, Gini-Koeffizient, Median-Einkommen und Produktivitätswachstum, möglichst alles online in Echtzeit abrufbar, kreuz- und quer referenzierbar und am liebsten global (Wo seid ihr, ihr Start-Ups, wenn man euch braucht?). Stattdessen richten wir uns immer noch nach einem Index aus den 40er Jahren, den schon sein Urheber als “limitiert” einstufte.

    Marcel Senn: Das wär’ doch was für Sie… Der “Senn Index of Participation” 😉

    • J. Kuehni sagt:

      SIP statt BIP…

      • Marcel Senn sagt:

        Kuehni: Sie meinen sowas wie das Bruttonationalglück

        https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttonationalgl%C3%BCck

        http://www.grossnationalhappiness.com/

        Ja mit sowas habe ich mich auch schon beschäftigt und bin beschränkt zuversichtlich wenn dann in den nächsten paar Jahren alles an den A…. geht, besteht die Chance, dass im positiven Falle ein Umdenken in diese Richtung stattfinden könnte.
        Allerdings im negativen Falle wird die Menschheit einen Zusammenbruch des Systems wieder auf ihre historisch oft praktizierte und primitive Art und Weise lösen – nämlich mit Krieg und der Suche nach Sündenböcken.

      • Marcel Senn sagt:

        Sowas ähnliches gibt es ja schon seit 1971 – das Bruttonationalglück – eingeführt vom König von Bhutan. Die sind zwar grottenarm in Bhutan, aber vielleicht wirklich glücklicher als wir? War leider noch nie dort.
        Die vier Säulen desselben sind:
        -die Förderung einer sozial gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung,
        -Bewahrung und Förderung kultureller Werte,
        -Schutz der Umwelt
        -gute Regierungs- und Verwaltungsstrukturen.
        .
        Sarkozy wollte das vor ein paar Jahren auch mal ausarbeiten und versuchsweise praktizieren, nur wurde er ja dann bekanntlich durch den etwas träge wirkenden Hollande ersetzt und die Idee verschwand wieder in der Schublade.

      • J. Kuehni sagt:

        Hmmm. Ich meine eigentlich weniger ein Konglomerat von Soft-Faktoren. “Glück” liegt im Auge des Betrachters. “Partizipation” lässt sich dagegen aus verschiedenen Blickwinkeln messen und wird ja auch schon gemessen (s. Ursprungskommentar).

        • Marcel Senn sagt:

          Kuehni: Na ja wenn schon machen wir das richtig und komplett – neben Ihren ökonomisch determinierten Vorschlägen sollen dann ruhig auch Kriterien wie z.B. Feinstaubbelastung (Stichwort Peking), Obadachlosigkeit, Suizide, Aerzte pro Einwohner, Burn-Out Raten, Scheidungsraten, Bildungsstandard, Lebenserwartung usw mit einbezogen werden um den Menschen und seine Bedürfnisse in seiner ganzen Komplexität möglichst gut zu erfassen.
          Die ökonomischen Faktoren sind ja nur ein Anteil (wenn auch ein wichtiger) im menschlichen Sein. Es gibt auch viele Menschen, die sich mit wenig Einkommen ein qualitativ hochstehendes Leben gestalten können – die Welt gehört nicht den Konsumidioten alleine!

          • Linus Huber sagt:

            @ Marcel

            Wow, Bhutan scheint ja richtig fortschrittlich zu sein.

            Aber ich stimme insofern mit Kuehni überein, dass das BIP als vermeintlicher Gradmesser des Wohlergehens der Bevölkerung eines Staates stark überbewertet wird, respektive ungerechtfertigterweise als Propaganda-Instrument der Regierungen als vermeintlicher Beweis guter Arbeit missbraucht wird. Ebenfalls werden auch immer mehr Aktivitäten dem BIP zugerechnet, womit der Vergleich über eine längere Periode hinweg sehr fragwürdig sein dürfte.

        • Marcel Senn sagt:

          Kuehni: Es gibt übrigens für Jugendliche schon die NEET Quote für u25j, die in der EU akt. 12.4% beträgt
          “Not in Education, Employment or Training”

          Davon gibt es 4 Untertypen:

          den antisozialen und hedonistischen Typ, der es schlicht bequemer findet, nicht zu arbeiten,
          den zurückgezogenen Typ, der nicht in der Lage ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und sich daher abkapselt,
          den paralysierten Typ, der durch zu viel Nachdenken zur Passivität gezwungen ist und daher nicht in der Lage ist, sich eine Arbeit zu suchen
          den entzauberten Typ, der bereits Arbeitserfahrung hat und aufgrund dieser Erfahrungen keine weiteren Arbeitserfahrungen zu machen wünscht.

          s. Wiki NEET

  6. Sandro Studer sagt:

    Bitte bringen Sie doch einmal einen Artikel mit den Zukunftsaussichten eines normalen durchschnittlichen Arbeitnehmers in der Schweiz.

    -Verdrängung der über 50 Jährigen im Arbeitsmarkt. (hohe Pensionskassenkosten)
    -Steigende Nebenkosten Krankenkassen etc.
    -Höhere Steuerbelastung, Unternehmenssteuer Reform 3 (Wer bezahlt das wohl?)
    -Höhere Steuerbelastungen wegen Zuwanderung, (Infrastruktur Skaleneffekt seht hohe Investitionen)
    -Sinkendes pro Kopf Einkommen, das gesamt BIP steigt zwar das pro Kopf Einkommen stagniert oder nimmt ab.
    -Die Schweiz hat die Selbstbestimmung für den EU Marktzutritt aufgegeben.
    -Durch Steuerstreit und Regulationen geringere Einnahmen.

