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Der langsame Abschied vom Dollar

Tobias Straumann am Montag den 27. Januar 2014
Noch keine Konkurrenz in Sicht: Der US-Dollar bleibt die Leitwährung. Foto: Keystone

Noch keine Konkurrenz in Sicht: Der US-Dollar bleibt die Leitwährung. Foto: Keystone

Wie lange wird der US-Dollar die Weltwährung Nummer eins bleiben? Die wirtschaftshistorische Forschung gibt dazu eine klare Antwort: Es hängt alles von der Konkurrenz ab. Wenn sich eine Alternative eröffnet, kann es schnell gehen. Der US-Dollar überholte das englische Pfund bereits in den 1920er-Jahren als Reservewährung (Artikel).

Nach der Einführung des Euro konnten wir eine ähnliche Entwicklung beobachten. Der Euro wurde schnell zu einer wichtigen Reservewährung. Der Dollar blieb zwar klar auf dem ersten Platz, aber man begann schon darüber zu diskutieren, wann der Euro den Dollar einholen würde (Artikel). Aus der Wirtschaftsgeschichte weiss man ferner, dass es problemlos zwei Weltwährungen geben kann.

Zur Zeit ist aber weit und breit keine Alternative sichtbar. Der Dollar dominiert wie eh und je. Der Euro wird in den nächsten zehn Jahren mit Problemen beladen sein. Auch der Renminbi wird sich in der näheren Zukunft nicht zu einer Weltwährung entwickeln. Ohne Zweifel, die chinesische Währung wird als Vehikelwährung für den internationalen Handel weiter an Bedeutung gewinnen. Aber der Weg zu einer frei eintauschbaren Währung ist noch weit. Die chinesische Führung hat andere, dringendere Aufgaben.

So wird sich der Abschied vom Dollar noch lange hinziehen. Aber er findet ohne Zweifel statt, an vielen Orten und auf verschiedene Weise.

Dazu ein aktuelles Beispiel: Lateinamerika. Neue Zahlen zeigen, dass die Abhängigkeit von der amerikanischen Währung deutlich abgenommen hat. Sowohl Kredite wie Anleihen werden zunehmend in einheimischer Währung vergeben. Die beiden folgenden Grafiken zeigen dies schön (Quelle: de la Torre, Levy Yeyati, Pienknagura, voxeu.org, 12. Januar 2014).

Die erste Grafik zeigt den Anteil der Dollarkredite in den verschiedenen Schwellenländern. In den sieben reichsten lateinamerikanischen Ländern ist der Anteil innerhalb von zehn Jahren von 45 auf 33 Prozent gesunken.

Die zweite Grafik zeigt den Anteil der Dollaranleihen. Wiederum zeigt der Trend klar nach unten.

Diese Entwicklung ist sehr erfreulich. Die langsame Abkoppelung vom Dollar im Finanzsektor zeigt, dass in Lateinamerika das Vertrauen in die eigenen Währungen stark zugenommen hat. Das ist alles andere als selbstverständlich in der Geschichte Lateinamerikas. In Argentinien sind die alten Inflationsgespenster wieder auferstanden.

Zweitens ermöglicht der Abbau der Dollarschulden mehr Autonomie in der Wirtschaftspolitik. In der Vergangenheit war es immer so, dass die Schulden der lateinamerikanischen Länder sofort in die Höhe schossen, wenn die Währung abgewertet wurde. Nun besteht diese Gefahr nicht mehr im selben Mass. Entsprechend haben einige lateinamerikanische Länder ihre fixe Bindung an den Dollar aufgegeben.

Anfangs der 1970er-Jahre, als die Abwertung des Dollars die Finanzmärkte verunsicherte, sagte US-Finanzminister Connally ohne mit der Wimper zu zucken: «It's our currency, but it's your problem.» Heute gilt das immer noch. Aber die zentrifugalen Kräfte sind unübersehbar.

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34 Kommentare zu „Der langsame Abschied vom Dollar“

  1. Max Meister sagt:

    Was den Zeitraum der Dollar Ablösung betrifft wäre ich da nicht so sicher, dass das noch so lange dauern wird wie gewisse Prognosen sagen. Wenn man sich die Kadenz der Ereignisse anschaut, die einen weiteren Schritt zur Ablösung darstellen, dann erhält man den Eindruckm dass vor allem die östliche Welt sowie auch die Emerging Markets eine Ablösung wollen und das lieber heute als erst morgen.

  2. will williamson sagt:

    Die Verdrängung des USD als Reservewährung wird den Amis ernste Probleme bescheren. Ferdinand Lips schreib in seinem Buch “Die Goldverschwörung” (2003), der Dollar sei nichts anderes als ein modernes Tributsystem, das tagtäglich die Weltersparnisse abzocke, damit die Amis konsumieren und ihre aufgeblasenen Finanzmärkte am Leben halten zu können. Die Ausländer würden reales Vermögen für nicht einlösbares Papiergeld in die Staaten schicken.