    Wohin geht die…

    • Monique Schweizer sagt:

      Wieso? Dem “normalen durchschnittlichen Arbeitnehmers in der Schweiz” geht es gut bis sehr gut, auch den über 50-jährigen, denn auch bei denen ist die Arbeitslosenrate mit 3.3% immer noch unterdurchschnittlich oder sonst kann er sich an seiner Frühpensionierung erfreuen.
      Sie scheinen ja ein ganz verzerrtes Bild vom .”normalen durchschnittlichen Arbeitnehmers in der Schweiz” zu haben – der ist eben weder arbeitslos, noch geht es ihm finanziell besonders schlecht, noch muss er für die ganzen Infrastruktur der oft sehr gut verdienenden (und steuerzahlenden) Ex-Pats aufkommen.
      Wieso veröffentlichen Sie Ihren Kommentar nicht im Extrablatt oder WW – dort wo sich die CH-Schlechtredner…

      • Monique Schweizer sagt:

        …tummeln und sich im Negativen suhlen!
        In Ihren Kreisen Herr Studer wird die Unzufriedenheit dauerbewirtschaftet und geschürt und dann irgendwelche unausgereiften reaktionäre Scheinlösungen vorgegaukelt werden, die aber ja nicht zu einer echten konstruktiven Lösung beitragen dürfen, denn sonst könntet ihr euch ja nicht mehr in dieser permanenten Unzufriedenheit suhlen — das wäre dann aber ganz blöd!

        • Linus Huber sagt:

          Das Wohlbefinden der Bevölkerung beruht stark auf den Zukunftsaussichten und weniger auf der gegenwärtigen Situation. Es waren schon immer die weichen Faktoren wie z.B. eine Aufbruchstimmung nach einem Krieg, die Überzeugung, dass es uns und unseren Kindern in 10 oder 20 Jahren besser gehen wird als heute, eine gewisse Kohärenz in Chancengerechtigkeit für sämtliche gesellschaftliche Schichten (Gegenteil von Vetternwirtschaft) etc., welche eine hohe Bedeutung ausweisen und Wirkung erzeugen. Diese Menschen, welche die fehlende Nachhaltigkeit in der gegenwärtigen Entwicklung erkennen, schulmeisterlich zu diskreditieren, ist schwerlich ein konstruktiver Lösungsansatz.

          • Monique Schweizer sagt:

            Wenn Sie meinen Herr Schulmeister Huber, dass immer alles schlechter reden als es ist und ein permanentes Gefühl der Unzufriedenheit zu verbreiten ein konstruktiver Ansatz sei, dann wären Sie vielleicht bei einer Volkspartei ganz gut aufgehoben. Der Post von Herrn Studer liest sich zummindest teilweise so.
            Das für viele Menschen so wichtige Antriebscredo “unsere Kinder sollen es einmal besser haben” mag vielleicht bis vor der letzten Finanzkrise noch denkbar & sogar realisierbar gewesen sein. Langsam aber sicher können die meisten Eltern einfach froh sei, wenn der Status Quo noch annähernd aufrecht erhalten werden kann.Besser bedeutet nicht primär noch höheres BIP/Kopf/KKP..

          • Linus Huber sagt:

            Unzufriedenheit oder gar Angst erzeugt die Bereitschaft ein Problem überhaupt anzuerkennen, wonach der nächste Schritt in der Form der Problemanalyse vorgenommen werden kann. Irgendwie lassen Ihre Zeilen vermuten, dass wohl die bestehende Misere als eine Art Naturereignis, welches über die Menschheit hereinbricht, sein soll und wir wohl einfach dazu verflucht sind, diese Entwicklung gewähren zu lassen. Sie sagen es selber mit den Worten “Langsam aber sicher können die meisten Eltern einfach froh sei, wenn der Status Quo noch annähernd aufrecht erhalten werden kann.” Tip: Es ist kein Naturereignis, sondern das Resultat fehlerhafter prinzipienfreier Entscheidungen.

  7. Rolf Rothacher sagt:

    Weiterhin ist die Arbeitslosigkeit sehr tief, obwohl doch in den letzten 10 Jahren eine Zuwanderung von mehreren hunderttausend Menschen stattfand. Jammern ist also kaum angesagt.
    Was mich aber echt umtreibt ist diese sinnlose Fixierung auf den Tourismus. Im Tourismus sind auch Geschäftsreisen und Freitag-Abend-Vergnügungen enthalten. Doch stets werden fehlende Feriengäste aus dem Ausland angeführt. Doch dieser Bereich macht nicht einmal 1% des BIP aus, weniger als 5 Milliarden Franken Umsatz pro Jahr.
    Wir reden von höchstes 0,5% des Gesamt-BIP, falls der Tourismus völlig einbrechen sollte. 2,5 Milliarden Umsatz sind die Dutzenden von Artikeln zum nun wirklich nicht wert.

    • Michael Berger sagt:

      Das Problem mit dem Tourismus, wie übrigens auch mit der Landwirtschaft, ist der Umstand, dass beide Wirtschaftsbereiche in grossen Teilen der Schweiz die dominierenden Wirtschaftszweige sind. D.h. viele Berggemeinden und einige Bergkantone leben hauptsächlich oder wesentlich davon. Ein Einbruch beim Tourismus hat also für diese Gemeinden/Kantone grosse Auswirkungen auf das BIP. Die Zahlen für die ganze Schweiz verschleiern übrigens den Umstand, dass sich der Tourismus ausgerechnet in diesen Orten besonders schlecht entwickelt, während Städte aufgrund der von Ihnen genannten Geschäftsreisen und Freitag-Abend-Vergnügungen besser dastehen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Das sind aber genau auch Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte, die überproportional Staatsausgaben binden durch Subventionen, Ausgleichszahlungen, etc. und primär Niedriglohnbeschäftigung in zyklischen und saisonalen Gewerbe generieren, also wenig zur Wertschöpfung beitragen, dafür umso mehr zur Zersiedelung und Umweltbeeinträchtigung. Was nichts anderes bedeutet als dass es nicht so tragisch ist, wenn jene Regionen einer gewissen Schrumpfkur ausgesetzt wären. Dass etwa im Zusammenhang mit der Zweitwohnungs-Initiative gegen den offensichtlichen Willen des Stimmvolks noch schnell-schnell unnötig Kapazitäten aufgeblasen wurde, zeigt, dass in diesem Sektor einiges falsch läuft.

  8. Peter Meier sagt:

    Unter den “privaten Konsum” fallen auch Gesundheitskosten … und die machen einen erheblichen Teil aus. In Anbetracht aller Umstände leben wir in der Schweiz auf einer tickenden Bombe. Die Frage ist nur noch, durch was sie dann gezündet wird.

    • Josef Marti sagt:

      Wo ist das Problem? Steigende Gesundheitskosten sind nichts anderes als BIP Wachstum und dabei nicht nur für die Staatsquote. Denken Sie nur an die boomende Life Style und Schönheitsindustrie mit Fettabsaugen Liften etc., da sind die Konsumenten bereit Unsummen aus der privaten Tasche zu zahlen. Und solange die Pharma, Chemie und Medizinaltechnik im Export kaum zu bremsen ist kann auch die Staatsquote munter weiter wachsen.

  9. K. STÖCKLY sagt:

    Wachstum, Wachstum über alles! Wem oder was nützt denn Wachstum um jeden Preis? Das neoliberale Geschwafel geht vielen Menschen auf den Senkel und das mit Recht! Der nächste Wirtschaftscrash steht ohne Zweifel vor der Tür, wir wissen nur nicht wann das passiert. Daran wird sich auch nichts verändern, solange die gierigen Tentakel der Finanzindustrie nicht abgeschlagen werden. Der real existierende Sozialismus der UdSSR ist zusammengebrochen und damit hatten die Friedman-Ökonomen aus Chicago freies Schussfeld und sind seither nicht mehr zu zähmen. Unverständlich dass wir unter den lapidaren Rezepten von “weniger Staat” laufend kapitulieren.

    • A. Koch sagt:

      In einer limitierten Welt können nur der Preis und die Schulden wachsen, sonst kollabiert das Finanz- und Geldsystem. Sinkt das GDP, dann ist die Schuldenrückzahlung in Gefahr und noch mehr neues Geld wird durch die Zentralbanken geschöpft um neue Staatsschulden (und den stets wachsenden Staatsapparat) zu finanzieren. Wir leben momentan “auf Pump” in einer Weimarwelt. Am Schluss haben wir dann 99% Staat und noch 1% Realwirtschaft… Ach, wie nannte man das schon wieder ???

      • Josef Marti sagt:

        Mit der Staatsquote hat das gar nichts zu tun. Schulden dürfen auf gar keinen Fall im Gesamtsystem zurückgezahlt werden weil sonst das System kollabiert, es kollabiert aber auch wenn das Wachstum ausbleibt, deshalb funktioniert das System nur wenn es ohne Schuldenrückzahlung aus den Schulden herauswächst, die BIP Staatsschuldenquote bleibt dann nämlich konstant oder sinkt sogar. Da die Volkswirtschaften aber „ausgewachsen“ haben weil sie nicht exponentiell sondern nur linear wachsen ist der Schulden-Guthaben Schnitt durch Inflation, Schuldenschnitt oder Wegbesteuerung der Finanzvermögen unvermeidlich (was idR auch nach einem Krieg eintritt).

        • A. Koch sagt:

          “ohne Schuldenrückzahlung aus den Schulden herauswächst” … und “Wegbesteuerung”… Ja super, und wo kommt dann der Impuls für reales Wachstum her? Reale Investitionen?? Hat das irgendwo schon einmal nachhaltig funktioniert ??? Ich denke mir eher, die WELT sitzt in der Schuldenfalle. Die Wegbesteuerung der letzten “Guthaben” der Mittelschicht macht dann den “Salat” komplett. Weltweite Dauerrezession a la Japan ist die Folge and wird dann schön als “Stagflation” verkauft. Systematische Enteignung durch den Staat/Finanzsystem kommt dem Ganzen eher näher… Wie auch immer, weder Sie noch ich können die Geschehnisse aufhalten. Ich fürchte, das Resultat wird nicht das gewünschte sein.

          • J. Kuehni sagt:

            Im Moment sieht es eher nach 1% Besitzer und 99% Schuldnern aus, Herr Koch. Sie können die Staatsregierungen dafür kritisieren, dass sie durch Sozialisierung der Schulden (und damit Erhöhung der Staatsquote) das Problem zu mindern versuchen, aber die Staatsquote ist eben v.a. ein Spiegelbild der Partizipationsrate unserer ach so tollen Privatwirtschaft. Wir haben heute kein Problem mit der Produktion von Gütern und Dienstleistungen (Wertschöpfung). Wir haben ein Problem damit, dass es zu deren Herstellung immer weniger Leute braucht.

          • Ronnie König sagt:

            Also, wenn Schulden nicht zurück gezahlt werden, dann wirds aber auch brenzlig auf die Dauer! Jedoch ist auch Wachstum auf Teufel komm raus nicht die Lösung. Wachstum wo es Sinn macht und reduzieren wo es kein Sinn macht das ist gefragt. Beim Tourismus muss man halt wo der Schnee oder die Sonne fehlt halt auch etwas anbieten, das weniger von den zweien abhängt. Und so gehts noch mit ganz vielen Dingen in der Wirtschaft. Das betrifft letztlich immer das BIP, aber das BIP ist nun mal nicht das Mass der Dinge, sondern nur einer von vielen Messwerten. Das geht zu oft vergessen.