    Henry C. K. Liu meint im gleichen Sinne, die VS würden Papierdollars produzieren und die übrige Welt die Güter, die man damit kaufen könne.

  3. Elisabeth Krail sagt:

    Dieser Artikel steht schon etwas schief in der Polit- und Wirtschaftslandschaft angesichts des seit Ende letzter Woche in den Medien – noch etwas versteckt – dargestellten Währungszerfalls in den Schwellenländern. An diesem Prozess ist deutlich sichtbar, wie begrenzt die Möglichkeiten im Finanzsektor der einzelnen Länder – nicht nur der Schwellenländer – sind. Letztlich sind sie abhängig von der US-Geldpolitik. Derzeit flüchten in den Schwellenländern – wo nur möglich – alle in den Dollar, während die eigenen Währungen einer galoppierenden Inflation ausgesetzt sind. Und Europa, aber auch die globale Finanzwirtschaft ist unmittelbar von diesem Prozess betroffen. Die Folgen sind unabsehbar. Bei diesen Ereignissen vom “Abschied des Dollars” zu reden, wirkt doch etwas daneben stehend.

    – Manager, Geht der Ausverkauf weiter?
    – Manager, Auf Euphorie folgt blanke Angst
    – WiWo, Dax und Schwellenländer-Währungen verlieren deutlich
    – WiWo, Angst um Schwellenländer bremst Optimismus

    • Josef Anton sagt:

      Die vorausgesagte Instabilität verursacht durch die zumindest fragwürdige Geldpolitik der USA dürfte sich langsam installieren. Wie Zauberlehrlinge versuchten die Zentralbanker alles unter den Sternen zu manipulieren, ohne auch nur den Ansatz der daraus entstehenden längerfristigen Konsequenzen zu erkennen. Der Glaube, dass andauernde leichte Inflation positiv für die Wirtschaft ist, vernachlässigt die Frage der langfristigen Nachhaltigkeit aufgrund der dadurch entstehenden Ungleichgewichte, welche heute wohl noch grösser geworden sind als sie vor 5 Jahren waren.

  4. Josef Marti sagt:

    Das Problem der asiatischen und lateinamerikanischen Länder bleibt, dass sie einfach nicht in der Lage sind, minimale zivilgesellschaftliche Strukturen mit demokratischer Gewaltentrennung und einigermassen unabhängiger Justiz mit wenig Korruption auf die Beine zu stellen (von Afrika u. naher Osten sprechen wir schon gar nicht). Längerfristig bleibt das ein unabwägbares Risiko für Investoren.
    Sollte auf der anderen Seite die USA wirklich zum Rohstoffproduzenten aufsteigen und das Handelsdefizit nachhaltig überwinden dann wird der $ auch in den nächsten 100 Jahren den Ton angeben.

  5. Reto Stadelman sagt:

    Wir können nicht voraussagen wann es so weit ist. Zu viele Variablen lassen sich schlicht nicht berechnen oder vorhersagen. Es kann noch 10 oder 20 Jahre dauern oder schon in einer Woche so weit sein. Das einzige was ziemlich sicher ist: Wenn es passiert, wird es den USA sehr sehr weh tun. Dann ist fertig mit Konsumieren. Aber das muss nicht mur schlecht sein für die Amis. So kann man Schulden abbauen und wird wieder konkurrenzfähig. Eine “zweite industrielle Revolution” scheint möglich und das wäre für die Menschen dort sehr positiv.

  6. Wer Wirtschaftsgüter exportiert, wählt die Währung seines Interesses, wenn er sie am Markt durchsetzen kann. In seiner Kasse allerdings braucht er am Ende die Währung, in der seine Kosten anfallen, vor allem seine Personalkosten und seine Steuern. Deshalb landen die von ihm eingenommenen „Devisen“ letztlich bei seiner Notenbank. Das lehrt die Erfahrung. Als solche Außenhandelswährung war und ist der Dollar beliebt. Sein Anteil am Außenhandel allerdings sinkt: er wird nur noch mit 60 % veranschlagt. Die Shanghai Cooperation Organization SCO arbeitet an einer neuen Verrechnungswährung, deren Marktanteil zunehmen möchte, wenn hinter ihr mehr reale Wertschöpfung steckt als hinter dem Dollar. Da das Wachstum des Welt-BIP mit jetzt 3,7 % höher angenommen wird als das der USA, gibt das der SCO Auftrieb. Andere Interessen als der Exporteur hat der Notenbanker. Hier ist zu verzeichnen, dass der Anteil des Euro an den Reserven der Notenbanken niedriger liegt als früher der Anteil der DM. Wieder andere Interessen hat der Sparer, zumal dann, wenn sein Staat ihn mit Niedrigzinsen und Inflation bedrängt. Hier sieht sich der Sparer den Interessen seiner Politiker gegenüber, die immer mehr Schulden machen, weil sie zu schwach sind für eine Rückkehr zu solider Finanzwirtschaft. Leider bietet der Euro Sparer ähnliche Risiken wie der Dollar.