          • J. Kuehni sagt:

            So war das schon immer: Die Besitzenden finanzieren zur Kontrolle der Habenichtse entweder einen Sozial- oder einen Polizeistaat. Welches der beiden Muster bevorzugt wird, hängt vermutlich vom Niveau der Partizipationsrate ab…

          • Linus Huber sagt:

            … oder die machtanmassenden, nicht legitimierten Weltplaner, Umverteilungsartisten und Gutmenschen haben sich verschätzt in ihrer Hoffnung die demokratischen Staaten in scheindemokratische Marktstaaten umfunktionieren zu können. 🙁

            https://pjmedia.com/richardfernandez/2016/03/06/the-market-state-concept-revisited/

            Dass es weniger Arbeitskraft zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen benötigt ist grundsätzlich positiv und nennt Produktivitätssteigerung; es ist eher eine Frage, ob Produktivitätssteigerungen als positiv zu bewerten sind, wenn das Anreizsystem derart korrumpiert ist, dass in erster Linie die 1% davon profitieren.

  10. Pascal Meister sagt:

    Die Messgrösse ist gerade für den Handel unsinnig. Wenn Importprodukte günstiger werden und dann auch günstiger verkauft werden, dann leidet doch die Wirtschaft nicht…? Nur der Umsatz in Zahlen “leidet”.

    • Stefan Wiesendanger sagt:

      Sie haben recht. Die Branche beklagt sich aber, weil bei sinkendem nominalem Umsatz und gleichbleibender prozentualer Handelsmarge die Deckungsbeiträge leiden. Das ist aber erstens durch komptentes Management zu vermeiden. Und selbst wenn es zweitens nicht behebbar wäre, so würde es Kosten- und Lohndruck für einen Bruchteil der Angestellten bedeuten während 8 Mio. Konsumenten real mehr Güter kaufen können, d.h. mehr Wohlstand haben.

  11. Ronnie König sagt:

    Und keiner kritisiert den den üblichen bürgerlichen Spruch vom Erfolgsmodell Schweiz! Es ist eben kein Erfolgsmodell, sondern man beruhigt ide Massen mit diesem Spruch. Das BIP sagt nicht nur wenig aus, nein, es gibt auch keine Auskunft über viele andere wichtige und richtige Wege. Nebst Glück, das eh subjektiv an Schlagzeilen gebunden ist, fehlt der Wert der Nachhaltigkeit. Das BIP erfasst zwar Investitionen, aber nicht, ob sie auch gewinnbringend sind. Eigentlich sagt uns das BIP nur ein Teil der Geschichte, es müssten noch andere Daten berücksichtigt werden. Allerdings kommt die chweiz damit nicht besser weg, aber es erklärt mehr, wie die Situation wirklich ist.

  12. A. Koch sagt:

    Mit der Gefahr mich hier bloss zu stellen sage ich mal dies. Im Text wird der folgende Satz gemacht

    “Auf der einen Seite hat sich der Franken gegenüber dem Euro real um mehr als 30 Prozent abgewertet…”

    der meines Erachtens so nicht richtig sein kann (Lapsus totalus ?). Wenn, dann ist der CHF 30% stärker geworden… Ursprünglich kaufte man mit einem Euro ca 1.5 CHF, jetzt noch etwa 1.1… Das ist nominal und so gesehen ganz “reell” (um nicht “real” zu gebrauchen).

  13. Emil Müller sagt:

    “Auf der einen Seite hat sich der Franken gegenüber dem Euro real um mehr als 30 Prozent abgewertet” – und aus diesem Grunde leidet der Tourismus?

    Habe ich das was verpasst oder falsch verstanden? Bitte um Aufklärung. Danke!

    • Marcel Senn sagt:

      Genauer lesen hilft in ökonomischen Essays manchmal auch — da steht was von 2008 und damals war eine Eurone noch um die Fr. 1.55 wert…schon vergessen?

      • Ernst Müller sagt:

        Also wenn der Euro im Jahre 2008 1,55 wert war und heute nur noch 1,10, dann hat der Franken abgewertet? Ich bin natürlich ein Laie, aber für mich klingt das als hätte der Franken dann aufgewertet…

        Vielleicht ist auch mein Gedächtnis schlecht.

        Aber weshalb hat die Redaktioin dann den Fehler inzwischen Korrigiert Herr Senn? Vielleicht sollte ich mich nicht mehr in ökonomischen Essays bewegen…

        • Marcel Senn sagt:

          Müller. Ja stimmt ja — da haben die Jungs von NMTM aufwerten und abwerten glaub wieder mal durcheinander gebracht…das habe ich etwas ungenau gelesen (vermutlich da mir die Zusammenhänge mittlerweile schon etwas zu klar sind) und wenns jetzt korrigiert ist, dann ist es eh weg…sorry
          .
          Dachte eben Sie monieren den Wert von 30%…
          .
          Aber aus Ihnen scheint ja aus dem Emil auch ein Ernst geworden zu sein — falls Sie derselbe sein sollten 🙂

  14. Josef Marti sagt:

    Da erzählt uns SVP Hausökonom Eichenberger genau das Gegenteil, in Euro oder real gemessen hat das BIP 10% zugelegt, kein Land auf der Welt hat ein derart starkes Wachstum und pro Kopf Export Überschuss wie die CH. Das sieht man auch daran dass die Importe nominal geschrumpft jedoch real deutlich gewachsen seien.

    • Ronnie König sagt:

      Fragt sich wie die Verteilung aussieht! Einer verdient heute tausend, die anderen nur zehn, aber alle müssten fünfzehn im Minimum haben, dann geht die Rechnung nicht auf, trotz grossem BIP im Schnitt. Und dann bleibt immer noch die Frage, ob ein Mensch dafür gearbeitet hat oder eine Maschine, denn dies hat weitere Konsequenzen aufs BIP, aber bringt nicht Geld wie Arbeit durch Mensch.

      • Stefan Wiesendanger sagt:

        Ihr Gefühl kann ich verstehen. Die Fakten sprechen eine komplett andere Sprache. Weltweit spitze in bezug auf eine flache Einkommensverteilung, historisch sehr konstante Einkommensverteilung, relativ hoher und konstanter Lohnanteil am BIP, relativ breite Streuung der Kapitaleinkommen via Vorsorge-Anlagen, weltweit so ziemlich die höchsten Löhne, mit und ohne Kaufkraftbereinigung. Wer die Lebensrealität selbst in den reichsten Ländern der Welt kennt, wird ein immer grösserer Schweiz-Fan, wenn er das Angetroffene mit den Zuständen in der Heimat vergleicht.

    • Monique Schweizer sagt:

      Marti: Eichenberger ist wohl einer der ganz wenigen Oekonomen auf der Welt, der das BIP je nach Gusto in einer Fremdwährung misst. Aber um den Anforderungen als Hausökonome Herrlibergs gerecht zu werden, muss man bei der Fakteninterpretation wohl auch sehr flexibel sein, denn nur so können Abstimmungen gewonnen werden. Das Volch denkt ja meistens nicht mit, sondern glaubt einfach was die Parteioberen in ihren Extrablatt-Bulletins verkünden.

      • Stefan Wiesendanger sagt:

        In der Debatte über die Wachstumsschwäche vor über 10 Jahren (u.a. Brunetti seco, Sturm ETH?, Kohli SNB, Avenir Suisse) war das sehr wohl ein Thema, Eichenberger steht nicht ganz so allein, wie Sie das darstellen. Wie kann es sein, dass die Schweiz seit 100 Jahren unterdurchschnittliche Wachstumsraten ausweist, aber heute trotzdem mit an der Spitze steht? Einer der Gründe hat eben doch sehr viel mit der Währung zu tun. Die heute übliche Re-Normalisierung gemäss Kaufkraft macht die Zahlen eher schlechter. Die Franken-Aufwertung kann man auch so sehen: Die Bewertung des BIP in inländischen Kaufkraft-äquivalenten (das wären Nominalbeträge plus ausgewiesene Inflation) war nicht mehr zu halten;…

        • Monique Schweizer sagt:

          Wiesendanger: Und wieso ist der CHF Franken so stark und dies selbst bei unterdurchschnittlichem Wachstum, fast immer tieferen Zinsen im Vergleich zu fast alle Währungen und dies über Jahrzehnte hinweg.
          1. Die Stabilität des Wachstums – nur ganz wenige Aussreisser nach unten. Z.B. 1997 bei 5.2% Rekordarbeitlosigkeit & Krise gab es mit 3% den höchsten Arbeitsprodudiktivitätszuwachs der letzten 25 Jahre nach tatsächlichen Arbeitsstunden in der CH!
          2. Die Schweiz als Fluchtwährung. Seit 2009 ist eine noch verstärktere Nachfrage nach Fr. zu verzeichnen.
          Gemäss unserer SNB ist der CHF immer noch 15.8% überbewertet – vor allem durch diese Fluchtgeldeffekte und den “sicheren Hafen” CH.

          • Linus Huber sagt:

            Instabilität zwischen Währungen und des Preisgefüges ist das Resultat der inflationären Geldpolitik der Zentralbanken. Inflationäre Geldpolitik muss hierbei nicht von angepeilten Inflation des Konsumentenpreisindexes begleitet sein, sondern betrifft das Wachstum der Geldmenge.

          • Josef Marti sagt:

            Mit solch einer Deflationspolitik und Exportausrichtung sowie rekordtiefer Staatsverschuldung ist auf lange Sicht gar nichts anderes möglich als ständige reale Aufwertung. Nur ein Umkippen der LB und hohe Arbeitslosigkeit, also eine klare Rezession könnten daran etwas ändern. Eine Änderung der Geldpolitik allein kann das nicht schaffen wie man in Japan sieht, die BOJ ist trotz ähnlicher Politik wie die EZB völlig machtlos gegen die Deflation und Aufwertung der Währung.

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber “Wachstum der Geldmenge”

            Geld entsteht in den Bilanzen der Banken, die Notenbanken versuchen, den Hebel den die Banken benutzen, zu beeinflussen.

            Zur Zeit geben sie Anreize für Ausbau des Hebels, darum haben Sie Angst vor Inflation, verlangen aber von den Banken mit den höheren Eigenkapitalvorschriften Abbau des Hebels. Das zweite ist zwingende Vorschrift, der Anreiz, Kredite zu gewähren, mit Risiko, also an die Geschäftswelt und Konsumenten, kann nicht gehen, einzig (sogenannt und so betrachtet von den Kontrolleuren und darum von den Banken (ich weiss, dass Sie sagen, es sei falsch) risikolose Kredite: Der Staat will nicht, also bekommts die Notenbank.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Geldmenge ist die Bilanzsumme der Banken. Wenn die schrumpft, gibt es weniger Geld. Die Geldpolitik ist restriktiv auch wenn sie, nur an Notenbankbilanzen und Zinssätzen expansiv ist. Die letzteren sind nur Mittel, um die Geldmenge zu beeinflussen, aber nicht Geldmenge direkt, denn Geld entsteht in den Bankbilanzen.

            Das Problem der Japaner wären somit logischerweise deren Zombiebanken, genauso wie das Problem der Europäer, ihre Banken nicht richtig und schnell genug rekapitalisiert zu haben:

            Oswald Grübel: Mit schrumpfenden Banken (ich würde sagen Bankbilanzen) gibt’s kein Wirtschaftswachstum. (ich würde anmerken, da kein Geld dafür.)