    • urs lehmann sagt:

      Es ist erst zwei Jahre her dass die Existenzberechtigung des Euro von vielen grundsätzlich angezweifelt wurde, die Problematik besteht auch heute noch. Trotzdem bezeichnen ihn viele hier ohne Vorbehalte als kommende Reservewährung.

      Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie kurzfristig das menschliche Gedächtnis funktioniert.

      • ast sagt:

        Ich würde dem Euro nicht zu sehr vertrauen, was ich derzeit aus Richtung EZB gehört habe lässt mir die Haare zu Berge stehen.

        “Mario Draghi will mit dem Aufkaufen von Kreditpaketen von Verbraucher- und Unternehmensdarlehen die Deflation bekämpfen. …Durch Ankäufe von„bank loans“ – Krediten, die die Banken in ihren Portfolios haben soll “der Markt” wieder in Gang gebracht werden.”

        Solche Aktionen halte ich für organisierten Betrug auf Kosten der Allgemeinheit. Mit einem freien Markt hat das jedenfalls nichts mehr zu tun. Wenn es sich im Euroraum vermehrt lohnt “faule Papiere” zu halten, dann profitiert Misswirtschaft gegen seriöses Inverstieren. Das bedeutet langfristig gar nicht Gutes.

        • Josef Anton sagt:

          Die Funktion “Market maker of last resort”

          Wenn der Markt gewisse Wertschriften als zu risikoreich einstuft und in der Folge die Preise kollabiert, heisst dies nicht, dass der Markt nicht funktioniert, sondern dass er eine massiv höhere Risikoprämie einfordert. Die Zentralbanken können in solch einem Fall natürlich eingreifen, jedoch müssen wir uns bewusst sein, dass damit grundsätzlich nicht ein Markt “gemacht” wird, sondern dies genau dem Gegenteil der staatlichen Preiskontrolle (Planwirtschaft) entspricht, ein Umstand, welcher folgender Ausdruck “in order to save the village we had to destroy it” gut beschreibt. Wir verlassen dadurch schrittweise das kapitalistische System des Freien Marktes in Richtung Planwirtschaft. Inwieweit Planwirtschaft als erstrebenswertes Erfolgsmodell dienen mag, überlasse ich Ihrer eigenen Beurteilung. Es zeigt gut auf, dass die Preiskontrolle für Geld (Zinssatz) langfristig zu weiteren staatlichen Preiskontrollen und zentralplanerischen Eingriffen führt. Die staatliche Funktion sollte sich darauf beschränken, den Marktplatz zu organisieren und die Akteure entsprechend den festgelegten Regeln operieren zu lassen.

  7. urs lehmann sagt:

    @Ueli
    Ich kann im vorherigen Thread nichts mehr posten. Sorry wegen dem harschen Ton der letzten Antwort, war nicht mehr ganz nüchtern als ich das geschrieben hatte.

  8. Rolf Zach sagt:

    Grundlegend für die Stellung des Dollars als weltweite Reservewährung ist die Höhe des Defizits der Ertragsbilanz der USA. Ein
    Staat der kein Ertragsbilanz-Defizit und keine anerkannte Rechtsordnung aufweist, kann der Welt keine Reservewährung bieten.
    Wenn nun das US-Defizit (2012 ca. 3 % des Volkseinkommens) auf 1 % des US-GDP verringert, kann das durchaus bedeuten, dass ein solches Defizit die optimale Höhe hat um den Welthandel mit der notwendigen Geldmenge zu versorgen, die einen
    reibungslosen Ablauf ermöglichen und das Wachstum nicht beschränken. Gerade die Zwischenkriegszeit zwischen den beiden
    Weltkriegen zeigt die exemplarisch auf. Der ständige damalige US-Überschuss war ein ernsthaftes Problem für den Welthandel.
    Die stärkste Waffe damals um den Mangel von Dollars zu beheben (25000 Tonnen Gold war 1939 im Eigentum der FED) war der Clearing. Beinahe der ganze Aussenhandel von Nazi-Deutschland basierte auf diesem System. Nach dem 2. Weltkrieg bis 1955 sprach man in Europa von der Dollar-Lücke, sie wurde eigentlich mit Bretton-Woods-System und den USA als Bankier der Welt überwunden. Seit Connally Spruch 1971 haben wir ein Dollar-Standard anstelle eines Dollar-Standard mit Gold-Beimischung
    und die Höhe der US-Inflation war die Höhe der Welt-Inflation. Wollte ein Staat diesen Gradmesser nicht übernehmen, war er gezwungen aufzuwerten. Dies konnte er nur als bärenstarke Exportnation (Japan, Deutschland und die Schweiz) und trotzdem
    konnte dies das Wirtschaftswachstum einer solchen Nation nachhaltig beeinträchtigen. Ein gutes Beispiel ist die Schweiz zwischen 1974 und 1978 und in den 90er Jahren. Die 90er Jahren waren wahrscheinlich die unglücklichste Zeit der SNB-Politik, wo wir uns selbst Wunden beigebracht haben. Wie kann der Dollar seine Reservewährung behalten. 1. Sein Ertragsbilanz-Defizit vermindert sich auf ca. 1.5 % des Volkseinkommens. 2. Die Länder mit den grössten Dollar-Überschüssen wie die Golfstaaten und Russland bleiben unsichere Autokratien ohne stabile Rechtsordnung. 3. Der chinesische Aussenhandelsbilanz-Überschuss geht massiv zurück, diese wird schneller geschehen als viele Volkswirtschaftler glauben. 4. Der Dollar bleibt bei den Rohstoffen das alles überragende Tauschmittel und der Euro spielt nur eine weltweite Rolle bei den Fertigwaren-Exporten Europas, z.B. dürfen die Chinesen ihre Fertigwaren-Exporte nach Afrika nicht in Euro fakturieren. 5. Die soziologischen Defizite der Eliten Lateinamerikas bleiben erhalten. Argentinien ist ein gutes Beispiel wie man ein von Gott gesegnetes Land ständig in ein Krisengebiet absacken lässt.

    • Luisa sagt:

      Herr Zach: Sie vergessen, dass Bretton Woods fixe Wechselkurse eingerichtet hat, die dem $ eine Kaufkraft-Disparität von 1:2 einräumten, dh. die ganze Welt hat den 2. WK abbezahlt. Dies wurde in Dezember 1971 in Rom aufgehoben und gegen Ende 1972 als Floating verkauft. In der Zwischenzeit brachten d.Banken u.Reichen ihr Schäfchen aufs Trockene, während die Oel-Länder die Hälfte ihrer Vermögen verloren. Die Oelkrise bestand darin, dass die OPEC zum ersten Mal funktionierte und die Oelpreise in die Höhe schossen, weil man noch retten wollte, was zu retten war. Diese Riesenschweinerei ging auf die Kappe der USA. (Der heutige Hass auf die USA ist auch darauf zurückzuführen.)
      Mit den freien Wechselkursen, zu dem die USA über die Golddeckung – die von europ.Ländern u.a. der CH in “Mietverträgen” bewerkstelligt wurde – gezwungen werden musste und die dann 1972 in den USA aufgehoben wurde, hat sich die Situation der USA verändert. Sie hätten wieder produktiv werden müssen über Arbeit und Wertschöpfung! Und genau das war schwierig, “dank” des lausigen Schulsystems und dem gleichzeitigen Aufblühen Europas mit ihren ausgebildeten Arbeitskräften und der Sozialen Marktwirtschaft!

      Was die 1990-er Jahre betrifft, so haben wir uns damals selbst ins Knie geschossen mit dem dummen EWR-Nein. Die CH verlor 350’000 produktive Arbeitsplätze in dieser Zeit… beim geringsten Wachstum in der gesamten OECD…

      • Rolf Zach sagt:

        Zuerst, geehrte Luisa, danke für Ihren Kommentar. Was mir natürlich gefällt, dass Sie wie ich den von den Stimmbürgern knapp abgelehnten EWR-Vertrag auch heute noch verteidigen, ohne das ablehnende Quaken der Grünen wäre er auch knapp angenommen worden. Wie Sie, bin ich der Meinung, das EWR-Nein hat zum Abbau von industriellen Arbeitsplätzen in der Schweiz geführt. Auf alle Fälle war der EWR als Vertrag günstiger als alle Bilateralen zusammen, gerade auch wegen der PFZ. An der Ölpreis-Erhöhung war nicht nur die geballte Macht der OPEC schuld. Die Nixon-Administration hatte bereits
        viel Inflations-Feuer in die US-Volkswirtschaft geworfen, auch wenn sie diese nachher mit einer lahmen Preis-Kontrolle zu bekämpfen suchte. Die grossen Erdölkonzerne befürworteten ebenfalls massive Preiserhöhungen. Die Preise für US-Öl
        war derart tief, dass sich unter Berücksichtigung der Förderkosten kaum mehr lohnte weiterhin viele Quellen offen zu halten.
        Vor allem galt dies für neuen US-Lagerstätten in Alaska und ebenso in Europa für das Öl in der Nordsee. NIcht die Preiserhöhungen waren für die US-Politik unangenehm, sondern der Verlust der Konzessionen der “Sieben Schwestern” im Nahen Osten. Die Stellung des Protektors des Nahen Osten blieb aber den USA bis heute erhalten und ist eine “pièce de résistance” der weltweiten Reservewährung Dollar. Saudi-Arabien und die Golfstaaten mögen noch so stark lärmen und in ihrer prahlerischen Unsicherheit weltweit sunnitische Terroristen finanzieren, ihr Beschützer und Master bleiben die USA
        und damit auch der Dollar als Medium für ihr materielles Wohl. Welcher andere Beschützer wäre für sie dann erträglicher, China, Indien oder sogar der Iran und Russland? Bei der Beantwortung dieser Frage ist die Auswahl USA leicht.