            I

          • Anh Toàn sagt:

            Und wenn ich jetzt noch sage, dass nicht nur Ossi Grübel so was sagt, sondern ich auch Hildebrandt etwa so verstehe, ist klar, dass ich damit die konsistente Darlegung unwiderruflich diskreditiere: Der Teufel hat es diktiert.

          • Linus Huber sagt:

            Und?

          • Stefan Wiesendanger sagt:

            @Schweizer: In der Schweiz sind tiefer Zins und starke Währung primär Folgen, nicht Ursachen. Warum: a/ die Schweiz ist seit sicher 200 Jahren Kapital-Exporteur, b/ seit Bestehen des CHF gibt es eine positive Spirale aus Aufwertung und unternehmerischer Fitness.
            ad 2. Der CHF ist keine Fluchtwährung. Er kam hauptsächlich über kumulierte inländische Ersparnisse zustande. Vergleichen Sie die Ueberschüsse der Ertragsbilanz mit der Geldmenge über die Jahre.
            ad 3. die Ueberbewertung zum EUR ist ein Märchen. Zu Deutschland: Ja! Zu ganz Südeuropa inkl. Frankreich sicher nicht! Zu den USA besteht sie auch optisch nicht. Zudem wäre gemäss Balassa-Samuelson eine optische Ueberbewertung normal. Der…

          • Linus Huber sagt:

            Gruebel spricht aus der Sicht der Banker und Hildebrandt aus derjenigen der Interventionisten, welche zum Wohle der Banker handeln.

            Wachstum ist nicht zwingend ein Resultat geldpolitischer Intervention, sondern es spielen noch viele andere wichtige Faktoren mit, z.B. demographische Entwicklung, unbereinigte Ungleichgewichte, “Income inequality”, Ausmass an Vetternwirtschaft, Ausmass an Umverteilungsprogrammen, gesellschaftliche Kohäsion, Zukunftsperspektiven, technologische Errungenschaften etc. etc.

            Die Rechtfertigung der institutionalisierten Interventionisten zur Machtanmassung zeugt von Überheblichkeit und einer Sichtweite, welche wohl an ihrer Nasenspitze ihr Ende nimmt.

  15. Ben Zibble sagt:

    Alleine in Deutschland ist die Differenz der Produktivität und den Löhnen in den letzten 20 Jahren auf 2.3 Billionen Euro gewachsen. Das heisst das diese Summe alleine von den Ansprüchen des Kapitals, Wachstum von Renditen und Profiten vereinnahmt wurde wärend den Arbeitern weiterhin vorgeworfen wird zuviel zu Kosten…

    Marktliberalismus ist das nicht sondern durch zahlreiche Gesetze und Vorschriften staatlich verbindlich abgesichertes Eigentum. Für die Arbeiter bleiben die Segnungen und Heilsamkeit von Wettbewerb, Entsolidarisierung, Privatisierung und eine Biologielehre (Darwin) zum Fundament Oekonomischer und Gesellschaftlicher Gesetze erklärt hat.

  16. Anton Schneider sagt:

    Der Staat weist das grösste Wachstums aus – ungebremst. Der Staat zahlt sich bzw. seinen Angestellten auch die besten Saläre überhaupt. Diese Eigendynamik lässt sich nicht mehr stoppen. Der Staat waltet als Monopolist über alle wichtigen Ämter, Statistiken, Verordnungen, “Vorsorge”-Projekte, etc. Er verschafft sich Projekte selbständig, für den Eigenbedarf und schon lang nicht mehr für den Service für die steuerzahlenden Bürger.
    Die Schönfärberei der BIP-Zahlen wird ungeniert auch in den Zahlen bezüglich Arbeitslosigkeit fortgesetzt und niemand der etablierten Parteien fordert Transparenz? Warum wohl?

    • Ben Zibble sagt:

      … der heutige Staat soll nur eines noch effizient tun, die Sicherung von Eigentum (Patente, Lizenzen, Urherbrechte, Vermögen, Nachlässe, Kunst, Steuergesetze, Investitionen, Kapital etc.)… die ganzen Statistiken und Datensammlungen sind ebenfalls nicht für die Bürger da sondern zur Absicherung oder zum Aufzeigen wo am Ertragreichsten investiert werden kann.

      Der Staat muss alle eigenen profitablen Investitionen privatisieren da auch das zu den Aufgaben des Staates gehört den profitabel dürfen nur private Investitionen sein, nicht die staatlichen. So kam es das die Steuerzahler immer mehr selber zahlen sollen, wärend die Profite in den Tresoren der reichsten verschwanden.

      • Manfred Linker sagt:

        Sie haben recht. Ergänzen möchte ich dies noch; Der normale Bürger versteht das nichteinmal und träumt von einer globalen Welt mit Freiheiten. Die wird er auch bekommen, nur dass die Freiheit nicht für die Human Resource gilt, sondern für das Kapital. Der Klassenkampf ist schon lange verloren,

    • Frank Zuffnik sagt:

      Genau. Der Staat sollte das Geld nicht mehr an die Angestellten auszahlen, sondern endlich mal sparen und Loehne kuerzen wie die Privaten, damit dann endlich mal keiner mehr etwas kauft, sondern z.B.hohe Mieten zahlen muss, weil ja in wahre Werte investiert werden sollte und nicht in die Konsumenten. Weil ja empirisch erwiesen ist, dass Lohnkuerzungen und Entlassungen schon immer noch nie zu Wachstum gefuehrt hatben. Um die Wirtschaft in Gang zu bringen musste ja noch nie einer ueberhaupt Geld haben um etwas auszugeben, das ist sinnvoller bei einigen wenigen konzentriert, weil da kommen dann schon die vom Mars und verkonsumieren ihres.