        • Josef Marti sagt:

          Sehr richtig; es besteht eine Art stillschweigendes Abkommen zwischen den USA und den Saudis. Diese dürfen weiterhin ihrem Hobby der Terrorfinanzierung frönen sofern sich dieser auch gegen die iranischen Interessen richtet. Die Amis halten ihnen im Persischen Golf dafür den Rücken frei und können ihre Rüstungsindustrie sowie Geheimdienst mit dem Krieg gegen den Terror beschäftigen.

          • Luisa sagt:

            Danke für Ihre Antwort, Herr Zach. Die Umstellung von fixen auf freie Wechselkurse konnte nur durchgedrückt werden, weil der Gold-Mietvertrag mit den USA Mitte 1972 auslief, wobei die CH den grössten Anteil der europ.Geberländer hatte. Die USA mussten ihre Golddeckung aufgeben, weil sie damals schon zu wenig Gold dazu hatten.
            Die OPEC hat nur reagiert, sich gegen die Halbierung ihrer Vermögen gewehrt, aber sie war ein wunderbarer Sündenbock für die Oelpreissteigerungen. Es war beschlossen worden, den $-Kurs zu halbieren innert 2 Jahren. Es dauerte dann noch etwas länger…
            Der Streich, den Goldman-Sachs, d.h.die US-Regierung, dem € und der EU gespielt hat, war mehr als mies u.hätte den € und die EU beinahe zerstört. das war von langer Hand vorbereitet. Wir werden noch froh sein, eine westliche Währung zu haben – als Alternative zum Rnminbi..!! Die Oelstaaten suchen ja schon lange händeringend eine Diversifizierungsmöglichkeit.

            Noch ein Wort zum EWR: Wenn die CH nicht so verhetzt gewesen wären, hätten sie schon 1 Jahr nach dem EWR-Nein gemerkt, dass uns das unsägliche Kosten verursacht: 1993 zahlte die CH 190 Mio CHF nur dafür, um am (damals noch) EG-Forschungsprogramm mitmachen zu dürfen. Aber ohne eigene Projekte und ohne Mitspracherecht und ohne Projektleitung zu haben. (Der EWR hätte 380 Mio auf 5 Jahre verteilt gekostet…!) Den Rest kennen wir: 10 Jahre tiefstes BIP-Wachstung in der OECD, 350’000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren an die EU! Und trotzdem merken die Leute immer noch nicht, dass Blocher sie über den Tisch gezogen hat, denn wir haben noch immer 1’000 Kartelle in der CH die uns 30% überteuerte Waren anhängen. Man muss sich diese Milliarden-Beträge mal vorstellen, die uns ohne Gegenleistung abgeknöpft werden!

            Man muss davon ausgehen, dass es noch weitergeht u.schlimmer wird, wenn erst einmal der $ zu krachen beginnt. Man kennt die Studie, die besagt, dass die 4 grössten US-Banken 93,2 % der Hochrisikopapiere (Derivate) in Besitz haben. Und das von einem Staat, der seit 10 Jahren nur noch Handelsbilanzdefizite produziert, aber Milliarden in unproduktive Militärausgaben pumpt… Die USA laufen geradewegs in den Stand eines Drittweltlandes auf dem Niveau von ungefähr Peru, Kongo oder Burma – allerdings mit einer bis zu den Zähnen bewaffneten, hochaggressiven u.psychisch angeschlagenen Bevölkerung. Gute Nacht – im zweideutigen Sinne!

    • Josef Anton sagt:

      Wer den weltweit grössten Gewaltapparat besitzt, wird der Versuchung nicht widerstehen können, einiges zu vereiteln, selbst wenn dadurch bestehende Regeln einfach ignoriert werden.

    • Ted Kartheiser sagt:

      Sehr geehrter Herr Zach bitte bedenken Sie:
      Ihre Argumentation gilt auch beim “Recycling” von Ertragsüberschüssen, mit einem kleinen Unterschied: Das Überschussland bestimmt wohin und zu welchen Konditionen (Zinsen, Laufzeit, Finanzinvestitionen oder reale Direktinvestitionen) Überschussgelder “recycled” werden.
      Demzufolge sind es die Ausmasse der Defizite/ Überschüsse welche das Gradmass der Instabilität des Weltwährungssystems ausmachen und wie bereit die “USD-peg”Länder bereit sind die Kosten des USD- Recyclings zu übernehmen. So leitete Das OPEC-Kartell, unter Leitung von Scheich Yamani, Ende 1973 die Verfünfachung des Ölpreises ein, um den Auswirkungen des USD-Verfall naxh der Kündigung Nixons des Bretton Woods Systems fester Währungsparitäten im Sommer 1973 “zu kompensieren”. Heute zeigt das OPEC Zerfallerscheinung …Ist es ein ” run for cover ahead of US fracking”, oder so ähnlich?

  9. Luisa sagt:

    Sobald sich der Oelhandel in Rotterdam definitiv auf den € eingestellt hat, beginnt auch der € (wieder) als Zweitwährung Boden zu gewinnen. Die wirtschaftliche Situation erholt sich langsam zwar, aber sicher.
    Die OPEC-Länder haben es nämlich schon seit 1973 (Aufhebung der festen Wechselkurse/Floating, sog.Oelkrise) satt, dass ihnen die Amis alle Jahrzehnte über den $-Kurs das Vermögen halbieren wollen! Warum bauen, kaufen, investieren die Araber wie wild in alles Mögliche?! Genau darum. Es wird geschätzt, dass die Petro-$ eine Summe von gegen eine Quadrillion (Europäische Quadr.!) ausmachen… Das meiste Geld lagert in den USA, völlig ungeschützt.
    Ein zu schneller Wechsel von $ zu € liesse die Petro-Vermögen auf einen Bruchteil schrumpfen. Augenblicklich ist die Situation mehr als heikel für jene, die grosse $-Mengen besitzen. Also wird das Ganze wohl relative langsam vor sich gehen – es sei denn, die USA lassen die 4 grossen Banken JPM, Citi, BofA u.GS kollabieren. Dann kollabiert aber die gesamte Finanzindustrie.
    Fakt ist, die USA hätten Null Skrupel, dies zu tun, sobald ihnen irgendwo etwas nicht passt. Brennpunkte wären etwa: Israel/Palästina/Naher Osten, Iran, Erstarken von Nordafrika oder Russland, Geldforderungen Chinas (wenn dort zuviele und zu heftige soziale Unruhen entstehen), Ausscheren Indiens aus der $-Abhängigkeit, bzw.Hinwendung zur chin.Währung u.dem €, Zahlungsunfähigkeit der Südamerikanischen Schuldner (Argentinien könnte das momentan auslösen!).
    Die Situation ist extrem fragil und gefährlich!
    Man stelle sich mal den CHF vor und welcher Grundkurs dann gegenüber dem $ eingerichtet werden müsste…!! Ob wir dann wohl noch immer auf die EU schimpfen und auf produktive, ausländische Menschen verzichten könnten?!

    • Josef Anton sagt:

      “Die wirtschaftliche Situation erholt sich langsam zwar, aber sicher.”

      Interessant, wie sich die allgemeine Meinung in diese Richtung polarisierte.

      • will williamson sagt:

        In Europa kann diese “Polarisierung” mit den bevorstehenden EU-Wahlen zusammen hängen. Die Abgeordneten müssen doch den Wählern einflüstern, dass sie die Lage zumindest einigermassen im Griff haben. Sie wollen ja wieder gewählt werden, um weiterhin privilegiert den Nektar Brüssels geniessen zu können. Dass die Lage glänzend sei, können sie den Wählern nicht auftischen, da diese vermutlich merken würden, dass das nicht stimmt.

    • Marcel Senn sagt:

      Liebe Luisa:
      Wo bitte soll die “Quadrillion” bitte herkommen. Da hast Du Dich doch etwas mit der Zahl vertan!
      Vergleich: Weltgeldmenge M3 rund 85 Billionen $
      Bruttoweltvermögen aller Privaten über 14J: 273 Billionen $
      Welt-Bsp: 72 Bio $
      Weltaktienmärkte rund 65 Bio
      Weltstaatsschulden 50 Bio $
      .
      Sorry aber in meine Weltbuchhaltung passt Dein 1’000’000’000’000’000’000’000’000 Petro $ nicht rein – das ist definitiv eine andere Dimension und da ja Oel verbrannt wird – bleibt nur warme Luft…

      .

      • Luisa sagt:

        Oel wird verbrannt, die $ nicht`(Schmunzel!)
        Diese Zahl ist nicht verbürgt, darum auch das “soll”! Ich hörte noch höhere. Es gab mehrere “Verifikationen” in dem Sinne, als auf Nachfrage von “richtigen Leuten bei den richtigen Leuten am richtigen Ort” (mehr kann ich hier nicht sagen.) die sonst äusserst gesprächigen Gesprächspartner verstummten – und dann beim Spaziergang am Strand über die blockierten Vermögen lästerten…
        Dass diese Zahl in Deine Buchhaltung nicht reinpasst, ist logisch, denn sie existiert ja offiziell gar nicht, sonst wäre sie in den US-Geldmengen drin. Und das ist sie eben nicht. WEIL:

        Es handelt sich um die “Ersparnisse” der Erdöl fördernden Länder, die sich seit den 1950er Jahren angesammelt haben und in den USA ungesichert auf “Sparkonten” blockiert sind. Diese Petro-Dollars, wie sie genannt werden, haben einen besonderen Status in der Geldmengenbewertung der USA und der US-Banken. Wie genau dieser Status aussieht, weiss ich nicht. Die Gelder sollen nur frei gegeben werden , wenn sie als “Darlehen mit offenem Rückzahlungstermin” (!!) – also verschenkt – einem Land und auf Gesuch der Regierung und ausschliesslich für Infrastrukturvorhaben ausgegeben werden. Dafür dürfen dann 35% “normal” in die Geldmenge ein-, bzw. zurückfliessen.
        So ein “Ding” ist nach dem Fall der Berliner Mauer abgelaufen, als Japan eine Pipeline quer durch Sibirien für die Russen bauen wollte. Niemand wusste, woher Japaner die 15 Milliarden $ nehmen sollten, und plötzlich waren sie “einfach” da… Solche, weniger spektakuläre Dinge gibt es noch mehr. Gabbische..?!
        Immerhin: Rechne mal nach, was für Mengen zu welchen Preisen in alten und neuen $ gefördert wurden in diesen 60 (!) Jahren… und wie lange es dauerte, bis diese Länder anfingen das Geld auch auszugeben – und Warum?! Ich denke Du könntest das.
        Uebrigens: Schaut man auf den Bau-Wahnsinn in Dubai und anderen arabischen Ländern, fragt man sich ja schon, woher kommt das Geld? Von westlichen Investoren – in Ländern, in denen es ein Zins- und Borgeverbot gibt, das auch eingehalten wird?! Wohl kaum, oder?! Auch die Einkaufstouren in Industrien etc. werden zwar diskret getätigt, aber es dringt doch immer wieder happige Info ans Licht…

        Offen gesagt:Es ist ja auch egal, ob Qua- oder Trillionen, sicher ist, dass wir den USA jede Halunkerei zutrauen dürfen, wenn es darum geht, Geld und Macht über Länder zu bekommen. (Allein der Iran dürfte wohl deshalb so feindlich sein, weil seine Petro-$ blockiert sind – mindestens jene aus der Zeit des Schah’s, darüber aber nicht gesprochen werden darf. Das Tabu kommt mir vor wie das Diamanten-Tabu von Antwerpen… Den Rest überlasse ich gerne der Phantasie eines jeden…) Darum hat sich diese Währung aus so lange halten können: Eine zu schnelle Abwertung mindert das Vermögen in Zeiten des Aufbaus, eine zu langsame birgt die Gefahr des Totalabsturzes. Da machen viele Länder einen regelrechten Spagat…

        • Marcel Senn sagt:

          Luisa: So richtig skyrocket ist der Oelpreis erst seit 13 Jahren – und richtig erst so ab 2008 und dann wieder Talfahrt – darum bauen sie auch erst jetzt so fett, weil es richtig einschenkt.

          Hier noch die historischen Oelpreise von 1946 – 2013 war lange bilig – nur von 1979-85 mit tw. über 30$ und dann wieder kräftig runter teils bis auf 11$ 1998.
          Interessant der Wechsel 1985/86 von 27.2 auf 15.4 und nachher noch tiefer — war wohl die WTO!

          — soviel Kohle gibt das nicht – ist halt jetzt teilweise oben das Zeugs bei den 3200 Gigatonnen Co2 – und hat immer noch Heizwirkung :-)

          http://www.forecast-chart.com/chart-crude-oil.html

        • urs lehmann sagt:

          Grobe Plaus für die weltweite kumulierte Fördermenge:

          Start der Förderung 1953, linearer Zuwachs bis zum Peak 2013 von 90mbpd (nimmt man Förderstart 1923 an, kommt man auf 50% mehr).

          30 Jahre * 365 Tage * 90Millionen Barrel pro Tag = 1’000Mrd Barrel total Förderung bisher

          Der inflationsbereinigte durchschnittliche Ölpreis scheint bei etwa 50$ zu liegen, das gibt dann 50’000Mrd heutige Dollar Totalwert. Und das ohne irgendwelche Unkosten für Exploration, Erschliessung, Förderung, Transport, Reinigung, Raffinierung und Lagerung.

          Wo auch immer der tatsächliche Gewinn liegen mag, es sind mit Sicherheit weder Quadri- noch Trilliarden, egal ob europäische oder amerikanische.