    • Beat Bannier sagt:

      Klipp und klar auf den Punkt gebracht, danke Herr Schneider. Wurde von Gogol in “die toten Seelen” bestens beschrieben, 70% der Russen standen zu seiner Zeit im Staatsdienst. Dieses Wirtschaft-Modell funktioniert nur dank massiver Ausbeutung von 3. u. 4. Weltländern, welche das Lebensnotwendige nahezu kostenlos zur verfügung zu stellen genötigt sind. Mit sozial oder human hat dies gar nichts zu tun, von Nachhaltigkeit gar nicht zu sprechen.
      Dieser “Partei der Beamten” müsste eine “alternative für die Schweiz” entgegengestellt werden.

      • Christoph Bögli sagt:

        Ziemlich bizarre Ansichten. Die grösste Ausbeutung von Entwicklungsländern erfolgte und erfolgt traditionell durch den Kapitalismus, egal ob dieser einst im Gewand des Imperialismus oder der später als Globalisierung daher kam. Überproportional sind darum auch v.a. die Löhne im oberen Segment der Privatwirtschaft und die entsprechenden Vermögen. Vielleicht würde man also lieber mal dort ansetzen und diese grotesken Akkumulationen von Kapital wieder so freisetzen, dass diese sinnvoll Konsum und Investitionen zugeführt werden..

        • Beat Bannier sagt:

          Ich verstehe ihren Neid, jedoch bezahlen die Vermögenden ca 90% der Steuern, ein grosser Teil bezahlt Plus/ Minus was er vom Staat bezieht. Eine immer grösser werdende Gruppe bezieht jedoch 100% von der Gesellschaft und bezahlt davon 15% Steuern. Leerläufe wie Bildungsreformen, Genderinstitute, Software-Entwicklungen, Nikotin-Prävention, Statistiken über alles und jedes, kann man nicht Essen, bewohnen oder anziehen, ein ganz grosses Teil ist lediglich Beschäftigung, ohne Mehrwert für den Bürger.

          • Josef Marti sagt:

            Das mit den 90% können sie schon lange vergessen. Der weitaus grösste Teil des Steueraufkommens wird durch Konsum und Verbrauchssteuern sowie Abgaben und Gebühren aller Art, allen voran die MWST getragen.

          • Christoph Bögli sagt:

            Spitzentechnologie, IT-Produkte, Pharmazeutika und Biotechnologie, Rohstoffe, Finanzprodukte, etc. kann man auch “nicht Essen, bewohnen oder anziehen”, was genau soll das also für ein Kriterium sein? Möchten Sie etwa ernsthaft, dass die Schweiz etwa zum feudalistischen Agrarstaat degeneriert?
            Die “90%” haben Sie sich wohl auch aus den Fingern gesaugt, ein Grossteil des Steueraufkommens wird immer noch von der Mittelschicht und Verbrauchssteuern getragen. Und: Solange das Steueraufkommen im obersten Bereich signifikant tiefer ist als der dortige Vermögenszuwachs, ist dieses eben zu niedrig. Ob der absolute Wert dabei 9%, 90% oder 99% ist, spielt gar keine Rolle.

          • Christoph Bögli sagt:

            Kommt hinzu, dass die vom Staat alimentierte Gruppe gerade auch deswegen besteht, weil im Sinne der Profitmaximierung einiger weniger Stellen wegrationalisiert und Löhne gezahlt werden, die zu niedrig zum leben sind. Der Zustand der unteren 99% inklusive dem untersten Bodensatz ist nun einmal ein direktes Spiegelbild des Zustands der obersten 1%. Letztere existieren schliesslich nicht losgelöst vom Rest der Gesellschaft und der Verteilung des gesamten Kapitals.

          • Linus Huber sagt:

            “Das mit den 90% können sie schon lange vergessen.”

            Das System des Wohlfahrtsstaates funktioniert in unzähligen Umverteilungsprogrammen, in welchen hauptsächlich zwischen den 99% fleissig umverteilt wird, hohe staatliche Abhängigkeiten geschaffen werden (der gereifte Wohlfahrtsstaat), wodurch die einzelnen Bürger schrittweise unbemerkt versklavt werden respektive durch die Angst des Verlustes der staatlichen Leistungen sich fürchten zu revoltieren oder das System ernsthaft in Frage zu stellen. Die wirklichen Profiteure sind die 1% und die sich zulasten der Allgemeinheit ein angenehmes Leben einrichtenden, den 1% dienenden und auf persönlicher Ebene immunen Bürokraten (z.B. Draghi).

          • Linus Huber sagt:

            Die Umverteilungsprogramme führen schrittweise zur Verarmung der Mittelklasse. Die Bürokraten verteidigen weiterhin den Status Quo, da sie davon profitieren. Die 1% fürchten sich zunehmend vor den sich abzeichnenden politischen Konsequenzen, welche bezeugen, dass das Unterminieren der Demokratie und Selbstbestimmung der einzelnen Staaten und der Versuch, den Frosch (Bevölkerung) langsam und unbemerkt zu kochen, zu scheitern droht.

        • Linus Huber sagt:

          Sie vertreten eine fragwürdige Ansicht. Die “erfolgreichen” Akteure der Privatwirtschaft wissen das von den zentralplanerischen Regierungen geschaffene Anreizsystem zu ihren Gunsten auszunützen. Allerdings sind dies abgesehen von einigen wirklichen Unternehmern im Verhältnis zur Bevölkerung, in welcher die Mittelklasse schrittweise dezimiert wird, eine geringe Anzahl an gut vernetzten (Vetternwirtschaft) Akteuren. Der Ansatz muss sein, dass das Anreizsystem (z.B. die Geldpolitik) derart verändert wird, dass die Umverteilung von unten nach oben eliminiert wird, dass Risiken nicht auf die Allgemeinheit umverteilt werden und warum auch nicht Staatsdiener sich solidarisch zeigen.