          • Marcel Senn sagt:

            Lehmann: Wir fördern nicht schon seit 30 Jahren 30 Mrd Barrel pro Jahr – erst seit die Chinesen so richtig dabei sind, wurde es viel mehr – das ist in etwa seit den letzten 10 Jahren so extrem vorher 80/90er warens 20-25 und in den 70er noch weniger — die Zahl von 1100 Mrd Brl bis 2008 oder aktuell bei rund 32 Mrd total 1300 Mrd Brl seit dem 27.8.1859 – dem Tag der ersten Förderung erscheint mir plausibel

            Den Inflationsbereinigten Wert müsste man noch genauer ausrechnen – schätze auch so zw 50- max 150 Bio – und das Geld wurde ja vielfach einfach verprasst…da gibt es kein geheimes Riesen-Vermögen ausserhalb des Systems

          • Urs Lehmann sagt:

            Ich habe gekürzt, leider etwas schlecht verständlich. Vollständig wäre

            60 Jahre * 365 Tage * 90/2Millionen Barrel pro Tag = 1’000Mrd Barrel total Förderung bisher

            90/2 da linear hochgerechnet über die angegebene Dauer. Aber für mich war “Jahre durch zwei” praktischer, darum 30. Das Resultat ist dasselbe (wie üblich Rechenfehler vorbehalten

    • Marcel Senn sagt:

      Oder in Petro$ ausgedrückt:

      “Laut Abdallah Dschumʿa (CEO von Aramco) Anfang 2008, wurden in der Geschichte der Menschheit rund 1,1 Billionen Barrel Erdöl gefördert.”

      Also bis heute rund 1.3 Bio Barrel – das macht je nach lanfristigem gewichteten durchschnittspreis rund 50 Bio $ – allerdings nicht inflationsmässig angepasst — -auch das erscheint mir etwas wenig – in aktuellen USD vielleicht 100 Bio$

  10. Johnny Smith sagt:

    Das Blogsystem ist heute wieder einmal sehr scharf eingestellt (Zensur?)

  11. Kapitalkontrollen sind Teil der Lösung

    Zur Begründung dieser Ansicht berufe ich mich auf die Geschichte der DM, die unsere Oberen heute durch Verschweigen vergessen machen wollen. Diese Geschichte enthält nämlich alle Stufen und Varianten, die man sich im Zusammenhang mit Währungskontrollen sinnvollerweise vorstellen kann, und also kann man aus ihr lernen.

    Zunächst war es am Anfang nicht so, dass der von den Westalliierten bei der Währungsreform vorgegebene Dollarkurs von DM 3,33 sein Ziel erreicht haben würde. Vielmehr musste ein genialer Fachmann namens Ludwig Erhard her, um die DM ein paar Monate später anlässlich der Sterling-Abwertung um bis zu 26% gegenüber dem Dollar mitgehen zu lassen. Sodann bedurfte es massiver interner Preiskontrollen für Grundstoffe (Kohle bis 31.3.1956), um nicht die folgende Übernachfrage nach diesen Wirtschaftsgütern den Abwertungseffekt kompensieren zu lassen. Usw usw. Was ich sagen will: es ist kein Gottesgesetz, dass jeder durch Abwertung des Außenkurses einer Währung erreichte Vorteil der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch inländische Preissteigerungen kompensiert werden muss.

    Eine gänzlich andere Frage ist, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Notenbank bzw der sie kontrollierende Staat sich an „freiem Kapitalverkehr“ beteiligen kann und sollte. Auch hier zeigt die Geschichte der DM Lehrbeispiele. Kanzler Adenauer und seine Leute haben bis1958 gewartet, bis sie der Bundesbank unter der Leitung von Karl Blessing diese Freiheit gaben. Voraussetzung war die Überzeugung, dass die hinter der Bundesbank stehende westdeutsche Industrie jederzeit in der Lage sein würde, sich erfolgreich am Markt zu behaupten, sollte eine solche Situation denn eintreten. Ja, solche Situation kam schon bald, nämlich im Spätsommer 1960, als Ludwig Erhard die DM gegenüber dem Dollar aufwerten wollte. Ihm war die Steigerung in der Exportleistung der westdeutschen Industrie unheimlich geworden. Allerdings kam er mit seinem Versuch nicht durch, aber neun Jahre später tat es sein Nachfolger, der Sozialdemokrat Karl Schiller, und diese Entwicklung führte zu einer Aufwertung um bis zu 200 %. Ludwig Erhard also ist zu verdanken, dass das „Währungsgebiet DM“ Auslandskapital eher anzog als abstiess. Sein Mittel: Förderung der Produktivität der Realwirtschaft. Solange ihm diese nicht ausreichte, behielt er Kapitalverkehrskontrollen bei.

    Die vor mehr als zwei Jahrzehnten erfundene „Freiheit des Kapitalverkehrs“ ist nichts anderes als ein Instrumentenkasten gezielter Ausplünderung. Die Chinesen liefern Fertigprodukte nach USA und kassieren dafür Dollar. Diese benutzen sie, um in Afrika und anderswo Rohstofflagerstätten zu kaufen. Denn bei den Machthabern/Verfügungsberechtigten in diesen Staaten sind Dollars beliebt. Ich kann aber nicht feststellen, dass in einem einzigen dieser Länder anschließende volkswirtschaftliche Entwicklungen zu verzeichnen wären, wie Westdeutschland sie mit der DM ab 1948 hatte.

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