    • Josef Marti sagt:

      Die weitaus höchsten Saläre werden immer noch in der monopolistischen Finanzwirtschaft gezahlt. Schon erstaunlich dass die Staatsquote aber immer noch unter den Werten der Jahre 2001 bis 2006 liegt. Ein grosser Wachstumstreiber ist das Gesundheitswesen, daran ist aber auch die Privatwirtschaft beteiligt. Massiv ausweiten müsste man fremdfinanzierte Investitionen des Staates weil das gegenwärtig gratis möglich ist. Eine Erhöhung der Schulden schwächt dann hoffentlich den CHF.

  17. Martin sagt:

    Ja, der Tourismus ist der grosse Verlierer. Aber weshalb? Vielleicht, weil es zu wenig Schnee hat/hatte im Winter? Oder vielleicht deswegen, weil die Preise einfach generell zu hoch sind? Kreativität ist gefragt!

  18. Marcel Senn sagt:

    Der Privatkonsum wird vemutlich immer noch zu einem nicht unwesentlichen Teil durch die Zuwanderung gestützt, ebenso das auch schon leicht schwächelnde Baugwerbe, der Export ist am kämpfen, baut schon ab oder verschwindet ganz ins Ausland. (wenn man da noch Pharma/Chemie (40%) rausnimmt, sieht es einiges düsterer aus)
    .
    Nur Prof. Eichenberger schwärmt noch vom Wohlstandsgewinn, den wir durch die Aufhebung des Mindeskurses angeblich erfahren durften – ist ja alles im Einkauf billiger geworden – aber wo bleiben dann die BIP-Effekte?.
    .
    Sollten die Bilateralen auch noch wegfallen – je nach Studie zw. -0.6% bis über -6% des BIP pa, dann bleibt wirklich nur noch Vater Staat übrig!

    • Anh Toàn sagt:

      Da macht Vater Staat tiefe Steuern für Reiche, dann kommen die alle aus dem Ausland, kaufen die guten Grundstücke und retten damit unsere PK Guthaben: Wir dürfen dann für die putzen, die Kameras, Mauern und Stacheldrähte um deren Villen bewachen, deren verzogene Kinder schulen, oder beim Schulhaus deren Autos parkieren, ihnen wenn sie pflegebedürftig sind, den Hintern waschen, wenn wir Glück haben, sogar deren Vermögen verwalten, und sie als Mitarbeiter von Exit oder dignitas in den Tod begleiten. Mit dem Lohn können wir dann an den nicht so attraktiven Lagen wohnen und pendeln, Toggenburg oder Jura, da wo der Konsum wohnt, ist es zu teuer. Das heisst Dienstleistungsgesellschaft.

      • Anh Toàn sagt:

        Aber wenn wir mit dem Lohn dann ins Ausland fahren, zum shoppen oder für Ferien, sind wir immerhin reich, und wissen, wir habens am besten von Allen.

        • Marcel Senn sagt:

          Anh: Sie meinen Trickle Down für Fortgeschrittene – eine Bevölkerung vorwiegend bestehend aus Swimming-Pool-Boys, Butlern, Chauffeuren, Dienstmädchen, Privatlehrern etc.
          Wenn rund 10% der Bevölkerung sehr Reiche bis Superreiche wären, könnte eine solche Dienstleistungsgesellschafts- Modell sogar noch klappen.
          Einzig was machen wir dann mit unseren eigenen vielen Alten die bis 2036 (=Klimax der Babyboomerrentnerschwemme, die dann aber noch bis mind. 2055 anhalten wird) AHV- und pflegebedürftig werden? Schicken wir die einfach alle zu Exit?
          Irgendwie erinnert mich so eine Schweiz an diverse Science Fiction Filme – nur noch gruuuslig!

          • Anh Toàn sagt:

            Ja eben,Maiko Laigun bringt eine Million chinesischer Millionäre und ich nehme dafür die Schweizer Pflegefälle nach Vietnam, die Produktivität ist beim Betreuen der Millionäre höher: Win-Win!

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Viel Spass dann mit all den dauermotzenden schweizer Wutrentnern in Vietnam….(gut es gibt zum Glück auch noch ein paar andere, die etwas pflegeleichter sein dürften)

      • Anh Toàn sagt:

        “Dienstleistungsgesellschaft” = die Gesellschaft dient.

      • Josef Marti sagt:

        Im Toggenburg haben wir dafür in der Freizeit gesunde und frische Düngerluft vom Toni anstatt ungesunden Konsum, der Toni hat jetzt mehr Zeit und ist des Öfteren im Stall und auf der Weide anzutreffen, so dass wir vielleicht sogar beim Melken helfen können.

    • Hofstetter Christian sagt:

      Sie haben recht. Es ist klar, dass der Konsum und die Bauwirtschaft von der Zuwanderung der PFZ leben. Was ständig wächst, sind die Verwaltungen und die Gesundheitsindustrie. Der Überalterung der Gesellschaft sei Dank. Also, die Wertschöpfung beim Wachstum gibt zu denken. Eichenberger ist der Lakai der SVP. Er erzählt die immer gleichen Blödsätze. Es sieht relativ düster aus.

    • Stefan Wiesendanger sagt:

      Prof. Ulrich Kohli, ex-SNB, liefert die Lösung, warum der Wohlstandseffekt nicht im BIP auftaucht. Zitat (gekürzt): “Real GDP tends to underestimate the increase in real domestic income when the terms of trade improve. An improvement in the terms of trade is similar to a technological progress, but when computing real GDP, the the former is treated as a price phenomenon and the latter as a real event. Calculations for 26 countries show that the divergence can add up to more than
      10% of GDP in less than two decades.” – Nach Korrektur für diesen Effekt zeigt sich, dass das BIP in den Jahren der EUR-Untergrenze eher zu hoch ausgewiesen wurde, 2015 eher zu niedrig.

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